Die kleinen versteckten Dinge

Ich laß vor langer Zeit einen Artikel bei SpOn über die kleinen versteckten Dinge auf Internetseiten. Ein paar kleine lustige Sachen die man oft nur per Zufall findet wenn man mit dem Cursor über die Seiten geht. Bei yahoo.com zum Beispiel, ist seit jeher ein winzig kleiner Link auf der Hauptseite im Logo versteckt. Wenn man auf den Punkt des Ausrufezeichens klickt bekommt man das Logo vorgesungen. Es ist die gleiche Stimme wie man sie auch aus der Werbung für Yahoo kennt, bzw. kannte. Seitdem sie nämlich die Seite teilweise erneuert haben singt dort nicht mehr eine einzelne Stimme sondern ein ganzer Chor und  das mehrstimmig.

Probiert’s aus: Yahoo.com

Der Geist ist weg

Als ich mir diesen Beitrag vornahm, hatte ich den Titel sehr schnell gefunden. Doch wie schreibt man über etwas das nicht ist, das man an nichts festmachen kann, außer vielleicht an Gefühlen? Man könnte auch von Zeitgeist sprechen. Doch wäre es für diese Größenordnung etwas zu hoch gegriffen.

Als ich vor zwei Jahren im Augenblicke Blog (das übrigens bald wieder online sein wird, es sind aber noch ein paar technische Probleme zu lösen) über die Schließung des Philo“soff“s berichtete, hieß der Beitrag „Das Ende einer Ära“, war gespickt mit Fotos des letzten Abend.

Seit ein paar Wochen nun hat das Philo wieder geöffnet und bei Pianocktail gab es ja auch etwas darüber zu lesen. (Bei mir ja auch, wenn auch weniger ausführlich)

Vorletzte Woche war ich am späten Nachmittag dort.  Ich wollte in Ruhe die Zeitung durchblättern und einen Kaffee trinken so wie ich das früher immer getan habe. Doch irgendwie ist das nicht mehr möglich. Der monströse Flachbildfernseher zeigte irgendein doofes Fußballspiel, die Musik war Hip-Hop- und technolastig, viel zu laut, und kam aus irgendeiner fürchterlichen Radiostation mit gruseligen Moderatoren und noch schlimmeren Werbeeinblendungen. Lesen war beim besten Willen nicht drin.

Dann probierte ich es letzte Woche noch einmal. Das Café war leer und ich war der einzige Gast. Die Musik kam zu Anfang noch von einem Radiosender, doch dann wurde sie  ruhiger. Der Fernseher, der mich so sehr gestört hatte, war aus. Ich saß vorne an einem Fenster las die Zeitung durch und ließ dann irgendwann den Gedanken freien Lauf. Ich sah zum Fenster hinaus. Der Krimskrams Laden gegenüber steht nun auch schon seit über einem Jahr leer, weil angeblich die Besitzer selbst einen Laden dort eröffnen wollten. Bis jetzt ist aber noch gar nichts passiert. Ein großes gähnendes Loch, das eigentlich nicht hätte sein müssen, denn die Ladenbetreiber davor wollten nicht aufhören. Ich fand es schade als Krimskams laden weg war. Es war immer ein tolle Quelle gewesen, für alle möglichen und unmöglichen Toi-toi Geschenke zu Premierenfeiern am Theater.

Und als ich so da saß und die ganze neuartige und befremdliche Deko auf mich wirken ließ, wurde mir bewusst, dass der Geist der seit immer in diesem Mauern geherrscht hatte, verschwunden war. Der „Philo Geist“, der mir einst die besten Ideen, auch für das Blog einflößte, war nicht mehr da.

Es ist mir schon klar, dass alles sich weiterentwickelt, dass nichts stehen bleibt. Und doch sehnt man ab und an nach einem Ort an dem alles so bleibt wie es ist und wie es immer war. Ein Ort an dem man sich wohl fühlt und man sich darauf verlassen kann, dass dort alles stimmt und es immer so bleiben wird.

Das Philo“soff“ gehört nicht mehr dazu. Der Geist ist weg.

Missgeschicke

Ihr wollt eine Geschichte über Missgeschicke lesen?

Bitte schön, sie beruht auf einer wahren Begebenheit. Sie ist ärgerlich, aber vor allem ist sie äußerst peinlich.

Man(n) war bei einer Arbeitskollegin zum Abendessen eingeladen. Es war ein lustiger Abend mit einem vorzüglichen Essen. Es gab Lamm mit allerlei Beilagen, darunter eingelegte trockene Pflaumen und Aprikosen. Man(n) weiß, dass man getrocknete Früchte bisweilen einen durchschlagenden Erfolg auf die Verdauung haben, aber man(n) kann sie nicht lassen, weil sie so lecker sind. Außerdem haben die Früchte ja nur BISWEILEN so die unerwünschte Wirkung.

Man(n) steigt kurz vor Mitternacht in den Wagen und fährt los. Die Fahrt nach hause wird etwas mehr als eine Stunde dauern. Man(n) hat davor einen richtig starken Kaffee getrunken um den müden Geist zu beleben.  Unterwegs stellt man(n) fest, dass die Autobahn zu einem großen Teil gesperrt ist und man(n) einen gewaltigen Umweg fahren muss. Man(n) wird leicht missmutig, nimmt es aber in Kauf, da es eh nicht zu ändern ist. Als man(n) endlich zu hause ankommt, nach über anderthalb Stunden ist man(n) müde und abgeschlafft und will nur noch ins Bett. Man(n) steigt aus dem Auto nimmt die Tasche vom Beifahrersitz, drückt in der Garage auf den Knopf für das automatische Garagentor und schlüpft noch schnell davor hinaus. Man(n) geht auf die Haustür zu merkt sogleich dass man(n) die Haustürschlüssel auf dem Beifahrersitz hat liegen lassen. Wenn man(n) jetzt schnell genug ist und das Garagentor von Hand blockiert geht es von selbst wieder auf. Doch noch ehe man(n) den Gedanken zu Ende gedacht hat, hört man(n) den Rums des Tors wie es sich endgültig schließt. Man(n) hat sich selbst ausgesperrt. Man(n) überlegt wenn man nachts um halb zwei anrufen könnte, der einen Zweitschlüssel hat. Während dem man(n) überlegt stellt sich prompt der durchschlagende Erfolg, der getrockneten Früchte ein, die man(n) ohne Rücksicht auf Verluste in sich hineingefressen hat.

Man(n) steht also vor der eigenen Haustür mit dreifach überkreuzten Beinen, und kann nicht hinein. Auf der ans Haus angrenzenden Baustelle befindet sich ein Dixiklo. Mit übermenschlicher Anstrengung bewegt man sich dorthin, um festzustellen, dass es verschlossen ist. Man(n) hat keine andere Wahl. Man(n) geht in die Hocke  neben dem Dixiklo, in der Hoffnung dass niemand vorbeikommt. Währenddessen man(n) die Hosen herunter lässt, fängt es an zu regnen. Der Geruch ist zum Steinerweichen. Mit größtem Widderwillen zieht man(n) die Hose wieder hoch, nachdem man(n) festgestellt hat dass man(n) nicht ein einziges Papiertaschentuch mehr hat.

Man(n) schlägt den Kragen des Mantels hoch und macht sich innerlich auf einen langen Fußmarsch gefasst, weil es nur eine Person gibt die einen Zweitschlüssel der Wohnung hat, die aber fast 7 Kilometer entfernt wohnt.  Zwischenzeitlich stellt man(n) betrübt fest, dass man(n) für diesen Abend ein paar schicke Schuhe angezogen hat in denen man(n) nur unter Schmerzen einen längeren Marsch absolviert.

Und dann taucht plötzlich aus dem Nichts ein Polizeiwagen auf und man(n) erklärt den Polizisten höflich dass man sich ausgesperrt hat und fragt ob man(n) netterweise die sieben Kilometer gefahren werden könnte. Man(n) läßt eleganterweise die den Teil der Story weg in der man die Hosen auf den Knien hatte und hofft aber inständig, dass die beiden Herren nichts riechen…

Die Herren tun ihre Pflicht als Freund und Helfer und man(n) wird hin und zurückgefahren und ist am Ende so glücklich wie selten zuvor die eigene Haustür aufschließen zu können.

Gedicht des Tages

… Doch man kann den Tag nicht boykottieren.
man geht unter, oder man pariert.
Nur ich weiß: Ich werde furchtbar frieren.
Und man ist so einsam, wenn man friert.

Letzte Strophe aus Vom Frieren von Konstantin Wecker.
Hier steht das ganze Gedicht

Neue Musike

Die Gruppe Grizzly Bear erinnert mich ein wenig an eine andere Gruppe die ich mal vor ewig langer Zeit hier besprochen habe, Camera Obscura, die ich heute immer noch gern höre und die übrigens vor kurzem ein neues Album herausgebracht haben.

Grizzly Bear ist aber an und für sich nicht so richtig einzuordnen. Irgendwo zwischen den Rightous Brothers, den Beatles, den Monkeys, bei einigen Liedern klingen sogar die Monks etwas durch. Ein bisschen 50er ein bisschen 60er. Ich habe sie heute Abend beim rumzappen auf CNBC in der Tonight Show entdeckt, mit diesem Song:

Lied & Credo des Tages

(An dieser Stelle befand sich mal ein das Lied „Rette mich später“ von 2raumwohnung, das aber leider nicht mehr auf YouTube zu finden ist)

Was sich bei den ersten Klängen anhört, als ob man ein wenig bei George Harrison geklaut hätte ist heute, an einem Sonntag, der sich wettermäßig durchwachsen ankündigt, der ideale Song um gut gelaunt zu sein. Und der Text ist auch klasse.

Von Arbeit und Vorschusslorbeeren

Dass ich seit Tagen nichts Anständiges (geschweige Unanständiges) schreibe, hat (wie so oft) mit meiner Arbeit zu tun. Das Stück Funerailles d’Hiver, das zur Zeit im Kapuzinertheater läuft und dessen Premiere gestern war, ist ein gewaltiges Stück Arbeit. Aber dort konnte ich seit langem mal wieder richtig beweisen was mit Maske und Perücken alles machbar ist.

Dann aus aktuellem Anlass noch ein Gedanke. Obama hat ja den Friedensnobelpreis bekommen. Ist das nicht ein bisschen früh? Er ja hat noch nicht viel getan außer tolle Reden zu halten und Optimismus zu verbreiten. Aber,und das ist aus zeitlicher Sicht nicht seine Schuld, er hat noch nicht wirklich etwas in Tat umgesetzt.

Wenn ich das so sehe, könnte ich bitte einen Oscar bekommen für einen tollen Film die ich irgendwann demnächst machen werde????

Vornamen (2)

Vor kurzem berichtete ich über Vornamen.
Was mich an Vornamen so fasziniert, ist die der Umstand dass ich mit meinem ganz zufrieden bin und mir nicht vorstellen kann, einen anderen zu haben, schon gar nicht einer der mir nicht gefällt. Nun hat sich Else Buschheuer auch damit in ihrer Audiokolumne Die Gladiatorin des Alltags bei MDR Figaro, beschäftigt.

Bitte schön:

Die Gladiatorin des Alltags

Berni dachte (2)

Langsam ließ Berni das Messer wieder sinken. Er stand vom Bett auf und zog sich an. Er konnte die Frau nicht umbringen. Was war nur mit ihm passiert? Er der glaubte sich selbst am allerbesten zu kennen, entdeckt ein völlig neue Seite an sich. Er verließ das Schlafzimmer und sah sich im Haus um. Es war nicht besonders modern eingerichtet. An den Wänden hingen alte Tapeten, von der Sorte wie man sie Anfang der achtziger Jahre fand mit einem etwas seltsamen Muster das ein wenig an Miró erinnerte, mit einem leichten Glanz der verriet, dass man die Tapete abwaschen konnte. Schade, dachte Berni, hier wäre es einfach gewesen. Tapeten die sich abwaschen ließen zwecks Spurenbeseitigung waren äußerst praktisch.
Ansonsten fand er nichts außergewöhnliches im Haus, im Gegenteil. Es alles peinlich aufgeräumt und sauber, irgendwie langweilig. Es passte nicht zu der Frau mit er eben den besten Sex seines Lebens gehabt hatte.

Er ging langsam die Treppe hinunter, setze sich auf den letzten Treppenabsatz und dachte nach. Er wunderte sich über sich selbst dass er zum ersten mal so nachdachte wie jetzt. Nachdenken, überlegen, sich selbst Fragen stellen waren ihm seit jeher ein Gräuel gewesen. Er wollte leben und nicht über alles stets nachdenken müssen. So war es immer gewesen….bis jetzt. Er blickte von seinen Knien an langsam hoch durch den kleinen Flur bis zur Decke. Sein Blick blieb kurz an ein paar kleinen Blutspritzern rechts an der Wand hängen. Wenn er jetzt wie früher gedacht hätte, wäre er sofort aufgestanden, hätte einen Lappen genommen und sie weggewischt. Doch er war so sehr damit beschäftigt drüber nachzugrübeln was passiert war, dass er es nicht tat.

Tief in seinen Gedanken versunken lief ihm plötzlich ein kalter Schauer über den Rücken. Die Blutspritzer!!!
Wo kamen diese Blutspritzer her?
Es war schön mit dir, sagte die Frau hinter ihm, die leise die Treppe herunter gekommen ohne dass er sie gehört hatte. Dann spürte er wie sich etwas langes spitzes mit voller Wucht in seinen Rücken bohrte und vorn über warf. Sie hatte ihm ein langes Küchenmesser unterhalb des linken Schulterblattes bis vorne ins Herz gebohrt. Berni spürte einen tiefen Schmerz.

„Als du vorhin mit dem Messer zustechen wolltest hättest du es tun sollen“, sagte die Frau. „Es wäre für mich die langersehnte Erlösung gewesen. Aber du hast es nicht getan! Ich finde keinen Gefallen mehr daran die Männer nach dem Akt zu töten. Doch es ist nun mal meine Angewohnheit. Schade um dich, du warst der erste der sich mit mir hätte messen können.“
Und während Berni diese, letzten Worte hörte, schloß er die Augen. Er hatte verstanden.

Kein iphone

Es ist kein iphone sieht ihm jedoch ähnlich. Und es kann so ziemlich alles was ein iphone kann und ein paar Dinge mehr. Es ist etwas kleiner und hat diesen Knick am unteren Ende. Zudem ist es leichter und liegt besser in der Hand.
Seit dem Wochenende meins.
Aber wie schon gesagt… es ist KEIN iphone

Whitney Houston

Ich frage mich wie viele meiner Leser nun den Kopf schütteln werden und mich endgültig aus ihren Bookmarks löschen werden….
Sei’s drum.
Ich habe mir das neue Album von Whitney Houston gekauft, allerdings erst nachdem ich eine Kritik darüber im SpOn gelesen hatte, die sehr zugunsten der Diva ausfiel. Ein richtiger Fan war ich nie, dafür war sie mir seit jeher zu schnulzig. Doch gab es eine Zeit zu ihren Anfängen, da hopste auch ich zu ihren Songs auf der Tanzfläche in einer Disco (das Wort kommt mir so altertümlich vor) die es schon seit ewigen Zeiten nicht mehr gibt. Sie hieß „Butterfly“ und befand sich im deutschen Teil von Echternach, in Echternacherbrück. Dort traf sich die ganze Dorfelite oder zumindest was sich für elitär hielt und fütterte das Ego und das Selbstwertgefühl…. aber das ist ein anders Thema…wo war ich?

Damals trillerte die Diva noch in höchsten Tönen und übersprang mit Leichtigkeit mehrere Oktaven.
Heute ist ihre Stimme um einiges tiefer und rauer, hat aber nichts an Kraft verloren. Dass eine solche Diva mit einem so bewegten Leben, vielen Hochs und noch mehr Tiefs, ebenfalls ein Schwulenikone ist, versteht sich fast von selbst. Oft in Travestieshows imitiert aber selten erreicht.
Das folgende Video von ihrem neuen Song „Million Dollar Bill“ ist allerdings eine herrliche Parodie.

Und hier das Original, das nach der kleinen Perle oben ein wenig fad wirkt. Aber wegen dem Tremolozitteren ihrer Unterlippe,…ihr wisst schon….schauts euch an….

Bruchteile

Manchmal vermisse ich den Namen meines vorigen Blogs.
Augenblicke.
Er war richtig.
Er drückte genau das aus was alle Beiträge hier sind.
Augenblicke.
Momentaufnahmen.
Für die Nachwelt festgehalten.
In Texten.
In Bildern.
In Wortfetzen.
In Augenblicken.

Vorgestern abend.
Auf dem Nachhauseweg.
Im neuen Wagen.
Entspannt fahren und ankommen.
Bei der Autobahnausfahrt ein seltsames Geräusch.
Das kurze Aufheulen eines Motorrades.
Stille.
Es kracht als ob etwas zu Boden fallen würde.
Dann ein schepperndes, kratzendes Geräusch.
Es kommt immer näher.
Neben mir schlittert ein flach liegendes Motorrad vorbei.
Unbemannt.
Kurz vor der Kreuzung bleibt es liegen.
Mir stockt das Blut in den Andern.
Schaue in den Rückspiegel.
Der Biker läuft dem Motorrad hinterher.
Er scheint unverletzt.
Ich will anhalten.
Aussteigen.
Doch der Biker beachtet mich nicht.
Er hebt das Motorrad auf.
Er betrachtet den Schaden.
Ich fahre weiter.
Langsamer als zuvor.
Ich spüre noch den Adrenalinausstoß.
Alles in Bruchteilen von Sekunden.

Keine fünf Minuten später.
Kurz vor dem nächsten Dorf
Ich höre ein Motorrad.
Hinter mir.
Der Motor heult.
Durchgezogener Streifen.
Doch es überholt mich.
200 mindestens.
110 ist Limit.

Es ist der selbe Biker.

Vornamen

Sophie und Alexander haben Glück: Ihre Lehrer halten sie für leistungsstärker als Kinder, die Chantal oder Justin heißen. Eine Studie zeigt, dass Grundschulpädagogen Vorurteile gegen bestimmte Vornamen hegen – und manche Kinder deswegen sogar als besonders verhaltensauffällig einstufen.
Via SpOn

Beim Lesen dieses Artikels, der ja eine Studie aus Deutschland behandelt, habe ich mich gefragt, ob es hier in Luxemburg auch so ist.  Man müsste dabei berücksichtigen, dass 40% der Grundschüler Ausländer sind und zum Großteil Namen haben, die aus den entsprechenden Ländern stammen.  Es würde mich interessieren was dabei heraus käme…

CC ?

Auch wenn heute IAA eröffnet und dieser Beitrag dazu passt wie die Faust auf’s Auge, ich bin KEIN Autofreak.

Doch wie der Zufall es will, ab morgen heute:

Schön ist nun mal schön, auch wenn sich darüber streiten lässt. Der schnuckelige 308 CC ist ab morgen 3…2…1…meins.
Meine Großmutter würde sagen: „Du bass e Bretzaasch!“

Gna gna gna…

Und kaum hat mich der Alltag wieder, falle ich wieder in alle vorgefertigten Schemata, die nur darauf gewartet haben dass ich zurückkomme…

Bei Pianocktail las ich, dass das Philo“soff“ wieder geöffnet ist, und ich frage mich ob ich wirklich hingehen soll, nur um festzustellen, dass ich enttäuscht bin. Wenn ich den Beitrag von Jaques lese, werde ich es wahrscheinlich sein. Am Schlimmsten finde ich, dass sie einen FERNSEHER aufgestellt haben. Das kann ich auch zu hause machen. Und die Musik soll auch anders und schrecklich sein. Für alle die das jetzt nicht verstehen; das Philo“soff“ ist eine Bar, eine Kneipe. Bis zu dem Tag, vor fast zwei Jahren, als sie endgültig ihre Türen schloss, war es meine Stammlokal.

Ich lege mich jetzt ins Bett und werde den dritten Teil der Trilogie von Stieg Larsson in Angriff nehmen, deren erste zwei Teile ich in Korsika am Strand gelesen habe….

Fundstück

Filp Flops + Stiefeletten =

Flipletten
oder alternativ
Stiefelflops

Wahlweise in Wildleder oder in schwarz. So gesehen, gestern, in einem Schuhladen in Propriano. Fragt sich nur zu welcher Jahreszeit man die anziehen soll.

Calanches de Piana II

Hier nun der zweite Teil, den ich ja schon gestern senden wollte, als mir mein Geburtstag dazwischen kam. (Und ganz unter uns… den Gebrutstagsbeitrag hatte ich schon  vor meiner Abreise  geschrieben….*räusper*)

Wenn man die Straße durch die Calanches wandert und sich all die Felsen anschaut, versteht man auch die Sage mit den Teufel.  Überall glaubt man Fratzen, Figuren und Formen zu sehen. Hier ein paar der Felsen bei denen es wirklich offensichtlich ist.

Der Felsen mit dem Herz drin findet man auf unzähligen Postkarten wieder.

Hier könnte man meinen H.R. Giger hätte ein Kunstwerk hinterlassen.

So das war der letzte Beitrag live aus Korsika. Wenn alles läuft wie ich es möchte, werde ich nächstes Jahr wieder hier sein im Frühling. Morgen geht es zurück ins kalte graue Luxemburg.

An einem 10. September

…im Jahre 1977 wurde der letzte zum Tode Verurteilte, Hamida Djandoubi, mit der Guillotine hingerichtet. In den darauf folgenden Jahren sollten noch mehrere Männer zu Tode verurteilt werden, es kam aber nie zur Vollstreckung, sei es durch eine Begnadigung  oder durch eine Revision des Strafverfahrens. 1981 wurde die Todesstrafe ganz abgeschafft. Hamida Djandoubi war demnach der Letzte der in Frankreich hingerichtet wurde.

***

…im Jahre 1898 erstach der Anarchist Luigi Lucheni ein gewisse Elisabeth Amalie Eugenie von Wittelsbach, besser bekannt unter dem Namen Sissi, Königin von Österreich-Ungarn. Letztes Jahr als ich mehrere Wochen in Genf arbeitete, fand ich die Gedenktafel. 60 Jahre später, am gleichen Tag,  fand in Paris die Premiere des Films „Sissi – Schicksalsjahre einer Kaiserin“ statt.

***

…im Jahre 1952 wurde das sogenannte Luxemburger Abkommen zwischen Deutschland und Israel unterzeichnet. Inhalt des Abkommens waren Zahlungen, Exportgüter und Dienstleistungen im Gesamtwert von 3,5 Milliarden DM, um die Eingliederung mittelloser jüdischer Flüchtlinge zu unterstützen, sowie die Selbstverpflichtung der Bundesrepublik zur Rückerstattung von Vermögenswerten. Dass es in Luxemburg unterzeichnet wurde, wusste ich nicht.

***

…im Jahre 1907 kam die Schauspielerin Fay Wray zur Welt. Sie wurde weltberühmt durch ihre Rolle der Ann Darrow in der ersten Verfilmung von King Kong.

***

… im Jahre 1966 verteidigte Cassius Clay in Frankfurt am Main seinen Box-WM-Titel gegen Karl Mildenberger.

Weitere Geburtstagskinder vom 10 September sind Karl Lagerfeld (1933),
Harald Krassnitzer (1960 Schauspieler),
Colin Firth ( 1960 Schauspieler)
und die Ex-Ehefrau von Steven Spielberg, Amy Irving (1953), die eine Hauptrolle in der Verfilmung von Stephen King’s Roman Carrie hatte.

***

Im Jahre 2003 rief die WHO (Wltgesundheitsorgansation) den 10. September zum Welt-Suizid-Präventionstag aus.

***

Ach ja, und dann gab es noch eine Begebenheit.
An einem 10. September im vorigen Jahrtausend gebar Frau Emilie Elisabeth S.-F. gegen 8:30 Uhr ihren ersten Sohn und gab ihm den Namen Joël Jules Emile.

Das bin ich.

Calanches de Piana

Seitdem ich nach Piana umgezogen bin fahre ich fast jeden Tag durch die Calanches.

Nicht umsonst gehören diese Felsen zum UNSECO Natur Welterbe. Mir raubten sie vor drei Jahren, als ich der erste mal wieder nach fast 30 Jahren wieder hier in Kosika war, den Atem. Fährt man auf der sehr engen und schmalen Straße durch sie hindurch, bekommt man nur einen kleinen Einblick in das, was man sieht wenn man sie, wie ich heute, sie einmal ganz durchwandert. Die folgenden Fotos geben leider nicht die Emotionen wieder, die man wenn man diese Felsen in natura betrachtet.

Die Legende besagt dass der Teufel sie erschaffen habe, als er vom Liebreiz eines korsischen Mädchens angezogen wurde, sich aber von ihr eine Absage einhandelte und dadurch so wütend wurde, das er alles um sich herum zertrümmerte und niederschlug. Zurück blieben die seltsam geformten Felsen, die abends bei Sonnenuntergang rotglühend leuchten.

Ich habe das Glück jeden Abend dieses Schauspiel von der Terrasse der Hotels aus zu erleben.

Wie gesagt, die nun folgenden Fotos können nur ein Bruchteil von wieder geben, was man tatsächlich sieht. Ausserdem siend diese Fotos früh am Morgen entstanden, als nur sehr wenige Besucher dort waren. Tagsüber ist es nämlich bisweilen die Hölle los, wenn die Busse aus allen möglichen Ländern durchfahren und glauben sie könnten überall stehen bleiben wie sie Lust und Laune haben. Somit blockieren sie bisweilen auf Kilometer die einzige Strasse zwischen Porto und Piana.

Viele der Felsen haben Namen, wie zum Beispiel „Tete de Chien“, der Hundekopf.

Als ich heute morgen die Aufnahme machte, fiel der Schatten der Baumes so drauf, dass er den Effekt eines Hundekopfes noch verstärkte.

Sorry aber ich muss hier leider unterbrechen, denn die Internetanbindung ist hier äußerst schlecht, und ich bin heilfroh wenn ich den Teil der Berichtes hochgeladen bekomme. Der Rest folgt morgen.

Ein schöner

..Sonnenuntergang in der sich der Himmel in alle Farben des Regenbogens färbt. Ein herrliches Abendmahl. Ein guter Wein. Und anschließend ein Barman der einem die Wünsche erfüllt bevor man sie überhaupt geäußert hat.

Was will man mehr…

Umzug

Oh je…bereits in der zweiten Woche in Korsika. Ich bin jetzt von Calvi nach Piana umgezogen in ein feudales Hotel gleich neben den brühmten „Calanche de Piana“. Und so schön Calvi auch sein mochte, wer Korsika richtig erleben will muss die Gegend von Porto/ Piana  besuchen. Hier entschädigt die Natur alle restlichen Unannehmilchkeiten denen man sonst so begegnen mag, wie zum Beispiel endlose kurvenreiche sehr enge Strassen, dass man eine volle halbe Stunde für 10 km braucht.

Es ist für mich einer der schönsten Orte der Welt.

Schöne sonnige, 30 Grad heisse Grüsse ins verregnete kalte Luxemburg…

Unschöne Dinge

Wer hier seit einiger Zeit mitliest, weiß, dass ich ein Faible für HDR Fotos habe. Ich hatte mir auch vorgenommen ein Reihe von Fotos hier in Korsika in HDR zu machen.

Es gibt aber Motive die man besser nicht in HDR umwandelt, weil sie so schon aussagekräftig genug sind. So sah ich gestern am Strand eine Frau im fortgeschrittenen Alter, die sich nicht im geringsten ob ihrer Rundungen genierte. Die Rundungen waren auch weniger das Problem, als der Bikini in den sie sich reingepresst hatte, und wahrscheinlich aus der Zeit stammte, als sie noch gute 20 Kilo weniger wog.

Oh je…

Ich stellte eben erstaunt fest, dass ich WLAN im Hotelzimmer habe, wenn auch nicht besonders gut.
Ich bin in Korsika noch bis Mitte September. Es ist heiß hier und zeitenweise sogar richtig schwül, was ich von Korsika nicht in der Form gewöhnt bin.
Ich bin hier aber leider nicht allein sondern in Begleitung was ich seit heute morgen bereue, denn ich hasse Streit und Auseinandersetzungen im Urlaub. Und die anschließende Reserviertheit die so just kein Gemotze ist (weil man sich das ja nicht vorwerfen lassen will) hasse ich noch viel mehr. Es vergiftet einem richtig den Urlaub.

Heute war für die Katz.
Und was wird morgen sein?

Na ja

Manchmal hat man besser man steht über den Dingen und bewahrt seine Distanz dazu.

Aber leider klappt es nicht immer.

Ich erkläre mich:
Ich sitze irgendwo im Jerichower Land, (man muss es nicht unbedingt kennen) und bin auf einer Geburtstagsfeier aus der ich mich jetzt eine Stunde oder mehr ausgeklinkt habe, weil ich es nicht mehr aushalte. Ich hätte, wenn ich jetzt so überlege, gar nicht herkommen sollen… Zudem ist es drückend heiß hier, was mich ja bekanntlich nicht stört, aber es erhitzt die restlichen Gemüter… und die Gespräche…und die Konflikte…

Einziger Lichtblick ist, dass ich morgen früh wieder nach Luxemburg fahre…wenn ich mich nicht umentscheide und noch heute Abend losfahre.

Fundstück

Am 17. Dezember 1992 erschien im Luxemburger Wort ein Artikel mit folgender Überschrift:
Journée National de la Coiffure“ im „Neuen Theater
Frisörwettbewerb der europäischen Gemeinschaft und internationales Jugendfrisieren.

Was für ein aufgeblasener Titel, könnte man denken,

…wären da nicht zwei Fotos die mich, damals in meinem früheren Leben, dazu veranlasst hätten diesen Artikel auszuschneiden und aufzubewahren. Ja,…*seuftz*… ich war mal Frisurenmodell.

Wie gut dass keiner mein Blog ließt….

HDR

Ich denke, ich mache Fortschritte.
So langsam verstehe ich es diese „gestochen scharfe Unschärfe“ hinzubekommen.
Neuestes Beispiel:

Nostalgie

Als ich aufwachte hatte ich dieses Lied im Kopf. Und es ist wunderbar dass YouTube solch kleine Preziosen auf Lager hat, für diesen Song sogar mit dem Original Videoclip.  Doch als ich es eben sah wurde ich schlagartig in die Nachmittage meiner Jugend zurück versetzt, als das Fernsehen noch nicht toujours durch sendete. Damals gab es auf RTL (dem original luxemburgischen- mit Sonntags Hei elei, kuck elei und in der Woche französischem Programm) die Clip Connection Nachmittage, die mich vor den Fernseher behielten, anstatt zu den Schulbüchern gehen zu lassen.

Und über Alan Parsons schreibe ich ein andermal.

Was die Nachbarn denken…

Eine Flash-Spielerei erstellt ein Diagramm her, wie das Internet DICH sieht. Zu sehr hinterfragen würde ich dieses Kunstprojekt allerdings nicht. Aber ein paar Gedanken kann man sich schon darüber machen.

Personas demonstrates the computer’s uncanny insights and its inadvertent errors, such as the mischaracterizations caused by the inability to separate data from multiple owners of the same name. It is meant for the viewer to reflect on our current and future world, where digital histories are as important if not more important than oral histories, and computational methods of condensing our digital traces are opaque and socially ignorant.

Personas

Man gibt den Vor- und Nachnamen ein ohne Umlaut.

Das kam bei mir raus.