Guggst du…

Der Titel ist mir ein Dorn im Auge. Nicht zuletzt weil von der T-com stammt. Die T-com ist offizieller Sponsor, oder besser gesagt Partner für die Guggenheim Ausstellung in Bonn. Ich hatte euch ja schon etwas darüber erzählt hinsichtlich des sehr kritischen Artikels der in der Zeit von letzter Woche zu lesen war. Da die Ausstellung ein Vermögen kostet musste die Bonner Kunsthalle einen Partner finden der ihr beisteht falls die Ausstellung ein Flop werden würde. Die T-com engagierte sich die fehlende Finanzierung zu übernehmen falls nicht genug Eintrittsgelder zusammen kämen. Kommt mehr Geld rein als erwartet ist die T-com Teilhaber am Gewinn.
Ich muss gestehen, ein seltsamer Deal, als ob die T-com nicht schon genug Knete verdienen würde.

Der Spruch „Guggst du..“ steht auf riesigen pinkfarbenen Leinwänden am Eingang von der Halle und hinterlässt einen leichten asozialen Nachgeschmack, der mit der Ausstellung selbst überhaupt nichts gemein hat. Die Ausstellung an sich ist aber in jedem Fall den Umweg Wert. Es ist schon spannend, zumal die Hintergrundgeschichten von Guggenheim und wie es überhaupt zur der Sammlung kam. Ein Teil, und das finde ich ganz toll, ist der Peggy Guggenheim Sammlung gewidmet.

Aber der Eintritt ist (aus oben genannten Gründen) viel zu hoch. 12 Euro. Wenn man ein Kombiticket nimmt für die Halle und das Museum, in dem auch ein Teil der Guggenheim Ausstellung untergebracht ist, kostet es 14 Euro. Ein Audioguide, 4 Euro. Eine Turnusführung (die nur einen kleinen Teil der Ausstellung behandelt) 3 Euro. Ein kleines Heftchen mit einer geschriebenen Führung, +/- 5 Euro. Es ist der reinste Wucher. Man ist rund 20 Euro los, egal wie man es anstellt.

Kein Vergleich zu der Caspar David Friedrich Ausstellung die nur 5 Euro kostete.

Ehrlich gesagt, wünschte ich, dass die Telecom draufzahlen muss.

Pause

Morgen kurze Pause und auch keine „Fortsetzung folgt“ Geschichte, da ich hier sein werde. (Die Texte von „Fortsetzung folgt“ sind nicht mehr online)

Seit langem, wieder die freitäglichen 5 gecheckt und für gut befunden.

1. Fünf Haustiernamen, die überhaupt nicht gehen.
Da macht jeder wie er will. Joël würde ich nicht sehr passend finden, da ich nunmal so heisse, aber sonst…

2. Fünf Erlebnisse, auf die Du keinen Wert legst.
Mmh…das würde zu sehr ins Private führen, mit dem was mir jetzt spontan einfällt. Ich habe mich eben mal bei andern schlau gemacht, die die Fragen auch beantwortet haben, und da kann ich diversen Dingen nur beipflichten. Als da wäre in einen frischen Hundehaufen treten. Zu lesen hier. Ansonsten fällt mir nichts ein was ich hier reinschreiben könnte.

3.Fünf modische Fauxpas.
Da gibt es keine. Echt nicht.
Z.B. Socken (möglichtst weisse) in Sandalen, ist für mich kein Fauxpas. Man sieht es jeden Sommer immer wieder und es ist schon fast Kult. Ich habe es sogar mal selbst in Erwägung gezogen mich mit Sandalen und Socken auf den Weg zu machen. Wenn es jeder machen würde wäre es super trendy. Ein anderes Beispiel sind die 80er Jahre. Wenn man einem Modedesigner sagt, dass die 80er wieder im kommen sind, stöhnt er laut auf und schlägt die Hände über dem Kopf zusammen. Die 80er waren das Jahrzehnt in denen modisch alles erlaubt war und keine Stilrichtung richtig bedient wurde. Alles konnte zusammen gemixt werden, und alles passte. Damals war das kein Fauxpas sondern total hip. Warum sollte es denn plötzlich heute nicht mehr so sein?

4. Fünf Musiktitel, die bodenlose Abscheu in die auslösen.
Dj Ötzi / Die gesammte Bandbreite seiner Songs.
Die original kastelruter Naabthal Holzmichelbuben vs. die Spatzenskilehrer / (bzw. die sog. die Volksmusik)
Eminem und Konsorten / Hip Hop & Hop Hip
Das sind nur 4 aber wenn ich die Songs alle zusammenzähle sind es wensentlich mehr.

5.Fünf Nahrungsmittel, die du schon am Geruch nicht erkennen möchtest.
Da fällt mir sopontan nur eines ein. Spanische Salami mit Paprika. (brrr…allein der Gedanke daran…brrr)

1 und…

Wundert sich jemand über den Text mit dem Titel „1“? Nein? Gut dann brauch ich ja keine Erklärung dafür zu geben. Wann 2,3,4, usw. erscheinen werden, weiß ich auch nicht. Ich schreibe einfach mal darauf los und sehe was dabei herauskommt….
Ich glaube heute ist der erste Tag an dem ich nicht schwimmen gehen werde… Oder doch? Unschlüssig!
(Die Texte von Fortsetzung folgt sind nicht mehr online)

Siesta & Fiesta

Morgens schwimmen, nachmittags eine kleine Siesta, und abends ein wenig Fiesta. Große intellektuelle Ergüsse sind bei der Hitze nicht drin. Ich erwäge heute abend im Garten zu schlafen. Um mich morgen in aller früh von einem laut zischenden Gräusch wecken zu lassen, das von diesen Dingern herstammt.

Die Mobilux…, äh…LUXGSM Trophy (vor einem Jahr hiess sie anders) ist voll im Gange.

Spam Spam Spam

Eben eine Mail über das Kontaktformular erhalten,  mit der Frage wie man eben dieses installiert. Ich hatte euch ja schon mal davon erzählt, dass ich damit so meine Probleme hatte, hinsichtlich Spam. Zuerst hatte ich das hier. Was ich Doofmann natürlich in den Kommentaren dort auf äußerste gelobt habe.  Nun mit dem neuen Kontakt Formular das ich hier fand, ist es nicht anders. Kaum dass ich es 2 Wochen installiert hatte, ging der Ärger von neuem los. Vielleicht sollte ich wieder das ganz alte Formular benutzen, dass ich noch bei Blogger hatte, denn da hatte ich das Problem nicht, weil es über einen dritten Server lief. Aber diese Abhäningkeit über einen dritten Server gefällt mir nicht.

Wenn jemand da draussen ein Plugin kennt, das ein Contact Form erstellt in WP 2.0 und das weitgehend spamfrei ist. Biiiitteee!

Maloche contra dolce vita

Das Telefon stand heute nicht still. So als ob man gerochen hätte, dass ich wieder in Luxemburg bin. Es ist wieder Arbeit angesagt.

Ansonsten habe ich das Schwimmbad wieder für mich entdeckt. Heute nachmittag lag ich gemütlich brutzelnd im Gras und wenn es mir zu heiss wurde sprang ich ins Becken. Herrlich. Ich hätte große Lust schon wieder weg zu fahren. Vielleicht läßt es sich für nächstes Wochenende einrichten, vorrausgestzt die Arbeit schlägt nicht zu.

Friedrich, oh Friedrich

8 Stunden (oder waren es mehr?) Fahrt. Dazwischen ein zeistündiger Aufenthalt im Museum Folkwang in Essen. Ich bin froh dass ich dort war. Es hat sich mehr als gelohnt und die miesepeterige Stimmung die ich zu Anfangs hatte, war wie weggeblasen. Caspar David Friedrich. Ich habe viel über ihn hinzugelernt. Seine Bilder sind… unbeschreiblech. Es waren nicht nur die Bilder da die jeder kennt sondern auch sehr viele die ich nocht nicht kannte. Eine große Anzahl Bilder aus der Hermitage von St.Peterburg, waren ausgestellt. Bilder die ich wahrscheinlich sonst nie zu Gesicht bekommen hätte. Neben der reinen Landschaftsmalerei beschäftige er sich auch in frühen Jahren mit Portraitzeichnungen, was ich nicht wusste. Wenn ich irgendwann mal sehr viel Geld besitzen sollte, werde ich mir einen Friedrich zulegen….

Kollektiv

Eigentlich war ich heute abend noch eingalden, doch ich werde nicht higehen, ich lass es sausen. Zmud hat versprochen noch später anzurufen, und vielleicht gehen wir noch was trinken. Und das war es dann für Berlin dieses Mal. Ich habe meine Pläne kurzerhand geändert. Ich werde morgen nach Essen fahren und mir die David Caspar Friedrich Ausstellung ansehen, die ich mir schon so lange vorgenommen hatte.

Habe mir heute seit ewigen Zeiten mal wieder die Zeit gekauft. Wann war das letzte Mal dass ich Zeit hatte die Zeit zu lesen? Einen spanneden Bericht über die Guggenheim Austellung in Bonn gelesen. Sehr kritisch, sehr negativ und deshalb reizt es mich. Die Ausstellung werde ich mir vorknöpfen wenn ich wieder zuhause bin. Zudem einen Artikel über den MUDAM gelesen. Ich muss beruhigt feststellen, dass ich mit dem was ich geschrieben habe, recht hatte. Die von der Zeit finden Bau von Pei genauso toll wie ich.

Vohin mal wieder über die Einsamkeit nachgedacht. Die kollektive Einsamkeit in Großstättten. Berlin ist da nicht anders als andere. Es zieht mich an und widderstrebt mir im gleichen Atemzug. Auslöser dafür war eine Begegnung mit einem alten Bekannten, der früher mal ein sehr enger Freund war. Ist es in Berlin ein alter Brauch Leute zu besten Freunden zu erklären und dann fallen zu lassen? Tja…

Jetzt werde halbwegs meine Koffer packen und morgen zeitig losfahren.

Bis denne Berlin…

Bestandsaufnahme

Ich habe die letzte Spiegel Ausgabe schon vor 2 Tagen gekauft, kam aber erst heute dazu den Hauptartikel zu lesen. Dabei ging vor allem um den Begriff Web 2.0, was er bedeutet und vor allem wen er betrifft.
Mich z.B.
Ich muss dazu sagen, dass der Artikel sehr recherchiert ist und genau die richtigen Fragen stellt. Es sei trotzdem zu bedenken, dass der Artikel von einem Journalisten verfasst wurde, den das Problem genau so trifft und das im weitgehend negativen Sinn.
Web 2.0 ist ein fast philosophischer Begriff, die Weiterentwicklung des Internet auf ein Wort zusammengefasst. (Ich muss ehrlich gestehen dass ich den Begriff bis dato auch nicht genau definieren konnte) Der Artikel zeigt aber auch die Gefahren für die Zukunft auf. Ein Beispiel die Verselbstständigung diverser Community, die z.B. eine radikale Glaubensrichtung vertreten. Doch ich glaube, dass diese Gefahr unbegründet ist, da sich die Internetgemeinde selbst reguliert und solche Auswüchse schnell und effizient aufgedeckt werden.
Es ist auch ein Interview mit dem Kommunikationswissenschaftler Norbert Bolz zu lesen. Dem kann ich in keinem Punkt seiner Argumentation zustimmen . Wenn ich etwas mit Jahren im Internet gelernt habe, dann ist es zwischen den Zeilen leisen. Eine Tatsache die man sehr schnell beim Chatten lernt. Aus diesem Interview kann ich nur herauslesen dass der Professor Angst hat, ihm könnte das Wasser abgegraben werden samt seinem Status als so genannter Experte. Er vertraut auf alt bewährte griechische Weisheiten, die bei genauer Betrachtung nicht auf das Internet und dessen Kommunikationsformen (bloggen z.B.) anwendbar sind.

Man mag das bloggen noch so stupide finden, (ich selbst schreibe auch nicht jeden Tag Dinge auf die ich nachher stolz bin) so ist es doch eine komplexe Bestandsaufnahme der heutigen Gesellschaft und ihrer Befindlichkeiten.

Ich kann euch nur raten kauft euch schnellstmöglich die Ausgabe vom Spiegel DIESER Woche. Dann werdet ihr verstehen was ich gemeint habe.

Und dieses eine Mal lasse Kommentare bei einem Eintrag zu. Bitte schön.

Jüdischer Friedhof

14:30

In der Werkstatt von Zmud in der Küche sitzend und nicht wissend was ich mit den mir noch verbleibenden Stunden anfangen soll. Es ist noch immer tierisch heiß draußen. Zumal in der Sonne ist kaum zum aushalten.
Heute morgen einen Gewaltspaziergang absolviert. Auf Helmuts Empfehlung hin bin ich nach Weißensee gefahren und habe mir den jüdischen Friedhof angesehen. Aber leider nur von außen. Da ich mit dem Tram am Hintereingang ankam und dieser zugesperrt war, machte ich mich auf den Weg den Vordereingang zu suchen. Vergebens. Ebenfalls geschlossen. Warum weiß ich nicht. Auf der Homepage der Friedhofs steht nicht dass heute ein besonderer Tag wäre. Oder ist mir ein jüdischer Feiertag entgangen? Aber schön schaut er schon aus. Sehr verwildert, der Natur überlassen, und doch irgendwie gepflegt. Die Fotos habe ich durchs Gitter geschossen.



Um 4 Uhr ein Treffen vereinbart. Und dann sehen wir weiter…

Sony liebt mich nicht.

Ich weiss nicht was eben schief lief, aber der Server vom Sony Center wollte mich nicht. Dabei habe ich ihm nichts geatn. Ich habe ihn nicht mal überansprucht, weil ich die Grenze von 100MB pro Tag bei weitem nicht überschritten hatte. Also muss ich das sehr persönlich nehmen. Setzt sitze ich hier in einem easy Internet Café und versuche missmutig das zusammenzubringen was ich eben schon auf den Laptop geschrieben hatte. Und da ich keine Arbeit gerne doppelt mache, werde ich es bleiben lassen bis nachher wieder im Hotel bin.
Ausserdem habe ich Hunger. Ausser ein winziges Frühstück war heute nicht viel….

Keiner liebt mich.

Hochzeit & Hopping

Eine deutsch-japanische Hochzeitsparty. Da war ich gestern eingeladen. Im Park Friedrichshain. Mal davon abgesehen, dass ich bis dato noch nie ein Paar in der Kombination gesehen habe, waren die 120 Gäste bunt gemischt und bisweilen sehr skurril. Es waren sehr viele Leute aus der Modebranche vertreten. Highlight des Abends war ein japanische Travestieshow. Eine grottenschlechte Show. Aber die Darsteller hatten Spaß.
Ich habe ein paar sehr interessante Leute kennen gelernt. Nur schade dass es so heiß war. Es sollte abkühlen heute Nacht, hat es aber nicht so richtig.
Also werde ich heute mal anders machen als die anderen Tage. Ich würde es Klimaanlagen Hopping nennen. Aber davon später mehr.

Der Hauptbahnhof

Er sieht schon gewaltig aus der neue Hauptbahnhof. Ich habe versucht eine Stelle mit dem Fotoapparat einzufangen, von der aus man alle Etagen sehen kann. Oben ein Zug, unten Gleise. Ich muss gestehen dass ich, der nicht so ganz schwindelfrei ist, bisweilen dieses unglaubliche Kribbeln der Höhe verspürte. Sogar beim Fahren auf der einen oder anderen Rolltreppe.

Ich bin sitt.

Ein anderer Tisch wie gestern, aber immer noch dasselbe Café. Josty.

Mit Nikos im Prinz Albert gefrüstückt. Viele Erinnerungen ausgetauscht…

Er hat mir etwas erzählt das ich sehr witzig und zugleich sehr spannend fand. Es gibt das Wort satt, das soviel bedeutet wie, ich habe genung gegessen. Es wurde wie es schien ein Wort gesucht für ich habe genung getrunken. Heruas kam das Wort „sitt“. (Author kratzt sich am Kopf und googelt los..)
Tatsächlich! Hier steht es. Und das schon seit 1999. Unglaublich dass ich das nicht mitbekommen habe.

Die Hitze ist mörderrisch hier. Soll ich mich ins Filmmuseum verkriechen, und mir die Fernsehausstellung ansehen? Und wenn es nur zum abkühlen wäre? (Fragt sich der Author und schwitzt fröhlich weiter..)

Zeitversetzt

19.07. 2006
22.20
Heiß, und doch ist es erträglich weil die Luftfeuchtigkeit nicht hoch ist. Vorhin sah ich bei einer Wetterstation dass es 26% sind.
War heute Nachmittag am Lustgarten und habe mir das neue DDR Museum angesehen. Es soll Einblicke in den „Alltag eines vergangenen Staates“.

Den Museum wird vorgeworfen Tatsachen zu beschönigen. Dinge schöner zu zeigen als sie waren. Über diese Polemik wurde auch bei 3sat in der Kulturzeit diskutiert. Und genau das hat mich neugierig gemacht, mal davon abgesehen, dass Helmut mir auch davon erzählt hat. Es mag sein, dass es so ist. Ich kann es nicht beurteilen, da ich die DDR nie am eigenen Leib erfahren habe. Ich hätte mir gewünscht ich hätte die Ausstellung mit jemandem zusammen gesehen, der aus dem Osten kommt, der mir zu diesem und jenem hätte Geschichten erzählen können. Die Gegenstände allein sind ohne ihre Geschichten im Grunde nichts Wert.
Gegenüber vom DDR Museum steht nur noch das Gerippe vom Palast der Republick.

Und hier ein Überbleibsel der der WM. Der Alex im Fussballgewand mit rosa T-com Pünktchen. Da ist schon wieder die T-com…grrr

Mit meiner besten Freundin Zmud 2 vergnügliche Stunden verbracht. Und ich wurde von ihr und einem weiteren Bekannten morgen zu einer Hochzeitsparty eingeladen.
Morgen früh werde ich mit einen Bekannten speisen, mit dem ich vor 3 Jahren den Film Bye bye Blackbird gedreht habe. Großes Wiedersehen also.
Und jetzt habe ich eben festgestellt, dass ich per T-Hot Spot nicht ins Netz komme. Zum Kotzen sowas…

Endlich mal etwas umsonst

Das Posting von Peter kostete mich gestern Abend satte 8 Euro. Die T-Com ist … nun ja, lassen wir das. Zu meiner großen Überraschung habe ich heute einen Gratis-Hotspot gefunden. Im Sony Center auf dem Vorplatz. Na also, geht doch!
Sitze zwar nicht gerade an einem Ort der sehr berlinerisch ist, weil hier gibt im Grunde nur Touristen. Man hört seltsamerweise, und das nicht nur hieram Potsdammer Platz, sehr viel französisch. So auch gestern als ich von Savingyplatz zurück ins Hotel ging, ein schweizer-französisches Paar, das sich lauthals schritt, im festen Glauben, dass niemand sie versteht würde.
Was mich hier im Sony Center ein wenig stört, ist seltsames Hintergrundbrummen, das beständig in der Luft liegt. Wie ein monstergroße Klimaanlage.
Heute Nachmittag treffe ich meine beste berliner Freundin Zmud.
38 Grad sind für heute vorgesehen…pfff

Hier noch 2 Bilder von gestern Abend. Der Laden in der Bleibtreustrasse ist so kitschig dass er schon wieder schön ist.

Und der hier befindet sich ein paar Häuser weiter.

Ich bin Berlin

Es ist heiß in Berlin und es kühlt nicht so richtig ab nachts. Das heißt bis jetzt nicht.

Als ich am späten Nachmittag ankam, war ich müde und spürte noch sämtliche Erschütterungen im Körper. Es war so als ob ich immer noch fahren würde. Und doch war wie unter Strom. ICH BIN IN BERLIN.

Ich wanderte über den Kudamm und es war fast so als ob ich nach hause gekommen wäre. Im Maredo setzte ich mich auf die Terrasse und versuchte schnell ein Posting abzuschicken, was aber nicht gelang weil die Verbindung miserabel war. Und plötzlich hatte ich keine Lust auf Grillfleisch wanderte weiter die Bleibtreustrasse hinunter zur Else Ury Passage wo der Savingnyplatz beginnt. Dort gibt es die Pizzeria 12 Apostel in der ich vor 2 Jahren schon mal mit Fränk gesessen habe. (Fränk den ich übrigens heute wieder vergebens versucht habe zu erreichen, ich weiß gar nicht ob er überhaupt noch in Berlin lebt) Ich setzte mich an einer der Bänke und bestelle die 12 Apostel Pizza, die Spezialität des Hauses. Gegenüber mir stand ein Bettler im Eingang einer Kunstgallerie und schüttelte zaghaft einen gebrauchten Kaffeebecher in dem ein paar Münzen lagen. Ich saß vielleicht eine ganze Stunde da und schaute ihm unauffällig zu. Es dauerte lange bevor er etwas bekam. Der erste der ihm etwas in Becher gab war…ebenfalls ein Asozialer. “Is nicht viel, aber besser als jar nüscht.” Er klopfte dem Bettler auf die Schulter und ging. Der Bettler (ich nenne ihn jetzt mal Peter) strahlte übers ganze Gesicht. Am vorderen Tisch nahm ein Paar mit einem Kind Platz. Das Kind recht lebhaft, ließ Peter lächeln. Und immer wenn kleine Kinder vorbeigingen und ihn anschauten strahlte er sie mit seinem fast zahnlosen Mund an. Er wartete beharrlich und schüttelte immer wieder seinen kleinen Becher. Er bekam noch zwei mal etwas und sagte: Vielen Dank, schönen Abend noch, alles Liebe. Der Spruch den er für jeden hatte.
Und auch wenn es vielleicht nicht so ist, Peter schien glücklich.

So wie ich….

Berlin in Sichtweite

Na das kann ja heiter werden. Schon nach 3 Uhr morgens und ich schlafe immer noch nicht. In 4 Stunden muss, soll ich aus den Federn…

Der Titel passt und passt auch nicht. Denn wenn ich jetzt nicht blad schlafe, wird Berlin devinitif nicht in Sichtweite sein. Also los. 1…2…schnarch.

Sofa

Den Sonntag wie in einer Art Trance verbracht. Ein Spaziergang um den See tat gut. Irgendetwas, ich weiss echt schon nicht mehr was es war, gestern Abend im Fernsehn geschaut und dabei auf dem Sofa eingenickt und vor 10 Minuten erst erwacht. Fühle mich nicht einmal gerädert. Ist vielleicht sogar die richtige Einstellung für morgen. Morgen geht es ab in den Osten…nach Berlin. Und da ich schon mal unterwegs bin überlege ich grade ob ich nicht eine Nacht in Essen verbringen soll um mir die Caspar David Friedrich Ausstellung anzusehen. Auf der Rückfahrt vielleicht…

Leer

Leer, völlig leer. Nicht ausgebrannt, das wäre negativ.Nur leer.

Gestern war die letzte Vorstellung im Inoui von „Fudder fir de bloen Hirsch“ (Futter für den blauen Hirschen). Es war schön und anstrengend und lang. Sehr lang. 42 Vorstellungen. Vor mir am Schreibtisch hängt doch der Postkartenflyer mit allen Spieldaten drauf. Ich hatte ihn hingehängt, damit ich nach jedem Spielabend ein Datum durchstreichen könnte. Gekommen bin ich nur bis Ende April. Und jetzt ist es vorbei.

Melancholisch? Jein. Ein bisschen schon. Aber das ist das schöne an Theater- und Filmberufen. Irgendwann ist ein Projekt zu Ende und es kommt was Neues. Neue Menschen, neue Umgebung, neues Stück, neues Ziel…. Doch heute möchte ich ungehindert und mit melancholischen Weltschmerz in einem leeren Loch sitzen

Lehrpersonal

Die Ereigenisse überschlagen sich in Luxemburg. Zwischen einem neuen Tabak Verbot, das vorgestern von der Abgeordnetenkammer gestimmt wurde und einem Zugunglück gestern, in dem es eine Reihe schlimmer Verletrzter gab, bereite ich mich heute auf die devinif letzte Theatervorstellng in Inoui vor.

Ich wollte schon vorgestern Abend etwas über das neue Tabak Gesetz schreiben, ratzte aber auf dem Sofa weg. Das Gleiche gestern nochmal. Im Grunde sind meine Tage recht gut ausgelastet sonst würde ich abends nicht todmüde umfallen.
Die gestrige Vorstellung war eine geschlossene Gesellschaft bestehend aus einem Lehrerkollegium. Diesbezüglich habe ich etwas neues dazugelernt.

Merke:
Ein Sall voll mit Lehrern benimmt genau gleich wie eine undisziplinierte und desinteressierte Schulklasse.

Ich kamm mir vor, als ob ich eine Schulstunde gehalten hätte. Während der Vorstellung wurden eifrig und ohne Scham Privatgespräche geführt. Wenn eine Passage im Stück kam die etwas lauter war sahen die meistern drein als ob man sie „erwischt “ hätte. Währed der Pause uns am Schluss des Stückes blieben die meisten nicht im Saal sondern standen in Grüppchen vor dem Inoui auf dem Parkplatz rum, wie in der Pause auf den Schulhof. Das mag man jetzt seltsam finden aber das Inoui ist ein Resataurant-Café-Konzert-Theater Stätte in der man bequem am Tischen Platz nimmt und von dort aus die Vorstellung genießt. Am Schlimmsten aber fand ich, dass während der Vorstellung ungeniert geraucht wurde, obwohl überall steht, dass rauchen vor allem während der Vorstellung nicht erlaubt ist, allein schon aus Rücksicht auf die Darsteller.

Ich glaube dass Lehrpersonal im Bildungs- und Benimmgrad all zu sehr überschätzt wird. Das Wort Vorbildfunktion trifft auf die meisten dieses Standes bei aller Liebe nicht zu. Ein Großteil hat diesen Beruf nur gewählt wegen der (in Luxemburg) sehr hohen Gehälter und wegen der langen und vielen Ferien.

WAT & Inoui

Bei WAT.lu sitzend und darauf wartend dass das nächste Fotoshootimg losgeht.

Habe die letzte Nacht fast gar nicht geschlafen. Die Vorstellung gestern im Inoui war eine der hitzigsten der latzten Tage. Es kostet so unendlich viel Kraft den Rythmus beizubehalten… Als ich dann nach Hause fuhr war an Schlafen nicht zu denken (siehe Uhrzeit des letzten Eintrages)

Wenn das Shooting für heute vorbei ist, ist heute abend noch eine Vorstellung. Ein laaaanger Tag.

Stress mit 16

In den Zeiten unsäglicher Dokusoaps versteht es MTV glänzend immer noch einen draufzusetzen.
Ich werde dieses Jahr 40 (womit ich mich noch immer nicht so recht abgefunden habe…aber das ist ein anderes Thema.) aber selbst wenn ich noch 16 wäre, würde es mich wirklich interessieren was eine 16 jährige verwöhnte amerikanische Pissnelke von ihren stinkreichen Eltern zum Geburtstag bekommt? Und MTV hält immer voll die Kamera drauf. Reine Zeitverschwendung.

Träääge

Die Hitze macht mich träge, schreib- und denkfaul. Ach ja, ab dem 18 Juli wird von Berlin aus gebloggt. Also in 7 Tagen. Soviel zur Bekämpfung des Fernwehs.

MUDAM

Ich hatte hier schon einmal kurz darüber berichtet. Seit ungefähr 2 Wochen hat es jetzt offiziell geöffnet und ich war heute nachmittag dort. MUDAM. Dass ich ausgerechnet heute nachmittag hinging, kam dadurch, dass ich nach einer langen schlaflosen Nacht schon ganz früh in Net stöberte und einen Eintrag bei egalwaat.lu (in luxemburgisch) über die sehr seltsame Homepage des MUDAM fand.
In den Zeitugen und im TV war hierzuland mehr als genung darüber zu lesen und zu sehen. Somit ist dieser Eintrag eher etwas für meine deutschen und schweizer Schnuffis.

Das Gebäude selbst, auch wenn es Unsummen verschlungen hat und ewig brauchte um fertiggestellt zu werden, ist der absolute Hammer. Auch wenn manche sagen, dass der Bau einen Beigeschmack der 80er Jahre hätte in denen der Architekt Pei das Gebäude entworfen hat, so finde ich, dass es diesen nicht besitzt. Es ist zeitlos. Den Prachtbau ein wenig von innen einzufagen, habe ich versucht, als ich verschiedene Kunstwerke ablichtete. Aber sie können auf keinen Fall wiedergeben, was man bei einem Liveanblick empfindet.

Was die ausgestellten Kunstwerke betrifft, so war ich sehr skeptisch, zumal ich vorab einiges im Fernsehen gesehen hatte und mir mit Ausnahme der Kathedrale nichts sonderlich gefiel. Doch muss ich ehrlich gestehen, die Auswahl wesentlich besser ist als erwartet. Das beste Vergleichsprodukt habe ich vor 2 Jahren in Berlin gesehen. Die Flick Collection. (es gibt irgendwo einen Eintrag drüber hier, benutzt bitte die Suchfunktion) Ich weiss dass ich sie damals furchtbar gefunden habe. Das was im MUDAM ausgestellt ist, sind dagegen lauter kleine Schätze….

Am besten gefiel der Flaschenturm, der heute bei der gleißenden Sonne nur so funkelte.

Seelenfenster

Eine Dokumentation auf Arte brachte mich auf diesen Eintrag. Es ging um Künstler, die die Welt anders sehen. Moment…*klickt sich zu Arte rüber um zu sehen was es genau war*… hier ist es.

Seelenfenster
Dokumentarfilm, Brasilien 2001,
Von: Walter Carvalho, João Jardim
Blinde oder kurzsichtige Prominente wie Wim Wenders, Agnès Varda und José Saramago sprechen über ihre Art, die Welt zu sehen. Welche Bedeutung hat die Brille für sie und welche verschiedenen Formen der Wahrnehmung gibt es? Der Dokumentarfilm verbindet poetische Bilder mit Aussagen über verschiedene Formen, die Welt zu sehen und wahrzunehmen.

Im Interview hatten sie eine Frau, die Animationsfilme macht, deren linkes Auge immmer nach aussen wegrutschte, als ob sie schielen würde. Ein anderer Mann, ein Schriftsteller, schielte mal mit den linken mal mit dem rechten Auge. Er kann dich sowohl mit dem linken als mit dem rechten Auge fixieren, oder dich gar nicht ansehen und schaut dich trotzdem an.

Das erinnerte mich an einen Bekannten, von vor einigen Jahren, der das gleiche „Problem“ hatte. Für ihn schien das sogenannte Problem keines zu sein. Aber seltsamerweise für mich. Wenn ich mit jemandem spreche und ihn dabei ansehe, schaue ich ihm in die Augen. Bei ihm wusste ich nie welches Auge mich ansieht und welches nicht. Fixiert er mich oder schaut durch mich hindurch? Hört er mir zu oder träumt er? Manchmal machte es mich derart unsicher, dass ich den Faden im Gespräch verlor.
Wenn ich heute darüber nachdenke, schäme ich mich fast dafür. Aber damals hat es mich derart irritiert und eben im Film war es wieder so. Das bringt mich zu dem Schluss, dass der Titel meines Tagebuches noch einen ganz anderen Hintergrund hat, den ich ganz unbewusst mit hinein habe fließen lassen, ohne zu wissen wie wichtig er mir ist. Augenblicke steht für Momente, kurze Bildaufnahemen, für Dinge die mich bewegen, irritieren, aufregen, freuen… Augenblicke steht aber auch wortwörtlich für Augen und ihre Blickrichtung. Das war mir bis jetzt noch nie richtig bewusst.

Wuschhhh.

In Zeiten des Religionsgerangel, Glaubenskriege und Terroranschlägen, fand ich eine Seite mit einem Kunstprojekt, dass es mir die Sprache verschlug. Das World Religion Action Kit. Ich musste eine Weile nachdenken bevor ich mich dazu entschloss es in Blog zu setzten. Ich denke dass ich nochmal darauf hinweisen muss, dass es ein Kunstprojekt ist.

In times of religious strife, BE READY!
This easy-to-use kit allows you to take a more active part in the present “Clash of Civilizations”. No matter what your faith is, you can enjoy the flexibility offered by the four great religions – the Bible, Teachings of Buddha, Koran and Talmud in one handy box. Use them as you see fit: study them, choose sides, employ Parts A, B and C to demonstrate your loyalty to the advancing enemy troops.

10 Jahre

Da ich kein Freund von Kommentaren bin, zumindest nicht in meinem Log, so lese ich doch ganz gerne die Dinger in anderen Logs, zumal wenn es etwas heisser hergeht und jeder etws dazu beitragen kann.
So gesehen bei der Kaltmamsell. Eine subjektive Liste der Dinge die sich in den letzten 10 Jahren in Deutschland geändert haben. Die Liste der Mamsell selbst ist etwas spärlich, aber dafür sind die Beispiele in den Kommentaren umso schöner. Ich habe die Allgemeingültisten, also nicht nur für Deutschland, herausgesucht und dhier zusammengestellt.

  • Bio-Produkte im Supermarkt um die Ecke
  • Die Praxis des Durchbohrens verschiedenster Körperteile schafft den sozialen Aufstieg aus dem Nischenbereich der Fakirenszene.
  • Auch wer früher nicht fotografiert hat, hat jetzt eine Digicam.
  • Ein Großteil von Mädchen und Frauen läuft mit nackiger Leibesmitte herum.
  • Fliegen ist billiger als Bahn fahren.
  • man kann jeden Song einer CD einzeln kaufen (nicht nur die Singleauskopplungen)
  • alle, die sich mitte der neunziger noch über handy-poser aufgeregt haben, sind mittlerweile schon selbst bei ihrer dritten handygeneration angekommen und denken über ein privates zweithandy nach (oder wenigstens nen geilen klingelton)
  • Hörbücher muss man nicht mehr mit der Lupe suchen
  • Wir zahlen in Euro und die Nachbarn auch.
  • das internet ist immer an, der computer auch, und man verfügt über bandbreiten und rechenpower, für die man vor 10 jahren seine schwiegermutter verkauft hätte.
  • Es gibt Blogs 🙂
  • “Ehre” ist ein Unterschichtenproblem mit Migrationshintergrund…
  • Es gibt keine Mix-Tapes mehr als Liebesbekundung…
  • Es gibt wieder Mix-Tapes als Liebesbekundung (bei unter 18-Jährigen)…
  • Man ist busy und nicht mehr beschäftigt
  • Man hat eine To-do-list um an alles zu denken und keine Abhakliste mehr
  • zehnjährige Kinder besitzen Handys
  • Die jungen Menschen sind höflicher und freundlicher als die alten.
  • Man ruft beim Aussteigen aus dem Flugzeug jemanden an und sagt, dass man jetzt ausgestiegen ist
  • Man drückt auf den Schlüssel, um das Auto aufzumachen
  • Wasser ohne Kohlensäure gibt’s jetzt mit Geschmack.
  • Die Rolling Stones sind aber immer noch auf Tour.
  • vor 10 jahren war vor 10 jahren auch schon alles besser.
  • Joggen ist out, Gehen mit Stöckenhinterherschleifen ist in.
  • Gurgel weiß alles.
  • Vor zehn Jahren erzähltest du jemandem, was man für Musik hört/Bücher liest/Filme schaut, und der konnte dann etwas über deinen Charakter/Geschmack/politische Einstellung sagen. Funktioniert heute gar nicht mehr
  • Bei Pisa denken inzwischen alle zuerst an Leistungstestsvergleiche und erst dann – wenn überhaupt – an die italienische Stadt mit dem schiefen Turm
  • Jeans sind plötzlich kürzer geworden, allerdings oben; deswegen wurde wieder mehr auf Unterwäsche geachtet, weil die ja rausgucken muss

Und den hier finde ich mit Abstand am …geilsten, schönsten, zynischsten?

  • Journalisten faseln von Ethik und Glaubwürdigkeit und fühlen sich von Bloggern rechts überholt, weil die kostenlosen Content stellen, für den eigentlich Journalisten bezahlt werden möchten. Blogger hingegen verwechseln copy & paste mit Recherche und angewandten Zynismus mit interessanten Inhalten und fühlen sich über Journalisten moralisch und auch sonst erhaben.

Das passt doch wie Faust aufs Auge.

Exzess

Das exzessive Schreiben hier hat zur Folge, dass es Tage gibt an denen ich völlig leer bin, an denen ich sobald ich an der Tastatur sitze, nichts mehr geht. Der Text Ungewissheit von vor 2 Tagen ist immer aktuell. Vor allem das Wort Fernweh wird konkreter. Es muss etwas dagegen unternommen werden.

Wanderung (2)

Zwei weitere Fotos für die lose Folge:
Der Echternacher Wanderweg für Balkon- und Vorgartenkitsch.

Man kann es nicht sofort auf den Fotos erkennen, weil der Balkon recht hoch ist, aber die Gartenzwerge sind ungefähr einen halben Meter gross.