Von Propriano über Bonifaccio bis nach Porto-Vecchio

Jeden Tag einer neuer Ort, ein anders Hotel…es ist gelinde gesagt anstrengend. Den schweren Koffer habe ich bereits mehrfach verwünscht aber er wird dadurch nicht leichter. Im Grunde habe ich tapfer versucht jeden freien Moment etwas zu schreiben, aber das jetzt zu posten wäre nicht so das was ich mir unter bloggen vorstelle. Ich habe das bereits mehrfach versucht bei anderen Gelegenheiten wenn ich unterwegs war für Aussensehende ist es eher verwirrend. Die nächsten Tage werde ich bloggen, wenn es geht, wenn nicht, geht es eben nicht, und ihr sowie ich auch müsst eben darauf verzichten.

Fotos der letzten Tage.

Die Familiengruft der Bonaparte Familie

Eines der Aida Schiffe im Hafen von Ajaccio

Da habe ich ich mich anfangs darüber gewundert, später nicht mehr, denn Spar Supermärkte gibt es hier wie „Sand am Meer“

Auf einer Bootsfahrt in Bonifaccio zu Kalkfelsen und Grotten. Eine recht stürmische Angelgenheit.

Blick von Hotelzimmer aus in den Golf von Propriano.

Feigen, DIE Frucht in Korsika. Die hier auf dem Bild sind noch grün.

Ajaccio

5:20
Der Flug gestern verlief glatt, auch wenn zu einem gewissen Moment die Befürchtung bestand wir müssten mit einem ganzen asozialen Ballermannclub fliegen. In der Abflughalle hatten die ziemlich breit gemacht. Aber nein Gott Sei Dank. Schließlich kam mir der Gedanke, dass die unmöglich nach Korsika fliegen konnten, denn preislich gesehen ist das denen viel zu teuer. Mitten in Ajaccio, der größten Stadt von Korsika in einem Hotel mitten im Zentrum. Ein Hotel mit WLAN. Ich bin begeistert. Gestern Abend in einem kleinen aber feinen Restaurant gespeist und völlig überfressen, so schlimm wie schon lange nicht mehr. Ajaccio hat diesen unvergleichlichen mediterranen Charme den man an der ganzen französischen Mittelmeerküste findet. Dabei sollte an bei dieser Feststellung schon aufpassen was man sagt, denn korsisch ist nicht gleich französisch und umgekehrt auch nicht. Korsika gehört zu ganz klar zu Frankreich, hat sich aber immer davon abgegrenzt, wollte seit jeher immer eine eigenständige Insel sein. Zumindest war es immer so. Ob das heute noch der Fall weiß ich nicht. Mehr dazu in den nächsten Tagen.
Jetzt versuche ich noch mal eine Runde zu schlafen.

Jetzt da ich richtig wach bin muss ich dann doch noch etwas loswerden. Morgens um 5 Uhr fuhr eine unglaublich quitschende Müllabfuhr bei der man unmöglich schlafen konnte. Frühstück habe ich schon intus und in einer halben Stunde geht weiter nach Propriano.

Abflug

Der Koffer ist gepackt, um 12 Uhr muss ich los.
Ob ich die nächsten Tage blogge oder nicht wird weitgehend vom Hotel abhängen in den ich grade bin. Die erste Woche steht eine Rundreise an, die zweite Woche werde ich in einem Wellnesshotel sein. Man gönnt sich ja sonst nichts.

Nachtrag & freudiger Regen

Ich habe meinen Eintrag den ich gestern so im Vorbeigehen schreib, nochmal durchgelesen. Die Essenz von dem was ich sagen wollte ist schon darin enthalten. Da ich aber eben (wie jeden Morgen) mir die Nachrichten bei Spiegel-online anschaute, merkte ich dass das Thema noch viel komplexer ist als angenommen. Ich habe midestens 4 oder 5 Artikel über den Fall von Natascha gefunden. Hier, hier, hier, und hier. Da ich gestern nicht dazu kam mir Nachrichten in TV anzusehen, war es jetzt eben sehr erschütternd…

Meinen Kopf beschäftigt heute allerdings etas ganz anderes. Ich schaue zu Fenster hinaus und es regent in Strömen. Es ist das mieseste Wetter seit langem und ich FREUE mich. Genau das richtige um morgen frohen Gemutes in einen Flieger zu steigen und zu verduften. Wie schon mehrfach angekündigt werde ich für 2 Wochen nach Korsika verchwinden. Das Notebook werde ich mitnehmen. Ob ich internetfähig sein werde weiss ich nicht. Wenn nicht wird alles nachgereicht.

Jetzt heisst es erst mal Koffer packen.

Gedankengänge

Als ob ich es nicht schon geahnt hätte, aber die Fotoshootings, von denen ich vor ein paar Tagen sprach in Bezug auf Konzeptlosigkeit, erreichen ihren Toplevel. Es macht kein Spaß mehr. Jetzt sitze ich hier im Studio und warte auf das nächste Model, das lediglich für ein Testfoto vorbeikommt. Eine volle Stunde Leerlauf.

Die Stunde nutze ich jetzt um einen Eintrag zu schreiben, der mir sehr am Herzen liegt, aber nicht so ganz einfach anzupacken ist ohne dass man gleich in Teufels Küche gerät. Es fing vor einigen Tagen damit an dass ich bei Spreeblick diesen Eintrag fand, der zwar sehr lang aber dafür sehr ausführlich war. Ich denke dass er genau die gleichen Befürchtungen hatte wie ich jetzt. Es geht um Kindesmisshandlung. Eben las ich bei Spiegel-online einen Artikel über ein Mädchen in Österreich, das sich nach 8 Jahren aus den Keller in dem es gefangen gehalten wurde befreien und fliehen konnte. Zudem glaube dass jeder in irgendeiner Form einen Geschichte von Kindesmisshandlung aus seiner näheren Umgebung kennt. Ich selbst kenne allein vier solcher haarsträubenden Geschichten in der mir die Beteiligten, Opfer wie Täter, direkt oder indirekt bekannt sind. Was ich dabei nicht verstehe ist die Tatsache, dass man solche Dinge einfach an sich vorbeiziehen lässt. Es trifft einen nicht selbst also lässt man es geschehen. In den 4 Fällen die mir persönlich bekannt sind, wies ich mit Sicherheit, dass mindestens in 2 strafrechtlich nichts passiert ist. Dabei stellt sich die Frage ob es unter gewissen Umständen nicht besser ist strafrechtlich nichts zu unternehmen. Ich höre schon den Aufschrei all derer die jede Sünde geahndet und verbüßt sehen wollen, aber darum geht es mir hier nicht. Es geht mir mehr um das Opfer selbst, sprich der oder die Misshandelte. Ich denke da an einen ganz bestimmten Fall, in der die Misshandlung erst nach fast 20 Jahren herauskam. Ist es da ratsam, die Opfer die ganze Tat in einem Prozess noch einmal zu durchleben lassen? Oder ist es besser für die Opfer einen Schlussstich zu ziehen und es nach all den Jahren endgültig ruhen zu lassen?

Zeichen

Es gibt solche Tage an denen man besser gehabt hätte sie ganz aus dem Kalender zu streichen, oder wenn sie denn schon sein müssen, erst gar nicht morgens aufzustehen. So ein Tag hatte ich gestern. Obwohl ich Ende der Woche endlich in den Flieger steigen werde und mir nichts sehnlicher wünsche dass heute schon Samstag wäre statt Mittwoch, gibt es einen zweiten Grund für den die nächsten Wochen gar nicht erst zu kommen brauchen. Ich versuche hinsichtlich dieses zweiten Tatbestandes die (nennen wir sie mal „Zeichen“ ) Zeichen der Zeit zu erkennen. Oder die Zeichen die uns das Universum schickt um uns auf etwas aufmerksam zu machen. Gestern waren diese Zeichen so groß wie die Hinweisschilder auf der Autobahn. Und anstatt sie zu übersehen suhlte ich mich darin…

Ich werde Sonntag in 2 Wochen einen runden Geburtstag feiern. Ich werde 40. Ich plage mich bereits eine Weile mit dieser Zahl herum. Und auch wenn mein Verstand mir sagt, ich soll mich mal nicht so haben, gibt es diese „Zeichen“. Eines davon fand ich gestern in Form der Reportage 37 grad im ZDF. Für mich einer der besten Reportage Sendungen die das ZDF je hervorgebracht hat. Doch die Folge von gestern… Es ging um 2 Frauen und einen Mann die dieses Jahr alle ihren runden Geburtstag feiern . Eine der Frauen wurde 30, die anderen beiden wurden 50. Alle hatten sie ihr Problem mit dem Altern. Die Probleme der Frau die 30 wurde konnte ich z.B. echt nicht nachvollziehen. Sie wird 30, sieht aus wie eine Tussi, kleidet sich wie eine Tussi, nur das Sprechen wie eine Tussi hat sie verlernt. Wenn ich an meine 30. Geburtstag zurück denke, hatte ich andere viel konkretere Probleme. Probleme der Art die eine Rückbesinnung und einen Richtungswechsel verlangen. Existenzängste. Kurze Zeit später wurde ich „neugeboren“ und war kein Friseur mehr. (Soviel zu dem Ausdruck den ich immer mal wieder verwende wenn ich schreibe, dass ich in meinem früheren Leben Friseur gewesen bin.) Die anderen zwei die 50 wurden, hatten andere Probleme die ich seltsamerweise besser verstand…

Wie soll ich das deuten dass sie die 40er ausgelassen haben? Haben die niemand gefunden der sich zur Schau stellen wollte? Oder ist diese grade runde Jahreszahl weniger einschneidend als die Ungraden? Warum zeigen die ausgerechnet jetzt diese Sendung? Ein anderes „Zeichen“, das ich besser hätte Symptom zu nennen, sind all die Wehwehchen die ich seit einiger Zeit habe. Nichts Nenneswertes und ich mache sie nicht unbedingt am Alter fest, doch wie soll ich sie sonst deuten. Ich hatte sie noch nie davor.

Ein kurzes Gespräch mit einem sehr guten Freund von vor 2 Wochen, der einen viel größeren Einfluss auf mich hat er denken mag, sagte, der wirkliche Umschwung käme erst 42…

Vielleicht bin ich einfach nur ein bisschen hysterisch und mache mir selbst was vor. Doch warum all diese Zeichen?

Dabei fällt mir grade auf, dass der Eintrag von gestern über die 200 Dinge auch so ein Zeichen ist.

200

Oh, hier ist etwas, das ihr euch ansehen solltet. 200 Dinge die man in seinem Leben gemacht haben sollte. Nehmt euch 2 Minuten Zeit dafür. Bei der Auswertung war mein Mittelwert 82, und damit ein gutes Stück über dem Durchschnitt. *Autor klopft sich selbst auf die Schulter*

[via Ehrensenf]

Rosiger Ausblick

Eigentlich wollte ich jetzt eine to-do Liste schreiben, was noch alles bis Samstag ansteht, aber ich kenne mich. Wenn ich sie erstelle, geht das meiste davon schief und/oder es kommen noch tausend Dinge dazu. Am Samstag werde ich für 2 Wochen nach Korsika entschwinden. So ein richtiger Urlaub mit allem drum und dran. Mehr dazu nachher oder die nächsten Tage, Denn in einer knappen Stunde geht das Gerenne für heute los.

Konzeptionslos, witzlos, sprachlos

Liegt es an der Konstellation der Sterne dass mir seit 2 Tagen nur seltsame Dinge auffallen? Es muss wohl so sein. Ich bin gespannt ob es morgen noch so weiter geht.

Es fing damit an dass ich gestern den ganzen Tag auf einem Fotoset für eine groß angelegte Werbekampagne verbrachte, bei der die dafür zuständige Werbeagentur so konzeptionslos ist wie ich es selten erlebt habe. Dabei ist die Grundidee ausgesprochen gut und witzig, aber die Umsetzung ist reines Larifari. Nicht dass der Job langweilig wäre, aber das Gefühl zu haben, dass man so ins blaue hinein arbeitet ohne wirklich zu wissen, ob es je gebraucht werden wird… Es könnte mir ja egal sein, denn bezahlen müssen sie so oder so. Andererseits ist es nicht sehr motivierend . Leider kann und darf ich da nicht mehr berichten…

Eine andere seltsame Begebenheit ereignete sich heute Nachmittag bei den Vorarbeiten zu einem Film. Es sollten eine eine ganze Reihe von Fittings von Schauspielern und Statisten gemacht werden. Ich selbst werde bei den eigentlichen Dreharbeiten nicht dabei sein. Einer Statisten war dort und wollte seinen Namen nicht nennen, was aber niemanden recht beeindruckte, denn seltsame Gestalten findet man vor allem beim Film immer wieder. Plötzlich sagte er: „ich hoffe dass ich nicht im Film aussehe wie ein Schwuler.“ Mein Arbeitskollege fragte ihn mit leisem grollendem Unterton ob er einer von der witzigen Sorte sei. „Nein“, meinte der Statist ohne Namen, „ich weine oft.“ Als der Typ weg war fragten wir uns beide, ob er sich wirklich für witzig hält oder einen Knall hat…

Eben als ich durch das Fernsehprogramm zappte fiel mir meine eigene Programmauswahl auf und wie ich sie der Reihe nach festgelegt habe. Dabei Fiel mir vor allem eine Abfolge auf die, hintereinander durchgezappt ein Kontrastprogramm aller erste Güte ergeben. Zuerst kommt Liberty TV, dann BBC World, dann CNN. Vom Reiseshoppingkanal der sich vor allem auf Billigreisen nach Tunesien und Ägypten spezialisiert hat, zu BBC World, der mir eine Doku über Bin Laden zeigt und CNN die mit mir die Hisbollah Melitzen um die Ohren haut. Zwischen Reisen und Maschinengewehrsalven. Schlimmer gehts nimmer.

Fotoreportage

So ganz untätig und ohne etwas Neues entdeckt zu haben, wollte ich dann doch nicht ins Bett gehen.

Ein Link von Ehrensenf weiterverfolgt und eine Fotoreportage gefunden die weitab von dem steht, was man gewohnt ist. Brenda Ann Keneally. Obwohl die Bilder und Geschichten betroffen machen sollen, wirken sie seltsam fremd und distantziert. Wahrscheinlich weil sie alle schwarz/weiß sind. Versucht euch die Bilder einen Augenblick farbig vorzustellen, und ihr werdet das Gefühl haben sie nicht ertragen zu können.

(Un)tätig

Wenn ich einen Tätigkeisbericht abliefern müsste wie ich es in meinem früheren Leben in der Friseurlehre machen musste, dann wäre ich heute schlecht dran. Was ich heute (bzw. gestern) gemacht oder nicht gemacht habe weiss ich nicht mehr. Irgendwann am Nachmittag bin weggeratzt auf den Sofa und nach fast 3 Stunden Schlaf, der mir wahrscheinlich von der Nacht fehlte, wieder aufgewacht, schweissgebadet mit Rückenschmerzen und einem eingeschlafenen Bein. Ein bisschen gelesen, ein bisschen Fern gesehen… Ein verlorener Tag an dem ich nichts, aber rein gar nichts gemacht habe das irgendwie sinnvoll gewesen wäre. Ich wusste nicht dass ich das noch im Stande bin.

Wenn ich recht behalte…

Bedauerlich wenn meine Intuition mich nicht im Stich lässt. Vor allem wenn es um solche Eingebungen geht wie ich sie gestern morgen hatte.

Zum Kino kam ich erst gar nicht. Die Batterie des Autos wollte nicht mehr und machte einen Abgang mit viel Gekeuche und Gehuste der fast opernreif war. Rettungsversuche wie kurzschalten durch den Pannendienst oder 2 Stunden an Netz hängen bei Romain zu hause halfen nicht. Und da gestern in Luxemburg ein Feiertag war, war der Kinobesuch mit der mit F. , die im Rollstuhl sitzt, definitv gestrichen. Am späten Nachmittag, als die Batterie in ihren letzen Zügen lag, hatte Romain eine Eingebung. Warum hier bleiben wenn das Gute nicht weit entfernt liegt. In Bitburg in Deutschland z.B. im Hela Baumarkt mit angeschlossener Autowerkstatt. Die haben keinen Feiertag.
Gesagt getan. Aber durch das Ablklemmen der Batterie geht das Autoradio nicht mehr. Es muss mit einem Code freigeschaltet werden den ich nicht habe…. grrr
Die ganze Aktion dauerte von morgens 11 bis nachmittags gegen 5.
Den Rest des Tag verzog ich mich hinter den Fernseher und rührte mich nicht mehr.

Meine gestern im Log angekündigte Vorahnungen bestätigten sich somit alle.

Ungesunder Tag

Sitze noch auf dem Bett. Ein Feiertag irgendwie so mittendrin. Ein ungesunder Tag. Und weiss jetzt schon dass ich den Tag mit Dingen und Abläufen verbringen werde die mir partout nicht gefallen.

Heute nachmittag z.B. werde ich mit einer Freundin Pirates of the Carbbean sehen, von dem einer meiner Lieblingskritiker schreibt, dass es die lägnste Schlafpille des Hollywoodkino seit langem sei. Muss ich mir das antun? Wenn ich in Cannes wäre auf den Filmfestspielen wäre es mir egal. Denn dort gehört es einfach dazu. Aber hier? Muss das sein?

Ich bin nicht einmal in Stimmung um ein ordentliches Posting zu schreiben. Und das Wetter ist heute auch keine große Hilfe dabei. Aber wenn ich von Kino zurück bin, habe ich wenigstens ein Thema über das ich mich gehörig aufregen und schreiben kann.

Das ist überhaupt DIE Lösung. Ich will mich AUFREGEN!

An einem Sonntagmorgen

Könnt ihr euch erinnern was Sonntag vor einer Woche war? Nein? Ich schon! Wenn ihr es wirklich nicht (mehr) wissen solltet, dann klickt euch bitte hierhin. Eine schöne nette Sonntagslektüre…
Es war, als ich vorhin das Blog öffnete, mein erster Gedanke, dass mir wieder so ein Geschichte über den Weg läuft.
Stattdessen habe ich etwas im Phonostar gefunden. Auf Excercise.com gibt es gleich 4 verschiedene Radiostationen mit Musike zum Speckwegtrainieren. Auch sehr angenehem wenn man mal einfach so Musik ohne Unterbrechung und ohne Gequassel hören will. (das mit den Gequassel könnte noch kommen, aber bis jetzt hat noch keiner geschrieen, „c’mon…move to get that fat off your butt.“)

Guten Tag

…spreche ich mit Herr xxx ?
Ja.
Hier ist xxx . Kennen Sie das SKL Millionenspiel mit Günther Jauch?
Nein. (Hörer sofort auflegen)

Und ob ich die Show kenne! Sinn und Zweck dieses Telefonanrufes ist es Lose für die SKL Klassenlotterie an den Mann zu bringen. Diese Art von Anruf hatte schon gefühlte 100 Mal in diesem Jahr. Aber sie scheinen immer noch nicht kapiert zu haben, dass ich deren überteuerte Lose nicht will.
Bei Konstantin von London Leben, (der z. Z. notgedrungen leider Pause macht) gibt es eine Aufzeichung eines ähnlichen Gespräches, bei der ich laut lachend im Café de la Poste in Echternach saß (mit gratis WLAN!) und jeder wunderte sich warum.

Der neue Exot

…kam heute mit der Post.

Link

Die neue luftig leichte Sommerausgabe. 80 unbeschwerte Seiten in platzsparender Papierbauweise. Mit ganz viel professional generated content drinne.
Und auch Texten. Sogar Bildern. Sogar Bildern zu den Texten. Crazy, das gab`s noch nie.
Faszination Lesen pur.
Faszination Bildergucken pur.
Faszination Heft-ins-Regal-stellen pur.
Tauchen Sie ein in ein Welt voller Buchstaben. (Und Bildern, wie gesagt.)
Im atmungsaktiven Umschlag aus stoßfestem 200 g/qm Pappdings in pfiffigen Dessin in topaktuellen Farben.
Exot schmilzt im Kopf, nicht in der Hand.

Stipvisite in Koblenz

Ein Spontanbesuch. War eigentlich gar nicht geplant. Es goss aus Kübeln als ich hinfuhr. Zudem sind die Autobahnen A1 und danach A48 in einem misrabelen Zustand. Es wird zwar daran gearbeitet, was gleich hintereinander 4 fette Baustellen mit sich bringt, aber der Rest ist auch nicht berauschend. Eine Bewährungsprüfung für die Stoßdämpfer. Koblenz selbst ist eine Stadt die ich mir etwas größer vorgestellt hatte. Die Innenstadt ist sehr schön. Auf einem der Plätze gibt es diesen sehr seltsamen Springbrunnen, der aussieht wie ein geplatztes Wildschwein mit einem Sprudelgebiss obendrauf.

Hier ein Foto vom Sprudelgebiss, das ideal wäre für eine Kukidentwerbung.

Dabei soll es die Stadt Koblenz darstellen mit ihren Höhenunterschieden und einer Festungsmauer. (das musste mir aber erst erklärt werden..)

Es reicht!

Die Kontaktseite ist weg. Das „neue“ Kontaktformular war der reinste Horror. Nach 3 Wochen ging es mit den Spamattacken wieder los. Gestern hatte ich nicht weniger als 20 Stück in nur einer Stunde.

Wenn ihr mir schreiben wollt, die Adresse findet ihr unten auf der Seite Über mich.

Wenn jemand ein Plugin für WP kennen sollte das ein Kontaktformular mit Captcha Abfrage herstellt, ich bitte darum. Bis jetzt habe ich keins gefunden.

Utopie

Generatoren gibt es wirklich für alles. Nur gut dass ich nicht podcaste. Sonst könnte euch dies hier blühn. Mein Geschwafel auf Vinyl.


Link

trüb und trist

Seit fast 2 Tagen nichts geschrieben. Das trübe und triste Wetter motiviert nicht. Da animierte die Hitze schon mehr zum schreiben. Es ist aber auch nichts besonders. Die Vorbereitungen zu der Reise laufen. Seit Anfang der Woche lege ich mich regelmäßig ins Solarium. Nicht dass ich als Grillhähnchen zurückkomme. Was es mit der Reise auf sich hat, darauf werde ich später zurückkommen. Es ist ja noch ein Weilchen bis dahin.

Brief an meine Freitag Tasche

Meine liebe Freitagtasche,

Ich glaube, dass ich dir eine Erklärung schuldig bin weil ich dir gestern großes Unrecht tat. Ich habe sehr gut gemerkt als du dich sträubtest, als ich dich deines gesamten Inhalts beraubte und es in eine NEUE FREITAGTASCHE steckte. Aber ich hoffe innigst dass du mich verstehst.

Ich bin geboren worden, damit ich Taschen besitze. Und wenn es den Beruf Taschenbesitzer geben würde, hätte ich ihn schon längst ergriffen.

Es gab unzählige Taschen vor dir. Aber das muss dich nicht stören, denn als ich dich kennen lernte, fing eine neues Leben an. Das Leben mit einer Freitagtasche. Ich lernte dich in Berlin kennen in der Oranienstraße. Es war Liebe auf den ersten Blick. Es gibt sogar ein Bild davon.

Das war kurz nachdem ich dich am 10.August 2004 gekauft hatte. Seitdem Leben wir zusammen in Luxemburg. Ich habe dich überall mit genommen. Du warst in London, Brüssel, Dresden, Leipzig, Pirna, Metz, Hamburg, Cannes, Trogir… Ich weiß nicht wo du schon überall davor warst, weil du ja in deinem früheren Leben eine LKW Plane warst. Wir haben viele Stunden, Tage, Monate, Jahre miteinander verbracht und du hast mir immer sehr gute Dienste geleistet. Ich werde in 3Wochen verreisen und da ich einen neuen PC besitze der um einiges kleiner ist als der davor, schwebte mir die Idee einer neuen PC Tasche vor. Nein, flippe jetzt nicht gleich aus. Ich weiß du hast den neuen PC auch schon getragen und du wirst ihn auch wieder tragen. Aber für die Reise bist du schlichtweg zu gross. Keine Angst du wirst wieder zum Einsatz kommen, das verspreche ich dir.

In der Hoffnung dass du mir nicht allzu böse bist.

Joël

Dieses Foto wurde unter größtem Vorbehalt und mit allen erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen gemacht. Es ist Gott sei Dank nichts passiert. Die Taschen und der Fotograf sind wohlauf.

Tango & Brokeback

Ganz langsam aber sicher fangen die Vorbereitungen an für eine Reise in 3 Wochen.

Draussen ist es schön und ich habe das Haus voll mit Leuten die ich heute nicht erwartet habe… Habe mich in mein Arbeitszimmer verzogen. Bin heute nicht sehr sozial.

Gestern Abend eine kurze Reportage bei Euronews über eine Gruppe gehört die sich fast, aber eben nur fast, so anhörte wie Gotan Project. Bajofondo Tangoclub. Es ist rythmischer und noch tanzbarer als Gotan, ideal fürs Clubbing. Einer der Leadmusiker der Band ist Gustavo Santaolalla, der, wir erinnern uns, dieses Jahr einen Oscar für die Musik von Brokeback Mountain bekommen hat. Auf ihrer schönen aber etwas umständlichen Website findet man ganze 10 Remixes zu gratis Downloaden.

Sauber & verquollen

Dem stimme ich voll und ganz zu. Und weil ich nicht im Dreck untergehen will und nicht irgendwann in der dieser Saubermachdokus als Dreckschwein erscheinen will, habe ich eine Putzhilfe.

Übrigens geht mir der Artikel aus der Süddeutschen Zeitung immer noch nicht aus dem Kopf… What a story! So verquollene Augen hatte ich schon lange nicht mehr beim lesen eines Textes.

Arbeits(un)wille

Kurz nach halb neun betrat ich das Gebäude und ging die Treppe hoch. Ich nahm im zweiten Stock in einem der Büros Platz, gleich neben dem Arbeitsvermittler, setzte mich hin packte mein Laptop aus. Auf dem Tisch lag eine Liste mit den Namen der Leute die sich heute zu melden haben, bzw. einen Stempel mit den nächsten Termin auf eine blaue Karte bekommen. (daher der Ausdruck „Stempeln gehen“ wenn man arbeitslos ist und Arbeitslosengeld dafür bezieht) Um diesen Stempel zu bekommen gibt es zwei Methoden. Entweder man bleibt unten in der Halle stellt sich dort in die Reihe um lediglich den Stempel zu beziehen oder wenn man Fragen oder sonstige Papiersachen zu erledigen sind, geht man zu dem jeweiligen Arbeitsvermittler.

Der Erste der kam stellte einen Antrag auf Urlaub, bzw. ein Frist in der er nicht vermittelt wird und demnach auch nicht vorstellig werden muss, um den nächsten Stempel zu bekommen. Während dieser Zeit kassiert er dann auch kein Arbeitslosengeld. Von der Sorte kamen an diesem Morgen noch mehrere. Im weiteren Verlauf werde ich diese weglassen, denn es waren deren recht viele.

Ich muss ehrlich gestehen dass es mich wunderte. Man verzichtet auf des Geld und fährt in Urlaub… Seltsam.

Ein Mann kam herein der sich für eine Stelle in einer Firma vorgestellt hatte und dort eine Art Eignungstest machen musste. Als er wieder draußen war, meinte R. : „Das einer von denen der wirklich arbeiten will und jede Maßnahme mitmacht.“

Ein Mann der seinen Sohn mitbrachte, der ebenfalls arbeitslos ist. Der Mann ist zu einem gewissen Grad invalide und da schon über 50 Jahre nicht mehr gut vermittelbar.

Eine Chemikerin die sich durch die Vermittlung in einer Firma vorgestellt hat, ist optimistisch dass sie die Stelle bekommen wird. Sie stellt sich etwas linkisch an was nicht unbedingt zu einer vorteilhaften Präsentierung ihrer selbst beiträgt. Sie fragt nach den Probezeiten und wie das gesetzlich geregelt sei.

Eine allein erziehende Bedienung die nur einen Halbtagsjob hat und das restliche Geld über eine andere Maßnahme bezieht, hat eine Vollzeitstelle gefunden, die sie mit ihrem Kind vereinbaren kann.

Eine arbeitslose Putzkraft kommt mit einem Vermittlungsschreiben in der Hand und fragt was das soll, denn schließlich hätte sie Urlaub beantragt. Doch R. bleibt gelassen und erklärt ihr dass ihr Urlaub erst am nächsten Tag beginnt und sie sich heute noch vorstellen soll. Die Frau schluckte und meine dass die Flugtickets für den Urlaub schon gebucht und bezahlt seien und wenn sie jetzt die Stelle bekäme müsste sie ihren Urlaub … R. blieb unbeirrt und sagte ihr dass der Urlaub ihn nicht interessieren würde, und so lange der Urlaub nicht angetreten sei und der Antrag dafür nicht in Kraft wäre hätte sie sich gefälligst vorzustellen. Sie solle heute noch anrufen und heute Nachmittag noch einmal zurückkommen und ihm berichten wie es gelaufen sei. Man sah der Frau an dass sie nicht sehr glücklich schien ob der Lage in der sie sich befand. Anderthalb Stunden später kam sie wieder und erklärte sie habe in der Firma angerufen ihre Lage erklärt. Man hätte Verständnis gezeigt und ihr vorgeschlagen sie sollte sich erst im September vorstellen wenn sie zurück sei. R stempelte ihr die Karte ab und war mit der Antwort zufrieden. Er glaubte ihr, weil wenn sie gelogen hätte, hätte er mit nur einem Telefonanruf prüfen können ob es stimmt. Die Putzkraft bedankte sich mit einem ‚vielen herzlichen Dank‘ und sah erleichtert aus.

Ein Eilantrag wegen einer Stelle die schon für den nächsten Tag besetzt sein muss machte die Runde durch alle Brüos und jeder Vermittler ging im Kopf seine „Schäfchen“ durch ob nicht eines davon geeignet wäre.

Ich erfahre noch eine ganze Reihe von Interna die ich ausspare. Es sind ein paar skurrile Ausdrücke für Dinge die es so schön passend auf den Punkt bringen und jedoch manchmal fatal sind.

Und während sich einzelne Gespräche wie oben schon beschrieben noch einige Male wiederholen, sitze ich ein wenig versunken in meinen Gedanken und lasse die letzten Stunden Revue passieren. Dabei geht mir ein Wort nicht mehr aus dem Kopf das ich auch für den Titel gebrauchen werde. Arbeits(un)wille.

Der schräg geschriebene Satz konnte ich mir nicht verkneifen. Ist es eine typische luxemburger Eigenart, egal wie beschissen es um einen bestellt, es wird Urlaub gemacht? Und wenn zuhause alles zusammenbricht, Hauptsache man war im Urlaub. Ist das in anderen Ländern auch so? Ich kapiere das irgendwie nicht.

Arbeit

Einen halben Tag lang hinter dem Schreibtisch im Arbeitsamt, oder der ADEM wie es in Luxemburg heisst, verbracht. Ziel war es eine Bestandsaufnahme gleich und so wie es passiert,  aufzuschreiben und als Beitrag zu posten. Mitunter ging es manchaml so schnell , dass ich kaum Zeit fand, den Gedanken in einen  einigermaßen lesbaren Satz umzuwandeln. Es reichte nur für Stichworte.
Als die Mittagspause nahte wurde mir klar dass der Beitrag schwieriger als erwartet wird. Rein bestandstechnisch und unvoreingenommen etwas hinschreiben in dem menschliche Gefühle bis hin zu reinen Existenzängsten vorkommen, ist gar nicht einfach. Ausserdem könnte ich und mein sog. „Partner in crime“ der mir diesen Einblick ermöglichte (ich werde ihn hier einfach mal R. nennen) in Teufels Küche geraten…

Beitrag folgt.

Im Rausch

…vom Zeichentrickfilmer Hayao Miyazaki. Ein Name der nicht leicht zu meken ist, aber man sollte ihn sich trotzdem einprägen. Was ich nicht wusste, war dass er schon 1974 an der Heidi Serie für’s Fernsehn mitgearbeitet hat. Zum ersten Mal viel er mir auf mit dem Film Chihiros Reise ins Zauberland und Das wandelnde Schloss. Seit vor gestern habe ich dank einer Freundin und ihrere DVD Sammelleidenschaft noch 3 andere gesehen. Mein Nachbar Totoro, Prinzessin Mononokee und Nausicaä im Tal der Winde. Für mich einer der besten Zeichentrickfilmer überhaupt. Wer Chihiro gesehen versteht was ich meine. In seinen Filmen kann man sich fallen lassen und am Ende das Gefühl haben ganz weit weg gewesen zu sein. Bei Totoro hatte ich es schon vorgestern kurz beschrieben. Wie macht der Mann das nur?
Und als ich die Links bei Amazon raussuchte fand ich noch ein paar. Ich habe große Lust wieder eine Favoriten Liste mit Filmen zu erstellen. Soll ich?

Müde

…und leichte Kopfschmerzen. Was alles war, ist und noch kommen wird, wird morgen berichtet.

Merkzettel: X für U. Falls ihr nicht warten könnt bis morgen, könnt ihr den Begriff googeln. Wenn ihr dabei auf eine Ausstellung stoßt,seid ihr richtig.

Nachtrag: Link der Ausstellung 

Letzte Nacht

Stromausfall / 1:25

Manchmal passieren Dinge die so seltsam sind, weil sie absolut in den Zeitpunkt passen und vielleicht einfach so ein müssen. Diesen Eintrag habe ich gestern bzw. heute morgen geschrieben, kurz nach dem Stromausfall.
Aber eins nach den andern.
Ich war ins Kino heute Nachmittag, und wandelte auf den Spuren meiner zartesten Kindheit. Ich habe mir Superman returns angesehen. Gleich zu Beginn als der Vorspann lief mit der großen orchestralen Ouveture, die schon in den Filmen mit dem verstorbenen Christopher Reeve zuhören war, hatte ich Gänsehaut zum aus der Haut platzen. Ich hörte sie zum ersten Mal als ich 10 oder 11 war. Es war unglaublich.
Als ich dann vorhin nach hause kam, bepackt mit 3 noch nicht gesehenen Miyasaki Filmen, konnte ich nicht anders und schmiss gleich den ersten in den DVD Player. Mein Nachbar Totoro. Es ist wie verhext, aber die Zeichentrickfilme von Miyasaki umgarnen mich jedes mal derart, dass ich völlig in sie hineintauche und weit weg bin. Mit Totoro ist es genau so. Bis vor 10 Minuten als der Strom weg ging. Das seltsame war, dass so gedanklich tief in der Geschichte drin steckte, dass es mich seltsamerweise gar nicht mal störte ihn nicht zu Ende sehen zu können. Ich zündete eine Kerze an, ging die Treppe hoch und kam mir vor wie die kleine Mae auf der Suche nach diesem seltsamen Geschöpf namens Totoro.

Und der Hoffnung der Saft möge bald wieder in die Steckdosen zurückkehren, lege ich mich jetzt schlafen.

Präcox

Habt ihr gesehen, um welche Uhrzeit ich gestern den Beitrag gepostet habe? Wahnsinn! Schlaflosigkeit im höchsten Grade, was zur Folge hatte dass ich den ganzen Morgen verschlafen habe und pünktlich gegen 11:59 erwachte. Das mit dem Schlafen ist seit ein paar Tagen so eine Sache. Es ist nicht mehr so heiss dass ich deswegen nicht schlafen könnte. Was ich aber seit ein paar Tagen festgestellt habe ist, dass mein uneingeschränkter Kaffeekonsum dabei nicht ganz unschuldig ist. Das war bis jetzt nie so. Ich konnte bis jetzt spät Abends doppelte Espressos runterschütten ohne, dass es irgendwie Auswirkungen gehabt hätte.
Ist das eine Alterserscheinung?