Im Kino: Sing Sing

Am Morgen auf dem Samstagsmarkt. Ich brauchte nicht viel. Ich wollte ein paar frische Champignons und Pasta ( von der ich jetzt schon wieder den Namen vergessen habe, aber sie sehen aus wie zu kurz geratene abgeflachte ungefüllte Cannelloni. Ich traf mich mit der D. und der A. im Renert auf einen Kaffee.

Ich selber war unschlüssig, was ich am Abend machen wollte. Es gab da eine Art Lesung, die die A. vorgeschlagen hatte, die am späten Nachmittag sein sollte. Doch niemand von uns hatte so recht Lust dazu. Wir beschlossen, ins Kino zu gehen. Auf dem Programm stand ein Film, von dem ich bis dato überhaupt nichts gehört hatte, geschweige denn irgendeinen Trailer gesehen. Manchmal ist es ganz gut so.

Fürs Mittagessen gingen wir hinüber zur Casa Gabriele.

Es gab sehr leckere große Cappelletti ( die dann anders heißen) mit Lachs, dazu Kirschtomaten Burrata und frischem Basilikum:

Großartig wie immer.

Draußen war es feucht und kalt und ich sah zu dass ich schleunigst heim kam.

Am Abend sahen wir uns dann alle wieder im Kino:

Der Film hat eine Rate von 97 % bei Rotten Tomatos. Das will nicht unbedingt etwas heißen doch es ist schon mal ein gutes Zeichen.

Es geht eine die Theatergruppe im Sing Sing Gefängnis, das sogenannte RTA Programm. Heartwarming, Uplifting, A film you‘ll never forget. So hochlobend waren die Kritiken. Ich bin, jetzt nachdem ich eine Nacht über Film geschlafen habe ein bisschen anderer Meinung, obwohl ich ihn immer noch gut finde. Sehenswert ist er allemal. Das interessante daran ist, dass die meisten Darsteller sich selbst spielen, das heißt der Film ist weitgehend mit Ex-Gefängnisinsassen gedreht worden. Das machte mich durch den ganzen Film, weil ich es nicht wusste, ein wenig stutzig. Erstens weil kein einzig bekanntes Gesicht dabei war, und weil das Spiel so ‚nah‘ an der Realität war. Erst am Schluss löste es ich dann für mich auf, was eine Überraschung war. Der Film wird nie gewalttätig und zeigt auch nie die wirklich harte Seite eines Gefängnisses mit maximal Sicherheit, man erahnt es nur.

Ich sagte es bereits, der Film ist sehenswert. Aber er hat auch ein paar Längen, die nicht explizit unangenehm sind, aber auffallen tun sie schon.

***

Les Fo’ Plafonds

Das neue Magazin

Der Morgen empfing mich mit einer sagenhaften Tristesse beim ersten Blick zum Fenster hinaus.

Ist das der Dank dafür, dass ich endlich auf dem Weg der Genesung bin?

Ich seufzte tief und machte mich an das Tageswerk. Ich hatte mir im Kopf zurecht gelegt was alles zu bewältigen wäre und das was so manches.

Zuerst daheim aufräumen und alles putzferig machen für Meisterin Propper.

Dann eine schnelle Spippvisite im Rainbow Center, weil noch Dinge abzuklären waren. Ah ja, die neue queer.lu ist da.

Auf der Homepage kann man jetzt endlich mein Iterview von der letzten Ausgabe auf Deutsch lesen.

Dann fix hinüber ins Theater, wegen allerhand Papierkram.

Dann war es schon 15:00 Uhr. Huch! Ich beschloss noch ein paar wenige Einkäufe zu machen und fuhr zu Auchan. Das war jedoch als ich dort ankam, nicht die beste Idee, denn der Laden war sehr gut gefüllt. Ich fand jedoch recht schnell alles was ich brauchte und war auch fix wieder raus. Das ist das einzig Gute an der Mall, dass die Wege verhältnismäßig kurz sind.

Am Abend dann ein unerwarteter Besuch von S. und seinem Partner P., die ich schon seit Monaten nicht mehr gesehen hatte.

Es wurde nicht sehr spät.

Eine weitere Ära geht auf ihr Ende zu

Ich frage mich, wie oft ich das in der nächsten Zeit noch als Überschrift für ein Posting nehmen muss. Aber von vorn.

Ich hatte in der Nacht gründlich geschwitzt und fühlte mich am Morgen ein wenig besser. Da ich ein Termin beim Arzt hatte, machte ich mich ausgefertig und war beizeiten dort. Die Ärztin bestätigte mir genau das, was ich auch schon vermutete. Eine kräftige Nasennebenhöhlenentzündung. Sie verschieb mir unter anderem auch Antibiotika, weil das jetzt schon drei Wochen anhält.

Von der Apotheke aus ist es nur eine Tür weiter bis in meinen kleinen Supermarkt. Ich sah mit Entsetzen, dass er am 18. Januar definitiv sein Türen schließen wird. Ich wusste bereits, dass der etwas größere Supermarkt von der gleichen Kette, mitten in der Stadt, auch geschlossen wird. Und der kleine Supermarkt im Bahnhofsviertel wird auch folgen. Damit geht die Ära ‘Alima‘ auf ihr Ende zu.

Ich fragte die Kassiererin wie es weiter geht. Der Lokal wird bis zu sechs Wochen geschlossen bleiben und danach als Delhaize wieder eröffnen. Uff. Das ist erfreulich, denn es wird niemand der Bedienungen und der Kassiererinnen den Job verlieren. Ich bin nicht der größte Fan der Delhaize Kette, aber zumindest bleibt ein Supermarkt dort bestehen.

Wieder daheim legte ich mich ein wenig hin und arbeitete dann ein paar Dinge am Rechner ab.

Danach machte ich mich auf ins Rainbow Center wegen einer Besprechung wegen einer großen Schreibarbeit, die mitunter das größte wird was ich bis dato in einem Guss liefern musste. Es wird sehr viel Recherche werden.

Am Abend telefonierte ich kurz mit der A. und war relativ früh im Bett. Die Pillen zeigten jedoch schon ihre erste Wirkung, denn ich fühlte mich schon weitaus weniger schlapp als die Tage davor.

Dienstag & Mittwoch

Dienstag war es wie gehabt. Ich versuchte mich zu schonen und schlief am Nachmittag auch noch mal eine lange Runde.

Für den Abend gab es nichts besonderes. Ich war einfach platt.

***

Am Mittwoch dachte ich, dass das nicht so weitergehen kann und ich verabredete mich auf dem Mittwochsmarkt mir der D. Es gab einen Kaffee im Renert, ein Brot vom Eifeler Bäcker und eine Tüte voll Mandarinen vom Obsthändler meines Vertrauens.

Eine kurze Stippvisite im Rainbow Center. Die neue Ausgabe vom Queer sollte da sein, aber sie war noch nicht geliefert worden. Nicht schlimm, morgen muss ich eh nochmal hin. Ich machte ein Foto von einem meiner Lieblingsplätze:

Mittagessen bei Oberweis. Es gab einen Burger. Der war lecker aber es war sehr viel. Ich schaffte nicht alles.

Da der Druck im Kopf, sprich in den Nasennebenhöhlen, wieder stieg an und da ich mich sehr schlapp fühlte, ging ich zum Arzt auf gut Glück, doch das Wartezimmer war extrem gut gefüllt. Ich bekam aber einen Termin für den Tag danach.

Daheim fiel ich aufs Bett und schlief eine Stunde tief und fest.

Am Abend ging ich früh zu Bett und träumte von Raben und seltsamen Ereignissen am Theater, das alles sehr lebhaft, dass es sich wie Fieberträume anfühlte.

Sonntag & Montag

Für den Sonntag hatte ich mir vorgenommen sooo viiiel zu machen. Gemacht habe ich letzten Endes gar nichts, da ich es gescheiter fand daheim zu bleiben und diese Erkältung, die ich jetzt schon seit Weihnachten habe, weiter auszukurieren. Ich huste nicht mehr, die Nase schnieft nicht mehr, ich fühle mich nur sehr schnell müde und der Geruchssinn ist immer noch im Urlaub. Also, nicht mehr so ganz, ein paar Dinge rieche ich schon wieder und im ersten Moment nach der Nasenspülung kommt es mir so vor als ob alles wieder in Ordnung wäre. Aber richtig riechen geht anders.

***

Am Montag dann:

Ich erwachte mit Kopfschmerzen die aber keine Migräne waren sondern eindeutig von den Nasennebenhöhlen herkamen. Ich mache eine Nasenspülung das sofort half. Da ich nichts aber auch wirklich gar nichts essbares mehr hatte, fuhr ich zum Supermarkt. Ich kaufte Gemüse und vor allen Champions den ich hatte Lust auf ein Toast und Salat dazu.

Die Sonne schien klar und hell und ich verpasste es ein paar Fotos zu machen.

Als ich dann wieder daheim war, war ich erledigt. Die kleinste Anstrengungen und die Batterie ist leer.

Am Abend schaute ich ein bisschen dies und das und vor allen interessierte mich aber die TikTok Sache in den Staaten das ja bis zum 19. Januar dort abgeschaltet werden soll. Ich selber habe kein TikTok und war nie wirklich daran interessiert. Emily D. Baker erklärt das ganz gut was da grad auf dem obersten Gerichtshof passiert.

Im Kino: The Room Next Door & Luci

Die Auslandskorrespondentin Martha (Swinton) ist an Krebs erkrankt und bittet ihre Freundin (Moore) sie auf ihrem letzten Teil des Weges zu begleiten.

Es war mir erst gestern nach dem Interview mit Tilda in der Late Night Show klar, dass ich dem Film wirklich sehen will.

Was mich und die D., die auch mitgekommen war, am Anfang ein wenig störte, war eine gewisse Theatralik in einigen Szenen die mir so gar nicht gefiel. Das ist aber auch ein bisschen Almodovar geschuldet, der das in allen seinen Filmen hat. Doch das legt sich dann auch wieder.

So großartig wie Tilda Swinton ihre Rolle als Strebende hier spielt, so finde ich dass Julian Moore den noch schwierigeren Part zu spielen hat und diesen mit absoluter Bravour meistert. Der Film drückte mir auch zweimal die Kehle zu, weil er mich an Dinge erinnerte, die ich vor über zehn Jahren durchleben musste. Der Film ist ganz klar eine Ode an das Leben auch wenn man das bei der Thematik nicht vermuten mag. Er hat den Goldenen Löwen in Venedig zu recht erhalten.

Nach dem Film hatten die D. und ich noch einen weiteren Termin in Bonneweg in einem italienischen Restaurant zusammen mit der N. und der V.

Luci ist ein so richtiges italienisches Restaurant wo man auch sehr viele Italiener sieht und hört. Wir kehrten dort fast eine Stunde zu früh ein, was aber kein Problem war, den wir tranken erstmal in aller Ruhe ein Apéro und diskutierten den Film durch.

In den Pastagerichten gab es eines das mich und die D. sofort interessierte. Thunfisch mit Artischocken und Orange. Und da ich ja noch immer alles sehr begrenzt schmecke, kam das sehr gelegen, denn das leicht Bittere der Artischocke und mit Orangenabrieb, schmeckte ich dann doch heraus. Eine spannende Kombination.

Es war wie immer wenn wir zusammen sind, ein sehr lustiger Abend.

Aber es war auch wieder schweinekalt und feucht und ich war froh dass das Auto nicht weit stand. Noch glücklicher war ich über die aus der Ferne bedienbare Standheizung und dass ich diesmal auch daran dachte sie beim Bezahlen der Rechnung schon einzuschalten. So konnten wir sofort in ein schnuckelig warmes Auto schlüpfen.

Zu viel des Guten

Ich schlief wie ein Murmeltier. Wenn etwas wirklich zu meiner absoluten Zufriedenheit klappt die letzten Tage, dann schlafen. Ich werde auch schnell müde.

Ich hatte beschlossen, je nach Gefühlslage, dass ich den Termin beim Friseur absage. Gegen 11:00 war ich aber soweit hergestellt dass ich wahrnahm.

Da das Wetter einigermaßen stabil war, beschloss ich, anschließend in die Stadt zu gehen. Ein paar Ravioli mir Linsen und Guanciale in der Casa Gabriele:

Wieder daheim fühlte ich mich halb erfroren und legte mich sofort wieder in Bett und schlief nochmal volle zwei Stunden.

Im Theater war es brechend voll und ich sah viele Menschen, die ich meistens nur im Theater sehe. Es lief jedoch alles glatt.

Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass meine Stimme am Abend langsam versagte. Das war seltsam, denn das war in den letzten zwei Wochen gar nicht der Fall.

Ich machte beizeiten Schluss und kroch sehr bald unter die Daunendecke.

***

Wegen ihrem neuen Film( den ich mir morgen ansehe) war Tilda bei Stephen Colbert zu Gast.

Sie spricht auch über den hervorragenden Film Twack! 😉 Und weil es da ein zweites Video gibt und ich von Tilda eh nicht genug haben kann, bitte schön, danke, gerne:

Ein sehr lange Ära geht zu Ende

Ich hatte heute um 11:00 den allerletzten Kontrolltermin beim Zahnarzt meines langjährigen Vertrauens. Ende Januar geht er in Rente. Ich ging hin seit dem ich in dem Ort gearbeitet hatte in meinem früheren Leben als Friseur. Das war Ende der 80er.

Es kommt eine Gemeinschafspraxis hin, deren Hauptsitz in der Hauptstadt ist und bei der ich immer wieder einen anderen Zahnarzt haben werde. Will ich das? Ich glaube nicht. Ein Zahnarzt ist für mich eine Vertrauensperson und ich will da nicht alle Nase lang jemand anders der mir im Mund rumwühlt. Ich werde mich also auf die Suche begeben müssen. Ein paar Adressen habe ich schon. Ich habe jedoch schon mal in weiser Voraussicht einen Termin bei den neuen Ärzten in einem halben Jahr. Kann ja sein dass sie doch was taugen…

Ich fuhr von dort aus in die Alte Heimat, die inzwischen in von vorn bis hinten eine Baustelle ist und sich seltsam anfühlt. So wie es aussieht, wollen sie dort ein Einbahnstraßen System einführen, von dem ich bezweifle dass es die Verkehrslage verbessern wird. Ich brauchte ewig um durch zu kommen. Nun ja. Ich wollte eigentlich nach Irrel in einen deutschen Supermarkt. Das tat ich dann auch. In Irrel selbst hatte dann auch so mein Problem. Ich fuhr durch das Dorf und erkannte manches nicht wieder. Es gibt dort immer noch eine seltsame Umgehung die seit gefühlten 20 Jahren besteht und der Dorfkern ist davon ausgeschlossen.

Ich fand jedoch alles was ich suchte und fuhr zurück. Inzwischen hatte es wieder zu schneien angefangen.

Wieder daheim legte ich mich kurz hin, auch wenn ich so halbwegs wieder hergestellt bin, fit geht anders.

Ich sah mir eine Talkrunde an:

Die Roundtables vom Hollywoodreporter werden von vielen anderen imitiert, kommen aber nicht das Original heran. Ich hätte mir diese Runde nicht angeshen, wenn nicht meine Lieblingsschauspilerin dabei gewesen wäre, Tilda Swinton, von der Ende dieser Woche ein neuer Film hier anläuft unter der Regie von Pedro Almodovar.

Im Theater ging alles seinen gewohnten Gang.

Ich hatte Hunger auf Chinesisch, auch wenn ich noch nicht alles schmecke. Ich bestellte einen Tisch im Räiskär.

In den Empfehlungen stand ein Gericht, das ich noch nie auf einer chinesischen Karte gesehen hatte. Hühnchen mit Maronen.

Ich schmecke ja noch immer nicht alles, es kommt jedoch langsam wieder, aber das hier war sehr interessant, auch vom Beißen her.

Und dann wär da noch eine Tagesfrage:

Was ist deine Mission?

Wenn ich das Wort Mission nachschlage steht bei Wikipedia folgendes:


Mission
 (lateinisch missio „Sendung, Auftrag“) steht für:

Mit irgendeiner internationalen Auftraggebung habe ich nichts zu tun und Missionieren im religiösen Sinn ist mir höchst zuwider. Wenn, dann würde ich gegen religiöses Missionieren missionieren.

Und der Tag zog sich hin

Am Morgen schickte die D. ein Bild von St.Jean vom Strand, als ob es gemalt worden wäre.

Ging es den ganzen Tag wie es jemandem geht der sich nicht fit fühlt. Ich machte einen Versuch zu Wochenmarkt zu gehen, der aber genau do ausgedünnt war, wie am Samstag.

Das Renert war aber geöffnet und hatte Wildschweinragout auf dem Menü. Ich blieb dort. Schmecken tat ich jedoch nicht sehr viel. Ich mochte zum ersten mal den Rotkohl, den er mir sonst immer zu säuerlich macht. Jetzt war er genau richtig.

Am Nachmittag machte ich eine Nasenhöhlenspülung, die mich hoffen ließ dass da noch was ist, denn für ein kurzen Moment roch ich wieder.

Am späten Nachmittag dann:

Schnee, der aber nicht lange blieb, denn es wurde wieder wärmer und es fing an zu regnen.

Später dann:

Im Theater in der Vorhalle.

Und das wars auch schon. Ich lag beizeiten in den Federn, denn morgen früh hab ich ein Kontrolltermin für die Beisserchen.

Geruchlos

Es hinkt und hackt. Insgesamt fühlte ich mich körperlich einigermaßen wohl, mit Ausnahme einer Chose. Seit der Erkältung, die ich mir in in St.Jean zuzog, (wahrscheinlich aber schon ein paar Tage früher hatte) ist mein Geruchssinn weg. Es ging ja zum Teil mit einer kräftigen Nasennebenhöhlenentzündung einher, die nach ein paar Tagen verschwunden war, aber der Geruchssinn kam nicht wieder.

Die Tasse Kaffee am Morgen, roch am Montag nach gar nichts, am Dienstag dann roch sie leicht nach Gemüsebrühe. Auch mit dem Kochen ist das so ein Ding. Ich würze alles weil ich es so gewohnt bin, aber letztendlich merke ich nichts davon. Um wenigstens einen Geschmack zu haben ist mein Pfefferverbrauch enorm gestiegen.

Dabei war ich vor wenigen Wochen nich so stolz auf mich gewesen, dass ich brav alle meine Vitamine nehme und meine Abwehrkräfte genug geboostert sind. Aber es hat wahrscheinlich eh nichts damit zu tun.

Nun ja…

Ich werde wohl die versprochene Kochrunde nächste Woche ausfallen lassen. Denn so aus dem Handgelenk heraus, ohne dass ich etwas abschmecken kann, mute ich niemandem meine Kochkünste zu.

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Kommen wir zu kurzen Tagesberichterstattung vom Montag. Es war sehr stürmisch hier. Ich sollte Besuch bekommen, der aber krankheitsbedingt kurzfristig absagte. Es war mir recht, denn so toll fühlte ich mich auch nicht, dass ich in der Lage gewesen wäre, jemand zu bespaßen.

Auf Arte lief am Abend eine schöne Doku über Neuseeland über die Fjorde und Regenwälder. Es gab zwei Orte die ich kannte. Queenstown und Milford Sound. Vor allem bei Milford bekam ich ein wenig feuchte Augen. Das ist für mich einer der schönsten Ecken der Welt die ich je gesehen habe. In der Doku sah ich dann auch die Straße die nach Milford Sound führt, von der man mir damals erzählt hatte, aber befahren habe ich sie nicht. Wie ich dorthin kam, könnt ihr hier lesen.

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Den Dienstag fühlte ich mich keinen Deut besser. Ich blieb häuslich. Ich schlief viel und war zu nichts nutze.

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Eine kleine Doku möchte aber empfehlen. Ich hatte vor einer Weile im Blog alle meine Parfums beschrieben. Unter den Düften befindet sich auch ein (imzwischen zwei) Düfte vom „Schneider des Papstes“ Filippo Sorcinelli.

Sonntag im Kino

Über das Wetter zu berichten, käme einer knackigen Zusammenfassung der Todesanzeigen der Zeitung gleich. Also lassen wir das.

Springen wir gleich zu dem Moment als ich am Nachmittag ins Kino ging.

Vingt Dieux

Vingt Dieux ist eigentlich ein Fluch, wie so viele Flüche, die vom christlichen Glauben kommen, wie Himmel Skara oder auf luxemburgisch Nonditjö.

Der deutschte Titel das Films“ Könige des Sommes“ passt zwar irgendwie, sagt aber etwas völlig anderes aus.

Der 18-jährige Totone verbringt seine Freizeit mit dem Biertrinken und Herumhängen mit seinen Freunden. Doch dann wird er plötzlich gezwungen, sich um seine siebenjährige Schwester zu kümmern und seinen eigenen Lebensunterhalt zu verdienen. Er beschließt, Käse zu produzieren und setzt sich das Ziel, den besten Comté der ganzen Region herzustellen. Denn dem Gewinner dieses Titels winkt ein hohes Preisgeld.

So die kurze offizielle Zusammenfassung. Der Film wurde im Jura gedreht, ausschließlich mit Laiendarstellern. Es gibt nicht ein bekanntes Gesicht. Das macht ihn ein wenig holperig und doch er ist sehenswert. Was vor allem sehr gut rüberkommt ist die Stimmung dieser dünn besiedelten Region und wie die Realität und das Schicksal zuschlagen kann. Der Film war die Überraschung auf den Filmfestspielen in Cannes.

Der Film erinnerte mich auch ein wenig an meine Jungend, da ich ja auch in der tiefsten Wildnis auf dem Lang groß wurde.

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Am Abend schaute ich mir ein Film mit einem Schwein an Arte an. Die haben zur Zeit sehr viele Filme mit Maggie Smith in ihrer Mediathek.

Private Function / Magere Zeiten – Der Film mit dem Schwein

Eine nette kleine britische Komödie während dem Zweiten Weltkrieg.

Freitag & Samstag

Es war schweinekalt den ganzen Freitag .

Am Morgen ein wenig Büroarbeit, später Haushalt.

Ich fühlte mich immer noch wackelig und machte am Nachmittag recht langsam.

Für den Abend hatte ich eine Einladung zum Bear Afterwork. Ich war lange unschlüssig ob ich gehen sollte, aber letztendlich ging ich dann doch. Ich sollte es nicht bereuen, denn es wurde ein lustiger Abend.

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Den Samstag fing ich mit einer feuchteisigen Runde auf dem Markt an, die ich aber sehr fix beendete, weil ich den Markt noch nie ausgedünnter an Ständen gesehen habe. Mit der A. und einer Nachbarin gab es einen schnellen Kaffee in der Piazza, weil das Renert wegen Renovierungsarbeiten in der Küche geschlossen hatte.

Wieder daheim wurschtelte ich herum und war unschlüssig was ich tun sollte. Das Wetter war so gar nicht einladend noch mal eine Runde draußen zu drehen. Im Kino lief auch nichts was mich beflügelte, aber dafür fand ich einen Film für morgen Nachmittag, den die D. mit wärmstens empfohlen hatte.

Am lag ich früh in den Federn.

Von St.Jean nach Luxemburg

Am Morgen gab es noch einen Kaffee im Chistera und kurz nach Mittag war es auch schon an der Zeit den Zug zu nehmen für die lange Fahrt zurück.

Unterwegs hörte ich, da meine Laune nicht die Beste war, erstmal Musik. Ich hatte mich bereits gestern mit einer ‚alten Liebe‘ beschäftigt, die da Erasure hieß. Ich war neugierig ob es sie noch gibt. Oh ja, und sie produzieren immer noch. Und von Erasure zu Vince Clarke, zu Alyson Moyet ist es nicht weit. Und ja, es gibt auch sie immer noch. Ich hörte ich ihr erstes Soloalbum Alf, einmal ganz durch. Es kamen Bilder und sehr altvertraute Emotionen zurück, diese undefinierbare Sehsucht nach Dingen von der ich damals selbst nicht richtig wusste auf was diese Sehnsucht ausgerichtet war… Bevor ich zu melancholisch wurde, schaute ich in den Hörbüchern nach, was passen könnte. Ich sah dass ich noch zwei Stunden von Vicky Baums ‚Vor Rehen wird gewarnt‘ zu hören hatte und hörte das zu Ende. Ich hatte das Buch schon ein paarmal erwähnt. Sehr große Empfehlung von mir.

In Paris dann ging alles wie am Schnürchen. Raus aus dem Zug und hinunter zur Taxistelle an der eine Schlange stand, die sich aber fix auflöste. Ich hatte ein wenig Bedenken, dass ich zu spät dran sei, doch mein Taxifahrer fuhr kleine Umwege und in knapp 25 Minuten war ich einmal quer durch Paris an der Gare de l’Est. Es blieb reichlich Zeit für ein Kaffee und ein Sandwich.

Und dann ging es noch einmal für zwei Stunden durch die Nacht und kurz vor 22:00 war ich dann da.

In Luxemburg war es a….kalt. Die A. wollte mich abholen, dachte aber aus irgendeinem Grund ich wäre geflogen, statt zuggefahren. Es dauerte seltsam lange bis ich sie anrief und sie schon fast am Flughafen war. Alles ging glatt, ich musste nur ein klein wenig länger warten.

Daheim ging es ziemlich schnell in die Horizontale.

Der erste Tag

Made by D.

Der erste Tag des Jahres war eher ruhiger Natur. Ich war noch immer nicht ganz wiederhergestellt und ich tat besser daran nicjt ganz so sehr aufzudrehen. Zum herrschten am Morgen 0 Grad.

Gegen Mittag jedoch zogen wir los in die Bar de la Balaine an die auch ein kleiner Austern und Meeresfrüchteverkäufer angeschlossen ist. In der prallen Sonne aßen wir ein Portion Austern und Bulots (Wellhornschnecken)

Und das war schon alles was es zu berichten gibt.

Am Abend aßen wir das war ich gestern beim Feinkosthändler aus Halles gekauft hatte.

Früh zu Bett.

Der letzte Tag

Es geht mir besser aber so ganz hergestellt bin ich noch nicht.

Am Morgen machte ich eine kurze Runde über dem Markt, der proppenvoll war. Ich kaufte ein bisschen was für nächstes Jahr, während die D. anderweitig beschäftigt war.

Es war sehr kalt und feucht und ich hielt es nicht lange draußen aus. Zudem wollte ich nicht den Teufel beschwören damit die Erkältung noch einmal von vorne startet.

Da wir eh nichts weiter für den Tag geplant hatten als am Abend im Instincts zu feiern und das Wetter überhaupt nicht einladend zum spazieren war, beschloss ich mir gleich zwei Filme anzusehen. Den ersten sah ich auf Empfehlung der D., die ihn schon gesehen hatte.

Oh, Cananda, gefiel mir gut. Interessant war vor allem die Machart die Paul Schrader gewählt hatte mit vielen Rückblicken, die sich überschneiden und manchmal auch widersprechen, den Zuschauer aber nie in die Irre führen. Mir einem genialen Richard Gere, der am Anfang so schrecklich aussieht, dass ich einen Moment brauchte um ihn wiederzukennen. Und dann die wunderbare Überraschung in Form von Uma Thurman, die ich sehr sehr lange nicht mehr auf der großen Leinwand gesehen hatte. Ich würde mir wünschen sie würde wieder mehr drehen.

Der zweite Film wurde im Rahmen Serie ‚Séance de rattrapage‘ gezeigt, in der Filme, die erst vor kurzem gezeigt wurden und schon aus dem Programm raus sind, noch einmal wiederholt werden, damit man sie nachholen kann.

Das kostbarste aller Güter ist ein Zeichentrick der dieses Jahr in Cannes lief. Was vom Trailer her sich wenig rührselig anfühlt, ist alles andere als das.
Während des Zweiten Weltkriegs wird eine französische jüdische Familie nach Auschwitz deportiert. Auf dem Weg zum Vernichtungslager wirft der Vater verzweifelt eines seiner Kinder aus dem Zug in den Schnee. Dieses Mädchen wird von der Frau eines Waldarbeiters gefunden und gegen alle anfänglichen Hindernisse großgezogen.

Die Geschichte ist herzzerreißend, hat aber einen groben Fehler, den sie mehrfach begeht. Es ist an zwei oder drei Stellen im Film eine Schicht zu viel Grauen miteingeflossen, denn man weiß ja was im Zweiten Weltkrieg los war. Wen das nicht stört, die Geschichte ist sehr schön erzählt in sehr klaren Bilden ohne Schnickschnack. Sehenswert, wenn auch mit einem Abstrich.

Nach dem Kino ging es zurück ins Haus und wir machten uns fein für den Abend. Sylversteressen im Restaurant Instinct zum dritten Mal in Folge.

Es war bis jetzt, von all den Schlemmerabenden, der Beste. Und ich war hocherfreut, dass ich mit der ganzen Erkältung zum ersten mal wieder halbwegs etwas schmecken konnte.

Ich wünsche euch allen ein frohes neues Jahr.

Der Fotorückblick 2024

Der Fotorückblick geht in seine fünfte Runde. Insgesamt war 2024 ein schwieriges Jahr. Es gab Hürden die nicht so leicht zu überwinden waren. Der Fotorückblick spiegelt aber all die schönen Momente wieder, an die ich mich gerne zurückerinnern mag und wofür der Rückblick auch gedacht ist.

Am Ende dieses Postings findet ihr wie gewohnt Mr. Linky, bei dem ihr euch gerne eintragen könnt wenn ihr mitmacht. Der Beitrag wird bis zm den 10. Januar oben angeheftet bleiben. Alle neueren Beiträge befinden sich logischerweise darunter.

Januar

Die Havarie eines Fischerbootes in St.Jean
Schnee

Februar

Wochenmarkt
Marienkäfer im Februar

März

Die Grand Rue
Während einem Spaziergang beim Festungsmuseum ‚3 Eicheln‘

April

Erdferkel im Berliner Zoo
Freiburger Dom

Mai

Public Viewing des Eurovision Song Contest im Chou-Chou
Das Bändchen durchschneiden am letzten Tag der re:publica

Juni

Der Skytower mitten in der Stadt gesehen vom Küchenfenster der A.
Brügge

Juli

Wiedersehen mit dem H. aus Melbourne
Eine Ausstellung in Centre Pompidou in Metz

August

Meine erste Durian
Am See der Alten Heimat

September

In Erromardi bei St.Jean
Samstagsmarkt

Oktober

Die Terrasse bei Nacht in der Skybar
Für mich das schönste Foto von diesem Jahr, das nur durch Zufall entstand.

November

Der renaturierte Fluss Petruss

Dezember

Schlittschuh Deko auf der Königswiese
St.Jean-de-Luz

Unten könnt ihr euren Fotorückblick eintragen. Mister Linky kann aber nur Englisch und kennt daher keine ü, ä und ö oder gar é, ê und è. Auch mein ë von Joël mag er nicht. Schreibt entweder Umlaute wie ae ue oder oe und lasst sämtliche Hütchen und Häkchen weg. Wenn ihr es doch tut bildet er nur ein blankes Feld ab.

Fotos aus St.Jean

Die letzten beiden Tage waren ein wenig wie der Bäh Tag, also Bäh 2 und Bäh 3, wenn auch nicht ganz so schlimm. Was vor allem sehr Bäh war, war die Nasennebenhöhlenentzündung, die mir quasi 24 Stunden lang diesen Kopfschmerz bescherte. Und da sich auch noch ein Sonntag dazwischen befand, wo hier alle Apotheken geschlossen hatten, verzögerte sich alles. Es gibt also nicht sehr viel zu berichten von den letzten zwei Tagen. Wir waren zweimal essen und ich habe versucht so weit wie möglich häuslich zu bleiben, außer ich hielt es nicht mehr aus und gönnte mir kleine Rundgänge am maximal 30 Minuten. Es sind ein paar schöne Fotos dabei entstanden, da die letzten Tage ausnahmslos schönes Wetter war, wenn auch sehr kalt.

***

Etwas dass ich vor Tagen schon hätte posten sollen: Ich hatte die beiden Damen mit der legendären Kochsendung ‘La cuisine des Mousquetaires‘ aus den Achtzigern, Maïté und Micheline, schon ein paar mal vorgestellt. Maïté, die Köchin wurde kurz vor Weihnachten beigesetzt. Sie war hier im Südwesten Frankreichs bereits zu Lebzeiten eine Ikone und sehr beliebt, nicht nur wegen ihrer sehr deftigen und gehaltvollen Küche, sondern weil sie ein Mensch war, der sehr viel Freude und Güte ausstrahlte.

***

Noch eine kleine Notiz in eigener Sache:
Um Mitternacht erscheint der alljährliche Beitrag vom Fotorückblick des Jahres. Ihr könnt da gerne wie gewohnt mitmachen. Der Beitrag bleibt auch eine Weile oben angeheftet, auch wie gewohnt. Wir lesen und sehen uns nächstes Jahr!

Bäh

Ich fühlte mich gestern den ganzen Tag soweit okay. Doch am Abend nach dem Kino, als ich schon im Bett lag, fing meine Nase an, so viel Rotz zu produzieren, dass ich selbst erstaunt war. 

Und damit war der Samstag vorprogrammiert, mit Sinitus Schmerzen, Triefnase, Schüttelfrost, Gliederschmerzen und all dem Zeug was dazugehört.

Angedacht hatten wir einen Abstecher nach San Sebastian. Die D. fuhr hin ich blieb unter Decke und hoffte auf ein wenig Besserung für abends, denn wir hatten einen Tisch im Gaua reserviert.

Für mich war es leider vergebene Liebesmüh, denn ich schmeckte nichts.

Alles ein großes Bäh…

St. Jean-de-Luz: Endlich Sonne

Nach der einer durchschwitzten Nacht in der ich mehrfach wach war, fühlte ich am Morgen doch um einiges besser. Uff…

Gegen 10:00 war ich dann unterwegs auf den Markt, der hier ja am Freitag ist. Die Haut kribbelte immer, als ob da gestern was gewesen wäre. Und ein sehr leichter Kopfschmerz machte sich im Sinus bemerkbar, das war aber alles verkraftbar. Wir kauften ein für einen Brunch den den wir dann am Mittag zu ins nahmen. Anschließend legte ich mich noch einmal eine Weile hin.

Am Nachmittag kaufte ich ein Buch nebenan im Buchladen:

…und ging (man sieht es am Foto) an den Strand.

Diese zwei Stunden am Meer waren an Qualität für mich das Doppelte, wenn nich das Dreifache wert. Ich las, ich schrieb und machte ein Reel:

https://www.instagram.com/reel/DEFYJLJNYwD/?igsh=MXFpYWIwNGlnc2V4aw==

Am Abend gingen wir kurz ins Chistera, auf einen Pertersfisch, der sehr lecker war.

Auf dem Foto sieht es aus, als ob er in Sauce ertränkt worden wäre. Aber darunter befand sich noch eine Kartoffelpüreeschicht.

Anschließend gingen wir ins Kino. Wir hatten Karten für Sarah Bernardt, la Divine. Mit Sandrine Kiberlain in der Hauptrolle.

Eines vorweg, bevor ich den Film kritisiere. Sandrine Kiberlain ist großartig. Diese Exaltiertheit und zu wissen, dass sie gut ist in seinem Beruf spielt sie sehr gut. Auch Laurent Laffite als Lucien Guitry, ihr Liebhaber zeitlebens, neben vielen anderen, die ihr aber weniger bedeuteten, ist sehr gut in seiner Rolle.

Aber man muss wissen, bevor man sich diesen einen Film ansieht, wer diese Frau war, denn sonst macht der Film streckenweise wenig Sinn. Ich hatte vor einiger Zeit eine kleine Doku hier gepostet, die es bei ARTE zu sehen gab. Leider ist sie schon weg. Man muss wissen, dass sie die erste Frau war die zu einer Zeit, in der es weder Fernsehen noch Film gab, ein Weltstar wurde. Es dreht sich hauptsächlich um die Liebesbeziehung der beiden Hauptakteure. Das birgt zum einen die Gefahr kitschig zu werden, wurde es aber gottlob nicht. Zum anderen ist es sehr spärlich nur davon zu erzählen, denn diese Frau war wesentlich mehr als das. Der Film wird sicherlich Preise für die darstellerische Leistung bekommen, aber von der Geschichte her finde ich ihn ein wenig schwach.

Zweiter Weihnachtsfeiertag: Schüttelfrost und Kratzen im Hals

Die Überschrift sagt schon, dass nicht so sehr viel zu berichten gibt.

Ich erwachte am Morgen leicht schüttelfrostig mit einem Kratzen im Hals. Ach nee, nicht schon wieder! Was hab ich gestern denn getan, dass das jetzt wiederkommt?

Wir hatten aber beschlossen, einen kleinen Ausflug nach Bayonne zu machen. Im Frankreich gibt es ja keinen zweiten Weihnachtstag.

Doch das Wetter war dort noch ekliger als in Saint Jean. Es war so feucht kalt, dass es so sofort in die Knochen zog. Wir blieben nicht lange. Die D. kaufte sich ein Silvester Outfit. Ich kaufte Seife auf Vorrat, weil es dort einen Laden mit meinen Seifenstücken gibt. Da es wirklich ungemütlich war, fuhren wir kurz nach 13:00 schon wieder zurück.

Für den Rest des Tages lag ich dann viel in der Horizontalen.

Weihnachten in St.Jean-de-Luz

Nach der Völlerei vom Vortag war etwas Leichteres als Kost angesagt. Und um ganz ehrlich zu sein; Weihnachten, war mit dem Abend davor für mich bereits erledigt.

Den Morgen ließ ich sehr langsam angehen.

Gegen Mittag machte ich einen Spaziergang zur St. Barbe.

Das Meer kerbt den Sand vom Strand und bildet wellenartige Deiche. Ich musste das mehrfach fotografieren, bis man es auf dem Foto einigermaßen sah.

Le bain de Noël. Aber nicht für mich. Brrrr.

Über Socoa riss der Himmel auf und man sah ein wenig blau.

Und in den angelegten Beeten blüht eigentlich immer was.

Am Abend gab es Raclette.

Es war lecker und der Wein von gestern passte auch dazu. Aber jetzt ist Käse erst einmal gut.

Ich hatte noch eine sehr interessante Unterhaltung mit dem Sohn der D. der mir ein paar Dinge hinsichtlich sozialen Medien erklärte, die ich nicht wusste. So ist zum Beispiel Snapchat gar nicht so aus der Mode, wie man vermuten mag. Es hängt an der Sprache. In allen französischsprachigen Ländern die soziale Plattform hoch im Kurs unter Jugendlichen. Vor allem in Frankreich ist sie sehr beliebt.

Es wurde nicht sehr spät, denn der M. und und der Sohn müssen morgen in alle Frühe los.

Heiligabend in St.Jean-de-Luz

Ein Tag, der sehr regnerisch war. Aber es ist hier nicht so schweinekalt wie daheim.

Da der Sohn der D. und der M. diesmal auch hier sind, wurde ich in der unteren Wohnung einquartiert.
Ich erwachte gegen 8:00 und hatte herrlich geschlafen.

Von gestern bleibt noch zu berichten, dass ich mit eine weitere Hemdjacke gegönnt habe von MG8, von denen ich mir zu meinem Geburtstag im September schon eine gekauft hatte. Diesmal kaufte ich sie in grau.

Nach dem Kaffee setzte ich mich in der Küche der unteren Wohnung an den hohen Tisch und schrieb das Posting von gestern fertig.

Inzwischen war der S. eingetroffen, der heute Abend auch dabei sein wird, und fing zusammen mit der D. die Kochvorbereitungen an. Ich flitze durch den Regen noch schnell zum Weinhändler und besorgte ein paar Flaschen Wein für heute und morgen. Das Wetter war gruselig, aber es ist nicht so kalt hier wir in Luxemburg.

Am Nachmittag wagten wir noch einmal ein kleine Runde durch die Stadt, wobei dieses Bild entstand, das ich für die Glückwünsche an alle sendete.

Der gedeckte Tisch:

Der Wein:

Ich musste den Aufkleber der Flasche ablichten, denn der Wein war eine Sensation.

Die Straße mit Deko:

Wir aßen, redeten und tranken bis spät in die Nacht, bis es nicht mehr ging und wir alle kurz nach 1:00 vor Übermüdung und Überfressung ins Bett fielen.

Von Luxemburg nach St. Jean-de-Luz

Ich wurde gegen 2:00 Uhr in der Nacht wach und musste aufs Klo. Irgendetwas stimmte nicht. Es fühlte sich alles so wattig an, als ob die Welt eingepackt worden wäre. Der Blick aus dem Wohnzimmerfenster überraschte mich demnach nicht:

Schnee, und das nicht zu knapp. Mir egal, ich sollte in drei Stunden weg sein.

Ich hatte ein Taxi geordert. Ich wollte nicht durch den Matsch bis zur Tram laufen, denn gegen 6:00 begann es zu regnen.

So irre früh war es noch ruhig auf dem Bahnhof. Im Zug schlief ich dann für eine volle Stunde noch mal ein. Das war sehr gut. Eigentlich hatte ich vorgehabt ein wenig zu schreiben, doch das könnte ich auch noch immer im zweiten Zug machen.

Im Paris kam ich dann ohne Zwischenfall von der Gare de l’Est zur Gare Montparnasse mit einem weiteren Taxi. Paris war sehr leergefegt. Es herrschte kaum Verkehr.

Der Zug war proppenvoll. Auch am Bahnhof selbst stand auf den Abfahrtsanzeigen, dass alle TGV Züge für heute voll ausgebucht wären.

Ich versuchte ein wenig zu schreiben, fand aber keine Ruhe. Es gab viel Kindergeschrei. Auch die iPods mit Geräuschminderung halfen nicht viel.

Nach Bordeaux wurde es ruhiger im Zug. Aber ab Bordeaux fährt der Zug auch langsamer und nicht mehr mit 300 km/h.

Spätestens ab Dax wurde ich hibbelig weil es mir dann zu lange dauert.

Und dann:

Ein Bûche de Noël aus Eiscreme von Bargeton.

Auf dem Foto sieht es nicht so aus, aber die Kugeln am Christbaum sind schon sehr rosa.

Am Abend ging es dann gemeinsam in den Suisse. Ein Restaurant das aus mehreren kleineren Units besteht. Es gibst die Brasserie, das Restaurant und ein Art Häppchen Restaurant. Die D. hatte einen Tisch im Restaurant bestellt. Es gab Sole für alle. Ein herrlicher Fisch. Leider keine Fotos.

Es wurde nicht sehr spät, zumindest nicht für mich, den war von der langen Fahrt und dem vielen Nichtstun und im Zug sitzen, doch sehr platt.

Der letzte Tag

Es gibt sie noch, die kleinen Wunder. Als ich am Morgen erwachte, fühlte ich mich pudelwohl. Mein Körper hatte in der Nacht die ersten Erkältungszeichen weggeschwitzt.

Aufgestanden, Kaffee, Vitaminshake und das Internet leergelesen. Das Posting vom Vortag hochgeladen und im Anschluss unter die Dusche.

Den Koffer soweit fertig gepackt:

Am Abend holten die A. und ich unser Treffen nach. Wir gingen zum Weihnachtsmarkt, der sich auf der Königswiese befindet. Ich vergesse den immer wieder, weil er nie auf meinem Weg liegt. Dort steht auch die Schlittschuhanlage.

Von weitem sieht man die Beleuchtung durch den Park.

Es herrschte eine ziemlich ausgelassene Stimmung dort. Wir aßen eine Tariflette mit einem Glas Wein. Wir blieben aber nicht zu lange, denn die Kälte und die Nässe zog mir in die Knochen. Zudem muss ich morgen früh sehr früh raus.

Eiskalt

Ich bekam erst am Samstagmorgen mit, was am Freitagabend auf dem Weihnachtsmarkt in Magdeburg passiert ist. Ich war erschüttert. Ich las nicht in allen Medien nach was passiert ist, es reichte mir dass einer mich drüber informierte und mir zusätzlich all die Kommentare der Schreihälse lieferte, die diese Schreckenstat zum Anlass nahmen, ihr Gift zu verspritzen. Diese Schreihälse sind für mich fast noch abstossender, als der Täter selbst.

Gegen 14:00 zog ich los und machte ein paar letzte Besorgungen für die Reise am Montag. Die Stadt war brechend voll mit Menschen. Ich huschte kurz im Friseurladen vorbei da ich Pumpspray brauchte. Dann traf ich den L., ein Arbeitskollege den ich lange nicht gesehen hatte. Da wir beide Zeit hatten, gingen wir auf einen Kaffee ins Renert. Es gab seh viel Interna zu erzählen von beiden Seiten.

Wieder auf dem heimweg, fing es an zu regnen und mir wurde eiskalt. Zuhause drehte ich die Heizung höher. Ich hatte leichten Schüttelfrost. NEIN! Bitte nicht jetzt! Einen Tag vor der Abreise kann und will ich nicht krank werden. Ich sagte der A. ab, ließ eine Wanne voll laufen mit sehr heißem Wasser und nahm ein Erkältungsmittel. Eingepackt in zwei Schlafanzüge unter zwei Daunendecken ging ich ins Bett.

An Schlafen war jedoch noch nicht zu denken. Ich schaute mir auf den Tablet zwei Folgen von Top of Lake auf Arte an, die Krimiserie von der ich dachte, ich hätte sie vor über zehn Jahren ganz gesehen, als sie rauskam, doch ich hatte keine Erinnerungen daran.

Irgendwann schlummerte ich weg.

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Kennt ihr Andr3w, der in Lettland Menschen im Zug unaufgefordert zu Essen einläd?

Wuschel, wuschel und gut

Ich erwachte relativ früh, weil ich die Wohnung noch aufräumen wollte, da Meisterin Propper für 11:00 Uhr ein Stelldichein vorgesehen hatte. Zugegeben, ich hatte mit dem Wecker ein wenig nachgeholfen…

Pünktlich um 11:00 war ich aber raus, denn ich hatte ein Termin beim Friseur.

Der J.-P. schnitt die Haare zwar wie gewohnt, stylte sie aber anders:

Ja, mit der Oberlänge kann man das machen. Ich finde es gar nicht so schlecht, denn das tägliche Stylen reduziert sich damit nur noch auf wenige Sekunden. Wuschel, wuschel und gut! Ich hatte sogar in den letzten Tagen überlegt, ob ich nicht mal was ganz anderes mache. Zu Beispiel mit der Haarschneidemaschine einmal drüber mit dem 5 Millimeter Aufsatz…

Mittagessen gab im Renert. Ein kleines Chicken Curry. Passte perfekt zum Freitag. Leider kein Foto.

Als ich zu Hause ankam, war Meisterin Proper immer noch am Besenschwingen. Sie sollte in der Nacht noch mit ihrem Mann fast 2000 km zurücklegen um zur Familie zu fahren. Sie fühlte sich aber nicht sehr wohl, weil eine Erkältung im Anmarsch ist. Ihr war kalt obwohl meine Wohnung ist eh immer ordentlich geheizt ist. Ich versorgte sie mit einem glühend heißen Tee und ich rieht ihr, denn so heiß wie möglich zu trinken zusammen mit einer Packung Lemsip. Eine halbe Stunde später fühlte sie sich schon um Längen besser. Ich gab ihr noch eine Packung von dem Zeug mit für unterwegs.

Für den Abend hatte ich angedacht, eine Runde um die Häuser zu ziehen, wie man das früher sagte. Doch mit kürzesten Tag im Jahr der ja Samstag bevorsteht, hatte ich um 17:00 schon keine Lust mehr irgendwas zu tun.

Ich las, hörte und schrieb Dinge. Ich hörte auch ein paar Podcasts aus der Serie Zeitzeichen, die ich die letzten Tage verpasst hatte und einer davon möchte ich hier vorstellen. Es ging dabei um die Königin Christina von Schweden. Ich wusste nicht, dass sie eine queere Ikone ist.

Queere Ikone, die Europa schockierte: Christina von Schweden

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Lesley Jones und Drew Barrymore. Mir erging es fast genau wie Drew.

Tagesfrage & Musik

Ich fange gleich mal mit der Tagesfrage an, weil sie zum Tag passt.

Was war die letzte Aktivität, die du zum Spaß gemacht hast?

Die Aktivität an sich war schon zum Spaß, aber nicht nur. Da die Kopfschmerzen gestern den Tag vereitelt hatten, zog ich heute los und ging eine große Runde schwimmen und anschließend in die Sauna. Die Schwimmbewegungen taten mehr als gut und mein Rücken hörte mit Zwicken auf. Beim Saunagang beließ ich es bei der Dampfsauna, mit der ich meistens anfange und anschließend nehme ich eine andere, trockene mit höheren Temperaturen. Zwischendurch setzte ich mich in das schöne Kaffee und trank einen sogenannten D-tox Saft mit viel Ingwer und Möhren und noch ein paar Dingen, ich glaube, es war auch Kurkuma mit dabei. Am Abend fahr ich unschlüssig, was ich tun sollte. Einerseits hatte ich Lust auf chinesische Küche, andererseits wollte ich nicht wieder Geld für ein Restaurant ausgeben. Zudem ist es unsinnig jetzt noch viel für den Kühlschrank einzukaufen, da ich ab Anfang nächster Woche eh nicht mehr da bin. Ich kaufte Käse und einen frischen Salat und machte mir zwei Croque, Monsieur mit einer großen Schüssel Grünzeug.

Zur Abend Unterhaltung schaute ich mir den Livestream von Emily D. Baker an. Ich verlinke sie eigentlich recht wenig. Emilie ist eine Ex-Staatsanwältin und berichtet über aktuelle Fälle, die vor Gericht verhandelt werden, die immer etwas Spektakuläres haben, oder zumindest eine etwas seltsame Begebenheit. Sie ist zum Beispiel noch immer an dem Riesenskandal dran wo der Schadensersatzanwalt Thomas Girardi die ganzen Gelder seiner Klienten durchbrachte. Es waren viele Millionen. Sie berichtete auch über das tragische Ende der Kamerafrau auf die der Schauspieler Alec Baldwin schoss, weil seine Waffe unabsichtlich scharf geladen war. Herr Baldwin kam aber wegen einem groben Verfahrensfehler seitens, der Sonderermittlerin der Staatsanwaltschaft, ohne Verfahren davon.

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Ich hatte letztens ein Video verlinkt über Faithless und ihren Riesenhit Insomnia. In der gleichen Serie fand ich noch mehrere Videos, über alte Klassiker des Dancefloors. Interessant ist, dass ich bei Ultra Naté immer noch weiß, wo ich das zum ersten Mal gehört habe. Es war im Conquest, einer Bar die es schon sehr lange nicht mehr gibt. Alles tanzte und sang laut mit.

Interessant, fand ich auch die Geschichte von Robin S. die ihren Song zu Anfang gar nicht mochte. Show me Love. Dabei war das ein Lied bei dem ich nie stillsitzen konnte.

Beobachtungen

Ein etwas seltsamer Tag, der sehr positiv startete, dann aber durch den steilen Temperaturanstieg bis zu fast 10 Grad hoch, Kopfschmerzen verursachte. Ich plante demnach um und legte mich für eine Weile hin, was recht gut tat, den anschließend fühlte ich mich besser.

Am Abend hatte ich keine Lust zu kochen und überlegte, wo ich schon länger nicht gewesen war. In der Skybar! Der Chefkoch Renaud war leider nicht da. Schade, ich hätte ihn gerne ein letztes mal gesehen für dieses Jahr.

Das Essen war wie immer hervorragend,

Ein Espresso Martini
In Kohl (der nicht kohlig schmeckte) gerollter Hummer auf Waffel.
Ein Klassiker: Filetsteak mit Bearnaise.
Ein Reistörtchen mit dunklem Boden und viel Vanille.

Dazu gab es ein Glas Riesling von Schmit-Fohl.

Und während ich da saß, machte ich eine Beobachtung.

Mir gegenüber saß ein Tisch von 11, die wahrscheinlich von Chef zum Weihnachtsessen eingeladen worden waren. Der Chef saß oben am Tisch. Es war nicht richtig auszumachen ob es die gesamte Belegschaft war oder nur ein Teil davon und er der Abteilungsleiter. Ich fragte mich in welcher Branche sie arbeiten. Vom Look her war es nicht auszumachen. Es hätten Dachdecker sein können oder Vertreter für Sicherheitssysteme im IT Bereich. Man merkte aber, dass alle etwas gezwungen wirkten. Die Stimmung war seltsam. Zudem sah man dass, die Tischordnung ( es gab keine, denn ich sah ja wie sie reinkamen) nicht optimal war. In der Mitte auf der Bank saß ein Mann, der sich immer wieder versuchte links oder rechts von ihm in ein Gespräch miteinzuklinken, doch es ging nicht. Er starrte schließlich vor sich hin. Als dann die Vorspeise kam und der erste Alkohol floss, löste sich die Stimmung.

Nun könnte man mir vorwerfen, warum ich die ganze Zeit mit meinem Blick auf dem Tisch gegenüber hing. Ich hatte wohl etwas zum Lesen mitgebracht, aber keine Lust dazu. Ich kam zu dem Schluss, dass ich Weihnachtsfeiern, wenn ich denn fest in einer Firma arbeiten würde, partout ablehnen würde. Ich gehe sogar soweit, zu sagen, dass sie der Arbeitszeit angerechnet werden müssten, wenn es eine, halbwegs von oben herab diktierte Zwangsveranstaltung ist. Es ist und bleibt noch immer meine Entscheidung, ob ich ein Teil meiner freien Zeit mit dem Rest der Belegschaft verbringen will oder nicht.

Nun bin ich ja seit etlichen Jahren mein eigener Herr und habe auch keine Ahnung, über was ich da rede, weil ich nie in einem großen Beitrieb fest gearbeitet habe. Wenn, dann war das immer nur Projektbedingt. Doch ich weiß, dass Premierenfeiern im Theater etwas ähnliches sind und ich die auch versuche sehr kurz und knapp zu halten.

Als ich dann am Ende die Rechnung bekam, erschrack ich ein wenig. Ich hatte nicht so sehr auf die Preise geachtet. Aber auch hier haben sie massiv angezogen… huch!

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The Silent Letter Day

Ein Foto vom anderen Ende der Welt

Der H. aus Australien schickte mir ein Foto von Melbourne:

Vor fast drei Jahren war ich zum letzten mal dort. In dem Zusammenhang wollte ich auch hier einen Text festhalten, den er mir schon letzte Woche schickte. Es geht um das Schwimmbad in seinem Viertel, das es schon sehr lange gibt, doch es war zu einem Zeitpunkt gefährdet abgerissen zu werden. Um diesen Pool ranken sich mehrere Geschichten. Ich war mehrfach dort.

Die ganze lesenswerte Geschichte könnt ihr hier unten nachlesen. Es ist ein pdf aus The Age.

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Die Geschichte einer Tanzhymne, die mich heute noch tanzen lässt. Faithless – Insomnia.

Ich hatte Faithless einmal in Luxemburg gesehen im Atelier und der Saal tobte. Letztens musste ich aber bei einer Diskussion feststellen, dass viele Jüngere das Lied gar nicht mehr kennen, obwohl DJ Avicii den Song später noch einmal richtig aufgemotzt hat.

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Außer einer Schwimmrunde in der Therme in Strassen war am Dienstag nichts, was der Rede wert gewesen wäre. Das Wetter war wie gewohnt eine kaltnasse Zumutung. Zudem kam am Abend so dichter Nebel auf, dass ich das Gefühl hatte in London zu leben, als das Industriezeitalter losging.

Sonntag und Montag

Ich lege beide Tage zusammen, da ich den Tagen hinterher hinkte. So war ich am Montag fest davon überzeugt, dass es erst Sonntag wäre. Das hatte aber damit zu tun, dass ich am Sonntag dienstlich beschäftigt war, und das schon früh am Morgen. Die M.I.L. asbl hatte ein Weihnachtskonzert am frühen Nachmittag, mit dem Chor der Demenzpatienten. Ich hatte schon einmal darüber berichtet.

Ich verabschiedete den Besuch am Sonntagmorgen zeitig, denn ich musste auch beizeiten losfahren. Kurz vor Mittag kam ich in Erpeldange in der A.L.A. an. Es war schön, ein paar der alten Gesichter wieder zu sehen. Aber es gab auch viele neue. Das ist so in dieser Branche. Mich erschreckt es immer wieder, wenn ich Chormitglieder dabei habe, die an einer Demenz erkrankt sind und jünger sind als ich, manchmal sogar wesentlich jünger. Was ich zum Beispiel lange nicht wusste, es gibt auch eine Demenz, die der Alzheimer Krankheit sehr ähnelt, aber eigentlich eine genbedingte Demenz ist.

Fotos habe ich keine gemacht. Es ist auch immer schwierig, gerade in diesem Bereich könnten Fotos schnell jemanden bloßstellen, der das nicht will.

Gegen 16:00 Uhr fuhr ich zurück und war zu Hause, bevor es dunkel wurde. Ich war restlos erledigt, obwohl die Arbeit nicht aufwändig oder schwierig gewesen wäre.

Während der Fahrt hin und zurück hörte ich ein Podcast von Vicky Baum / Es war alles ganz anders Teil1 Sehr schön vorgelesen.

Am Abend zappte ich noch ein wenig im Fernsehen herum, fand aber nichts was mich fesselte und lag beizeiten flach.

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Der Montag begann mit leichten Kopfschmerzen die sich aber bald als leichte Migräne herausstellen sollten, da ein Teil der Anzeichen vorhanden waren (Gerülpse und Lichtempfindlichkeit). Ich begann den Tag also langsamer als sonst. Zudem fühlte sich alles wie ein Sonntag an.

Ich arbeitete die letzten Dinge am Rechner ab für dieses Jahr, so gut es eben ging, betätigte die Waschmaschine und legte ich mich dann noch einmal ein Stunde hin.

Der R. rief an, den ich schon lange nicht mehr gesehen hatte. Wir verabredeten uns spontan zu einer Tasse Kaffee in Vis-à-vis. Es gab so einiges zu erzählen.

Später eine Runde einkaufen im Supermarkt, wahrscheinlich ebenfalls die letzte für dieses Jahr.

Am Abend schaute ich mit auf Arte The Worst Man In London an. Es geht um Kunst, Fälschungen und Betrug. Alles, was ich mag.

Eine Schreibidee & Besuch aus Saarbrücken

Ich hatte das Buch vorgestern bereits gezeigt.

Bei der Vorstellung hatte ich leider kein Exemplar bekommen, weil zu viele Menschen da waren und jeder eins haben wollte. Doch ich bekam eines als ich im Rainbow Center war. Der A. hat mir zudem von einem interessanten Projekt erzählt um Queere Geschichte endlich für die Forschung und Auswertung greifbar zu machen. Dabei geht es um die Kultur des klassischen Tagebuchschreibens. Man kann ein Tagebuch beim Rainbow Center bekommen, das man über Monate und Jahre hinweg füllt, um es dann später abzugeben damit es in den Archiven gelagert wird. Das bewegt sich alles im Rahmen der Anonymität und es wird kein Name preisgegeben. Ob ich Lust hätte mitzumachen, frage das A. Aber ich schreibe schon seit über 20 Jahren in mein Blog was mich bewegt und umtreibt. Zudem wird das von der Staatsbibliothek abgespeichtert. Doch ich verstand was er meinte. Im Blog habe ich Grenzen die ich nicht überschreite. Alles Intime und teilweise Zwischenmenschliche lasse ich hier ja bewusst weg, weil hier ja jeder mitlesen kann, Freund wie Feind. Aber jetzt noch ein zweites Buch anzulegen, indem alles steht was hier nicht steht, dafür fehlt mir die Geduld und die Zeit.

Nichtsdestotrotz finde ich es eine gute Initiative, für Menschen sie sich mit dem Schreiben schwertun. Wenn das Projekt durchstartet, werde ich noch einmal darauf zurückkommen. Aber jeder kann es auch für sich so schon tun.

Über das Buch der Großregion werde ich demnächst berichten, wenn ich es gelesen habe.

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Ich war sehr früh wach am Samstagmorgen. Es war noch dunkel. Die Tage der Minusgrade sind wieder da. Das Dach der Garage hinter dem Haus war fast zugefroren.

Das zweite Nachbarhaus neben meinem, hat einen kleinen Garten, der von Hohen Mauern umsäumt ist. In diesem Garten wuchs eine sehr hohe Wildnis. Vor allem Bambus. Diese gesamte Wildnis wurde entfernt und dem Boden gleich gemacht. Das ist ein bisschen schade, denn in dem Geäst saßen immer viele Vögel. Vorletzten Sommer hatte sich sogar ein Rabe in einem Gebüsch ein Nest gebaut, mit wenig Erfolg, denn die Elstern, die hier auch in größerer Zahl vertreten sind, vertrieben ihn.

Ich wurschtelte am Morgen zu Hause rum und ließ den Samstagsmarkt sausen. Es war mir eh zu kalt. Zudem war der Tag mit anderem verplant. Denn ich sollte am späten Nachmittag Besuch bekommen, der bis Sonntag bleiben sollte. Im Büro/Bibliothek/Gästezimmer baute ich das Sofa zur Schlafgelegenheit um.

… (hier ging was schief. Ein Teil des Postings fehlte. Das kommt davon, wenn man mit zwei verschiedenen Geräten postet und Teil wurde nicht abgespeichert)

Am späten Nachmittag kam dann der Besuch. Wir schlenderten durch sehr volle Stadt obwohl das Wetter absolut nicht dazu einlud. Es war feucht und kalt, zeitweise ging ein unangenehmer Wind und bisweilen schneite es auch.

Fürs Abendessen hatte ich ein Tisch im Tzukii reserviert.

Wir hatten großen Hunger und die Platten sahen sensationell aus!

Überfressen kamen wir daheim an und fielen wie die Steine ins Bett.