Dienstag und Mittwoch

Montag Abend ging es meinem Kopf so so la la. Der drastische Wetterumschwung hatte Auswirkungen und ich brauchte lange um einzuschlafen. Demnach fiel die Nacht kurz aus, da ich am Dienstag früher raus musste für eine Reportage. Cosima von Bonin. Eine recht spannende Ausstellung. Sie wird am Donnerstag im Mudam eröffnet.

Wieder zu Hause recherchierte ich noch über die Künstlerin und legte mich eine halbe Stunde hin, bevor ich wieder eine Diensterunde antrat.

Am Abend nach Generalprobe fiel ich wie ein Stein ins Bett.

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Am Mittwoch hatte man ein Unwetter angesagt, das ich gleich beim ersten Augenaufschlag schon im Kopf spürte. Ich wehrte mich sofort dagegen, denn es war nicht der Tag um schlapp zu machen. Ich sollte eine Sendungsaufzeichnung haben und das früher als normal. Ich musste fit sein, egal was es kostet. Nach zwei Stunden liegen und rummgammeln war der Schmerz soweit weg.

Die Sendung verlief gut, ich war konzentriert und brachte alles zu Wort was ich bringen wollte, ohne etwas Wichtiges zu vergessen. Uff.

Die Mittagspause verbrachte ich mit der Crew in der Grocerie du Grund. Ich habe leider keine Fotos gemacht, aber schaut euch die Homepage an. Das sieht schon sehr toll aus!

Auf dem Rückweg ging ich am Rainbow Center vorbei und schaute kurz rein, denn dort war die Ausstellung mit dem schönen Titel A Hug Is Always The Right Size fast ganz aufgebaut.

Wieder daheim legte ich mich kurz hin und schlief ein halbe Stunde fast tief und fest. Das war nicht gut, ich hätte besser gehabt es nicht r bei 15 Minuten zu belassen. Die Folge war dass ich ein wenig durch den Wind im Dienst erschien.

Es lief alles glatt bis auf eine kleine Chose, die dem Umstand geschuldet war, dass man dem ‚alten Haudegen‘, der 25 Jahre diesen Job macht, nicht für voll hält und von sich selbst denkt, man wüsste mit 25 Lebensjahren alles besser. Tja… Der Spruch ‚I told you so!‘ lag mir auf der Zunge.

Ich ließ die anschließende Feier sausen und fiel nicht wie Stein sondern wie ein Fels ins Bett.

Montag kurz und knapp

Ein Montag der mit sehr viel Sonne startete und mit viel Regen endete.

Am Morgen war viel Rechner angesagt. Es gab zu schreiben, zu lesen, zu beantworten… Das war alles so intensiv, dass ich vergaß zu essen. Kommt nicht so oft vor. Ich zurrte noch ein paar Termine fest und dann war es auch schon an der Zeit Unverblogbares zu tun. Auf dem Weg dorthin brummte der Kopf. Ja, das Wetter schlug um. Alles Dienstliche lief dann wie am Schnürchen.

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Ich erwähnte gestern kurz den neuen Film Joker „Folie à Deux“ Nach dem Lesen dieser Kritik im New Yorker, denke dass ich ihn mir nicht ansehen werde.

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Via die D: Das Lederhosenkartell. Ein Podcast für alle, die das Oktoberfest lieben oder hassen, oder wie ich, noch nie dort waren. Ich habe jetzt die ersten drei Folgen gehört und bin sehr angetan, weil man so manches Hintergrundwissen die großen Player der Wiesn erfährt.

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Wusstet ihr schon…? Nashörner sind eigentlich Einhörner, die sich haben gehen lassen und ihre Figur ist aus dem Ruder gelaufen.

Sonntag mit Vide Grenier & Ausflug

Eine sehr gute Nacht. Fast neun volle Stunden durchgeschlafen. Ein wenig rumgegammelt und das WMDEDGT Posting vom Vortag fertiggestellt. Das war eine gute Übung hinsichtlich der Ausführlichkeit, obwohl, wenn ich ihn jetzt lese, könnte noch ein wenig detailreicher sein.

Es war „vide grenier“ Sonntag. Ich war schon lange nicht mehr auf einem. Also überlegte ich nach was ich suchen könnte, das ich bräuchte. Eine neue Seifenschale auf der Ablage in der Dusche. Die zwei die jetzt dort stehen, sind zwar wunderschön und passen gut aber sie sind aus Eisenguss und fangen an zu rosten. Schon bei Kauf war mit klar, dass das irgendwann passieren würde.

Mir war nach drölfzig Ständen durchforsten klar, dass man nicht mit einer fixen Idee auf so einen Flohmarkt gehen darf. Ich würde es eh nicht finden.

Also setzte ich mich im Renert auf die Terrasse, blieb aber nicht lange, weil ein unangenehmer Wind aufkam. Ich schaute nach was im Kino lief, aber es war nichts was mich vom Hocker gehauen hätte. Der neue Joker oder Beetlejuice liefen erst um 20:00 Uhr. Also ging wieder heim mit einem kleinen Umweg.

Es herbstelt schon sehr. Der Sommer war viel zu kurz…

Dieses komplette Outfit von Brunello Cucinelli gefiel mir schon sehr. Zusammengerechnet zum Schnäppchenpreis von 12.415€. (Die drei Teile die sonst noch im Schaufenster lagen, nicht mitgerechnet)

Bei Chanel fand ich das Foto im Hintergrund sehr schön.

Ich ging am Vauban Museum vorbei und rätselte, ob ich mir die Ausstellung Im Goldenen Licht schon angesehen hatte. Nein, hatte ich noch nicht. Es ging um holländische Maler aus den 17. Jahrhundert die alle Italien bereist hatten. Alles sehr naturbezogen und romantisch. Interessant war auch, dass viele Bilder nur ihrem Malstil und Pinselstrich nach, den einzelnen Malern zugeordnet werden konnten. Aber mit Sicherheit kann man es nicht sagen. Aber es sind schon ein paar sehr schöne dabei. Absolut sehenswert auch immer die permanente Ausstellung. Die Marmorbüsten unten gehören dazu:

Vor der Haustür beschloss ich dass ich doch noch etwas anderes sehen wollte, denn es war erst kurz nach 14:00 Uhr.

Ich fuhr in die Alte Heimat. Es ist die einzige Ecke die mir einfällt an der Sonntags zumindest irgendetwas geöffnet ist.

Es gibt dort, und das hatte ich schon das letzte mal entdeckt, eine kleine Weinbar mit dem Namen Mistral, mitten in der Fußgängerzone. Man sitz ein wenig sehr mittendrin. Aber um Studien am Mensch zu betreiben, ist es ideal. Zwischendurch schrieb schon hier vor.

Und als ich so vor mich hinschieb, wurde mir bewusst dass wir schon Oktober haben und es langsam Zeit wird, die Fotos für den Rückblick auszusuchen. Der jährliche Aufruf geht inzwischen in seine vierte FÜNFTE Runde! Da ich mein Blog immer vollstopfe mit Fotos ist die Auswahl von zwei Fotos pro Monat immer heikel.

Ich sah dass das Philo’soff geschlossen ist. Man hat, so erzählte man mir, den Betreiber per Gerichtsvollzieher vor die Tür gesetzt. Ups!

Ich kaufte zwei neue schwarze Hosen im Herrenladen meines Vertrauens. Ich hatte die letzten Tage festgestellt, dass ich nur noch eine habe, die zudem auch noch löcherig ist. ich kann dienstlich auch eine blaue Jeans anziehen, aber schwarz ist immer besser. Zudem erzählte mir der Besitzer, dass er auch bald schließen wird. Und damit geht eine weitere Ära zu Ende… Ich habe all die Jahre immer dort eingekauft, seit der Eröffnung des Ladens.

Wieder daheim, sah ich mir eine Komödie von Maggie an.

WMDEDGT mit Fotos

Na los! Da ich heute ausnahmsweise mal daran gedacht habe, mache ich auch seit langem mal wieder mit. Zudem ist heute ein Tag, der nicht mit dienstlichem Zeug gekrönt ist. Was Machst Du Eigentlich Den Ganzen Tag ist ein Aktion von Frau Brüllen.

Ich stand verhältnismäßig spät auf. Ich hatte gut und lange geschlafen. Draußen schien die Sonne.

Gegen 11:00 Uhr hatte ich einen Termin mit einer Bekannten. Da dies aber ein Termin sehr privater Natur war, kann ich hier nicht darüber schreiben. Nur so viel. Es ging um Krankheit, um Heilung und um Haare.

Gegen Mittag nahm die Bekannte mich mit in ein Restaurant in in ihrem Viertel. Bo Zai Fan ist ein kleines, asiatisches Restaurant, das sich vor allem auf Dumplings spezialisiert hat.

Es waren bis dato die besten die ich je in Luxemburg gegessen habe. Wow!

Im Anschluss ging ich einkaufen. An einem Samstagnachmittag gestaltet sich das schwieriger als gedacht. Ich wollte nirgendwohin, wo die Menschenmenge tobt. Also entschied ich mich für die Concorde. Der große Supermarkt dort hat ja vor kurzem den Besitzer gewechselt und und gehört nun der E. Leclerc Kette. Ich kaufte alles ein für den grünen Schackshuka, den ich gestern erwähnt hatte. 

Im Tiefkühlregal, fand ich etwas Neues:

Nutella Eiscreme von der Marke selbst. War das lecker? Nein, nicht so richtig. Es ist Schoko Eiscreme, die oben mit einer Nutellaschicht überzogen ist, die im Tiefkühler steinhart wird. Muss ich nicht noch einmal haben. Draußen schien immer noch die Sonne, und sie ließ sich nicht von der großen schwarzen Wolke beirren.

Am Abend war ich mit dem J. verabredet. Ich sah ihn das erste Mal seit St.Jean wieder. Wir waren im Dipso zum Aperitif verabredet. Ich war schon sehr lange nicht mehr dort gewesen. Für mich gab es ein Glas Pinot Gris.

Wir probierten anschließend ein neues Restaurant aus, das ist vor wenigen Monaten eröffnet hat. Es hatte die Geschäftslokale übernommen, in denen ich vor acht Jahren meinen 50. Geburtstag feierte. Im Annexe. Jetzt heißt es Chinchin und ist ein asiatisches Restaurant. Es ist lecker, aber auch sehr teuer.

Vier kleine Vorspeisen zum teilen, zwei Hauptgänge, ein Dessert und zwei Gläser Wein für zwei Personen schlugen insgesamt mit 145 € zu Buche! Peng!

Einen letzten Absacker gab es im Renert. Ich fror ein bisschen und war froh, als ich zu Hause ankam.

Sommernachtstraum, ein paar Fotos & die Lieblingsband mit 16

Ein freier Donnerstag der aber nur so halb einer war. Dienstlich zog ich um in ein anderes Gebäude. Das ist meistens so. Wenn etwas Neues kommt, muss ich umziehen. Meine Aufträge sind selten hintereinander im gleichen Haus.

Am Abend hatte ich Karten für ein Stück, das vor zwei Jahren das erste mal lief, das ich aber damals nicht gesehen hatte. Shakespeares Sommernachtstraum auf französich. Le songe d’une nuit d’été. Schön daran war, dass das Ganze in eine Diskothek verlegt wurde. Das Studio des Grand Théâtre wurde umgemodelt und die große Zuschauertribühne kam komplett raus. Dabei entstand ein riesige Tanzfläche mit Poledancing und allem was sonst noch benötigt wird.

Fotos aus dem Programmheft

Es war eine großartige Show von zweieinhalb Stunden. Ich bin froh dass ich sie doch noch zu sehen bekam.

Ein Foto wollte ich noch zeigen von meiner Kochkunst und weil ich das Gericht im Moment sehr mag und es einfach schnibbeln und schichten und den Ofen schieben ist.

Ein Briam frisch aus dem Ofen. Ich schaffte ihn zur Hälfte.

Hier noch ein Gericht was ich mit Video verlinke, weil mich das sehr angesprochen hat und ich das am Sonntag wahrscheinlich nachkoche. Ein grüner Schakschuka mit einem Blech voll Reibekuchen.

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Der Freitag dann war einerseits dienstlich endlich ein Lichtblick. Es gab einen sauberen Durchlauf der dann endlich einiges klärte.

Am Abend ein wohlverdientes Twisted Cat:

Ach ja, da wäre noch eine Frage die ich in einem Thread fand:

Da musste ich erstmal die Hitparade aus dem Jahr googeln und fand dann auch sofort die Band. Yazoo! Die waren schon groß!

Nochmal zwei Tage

Am Morgen eine größere Einkaufsrunde im benachbarten Ausland. Ich musste Dinge für den Haushalt kaufen. Dann gab es noch ein paar Dinge am Rechner, die zu erledigen waren. Und sehr viel mehr war am Dienstag nicht.

Am Abend schaute ich mir einen Film an, von einem Roman, der in den achtziger Jahren über Wochen und Monate auf Platz 1 in der Bestseller Liste der Belletristik stand. Die Muschelsucher von Rosamunde Pilcher. Das Buch wurde mehrfach verfilmt, doch ich fand eine auf YouTube mit Angela Lansbury in der Hauptrolle. The Shellseekers. Es war der Roman der Pilcher zum Durchbruch verhalf. Meine Großmutter konnte zu Lebzeiten nicht genug Rosamunde Pilcher Filme gucken, und es war schon fast wie ein heiliger Akt, dass sie sich jeden Sonntagabend im ZDF ein Rosamunde Pilcher Film anschaute. Mir war das alles zu seicht. Da in diesem Film aber Angela Lansbury die Hauptrolle übernahm, war ich neugierig.

Ich muss gestehen, dass ich den Film gar nicht so schlecht fand, aber dazu hat auch Lansbury viel beigetragen. Alle anderen Charaktere sind sehr eindimensional.

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 Als ich am Mittwochmorgen erwachte, merkte ich sofort, dass etwas nicht stimmte. Es kündigte sich eine Migräne an und zwar eine von der schlimmen Sorte. Eine halbe Stunde später merkte ich, dass ich Symptome hatte, die ich davor noch nie hatte.  Wenn ich sonst Migräne habe, wird mir immer schlecht aber nie so schlimm, dass ich mich tatsächlich übergeben müsste. Diesmal hing ich über dem Waschbecken und würgte. Aber es kam nichts, da ich ja noch nichts im Magen hatte. Ich schluckte eine erste Pille, legte mich eine Weile hin und hoffte auf Besserung. Nach einer Stunde jedoch merkte ich keinen Unterschied. Also würgte ich noch einmal 1000 mg Paracetamol hinunter und betete, dass sie bitte schön drin bleiben und ich sie nicht ausspeien müsste. Kurz vor Mittag war ich dann endlich bereit aufzustehen und den Tag zu begehen.

Ich fragte mich später, warum ich in letzter Zeit wieder mehr Migräne habe? In meinen Dreißigern und Vierzigern hatte ich sie häufig. Dann lies es nach und ich hatte überhaupt keine mehr. Meine Wetterfühligkeit mit Kopfbrummen ist nicht das gleiche. Seit ein paar Monaten jedoch und man kann es im Blog ja sehr schön nachlesen, treten sie wieder verstärkt auf, vor allem am Morgen, was sonst nie der Fall war. Ich frage mich, ob das mit der Andropause zu tun hat?

Ich traf mich mit der D. im Renert und bestellte Mittagessen. Es gab einen Renert Swiss Burger. Sehr gut aber eine gewaltige Portion.

Anschließend fuhr ich zum Optiker denn ich hatte ein Glas aus dem Sonnenclip verloren. Er setzte mir ein neues ein.

Und dann war es schon wieder an der Zeit um dienstlich anzutreten.

Uff, was für ein Tag.

Zwei Tage

Die Temperaturen sind ganz schön den Keller gerutscht. Aber ich weigere mich die Heizung schon anzumachen. Noch haben wir September.

Am Sonntagmorgen ging es mir eigentlich ganz gut. Nur die Nase war etwas zu und ich merkte dass ich den Großteil der Nacht durch den Mund geatmet hatte. Nun ja…

Ich wurschtelte etwas daheim umher und sah nochmal alle Termine für nächste Woche durch, den die wird nicht besser werden als diese Woche.

Eine Vorstellung am Nachmittag, die gut von statten ging, ohne Zwischenfälle.

So sieht das übrigens hinter der Bühne aus. Es ist stockfinster und schmal, mit nur sehr wenig Licht. Die Pfeile am Boden sind dafür gedacht, dass man die Ein- und Ausgänge findet ohne dass man irgendwo anrempelt.

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Der Montag, dann war von einer Tristesse, die fast nicht zu übertreffen war. Es war unentwegt grau, und es regnete und regnete und regnete…

Ich las im Blog bei der Kaltmamsell über ihre Wanderwege auf Mallorca und freute mich über die schönen Fotos. Inzwischen kann ich gut nachvollziehen, wenn Leute sich bei mir im Blog bedanken über meine Reiseberichte, denn irgendwie reist man ja mit.

Am Abend hatte ich eine Verabredung mit dem Damen Trio aus den Neunzigern. Wir hatten uns schon eine Weile nicht mehr gesehen und da es an einem Montag war, und sehr viele Restaurants geschlossen sind, fiel die Wahl auf eines, dass ich nicht besonders mochte. Das Sazio. Zugegeben, der Ort ist schön und auch im Sommer ist die Terrasse eine Wucht. Aber das was aus dem Tellern ist, ist überteuert und nicht lecker.

Ich hätte Pasta mit Ragu, die Pasta war mir ein Ticken zu sehr aldente und das Ragu war zäh. auch der eine Kellner war mir etwas zu überdreht. Er dachte, er sei lustig, war er aber nicht. Auf dem Weg zurück machte ich noch ein Foto vom Cercle Münster.

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Kris Kristofferson ist gestorben. Ich war ihm einmal in meinen Cannes Jahren, als ich noch nicht bloggte, begegnet. Damals noch zusammen mit der F., die mich immer mitnahm und deren Rollstuhl ich durch die Gegend schob. Er blieb nach der Filmvorführung im Foyer bei uns stehen und machte der F. ein Kompliment über den knallbunten Rollstuhl, der damals ein echter Hingucker war und gab uns die Hand. Ich kann mich erinnern, dass er einen sehr festen Händedruck hatte. Der Rollstuhl war überhaupt mehrfach der Grund dass wir dort immer wieder angesprochen wurden. Den Film den wir gesehen hatten, war Lone Star.

Einkäufe & hüsteln

Wie der Samstag war, fragte ich mich am Sonntag, kurz nachdem ich aufgestanden war. Tja,… Es war der erste Samstag an dem ich auf den Wochenamrkt ging. Ich kaufte ein Walnussbrot, vom Eifler Bäcker dass mir aber, das kann ich jetzt sagen, nicht schmeckte. Doch das Dinkeltürmchen, das ich sonst nehme, war nicht mehr da, da ich zu spät losgekommen war.
Beim Renert war die Strimmung angenehm und ich sah seit langem den Y. vom Renert Social Club wieder. Es gab so einiges zu erzählen. zwischendurch kamm die Sonne heraus und wärmte, denn es war kühl und feucht.

Anchließend fuhr ich zum Bahnhof, weil ich wissen wollte, warum ich keinen Zugticket für Weihnachten kaufen kann, denn offensichtilich sind die Slots für die Feiertage schon geöffnet. Aber noch nicht für jederman wie es scheint. Frankreich fängt da eine Manie an zu entwicklen, alles was aus dem Ausland kommt oder damit zu hat, zu benachteiligen, die mir gar nicht gefällt. Ich lass den Satz jetzt ganz provokativ so stehen, wenn er falsch ist, ich lasse mich genre eis Besseren beleheren.

Wieder daheim befiel ein ganz leichter Schüttelfrost und ein Niesanfall. Ich werde doch nicht etwa…? Doch, ich werde! Jetzt da ich es schreibe, kann ich es bestätigen. Halsschmerzen und trockner Husten. Nein, nicht das was alle denken, das habe ich schon getestet. Und damt blieb ich den Rest das Tages häuslich.

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Manchmal, aber immer selterner kucke ich noch in mein altes Twitter Konto. Dort fand ich von Danny Lee Wynter einen wunderschönen Nachruf auf Maggie Smith und eine kleine persönliche Geschichte.

Hornisse & Premiere

Am späten Nachmittag vom Vortag hatte ich sie bereits auf dem Balkon gesehen:

Eine asiatische Hornisse. Eine invasive Art. Sie hatte den gewaltigen Regensturm vom Tag davor überlebt und saß am Morgen auf dem Sims. Ich überließ sie ihrem Schicksal, denn es war recht kühl, und sie bewegte sie sich kaum noch. Ich hätte mit dem Pantoffel draufhauen können, doch andererseits könnte sie auch eine Mahlzeit für einen Vogel sein. Ich ließ sie in Ruhe.

Gegen Mittag zog ich los, denn ich hatte Einkäufe zu besorgen. Doch zuerst Mittagstisch im Renert. Kniddelen à la provencale. Sehr lecker, leider kein Foto. Da seit ein oder zweit Tagen auf der Fiederwäissen raus ist, probierte ich ein kleines Glas. Er schmeckt leider sehr gut. Ich bin einmal reingefallen und danach nie wieder.

Danach war eine Premiere angesagt.

Die Bühne war diesmal sehr fotogen. Ich nutzte die Gelegenheit und schoß einige Fotos als niemand im Saal war.

Es lief alles glatt und morgen habe erst einmal einen Tag frei.

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Nachtrag: Ich las mit Bestürzung, dass Maggie Smith verstorben ist. In den zwei oder drei Nachrufen, die ich las, würde ich ein wenig sauer, dass sie immer nur wegen der beiden Rollen in Harry Potter und Downton Abbey erwähnt wird. Das waren wahrscheinlich die bekanntesten Filme, die sie gemacht hat aber bei weitem nicht ihre besten. Sie hat so viele schöne tolle Filme gedreht, hier nur ein paar zur Auswahl. The Lady in the Van. Ladies in Lavender. Travels with My Aunt und nicht zuletzt Room with a View wo sie die legendäre poor poor Charlotte spielt. Ich habe sie leider nie live am Theater gesehen.

Viel Regen und ein kein Chinese King mehr

Ich blieb häuslich bis zum Abend. Ich hatte genug zu tun daheim. Ich war aus unerfindlichen Gründen sehr früh wach und stand auf. Es war nich dunkel. Doch da ich je jetzt wieder mehr Abends unterwegs bin, legte ich mich nach Bloggen und Zeitunglesen noch einmal hin.

Der Papst war da. Ich hielt mich fernab von den Trubel, den ich aber gar nicht so trubelig empfand, zumindest auf den paar wenigen Bildern die ich kurz im Fernsehen sah. Zudem regnete es immer wieder und das bisweilen sehr heftig. Er wurde ein wenig hier hin und da hin gekarrt, machte eine Spritztour im Papamobil durch die Straßen der Innenstadt, gab eine kleine Audienz fürs Fußvolk, besuchte die großherzogliche Familie, nur eine ordentliche Messe gab er keine. Nun ja… es tangiert mich sehr peripher.

Ich hingegen hatte sehr viel wichtigere Dinge zu tun, wie Wäsche waschen, Mails beantworten, und der Kaltmamsell bei ihrer Mallorca Tour hinterher zu lesen.

Am Nachmittag und Abend Dienstliches, das aber alles zur Zufriedenheit aller ablief. Zwischendurch regnete es immer wieder so heftig, dass man dachte, die Welt würde untergehen.

Das Restaurant Chinese King ist nicht mehr. Der Besitzer hatte einen schweren Herzanfall und musste schließen. Das hatte ich aber nur so am Rande mitbekommen, da ich den ganzen Sommer über nicht dort war. Ich hatte oft über ihn berichtet. Wenn ich Lust auf Chinesisch hatte, war er meistens mein Ziel. Alles, was ich bei ihm aß, fiel unter die Kategorie Comfort food. Es war nichts besonderes, aber es war immer sehr gut zubereitet und lecker. Es stimmte mich ein bisschen traurig und melancholisch, als ich mitbekam, dass er nicht mehr da war.

Vor ein paar Wochen war mir aufgefallen, dass das Interior gewechselt hatte. Jetzt ist dort ein nepalesisches Restaurant dort beherbergt. Nach Dienstschluss ging ich hin. Der Raum wirkt jetzt so anders. Er ist nicht mehr dieses, cremefarbene Ambiente,, sondern alles wurde knallorange gestrichen. Ich hatte Chicken Biryani.

Es war lecker, aber eine so gewaltige Portion, dass ich sie nicht ganz schaffte.

Viel Dienstliches und eine Tagesfrage

Ich liege noch im Bett, starre auf mein Handy und tippe den Text hier ein. So in etwa sieht es öfters aus, wenn ich hier morgens schreibe. Was war gestern? Ach ja! Ein ziemlich unverblogbarer Tag. Aber ein bisschen was geht immer.

Ich hätte mir den Wecker gestellt, den ich aber nicht gebraucht hätte. Kurz vor Mittag hatte ich einen Termin in Saarbrücken. Er war dienstlicher Natur. Dabei musste ich feststellen, dass die Tiefgarage meines Vertrauens vorübergehend geschlossen war. Nur gut, dass ich inzwischen auch andere Orte kenne, wo ich das Auto abstellen und laden kann. Während dem Termin habe ich den Kostümbildner S. wiedergesehen, mit dem ich in Bad Ischl letztes Jahr gearbeitet habe.

Den Nachmittag und Abend verbrachte ich mit dienstlichen Sachen und damit war der Tag gelaufen.

Ein Bild vom Vortag wollte ich noch zeigen:

Die Bäume an der Place du Théâtre fangen an gelbe Blätter zu bekommen. Das macht mich trübselig, vor allem, weil der Sommer dieses Jahr sehr kurz war.

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Auf welche Aspekte deines kulturellen Erbes bist du besonders stolz bzw. für welche interessierst du dich besonders?

Dafür muss ich erst einmal definieren, was mein kulturelles Erbe ist. Zudem ist auf etwas stolz sein, nicht das gleiche, wie sich dafür zu interessieren. Ich finde sogar dass das Wort Stolz hier völlig fehl am Platz ist. Meiner Meinung nach kann man nur auf etwas stolz sein, wenn man etwas selbst erschaffen hat, aber nicht auf etwas, das einem bei der Geburt in den Schoß fiel. Ihr werdet von mir nie hören, dass ich stolz bin, ein Luxemburger zu sein, denn das hat für mich einen nationalistischen Beigeschmack. Ich hatte einfach nur das große Glück hier geboren zu sein, in einem Land, in dem (noch), Milch und Honig fließen.

Aber es wurde ja nach einem Aspekt vom kulturellen Erbe gefragt. Es gibt hier in Luxemburg einen sehr multikulturellen Aspekt, dass ich sehr vermissen würde, wenn wir ihn nicht hätten.

Äddi Fernand

Ich hatte mir geschworen, keine Doppeltage mehr im Blog zu machen doch ich befürchte, dass es wieder demnächst der Fall sein wird. Der Dienstag war dienstlich gesehen, einer der längsten Tage seit langem.

Mich erreichte während der Aufnahme der Fernsehsendung eine sehr traurige Nachricht. Fernand Fox, eine der bekanntesten und beliebtesten Schauspieler Luxemburgs ist mit 90 Jahren verstorben. Noch im Januar hatten ihm alle für seinen 90. Geburtstag gratuliert und er war in allen Zeitungen. Ich hatte das große Glück, mehrfach mit ihm zu arbeiten in meinen aller ersten Jahren im Kasemattentheater. Später traf ich ihn auch auf Filmsets wieder. In Lingo Vino zum Beispiel. Und damit sind jetzt drei der vier Darsteller aus dem kleinen Film nicht mehr da.

Ansonsten war ich für den Tag froh, dass es nicht zu spät wurde und ich war am Ende dankbar, dass ich um 19:00 Uhr schlussmachen konnte. Ich kaufte mir noch ein paar Dinge im kleinen Supermarkt nebenan ein und machte mir eine Royale Brotzeit. Auf ONE schaute ich mir Kommissar Maigret an, mit Rowan Atkinson in der Hauptrolle. Ich hatte ihn schon einmal gesehen, doch er war es wert, dass ich ihn mir noch einmal ansah. Er ist wirklich gut. Alle drei englischen Verfilmungen mit ihm findet man zur Zeit in der ARD Mediathek.

Eine Tagesfrage und ein Rat an den Papst

Der Montag war mit dienstlichen Zeug so sehr zugepackt, dass nichts mehr fürs Blog übrig bleibt.

Doch über eine kleine Chose bleibt noch zu berichten. Ich freue mich ja nicht unbedingt, wenn jemand krank ist. Der Papst kränkelt ein wenig und sein Besuch am Donnerstag, steht auf der Kippe. Er täte besser daran, in Rom zu bleiben und seine „kleine Grippe“ , wie sie in der Presse beschrieben wird, auszukurieren. Seine Reise nach Luxemburg soll ja nicht zu seinem persönlichen Kreuzgang werden. Nicht auszudenken, wenn Luxemburg einen Papst auf dem Gewissen hätte…

Da es sonst nichts zu berichten gibt, gibt es eine Tagesfrage:

Mit welchen Marken fühlst du dich verbunden?

Mit keiner einzigen. Ich denke die Verbundenheit zu Marken, sei es in Bekleidung oder in Lebensmittel, ist bei mir höchstens dann gegeben, wenn sie Kindheitserinnerungen hervorrufen. Ich sehe es aber bei Freunden, die heute im Ausland wohnen und nur noch selten in Luxemburg sind. Der C. aus Neuseeland erzählte mir eine Geschichte. Er flog mit einer größeren ausländischen Fluggesellschaft, es war keine neuseeländische, aber wahrscheinlich eine kanadische, und er entdeckte dort kleine abgepackte Butterpäckchen von Rose , die in Luxemburg hergestellt wurde.  Eine andere kleine Story von ihm hat mit Senf zu tun. Er kaufte sich, als er im August hier war, ein kleines Glas Luxemburger Senf, der einen unverkennbaren Geschmack hat.

Für mich gibt es eine Verbundenheit mit der Bekleidungsmarke K-way aus der Kindheit, die ich schon einmal hier kurz beschrieben habe. Und dann gäbe es noch Orangina, eine Orangenlimonade aus meiner Kindheit, die es immer noch gibt, aber heute nicht mehr so schmeckt wie früher.

Häuslichkeit

Den Sonntag verbuche ich unter Ruhe und Häuslichkeit.

Für Mittag hatte ich mir eine Ratatouille gemacht. Zudem gab es die zwei fertig gebratene Hähnchenkeulen vom Samstagsmarkt, von denen ich sorgfältig alles wegschnibbelte und mit dem Gemüse langsam miterhitzte.

Den Nachmittag über las ich ein Buch das ich am Dienstag in der Sendung vorstellen werde. Es ist eine Comicbuch das mich zum Nachdenken brachte, weil für die paar Minuten die ich nur habe doch sehr komplex ist.

Am Abend fand ich im den französischen Sendern drei Folgen von meiner neuseeländischen Lieblingsserie Brokenwood.

Ich lag erst spät im Bett.

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Was ist der beste Rat, den du je bekommen hast?

Da gibt es mehrere.

Es widerfährt dir nichts im Leben, dass so schlimm ist, dass es nicht auch für etwas gut ist. Zugegeben, der Spruch ist ausgeleiert, aber er stimmt. Und er hat mich vor 25 Jahren aus dem tiefsten Loch rausgezogen, in das sich je gefallen war.

Ein anderer Rat stammt von meiner Mutter, den sie in ihrer bittersten Stunde von sich gab. Du bist die meiste Zeit in deinem Leben alleine! Gewöhn dich dran!

Samstag in der sonnigen Stadt

Am Morgen auf den Markt, der sehr belebt war und seit langem wieder ganz bestückt. Es fehlte kein Stand. Ich traf mich kurz mit dem H. der zur Zeit aus familiären Gründen in Luxemburg ist. Ich mag keine Einzelheiten erzählen, aber es ist eine traurige Angelegenheit. Er wird am Montag zurückfliegen nach Melbourne.

Wegen einem Einkauf aus dienstlichen Gründen musste ich später noch in die Cloche d‘Or. Ein großes Einkaufszentrum am Rande der Stadt. Ich gehe nicht schrecklich gerne dorthin, weil es halt wieder so ein Riesending ist und man mehr Zeit darin vertrödelt als nötig. Da es kurz vor Mittag war, nahm ich den Mittagstisch bei Namur mit:

Bouchée à la Reine. Ein Klassiker.

Am Abend war ich spontan zu einer kleinen Geburtstagsfete eingeladen worden. Die S. hatte Geburtstag. Sie wohnt am Ende meiner Straße in einem größeren Apartmenthaus als ich. Aber dafür hat sie eine großartige Aussicht über die Stadt vom achten Stock:

Es wurde viel gelacht und erzählt und ein paar neue Menschen lernte ich auch kennen. Die Zeit flog nur so dahin und ehe ich mich versah, war es 3:00 Uhr morgens. Huch!

Mitbringsel

Sehr früh ohne Wecker wach geworden. Den Rest des vorigen Postings fertig geschrieben beziehungsweise diktiert. Ja, das ist einer meiner neuesten Ticks oder auch Tricks. Ich schreibe die Beiträge nicht mehr, ich diktiere sie. In St.Jean habe das nie getan, denn dort war ich ja fast nie alleine.

Da in den nächsten Tage wieder sehr viel dienstliches anstehen wird, dass ich im Blog außenvor lasse, sah ich mir die Tagesfrage an. Es war aber eine, die ich schon beantwortet hatte. Aha! Die kleinen Schlingel denken sich also nicht jeden Tag eine neue Frage aus! Die Frage selbst war übrigens die, nach dem absoluten Lieblingsalbum. Ich konnte mich sogar daran erinnern, dass ich geschrieben hatte, dass ich keines hätte, sondern jedes Album mit seiner Zeit verankert ist.

Dieses Mitbringsel wollte ich noch zeigen:

Den kleinen Teppichläufer fand ich in einem Teppichladen in Donostia. Er wurde von Nomaden im Iran gefertigt und ist etwas älter als ich. Ich hatte ihn in der Auslage gesehen und war schockverliebt. Das passiert nicht so oft und wenn, stimmt der Preis meistens nicht. Hier aber stimmte alles. Er passte auch in den Koffer, also kam er mit. Und genau dort wo er jetzt liegt sollte er auch hin.

Kaffee, Dusche, Anziehen.

Kaffee gab es aus der neuen Tasse aus dem Baskenland:

Und wenn ich schon dabei bin, die Mitbringsel zu zeigen, fehlt noch das Foto der Fressalien:

Die Piment d‘Espelette Vorräte wurden aufgefüllt, ein Flasche Vanille von der Vanilledame meines Vertrauens, Madam‘Gascar und eine Flasche Trabilt, die ich mehr aus Nostalgie kaufte, als dass ich sie wirklich brauche. In Luxemburg habe ich sie bis jetzt nie gefunden. Meine Großmutter schwärmte immer davon, dass schon mein Großvater, der Bäcker und Konditor war, dieses flüssige Kaffeeekonzentrat genommen hat, um Buttercreme mit Kaffeegeschmack herzustellen. Buttercreme ist nicht so mein Ding, aber Eiscreme schon. Ich werde versuchen damit welche herzustellen.

Mittagessen im Renert. (Ja, ich habe nich immer nicht eingekauft um selbst zu kochen.) Es gab ein Cobb Salat der richtig lecker war.

Am Nachmittag war ich dienstlich unterwegs.

Am Abend im Bovary mit der A. Einen der letzten Abende auf der wir auf der Terrasse sitzen konnten, obwohl es am Ende sehr kühl war.

Ich traf auf eine alte Bekannte, die C. die ich schon lange nicht mehr gesehen hatte. Große Wiedersehensfreude. Wir beschlossen uns in den nächsten Wochen in aller Ruhe zu treffen.

***

Eine Chose, über die ich schon gestern schreiben wollte und die mir auch nächste Woche Probleme breiten wird. Der Papst gibt nächsten Mittwoch eine Showeinlage hier und das Mitten in der Stadt. Ich wusste es schon seit dem Frühjahr, da man den Fernsehsender rechtzeitig davon ins Bild gesetzt hatte. Es wird so viel abgesperrt sein in der Innenstadt, dass man nirgendwo durchkommen wird. Es wird grauenvoll werden. Hätte man das nicht auf ein Wochenende legen können, wenn es hier nur halb so voll ist? Oder im August wäre das doch eine schöne Veranstaltung gewesen für die Touristen. Und wie der Zufall es manchmal will, schrieb David Sedaris im New Yorker etwas über eine Audienz beim Papst mit passendem Bild:

Der Text ist übrigens herrlich! Ja, ich weiß, ich provoziere, aber nach meiner Auffassung, absolut zu recht!

Ich kann mich lebhaft daran erinnern, dass der Papst schon einmal hier war in den 80ern. Damals war es Wojtyla. Er trat auch in meiner Alten Heimat auf. Damals erschien ein satirisches Buch ‚In Sachen Papst’ im Eigenverlag der Autoren selbst, die alle dazu beigetragen hatten. Ich hatte es irgendwann mal. Aber es ist wahrscheinlich mit all den Umzügen abhanden gekommen. Ich fand im „Land“ eine kleine Besprechung dazu.

Als ob nichts gewesen wäre

Am Morgen fühlte ich mich noch recht beschwingt. Ich war kurz nach 6:00 wach. Ich packte alles aus dem Koffer und betätigte die erste Waschmaschine. In der Post war nichts dabei was beunruhigend war. Um 11:00 ein Termin beim Friseur, der wie gewohnt lief.

Aber dann…! Ein dienstlicher Termin zerlegte mir meine ganze sogfältige Planung der nächsten zwei Wochen. Nondidjö! Es war nicht wirklich mein Fehler sondern kam aus einer Ecke aus der man ihn nicht vermutet hätte. Ich fand eine Lösung, wenn auch nicht die Beste. Ich hoffe dass es geht.

Im Renert ein schnelles Mittagessen und einmal tief durchatmen. Mit meiner Planung passierte genau das, was ich mir fest vorgenommen hatte nicht mehr zuzulassen. Es macht niemanden froh und mich am allerwenigsten. Und der wunderschöne Urlaub fühlte sich schon so an, als ob er nie stattgefunden hätte…

Am Nachmittag und am Abend blieb ich häuslich. Es war genug zu tun. Im Gästezimmer baute ich das Bett wieder zu einem Sofa zusammen, das fast über einen Monat aufgebaut war, für die zwei Neuseeländer. Beide waren einen Tag vor meiner Heimkehr noch einmal hier, um die beiden kleinen Reisetaschen abzuholen, bevor sie wieder die lange Reise um den halben Erdball antraten. Es war reichlich Bettwäsche zu waschen. Zudem musste ich Dinge vorbereiten für nächste Woche. Unter anderem fing ich ein Buch an, dass ich nächste Woche in der Sendung vorstellen werde.

Ich lag relativ früh in der horizontalen.

Von St.Jean nach Luxemburg

Am Morgen stand ein Riesenvieh in der Bucht von St.Jean:. Die große Brandungsmauer Artha sah dagegen wie eine kleine Gartenmauer aus.

Ich packte in aller Ruhe mein Zeug zusammen, spielte wir immer ein bisschen Tetris, um alles in den Koffer zu bekommen, ließ ihn aber noch offen, denn zuerst war die unvermeidliche Schwimmrunde dran. Das Wasser ist merklich kälter geworden. Aber es war belebend und herrlich wie immer.

Nach einem Kaffee in der Bar de la Marine, packte ich den Rest und dann hieß es auch schon Abschied nehmen. Ich hatte mich gestern am Strand künstlerisch betätigt. Das kommt jetzt zu Einsatz:

Gegen Mittag fuhr ich den Mietwagen zurück zum Flughafen und stieg in einen bis zum letzten Platz ausgebuchten Flieger.

Die Gegend der Landes
Luxemburg von oben.

Die A. holte mich vom Flughafen ab, wofür ich dankbar war, denn der Koffer war dann doch schwerer als gedacht.

Hier war es dann doch techt warm und wir konnten uns auf ‚unsere’ Terrasse setzen.

Wir machten sehr früh Schluss, denn morgen geht es gleich in aller Herrgottsfrühe mit Unverblogbarem los. Der Alltag hat mich wieder fest im Griff.

Der letzte Tag in St.Jean-de-Luz

8:00 Guten Morgen
10:00 Schwimmrunde
10:45 Der Sand am Strand bei Ebbe
10:50 Die Bucht von der Südseite aus
12:00 Uhr Guinguette Erromardi
12:05 Apéro
13:00 Der Strand von Erromardi
13:15 Einsamer Stehpaddler in Erromardi
13:20 „Geheimdienstliches“ Foto bei dem ich die vorherigen Fotos skalierte
14:30 Stand von St.Jean mit Wolken
15:00 Australische Flip Flops auf baskischem Sand
16:30 Ein Café Milchshake von Bargeton.
19:30 Apéro im Etxe Nami
19:55 Sashimi
20:30 Hühnchen Tempura

Morgen geht es zurück. Wir lesen uns in Luxemburg.

Wenn Sie einen weiteren Reisebericht lesen wollen, die Kaltmamsell bricht am Mittwoch auf und das wird, denke ich, ein richtiges Abendteuer.

Lesen am Meer

Am Morgen nach der ersten Schwimmrunde, ein paar Einkäufe für die D., die davon profitierte dass ein Leihwagen da ist. Wir kauften ein paar Dinge en gros ein, ein wenig außerhalb von St.Jean, die man einfach besser mit dem Auto transportiert, als zu Fuß durch die Gegend schleppt.

Danach am Strand zum Lesen:

Die Tage fliegen vorbei. Ich genieße in vollen Zügen die letzten Sonnentage, an denen ich am Strand liegen kann. In Luxemburg wird das vorbei sein. Auch am See in der Alten Heimat wird das wahrscheinlich nicht mehr machbar sein.

Die Fahne zeigt rot mit gelb, was bedeutet, dass man vorsichtig sein soll. Seltsamerweise war die Flagge auf dem Casino, die auch für die Badeverhältnisse steht, auf grün gestellt. Verstehe wer will.

Am Strand fing ich den Comicband Idéal von Baptiste Chaubard und Thomas Hayman an. Zwischendurch ging ich noch einmal schwimmen und las ihn auf dem Balkon zu Ende. Ich habe selten eine so komplexe Geschichte gelesen mit so wenig Text. Sie ist großartig und verdient es verfilmt zu werden.

Am Abend gab es Hausmannskost.

Wir gönnten uns noch einmal Thunfisch kurz scharf angebraten mit einer kleinen Emulsion. Diesmal gab es kein Briam sondern eine Ratattouille. Groß-ar-tig!!!

Ein Sonntag in St.Jean, Ciboure, Socoa und Erromardi in Fotos

Ein Tag an dem wir uns mit hier ansässigen Freunden verabredet hatten, die in Ciboure wohnen. Wir waren zum ‚Poulet du Dimanche‚ eingeladen, dem Sonntagsbraten, oder auf Englisch, dem Sunday Roast. Anschließend wanderten wir nach Socoa und fuhren mit dem Boot durch die Bucht zurück nach St.Jean. Nach einem letzten Absacker im Suisse, verabschiedeten wir uns von ihnen. Die D. und meine Wenigkeit fuhren dann noch hinüber nach Erromardi.

Der Wind war recht kalt, doch die Sonne wärmte. Die ideale Wetterkombi um kleine oder größere Wanderungen zu machen.

Ich habe sehr viele Fotos gemacht den ganzen Tag über.

Ramiro Arrure.
Einer der bekanntesten Maler der Baskenlandes und einer der am höchst geschätzten. Seine Bilder werden sehr hoch gehandelt.

Ein ruhiger Samstag in St.Jean

Ein Tag den ich erstmal gedachte ruhiger anzugehen, denn ich bin ja im Urlaub und nicht auf einer Bildungsreise. Nach der gestrigen doch sehr langen Hin- und Rückfahrt, wollte ich wieder nicht hinter dem Lenkrad sitzen. Das Autofahren hat sich mit den Jahren zu einer Tätigkeit entwickelt, die ich machen will, oder muss, um irgendwo hinzukommen. Aber gerne mache ich es schon lange nicht mehr. Wenn ich das nötige Kleingeld hätte, würde ich mir einen Chauffeur leisten. Ich schweife ab…

Erster Kaffee auf dem kleinen Balkon bei chilligen 9Grad. Brrr.

Gegen 10:00 eine Schwimmrunde. Das Wasser hat inzwischen nur noch 20 Grad. Das geht noch.

Nach der Runde:

James Bond Rund steigt aus dem Wasser

Ein weiterer Kaffee im Suisse mit Bekannten.

Später als es wärmer war, ging ich noch einmal an den Strand, schwamm nochmal eine Runde und gönnte mir dann ein…

…bei Bargeton, dem weltbesten Eismacher. Ich hatte Maronen, Vanille und Erdnuss.

Am Abend ging es zur Markthalle zu der kleinen Büvette die ja auch Essen anbieten. Frische Sardinen…

…mit zweierlei Salat. Sehr schlicht aber sehr gut.

Ein kleiner Spaziergang am Meer mit einem allerletzten Glühen der Sonne am Horizont.

Ein Ausflug nach Orthez

Auf der Landkarte sieht Orthez aus, als ob es eine kleine Stadt wäre, die etwas zu bieten hätte. Zudem hatten wir in Biarritz in der kleinen Ausstellung über die Betriebe, die einen Exzellenz Preis erhalten hatten, einen Weberei entdeckt, die sich dort befindet. Tissage Moutet. Es gab auch einmal ein Geschäft in St. Jean, die diese Webereiwaren, anbot. Ich fand sie recht schön und war auch neugierig auf die Stadt. Little did I know…

Orthez liegt gute 90 km von Saint Jean entfernt. Nachdem es uns am Morgen zu kalt war, um schwimmen zu gehen, zudem tröpfelte es noch ein bisschen, fuhren wir nach einem kurzen Einkauf auf dem Markt, dorthin.

Es ist keine baskische Stadt mehr, sie liegt im Béarn und die Häuser sehen dort anders aus. Es ist auch eine Stadt deren Stadtkern, obwohl dort so einiges neu gestaltet wurde, sehr wenig zu bieten hat. Die Hauptgeschäftsstraße ist sehr dünn belegt mit Geschäften. Jede zweite Ladenfläche steht leer. Der Kirchplatz jedoch wurde neu bepflastert und das sehr auffällig:

In der Kirche fand ich ein spektakuläres Bild von 1924 über die Sage des Dionysius von Paris, der geköpft wurde und der Sage nach seinen Kopf aufhob und weiterging.

Es gibt auch ein Museum, das aber zu dem Moment geschlossen war. Musée Jeanne d‘Albret.

Was für eine triste kleine verlassene Stadt, obwohl es auf den Fotos nicht so aussieht.

Wir besuchten noch kurz die Weberei, die etwas außerhalb liegt, und ich kaufte mir ein beschichtetes Tischtuch für den Tisch vom Balkon. Anschließend fuhren wir die lange Strecke zurück.

Ich bin nicht böse über die lange Fahrt, ich war einmal dort, kann jetzt sagen, dass ich einmal dort gewesen bin und muss auch nie wieder dorthin.

Wieder in Saint Jean legte ich mich nach der vielen Fahrerei kurz hin und schrieb schon mal im Blog vor.

Und dann… DANN!

Eine Runde schwimmen! Das Wasser war jedoch recht wild dass ich es nicht weiter kam als bis zu den ersten Bojen, dann kehrte ich um.

Am Abend ging es ins Restaurant Instincts, das Lieblingslokal der D. ich hatte mich schon den ganzen Tag darauf gefreut.

Potimarron / Anchois / Huile d’Orange Grillée
Faux Filet de Boeuf / Echalote / Châtaigne / Polenta

Dazu ein Flasche Wein, die ich ablichtete, damit wir nicht vergessen was das war:

Der Wein hatte aber ein paar Umdrehungen mehr als gewöhnlich und ich war leicht beseelt auf dem Heimweg.

100 Jahre Chillida & Thunfisch

Ein kleiner Schluckauf im Blog, früh am Morgen. Er wurde aber schnell behoben. Ich glaube die haben jetzt auch endlich rausgefunden was es ist. Ich kümmere mich drum wenn ich wieder daheim bin, denn da muss ich selbst ran. Zudem flogen wir etwas unsanft aus dem Bett wegen Bauarbeiten im Haus nebenan.

Es regnete in Strömen die ganze Nacht durch und am Morgen auch noch. Nix mit Schwimmen.

Frühstück gab es zum ersten mal bei Etchebaster. Eine kleine alteingesessene Patisserie mitten in der Fußgängerzone. Ihre baskischen Kuchen sind ok, aber es gibt bessere. Richtig gut aber ist ihr Frühstück:

Ein Croissant, ein Briochetoast mit Butter und Marmelade nach Wahl, ein frisch ausgepresster Orangensaft und ein Heißgetränk. Das ganze fand immer noch im Regen statt.

Wir beschlossen trotzdem nach Donostia zu fahren.

Eine sehr dichte Wolkendecke aber es regnete nicht mehr.

Wir gingen in die Tabakalera in der es zwei Ausstellungen gab. Eine über der Fotografen Saul Leiter, den ich nur vom Namen her kannte. Er war unter anderem auch ein sogenannter Straßenfotograf, eine Form der Fotografie die ich ja sehr schätze.

Selbstporträt
Das war für mich das schönste Bild der Ausstellung. Es ist durch ein beschlagenes Fester fotografiert und gibt ihm damit etwas impressionistisches.

Eine zweite Ausstellung im ersten Stock war ein bisschen sehr karg. 2024 ist der hundertste Geburtstag von Eduardo Chillida dem baskischen Künstler schlechthin. Man hatte versucht Werke von ihm mit anderen Künstlern in Dialog zu setzten, was aber so gar nicht gelang. Es gab eine Seilhüpf-maschine die ich witzig fand. Nur benutzen durfte man sie nicht.

Chillida erkennt man sofort.

Nach ein paar Pinchos für die D., fand ich ein neues Paar Schuhe bei Camper und einen wunderschönen kleinen Tischläufer. Die zeige ich wenn wieder daheim bin.

Anschließend ging es ins San Telmo Museum. Noch einmal Chillida. Aber diesmal war es eine ordentlich kuratierte Ausstellung. Es ging um seine Schaffenszeit von 1950-1970 und wie sich sein Werk gegenüber anderen Künstlern in der Nachkriegszeit positionierte. Da gab es so manches auch von anderen Großen der Zeit zu sehen.

Eine Bronze von Germaine Richier
Ein ‚Geheimdienst Foto‘ der D. beim Fotografieren.
Ich versuchte mich ebenfalls, angetan vom Werk von Saul Leiter, in Detail Fotografie.

Danach waren wir mehr als gesättigt mit Kunst. Wir sahen uns noch einen neuen Flügel im ersten Stock der Permanent Ausstellung an der 100 Jahre moderne Kunst aus dem Baskenland zeigte, doch ich war nicht mehr aufnahmefähig.

Daheim gab es den Rest vom Briam den ich gestern zubereitet hatte, mit zwei Thunfischsteaks, die wir morgens in der Fischhalle gekauft hatten:

Roter (kein gelber) Thunfisch, geangelt und nicht mit dem Netz gefangen.

Kurz scharf angebraten mit einer kleinen Salz- und Kräuteremulsion mit Olivenöl. Ich glaube so guten Thunfisch habe ich mein Lebtag noch nicht gegessen. Das hat überhaupt nichts mit dem bisweilen zähen Zeug zu tun, das wir bei uns bekommen. Geschenkt war die beiden Steaks auch hier nicht, aber von der Qualität her, wenn man sie dort kauft wo sie auch gefangen werden, ist es nicht vergleichbar mit dem, was man in Luxemburg findet.

Ausstellung in Biarritz & Kino in Urrugne

Diese Postkarte wollte ich schon lange zeigen. Die D. hat sie im Wohnzimmer im Bücherregal stehen:

Die Beinahlichleit der Dinge

Presquitude ist kein französisches Wort, so wenig wie Beinahlichleit, aber anders ist es nicht zu übersetzten.

***

Die Tagesberichterstattung.

Es war eine Idee kühler als gestern aber bei weitem noch nicht kalt genug nicht schwimmen zu gehen.

Der Himmel war sehr bedeckt. Im Anschluss gab ein Croissant und ein Stück Baguette.

Die D. und ich fuhren nach Biarritz. Ich wollte zu Arostéguy und zugleich eine kleine Runde durch die Stadt drehen. Das Wetter bleib den ganzen Tag bedeckt.

Eine Ausstellung bei der Place Bellevue hatte unsere Aufmerksamkeit geweckt. Im Frankreich gibt es mehrere Exzellenzpreise für handwerkliche Fertigkeiten. Einer davon ist das Label EPV, der den Betrieben nach Regionen vergeben wird und sie behalten ihn auch mehrere Jahre.

Den Großteil der Firmen kannte ich. Parries zum Beispiel oder Goicoechea der diese gewaltige Vasen herstellt.

Aber die Weberei Moutet kannte ich nicht. Es gibt ja davon mehrere sehr bekannte hier aber die kannte ich noch nicht. Wunderschöne Stoffe, die ich leider nicht abgelichtet habe.

Am Nachmittag schnibbelten wir Gemüse für einen Briam für den Abend. Dazwischen gingen wir ins Kino. Diesmal nicht in St.Jean sondern in Urrugne. Dort gibt es ein kleines Programmkino das Itsas Mendi. Eines wie ich es schon lange in Luxemburg vermisse. Wir sahen uns einen mexikanischen Film an. Hijo de Sicario. Ein typischer Festivalfilm wie man sie kaum noch in Luxemburg findet. Ein sehr schöner Film der für mich vor allen durch seine Kameraführung auszeichnet und weil die Gewalt nie explizit gezeigt wird.

Als wir hinfuhren fing es an zu regnen und hörte nicht mehr auf bis spät in die Nacht.

Oh happy day

Vielen lieben Dank für all die Glückwünsche, die auf allen erdenklichen Kanälen kamen. Ich habe versucht jedem zu antworten. Aber wenn ich jemanden vergessen haben sollte, es war keine Absicht, aber es waren einfach sehr viele dieses Jahr.

Einen der Glückwünsche möchte ich euch nicht vorenthalten:

Dem @joedelux einen hochformidablen Geburtstag! Möge sein nächstes Lebensjahr wie ein durchgehender Saint-Jean-de-Lux-Urlaub werden!

Kaltmamsell via Mastodon

Vor allem das Saint-Jean-de-Lux fand ich sehr schön.

***

Ein Tag der schon mal genau so begann, wie ich mir das gewünscht hatte, nämlich mit wärmeren Temperaturen, so dass einer Schwimmrunde nichts im Wege stand.

Nach dem Schwumm, ging es für das Frühstück in den Suisse. Nicht sooo toll aber ok.

Am frühen Nachmittag trafen wir die andere A. und den J. und wir fuhren nach Bayonne. Ich habe schon so viele Fotos der Stadt im Blog, dass ich diesmal nur welche gemacht habe über Dinge die mir in den Straßen beim Bahnhof auffielen. Ein Viertel das ein wenig ‚alternativer‘ daherkommt als der Rest der Stadt.

Das war noch in der Innenstadt. Der Kreuzgang von Kloster das direkt an der Kathedrale liegt.
Das alte Programmkino, das jetzt aber (ich kenne es nicht anders) gleich am Fluß liegt.

Wieder zurück gab es ein Apéro in der Bar de la Marine und ein kleines Nickerchen.

Für den Abend hatte ich ein Tisch in einem Restaurant im Urrugne bestellt, von dem ich noch nie gehört hatte. Da es die letzten Abende so toll gewesen war, war dies ein kleines Wagnis. Ich hatte lediglich die Internetseite von Gaua entdeckt und die sah schon mal vielversprechend aus.

Wir wurden nicht enttäuscht, im Gegenteil meine Erwartungen wurden um Längen übertroffen.

Es waren Gerichte die allesamt zum teilen waren, ein Konzept das bis jetzt nur in Australien und Neuseeland gesehen habe aber noch nie in Frankreich. Ich kann nicht sagen was mir besser geschmeckt hat. Es war alles unglaublich gut.

Den Nachtisch teilte ich mit niemandem, denn er kam mit Kerze.

Ein wunderschöner Abend. Die Geschenke zeige ich morgen oder wenn ich wieder daheim bin.

Ein Regentag

…und Ruhetag zugleich. Zudem hatte ich geschlafen wie ein Murmeltier. Beim morgendlichen Kaffee auf dem Balkon war es schlechthin zu kühl um schwimmen zu gehen.

Wir wanderten eine am späten Morgen eine Runde durch die Stadt, was ich, seit meiner Ankunft noch nicht getan hatte. Ich sah ein Schild einer Boutique das mir bis dato nich aufgefallen war, es nach Aussage der D. aber schon eine Weile gibt.

Ich musste es augenblicklich weiterschicken, da der Vorname Ginette ein langjähriger Insiderwitz ist, zwischen der A., der N. und mir.

Ich kaufte ein paar kleine Dinge für die Lieben daheim und mir ebenfalls, weil ich in Shoppinglaune war und morgen ja so ein Jahrestag ist, denn ich nur höchst ungern in Luxemburg verbringe. Was das genau ist zeige ich, wenn ich wieder daheim bin.

Ich las ein bisschen, machte ein Nickerchen und kümmerte mich um die zwei Blasen an den Füßen, die ich mir bereits am Samstag zugezogen hatte, weil ich aus ästhetischen Gründen keine Socken anziehen wollte. Selber schuld.

Da es Montag war und die Auswahl der Restaurants um einiges kleiner ist als gewöhnlich, fuhren wir nach Socoa ins Pantxoa. Der J. und die andere A. waren auch dabei.

Ich hatte gefüllte Piquillos:

… und als Hauptgang Seeteufel mit Bearnaise:

Chez Pantxoa (Pantxoa ist der Baskische Name für François) ist immer gut immer eine Empfehlung.

Kurz vor Mitternacht unter der Decke.

Ein Ausflug nach Pasaia

Die D. hatte einen neuen Reiseführer gekauft in der die spanische Seite des Baskenlandes beschrieben wird. Und da wir die französische Seite quasi ganz abgegrast haben, nahmen wir uns jetzt die spanische Seite vor. Es gibt immer noch viel zu entdecken hier in der Gegend. Zudem sind wir ja motorisiert was manches einfacher macht.

Es regente am Morgen, dass Schwimmen nicht wirklich eine Option war. Nach einem späten Frühstück ging es los nach Pasaia, das so ungefähr in der Mitte zwischen St.Jean und Donostia liegt.

Dort angekommen regnete es in Strömen…

…so dass wir in einer kleinen Bäckerei Unterschlupf suchten und einen Espresso tranken.

Nach der Schauer gingen wir los.

Made by D.

Wir gingen hinaus aus dem Dorf zur Meeresmündung:

Unterwegs sahen wir ein Plakat das die geologischen Eigenheiten des Ortes erklärte. Sehr interessant fand ich die ausgewaschenen Felsen, die mich sehr an Korsika erinnerten und die Calanche in Piana.

Wir kehrten um und gingen zurück zum Wagen, den wir mit Mühe im Ort geparkt hatten. Es gibt sehr wenige Parkplätze.

Wieder in St.Jean gab es ein Eis von Bargeton und ein Nickerchen.

Und dann am Nachmittag dann endlich:

Am Abend trafen wir uns mit der A. (eine andere A.) und den J. im Restaurant Les Pigeons Blancs. Ich werde es nicht verlinken, denn obwohl wir es von manchen empfohlen bekamen, war der Service allen voran von der Chefin selbst ein Unverschämtheit. Das Essen selbst war gut aber ich fand ich die Portionen spärlich, dass man gar nicht anders konnte, als zwei bis drei Gänge zu bestellen um satt zu werden. Nichtsdestotrotz verbrachten wir einen schönen Abend mit vielen lustigen Anekdoten und Gesprächen.

Kurz vor Mitternacht ins Bett.

Auf nach St.Jean-de-Luz

Eigentlich wollte ich, wie es die Tradition schon beinah verlangt, ein Tag in Bildern machen. Aber da der Flug erst um halbdrei war, und ich völlig entspannt war, Kaffee trank, duschte, Koffer packte, und noch in aller Ruhe das Posting von gestern fertigstellen konnte, hatte ich es total vergessen. Es fiel mir erst im Flieger ein. Dafür gibt es zumindest mal zwei Fotos über den Wolken.

Der Flug selbst war ein bisschen ruppig mit Turbulenzen.

Da ich für diesen Aufenthalt einen Wagen für die gesamte Zeit gemietet habe, holte ich den gleich nach der Landung ab. Das war auch praktisch für den J. und die A. (eine andere A.) die dieses Mal mit von der Partie sind. Die Schlange vor dem Flughafen für Taxis war nämlich lang. Ich fuhr die neiden zum Grand Hotel.

Bonjour St.Jean-de-Luz! Lange nicht gesehen:

Große Wiedersehensfreude mit der D. Schwimmen war an dem Nachmittag leider nicht erlaubt, weil es die drei Tage davor ordentlich geregnet hatte, und nach solch heftigen Regenfällen ist das Wasser in der Bucht ein bisschen eklig. Aber da es schon nach 18:00 Uhr war, war ein Apéro in der Bar de la Marine sehr willkommen.

Für den Abend hatte die D. einen Tisch in Bar Basque bestellt. Ich hatte Rillettes, die nicht sonderlich appetitlich aussieht, aber hervorragend schmeckt:

Als Hauptgang hatte ich Entenbrust mit einer Selleriesauce. Erstaunlich anders aber sehr gut

Der Nachtisch war ein Schokoladenmousse auf Biskuit mit Knusperzeug. Sehr gut:

Ein kleine Tour am Meer entlang:

Kurz vor Mitternacht fiel ich wie ein Stein ins Bett.

Bildunterschrift & Festlesen

Ich lag am Vortag einigermaßen früh in den Federn, schlief auch sofort ein, doch gegen 1:30 Uhr war ich wach, hatte Kopfschmerzen, und an einschlafen war nicht mehr zu denken. Ich schaute mir zwei Folgen Miss Marple an, die neueren Datums, die zur Zeit wieder auf One zu sehen sind. Mord im Pfarrhaus mit Geraldine Evans hatte ich schon lange nicht mehr gesehen. Zudem hat Derek Jacobi eine Rolle, wenn auch eine kleine. Er spielt das Mordopfer. Irgendwann gegen 4:00 Uhr fielen mir dann endlich die Augen zu.

Ich erwarte kurz nach neun und war seltsamerweise ausgeschlafen und hellwach. Ich schrieb den gesamten gestrigen Blogbeitrag von null an, und das brauchte seine Zeit.

Im neuen New Yorker (also der, der immer mit zwei bis drei Wochen Verspätung in Briefkasten landet) den Contest Cartoon gesehen, bei dem man ja die Bildunterschrift erfinden soll. Bei dem hier fiel mir spontan eine ein:

Make that a double. She’s frying with somebody else.

Ich zog den Koffer aus dem Schrank und stellte ihn ins Schlafzimmer, damit er schon mal ganz provokant da steht wo er eigentlich nicht stehen soll, damit ich ihn für morgen fülle.:

Ich schaute seit sehr langer Zeit mal wieder bei X vorbei. Ich habe das Konto noch, poste aber seit über einem Jahr nichts mehr. Und als ich ein wenig durch meine Timeline scrollte, wurde mir wieder bewusst, warum ich da nicht mehr sein will. Mein Gott, was für ein Drecksloch X doch geworden ist! Einer der letzten Einträge von mir war die Verlinkung eines Blog Eintrages, als ich in Bad Ischl war. Ich ich las mich ein wenig fest in den Beiträgen und mir wurde wieder bewusst, wie heftig, das alles war und wir krank ich dabei geworden bin.

Am Abend dann, die große Runde von ‚Rosa Lëtzebuerg‘ unterwegs auf der Fouer zusammen mit den Bären. Ich sah jede Menge Menschen wieder, die ich schon länger nicht gesehen hatte. Aus Übermut versuchte ich eine Attraktion die zum ersten mal hier war. Mr. Gravity, eine Art Pfanne die sich dreht. Und wie die sich dreht! Es ging als gut bis zu dem Moment, als im Recommandierprogramm die sogenannte Zugabe kam. Da drehte man das Ding nochmal so auf dass mir ein bisschen schlecht wurde. Fazit: Es war gut, aber es muss nicht nochmal sein.

Mein Abendessen:

Das klassische Luxemburger Kirmesmenü.

Und das war‘s mit Kirmes und Fouer für dieses Jahr. Ab morgen wird anderweitig gefeiert!

***

Ein kurzer Nachtrag von gestern. Ich las ein Posting bei Christian. Ich habe nämlich die Funktion, dass man mein Blog auch per Newsletter abonnieren kann. Es sind auch, meiner Meinung nach, recht viele die mein Blog auf die Art lesen. Und natürlich hatte ich damals nicht bemerkt, dass da im Hintergrund von Jetpack etwas abgrabscht, was ich nicht haben will. Aber wenn ich die von ihm beschriebene Alternative einsetzen will, muss ich mich ins kryptische Backend begeben und da werde ich mehr falsch machen als richtig, das weiß ich jetzt schon. Das ist so als ob ich mal kurz eben im vorbeigehen einen neuen Estrich im Badezimmer verlegen muss. DAS KANN ICH NICHT! Ich werde Hilfe brauchen.

Bretonisches

Noch einmal wurden meine Hoffnungen am Morgen eine Schwimmrunde drehen zu können, zerschlagen. Im Nachhinein gesehen war das nicht so schlimm, denn ich hatte genug am Schreibtisch zu tun. Manchmal muss ich, wenn ich über Bürokram beschreibe, an die Kaltmamsell denken, die das ja auch tut, ohne aber explizit zu schreiben, was es ist. Inzwischen kann ich sehr gut nachvollziehen, was es heißt wenn ein Telefonanruf oder eine Mail das große Chaos verursacht. Hier hatte ich das Chaos selbst herausgefordert, durch gründliches Prokrastinieren. Das Chaos konnte ich abwenden. Zudem gab es noch ein anderes terminliches Problem, weil ich wieder einmal nicht aufgepasst hatte, bzw. man hatte mich nicht über die Verschiebung von Terminen informiert. Es kostete mich den ganzen Morgen alles wieder grade zu biegen.

Gegen Mittag telefonierte ich mit der A., weil wir für den Abend eine gemeinsame Begehung der Fouer ins Auge gefasst hatten. Im Prinzip sollten wir viert los, doch zwei davon sagten ab, wegen kranker Haustiere. Also blieben die A. uns ich übrig. Gegen 18:00 machten wir uns auf den Weg. Es war unangenehm feuchtwarm draußen mit geschlossener Wolkendecke, ein Wetter wie ich es nur von Singapur kenne. Wir wanderten einmal herum. Die A. wollte das Fahrgeschäft Laser Pix ausprobieren, das zum ersten mal hier war. Es ist wie eine Art Geisterbahn nur muss man mit einer Laserpistole auf allerlei Zeug schießen. Am Ende sieht man den Punktestand. Die A. gewann mit 200 Punkten Vorsprung.

Zum essen gingen wir zum bretonischen Zelt die süße Crepe und salzige Galette haben, mit vielen verschiedenen Füllungen. Dazu gab es ein Cidre. Ich mag das bisweilen ganz gerne, denn es ist ganz so viel und schwer und fettig.

Im Anschluss zog sich der Himmel derart zu und wir bekamen erste Regentropfen zu spüren, dass wir uns auf den Heimweg machten.

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Und wenn wir schon bei bretonischen Gerichten sind, hier kommt gleich noch eines hinzu. Kouign-Aman. Claire Saffitz hat sie gebacken, aber nicht als ein großer Fladen sondern im Miniformat. Ein Rezept für die langen dunklen Wintertage, wenn man draußen nichts tun kann. Eines gleich vorweg, es hat wenige Zutaten ist aber anspruchsvoll herzustellen.

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Neue Musik. Nicht ganz so Ohrwurm wie Billie Eilish. Die Stimme von Magdalena Bay hat ein bisschen etwas von Kate Bush. Das Video erinnert sehr an die Achtzigerjahre.