Der Mann der in die Kälte fuhr

Mit leichten Startschwierigkeiten in den Tag. Der spanische Wein war schuld, was natürlich nicht stimmt. Die MENGE an Wein war schuld. Da hilft nur eins:

Schwimmen, schwimmen, schwimmen.

Noch einmal in der Sonne liegen zum trocknen. Dann Koffer packen.

Ein letztes schnelles Mittagessen am Meer…

… bevor es zum Flughafen ging.

(Wenn ich das Foto sehe, jetzt da ich wieder in Luxemburg bin, kommt es mir beinah vor als ob das geträumt hätte.)

Der Flug war unspektakulär, aber wegen der Hygienemaßnahmen aufwendig. Da der Flieger von Luxemburg aus zwei Inseln anfliegt und dort Passagiere ein-und aussteigen, müssen bei jeder Landung ALLE aussteigen und die Maschine wird komplett gereinigt, bevor wieder alle einsteigen können.
Das kostete bei der ersten Landung in Tenerife mehr Zeit als vorgesehen und wir kamen mit 40 Minuten Verspätung weg. Die ganze Prozedur mussten wir dann auf Gran Canaria noch einmal durchlaufen, hier blieb es aber im Rahmen der vorgesehenen Zeit. Die 40 Minuten holte der Kapitän nicht auf und wir landeten nach der Sperrstunde. Das ist an und für sich kein Problem denn wir konnten ja nachweisen dass wir vom Flughafen kamen. Aber nach dem langen Flug dann noch in eine Kontrolle zu geraten, wäre unschön gewesen.

Wir hatten eine der neu gestalteten Maschinen von Luxair, die vom Künstler Sumo bemalt wurde. Auch im Kabinenraum gab es ein paar kleine Änderungen und ich bekam ein paar Andenken, aber die zeige ich euch morgen.

Vom 22-24 Grad in der Sonne auf den Kanaren runter auf -5 Grad in Luxemburg. Das erklärt den Titel des Blogposts. Zum Glück hatte die A. den Wagen mitgenommen und der gewaltigen Tiefgarage geparkt. Gefroren haben wir nicht.

Ich muss gestehen dass ich mich während des Fluges sehr wohl und sicher gefühlt habe. Die Testerei hin und zurück vermittelt eine gewisse Sicherheit und ich frage mich warum man damit nicht schon früher in Luxemburg angefangen hat. Klar, eine 100%ige Sicherheit gibt es nicht, aber die gibt es nirgendwo.

El Médano

Am Morgen war Schwimmen angesagt. Herrrrrrlich, doch das Wasser war sehr kalt.

Wir entschieden uns am Nachmittag nochmal einen Ausflug zu machen. Doch davor sollte Mittagessen geben in der Beachbar in der wir am ersten Tag gewesen waren, aber die hatte geschlossen. Mist.

Ein paar Meter weiter entdeckten wir noch ein Restaurant das auf den ersten Blick sehr touristisch schien, doch da wir Hunger hatten machten wir dort halt. Und wie der Zufall es so oft im Leben will, lief ins der B. über dem Weg. Ich wusste dass er sich auf den Kanaren aufhalten würde, aber nicht auf welcher Insel. Ich war überzeugt er wäre auf Gran Canaria. Großes Hallo und Wiedersehensfreude.

Wir speisten gemeinsam zu Mittag. Der B. gab uns ein paar Tipps was wir noch besichtigen könnten. Wir entschieden uns für das kleine Dorf El Médano, das nur knappe 20 Minuten Autofahrt entfernt liegt.

Und es war die richtige Entscheidung. Wir wanderten durch das kleine Dorf mit ein paar wenigen Geschäften und sowohl die A. wie ich wurden still.

Es war der letzte Tag. Am Mittwoch geht es wieder zurück in die Kälte. Die Bilder von dem gewaltigen Schneegestöber das zur Zeit in Deutschland ist, fühlen sich hier weit entfernt und irreal an. Ich hatte ernstlich überlegt ob ich nicht eine Weile verlängern soll und die A. alleine zurück fliegen lassen soll…

Für Abends hatten wir uns mit dem B. in Los Christianos verabredet. Dort lernten wir ein ganze Gruppe an älteren Herren aus Luxemburg kennen die alle vor der Kälte geflüchtet waren. Einer von ihnen wohnt das ganze Jahr über hier. Wir speisten in einem italienischen Restaurant unweit vom Hafen. Es war ein sehr lustiger Abend und wir hatten ein klein wenig zu viel Wein.

Kurz vor 23:00 waren wir wieder im Hotel.

In den Bergen

Eine mittelgute Nacht verbracht. Ich hatte mich am Abend davor hoffnungslos überfressen. Demnach gab es für mich nur eine Tasse Kaffee und einen Saft.

Wir holten das Auto ab und fuhren los auf den Berg Teide.

Ab 1500 Metern war die Strecke geschlossen wegen Glatteis und Schnee. Dort war auch ein größerer Parkplatz. Wir hätten Rest zu Fuß gehen können doch es waren angekündigte 15 km. Darauf waren wir nicht vorbereitet und hätten es zeitlich auch nicht geschafft, denn wir mussten kurz nach 14:00 wieder im Hotel sein wegen dem Covid Test.

Also wanderten wir ein Stück über Stock und Stein durch eine Vulkanlandschaft.

Der winkende Winzling bin ich

Anschließend fuhren wir zurück ins Hotel, weil wir am frühen Nachmittag den Covid Test machen mussten, den uns Luxair organisiert hatte, damit wir am Mittwoch wieder zurückfliegen können. Ein bisschen blöd war, dass der Test den Tag in zwei Teile schnitt und wir nicht noch eine längere Tour machen konnten.

Der Herr und die Dame die dafür erschienen, waren sehr pünktlich und sehr nett und binnen 5 Minuten war alles passiert.

Wir entschieden uns noch einmal loszufahren. Da wir einen fahrbaren Untersatz hatten, wollten wir das auch ausnutzen. Wir entscheiden uns das kleine Dorf Orotava zu besichtigen, das man uns wegen seiner Architektur empfohlen hatte. Wir verließen uns auf die Technik, doch die verließ uns. Der Weg sollte wieder über die Berge sein diesmal an einer anderen Stelle am Berg Teide vorbei. Und wenn Google Maps sonst über alles gut Bescheid weiß, hier ignorierte es völlig, dass die Straße ebenfalls gesperrt war. Wir kurvten eine Straße hoch, zugegeben mit vielen traumhaften Aussichten, nur um sie später wieder runterzufahren, keine 20 km von dem Ziel entfernt. Also mussten wir einmal um den Pudding fahren…
Schön daran war, dass ich Ecken von der Insel sah, die ich davor nie gesehen hatte. Auch sahen wir den Teide immer wieder aus anderen Blickwinkeln.

Das Dorf Orotava war die Fahrt wert. Doch da wir wegen des gewaltigen Umweges recht spät ankamen, blieb nicht sehr viel Zeit zum Herumlaufen und uns Dinge anzusehen, da es schon langsam dunkel wurde.

Unser erste Gang führte uns in eine kleine spanische Bäckerei zu einem Kaffee und einer kleinen Leckerei zur Stärkung.

Doch der richtige Hunger schlug auch zu und wir suchten uns eine kleine Wein- und Tapas Bar. Eine urige kleine Taverne in der wir die einzigen Touristen waren, der Rest der Besucher waren Einheimische. Das ist meistens ein gutes Zeichen und sollte sich auch bewahrheiten.

Ich hatte Schweinebäckchen. Ich weiß nicht wann ich die letzten hatte. Es ist sehr lange her. Bei uns findet man sie wohl auch aber man muss sie bestellen. Die hier waren außergewöhnlich gut.

Dann traten wir die längere Fahrt zurück an, diesmal aber über die Autobahn und waren eine knappe Stunde später wieder im Hotel.

Am Meer

Der Tag begann mit einem kleinen Dämpfer. Das Frühstück im Hotel ist wirklich nicht gut. Ich weiß nicht ob das der Pandemie geschuldet ist, aber das lassen wir die nächsten Tage bleiben und suchen uns einen anderen Ort für den morgendlichen Kaffee.

Wir buchten im Hotel ein Auto für die zwei kommenden Tage. Heute wollten wir es aber gemütlich angehen lassen. Eine kleine Runde am Meer entlang.

Wir wanderten auch durch ein paar Straßen. Ich kannte Teneriffa ein wenig, weil ich mal vor vielen Jahren hier war. Damals hatte ich für mich beschlossen, dass ich kein Fan von Pauschalurlaub werde. Massentourismus ist echt nicht mein Ding. Doch was sich zurzeit hier abspielt, ist desolat und traurig. Es ist sehr viel geschlossen, obwohl es geöffnet sein könnte, doch da nur ein minimaler Prozentsatz an Urlaubern hier ist, lohnt es nicht zu öffnen.
Auch das Hotel in dem ich mit der A. untergebracht sind, ist nur spärlich besetzt. Wer die Insel kennt, wie sie sonst ist, erkennt sie kaum wieder.

Aber dafür besitzt die Insel etwas das ich mir zu Hause so sehr wünsche und nicht haben kann. Sonne, Licht, angenehme Temperaturen und als i-Tüpfelchen das Meer und die Brise.

Mittagessen gab es in Strandrestaurant Beachclub wo man wie König am Meer sitzt.

Die A. hatte Grillgemüse und ich gegrillten Fisch mit Karottenpüree und diesen kleinen verhutzelten Kartoffeln, die nicht schön aber irre lecker sind.

Den Nachmittag verbrachten wir am Pool mit lesen und Vitamin D tanken.

Am Abend zogen wir dann noch einmal los denn die A. hatte im Internet den Monkey Club gesichtet, der sehr ansehnlich schien. Nur kann man sich zurzeit auf keine Info aus dem Netz verlassen, weil halt vieles geschlossen ist. Doch der Club hatte geöffnet.
Zuerst gab es in der Bar ein Aperol Spritz bei diesem Ausblick:

Wir speisten bei einem spektakulären Sonnenuntergang.

Die Speisen habe ich nicht abgelichtet wie ich das sonst tue, aber es war sehr lecker und vor allem der Weißwein, der von der Nachbarinsel Lanzarote herkam, war eine alte Malvoiser ähnliche Traube und absolut spektakulär.

Dieses ‚Dings‘ was sich so irreal anfühlte und real wurde

Ich hatte den Wecker für 7:00 Uhr gestellt. Alles was ab dann passierte war real, aber es fühlte sich irreal an. Heute fängt das ‚Dings‘ an, von dem ich vor ein paar Tagen hier kurz berichtet hatte, mich aber nicht traute es auszusprechen, weil es auf sehr wackeligen Beinen stand.

Die Idee das zu tun, kam nicht von mir sondern von der A., die mir schon eine gefühlte Ewigkeit damit in den Ohren lag, bis ich die Chose in die Hand nahm. Die A. fragte mich ob ich Lust hätte in einem Restaurant zu speisen. Ja natürlich habe ich IMMER Lust, das muss man mich nicht zweimal fragen. Das Dumme ist die Gaststätten haben geschlossen. „Nein, nicht hier! Auf Teneriffa!“ meinte sie.

Ja warum eigentlich nicht?
Wir verglichen unser beider Agenda an welchen Tage es passen würde, verglichen es mit den Flügen und ich rief K. an, die besten Reiseagentin der nördlichen Hemisphäre, ob sie uns da was organisieren könnte. Konnte sie. Inzwischen waren die Reisebestimmungen verschärft worden. So läßt Spanien niemand mehr rein ohne Negativ Test. Luxemburg macht es inzwischen genau so. Es kann niemand mehr rein- oder rausgefliegen ohne Test. Versteht ihr jetzt warum ich die letzten Tage so nervös war?

Ich packte am Morgen einen Koffer und einen Rucksack. Die A. holte mich gegen 9:30 ab und wir fuhren zum Flughafen.

Das Einchecken und Boarding erfolgte ohne Zwischenfälle. Doch während wir in der Schlange standen, brach neben uns plötzlich ein wenig Nervosität aus. Es waren drei Passagiere die keinen Schnelltest hatten, der nicht älter als 4 Stunden war, um nach Amsterdam zu fliegen. Ja, da habe ich auch gestaunt.

Gute vier Stunden später dann:

Vor lauter Aufregung hatte ich mich erst mal selbst fotogrfiert bevor ich die Palmen ablichtete.

Im Hotel bei Sonnenuntergang.

Apéro am Pool mit spktakulärer Hintergrund Deko. Die A. und ich können immer noch nicht fassen dass wir hier sind.

Abendessen in einer kleinen Seitenstraße bei einem Libanesen. Ganz großartig. Der erste Rataurantbesuch seit Monaten.

Ich kann es immer noch richtig fassen dass ich das geschafft habe, aus Luxemburg rauszukommen. Es fühlte sich alle sehr irreal an und trotzdem bin ich hier. Es gäbe noch so viel zu erzählen, doch ich bin gerade ein bisschen sehr überwältigt. Morgen mehr.

WMDEDGT: Testtag & Links, 2,3,4…

Ich weiß, heute ist ein WMDEDGT- Tag. (Wer mehr dazu wissen will, schaut bitte Frau Brüllen vorbei. Dort findet er auch die anderen Teilnehmer) Wer hier aber seit ein paar Tagen aufmerksam mitliest, weiß dass ich (*grr… ich mag das Wort nicht mehr schreiben, aber unten steht es noch einmal!*) … Nun ja.
Und um den Tag in seiner ausführlichen Langweiligkeit zu beschreiben… obwohl so dröge war er nicht.

Die Wäsche in Angriff genommen. Es war nicht so viel wie gedacht, weil ich mich nicht schick und ausgehfein mache, wenn ich aus Quarantäne* Gründen in den vier Wänden bleiben muss. Ich wuselte rum, machte hier und da, aber nichts so richtig, weil ich diese innere Unruhe hatte, denn es war der letzte Tag der Quarantäne und der Test war angesagt. Innerlich fühlte ich mich so strotzgesund wie selten, aber das will ja nichts heißen. Ein paar kleine Zweifel bleiben dann doch.
Mehrere Telefonate am Morgen, davon einer unerfreulich, machten es nicht besser.
Und der Baustellenkrach trug auch nicht zu einer Wellnessstimmung bei.

Gegen 15:00 konnte, durfte, musste ich dann endlich zum Test. Kurzfristig sind übrigens die Tests nicht mehr so einfach zu haben. Die meisten Large Sclae Stationen sind schon weit vorab ausgebucht. Ich hatte so just noch einen Termin etwas außerhalb von der Hauptstadt in Mersch bekommen. Ich fuhr beizeiten hin, nicht dass mir ein Stau den Termin versaubeuteln sollte. Ich kam dann satte 20 Minuten zu früh, was aber kein Problem war. Hier ging das Testen noch schneller als anderswo. Ich glaube es hat insgesamt nicht mal drei Minuten gedauert.

Ich fuhr wieder zurück und saß daheim wie auf glühenden Kohlen.
Das Resultat kam aber erstaunlich schnell.
Negativ!
Hurra!

Somit traute ich mich endlich, mich auf das zu freuen was morgen kommt. Das hätte nämlich alles noch zunichte gemacht werden können.
Morgen mehr.

***

Über Geschmack lässt sich immer gut und gerne streiten. Via Croco s Twitterlieblinge vom Januar entdeckte ich den Account Ugly Belgian Houses. Einige Tweets sind wirklich sehenswert.

Nun bin ich der Meinung dass nicht nur die Belgier architektonische Kuriositäten hervorbringen, in Luxemburg findet man auch einige sehr heftige Exemplare. Ich hatte vor sehr langer Zeit, ähnlich gelagert, eine kleine Serie hier im Blog mit kitschigen überpflegten Vorgärten. Hier und hier.

***

Via die D.
Sie schickte mir gestern einen französischen Artikel über Wombats.
Ich musste dabei an die alte deutsche Quiz Sendung denken, Einer wird Gewinnen.
Und die Frage würde so lauten: Warum scheißen Wombats Würfel?
Kein Witz. Ich habe letztes Jahr auf einem Ausflug in Tasmanien zur kleinen Insel Maria Island, besagte Würfel sogar gesehen, mir aber nichts weiter dabei gedacht. Man hat recht lange gebraucht um die Antwort zu finden, da es viele Spekulationen gab. (Nein, die Tierchen stapeln den Kot nicht um damit kleine Häuser zu bauen)

Les wombats font des excréments en forme de cube et on sait enfin pourquoi (Le Monde)

Und hier das ganze auf Englisch:


Langeweile 2

Zum Glück wird das morgen ein Ende haben…uff.

Es riefen aber über den Tag verstreut mehrere Freunde an ob ich noch keine Schimmelflecken hätte, vor Langeweile. Ich weiß ja dass der Quarantäne-Spuk am Freitag ein Ende hat, weil ich dann in den Test muss. Und ich fühle mich fit wie ein Turnschuh. Also bitte lasst das Testergebnis dementsprechend ausfallen.

Am Morgen wieder wie gehabt Presslufthammergeräusche, diesmal aber auf der anderen Seite der Straße und etwas weiter oben.

Ein Telefonat mit einem/r Schauspielkollege/in geführt, über die Gründe warum da ein Theaterstück abgesagt wurde. Bei mir kam der Verdacht auf, dass unter dem Deckmantel der Pandemie ganz andere Ursachen liegen warum das nicht Stück nicht stattfindet. Mehr kann und will ich nicht dazu sagen…

Später dann noch ein Hammer. Es werden noch weitere Vorstellungsdaten einer Wiederaufnahme im März verschoben auf….Sankt Nimmerleinstag. Nein, sie werden verschoben weil, weil die Schulen hier aller Wahrscheinlichkeit nach wieder schließen werden und dieses Stück war auf Jugendliche ausgelegt.
Ich bin inzwischen schon an dem Punkt angelangt, dass ich die Absagen und Verschiebungen nur noch zur Kenntnis nehme, mich aber nicht mehr darüber aufrege, weil es meiner Meinung nach reine Energieverschwendung ist

Am Abend ein Zoom Apéro mit der A. und der N. samt den Vierbeinern Darwin und Blue. Wir hatten sogar, nicht abgesprochen, den gleichen Wein, ein Riesling und zu essen gab es bei ihnen Pasta und bei mir auch.

Später noch ein Folge Lupin auf Netflix.

Langeweile

Pünktlich um 8:00 vibrierte mein Bett. Die Jungs von der Baustelle presslufthämmerten den Bürgersteig vor meiner Haustür auf. AAAAAH!
Da ich spät eingeschlafen war und ich gerne noch weiter geschlummert hätte, stand ich müder und matt auf .
Es war Mittwoch. Ich durfte wegen der Quarantäne NICHT ZUM MARKT! Nondikass!

Insgesamt ein langweiliger Quarantäne Tag. Ich las ein wenig, daddelte ein wenig mehr, sah mir ein bisschen Youtube Blödsinn an, wurschtelte ein wenig in uralten Blogbeiträgen herum in denen die Links nicht mehr stimmten, hatte ein paar wenige aber aufmunternde Anrufe, aber nichts davon war es Wert, gesondert hier im Blog festzuhalten.

Gesundheitlich gibt es nicht die geringsten Anzeichen, dass ich mich angesteckt haben soll. Morgen hat die Chose eh ein Ende….hoffentlich.

Am Abend fing ich, nachdem ich im New Yorker eine sehr positive Kritik darüber gelesen hatte, Lupin auf Netflix an. Ja, das hat was. Ich schaute mir zwei Folgen an. Morgen mehr davon.

Kuchen, Quarantäne & Absage

Ein Tag mit Rückschlägen einerseits und andererseits viel Baustellenkrach vor der Haustür. Wenn das so weitergeht, werde ich mir ein Notbüro im Schlafzimmer einrichten…
Irgendwann gegen Mittag wurde es mir auch vorne im Büro zu viel. Ich verzog mich in die Küche und machte Kuchen. Kuchen gegen den Krach, die Langeweile, und überhaupt, weil Kuchen nun mal für alles im Leben gut ist.

Bultorangenkuchen frisch aus dem Ofen, ganz heiß noch mit ein wenig Blutorangensaft übergossen, das während dem Abkühlen einziehen kann.

Und während der Kuchen abkühlte schaute ich noch einmal in die Mails.
UND PENG!
Am Wochenende war ich mit einer positiven Person in Kontakt. Sie bekam am Montag das Resultat. Laut den hier geltenden Regeln muss ich nun für fünf Tage in Quarantäne bleiben und am Freitag in den Test.
Ach Menno!
Aber ich bin zuversichtlich. Ich hatte die Person lediglich gegrüßt mit Abstand und Maske, so wie sie mich auch. Für den Rest der Zeit hatte ich nichts mit ihr zu tun.

Da ich für Freitag sowieso einen Test vorgesehen hatte und schon angemeldet bin, brauche ich mich da nicht darum zu kümmern. Ich bestellte die Putzhilfe ab, die am Mittwoch kommen sollte, und durchforstete meine Essensvorräte. Gut dass ich gestern groß eingekauft hatte. Bis Freitag werde ich zumindest nicht verhungern. aber das wird jetzt sehr langweilig werden.

Noch später am Nachmittag bekam ich die Nachricht dass mein nächstes Theaterstück auf Eis gelegt wurde und vorerst nicht gespielt wird. Mist! Das frustete mich so sehr, dass ich halben Orangenkuchen fraß und mir danach ein bisschen schlecht war. Aber lecker war er.

Da ich schon Fotos während dem Backen vom Kuchen auf Insta stellte wurde ich sofort nach dem Rezept gefragt.
Bitteschön: Oragenkuchen mit Orangeniceing
Gefunden hatte ich es damals bei der Kaltmamsell, original ist es aber von Moey’s Kitchen.

Abendprogramm: Ein bisschen lesen und daddeln

***

Ein Instgram Blooper von ATK brachte mich sehr zum Lachen.
When you thought 2021 was going to be different. (Ton einschalten)

Baustelle & Käse

Diese Nacht schon zum zweiten mal geträumt ich hätte die Aufnahme in eine Zauberschule geschafft. Nein, kein Illusionen Zeug für Anfänger, sondern so richtig Harry Potter mit allem Pi Pa Po.

Als ich übrigens gestern Abend zurück kam war die Straße quasi leergefegt von Autos. Und heute morgen ging es los. Man fuhr mit Absperrgeländern und vielen Metallplatten vor.

Die Baustelle, die ich schon einmal Anfang des Jahres erwähnt hatte, geht los. Ich bin heilfroh dass mein Schlafzimmer nach hinten raus liegt. Aber hören werde ich sie trotzdem.

Bürokram erledigt. Der Presslufthammer legte los, oben in der Straße also gute 50 Meter entfernt und doch hatte ich jetzt schon das Gefühl als ob er neben mir im Büro wäre. Das wird ein Spaß die nächsten Tage…

Anschließend die Einkäufe. Da ich am Samstag ja nicht zum Wochenmarkt war, musste ich heute los.

Am Abend dann Besuch, der B. Ich hatten zu ANfang gedacht ich würde etwas kochen was ein bisschen mehr Zeit in Anspruch nimmt. Letztendlich wurde es ein Käsefondue. Wir hatten uns ja nur kurz letzte Woche gesehen und es gab viel zu erzählen von den letzten Wochen und Monaten und ich wollte nicht stundenlang in der Küche stehen.
Ich machte wieder den Fehler dass ich zu spät richtigen Kaffee trank ( das geht seit letztem Jahr seltsamerweise gar nicht mehr) und konnte erst weit nach Mitternacht einschlafen.

Theater & Haare

Nicht so gut geschlafen wie ich mir das gewünscht hätte. Aber gut, da musste ich durch. Es gab nämlich eine Doppelvorstellung, um wieder eine Vorstellung aufzufangen die vor ein paar Wochen abgesagt worden war.

Am Morgen den Beitrag komplett vom Vortag geschrieben. Ein bisschen hier und da rumgewurschtelt und einen neuen Header eingesetzt, sowie ein neues Widget in der Seitenleiste. Mit mir gerungen ob ich nicht ein neues Theme einsetzen soll, aber die Idee wieder verworfen. Mich macht das in anderen Blogs und überhaupt auf anderen Internetseiten wuschig, wenn ich nicht alles dort wiederfinde wo es mal war.

Am Mittag dann ins Theater. Zwei Vorstellungen, eine am Nachmittag eine am Abend. Für mich und für die Darsteller in unseren Breitengraden etwas ungewohnt, aber in England oder den Staaten ein gängiges Prozedere, am Wochenende sei es Freitag, Samstag oder Sonntag, zwei Vorstellungen zu spielen. Vor allem in Musicals ist das absolute Routine.

Zwischen den Vorstellungen gönnte ich mir einen Döner auf die Hand aus dem Kebabladen gleich neben den Theater der mir aber anschließend schwer im Magen lag.

***

Kayley Melissa, der ich schon seit ein paar Jahren folge, weil sie nun mal meinen alten Job als Youtuberin jedermann näher bringt und wirklich gute Stylingtipps gibt, erzählt etwas über Reiswasser für die Haare. Ja, Reiswasser! Es scheint der neueste Wahn auf Tik Tok zu sein. (Ich kann das nicht bestätigen, denn ich habe und will kein Tik Tok) Wann fing das an, wo kommt das her, und taugt das wirklich was?
Im Gegensatz zu anderen Influencern, die das dann einfach mal spaßeshalber „für euch“ ausprobieren, hat sie sich richtig in die Materie rein gekniet und kommt mit sehr viel Wissenswertem daher, von dem ich alter Hase aus der Branche nicht leiseste Ahnung hatte. (Die Red Yao Frauen!!! Wow!!!) Zugegeben sie redet etwas schnell, aber es kein anstrengendes Bla Bla in dem sie nie auf den Punkt kommt. Ich bin gespannt auf die nächste Folge.

Reger Andrang

Ich erinnere mich dass ich vor etlichen Jahren ein Faible für Biografien hatte. Eine davon die ich damals las, kam mir heute wieder in den Sinn. Ich hatte sie während einem Aufenthalt am Bodensee gekauft, während eines Ausfluges zur Insel Meinau. Es war die Biografie der Mutter des Grafen von Bernadotte, Marija Pawlowna Romanowa, die eine Nichte des russischen Zaren Alexander III. war, und ihre Kindheit in Russland am Hofe verbrachte. Darin stand oft zu lesen, dass sie sie sich unendlich langweilte als Kind und Jugendliche und man ihr dann sagte, sie solle sich „in Muße üben.“
Sollten wir das nicht alle, dieser Tage?

Doch im Grunde war der Samstag nicht so mußenhaft.
Das Wetter war selten scheußlich und Meteolux hatte eine mehrfach Wetterwarnung herausgegeben. Einerseits kräftige Sturmböen von denen ich bereits gestern sprach, Tauwetter und viel Regen. Dass ließ die Flüsse anschwellen und stellenweise gab an den üblichen Stellen , wie der Mosel z.b., bereits ein wenig Hochwasser.
Damit strich ich den samstäglichen Gang zum Wochenmarkt und die K. die mich später anrief, meinte nur dass ich absolut nichts verpasst hätte.

Am späten Nachmittag dann ins Theater zur Wiederaufnahme eines Stückes. Natürlich gibt es auch in diesem kleinen Theater nur sehr wenige Plätze und sie sind, wie für alle Veranstaltungen, schneller weg wie warme Brötchen. Sogar in der Cinématheque, deren Programm ich jeden Monat als kleines Heftchen in Briefkasten habe, und ich mir vor ein paar Tagen etwas ansehen wollte, herrscht reger Andrang.

Ich absolvierte meine Tätigkeiten mit Bravour (es hat zumindest niemand gemeckert) und während der Vorstellung die Umzüge.
Kurz nach 22:00 Uhr war ich fertig und fuhr, immer noch in Begleitung von ständigem Nieselregen, zurück.

***

Vor ein paar Tagen hörte ich bei der längeren Autofahrt im Radio, dass Arlo Parks ihr erstes Album herausgebracht hat. Im Sommer 2020 war sie mir mit dem Song „Black Dog“ angenehm aufgefallen, aber jetzt nicht so, dass ich explizit nach ihr gesucht hätte. Seit der Radiovorstellung läuft bei mir ihr neues Album „Collapsed in Sunbeams“ (Partner Link) und ich bin sehr begeistert.

Langweiligkeit & Sturmböen

Die Langweiligkeit der Tage, lässt mich manchmal im Blog ein wenig verzweifeln. Man kann sich das Leben auch nur so spannend gestalten wie die Situation es zulässt. Keine leichte Zeit für Tagebuchblogger.

Gleich am Morgen machte ich mich an die Organisation von „Dings“, auf das es in ein paar Tagen weniger langweilig werden soll. Ich hatte gestern schon das „Dings“ erwähnt und das ich mich noch nicht so richtig traue es hier preiszugeben, weil es immer noch zunichte gemacht werden kann.

Das Wetter war, wenn auch nicht so kalt wie die letzten Tage, selten scheußlich, mit vielen Sturmböen und kräftigen Regenschauern.

Am Nachmittag zog ich mit sämtlichem Material in ein anderes Theater um, das dieses Wochenende eine Wiederaufnahme eine Stückes vom letzten Jahr hat.
Ich mag das Stück nicht sonderlich. Ich hechtete zwischen zwei Regenschauern zum Theater und zurück und war anschließend triefnass.

Anschließend, da der Kühlschrank nichts mehr hergab, fuhr ich noch fix zum großen Supermarkt meines Vertrauens und kaufte ein paar Dinge fürs Wochenende.

Ach ja. Seit dem Mittwochsmarkt habe ich beschlossen wieder regelmäßiger Blumen zu kaufen.

Am Abend hatte ich weder Lust auf Lesen noch auf Mattscheibe und ging früh zu Bett.

Ein guter Tag

Ich hatte mir den Wecker gestellt sonst hätte ich wahrscheinlich weiter geschlafen. Ich hatte einen Auslandstermin. (Das hört sich in anderen Ländern sicherlich sehr spannend und mit einer größeren Reise verbunden an. In Luxemburg sind es jedoch immer nur Katzensprünge)

Ich brachte eine Reihe von ausgeliehenen Perücken zurück. Zudem war es eine gute Gelegenheit endlich mal wieder die B. zu sehen wenn auch mit Abstand. Wir hatten uns fast ein Jahr nicht gesehen. Auch ihre Kinder wo ich ja Pate bei ihrem Sohn bin habe ich über ein Jahr nicht gesehen. Den werde ich auch voraussichtlich nicht bis Ostern sehen.

Zwischenzeitlich bekam ich einen Anruf dass ich nun doch ein Stück betreuen kann, was ich schweren Herzens schon abgeschrieben hatte. Uff. Also muss ich zumindest ab März nicht mehr die Decke anstarren.

Und dann schmiedet sich da noch ein Plan zusammen von dem ich aber noch nichts verraten möchte. Ich traue mich nicht mich zu freuen, weil in diesen unsicheren Zeiten noch alles zunichte gemacht werden kann. Es bleibt erst mal spannend.

Am Abend sah ich das Caitlin Doughty ein neues Video gepostet hat. Und sie hat es zur Zeit sehr schwer. Oh je!

Markt & Schnee

Als ich erwachte war wieder alles halbwegs zugeschneit. Einen Moment lang haderte ich mit mir ob ich zum Mittwochsmarkt gehen soll oder nicht. Doch ich ging. Ich wollte Blutorangen haben, von denen ich mehrere Sorten auf dem Markt finde und selten welche im Supermarkt.
Außerdem hatte ich von dem einen griechischen Stand das letzte Mal rote Pesto gekauft die ganz hervorragend war, und die wollte ich noch einmal haben.

Ein schneller Kaffee mit der D. auf der Place Guillaume die sich immer mehr in eine Baustelle verwandelt. (Die Place Guillaume wird eine Baustelle, NICHT die D.!)
Schnell deswegen, weil es feucht und kalt war, und es mir langsam in die Knochen zog.

Im Buchladen ein Buch bestellt, das ich für eine der nächsten Sendungen brauche.

Fotos vom Park auf dem Rückweg:

Am Nachmittag stiegen die Temperaturen wieder leicht an und es wurde immer trüber und nebeliger.

Ich hatte noch Papierkram zu erledigen der von den Vortagen liegen geblieben war.

Am Abend lustlos durch die Fernsehkanäle gezappt. Nichts gefunden was meine Aufmerksamkeit erregt hätte.

Auf YouTube gesehen dass ATK neue/alte Folgen ihrer Sendung hochgeladen haben und dabei zwei Gerichte entdeckt, die ich noch nie selbst gemacht habe. Ein Pavlova und selbstgemachtes Egg Nog. Meine Früchteauswahl im Pavlova wäre aber eher Ananas, Mango und Granatapfelkerne, oder rote einheimische Früchte.
Da man auch hier munkelt dass es demnächst wieder strammere Einschränkungen geben wird, wegen der neuen Virusvariante, ist das vielleicht etwas was ich mir als Aufgabe vornehmen sollte.

Fernweh, Tanzweh, Menschengetümmelweh…

Das ich gestern hier nur so kurz angebunden war, hatte damit zu tun, dass die Emotionen noch einmal kräftig zuschlugen. Vielen Dank an alle die mir geschrieben haben auch per Mail, insbesondere die, die meine Mutter kanten.

Aufgewacht und ein paar wunderschöne Fotos aus Australien gesehen von meinem Freund H. und seiner Familie, die zur Zeit Urlaub im eigenen Land machen. Für mich als Luxemburger ist das eine etwas ungewohnte Form von Urlaub. Mir käme das hier so vor als würde ich beim Nachbarn zelten/schlafen. Aber in Australien kann man das schon machen.

Fernweh, tanzen gehen, je all die Dinge die man nicht darf. Ich vermisse sie. Ich fand ein Video von EBTG, aus den 90ern das genau das zeigt und beschriebt. Eine Sommernacht in einer großen Stadt durch die belebten Straßen wandern, lachen, tanzen…hach!


Dann las im Berliner Tagesspiegel den Nachruf auf einen luxemburgischen Musiker. Eine traurige Geschichte eines Mannes den ich vor etlichen Jahren einmal kennen lernen durfte.

Am Abend dann die Premiere der französischen Stückes.

Place du Théâtre
Ganz links der Artisteneingang.
Die Bühne
Warten auf den Auftritt.

Die Stimmung war recht ausgelassen. Eine Premiere im Theater! Eine Insel der Kultur in mitten von Ländern in denen nichts läuft. Und ganz ehrlich, ich verstehe es auch nicht wie wir unsere Zahlen niedrig halten und in allen anderen Ländern drumherum geht es nicht so richtig runter. Zahlt sich letztendlich das beständige Testen im Breitbandverfahren dann doch aus? Bekommen wir unsere Fälle dadurch schneller von Rest der Bevölkerung isoliert?

Gegen 22:00 Uhr war Schluss und da wir ja noch immer die Ausgangsbeschränkungen ab 23:00 haben, gab es auch keine Premierenfeier.

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Einen interessanten Artikel in einer russischen Zeitung gefunden, in der über das luxemburgische Rentensystem berichtet wird. Nein, ich kann kein Russisch, aber Google kann.
Das Land mit den größten Renten hat sein System sehr einfach eingerichtet
Den Original russischen Artikel gibt es hier.

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Wenn Anselm Neft sich die Kolumne von Franziska Augstein im Spiegel vorknöpft… autsch!

Anhand des Textes lässt sich meines Erachtens exemplarisch zeigen, wie Meinungsartikel arbeiten, wenn sie nicht auf Erkenntnisgewinn, sondern auf Stimmungsmache abzielen.

Anselm Neft

Franziska Augstein „Was zu lange währt“. Eine kommentierte Durchsicht.

Sonntag & Montag

Den Sonntag Morgen damit verbracht dass ich den Text von gestern noch ein letztes Mal verbessert habe.
Den Rest des Tages blieb ich Zuhause, las, sah fern und werkelte in der Küche. Aber nichts davon ist wirklich blogtauglich.

Ich ging spät ins Bett. Kurz vor Mitternacht sah ich noch einmal zum Fenster hinaus und fand diesen seltsam beleuchteten Himmel vor. Es hatte wieder zu schneien angefangen.

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Am Montag Morgen den Sonntag verbloggt mit Kaffee. Anschließend mich um die Wäsche gekümmert. Aber so viel ist es eh nicht. Die Tage an denen ich nicht vor die Tür gehe sehe ich nicht ein warum ich mich in Straßenkleidung schmeißen soll.

Am Abend dann zur Generalprobe ins Theater. Das Stück beginnt mit lauter Partymusik und das solange bis die (wenigen) Zuschauer im Saal sind und Platz genommen haben. Und ratet mal wer da noch auf der Hinterbühne beschwingt mittanzt. Es ist wieder einer dieser Momente in denen mir bewusst wird wie sehr mir das Tanzen fehlt…

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Ich habe den japanischen Kanal チョコレートカカオ (Chocolate Cacao) schon öfter verlinkt. Die Sorgfalt mit der er arbeitet ist schon bemerkenswert. Aber er zeigt nicht nur wie es richtig geht sondern auch die Fehler die er macht. Am Ende des Videos, in den sogenannten Cacao Notes, zeigt es was schief ging.
Am Sonntag postete er ein Video für Chocolate Ganache Opera. Halleluja!

Meine Mutter

Weihnachten 2006

Lange Jahre hätte ich es nicht gekonnt, doch auf der letzten Zugfahrt nach St.Jean-de-Luz am 30. September 2019, dachte ich, dass es noch ein Familienmitglied gibt, das ich nicht im Blog nicht verewigt habe. Meine Mutter. Sie starb 2013. An diesem Text habe mit sehr großen Abständen immer wieder geschrieben. Ihr Tod war der, der mich am meisten emotional zerschossen hat und das aus mehreren Gründen.

Wer etwas über all die anderen Verwandten lesen möchte, es gibt einen Text über meinen Vater, meinen Bruder, Großmutter Thérèse, Großmutter Marie, Onkel Nicolas, Tante Greidi, und Tante Gritty.
Wer die Geschichte von meinem Vater gelesen hat, weiß was für ein schlechtes Verhältnis ich zu ihm hatte. Heute mit der nötigen Distanz kann ich sagen dass meine Mutter da nicht ganz unschuldig daran war. An dieser Vermutung hege aber auch Zweifel, doch vielleicht finde ich während dem Niederschreiben dieses Textes und im Herumwühlen der Erinnerungen, Gründe warum oder warum nicht

Meine Mutter kam als jüngste Tochter meiner Großmutter Thérèse zur Welt. Großmutter erzählte immer dass es eine sehr schwere Geburt gewesen sei und dass es sie fast Leben gekostet hätte. Doch im Gegensatz zu anderen Babys die Anfang rot und schrumpelig aussehen, sah meine Mutter aus wie eine kleine Puppe. Sie wurde in eine Familie hinein geboren in der der Vater Bäcker war, die Mutter im den ganzen Tag im Laden stand und es gab noch eine sieben Jahre ältere Schwester, Gritty. Sie hat nie sehr viel über ihren Vater, den Bäcker Emile erzählt, weil es auch nicht sehr viele Erinnerungen an ihn gab. Er starb als sie zehn Jahre alt war.

Es gibt diese Anekdote die immer und immer wieder erzählt wurde, dass sie als ganz kleines Kind ein Dreirad bekam und damit im Gang herumfahren durfte. Es war der Tag der Pasteten und Emile machte immer dutzende an Blechen von Pasteten auf einmal. Das musste sein, denn die Dinger erforderten viel Arbeit und manchmal passierte es dass ein ganzes Blech nicht gleichmäßig aufging, oder zu dunkel wurde. Die konnte man im Laden nicht verkaufen. Es war auch ein Tag von höchster Konzentration und jeder musste Emile zur Hand gehen.
Doch passte niemand auf meine Mutter auf, die ahnungslos mit dem Dreirad ihre Runden drehte und irgendwann im Gang durch die ausgelegten vollen Bleche zum Abkühlen raste.

Mutter sagte immer dass sie sich an die erste Zeit in Beaufort, dort wo Großvater die erste Bäckerei hatte, keine Erinnerungen hat.  Bei der Rundstedt Offensive am Ende des zweiten Weltkrieges mussten sie in Hauptstadt fliehen,  und übernahmen dann eine Bäckerei im Viertel Bonnevoie.
Mutter kam in die St. Sophie Schule. Sie wurde Krankenschwester.

Wie sie meinen Vater kennenlernte könnt ihr im bei Großmutter Marie nachlesen. Da sich die ganzen Biographien kreuzen und sie auch oft in den Berichten der anderen Familienmitglieder vorkommt, werde ich mich auf das beschränken was ich noch nicht erzählt habe.

Als ich zur Welt kam, gab es noch keinen Mutterschutz und Elternzeit und sie ging gleich nach meiner Geburt wieder Vollzeit arbeiten. Ich wurde von meiner Großmutter Marie versorgt, was aber ein jähes Ende fand, da meine Mutter mit ihren Methoden nicht einverstanden war. Der Auslöser dafür waren Nähnadeln die Marie eines Tages auf den Boden gefallen waren. Ich spielte damit und steckte zwei davon in die Steckdose so dass ich einen Stromschlag bekam.

Als mein Bruder zur Welt kam hörte sich eine Zeitlang auf mit arbeiten.

Mutter war mit Leib und Seele Krankenschwester. Alle Handgriffe wie man was verbindet und wie man mit Kranken und alten Menschen umgeht habe ich von ihr.
Das ging sehr früh los als meine Mutter nach der Geburt meines Bruders wieder arbeiten ging. Sie bekam eine Stelle in einer Behindertenschule. Wir sind in der 70ern  und das Wort Inklusion war ein Fremdwort. In der Grundschule gab  es Spezialklassen für alle mit einer Lernschwäche. Alles andere was ’schlimmer‘ war wurde in einer Tagesschule für Behinderte untergebracht. Das ging von bis und man machte keinen Unterschied ob körperlich oder geistig oder beides zusammen.

Da sie auch sehr schwere Fälle von Trisomie  hatten und diese Kinder intensivere Pflege brauchten wurde meine Mutter eingestellt. Es war eine Tagesschule  / Hort und somit konnte sie Mittags nicht für mich kochen. Also ging ich ab dem Kindergarten an drei Tagen in der Woche hinüber zur Behindertenschule und aß dort mit ihnen gemeinsam Mittag. Ich bin heute der Meinung dass diese sehr frühe Begegnung mit andersartigen Kindern sehr wichtig war und ich deswegen absolut keine Berührungsängste mit nichts und niemandem habe.

Doch es war einer dieser Stellen an denen nicht ganz klar war wer welche Kompetenzen hat und wer wessen Chef ist.  Da hier mehrere Berufe hinein spielten und sich vor allen eine Kinderpsychologin in alles sehr einmischte, hatte meine Mutter irgendwann die Nase voll und kündigte.

Dann kam das große Debakel mit der Schließung der Fabrik in der mein Vater arbeitete. Es war auch die Zeit in der er merkte dass er mit seinen 42 Jahren und ohne anerkannte Ausbildung zum alten Eisen gehörte. Es wurde zusehends schwieriger Zuhause…
Meine Mutter hatte das Glück sofort eine Stelle zu bekommen in einem Altenheim das auf Gerontologie ausgelegt war. Dort waren die heftigsten Fälle untergebracht. Das Haus wurde von Nonnen geleitet, was nicht optimal war. Geteilte Arbeitsschichten morgens und abends zu den Spitzenzeiten.
Doch es war auch die Zeit in der ich mich für den Beruf der Krankenpflege zu interessieren begann (ich war 14 oder 15 Jahre) und meine Mutter nahm mich mit zur Abendschicht. Gleich am ersten Tag nahm sie mich mit zu einem Mann ins Zimmer der an Krücken ging und Hilfe brauchte beim Ausziehen und ins Bett zu gehen. Es saß auf dem Rand vom Bett und meine Mutter zog ihm die Hose aus. Es gab ein ploppendes Geräusch und auf der linken Seite rutschte das ganze Bein zu Boden. Ich war etwas erschrocken, versuchte es aber nicht zu zeigen. Der Mann hatte ein Beinprothese und meine Mutter es vergessen mir vorab zu sagen.
Ich bekam ein paar Aufgabenbereiche. Essenstablette austeilen und wieder einsammeln. Manche Patientinnen mussten auch gefüttert werden und ich übernahm auch das teilweise. Eine andere Aufgabe war Katheter Säckchen entleeren.
Ich sah Dinge die die wenigsten Jugendlichen in meinem Alter sahen. Ich sah das Ende des Lebens. Ich sah meine ersten Toten.
Mutter erzählte manchmal Dinge die auch an ihr nicht spurlos vorbeigingen. So hatte in einer Nacht die Nachtwache eine tote Frau übersehen, die meine Mutter dann am Morgen bereits in der Totenstarre im Bett fand. Sie musste sie trotzdem anziehen und für die Familie, die bereits auf dem Weg war, zurecht machen. Gelenke und Knochen brechen war die einzige Möglichkeit um sie in die Kleider zu bekommen.

Es kam der große Streit zwischen mir und meinem Vater und ich zog von zu hause aus und ein paar Jahre später, 1988 wurde er krank und verstarb.

Sie trauerte eine Zeit lang doch im Jahr danach ging es bergauf. Ihre Freundinnen die L. und vor allem die G. halfen ihr sehr dabei. Es war auch die Zeit in der sie sich mehr als zuvor in ihre Arbeit kniete und als Krankenschwester sehr gefordert wurde. Sie hatte schon als mein Vater noch lebte das Altenheim gewechselt und hatte dort den Posten der leitenden Stationsschwester übernommen. Sie war viel unterwegs und verreiste so oft sie konnte während ihren Urlauben.
Sie hatte die Thé Dansant für sich entdeckt die immer Sonntags in Bad Mondorf stattfanden. Sie tanzte gerne, etwas was mein Vater absolut nicht tat. Sie entdeckte insgesamt eine Lebenslust wieder, die ihr abhanden gekommen war.
Wenn ich heute die Fotoalben durchblättere sind viele Fotos aus der Zeit, von den Reisen mit ihren Freundinnen dabei.
Es waren wohl ihre schönsten Jahre.

Dann kam der Tag als mein Bruder Gilles bei einem Motorradunfall starb. Es war im Mai 1999. Es zerbrach etwas in ihr und ab da war sie nie wieder die gleiche. Das Funkeln in ihren Augen verschwand und sie fing an ihren Job zu hassen. Sie war für sehr lange Zeit krank geschrieben. Mein Verhältnis zu ihr änderte sich auch. weil ich ich endlich den Mut und die Kraft fand Dinge in meinem Leben zu ändern, weil auch ich einen Weg suchte mit dem Verlust eines Bruders klar zu kommen. Ich schmiss den letzten Job im Friseursalon und fing noch einmal von vorne an. Ich hatte mich ja schon in wenig in der Kunst und Kulturbranche eingearbeitet, jetzt wagte ich den kompletten Schritt. Viele Jahre später in meiner ersten und einzigen Therapie erklärte man mir dass ich eine Sublimierung gemachte hätte.
Meine Mutter empfand es jedoch als große Enttäuschung und weigerte sich auch nur eine Produktion von mir anzusehen. Das änderte sich mit Jahren, aber erst durch eine Begebenheit die mich wiederum enttäuschte. Aber dazu später mehr.

Im Jahr 2000 unternahm sie mit ihrer Freundin G. eine Weltreise. Diese Reise führte sie an Orte die ich auch zum Teil bereist habe und es war bei mir der Auslöser es ihr 2018 gleich zu tun.
Sie brach sich in Australien den Arm, was sie aber nicht davon abhielt die Reise bis zum Ende mitzumachen. Da sie in der Gruppe reiste, packte jeder eine Hand mit an und Trug ein Stück ihres Gepäcks. Diese Reise schweißte die Gruppe noch über Jahre hinweg zusammen und sie sahen sich nach der Reise mehrfach.

Es kam die Zeit in der auch meine Mutter sich daran gewöhnen musste, dass nun mal nichts mehr ohne Computer ging und ihr Job verlangte dass sie sich darin einarbeiten muss. Somit hatte sie sich weitgehend in Windows 95 eingearbeitet und ich richtete ihr zuhause einen PC ein mit Internet ein ,was ihr einen neune Blick auf die Welt gab. Ab da hatte sie ihre ersten Männerbekanntschaften aus den Netz und einer davon wurde ein Bestandteil ihres Lebens. Er wohnte in Frankenthal und sie besuchten sich gegenseitig. Zusammenziehen war jedoch nie ein Thema.

Mutter ging in Rente. Sie freute sich einerseits darauf, andererseits, dachte sie wohl dass nun das „richtige“ Leben anfangen würde. Doch das tat es nicht. Als sie in Rente ging, ging auch kurze Zeit später die Krankheit los, von der wir lange nicht wussten was es genau war. Es fing mit ihrer rechten Hand an dass sie diese nicht mehr richtig bewegen konnte, und über die Jahre hinweg (es war sehr langsam) breitete es sich aus.

Über ihre PSP Krankheit und ihren Verlauf habe ich nie oder nur selten im Blog berichtet. Sie durchlebte Jahre der Verzweiflung und dann wieder der Gleichgültigkeit.
Am Tag an dem sie mich anrief und mir sagte, was es für eine Krankheit ist, wusste sie aber auch schon dass es kein Zurück mehr gibt und schwieg. Mir sagte sie es wäre Parkinson Plus. Ich googelte mich damals durch unzählige medizinische Foren und Wikipedia, was aber zu der Zeit noch sehr wenige Informationen hergab. Doch ich fand heraus dass es die Bezeichnung Parkinson Plus so nicht korrekt ist, weil PSP nichts mit Parkinson zu tun hat, außer dass die Anfangssymptome sehr ähnlich sind. Die Medikamente gegen Parkinson helfen nicht, im Gegenteil, es können irreparable Schäden entstehen.

Der nun folgenden Abschnitt kann man anzweifeln, aber es ist meine Erklärung dafür ist ,dass sie an einer seltenen unheilbaren Krankheit starb.
Die Weltreise führte sie auch nach Tahiti und Moorea. Sie schwärmte noch lange Jahre davon wie schön es dort gewesen war.
Auf Tahiti gab es zur gleichen Zeit eine unerklärlich verstärkte Anzahl an PSP Fällen. Es war sehr seltsam, denn die neurologische Krankheit ist nicht dafür bekannt dass sie sich wie eine Epidemie verhält und man konnte auch nie nachweisen, dass ihr eine bakterielle Infektion oder gar ein Virus zu Grunde liegt. Inzwischen vermutet man auch dass es ein spezifischer Stoff ist, wie eine Pflanze oder ein Umweltgift, das es auslösen könnte.

Ich verdrängte oft den Gedanken dass es so ist, wie es ist, klammerte mich an jeden Strohhalm Hoffnung und stürzte mich in die Arbeit, die das einzige war, was mich noch aufrecht hielt. Es gibt viele kleine Episoden, die mir jetzt, wo ich es schreibe, wieder einfallen und allein die Erinnerung daran schmerzt immer noch sehr.

Großmutter, wohnte schon seit etlichen Jahren bei ihr im Haus. Sie war hingezogen als sie sehr schwer gestürzt war und sich das Bein, die Hüfte und das Schlüsselbein gebrochen hatte. Sie wurde wieder ganz gesund, doch traute sie sich nicht mehr zurück in ihr eigenes Haus wegen der vielen Treppen. Das Haus meiner Mutter war ein Bungalow und somit einfacher für sie.
So wechselten über die Jahre die Rollen. Großmutter wurde vom Pflegefall zur Pflegenden.

In den Jahren wo es Mutter bergab ging, ging es bei mir bergauf, was mit sich brachte dass ich kein Unbekannter mehr in der Branche war. Ein Reporterin vom Fernsehen sprach mich an ob sie ein Portrait von mir fürs Fernsehen drehen könnte. Ich sagte zu. Erst nach dieser Ausstrahlung, sagte meine Mutter zum allerersten mal dass sie stolz auf mich sei. Das versöhnte mich einerseits mit ihr andererseits musste ich erst im Fernsehen kommen, dass sie mich wahrnimmt.

Mutter richtete sich alles so ein mit viel Hilfe von allen Seiten und den richtigen Stellen (sie wusste ja aus all ihren Jahren als Krankenpflegerin was zu tun ist) dass sie zuhause bleiben konnte . Es wurden Dinge um Haus umgebaut. Sie bekam ein komplett rollstuhlgerechtes Badezimmer. Auch ihr Schlafzimmer wurde völlig umgemodelt und sie bekam ein Krankenhausbett. Das separate Klo wurde umgestaltet damit sie es nutzen konnte. Die Putzhilfe wurde von vier Stunden auf halbtags eingestellt und war dann zur Stelle, wenn der mobile Krankendienst es nicht konnte.
Dies alles geschah über zwei bis drei Jahre hinweg.
Sie wollte unter gar keinen Umständen in ein Pflegeheim. Sie wollte nicht dort landen wo sie selbst jahrelang gearbeitet hatte und nichts und niemand traute sich ihr zu widersprechen.

Was mir sehr in Gedächtnis geblieben ist sind die Weihnachtstage. Es ist mit ein Grund warum ich diese Tage nicht mehr mag. Ich weiß noch als sie das letzte mal für uns alle kochte. Es war ein Lammbraten mit allen Schikanen und Beilagen und er war wunderbar. Danach hat sie nie wieder einen gemacht. In den darauffolgenden Jahren wurde das Essen in Restaurants bestellt. Ich hatte für ein paar Jahre auch das Kochen übernommen.

Sie magerte langsam ab. Es gab immer wieder Monate im denen es es ihr einigermaßen gut ging und jedes mal wieder ein wenig Hoffnung aufkommen ließen, nur um im nächsten Monat wieder zerstört zu werden, denn die Krankheit ging unbarmherzig und in Schüben voran.

Ich hörte weitgehend auf in der Filmbranche zu Arbeiten. Ich musste immer wieder einspringen in Notfällen und auch für viele sehr private Dinge die meine Mutter nicht gerne an Fremde weitergab, wie zum Beispiel Geldangelegenheiten und sonstige Papiere. Zudem fing ihre Schwester Gritty an, an Alzheimer zu leiden und ich konnte nicht einfach so für mehrere Wochen mit einer Filmcrew von der Bildfläche verschwinden. Ich fokussierte mich aufs Theater, das ich mit allem anderen weitgehend vereinbaren konnte.

Im Oktober 2013 war ich gebeten worden mit einem Stück für ein paar wenige Vorstellungen auf Tournee zu gehen. Ich war etwas über zwei Wochen weg. Ich hatte alles vorab besprochen und alles so eingerichtet dass ich zuhause nicht gebraucht würde und fuhr nach Berlin.

Als ich zurückkam war der erste Gang ins elterliche Haus zu meiner Mutter. Ich erschrak als ich sie sah. Sie hatte in den zwei Wochen so stark abgenommen, dass sie nur noch ein Schatten war. Eine der Krankenpflegerinnen aus dem mobilen Dienst hatte sie überzeugt, dass es doch jetzt besser wäre ins Krankenhaus zu gehen, denn diese abrupte Gewichtsabnahme war nicht normal.

Großmutter besuchte sie jeden zweiten Tag. Ich versuchte die anderen Tage da zu sein. Ich fragte mir einen Termin bei ihrer Neurologin an, die mir dann endlich reinen Wein einschenkte und meinte dass nichts mehr zu machen sei. Die letzten beiden Besuche waren von einer solch unerträglichen Trauer geprägt, dass ich sie kaum ertrug.

Ich habe sie hier und hier beschrieben.

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In den letzten Wochen der Einschränkungen habe ich immer wieder an diesem Text geschrieben, doch es kostete Kraft und bisweilen zerschoss es mich mehr, als gut für mich war. Anders als bei meinem Vater fand ich hier nicht die Distanz die nötig gewesen wäre. Ich bitte euch um Nachsicht, ich weiß dass der Text teilweise nicht so kohärent ist, wie ich mir das gewünscht hätte. Ich habe das geschrieben was ich schreiben konnte, was nicht schon anderweitig im Blog zu finden ist und vor allem, was ich für mich und für sie verantworten kann. Es wäre gut gewesen ich hätte ihn jemandem vorab zu lesen gegeben. Doch ich weiß auch was für eine sensible Aufgabe es für den oder die gewesen wäre, es zu verbessern. Ich wolle das niemandem antun.
Der Text musste raus und psychologisch ist es auch eine Art Schlussstrich unter einem Kapitel meines Lebens.

Saftig grüne Wiese

Ich war erst spät zu Bett wegen dem Fernsehspiel und wachte auch später auf. Erste SMS des Tages, das Resultat des Testes. Negativ. Der Tag fing gut an.
Samstag: Auf zum Markt!

Die Wiese im Park kam mir so saftig grün vor, dass ich glaubte den Frühling schon riechen zu können. Aber das verbuche ich mal unter Wunschdenken. Zudem kommt es mir ständig vor als ob wir schon Mitte Februar wären. Noch so ein Wunschgedanke.

Auf dem Markt probierten die D. und ich zum ersten mal einen Kaffee von der Interview Bar. Sie ist mit 2,80€ die teuerste der Umgebung, die einen Becher to go anbieten, und schmecken tut er auch nicht.
Zudem war es so brechend voll auf dem Markt, dass wir uns auf Place Guillaume verzogen wo es ruhiger war und es ebenfalls Kaffee in der Espresso Bar La Piazza gibt.

Wieder zuhause daddelte ich eine Runde Runescape bis es Zeit ins Theater zu gehen. Es war inzwischen merklich kälter geworden und ich nahm das Auto mit, weil ich ein Teil meines Materials wieder mitnehme wollte. Und durch die Kälte wollte ich nichts schleppen. Doch wenn ich das tue wird genau das eintreten was dann immer kommt. Es kommt ein Notfall in dem genau das fehlt was ich bereits mitgenommen habe.

Und während die Hauptprobe lief saß ich auf der Hinterbühne und schrieb dieses Bolgposting fertig. Und dann wie aus heiterem Himmel nahm ich mir noch einmal den langen Text vor, den ich schon mehrfach erwähnt habe. Ich hatte nur vorgehabt ihn zu verbessern, doch dann floss der ganze Schluss, wie von selbst aus den Fingern. Er ist fertig!

Und wenn ich morgen früh noch mal die Kraft finde ihn gründlich zu bearbeiten auf Fehler und seltsame Satzkonstrukte, könnt ihr ihn am Montag hier lesen.
(Nachtrag: Ich hatte sie und er kommt)

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CBS berichtete vor ein paar Tagen über einen Journalisten der für viele europäische Fernsehstationen über die US-Wahlen berichtete und das in sechs verschiedenen Sprachen. Und ratet mal von er stammt und was die sechste Sprache ist. Mir lief eine ganz kleine patriotische wohlige Schauer über den Rücken…

US TV impressed by Lux journalist reporting in 6 languages /Delano
(dort gibt es den Ausschnitt aus der CBS Sendung zu sehen den ich leider nicht gesondert verlinken konnte)

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Den Black Summer letztes Jahr in Australien brachte dem Continent eine ungeahnte Welle der Hilfe entgegen. Was ist aus den 640 Millionen Dollar geworden, die gespendet wurden?

Black Summer donations from Australians nudged $640 million. Getting it to those in need was a miracle

Ein Tag zuhause & ein Tag halbwegs zuhause

..mit vielen Anrufen, auch für Projekte für die Zukunft. Was mir in letzter Zeit aber häufiger unter kam waren Anfragen zum Einspringen, weil jemand im Tracing gelandet ist und jetzt für ein paar Tage unter Quarantäne steht. Da die aber sehr kurzfristig sind und sie jemanden suchen der möglichst noch am gleichen Tag einspringen kann, muss ich meistens absagen.

Einiges an Bürokram erledigt, wobei ich merke, dass das immer mehr wird. Es muss inzwischen fast jeder Handgriff archiviert werden. Ich kann nachvollziehen warum das so ist und sein muss, aber mein eigentlicher Job kommt dabei zu kurz weil der Schreibkram immer mehr Zeit in Anspruch nimmt.

Anschließend Hausarbeit.
Wäsche vor allem und ein wenig umräumen in den Schränken. Ich habe mir vor ein paar Tagen neue Weingläser gegönnt. Jeweils acht Weißwein- und Rotweingläser. Wenn ich irgendwann wieder Gäste empfangen kann, werde ich sie auch nutzen können… Die Supermarktkette Cactus hat immer wieder Aktionen wo man für die gesammelten Punkte allerlei Zeug bekommen kann. In dieser Winteraktion waren es Spiegelau Gläser, die ja schon einiges kosten.

Jetzt fehlt noch das Geschirrservice Metrochic, von dem ich ja schon ein paar Teile besitze, und den ich mir nach und nach kaufen werde.

Am Abend gab es drei Folgen der ersten Staffel Mystery Road auf Arte, die ich schon allein wegen großartigen Aufnahmen des Outback in Australien ansehe. Doch die Serie an sich über die zwei verschwundenen Männer ist auch nicht schlecht. Und immer wenn ich Bilder dieser fast irrealen Landschaft sehe, bekomme ich Fernweh. Letztes Jahr um diese Zeit war ich dort….

Zu Essen gab seit längerer Zeit mal wieder mein liebstes Wohlfühlgericht. Oricchiette à la Mac’Cheese und reichlich Pfeffer.

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Gleich am Morgen los zum Covid Test. So lange ich quasi täglich ins Theater muss, muss ich auch einmal pro Woche zum Test. Da ich sie über das Theater machen muss, der nicht ins Large Scale Programm fällt, musste ich dafür ins Krankenhaus und nicht wie sonst mit dem Auto durch die Teststation fahren. Ich fuhr mit der Tram hin. Es gibt zwei Analaufstellen für diese Tests, die übrigens durch die Nase gemacht werden, nicht durch den Rachen. Eine befindet sich im Zita Krankenhaus auf dem Bahnhof, die andere auf dem Kirchberg im Robert Schuman Krankenhaus auf dem Kirchberg.
Als ich auf Kirchberg ankam, war ich erfreulicherweise alleine und ich kam sofort dran. Mein erster Test durch die Nase. Es ist nicht sehr angenehm.

Ich fuhr zurück in der Oberstadt und kaufte mir bei Renert das Mittagsmenü zum daheim verspeisen. Käse Spätzle, sehr gut aber sehr sättigend.

Am Abend schaute ich mir die Aufzeichnung vom Kleinen Fernsehspiel an, über den Lichtenberger Fall von der ermordeten Peggy Knobloch. Es waren mehrere Folgen die über ein paar Tage hinweg gesendet wurden. Eine lähmend erdrückende Geschichte die sich über 20 Jahre hinzog und immer noch kein Ende gefunden hat. Die Ermittlungen sind seit Oktober 2020 eingestellt.

Ein langer Tag

Ich hatte mir den Wecker gestellt damit ich Zeit genug zum Bloggen und Kaffe hatte ohne mich zu stressen. Ein Anruf jedoch schmiss alles um. Es gab viel zu bereden wegen einem zukünftigen, wahrscheinlich erst im nächsten Jahr stattfindenden Projekt. Das brachte mit sich dass ich Katzenwäsche machen musste und anschließend auf den Markt sauste.

Anschließend dann ins Theater, weil es einen ‚Notfall‘ gab. Wieder daheim packte ich alles vom Markt weg und musste dann auch wieder zurück ins Theater zur… na ja, nennen wir es mal Überwachung, für den ersten Durchlauf ohne Unterbrechung auf der Bühne.

Es ist ein Stück was ich lediglich betreue indem ich den Darstellerinnen zur Seite stehe. Schminken müssen sie sich selbst und ab der Premiere werde ich nicht mehr dabei sein. Das ist üblich für Stücke die anschließend auf *Tournee gehen, Maske ist immer der erste Posten der gestrichen wird.

*Tournee wird es so schnell keine geben. Wir können froh sein wenn die Vorstellungen hier laufen.

Für einen ersten kompletten Durchlauf lief es gut.

Ich kurz nach sieben nach hause zu Fuß durch die bereits leeren Straßen der Innenstadt. Jetzt wurde auch ersichtlich wie wie viele dunkle und leere Schaufenster es in der Grand Rue gibt. Ob sie alles wirtschaftliche Pandemie Opfer sind, weiß ich nicht, aber ein paar davon sicherlich.

Missmut

Ich hatte mir den Wecker gestellt damit ich ohne Stress bloggen konnte.
Ein Anruf meinerseits klärte ein paar Dinge, wo ich schon lange darum gebeten hatte, da mir jegliche Infos für ein zukünftiges Projekt fehlten. Also umging ich den gewohnten Weg und rief dort wo die Entscheidungen gefällt werden. Und dort bekam ich dann die schlechte Nachricht, dass ich nicht gebraucht werde. Pff…
Ich sollte endlich lernen, dass ich nicht immer gewissen Projekten den Vorrang gebe und mit Anlaufzeit eintakte, nur weil es eine Art von Projekt ist, die ich schon immer gerne gemacht habe und mir einbilde, ich hätte ein Anrecht darauf…

Dann wurde an anderer Stelle mitgeteilt, dass ich für das Stück das ich die letzten Tage betreute, nicht mehr gebraucht werde, bis zu den Endproben. Ich hatte damit gerechnet, dass es so kommen würde, denn ich hätte nicht gewusst was ich noch weiter für die Truppe hätte tun können.
Doch gleich zweimal an einem Tag zu erfahren dass man nicht gebraucht wird…autsch.

Am Abend schaute ich mir dann noch eine Casting Show an, die mich vollends wütend machte. Ich wusste schon seit langen dass es in England eine Casting Show für Maskenbildner gibt. Glow Up aber ich wusste nicht, dass man sie auch auf Netflix sehen kann. Da es relativ kurze Folgen sind, bingewatchte ich sie an einem Abend weg. In den letzten Folgen schaute ich mir dann immer nur noch den Anfang an um die Aufgaben zu hören das Endresultat und die Bewertung der Jury. Das Befindlichkeitsgesäusel dazwischen spulte ich schneller ab. Die Spielregeln erlaubten dass sich ein paar der Kandidaten regelrecht durchmogeln konnten. Eine Kandidatin die wunderschöne Arbeiten machte,aber nie durch exaltiertes Benehmen auffiel und auch selbst eher sehr brav aussah, wurde im Viertelfinale mit so fadenscheinigen Argumenten rausgefeuert, dass ich sauer war und keine Lust mehr hatte, mir das Halbfinale und das Finale anzusehen. Ich habe es dann doch getan, weil ich wusste dass im Finale der Fotograf Rankin in der Jury dabei war und ich seine Arbeiten sehr mag.
Nun ja, es war zum ersten und zum letzten mal dass ich mir so ein Sch… ansehe.

***

Am Dienstag erwachte ich mit Missmut ob der eigenen Situation, hatte Kopfschmerzen und wusste schon als ich zum Fenster hineinschaute warum. Das Wetter hatte in Nieselregen umgeschlagen und die Temperaturen waren leicht angestiegen, also dieses typische Dreckswetter, das ich nicht vertrage.

Ich verpennte den Friseurtermin, was mir noch nie passiert ist, konnte ihn aber auf den Nachmittag verlegen.

In einer Mail las ich dass Netflix eine Luxemburger Serie eingekauft hat. Capitani ist somit die erste rein luxemburgische Produktion die dort ab dem 11. Februar zu finden sein wird. Die zweite Staffel ist bereits in Arbeit.

Ich war froh dass ich den Friseur gegen 15:00 Uhr bekommen hatte und als ich mich in den Spiegel sah hob es merklich meine Stimmung.

Am Abend dann waren die Kopfschmerzen verschwunden, nachdem ich mich ein wenig hingelegt hatte und als später auf den Balkon hinaustrat, sah ich warum. Es hatte aufgehört mit regnen, der Mond schien, die Sterne kamen hervor und das Tiefdruckgebiet war weg.


Ein Spaziergang durch die Parks der Stadt

Angedacht war anfänglich eine Fahrt zur Mosel zu der K. Doch da sich das Wetter nicht schlüssig war was es wollte und die K. keine Lust hatte an der Mosel zu bleiben, verlagerten wir die Tour in die Stadt, zusammen mit der N. und Darwin.

Die Sonne kam und ging und insgesamt war es eine kleine Rutschapartie. Denn die Wege durch die Parks waren nicht alle gesäubert, bzw. mit Kies bestreut.

Anschließend gab es bei mir eine Tasse Kaffee mit einem Stück Apfelkuchen den die K. mitgebracht hatte, von diesem sagenumwobenen und legendären Bäcker, bei dem ich immer noch nicht war. Er liegt ungünstig für mich, in Gasperich, einem Viertel an dem ich vorbeifahre aber nie hinein. Er soll so gut sein dass Kunden extra aus dem Ösling in die Stadt kommen, wegen seiner Croissants und seinem Brot.
Der Apfelkuchen war übrigens sehr lecker und vor allem nicht zu süß.

Am Abend zappte ich wahllos durch die Fernsehsender ohne mir wirklich etwas anzusehen.

Bäume ziehen um

Das Wetter war trocken aber die Sonne kam nicht richtig wegen den Hochnebel durch. Gegen 11 war ich, wie üblich auf den Wochenmarkt. (und ich habe schon wieder vergessen ein Foto zu machen um euch zu zeigen wie das jetzt aussieht seitdem er von der Place Guillaume umgezogen ist) Es war sehr voll und ich kaufte nur das Nötigste um nicht zu lange Schlage stehen zu müssen.

Seit Freitag hat das Café Renert auch wieder geöffnet und man kann das Mittagsmenü kaufen und mit nachhause nehmen. Zudem gibt es Kaffee to go.
Also gingen die D. und ich hoch zur Place Gillaume ,die fast menschenleer war. Eine sehr gute Entscheidung.
Wir tranken Kaffee zusammen mit der K. und ich nahm ein Portion Mittagsmenü mit.

Würstchen mit Senfsoße, Kartoffelpü und Wurzelgemüse.

Der Grund warum die Place Guillaume zur Zeit von allem befreit wird ist, weil sämtliche Infrastruktur (Wasser,Gas,Strom,Internet) neu verlegt wird, und der Platz selbst bekommt auch einen neuen Belag. Unter dem Platz befindet sich auch ein Parkhaus das zu einer Seite vergrößert wird und dort fanden auch schon Ausgrabungen statt. (In einer Stadt die über 1000 Jahre alt ist, findet man nun mal jede Menge Zeugs in Boden)

Ich hatte schon mal im Fernsehen gesehen wie große Bäume verpflanzt werden aber noch nie live. Das sieht schon Wahnsinn aus.

Die Kastanien der Place Guillaume ziehen für die Dauer der großen Baustelle um, die voraussichtlich 3 Jahre dauern wird.

Am Abend die letzten beiden Folgen von Bridgerton. Es ist kurzweilig angenehm auch wenn die letzten drei Folgen ein eher langatmig daher kommen und ein wenig voraussehbar sind. Auch die berüchtigte Miss Whistleton war jetzt nicht die große Überraschung. Ich hatte auf jemand anders getippt, und zwar ein Mann, der es durchaus auch hätte sein können.

Ach ja.
Die neueste No Art Sendung mit mir wurde ausgestrahlt.

Ich stelle übrigens diesen Comic vor.

Ohrwurm & indische Küche

Tief und fest geschlafen. Ich erwachte seit längerem mal wieder ausgeschlafen und frisch auf. Gebloggt und und bei anderen Bloggern gelesen was da so los bzw. nicht los war.

Den Ohrwurm schnappte ich bei der Kaltmamsell auf und er bohrte sich sehr tief rein. Soon May the Wellerman Come ist ein Sea Shanty, der ursprünglich aus Neu Seeland stammt (wer schon lange hier mitliest wird ein ein Muster erkennen und warum ich das verlinke)
Die erste Version entstand auf Tik Tok, (nein ich lasse mir nicht auch noch Tik Tok schmackhaft machen, ich vertrödele eh schon zu viel Zeit in Netz) und es kamen immer weitere Stimmen dazu, Ich habe euch gewarnt, klickt nicht auf das Video:

Im Theater hektische Arbeit für die nicht genug Zeit einkalkuliert hatte, die aber seltsamerweise ohne einen Mucks für gut befunden wurde, was mich überraschte, denn zu Anfang dachte ich dass es eine Murckstour werden würde. *auf Holz kolpf*

Eine paar schöne Fotos gemacht denn es war so strahlend schönes Wetter nach dem Schneegestöber, dass man die Sonnenbrille anziehen musste.

Am frühen Abend eine UFO Flugzeug Sichtung direkt unterhalb dem Mond.

Abendessen bei der A. Es gab indische Küche aus dem Royal Bengal , eines der seltenen indischen Restaurants die ich in Luxemburg empfehlen kann. Es gibt nur wenige die wirklich gut sind.

Die kleine Blue kommt jetzt in das Teenageralter und benimmt sich auch bisweilen sehr daneben.

Ein schöner Abend der pünktlich endete, weil wir ja um 23:00, ach ihr wisst schon…

***

Dass ich ein uneingeschränkter von Tracey Thorn Fan bin, muss ich wohl nicht jedes mal wiederholen. Ich mochte sie schon als eine Hälfte von Everything But The Girl war und auch später als Solosängerin. Schriftstellerisch ist sie auch unterwegs z.B. im New Statesman in dem sie regelmäßig eine Kolumne schreibt. Irgendwo berührt sie immer wieder etwas in mir.

“Well, Happy New Year,” I said to Blake, and he smiled ruefully. “Yeah, you too.” Then there was a pause. “I feel a bit melancholy,” he said, and I had to agree. I could have told him once again to stay strong, and be patient, and look on the bright side, and that it won’t be much longer now, and there’s light at the end of the tunnel, but I am sick of hearing myself say these things.

Tracey Thorn / New Statesman

Im April kommt ihr neues Buch.

Das weiße Zeug das ich nicht mag

Am Morgen war die Straße leicht zugepudert.

Ich hatte viel im Theater zu tun und jeder bekam einen großen Schreck weil einer der Darsteller ganz schnell in die Notaufnahme musste.
Das warf den ganzen Probenplan durcheinander. Ich tat die Dinge die mir aufgetragen wurden und huschte dann noch durch ein paar Läden um die Dinge zu besorgen die noch für das Stück gebraucht wurden, obwohl zu dem Zeitpunkt nicht sicher war, was mit dem ausgefallenen Darsteller los sei, ob er noch einmal antreten kann ob es etwas Ernstes ist.
Am späten Nachmittag kam dann die erlösende Nachricht dass er morgen wieder antreten kann.

Ich hatte derweil alles erledigt und fuhr nachhause. Das Schneegestöber hatte inzwischen richtig zugelegt.

Ich daddelte eine Runde Runescape weil nicht nach lesen oder fernsehen zumute war.
Als es dunkel wurde wurde es noch weißer.

Und später in der Nacht war dann alles restlos mit Schnee bedeckt.

Zwei Tage mit viel hin und her

Ein Dienstag mit Schreibkram und Vorbereitung für eine Sendung, in der ich aus Gründen einspringen muss. Am späten Nachmittag dann ein erster Durchlauf des Stückes das Ende des Monats Premiere hat. Ich habe Hoffnung dass es gut werden könnte. Aber es ist nicht für jedermann.
Den restlichen Abend dann mit Lesen verbracht und in voller Bekleidung auf dem Sofa fest eingeschlafen wo ich dann um 4 Uhr morgens erwachte und mich dann erst für die restlichen Stunden ins Bett legte.

***

Der Wecker klingelte Mittwoch morgen um 8 , ich war aber schon davor wach. Ich machte mich gleich fertig und ging auf den Wochenmarkt, der heute zum ersten mal auf der Place Hamilius war. Es waren wieder ein paar Stände mehr da, und ich bin gespannt wie es am Samstag weiter geht. Fotos davon gibt es am Samstag wenn das Wetter mitspielt.
In Windeseile zurück zur Wohnung weil ich einen Termin mit einer Darstellerin hatte die ich zum Friseur begleiten musste, zwecks einer Umfärbung. Nun könnte ich das selbst machen aber ich bin so lange aus diesem Job raus dass ich lieber Profis mit rezenter Erfahrung ranlasse.
Dann fertig machen für die Sendung. Mehr dazu gibt es am Sonntag.

Wieder in der Wohnung hatte ich hunger und kaufte mir eine Riesling Pastete auf die Hand, denn Riesling Pastete geht immer und überall.
Und es gab das hier, Kirschkuchen.

Abendprogramm: Eine Doku auf Prime, die ich gar nicht mit Titel erwähnen will, denn sie war so schlecht, dass…nun ja. Ich schaute sie mir nicht zum bis zum Ende an.
Anschließend noch zwei Folgen Birgerton.

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Kurz nach Weihnachten erschien eine kleine Doku über einer der bekanntesten Folk Gruppen in Luxemburg, Zero Point Five. Für meine deutschen Leser, die kein luxemburgisch verstehen ist es vielleicht ein ganz gute Übung, und es gibt englische Untertitel, wenn gar nichts geht.


***

Diesen langen und sehr emotionalen Twitter Thread der bereits 2018 erschien, bei Croco gefunden, über ein Grab auf einem Militärfriedhof in Transsilvanien, in dem nicht ein sondern zwei Soldaten aus dem ersten Weltkrieg liegen. Damit sich das besser liest, habe ich den Thread durch die reader app laufen lassen. Original ist sie auf Spanisch, wurde ins Englische übersetzt und es hinkt manchmal ein bisschen. Geheult habe ich trotzdem.
a gay love story of the 1st world war’s year
und wer Spanisch kann, da ist es wahrscheinlich nicht so holperig, bitte sehr:
#emilyxaver

Les Temps Difficiles*

Und wieder sitze ich vor einer weißen Makse (NEIN! nicht Stoffmaske sondern Textmaske!!!) die mich kirre macht, weil ich nicht weiß mit was ich sie füllen soll.
Ich schrieb am Montag Nachmittag folgendes ins Blog der Kaltmamsell.

Oh ja.
Ich kann nur bestätigen dass es eine schwierige Zeit für Tagebuchblogger ist. Es passiert nichts, Die sozialen Kontakte sind minimal. Eine meiner Lieblingsbeschäftigungen; in Restaurants speisen, geht schon seit langem nicht mehr. Mir fehlt das fröhliche Beisammensein mit Freunden und Bekannten in einem Restaurant oder einer Bar. Selbst wenn wir uns ab und an draußen treffen, es ist nicht das gleiche, weil wir immer das gleiche Thema der Pandemie durchkauen, was ich als Gesprächsthema so unendlich satt habe.

Eigenzitat

Und diesem Sinne streichen wir den Sonntag, der nichts hergab außer Trübsinn, den ich mir aber selbst einhandelt hatte.
Ich hatte am Morgen alles in aller Ruhe weggebloggt, als ich mich frohen Mutes noch einmal an einen Text setzte, der mich zugegeben einiges an Kraft kostet, weil er halt sehr persönlich ist, aber ich war überzeugt dass ich mindestens eine oder zwei Stunden daran arbeiten könnte. Denkste!
Als so fing ich an in der Wohnung herumzuwurschteln und räumte die Weihnachtskarten weg, die am alle Küchenschrank hingen. In der Kiste in der ich sie sammele fiel mir dann eine Karte in die Hand, die ich schon lange nicht mehr gesehen hatte und ich schaute hinein wer sie geschrieben hat. Es war meine Mutter. Sie hatte mir finanziell ein wenig unter die Arme gegriffen weil ich einen neuen mobilen Schminkspiegel haben wollte, dieser eine aber horrend teuer war. Die Schrift war klein, gekritzelt und schlecht leserlich. Es war die letzte Karte die ich von ihr bekam, danach konnte sie wegen der Krankheit nicht mehr schrieben. Das versetzte mir einen solchen Stich, dass ich für den Rest des Tages nicht mehr zu gebrauchen war. Versteht mich nicht falsch, ich bin kein zart besaitetes Etwas. Und wenn ich irgendeine Aufgabe, Termin oder Arbeit gehabt hätte, hätte ich mich gut ablenken können.
Ich kochte mir Abend ein feudales Boeuf Bourgignon mit einem feudalen Gratin Dauphinois, kippte eine feudale Flasche Wein hinterher, legte mich ins Bett und schnarchte.

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Der Montag fing mit strahlendem Sonnenschein an. Ich bekam einen Anruf der meine ganze Planung der Woche ein wenig über den Haufen schmiss. Aber eine Mail später löste sich alles in Wohlgefallen auf. Uff.

Am Nachmittag einige Besorgungen unter anderem in verschiedenen Geschäften in der Innenstadt, denn hier ist ja seit heute wieder der Einzelhandel geöffnet. Die Sonne schien und es waren erfreulicherweise sehr wenige Menschen unterwegs.
Am Abend schaute ich mir eine Arte Reportage über den Mont St.Michel an, den ich auch irgendwann mal besichtigen möchte.

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Bei uns werden grundsätzlich keine Päckchen irgendwo an der Haustür abgestellt, wenn man nicht zuhause ist. Der Paketdienst nimmt sie wieder mit. Das ist nicht überall so und in Pandemie Zeiten wo noch mehr Pakete zugestellt werden als üblich gibt es einen Trend die Päckchen einfach an fremden Haustüren zu klauen. Marc Rober beschäftigt sich schon seit Jahren mit dem Problem und hat eine Falle gebaut. Die Glitterbombe. Gute Unterhaltung.

* Harte Zeiten. So hieß u.a. die Tageszeitung aus dem Film Delikatessen. (das wahrscheinlich aber von der Novelle von Charles Dickes Hard Times abgeleitet war)

Samstag ohne Markt

Ja, in der Tat! Ich war NICHT auf dem Wochenmarkt. Es war so eisig und feucht, dass ich mich wirklich schwer tat. Die D. rief an und fragte ob ich kommen möchte. Doch eigentlich brauchte ich nichts vom Markt, ich hatte bereits alles am Freitag gekauft.
Ich erledigte weiteren Schreibkarm und blieb zuhause.

Tagsüber schaute immer wieder kurz die Sonne raus. und am Nachmittag bescherte es mir folgende Fotos kurz vor und nach dem Sonnenuntergang.

Ich bin immer wieder geplättet, wie toll die Fotos mit dem mit dem 11er iPhone werden.

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Was zum lachen mit Betty White? Bitte schön, die Bloopers aus Hot in Cleveland.

Freitag kurz und knapp

Den halben Morgen und den halben Nachmittag im Theater verbracht. Es tut sich was. Ein (für mich) neuer Regisseur mit dem ich noch nie gearbeitet habe, der aber…
Ach lassen wir das. Das wird nur in Klatsch und Tratsch ausarten.

Den ganzen Tag über migräne ähnliche Kopfschmerzen, die ich aber mit einer Runde Hinlegen am späten Nachmittag endlich in den Griff bekam. Danach fühlte ich mich wesentlich besser.

Am Abend Riesling Pastete mit Salat und eine weitere Folge Bridgerton.

Bridgerton

Der erste zwar vorgezogene aber dafür kurze Termin im Theater. Ich habe das Gefühl dass es nicht besonders werden wird. Nun ja. Und somit geht dieser Reigen wieder los und damit wird es auch hier im Blog wieder ruhiger.

Am Nachmittag Schreibkram.

Am Abend schaute ich mit die ersten beiden Folgen von Bridgerton an. Schon als ich den ersten Trailer davon sah, wurde sofort klar dass es sich nicht um eine historisch akkurate Serie handeln kann.
Was mir sofort auffiel, gleich in den ersten Minuten, dass die Damen in den Korsette geschnürt werden, jedoch anschließend ein Kleid überziehen aus der Regency Zeit, das die Taille überhaupt nicht betont. Hä? Ganz besonders sprangen mir die synthetischen Perücken ins Auge und ihre Formen und Farben bei denen ich zeitweise dachte, dass ich auf einem Faschingsball sei.
Ich musste mir gleich ein bisschen Backround zur Serie zusammensuchen. Eine Dame die das sehr gut kann ist Karolina Żebrowska. Sie bestätigte auf den Punkt genau das was mich auch störte und noch viel mehr.
Doch, und das ist das seltsame daran, funktioniert es. Es rutscht nie ab, Es ist durchaus spannend und es sind gute Darsteller. Sogar kleinere Rollen sind mit Sorgfalt besetzt worden .
Wen die historischen Ausrutscher nicht stören, bitteschön, es ist sehr unterhaltsam.

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Es sprach mich jemand darauf an warum ich nichts über Situation in Washington schreibe und die Erstürmung des Kapitol. Weil ICH bestimme was ich schreibe und was nicht. Das Blog heißt joel.lu und nicht trump.lu. Klar, habe ich eine Meinung dazu und ich finde das alles sehr bedenklich und es bleibt zu hoffen dass es nicht weiter ausartet.
Mein Blog ist und wird nie ein politisches Blog werden ich dem ich meine Meinung über weltpoloitische Geschehnisse verbreite. Das tun andere in allen möglich und unmöglichen Farben zur Genüge.