Auf dem Weihnachtsmarkt

Am Freitagmorgen erwarte ich so frisch und ausgeruht wie schon lange nicht mehr. Das war schön. Mit viel Elan und Tatendrang schrieb ich fix das Blogposting von gestern fertig.

Freitag ist Meisterin Propper Tag. Da die ganze Wohnung aussah wie ein unaufgeräumtes Schlachtfeld, musste ich Gas geben.

Am Nachmittag traf ich mich mit der C. auf einen Kaffee. Es gab ein paar dienstliche Dinge zu bereden, zudem hatte ich sie schon eine Weile nicht mehr gesehen.

Anschließend fuhr ich in die Innenstadt und übergab im Renert das Merian Magazin, weil der G, der Besitzer des Lokals, gar nicht wusste, dass er darin besprochen worden war.

Später, dann war ein letztes Treffen für dieses Jahr von den Baer Dukes angesagt , zusammen mit dem Rainbow Center, auf dem Weihnachtsmarkt. Es hatten sich sehr viele eingefunden.

Wir trafen uns bei der Pyramide, dem Glühweinstand mitten auf dem Platz.

Es ist ein Stand von einem deutschen Schausteller. Und obwohl sie sich sehr an die luxemburgischen Verhältnisse angepasst haben, zum Beispiel die Tafeln, auf denen die Getränke stehen sind auf Deutsch geschrieben mit einer französischen Erklärung darunter, so fand ich ein paar Schreibfehler. Versucht sie mal zu finden:

Ein Foto zur Erinnerung:

Es war brechend voll auf dem Platz und wir blieben nicht lange.

Anschließend ging es ins Restaurant Beim Lentz. Es herrschte eine ausgelassene Stimmung. Und da es ja ein öffentliches Treffen ist, finden sich auch immer wieder neue Gesichter ein. Ein Bärchen, das aus Chicago stammt, hatte Geschenke für uns alle mitgebracht. Es gibt dort eine Barbecue Sauce, die legendär zu sein scheint und eine der Besten sein soll. Jeder von uns bekam eine Flasche.

Kurz nach Mitternacht lag ich im Bett.

Überprüfen was andere so schreiben

Am Morgen ein Friseurtermin. Ich bin immer wieder erstaunt wie viel Wolle runterkommt bzw., in drei Wochen nachwächst.

Dann wollte ich kurz in die Stadt, obwohl ich mir fest vorgenommen hatte daheim Dinge abzuarbeiten. Ich ging zu Fuß und wurde vom Schneefall überrascht.

Im Hntergrund die Weihnachtsdeko von Cartier. Sie erinnert mich immer an eine Bekannte, die diese Deko zum ersten mal 2021 mit organisieren und montieren ließ. Leider ist sie letztes Jahr sehr unerwartet gestorben.

Eine kurze Einkehr im Renert auf einen Kaffee und darauf warten dass der Schnee aufhört.

Am Nachmittag studierte ich den Artikel im Merian, was ich ja gestern schon kurz angedeutet hatte.

Der Verfasser Olaf Deharde schreibt grundsätzlich nichts Falsches und alle seine Empfehlungen sind schon richtig. Die meisten Adressen sind innerhalb der Stadt. Nur zwei Stück sind außerhalb. Da wäre einmal (Noblesse oblige) Lea Linster in Frisange, bei der ich immer noch nicht war und René Mathieu in Bourglinster, der zweimal hintereinander als bester Gemüsekoch der Welt ausgezeichnet wurde. Über den hatte ich hier berichtet. Er verpasst zu sagen, dass Mathieu im Januar umziehen wird ins Airfield beim Flughafen. Das schöne Ambiente der alten Burg fällt somit weg.

Sehr erstaunt war ich dass mein zweites Wohnzimmer auch dabei ist:

Die Buletten sind ja dort immer auf der Karte und werden hochgelobt.

Die Brasserie Guillaume kommt auch vor. Da verschweigt er aber, dass es Brasserie Kost ist, also durchweg eine einfache Küche und wohlgemerkt lecker aber zu Preisen eines Sternerestaurants. Kein einziges Hauptgericht kostet unter 35€! Wenn der Geldbeutel es hergibt, kein Problem, aber für den Preis kann man anderweitig viel raffinierter essen.

Und dann gab es zwei Bars die ich gar nicht kannte. Einmal das alte Théiwesbur im Pfaffental, das jetzt BAC heisst und, und Florence in der rue d’Anvers. Beides sind nicht so sehr meine Viertel, aber gerade deswegen vielleicht ein Umweg wert.

Am Abend fuhr ich mit der D. nach Mersch um das Theaterstück Ondugen zu sehen.

Ondugen könnte man wortwörtlich übersetzen mit untugendlich, also nicht brav, unartig, oder auch noch widerspenstig, was mir zu stark als Synonym ist. 

Das Stück beruht auf dem gleichnamigen Buch von Fabio Martone das just erschienen ist und sorgte bereits für Aufregung, weil die Kulturredaktion vom L-Wort keine Hausaufgaben gemacht hat. Anstatt das Buch zu lesen, das bereits vor Wochen herauskam, aus dem klar hervorgeht, dass Fabio Martone ein Pseudonym ist, saßen sie dem Bären auf und zeterten nun dass sie hereingelegt worden sind.

Ich mochte das Stück übrigens sehr.

Alles wird gefiltert

Ein Tag der sich ein wenig hinschob und hinzog obwohl er im Prinzip gut gefüllt war.

Am Morgen erledigte ich fix ein paar Dinge am Rechner und ging dann zum Wochenmarkt. Ich kaufte im gleichen Turnus auch ein paar Dinge ein, die ich für die Kaffeemaschine brauchte. Unter anderem war es Entkalker und Filterpatronen. In Luxemburg, das muss man wissen, ist das Wasser so kalkhaltig, dass man sich doppelt und dreifach dagegen wehren muss vor allem was Kaffeemaschinen anbelangt. Mein Bügeleisen zum Beispiel hat noch nie Leitungswasser gesehen, sondern bekommt nur destilliertes Wasser. Dafür hält es aber auch schon über zehn Jahre. Auch wenn die Hersteller dafür plädieren, dass man Leitungswasser nehmen soll, habe ich hiermit das Gegenteil bewiesen. Mir soll niemand erzählen, dass die Entkalkungsvorrichtungen, die manchmal in Bügeleisen eingebaut sind, wie Filter etwas taugen.

Im Zeitungsladen wurde ich auf die letzte Merian aufmerksam. Auf der Titelseite entdeckte ich eine Überschrift:

Ich blätterte die Zeitschrift kurz durch und sah, dass viele Restaurants vermerkt waren, die ich kenne. Also kaufte ich die Zeitschrift und werde das morgen im Detail überprüfen.

Dann sah ich eine Mail, die keinen Aufschub duldete, über die ich mich jedoch freute. Es war eine Weile nicht ganz klar, doch in der nächsten Ausgabe der Queer.lu wird wieder ein Artikel von mir erscheinen. Diesmal erforderte er keine Recherche, denn es ist eine persönliche Geschichte. Ich überprüfe noch einmal die korrigierte Version und schaute nach, ob nichts von den Sätzen verfälscht worden war.

Unter dies schon alles ist, für heute gibt es noch eine Tagesfrage:

Nenne fünf Dinge, in denen du gut bist.

Fünf! Das sind viele! Zudem ist es eine sehr subjektive Frage.

Ich bin gut im Essen. Das kann ich unumwunden zugeben und dazu stehe ich auch. Meine Wohlstandswampe ist der Beweis.

Ich denke, dass ich im Umkehrschluss aber auch nicht schlecht im Kochen bin. Zumindest gebe ich mir Mühe und versuche, wenn ich nach Rezept koche, das nicht aus der Lameng zu tun. Das geht meistens schief.

Ich denke, dass ich beruflich ein guter Ideengeber bin.

Aber ich begreife auch Ideen von anderen schnell und weiß sie umzusetzen.

Ich kann gut aus dem Stegreif plappern. Sonst wäre ich nicht in einer Talkshow seit fast fünf Jahren.

Heiß & Fettig, Melancholie & Wahnsinn

Vom Montag bleibt zu berichten, dass ich am Abend mit der D, der N, und der S. ein Restaurant besuchte, in dem ich noch nie war. Brasserie Beaulieu.

Eine kleine, urgemütliche Brasserie. ich hatte dort ein Gericht, dass ich schon sehr lange nicht mehr hatte. Es sieht einer Käsefondue sehr ähnlich. Ein Mont d‘Or mit kleinen Pellkartoffeln und Salat. Es war sehr heiß, ich verbrannte mir einmal den Mund, und sehr fetthaltig. Insgesamt war alles sehr deftig, was auf der Karte stand.  Es war sehr zu unserer Zufriedenheit aber der Nachteil war, dass man schon sehr frittiert roch, wenn man dort wieder rauskam. Das frische Hemd und die Hose mussten umgehend in den Wäschekorb und die dicke Winterjacke wurde auf den Balkon zum lüften gehängt. 

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Am Dienstagmorgen früh rief ich beim Zahnarzt an und entschuldigte mich, weil ich den Kontrolltermin letzte Woche wegen dem Ausflug nach Völklingen, schlichtweg vergessen hatte und bat um einen Neuen. Ich bekam ihn auch aber die Zahnarzthelferin sagte mir, dass das wohl der letzte Termin sei, der Zahnarzt würde Ende Januar in Rente gehen.

Das ließ mich ein wenig verzweifeln. Denn einen neuen Zahnarzt finden ist nicht die einfachste Aufgabe. Zudem kappte das eine weitere Leine zu meiner Vergangenheit. Es war der Familienzahnarzt und da ich in der Winterzeit in diesen Dingen immer etwas dünnhäutiger bin, schwabbte eine Welle der Melancholie über mich. 

Ich lenkte mich für den Rest des Tages ab mit Lesen, allen voran das Buch vom Maler Jean -Pierre Beckius, dass ich in der Ausstellung erworben hatte.

Am Abend schaute ich mir zwei Dokus auf ARTE an. Die eine handelte von Truman Capote und wie er den Roman Kaltblütig schrieb. Ich hatte vor nicht allzu langer Zeit einen Ausschnitt des Romans im New Yorker gelesen.

Und wenn wir schon beim Wahnsinn sind machen wir auch gleich damit weiter:

Ruhiger Sonntag

Der Sonntag war im Verhältnis zu den zwei Tagen davor, sehr ruhig. Außer einer Dienstrunde am späten Nachmittag gibt es nichts weiter zu erzählen. Darum gibt es ein bisschen etwas aus dem Internet. Die Tagesfrage war nämlich auch nicht sehr inspirierend.

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Vor ein paar Tagen hörte ich ein interessantes Zeitzeichen, über eine deutsche Schriftstellerin, deren Namen ich noch nie gehört hatte. Sie war die erste Krimischriftstellerin zu einer Zeit, in der das Genre noch wenig besetzt war und Frauenrechtlerin. Jenny Hirsch. Da die Dame im 19. Jahrhundert gelebt hat, war ich neugierig, ob es überhaupt etwas von ihr heutzutage noch gibt und siehe da, ich fand ein Buch von ihr. Ein seltsamer Fall.

Ich ich werde berichten, wenn ich es ausgelesen habe.

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Falls einer meiner Leserinnen an Spielzeug interessiert ist, Haley Morris hat da was. Wer sie übrigens nicht kennt, Morris macht schon seit Jahren Shorts über ‚innere Monologe‘.

Zwei Tage mit Weihnachtsmarkt, Ausstellung und Geburtstag

Ein Foto noch gestern Nacht:

Ich war schon gegen 7:00 wach, weil ich vergessen hatte das Handy auf lautlos zu stellen und eine doofe Nachricht von irgendeinem Frühaufsteher in einer Gruppe kam. Ich lerne daraus, dass ich Gruppenchats grundsätzlich und ohne Ausnahme auf stumm schalten muss.

Traumhaft schönes Wetter, das ich aber nicht nutzen konnte um rauszugehen, denn gestern war so einiges im Haushalt liegen geblieben, was heute weg musste. Zudem sollte Meisterin Propper antreten am Nachmittag.

Am Nachmittag hatte ich eine recht ergiebige Besprechung mit einer Kollegin über diverse dienstliche Dinge. Ich erfuhr Neues.

Am späten Nachmittag auf dem Weihnachtsmarkt.

Ich hatte irre Lust auf einen Flammkuchen. Das kleine Restaurant Kugener bei der ‚Gëlle Fra’ bietet da, meiner Meinung nach, immer noch die besten an.

Am Abend nach der Dienstrunde, lag ich früh im Bett.

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Am Samstagmorgen dann eine Runde über den Wochenmarkt, bei Eiseskälte aber wunderschönem Wetter. Mit der D und dem M ein Mittagessen in der Casa Gabriele.

Anschließend sah ich mir die neue Ausstellung über Jean-Pierre Beckius in Villa Vauban an. Er ist für mich eine der größten Maler in Luxemburg, der sich dem Impressionismus verschrieb.

Es sind an die 90 Bilder, die noch nie zu sehen waren, zumindest nicht in der Zusammenstellung. Der Großteil stammte aus Privatbesitz. Übernächste Woche werde ich etwas über ihn im No Art erzählen.

Am Abend ging ich ins Atelier, ein Konzertsaal in Hollerich. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal dort war aber es ist schon sehr lange her. Mein Lieblings Cafe, Renert feierte seinen zehnten Geburtstag. Ich hatte mir schon lange vorab ein Ticket besorgt, war aber am selben Abend sehr unschlüssig, ob ich gehen sollte oder nicht, denn mein Sofa wollte mich nicht weglassen. Letztendlich ging ich doch, und ich sollte es nicht bereuen. Es waren sehr viele Menschen dort, die ich fast alle kannte, und eine tolle Stimmung.

Ich bekam ein kleines Geschenk, dass nicht jeder bekam, vor allem nicht die Flasche in Form eines Weihnachtsbaumes.

Die Stimmung war großartig und ich lernte ein luxemburgische Band kennen, die ich bis dato nicht kannte Hunneg Strepp.

Es war nicht die einzige Band, die da war. Es war ein ganzer Reigen. Aber die waren schon richtig gut.

https://www.instagram.com/reel/DDA2RRfNQy5/?igsh=b3V5NjZtd3FqMjA=

Es war ein schöner Abend und ich war froh, dass ich mich doch dazu aufgerafft habe, hinzugehen. Kurz nach Mitternacht war ich aber schon zu Hause.

Migränös

Ein migränöser Morgen. Es war aber vorauszusehen, denn das Wetter schlug drastisch um von Regen und 14 Grad auf blauer Himmel mit Sonne und 2 Grad. Für gewöhnlich ist es ja andersrum, aber Wetterumschwung ist Wetterumschwung. Ich konnte mich nicht über das sonnige Wetter freuen.

Ich wurschtelte zu Hause herum, ohne Plan und Verstand. Angedacht war ein wenig schreiben, was aber nicht ging. Kurz nach Mittag schlug dann endlich die Vernunft zu und ich nahm etwas ein, was ich schon viel früher hätte tun sollen, und legte mich noch einmal ins Bett.

Das einzige was ich für den ganzen Tag aufzuzeigen hatte, war die Waschmaschine bedienen.

Am frühen Abend gab es nich einmal eine Runde dienstliches Zeug, die ohne Zwischenfall verlief.

Und während ich dort meine Zeit absaß, fand ich in der Zeitung eine Anzeige über ein neues chinesisches Restaurant in Strassen. Räiskär. Was mich in der Werbeanzeige, die wie eine Reportage aufgezogen war (gibt es ein deutsches Wort für Publireportage?) anzog war, dass die Speisekarte äußerst übersichtlich war.

Da das Chinarestaurant meines Vertrauens ja nicht mehr ist, und weil ich denn ganzen Tag wegen dem brummenden Kopf nichts gegessen hatte, überlegte ich nicht lange und fuhr hin. Die Dim Sum als Vorspeise waren sehr gut und ich denke, dass ich das nächste Mal nur die bestellen werde aber dann mehrere Sorten.

Danach gab es, ganz klassisch, Peking Ente, schon fertig gerollt. Manche bieten es so an, bei anderen musst man die Rollen selber machen:

Insgesamt war es sehr gut. Was mir sehr gut gefiel war dieses Schnickschnacklose auch vom der Deko her. Nur am Eingang stand das obligate Aquarium, das ja bekanntlich Glück und Reichtum bringen soll. Vom Preis her ist etwas mehr als der Durchschnitt, aber nicht so unverschämt wie das Chichin, über das ich ja schon berichtet hatte.

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Wieder daheim, der Kopf war soweit wieder in Ordnung, las ich einen längeren Bericht über Thanksgiving im New Yorker, das es bereits über 400 Jahre gibt. The Invention of Thanksgiving.

Americans have been celebrating Thanksgiving for nearly four centuries, commemorating that solemn dinner in November, 1621. We know the story well, or think we do. Adorned in funny hats, large belt buckles, and clunky black shoes, the Pilgrims of Plymouth gave thanks to God for his blessings, demonstrated by the survival of their fragile settlement. The local Indians, supporting characters who generously pulled the Pilgrims through the first winter and taught them how to plant corn, joined the feast with gifts of venison. A good time was had by all, before things quietly took their natural course: the American colonies expanded, the Indians gave up their lands and faded from history, and the germ of collective governance found in the Mayflower Compact blossomed into American democracy.

Almost none of this is true…

(Ja, bei dem Abschnitt oben stockte auch mir der Atem…)

In der Unterstadt

Morgens eine kurze Runde über dem Wochenmarkt, wegen Obst. Dann fix hinunter zur Grocerie. Hinunter, weil die tiefer gelegenen Stadtteil Grund liegt.

Ein Ort an dem es schon vor sehr vielen Jahren schon einen Krämerladen gab. Der Grund warum ich dort hinging, lag auf der Hand. Das Vins Fins, in dem die No Art Sendung aufgezeichnet wird, liegt gleich nebenan.

Dort überflog ich nochmal alles das was ich gestern in der Ausstellung gesehen hatte und reduzierte es schon mal im Kopf auf 5 Minuten runter, denn ich kann für eine Chronik unmöglich alles erzählen was ich gestern sah und hörte.

Die Aufzeichnung lief wie Schnürchen. Ich denke sie ist richtig gut geworden. Am Sonntag verlinke ich sie.

Dann gab es noch eine Runde Dienstliches und ab nach Hause.

Ein Tag in der Völklinger Hütte

Ich musste fürs Fernsehen dorthin. Seit Anfang November läuft dort eine neue Ausstellung.

Ich hatte das Glück dass der Generaldirektor Dr.Beil, der die Ausstellung auch kuratiert hat, mit mir dadurch ging.

Ich kann und will jetzt nicht zu viel verraten, das erzähle ich am Samstag in der NO ART Sendung. Nur so viel, ich bin sehr begeistert und werde sie mir noch einmal ansehen, weil, obwohl ich fast vier Stunden dort war, nicht alles gesehen habe.

Ich hatte den Kopf so zu im Anschluss, dass ich erstmal Pause machen musste, aber nicht daheim. Ich ging ins Renert.

Apropos Renert:

Im Atelier gibt es am 30 November eine große Feier für die ersten 10 Jahre Renert. Ich werde dort sein.

Ich traf die die A. und wir schlenderten kurz über den Weihnachtsmarkt auf der Place d‘Armes.

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Es gibt da ein guilty pleasure den ich wahrscheinlich noch nie gepostet habe. Oder doch? Ich fand die Sendung vor Jahren als wir noch in der Pandemie steckten. Fake or Forutne von der BBC. Es geht um Kunstwerke, die gekauft wurden, oder seit ewigen Zeiten in der Familie weiter vererbt wurden, in dem Glauben, dass sie von einem bekannten Künstler stammen.  Der Ursprung der Kunstwerke ist oft nicht ganz klar.  Um das herauszufinden, gibt es zwei Experten, die dafür manchmal um die halbe Welt reisen. Nebst dieser Recherche werden auch klinische Studien gemacht, zum Beispiel aus welchen Farben das Bild erstellt wurde und ob es die Farben bereits zu der Zeit gab, oder welche Materialien überhaupt versendet wurden.  Das Ergebnis ist oft überraschend.

Die Mitbringsel

Luxemburg und der Alltag haben mich wieder. Ach ja.

Kommen wir zu den Mitbringsel von Knokke:

Ein Parfum aus der Scentopia Ausstellung von Peter de Cupere. Eau de GR.

Eau de GR ist ein imaginärer Eindruck eines Spaziergangs entlang der GR-Route. Peter de Cupere hat sich entschieden, die typischsten Dufteindrücke der Natur in einer Duftkomposition zu kombinieren. Dafür besuchte er verschiedene Teile der GR-Route, um festzustellen, wie ein allgemeiner GR-Geruch riechen könnte.

So wird der Duft beschrieben. GR steht für Grandes Randonnées, also große Wanderung. In Frankreich gibt es jede Menge dieser Wege, insgesamt an die 100.000 km. Es gibt in Korsika den legendären GR20, von dem ich schon davor gehört hatte. Ein anderer, der GR5 geht von Schengen in Luxemburg aus durch ganz Frankreich bis nach Nizza.

Der Duft riecht ein wenig nach kaltem Stein, aber auch nach Blumen und Kräutern und auch ein wenig nach frischem Gras.

Ich brachte auch zwei Marmeladen mit.

Die kleinere ist ein Zitronengelee. Die andere sind Äpfel mit Zimt. Gekauft hatte ich sie in Lissewege in einem kleinen Laden, der auch Kaffee und Tee verkaufte.

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Kommen wir zur Tagesberichterstattung, die für einen vom Wetter her sehr tristen Montag, schnell erledigt ist.

Es gab einen dienstlichen Auftrag, der sehr schnell gemacht war. Und dann war ich auch schon wieder zuhause.

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Ich habe schon in sehr viel kleineren Wohnung gelebt, wie die, die ich jetzt habe. Die kleinste war grad mal 20 m2. Zudem komme ich gut zurecht um über Monate hinweg aus dem Koffer zu leben. Das habe ich auf den großen Reisen mehrfach getan. Aber es geht auch noch kleiner und minimalistischer auf 7 m2? Ich frage mich ob ich das auf die Dauer könnte:

Letzter Tag & Rückfahrt

Guten Morgen Knokke.

Am Morgen ein gemütliches Frühstück in der Wohnung, eine kleine Putzrunde und Abfahrt nach Brüssel.

Dort besuchten wir die Abbey de la Cambre, in der auch eine Kunstschule untergebracht ist.

Wir hatten dort halt gemacht weil dort in einer Ausstellung die Freundin und Künstlerin Sandrine Ronvaux mit ausstellt und sie neue Bilder hatte. Die Austellung an sich war jedoch seltsam, ich hatte sie mir wesentlich größer vorgestellt. Es war nur ein weiterer Künstler dabei, der mit gut gefiel, den Rest fand ich nicht so toll.

Da der Wagen ideal stand und lud und es schon kurz fast 15:00 war beschlossen wir uns auf die Suche nach etwas Essbarem zu machen. Unsere wahl fiel auf ein Burgerrestaurant. Huggys. (Nicht zu verwechseln mit Huggies) Ich bin ja für einen richtig guten Burger immer zu haben, aber sie sind eher selten. Doch hier war es toll. Die A hatte den Veggie Burger und ich einen der Magic Tom hieß. Mit Pommes und Coleslaw soviel wie man wollte.

Vollgefressen wankten wir zum Auto zurück und fuhren aus Brüssel raus bis zur nächsten Aufladestation bei Assesse, dort gab es dann einen schnellen aber nötigen Kaffee und den Rest der Strecke fuhr sich dann fast wie von alleine.

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Eine Tagesfrage:

Welche Menschen magst du zurzeit am meisten?

Das ist eine Frage, die alle meine langjährigen LeserInnen beantworten können. A., B., C., D., H., I., J., M., N., P., S., T., und Z. Ich habe sie dem Alphabet nach hingeschrieben, nicht dass jemand glaubt, die Reihenfolge hätte etwas mit der Beliebtheit zu tun. Manche der Buchstaben sind auch mehrfach besetzt. Die meisten der Aufgezählten lesen auch hier mit.

Ein Tag in Lissewege & Scentopia

Die Mutter der A. hatte uns eine Adresse mit auf den Weg gegeben. Lissewege, das weiße Dorf. Es ist knappe 20 Minuten von Knokke entfernt.

Ein wirklich hübsches kleines Dorf, das wahrscheinlich noch viel schöner aussieht wenn das Wetter besser ist. Ich las auf einer großen Karte neben der Kirche ein wenig über die Geschichte des Dorfes und hatte prompt ein Verleser

Ich las: Der berühmteste Bewohner der Abtei war der Laienbruder ‚Wilhelm der Saftige‘.

Die A. sich kugelte sich vor Lachen.

Im alten Bahnhof befindet sich das Perron 51.

Wunderschön, innen wie aussen und die zwei Käsekroketten die ich hatte waren auch sehr gut.

Wieder in Knokke, schauten wir uns die Ausstellung Scentopia vom Künstler und Parfümeur Peter de Cupere an.

Fast jedes Kunstwerk konnte man auch riechen.

Ein utopisches Gebilde dessen Knospen rochen.
An diesen Bildern musste man rubbeln um zu riechen
Knoblauch

Das Fernrohr fand ich ganz besonders. Man konnte damit auf einen See schauen der knappe 50 Meter entfernt lag. Und wenn man hineinsah war die Nase unwillkürlich über einer Duftprobe aus der es so roch wie der See riecht.

Ich kaufte ein Parfüm vom Künstler, (ich bin unverbesserlich) das ich aber erst zeigen werde wenn ich wieder daheim bin.

Wieder in Knokke liefen wir ein wenig durch die Stadt, doch es wurde dann sehr ungemütlich, weil es zu regnen anfing. Ein Regenschirm hatte ich keinen mit, da die bei dem ständigen Wind am Meer eine geringe Überlebenschance haben.

Wir legten ein frühes Abendessen im Rigoletto ein. Es gab Pizza. Ich bin nicht ein Fan von Pizzen, aber die hier war sehr gut.

In der Wohnung schrieb ich einen Großteil hier vor und kurz nach 21:00 lag ich schon im Bett.

Eine längere Fahrt nach Knokke

Schnee. Wenn auch nicht viel, aber immerhin.

Das hatte zur Folge dass wir mein E-Auto nehmen mussten um nach Knokke zu fahren. Die A. hatte noch die Sommerreifen drauf und wollte wegen der Versicherung nichts riskieren. Dazu muss man wissen dass es fast 100 km von Luxemburg nach Belgien rein, keine Tankstelle an der Autobahn gibt. Das machte die Fahrt zu einer sehr langen Fahrt wegen einer Ladestation die noch nicht fertig aufgebaut war. Ich musste also von der Autobahn runter in ein kleines Dorf, um dort zu laden. Die Ladestation erwies sich als ein sehr langsame und wir vertrödelten irre viel Zeit in dem kleinen Dorf Wellin. Zudem fiel Schneeregen und es machte gar keinen Spaß, mit der Hundedame Blue eine Runde zu drehen. Also suchte ich die nächstgelegene Schnellladestation und lud in dem Dorf die Batterie soweit auf, damit ich zumindest bis dorthin kam. Dort gab es eine kleine Bäckerei in der wir eine Quiche Lorraine zu Mittag aßen.

Dann kam das Teilstück, dass man an einem Freitagnachmittag besser vermeiden sollte. Die Fahrt um Brüssel herum. Wir standen mehrfach im Stau. Bei Gent mussten wir noch einmal kurz aufladen damit es reicht bis nach Knokke. Ich war froh als wir endlich ankamen. Müde und matt schleppten wir uns in das etwas zu edle Restaurant gleich um die Ecke für ein letztes Glas Wein und eine kleine Käseplatte.

Hallo Knokke und Gute Nacht.

Ein Foto noch. Findet den Fehler:

Die Endlichkeit spüren

Am Morgen sah ich dass die Schauspielerin Marie-Paule von Roesgen im Alter von 93 Jahren verstorben ist. Ich habe mehrfach mit ihr zusammen gearbeitet. Zudem kannte sie meine Großmutter recht gut, da sie eine treue Kundin von ihrem Bekleidungsgeschäft war.

Dabei wurde mir die eigene Endlichkeit wieder bewusst. Nicht zuletzt auch wegen einer dienstlichen Angelegenheit, bei der ich mich seit etlichen Jahren wieder einmal mit Samuel Beckett beschäftigen muss, obwohl ich mir geschworen hatte, dass nie wieder zu tun. Wer Beckett kennt, weiß dass seine Stücke stets um die Endlichkeit der Menschen drehen, den Tod das Ableben und den Weg bis zum definitiven Schluss.

Zudem ist es draußen trist und kalt und das macht alles zusammen keinen Spaß.

Genug der dunklen Gedanken. Konzentrieren wir uns auf morgen. Da geht es ans Meer!

Flüchtling mit Hund & Sushi

Besagter Flüchtling war die A. mit Blue. In ihrer Wohnung wurde den ganzen Tag ein Film gedreht. Blue war natürlich hell auf begeistert, weil sie sich bei mir pudelwohl fühlt, obwohl sie kein Pudel ist. Also trat die A. kurz nach 10:00 bei mir an, als die Filmcrew sich bei ihr eingenistet hatte. Sie machte Büroarbeiten an meinem Wohnzimmertisch, ich im Büro.

Vom Wetter her war es übrigens einer der schlimmsten Tage der Woche. Es regnete ununterbrochen. Sogar Blue ging nur widerwillig Gassi.

Am Nachmittag musste ich einmal kurz weg wegen einem geschäftlichen Termin, den ich aber sehr kurz hielt. Als ich wieder zurück war, schauten wir uns einen Film an. Oben. Ich hatte ihn schon sehr lange nicht mehr gesehen und die A noch nie.

Zum Abendessen gab es Croque Monsieur Variationen à la Joël. Für die A gefüllt mit Leerdammer, Chaume, halbierten Kirschtomaten und Kräuter der Provence. Für mich die gleichen Käsesorten mit einer Scheibe Schinken und einer Gewürzmischung, die sich Café de Paris nennt. Dazu gab es einen Ruccola Salat mit allerlei Rohkost drin.

Kurz nach 20:00 Uhr kam dann die erlösende Sms, dass die Film fertig sei.

***

Am Mittwoch dann, war es empfindlich kühl. Ich merkte es bereits am Morgen, als ich zum Fenster hinaus schaute, auf die Dächer hinter dem Haus. schienen leicht weißlich zu sein, als ob es in der Nacht Frost gegeben hätte. Ich machte eine fixe Runde über den Wochenmarkt und war schnell wieder zu Hause.

Am Abend traf ich eine Freundin wieder, die über 30 Jahre in Paris gewohnt hat und jetzt wieder zurück nach Luxemburg gezogen ist. Die E. Wir sind uns in den Jahren immer wieder mal kurz begegnet, entweder in Luxemburg oder auch in Cannes. Wir verabredeten uns für Sushi im Tzukii.

Die zweieinhalb Stunden, die wir im Restaurant saßen, reichen nicht um 30 Jahre aufzuholen. Wir beschlossen, dass wir das noch viel mehr nachholen müssen.

Als ich über den Parkplatz zurück zum Wagen ging, hatte dieser mittlerweile ein paar Schneeflocken abbekommen:

Es ist Winter.

Schreibfaulheit & Buch

Es gibt so Zeiten an denen ich mich einfach nicht dazu aufgerafft bekomme, etwas zu Blog zu bringen. Denn es gibt so einiges was hierhin gehört.

So war ich am Samstag, wie jedes Jahr auf den Walfer Büchertagen und habe von dort auch ein sehr interessantes Buch mirgerbacht. Der Mann aus dem See. Ein Buch über die Geschichte vor dem Stausee in Esch-Sauer. Es gab in dem Tal nämlich mehere Häuser und auch ein Hof, die alle mit dem Bau der Staumauer verschwunden sind.

Am Sonntag beschäftigte ich mich dann eingehend mit den Menschen und deren Geschichte im Buch, weil sie meine Fanatsie sehr beflügelte. Was bedeutet das Haus und Hof zu verlieren, egal aus welchen Gründen? In dem Zusammenhang sah ich ein Reupload von Arte über ein Dorf in der Schweiz, das von einem Felssturz bedroht war.

Ansonsten ist das Wetter ein Zumutung.
Sonntag und Montag blieb ich deswegen auch häuslich. Ein Foto wollte ich aber hochaden, weil es vom Licht her und der rein zufälligen Gestaltunf des Tisches, in einem Magazin sein könnte.

Ich gelobe Besserung hinsictlich des täglischen Schreibens.

Kurz in Saarbrücken

Am Morgen recht früh hatte ich einen Termin beruflicher Natur. Zudem hatte man mir angeboten mir die Generalprobe vom Weihnachtsmärchen anzusehen. Dieses Jahr ist es der Zauberer von Oz. Da ließ ich mich nicht zweimal bitten. Ein schönes Stück Arbeit für alles Darsteller. Die Geschichte wurde ein klein wenig umgeschrieben. Ich verbrachte eine sehr vergnügliche Stunde.

Anschließend ging ich mit der B. ins Alex essen. Wir machten aus dass sie mal ein Wochenende im Dezember in Luxemburg verbringt.

Die Fahrt von Saarbrücken zurück jedoch war ein Elend, da ich mehrfach im Stau landete. Unterwegs hörte ich dadurch dann fast zwei Stunden lang ein Hörbuch das ich schon vor etlichen Wochen angfangen hatte und das ich bis dato ganz großartig finde. Vor Rehen wird gewarnt von Vicky Baum ganz hervorragend vorgelesen von Elisabeth Endriss. Eine Geschichte die mich einfach nicht loslässt.

Wieder daheim kippte ich um aufs Sofa und schlief ein. Großer Fehler! Denn es brachte mit sich dass ich am Abend erst sehr spät zu Bett kam.

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Mich faszinieren ja immer alte Retzepte. Besonders die Zeiten, in denen es den Menschen nicht so gut ging, wie zum Beispiel die große Depression in Amerika und man sehr erfinderisch werden musste.  Es gab immer wieder wunderliche Dinge, die man im Kuchen verarbeitete.  Ich kann mir vorstellen, dass folgendes Rezept auch aus dieser Zeit kommt. Ein Rührkuchen mit Salat.

Verwechslungen, Friseur und Doku

Mich würde interessieren, ob es eine Statistik gibt, über Menschen die Zahlen verwechseln. Ich bin so einer, aber nur in einer bestimmten Relation. Bei mir ist es die vier und die fünf im Zusammenhang mit der Jahreszahl. Ich glaube, dass ich das auch im letzten Jahrzehnt hatte und im Jahrzehnt davor. 2004 mit 2005, und 2014 mit 2015. Nach kurzer Überlegung komme ich dann darauf, welches Jahr welches ist und in welchem Jahr wir gerade leben. So habe ich in letzter Zeit verstärkt immer 2025 gesagt, anstatt 2024. Es braucht immer einen kurzen Moment, bis ich dahinter komme oder man macht mich darauf aufmerksam. Mit all den anderen Jahren ist es nicht so. Ich frage mich, ob es Menschen gibt, denen es auch so geht. (Mein kleiner Hypochonder im Hinterkopf fragt gerade, ob es nicht ein Krankheitsbild wäre.)

Genug gegrübelt! Kommen wir zur Tagesberichterstattung. Am Morgen einen Frisörtermin. Von der Uhrzeit etwas früher als sonst. Es nieselt, als ich zu Fuß hinging. Mein ‚liebstes‘ Dreckwetter. Es wurde nur die Kontur nachgeschnitten. Ein wenig später nahm ich im Renert den Mittagstisch mit. Auf dem Menü ein Hasch Pippo Monti* Hachis Parmentier.

*Das kommt dabei raus, wenn ich französische Fremdwörter diktiere. Apple kommt dann immer ins Straucheln. Meistens verbessere ich es aber diesmal lass ich es stehen.

Am Abend eine schöne kleine Doku über J.J.R.Tolkien:

Wieder drei Tage mit surrealen Filmen

Da ich zur Zeit anderweitig viel schreibe, fehlt mir einfach die Lust auch etwas fürs Blog zu tun. Mein zukünftiges Ich wird sehr ungehalten sein über diesen Zustand.

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Ein Montag an dem ich vieles auf die Reihe bekam. Ich war froh denn es ging gut voran.

Am Nachmittag erreichte mich eine traurige Nachricht. Der Programmdirektor von RTL, Steve Schmit erlag nach langjährigem Kampf an seinem Leiden am Montag in den Morgenstunden. Ich hatte in letzten Jahren nur sehr wenig mit ihm zu tun, aber wenn wir uns sahen waren es immer nette Begegnungen.

Am Abend setzte ich mich noch einmal eine Stunde hin und bastelte am Fotorückblick.

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Am Dienstag schaffte ich ebenfalls vieles von Schreibtisch weg. Der Tag begann allerdings mit einer Migräne, die ich aber glücklicherweise schnell in den Griff bekam.

Nach ein paar Einkäufen fuhr ich zur Therme um eine große Runde zu schwimmen und eine Runde Sauna zu machen. Danach fühlte ich mich wesentlich besser. Mir fehlt die tägliche Schwimmrunde, die ich im Sommer in Saint Jean hatte.

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Der Tag begann mit dem Mittwochsmarkt und einem köstlichen Risotto im Al Bacio.

Dann hatte ich eine Aufzeichnung einer Sendung fürs Fernsehen. Sie gelang mir so so la la. Ich war schon mal besser. Vorgestellt habe ich das Buch, über das ich schon mal hier berichtet hatte. Für mich eines der schönsten Comic Bücher dieses Jahres.

Am Abend hatte die Karten für ein Live Cinéma, d.h. ein Kinofilm, in diesem Fall vier kleine Filme aus den zwanziger Jahren mit Livemusik dazu. Zur Zeit hat die Cinemathek ein Zyklus mit surrealen Filmen.  Zwei von den Filmen kannte ich, die andern beiden nicht. Los ging es mit dem Klassiker Ein andalusischer Hund von Buñuel. Ich hätte den Film vor etlichen Jahren schon einmal gesehen:

L‘étoile de Mer von Man Ray fand ich weitaus weniger beeindruckend, als ich mir das erwartet hatte. Aber wenn YouTube ihn zur Verfügung stellt, kann ich ihn auch einfügen:

Von Entr‘Acte von René Clair, den ich wirklich sehr interessant fand, gibt es nur einen kleinen Ausschnitt. Den ganzen Film habe ich leider nicht gefunden.

Am besten gefiel mir aber der Film von Germaine Dulac.  Eine Frau, die surrealistische Filme in den Zwanziger Jahren drehte, war schon eine Seltenheit.

Nach einem winzig kleinen Absacker ging es dann nach Hause.

Maison B

Als ich in meiner Jugend bei meinem Patenonkel in Ferien war, wanderten wir mehrfach am Abend in ein kleines Lokal mitten im Wald, unweit von dem Wohnort. Es hieß Beigerkräiz. Dort gab es schon seit 1910 im eine Gaststätte. Als ich dort mit dem Patenonkel und seiner Frau einkehrte war es bekannt für seine Brotzeit. Es waren gewaltig große Butterbrote mit Kochkäse oder Schinken. In dem 2010er Jahren wurde es ein sehr hippes Lokal mit dem Namen Boos Café. Mit den darauffolgenden Pächter wurde es dann zu einem Treffpunkt für Singels,wobei es viele Frauen gab, die dort eher gewerbliche Treffen hatten.

Dann war es sehr lange geschlossen.

Jetzt übernahmen Aline und Clovis vom Grünewald und Chef’s Table das Lokal und tauften es um in Maison B.

Seit Anfang letzter Woche hat das Lokal geöffnet. Da die beiden keine unbekannten Größen sind, hatten wir (die D.,der M. und ich) Glück, überhaupt am Sonntagmittag einen Tisch zu bekommen. Wir saßen im großen Saal mit den hohen Fenstern. Fotos habe ich leider keine gemacht, doch das Außengelände kann man auf diesen Fotos noch sehen, als es noch Boos hieß.

Die Speisen sind etwas einfacher gehalten, im Gegensatz zum Grünewald und zum Chefs table, die ja richtige Gourmettempel sind.

Aline erzählte mir, dass in den ersten Tagen ein paar seltsame Gestalten herumschlichen, die wahrscheinlich Stammkundschaft von früher waren.

Ich denke mal, dass es im Sommer wieder ein tolles Ausflugsziel werden wird, weil man durch die Wälder drumherum schöne Wanderungen machen kann.

Am Abend schaute ich mir die ersten vier Folgen von Agatha All Along an. Es ist sehr untypisch für eine Marvel Serie, da es nicht um Superhelden im klassischen Sinne geht, sondern um Hexen. Eine Empfehlung oder auch nicht, werde ich aussprechen, wenn ich sie mir ganz angesehen habe.

Donnerstag, Freitag & Samstag

„Na los,Joël! Heute ist Sonntag. Schreib wenigstens auf, was die letzten drei Tage passiert ist!“ Obwohl ich gänzlich uninspiriert bin, überhaupt zu schreiben.

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Ein trister Donnerstag wettermäßig. Grau in grau.

Ich arbeitete am Text. Inzwischen weiß ich den Grund warum er mir so nicht gefällt wir er ist. Aber Grund dafür zog mich sehr runter und ich war für den Rest des Tages nicht zu gebrauchen.

Zudem stellte ich mich auf die Waage, das ich besser nicht getan hätte. Nun ja…

Am Abend ging noch einmal kurz zum Theater. Die Kollegin ist inzwischen wieder auf dem Dampfer. Zudem tat es gut andere Menschen zu sehen.

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Ich schaute mir eine interssante Reportage über eine Schauspielerin an, von der ich so einige Filme gesehen hatte, aber über sie selbst wusste ich wenig.

Ich wusste zum Beispiel nicht, dass sie das Filmstudio Warner Bros. in die Knie gezwungen hat.

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Am Freitag blieb ich sehr häuslich. Ich las, ich schrieb und machte ein bisschen Haushalt. Nichts, was es wirklich wert wäre, aufgeschrieben zu werden.

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Der Samstag verlief ebenfalls, wie viele andere Samstage auch. Am Morgen hutschte ich kurz über den Wochenmarkt. Es war eiskalt.

Im Renert dann:

Ich hatte mir eine frische Lütticher Waffel auf dem Markt gekauft zum Kaffee. Das tolle daran ist, dass sie nicht so krachend süß ist, wie sie eigentlich sein müsste.

Den ganzen Tag über blieb die Stadt im Nebel versunken.

Die D. hatte mich auf ein Tanzstück aufmerksam gemacht, dass völlig an mir vorbeigegangen wäre. Die Londoner Tanztruppe Rambert war zu Gast mit dem Stück Peaky Blinders. Wir hatten Karten für die nächsten Nachmittagsvorstellung.

Das war schon sehr großes Kino! Und es machte mir große Lust, mir die Serie noch einmal anzusehen. Ihre Europatournee beschränkt sich leider auf nur sehr wenige Städte. In Deutschland sind sie gar nicht zu sehen.

Gleich im Anschluss gab es noch einen Absacker in der Brasserie Schuman.

Es kam anders als gedacht

Das erste was ich am Morgen tat, war ein Blick auf das Smartphone auf die Nachrichten. Ich seufzte tief. Wir werden fünf vier Jahre im Kuhdung waten, wie ich gestern schrieb. Alles jammern nützt nichts. Die Amerikaner bekommen das was sie verdienen und Rest der Welt hat das Nachsehen…

Ich konzentrierte mich auf meine Tagesaufgaben. Die Aufgaben, die ich im Kopf auf gestern verbuchte, waren ja für heute angesagt.

Ich fuhr zur Werkstatt wegen den Reifenwechsel. Zwischenzeitlich saß ich im Pal Center nebenan bei einem Kaffee und schrieb den Beitrag von gestern fertig. Es dauerte länger als gedacht, aber ich hatte zum Glück den zweiten Termin der Innen- und Aussenreinigung auf später gelegt. Alles klappte. Ich fuhr einmal quer durch die Stadt.

Und dan kam alles ganz anders. Ein Hilferuf einer Kollegin, die von ihrer Ärztin strengste Bettruhe verordnet bekam, suchte Ersatz für heute Abend. Da ich nur vor hatte am Text zu arbeiten, konnte ich einspringen. Es folgten zwei lange Telefonate zur Einweisung.

Gegen 15:00 Uhr fuhr zum „Wellnesscenter“ und holte den Wagen ab, der wieder wie ‚frësch aus dem Buttek‘ * aussah.

*frisch aus dem Laden.

Dann ging es fix zurück heim, wo ich mein ganzes Material einpackte und am Abend für die kranke Kollegin einsprang. Da es noch keine Fotos gab, hatte mir die Kollegin in Windeseile Arbeitsblätter ausgefüllt. Das sah so aus:

Es ging alles glatt und da ich alle Darsteller kannte, war es ein freudiges Wiedersehen.

Sich in den Tagen vertun

Ich war felsenfest überzeugt, der Dienstag wäre der Wellnesstag meines fahrbaren Untersatzes. Er sollte nämlich die Winterreifen bekommen und ich hatte ihn für eine Innen- und Außenreinigung angemeldet, die bitter nötig war. (Also das mit dem bitter nötig ist Ansichtssache. Für andere wäre er noch sehr sauber) Also stand ich früh auf und fuhr zur Werkstatt nur um dort zu erfahren, dass es erst morgen ist. Nun ja.

Also fuhr spontan nach Trier wo ich seit vielen Wochen nicht mehr war. Es war recht ruhig dort. In den Straßen der Fußgängerzone standen zwischen Lastern die Ware abluden, immer wieder kleine sogenannte Cherrypicker die mit dem Aufhängen der Weihnachtsbeleuchtung beschäftigt waren. Ich schaute kurz bei der Mayerschen Buchhandlung rein, die ich immer sehr mochte, so lange sie eine Mayersche war. Inzwischen gehört sie auch zum Thalia Konzern. Bei Müller kaufte ich ein paar neue Seifenstücke, bis ich Ende des Jahres wieder in Baskenland bin, und dort die gute Seife kaufen kann. Ich schaute auch kurz in der Blauen HAnd vorbei, einer meiner liebsten Herrengeschäfte. Dort machte eine Verkäuferin mir ein Kompliment wegen meiner verschiedenfarbigen Schuhe von Camper. Es war dieses Paar. Wenn die ALLE ein paar Camper Schuhe gekauft haben, muss ich mindestens zwei paar Schuhe von denen für lau bekommen…

Ich kam ebenfalls nicht an der Konditorei Mohr vorbei, die bereits alle Sorten ihrer Weihnachtsplätzchen in der Auslage hatten. Also Kekse und Co. können die.

Am Abend war ich mit der D. an der Mosel und wir besuchten die K. Ich hatte einen Tisch im Bistro Gourmand bestellt.

Die D., die noch die dort gewesen war, war begeistert von dem Lokal. Für mich gab es Croquettes de Crevettes Grise mit einem riesigen Salat.

Die Gespräche bei Tisch drehten sich um das was zur Zeit die ganze Welt beschäftigt, die Wahlen in Amerika. Hier meine Vorraussage. Wenn Donald gewinnt, müssen wir noch einmal fünf Jahre durch meterhohen Kuhdung waten. Wenn Kamilla gewinnt, zettelt der andere einen Bürgerkrieg an.

Schwimmen & Tagesfrage

Der Montagmorgen war angereichert mit Aufräumen. Für gewöhnlich kommt Meisterin Propper nicht am Montag, doch da sie Ende der Woche gerne frei hätte, und letzte Woche der Feiertag auf ihren Putztag fiel, kam sie heute schon.

Anschließend fuhr ich nach Perl. In Luxemburg gibt es ja keine Drogerien wie Deutschland. Also doch, schon. Aber die wenigen die wir haben sind französische sogenannte Para-Apotehken. Das ist nicht das gleiche wir DM und Co.

Wieder daheim stand Meisterin Propper schon im Türrahmen. Ich holte nur meine Tasche ab und ging Schwimmen in die Therme nach Strassen. Ich schaffte fast 30 Minuten toujours durch, wenn es da nicht ein paar sehr wilde Kinder gegeben hätte, die mir am Ende so auf die Nerven ging, dass ich mich verzog. Es folgte eine ausgedehnte doppelte Runde Sauna. Zum ersten mal entdeckte ich die Dampfsauna, die ich immer anderweitig vermutete.

Am Abend schaute ich mir einen Barnaby an, weil ich keine Lust hatte mich beim berieseln auch nich anzustrengen.

Eine Tagesfrage:

Wie wird dein Leben in drei Jahren aussehen?

Diese Fragen nach zukünftigen Dingen sind eher für Menschen gedacht die jünger sind als ich, so bis 30+. Ab 50+ hat man nämlich gelernt, also zumindest ich, dass man das Leben so nehmen muss, wie es kommt. Aber bis dahin werde ich wahrscheinlich eine Entscheidung getroffen haben, ob und wann ich in Rente gehe, oder, weil ich mir das noch überhaupt nicht vorstellen kann, ob ich die letzten Jahre noch etwas ganz anderes mache. 

Die Rente, und das habe ich zu oft in meinem Leben gesehen, will gut vorbereitet sein. Es reicht nicht zu sagen, dass man jetzt endlich mal Zeit hat, den Keller und den Dachboden auszumisten. Dazu braucht er höchstens ein paar Wochen. Und dann? Ich denke, dass ich schon noch Aufgaben brauche, wenn auch nur in beratender Funktion.

Wanderung durchs Petrusstal

Ein ruhiger Sonntag an dem ich beschloss den Text von gestern erst einmal ruhen zu lassen. Ich denke dass ich da erst noch mit jemandem sprechen muss, der den Text unvoreingenommen sieht und ihn auch so lesen kann. Denn so wie er jetzt ist, bin ich nicht überzeugt.

Am Nachmittag, als der Hochnelbel sich endlich verzogen hatte, zog ich los. Ich war schon lange nicht mehr durch Petrusstal gewandert. Das Tal ist ja zum Großteil renaturiert worden und wollte mir endlich das Resultat ansehen. Ich ging durchs Tal ab der rue d‘Anvers.

Hier liegt der kleine Fluss noch im Steinbett
Von all diesen Aussichten gibt es Fotos aus der Zeit, als ich ganz zu Anfang noch im Bahnhofsviertel wohnte.
Der erste Weihnachtsbaum steht schon. ES IST ANFANG NOVEMBER!
Ab dieser Brücke verschwindet die Bett zu einer Seite
… und dann sieht es so aus.
Das hier war mal die Rodelwiese für ungebremste Schlittenfahrten. Ob sie es immer noch ist, kann ich nicht sagen. Der Schnee ist rar geworden die letzten Jahre.

Und an dieser Stelle befanden sich früher zwei kleine Brücken. Jetzt ist es nur noch eine große. Auch der Platz unter der Passerelle im Hintergrund ist weg, dort wo ich einmal die Polizei vorfand. Mitten auf dem Platz lag eine Plane über einem Menschen, von der Brücke gesprungen war. Im Jahr danach entdeckte ich im Sommer ein Blumengebinde. Ob es für den gleichen Menschen gedacht war glaube ich nicht, denn die Stelle war berüchtigt…

Im Grund dann setzte ich mich ins UpDown, das kleine Kaffee direkt neben dem Eingang zum Fahrstuhl.

Ein Kaffee mit einem Croque Monsiuer, der zwar nur 5€ kostete. Es war so just ok für den Preis. An meine selbstgemachten Croque Monsieur kommt eh niemand heran.

Als ich aufstand und bezahlt hatte, kam der Bus 23, der mich aus dem Tal brachte. Es war kurz nach 4:00 und es wurde langsam ungemütlich kühl.

Fotos & Hunger

Schlecht geschlafen. Sehr schlecht. Dass ich am Morgen auch noch zeitig raus musste, war gar nicht hilfreich. Doch ich hatte der C. versprochen, dass ich ihr bei einem Fotoshooting helfen wollte. Schade dass ich es nicht zeigen kann, aber das war alles sehr privat. Ich war anschließend aber sehr zufrieden mit meiner Arbeit.

Auf dem Samstagsmarkt war es erstaunlich kalt. Der Kaffee im Renert fiel auch kurz aus. Doch da dir D. und ich Hunger hatten, gingen wir zu Casa Gabriele, der winzig kleine Laden gleich nebenan in dem es im Winter so gemütlich ist.

Ich habe noch nie etwas dort gegessen was mir nicht schmeckte. Eine uneingeschränkte Empfehlung von mir und preislich ist es noch immer angemessen.

Den Nachmittag und Abend verbrachte ich mit einem Text, der wahrscheinlich Anfang nächsten Jahres veröffentlicht wird.

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Ich habe schon lange nichts mehr von Emmy gepostet. Aber das mit dem Kohl werde ich versuchen:

Halloween & Allerheiligen mit Ausflug

Vor zehn Jahren und länger fragte man mich immer wieder dieser oder jene für ein Halloween Make-up. Wenn es wirklich gute Freunde waren, tat ich es. Bei anderen, versuchte ich, es immer elegant zu umgehen. Meistens musste ich aber absagen, weil ich dienstlich beschäftigt war.

Dieses Jahr war ich mit den Bären unterwegs. Es war keine Pflicht, sich zu verkleiden, doch ich hatte Lust dazu. Ich hatte noch ein blutiges T-Shirt, dass ich vor etlichen Jahren mal in London im Globe Theater gekauft hatte. Ich zog ein paar rote Kontaktlinsen an und fertig war das Halloween Kostüm.

Zugegeben, die Kontaktlinsen hatten nicht die gewünschte Wirkung. Man sah sie nur im hellen Licht, dort, wo das Licht gedämpfter war, nahm man sie kaum wahr. Das T-Shirt aber, verfehlte seine Wirkung nicht.

Es war ein lustiger Abend und nach dem Abendessen bei Lentz, gingen wir noch zu einer kleinen Party im Rainbow Center und später noch ein Abstecher ins Lëtz Boys.

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Allerheiligen ist immer einer der Tage im Jahr, bei dem ich versuche alles so positiv wie möglich zu gestalten, sonst zieht er mich runter.

Auf YouTube, oder Instagram, ich weiß es nicht mehr, kam mir ein Short entgegen, von Alphaville. Im Oktober 1984 kam das Lied Forever Young raus. Als ich anfing, das Posting zu schreiben, sah ich die Tagesfrage, die ich aber schon vor langer Zeit einmal beantwortet hatte. Dailypromt schickt ja nicht jeden Tag eine neue Frage raus, dazwischen gibt es auch welche die schon vor längerer Zeit erschienen sind.

Gibt es ein Lebensalter oder Lebensjahr, das du noch einmal erleben möchtest?

In dieser Antwort kam mir wieder Alphaville entgegen, mit dem gleichen Lied. Und dann sah ich, dass auf den heutigen 1. November eine neue Version des Liedes rauskam, mit David Guetta. Das ist doch alles kein Zufall, oder?

Ich ging den Morgen sehr gemächlich an. Ein bisschen schreiben, ein bisschen lesen, eine Tasse Kaffee, noch eine Tasse Kaffee…

Zwischendurch bestellte ich die Eintrittskarte für die Re:publica25. Ich werde also nächstes Jahr vom 26. bis 28. Mai in Berlin sein.

Als ich genug rumgetrödelt hatte, beschloss ich, eine Spazierfahrt zu machen oder einen Spaziergang. Was es werden sollte, war mir, bis ich vor die Tür trat, nicht klar.

Die Sonne fing an zu scheinen und der Hochnebel hatte sich weitgehend verzogen, als ich losfuhr. Es ging nach Vianden. Ich weiß nicht mehr wann ich das letzte mal dort war. Ein Grund hinzufahren war einer der alten Geister, der wie jedes Jahr um diese Zeit, in meinem Kopf herumspukte.

Victor Hugo
Der heilige Nepomuk

Ich war wrstaunt über die vielen Touristen. Die Straßen von Vianden war erstaunlich voll. Im Alten Kino gab es Kaffee und sehr guten Möhrenkuchen:

Später dann, fand ich eine Kunstgalerie, die meinen Namen hat:

Joelsartbox. Dort gibt es Kunst und Gin.

Gerne wäre ich noch mit der Sesselbahn gefahren, doch von weiten sah ich schon keine Sessel mehr an der Bahn hängen.

Als die Sonne hinter den Bergen verschwunden war, wurde es merklich kühler. Ich fuhr zurück. Hach, das war ein schöner Tag.

KUFA & das erste Raclette der Saison

Den Dienstag verbuchen wir unter unverbloggbar.

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Aber für den Mittwoch gibt es so einiges zu berichten. Nach mehreren Telefonaten in den letzten Tagen stand das Programm für den Mittwoch fest. Die N. und die D. hatten sich schon lange nicht mehr gesehen. Ich glaube das letzte Mal war in Saint Jean.

Nach einem schnellen Kaffee und einer kurzen Runde über den Mittwochsmarkt ging es dann am Abend nach Esch in die Kulturfabrik.

Wir fuhren am späten Nachmittag los und ich kalkulierte dann doch gute 45 Minuten ein, denn ab 14:00 Uhr ist die Autobahn in Richtung Esch eine Zumutung. Große Wiedersehensfreude mit der N. Diese konnte allerdings nicht bleiben, da sie sich etwas anderes vorgenommen hatte. Nach einem Drink im ‚Rattenloch‘, gingen die D. und ich hinüber ins Kino.

Dort läuft zur Zeit in dem kleinen Kino auch ein Teil der Filme vom italienischen Filmfestival von Villerupt, das just über die Grenze in Frankreich liegt. Es ist ein kleines Festival das ist aber schon sehr lange gibt. Es ist in seiner 47. Ausgabe. Um die Anzahl der Filme durchzubekommen, greifen Sie immer auf angrenzende Kinos in Luxemburg zurück. Unter anderem in Dudelange und Esch. Auf dem Programm, stand gestern Abend ein Film, der bereits in Locarno auf dem Fedtivsl lief. Luce.

Der Film ist ein klassischer Arthouse Film. Es ist die Geschichte einer Frau, die mithilfe eines Freundes ein Telefon per Drohne über eine Mauer schmuggelt. Wenige Tage später erhält sie den ersten Anruf. Die Entscheidung, mit der Kamera beständig nah am Gesicht der Protagonistin zu bleiben, sowie allen andern und kaum etwas von der Umgebung zu zeigen, die Quasi nie scharf zu sehen ist, sondern immer nur weichgezeichnet, ging mir nach einer Weile auf die Nerven. Zudem fand ich die Geschichte doch recht dünn. Sehr vieles wird der Interpretationsfreiheit der Zuschauer überlassen. Für gewöhnlich finde ich das eine tolle Idee, denn man bekommt nicht alles vorgekaut, wie in amerikanischen Filmen, doch nach meinem Gusto war es zu viel, was man sich zusammenreimen musste. Wenn die Schauspielerin Marianna Fontana nicht so großartig gewesen wäre, wäre der Film ein gewaltiger Reinfall gewesen.

Das Restaurant K 116 hat für den Winter ein kleines Chalet auf dem Vorhof aufgebaut, in dem es Raclette und Käsefondue sowie sonstige Winterspeisen gibt. Dort hatte ich für die D. und mich einen Tisch reserviert. Es gab für uns beide das erste Raclette der Saison.

Raclette heißt übersetzt eigentlich Schaber. Mit dieser Maschine wie sie oben in dem Foto gezeigt wird, muss man den Käse, nachdem er geschmolzen ist, runterschaben. Daher der Name. Dass ich mich haltlos überfressen würde, war vorprogrammiert. Es war zum Sterben lecker. Doch am gleichen Abend folgte auch die Rechnung dafür. Ich konnte sehr lange nicht einschlafen.

Winterzeit

Zwei Tage lang nichts geschrieben. Ich hätte schlichtweg keine Lust dazu. Es lag wahrscheinlich an der Zeitumstellung. Wir haben wieder Winterzeit und allein der Gedanke daran lässt mich trübsinnig werden. Dabei gab es Dinge, die durchaus Futter fürs Blog waren.

Für Sonntag hatte ich schon länger ein Brunch geplant, Ich sah seit vielen Wochen die J. zum ersten Mal wieder. Ich hatte einen Tisch reserviert im Hotel Royal. Die D. kam auch mit. Die die mitlesen wissen, dass ich vorletzte Woche bereits auf einem Brunch war,bei dem ich sehr enttäuscht und wütend war. Es war im Paname, und es war sehr teuer, für das, was letztendlich auf dem Tisch landete und dafür einen so hohen Preis zu bezahlen, war eine bodenlose Frechheit. Ihr könnt es hier nachlesen.

Der Brunch im Royal war großartig. Es gab mehrere große Buffets, die immer wieder etwas anderes zu bieten hatten. Ein Buffet war mit kalten Vorspeisen, ein anderes mit Nachtisch. Eines war sogar speziell für Tatar, dass man sich mit allen erdenklichen Zutaten selber herrichten konnte. An einer Theke konnte man sich sein Rührei, oder Omelette, oder wie auch immer ,nach eigenem Gusto von einem Koch herstellen lassen. Und für alle warmen Speisen aus der Küche gab es noch mal eine kleine Menükarte, die auf dem Tisch lag. Während dem Essen könnten wir uns eine Flasche Cremant.

Es gab sehr viel zu erzählen, da wir uns schon so lange nicht mehr gesehen hatten. Als wir beim Nachtisch angelangt waren, schauten wir auf die Uhr. Huch! Es war schon halb vier! Ich kugelte ziemlich voll gefressen nach Hause.

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Der Montag dann war hauptsächlich gekrönt durch viel hin und her wegen der verlorenen Fernbedienung für die Garagentore. Ich hatte die Firma ja schon am Samstag angerufen, um die Codes zu ändern. Sie trat schließlich am Montagnachmittag an. Es war eine Unterfangen, dass nicht länger als 5 Minuten dauerte. Leider habe ich es verpasst, dem Mann genauer auf die Finger zu schauen, wie er den Code im Mechanismus der Garage geändert hat. Denn wenn es noch mal passiert, könnte ich es selber machen.

Anschließend fuhr ich zum großen Supermarkt meines Vertrauens in Howald und kaufte alles ein für Ossobuco. Am Abend sollte meine Nachbarin, die S. kommen. Wir hatten uns seit ihrer Geburtstagsfeier nicht gesehen. Es gab viel zu erzählen, auch hinsichtlich eines Projektes für die Zukunft. Da ich den Ossobuco im Cookeo zubereitet hatte, und mir vom Rezept her das ganze nicht mit genug war, warf ich am Ende noch ein paar Möhren, ein wenig Sellerie und eine Paprika klein geschnitten mit in den Topf vor der Schnellgare. Es schmeckte großartig. Als Beilage hatte ich zwei kleine Schalen mit Kartoffelgratin zubereitet.

Apropos ofenfeste Schalen. Ich habe leider nur zwei Stück. Sie sehen so aus:

Villeroy & Boch stellt Sie nicht mehr her. Sie sind aus der Serie Cooking Elements und ich versuche schon lange noch vier weitere zu finden, auf Flohmärkten, im Internet, … nichts. Sie ist 11,5 cm lang bzw breit und 4,5 cm hoch. Hat einer meiner geschätzten Leser zufällig diese Schalen und wäre er oder sie gewillt, sie mir zu verkaufen?

Ein Samstag mit Verlust

Ich erwachte spät. Ich hatte seltsame Träume, was mich aber nach der gestrigen ‚Geisterstunde‘ nicht weiter wunderte.

Gegen 11:00 zog ich dann los zum Markt. Ich nahm das Auto mit. Als ich in der Tiefgarage parkte stellte ich mit Entsetzen fest, das die Fernbedienung meiner Garage fehlte. Sie war weg. Gestohlen? Verloren? Ich weiß es nicht. Und während ich mit der D. Kaffee trank telefonierte ich mit der Firma, die die automatischen Tore herstellt. Ich bekam ein Termin gleich am Montag damit der Code ausgetauscht wird. Uff!

Später, bevor ich mit der D zum Tierarzt. Nicht, weil sie selbst dorthin gemusst hätte, aber ihre Katze bekam eine kleine Nachbehandlung.

Für den Rest des Tages ist dann nichts mehr passiert, dass es wert wäre, aufzuschreiben.

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Auf YouTube entdeckte ich dieses Video, dass alle Nummer 1 Hits aus den Staaten eines jeden Monats von 1980 bis 2022 beinhaltet.

Dabei wird jedes Lied nur wenige Sekunden lang angespielt. Ich fand, dass es eine interessante Erfahrung war, dass einmal ganz durchzuhören. Die achtziger und neunziger Jahre sind, was die Nummer eins Platzierungen angeht, sehr unterschiedlich und sehr divers. In den Zweitausender Jahren wird es einheitlicher, aber es sind noch immer alle Genres vertreten. Zudem war ich erstaunt, dass ich in meinem Kopf verschiedene Stars noch in den Neunzigern verortete, die erst in den Zweitausender Jahren berühmt wurden. Ein Beispiel, Britney Spears. Ab 2010 wird es ein gewaltiger Einheitsbrei, an dem man wirklich nicht mehr festmachen kann wer was singt und kein Lied geht wirklich ins Ohr. Es gibt nur sehr wenige Ausnahmen. Ab 2020 wird es dann wieder ein klein wenig besser. Aber hört doch selbst rein, wenn ihr ein bisschen Zeit zur Verfügung habt. Das Video ist nämlich 51 Minuten lang. Ich bin gespannt, ob ihr die gleiche Meinung habt wie ich.

Ein Tag wieder mit Sonne

Am Morgen gab es einiges zu tun am Rechner. Das war gut, denn so kann ich ins Wochenende starten, ohne lästige Überreste von dieser Woche mitzunehmen.

Gegen Mittag beschloss ich dann aber zu flüchten, denn Meisterin Proper trat an.

Im Renert gab es Chicken Curry. Sehr gut, aber meinetwegen hätte es schärfer sein können.

Am Abend kam dann das, was ich seit langem nicht wirklich erwarte, aber es kommt immer wieder, immer dann, wenn die Tage merklich kürzer werden. Die „Geister meiner Vergangenheit“ wie ich sie nenne, waren wieder da und spuckten mir im Kopf herum. Es war ein Gefühl aus Trauer, unendlicher Leere, Vermissen und zugleich unausgetragenen Konflikten. Es ist immer wieder das gleiche. Ich habe gelernt, damit zu leben. Meine Hoffnung war es seit jeher, dass es mit den Jahren besser wird. Ja, wird es. Und doch schlägt es immer noch zu.

Um mich abzulenken, schaute ich zu später. Stunde auf ARTE, den Film Hugo Cabret an. Ich hatte ihn schon sehr lange nicht mehr gesehen. Er lenkte mich nur bedingt ab. Zudem wurde mir bewusst, dass ich den Film gar nicht so gut finde, obwohl er fünf Oscars gewonnen hat.

Einschlafen konnte ich erst weit nach Mitternacht.