Schmuddelwetter

Ich hätte nicht wenig Lust nur die Überschrift zu posten. Aber ok. Ordnungshalber…

Ich hatte mir am Abend davor Pasta gekocht mit frischen Champignons und die lagen mir aber schwer im Magen. Aber schlafen ging dann doch einigermaßen.

Inzwischen bin ich, denke ich, mit dem Jetlag durch. Ich erwachte um 6:00 Uhr, drehte mich noch einmal um und schlief weiter bis 7:00 Uhr

Es gibt für heute wenig zu berichten weil ich auch wieder an anderen Dingen schreibe, über die ich irgendwann berichten kann, nur jetzt noch nicht und das braucht Zeit und viel Gehirnschmalz.

Irgendwann war es mir dann doch zu viel und ich zog los in die Stadt. Renert. Ein Gin Tonic.

Es war genau das Richtige!

Am Abend mit der A. und der N. zu einem baskischen Spanier, la Taperia.

Nun muss ich sagen, dass ich, der nun das Baskenland zumindest von der französischen Seite her sehr gut kennt nichts speziell baskisches an dem Restaurant entdecken konnte. Es waren ein paar Namen auf der Karte anders die Tx… begannen, aber mehr auch nicht. Die Tapas hießen immer noch Tapas und nicht Pintxos, was aber nicht heißen will dass es nicht lecker war.

***

Nur um euch mal etwas zu zeigen das ich so auch noch nie gemacht habe. Nicht im meinem früheren Leben als Friseur und auch nicht als Maskenbildner, obwohl ich da schon viel Seltsames gemacht habe. Mickey Da Barber folge ich schon seit einer Weile. Und das hier sieht sehr gut aus. Man glaubt es kaum, aber es ist der gleiche Typ:

Donnerstag ohne Smartphone

Das war schon seltsam und ein bisschen doof weil ich keine Fotos machen konnte. Aber die Übung an sich war gar nicht so schlecht.

Am morgen machte ich mich auf nach Saarbrücken wegen Arbeitsdingen. Unterwegs merkte ich erst dass das iPhone daheim liegen geblieben war, als ich aus der Tiefgarage kam. Na gut, dann muss es auch ohne gehen. Die Aufladekarten für den Wagen hatte ich eh bei mir, denn hin und zurück nach Saarbrücken reicht es dann doch nicht so ganz mit einer Ladung. Ich muss ein klein wenig dazwischen aufladen, wenn auch nicht sehr viel. Das einzige was in Saarbrücken Zentrum wirklich nervt, ist die geringe Zahl an Ladestationen. Und die wenigen die da sind, sind immer besetzt, entweder durch andere E-Autos oder durch Benziner die da gar nicht hingehören. Könnten wird da mal bitte einführen, dass es saftige Strafzettel gibt, so wie wenn man sich auf einen Behinderten Parkplaz stellt? In Luxemburg sind wir da mit 50€ mit dabei und wenn mich nicht alles täuscht gehen auch Punkte flöten.

Zu Mittag ass ich im Alex, das diesmal wirklich nicht lecker war. Es war ein Topf voll mit indischer Currysauce, in der fünf winzig kleine Hänchenstücke schwammen. Aus oben genannten Gründen kein Foto.

Als ich wieder zurückfuhr, fuhr ich in Völklingen raus, weil es dort eine Ladestation gibt von der ich weiß, dass sie mit meiner Karte klappt. Und während ich wartete, schaute ich mir die Umgebung an anstatt aufs Handy zu starren und hörte Radio.

Als ich dann wieder daheim war schaute ich auf die Batterie. Ja, ich hatte genau das aufgeladen was ich jetzt noch Rest hatte. Aber besser ist besser.

Am Abend eine der verpassten Folgen von Murdoch.

Mittwoch mit Ausflug

Ach, wie nett:

Graupel! Was für ein scheußliches Wort, morgens kurz vor 8:00.

Der Jetlag verflüchtigt sich langsam. Von 3:30 auf 4:00 und heute wurde ich um 6:15 Uhr wach.

Ich zurrte ein paar Termine für den Rest der Woche fest und machte mich, da Mittwoch auf dem Weg zum Wochenmarkt, den ich aber nicht besuchte sondern ging gradewegs zu Namur, zur Verabredung mit der D.

Sie erzählte mir dass zur Zeit im Amsterdamer Rijksmuseum die bis dato kompletteste Vermeer Sammlung zu sehen ist, die es je gab und das noch bis zum 4 Juni. Aber… es ist schon keine Eintrittskarte mehr dafür zu bekommen! Mist! Die hätte ich wirklich gerne gesehen!

Ich machte später auf und fuhr über die Geenze nach Perl um eine Reihe an Einkäufen zu tätigen an Dingen die ich hier nicht bekomme. Da ich schneller fertig war als gedacht und das Wetter sich gebessert hatte, fuhr nich ein kleines Stück weiter nach Orscholz. Dort gibt es neben der großen Rehaklinik das Hotel Saarschleife an das ich ein paar schöne Erinnerungen habe.

Das Mittagsmenü beinhaltete unter anderem Forellenfilets mit geschmorter Gurke und Coucous.

Anschließend nachte ich einen Spaziergang hinunter zur Aussichtspunkt über die Saarschleife und beging zum ersten mal den Baumwipfelpfad. Ich war vor ein paar Jahren schon an der gleichen Stelle gewesen und hatte sehr schöne Fotos gemacht, aber nicht von der oberen Platform. Ich zahlte den stolzen Preis von 12,50€ und ging los.

Das Wahrzeichen des vorletzten Kulturjahres

Das Aussichtsturm sieht von unten, so hatte ich es vom letzten Mal in Erinnerung, nicht so spektakulär aus, als wenn man darauf steht. Man ist ganze fünf Stockwerke über den Baumkronen. Es wehte kein Wind aber der Turm wackelte dann doch ganz schön durch die Besucher die hoch und runter gingen.

Als ich wieder unten war ging ich zurück durch den Wald zum Wagen und dachte mit Wehmut an Tante Gritty, durch die ich diese Gegend überhaupt kennengelernt hatte. Plötzlich war sie mir so gegenwärtig wie schon lange nicht mehr. Sie kam über mehrere Jahre hinweg nach Orscholz zur Kur in die Rehaklinik. Ich besuchte sie dann dort ein paarmal. Durch sie lernte ich das danebenliegende Hotel kennen. Ich war mit ihr mehrfach in der kleinen Stadt Mettlach, da es dort ein gewaltiges V&B Porzellan Geschäft gibt. Ich habe immer noch Teile von dem Geschirr was sie mir damals gekauft hatte.

Am Abend früh zu Bett mit der Hoffnung dass es keine Auswirkungen auf den Jetlag hat.

Ich packe meinen Koffer und nehme mit…

Der Jetlag hält sich wacker. Ich war aber erst um 4:00 Uhr wach nicht schon 3:30 Uhr. Da heute ein Arbeitstag war und sonst nichts Blogwürdiges passierte, mache ich etwas anderes.

Was packt man in den Koffer wenn man zwei Monate oder länger unterwegs ist? Ich habe die Erfahrung mehrfach gemacht und muss sagen, dass es da ein paar Grundregeln gibt.

Ich sah in Australien ein älteres Ehepaar am Flughafen mit zwei gewaltigen Koffern, zwei kleinen Koffern plus zwei größeren Taschen. Da ich hinter ihnen in der Schlange zum einchecken stand und die beiden sich angeregt mit einem Paar vor ihnen unterhielten, wusste ich dass sie für zwei Wochen in Urlaub fahren zur Schwester der Frau. Ich fragte mich ehrlich, ohne jetzt alle Umstände zu kennen, was alles im den Koffern drin ist, wenn sie nur für zwei Wochen verreisen und dann auch noch privat untergebracht sind. Ich stand dahinter im meinem kleineren Koffer samt einem kleinen Rucksack und das reichte voll und ganz für zwei Monate! (Und jetzt da ich wieder hier bin, bin ich der Meinung dass ich noch zu viel mithatte.)

In dem Zusammenhang kam mir eine Diskussion in den Sinn, die ich mal mit der A. hatte was Kofferpacken angeht. Sie meinte nämlich, dass Frauen es in der Hinsicht schwerer haben als Männer, weil sie mehr einpacken müssen. Ich halte das schlichtweg für falsch.

Ich denke man muss sich grundsätzlich von der Idee verabschieden jeden Morgen, wie daheim vor dem Kleiderschrank, eine Auswahl je nach Gemütslage zu haben. Wenn man den Koffer mit der Grundüberzeugung packt, endet es in einem Desaster.

Ich packe den Koffer für maximal zehn Tage. Das bedeutet dass ich mich zehn Tage lang anziehen kann ohne zwischendurch waschen zu müssen. Im meinem Fall ist das Unterwäsche und kurze Socken für zehn Tage. Aber auch hier empfiehlt es sich genau hinzuschauen. Wenn Boxershorts, dann sehr dünne, am besten sind kurze knappe Slips, Tangas, oder wer mag, Jockstraps. Je weniger Stoff umso besser. Das hat nichts mit sexy zu tun sondern mit Platzsparen und Gewichtsreduzierung. Bei Socken ist es das gleiche, dünne leichte Sommersöckchen.

Schuhe. Ein leidliches Thema. Aber auch hier reichen drei Paar, also eines an den Füßen und zwei im Koffer. Ich hatte sogar diesmal nur zwei Paar, also nur ein Paar im Koffer. Das waren Flip Flops. Das andere Paar war ein paar hybride Turnschuhe die aber auch für etwas sportlichere Straßenschuhe durchgehen konnten.

Kleidung. Jetzt wird es spannend. Zehn Oberteile, zwei Shorts, zwei lange Hosen. Da machte ich diesmal den Fehler und nahm zu viel an Hosen mit. Ich hatte drei Shorts und drei lange Hosen ohne die, die ich anhatte. Das waren zwei wenn nicht drei Teile zu viel. Der Trick ist, dass farblich alles kombinierbar sein muss. Also alles eher neutral halten, nichts sollte zu fancy sein. Die Oberteile waren T-Shirts, Polohemden und drei klassisch kurzärmelige Hemden mit Knopfleiste. Auch hier empfiehlt es sich genau hinzuschauen, was die Stoffe angeht. Nichts das extrem knittert oder zu dick im Stoff ist. Für schlechte oder kältere Wetterverhältnisse hatte ich den regenfesten K-Way mit, eine Fleece Jacke und eine dünne Cashmere Jacke. Die Fleece Jacke hatte ich immer bei Flügen an weil sie über mehrere Taschen verfügte und ich alles wie Pass, Handy und Boarding Pass darin griffbereit hatte. Dann noch eine Badehose und ein Kimono Schlafanzug.

Kulturbeutel hatte ich zwei, wobei einer die Reiseapotheke war. Auch hier wieder Reduktion auf ein Minimum. Barttrimmer, Gesichtscreme, Sonnenschutzcreme und zwei Seifenstücke für Haut und Haar. Zwei Stück weil ich mit einem Stück ungefähr einen Monat auskomme. Wer unempfindlich ist kann auch auf die Seife ganz verzichten und auf die Seife im Hotel zurückgreifen die im Zimmer liegt. Ich tat das auch je nach Hotel und was sie zur Verfügung stellten. Ein kleines Taschenmesser mit Schere, Nagelfeile, Pinzette Zahnstocher und ein Nagelclipper. Zahnbürste und Zahncreme Konzenztrat, weil die Tube kleiner ist und ich eh sehr sparsam damit umgehe. Eine Mini Haarbürste, Haarwax und/oder Haarpumpspray. Und dann darf ein Duftwasser bei mir nicht fehlen. Reisefön braucht man eigentlich keinen, denn in Hotels ab drei Sternen müssen sie einen zu Verfügung stellen, sonst hat es keine drei Sterne.

In der Reiseapotheke waren Ibu, Paracetamol, etwas gegen Durchfall und Verstopfung., Augentropfen für trockene und leicht entzündete Augen (Klimaanlage) ein paar Pflaster, Desinfektionsspray und ein paar Blasenpflaster. Rei in der Tube zum Waschen. Und weil das halt immer noch akut war, ein Schnelltest Set.

Ich hatte noch mit ein dünnes Strandtuch eine Strandtasche, die zwischendurch als Dreckwäschebeutel diente und einen Minirucksack, wenn ich auf Erkundungstour war.

Der Koffer auf der Waage hatte dann um 17-18 Kilo.

Im Rucksack waren sämtliche Papiere, Pass, Geldbeutel, Laptop, Ladegeräte, Powerbank, Kabel, Handy, was zum lesen und für den Notfall, wenn der Koffer mit den vielen Flügen irgendwo hängenbleibt, ein T-Shirt, eine Unterhose und eine Zahnbürste.

Ich fühlte mich mit alledem gut versorgt. Ich war nie over- oder underdressed, auch nicht für die besseren Gelegenheiten in edleren Restaurants oder in meinem Fall, als ich die Oper in Sydney besuchte.

An jedem neuen Ort, war die erste Aktion die Wäsche der letzten Tage entweder selbst zu waschen oder abzugeben. Da ja alles frei kombinierbar war, hatte ich nie das Gefühl nicht ordentlich angezogen zu sein, selbst dann wenn über die Hälfte der Klamotten gewaschen wurden oder in der Strandtasche waren und nicht zur Verfügung standen. Und wer mich kennt, weiß dass ich darauf großen Wert lege.

Wenn man unterwegs etwas schönes findet, ein Hemd zum Beispiel, MUSS ein anderes Teil den Koffer verlassen. Bei mir war das dreimal der Fall, wobei ich einmal schummelte. Zudem soll und muss man jeden Kauf hinterfragen, ob es das wirklich Wert ist, denn man ist am Ende nur der Gelackmeierte, weil man bis zum Ende der Reise das Zeug selbst schleppen muss. Immer bedenken, jedes Gramm zählt. Für die Lieben daheim kaufte ich kleine Dinge die kaum etwas auf die Waage brachten und sehr wenig Platz wegnahmen. Nun ist es aber auch nicht so, dass man sich nicht ausschließlich damit beschäftigen soll. Dann macht es keinen Spaß mehr. Ich hatte mir ja auch den großen Porzellanschädel gleich zu Anfang gegönnt und war mir bewusst dass ich den lange schleppen müsste. Aber dann zieht man es auch konsequent durch.

Ich hoffe dass ich nichts vergessen habe. Ich habe versucht es so allgemein wie möglich zu halten. Natürlich hat auch jeder seine ganz individuellen Bedürfnisse an Dingen, auf die er nicht verzichten mag oder kann. Und bitte fragt mich nicht nach Tipps wie man den Koffer für einen Ski- oder Winterurlaub packt. Ich war in meinem Leben noch nie in so einem Urlaub.

Für Fragen und Anregungen sind die Kommentare da.

Der erste Montag

Tja, so einfach läßt sich der Jetlag dann doch nicht überlisten. Ich saß um 3:30 hellwach im Bett. Das hatte aber zur Folge dass ich ein ungewöhnliches Naturschauspiel sah. Gegen 4:00 Uhr ging ein Meteorit im Westen nieder und ich sah ihn. Zuerst dachte ich es sei ein explodiertes Flugzeug und ich machte mich darauf gefasst, nachdem es hinter dem Horizont verschwunden war, dass ich einen dumpfen Knall hören würde, doch es blieb still.

Ich musste ein wenig suchen doch die Kronen Zeitung hatte den Asteroiden verzeichnet und es deckt sich mit dem was ich sah. Ich dachte nämlich er würde in Belgien niedergehen doch es war noch Stück weiter oben im Ärmelkanal.

Es wurde dann notgedrungen ein langer Morgen, an dem ich ein wenig dem hinterher las was ich die letzte Zeit logischerweise nicht tat.

Gegen 10:00 fing ich an Telefonate zu führen wie es die nächsten Tage arbeitsmäßig aussieht. Langsam werden die Zügel angezogen. Am Nachmittag machte ich Einkäufe und stelle dabei erstaunt fest dass ich das Auto mit der regulären Karte an der Aufladestation nicht laden konnte. Ich musste eine von europäischen Karten nehmen. Später rief ich dann bei Chargy an und in der Tat, die Karte war gesperrt wegen einem internen Fehler. Ich schickte ein Paket nach Berlin worüber sich jemand sehr freuen wird.

Aber späten Nachmittag ging es mit der A. und Blue in den Park, die sich riesig freute ihren Joël wiederzuhaben:

Doch als ich zurück zur Wohnung ging und die Sonne weg war, fing ich an zu frieren.

Das letzte Foto vom Abend, weil die Luft und der Himmel so klar war, oben Jupiter und unter Venus:

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Ich folge schon recht lange Katie von How to slay Omaskleiderschrank die Upcycling Videos von Klamotten macht. Das Projekt 333 das sie zur Zeit sehr konsequent durchzieht beinhaltet ein Kleidercapsule herzustellen in der man mit einer sehr limitierten Anzahl an Kleidungsstücken versucht durch eine Saison zu kommen. Alles muss und soll kombinierbar sein. Aber schaut euch die Videos an, sie erklärt das viel besser als ich.

Das brachte mich auf die Idee darüber zu schreiben wie man Koffer für lange Reisen packt und wie ich das handhabe. Aber das folgt dann morgen.

Die Mitbringsel & Generation Art Ausstellung

Mit Ausnahme des Poloshirts hatte ich auf der Reise vieles nicht gezeigt was die Mitbringsel angeht. Hier ist der Rest:

Da wäre der Totenkopf aus Porzellan den ich in Hobart im MONA kaufte und sehr viel Platz wegnahm. Aber er hat die Reise gottlob gut überstanden. Dann das Shirt mit Alice in Wonderlad das ich mehrfach in den Dangerfield Läden gesehen hatte. Als ich ihn dann auf einer Schaufensterpuppe sah mit schwarzem Hemd darunter war klar, dass ich es kaufen musste. Das schwarze T-Shirt mit dem Pride Logo gab es auch dort und ich werde mir das für die Pride hier im Sommer aufheben. Das Brillenetui stammt aus Canberra. Dort sah ich dass meines den Geist aufgegeben hatte und ich ersetzte es durch eines mit Aborigenee Muster. Die Flasche oben rechts mit der Holzkiste ist von dem C. aus Auckland. Es ist Gin mit Apfel und Saffran. Er wird die nächsten Tage probiert. Ich fand auch wieder von Sukin die mattifying Lotion, die ich sehr vermisst hatte. Die blaue Falsche Aeroguard rechts daneben ist das beste Mückenspray das ich je hatte. Zwischen den Shirts liegt eine kleine blaue wiederverwendbare Einkaufstasche von der Ausstellung die ich in Auckland besuchte. Die drei kleinen schwarzen Beutel sind Tasmanischer Pfeffer.

Ein Shirt aus der Steve Mc.Queen Ausstellung fehlt auf dem Bild weil es bereits in Wäsche ist. Und dann noch die beiden Tassen die ich für Mumu kaufte. Es war viel Porzellan bzw. Steingut mit dabei, was aber alles heil ankam.

Ich erwachte um 8:00 Uhr. Sehr gut! Ich scheine den Jetlag überlistet zu haben. (Little did I know, kann ich jetzt schon verraten) Ich schrieb den Beitrag von gestern fertig und fing an mit diesem hier mit dem Mitbringseln.

Am frühen Nachmittag kam die D. Große Wiedersehnsfreude. Wir hatten zwar regelmäßig während der letzen Zeit immer miteinander telefoniert, aber sich live zu sehen ist dann doch was anderes.

Wir fuhren nach Dudelange ins Pomhouse. Dort war vor kurzem die Ausstellung eröffnet worden der drei Finalisten des von Generation Art.

Und ich war… enttäuscht. Er gab nur ein Kandidat der drei der mir wirklich gefiel. Die anderem zwei waren von dem was sie ausstellten nicht wirklich eine Überraschung. Sie haben wirklich die Gelegenheit verstreichen lassen um etwas außerordentliches zu produzieren. Denn die Chance eine Ausstellung im Pomhouse zu haben, werden sie so schnell nicht wieder haben.

Wieder in der Stadt gingen wir zum Renert der ausnahmsweise am Sonntag geöffnet hatte, weil sie ihren winterlichen Pastatag hatten. Da ich aber spät gefrühstückt hatte, hatte ich keine Lust auf Pasta. Stattdessen verspeisten wir ein Baba au Rum.

Wieder daheim kümmerte ich mich weiter um die Wäsche aus dem Urlaub und machte früh Schuss. (Was ein Fehler war, aber darüber morgen mehr)

Der erste Tag dieses Jahr in Europa und in Luxemburg

Vielen lieben Dank für all die netten Kommentare und dass ihr mit mir auf der Reise ward.

Ich sag mal so, geschlafen habe ich nicht sehr viel. Wahrscheinlich etwas mehr als zwei Stunden von dem 11:20 Stunden Flug nach Zürich.

Hier war es schweinekalt. -6 Grad. Gut, im Flughafen merkte ich wenig davon, aber beim Aussteigen und den Gangway hoch gehen.

Dann folgte ein laaaanger Marsch mit Zugfahrt zum nächsten Gate, doch ich hatte Zeit genug, auch um hier vorzuschreiben.

Ich hatte nich ein Foto von der N. bekommen die daheim den Kühlschrank aufgestockt hatte:

Solche Freunde sollte man sehr hegen und pflegen.

Dann noch einmal ein Flugstunde von Zürich nach Luxemburg. Damit hat der Flugenterich Joël so viele Flugstunden auf dem Tacho, dass er nicht für den Kochtopf geeignet ist. Er wäre sehr zäh.

Raureif in der Fensterlucke. Irreal.

Enteisen der Flüge.

In Luxemburg dann keine minus 6 Grad aber immer noch minus 2. Als mein Koffer vom Band lief war jubilierte ich. Er hatte es also auch geschafft.

Der S. holte mich vom Flughafen ab. Freudiges Wiedersehen. Ich vergass völlig das obligate Foto des orangefarbenen ‚Moien‘ vor der Tür zu machen, das bei Abreise noch sehr weihnachtlich aussah.

Ich schloss daheim die Wohnungstür auf und dabei fiel mir sofort etwas auf. Die verschiedenen noch immer kahlen Wände an denen noch immer kein Bild hängt. Das muss ich ändern. Ich widerstand der Versuchung mich hinzulegen. Das wäre das fatalste gewesen was ich hätte tun können. Stattdessen hüpfte ich sofort unter die Dusche. Es waren schließlich anderthalb Tage und ich kam mir sehr verschwitzt vor. Ich zog einen langärmeligen Pulli und eine dickere Jeans aus dem Schrank, die zwar angemessen für das hiesige Wetter waren, aber ich kam mir verkleidet vor.

Da es Samstag war, ging ich zum Wochenmarkt. Man hat aus mir unerfindlichen Gründen mit den Marktständen ein wenig Tetris gespielt und sie anders platziert. Ich fand nicht sofort alles wieder.

Sehr großes Hallo als ich unangemeldet beim „Renert Social Club“ erschien. Ich werde die Tage mal erklären wie es überhaupt zu dem Club kam und warum er jetzt zu einem richtigen eingetragenen Verein werden wird. Ich aß mit Ihnen zu Mittag.

Um 14:00 hatte ich einen Friseurtermin. Die explodierte Wolle auf dem Kopf musste weg. Jetzt sieht wieder ok aus. Wieder daheim fing ich an den Koffer auszupacken. Ich überlegte was ich noch tun könnte was nicht unter die Kategorie Nickerchen fiel. Ich musste unbedingt wach bleiben bis zum Abend, sonst würde ich ins Jetlag fallen und wäre nachts um 3 wieder hellwach. Nicht zwei sondern drei doppelte Espressi halfen.

Ich schaute mir eine Doku auf Arte an die die Kaltmamsell erwähnt hatte über Annie Lennox, die ich aber aus Geoblocking Gründen nicht in Australien sehen konnte. Mein Gott, ist dies Frau großartig! Ich hatte sie vor Jahren einmal live in London gesehen als sie mit den Suffragetten an einem Sonntag in einer großen Demo mitging.

Gegen 17:00 kam die N. mit ihrer Nichte auf die sie aufpassen musste. Große Wiedersehensfreude. Angedacht war, dass wir gemeinsam mit der A. Abendessen sollten. Aber die kleine Nichte war todmüde und die N. fuhr mit ihr heim. Später kam dann die A. und wir gingen zu unserer leider geschlossenen Terrasse ins Hotel Belair. Ich merkte inzwischen dass mein Körper und mein Kopf nur noch nach Schlaf bettelten. Gegen 22:00 machten wir Schluss und daheim schlief ich sofort ein.

Von Melbourne nach Luxemburg

Sehr früh am Morgen raus. Mit der M. eine Runde mit dem Hund Otto gemacht. Sie führte mich an einen Ort nahe beim Yarra River. Dort sah ich zum ersten mal Flughunde.

Der Yarra Riwer

Da hängen sie zu Hunderten an den Bäumen. Insgesamt sind es schätzungsweise um die 5000. Auch gestern Abend als wir noch draußen saßen, sah ich welche vorbeifliegen. Die Flügelspannweite ist gewaltig im Vergleich zu unseren kleinen Fledermäusen.

Und ein letztes Foto mit Otto dem Schnauzer:

Wieder zurück fing ich an den Koffer zu packen. Uff, es passte alles rein und er ist nicht zu schwer. 21 Kilo. Ich zog wieder die Jeans an, die ich seit meiner Ankunft hier nicht mehr anhatte. Auch die Cashmere Jacke zog ich aus den Tiefen des Koffers hervor. Ich hatte sie nicht einmal an.

Meine Tram/Bus/Zug/Ferry Kartensammlung von all den Orten an denen ich war. Es fehlt die von Canberra. Dort hatte ich keine weil alles sehr nah war und zu Fuß gemacht habe:

Ich arbeitete noch ein paar Emails ab bevor es dann zum Flughafen ging. Ich flog pünktlich ab. Flugzeit 6 Stunden 50 Minuten.

In Singapur dann 3 Stunden später der nächste Flug nach Zürich. Von dort dann nach Luxemburg. Morgen irgendwann um 10:00 bin ich da.

Der Rest folgt wenn ich wieder in daheim bin.

Melbourne: Der letzte Tag

Als ich erwachte und daran dachte konnte ich es nicht glauben. Morgen ist es vorbei! Ich werde mich wieder an kürzere Tage gewöhnen müssen und vor allem kältere Temperaturen. Brr. Und wer mir auf Insta folgt, hat es das letzte Foto schon gesehen.

Ich beschloss am Morgen einem Hype zu folgen und etwas zum abendlichen Barbecue beizusteuern. Ihr kennt das ganze Getue um japanischen Cheesecake? Im Melbourne gibt es eine Bäckerei die nichts anderes verkauft. LeTao.

Ich ging am Mittag hin und kaufte welchen. Ich lieferte ihm im Kühlschrank des Hauses ab und zog noch einmal los, raus zum Meer…

Der Luna Park in St.Kilda. Er war aber geschlossen.
Der untere Teil von H.s Straße die bemalt ist.

Am Abend war es schön und warm genug damit wir auf der oberen Terrasse zu Abend essen konnten bis in späten Abendstunden.

Ich muss übrigens erwähnen dass die M. eine großartigen Köchin ist:

Das war nur einer der Gänge. Snapper mit einer leicht säuerlichen Teriyaki Sauce. Dazu ein Reissalat mit Mango, Petersilie, Thaibaslikum und Cashew Nüssen. Davor gab es noch gegrillte Spitzpaprika. Und hinterher den ominösen japanischen Käsekuchen.

Und als es schon sehr viel später war, machte ich dieses letzte Foto de Skyline von Melbourne.

Melbourne: Old Melbourne Gaol & Cochin

Am Morgen ging es ins das erste Gefängnis von Melbourne das sich mitten im Zentrum befindet. Von 1845 bis zu seiner Schließung 1924 waren dort Melbournes gefährlichste Kriminelle untergebracht. Aber nicht nur die. Auch für die kleinsten Vergehen wie Fluchen wurde man weggesperrt. Vor allem zu Anfang als es noch keine Heime für Waisenkinder gab, sah das Gericht es als eine Gnade an, die Kinder dort unterzubringen, damit sie irgendwie versorgt waren und nicht auf der Straße waren. Das konnten auch Kleinkinder im Alter von drei Jahren sein. Der älteste Trakt gibt es noch sowie den Turm in den die zum Tode verurteilten gehängt wurden.

Ich hatte mir den Audioguide aufs Handy geladen und hörte den Geschichten und Erklärungen über Kopfhörer zu.

DER Balken mit der Klappe darunter.

Unter anderem war dort auch einer der berühmtesten Verbrecher Australiens eingesperrt, Ned Kelly. Nach seiner Hinrichtung wurde, wie von allen zum Tode Verurteilten, eine Todesmaske gefertigt, die heute noch im Gefängnis zu sehen ist.

Totenmaske von Ned Kelly

Die Zellen waren geöffnet und in manchen konnte man lesen welche Gräueltaten dort sonst noch passiert sind. So z.B. über die erste Frau die hingerichtet wurde, weil sie sogenanntes Baby Farming betrieb und dabei die Kinder nicht zur Adoption weggab sondern sie umbrachte. Nebst dieser Besichtigung auf eigene Fast kann man auch eine Tour mitmachen oder die spezial Tour in der man wie ein Insasse behandelt wird und dabei eingesperrt. Ich persönlich hatte keine Lust das am eigenen Leib zu erfahren. Es reichte auch so. Man ist sehr ernüchtert und kleinlaut wenn raus kommt.

Und dann möchte ich noch über eine Begebenheit berichten die mir jetzt schon mehrfach, sei es auf Audioguides oder auch im Theater, aufgefallen ist:

Diese zwei Sätze kommen in der Form, oder manchmal ein wenig ausführlicher, vor jeder Vorstellung, auf Audioguides, oder auch im Fernsehen vor Filmen oder Dokus über Australien. Das scheint mir ein Teil der Wiedergutmachung zu sein was den ersten Ureinwohnern Australiens angetan wurde.

Am Abend ging es in das französisch-vietnamesische Restaurant Cochin.

Später dann gab es noch einen Absacker auf der unteren Terrasse. Was genau könnt ihr auf dem Foto unten sehen.

Melbourne: Acmi & Dumplings

Am Abend davor hatten mich der H. und die M. mit so vielen Adressen und Plätzen versorgt, dass die Zeit bis Freitag nicht reichen wird, um mir das alles anzusehen. Ich muss wohl noch einmal herkommen. 🙂

Das erste was ich mir am Morgen ansah, war Acmi.

Ein Filmmuseum im weitesten Sinn. Der Teil in dem es Historisches zu sehen gab, war schön gestaltet und man erklärte wirklich gut wie die Bilder laufen lernten.

Ich habe versucht es abzufilmen was natürlich nur begrenzt ging, aber ihr seht was das soll.

Das original Kostüm von Chris Hemsworth als Thor und sein Hammer.

Ansonsten gab es nich ein paar Sonderausstellungen die sich alle im Rahmen der Filmkunst-Kunst bewegten und mich nicht vom Hocker rissen. In Frankreich nennt man das ‚Art & Essay‘ womit sich schon meine Rückenhaare sträuben. Kunst im Film ist schwierig und artet leider sehr oft in ausgemachten Blödsinn aus. Ich habe in all den Jahren in denen ich mir Kunst ansehe, leider selten Gutes in dem Bereich gesehen.

Am Mittag mit dem H. Ramen essen.

Die besten Ramen die ich seit langem hatte. Der H. hatte mir noch eine Idee mit gegeben was ich mir am Nachmittag ansehen könnte. Doch inzwischen hatte sich das Wetter gebessert und ich fujr raus nach St. Kilda, legte mich in die Sonne, las und schrieb.

Das Meer, die Wellen, die Sonne, der Wind… es gibt nichts was mich das Leben mehr spüren lässt diese Momente.

Am Abend ging es in das Dumpling Restaurant das ich mir schon so lange gewünscht hatte, weil es das erste Restaurant war, das ich mit H. und seiner Familie besucht hatte, als ich zum allerersten mal hier war 2017.

Ich überfrass mich restlos. Allen voran die Dumplings auf dem Foto sind teilweise mit Boullion gefüllt und explodieren regelrecht im Mund.

Früh zu Bett.

Von Perth nach Melbourne

Ein letztes Foto von gestern Abend:

Es werden diesmal nicht mehr ganze fünf Stunden sein aber es ist doch eine der längeren Flüge. Das hier wird einer der langweiligen Postings werden. Aber für ein Liveposting reicht es zeitlich nicht.

Ich las am Morgen noch im Hotel einen interessanten Bericht über den neuesten Scam oder Betrug der zur Zeit in Australien Furore zu machen scheint. Man bekommt unaufgefordert kleine Dinge zugeschickt, wie zum Beispiel Schmuck. Ziel der Aktion ist, dass die oder derjenige darüber im den sozialen Medien berichtet und somit die Firma von die den Schmuck herstellt, im Algorithmus der Suchmaschinen eine höheres Ranking erreicht. Das alles klingt recht harmlos aber… Brushing‘ scams send people free items, but could be a warning sign about a data breach.

Ohne Vorkommnisse im Hotel ausgecheckt und zum Flughafen gefahren. Der Flug jedoch ging mit einer knappen Stunde Verspätung los.

Die letzten drei Folgen von Nine Perfect Strangers angesehen. Zugegeben es ist etwas holperig alle Fäden am Schluss zusammen zu binden. Und ein paar Geschichten sind dann doch ein wenig zu weit hergeholt. Aber für die Zeit im Flieger rumzubekommen, fand ich die Serie ganz nett.

Und da ich ja wieder durch drei Zeitzonen zurück flog war ich sehr viel später erst bei dem H. und seiner Familie.

In Melbourne war einiges kälter als in Perth. Es war gut dass ich die Fließkacke Fließ-Jacke anhatte. Zum Abendessen gab es vorzügliches Lammfilet und Rotwein. Und später einen Absacker auf der unteren Terrasse.

Gute Nacht.

Perth: Letzter Tag

Noch ein Foto von gestern Abend spät:

In der Murray Street versuchte er ihr Walzer beizubringen zum Wiener Walzer gespielt vom Geiger. So sweet…

***

Gleich am Morgen herrschte schon wieder diese heftige Hitze. Es hatte während der Nacht nicht sonderlich abgekühlt. Somit war das Warmluftpusterfeeling schon kurz nach 10:00 als ich auf die Straße trat. Was tun? Für einen großen Ausflug hatte ich nicht keine Lust. Ich beschloss das etwas alternativere Viertel Northbridge zu besuchen. Es lag 15 Minuten Fußmarsch entfernt.

Ich ging ins Café der Art Gallery und trank einen Iced Long Black.

Irgendwie wurden die Hitze und ich heute keine Freunde. Versteht mich nicht falsch. Ich liebe Hitze! Aber es gibt Tage da verträgt man sie besser und Tage da geht es weniger gut. Und es schüttelt mich jetzt schon, wenn ich daran denke dass ich in Woche wieder in Luxemburg bin, wo die Temperaturen alle um den Gefrierpunkt liegen. Brr.

Zu meiner Überraschung sah ich dass der neue Teil der Ausstellung in der Art Gallery seit heute geöffnet wäre. Ich hatte beim letzten Besuch viel Gebohre und Gehämmere gehört. Jetzt sah ich das Resultat. Allerdings nicht so spannend wie ich erwartet hatte. Aber ich hatte noch einmal die Gelegenheit, wenn auch nur die Beschriftung von einem anderen Bild abzulichten das mir beim letzten mal sehr gefallen hatte:

Thomas Woodruff Es stammt aus einer Serie der 90er Jahre. Es gibt mehrere davon alle etwas monochrom gehalten. Es sind Selbstporträts die zugegeben etwas überdramatisiert sind, aber als ich davor stand fand ich es sehr schön und es berührte auch etwas in mir. Und nein, ich habe es nicht gekauft!

Ich las im Internet dass der Markt in Fremantle Sonntags ungleich attraktiver sein soll als die anderen Tage. Da ich eh noch 20 Dollar auf der Bus- und Tramkarte hatte, würde das völlig ausreichen. Also noch einmal nach Fremantle.

Es war brechend voll und kein Foto machbar. Ich kaufte ein paar Mitbringsel für dir Lieben daheim und machte mich dann langsam wieder auf um zurück zu fahren.

Ich saß eine ganze Weile unter diesen gewaltigen Gummibaum mit einer Palme davor, las die heimische Zeitung und was andere Blogger so schrieben und ewig so da sitzen bleiben können. Ich schaute mir Schneebilder auf Instagram an was ich besser nicht hätte tun sollen. Es zog mich runter. Eigentlich wäre es schön wieder heim zu fahren doch andererseits holt mich dann eine Realität ein die so anders ist als das was ich hier habe. Klar, kenne ich den Unterschied zwischen an einem Ort leben und Urlaub machen. Und in Australien ist bei weitem alles nicht do rosig. Es gibt auch Schattenseiten und die sind mir sehr bewusst. Es ist nunmal so, dass ich vor allem Kälte nicht mag. Regen und Düsterkeit ist mir relativ egal, so lange es nicht kalt ist.

Am Abend traf ich mich noch einmal mit dem M. den ich in Canberra kennengelernt hatte. Es war schön ihn noch einmal zu sehen. Wir werden uns wahrscheinlich im unserem europäischen Sommer wiedersehen.

Morgen geht es nach Melbourne.

***

Kennt ihr Mirror House auf Instagram? Großartige kleine Filmchen zwischen Fantasie und Alptraum. (Ich gebe zu, mehr Alptraum als anderes) Den hier fand ich sehr gut!

Perth: Zwei Tage

Ja, mich überfiel eine akute Schreibfaulheit. Also gibt es jetzt zwei Tage. Es ist aber auch nicht sonderlich viel passiert, weil ich mir eine leichte Magenverstimmung zugezogen hatte und warten musste, bis sich das zum regulären Ausgang geräuschvoll und mit viel Elan erledigt hatte.

Der Strand in Fremantle hatte es mir angetan und ich musste noch einmal hin. Unterwegs begegnete ich Neuseeländern die mir rieten mir den Markt in Fremantle anzusehen, was ich auch tat.

Schwierig zu fotografieren weil voll und in einer nicht sehr hohen Halle. Mit sehr viel Krimskrams aber auch Imbissständen. Obst und Gemüse gab es auch aber eher weniger.

Auf dem Weg zum Strand fand ich diese Bronze Figur von Bon Scott.

Ich musste googlen. Ich hatte keine Ahnung dass es eines der früheren Bandmitglieder von AC/DC war, und dass seine Asche hier im Perth beigesetzt wurde.

Im Park kurz vor dem Meer ein Riesenrad:

Am Meer blieb nach der Schwimmrunde nicht sehr lange denn die Sonne knallte unbarmherzig.

***

Den Samstag ging ich langsam an. Zuerst Hausaufgaben. Die Mails durchackern. Aber es war nichts dabei was wirklich dringend gewesen wäre.

Es waren 37 Grad angesagt, also mehr als die Tage davor. Nochmal an einem Strand braten kam nicht in Frage. Am Morgen war es noch recht bedeckt und ich ging hinunter zum kleinen Hafen wo ich ein paar Fotos machen wollte, von Dingen die ich immer wieder als Wahrzeichen von Perth sah, aber nie live gesehen hatte.

Die Brücke ist recht schön aber wenn ich sie auf Fotos sah, erschien sie mir immer sehr viel größer. Dabei ist es nur eine Bücke für Fußgänger und Fahrräder.

Gleich nebenan befand sich ein Ferryanleger. Wo auch immer der mich hinführen würde, ich nahm einfach den nächstbesten. Ich kam auf der anderen Seite vom Fluß an 200 Meter vom Zoo entfernt. Na gut, warum eigentlich nicht? Ich hatte ja das letzte mal in Perth einen Wildlife Park außerhalb besucht der sehr schön war und wo meine ultimativen Kuschelfotos mit Kängurus entstanden. Wir erinnern uns.

Inzwischen waren die Wolken weg und die Sonne knallte unbarmherzig.

Ich bin immer wieder sehr erstaunt über die gewaltige Größe der Salzwasserkrokodile. So groß kennen wir die gar nicht aus unseren Zoos. Man sieht das hier nicht so weil niemand zum Vergleich daneben steht. (Ich konnte auch niemand fragen, der das mal eben fürs Foto macht) Aber die Biester sind gnadenlos groß.

Hier sah ich zum ersten mal tasmanische Teufel rumlaufen und nicht faul irgendwo halb versteckt in einem Baumstamm schlafend. Sie sind größter als ich dachte.

Ich bin nicht dem ganzen Zoo abgelaufen, dafür war es einfach zu heiß. Ich habe die australische Wetzone und Dryzone gemacht. Das Afrikagehege hab ich sein lassen, weil ehrlich, die gibt es überall.

Wieder untern am Fluß, nahm ich den Ferry zurück.

Im Hotel nahm ich eine Dusche weil ich klitschnass durchgeschwitzt war. Selber schuld, ich hätte kein schwarzes T-Shirt anziehen sollen.

Ich hatte noch einmal ein Tisch im Petition reserviert. Als ich loszog fühlte sich die Temperatur draußen irreal an.

Wie wenn unter einem Warmluftpuster in ein Kaufhaus durchgeht, aber es hört nicht auf. Die Menschen auf den Straßen beschweren sich jedoch nicht und sind alle sehr locker leger angezogen. Da das Petition jedoch ein klein weniger gediegen ist zog ich ich eine lange wenn auch dünne Stoffhose an mit Polohemd.

Heute war mein Menü dort ein wenig dekadent, ach was solls!

Entenleberparfait mit Birnenchutney.
Hühnchen mit einer leicht säuerlichen Sauce mit Gremola.
Schokoladenfondant mit Pistazieneis

Ich ging bei 29 Grad und klarem Himmel zurück zum Hotel.

Perth: Zwei Museen & eine Fringe Show

Heute machte ich mal Dinge die Einwohner aus Perth auch tun würden, wenn sie einen Tag frei haben. Ich besuchte gleich zwei Museen weil direkt nebeneinander und schaute mir eine Show im Fringe World Festival an.

Fangen wir mit der Art Gallery of Western Australia an, in der ich schon einmal war.

Hier gab es zwei thematische Ausstellungen die ich mit einem sehr netten älteren Dame, die meine Privatführerin war, weil sich sonst niemand angemeldet hatte. Balancing Act und Dis/Posession. Was man in der australischen Politik nicht behandelt weil es ein heikles und komplexes Thema ist, hier versuchen Museen ein Brücke zu bauen. Kunst der Ureinwohner, was sie darstellt ihre Evolution über die Jahre, aber auch wie man man mit Kunst die Grausamkeiten der Vergangenheit aufarbeitet.

Ich zeige echt nur eine Auswahl der Auswahl, sonst würde es einfach zuviel werden. Das war eines meines liebsten Gemälde:

***

Im Museum Boola Bardip gleich gegenüber, wird sich weniger um Kunst gekümmert als um die Geschichte Australiens. Zum Teil sehr didaktisch, aber mit viel Geschmack erstellt, sind die Anfänge so wie in allen anderen Museen auch die Naturhistorische Dinge ausstellen. Einiges jedoch sieht sehr spektakulär aus.

Schade dass niemand daneben stand, dann hätte man besser gesehen wie groß die Nachbildung des Megalodon tatsächlich ist. Ich hätte ohne Probleme ins Maul steigen können.

***

Für den Abend hatte ich mir aus dem Fringe Festival, ein sehr schräges Musical ausgesucht. Doch es wurde in letzter Minute abgesagt, als ich schon fast dort war. Ich wählte dann eine andere Show, bei der ich jetzt, da ich das schreibe immr noch frage was ich da eigentlich gesehen habe:

Anna ist ein lesbische Trans Frau. Eine Kombi die ich als Comedian bis jetzt nicht erlebt habe. Es war darum umso schräger, weil sie Themen ansprechen konnte, die ich bis dato so nicht im Comedybereich gesehen habe. Es gab auch ein paar ältere Zuschauer im Raum die die Doppeldrehung nicht so richtig nachvollziehen konnten, und teilweise etwas ratlos waren, während der Rest des Saals sich bog vor lachen. Ich hatte mich gut unterhalten und schlenderte zum Hotel zurück.

Perth: Fremantle Schiffswrack Museum

Ich war recht früh wach so gegen 6:00. Irgendjemand hatte eine Sms geschickt. Dabei merkte ich aber auch, dass ich vergessen hatte das Smartphone aufzuladen. Mist. Ich schrieb das Posting von gestern fertig, duschte und frühstückte im Hotel, derweil das Handy auflud.

Die Wetterprognose war für Perth wolkenloser Himmel mit 35 Grad, also mehr als gestern.

Nochmal Sonne an einem Strand tanken, dafür hatte ich nicht wirklich die Geduld und ich hatte gestern schon meine Dosis. Also auf nach Fremantle.

Jede Stadt in Australien, die am Meer liegt hat auch ein Martimes Museum. In Hobart und Sydney lief ich daran vorbei, weil es mich nicht wirklich interessiert große Motoren, Kanonen und ähnliches zu sehen. Aber eines von gleich zwei Museen in Fremantle reizte mich dann doch. Ein Schiffrswrack Museum.

Zuerst dachte ich das im Hintergrund sei das Museum:

Öh, nein. Das ist ein Turm der anfangs auf einem riesigen Felsen stand. Den Turm zur Überwachung des Meeres gibt es immer noch, nur der Fels wurde langsam abgetragen weil man Material brauchte um Häuser zu bauen. Unter diesem Turm gibt es einen langen Tunnel…

…und man ist gleich am Meer.

Das eigentliche Museum liegt fünf Minuten Fußweg nebenan und das ist sehenswert. Ich hatte schon am Tag davor auf der Fahrt nach Rottnest erfahren, es gibt hier sehr viele Schiffwracks die man auch mit Tauchschein besichtigen kann. Ein Wrack war die Batavia, die 1629 sank. Ein Teil des Rumpfes wurde zusammengesetzt und ist im Museum zu sehen. Mit dem Schiff kommt eine sehr gruselige Geschichte über Schiffbruch, Meuterei und Mord die ich abgelichtet habe. Auch das Skelett gehört zu der Story.

Heftig, gell?

Es gab noch ein paar anderen Geschichten über Schiffbruch, auch von etwas zeitgenössischeren Schiffen, aber keine davon war so filmreif.

Langsam schlug die Hitze zu und auf dem Weg zurück beschloss ich nicht weiter in Fremantle zu bleiben, sondern zurück nach Perth zu fahren. Ich legte mich eine Weile hin.

Am Abend gab es Pizza:

Sie schmeckte gut, lag mir aber sehr schwer im Magen.

Perth: Rottnest Island

Ich war schon einmal dort, war aber damals spontan hingefahren und nicht gewappnet. Ich hatte keine Badehose eingepackt, kein Strandtuch. Somit war es eine leicht langweilige Angelegenheit. Dabei wäre ich so gerne in die Fluten gesprungen.

Das hatte ich aber jetzt alles im Rucksack. Zudem hatte ich mir ein Fahrrad gebucht. Mein Knie zickte quasi nicht mehr rum. Das muss klappen!

Ich ging wieder an diesem wunderschönen modernen Glockenturm vorbei, der auf Fotos so fabelhaft gut kommt, in echt aber etwas weniger spektakulär aussieht.

Ich war diesmal nicht raus nach Fremantle gefahren um das Boot zu nehmen sondern war im Zentrum geblieben und nahm das Boot keine 15 Gehminuten vom Hotel aus auf dem Swanriwer.

Der Fluß ist extrem breit und ich sah große Containerschiffe:

Unterwegs lernte ich eine Krankenpflegerin aus Brisbane kennen und wir hatten eine sehr nette Unterhaltung.

Dort angekommen, bekam ich mein Fahrrad:

…und da ich ein Permiumpacket gewählt hatte, bekam ich auch eine Wasserflasche und hatte ein paar Snacks und was zu trinken mit dabei. Es gab auch einen hübschen Beutel, der wie gerufen kam, weil einer meiner Kulturbeutel langsam den Geist aufgibt und schon daran dachte einen neuen zu kaufen.

Mit dem Fahrrad ging dann raus zum Nordteil der Insel die wegen dem Wind am Morgen geschützter war. Mein das linke Knie was die letzten Tage nicht immer wollte, war seltsamerweise stabil, es das rechte was mir Stiche versetzte. Sehr seltsam.

Ich fand die Faw‘s Bay an der sehr wenige Menschen waren und (fast) keine Kinder.

Ich konnte schwimmen und legte mich für eine Weile in die Sonne bis ich wieder trocken war. Herrrrrrrlich! Nach zwei Stunden merkte ich jedoch dass ich mehr als genug Sonne hatte.

Ein Manta begegnete mir diesmal nicht im Wasser. Schade. Wisst ihr noch, das letzte mal?

Raaaaah! Das war Gänsehaut pur! Sie tun einem nichts. Sie sind nur sehr neugierig, schwimmen sehr nah ran und wenn es sie nicht weiter interessiert schwimmen sie auch wieder weg. Mann muss nur still stehen.

Neben der Fav‘s Bay befindet sich ein kleines Resort mit kleinen Häuschen die man mieten kann und ein Restaurant in dem ich einen Salat aß. Gesellschaft leisteten mir dabei zwei Quokkas, zwei riesige Raben und eine Möwe. Da füttern unter Strafe steht, musste ich leider alles verjagen, sonst hätte ich nicht in Ruhe essen können.

Mit dem Rad ging es zurück zum Anleger.

Dort setzte ich mich eine Weile in eine Bar schlürfte gemütlich zwei Magaritha und schrieb schon mal in großen Teilen vor.

Um 16:00 ging es dann zurück nach Perth. Danach hatte ganz genau eine Stunde um mich ausgehfein zu machen weil ich einen Tisch im Petition bestellt hatte.

Das Restaurant ist edler geworden und die Preise haben gründlich angezogen. Aber lecker ist es immer noch.

Und als ich später wieder ins Hotel schlenderte kam mir die Idee dass ich professioneller Urlauber werden sollte.

Perth: Erste Erkundung bei 39 Grad

Als ich mir die heimatliche Wettervorhersage ansah, lobte ich mir die 39 Grad obwohl die auch ein bisschen viel waren:

Ich machte noch ein paar Hausaufgaben unter anderem eine Reihe von Emails zu beantworten die überfällig waren. Ich zurrte den letzten Flug fest. Das Datum der Rückreise rückt langsam näher das ja von Anfang an fest stand.

Ich ging später raus was aber ein Fehler war, denn es wurde sehr warm. Die Menschen auf den Straßen hechteten von einem schattigen Platz zum nächsten, denn die Sonne brannte ganz schön. Ich hatte derweil entschieden dass ich mich in einen Departmentstrore zurückziehen würde. Ich ging zu Meyer den ich ja schon aus den anderen Großstädten kannte und eine Edelvariante vom Karstadt ist. Ich fand ein schönes Polohemd.

Lustigerweise ist es in den Herbstfarben gehalten die bei uns grad schwer in Mode sind.

Dafür bleibt jetzt ein T-shirt hier. Es wird leider das sein, das ich immer so heiß und innig liebte. Ein gestreiftes, das ich in St.Jean gekauft hatte. Aber im unteren Teil, dort wo die Gürtelschnalle ist, sind Löcher drin. Es tut ein bisschen weh aber es muss sein. Jedes Gramm im Koffer zählt.

Dann traf ich mich mit dem I., den ich das letzte mal als ich hier war, kennenlernte. Er hatte leider nur ein paar Stunden Zeit sonst, hätte ich ihn gerne zum Abendessens eingeladen.

A propos Abendessen: Das nahm ich im Hunter & Barrel ein. Ein Steak Restaurant. Aber, und das muss ich hier einmal sagen: Es gibt in JEDEM Restaurant immer und überall vegane und vegetarische Optionen und nie nur eine. In vielen Restaurants sogar bisweilen die halbe Speisekarte. Das ist völlig normal und gehört hier einfach dazu. Ich finde da könnte man sich in Europa ein Beispiel daran nehmen. Allen voran die Franzosen, die sich sehr schwer damit tun. Es ist auch nicht wie bisweilen in Deutschland, dass militante Bewegungen mit Schnappatmumg auftreten, sowohl dafür wie dagegen. Hier IST es einfach so, ohne dass es groß diskutiert wird.

Ich hatte das hier:

Ein gewaltiger Grillspieß.

Und morgen geht es früh aus den Federn, denn ich fahre raus nach Rotnest Island.

Von Canberra nach Perth

6:15

Der erste Flug nach Sydeny fing damit an dass wir ein klein wenig später wegflogen. Der Grund: Es war nicht nur ein sondern gleich zwei Feuer ausgebrochen in Sydney. Eines im Kontrolltower und eines in internationalen Terminal. Das machte mich ein wenig hibbelig wegen dem Anschlussflug, doch ich vermutete mal, dass wenn mein Flieger ein wenig später ankommt, wird der andere auch später abfliegen, weil eh alles verspätet ist. Dem war auch so. Ich hoffte innerlich dass mein Koffer es auch geschafft hatte, was ich aber erst in Perth erfahren sollte.

Yep, der Koffer war mitgekommen. Da der Flug fünf Stunden dauerte, sah ich mir über das Handy eine Serie aus dem Streamprogramm des Flugzeuges an. Nine Perfect Strangers von David E. Kelly, der so manche gute Serie geschrieben hat. Ein sehr edeles Wellness Resort, verspricht aus völlig zerbrochenen Menschen binnen zehn Tagen jemand völlig neues zu machen. Leiterin des Wellness ist eine Russin gespielt von Nicole Kidman. Eine weitere Hauptrolle wurde mit Melissa Mc.Carthy besetzt und der schöne Luke Evans ist auch dabei. Ich konnte aber leider nicht alle acht Folgen bingen, weil fünf Stunden nicht genug waren. Ich fand die Serie sehr gelungen, zumindest bis zur fünften Folge.

In Perth angekommen rückte die Uhr wieder drei Stunden nach hinten und schlug mir die Hitze entgegen. Puh! Mir war nicht mehr bewusst wie heiß es hier werden kann. Ich erinnerte mich an einen Tag vom letzten mal als die Temperatur im Schatten 42 Grad betrug!

Ich hatte keine Lust mich großartig zu plagen und den neuen Zug zu nehmen, und nahm ein Taxi in die Innenstadt. Ich bin wieder in einem Ibis, aber diesmal nicht das Styles, wie das letzte mal sondern eines das mehr im Zentrum liegt. Und gegenüber denen von davor hat dieses Hotel ein bitterböses Touchup nötig. Zumidest mein Zimmer sieht schon sehr verlebet aus. Nun ja. Ich bin ja nicht hier um die Tage im Zimmer zu verbringen. Ich kümmerte als erstes um die Wäsche. Ich hatte nur noch für zwei Tage anzuziehen. Dann wird es gewöhnungsbedürftig was den Geruch angeht. Und da bin ich für mich selbst sehr pingelig.

Was mir hier übrigens mehr auffiel wie irgendwo sonst auf der ganzen Reise; es kam mir hier wesentlich mehr Schweißgeruch in Duftwolken entgegen als irgendwo sonst.

Ich erinnerte mich an das großartige Restaurant Petition Kitchen von der letzten Reise, von dem ich oft noch schwärmte, als ich im Lockdown war und mir alles vorkam als ich die ganze Reise nur geträumt. Ja es gibt es immer noch! Aber ich war nicht fix genug und bekam für den Abend keinen Tisch mehr.

Das es Sonntag war, war eh viel geschlossen und ich wanderte ein wenig durch die Straßen um zu sehen war es sonst noch so gab. Ich fand einen hochanständigen Italiener.

Ich hatte Tagliata vom Rind unter Rucola begraben:

War aber sehr gut.

Canbera: National Gallery & National Portrait Gallery

Die beiden liegen nebeneinander. Die National Gallery ist das Pendant zum Mudam und zeigt zeitgenössische Kunst und sammelt auch. Es gab zudem eine große Retrospektive der Australierin Cressida Campbell zu sehen, die ich nicht kannte.

In permanenten Ausstellung waren große Klassiker zu sehen. Ich werde jetzt mal keine Namen dazu schrieben und ihr schreibt mir in die Kommentare war der Künstler ist. Und seid bitte fair und benutzt nicht die Reverse Bilder Suche von Google.

1.
2.
Das war so schön, dass ich es zweimal ablichten musste.
3.
4.
5.
6.

Bei Bild 3. überkam mich eine große Herzenswärme, weil ich den Künstler einfach sehr mag und mir immer das Gefühl gibt, jemanden ganz fest und innig in den Arm zu nehmen. Bild 5 ist wohl das bekannteste Werk von ihm zumindest in der Farbkombi mit Orange und schwarz habe ich schon sehr oft gesehen aber halt nie das Original. Nummer 6. ist vielleicht ein wenig kniffliger. Kleiner Typ: Das Kunstwerk ist aus Stahl.

So ich bin gespannt auf die Antworten.

Ein weiterer Teil der Ausstellung war australischer Kunst vorbehalten. Hier setzte man ganz Aborigene Kunst neben Künstler die sich das gleiche Thema ausgesucht hatten, um einen Dialog herzustellen, den es davor nicht gab.

Aborigene Kunst wird ja als eine Art Volkskunst angesehen, die ihren Ursprung in alten Zeiten hatte und demnach auch keine Evolution mit macht. Das stimmt aber nicht und das sieht man an folgendem Beispiel:

Für Cambell musste man eine Zeitschiene beachten, denn der Andrang war groß um sich die Retrospektive anzusehen.

Ich kann verstehen warum man ihre Kunst so beliebt ist aber ich wusste nicht so richtig etwas damit anzufangen. Es ist viel Stilleben und Landschaften die immer perspektivisch leicht schräg sind, so dass es immer ein wenig naiv wirkt.

Ich konnte selten ein Foto frontal von vorne machen, denn es war sehr voll in den Sälen:

Am besten gefielen mir noch ihre Selbstporträts. Sie hat immer diesen leicht bockigen Gesichtsausdruck:

In der Porträt Gallery dann war es viel ruhiger. Der Großteil der Werke waren vor allem Persönlichkeiten aus der einheimischen Szene von denen ich nur wenige kannte. Eine Sonderausstellung beschäftigte sich mit der Frage „Who are you?“ Und da waren ein paar Werke dabei von denen ich sehr beeindruckt war und eine freudige Überraschung gab es auch.

Über die zwei alten Damen freute ich mich sehr weil ich sie sofort wiedererkannt hatte. Es sind Figuren von Ron Mueck, ein Künstler den ich seit Jahren sehr mag, aber von dem man in den letzten Jahren nicht mehr viel gehört hat.

Ich nahm ein Taxi zurück zum Hotel. Draußen herrschten inzwischen satte 34 Grad. Ich legte mich eine Weile hin und schrieb schon mal den Großteil hier vor.

Am Abend ins Rizla noch einmal dem M. Ich scheine definitiv ein gutes Näschen für gute Restaurants zu haben, den das Ritzla war ein Volltreffer.

Ein letztes Foto vom Balkon des Hotels:

Und morgen geht es sehr früh los. Ich muss um 4:00 aufstehen und gegen 5:30 am Flughafen sein. Weiter geht es nach Perth durch drei Zeitzonen auf die Westseite des Kontinents.

Canberra: National Museum Australia

Aua!

Aua!

Auaaaa!

Mein erster Gang nach dem Aufstehen und Duschen war gradewegs in die Apotheke. Auch wenn die Muskelschmerzen gestern sich noch einigermaßen hielten von dem Gewaltmarsch vorgestern, so war es heute schlimmer. Die kleinste Unebenheit ließ das linke Knie bedenklich wackeln. Ich kaufte Aspirin, was bei mir wirklich gegen Muskelschmerzen hilft. Ich warf eine ein und entschied den Weg zum National Museum zu Fuss zu gehen. Ich würde langsam gehen und selbst wenn ich keine 26 Minuten brauchen würde, wie Google das angab. (Das stimmt übrigens NIE! Es ist immer länger!) Es dauerte ein volle Stunde bis ich da war. Aber gut ich bin ja im Urlaub und nicht auf der Flucht.

Das Straßenschild passte übrigens sehr gut meinem Gang. Genau so…

Eine Wanderausstellung aus dem British Museum war zu sehen.

Interessant war das man versucht alle Darstelungsweisen durch die ganze Menschheitsgeschichte der Frau darzustellen. Die älteste Figur war von ungefähr 3200 BC:

Figuren von Meerfrauen der Ureinwohner Australiens.
Göttin Kahli

Spannend war auch die beiden Figuren unten. Einmal Aphordite im klassischen Sinne aus der griechischen Mythologie und vor das Original Kostüm von Kyle Minogue als die gleiche Figur aus der Tournee Mighty Aphrodite von 2011:

Am Abend danneine schöne Begenung mit einem Italiener , dem M., der hier an der Uni arbeitet. Wir speisten ganz wundervoll bei Miss Van’s einem Japanischen Fusionrestaurant bei mir um die Ecke.

Später dann ging es noch auf einen Absacker in die eine Bar wo das Foto unten entstand.

Von Sydney nach Canberra

Heute ist Australia Day. Ein wie ich heute morgen Fernsehen hörte, umstrittener Tag. An dem Tag wird auch der/ die Australier*in des Jahres verkündet. Diesmal war es eine Frau die sich in der letzten Zeit massiv gegen Bodyshaming eingesetzt hat.

Das alles bekam ich noch vor dem Frühstück mit.

Ansonsten war ich sehr früh wach weil meine Putzhilfe mich anrief morgens um 2:00 und völlig vergessen hatte dass es so etwas wie eine Zeitverschiebung gibt. Sie entschuldigte sich tausendmal. Ich brauchte jedoch op lange um noch einmal einzuschlafen. Kurz nach 8:00 war ich am Flughafen. Hier, im Gegensatz zu Melbourne ist der Check-in Bereich anders geregelt und das läuft irgendwie runder, selbst bei Hochbetrieb. Ich hätte demnach gar nicht so früh hier sein müssen. Aber ok.

Der Flug war ereignislos und ohne Vorkommnisse. Aber ich merkte doch, dass ich nich sehr geschlaucht war von Tag davor. Meine Oberschenkelmuskel waren sehr grantig bei jedem Schritt. Ich checkte früh im Hotel ein und bekam glücklicherweise sofort mein Zimmer.

Später am Nachmittag drehte ich eine Minirinde Minirunde durch die Stadt in der aber sehr viel geschlossen war wegen dem Australia Day.

Morgen gibt es mehr zu sehen.

***

Da heute wieder so leicht ereignisloser Tag sein wird, weil fliegen die Hauptsache sein wird. Möchte euch etwas zeigen das mir in den letzten Tagen in der Stadt auffiel.

Das Bild sah ich mehrfach in der Stadt kleben. Durch eine Rückwärtssuche fand ich heraus wer das war. Peter Drew ist ein Australischer Künstler der immer noch auf die white policy aufmersam macht.

Sydeny: Letzter Tag mit einem gewaltigen ungewollten Bushwalk

Es ergab sich dass ich zwei ältere Herren begleiten sollte, zu einer Bucht die sehr viel weiter außerhalb liegt, hinter dem Royal National Park, nicht weit von Otford entfernt. Ich hatte gesehen dass dort auch ein Zug hinfuhr, ich begleitete aber die beiden Herren die ein Auto zur Verfügung hatten. Die Fahrt dauerte übrigens eine volle Stunde. Die Werrong Beach war auf den Fotos wunderschön anzusehen. Was ich nicht wusste, war dass man nur dorthin kommt mit einer enormen Kraxelei den Berg hinunter, die mich sehr an die Kraxeltouren aus den Cevennen erinnerte, aber in sehr viel schlimmer. Wandern macht mir im Prinzip nichts aus. Ich weiss aber auch dass meine Knie nicht die stablisten der Welt sind. Waren sie nie.

Wir brauchten gute 30 Minuten um hinzukommen. Je tiefer und steiler es hinunter ging, umso mulmiger wurde es mir, weil ich wusste dass es auch irgendwann wieder hoch gehen musste. Zudem kam dass mich unterwegs mehrere Blutegel befallen hatten und mir an den Waden hingen. Einer der älteren Herren meinte, dass es noch nie so viele so lange gegeben hätte. Es hätte zu lange und zu viel geregnet in der letzten Zeit. Das sah man auch an Stellen des Weges die regelrecht weggespült worden und gefährlich waren.

Wenn man mir erklärt hätte dass der Weg so wäre wäre ich nicht mitgegangen. Die Bucht war schön, aber das Meer sehr wild und unmöglich darin zu schwimmen. Ich ließ mich ein paar mal von den Wellen umhauen, was sehr abkühlte und gut tat. Aber nur deswegen herkommen was es nicht wert gewesen. Ich versuchte so gut es ging mich nicht in Unmut reinzusteigern.

Der Aufstieg war so schrecklich wie vermutet. Fast am Ende der Eskalde wurde mir Bange, den die Knie hatten keine Lust mehr und versagten Burchteile von Sekunden, dass ich immer wieder das Gefühl hatte ich würde im nächsten Augenblick auf der Nase laden. Und die Hitze war auch nicht zu unterschätzen.

Ich möchte an dieser Stelle betonen dass die beiden Herren die davor wie Kaninchen den Berg hinuter gehopst sind, jetzt auch ihre Schwierigkeiten hatten. Blutegel befielen mich diesmal keine, aber die beiden Herren hatten mehrere erwischt.

Unterwegs begegneten wir einer Schlange:

Eine rotbäuchige Schwarzotter. Ein wunderschönes Tier die nur missmutig den Weg frei machte. Wir beobachteten sie mit gebührendem Abstand und sie uns, schlängelte sich dann aber weg. Und ja, sie ist giftig.

Wir fuhren zurück und die Herren entließen mich nei einer Zugstation, die mich schnell wieder ins Zentrum brachte.

Ein letztes schnelles Abendmahl im Zoha und ich ab in die Federn, denn morgen geht es weiter nach Canberra.

Sydney: Perfekter Strandtag

Sonne und ein paar kleine Wolken. Der Tag hätte nicht besser sein können für einen Strandtag.

Doch zu Anfang hatte es dann nicht so ganz geklappt. Ich hatte mir nämlich eine Bucht ausgesucht, die mit dem Bus gut zu erreichen war und die auf den Fotos sehr schön ausgesehen hatte. Zudem war es ein Nacktstrand und nicht mit Kindern gesegnet. Nackt ist für mich kein Problem, ich wollte vor allem kein Kindergeschrei haben.

Doch als ich dort ankam war der Strand zu und ich sah einen Helikopter herum kreisen. Auf dem Schild stand dass die Bucht geschlossen bleibt wegen Bauarbeiten. ?

Ich wußte dass etwa 400 Meter weiter auch ein Strand ist. Doch der war so brechend voll, dass ich wieder zurück zur Bushaltestelle ging. Himmelgotverdammtesch… es kann doch nicht alles an zwei Tagen hintereinander schieflaufen was ich mir vornehme! Ich beschloss die Lady Jane Bay aufzusuchen an der ich schon mal war. Sie liegt aber auf der anderen Seite. Luftlinie eigentlich gar nicht so weit entfernt, doch um hinzukommen, musste ich wieder zum Anfangspunkt zurück.

Ich fand jedoch zwei Ferrys die das schneller bewältigten.

Wunderschön. Und weil das Meer so schön ruhig war konnte ich auch eine Runde schwimmen.

Am Abend was leichtes:

Gute Nacht.

Sydney: Ein Ausflug zum Olympia Parc

Was ich gestern vergaß zu erwähnen, die Musik aus ist Babylon fabelhaft. Und die bekam glaube ich auch schon Preise.

Ich war früh wach. Da ich ja am Donnerstag wieder los muss dachte ich mir dass es vielleicht von Nuzen wäre mich heute um die Wäsche zu kümmern. In Hotel ist das System diesmal sehr kompliziert, weil ich selbst in der Wäscherei anrufen muss. Aber gleich neben dem Hotel ist nich eine die genau das gleiche macht und da gab ich sie ab. Morgen um 14:00 ist sie fertig. Perfekt.

Ihr könnt eich erinnern dass ich mal in das falsche Boot eingestiegen war? Da saß ich nämlich in dem Boot das weit raus fahren sollte zum Olympia Parc. Nun, warum eigentlich nicht? Ich fuhr raus mit dem Ferry.

Die Fahrt dauerte fast eine Stunde. Dabei bekam ich auch mal Außenbezirke von Sydney zu sehen. Und was ich da sah, huiii, da waren sehr schöne Häuser dabei, mache auch mit eigenem Steg und Boot vor der Haustür. Abgelichtet habe ich leider keine, weil die Ferrys doch sehr schnell daran vorbei flitzen.

Unterwegs sah ich einen gewaltigen Kahn der in Begleitung in einen Seitenarm gelotst wurde.

Der Olympia Parc war eine Enttäuschung. Ich dachte ich bekäme das Stadion zu sehen. Denkste. Das Stadion lag noch einmal gute fünf Kilometer landeinwärts. Das hatte ich nicht gegoogelt. Ich wanderte somit durch die Erweiterung des Olympia Dorfes ( es war schon nicht mehr der Teil der eigentlich für die Spiele gebaut worden war) Zudem schlug das Wetter um und ich hatte keine Lust mehr. Ich fuhr zurück.

Auf dem Weg zurück entdeckte ich eine Umstimmigkeit im Blog die mich ein wenig verzweifeln ließ. Ich konnte nämlich nichts mehr hochladen. Zudem sah ich dass ich etwas mit der Sim Karte machen musste weil die sonst übermorgen abläuft. Alles Dinge die ich nur vom Hotel aus erledigen konnte. Also fuhr ich zurück.

Ich legte mich hin für ein Nickerchen. Die beste Idee des Tages.

Am Abend ging ich zu Jordon‘s. Ein weiteres Restaurant am Wharf bei mir im die Ecke.

Ich hatte keinen großen Hunger und bestellte ein Thunfisch Tartar mit kleinen Garlic Rolls. Sehr gut. Dazu gab es ein Glas sehr trockenen Riesling von Jim Barry.

Wieder im Hotel plante ich noch ein paar Dinge wegen der Reise und machte beizeiten Schluss, denn morgen möchte ich gerne in eine Bucht fahren um Sonne zu tanken.

Sydney: Im Regen unterwegs

Es war so ein Tag an dem ich nichts wirklich geplant hatte und mich treiben lassen wollte, vielleicht ein Ausflug zu einer Bucht außerhalb machen…

Ich hatte lange und sehr gut geschlafen. Ich erwachte gegen halb neun…huch!

Nach ausführlichem Bloggen (ich sah schon an der Fensterscheibe des Hotels dass es regnete) und verpasstem Frühstück im Hotel, holte ich mir lediglich einen Kaffee an der Bar und ging los. Ich checkte über die App wie ich zum Circular Key von meiner Bucht aus mit dem Ferry kommen könnte. An der Wharf 1 nahm ich das Boot bis ich bemerkte dass ich in das falsche eingestiegen war. Es fuhr in die andere Richtung. Ich stieg also an der ersten Station wieder aus. Es war Cockadoo Island, eine Insel von ich nicht anders wegkommen würde als wieder mit einem Boot.

Also beschloss ich die Insel zu erkunden. Gleich beim Steg befand sich Pavillon für Besucher wo man mir erklärte, dass die Insel früher (Gott sei Dank nicht schon wieder eine Strafkolonie) eine Weft für Schiffsreparaturen war. Also so gar nicht mein Ressort. Ich setzte mich also kurz in das Kaffee nebenan, in dem ich und nur zwei weitere Damen die einzigen Gäste waren und wartete auf das nächste Schiff, das nur 15 Minuten später kam.

Ein Foto vom Ferry aus. Sydney im Regen ist genau so grau und dunkel wie Luxemburg. Und regnete immer noch.

Also beschloss ich ins Kino zu gehen. Zum ersten mal in einem Australischen Kino. Auf dem Programm Babylon mit Aussie Superstar Margot Robbie. Ich hatte zwar vorab ein paar Kritiken gelesen die das soso lala fanden, aber ok. Die andere Option um die Uhrzeit wäre Avatar 2 gewesen und den wollte ich mir wirklich nicht antun.

Der Film ist mit drei Stunden viel zu lang. Die nicht enden wollende Schlussszene lässt den Zuschauer grantig aus dem Kino gehen. Zudem ist der Film ein ziemliches Chaos, da er sehr unreflektiert daher kommt. Es liegt nicht an den Darstellern, die wirklich alle durch die Bank sehr gut sind. Auch Tobey Maguire, den ich lange nicht gesehen hatte, der recht spät im Film auftritt und einen schmierigen Boss der Unterwelt spielt, ist schon sehr groß. Ich musste schon ein paar mal laut lachen, weil ich die Branche ja kenne, aber sonst hat keiner gelacht. Es sieht ein wenig aus als hätte man einen trashigen Baz Luhrman Film drehen wollen. Es passt nicht so richtig zusammen. Ich fühlte trotzdem gut unterhalten aber eher durch den Umstand das ich lange an Filmsets gearbeitet habe. Der Film war nur sehr viel zu lang.

Zudem muss ich etwas über das Kino selbst erzählen, weil ich das bis dahin nie so etwas gesehen hatte. Ich musste eine Vorstellung mit sogenanntem Goldenticket kaufen, da es kein anderes zu der Uhrzeit gab. Die Vorstellung war im einem kleineren Saal, aber dafür gab es ausschließlich große Clubsessel die man elektrisch in Liegeposition fahren konnte. Zudem gab es eine Menükarte! Man konnte sich, wenn man wollte, ein komplettes Dreigängemenü an den Platz bringen lassen! Von Wein über Cocktail bis zu Brandy und Whiskey, alles da! Das fand ich schon sehr… Aber wahrscheinlich muss man das hier so handhaben, da man die Menschen sonst nicht mehr ins Kino bekommt. Ich hatte zwei Frauen neben mir sitzen, in der ersten Reihe, die das komplette Programm geordert hatten. Kostenpunkt: 50 Dollar pro Sitzplatz(die ich ja auch bezahlt hatte) plus Menü für zwei 115 Dollar! Yeah!

Als ich aus den Kino kam schüttete es so wie oben auf dem Foto. Zum heulen.

Ich fuhr mit der Tram zurück ins Hotel und beschloss in der Kings Wharf etwas zu essen. Da es Sonntag war, war nicht alles geöffnet und wählte noch einmal das Zoha in den ich am ersten Tag schon einmal war.

Ich wählte Chimichurri Beef. Sehr gut.

Sydney: Nochmal Frida, ein Nachbar und eine Vorstellung im Sydeny Opera House

Ein bisschen länger geschlafen.

Gestern hatte ich ein Plakat entdeckt das im Rahmen der Sydney Fedtivals ebenfalls eine Frida Kahlo Ausstellung ankündigte. Nach Auckland dann also noch einmal Frida.

Doch die Ausstellung war eine Enttäuschung, zumindest für mich. Gleich zu Anfang wurde sie wie eine Muttergottes Statue auf einem Altar ausgestellt, was mich schon erschaudern ließ, und den Ton für den Rest der Ausstellung vorgab. Dann folgte ein langer Gang mit Tafeln mit ihrer Biographie kurz und knapp die ich aber zur Genüge kenne, dass ich daran vorbei ging.

Es versprach eine immersive Ausstellung zu sein, doch es war eigentlich eine technische Spielerei von vorn bis hinten die mir nichts Neues erzählte. Sie trägt lediglich zum Kult der Figur Kahlos bei. Es gab nicht ein einziges Original Bild von ihr zu sehen. Man konnte sich 360 Grad Filme ankucken oder in virtuelle Welten mit einer Brille eintauchen, die zwar alle sehr schön waren aber im Prinzip nur eine irreale Welt zeigten, die nicht zwingend die Welt der Frida Kahlo war.

In einem Raum konnte man selbst ein Bild ausmalen und dann unter einer Kamera ein ‚bewegtes‘ Bild davon erleben.

Ich denke dass ich vor allem enttäuscht war, weil die Ausstellung in Auckland um Längen besser war und mir mehr erzählte, als diese 3D, 380 Grad, Disney Welt ,die zwar viel fürs Auge bot, aber nichtssagend war.

Ich beschloss weiter zu wandern, durch den Barangaroo Park zur Harbour Bridge. Da der Park höher liegt, hatte man einen guten Ausblick auf den oberen Teil der Darlingbucht und dass hier noch ordentlich viel gebaut wird.

Unter der Harbourg Brücke fand ich dieses Bild aus der Zeit als sie gebaut wurde.

Kunst im Kreisverkehr können sie auch hier.

Dann erhielt ich eine SMS, die mich sehr happy machte. Mein Nachbar und früherer Arbeitskollege, meldete sich bei mir. Er hatte einen Auftrag im Opera House. Wir verabredeten uns auf der Terrasse der Opernbar:

Und dann am Abend, das große Ereignis.
Ich hatte berichtet dass ich durch schieres Glück eine letzte Karte bekam, für die letzte Vorstellung von Amadeus im großen Saal.

Ich machte mich also beizeiten auf, weil ich davor eine Kleinigkeit in der Oper essen wollte und von oben die Aussicht über die Harbour genießen.

Gelernt habe ich, dass der Film Amadeus aus den 80ern von eben diesem Theaterstück stammt, das somit älter ist. Antonio Salieri gespielt von Michael Sheen, erzählt die Geschichte, wie er Mozart umgebracht hat.
Sheen ist eine absolute Urgewald auf der Bühne. Mit einer Dauer von 3 Stunden inklusive eine Minipause, ist es doch recht lang und fordert auch das Publikum heraus. Doch Sheen führt glänzend durch das Stück. Da er der Erzähler ist und nicht ein einziges mal abgeht ist es schon eine gewaltiges Stück Arbeit. Es war vorauszusehen, dass das Publikum am Ende Vorstellung quasi sofort auf den Stühlen stand.

Ein schöner Abend und kurz vor Mitternacht war ich wieder im Hotel

Sydney: Museum of Modern Art

Da gehe ich morgen hin. Hiiiihaaa!

Heute erwachte ich wieder zu der Zeit die ich von Anfang an gewohnt bin, nämlich zwischen 5 und 6 Uhr. Ich nahm das Sparflammenfrühstück im Hotel ein. Der arme Barman der das alles alleine stemmen musste tat mir ein wenig leid. Der Kaffee ( der übrigens hier Long Black genannt wird) schmeckte so halbwegs. Dazu hatte ich ein Croissant das ganz ok war.

Wieder Regen. *Seuftz* Ich wäre wirklich gerne zu einem der Strände rausgefahren auf der anderen Seite der gewaltigen Bucht, doch im Regen macht dass wirklich keinen Spaß.

Gestern hatte ich auch unterirdischen Weg gefunden, den ich eigentlich hätte nehmen sollen, um gradewegs von der Schnelltram zum Hotel gelangen. Das wäre viel einfacher gewesen. In diesen recht langen Gängen fand ich einen kleinen Barbershop. Ich war mehr als fällig zum Haareschneiden. Das Ergebnis:

Es ist mit dem Geföhne etwas eckiger geraten als ich das mag, zudem hatte er sie wieder auf Scheitel gebürstet. Morgen nach Waschen werde ich sehen wie ich damit klar komme.

Es regnete immer noch, also ging ich ins Museum.

Das Museum of Modern Art ist seit einem Jahr in der Hand einer Australierin, die davor das MUDAM in Luxemburg geleitet hat. Ich hatte weit davor ein Mail geschrieben mit der Bitte um ein Interview. Ich hätte nämlich gerne etwas für No Art on Air gemacht, doch ich bekam nie eine Antwort. Selbst noch einmal nachhaken mit einer anderen Email Adresse half nichts. Na gut, dann eben nicht.

Wieder einmal hatte ich Glück im Unglück. Das Museum hatte freien Eintritt, weil der Tag von einer großen australischen Firma gesponsort war die alle Eintritte übernahmen. Und was ich zu sehen bekam war schon sehr spannend. Es gab eine Retrospektive des koreanischen Künstlers Do Ho Sun. Er ist vor allem bekannt für seinen Anti Monumentalismus.

Die Rüstung ist aus Erkennungsmarken gefertigt die Soldaten an einer Kette um den Hals tragen.

Ansonsten gab es auch moderne aboriginale Kunst zu sehen. Das hier fand ich ganz besonders schön.

Von Dach des Museums konnte ich die Queen Elisabeth gut ablichten, die heute in Sydney zu Besuch war. Aber größer passt glaube ich kein Schiff mehr in die Bucht.

Wieder draußen fand ich ich um die Ecke ein kleines Kaffee und aß ein Sandwich. Das Wetter war noch immer nicht besser geworden.

Neben den Hotel fand ich bei einem Hydrantenanschluss in der Wand eine Spinne, die anders spinnt als unsere Spinnen in Europa.

Unsere Spinnen machen das ja schön kreisförmig. Die hier spinnt kreuz und quer.

In dem kleinen Verschlag saß sie drin und wartete auf ‚Kundschaft‘. Sie war nicht sehr groß aber anfassen wollte ich sie auch nicht. Hier soll es ja Tierchen geben die ein klein wenig giftiger sind als bei uns…

Sydney: Kurze Pause

Ich machte mich später auf den Weg als sonst. Im Hotel wird das Frühstück auf Sparflamme serviert, irgendwie immer noch eine Auswirkung der Pandemie und dem weltweiten Hotelpersonalmangel. Lustigerweise hatte das selbe Restaurant wie an Abend davor schon am Morgen geöffnet und ich bestellte ein leichtes Frühstück mit gutem Kaffee. Ich ging noch einmal kurz zurück ins Hotel, denn ich hatte mich vertan was das Wetter angeht, es war doch sehr frisch und nahem eine Jacke mit.

Ich wanderte eine Weile umher um zu merken dass sich verkehrstechnisch so einiges im Zentrum getan hat. Wow.
Ich ging hinunter zum Circular Key und aus reiner Neugierde ging ich hinüber zur Operahouse.

Dabei fiel mir ein Plakat ins Auge eines Theaterstückes über das ich vor einigen Wochen schon einmal etwas im Fernsehen gesehen hatte. Das Theaterstück Amamdeus, in dem früher Michael Sheen die Hauptrolle des Mozart gespielt hatte und dafür Preise bekam. Jetzt gibt es das Ganze in der Wiederaufnahme auch mit Micheal Sheen aber nicht mehr in der Amadeus Rolle, sondern die Rolle des Salieri. Ich ging zur Hauptkasse, und siehe da, ich bekam einen Restplatz in der 11 Reihe. Das ist erstaunlich nahe bei dem riesigen Saal. Zudem ist es die letzte Show. Ich freute mich riesig, denn damit bekomme ich auch einmal den ganz großen Saal zu sehen. Ich hätte theoretisch auch ein Führung mitmachen können, aber wie es hinter den Kulissen ausschaut, ist sicherlich hier nicht anders als in jedem anderen Theater. Zudem werde ich wahrscheinlich die Gelegenheit haben in den kommenden Tagen mir das Gebäude privat ansehen zu können. Aber dazu mehr wenn es soweit ist.

Ich fuhr noch einmal ein Stück weit mit der Tram hoch in die Stadt und kaufte mir bei Meyer frische Socken, weil ich bei der letzten großen Waschaktion in Hobart im Air B&B mehrere Socken bei Trockenen auf der Terrasse wahrscheinlich weggeflogen waren, so dass ich nur noch 3 Paar vollständig besaß.

Ich wurde fast jedes mal nass bei jedem Gang auf die Straße, so dass ich beschloss es für den Rest des Tages gut sein zu lassen. Zudem hatte ich wegen dem Wetterumschwung leichte Kopfschmerzen. Ich setzte mich in ein Kaffee las ein wenig, sah den Menschen au der Straße zu und ging dann zurück ins Hotel.

Von Hobart nach Sydney

Ein Reisetag.

Es ist für mich unumgänglich, dass ich an Reistagen genug Zeit habe alles so einzupacken damit ich alles wiederfinde und vor allem, ja nichts vergesse. So suchte ich am Morgen lange nach dem australischen Adapterstecker, den ich dann ich Safe wiederfand. Ohne den bin ich echt blöd dran weil ich dann nichts laden kann.

Es war gut dass ich beizeiten am Flughafen war, denn die Computer zickten rum und es dauerte lange bis ich eingecheckt war. Da Jetstar einen Flug gestrichen hatte lungerten sehr viele in der kleinen Halle rum um den nächsten Flug zu bekommen. Ich sagte es ja schon einmal davor; nie,wieder,Jetstar. Ich flog heute mit Virgin, MIT Anschlussflug, MIT leichter Verspätung aber OHNE Probleme.

Auf dem ersten Flug hörte ich Elke Heidenreich zu, die mir etwas über den Rhein erzählte. Auf dem zweiten Flug las ich die letzten drei heimischen Zeitungen.

Als ich in Sydney ankam war der Koffer nicht mitgekommem. Mist. Ich ging zum Claim wo man mir sagte dass der Koffer im nächsten Flieger mitkommen würde und er wäre in 20 Mintuen da. Dem war auch so. Uff.

Das Hotel ist auch diesmal wieder ein Ibis. Ich hätte auch was anderes suchen können, doch will ich mich nicht stundenlang herumschlagen müssen mit suchen und abwägen. Ibis ist ein gewisser Grundstandart was die Zimmer angeht und den gibt es überall. Er ist zugegeben nicht absolut super bombastisch, aber ich kann damit leben. Zudem ist die Sauberkeit immer gegeben, die ich schon einmal sehr schmerzhaft in Sydney vermisst habe, so sehr, dass es mich jeden Morgen Überwindung kostete in die Dusche zu steigen. Brrr…

Neu in Sydney ist die Anbindung des Flughafens an den Zug. Das gab es das letzte mal noch nicht. Das machte es sehr einfach ins Zentrum zu kommen. Man kauft eine Opal Karte die für alle Öffis gut ist und los gehts! Ich hätte noch eine gehabt, aber die liegt daheim in der Schublade… nun ja.

Ich checkte im Hotel ein, kümmerte mich um die Wäsche und beschloss es für heute gut sein zu lassen. Ich ging jedoch noch einmal raus um was ehrbares zu essen denn das hatte ich heute noch nicht.

Ich fand ein Restaurant unten beim Hafen Brangaroo. Zoha.

Gegrillter Baramundi und Cheesecake

Als ich wieder ins Hotel wollte, donnerte von einer Sekunde zur nächsten eine heftige Regenschauer hernieder und kühlte alles ab. Ich wurde aber nicht weiter nass. Früh in den Federn.

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Da es an Reisetagen nicht so viel zu berichten gibt möchte ich eich heute eine kleine weitere AI Spielerei zeigen, die man als App erhält. Gefunden habe ich sie über Mumutabu, der damit ein ziemliches geiles neue Profilfoto erstellte. Wer mir auf Mastodon folgt, hat es eh schon gesehen.

Die App heisst Lensa und ist nicht ganz billig, aber die Ergebnisse sind, wenn auch nicht alle, schon sehr erstaunlich. Das oben ist nur nur eine Auswahl von 100 Stück.

Hobart: Port Arthur

Pünktlich um 7:30 musste ich am Hafen sein. Dort wartete ein Bus der die ganze Gruppe zum Port Arthur fuhr.

Von Hobart aus nach Port Arthur sind es 90 km und wir brauchten etwas mehr als eine Stunde. Dann gab es erst mal Kaffee auf einem Zwischenstopp.

Danach wurde es spannend. Wir fuhren zu der anderen Seite des historischen Geländes, wo wir alle in ein Boot stiegen und knallrote Ponchos bekamen.

Es war eine Bootstour mit Speedbooten. Ich dachte mit Schrecken an die Speedboote in Queenstown und dass ich das nicht haben wollte. Doch mit allem was wir an Naturschönheiten zu sehen bekamen war ich froh dass wir Speedboote hatten. Wir sprangen über die Wellen die doch stellenweise hoch waren. Mit einem normalen Boot wäre das eine endlose Tuckerpartie geworden, denn die Bucht von Port Arthur ist gewaltig groß.

Ich werde das ganze heute nicht nur mit Fotos sondern auch mit Karten zeigen, denn das ist alles so abgelegen, dass ich manchmal das Gefühl ich müsste das tun, sonst versteht niemand dass ich tatsächlich am ‚Ende‘ der Welt bin.

Von Port Arthur aus ging es dann bis ganz hinunter zum südlichsten Punkt Tasman Island, eine Insel die den Seerobben vorbehalten ist, aber dazu später mehr.

Kommen wir zu den Fotos:

Die roten Ponchos waren schon wichtig, weil das Meer auch wenn der Aussage des Kapitäns nach, sehr ruhig war, doch stellenweise sehr ungestüm war. Wenn wir mit 80km/h über die Wellen jagten, spritzte es doch bisweilen ganz schön und es wurde richtig kalt.

Hier sah man zu ersten mal wie weit wir rausfahren würden. Bis ganz hinten hin wo die zwei ‚kleine‘ Hügel hochragten.

Wir fuhren in eine von zwei Höhlen, weil das heute machbar war. Es ist nur selten der Fall.

Was hier so rosa ausschaut ist eine chemische Reaktion der Algen mit dem Gestein. A propos Gestein; wir bekamen auch eine Lehrstunde in Sachen Geologie. Auf dem Foto unten schlägt jedem Geologen das Herz höher. Die untere Schicht ist aus der Jurrasic Zeit und liest sich für jeden Geologen wie ein Tagebuch der Zeit weil es so schön sauber abgetragen wurde und man wirklich jede einzelne Epoche der Ära erkunden kann.

Neben den beiden kleinen Felsen, die übrigens the two monkeys genannt werden, befindet sich links mit satten 360 Metern die höchste Klippe der südlichen Hemisphäre. Ich bekomme immer Gänsehaut wenn ich solche Dinge erfahre. Als wir dann kurze Zeit später näher dran waren, war sie nicht mehr zu sehen, weil eine Wolke sie umhüllte. Ich war froh dass ich zumindest einmal von weitem sah.

Und da war die Klippe weg:

Auf der Tasman Island dann gibt es einen inzwischen unbewohnten Leuchtturm und sehr viele Robben. Ich habe unzählige Fotos der Robben gemacht, aber die zwei sind die schönsten. Sie liegen rum als ob die Felsen ultrabequem wären. Manchmal hatte ich das Gefühl sie werfen sich extra in Pose nur fürs Foto.

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Was danach folgte war das totale Kontrastprogramm. Port Arthur ist nicht zwingend für seine wilde Küste bekannt, die übrigens nur 2500 km von der Antarktika entfernt ist. Port Arthur ist ein großer Schandfleck in der australischen Geschichte.

Das ganze Areal ist sehr gepflegt und die alten Gemäuer werden sehr gut in Stand gehalten. Aber wenn man erst erfährt was das war, wird einem mulmig. Es war eine riesige Gefängnisanstalt, für Männer, Frauen, sogar Jugendliche und kleine Kinder waren dort.

In England hatte man beschlossen dass alle die Menschen die „unerwünscht“ sind von der Insel verbannt werden sollten. Das konnten Bettler sein, Menschen die kein Zuhause mehr hatten oder solche die aus der Not heraus stahlen. Zu Anfang wurden sie nach Amerika verschifft, später nach Australien. Was sie jedoch dort erwartete war schlimmer als der Tod.

Ich wanderte eine Weil umher, doch wegen der inzwischen fast unerträglichen Hitze wollte ich nicht das komplette Gelände erkunden und kaufte mir das Buch:

Ich setzte mich an ein schattiges Plätzchen und fing an zu lesen. Nach der rauen, jedoch schönen Gewalt der Natur, schlug mir hier die raue Gewalt der Menschheit entgegen. Nach der Einleitung und der ersten Seiten musste ich aufhören. Es ging mir zu nahe.
Dass heute auf dem Gelände nur noch Ruinen stehen, hat mit den späteren Buschfeuern zu tun die sehr viel zerstört haben.

Gerne hätte ich noch die Isle of the Dead besichtigt, eine winzig kleine Insel die einen Katzensprung vom Gelände entfernt ist. Doch es war leider keine Zeit mehr dafür. Über 1700 Menschen sind dort begraben, der Großteil davon sind die Strafgefangenen, die ohne Grabstein, ohne Kreuz, ohne Markierung, namenlos in der Erde verschachert wurden.

Am Abend, als ich wieder in Hobart war, hatte ich dringende Bedürfnis zu schwimmen und schwamm ein paar Längen in Hotelpool. Später nahm ich einen kleinen Happen im Hotel Restaurant zu mir und verschwand früh im Zimmer.