Dating

person s hand forming heart
Photo by Sharon McCutcheon on Pexels.com

Heute mache ich mal was anderes.

Dabei wusste ich nicht wie ich das angehen und ob ich überhaupt darüber schreiben soll. Aber ok, ich werde es jetzt tun.

Es ist kein Geheimnis dass ich schon länger Single bin. Dating Apps sind nichts neues für mich. Und mit den Jahren lernt man sehr gut zwischen Zeilen in den Profilen zu lesen, wahrscheinlich sogar zu gut.
Es wäre schon schön wieder jemand an der Seite zu haben. Manchmal reichen all die guten und sehr guten Freunde dann doch nicht. Und ‚‘ Freinds with Benefits‘ sind ja eigentlich gar keine Freunde, es sind nicht mal Bekannte wenn man es genau nimmt. Versteht mich nicht falsch, ich bin kein Engel. Es gibt genug ‚schnelle Gelegenheiten‘ und unter Männern ist es meines Erachtens um einen Dreh leichter, als zwischen Frauen und Männern.

Ich muss dabei mal eine Eigenheit von Luxemburg erklären. Es gibt hier in der Stadt keine einzige Schwulenbar mehr. Es gab auch davor nur zwei Stück. Die letzte, die ‚Bar Rouge‘ viel dem Covid zum Opfer und die andere schon weitaus davor, der Insolvenz. (Wenn ich falsch liege, möge man mich bitte berichtigen)

Das war vor 30 Jahren und mehr noch ganz anders. Als ich endlich alt genug war und einschlägige Bars besuchen durfte, gab es allein in der Stadt fünf bis sechs Stück. Und wenn es mir hier nicht gefiel, Trier hatte auch nochmal eine ganze Reihe von Lokalen zu bieten. Doch das war alles Pre-Internet und gehört zur Sparte „Schwank aus meinem Leben“. Ich schweife ab…

Ich gehöre, (weil ja alles und jeder in eine Schublade gehört, sonst würde die Welt untergehen) inzwischen der Daddy Fraktion an, obwohl ich mich gar nicht so sehe. Um es noch spezifischer zu machen, ich bin ein Silver Daddy, das meinem inzwischen silbergrauen Bart geschuldet ist. Das lässt mich zum Beuteschema von sehr viel jüngeren Jahrgängen werden, die auf der Suche nach einer Daddy/Sohn Beziehung sind.
Ich habe in all den Jahren mich immer erfolgreich dagegen gesträubt, weil es mir seltsam vorgekommen wäre, eine Beziehung mit einem jungen Burschen zu haben, dessen Vater ich altersmäßig tatsächlich sein könnte. Und von diesen sehr jungen Herrn gibt es aber sehr viel mehr als ich dachte.

Natürlich lässt das auch den Verdacht aufkommen, dass sie nicht einfach einen älteren Jahrgang suchen, sondern auch einen Sugar Daddy. Bei manchen merke ich das schon in der ersten Zeilen einer Profilbeschreibung oder eines Chats.
„Hi Daddy.“
Allein schon die Anrede widerstrebt mir zutiefst, weil ich dann im Kopf das Bild eines Kinderschänders habe, selbst wenn sich altersbedingt alles im legalen Rahmen abspielt.

Nun lernte ich ich aber mit der Zeit (denn die jungen Herren sind nicht daran schuld, die wissen ja ganz genau was sie wollen) das eigene Erscheinungsbild zu akzeptieren und dass Silberhaare schlicht für andere sexy sind.

So kam es, dass ich am Donnerstag und Freitag, an zwei aufeinanderfolgenden Abenden, zwei verschiedene Dates hatte. Einer davon ist Anfang dreißig, also schon nicht mehr der ganz junge Hüpfer und arbeitet in der gehobenen Hotelbranche. Der zweite ist im unteren Drittel von zwanzig und eher schüchtern. obwohl er in Berlin studiert hat und ich dachte, dass Berlin da schon was „vorgeleistet“ hätte, aber dem scheint nicht so.

Und damit endet dieser Post. Die „knusperigen“ (oder auch mauen) Details gehören nicht ins Blog, obwohl es wahrscheinlich genau das ist, was sich nun jeder erwartet.

Doch vielleicht eines noch. Ich habe mit den Jahren gelernt, dass man Dates ohne irgendeine Erwartung angehen soll und muss. Dann entsteht im Nachhinein auch keine Enttäuschung. Wenn es sich doch zu etwas Positivem entwickeln sollte, ist die Überraschung umso größer.

WMDEDGT: Der wahrlich ereignisloseste Tag…

…um beim monatlichen Aufruf von Frau Brüllen„Was machst du eigentlich den ganzen Tag“ WMDEDGT mitzumachen. Aber nun gut, ich versuch es trotzdem.

Am Morgen wuselte ich viel in der Wohnung herum, verbloggte den Vortag und kümmerte mich um die Wäsche.

Das Wellblechdach ist inzwischen ganz abgerissen worden

Dann setzte ich mich endlich daran und machte dieses vermaledeite Update vom Lebenslauf, von dem ich gestern berichtete. Ich stellte dabei ein paar interessante Umstände fest. Es gibt Projekte die mich so wenig berührt haben, dass ich nicht mal mehr vom Namen her weiß was das war. Von anderen habe ich noch ganz minimalistische Bilder im Kopf, aber was ich da genau gemacht habe weiß ich nicht mehr. Und davon gibt es erschreckenderweise mehr als ich dachte.
Auch im Blog fand ich wenig darüber weil ich die Arbeit ja bis auf wenige Details hier außen vor lasse.

Zwischendurch chattete ich mit dem H, in Melbourne, der mir berichtete dass die Stadt nun zum siebten mal in den kompletten Lockdown geht. Ganz so heftig wie in Sydney ist es nicht wo das Militär seine Runden durch die Stadt zieht, aber ich kann mir vorstellen dass es sehr zermürbend ist, immer wieder eingesperrt zu werden.

Irgendwann kurz nach Mittag war ich dann endlich mit dem Update fertig. Uff.

Um den Abend zu beschreiben muss ich mir selbst erstmal die Frage stellen ob ich das überhaupt ins Blog schreiben soll oder nicht. Anke Gröner nennt es in ihrem Blog immer Datenight. Ja, so könnte ich das auch bezeichnen. Ich hatte ein Date.

Da es kurz vor dem Date ein ordentlicher Wolkenbruch nieder ging, war ich sehr unschlüssig wo wir uns hinsetzen sollten für ein Apéro. Doch wir bekamen einen Tisch im Renert. Dass es anschließend nicht mehr weiter regnete und es so aussah, als ob es nicht noch einmal loslegen sollte, beschloss ich mit dem Date in die Vinoteca zu gehen, der kleine geheime Ort mit der grandiosen Aussicht.

Kurz vor Mitternacht war ich wieder daheim.

„Da fliegt mir doch das Blech weg“

Manchmal verdränge ich Dinge und das sehr erfolgreich. Blöd ist aber, dass sie mich dann wieder einholen und heute war so ein Tag.

Ich war spät eingeschlafen. Ich watschelte demnach verschlafen durch die Wohnung ohne Plan und Ziel. Ich verbloggte erstmal den Vortag und setzte mich dann in Gang zum Wochenmarkt (der, weil Sommer, sehr spärlich besetzt ist). Ich traf mich mit der D. und dem B. im Piazza auf einen Kaffee. So langsam fielen mir dann die Dinge ein die ich vor den Cevennen noch erledigen wollte, aber nicht geschafft hatte. Ein wichtiger Gang zur Bank zum Beispiel. Da meine Filiale des Vertrauens nur noch morgens ohne Termin empfängt ging ich gleich im Anschluss hin, nur um zu sehen dass nur ein Schalter besetzt war und es nicht mehr reichen würde noch dranzukommen. Also buchte ich gleich für Nachmittags den ersten freien Termin über Internet.

Mittagstisch hab es im Renert. Schweinemedaillions im Speckmantel mit Senfsoße, Pfannengemüse und Kartoffelpüree.

Irgendwann dazwischen fiel mir siedend heiß ein, dass ich noch ein größeres Update machen müsste, das ich leidlich vor mit herschob und das schon seit mehreren Wochen. Wenn es ein Computer oder eine App wäre, wäre es ja leicht. Aber hier ist es ein Dokument, sprich mein Lebenslauf, den ich seit Jahren schon nicht mehr gebraucht habe, weil… ja weil ich einfach im „System“ drin bin und mich jeder kennt und weiss wer und was ich bin.

Ich blieb im Renert bis es Zeit war für Termin von der Bank und schrieb schon mal ein Teil des Bloggs vor.

Ich fand schönes neues Besteck das perfekt zu meinem Metrochic Geschirr von V&B passt, ohne wirklich protzig zu wirken. Ich werde es morgen mit dem Geschirr zeigen.

Dann begegnete ich drei „alten“ Kollegen aus der Zeit als das Kapuzinertheater noch einen eigenen Intendanten hatte. Es war ein schönes Wiedersehen. Wir quasselten so lange, bis es für mich fast zu spät war, denn ich hatte auch noch eine schnelle Verabredung, mit derA., bei der ich meine Agenda hatte liegen lassen. Ich sauste also schnell nach Hause um den Wagen zu nehmen, weil wir bei Dalton im Gestüt sehen sollten.

Und dort sah ich das was den Titel dieses Posts auslöste:

Die Hälfte des halbrunden Wellblechdachs war weg.

Im Gestüt dann fand ich die A. auf der Wiese mit Dalton grasen, (also Dalton graste, nicht die A.) der sich an einem Bein „etwas“ zugezogen hat. Er hinkt ein wenig seit Montag, und bekommt Medikamente und darf nur bedingt raus.

Am Abend schaute las ich ein wenig und fand ein tolles Video von Michel Oliver, dem Fernsehkoch aus längst vergangenen Zeiten des französischen Fernsehens. Er bereitete eine Tarte tropézienne zu, also eine Torte aus St.Tropez. Der Legende nach gab Brigitte Bardot ihr den Namen, während einem Filmdreh in St.Tropez. Sie hatte der Crew in die Lunchpause den Nachtisch spendiert und als jemand nach dem Namen der Torte fragte, meinte sie nur das sei eine Spezialität eines einheimischen Bäckers, es sei eine Tarte Tropézienne.
Ich habe die Torte zum ersten mal gekostet als ich nicht weit von St.Tropez in einem B&B untergebracht war. Es gibt sie immer noch und sie ist dort in der Gegend immer noch ein Verkaufsschlager.

…and back to Regen & Alltag

Doch um dem ein wenig zu entfliehen, ging ich mit der D. ins Kino.

Wir schauten uns den Film The Suicide Squad an. Ich hatte den ersten schon sehr schräg und gut gefunden. Allen voran Margot Robbie überzeugte damals sehr in der Rolle von Hailey Quinn, dass sie zwischendurch einen eigenen Film bekam.

Dieser Film ist vom gleichen Regisseur James Gunn, den man aus Guadrians of the Galaxy kennt und man erkennt seine Handschrift auch in diesem Film. Alle Protagonisten des ersten Films, mit Ausnahme von Quinn und Viola Davis als Amanda Waller, wurden ausgewechselt.
Der Film ist weitaus blutiger und härter als der Erste. Mit Blut und Gedärme wird nicht gespart. Doch wenn einem das nicht zu viel ausmacht, sind es zwei unterhaltsame Stunden, wenn auch ein klein wenig in die Länge gezogen.

Nach dem Film, der im Kinepolis lief, flitzte ich noch schnell hinüber zu Auchan und kaufte alles ein was ich brauchte für den Haushalt.

Am Abend schaute ich mir eine Doku auf Arte an über einen Filmstar von den ich recht wenig wusste. Jane Mansfield, die ein tragisches Ende hatte und immer im Schatten von Marilyn Monroe stand.

Der erste Tag nach dem Urlaub

Es ist dann doch erstaunlich was sich alles tut, wenn man 14 Tage weg war.

Da wäre zum Beispiel, der gewaltige Kran von dem ich schon vor den Cevennnen berichtet hatte. Ich hatte richtig vermutet, dass er zwecks dem Runddach der Halle hinter unserem Haus, aufgestellt wurde. Da es eine deutsche Dachdecker Firma ist , die hier arbeitet, nehme ich mal dass sie nicht an den Kollektivvertrag gebunden sind der drei Wochen Urlaub im Sommer vorsieht. Dieser geht meistens von Ende Juli bis m den 20. August. Oder sie haben eine Ausnahmeregelung erhalten.
Das Fazit ist nun, dass ich morgens auf den hinteren Balkon den ersten Kaffee im Gesellschaft trinke. Das war heute mal eine interessante Abwechslung. Ob ich sie auf die Dauer gut finden werde, davon bin ich weniger überzeugt.

Ich wanderte gefühlte hundertmal zur Waschmaschine. Dabei hatte ich für die Cevennen Tage gar nicht sooo viel mitgenommen. Das Einzige was ich nicht an hatte war, im Falle eines kühlen Tages, die Strickjacke und eine zweite lange Hose, bei der ich mich schon am ersten Tag des Urlaubs fragte, warum ich die überhaupt eingepackt hatte.

Am Mittag traf ich mich in der Stadt mit der D. zum Mittagessen. Große Wiedersehensfreude. Wir aßen im Kin-Khao, die zuvor nur ein Restaurant im Kinépolis hatten und erst vor kurzem einen zweiten Laden in der Stadt, gleich neben der Post, eröffnet haben. Ich berichtete der D. alles vom Urlaub, was nicht im Blog stand.

Am Nachmittag bereitete ich dann das versprochene Vanilleeis zu für die Geburtstagsfeier der A. am Abend zu.

Wir hatten ihr eine Überraschungskiste gebastelt.

Es wurde nicht sehr spät da es Montag war und viele der Gäste am Dienstag arbeiten müssen.

Die Montagsfrage 23

Jeden Montag stelle ich eine Frage, die ihr in eurem Blog beantworten könnt. Wie es dazu kam steht hier. An welchem Tag der Woche ihr das macht bleibt euch überlassen. Am Ende des Postings sammelt Mr. Linky die Einträge aus eurem und aus anderen Blogs und es wäre nett wenn ich mich verlinkt.

Das ist vorerst mal die letzte Montagsfrage. Es werden immer weniger die mitmachen. Vielleicht liegt es an den Fragen selbst. Vielleicht aber auch weil im Sommer einfach mehr los ist. Die Tagebuchblogger Langeweile, die wir ja alle Anfang des Jahres verspürten wegen der Einschränkungen, ist ja vorerst mal weg.

Hier also die letzte Frage, die mir in den Ferien bei einem Gespräch einfiel über Sommer Hits. Nur zu, es darf euch auch peinlich sein.

An welche Sommer Hits kannst du dich erinnern, auf die (vielleicht sogar heute noch ) ausgelassen getanzt hast?

***

Bei mir war es die Lambada, mit einer Bekannten, die so stocksteif in den Hüften war, dass es mir vorkam, als ob ich mit einem Besenstiel tanzen würde. Weil sie es aber unbedingt hinbekommen wollte übten wir in diesem Sommer mehrfach. Die Schrittfolge und die Figuren sind ja denkbar einfach. Man muss halt nur gelenkig in der Hüfte sein und dabei ein wenig in die Knie gehen (wie beim Bauchtanz)
Nach ein längerem Üben und mit kräftigem Seintenstechen, konnte sie es dann. Und da ich mir während dem Schreiben jetzt selbst einem Ohrwurm geschaffen habe, sollt ihr alle was davon haben:

***

Unten könnt ihr euren Link von eurem Post aus dem eigenen Blog eintragen. Mister Linky kann nur Englisch und kennt daher keine ü, ä und ö oder gar é, ê und è. Auch mein ë von Joël mag er nicht. Schreibt entweder Umlaute wie ae ue oder oe und lasst sämtliche Hütchen und Häkchen weg. Wenn ihr es doch tut bildet er nur ein blankes Feld ab.

Von den Cevennen nach Lyon nach Luxemburg

Ein letztes Urlaubsfoto von Genolhac und seinem Samstagsmarkt, von dem ich letzte Woche kein Foto gemacht hatte.

Es ging zurück nach Lyon in dreieinhalb Stunden und am Tag danach noch einmal viereinhalb Stunden bis nach Luxemburg.

Sorry dass hier die Ausführlichkeit aus Gründen ein wenig flachfällt, aber die nächsten Tagen wird das wieder besser. Versprochen.

Cevennen: Der letzte Tag

Da es etwas später wurde, ging es auch am letzten Tag etwas später los.

Es war Hausputz am Morgen angesagt. Wir putzten alles was soweit möglich war.

Am Nachmittag kamen dann der E. Mit seiner Frau und Kleinkind zu Besuch und wir fuhren mit ihnen ins Dorf hinein denn am unteren Ende gibt es ein Ministrand am Wasser, der auch für Kleinkinder geeignet ist. Dort gibt es viele hohe Bäume und das war meine Aussicht auf dem Rücken liegend:

Am Abend fuhren über Stock und Stein zu einem kleinen Restaurant mitten in der Wildnis mit einer atemberaubenden Aussicht. Le Relais de l’épinasse, Wow!

Genau diese Blick genoss ich von der Terrasse aus.

Das Essen war einfach aber fabelhaft gut.

Und morgen treten es nach dem Kofferpacken wieder die Heimreise an.

Cevennen: Ein Tag lesend im Wasser

Die A. hatte mit der P. beschlossen eine größere Wanderung zu machen. Sie wollte aber Blue nicht mitnehmen und da ich mich eh nochmal an den Text setzen wollte leistete sie mir Gesellschaft. Ich fand heute aber keinen Zugang dazu und konzentriere mich auf Tippfehler und seltsame Satzkonsturktionen.

Zwischendurch kaufte ich noch einmal schnell etwas ein und wartete auf der beiden Rückkehr. Wir hatten uns bei Teuffy verabredet. Sie brachten mir ein Foto mit:

Nach kurzem Umzug ging es zum nahgelegensten Wasserloch. Zum Abkühlen. Und es war eine wahre Wohltat.

Ich las weiter in der Biographie von Alan Bennett, die mich immer mehr berührt, weil ich manche Parallelen entdeckte zwischen seiner und meiner Familie. Nicht so sehr seine Eltern, die meinen ganz und gar nicht ähneln, sondern entferntere Verwandtschaft, wie seine Tanten zum Beispiel.

Abends gab zwei verschiedene Salate mit Wein aus der Gegend.

Cevennen: Regen & Mas Nouveau

In der Nacht fing es an mit einem heftigen Wolkenbruch, dass ich davon erwachte. Ich schlief dann aber nochchmal ein und erwachte erst wieder als es schon hell war, aber noch vor dem Wecker. Ein Blick zu Fenster hinaus verriet mir dass wir mitten in einer Wolke steckten dann die Aussicht über das Tal war verschwunden.

Der Schreiner hatte sich angekündigt um mehrere Arbeiten zu machen die der Vater der A. Schon vor Wochen in die Weg geleitet hatte.

Die Klappläden zum neuen Balkon wurden ausgewechselt und wir bekamen eine neue Haustür. Die A. hatte vermutet dass es vielleicht ein, zwei nicht mehr als drei Stunden dauern würde, doch ich war mir ziemlich sicher,dass es den ganzen Tag in Anspruch nehmen würde. Uns so war es dann auch beinahe gegen 16:00 war endlich fertig, wäre schon eher fertig gewesen, wenn dazwischen nicht auch ein neuer Stromzähler installiert worden wäre.
Der Schreiner hinterließ einen durch das Bohren und Hämmern eine Staubschicht auf alles und jedem, dass wir schon mal gleich loslegten und Staub wischten.

Am Abend dann ein völlig anderes Programm.

Wir hatten einen Tisch im Mas Nouveau bestellt. Es gibt nicht sooo viele gute Adressen hier zum Essen, doch das ist mit Sicherheit eine davon.

Es ist ein kleines weit abgelegenes Restaurant mitten in Wald. Ich war noch jedes mal dort das wenn in den Cevennen war.

Es funktioniert nach dem Table d’Hôte Prinzip, es gibt nur ein Menü für alle, aber wir sitzen nicht mehr alle an einem großen Tisch, wie vor Jahren, sondern es gibt jetzt kleinere Tische wie im Restaurant. Der Situation halt eben angepasst. Das ist schade, denn es kommt nicht mehr die Stimmung auf, dass man neue Leute spontan kennenlernt, wie früher. Das Essen jedoch ist immer eine Wucht.

Perlhuhn im Apfelsaft gegart mit Polenta und einem Brennesel Soufflé .

Ein immer wieder schöner Ort zum Verweilen. Ich werde dort einmal so Urlaub machen.

Wieder zurück in unserem kleinen Dorf, es war bereits kurz nach Mitternacht, setzte ich mich noch einmal auf die Terrasse und schrieb den Blogbeitrag fertig. Und dann merkte ich dass ich nicht alleine war. Ich hörte unterhalb von mir im Hang im Garten ein kräftiges Grunzen.
Wildschweine!
Ich hatte sie bereits am ersten Abend gehört und mir war auch davor klar, dass sie hier ab und an herumtoben. Doch ich möchte aber keine nähere Bekanntschaft mit ihnen machen.
Also verzog ich mich zurück in mein Zimmer.

Cevennen: Nîmes

Wir waren beide bei Zeiten wach. Nach einem schnellen Frühstück fuhren wir los nach Nîmes.

Es ist auch die Hauptstadt de Département du Gare. Eine seht alte Stadt in der sich schon die Römer niedergelassen hatten. Das Zentrum der Stadt ist ein gewaltiges Amphitheater.

Wir fuhren hin weil wir eine Freundin abholten, die P. die von Luxemburg aus mit dem Zug bis hierher gefahren war. Wir werden sie am Ende der Woche wieder mit zurück nehmen.

Vom dem kleinen Dorf in den Bergen aus dauert die Fahrt dann doch anderthalb Stunden bis ins Zentrum von Nîmes.

Nachdem wir die P. vom Bahnhof abgeholt hatten, wanderten wir ein wenig durch die brütend heiße Stadt. Da sie weitaus tiefer liegt als unser Dorf in den Bergen, ist es auch um mehrere Grad heißer.

Das Wappentier sieht man ein wenig überall in Nîmes. Ein Krokodil, das auch wieder mit den Römern zu tun hat.

Ich erstand ein paar neue Filp Flops und Mokassins zu einem Spottpreis, beo Bocage, einen Laden denn es letztes Jahr auch noch in Luxemburg gab. .

Wir aßen zu Mittag in einem kleinen vietnamesischen Restaurant, Bobun Caphe, das erstaunlich lecker war. Wir hatten alle eine große Bobun Schüssel. Später gab es dann noch ein Eis was mir aber nur mittelmäßig schmeckte.

Als wir die Nase voll hatten, fuhren wir die lange Strecke zurück.

Am Abend gab es dann noch einen riesigen Topf Ratatouille. Und wir morgen früh raus müssen (zumindest einer von uns) ging ich schon mal zeitig ins Bett. Warum erkläre ich morgen.

Cevennen: Text schreiben

Die A. hatte sich den letzten Teil Garten vorgenommen, währenddem, und das vorab dem Schreiben, ich erst einmal ein Großeinkauf im Supermarkt im Nachbardorf machte und alles einkaufte was wir noch bis Ende der Woche brauchen werden, bzw. das was im Haus eh zu Verfügung stand und wieder aufgefüllt werden musste.

Insgesamt ein ruhiger Tag. Ich schrieb weiter am Text und kam gut weiter. Es ist ein seltsamer Text der so gar nicht zur Stimmung hier in den Cevennen passen will und doch kam ich erstaunlicherweise so weit, dass nur noch ein letzter Abschnitt fehlt. Ob ich den noch in den nächsten Tagen schaffe ist fraglich, denn es ist der Schluss. Und obwohl ich weiß wie und was ich schreiben will, so gibt es doch immer wieder ein paar Unbekannte, die im Kopf erforscht werden wollen. Tja, und dann geht das überarbeiten los, an das ich noch gar nicht denken will.

Ich bin froh dass ich diesen Text aber endlich ‚los‘ bin. Ich weiß dass er Ende des Jahres, oder Anfang des kommenden Jahres zum Einsatz kommen wird und was dann mit ihm passiert, steht noch in den Sternen. Doch fühlt sich so an, als ob ich mich von einem letzten Teil befreit hätte, der noch zu etwas gehörte, das ich schon längst abgelegt hatte. Ich hatte ja hier schon einmal kurz, wenn auch nicht ausführlich erklärt, um was es ging.

Die A., der ich den Text vorgelesen hatte, findet ihn gut und gab mir ein paar kleine aber wertvolle Tipps.

Die Sonne gab alles was sie konnte und es wurde wieder richtig warm. Sogar am Abend knallte sie noch so sehr bis sie dann endlich hinter dem Berg verschwand.

Für die kleine Blue ist es hier, obwohl sie ja eine Stadthündin ist, das Paradies auf Erden. Inzwischen entwickelt sie sich zur Wasserrate und war mit dem Nachbarhund, der regelrecht in den Wasserbecken abtaucht und Steine hervorholt, schwimmen. Sie versuchte es ihm nachzutun, was ihr aber nicht so recht geheuer war. Vor dem Wasser hat sie aber inzwischen keine Angst mehr. Eine kleine Eigenheit von ihr wollte ich aber noch zeigen:

Wenn sie sich hinlegt, streckt sie die Hinterbeine nach hinten weg, wie ein grillfertiges aufgeklapptes Hühnchen.

Wir machten früh Schluss, denn morgen geht es nach Nîmes.

Cevennen: Gartenarbeit & Käse

Ein kleines Dörfchen in den Cevennen. Ich hätte mir nicht träumen lassen dass ich dieses kleine Dorf über Jahre hinweg immer wieder besuchen würde.

Der Tag begann mit Gartenarbeit. Hier wächst und gedeiht alles prächtig. Aber eben nicht immer so wie man das haben möchte. Also nahm die A. den Garten in Angriff und ich schrubbte mit der Drahtbürste die Steinstufen um das Moos wegzubekommen. Jede kleine Ritze in den Mauern wurde von Unkraut befreit, das so schnell wächst dass man ihm dabei zusehen kann.

Gegen Mittag machten wir Schluss.

Den Nachmittag über verbesserte ich den Text der mir gestern nur so aus den Fingern floss.

Am Abend gab es jede Menge Käse, Pesto und Salat vom Markt von gestern.

Vielleicht ist ja das Paradies auf Erden.

Die Montagsfrage 22

Jeden Montag stelle ich eine Frage, die ihr in eurem Blog beantworten könnt. Wie es dazu kam steht hier. An welchem Tag der Woche ihr das macht bleibt euch überlassen. Am Ende des Postings sammelt Mr. Linky die Einträge aus eurem und aus anderen Blogs und es wäre nett wenn ich mich verlinkt.

Da ich noch immer im Urlaub bin und mir echt keine Gedanken um die Montagsfrage gemacht habe, habe ich eine Frage aus den Friday five gemopst… t’schuldigung.

Welches nutzloseste Ding besitzt du, das du hast das du aber niemals wegwerfen würdest?

Unten könnt ihr euren Link von eurem Post aus dem eigenen Blog eintragen. Mister Linky kann nur Englisch und kennt daher keine ü, ä und ö oder gar é, ê und è. Auch mein ë von Joël mag er nicht. Schreibt entweder Umlaute wie ae ue oder oe und lasst sämtliche Hütchen und Häkchen weg. Wenn ihr es doch tut bildet er nur ein blankes Feld ab.

Cevennen: Markttag & Hotel Balme

In der Nacht hatte es gut abgekühlt was eine wahre Wohltat war, denn die Hitze am Tag davor war heftig gewesen.

Ich erwachte früh und es gab entgegengesetzt der vorigen Tage auch ein frühes Frühstück. Wir fuhren zeitig zum Markt nach Genolhac. Ich kaufte wieder die stets geliebten kandierten Ingverstücke, sowie den Bio Roséwein den ich auch vor zwei Jahren mitgebracht hatte. Außerdem füllten wir den Kühlschrank wieder bis obenhin.

Am Nachmittag ackerte die A. im Garten und ich am Text.

Und ich muss sagen dass ich sehr erfolgreich war und ein drittel wenn nicht schon die Hälfte fertig habe, worüber ich sehr froh bin, weil ich diese „Geschichte“ endlich fertig haben will, und sie damit auch im Kopf endlich abschließen kann. Ich trage sie schon etwas zu lange mit mir herum. Es wird Zeit dass sie geht.

Am Abend fuhren wir nach Villefort. Wir hatten einen Tisch reserviert im Hotel Balme, das ich schon einmal vor Jahren hier beschrieben hatte.

An der Beschreibung hat sich nichts geändert, es ist immer noch gleich. Dieselbe herzliche Stimmung und ich wäre gerne einmal dort vor 30 oder 40 Jahren gewesen, als man noch rauschende Feste dort feierte.

Zu essen gan als Vorspeise die schon fast legendäre Creme Brulée mit Steinpilzen. Ich hatte mir schon einmal vorgenommen sie nachzukochen doch die Creme hat so einen raffinieren Geschmack dass ich das nicht so ohne weiteres hinbekomme. (Leider kein Foto)

Anschließend hatte ich ein Forellen Curry und die A. ein Teller vegetarisch Buntes.

Das Curry war sehr gut und vor allem nicht zu kräftig im Geschmack. Das hätte zu der zarten Forelle so gar nicht gepasst.

Nachtisch war ein Teller mit verschiedenen Desserts von Kastanien.

Kastienenkuchen mit Kastanieneis und einer Kastanien Tuile (der Keks) neben einer Kastanienmousse. Das alles auf Kastaniencreme.

Wir tagten noch eine Weile auf dem Balkon nach unserer Rückkehr und gingen recht spät zu Bett.

Cevennen: Bambus

Vorweg eine kleine Interna die mich immer wieder ein wenig sehnsüchtig macht.

So sieht die Liste der Länder auf meinem Blog vorbeischauen. Immer wenn ich die zwei letzten aus der Reihe sehe, Australien und Neuseeland, weiß ich genau wer da vorbei geschaut hat und es macht mich froh und traurig zugleich, weil ich weiß dass ich diese Menschen so schnell nicht wiedersehe.

***

Nach dem Frühstück begaben wir uns auf eine längere Fahrt nach Anduze. Dort befindet sich die bekannte Bambouseraie en Cévenne. Ein Bambusgarten, wie ich noch keinen gesehen habe, zumindest nicht in Europa.

Es herrschte eine unglaubliche Hitze, dich in den schattigen Bambusalleen war es fast frisch, so sehr dass ich dort nicht mehr weg wollte.

Manche Stellen im Park erinnerten mich sehr an Bali. Andere wiederum waren japanischen Gärten nachempfunden.

Ein Baum ließ mich einmal kurz seufzen. Es war so als ob das Universum gewusst hätte, dass dieser Blogpost mit Australien anfangen würde:

Am schönsten fand ich den Wassergarten, bei dem ich mir zum ersten mal wünschte ich hätte einen Garten und könnte ihn so gestalten.

Gerne wäre ich noch länger geblieben, doch es war erdrückend heiss. Zudem fällt der Park unter Attraktionspark in Frankreich und man muss überall Maske tragen was unerträglich war bei der Hitze.

Wir waren froh über die Klimaanlage im Wagen und fuhren zurück.

Am Abend gab es die letzten Reste zu essen aus dem Kühlschrank, denn morgen ist großer Markt im Nachbardorf und dann steht ein Großeinkauf bevor.

Zur Feier des Tages und weil wir Lust darauf hatten:

Alice immer und überall.

Cevennen: Ruhetag

Die erste Schmuseeinheit des Tages:

Ein sehr heißer Tag. Wir bastelten, so lange die Temperaturen noch nicht vollends auf 31 Grad waren, auf dem Balkon etwas um, das die A. Ihrem Vater versprochen hatte zu tun.

Mittagessen hatte ich keine große Lust. Aber wir bereiteten schon mal ein paar Dinge fürs Abendessen vor.

Ich wollte am Nachmittag weiter am Text schreiben doch der Kopf wollte nicht, also las ich und döste eine Weile weg. Es war zu heiß etwas anderes zu tun.

Ich schlief tief und fest ein auf dem Bett. Die A. war auf das obere Becken geklommen zusammen mit Blue.

Am Abend setzten wir uns die Bar zu Teuffy.

Ich hatte drei Apérol Spritz. Huiiiiiii!

Gute Nacht.

Cevennen: Le-Pont-de-Montvert

Schlecht geschlafen. Wahrscheinlich war die riesige, fettige Kastanienwurst von gestern daran Schuld.

Ich verbrachte den Morgen auf der unteren Terrasse vor meinem Zimmer und arbeitete ein wenig an einem Text, der für Ende des Jahres fertig sein muss/soll. Es ist ein Text den ich letztes Jahr für eine größere Produktion geschrieben hatte, der aber nie zum Einsatz kam, weil da jemand dachte, dass… ach lassen wir das. Ich habe diesbezüglich 2020 meine Konsequenzen gezogen und das war ganz gut so.

Am Nachmittag fuhren wir zum Pont-de-Montvert, das von unserem kleinen Dorf aus weitaus höher liegt. Ich hatte die letzten Jahre schon drüber berichtet. Es gibt dort mein liebstes natürliches Wasserbecken zum Schwimmen, aber weil sehr viel höher in den Bergen liegt, auch um ein paar Grad kälter. Doch das war diesmal nicht der Fall. Einziger Dämpfer war, dass es ein wenig zu viele Gäste hatte. Doch wir bekamen Sonne satt. Auch Blue fand wieder einen Spielgefährten und tobte und planschte im Wasser.

Der Weg zum Wasserbecken, mit einer kilometerweiten Aussicht

Für den Abend hatten wir uns ein neues Restaurant ausgesucht. Auslöser dafür war, dass das Hotel ‚La Truite Enchantée‘ keine Gäste mehr von außen annimmt, es sei den man ist Gast im Hotel. Letztes Jahr war es auch schon so, wie mir die A. erzählte, pandemiebedingt, doch sie haben es beibehalten. Schade, denn es war ein sehr schöner Ort und ich habe mich jedes mal hoffnungslos überfressen.

Das neue Restaurant hatte die A. im Internet gefunden. Cevennes in the Box.

Die Gaststätte mit angeschlossenem Laden liegt ein wenig außerhalb des Trubels (also Trubel in der Größenordnung für das kleine Dorf), in einem Haus das so gar nicht zum Rest des Dorfes passen will. Sie haben es sich zum Ziel gemacht, ausschließlich lokale Produkte zu verkaufen und auch als Speisen zu verarbeiten. Ein sehr lobendes Ziel.
Der Laden selbst jedoch ist ein wenig seltsam, und mir persönlich zu sehr Hippie-Dippie (wie die A. immer sagt) angehaucht. Wir hatten beide eine ansehnliche Salatschüssel, die sehr gut war und fühlten uns zum ersten mal nicht überfressen.

Auf dem Weg zurück zum Wagen fand ich dieses Schild. Meine Luxileser werden es verstehen und schmunzeln wie ich:

Wir fuhren zum ersten mal den dann doch recht langen kurvenreichen Weg noch bei Tageslicht zurück und tagten noch ein wenig auf dem neuen Balkon, bis es stockdunkel war.

Cevennen: Stille & Genuss

Gut geschlafen und länger als sonst. Je nachdem wie der Wind weht höre ich den Wasserfall unten im Tal rauschen. Das beste Einschlafgeräusch der Welt.

Frühstück auf dem neuen Balkon.

Es gibt hier vier verschiedene Balkons und Terrassen auf denen wir speisen oder in der Sonne liegen können.

Da wäre gleich beim Eingang schon mal eine Terrasse die wir die letzten Jahre immer benutzt haben um dort im Freien zu speisen, auch aus praktischen Gründen weil sie der Küche am nächsten liegt.

Ein Foto von 2018

Dann gibt es im ersten Stock ein Balkon, der am höchsten gelegen ist und von dort hat man auch den besten Ausblick

Dann gibt es meine kleinere Terrasse im unteren Bereich vor meiner Schlafzimmertür, wo ich jeden Morgen sitze und blogge.

Und schließlich den nigelnagelneuen Balkon, den der Vater der A. erst im Frühling bauen ließ.

Wir haben die Qual der Wahl.

Die A. hatte mich gebeten ihr die Spitzen zu schneiden. Ich mache das eigentlich außerhalb der Arbeit gar nicht, weil ich es gegenüber den Berufskollegen aus meinem früheren Leben nicht fair finde. Doch bei der A. machte ich eine Ausnahme, weil sie halt davor keine ruhige Minute hatte und sie sonst auch für größere Haararbeiten zum gleichen Friseur geht wie ich. Und so bekam sie einmal Spitzenschneiden mit unvergleichlichem Ausblick.

Am Nachmittag fuhren wir nach Villefort. Dort gibt es einen sehr kleinen Strand am See von Villefort, der jedoch extrem überbevölkert war. Die zweite Option hatten wir am gleichen See aber 4km weiter am Ende des Sees. Ein wunderbares kleines Paradies.

GROSSARTIG! Ich konnte endlich ein paar Bahnen ziehen.

Und Blue fand endlich den Mut ins Wasser zu gehen und zu Schwimmen! Danach war sie aufgedreht dass sie kaum zu beruhigen war.

Am See gab es ebenfalls eine Guinguette, die uns als sehr gut empfohlen wurde. Und in der Tat:

Ein angenehmer Tag, wenn die Fahrt von dort nicht volle 40 Minuten dauern würde. Ein letzter Absacker auf der Terrasse und ab in die Federn.

Cevennen: Der erste Tag

Die Aussicht vom unteren Gästezimmer aus wächst immer mehr zu. Da ich diesmal zwei Jahre nicht hier war, fällt es mir mehr auf als zuvor. Ich suche die nächten Tage mal Fotos raus von den Jahren davor um den Unterschied zu zeigen.

Die letzte Nacht war sehr stürmisch gewesen, so dass ich lange nicht einschlafen konnte. Einen interessanten Podcast über das neue Buch von Friedrich Dürrematt gehört. Seine Biographie oder zumindest Versatzstücke daraus, gekoppelt mit Gedankengängen und Phantasiegeschichten, ist jetzt als 2000-seitiger Band erschienen. Die Überarbeitung davon dauerte volle 10 Jahre.

Am Morgen dann auf ins Nachbardorf zu ein paar Einkäufen und einem Kaffee in der Bar du Midi:

Am Nachmittag ging es zu den Wasserbecken die von dem wilden Bach gespeist werden werden.

Le gouffre de l‘araigné heißt das eine Wasserbecken das dem Haus am nächsten liegt. Es Gibt mehrere in der Gegend davon. Ein idealer Platz zum lesen, sich im Wasser abkühlen und braun werden.

Ich fing wieder an die Biographie von Alan Bennett zu lesen, die schon einmal in Angriff genommen, aber nie fertig gelesen hatte. Als die ersten Seiten las verstand ich warum ich das damals nicht lesen konnte. Es waren zu viele kleine Episoden geschildert, die mich zu sehr an meine eigene Familie erinnerten.

Wir versuchten Blue zu schwimmen zu bewegen, doch außer sich mit dem Bauch ins pfotentiefe Wasser zu legen und sich abzukühlen, wird sie keine Wasserratte. Dabei haben wir uns wirklich Mühe gegben mit gut Zureden, Rufen und Leckerli. Nein, von selbst ging sie nicht ins Wasser.

Wieder zurück gab es den ersten Apéro. Ein Ricard, den ich nur hier trinke. Daheim würde mir das nicht in den Sinn kommen.

Eine Libelle besuchte uns auf dem Balkon.

Die A. hatte am Morgen alles eingekauft für eine Quiche provençale.

Ich überfrass mich. Wen wunders?

Das ist der neue spannende Ausblick von Blue.

Für meine Verhältnisse sehr früh zu Bett.

Die Montagsfrage 21

Jeden Montag stelle ich eine Frage, die ihr in eurem Blog beantworten könnt. Wie es dazu kam steht hier. An welchem Tag der Woche ihr das macht bleibt euch überlassen. Am Ende des Postings sammelt Mr. Linky die Einträge aus eurem und aus anderen Blogs und es wäre nett wenn ich mich verlinkt.

Da ich ja zur Zeit in Urlaub bin, habe ich die nächsten Tage Zeit drüber nachzudenken. Spannende Frage.

Welches Ereignis aus deinem Leben würdest du ändern, wenn du könntest und warum?

Unten könnt ihr euren Link von eurem Post aus dem eigenen Blog eintragen. Mister Linky kann nur Englisch und kennt daher keine ü, ä und ö oder gar é, ê und è. Auch mein ë von Joël mag er nicht. Schreibt entweder Umlaute wie ae ue oder oe und lasst sämtliche Hütchen und Häkchen weg. Wenn ihr es doch tut bildet er nur ein blankes Feld ab.

In den Cevennen

Zwei Fotos noch vom Vortag.

Die A. hat ihren Zweitsitz in Lyon gefunden. Wie war das Sprichwort doch gleich? Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr…

Auf Autobahnfahrten schläft Blue wie ein Stein:

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Das letzte mal dass ich hier war, gab es noch keine Seuche. (sic) Das Haus der Großeltern der A. wird mit viel Einsatz und Liebe von A.‘s Vater in Schuss gehalten. Im Frühjahr er ließ einen neuen Balkon bauen. Das Foto unten entstand auf ihm.

Das hat zur Folge dass die gewaltige Weinrebe, die ich davor schon oft abgelichtet hatte, dem Balkon ein wenig ausweichen musste. Sie ist aber immer noch da.

Es gab trotz des schönen Wetters immer wieder kräftige Windböen, denen der Sonnenschirm nicht standhalten konnte/wollte und ich stand ich zeitenweise länger als Schirmhalter rum.

Die erste Tanne von rechts ist mein Zeuge wie der Wind durch sie hindurchfegte, obwohl ich hier grad sehr entspannt aussehe.

Da wir am Sonntag ankamen und wir hier in „the middle of nowhere„ sind, hatten wir vorgesorgt und ein wenig Zeug von zuhause mitgebracht. Zum Abendessen gab es dann Comfort Food. Ich machte meine schnellen und unschlagbaren Mac‘n Cheese, bei Halbmond.

Relativ früh zu Bett um zu lesen.

Auf nach Lyon

Ich hatte mir den Wecker für meine Verhältnisse früher gestellt. Koffer packen ist mit all den Jahren einer meiner leichtesten Übungen. Es gilt halt immer ein fertig bestückten Kulturbeutel zu Hand zu haben. Der Rest geht dann, zumindest für mich, sehr fix.

Pünktlich gegen 10:00 holte die A. mich an und wir fuhren los.

Die Fahrt ging dann doch nicht ganz ohne Stau. Doch letztendlich waren wir mehr als zeitig da. In Lyon checkten wir wieder im Novotel ein, in dem ich schon einmal vor zwei Jahren war.

Das Viertel Confluence in Lyon ist eine Spielwiese für Architekten die sie sich nach Herzenslust austoben konnten. Wir beschlossen, wenn wir noch einmal herkommen, weil wir nur einen kurzen Stop einlegen, um ein oder zwei Tage zu verlängern.

Wir aßen eine Kleinigkeit im Hotel und machten früh Schluss.

Bodega mit Damen

Vorbereitungen für die nächsten Tage.

Am Nachmittag war der B. wieder da und wir beschlossen gemeinsam mit der D. uns auf einen Kaffee im Wellëm zu treffen. Aus dem Kaffee wurde jedoch etwas anderes.

Ich hatte Lust auf einen Cocktail und es wurde ein Teil aus den Tiefen der 80er. Eine Pina Colada. Sie war ok aber ich muss das nicht noch einmal haben.

Am Abend ging es dann mit der D., der V. und der N. in die Bodega. Das war anfänglich anders geplant. Ich hatte im Podenco einen Tisch für uns bestellt, doch das Lokal hatte wegen dem Hochwasser größere Schäden erlitten und sagte alle Reservierungen ab.

Also disponierte ich in die Bodega um

Es war wie immer schön wenn wir zu viert zusammen sind. Wir machten jedoch beizeiten Schluss, Samstag sehr lang werden wird.

Hochwasser

Sehr häuslich geblieben.
Der Dauerstarkregen, wandelte sich die Dauernieselregen um und am späten Nachmittag hörte er dann endlich ganz auf.

Ich sah sehr schreckliche Bilder aus der alten Heimat. Sie erinnerten mich an ein Jahr, Ende der 90er oder Anfang der 2000er, in dem es auch sehr schlimm um die kleine Stadt stand. Das Wasser war damals auch sehr hoch, doch ich glaube dass es diesmal noch höher stand als davor. Ein Foto das ich sehr beeindruckend finde ist das hier.
Die beiden Male (kann mich an zwei Hochwasser erinnern) wohnte ich noch in der kleinen Wohnung am Marktplatz. Beide male hatte ich zeitig die Feuerwehr kommen lassen, die den Brenner der Heizung abmontierte. Ansonsten hatte wir keinen größeren Schaden. Ich weiß noch dass ich erst Monate später die Feuchtigkeit in der Dachwohnung spürte….
Später als ich in dem Haus der Großmutter lebte, hatte ich dieses Problem nicht mehr, weil es weitaus höher lag und nur zu einem sehr geringen Teil unterkellert war.

Wenn ich ich jedoch sehe welche Schäden das Wasser in Deutschland angerichtet hat und wie viele tote und vermisste Menschen es gibt, kann ich guten Gewissens behaupten, dass wir hier mit einem blauen Auge davongekommen sind.

Am Morgen nur schnell einen Friseurtermin wahrgenommen, weil ich ab nächster Woche…
Aber drüber spreche ich nächste Woche. 🙂

Dauerregen

Frohgemut aufgestanden, den Blogbeitrag hochgeladen, Kaffee getrunken und mich fertiggemacht zum Wochenmarkt. Doch als ich loswollte…ach, ich mag das gar nicht mehr schreiben…ging wieder der endlose Regen los. Das waren nicht nur ein, zwei Tropfen, das wR richtiger Starkregen der nicht aufhörte.
Es macht keinen Spaß mehr.

Kurz nach Mittag wollte ich dann doch los, weil ich etwas zu essen haben wollte. Ich werde diese Woche aus Gründen nicht mehr groß einkaufen. Also nahm ich das Auto und fuhr in die Cloche d‘Or, die einen großen unterirdischen Parkplatz hat und in die ohne nass zu werden rein und raus komme.

Der Dauerregen hatte noch immer nicht aufgehört und das Wasser stand inzwischen schon ein wenig in der Straße auf dem Weg dorthin.

Ich kaufte ein paar neue Turnschuhe und traute mich diesmal eine etwas knalligere Farbe zu wählen. Es wurde dieses äußerst leichte Paar von Geox:

Ich war zu spät dran um noch den Mittagstisch bei Namur zu bekommen. Also versuchte ich etwas neues. Big Fernand ist ein Burgerladen in der Shoppingmall den ich schon oft gesehen, aber nie versucht hatte, weil ich nicht der große Burgerfan bin. (Ich hatte schon einmal hier berichtet von Five Guys am Bahnhof und über den lieblos eingepackten, fetttriefenden Burger. Bei Big Fernend war ich allerdings angenehm überrascht. Der Burger war appetitlich eingepackt und war zu meiner Überraschung sehr gut. Ich hatte den Victor mit Blauschimmelkäse gewählt der sehr gut schmeckte. Die Pommes waren mir etwas zu sehr gewürzt.

Den Kaffee trank ich dann doch wie gewohnt gegenüber bei Namur.

Zwischendurch schaute ich immer wieder in den hiesigen Nachrichtenportalen ob es keine Überschwemmungen gab. Wahrscheinlich wegen dem Wetter, waren mehr Autos unterwegs als sonst unterwegs und ich brauchte volle 30 Minuten um zurück zu fahren.

Wieder daheim rief die A. an, ob ich mit kommen würde um ein paar Dinge miteinzukaufen, für die nächste Woche.

Wir machten uns es nach den Einkäufen in der Skybar gemütlich und aßen einen Happen.

Inzwischen hatte es immer noch nicht aufgehört mit regnen und ich hörte immer wieder im Radio , dass verschiedene Straßen gesperrt wurden. Das beunruhigte mich dann doch ein wenig. Ich dachte an die alte Heimat, die jetzt langsam aber sicher landunter melden würde. Und ich war insgeheim froh, dass ich dort kein Haus und keine Wohnung mehr habe.

Spät zu Bett.

Update: Ganz Luxemburg steht stellenweise heftigst unter Wasser.

Alptraum & Filme

Sehr früh wach geworden am Montag wegen einem Alptraum, in dem ich mit der A. zusammen auf den Rücksitz eines Autos saß und am Steuer sackte ein Mann in sich zusammen und war tot. Ich versuchte so schnell wie möglich den Mann von hinten wegzuschieben, damit ich an das Lenkrad komme und wir keinen Unfall bauen doch dann erwachte ich…
Es war kurz vor 5:00 Uhr morgens und es schien als ob es anfängt zu dämmern. Ich trat hinaus auf den Balkon und hörte den ersten Vögeln zu. Ich ging dann wieder ins Bett, schlief wieder ein und erwachte noch mehrfach, nicht mit dem gleichen Traum aber wieder ließ mich etwas hochschrecken.

Kurz nach 6:00 hielt mich nichts mehr im Bett und stand auf. Ich erledigte mehrere Dinge am Morgen, unter anderem musste ich zur großen Post am Bahnhof wegen einem Päckchen. Neben einem kurzen Besuch, beschloss ich den Mittagstisch im Buffet de la Gare wahrzunehmen.

Am Abend sah ich mir Big Fish & Begonia an, ein Animefilm von von 2016. Ich kannte ihn noch gar nicht. Eine sehr japanische Geschichte, die von einer Parallelwelt ausgeht in der es ein Portal gibt um in unsere Welt zu gelangen in Form eines Fisches.

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Für Dienstag hatte man eine Unwetterwarnung herausgegeben, dass es ununterbrochen regnen würde, was es dann auch tat. Ich bleib sehr häuslich und setzte mich noch einmal an weggebliebenen Papierkram.

Ich schaute mir zwischendurch eine Doku über Pink! auf Prime an und ihre letzte große Welttournee. Ich bin nicht der Riesenfan von ihr, aber ich mag sie sehr als Mensch und habe einen gewaltigen Respekt vor ihr als Performerin. Das was sie in einer Show leistet, habe ich noch nie von einer anderen Sängerin gesehen.

Am Abend dann noch einmal Fernsehen. Ich hatte Enola Holmes schon länger auf meiner Liste. Manche, die ihn davor gesehen hatten meinten, dass er „ganz nett“ wäre. Doch so schlimm fand ich dann doch nicht. Millie Bobby Brown, die Enola spielt macht dass eigentlich ganz gut. Doch finde ich die beiden Brüder von Enola, allem voran Sherlock sehr blass.

Spät zu Bett.

Die Montagsfrage 20

Jeden Montag stelle ich eine Frage, die ihr in eurem Blog beantworten könnt. Wie es dazu kam steht hier. An welchem Tag der Woche ihr das macht bleibt euch überlassen. Am Ende des Postings sammelt Mr. Linky die Einträge aus eurem und aus anderen Blogs und es wäre nett wenn ich mich verlinkt.

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Die Frage war irgendwann, es ist noch gar nicht so lange her, ein Tafelgespräch und ich hatte sie mir schnell im Handy notiert. Heute fiel sie mir beim „saubermachen“ auf:

Wann hat man dich erstmals mit Frau/Herr und mit Sie angesprochen? Wie befremdlich war das?

Unten könnt ihr euren Link von eurem Post aus dem eigenen Blog eintragen. Mister Linky kann nur Englisch und kennt daher keine ü, ä und ö oder gar é, ê und è. Auch mein ë von Joël mag er nicht. Schreibt entweder Umlaute wie ae ue oder oe und lasst sämtliche Hütchen und Häkchen weg. Wenn ihr es doch tut bildet er nur ein blankes Feld ab.

Buchvorstellung & Spora

Ich ließ den Morgen sehr langsam angehen weil, die Geburtstagsfeier zwar sehr schön, aber auch anstrengend war.

Am Nachmittag fuhr ich zusammen mit der N. zur einer Buchvorstellung ins Bovary.

Es gab schon einmal vor Jahren ein Buch von einem Amerikaner, der Luxemburg aus seiner Sicht erklärte, es war jedoch nicht besonders geschrieben.
Ganz anders hier. Die Kurzgeschichten haben literarische Qualitäten. Das wurde auch sofort klar, als Jeffrey Palms zu lesen begann.
Die S., die ich seit unserem Treffen in St.Jean nicht mehr gesehen hatte, war ebenfalls da.

Die S. machte mir übrigens ein Kompliment, das mir sehr zu Herzen ging. Ich hatte ihr in St.Jean von meinem Blog erzählt. Sie liest es seitdem regelmäßig und gerne. Das freute mich ungemein dass mir das jemand aus der Profibranche das sagt, weil sie einen kleinen Verlag leitet und Lektorin ist.

Nach der Lesung verspürten wir Hunger und ich schlug vor, dass wir doch wieder einmal im Clubhaus der Spora essen könnten. Sie haben eine schöne Balkonterrasse mit Blick auf die Tennisfelder und es liegt mitten im Wald.

Wir machten jedoch zeitig Schluss.

Überraschungen & ein runder Geburtstag

Als ich morgens die Augen öffnete da ich das hier vor meinem Fenster:

Oh, dachte ich, der kleine Reifenwechsel Betrieb nebenan bekommt wohl eine neue ‚Maschine‘ oder was auch immer.

Frohgemut schritt ich zum Markt, kaufte ein paar Dinge für den Haushalt, trank einen Kaffee im Renert und las die Tageszeitung.

Als ich zurückkam wurde mir fast schlecht als ich das hier sah:

Wir bekommen eine neue Baustelle! Und dann fiel mir ein, dass vor Wochen ein Dachdecker angefragt hatte ob er in unseren Hinterhof dürfe, weil das Dach frisch gemacht wird. Zu dem Zeitpunkt dachte ich, dass es das Dach der Garagen vom Nebenhaus sei. Jetzt bin ich überzeugt dass es das große Runddach ist! Die Baustelle vorn in der Straße, zwecks Erneuerung von Wasser, Gas, Strom und Glasfaser ist noch nicht abgeschlossen, da steht schon die nächste an. Das wird ein toller Sommer!

Ich sah den Bauarbeitern in luftiger Höhe zu:

Am Abend war ich zur einer Geburtstagsfeier geladen. Die J. feierte eine Runde Zahl.

Gefeiert wurde in Dipso, in dem ich schon lange nicht mehr war und das unter allen vorgegebenen Hygienemaßnahmen. Es war ein wunderschöner Abend, den ich sehr genoss. Es war zum ersten mal seit der Beginn der Seuche, dass ich wieder getanzt habe. Und die J. war so ausgelassen fröhlich wie selten davor.

Ausstellung zum 100. Geburtstag von Pol Aschman

Heute beginnen wir mal mit was anderem.
Die Infektionszahlen steigen in Luxemburg. Es war klar, dass es so kommen musste. Am häufigsten trifft es die, die nicht geimpft sind und, wenn auch weitaus weniger, die bis dato nur eine Dosis erhalten haben. Diejenigen die durchgeimpft sind kann es auch erwischen, doch es sind die seltensten Fälle.
Interessanterweise steigen die Zahlen im Krankenhaus jedoch nicht proportional zu den Infektionen wie davor, das gleiche Phänomen, das man auch in Großbritannien hat.
Meine (total unwissenschaftliche) Schlussfolgerung ist, dass die Impfung Wirkung zeigt und ich, der durchgeimpft ist, lasse mich nicht mehr verunsichern von irgendwelchen künstlich aufgeblasenen Horrormeldungen.

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Auf der Suche nach einem weiteren Geburtstagsgeschenk begab ich mich am späten morgen in die Oberstadt nur um festzustellen, dass es schwieriger werden wird als ich das zu Anfang annahm. Pfff…
Mehr kann ich nicht darüber berichten, denn ich weiß ja nie, wer hier alles mitliest.

Ich begegnete dem J. und das Szenario war fast das gleiche wie letzte Woche Freitag. Der J. machte keinen Hehl daraus und behauptete, dass es jetzt jeden Freitag so sein würde. Später kam nämlich noch die N. dazu und es fast wieder die gleiche Besetzung.

Ein heimlich geschossenes Foto

Wir besichtigten die Eröffnung der neuen Ausstellung von Pol Aschman im Cèrcle, Des gens et des rues. Er war einer der führenden Fotojournalisten Luxemburgs in 50er, 60er und 70er Jahren. Sein ganzes Archiv ist inzwischen in der Fotothek der Stadt Luxemburg beheimatet. Er wäre dieses Jahr 100 geworden.

Ich hatte mir schon vor etlichen Jahren ein Buch von ihm gekauft, das bis heute eines meiner liebsten Fotobücher über Luxemburg ist.

Auch die Geschichte mit Großonkel Nicolas und dem Foto das im Kapuzinertheater hängt, ist ein Foto von Aschman.

Leider konnte ich keine Fotos in der Ausstellung machen, weil es diesmal ausdrücklich verboten war. Der Kurator ist sein Neffe Christian Aschman, ebenfalls Fotograph, der sein ganzes Archiv von über 200.000 Fotos durchforstete und eine Auswahl traf.

Pol Aschman war über Jahrzehnte bei jedem Event dabei das in der Stadt stattfand. Er ließ keine Braderie und keine Schobermesse aus. Ich stellte mir die Frage ob auf diesen Fotos, besonders die von der Braderie, nicht auch irgendwo Großmutter Thérèse zu finden ist. Ihr Bekleidungsgeschäft befand sich ja im Vorort Dommeldange aber für die Braderie buchte sie immer einen Standort auf der Place d’Armes oder auf der Place Guillaume. Ich würde zu gerne einmal das Archiv diesbezüglich sichten.

Später dann gesellte sich noch die A. hinzu.
Es war nicht meine A. sondern ihre Namensvetterin A. und sie werden auch häufig miteinander verwechselt.
(Ja, das Wort Namensvetterin ist richtig. Die Alternative wäre Namensbase doch davon bekommt man akuten Gernderdurchfall!)

Wir speisten im Bodega und es war eine lustige Runde.