Dazu gab es eine Party, auf der weltweit die Veröffentlichung gleichzeitig gefeiert wurde. Und es nahm mich emotional dann doch mehr mit als mir lieb war. ABBA war meine Kindheit und meine frühe Jugend. Ich hatte ALLE Schallplatten von ihnen. Als sie sich dann auflösten war ich sehr enttäuscht. Ich kann auch heute nicht erklären warum ich mir das so nahe ging. Es ist ein bisschen wie wenn eine alte Liebe wieder aufflammt. Es sind also zwei völlig neue Songs raus. Einen, Don’t Shut Me Down, mag ich sehr, den anderen weniger.
Nachdem ich mich beruhigt hatte, schrieb ich das Posting und arbeitete eine Reihe von Mails ab, samt Telefonaten die alle eine Verwirrung hinsichtlich ein paar Daten auslösten, so dass ich dann doch los musste um ein paar Dinge live und vor Ort abzuklären. Es war schön ein paar von den alten Kollegen wiederzusehen und mit der M. zusammen setzten wir uns noch für ein kurze Weile auf die Terrasse des Renert.
Am späten Nachmittag fuhr ich die A. zum Flughafen. Weil der Flug so spät ging hatte ich ein paar Bedenken, ob wir nicht früher losfahren sollten, wegen dem Verkehr. Doch es ging alles glatt.
Am Abend verabredete ich mich mit dem J. im Dipso, wo ich schon lange nicht mehr gewesen war. Eine angenehme kleine Runde, doch ich machte früh Schluss, weil es kühl wurde und ich keine Jacke mitgenommen hatte.
Vorab eine Frage an die Runde der Blogger. Wir handhabt ihr das mit alten Links im Blog die entweder fehlerhaft sind oder die es gar nicht mehr gibt? Löscht ihr die? Da ich erst seit kurzem mit einem Plugin arbeite das mir alle Links im Blog aufspürt, die futsch sind, habe ich da noch eine riesige Aufgabe vor mir. Ich habe mit den Jahren aber gelernt, dass es am verlässlichsten ist, Wikipedia zu verlinken. Links wie z.B. Schieß-mich-tot-the-movie.com haben immer nur eine begrenzte Lebensdauer.
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Ich habe inzwischen festgestellt dass ich mehr und besser schreibe wenn ich tagsüber immer schon ein wenig vorschreibe so wie gestern. Aber wenn der Alltag wieder zuschlägt wird es schwieriger.
♪ ♫Good Morning Baustelle, The earth says hello,…♪ ♫
Am Morgen zog ich eine Einladung zum Covid Antikörper Test aus dem Briefkasten, der inzwischen ziemlich flächendeckend durchgeführt wird. Ich sollte ihn ja schon einmal vor ein paar Monaten machen, bevor ich überhaupt geimpft wurde. Doch aus dem Termin wurde nichts weil ich ihn so lange im Voraus nehmen musste und dann beruflich etwas dazwischen kam, so dass ich ihn absagen aber nicht verschieben konnte. Nun gut, dann eben nicht. Morgen werde ich Termin festlegen und dann bin ich mal gespannt was das Resultat ergibt.
Gegen Mittag rief die A. weil sie meinen Rat brauchte und Hunger hatte. (Warum rufen die Leute mich an, wenn sie Hunger haben?!?*) Es gibt schon seit Jahr uns Tag ein kleines Restaurant in einem Hinterhof der Grand Rue mit den Namen Däiwelskichen (Teufelsküche) Es war eine Zeit lang nicht gut, doch die A. meinte, dass es besser geworden wäre. Zudem wäre es mal eine schöne Abwechslung zu all den anderen Adressen die wir sonst besuchen. Und in der Tat es war sehr gut. Es ist mexikanische Küche, die wirklich lecker ist und nicht zu teuer.
Anschließend kaufte die A. noch ein paar Kleinigkeiten für eine Geburtstagsfeier wo sie dieses Wochenende sein wird.
Am Abend war ich mit der K. verabredet, die ich schon seit über zwei Monaten nicht gesehen hatte. Große Wiedersehensfreude und es gab viel zu erzähelen. Die wollte unbedingt in die Brasserie Gullaume und hatte dort auch einen Tisch bestellt.
Für die K. gab es ein Carpacchio, eine der Spezialitäten des Hauses und für mich gab es gegrillten Schwertfisch. Wie schon öfters erwähnte, ist im BG nichts geschenkt, doch dafür habe ich dort auch noch nie etwas Schlechtes gegessen.
Und in dieser Kulisse mit der Aussicht auf die Kathedrale…
Ein wunderschöner Abend.
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Die D. , die sich seit vorgestern wieder in St. Jean befindet schickte mir am Morgen einen Link. Die Sängerin Hollysiz hat ein Lied in der Grottes de Sare mit einem Chor aus Bayonne aufgenommen. Wir hatten die Grotte bei meinem letzten Besuch besichtigt. Schönes Lied.
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Morgan Donner ist Youtuberin und beschäftigt sich eingehend und ausführlich mit Mode durch die Jahrhunderte hindurch. Von Biedermeier bis zu Roccoco hat sich schon ziemlich alles genäht, egal wie lange es dauerte. Ich folge ihr schon seit ein paar Jahren. Hier geht sie nun in einem einzigen Video durch 500 Jahre (von 1500 bis heute) Haargeschichte der westlichen Welt von Dekade zu Dekade. Ein Lehrstück für angehende Friseure und Maskenbildner. Zwischendurch stockte mir der Atem. Sie wird doch nicht…? Oh doch, sie wird!
Mittwoch ohne Markt. Er sehr wohl da, doch ich war nicht hin.
Ich erwachte weit vor 7:00 Uhr und vor dem Baustellenkrach, der mich heute aber nicht weiter störte, da er weiter weggezogen ist. Dafür habe ich jetzt einen Abgrund vor dem Haus mit großen Metallplatten belegt. Da muss ich jetzt alle Nase lang mit dem Wagen drüber fahren wenn ich raus will. Morgen werde ich das wohl zum ersten mal tun. Ich werde berichten.
Ich arbeitete eine Reihe von Emails ab und schrieb das gestrige Posting.
Bereits gegen 11:00 Uhr hörte ich den Schlüssel in der Tür! Die Putzhilfe war sehr früh da. Und sie brachte mir etwas aus dem Urlaub mit das ich sehr sehr mag, ich möchte fast sagen zu sehr. Vor Jahren brachte sie mir einmal eine portugiesische Spezialität mit: Cavacas de Pombal. Im Jahr darauf kam sie hiermit:
Sie sind wesentlich kleiner als die Cavacas de Pombal und mit einem Happs im Mund. Sie geben einem ‚gute Gefühl‘ dass man etwas luftig leichtes gegessen hat, da sie sofort im Mund schmelzen ohne große Schäden. Ha! Da die Putzfrau wusste, dass ich sie sehr mag, hat sie mir gleich 2!!! Tüten voll mitgebracht. Sie sind die ultimative Begleitung zu einer Tasse Kaffee und weil sie so locker luftig sind, ist es mit einem natürlich nicht getan. Auf einer Suchtskala von 1-10 ordne ich sie bei einer glatten 9 ein!
Mittagstisch im Renert. Ein Salat mit kaltem Hühnchenfilet. Nichts besonderes aber sehr gut.
Unterwegs dorthin hörte ich ein Album von einem Musiker von ich seit sehr vielen Jahren nichts Neues gehört habe und mir nicht einmal sicher war, ob er überhaupt noch lebt. Gordon Lightfoot. (Ja, er lebt noch und ist inzwischen 82) Ich lernte ihn durch Tante Gritty kennen auf eine sehr seltsame Art. Es muss Anfang der 80er gewesen sein. Sie führte damals bei der Caritas den Bekleidungsladen für Bedürftige wo man gebrauchte Kleidungsstücke abgeben konnte. Sehr oft wurden auch andere Artikel in den Kisten abgegeben zum Beispiel alte Schallplatten und Kassetten. Tante Gritty brachte mir eines Tages von dort Gord‘s Gold mit. Ich kannte den kanadischen Troubadour gar nicht. Ich mochte die Musik auf Anhieb, obwohl ich zur der Zeit nicht ein einziges Wort verstand, weil ich kein Englisch konnte. Ich glaube nicht einmal dass Tante Gritty wusste was sie mir da mitgebracht hatte.
Ich erinnerte mich an die Schallplatte und fand sie auch gleich bei Apple Music. Und als ich zum Renert ging, kamen die Bilder aus der Vergangenheit hoch. Mein kleiner knallroter Plattenspieler von Universum, den ich mir eisern zusammengespart hatte. Mein kleines Zimmer das ich mochte und hasste, weil es Rückzugsort und Gefängnis zugleich war. Diese Erinnerungen aus meiner Teeniezeit gehören zu mir wie heute meine grauen Haare. Sie schmerzen nicht mehr aber ganz gleichgültig lassen sie mich auch nicht.
Eine kleine Runde durch die Stadt.
Dann setzte ich mich eine Weile auf die Terrasse vom Vis-a-vis und las im mitgebrachten Buch von Alan Bennett.
Zwischendurch schaute ich den Passanten zu. Es ist schon erstaunlich wie das Publikum und den Straßen wechselt, jedes Jahr um die gleiche Zeit, wenn die Schobermesse stattfindet auch wenn sie dieses Jahr nur im Miniformat da ist. Man hört viel Luxemburgisch von Gestalten bei denen man sich das nicht erwarten würde. Man merkt sofort dass es keine Stadtbewohner sind. Wer übrigens sämtliche Fahrgeschäfte vom Fun um Glacis erleben möchte on und off ; kirmesfanmopohl hat alle besucht und es gibt eine wunderschöne Aussicht über die Stadt vom Hangover Tower.
Plötzlich stand meine Nachbarin, die S. neben mir, samt dem Kinderwagen. Wir wohnen wahrlich nur wenige Meter auseinander und doch laufen wir uns seltenst über den Weg. Das letzte mal dass wir wirklich ein paar Stunden miteinander verbracht hatten war bei mir in meiner Wohnung, als wir den neuen Restaurantservice für die Revue testeten. Sie hatte just erst entbunden und es war ihr allererster Ausgang ohne Baby und ohne Mann. Sie konnte nicht glücklicher sein. Wir liefen gemeinsam zurück durch den Park und redeten über ihre und meine Projekte. Wir sind in der gleichen Branche, haben aber schon lange nicht mehr gemeinsam an einem Strang gezogen. Es wird Zeit dass sich das ändert.
Daheim setzte ich mich ein Weile hin schaute mir eine alte Serie an die ich schon lange nicht mehr gesehen hatte. Waiting for God mit der großartigen Stephanie Cole.
Gelobt sei der Tag, an dem ein Posting nicht mit Baustellenkrach anfangen wird! Der heutige schon mal nicht! Ich flog noch früher aus dem Bett als die Tage davor. Die Jungs fingen schon um 7:00 Uhr an. Da es genau unter meinem Balkon war, war es umso schlimmer.
Ich flüchtete also mit dem Notebook auf die hintere Terrasse, wo es ja jetzt seit dem Wochenende wieder ruhiger ist.
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Da ich gestern gleich mehrere Anfragen für den neuen Kaffeevollautomaten bekam, gibt es bereits heute einen kurzen Zwischenbericht.
Sie ist von der Marke Beko, die im Prinzip nur große Elektroapparate herstellen. Ab und an findet sich jedoch ein Kaffemaschine darunter. So habe ich auf ihrer Homepage ebenfalls ein Gerät entdeckt das ausschließlich türkischen Kaffee herstellt. Der Vollautomat, den ich nun seit gestern habe, kann NUR Kaffee, wahlweise eine große oder kleine Tasse und heißes Wasser. Alles andere wie Latte, Capuccino, Macchiato und alle was dazwischen liegt kann er nicht. Das wäre bei mir auch vergebene Liebesmüh, denn Milch im Kaffee ist für mich ein Unding. Er hat auch keine Aufschäumdüse und kann weder Internet noch Blutooth. Das hat den großen Vorteil dass er verhältnismäßig wartungsarm ist. Er zählt die Tresterladungen mit und gibt an, wann der Behälter zu entleeren ist. Er zeigt auch an, wenn nicht mehr genug Wasser im Tank ist, doch das sieht man auch so, denn der Tank ist durchsichtig. Die Wassermenge für Espresso oder eine normale Tasse Kaffee kann man einstellen. Auch der Mahlgrad der Kaffeebohnen ist verstellbar. Er schaltet sich nach einer Weile automatisch ab und spült davor noch einmal durch. Das tut er übrigens auch wenn man ihn einschaltet. Das Aufbrühgerät an der Seite (das übrigens erstaunlich klein ist) sollte man einmal die Woche entnehmen und mit klarem Wasser abspülen und reinigen. Mit 19 Bar Druck baut er mehr Druck auf als andere Maschinen mit mit großem Namen. Zudem hat er noch ein Energiesparprogramm das man einstellen kann, bei dem er dann noch schneller ist, als es eh schon ist. Er hat ein Entklakungsprogramm, das 15-20 Minuten dauert und für den man den Wasserbehälter zweimal füllen muss. (das weiß ich aber erst wenn ich selbst ausprobiert habe) Preislich ist er ebenfalls sehr erträglich. Ich bekam ihn im ‚Planetenladen‘ für 265€ Fazit: Ich bin bis jetzt mehr als zufrieden.
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Zurück zur Tagesberichterstattung. Ich kränkelte ein wenig, weil das Wetter nicht so ganz wusste wie es sich denn entscheiden soll ob, Sonne oder Regen, kalt oder warm, so hatte auch ich heute Kopf- und Gliederschmerzen. Gegen 17:00 zog ich los zur ein Verabredung mit der D., die mich aus Gründen noch sehen wollte bevor sie Mittwoch wieder in den Südwesten entschwindet. Es so angenehm in der Sonne im Renert dass ich gar nicht auf die Uhr geschaut hatte, als die N. anrief sie würde mich jetzt abholen. Huch!
Zum Abendessen ging es dann zu fünft ins Clubhaus der Spora, deren Terrasse angenehm leer war. Dort saßen wir noch lange im Sonnenschein. Eigentlich waren wir zu siebt, ich hatte die beiden halben Portionen nicht mit gerechnet. Blue und Darwin waren auch dabei.
Später dann lag Blue bei der D. auf dem Schoß und schlief tief und fest.
Gegen 22:00 machten wir Schluss weil es nur noch 13 Grad draußen waren. Ich war darüber nicht unfroh, denn ich hatte keine Weste oder dergleichen mitgenommen.
Die neue Kaffeemaschine wohlgemerkt. Aber eins nach dem anderen.
Ich hatte sehr schlecht geschlafen, lag oft wach,träumte dann wirres Zeug und erwachte davon. Ich bin ja der Meinung dass ich Befürchtungen, Ängste und alle sonstigen unverdauten Gedanken in meinen Träumen verarbeite, manchmal 1:1, manchmal so verklausuliert, dass ich sie für bizarre Vorahnungen halte. Nun, ja…
Pünktlich gegen 7:30 fing der Presslufthammer der Straßenbaustelle an. (Die Dachbaustelle hinter dem Haus ist Gott sei Dank abgeschlossen.) Wenn ich jedoch für etwas dankbar bin, dann, dass meine Tante noch kurz bevor das mit dem Alzheimer los ging, sämtliche Fenster in der Wohnung hat ersetzen lassen und ich den Krach heute nur bedingt höre.
Dann beschloss ich den alljährlichen großen Räumungsverkauf, die Braderie aufzusuchen. Mit ein bisschen Glück gäbe es noch ein paar Prozente mehr. Zuerst ging ich zum französischen Elektromarkt. Ich fand dort auch die besagte De‘Longhi Maschine, die ich schon ausführlich im Netz recherchiert hatte. Doch ich wollte auch bei anderen Fachhandel mit dem Planeten im Bahnhofsviertel nachschauen. Und dort fand ich dann eine Maschine von einer Marke von der ich nicht gehört hatte, zumindest nicht im Bereich kleine Elektrogeräte. Beko Der Kaffeevollautomat den ich fand, war mit sehr wenig Firlefanz ausgestattet, was ich durchweg begrüßte. Ich hatte schon einmal eine ähnliche Maschine von Jura ins Auge gefasst, da die D. eine solche hat. Anschließend setzte ich mich in den Royal Garden für ein kurzes schnelles Mittagessen. Und ich staunte nicht schlecht als ich das Lokal betrat. Das letzte mal dass ich dort war, sah es noch immer so aus wie zu meiner Schulzeit. Es war das allererste chinesische Restaurant in dem ich zum ersten mal chinesische Gerichte aß. Ich hatte, als ich noch in der kleinen Wohnung lebte, mir das Restaurant einmal aus, nun ja, nostalgischen Gründen ausgesucht, und wurde massiv enttäuscht. Sehr schlechte Bedienung und das Essen war auch fürchterlich. Ich gab dem Laden heute also noch einmal eine Chance und war angenehm überrascht. Die völlig überladene Deko war einem sehr cleanen Look gewichen und man hat sich auf Buffet Restauration spezialisiert.
Dort recherchierte ich gründlich über die neue Kaffeemaschine und fand heraus dass sie in vielen Tests besser abschnitt zu anderen weitaus bekannteren Marken.
Und jetzt steht sie hier:
Der Kaffee schmeckt. Die Wassermenge muss ich aber noch ein wenig regulieren. Ich werde die Tage berichten wie die Maschine sich „eingebürgert“ hat.
Ich hatte mir am Morgen viel Zeit gelassen um alles wegzubloggen. Es war Sonntag und kein Baustellenkrach. Schon seit einer Weile hatte ich angedacht, die Alte Heimat zu besuchen. Das letzte mal, war weit vor den Überflutungen gewesen. Ich verabredete mich mit dem A., einer der letzten Freunde der noch dort wohnt. Er suchte ein Restaurant aus. Die Grappe d’Or. Sie war sehr lange geschlossen und hat nach dem gewaltigen Umbau auch einen neuen Pächter, was aber der Qualität keinen Abbruch tat.
Es war schön den A. wiederzusehen nach all der Zeit.
Den Absacker nahmen wir ein einem Laden, den ich seit gut zehn Jahren nicht betreten hatte. Das Café Philo’soff`‘ hat endlich wieder geöffnet. Früher war es eine Institution. Ich habe hier während meiner Alten-Heimat-Zeit viel über das Café geschrieben. (Und blätterte jetzt eben durch ein paar Erinnerungen)
Es regnete den ganzen Nachmittag hindurch. Der A. erzählte mir von dieser und jener ‚Persönlichkeit‘, die ich noch von früher kannte und was aus denen geworden ist. Ich sah den F. wieder, ein alter Schulkamerad. Wir erinnerten uns beide an das Klassentreffen das wir vor vier Jahren hatten. Ich wanderte anschließend durch den unteren Teil der Fußgängerzone, die an ihrem tiefsten Punkt, weit über einen Meter hoch im Wasser stand. Und hier erschloss sich einem das Ausmaß des Desasters. Viele der Geschäfte und Gaststätten haben noch geschlossen und man sieht Umbauarbeiten. An manchen Wänden kann man noch sehen wir hoch das Wasser stand. Es muss erschreckend gewesen sein… Ich erinnerte mich an das Hochwasser von 1993 das ungefähr genau so hoch war, vom dem auch ich betroffen war, weil ich damals eine kleine Wohnung am Marktplatz hatte. Sie war im dritten Stock und dort war kein Problem, doch das Wasser stand meterhoch im Keller und die Heizungsanlage war futsch.
Ich hatte gehofft dass der Elektroladen meines Vertrauens geöffnet hätte, wie viele andere Geschäfte am Sonntag auch, weil ich mich nach einer neuen Kaffeemaschine umsehen wollte, doch dem war leider nicht so.
Am späten Nachmittag fuhr ich durch den Regen zurück.
Der Tag war insgesamt so schön marmoriert wie ein Wagyū-Steak. Es regente immer wieder zwischendurch. Die A. simste gleich am Morgen dass sie mit zum Markt wolle. Es sind immer noch recht wenige Stände da, doch ich ich fand was ich brauchte. Anschließend ging es zum Wëllem auf einen Kaffee auf der Terrasse, doch wir saßen unter der Marquise als wieder anfing zu regnen und diesmal etwas heftiger als die paar Male davor.
Später ging ich dann durch die Grand Rue ( vom Luxemburgischen aus ins Deutsche übersetzt heißt sie Großgasse) Es gibt keine Woche an der hier die Läden nicht wechseln, durch das Popup System.
Die Confiserie Hary hat jetzt einen Laden zusammen mit der einem deutschen Modellbauer der sich Kirmesfahrgeschäfte spezialisiert hat.
Im Laden selbst sind ganz Städte zu sehen mit Rummleplätzen und Fahrgeschäften die ALLE beweglich sind wie die Großen und mit LED’s bestückt sind. Kirmesmodelle Scholz
Ein anderer Popup präsentierte ein neue Art Keramikvasen herzustellen mittels eines 3D Printers, der die Vasen Milliemeter für Millimeter hochzieht. Ein sehr langsamer Prozess und ich vermute dass es so langsam gehen muss, weil die Erde antrocknen muss, bevor die nächste Schicht aufgesprüht wird. Wenn der Printer sie dann fertiggestellt müssen sie noch gebrannt werden. Auf Insta sieht man auch die missglückten Versuche.
Die Vasen sehen zwar schön aus, weil man interessante Texturen herstellen kann, Doch Handwerkskunst ist es aus meiner Sicht keine mehr. Äerd Lab.
Gemütlicher Abend daheim u. a. mit Emily D. Baker, die dir neuesten Entwicklungen von verschiedenen Gerichtsprozessen vorstellte und erklärte.
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Ach ja, mein Kaffeeautomat, will nicht mehr so wie ich will. Ich merke schon seit einer Weile dass das Wasser nicht mehr so heiß wird und dass vorne am Ausguß etwas verstopft ist das nicht gereigt bekomme weil ich da nicht drankomme. Ich hatte ihn vor über fünf Jahren angeschafft, also hielt er nicht mal ein drittel der Zeit durch, die der Vorgänger gehalten hat. Mist! Ich werde mich wohl oder über nach einer neuen Maschine umsehen müssen. Aber ich glaube dieses Mal wird es eine von De’Longhi werden.
Als ich erwachte war der Baustellenlärm hinter wie vor dem Haus so laut, dass ich am liebsten geflüchtet wäre.
Dann erledigte ich erst mal das Problem einer Dusche. Italienische Duschen haben den Vorteil dass frei begehbar sind. Für gewöhnlich ist im Boden eine Vertiefung, die mit einer länglichen schmalen Platte abgedeckt ist. Diese Platte kann man anheben und entfernen um darunter den Filter von Haaren und sonstigem zu reinigen. Um da ran zukommen bekam ich bei Installation eine Art Hebel aus einem Stück Metall gebogen das so aussieht:
Der Vormieter der kleinen Wohnung hat dieses Teil entweder verloren oder versehentlich mitgenommen als es auszog. Also fuhr ich heute in den Baumarkt um etwas ähnliches zu finden. Dort meinte man ich sollte mir einen Kleiderbügel zurecht biegen. Danke auf die Idee war ich bereits selbst gekommen, doch das Ding ist nicht stabil genug. Also bastelte ich etwas auch einem dünnen Imbusschlüssel. Es klappt wenn auch mit mehr Mühe.
Und wenn wir schon bei bauen und basteln sind, hier ein Foto des neuen Daches hinter dem Haus, das früher ein rundes Wellblechdach war. Ich sollte weitgehend recht behalten. Die Dachdecker sind dieses Wochenende fertig geworden. Es fahlen nur noch die Ablußrohre der Dachrinne.
Und ich sehe jetzt erst dass der Kamin der auf unzähligen Wolkenfotos im Blog zu sehen ist, auch verschwunden ist. Der gab stilistisch schon was her. Zumindest hat man mir nichts von der Aussicht genommen, denn das Dach ist nicht höher geworden. Aber jetzt sieht es halt aus wir jeder x-beligbige Hinterhof mit Fabrikhalle. Das runde Dach hatte dann doch weitaus mehr Charakter.
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Manchmal vergisst man Lieder die einem zu gewissen Moment im Leben sehr viel bedeutet haben. Croco die ja auch jeden Tag postet, hat am stellt auch jeden Tag ein Video ein. So war es vorvorgestern eine live Version von Sade This Is no Ordenary Love. So schön. Und dann schlug der Algorithmus von YouTube mir The Masked Singer vor, mit einem Sänger den ich völlig vergessen hatte, obwohl ich in den 80ern heftigst in ihn verknallt war. Morten Harket von A-ha. Er ist schön gealtert und seine Stimme ist immer noch glasklar auch wenn er nicht mehr ganz so hoch kommt wie früher. Das Rateteam fand bis zum Ende nicht heraus wer es war, sogar als er seinen eignen Hit sang. Diese Stimme!
Es ist inzwischen ein Unding, gleich zwei Baustellen ertragen zu müssen. Vor allem die vordere in der Straße macht mir zu schaffen. Ich brauchte ewig bis ich den Blogbeitrag fertig geschrieben hatte mit al dem Krach. Zwischenzeitlich klingelte es mehrfach an der Haustür. Das erste mal war jemand vom Wasseramt der mich vorwarnte dass das Wasser für 2 Stunden abgestellt würde, ob das in Ordnung wäre. Na gut, dachte ich dann eben ohne Dusche. Ich wurschtelte noch ein wenig in der Wohnung bis es Zeit war zum Friseur zu gehen. Zähne putze ich mit der Flasche Leitungswasser die ich immer voll Kühlschrank stehen habe.
Vom Friseur zurück wurden geräuscharme Dinge af der Baustelle getan und das Wasser war wieder da. Ich nahm schnell eine Dusche und brachte die Wohnung auf Vordermann.
Es sollte kurz nach Mittag noch zweimal der Haustür klingeln. Ich bekam einerseits den heißersehnten Rucksack geliefert:
Das ist er. Er hat genau die Größe die ich mir vorgestellt hatte. Hat alle Taschen und Funktionlalitäten die ich haben wollte, sieht sehr schick aus, aber einen kleinen Makel hat er dann doch. Er ist vom Eigengewicht schwerer als ich gedacht hatte. Aber schön ist er!
Das zweite Haustürklingelen lieferte mir ein Produkt das ich schon eine Weile immer wieder aus Insta sehen und von dem mir schon jemand erzählt hatte. Gimber.
Gimber ist ein Ingwersaft Konzentrat mit Zitrone und noch ein paar anderen Kräutern. Ich testete gleich mal einen Schluck davon in einem Glas mit ein „wenig“ Wasser verdünnt. Und wenn ich davor noch nicht wach gewesen sein sollte, jetzt war ich es! Die Schärfe des Ingwers zieht dir Schuhe und Strümpfe zugleich aus, aber es schmeckt auch sehr lecker. Das nächste mal unbedingt mit mehr Wasser.
Für den Abend hatte die A. einen Tisch im Grünewald reserviert. Hach, war das schön!
Es begann mit einem Espresso Martini.
Anschließend gab es einen seltenen Genuss: Wagyū-Rind, mit allerlei knackigem Wurzelgemüse, einer Portweinsoße und Kartoffelpüree. Halleluja!
Mittwoch ist ja für gewöhnlich Markttag, doch hatte ich nicht wirklich einen Plan dort etwas einzukaufen. Ich traf mit der der D. und dem B. auf im Wëllem auf einen ersten Kaffee. Anschließend spazierte ein wenig durch die Stadt und fuhr mit der Tram zu Auchan wegen ein paar wenigen Einkäufen. Derweil las ich meine Twittetimeline, die inzwischen von Trolls und ähnlichem gereinigt, keinen Spaß mehr macht. Dabei stieß ich auf eine Protestaktion von Ärzten in Florida:
75 doctors in South Florida walkout in protest as their hospital is flooded with unvaccinated people who got COVID. #MorningJoepic.twitter.com/gAPOmKGU81
Ich kann den Ärger der Ärzte verstehen aber dem Eid des Hippokrates nach nicht wirklich gutheißen. Was ich aber sehr gutheißen würde, wäre ein medizinischer Sonderforschungbereich was die Impfvereigerung auslöst. Es gibt inzwischen so viele Impfverweigerer auch in meinem Umfeld, dass ich immer mehr zur Überzeugung komme, dass es ein eigens Krankheitsbild ist.*
Auf dem Weg zurück wanderte ich ich am Fun Freet um Glacis vorbei, stieß auf ein paar Bekannte und machte ein Foto eine sehr coolen T-Shirts:
Shibuya ist übrigens ein Viertel in Tokio. Der Schriftzug und die Farben ließen mich jedoch im ersten Moment darauf schließen, dass es der japanische Name von Snickers ist.
Ich ging durch den Park zurück.
Wieder daheim begutachtete ich die Baustellen hinter und vor dem Haus. Ich bin guter Hoffnung dass die hinter dem Haus sich nächste Woche erledigt haben wird. Dann gibt es auch Vorher/Nacher Foto.
Am Abend ein Date, mit einem jüngeren spanischen Herrn das sehr angenehm war. Er gab zu dass er mich vom Fernsehen her kannte. Das war wieder einer dieser Momente, die mir wieder vor Augen führten dass ich in der Öffentlichkeit stehe und man NIE weiß wer die Sendung sieht oder wer im Blog mitliest. Wir speisten im Bacchus, ein italienisches Restaurant in das ich nur selten gehe. Ein kleine Platte mit Antipasti vorweg und und für mich gab es dann Ravioli mit Riccotta und frischen Pilzen. Wir tauschten Telefonnummern aus. Ich könnte ihn mir sehr gut als Freund, sogar als engen Freund vorstellen, doch eine feste Beziehung sehe ich nicht.
Ich schaute eine Folge Miss Marple auf one als ich daheim war, schlief vor dem Fernseher ein und legte ich erst gegen 2:00 Uhr morgens ins Bett.
***
*Ja, ich bin auch bisweilen böswillig, aber ich bin das Thema so leid, dass ich nicht mehr anders kann.
Ach ja, ich übertreibe in der Überschrift, aber es fühlte sich so an.
Ich hatte mit dem B. und der D. entschieden, dass wir SCHWIMMEN gehen würden. SCHWIMMEN! Der Tag sollte nämlich strahlend sonnig schön werden. Also nahmen wir die Gelegenheit beim Schopf und fuhren hinaus zum Baggerweiher in Remerschen.
Das Wasser war angenehm kühl und es war fast kein Mensch da. Es fühlte sich an, als ob wir den ganzen See nur für uns gebucht hätten. Wir schwammen einmal quer durch den See bis zum Steg der mitten im See liegt und zurück. Ich fühlte mich danach wie ausgewechselt. Es erinnerte mich an all die Tage in denen ich das letzten Sommer getan hatte. Es wog fast einen Sommer am Meer auf. Anschließend gab es ein Mittagessen im Chalet gleich nebenan.
Es war ein so schöner Morgen und Mittag, dass wir beschlossen das ganze noch einmal am nächsten Tag zu wiederholen. Doch am Abend simste die D., die angeboten hatte, sich um die Eintrittskarten zu kümmern, dass sie kurz nach dem Erwerb angerufen hätten, sie hätten Blaualgen entdeckt und müssten deswegen den See für die kommenden Tage schießen. Sie bekäme die Eintrittskarten zurückerstattet. Ach Menno…
Ich habe ja immer noch nicht die Hoffnung aufgegeben dass wir vielleicht einen schönen ‚indian summer‘ bekommen. Ich glaube noch immer daran.
Den Rest des Tages mit häuslichen Dingen verbracht.
Wegen der Fresserei vom Vortag, ließ ich das Frühstück ausfallen. Ich begann zu bloggen als ich festellte, dass sich ein Beitrag nicht veröffentlicht hatte. Wahrscheinlich meine Schuld, doch so etwas passiert ab und an. Da ich eh noch ein wenig durch den Wind war, beschloss ich nur den Beitag hochzuladen und es dabei zu belassen, den neusten würde ich dann daheim hochladen.
Hier noch ein Foto von den Tagen davor. Die Bächle die ja fast durch die ganze Innenstadt von Freiburg laufen werden von Kindern gerne genutzt um kleine Schiffchen an Fäden darauf schwimmen zu lassen. An heißen Tagen kommen sie aber Erwachsenen zugute. Hier saß ich mit der C. in einem Popup Café wo man sich ein Glas und was zum knabbern mit ans Bächle nimmt. Man sitzt sich gegenüber und lässt die Füße im Wasser baumeln. Abkühlung pur.
Zurück zum Abfahrtstag. Ich hatte ein Date. Und diesmal eines das sehr angenehm war. Das Daddygefühl war hier Gott sei Dank nicht präsent. Wir tranken einen Kaffee im Lazzarin von dem ich wusste, dass der Kaffee sehr gut sein würde.
Gegen Mittag machte ich mich dann auf die Heimfahrt, die wesentlich anstrengender war als die Hinfahrt. Zwei Staus und stockender Verkehr auf der A5 Richtung Straßburg und nach Straßburg dann ein Unwetter mit einem Wolkenbruch der den Verkehr fast zum Erliegen brachte.
Ich machte ein Pause zwischendurch an einer Autobahraststätte auf der mein Vater schon in den frühen 80ern immer gerne anhielt. Aber ich glaube es war auch dem typischen elsässischen Namen geschuldet. Aire de Keskastel. Auf Elsässisch ‚Käskaschtel‘ was Käsekiste bedeutet. Ein Kaffee und ein Sandwich und weiter.
Daheim überfiel mich dann eine große Müdigkeit und für den Rest des Tages tat ich nicht bloggenswertes mehr.
***
Ich hatte schon am Sonntag bemerkt dass wieder Parkverbotsschilder in der Straße stehen. Am Montag geht es also wieder los. Und dem war auch so. Kurz nach 8:00 Uhr hörte ich Presslufthammer und Flex. Wie schön, dann habe ich jetzt zwei Baustellen um mich herum, Hinten raus die neue Dachkonstruktion und vorne Löcher in der Straße. Ach, das wird ein Spaß!
Ich beschloss es langsam angehen zu lassen machte ein wenig Haushalt und schreib schon ein Teil der Blogs vor.
Ganz ehrlich, wenn ihr den einmal gekostet habt, wollt ihr nie wieder anderen Käsekuchen essen. Hier ist nichts mit luftig locker, er ist schwer, ultracremig und der Klassiker im Bild (es gibt auch andere Geschmacksrichtungen mit Mohn oder Kirschen oder, oder, oder) hat diesen leichten säuerlichen Geschmack von Frischkäse gepaart mit Vanille und einer leichten Süße. Mampf, Sabber, Schlabber, weg isser.
Mitbringsel:
Ein Pfund Kaffee der kleinen Rösterei Coffee and More aus Staufen. Drei Gläser Marmelade. Birne/Ingwer, Cassis und Erbeeren clary, eine Rarität die ich noch gar nicht kannte von Ireneus Frost. Flucht nach Patagonien, Ein Buch, das ich in der Beyeler Foundation fand und dessen Klappentext mich sofort elektrisierte, weil ich ja beinahe dort gewesen wäre. Es geht um ein Luxushotel ein wenig abgelegen, und meiner Vermutung nach war es genau das Hotel das ich mir ausgesucht hatte um in Ushuaia zu übernachten. Ob es das wirklich ist, werde ich beim Lesen sehen.
Und dann gib es da noch eine Art Hemd/Jacke zum Überziehen auf den Hoodie. Foto davon wird nachgereicht.
Am Nachmittag dann auf die offizielle/inoffiezielle wegen der Pandemie wesentlich kleinere Schobermesse bzw. Schueberfouer die den Namen „Fun um Glacis“ trägt. Allein schon der ultraoriginelle Name verdient einen Orden und eine Sofortrente, damit der/die nie wieder einen Namen erfindet.
Das ist alles sehr weit auseinander gezogen mit sehr viel Platz dazwischen.
Und wenn sich die Münchner fragen sollten wo ihre Olympia Bahn vom Oktoberfest ist, die steht hier:
Die Alpinabahn übrigens auch.
Leider fehlen die ganzen Stände der Schäfferallé wo man alles mögliche erwerben konnte.
Ich ging zu Fuß zurück in die Innenstadt und setzte mich ins Vis-a-vis auf einen Kaffee. Der B. kam vorbei und wir entschieden dass wir morgen früh etwas unternehmen. Was genau seht ihr dann morgen.
Irgendwie ist hier alles um einen Tag nach hinten verrutscht weil sich da ein Posting nicht von selbst veröffentlicht hat. Morgen gibt es ein Doppeltag und das dann ist das wieder im Lot.
Das werden heute sehr viele Fotos werden.
Es fing an mit dem Markt. Ich kaufte allerlei Marmeladen und einen Käsekuchen. Der Freiburger Markt ist eine echte Wucht. Die C. meinte, da ich noch kein Frühstück hatte ich sollte mir eine lange Rote mit Zwieblen in der Seele gönnen. Das wäre so ein Klassiker am Freiburger Markt:
Gegen 11:00 ging es dann in den Dom, denn dort findet in nicht pandemischen Zeiten jeden Samstag ein Orgelkonzert statt. Jetzt ur Zeit ewas weniger häufig und man bracht Eintrittskarten, was man sonst nicht bräiuchte.
Wir hörten ein knappes 30-minütiges Orgelkonzert.
Nach dem Markt holte die C. das Sharing Auto ab und ich brachte die Einkäufe zum Hotel. Anschließend ging es nach Basel zu Beyeler Fountdation.
Es war dieses mal sehr viel aus der Kollektion der Foundation zu sehen.
Ein Raum bis an die Decke zugehängt. Die C. und ich veranstalteten ein Quiz welche Bilder wir sofort ihren Künstlern zuschreiben könnten. Ich fand so einige aber nicht alle. Picasso, van Gogh, Pollock, Rauch, Richter, Kieffer, Warhol, Rousseau… Es ist schon Wahnsinn auf so kleinem Raum so viele große Maler der westlichen Welt auf einen Blick zu sehen.
Die nächsten Räume waren dann jeweils nur einem Künstler gewidmet:
Alberto Giacometti
Louise Bourgeois
Dann ging es in ein Nachbardorf nach Grenzach. Ursprünglich war angedacht worden, dass wir bei Eckert zu Abend essen. Doch das Sternerestaurant war bis auf den letzten Platz ausgebucht. Wir fuhren trotz allem hin da Nikolai aus dem Eckert eine Eisdiele aufgemacht hat; die Schlotzeria.
Bei den heißen Temperaturen genau das richtige.
Zwischenzeitlich hatten wir auch angedacht, dass wir vielleicht auch noch das Vitra Museum schaffen, doch das war leider mit der frühen Schließung des Mueseums nicht drin.
In dem kleinen Ort Ötling, der auf einer Anhöhe liegt, kann man auf das Dreiländereck sehen.
Und bei dieser Aussicht gab es dann auch den ersten offiziellen Apéro.
Anschließend ging es ins nächstgelegene Binzen in die Mühle, ein italienisches Restaurant.
Nach den vier Gängen war ich vollgefressen und platt zugelich. Ein wunderschöner Abend. Wir fuhren zurück nach Freiburg und ich fiel sofort ins Bett.
Sehr gut geschlafen. Ich komme immer mehr zur Überzeugung dass ich die Matratze daheim im Bett wechseln muss.
Nach einem wesentlich besseren Frühstück als die Jahre davor im Hotel (der Frühstücksraum ist wesentlich größer geworden und die Auswahl am Büffet ist auch besser) zog ich los auf den Markt, den es in Freiburg JEDEN TAG gibt.
Als zweites Frühstück gab es ein Käsekuchen von Stephan:
Ich habe noch keinen cremigeren Kuchen gegessen, als diesen. Ein Freiburger Original. Jeder der diesen Käsekuchen noch nicht gekostet hat, kann als Käsekuchenkenner überhaupt nicht mitreden.
Bei Breuniger fand ich ein neues übergroßes Hemd, das so gar nicht meinem Alter entspricht. Die Marke Preach ist eher für 16 oder 17 jährige Jungs. Doch finde ich dass es mit trotzdem steht. Ich zeig euch das wenn ich wieder daheim bin. Ich hatte mir auch vorgenommen einen neuen Rucksack zu finden, der nicht nur reisetauglich ist, sondern den ich auch im Alltag gut gebrauchen kann. Das Problem ist, dass ich mich dabei schon zu sehr in einem Modell von Bellroy verliebt hatte, und es genau das ist, was ich suche. Ich fand einen sehr schönen im Freiburger Lederhaus von der Marke Tumi, für satte 500€ was mir dann doch zu viel war.
Mit allen Einkäufen begab ich mich zurück ins Hotel.
Am Nachmittag fuhr ich dann mit der C. nach Staufen.
Die Staufener Burg.
Eine wunderschöne kleine malerische Stadt, die aber seit Anfang der 2000er Jahre eine ein Makel hat. Man sieht es schon im oberen Bild am Rathaus Café. Das neue Rathaus der Stadt sollte mittel Geothermie beheizt werden . Doch der Boden war nicht dafür geeignet. Durch eine chemische Reaktion hob sich der Boden der gesamten Stadt um mehrere Zentimeter. Es entstanden Risse in hunderten von Häusern in der ganzen Stadt.
Später saßen wir dann noch in Freiburg am Bächle mit den Füßen im Wasser im Bächle drin und hatten ein Apéro. Davon gibt es leider kein Foto. Werde ich aber nachholen.
Am Abend hatte der R. noch einen Tisch in Hotel Zum Hirschen im Stadtteil Lehen bekommen. Ein großartiges Restaurant mit einem kleinen Park, wo wir zu Füßen einem Mammutbaumes saßen.
Zu essen gab es unglaublich gute Dinge die ich aber nicht abfotografiert habe. Da wir draußen aßen und von einer Seite ein knalloranges Licht in den Teller leuchtete, sind die wenigen Fotos nicht das geworden, was ich erwartet hatte.
Ich war aber nicht zum letzten Mal dort.
Vollgefressen und überglücklich fuhr ich mit der Bahn zurück ins Hotel.
Ich schrieb am Morgen unter großem Getöse der Dachbaustelle das Posting, räumte die Wohnung auf, (für mich sah das schon schwer nach Saustall aus!) und packte den Koffer, den ich, nachdem ich ihn von München ausgepackt hatte, gar nicht erst weggeräumt hatte.
Gegen 12:00 fuhr ich dann los. Auf nach Freiburg. Unterwegs regnete es immer wieder leicht, doch als ich in Freiburg ankam klärte sich das Wetter langsam auf. Und ich konnte so großartige Fotos wie folgende machen:
Der große Vorplatz vom Freiburger Münster.Die kleinen „Bächele“ die sich durch die gesammte Altstadt ziehen.
Ich checkte wie gehabt in dem Hotel ein, in dem ich noch jedesmal hier war. Das Victoria Hotel.
Kurze Zeit später traf ich mich dann mit der C. Riesengroße Wiedersehensfreude. Wir setzten uns auf die Terrasse der Alten Wache und tranken eine Kalte Sophie, ein Apéro Getränk das schwer süchtig macht. Es ist ein Granita aus wahlweise weißem oder oder rotem Wein. Es trinkt sich wie ein leckere eisklate Limo, mit dem Unterschied dass es keine ist und das könnte unter Umständen sehr fatal enden.
Wir saßen bei den Palmen. Im Foto sieht das mit den alten Bauten des Marktplatzes höchst ungewöhnlich aus.
Später ging es dann mit dem Mann der C., dem R. in die Pulcinella, eine kleine Pizzeria und Trattoria ein wenig außerhalb des Zentrums. Sehr einfach, an sich nichts besonderes aber dafür sind die Pizzen großartig.
Kurz vor Mitternacht trotte ich durch die fast leere Altstadt zurück zum Hotel und freute mich hier zu sein. Freiburg ist dann doch immer wieder einen Umweg wert und hat seinen ganz eigenen Charme, bei dem man sich einfach wohlfühlen muss. Gerne wäre ich noch auf einen letzten Absacker in die Cocktail Bar des Hotels, „Hemingway“, gegangen, doch hatte leider zu.
Was ich nicht für möglich gehalten hätte; der Mittwochsmarkt war noch ausgedünnter als die Wochen davor. Das sah schon sehr seltsam aus. Ich traf mich auf einen recht schnellen Kaffee mit der D. im Wellëm. Dann begab ich mich auf die Pirsch um allerlei einzukaufen für die liebe C. in Freiburg, die ich morgen besuchen werde. Ich habe sie auch seit 2019 nicht mehr gesehen.
Am Nachmittag hatte ich einen Termin bei der S. in Rümelingen. Ich lernte sie erst vor kurzem über Arbeitskollegen kennen. Die war jahrelang Regieassistentin am Theater, ein klein wenig vor meiner Zeit. Sie wechselte dann in einen anderen Job über. Sie erzählte mir vor etlichen Jahren hatte sie in Italien ein Buch bei ihrer Großmutter entdeckt wie man Likörs selbst herstellen kann. Die Großmutter war im Begriff es wegzuwerfen, doch die S. rettete es. Jahrelang lag es ungenutzt im Bücherschrank bis vor wenigen Jahren. Ich probierte mich durch über 30 Likörs! Immer nur einen kleinen Tropfen, sonst hätte es fatal geendet. Von Kräuter über Obst, bis hin zu allerlei Schokolade.
Ich kaufte Bergamotte, Rosmarin und etwas für die C. , das ich nicht zeigen werde, weil sie mitliest. Ich bekam auch noch drei kleine Probierflaschen.
Nebst den Likören stellt sie auch Seifen und Kerzen her. Von den Seifen mochte ich eine ganz besonders und fragte sie, ob sie mir eventuell mehr davon herstellen könnte.
Am späten Nachmittag legte ich mich dann kurz hin, denn auch es ich nur tröpfchenweise probiert hatte, schläfrig war ich trotzdem.
Ich hatte schon im München festgestellt, dass meine Leserzahlen wieder ungewöhnlich in die Höhe schnellen. Für gewöhnlich kommt das nur vor wenn ich in einen Shitstorm oder sonstigen Aufreger verwickelt bin. Ich fand dann aber sehr schnell, dass es sich um ein Posting von Januar 2007 handelte, zu einer Zeit in der ich die Kunst der täglichen Berichterstattung noch nicht so beherrschte und kultivierte wie heute. Ich schrieb viel über Dinge, die mich bewegten und verlinkte zu Artikeln und Fotos die ich für bedeutsam hielt. In diesem Fall ging es um einen Fotographen. Der Bericht erschien damals im SpOn. Da ich es noch bei weiten nicht so genau mit Fotos nahm, hatte ich sie im Blog eingestellt. Nun waren diese Fotos der Anlass für eine Diskussion in den Kommentaren einer sehr ‚seltsamen‘ Online Zeitung. Ich lass ein wenig was dazu geschrieben worden war und mir war sofort klar, dass ich nicht als Referenz für dieses Blatt herhalten wollte. Also löschte ich die Fotos aus dem Artikel und mit etwas mehr Hickhack auch vom Server, denn sie waren einzeln verlinkt worden. Welcome back, ftp Programm! Für gewöhnlich mache ich derartige Änderungen über den Plesk Panel. Das ist zwar ein wenig umständlich, doch hier ging das unbekannten Gründen nicht. Warum WordPress dann ein Tweet rausschoss, so als ob ich etwas neues geschrieben hätte,habe ich nicht verstanden. Gut dass das jemand geliked hat, sonst wäre es mir nicht aufgefallen.
Soviel zu meiner unerwarteten und etwas mühsamen Beschäftigung für den Abend.
Recht früh im Bett mit einem neuen Buch von Alan Bennett.
Nachdem es zur Zeit ein Trend ist, seine Erinnerungen zu durchwühlen, auf der Suche nach den Büchern die man in der Schule gelesen hat bzw. lesen musste ( u.a. fand ich es bei Herr Rau, Kitty Koma und Anke Gröner) habe ich beschlossen das auch zu tun.
Dabei werde ich es in die zwei Sprachen aufteilen die ich vom zweiten Grundschuljahr an hatte. Englisch kam erst sehr viel später dazu, und da kann ich mich nur an ein einziges Buch erinnern, in einfachem Englisch, Jane Eyre von Charlotte Brontë . (Ein kleiner Gruß an meine damalige Englischlehrerin, die hier eifrig mitliest) Sicherlich habe ich auch das eine oder andere Buch vergessen. Wenn einer meiner alten Klassenkameraden hier mitliest; ihr dürft es gerne in Kommentaren ergänzen.
Französisch:
Goscinny – Sempé / Le petit Nicolas Der kleine Nick mit den wunderbaren Zeichnungen von Sempé. Die gesammelten Werke, die es schon Ende der 50er Jahre wöchentlich auf der Kinderseite einer Tageszeitung erschienen, und später dann in Buchform, verschlang ich regelrecht in vierten und fünften Schuljahr.
Joseph Joffo / Un sac de bille. Vom Gefühl her weiß ich dass ich die Geschichte sehr mochte und dass sie spannend war und im zweiten Weltkrieg spielte. Aber sonst habe ich keine Erinnerung mehr daran.
Joseph Kessel / Le Lion Ein Klassiker der französischen Schullektüre. Es ging um ein kleines Mädchen und einen Löwen. An mehr kann ich mich nicht mehr erinnern.
Deutsch:
Erich Kästner / Emil und die Detektive Das ist einer meiner frühesten Erinnerungen von Schullektüre. Ich mochte die Geschichte so mittel. Es war auch schon zu meiner Zeit eine alte Geschichte mit alten Gebräuchen und weit von dem entfernt was meine Jugend war. Viel spannender fand ich damals alle Enid Blyton Bücher, die wir zu Hauf in der Schubibilothek stehen hatten und die ich im Wochentakt verschlang.
Friedrich Forster / Robinson Crusoe soll nicht sterben Das ist letzte Schullektüre die ich in der Grundschule (die in Luxemburg bis zum sechsten Jahr geht) las. Anschließend kam ich in den sogenannten Lycée technique, Ich kann mich nur sehr wenig an die Geschichte selbst erinnern. Ich hörte auch später nie wieder von dem Buch, das einen Klassiker der englischen Literatur nimmt und drumherum eine neue Geschichte ersinnt.
Wolfgang Borchert / Draußen vor der Tür Ja, wir lasen auch Theatertexte. Ich fand das damals sehr spannend und Deutsch war in dem Jahr mein Lieblingsfach, was aber auch der Lehrerin geschuldet war, die ich sehr mochte. Wenn ich heute zurückdenke, war es mit einer der Grundsteine, warum ich heute am Theater bin.
Max Frisch / Andorra Noch ein Theaterstück von der gleichen Deutschlehrerin im darauffolgenden Jahr. Ich sollte es mal wieder lesen.
Ödön von Horváth / Jugend ohne Gott Das Buch war so bizarr wie langweilig, genau so wie meine damalige Deutschlehrerin an einer anderen Schule, die seltsame Vorstellungen hatte, was gut und schlecht war. Sie hatte uns nach der Lektüre des Buches gebeten als Hausaufgabe eine Zusammenfassung zu schreiben. Dabei machte ich es mir ein wenig zu einfach. Ich schrieb eine Zusammenfassung aus Kindlers Literaturlexikon ab, änderte die Sätze ein wenig um und ließ ein paar sehr geschraubte Formulierungen weg. Die Stunde kam, sie rief mich an die Tafel und ich musste die eigene Zusammenfassung vor der Klasse lesen. „Das ist aber nicht auf deinem Mist gewachsen“, meinte sie. „Nein, ich kam nicht nicht klar damit und habe im Literaturlektion der Bibliothek nachgeschaut“ Lügen hatte keinen Sinn, dem beim Vorlesen hatte ich selber gemerkt, dass es absolut nicht mein Schreibstil war. „Sehr gut!“ sagte sie. „Das gibt eine 1 und somit drei Punkte mehr im Prüfungsdurchschnitt am Ende des Trimesters.“ Ich war völlig von den Socken, denn ich hatte mit dem Gegenteil gerechnet. Ich weiß bis heute nicht was sie bewertet hat. Meine Ehrlichkeit oder die Tatsache dass ich mir die Mühe gemacht hatte im Lexikon nachzusehen.
Ich bin mir sicher dass es nicht alle waren, doch mit fällt kein Buch mehr ein. Vor allem in Französisch müssten es mehr sein. Die großen Klassiker wie Faust & Co. hatte ich nicht. Zudem war das Programm in den oberen technischen Klassen mehr auf die spezifischen Richtungen ausgelegt. Schullektüre gab es noch, doch war es dem/der jeweiligen Lehrer*in überlassen ob er/sie ein Buch mit uns durch nahm oder nicht.
***
Cristine (ohne h) von Simply Nailogical ist einer von seltenen richtig großen Influencern auf Youtube, die auch noch einen festen Job haben und bis jetzt nicht aufgegeben haben. Neben ihrem großen Liebe zu gutem Nagellack und ihre eignen Nagellack Marke, arbeitet sie auch für die kanadische Regierung in Crime Statistics. Hier testet sie Gucci Nagellack und betrachtet das auf ihre ganz eigene Art und Weise mit absolut richtigen Schlussfolgerungen.
Ich konnte, obwohl ich müde genug gewesen wäre, lange nicht einschlafen. Aber irgendwann dann doch.
Am Morgen packte ich nach der Blogrunde den Koffer aus ,den ich am Abend schlicht unausgepackt am Eingang stehen ließ. Die Mitbringsel:
Oben: ein Jinbei von Muji, ein Mini Kulturbeutel von Muji. Unten: Ein Brillenetui mit dem Blauen Pferd aus dem Lenbachhaus, ein Glas Bitterorangen Mamelade, eine Vase von der Fraueninsel, ein Buch über die Künstlergruppe vom blauen Reiter.
Mittagessen mit der D. im Kin Khao. Und wieder einmal hatte ich Glück im Unglück, denn just als wir das Lokal betraten fing es an zu regnen.
Anschließend fix zur Apotheke um ein paar neue Blasenpflaster auf Vorrat zu kaufen.
Wieder daheim kümmerte ich mich um die Wäsche.
Am Abend schaute ich mir einen Film in der Mediathek von 3sat an, den ich nie davor gesehen hatte. Verso – Die dunkle Seite war eine Schweiz/Luxemburger Co-Produktion und mein allererster Kinofilm den ich als Chefmaske bestritt. Es kam nach dem Dreh zum Streit zwischen den Produzenten. Der Film lief in Cannes auf dem Marché du Film und schnitt, soweit ich weiß, sehr schlecht ab. Er wurde nie in Luxemburg gezeigt. Ich bekam nur kurze Zeit später eine Mail mit einer Einladung nach Genf, dass es dort am frühen Morgen in einem kleinen Vorstadtkino eine Vorführung für die Crew geben würde. Mehr nicht. Dass 3sat ihn überhaupt zeigt, ist erstaunlich, denn er wurde damals beim Erscheinen von den paar wenigen Kritiker zerrissen. Nach einer dreiviertel Stunde schaltete ich jedoch ab und ging ins Bett.
Ich erwachte wieder sehr früh und ließ mir aber alle Zeit der Welt. Erster, zweiter Kaffee auf dem Zimmer und schon mal Fotos vom Vortag fürs Blog aussuchen und skalieren.
Am Frühstücksbuffet war kurz nach 7:00 wo es dann angenehm ruhig war.
Ich bloggte in aller Ruhe alles weg und packte den Koffer.
Vorgenommen hatte ich mir die Kunsthalle, doch irgendwo sagte etwas in mir Nein. Noch mehr Eindrücke und mein Kopf wäre geplatzt. Ich beschloss ein wenig durch die Stadt zu wandern.
Doch zuvor war ich mit Herr Kaltmamsell verabredet, der mir noch ein Glas selbstgemachte Bitter Orangen Marmelade mitgab. Wir saßen noch einmal in dem gleichen Coffee Fellows wie an meinem ersten Tag.
Anschließend ging ich noch einmal zurück zum Hotel, packte den Rest zusammen, viel aufs Bett…und schleif ein.
Ich hatte am Tag davor um ein Late Checkout gebeten. Ich hatte nämlich seit Anbeginn der Reise ein Fehler im Kopf. Ich war die ganze Zeit überzeugt mein Flieger ginge MORGENS um 8:00 Uhr. Falsch er ging ging ABENDS um 8:00 Das ist an und für sich kein Problem, denn es hätte mir noch einen weiteren Tag in München verschafft, doch letztendlich war es für mich ein verlorener Tag, weil beständig in Hinterkopf den Flug habe.
Ich checkte aus und bereitete mich schon mal geistig vor diese *pff2 ffp2 Maske für etliche Stunden anzuhaben, eine bayrische Regel, die dadurch absurd wird, dass sie nicht für alle gilt. Ein vermeintlich besserer Schutz ist somit hinfällig. Aber gut, das ist ein anderes Thema…
Ich fuhr raus nach Freising zum Flughafen setzte mich dort unter die gewaltige Glaskuppel vom Terminal 2 auf eine Terrasse, bestelle mir eine gewaltige Brotzeit und lass, den mitgebrachten New Yorker. Ich las die Hintergrund Reportage über den Square Geroge Floyd in Minneapolis, der eigentlich gar nicht so heißt, der aber bereits kurz nach seinem Tode zu einem Schrein und einem Mahnmal wurde. Die Kreuzung war über Monate hin ganz gesperrt, bis das Urteil im Gerichtsprozess gesprochen war.
Derweil zog sich über dem Flughafen der Himmel immer mehr zu:
Und ich zweifelte einen Moment lang ob ich überhaupt wegkomme.
Ich war früh wach, ließ das Frühstück ausfallen, bloggte alles vor Vortag weg und begab mich kurz nach 9:00 Uhr in die Stadt.
Da es in München ein Muji Laden gibt, ergriff ich die Gelegenheit und kaufte mir dort zwei neue Jinbei. Ich mag Kleidung grundsätzlich nicht per Internet kaufen. Ich sah dass sie eine neue Farbe im Programm haben, es gibt jetzt auch graue Jinbei. Fotos von allen Mitbringseln gibt es wenn ich wieder daheim bin.
Gleich anschließend marschierte ich wieder zurück zum Hotel und packte mein Zeug zusammen für ein Ausflug.
Ich probierte aber davor einen Pfirsich den, ich am Tag davor in einer Auslage eines Kämerladens entdeckt hatte und nicht kannte.
Das ist ein Honigpfirsich. Größer als normale Pfirsiche mit pelziger Haut aber eben quitschgelb. Es schmeckte nicht anderes als andere Pfirsiche, war aber noch sehr fest im Fleisch.
Frau und Herr Kaltmamsell hatten vorgeschlagen einen Ausflug nach Prien am Chiemsee zu machen und von dort aus zur Herren- und zur Fraueninsel mit dem Boot zu fahren. Wetterbedingt war es der ideale Tag aber es wurde richtig knalle heiss in der Sonne.
Die Fahrt mit dem Zug ging an Rosenheim vorbei, das ich nur vom Namen her und von einem der schönsten Filme der 80er Jahre kenne. Bagdad Café / Out of Rosenheim. Ich hatte sofort das Lied Calling you im Kopf.
Vom Bahnhof ging es dann zu Fuß an den See, obwohl es da auch eine alte Bimmelbahn gibt, die wir nur da stehen sahen. Auf den Rückweg sahen wir sie auch fahren.
Mit dem Boot setzten wir über zur Herreninsel
Schloß Herrenchiemsee
Zwischendurch simste ich kurz mit der A. zuhause, die mir ein Foto vom ‚heimischen Zoo‘ schickte.
Apropos Pferd. Man konnte sich auch über die ganze Insel mit Kutschen befördern lassen.
Auf der Terrasse vom Schloss gab es dann erstmal ein Eiskaffee der den Namen wirklich verdient hatte.
Wir setzen anschließend mit dem Boot zur Fraueninsel über.
Und da hatte ich dann die Gelegenheit im Chiemsee zu schwimmen:
Foto made by Kaltmamsell
Das Wasser war großartig.
Wir wanderten einmal um die Insel herum, die im Vergleich zur Herreninsel sehr viel kleiner ist, aber dafür mehr Einwohner hat und sehr viel heimeliger wirkt.
Ich erstand eine Vase, die mir auf Anhieb gefiel. Der kleine Laden Keramikbootshaus.de hatte viele schöne Dinge. Die Vase zeige ich auch erst wenn ich wieder daheim bin, denn sie ist extrem gut verpackt worden, damit die Reise im Koffer übersteht.
Anschließend ging es ordentlich verschwitzt zurück zum Bootssteg um wieder nach Prien zu kommen und dann ging es mit dem Zug zurück nach München.
Ich verabschiedete mich von den Kaltmamsell’s. Den Herrn Kaltmamsell werde ich aber morgen noch einmal kurz sehen.
Nicht sehr viel später fiel ich im Hotel um wie ein Stein und schlief sehr schnell ein.
Ich verlese mich tagtäglich. Für gewöhnlich verlese ich Dinge die irgendetwas mit Essen zu tun haben, dass ich manchmal eine Pathologie dahinter vermute. Hier war es anders. Ich las das „der“ in der Überschrift auf der ersten Seite des LW nicht mit. Und das hatte dann etwas sehr Beunruhigendes:
***
Das schon mal gleich am Morgen.
Ich bloggte den Vortag weg und begab mich zum Frühstück. Später als sonst, was ein Fehler war, denn der Frühstücksraum war proppenvoll. Morgen wieder früher.
Der Plan war dass ich die alte Pinakothek besuchen sollte. Da ich gestern für das Lenbachhaus das Ticket online gekauft hatte, versuchte ich das auch heute. Klappte einwandfrei. Allerdings bestanden hier Timeslots. Und ich hatte das ein wenig knapp berechnet. Aber ich war so just 3 Minuten bevor er ablief drin. Ob da Schlimmeres passiert wäre wenn es nach der Zeit gekommen wäre, kann ich nicht sagen.
Gut zu sehen im Mittelteil, die Schäden des zweiten Weltkrieges, die mit Ziegelsteinen geflickt wurden.
Da die neue Pinakothek zur Zeit geschlossen ist, ist ein Teil der Alten mit Bildern aus der Neuen gefüllt. Ich nahm zuerst die Bilder der Neuen in Angriff.
Das wird jetzt keine Fotolovestory werden, wie gestern. Ich habe sehr viele Fotos gemacht. Aber ein paar von den Bildern, die ich schon so oft gesehen habe, aber eben nie live, werde ich dann doch einstellen.
Da muss ich nichts weiter dazu sagen oder? Mein allererster Van Gogh!Saal um Saal gefüllt mit Bildern all der großen Maler deren Name man kennt.Auch diese beiden Bilder von Raphael kannte ich schon lange davor.
Und dann sah ich, ein wenig unscheinbar zwischen zwei großen Bildern, das hier:
Den Albrecht hatte ich noch nie live gesehen.Ich mag das Bild seit jeher. Auch dieser leicht spitz zulaufende Zeigefinger, der verrät dass das Bild sehr viel früher, und 1500, gemalt wurde, als das fast fotorealistische Gesicht, das zu der Zeit nicht üblich und einer kleinen Revolution gleichkam.
Mit diesen drei Bildern, die ich schon einmal vor Jahren in Berlin gesehen hatte in der Ausstellung über das „Goldene Zeitalter in Spanien“, wurde ich groß. Meine Großmutter hatte sie als kleine Repliken im Wohnzimmer hängen und ich schaute sie mir sehr oft an. Alle drei sind vom gleichen Maler und da ich den Namen bis heute nie behalten habe und sie immer Goya zuschrieb, werde ich das dieses mal gleicht MIT dem Namen einstellen. Bartholomé Estéban Murillo.
Am Abend dann mit Herr und Frau Kaltmamsell ins Broeding, von dem ich schon soooo oft bei ihr im Blog gelesen hatte und das nun definitiv an oberste Stelle bei einem München Besuch stand.
Als Apéro wählte ich ein Bitterorangen Wein, den man in etwa mit einem Campari vergleichen könnte. Aber es schmeckte um Längen besser.
Menü: (v.l.n.r.) Gruß aus der Küche: Er stand nicht auf der Karte und ich hatte es mir nicht nicht gemerkt. Ich weiß nur dass es sehr lecker war. Mit Reh gefüllte Kirschchilly auf Bouillionkartoffeln (und Mönchsbart!) Blauschimmelraviolo auf Bete Zweierlei aus dem Stranberger See mit Linsen, Mangold und Petersielienwurzel Lamm mit Wan Tan von gebratener Aubergine und Bernnessel mit Milchbrätling Alpkäse von jamei mit Pflaume und Nussbrot Predessert: Hagebuttencreme mit Hüttenkäse Bananenkuchen mit Joghurt-Mousse, Maracuja und Mango
Dazu gab es vom Haus eine ausgewählte Weinbegleitung, wie ich sehr selten erlebt habe. Aber ich werde die nicht alle aufschreiben auch wenn ich die Etiketten der Flaschen bis auf eine, alle ablichtet habe. Sie waren ausnahmslos alle sehr gut gewählt zu den einzelnen Gerichten. Der Sommelier erklärte jeden Wein auf seine ganz eigene lockere Art und Weise und man merkte dass er sehr viel Spaß daran hatte. Ich hätte noch lange so weitermachen können, ihm zuhören und Wein trinken, bis ich sturzbetrunken gewesen wäre.
Das Außergewöhnliche an Broeding ist, dass es nur ein Menü am Abend für ALLE gibt. Es gibt keine klassische Menükarte. Aber wenn man, wie ich, ein kleines verfressenes Schweinchen ist, nicht wirklich etwas nicht mag, ist des Broeding genau richtig.
Das wird heute eine Foto Lovestory werden. Und endlich schaffe ich auch einmal wieder ein 12von12. Wer nicht weiß was das ist, der schaue bitte hier nach.
Das Lenbachhaus. Ein Museum das ich bis jetzt noch nie von innen gesehen hatte, während meinen letzten München Besuchen. Sehr schöner Bau.
Ich nahm mir viel Zeit und schaute mir alle Ausstellungen im Haus an. Sehr schön fand ich die Serie von Gabriele Münter und Wassily Kandinsky von 1902 bis 1908, die viele Reisen durch Europa und Nordafrika unternahmen. „Unter freiem Himmel“ zeigte mir auch wo Großmutter Marie, die ja gelernte Malerin war, ihre Einflüsse zum Teil her hatte. Auch die neu zusammengestellte Ausstellung Gruppen Dynamik Der blaue Reiter, war großartig weil sie eine Reihe der sehr bekannten Werke ausstellte, wie das blaue Pferd z.B.
Frau Klugscheisser hatte über die Kaltmamsell mitbekommen dass ich in München bin und meldete sich bei mir. Wir verabredeten uns im Kaffee des Lenabachhauses. Das letzte mal dass ich sie gesehen hatte, war auf dem Rosenfest gewesen, also schon weit über zwei Jahre. Da sie normalerweise beruflich „viel in die Luft geht“ passte es gut weil sie frei hatte.
Sie bot mir an den Olympiapark zu zeigen, den ich nur ansatzweise kannte, weil ich mal mir dem J., der N. und der A. das BMW Museum besichtigt hatte, das ja auch dort zu finden ist.
Es war strahlend schönes Wetter und die Temperaturen stiegen auf satte 29 Grad. Frau Klugscheisser schlug vor, dass wir auf den Fernsehturm steigen sollten um die Stadt von oben zu sehen, für sie als geborene Münchnerin war das auch eine Premiere.
Es war ein wunderschöner aber heißer Nachmittag gewesen, den ich mit Frau Klugscheisser verbrachte. Und wenn es bei unserem Gespräch nicht so ganz klar gewesen sein sollte, so schreibe ich jetzt hierhin. Denn was man schreibt, das bleibt: Ich lade sie hiermit einmal nach Luxemburg ein. Sie hat schon so viele Länder der Erde bereist. Aber Luxemburg kennt sie nicht. That has to change!
Am Abend war ich dann bei Herr und Frau Kaltmamsell zum Abendessen eingeladen und wir verzehrten gemeinsam einen Teil des wöchentlichen Ernteanteil des Kartoffelkombinats, den die beiden ja angehören. Es gab einen herrlichen Gazpacho, der perfekt zum heißen Wetter passte. Als Hauptspeise gab es Pasta mit Mönchsbart, den der Herr Kaltmamsell extra meinetwegen besorgt hatte, weil es das bei uns nicht gibt und ich das gerne auch mal gekostet hätte. Gesagt, getan. Die Kaltmamsell hatte für den Salat gesorgt. Es gab einen herrlichen Sauvignon dazu.
Es war ein langer Tag gewesen und ich lag schon kurz nach 23:00 in den Federn und schlief sofort ein.
6:15Oh wie schön! Ich flog zum ersten mal mit dem Luxair Pride Flieger. Allein dafür könnte ich die Airline knuddeln. Goooood Mooooorning Cattenoooom!
Sonne und Nebelschwaden
In München dann: Good Morning Bahnstreik. Es betraf aber nur zum Teil die S Bahn die ich nehmen musste. Auf dem Bahnsteig dann, ziemlich rabiate Polizisten mit Maschinengewehren, die jeden wieder zum Aussteigen aufforderten der keine FFP2 Maske hatte. Ein älteres Ehepaar das mit mir im Flieger gekommen war, stand ein wenig hilflos herum und wusste nicht weiter. Als der Polizist sie dann regelrecht anschnauzte, ging ich dazwischen. Ich gab den älteren Herrschaften zwei von meinen Masken und schaute den Polizisten so durchdringend an ohne ein Wort zu sagen, (mir war die Knarre die er trug, grad mal egal) dass er sich wortlos umdrehte und ging. Das ältere Ehepaar bedankte sich und bestand darauf mir die Masken mit 10€ zu quittieren.
Ich war dann auch kurz nach 9:00 im Hotel. Logisch dass das Einchecken noch nicht ging. Derweil trank ich einen Kaffee im Coffee Fellows nebenan und lernte eine Münchner Äthiopierin kennen. Sie bekam heute bei ihrer Ärztin die zweite Dosis, hatte sich aber in der Uhrzeit geirrt und war viel zu früh dran. Sie hieß Kallie (hoffentlich denn so geschrieben) und macht was ich so aus ihrem sehr schlechten Deutsch verstehen konnte, Kaffeezeremonien. Ich erklärte ihr was mein Beruf ist und sie war begeistert, weil sie den Beruf nicht kannte und sich nicht vorstellen konnte, wie man davon leben kann.
Ich versprach ihr folgendes Foto hier einzustellen:
Um 11:00 konnte ich dann schon mein Zimmer beziehen, worüber ich sehr froh war, denn die Müdigkeit schlug zu. Ich die Nacht davor kaum bis gar nicht geschlafen aus Angst ich würden den Wecker um 4:00 nicht hören. Ich legte mich für eine Weile hin.
Später dann trabte ich einfach los in Richtung Altstadt und ließ mich treiben . Ich hatte mit vorgenommen, da ich ja so lange nicht hier war, zu sehen ob „die Kirche noch im Dorf steht“.
Ja, sie haben sie nicht verschoben:
Im Eataly trank ich den bisher teuersten Cold Brew meines Lebens. Er schlug mit satten 5,40€ zu Buche. Rums!
Ich war bei Roeckl, den mir die Kaltmamsell vor Jahren einmal gezeigt und mich dazu verführt hatte, mir ein paar Lederhandschuhe zu kaufen, das ich über lange Zeit heiß und innig liebte, bis ich sie verlor. Sie wurden umgehend ersetzt:
Am frühen Abend war es dann soweit. Die größte Wiedersehensfreude des Jahres. Endlich sah ich Herr und Frau Kaltmamsell wieder. Das letzte mal war weit vor der Pandemie. Die Kaltmamsell hatte mir schon vor meine Abreise einen original Biergarten versprochen und ich durfte mir einen aus einer Liste aussuchen. Ich wählte den im englischen Garten Den Biergarten beim chinesischen Turm. Da ich es bis dato noch nicht geschafft hatte mir den englischen Garten anzusehen, war das eine gute Gelegenheit ihn zu durchwandern.
Es war so schön die beiden endlich wieder zu sehen und es gab viel zu erzählen. Ich hatte allerelei Mitbringsel aus Luxemburg mitgebracht.
Ich hatte Schnitzel mit Pommes und Radler bis zum Anschlag. Wir gingen zurück als es schon dunkel wurde.
Der Morgen bestand im Wesentlichen aus ein wenig Büroarbeit und Körperpflege.
Gegen Mittag traf ich mich mit der D. im Renert. Auf dem Rückweg gingen wir durch den Park mit der Königswiese wo man dieses Jahr eine kleine Kirmes wie früher aufgerichtet hat.
Letzteres ist ein kleines Kasperletheater, das es so auf der kleinen Kirmes, mit der ich in der Alten Heimat groß wurde, nie gegeben hat.
Nostalgisch wurde ich beim Kettenkarussell. Es fehlte nur der Mann mit dem langen Stock an dem eine Troddel befestigt war. Er fuchtelte damit zwischen umherfliegenden Stühlen umher und wer die Troddel zu fassen bekam und abreißen konnte, hatte eine Fahrt umsonst.
Ich setzte mich eine Weile in den winzigen Biergarten, ( morgen werde ich einen originalgetreuen Biergarten sehen) schaute dem Treiben zu und schrieb ein wenig im Blog vor, denn morgen werde ich wenig Zeit dafür haben. Ich kam ins Gespräch mit der Dame die im Biergarten arbeitete. Da er den Namen Café des Artistes trägt, sagte ich ihr dass es in Luxemburg im Viertel Grund eine Institution gäbe mit dem gleichen Namen. Dann erfuhr ich dass die ganze Kirmes wie ein kleines Familienunternehmen funktioniert und immer als ein geschlossenes Ganzes auftritt. Früher waren sie an den Zirkus Sarasani angeschlossen. Heute betreiben sie ein Kirmesmuseum in Oldenburg. Sie wären sehr froh wieder reisen zu können denn für fast zwei Jahre hatten sie totalen Stillstand.
Ich ging gedankenversunken nach Hause und fing an alles für morgen vorzubereiten, denn morgen geht es sehr früh los.
Ich fühlte mich den ganzen Tag durch nicht besonders. Angedacht war dass ich mich eingehend um den ganzen Haushalt kümmern soll. Doch ich war unendlich müde. Zudem hatte ich beständig im Kopf dass ich schon am Dienstag wieder aus Reisen gehe, was aber erst am Mittwoch der Fall ist. Zwecks dieser Reise regelte ich noch ein paar Dinge, die sich dann leider wegen totalem Desinteresse (nicht von meiner Seite) im Nichts auflösten. Leider. Wer, wie, wo und was kann ich leider nicht schreiben. Nur so viel, (damit ich auch später noch weiß was ich hier meine) Ich hatte für eine Sendung ein Interview geplant und eine Besichtigung, die aber einerseits auf völliges Desinteresse stieß und jemand anders durch Abwesenheit glänzte. Tja, dann eben nicht.
Am Abend war ich mit der J., dem Y. und der D. im Strogoff verabredet. Es ist eine der seltenen Orte die Montags geöffnet haben. Ich hatte die J. seit ihrem runden Geburtstag nicht wiedergesehen. Es gab somit viel zu erzählen.
Update von den letzten Tagen über das runde Wellblechdach:
Das wird definitiv kein Wellbelchdach mehr.
***
Geschlafen wie ein Stein. Ich werde definitiv einmal richtig Urlaub machen in Esch-Sauer, in dem Hotel. Ein klein wenig Luftveränderung mit sehr viel Grün. Selbst für die eine Nacht wirkte das Wunder.
Nach dem Frühstück fuhr ich zurück, obwohl ich hätte bleiben können da ich mich völlig in den Daten vertan hatte. (Das viel mir aber erst jetzt beim Schreiben auf)
Unterwegs schüttete es wieder wie auf Eimern. Nicht sehr lange, aber jedes mal wenn es wieder so anfängt zu regnen, machen sich wieder Ängste breit. Wieder daheim, Wurschtelte ich ein wenig hier ein wenig da, und überlegte was ich denn machen könnte, hinsichtlich eines weiteren Unwetters das für den späten Nachmittag angekündigt worden war.
Wir erinnern uns Text vor zweit Tagen? Ich hatte diesbezüglich ein wenig rechecheriert was am denn so an einem Sonntagnachmittag machen könnte. Es standen mehrere Optionen zur Verfügung. Eine davon wäre im Maria Bonita sich ein Samba Band anzuhören, Die andere hätte eine kleine Fahrt in die ‚Alte Heimat‘ gebraucht, wo auch nach all den Überflutungen eine Feier angesagt war zum Geldspenden für die Oper der Flutkatastrophe. Beides stand wegen dem Wetter auf wackeligen Beinen. Jedoch sagte dem Gegenüber nichts von beiden zu und so saßen wir in der Gelle Klack und redeten. Der Charme war verflogen und die Langweile zog ein. Es war vorauszusehen. Irgendwann gibt es nach mehreren Stunden kein Thema mehr was nicht schon durch wäre. Ich versuchte das Ganze zu retten indem ich ihn zum Essen einlud in die Brasserie Guillaume. Wir bekamen auch einen Tisch.
Doch letztendlich merkte ich dass das alles nichts werden würde. Irgendetwas stimmte nicht. Ein analytischer Bericht wird nicht darüber folgen. Er ist nicht der Mühe wert.
Nach dem üblichen Verbloggen traf ich mich mit dem B. zum Kaffee im Wellem. Des Wetter schien „stabil“ zu sein. Der B. zeigte mir anschließend einen neuen kleinen Pop-up Laden, der für eine kurze Woche in der Grand Rue sein wird, neben der ING Bank. Eine Bekannte von ihm ist an dem Projekt beteiligt, das von der Handelskammer gestartet wurde im Rahmen Weltausstellung in Dubai. Es sind Damenhandtaschen oder besser gesagt, Clutch Taschen, im immer gleichen Modell mit dem Thema des Luxemburger Wappentieres, dem roten Löwen und dazu passend ein Seidenschal. Die Motive wurden alle von Schulklassen und hauptsächlich von Kunstklassen erstellt. Nach der Woche gehen sie dann nach Dubai zum luxemburger Pavillion für die Weltausstellung. (leider habe ich keine Fotos gemacht und Link habe ich auch keinen gefunden)
Anschließend besorgte ich fix ein paar Mitbringsel für nächste Woche. Mehr davon nächst Woche.
Wieder daheim packte ich den kleinen Rucksack und machte mich auf in den hohen Norden (das klingt immer so als ob ich von München nach Hamburg gefahren wäre, doch es war nur eine 50-minütige Autofahrt) nach Esch-Sauer.
Hier oben allerdings war das Wetter nicht besonders. Es regnete immer wieder. Dabei war ich extra hergekommen um ein Theaterstück zu sehen dass ich in der Stadt verpasst hatte, und hier noch einmal für das Water Wall Festival aufgeführt wurde in einer anderen Form.
Ich checkte ins Hotel de la Sure ein. Große Wiedersehensfreude mit den Besitzern, die ich schon sehr lange kenne und schätze.
Derweil ging ein Wolkenbruch nieder und ich befürchtete bereits dass ich den Weg für nichts auf mich genommen hatte, denn das Stück würde nicht gespielt werden, wenn es regnet. Und als ob jemand irgendwo da oben jemand gnädig gewesen wäre, klärte es kurz von Beginn dann doch auf…
…und die Vorstellung konnte mit 8 Minuten Verspätung stattfinden.
Das Stück ‚Rosenkranz und Güldenstein auf Greta‘ läuft am Sonntag noch einmal. Infos gibt es hier.
Ein schönes Stück bei dem ich ein paar mal sehr laut gelacht habe.
In geselliger und lustiger Runde gab es im Hotel noch einen Happen zu essen und ich fiel kurz nach Mitternacht wie ein Stein ins Bett.
Dabei wusste ich nicht wie ich das angehen und ob ich überhaupt darüber schreiben soll. Aber ok, ich werde es jetzt tun.
Es ist kein Geheimnis dass ich schon länger Single bin. Dating Apps sind nichts neues für mich. Und mit den Jahren lernt man sehr gut zwischen Zeilen in den Profilen zu lesen, wahrscheinlich sogar zu gut. Es wäre schon schön wieder jemand an der Seite zu haben. Manchmal reichen all die guten und sehr guten Freunde dann doch nicht. Und ‚‘ Freinds with Benefits‘ sind ja eigentlich gar keine Freunde, es sind nicht mal Bekannte wenn man es genau nimmt. Versteht mich nicht falsch, ich bin kein Engel. Es gibt genug ‚schnelle Gelegenheiten‘ und unter Männern ist es meines Erachtens um einen Dreh leichter, als zwischen Frauen und Männern.
Ich muss dabei mal eine Eigenheit von Luxemburg erklären. Es gibt hier in der Stadt keine einzige Schwulenbar mehr. Es gab auch davor nur zwei Stück. Die letzte, die ‚Bar Rouge‘ viel dem Covid zum Opfer und die andere schon weitaus davor, der Insolvenz. (Wenn ich falsch liege, möge man mich bitte berichtigen)
Das war vor 30 Jahren und mehr noch ganz anders. Als ich endlich alt genug war und einschlägige Bars besuchen durfte, gab es allein in der Stadt fünf bis sechs Stück. Und wenn es mir hier nicht gefiel, Trier hatte auch nochmal eine ganze Reihe von Lokalen zu bieten. Doch das war alles Pre-Internet und gehört zur Sparte „Schwank aus meinem Leben“. Ich schweife ab…
Ich gehöre, (weil ja alles und jeder in eine Schublade gehört, sonst würde die Welt untergehen) inzwischen der Daddy Fraktion an, obwohl ich mich gar nicht so sehe. Um es noch spezifischer zu machen, ich bin ein Silver Daddy, das meinem inzwischen silbergrauen Bart geschuldet ist. Das lässt mich zum Beuteschema von sehr viel jüngeren Jahrgängen werden, die auf der Suche nach einer Daddy/Sohn Beziehung sind. Ich habe in all den Jahren mich immer erfolgreich dagegen gesträubt, weil es mir seltsam vorgekommen wäre, eine Beziehung mit einem jungen Burschen zu haben, dessen Vater ich altersmäßig tatsächlich sein könnte. Und von diesen sehr jungen Herrn gibt es aber sehr viel mehr als ich dachte.
Natürlich lässt das auch den Verdacht aufkommen, dass sie nicht einfach einen älteren Jahrgang suchen, sondern auch einen Sugar Daddy. Bei manchen merke ich das schon in der ersten Zeilen einer Profilbeschreibung oder eines Chats. „Hi Daddy.“ Allein schon die Anrede widerstrebt mir zutiefst, weil ich dann im Kopf das Bild eines Kinderschänders habe, selbst wenn sich altersbedingt alles im legalen Rahmen abspielt.
Nun lernte ich ich aber mit der Zeit (denn die jungen Herren sind nicht daran schuld, die wissen ja ganz genau was sie wollen) das eigene Erscheinungsbild zu akzeptieren und dass Silberhaare schlicht für andere sexy sind.
So kam es, dass ich am Donnerstag und Freitag, an zwei aufeinanderfolgenden Abenden, zwei verschiedene Dates hatte. Einer davon ist Anfang dreißig, also schon nicht mehr der ganz junge Hüpfer und arbeitet in der gehobenen Hotelbranche. Der zweite ist im unteren Drittel von zwanzig und eher schüchtern. obwohl er in Berlin studiert hat und ich dachte, dass Berlin da schon was „vorgeleistet“ hätte, aber dem scheint nicht so.
Und damit endet dieser Post. Die „knusperigen“ (oder auch mauen) Details gehören nicht ins Blog, obwohl es wahrscheinlich genau das ist, was sich nun jeder erwartet.
Doch vielleicht eines noch. Ich habe mit den Jahren gelernt, dass man Dates ohne irgendeine Erwartung angehen soll und muss. Dann entsteht im Nachhinein auch keine Enttäuschung. Wenn es sich doch zu etwas Positivem entwickeln sollte, ist die Überraschung umso größer.
…um beim monatlichen Aufruf von Frau Brüllen„Was machst du eigentlich den ganzen Tag“ WMDEDGT mitzumachen. Aber nun gut, ich versuch es trotzdem.
Am Morgen wuselte ich viel in der Wohnung herum, verbloggte den Vortag und kümmerte mich um die Wäsche.
Das Wellblechdach ist inzwischen ganz abgerissen worden
Dann setzte ich mich endlich daran und machte dieses vermaledeite Update vom Lebenslauf, von dem ich gestern berichtete. Ich stellte dabei ein paar interessante Umstände fest. Es gibt Projekte die mich so wenig berührt haben, dass ich nicht mal mehr vom Namen her weiß was das war. Von anderen habe ich noch ganz minimalistische Bilder im Kopf, aber was ich da genau gemacht habe weiß ich nicht mehr. Und davon gibt es erschreckenderweise mehr als ich dachte. Auch im Blog fand ich wenig darüber weil ich die Arbeit ja bis auf wenige Details hier außen vor lasse.
Zwischendurch chattete ich mit dem H, in Melbourne, der mir berichtete dass die Stadt nun zum siebten mal in den kompletten Lockdown geht. Ganz so heftig wie in Sydney ist es nicht wo das Militär seine Runden durch die Stadt zieht, aber ich kann mir vorstellen dass es sehr zermürbend ist, immer wieder eingesperrt zu werden.
Irgendwann kurz nach Mittag war ich dann endlich mit dem Update fertig. Uff.
Um den Abend zu beschreiben muss ich mir selbst erstmal die Frage stellen ob ich das überhaupt ins Blog schreiben soll oder nicht. Anke Gröner nennt es in ihrem Blog immer Datenight. Ja, so könnte ich das auch bezeichnen. Ich hatte ein Date.
Da es kurz vor dem Date ein ordentlicher Wolkenbruch nieder ging, war ich sehr unschlüssig wo wir uns hinsetzen sollten für ein Apéro. Doch wir bekamen einen Tisch im Renert. Dass es anschließend nicht mehr weiter regnete und es so aussah, als ob es nicht noch einmal loslegen sollte, beschloss ich mit dem Date in die Vinoteca zu gehen, der kleine geheime Ort mit der grandiosen Aussicht.
Manchmal verdränge ich Dinge und das sehr erfolgreich. Blöd ist aber, dass sie mich dann wieder einholen und heute war so ein Tag.
Ich war spät eingeschlafen. Ich watschelte demnach verschlafen durch die Wohnung ohne Plan und Ziel. Ich verbloggte erstmal den Vortag und setzte mich dann in Gang zum Wochenmarkt (der, weil Sommer, sehr spärlich besetzt ist). Ich traf mich mit der D. und dem B. im Piazza auf einen Kaffee. So langsam fielen mir dann die Dinge ein die ich vor den Cevennen noch erledigen wollte, aber nicht geschafft hatte. Ein wichtiger Gang zur Bank zum Beispiel. Da meine Filiale des Vertrauens nur noch morgens ohne Termin empfängt ging ich gleich im Anschluss hin, nur um zu sehen dass nur ein Schalter besetzt war und es nicht mehr reichen würde noch dranzukommen. Also buchte ich gleich für Nachmittags den ersten freien Termin über Internet.
Mittagstisch hab es im Renert. Schweinemedaillions im Speckmantel mit Senfsoße, Pfannengemüse und Kartoffelpüree.
Irgendwann dazwischen fiel mir siedend heiß ein, dass ich noch ein größeres Update machen müsste, das ich leidlich vor mit herschob und das schon seit mehreren Wochen. Wenn es ein Computer oder eine App wäre, wäre es ja leicht. Aber hier ist es ein Dokument, sprich mein Lebenslauf, den ich seit Jahren schon nicht mehr gebraucht habe, weil… ja weil ich einfach im „System“ drin bin und mich jeder kennt und weiss wer und was ich bin.
Ich blieb im Renert bis es Zeit war für Termin von der Bank und schrieb schon mal ein Teil des Bloggs vor.
Ich fand schönes neues Besteck das perfekt zu meinem Metrochic Geschirr von V&B passt, ohne wirklich protzig zu wirken. Ich werde es morgen mit dem Geschirr zeigen.
Dann begegnete ich drei „alten“ Kollegen aus der Zeit als das Kapuzinertheater noch einen eigenen Intendanten hatte. Es war ein schönes Wiedersehen. Wir quasselten so lange, bis es für mich fast zu spät war, denn ich hatte auch noch eine schnelle Verabredung, mit derA., bei der ich meine Agenda hatte liegen lassen. Ich sauste also schnell nach Hause um den Wagen zu nehmen, weil wir bei Dalton im Gestüt sehen sollten.
Im Gestüt dann fand ich die A. auf der Wiese mit Dalton grasen, (also Dalton graste, nicht die A.) der sich an einem Bein „etwas“ zugezogen hat. Er hinkt ein wenig seit Montag, und bekommt Medikamente und darf nur bedingt raus.
Am Abend schaute las ich ein wenig und fand ein tolles Video von Michel Oliver, dem Fernsehkoch aus längst vergangenen Zeiten des französischen Fernsehens. Er bereitete eine Tarte tropézienne zu, also eine Torte aus St.Tropez. Der Legende nach gab Brigitte Bardot ihr den Namen, während einem Filmdreh in St.Tropez. Sie hatte der Crew in die Lunchpause den Nachtisch spendiert und als jemand nach dem Namen der Torte fragte, meinte sie nur das sei eine Spezialität eines einheimischen Bäckers, es sei eine Tarte Tropézienne. Ich habe die Torte zum ersten mal gekostet als ich nicht weit von St.Tropez in einem B&B untergebracht war. Es gibt sie immer noch und sie ist dort in der Gegend immer noch ein Verkaufsschlager.
Doch um dem ein wenig zu entfliehen, ging ich mit der D. ins Kino.
Wir schauten uns den Film The Suicide Squad an. Ich hatte den ersten schon sehr schräg und gut gefunden. Allen voran Margot Robbie überzeugte damals sehr in der Rolle von Hailey Quinn, dass sie zwischendurch einen eigenen Film bekam.
Dieser Film ist vom gleichen Regisseur James Gunn, den man aus Guadrians of the Galaxy kennt und man erkennt seine Handschrift auch in diesem Film. Alle Protagonisten des ersten Films, mit Ausnahme von Quinn und Viola Davis als Amanda Waller, wurden ausgewechselt. Der Film ist weitaus blutiger und härter als der Erste. Mit Blut und Gedärme wird nicht gespart. Doch wenn einem das nicht zu viel ausmacht, sind es zwei unterhaltsame Stunden, wenn auch ein klein wenig in die Länge gezogen.
Nach dem Film, der im Kinepolis lief, flitzte ich noch schnell hinüber zu Auchan und kaufte alles ein was ich brauchte für den Haushalt.
Am Abend schaute ich mir eine Doku auf Arte an über einen Filmstar von den ich recht wenig wusste. Jane Mansfield, die ein tragisches Ende hatte und immer im Schatten von Marilyn Monroe stand.