Kryptisch?

Theodor Strom / Die Box
Medizin Technik
Das Geschäft für Zweitfrisuren
Play Manderscheid
Assurance Luxembg. S.A.
Desinfizierendes Handgel
Frisk – Sharpens You Up!
Rabazzi Sammelspass
5. Marionetten Festival
Double Saut
Look Who’s 40!
Fackelmann
Mr. Sruff
HP 15 / 78
Uhu

Ich glaube das war’s.
Die Liste mag etwas kryptisch erscheinen, sie ist es aber nicht. Ich habe lediglich das aufgezählt was auf meinem Schreibtisch herumliegt, der gerade so ganz und gar nicht aufgeräumt ist und das mir ins Blickfeld fiel ohne den Kopf viel herumzudrehen.
Ein lusitges Spiel, denn es könnte tiefe Einblicke gewähren…
Versucht es auch mal.
Ich bin neugierig wie seltsam eure Liste wird.
Ich war erstaunt, wie viel ich davon verlinken konnte.

Ich hab den Henker bestellt

Ich habe ihn oft abgelichtet, so bleibt auf Fotos er der Nachwelt erhalten. Vor einigen Tagen noch machte ich ein Foto von ihm als er in voller Blüte stand. Zu sehen gleich nebenan in Photoblog.

Er ist krank und das schon seit ein paar Jahren. Bei jedem noch so kleinsten Sturm oder leichten Windböe stand er immer schräger.  Man sieht es an den Ästen und mit den Wurzeln stimmt auch was nicht sonst würde er gerade wachsen. Ich hab Angst dass er umfallen wird und dann wäre der Schaden groß.

Morgen kommt er weg.

Und es tut weh.

The Infernal Comedy – John Malkovich

Ach ja, das war schon nicht schlecht gestern Abend in der Philharmonie, John Malkovich als Serienmörder Jack Unterweger mit zwei Opern Sängerinnen und einem Kammerorchester.

The Infernal Comedy beschreibt eine fiktive Situation in der der Serienmörder Jack Unterweger ein Buch nach seinem Tod geschrieben hat und damit auf Lesetour ist. Es soll seine wahre Geschichte beinhalten mit allen Daten und Fakten der Morde die er begangen hat.

Zu Anfang leicht verwirrend war der Umstand, dass Malkovich auf die Bühne kam und sofort mit einer Begrüßung loslegte die sehr auf das luxemburgische Publikum und den Ort zugeschnitten war, und man nicht richtig wusste ob man noch John oder schon Jack vor sich stehen hat. Doch nach den ersten paar Sekunden war klar dass er Jack spielte.
Die Rolle des Serienkillers ist Malkovich auf den Leib geschrieben. Im Grunde ist es ein Theaterstück mit einem eher mittelprächtigen Text, der wahrscheinlich nicht funktionieren würde wäre es nicht John Malkovich sondern jemand unbekanntes. Das ist auch ein wenig das Enttäuschende daran, denn die Figur das Jack verändert sich nicht sondern wirft lediglich Fragen auf ohne sie zu beantworten. Mit zwei begnadeten Opernsängerinnnen Bernarda Bobro und Aleksandra Zamojska wird das ganze aufgelockert.

Aber Malkovich einmal auf der Bühne zu sehen war mir das Ticket schon wert.
Heute Abend ist er mit dem gleichen Programm in Brüssel in Bozar zu sehen.

Hier ein Video mit Ausschnitten aus dem Abend in Wien im Ronacher Theater.
(Ich kriege es leider nicht eingebettet.)

David Byrne & Fatboy Slim – Here Lies Love

Als vor kurzem in Paris war, schlenderte ich durch den CD Laden in der Gare de l’Est und hörte plötzlich ein mir unbekannter Song meiner geliebten Róisín Murphy. An der Kasse fragte ich nach der CD und man legte mir eine CD mit einem etwas seltsamen Foto einer asiatischen Frau auf dem Cover vor. David Byrne und Fatboy Slim, las ich. Here lies Love, der Titel der CD. Die Songs sind jeweils immer von jemand anderem eingesungen. Aha, dachte ich, eine Cover CD. Aber ich dachte falsch. Es ist die Geschichte der Imelda Marcos die Ex First Lady der Philippinen , musikalisch umgesetzt. Die Frage die sich David Byrne dabei stellte war, was treibt Leute mit Macht an? Interessant, mag man denken.

All das wusste ich noch nicht als ich die erste CD des Doppelalbums hörte. Jedoch waren mir Fatboy und Byrne ein Begriff und ein gemeinsames Projekt der beiden schien mir reizvoll. Doch wurde ich vom ersten Hören der CD enttäuscht. Die Songs klingen mit wenigen Ausnahmen so als ob man sie schon mal irgendwo gehört hätte. Manchmal dachte ich an Cole Porter, manchmal an die Teletubbies. Beides zusammen ergibt etwas Unausgegorenes, teilweise sehr schmalzig und nicht nachvollziehbar.

Im Nachhinein kommt es mir ein wenig so vor wie das Projekt der Abba Herren die die Musik zu dem Musical Chess schrieben und damit einen riesen Erfolg feierten ohne dass das Musical auf einer Bühne zu sehen war. (Späterhin wurde es auf die Bühne gebracht und war ein Megaflop)

Der Unterschied besteht darin dass die Songs von Here Lies Love hier von Anfang an nichts taugen. Und das so sehr, dass ich erst jetzt darüber schreibe, denn ich hatte das Album bereits eingemottet und aus dem Gedächtnis gestrichen.

In 20, 30 Jahren

Wer will schon wissen wie er in zwanzig oder dreißig Jahren ausschaut.
Ich…

in20years.com

Mal in 20, mal in 30 Jahren, mal drogenabhängig, mal clean. Zugegeben mache der Morphings haben etwas Vampirhaftes. Aber da Vampire ja salonfähig und sexy geworden sind, hab ich nichts dagegen.

Quälende Gedanken & Händewaschen

Simple Hygiene hilft, mit einmal getroffenen Entscheidungen leichter zu leben. Zum Beispiel kann Händewaschen den Kopf von lästigen Alltagsgedanken befreien.

Eine Reportage den ich heute Nachmittag im Deutschlandfunk hörte während ich zur Arbeit fuhr.

Wer die Qual der Wahl hat, hadert auch dann noch mit sich, wenn die Entscheidung längst getroffen ist – und zwar unbewusst. Kognitive Dissonanz nennen Psychologen das und haben jetzt ein erstaunlich simples Mittel dagegen gefunden. Händewaschen.

Als ich im Theater war habe ich das mal gleich ausprobiert und mir konsequent nach jedem Schauspieler die Hände gewaschen, selbst dann wenn ich sie nur indirekt angefasst habe und das Händewaschen eigentlich nicht nötig war. Und seltsamerweise war ich anschließend ausgeglichener und konnte mich besser auf den nächsten Darsteller konzentrieren.
Vielleicht ist es auch ein Trugschluss, da ich ja das Händewaschen bewusst getan habe.

Den ganzen Beitrag via Deutschlandfunk / Forschung Aktuell

Ich höre…

Auf der Suche nach neuer Musike, kam mir dieser Beitrag von Spreeblick grade recht.

Die Gruppe heisst The Mary Onettes, kommen aus Schweden und haben gerade ihr zweites neues Album aufgelegt. Mich erinnern sie stimmlich an eine Gruppe aus den 80ern die da China Crisis hieß und von denen ich fast alle CD’s habe. (Jawohl, CD’s, ich habe mir die nach der Vinyl Ära alle nachgekauft.)

Die Mary Onettes sind so nett und schenken uns einen Titel von der neuen CD: Puzzels. Zu sehen unten und zum gratis Downloaden hier.

The Illusionist

Nachdem ich den kleinen Beitrag über den Zeichentrickfilm Les Triplettes de Belleville bei der Grinsekatze las, machte ich mich seit längerem mal wieder auf die Suche nach dem neuen Film von Sylain Chomet. Und was soll ich sagen mir zittern die Hände. Er kommt! Als ich die ersten Bilder davon sah, (denn er lief bereits auf der Berlinale) wurde mir ganz warm ums Herz. Diese noch von Hand gezeichneten Bilder alle durchweg in Herbstfarben gehalten, sind so unbeschreiblich schön…hach!
Dass Sylvain Chomet eine Affinität zu Jaques Tati besitzt ist seit seinem ersten Film La Veille Dame Et Les Pigeons (YouTube Teil 1/2/3) nicht von der Hand zu weisen. Somit war es nicht verwunderlich, dass die Verwalter des Jaques Tati Erbes sich an ihn wandten um ein unverfilmtes Drehbuch von Herrn Tati selbst in einen Zeichentrick umzusetzen.
Wann der Film erscheinen wird ist noch so ganz raus. Ich fand verschiedene Daten 5.Mai, 16 Juni…
Wenn es nach mir ginge wäre er morgen schon zu sehen!

Folgende Bilder habe ich dem Pressedossier des Films entnommen.

Trailer (russich)

Interview mit Sylvain Chomet

Links:
Pathé International
IMDB
Kino-Zeit.de
Daily Film Dose
ciritc.de
Berlinale
Wikipedia

Grundsatz- und Gewissensfragen

Der Titel klingt so als ob jetzt die absolute und totale Lebensbeichte folgen würde.
Ha, falsch geraten.

Ich werde nächste Woche Lobbyarbeit für die luxemburgische Bloggosphäre verrichten. (Ich sehe euch in Geiste vor mir auf die Knie fallen)
Es handelt sich um eine Schulfreundin, der ich ein Blogg einrichten soll. Sie ist ein absoluter Neuling in dem Gebiet und ich frage mich seit Tagen was besser für sie ist. Ich bin ja, wie die meisten aktiven Blogger aus Luxemburg, jemand mit einem eingebrannten „WP“ Mal auf dem Hintern.
Jetzt stellen sich bei mir folgende Fragen:
Ist WordPress wirklich geeignet für absolute Neuanfänger? Als ich mit WordPress angefangen habe war es noch wesentlich übersichtlicher mit weitaus weniger Funktionen als heute und ich konnte mich über die Jahre hinweg bei jedem größeren Update langsam hinein arbeiten.
Für einen Neuanfänger ist jedoch das Wichtigste dass, das System übersichtlich und mit den wichtigsten Funktionen versehen ist, da man ja vor allem erst mal schreiben und veröffentlichen will. Zumindest war es bei mir so.
Wäre z.B. Blogger.com für den Anfang nicht besser? Das kann man späterhin locker in WP importieren.
Was ist mit WordPress.com (nicht org!) ? Wäre sie da nicht besser aufgehoben als bei Blogger.com?
Oder Augen zu und durch und gleich alles richtig machen mit Domain und Host, ecetera?

Cold Wave

Ein Begriff den ich heute zum ersten mal gelesen habe, der aber, in Bezug auf New Wave passt wie die Faust auf’s Auge.  Ich hatte ja schon mal eine kleine Liste von mir wichtigen New Wave Titeln erstellt. Heute hörte ich einen Titel den ich seit ewigen Zeiten nicht mehr gehört hatte und der tief vergrabene Erinnerungen hoch kommen ließ.

Cold Wave passt deswegen so gut weil, man sich damals gewollt cool und gelangweilt gab. Es herrschte eine gewollte Erhabenheit über alles und jeden und man blickte auf alles und jeden herab. Ich konnte das ganz besonders gut. In einem Club lässig gelangweilt in einer Ecke stehen stundenlang an einen überteuerten Drink nippen und die Gäste abscannen. Dabei war es bei den allermeisten, so auch bei mir, einzig und allein ein Schutz um die eigenen Unzulänglichkeiten nicht preiszugeben.

Der Titel von Taxi Girl -Paris erinnerte mich an einen Abend den ich mit Bekannten in Metz in einem damals angesagten Schuppen verbrachte. Und da ich dort niemanden kannte, zog ich die oben beschriebene Nummer ab.
Achtet auf den Text.

Hé ! mec !
Mec, comment t’épelles Paris ?
Paris ? P-A-R-I-S.
Non, non, non, non, non,
Paris, ça s’épelle M-E-R-D-E.

Scheußlich

Ich gehe eher selten daran vorbei und wenn, dann meistens abends wenn es schon dunkel ist . Diese äußerst scheußliche und total überdimensionierte Bronzestatue von einem Messdiener steht nun schon seit dem Winter in Echternach bei der Basilika. Irgendwann dieses Jahr soll sie aber in die Schweiz (glaube ich) abtransportiert werden wo sie ihren definitiven Standort erhält. Gott sei es gelobt, getrommelt und gepfiffen.
Zudem finde ich, dass sie jetzt, in mitten der ganzen aufgedeckten Sakndale der katholischen Kirche auch den faden Beigeschmack von Missbrauch hat.

Die Wahl der Sprache

Die Wahl meiner Sprache im Blog ist deutsch. Zudem wird hier das Credo angewandt, das da heißt: Schreibfehler dienen der Unterhaltung. Das Credo hat sich übrigens sehr bewährt, denn im Gegensatz zu anderen Bloggern, habe ich noch nie Kommentare zu Schreib- oder Grammatikfehlern erhalten. 😉

Das heißt aber nicht dass ich nicht versuche so wenig wie möglich Fehler zu schreiben. Eine Eigenart die im Lauf der Jahre hinzugekommen ist, dass ich nach dem ersten Publizieren den Beitrag online lese und dann nochmal verbessere, dann nochmal, und nochmal,….ich schweife ab.

Ich gehöre der Generation an, in der Luxemburgisch in der Schule zwar gelehrt wurde, aber es gab noch keine Grammatik- und Rechtschreibregeln dafür. Die Luxemburgischstunde pro Woche wurde vor allem dafür gebraucht um alte Gedichte und Texte zu lesen und zu besprechen. Viel mehr passierte da nicht. Bei Bedarf wurde sie sogar durch andere Fächer ersetzt, weil die Vorrang hatten. Ich habe also nie richtig gelernt auf Luxemburgisch zu schreiben.
Das ist ein Argument warum ich auf deutsch schreibe.
Ein anderes Argument ist der potenzielle Leserkreis. Mit Deutsch ist er weitaus größer.

An elo geet et weider op Lëtzebuergesch. Ech hun zanter e puer Deeg den neien Spellchecker Plug-in fir am Firefox lëtzebuergesch Texter ze verbesseren agebaut, an dat hei ass den lo déi éischte Kéier dass ech e profitéieren. An am Thunderbird geet en och souguer an der ganz neier 3.0 Versioun.

So lasset uns…

sticheln, polarisieren und polemisieren, auf dass die Welt sich das Maul zerreiße.
Amen.

So gesehen heute als Aufkleber auf einem Auto in meiner Wohnstraße. Leider hatte ich meine Kamera nicht dabei.

Bild via hier

Da wäre ich jetzt gerne

Die Idee aus dem Wagen zu filmen während dem ich durch dich Calanches de Piana fahre hatte ich nie, aber die beiden haben es gemacht. Ganz besonders toll ist es wenn einem ein fetter Reisebus entgegen kommt, dessen Fahrer es nicht gewöhnt ist durch die Felsen zu fahren und dann aus lauter Angst die ganze Durchfahrt blockiert. Übrigens geht es an der linken Seite, hinter der kleinen Steinmauer mehrere hundert Meter steil bergab.

Wiener Kracherl

Ich fand diese Limonadenflasche beim Aufräumen wieder. Ich musste ziemlich rechnen bis ich auf das Jahr kam in dem sie in meinem Haushalt landete. 1986 war ich zum ersten mal ich Wien mit der Theatertruppe der Schule. Ich war neunzehn, war dem Gesetz nach offiziell zum Saufen zugelassen, und wir verbrachten eine Reihe von Abenden beim Heurigen. Fragt nicht nach Sonnenschein. Als Andenken habe ich mir am letzten Abend eine Flasche „Wiener Kracherl“ besorgt, die man so nicht kaufen konnte. Es schmeckte definitiv besser als Sprite und wurde immer dann bestellt wenn der Alkoholpegel über den Grenzwert stieg bei man nur noch lallte. Ich weiß noch dass der Kellner mir extra eine Flasche raussuchte mit dem Prater Riesenrad drauf, die damals schon immer seltener wurden. Heute, 24 Jahre später, ist Flasche immer noch ungeöffent, obwohl nicht mehr ganz dicht, da schon ein Bruchteil daraus verdunstet ist. Ich sollte meinen blogenden Namensvetter, der ja in Wien verweilt, fragen ob die Flasche Sammlerwert hat.

Wenn ja werde ich sie verkaufen.

Vom Hundersten ins Tausende und zurück

Meine Besucherzahlen im Blog dümpeln so dahin, seh ich grad. Die waren auch schon mal besser…

Ich bin so müde, dass ich weinen könnte, aber schlafen geht auch nicht. Wenn mir jemand jetzt eine unsagbar traurige Geschichte erzählen würde, würde ich mich zum Fenster rausschmeißen. Aber da es nur der erste Stock ist wird soviel auch nicht passieren, ne Querschnittlähmung allenfalls…

Theatervorstellung fast jeden Abend, dazwischen ungesundes Socializing, auf das ich gerne verzichten würde. Es gibt dazwischen auch welches von der gesunden Sorte, doch hält es dem anderen nicht die Waage. Das ist so ähnlich wie mit einem Korb voller gesunder Äpfel in dem ein Fauler versteckt ist…

Morgen habe einen faulen Apfel zu bewältigen…

Ich habe eben die Sendung Inas Nacht gesehen. Ina Müller ist eine Knallcharge, die ich bisweilen ganz lustig finde, nur heute war sie mir zu anstrengend, und ihren Gästen die sie eingeladen hatte, offensichtlich auch. Doch es gab einen Moment, da verstand ich ihre Aufregung. Sie hatte eine Band in der Show; Selig. Die gab es wie es scheint schon mal, brachen auseinander, und sind jetzt wieder zusammen. Hab ich alles nicht mitbekommen. Ist auch egal. Sie sangen „Wir werden uns wiedersehen“.

Und das Lied zog mir Hemd, Hose, Schuhe, alles aus. Es war, als hätte man bei mir auf den richtigen Knopf gedrückt, der jeglichen Widerstand weichen lässt und man steht nackt dar. Und dort im Fernsehen singt jemand aufs Wort genau was du fühlst, was du denkst, was dich berührt, und das nicht erst seit gestern.
Und ich dachte an all die, die ich mal geliebt habe, ob offen oder heimlich, an Menschen die ich nie wieder gesehen habe, seitdem ich sie aus den Augen verlor. Ich erinnerte mich an Gesichter, die keine Namen mehr haben, mit denen ich Wochen und Monate verbrachte, doch zurück blieben nur verschwommene Gefühle, Gerüche, Farben und Töne.

Und ich fühlte mich unendlich einsam…

Manchmal frage ich mich ob die Einsamkeit der Preis ist, den ich für meinen beruflichen Erfolge bezahle.

Ich höre… (2)

Jeder Mensch sollte einen Barman seines Vertrauens haben. Ich finde das irgendwie sehr wichtig. Man wird nicht nur auf den letzten Stand der weltweiten und lokalen Skandale gebracht, man bekommt auch wertvolle Tipps, so wie diesen hier:
Awdio ist eine ziemlich coole Sache. Dort kann man Clubbeats für alle Geschmacksrichtungen hören und das live aus allen dort registrierten Clubs, Bars und Restaurants der Welt. Interessant wenn man selbst eine private Party veranstaltet. So holt man sich live und kostenlos den DJ ins Haus. Ich höre zum Beispiel gerade was im Cat Club in Hollerich läuft. Der ist dort auch vertreten.

Ich höre…

Zur Zeit laufen mehrere Neuentdeckungen im Auto CD Player rauf und runter.

Georg Levin – Everything Must Change
In Berlin scheint der Herr ziemlich bekannt zu sein, zumal in der Clubbing Szene. Gute Laune mit offenem Cabrio Verdeck…

The XX -XX
Ein etwas seltsamer Name, wenn man ihn googlen will. Das Album, das den gleichen Namen hat wie die Band selbst, ist erstaunlich gut hörbar. Es erschien bereits letztes Jahr, aber ich habe erst jetzt entdeckt, demnach neu für mich. Punkt.
thexx.info

Grizzly Bear – Two Weeks
Ich habe schon einmal letztes Jahr auf diese Band hingewiesen und mir aus Begeisterung das ganze Album angeschafft, war dann aber enttäuscht, weil echt nur der Song Two Weeks etwas taugt.
Ich liebe ihn, und das nicht nur, weil ich auch Peugeot fahre und die das Lied in einer Werbung für den 5008 verwendet haben.

Goldfrapp – Head First
Nach dem letzten Album das ich absolut nicht mochte, verbreitet dieses richtig gute Laune.

Inborn

Eigentlich sollte ich schon längst im Bett liegen.
Die letzten beiden Tage waren so anstrengend wie schon lange nicht mehr.
Die Endproben von Escurial sind voll im Gange, (morgen ist Premiere) und dann mach ich noch so nebenbei ein Videodreh. (so nebenbei ist gut…)

In Rockband Inborn hat vor ein paar Tagen ihre erste CD herausgebracht und hatte ein Release Konzert in der Rockhall in Esch. Morgen ist der letzte Drehtag des Videos Trash is the new Glam, das man auf ihrer MySpace Seite hören kann. Zugegeben ihre Songs sind nicht mein Geschmack, aber das Video unter der Regie von Ayshea Halliwell wird klasse werden.
Hier ein kleines Behind the Scene Video, mit besten Grüßen von Cédric, Jeff, Ben und Max an all ihre Fans. Wenn das Video fertig gestellt ist lass ich es euch wissen.

Neulich im HELA Bitburg

Die A. (manche der Stammleser vom alten Blog kennen sie als die rüstige Rentnerin) war kürzlich bei HELA in Bitburg. Da das spontan gute Wetter sie dazu antrieb den Garten den alljährlichen Frühjahresputz zu unterziehen, fuhr sie diesbezüglich hin, um ein Spezialmittel zu kaufen, mit dem man das Moos auf den Steinplatten wirkungsvoll entfernen kann. Früher standen diese toxischen Produkte im Regal zur freien Bedienung. Heute sind sie, gemäß der gesetzlichen Vorschriften, unter Verschluss in einem Schrank.

Die A. stand nun an dem Schrank und wartete, dass ein Mitarbeiter den selbigen aufsperrt. Während geschlagenen fünfzehn Minuten tauchte niemand auf. Sie fing an die langen Gänge abzulaufen, aber es war kein Hela Verkäufer weit und breit zu sehen.  Während der Zeit hatten sich mittlerweile mehrere Kunden an dem Schrank versammelt. Es entstand eine Diskussion ob tollen Kundenberatung. Die A. verlor langsam die Geduld und eilte zur Kasse. Die Kassiererin versprach ihr dass sie jemand ausrufen würde. Also ging die A. zurück zum Schrank, doch es passierte nichts. Inzwischen hatte sie ein Stinkwut im Bauch und ging nochmal die Gänge ab, inzwischen schon mit dem Gedanken einen Mitarbeiter zu ermorden. Bei den Schrauben stand jemand im Blauman.
„Ah, endlich! Ich laufe jetzt schon seit geschlagenen fünfzehn Minuten durch den Baumarkt damit jemand bei den Unkrautvernichtungsmitteln den Schrank aufsperrt. Sie kommen jetzt mit oder lassen sofort jemand ausrufen!“, sagte die A. mit sehr scharfem Unterton.
Der Mann war sichtlich eingeschüchtert. „Entschuldigen sie, aber ich gehöre nicht zum Personal, ich bin ein Kunde wie Sie. Ich suche hier nur nach Schrauben,…“
Ob sich die A. beim Kunden entschuldigt hat, weiß sie nicht mehr. Sie machte auf dem Absatz kehrt und ging noch einmal die Gänge ab. Schließlich fand sie jemand in der hintersten Ecke des Baumarkt mit einem grünen HELA Kittel und eilte auf ihn zu.
„Wieso ist nicht ein einziger Verkäufer in diesem Saftladen zu finden der mir den Giftschrank aufsperrt? Sie kommen jetzt sofort mit.“ ,sagte die A. wütend.
Der HELA Mitarbeiter, war so erschrocken, dass er anfing zu stottern.
„Es ist Bbbb…etriebsversammlung und…“
„WAS? Und das am helllichten Nachmittag? Während den Öffnungszeiten? Und die Kunden müssen sehen wie sie klarkommen? Egal. Sie kommen jetzt mit und sperren mir diesen gottverdammten Schrank auf!“
„I..ch hhh..abe den Schlüssel nnn..icht. I..ch bbbin für diese Abteilung nicht zuständig.“
„Dann beschaffen sie sich den Schlüssel!“
Das ddd…darf ich nnn…nicht. Ich bbb…kkk…äme einen Verweis…“
Die A. platzte vor Wut.
„Wissen sie was, behalten sie ihren ganzen Krempel.“, sagte sie und schmiss alle anderen Artikel die sie ausgesucht hatte hin und verließ den Baumakrt.

Sie war nicht die Einzige die das tat.

Zug & Filmübung

Heute Bitztrip nach Paris.
Ich hatte extra die Cam mitgenommen. Aber in der selbst auferlegten Eile, und weil ich Paris eigentlich gar nicht so sehr mag, waren Motive irgendwie unauffindbar. Aus Langweile habe ich aus dem Zugfenster raus gefilmt. Das Teilstück in der der TGV mit seiner Höchstgeschwindigkeit fährt, ist landschaftlich todlangweilig. Mir kommt es manchmal so vor als ob ich durch ein Wurmloch fliege. Also habe ich ab Thionville gefilmt, wenn der Zug langsamer fährt.


Musik: Mindthing’s – Cold Water (cc Lizenz)

Thérèse

Thérèse wurde an einem Sonntag in Luxemburg im Stadtviertel Bonneweg geboren und kam als letzte vom fünf Kindern zur Welt. Sie hatte eine Schwester und drei Brüder. Thérèse wurde mitten im ersten Weltkrieg geboren, aber davon weiß sie nichts mehr. Sie wollte es zu etwas bringen im Leben. Eine gewisse Abenteuerlust hat sie immer verspürt. Sie machte das große Staatsexamen in Betriebswirtschaft. Anschließend arbeitete sie eine Weile als Zahnarzthelferin. Der Zahnarzt wollte sie mitnehmen zu einer Expedition nach Afrika um dort in einer Mission zu arbeiten. Doch Thérèses Vater ließ sie nicht gehen. Er war ein bodenständiger Schreiner, der seine Kinder lieber um sich sah, als dass sie weit fort wären in der wilden gefährlichen Welt. Man könnte ihnen etwas antun. Thérèse selbst sprach lange wehmütig davon dass sie nicht fort durfte, doch heute hat sie selbst die gleichen Ängste wenn eine ihrer Töchter oder Enkelkinder für längere Zeit wegfahren.

Wie sie ihren Mann kennengelernt hat weiß ich nicht genau. Es muss auf einem Fest gewesen sein. Emile war gute zwei Köpfe größer als sie und sah stattlich aus. Thérèse war seit jeher immer die Kleinste der Geschwister gewesen aber versuchte dies mit ihrer Unabhängigkeit und ihrem Aussehen wett zu machen. Sie trug lange bevor es eine Mode wurde, lange Hosen. Wenn man sie auf Fotos sieht mit ihren Geschwistern, kam sie immer etwas burschikos rüber.  Aber gerade das war ihr Charme und das schien auch Emile zu gefallen. Emile war Bäcker und stammte aus Beaufort, einem Dorf das durch seine Schlossruine bekannt ist. Sie heirateten und Thérèse zog mit Emile  kurze Zeit später nach Beaufort wo sie eine Bäckerei eröffneten. Thérèse war zu Anfang nicht glücklich dort. Sie war das Stadtleben gewöhnt und musste sich jetzt in einer kleinen Dorfgemeinde zurecht zu finden, in der sie als die „Grande Dame“ der Stadt angesehen wurde. Man beäugte sie misstrauisch, doch Thérèse setzte sich durch. Kurze Zeit später wurde sie Mutter. Oft erzählt sie, dass die Geburt der zweiten Tochter sie beinah das Leben gekostet hätte. Doch sie rappelte sich wieder auf und stand ein paar Wochen später wieder hinter der Theke und verkaufte Brot und andere Backwaren. Die zweite Tochter kam mitten im zweiten Weltkrieg zur Welt und es keine leichte Zeit.

Gegen Schluss des Krieges holte Hitler noch einmal zu einem letzten verzweifelten Schlag aus. Die Rundstedt-Offensive. Es traf auch die kleine Bäckersfamilie und sie mussten in der Nacht mit ein paar wenigen Habseligkeiten mit einem Karren nach Luxemburg zu Fuß fliehen. Sie wurden zwangsumgesiedelt. In Luxemburg wies man ihnen eine kleine Wohnung zu. Thérèse redet nicht gern von der Zeit, da sie große Angst hatte. Nach dem Krieg bekamen sie, wieder Zufall es wollte, eine Bäckerei in Bonneweg zugewiesen, und fingen dort noch einmal von vorne an.  Als die jüngste Tocher zehn Jahre alt war, verstarb Emile an einer Infektionskrankheit. Es war ein Schock für alle. Thérèse stand nun allein da, mit einem großen Bäckereibetrieb mit sechs Gesellen und Lehrlingen. Es blieb ihr nicht anderes übrig weiter zu machen. Sie führte den Betrieb noch ganze  zwei Jahre weiter, bis der Hauptgeselle sich dazu entschloss, eine eigene Bäckerei zu eröffnen.

Und somit fing Thérèse noch einmal von vorne an. Mit ihren zwei Töchtern übernahm sie eine Konfektionsboutique am anderen Ende der Stadt in Dommeldange. Sie hat nach Emile nie wieder geheiratet, was das Vorankommen nicht leichter machte. Eine alleinstehende  Frau mit zwei Kindern war damals wie heute kein Zuckerschlecken.  Doch sie krempelte die Ärmel hoch und die Boutique wurde ein Renner.  Sie organisierte große Modeschauen und machte den großen angesehenen Boutiquen in der Oberstadt Konkurrenz. Sie hatte die Boutique dreißig Jahre lang.  Als sie in Rente ging, kaufte sie sich ein Haus in Echternach, da dort ihre jüngste Tochter mit ihrem Mann und zwei Söhnen wohnte. Sie lebt heute noch dort.

Heute ist wieder Sonntag und es ist Thérèses Geburtstag. Sie wird 95.

Und Thérèse ist meine Großmutter.

Alles Gudds fir däin Geburtsdaag, Bomi.