Weihnachten in St.Jean mit vielen Fotos

Die Anzahl der Weihnachtsfeiertage, die ich in St.Jean verbringe, steigt um ein weiteres Jahr.

Ich baute die ‚Malstation‘ schon am Vortag auf.

Am Morgen machte ich einen schönen Spaziergang mit der D. bei strahlendem Sonnenschein und wolkenlosem Himmel. Das was ich die letzten Wochen so sehr vermisst habe.

Das Grand Hotel bekommt eine neue Fassade und ist leider ganz geschlossen. Sonst hätten wir uns eine Tasse Kakao auf der Terrasse gegönnt.
Surfer an Weihnachten um 14 Grad kalten Wasser.
Stehpadler.
‚Les Trois Courronnes‘
St.Barbe
Das Fort de Scocoa von der anderen Seite der Bucht.
Einen Kakao gab es dann doch im Madison, ein Hotel und eine der seltenen Terassen die voll im Sonnenschein lag und geöffnet hatte.

Nach einem fantastischen Nickerchen, fing ich an zu malen:

Am Abend gab es ein Gericht das es wahrscheinlich an vielen Orten gab. Raclette.

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Bei der Gelegenheit möchte ich daran erinnern, dass am 31. Dezember wieder der FotoRückblick des Jahres kommt. Wenn ihr selbst ein Blog habt oder sonst eine Plattform könnt ihr gerne mitmachen. Wie das geht, erkläre ich hier.

Von Luxemburg nach St.Jean

Vorab noch etwas anderes, weil ich das gestern wieder einmal vergessen hatte. Der neue Podcast ist da! Es geht um Geschenke, ein besseres Thema für Weihnachten gibt es nicht.

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Theoretisch hätte ich genug geschlafen, wenn ich denn bei Zeiten ins Bett gekommen wäre. Dem war aber nicht so. Der Wecker klingelte viel zu früh. (Warum gibt es keinen Schnellschlafmodus, so wie es bei den E-Autos ein Schnelllademodus gibt?)

Im Briefkasten lag noch eine Weihnachtskarte aus München. Vielen Dank! Sie kam pünktlich an.

Und dann:

Im Zug gab es eine Familie, Großmutter, Großvater mit Mutter, zwei kleinen Kindern plus Baby die schon das halbe Abteil mit viel Getue und lautstark belegt hatten. Ich musste mir erst mal meinen Platz von fünf Mänteln und Jacken frei räumen lassen. Der Großvater verdrehte die Augen und entschuldigte sich nicht. Das konnte ja heiter werden, zumal die Mutter mit Baby drei Abteile entfernt saß in der zweiten Klasse und beständig hin und her wanderte. Dann fingen die Kinder an, einen Film auf Großvaters Handy anzuschauen, volle Lautstärke, ohne Kopfhörer. Doch ein anderer Nachbar wies sie sofort darauf hin, dass es das ganze Abteil stören würde und dassces von den Regeln her nicht erlaubt ist im TGV. Nochmal ein Augenverdreher des Großvater. Ab da stöpselte ich mir die Kopfhörer ein mit Gräuschunterdrückung. Als sich das Abteil in Metz dann vollends ganz füllte, musste die gesamte Familie von dem Plätzen weichen, die gar nicht ihre waren und saßen alle weiter weg von mir. Uff!

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Ich wollte noch von gestern von der Begebenheit im Theater erzählen. Der Portier hatte während der Vorstellung auf den Kameras, die überall an den Eingängen hängen, eine Frau entdeckt, die versuchte sich ins Theater zu schleichen. Zudem glaubte er sie zu erkennen. Es gibt nämlich seit einer Weile schon eine Frau, die meistens ein kleine Krone trägt, die sich heimlich in die Theater schleicht. Sie ist inzwischen bekannt in der Region, denn sie hat es schon in Nancy, in Metz bis hin nach Straßburg versucht. Sie gibt sich als bekannte Opernsängerin aus und sie müsste unbedingt auf der Bühne proben. Sie hat es in Luxemburg sogar geschafft, dass sie eine ganze Nacht in einer Loge verbrachte und dort auf dem Sofa schlief. Sie ist inzwischen keine Unbekannte mehr und wenn sie als Zuschauer zu einer Opernvorstellung kommt, behält man sie im Auge.

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Kommen wir wieder zur Tagesberichterstattung. Der Zug hielt unerwartet im Bahnhof Champagne-Ardenne TGV, wo er nie hält, weil es einer Person im Zug schlecht geworden war. Man hatte vorab schon nach einem Krankenpfleger oder einem Arzt ausrufen lassen und dann nochmal einen Aufruf nach einem Spray XY gemacht. Ich hatte den Namen nicht verstanden. Zwanzig Minuten Verspätung. Das war aber nicht weiter schlimm weil mein nächster Zug erst um 14:00 Uhr ab Montparnasse ging. Ich hätte also noch 1:20 für den Bahnhofwechsel. Doch letztendlich fehlten mir die 20 min um eine Flasche Wasser oder mir sonst etwas essbares zu kaufen. Zudem hatte das Taxi, das mich nach Montparnasse fuhr, mich an einem Ort rausgelassen an dem ich eine enge Treppe runtersteigen muss um zu den Gleisen zu gelangen. Das nächste mal möchte ich wieder an einem der Haupteingänge aussteigen.

Dann kamen die vier langen Stunden bis St.Jean. Ich war sehr unschlüssig was ich machen sollte. Lesen, hören, schreiben? Ich schlief erst einmal ein.

Später lass ich dann ein Interview mit Hape Kerkeling im Spiegel. Sehr lustig.

Ab der Haltestelle Dax ging fing es an kribbelig zu werden. Jetzt könnten wir wirklich langsam ankommen. Aber es waren noch zwei Stunden fahrt.  Das letzte Teilstück durch die Landes zieht sich immer in die Länge. Das kommt auch dadurch, dass der Zug nicht mehr mit Höchstgeschwindigkeit fährt. Zwischendurch schrieb ich der D dass ich kein Sitzfleisch mehr hätte.

St. Jean empfing mich mit leichtem Nieselregen.aber es war nicht so kalt wie daheim.

Großes Hallo, als ich endlich ankam. Inzwischen war es dunkel geworden, und ich hatte einen Bärenhunger. Die D hatte für alles gesorgt. Sie hatte ein Menü im Essentiel bestellt. Für mich gab es Lachs und Blinis als Vorspeise und danach Seeteufel mit allerlei Gemüse. Fotos habe ich keine gemacht. Es gab zu viel zu reden und zu lachen.

Ein letztes Foto vom Balkon:

Ich wünsche euch allen schöne Weihnachten!

Goodbye Chris

Wie fast jeden Morgen den Feed Reader durchgeblättert und eine traurige Nachricht gelesen. Chris Rea verstarb am Montag. Da ich am Montag aus Gründen keine Nachrichten vertrug, sah ich es erst jetzt. Ich hatte ihn für mich irgendwann in den 80ern entdeckt. Er war von seiner Musik her nicht so das was ich damals hörte und mochte. Doch ein Lied packte mich:

Und zwar in der Originalversion hier oben. Es gab später eine remasterte Version die mir weitaus weniger gefiel. Allein der Umstand dass das Lied mit Meeresrauschen beginnt, war schon genau das was ich brauchte. Auf maximaler Lautstärke im Walkman..

Er hatte so viele Songs und Hits, dass ich gar nicht alle aufzählen kann, die mich irgendwo in meinem Leben ein Stück weit begleitet haben. Aber eines, das für mich eines seiner schönsten ist, ist Set me free. Der epische Schluss, den man sich am Anfang der leisen Ballade gar nicht erwartet, zieht mir heute noch die Schuhe aus.

Es half alles nichts. Ich konnte nicht den ganzen Tag vor mich hin grübeln über Lieder und Begebenheiten. Ich musste die Wohnung aufräumen und alles bereit stellen was in den Koffer soll.

Es kamen mehrere Anrufe die mich alle ein wenig ins Hintertrffen fallen ließen, denn irgendwann musste ich los zum Dienst und es war knapp mal die Hälfte von den Dingen gemacht, was ich eigentlich machen wollte. Aber es half nichts, Dienst ist Dienst.

Die letzte Vorstellung für dieses Jahr. Sie war schön und alle unsere Darsteller waren ein wenig überdreht. Die Maske glich einem Tollhaus. Ich atmete tief durch und ließ sie gewähren. Nach der Vorstellung ging es relativ schnell zum einpacken. Ich hasse nichts mehr, wenn ich dafür keinen Plan habe und alles im Chaos endet.

Es gab auch noch einen Schreckmoment, von erzähle ich morgen, dann habe ich Zeit das in Ruhe niederzuschreiben.

Wieder daheim schaute ich mir eine Reportage über das Crazy Horse in Paris an. Es ist schon fast Kult dass es im Dezember im französischen Fernsehen während der Feiertage, eine größere Reportage über die klassischen Shows in Paris gibt. Früher war es die Follie Bergère, das Lido und das Alcazar, die es alle nicht mehr gibt.

Die hier fand ich sehr schön.

Erinnerungen

Ein ruhiger Montag an dem ich vermied viel unter Menschen zu sein, das heißt ganz klappte das nicht. Um 11:00 musste ich zum Friseur, ein letztes mal für dieses Jahr (und wahrscheinlich ein letztes mal zu dem einen Friseur, aber so ganz habe ich das noch nicht entscheiden)

Es sieht recht chic aus.

Bei Oberweis nahm ich spontan den Mittagstisch mit und zog dann wieder heimwärts.

Es war schönes Wetter und anstatt den Bus zu nehmen ging ich durch den Park zurück.

Daheim hatte ich Lust zu schreiben und schrieb in einem Wisch den letzten Teil des nächsten Artikels für queer.lu fertig. Das musste einfach sein, denn ich wollte ihn endlich von Tisch haben.

Danach machte ich ein fantastisches Nickerchen.

Am Abend schaute ich mir ein Video von Charlie Nebe an über Erinnerungen, das mich sehr nachdenklich stimmte.

Als ich vor über zehn Jahren damit anfing, das Haus meiner Mutter, das Haus meiner Großmutter und die große Wohnung meiner Tante leer zu räumen, stand ich vor einem fast unüberwindlichen Berg an Erinnerungen. Nicht nur deren Erinnerungen sondern auch meine. Um nicht vollends darin zu ersticken traf ich die Entscheidung alles zu verkaufen oder wegzugeben. Ich beauftragte eine Flohmarkthändlerin. Bis auf wenige Möbel, die Fotoalben, mehrere Schuhkartons mit unsortierten Fotos und ein paar Bilder habe ich nichts mehr von damals. Auf den Dachböden und in den Kellern habe ich in keine einzige mehr Kiste geschaut, was da drin wäre. Meine Spielsachen, meine Stofftiere, meine Kinderbücher, es ist nichts mehr da.

Manchmal schmerzt es ein wenig dass nichts mehr davon da ist, doch andererseits bin sehr froh, dass ich den ganzen Ballast los bin. Wenn ich in die Zukunft denke, wen werden meine Besitztümer interessieren, wenn ich nicht mehr da bin? Niemanden! Aus den Erinnerungstücken werden Erinnerungslücken.

Und wieder einmal wurde mir bewusst wie wichtig mein Blog ist, denn es ist das einzige was ich hinterlassen werde. Hier steht alles drin was ich mal war.

Betrübliches, Befremdliches & Köstliches

Der Samstag beinhaltete ein Doppelvorstellung und im Nachhinein fragte ich mich, was schlimmer ist, Pest oder Cholera? Schulvorstellungen oder Doppelvorstellungen? Ich übertreibe…

Im Anschluss ging ich noch zur Weihnachtsfeier vom Rainbow Center. Es war schön aber ich hielt es bewusst kurz.

Daheim konnte ich jedoch lange nicht einschlafen. Ich sah mir auf One zwei Folgen von Sherlock Holmes an mit Benedikt Cumberbatch. Und obwohl ich die Geschichten und die Auflösungen kenne, ist es immer wieder schön sie noch einmal zu sehen. Als ich ein letztes Mal auf den Wecker schaute, war es 3:00 Uhr morgens. Zugegeben, ich hätte es ein bisschen herausgefordert, damit ich endlich aus der Schiene 6:30 Uhr 7:00 Uhr aufwachen rauskomme.

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Das klappte auch halbwegs. Ich erwarte erst gegen 8:30 Uhr.

Nach ein paar Tassen Kaffee setzte ich mich an den Rechner und schrieb die lästige Material Abrechnung fertig.

Danach legte ich mich noch einmal ein bisschen hin und scrollte durch meine Podcasts. Auf NDR 2 fand ich eine kleine Serie über Weihnachtslieder und deren Entstehung. Da ich dieses Jahr noch nicht ein einziges Mal GeWham‘t wurde, hörte ich mir die Geschichte davon an; danach von Chris Rea, I’m driving Home for Christmas; und dann die tragische Geschichte von Melanie Thornton und Holidays are Coming.

Was ich beim Hören nicht bedacht hatte, war, dass ich wieder diesem berühmten Satz der Schriftsteller Haruki Murakami folgte: „Wenn ich glaube, nicht mehr weitermachen zu können, mache ich noch ein kleines Stück weiter – und genau dann lerne ich, dass ich mehr ertragen kann, als ich dachte.“

Denn urplötzlich waren die Geister der Vergangenheit wieder so präsent, dass es mir fast körperliche Schmerzen bereitete. Es ist jedes Jahr vor Weihnachten dasselbe und bis jetzt war ich froh, dass sie mich weitgehend in Ruhe ließen. Dass sie an diesem Morgen so zuschlugen, war schon lange nicht mehr der Fall. Aber wenn ich ehrlich bin, hatte ich es auch herausgefordert.

Gegen 14:00 Uhr machte ich mich auf zur Nachmittagsvorstellung. Alles lief wie am Schnürchen ohne Vorkommnisse.

Im Aufenthaltsraum, der weihnachtlich geschmückt ist, fand ich etwas in einem Kranz auf einem der Tische, das aus Wachs geformt war, wahrscheinlich von einer Kerze, und sehr befremdlich aussah.

Von der Seite sah es aus wie ein alter Mann…
… von vorne hatte es aber etwas von einem Vogel.

Gegen 19:00 war ich raus und beschloss ins Parc Belair Hotel zu fahren. Ich hatte Hunger auf andere Dinge, als die,die in meinem Kühlschrank lagen. Zugegeben, so viel ist nicht mehr drin, denn ab Mittwoch bin ich anderweitig zu finden.

Als Vorspeise:

Ja, genau das! Foie Gras! Er stand nicht auf der Karte und war eine Empfehlung, hausgemacht und frisch. Das dunkelbraune ‚Brot‘ oben war gar keines. Es war Lebkuchen und schmeckte hervorragend dazu.

Als Hauptgericht hatte ich:

Schweinebäckchen. Köstlich!

Und irgendwie machte das gute Essen den Tag wieder wett.

Im Restaurant saßen auch zwei ältere Damen, die ich immer wieder hier begegne. Ihre Gespräche auf Luxemburgisch drehen sich immer um Alles und Nichts. Es ist mitunter sehr lustig ihnen zuzuhören. „Wer bezahlt heute? Du oder Ich?“ „Ich weiß es nicht mehr!“ „Ich weiß es wieder! Das letzte Mal war die Engländerin mit dabei, da haben wir geteilt.“ „Nein, ich habe alles gezahlt. Du hattest kein Geld dabei.“ „Das kann nicht sein. Ich habe immer Geld mit.“ „Nein, ich musste alles zahlen!“ „Du denkst ja eh, dass ich knauserig bin.“ „Bist du auch!“ „Wir nehmen eh nichts mit wenn wir gehen müssen…!“ „Stimmt auch wieder.“

Und irgendwie endete der Tag dann doch schön.

Am Ende eröffnete mir der Kellner S. den ich schon seit Jahren kenne, dass das Hotel und das Restaurant den ganzen Januar und Februar geschlossen haben wird wegen größerer Umbauten. Es war also heute zum letzten Mal, dass ich in diesem Jahr dort war.

Die Tagesfrage:

In welchen Momenten bist du am glücklichsten?

-Wenn ich etwas Gutes zu essen bekomme.

-Wenn sich unverhofft ein paar Stunden oder auch manchmal ein ganzer Nachmittag ergibt, an dem ich nichts vorhabe ind ich spontan entscheiden kann was ich machen will. Es kommt eher selten vor.

Ein freier Tag

Ein freier Tag, Hurra!

Am Morgen die lästige ‚Fiche technique‘ geschrieben. 10 Stück für die 10 Menschen starke Produktion mit den Umzügen und allem Pi Pa Po. Ich hatte einmal an einem anderen Beispiel erklärt, wie das aussieht. Auf Deutsch sagt man auch Laufzettel dafür. Da ich bei dem Stück Assistentinnen habe, musste für alle TänzerInnen das Datenblatt schon vor den Endproben fertig sein. Es ging also schneller als gedacht. Uff!

Im Anschluss räumte ich die Wohnung auf den Meisterin Proper sollte am Nachmittag kommen. und dass ich dabei wie gewöhnlich immer im Weg bin, suchte ich das Weite. Ich fuhr ins benachbarte Ausland zu Kaffee und Kuchen, denn ich wollte noch einmal die N vor den Feiertagen sehen.

Am Abend schaute ich mir unter anderem von Astrum dieses Video an. Sehr spannend und es wirft mehr Fragen auf, als es Antworten gibt.

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Gestern postete die Kaltmamsell ein 14 Jahre altes Video von der Bohemian Rhapsody von den Porkka Playboys. Ich poste heute eines vom gleichen Lied vom Ndlovu Youth Choir in isiZulu.

(Das könnte eine Art Stöckchen werden. Ihr sucht euch eine Version der Bohemian Rhapsody raus und postet sie in euerem Blog. Es gibt hunderte!)

Dienstrunde & Tagesfrage mit Erinnerungen

Ein sehr ruhiger Morgen, an dem ich Haushaltsdinge erledigte und etwas mehr Körperpflege betrieb als üblich:

Zudem betätigte ich mehrfach die Waschmaschine. Der Wäschekorb schrie zwar noch nicht um Hilfe, dass er wieder zum platzen gefüllt war, aber es muss ja nicht jedes mal zum Äußersten kommen.

Zudem hatte ich Lust zu malen:

Ich hatte die Ränder nicht fest genug abgeklebt und es suppte an den vier Seiten raus. Ich werde die Tage versuchen das irgendwie zu retten indem ich eine Rahmen malen werde. Wie das genau aussehen soll weiß ich auch noch nicht.

Gegen 15:30 machte ich mich auf zu einer Dienstrunde.

Während der Arbeit wurde mir leicht schwummerig, was ich schon lange nicht mehr hatte. Ich befürchtete dass ich die letzte Darstellerin, die die aufwendigste Maske hat, nicht schaffen würde. Es kostete sehr viel Kraft. Zudem konnte ich es mir nicht anmerken lassen. (Darsteller sind da bisweilen sehr empfindlich, weil sie immer gleich die schlimmste ansteckende Krankheit dahinter vermuten) Ich streckte mich und zog den Rücken im alle Richtungen um irgendwie im Bewegung zu bleiben. Ich konnte nicht richtig ausmachen an was die Schwummerigkeit genau lag. Doch ich schaffte alles. Uff. Anschließend ging ich raus an die frische Luft und das half. Letztendlich fiel mir ein, dass ich seit gestern Mittag nichts Gescheites mehr gegessen hatte. Vielleicht lag es auch daran.

Das mit den Essen musste ich ändern, ich habe nämlich nicht mehr viel Ordentliches im Kühlschrank, das ich ja nächste Woche Mittwoch verduften werde. Die, die schon länger mitlesen wissen wo es hingeht…

Ich entschloss mich kurzerhand zum Chinesen meines Vertrauens zu gehen, obwohl ich letzte Woche schon dort war.

Reisnudeln mit Shrimps. Perfekt! Kein Foto.

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Beschreibe einen Menschen, der dein Leben positiv beeinflusst hat.

Da gibt es viele, die mein Leben positiv verändert haben, aber eine der frühesten Menschen in meinem Leben, der mir beibrachte die Welt zu anderes zu betrachten; die Welt überhaupt mit eigenen Augen wahrzunehmen, war Chantal. Ich lernte sie in der Schule kennen als ich 13 oder 14 war. Sie stammte aus einer Familie die so anders war als meine. Sie war ein Nachzögling und ihre Geschwister waren alle sehr viel älter. Ich mochte sie sehr. Sie verstrab 2018 sehr plötzlich an einer Sepsis die man im Krankenhaus nicht in den Griff bekam. Ich hatte ihre Todesanzeige in der Zeitung gesehen und war sehr erschüttert. Das mit der Sepsis habe erst sehr viel später erfahren durch ihre ältere Schwester und lernte bei der Gelegenheit auch ihre Tochter kennen, die Chantal so ähnlich sieht, dass es mir fast die Sprache verschlug. Im April 2019 schrieb ich etwas über sie.

Müde

Puh! Der Mittwoch war dann doch anstrengender am Morgen, als ich angenommen hatte.

Es war noch einmal eine Vorstellung sehr früh am Morgen angesagt. Ich hatte angenommen, dass es mir leichter fallen würde, so früh aufzustehen, doch dem war nicht so. Ich hatte wirklich Schwierigkeiten, in die Gänge zu kommen. Ich absolvierte alles mit der gewohnten Routine, doch es fiel mir sehr viel schwerer als am Tag davor.

Für das Mittagessen hatte ich einen Tisch im Hêtre reserviert. Ich hatte meine beiden Assistentinnen eingeladen. Leider konnte eine von Ihnen nicht mitgehen, dass sie anderweitig dringend benötigt wurde. Also gingen wir nur zu zweit.

Es war hervorragend.

Das Wochenmenü bot als Vorspeise Hummus mit klatem Hühnchen und roter Beete, als Hauptgericht Saltimbocca mit Polenta und als Nachtisch Bûche de Noël mit Mango. Wunderbar.

Ich bin immer wieder geflascht, wie herrlich gut die dort kochen können und dass die Preise doch angemessen sind. Es ist nicht über die Maaßen teuer.

Leicht überfressen wackelte ich heim und machte ein hervorragendes Nickerchen.

Am Abend schaute ich mir ein Folge Hercule Poirot auf ONE an, die ich schon sehr lange nicht mehr gesehen hatte und bei der ich mich tatsächlich nicht an den Mörder erinnern konnte.

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Ist dein Leben heute so, wie du es dir vor einem Jahr vorgestellt hast?

Nein, nicht ganz. Es ist inzwischen ein Jahr her dass ich nicht mehr fürs Fernsehen arbeite. Einerseits war es vorauszusehen, obwohl ich gehofft hatte dass es eventuell doch weitergehen würde. Doch nach der Ernüchterung, war mir klar, dass ich es hätte damals schon erkennen können. Die Gründe liegen nicht unbedingt an mir, obwohl… ich hatte von Anfang an meine Bedingungen klar und deutlich kommuniziert und dass ich für verschiedene Dinge nicht zur Verfügung stehe. Das hat wahrscheinlich manchen nicht gefallen nebst anderen Umständen, die nicht in meiner Hand lagen und die ich nur vermuten kann. Und damit war ich raus aus dem Spiel ohne dass je mich jemand klar darüber in Kenntnis gesetzt hat.

Dafür habe ich ein halbes Jahr später gemeinsam mit der D. den Podcast Ëmgefall an Ausgelaf ins Leben gerufen. Mir gefällt dabei, dass wir unser eigener Chef sind und wir die volle Kontrolle haben.

Der Wochenstart

Ein sehr gemütlicher Montag. Keine Vorstellung! So gemütlich dass ich ein paar Dinge vergaß. Am Abend hatte ich ein Dinner mir der N. im K116.

Insgesamt ein Tag der blogweise nicht viel hergab.

Am Abend schaute ich mir die Doku von James Dean auf Arte an über der ich jedoch einschlief.

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Der Dienstag fing dann mit einer Schulvorstellung an. Um 10:00! Das bedeutete dass ich kurz nach 7:00 aus dem Haus musste, also ohne wenn und aber um 6:00 aufstehen, was für mich sehr ungewohnt ist. Ich arbeite sonst ja grundsätzlich abends.

Das Positive daran aber war, dass ich bereits gegen Mittag fertig war. Im Anschluss gab es dann Parpadelle al Ragú im Renert. War sehr gut, aber mir nicht scharf genug.

Daheim machte ich ein fantastisches Nickerchen.

Am Abend zappte ich lustlos im Fernsehprogramm herum. Es war nichts dabei, was mich wirklich interessierte. Ich ging früh zu Bett, denn der nächste Morgen sollte mich wieder um 6:00 Uhr aus dem Bett klingeln.

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Ein Fundstück bei Mastodon, das mir meine Endlichkeit wieder vor Augen führte.

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Welche Städte möchtest du besuchen?

Nachdem ich vor ein paar Tagen eine Sendung über Madeira gesehen habe, ist es eines der nächsten angestrebten Reiseziele. Es wäre also Funchal.

Ein Sonntag in Bildern

Da wäre zuerst mal ein Bild, was noch von letzter Woche ist. Die D und ich waren bei der J zu Gast. Wir waren schon länger nicht mehr dort und ich sah zum ersten Mal wieder die Main Coon Katze wieder. Ich hatte sie damals nur als kleines Wollknäuel gesehen. Jetzt ist sie fast ausgewachsen. Ein Stubentiger im wahrsten Sinne des Wortes.

Am Morgen gegen 9:30. Dieses trübe Wetter begleitet uns nun schon seit Tagen. Ich weiß schon gar nicht mehr, wie die Sonne aussieht.

Ich kochte derweil Pasta für einen Salat zu Mitnehmen und er wanderte für ein paar Stunden in den Kühlschrank.

Der nächste Blick nach draußen, zeigte mir, dass der Nebel im Verlauf des Tages immer dicker wurde.

Kurz nach Mittag machte ich mich auf zur Premiere. Die Aufregung war verständlicherweise groß. Es gab viele Premierengeschenke. Ich hatte auch meine mitgebracht.

Es waren die Aquarelle die ich bereits im Oktober gemalt hatte.

Dann ging alles seinen gewohnten Gang, wovon ich keine Bilder zeigen kann. Die Premiere war ein großer Erfolg, so auch die Premierenfeier.

Was ich aber zeigen kann sind die abgespielten Perücken die erst am Dienstag wieder zu Einsatz kommen.

Daheim noch mal ein letztes Foto der Straße, die immer mehr im Nebel verschwand.

Renert & Bovary

Es ist Samstag. Ein Tag, an dem ich am Morgen ein bisschen länger liegen bleiben konnte. Ich nutzte die Gelegenheit, um ein bisschen hier vorzuschreiben.

Die Tage davor waren lang und mit viel Arbeit versehen, aber guter Arbeit, die mir Freude macht, auch wenn es viel und anstrengend ist. Die B aus Saarbrücken war am Donnerstagabend hier, übernachte bei mir, und sah sich einen Durchlauf vom Stück an. Sie gab mir ein paar wichtige Tipps, die mir keiner von den anderen geben konnte, weil die B nun mal im gleichen Beruf arbeitet wie ich. Es wurde noch ein schöner Abend, der etwas länger dauerte. Am Freitagmorgen verabschiedete ich B zeitig.

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Der Samstag dann begann wie oben beschrieben sehr gemächlich und gegen 11:00 Uhr ging ich zum Wochenmarkt. Ich hatte mir am Mittwoch schon italienische Blutorangen gekauft (Moro). Die Orangen sind zwar nicht geschenkt, aber dafür sind es die besten Blutorangen der Welt. Von denen wollte ich heute noch mal ein paar haben.

Ich traf wie gewohnt die D und es gab wie immer immer ein Kaffee im Renert. Ein paar nette Gespräche waren auch an der Tagesordnung.

Wieder daheim wurde alles fix verstaut und dann war es schon Zeit die Dienstrunde anzutreten. Die Generalprobe war bereits um 17:00 wie morgen die Premiere auch.

Ich hatte noch einmal die Gelegenheit mir das Stück anzusehen, das noch einmal ein gewaltigen Sprung nach vorne machte. Ich freute mich morgen auf die Premiere.

Danach fühlte sich alles an als ob es schon 23:00 Uhr wäre. Es war aber erst 19:00 Uhr! Es war auch der Dunkelheit geschuldet.

Jetzt schon heimwärts fahren machte wenig Sinn. Zum lesen oder malen hatte ich keine Lust. Und plötzlich fiel mir das Bovary ein, in dem ich schon lange nicht mehr war.

Das Risotto mit Garnelen war neu und sehr köstlich. Und während eine ältere Dame auf dem Klavier spielte, kamen Erinnerungen an diesen Ort zurück, an laue Sommernächte mit zu viel Wein und langen, tiefsinnigen oder sinnlosen Gesprächen. Es wurde mir bewusst wie lange ich schon herkomme und wie lange ich schon der Stadt wohne…

Und dann stand die L (die Besitzerin) plötzlich neben mir. Ich hatte gar nicht bemerkt, dass sie da war. Wir unterhielten uns eine Weile.

Daheim sah ich mir noch eine Folge von Vera an, die ich per Zufall auf GOLD fand, eine Folge die ich noch nicht gesehen hatte.

Zwischendurch ein neuer Podcast

Nur ganz kurz zwischendurch, nicht dass jemand auf die Idee käme, mir wäre was zugestoßen. Mir geht es gut, die Tage sind lang, und es gibt dienstlich sehr, sehr viel zu tun. Da das Dienstliche ja meistens hier im Blog keinen Platz hat, ist es auch nicht weiter schlimm, dass ich seit ein paar Tagen nichts geschrieben habe. Und selbst wenn ich hier darüber berichten würde und vielleicht ein wenig Werbung für das Stück machen würde, würde es nichts bringen. Denn auch die Zusatzvorstellungen, die erst Anfang dieser Woche hinzugefügt wurden und uns das Leben nicht leichter machen werden, sind schon wieder alle restlos ausverkauft.

Ich hatte mir vorgenommen, diese Woche mit gutem Gewissen nichts zu schreiben. Doch dann fiel mir am Mittwoch siedend heiß ein, dass ich etwas vergessen habe:

Der neue Podcast ist da! Es geht ums Nichtstun.(Also genau das, was ich im Moment nicht tue!) In der heutigen Gesellschaft, in der das Nichtstun als Makel angesehen wird, können wir das überhaupt noch? Ist nichts tun, Faulenzen? Die D und ich haben unsere eigenen Gewohnheiten überprüft und nachgeschaut, ob Nichtstun oder auch Muße nicht auch ein Forschungsobjekt ist. Ist es! Es ist sogar gesund!

Ein Sonntag mit Malen, Speisen & Videos

Der Sonntag verlief, im Gegensatz zur Rest der Woche sehr ruhig. Am Morgen hatte ich Lust zu malen. Ich versuchte von den Motiven her mal etwas ganz anderes. Ich malte eine Kerze. ich malte auch noch andere Dinge, doch die sind mir weniger gut gelungen.

Am Abend fuhr ich mit Begleitung zum Chinesen meines Vertrauens. Im Räiskär hatten wir beide das gleiche Gericht. Riz sauté façon Räiskär. Gebratener Reis mit im Honig gebratenem Schwein.

Zum Sterben gut.

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Später schaute ich mir noch ein Video von Cecilia an. Sie befindet sich mittlerweile in der kompletten Dunkelheit.

Und gleich dahinter ein schönes Gespräch zwischen Julia Roberts und Sean Penn

MUDAM & Weihnachtsparty

Der Tag begann früh, weil ich früh wach war. Ich nutzte die Zeit zum Podcast schneiden, den letzten für dieses Jahr. Wenn ihr hören wollt wie ich schallend lache, hört ihr ab dem 24.12 da mal rein. Ëmgefall an Ausgelaf. (Oder auch hier)

Danach hatte ich eine Verabredung mit der D an einem Lieblingsort. Im Museum, genauer gesagt im MUDAM auf dem Marché des Créateurs. Viele kleine Stände mit Kreativen, aber es kam mir vor als ob es weniger waren als sonst. Ich fand von einem Hersteller, der in Metz ist, ein schönes Hemd, dass er aber leider nicht in meiner Größe hatte. Die D fand aber ein schönes Schmuckstück in Form einer Halskette.

Später ging es dann zur Brasserie Schuman zu einem kleinen Mittagessen. Ich war das letzte Mal sehr enttäuscht gewesen, als ich dort gespeist hatte. Und dieses Mal sollte es nicht anders sein. Sie verlangen unverschämte Preise für winzig kleine Portionen. Der neueste Trick, den ich schon in ein paar anderen Restaurants gesehen habe, scheint zu sein, dass man sich ein Gericht wählt ohne Beilagen. Die kann man dann extra auswählen und sie schlagen dann pro Beilage 7-9 Euro hinzu. So auch hier! Wenn man zwei Beilagen wählt, oder vielleicht sogar drei, kann ein einfaches Gericht über 40 € kosten. Der Preis würde sich höchstens rechtfertigen, wenn es denn richtig lecker wäre, oder nach den Sternen greifen würden. Es sind einfache Brasserie Gerichte.

Später gab es eine kleine, schnelle Dienstrunde, in der ich noch ein paar Dinge vorbereitete, die ich am Montag machen werde.

Wieder daheim legte ich mich eine Weile hin, denn am Abend sollte ich auf eine Weihnachtsparty gehen, vom Rainbow Center.Ich machte mich ein bisschen feiner zurecht und fuhr hin. Dieses Mal hatten sie das Ganze im Parkhotel organisiert, dass ein bisschen außerhalb liegt. Ich kam aber mit einer unverhofften Verspätung an, da die Stadt voll gestopft war mit Menschen, die die Weihnachtsmärkte besuchten. Ich glaube seit dem Artikel von der BBC, die die Luxemburger Weihnachtsmärkte zu den weltbesten erhoben,(ich hatte darüber berichtet) ist es schlimmer geworden.

Es war ein schöner Abend, und ich sah viele Menschen wieder, die ich schon lange nicht mehr gesehen hatte. Leider hatte ich auch ein Glas Crémant zu viel. Über die Folgen erzähle ich morgen.

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Siehst du manchmal wildlebende Tiere?

Ja, die Vögel, jeden Tag wenn ich zum Fenster hinausschaue.

Dunkle Gedanken

Ein Tag mit vielen finalen Entscheidungen im dienstlichen Bereich. Das ist gut, weil dann weiß ich, wie ich mich nächste Woche eintakten muss. Es wird nämlich auch noch Besuch von Saarbrücken hier sein. Insgesamt war der Tag lang, aber gut.

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Kommen wir zu was anderem. Ich hatte es gestern schon kurz angesprochen. Ich habe dunkle Gedanken, seit Monaten schon und sie gehen nicht weg. Es sind nicht die dunklen Gedanken, die sich in Richtung Depression entwickeln, denn diesen Weg habe ich schon einmal beschritten und da wüsste ich, was zu tun wäre. Nein, es sind dunkle Gedanken, die in Richtung Besorgnis gehen, beziehungsweise dunkle Vorahnungen. Diese unguten Vorahnungen kennt wahrscheinlich jeder. Sie begleiten mich schon mein Leben lang und es ist leider so, dass sie sich oft bewahrheiten. Manchmal sehr schnell, manchmal später. Ich spreche grundsätzlich sehr selten davon, weil ich Angst habe, dass man mich dann für bescheuert hält. Es hat nichts mit Esoterik zu tun, denn ich bin kein Guru der Geister beschwört. An diesen Humbug glaube ich nicht. An was ich aber glaube und davon bin ich felsenfest überzeugt, dass jeder von uns ein Bauchgefühl hat oder ein Unterbewusstsein, auf das wir alle mehr oder weniger verlernt haben zu hören. Es mag sein, dass ich das vielleicht besser kann als andere. Es hat mich schon vor so manchem Abgrund bewahrt, da ich dank der Vorahnung darauf vorbereitet war.

Ich mag nicht erzählen, was es genau ist, denn erstens gehört das nicht hierhin, und zweitens will ich, indem ich es ausspreche oder aufschreibe, kein schlechtes Karma erzeugen. In diesem Fall hoffe ich, dass ich wirklich, wirklich, WIRKLICH falsch liege. Es belastet mich nämlich sehr und es vergeht kein Tag, an dem ich nicht daran denke.

Ich weiß ich spreche in Rätseln aber ein paar sehr wenige von meinen Lesern wissen darum. Ich bitte um ein paar positive Gedanken die ihr mir senden könnt, sie wären sehr willkommen.

Drei intensive Tage

Es ist ein bisschen schwierig, hier mehr zu schreiben. Aber es ist immer so. Wenn der Höhepunkt eines Projektes naht, werden die Tage intensiver und arbeitsreicher. Fürs Blog bleibt dann nicht sehr viel Zeit, beziehungsweise es ist vieles unverblogbar. Und wenn ich nicht tagsüber die eine oder andere Gelegenheit bekomme, ein bisschen vorzuschreiben, wird es am Abend sehr mühsam, denn der Kopf will nicht mehr.

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Den Dienstag hatte ich mir frei genommen, weil es mehr als genug daheim zu tun gab und ich mit der D den letzten Podcast für dieses Jahr aufnahm. Zudem schrie der Wäschekorb um Hilfe, da er zum bersten gefüllt war.

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Der Mittwoch dann beinhaltete die ersten Tests am lebenden Objekt. Zwei davon gingen gut, einer ging schief. Dann kam ein Pressetermin, der lustig war aber mich auch noch einmal Zeit kostete. Zudem waren alle ein wenig durch den Wind, weil es vom Probensaal endlich auf die Bühne ging und das Bühnenbild ist schon sehr beeindruckend.

Ich machte beizeiten Schluss, da ich meinen Raum aufgeben musste. Es gab nämlich nebenan am Abend eine andere Probe, die ich nicht stören wollte. Zudem ereilten mich am späten Nachmittag Kopfschmerzen, bedingt durch das beständige einatmen dieses Klebers, den ich bald nicht mehr riechen kann. Diese Kopfschmerzen wandelten sich langsam aber sicher in eine Migräne um und ich lag mehr als beizeiten im Bett.

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Am Donnerstagmorgen erwachte ich dann mehr als ausgeschlafen und war fit. Ich finalisierte den Podcast mit allen Links und Text und lud ihn hoch. Er wird nächsten Mittwoch zu hören sein. Den Podcast, den wir am Dienstag aufnahmen, kommt erst für Weihnachten raus.

Da ich gestern so viel geschafft hatte, gönnte ich mir einen leicht trödeliegen Morgen und legte erst später los. Ich stellte die Maske fertig, das letzte der Teile das noch nicht vollendet war. Ab dem Nachmittag dann saß ich im Zuschauerraum und sah den Proben zu. Es wird toll werden, aber ist noch viel Arbeit. Zwischendurch hatte ich einen Test mit einem Tänzer, der so gar nicht gewohnt war geschminkt zu werden. Aber es ging alles glatt.

Ich blieb nicht bis zum Probenende, weil es für mich nichts mehr zu tun gab. Zudem hatte ich Hunger auf Sushi. Tzukii war die Antwort.

Und während ich speiste, kam ein Foto über das ich sehr froh und erleichtert war:


© Die Kaltmamsell

Ich habe ja in den letzten Monaten wieder mein Liebe zum Malen entdeckt. Wer ein wenig nach unten scrollt im Blog, findet so manches was ich die letzte Zeit gemalt habe. Ich hatte letzte Woche einen Brief losgeschickt, weil ich befürchtete dass er eventuell nicht beizeiten ankommen würde, weil während und nach der Pandemie da so manches nicht klappte, vor allem in der Weihnachtszeit. Frau Kaltmamsell und Gemahl können sich jetzt Besitzer der Figuren auf Lesezeichen nennen, von denen ich schon eine ganze Serie gemalt habe, aber die oben sind die beiden ersten, die ich überhaupt verschenke.

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Es gäbe schon noch Dinge die während der letzten Tage passiert sind, die ich auch niedergeschreiben habe. Dabei geht es um Dinge die mich schon seit dem Sommer mehr beschäftigen, als gut für mich ist. Sie sind mir wichtig, doch sind sie sind im Blog nicht einsehbar. Es ist auch mit ein Grund warum es hier die letzten Tage ruhiger war. Vielleicht irgendwann werden sie zu lesen sein.

Die lange Dienstrunde

Eine sehr lange Dienstrunde, bei der eine meiner beiden Assistentinnen anwesend war. Vier Hände schaffen mehr als zwei und das bewirkte, dass ich quasi zwei Wochen vor Premiere mit allem fast fertig bin. Es fehlt nur noch der untere Teil einer Maske, der ebenfalls mit Federn ausgeschmückt werden muss. Da muss ich mir noch ein wenig Inspiration holen wie andere das irgendwann mal umgesetzt haben. Schön ist auch, dass ich am Mittwoch, wenn wir den Pressetermin haben, ein bisschen was im Atelier zeigen kann. Fotos von alledem gibt es auch irgendwann hier zu sehen. Nach getaner Arbeit setzten sich die Assistentin und ich noch kurz gegenüber in die Theaterstuff, denn das hatten wir uns verdient.

Um mir selbst etwas zu kochen, hatte ich nicht die geringste Lust. Also fuhr ich nach langer Zeit mal wieder zu meinem chinesischen Restaurant meines Vertrauens.

Als Vorspeise gab es ein paar Dim Sum mit Schrimps gefüllt. Und im Anschluss Hühnchen mit schwarzem Knoblauch, von dem ich aber kein Foto gemacht habe.

Kopf und Körper schrieen nach dem Bett und ich gab dem, als ich wieder daheim war, schnell nach.

Eine Stippvisite nach Vianden

Am Vormittag bloggte ich alles gemütlich weg, machte mich zurecht und fuhr nach Vianden.

Eine Freundin aus Kindertagen wohnt seit einem halben Jahr dort. Sie ist bildende Künstlerin. Sie malt, näht Wandteppiche und allerlei Kleidungsstücke. Wir hatten uns schon sehr lange nicht mehr gesehen. Wir aßen eine Kleinigkeit zusammen im Alten Kino. Es gab sehr viel zu erzählen, denn die Jahre fliegen ja nur so vorbei. Sie zeigte mir ihr Atelier und ihre Ausstellungsräume und ich muss sagen, ich war sehr geflasht davon. Fotos habe ich keine gemacht. Wenn es ihr recht ist, werde ich das nächste Mal welche machen.

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Ich hatte versprochen dass ich den Panettone zeige, den ich gekauft hatte, der aber eigentlich keiner ist.

Übersetzt aus dem Italienischen:

Frei nach dem Vorbild des Pandoro hat Il Monte Nuvola einen feinen, leichten Teig, der dank der sehr langen Verarbeitungszeit von nicht weniger als 42 Stunden unglaublich weich wird. Die Zutaten werden nach und nach, in der richtigen Reihenfolge, mit Sorgfalt und Liebe hinzugefügt. Zum Zeitpunkt der Verkostung sollte man ihn mit Puderzucker bestreuen, um ihn in vollen Zügen zu genießen. (Was ich aber nicht getan habe) Es ist also kein Panettone.

Wiki schreibt dazu: Der Pandoro wird aus Hefeteig gebacken und enthält im Gegensatz zum Panettone weder Rosinen noch kandierte Früchte. (Oder Cremes wie man sie heute auch bekommt)

Was ich an beiden so gut finde ist, wenn die denn ein richtig gut sind, ist diese Fluffigkeit die ich sonst nie in anderem Hefegebäck finde.

Zwei Vorstellungen

Vorgenommen hatte ich mir, dass ich noch eine kleine Dienstrunde einlege, bevor ich auf den Wochenmarkt gehe. Das ging schon mal schief weil ich trödelte. Auf den Wochenmarkt ging ich dann doch wo ich kurz die D sah und mit ihr ein Termin für Dienstag festzurrte, für dem letzten Podcast für dieses Jahr. Das Thema steht schon fest.

Dann machte ich mich auf für eine Dienstrunde, weil mich das schlechte Gewissen plagte. Ich hatte mir fest vorgenommen noch eine Kopfbedeckung fertig zu bekommen, das hätte auch geklappt wenn ich nicht eine Karte für die Nachmittags Vorstellung vom Schwanensee bekommen hätte. Der Swan Lake von Matthew Bourne war so ratzifatzi ausverkauft, dass ich wenig Hoffnung hegte, doch ich bekam eine. Yay!!!

Diese Variation auf den Schwanensee (in dem die Schwäne von Männern getanzt werden und nicht von Frauen) gibt es schon seit 1995. Das Stück läuft also in seinem 30. Jahr. Für dieses Jahr gab eine Welt Tournee von dem Stück und die letzten fünf Vorstellungen gab es in Luxemburg. Ich bin froh dass ich es gesehen habe, weil es nach all den Jahren nichts an Kraft verloren hat.

Der letzte Akt (unten) rührte mich zu Tränen. Selbst jetzt als ich ihn noch einmal sah.

Danach brauchte ich eine Pause, setzte mich ins Vis-à-vis und trank einen ‚heißen Apfel‘.

Für den Abend, das war schon länger geplant, traf ich mich mit dem J um mir in der Cinématheque den Film Pillow Talk anzusehen. die Cinématheque selbst hat zur Zeit keinen Saal, da dieser ganze Komplex, zudem auch der Saal gehörte, für mehrere Jahre umgebaut und renoviert wird. Während der Zeit zeigt ihre Filme entweder im Circle Cité oder im Capuziner Theater.

Es war das totale Kontrastprogramm. Den Klassiker mit Doris Day und Rock Hudson in den Hauptrollen kennt wohl jeder. Aber es war zum ersten Mal, dass ich ihn auf einer großen Leinwand sah. Mit Ausnahme von zwei Szenen, die man heute wirklich nicht mehr so drehen würde, ist der Film immer noch recht lustig. Eine davon spielt im Auto, wo ein junger Bursche versucht, Doris Day an die Wäsche zu gehen. Das ist schon sehr grenzwertig und sollte lustig sein. Interessanterweise lachte dabei niemand im Raum. Eine andere gibt es im Restaurant, wo Rock Hudson versucht Tony Randall klar zu machen, dass er mit einer recht beleibten Frau unterwegs ist und Randall sie doch bitte übernehmen sollte. Der nimmt jedoch reißaus. Es ist Body Shaming pur.

Am Ende hatte ich einen gewaltigen Ohrwurm, den ich jetzt beim Schreiben immer noch nicht los bin. Pillow Talk….Pillow Talk.

Anschließend ergatterten wir im Grand Café noch einen Tisch und aßen eine Kleinigkeit zu Abend.

Zwei Tage

Das Foto gilt für beide Tage. Fifty Shades of Grey mit Nebel.

Der Donnerstag bestand vor allem aus Büroarbeit, die ich über die Maßen NICHT mag. Andere verdienen eine Menge Geld damit ich muss das für lau tun.

Am Nachmittag wollte ich dann eine Dienstrunde antreten, die aber für die Katz war, weil das bestellte Material immer nich nicht eingetroffen war. Pfff.

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Der Freitag dann bescherte mir endlich das Material. Ich konnte weiterarbeiten.

Mittagessen gab es in der Casa Gabrièle.

Zudem kaufte ich mir den ersten Panettone dieses Jahres. Einen, der ohne alles ist, ohne Rosinen und ohne irgendeine Creme. Die Besitzerin der Casa empfahl ihn mir. Er war zugegeben nicht geschenkt. Morgen berichte ich ausführlich darüber.

Als ich zurück zur Dienstrunde ging, arbeitete ich noch eine Weile weiter, wurde aber nicht ganz fertig.

Am Abend fuhr ich in den Süden des Landes für ein Abendessen in einem Restaurant, in dem ich noch nie war. (Ja, ich weiß, ich war zweimal auswärtig essen.) Die Schmëdd im Ellergronn liegt etwas abseits mitten im Wald. Ich werde sie einmal besichtigen tagsüber denn es scheint eine sehr schöne Ecke zu sein.

Die Gerichte sind alle etwas heftiger und luxemburgischer. Für mich gab es Blutwurst und für mein Gegenüber Choucroute.

Es war lecker, deftig und mächtig. Überfressen war vorprogrammiert.

Wieder zu Hause fiel ich augenblicklich in die Horizontale.

Zuwachs

Ich weiß nicht so richtig wo ich anfangen soll, Die Reihenfolge ist eigentlich unwichtig,

Aber zuerst noch etwas von gestern, das ich beinah vergessen hätte. DER NEUE PODCAST IST DA! Diesmal haben wir etwas neues ausprobiert. Wir haben uns die Ausstellung X-Ray in der Völklinger Hütte angesehen und die Aufnahme gemacht während wir dort waren.

Die Dienstrunde verlief ohne Zwischenfälle.

Zwei Stück sind noch nicht ganz fertig. Eine muss nachgearbeitet werden und für eine brauche ich weiteres Material.

Ich malte. Ich versuchte ein Foto das ich im Sommer gemacht hatte, aus dem Gedächtnis zu malen ohne es mir anzusehen.

Hat so halbwegs geklappt.

Dann erhielt ich einen Anruf dass ich mich auf eine Überraschung gefasst machen sollte.

Ich traf eine alte Bekannte wieder; Blue.

Sie hat eine acht Monate alte Freundin bekommen:

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Am Abend schaute ich mir Storm Center mit Bette Davis an.

Die Geschichte einer Bibliothekarin, die sich weigert ein Buch über Kommunismus auszusortieren und dafür ihren Job verliert. Die McCarthy Ära lässt grüssen. Der Film hat einen bitteren aktuellen Beigeschmack.

Als ich ihn mir fertig angesehen hatte, war ich neugierig, wer der sehr junge Bursche war, der zwar überzeugend aber doch sehr überdreht spielte. Kevin Coughlin. Viel fand ich nicht, es gibt keine Wikiseite von ihm. Ich fand eine Notiz in der NY Times. Ein Kinderstar, der bereits mit 30 Jahren starb.

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Und dann wäre da noch eine Tagesfrage:

Wenn du keinen Schlaf bräuchtest, was würdest du mit all der zusätzlichen Zeit machen?

Ganz ehrlich, ich weiß es nicht. Die Frage kam schon einmal vor Jahren bei mir auf, als ich mir eine Sience-Fiction Serie ansah, in der größte Teil der Menschheit nur noch aus einem Gehirn bestand, der Rest war nicht mehr organisch. In dieser Welt landete ein Mensch aus Fleisch und Blut, der schlafen und sich analog ernähren musste. Alle anderen fanden das sehr befremdlich. Damals schon dachte ich, dass es wahrscheinlich sehr schnell mit uns vorbei sein könnte, wenn dem so wäre und unsere Lebenszeit entsprechend kürzer.

Aber das war nicht die Frage. Sie zielt darauf ab, wenn es tatsächlich so wäre. Mit 20 hätte wahrscheinlich nonstop Party gemacht. (Das habe ich zwar auch so, aber mit den entsprechenden Folgen.) Und heute? Wie schon gesagt, ich weiß es nicht. Nach Kant heisst es ja: „Die Zeit ist eine Form des inneren Anschauens, eine Struktur unseres Geistes, die Erfahrung erst möglich macht.“ Wenn in dieser Annahme die Schlafenszeit wegfällt, wäre ich heute mit meinen fast 60 Jahren so abgeklärt, hätte alles mehrfach gehört und gesehen, und stünde derart über allem, dass ich mir wahrscheinlich wünschen würde, es wäre bald vorbei.

Punkte & Entscheidungen

Es gibt Tage, die durch einen kleinen Umstand so in der Schräge hängen, dass sie nicht verblogbar sind aber ein paar Dinge kann ich schreiben.

Die Dienstrunde verlief sehr gut. Es wurden ein paar Entscheidungen in einer Anprobe getroffen, was mich außerordentlich freute, denn damit sind zwei weitere für mich wichtige Punkte von der immer noch recht großen Liste, abgehakt. Den Nachmittag verbrachte ich mit der D, die in Basel war und mir vor Tagen schon wunderschöne Fotos geschickt hatte, von einer Ausstellung, die ich auch gerne gesehen hätte.

In der Beyeler Foundation ist zur Zeit eine große Retrospektive über Yayoi Kusama zu sehen. Ich hatte vor zwei Jahren schon eine große Retrospektive in Bilbao über sie gesehen und Jahre davor in Brisbane. Es ist seltsam, dass diese Frau erst seit ihrer Kooperation mit dem französischen Handtaschenhersteller Vuitton in aller Munde ist. Dabei gibt es sie schon sehr lange. Alle Punkte Fotos sind von der D.

Wieder daheim machte ich noch das versprochene Foto vom Anschnitts des Stollens.

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Am Abend schaute ich mir eine Diskussionsrunde über ein Phänomen an, dass es schon länger gibt, als ich dachte. Es beschäftigte meinen Kopf auf eine andere Art und ich musste mich nicht mehr mit der oben genannten Schräge auseinandersetzen. Moderiert wurde dieses Diskussion von der zugegeben umstrittenen Oprah Winfrey, aber ihre Gäste und Experten hatten so einiges zu sagen, was mir einleuchtete. Auch ich verstand ein paar meine eigenen Entscheidungen besser, die ich in jungen Jahren und auch später getroffen habe.

Lust auf Stollen

Das Wetter, ein einziges Elend. Meine Stimmung, nicht viel besser. Ich wäre am liebsten in den eigenen vier Wänden geblieben. Das ging aber nicht. Ich musste raus. 

Ich absolvierte die Dienstrunde mit der gewohnten Routine und machte Bilanz von alldem, was ich schon gemacht habe und was noch ansteht. Es fehlt noch eine Kopfbedeckung. Sprich umgebaute Perückenmontur und noch ein weiteres Teil. Für die Kopfbedeckung muss ich warten, bis das richtige Material angekommen ist, dass bereits bestellt wurde. Morgen muss ich mich mit der Regieassistenz zusammensetzen und Termine festlegen für die einzelnen Darsteller. 

Da ich mehr als beizeiten fertig war, fuhr ich ins benachbarte Ausland. Ich hatte wahnsinnige Lust auf Stollen, nachdem ich gelesen hatte, dass die Kaltmamsell welchen gebacken hat. Es gibt einen im Bioladen, gleich neben der Bastelstube in Trier, ich glaube ich habe ihn ja auch schon einmal erwähnt. Dauner Stollen der Bio Bäckerei Utters. Er ist statt mit Puderzucker mit gehobelten Nüssen bestreut,

…und viel zu lecker.

Wieder daheim sah ich mir ein paar unbedeutende Dinge auf YouTube und im Fernsehen an, nichts was es wirklich wert gewesen wäre, hier zu verlinken.

Früh zu Bett.

Ein Sonntag mit Stöckchen & Tagesfrage

Gleich morgens bei Flusskiesel ein Artikel in der Taz gelesen, der genau das bestätigt was ich schon fast ein Jahr lang mache oder zumindest immer mehr mache. Nämlich wegkommen von US Tech-Giganten Google, Microsoft, Meta und Co.

Wer jetzt wechselt, macht das selbstbestimmt

Das Wetter lockte weitaus weniger als gestern. Zudem überlegte ich mir gut, ob ich wirklich Lust auf Menschenmassen habe in einer großen Ausstellung. Muss ich mir das wirklich antun? Soll ich nicht einfach irgendwo hinfahren und eine große Runde spazieren gehen?

Doch zuerst machte ich etwas anderes. Weiß noch jemand, was ein Stöckchen ist? Es war früher mal eine Mode sich gegenseitig zwischen Bloggern, ein Stückchen zu zuwerfen, in Form von Fragen, die man beantworten sollte. Es tauchten augenblicklich Nostalgie Gefühle auf, denn Stückchen werfen, hab ich schon lange nicht mehr gemacht, geschweige denn eines bekommen. Wie auch immer, ich greife es mir jetzt einfach mal.

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Via Kieselblog

12 belanglose Fakten über mich.

  1. Benutzt du Zahnseide? Nein. Ich benutze die kleinen Würstchen Bürstchen für die Zwischenräume.
  2. Tee, Kaffee oder Wasser? Alle drei! Wasser am meisten, gleich hinterher kommt Kaffee und Tee gibt es auch ab und zu.
  3. Welche Schuhe trägst du am liebsten? Wer schon länger hier mitliest, weiß das. Camper.
  4. Dein Lieblingsdessert? Da gibt es drei Stück; Vanille Eis, Crème brûlée, Montblanc, und jetzt zur Weihnachtszeit, Egg Nog.
  5. Was machst du als erstes, wenn du aufwachst? Vom Klogang abgesehen, eine Tasse Kaffee und das Posting fertig schreiben, überlesen und hochladen.
  6. In welchem Alter würdest du gerne bleiben? Ich denke mal, dass meine 50er Jahre gar nicht so schlecht waren.
  7. Wie viele Hüte besitzt du? Keinen! Halt, doch! Ich hatte mir vor Jahren ein grünes Hütchen gekauft, um ein Mückennetz drüber zu stülpen, damit ich nicht völlig doof aussehe, als ich in der australischen Wüste herum spazierte und nicht permanent von Mücken im Gesicht angegriffen werden wollte. Ansonsten besitze ich auch keine Kopfbedeckungen. Wenn ich so etwas ähnliches anziehe, dann ist es meistens eine Art von Stirnband, dass die Ohren bedeckt, damit die nicht ganz wegfrieren. Und wenn ich wirklich etwas auf dem Kopf haben muss, sind die Kapuzen der Hoodies.
  8. Beschreibe das letzte Foto, dass du gemacht hast? Das waren die beiden Fotos aus dem Posting von gestern, wo ich die zwei Aquarelle abgelichtet habe.
  9. Die schlechteste Fernsehsendung? Oh je! Da gibt es so viele. Es wäre einfacher gewesen, mich zu fragen, was ich mir im Fernsehen anschaue. Aber grundsätzlich schaue ich mir keine Unterhaltungssendungen oder Talkshows mehr an, weil es vergeudete Lebenszeit ist. Ansehen tue ich mir Dokumentationen, Kunst- und Kultursendungen sowie Wissenschaft, Sendungen und Nachrichten. ansonsten ab und an mal eine Serie oder seltener, Fernsehfilme.
  10. Was war als Kind dein Berufswunsch im Erwachsenenalter? Bankdirektor! Kein Witz! Wir würden das nämlich im zweiten oder dritten Schuljahr von der Lehrerin gefragt. Meine Antwort sorgte für allgemeines Gelächter, was ich aber nicht verstand, denn ich fand die Berufswahl schon sehr clever.
  11. Etwas auf deiner Wunschliste, dass du nicht rechtfertigen kannst, zu kaufen? Da gab es sehr viel, und gibt es immer noch. Doch alles aufzuzählen würde den Rahmen sprengen.
  12. Welcher Jahreszeit fühlst du dich am meisten verbunden? Der Sommer! Und das mit Abstand vor allen anderen.

Ich werfe das Stückchen keinem in Besonderen zu, aber wer mag, bitteschön, bedient euch!

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Gegen Mittag beschloss ich rauszugehen.

Doch als ich dann aus dem Badezimmer kam, sah der Himmel nach Schnee aus. Kurze Zeit später war dem so.

Ich blieb daheim.

Auf YouTube fand ich eine interessante Doku, über den ersten Film The Wizard of Oz und wie er mittels KI aufgeblasen wurde, dass er im Sphere in Las Vegas gezeigt werden kann, und warum das es dem Film und der Geschichte nicht gut tut. Be Kind Rewind bestätigte mir, was ich bereits vermutete.

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Strand oder Berge? Was ziehst du vor? Warum?

Strand! Immer! Berge sind schön zum anschauem, von unten oder wenn ich darüber hinweg fliege, aber sie besteigen ist so gar nicht meins. Der Strand hingegen ist ein Ort an dem ich das Meer sehe und den Wellengang unendlich lange betrachten kann. Dort fällt es mir leicht den Kopf leer zu kriegen und so sehr bei mir zu sein, wie ich es nirgendwo sonst kann.

Ein prallgefüllter Samstag

Wer mir über die Jetpack App folgt, bekommt keine Fotos mehr zu sehen weil die App annimmt, dass meine Fotos alle Hotlinked sind, was aber nicht stimmt. Sie sind auf meinem Server wo die ganze Homepage untergebracht ist und nicht, wie die App wahrscheinlich annimmt, bei WordPress. Ist das ein neues aus Sicherheitsgründen eingefügtes Feature? Hat da jemand eine Erklärung?

Das Draußen bot einen wolkenlosen Himmel, gefrorene Dächer und rauchende Schornsteine.

Ich rockte fix das Blogposting von gestern runter, denn das schöne Wetter lockte nach draußen.

Dieses Wochenende hatte so viel zu bieten wie selten ein anderes, nicht mal im Sommer. Der Filmpreis wird verliehen, der Art Week findet statt, die Biennale der Ausstellung Main de Mâitre wird gezeigt und die Weihnachtsmärkte der Stadt öffnen ihre Tore.

Alles kann ich mir nicht ansehen.

Ich startete mir einem Rundgang durch die Stadt, die jetzt schon proppenvoll war. Es folgen Fotos:

Was die Weihnachtsmärkte angeht, erhob die BBC unsere Märkte, die ja über die ganze Stadt verstreut sind, zu den besten weltweit, weil sie ein ‚hidden Gem‘ sind und bei weitem nicht so dicht bevölkert wie viele andere in Europa. Aber ich nehme an, dass sie in der Woche hier waren, an Wochenenden ist es schwer erträglich.

Zwischendurch gab es einen kleinen Moment der Stille in der neuen Ausstellung in Ratskeller. Es geht um den Wald, geliebt wie gefürchtet. Serge Ecker von dem ich schon lange ein Bild haben möchte, hat eine Collage beigesteuert.

Das Petrusstal ist ein tropischer Jungel

Eine heiße Schokolade bei Namur:

Dort saß am Nebentisch ein Paar, das so urluxemburgisch war, wie ich schon lange keines mehr erlebt habe. Sie verstand ich nicht immer weil sie mir den Rücken zukehrte. Er schien jedoch ein alter Knattergreis zu sein: „Nee, du léis dat sinn! Du bezills guer näischt! Wann déi dat bis d‘nächst Woch net an d‘Rei bruecht hunn, ruffen ech dem un! Dat wäerts emol gesinn!“ Dann folgte das, was folgen musste, er grüßte mich. Wahrscheinlich war er einer von denen der mich noch aus meiner Fernsehzeit kannte.

Da es immer noch eisig kalt war, beschloss ich, die Art Week sein zu lassen, und ebenfalls die Main de Maître. Beide könnte ich mir auch noch am Tag danach ansehen, wenn es denn unbedingt sein muss.

Ich ging nach Hause und fing an zu malen.

Ich malte Variationen zu einem Thema, die ich schon einmal gemalt hatte.

In beiden stimmt etwas nicht mit der Perspektive.

Am Nachmittag bekam ich einen Anruf, ob ich Lust hätte, mit auf ein Abendessen zu Freunden im Süden des Landes zu kommen. Hatte ich! Und es wurde ein sehr schöner Abend. Von deren Balkon machte ich ein spektakuläres Foto der Industrie Skyline von Belval.

Kurz nach Mitternacht war ich daheim.

Donnerstag und Freitag mit Unerwartetem

Da ich am Mittwoch die Dienstrunde ganz hatte ausfallen lassen, musste ich am Donnerstag ran. Diese Runde war dann so erfolgreich, dass das fertige Werk jemandem Gänsehaut bescherte. Das freute mich sehr und motivierte mich am Freitag damit weiter zu machen.

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Am Freitagmorgen fiel mir auf, dass es zu der gewohnten Uhrzeit, an der ich immer wach werde, also so zwischen 6:30 und 7:00, es inzwischen stockfinster ist. Letzte Woche graute zu der Uhrzeit noch der Morgen. Zudem rieselte irgendetwas vom Himmel, dass aussah wie Schnee, aber glücklicherweise nicht liegen blieb. Ich räumte die Wohnung auf, denn Freitag ist Meisterin Proper Tag. Außerdem wollte sie früher antreten als gewohnt.

Dann kam das Unerwartete des Tages. Ich hatte einen Heizungskörper am Tag davor entlüftet und wahrscheinlich nicht mehr gescheit zugedreht. Heute sah ich beim Pflanzengießen dass der Teppich plitschnass war.

Gottverdammtedrecks….aaaaah!!!!

Ich versuchte den Schaden soweit möglich zu beheben. Für den Rest sorgte meine Perle Meisterin Proper, denn ich musste weg.

Am Nachmittag erzielte ich einen weiteren Erfolg, den ich aber nicht so richtig auskosten konnte. Aber ich habe jetzt entschieden dass ich mal was zeige. Das wird die Kopfbedeckung vom einem Uhu:

Nachtrag, weil es da noch ein paar Fotos von gestern gibt.

Nach getaner Arbeit ging ich noch einmal kurz in die Stadt und sah, dass sämtliche Weihnachtsmärkte heute geöffnet hatten.

Auch auf der Place Guillaume, wo für gewöhnlich nicht stattfindet, weil es auch der Platz für den regulären Wochenmarkt ist, standen drei Dinge.

Ein riesiger Adventskalender und ein Karussell und im Hintergrund eine Riesenrutsche.

Am Abend sah ich mir noch ein paar Folgen Suits an und fiel recht früh in die Federn.

Wetterwechsel mit Schädelbrummen

In der Nacht gab es einen kompletten Wetterwechsel. Es war somit nicht verwunderlich dass ich mit brüllenden Kopfschmerzen erwachte. Nicht schön. Ich strich den Mittwochsmarkt vom Programm, denn das Wetter war so grausig, dass man keinen Hund vor die Tür geschickt hätte. Ich nahm eine Schmerztablette und hoffte auf Besserung, die aber nicht wirklich eintrat.

Ich versuchte es mit nichts tun, ein Thema, was mich in letzter Zeit auch beschäftigte. Mein Kopf wollte aber irgendetwas tun, lesen zum Beispiel, aber das klappte nicht. Da ich mir meine Dienstrunden selber einteilen kann und nur bedingt, zumindest jetzt noch, auf andere angewiesen bin, verlegte ich auf Donnerstag.

Der einzig positive Gedanke war, dass wir gestern diesen schönen Ausflug unternommen hatten und ich am Abend noch so motiviert war, den ganzen Podcast zu schneiden und hochzuladen. Zu hören wird der nächsten Mittwoch sein.

Ich schlief noch einmal ein, was gut war und danach fühlte ich wohler. Die Kopfschmerzen aber waren immer noch nicht richtig weg. Irgendwann am Nachmittag rappelte ich mich auf, zu einem Einkauf. Draußen schneeregnete es und ich hörte ungewöhnlich viele Sirenen aller Art. Vor allem Polizei und zweimal auch die Feuerwehr. Ich sah zu dass ich schnellstens wieder heim kam.

Daheim gab es dann Raclette Käse mit Salat und zwei Pellkartoffeln.

Die Abendunterhaltung bestand aus ein paar Folgen Suits die grad bei ZDF Neo laufen. Die sind sehr gut gemacht, aber wenn man ein Dutzend Folgen gesehen hat, merkt man auch wo das hinführt und nichts mehr ist wirklich überraschend. Es mutiert langsam zu einer Seifenoper.

Zudem war es auch ein Tag der Grübelei aus Gründen, die ich hier verschweigen muss. Ich kann es in einem Bild beschreiben. Die Bauklötzchen die vor Monaten in die Luft gesprengt wurden, fallen langsam alle wieder zu Boden und fügen sich ineinander, aber nicht mehr so wie davor. Ich bin auch eines dieser Bauklötzchen das augenblicklich noch in der Luft schwebt, und ich frage mich, wo ich hinfallen werde…

Früh zu Bett.

Die Ausstellung X-Ray

Die ersten richtigen Frost Fotos.

Die Dächer weiß gefroren.

Wir hatten es schon vor zwei Wochen geplant. Die D und ich wollten uns die neue Ausstellung X-Ray in der Völklinger Hütte ansehen und live ein Podcast darüber machen. Eine völlig neue Erfahrung im Podcasten für uns beide. Es gab eine Hürde. Es gab nämlich Audio-Guides. Zeitgleich einem Audio-Guide zuhören und ein Podcast aufnehmen ist nicht machbar. Aber wir haben das elegant gelöst. Wie wird das gemacht haben, könnt ihr nächste Woche Mittwoch hören.

Die Ausstellung war toll! Hier ein paar Fotos. Alles weitere gibt es nächste Woche im Podcast.

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Ein schönes Interview mit Annie Lennox, im Rahmen des neues Buches von ihr „Retrospektivs“. Ich habe es sofort im englischen Buchladen bestellt.

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Welchen Monat des Jahres magst du am liebsten? Warum?

Es sind alle Sommermonate, weil mit der Kälte hab ich es ja nicht so. Wenn man mich nach dem Monat gefragt hätte, den ich am wenigsten mag, dann wäre es ganz klar der November.

Dienstrunde & Tagesfrage

Am Morgen als ich zum Fenster hinaussah, entdeckte ich einen Regenbogen:

Nach ein paar Minuten war er wieder weg.

Der Tag bestand hauptsächlich aus einer langen Dienstrunde, die ich bewusst lang hielt, da ich am Dienstag etwas anderes machen werde, worauf ich mich jetzt schon freue. Ich wollte mindestens ein „Kunstwerk“ fertig haben und nicht noch einen weiteren Tag darauf verwenden. Das ging leider nicht auf, weil es mir plötzlich an Material fehlte. Ich fand eine Lösung, wenn auch nicht die Beste.

Wer hier schon länger mitliest weiß, dass ich ein Fan von Julian Baumgartner bin. Er ist Kunstrestaurator und zeigt immer wieder interessante Objekte, Bilder vor allem, die er restauriert.

Heute beschäftigt er sich mit einem Thema, das in der Kunst viele Fragen aufwirft und wovor viele Angst haben, die KI! Er verwendet für dieses Projekt keine KI, aber ein völlig neues Verfahren, das eigens dafür erstellt wurde, Bilder die in hohem Maße beschädigt sind, wieder zu neuem Glanz zu bringen.

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An welchen Ort in deiner Stadt gehst du am liebsten?

Sämtliche Museen und Ausstellungsorte der Stadt sind sicherlich die Plätze, an denen ich mich am liebsten aufhalte. Aber wenn wenn ich die Häufigkeit mit einbeziehe, ist es auch die Place Guillaume mit ihrem Wochenmarkt und dem Renert.

Zwischen Büchertagen & Biarritz

Ich war wieder sehr früh wach wie all die Tage. Lange ausschlafen ist irgendwie nicht mehr.

Wie jedes Jahr, fuhr ich nach Walferdange zu den Büchertagen. Die letzten Jahre bin ich immer mit dem J hingefahren, dieses Mal war er nicht dabei. Also beschloss ich, mit dem Bus hinzufahren, weil ich das Getue einen Parkplatz zu finden vermeiden wollte. Zudem bekomme ich einen Bus quasi vor meiner Haustür, der mich schnnurgerade zum Centre Prince Henri fährt, ohne umzusteigen.

Ich fuhr am Hamilius vorbei wo man dieses Jahr noch größeres Weihnachtsgedöns aufstellte. Dieser große falsche Weihnachtsbaum scheint mir neu zu sein:

Ich blieb gute zwei Stunden dort und kaufte ein paar Bücher. Wenn was dabei ist das wirklich lesenswert ist, werde ich darüber berichten. Da ich zeitig losgefahren war, war es noch ruhig dort, und es war mir recht so. Das große Rexhtschreibediktat das RTL jedes Jahr organisiert, war noch im Gange und die Hallen recht spärlich gefüllt, weil viele im Auditorium saßen und eifrig mitschrieben.

Als ich wieder zu Hause war, hörte ich ein Hörbuch, das ich schon vor Monaten angefangen hatte:

Biarritz von Andrea Sawatzki, hatte mich allein durch den Titel neugierig gemacht. Wer schon länger hier mit liest, weiß, dass ich öfters in Biarritz bin. Es ist die autobiografische Geschichte von Sawatzkis Mutter, die am Ende ihres Lebens an Demenz litt. Es gab viele Momente im Buch, die mir sehr nahe gingen, weil sie mich an Tante Gritty erinnerten. Das beständig schlechte Gewissen nicht genug getan zu haben, sich nicht genug gekümmert zu haben, kannte ich auch.

Am frühen Abend fuhr ich ins benachbarte Ausland wie die letzten Sonntage auch. Dieses Mal musste ich aber nicht nach dem Rechten sehen, weil die N zurück war. Ich gab ihr den Schlüssel zurück, und wir speisen gemeinsam zu Abend. Sie hatte mir ein paar hübsche Mitbringsel mitgebracht, einen Korken, frisches Olivenöl und Kaffee.

Der Rückweg sollte sich dann schwieriger gestalten. Ich fuhr hinter einem Spezialconvoy über die Autobahn und es dauerte gefühlt zwei Stunden, bis ich zu Hause war.

Im Kino: Das Verschwinden des Josef Mengele

Bevor ich mich der Überschrift widme, kommt erst die Tagesberichterstattung.

Am Morgen traf ich die F, die ich bereits am Tag davor gesehen hatte, auf der Geburtstagsparty der Theatertruppe. Ich hatte sie schon sehr lange nicht mehr gesehen. Sie wohnt in Österreich und ist nur noch selten in Luxemburg. Wir trafen uns auf dem Wochenmarkt in der Stadt. Es gab sehr viel zu erzählen von beiden Seiten. Ein wenig später kam auch die D dazu.

Der hatte ich versprochen, dass ich am Nachmittag mit ihr ins Kino gehe, um einen Film anzusehen, der allein vom Titel her keine leichte Kost werden würde. Das Verschwinden des Josef Mengele:

Der Kriegsverbrecher Josef Mengele (August Diehl), der im KZ Auschwitz tödliche Experimente an Gefangenen unternahm, flieht nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst nach Argentinien und später nach Paraguay und Brasilien. Auf zwei Zeitebenen erzählt der Film von der Flucht Mengeles durch Südamerika in den 1950ern und von einem Wiedersehen mit seinem Sohn Rolf Mengele (Max Bretschneider) in den 1970ern.

Am Anfang fühlt sich der Film ein bisschen wie ein Film Noir an, über einen Spion oder einen verdeckten Ermittler. Was recht gut funktioniert, sind die zwei Zeitebenen die eine in den 1950er Jahren, die andere zu einem späteren Zeitpunkt als der Sohn seinen Vater aufsucht. Es gibt immer wieder Rückblenden auf Mengeles Flucht zwischen den verschiedenen südamerikanischen Staaten und dann die Konfrontation des Sohnes mit seiner Vergangenheit. Dazwischen gibt es auch Szenen (in Farbe) aus den Konzentrationslagern, die teilweise schwer zu ertragen sind. August Diehl ist hervorragend in der Rolle von Mengele. Das gilt übrigens für alle Darsteller.

Die Schwierigkeit des Films ist es eine Figur wie Mengele nicht vollends als das Böse in seiner reinsten Form darzustellen, sondern auch eine menschliche Seite zu zeigen. August Diehl ist erschreckend gut darin, den jungen sowie den alten Mengele zu verkörpern. Er beherrscht den bösen Blick und die Wutausbrüche genauso wie die Darstellung der zittrigen Gebrechlichkeit im hohen Alter. Doch genau im Zeigen beider Seiten des Mengele liegt auch das Problem des Films. Wahrscheinlich ist es unmöglich, einen Film über eine solche historische Person zu drehen, ohne diesen Widerspruch aufzulösen. Der Film bietet ein Ende an, in dem Mengele von seinen Dämonen heimgesucht wird. Das ging mir vom dramatischen her eine Idee zu weit. Es gab so viele starke Momente davor, als der Sohn ihn verlässt, wo man den Film auch schon zum Ende hätte bringen können.

Ein sehenswerter Film, aber es ist keine leichte Kost.

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Werbefundstück:

Was die armen Ärzte so alles hassen müssen. Gibt es immer noch welche, die auf den dummen Spruch hereinfallen? Oder andersrum, warum sind die so überzeugt davon, dass ich etwas mögen soll, wenn mein Arzt es hasst? Mir erschließt sich dieser Gedankengang nicht. Oder richtet sich die Werbung ausschließlich an Menschen mit Konspirationshintergrund?