Fressen, Kunst und Puderquaste

Kategorie: Joël (Seite 2 von 56)

Camper Schuhe in Barcelona kaufen

Wer schon etwas länger hier mitließst weiß, dass ich ein Schuhtick habe. Was ich vor ein paar Tagen, als ich in Barcelona war, verschwiegen habe, war, dass ich mir ein paar Schuhe der Marke Camper gekauft habe.

Da es in Luxemburg keinen Schuhladen (mehr) gibt der Camper hat, und keinen reinen Camper Laden,  werde ich im Ausland, sei es in Berlin oder in London, immer wieder wie ein Motte vom Licht magisch in einen Camperladen hinein gezogen. So erging es mir auch am ersten Weihnachtstag in Barcelona. Doch der Laden war geschlossen. “Gut so”, dachte ich. “Dann kommst du wenigstens nicht auf die Idee, NOCH ein paar Schuhe zu kaufen. Doch als ich am letzten Tag einen Rundgang durch das gotische Viertel startete, ging ich wieder an dem Laden vorbei, der jetzt leider geöffnet war, und schwupps… Zu spät!

Ich kaufte mir ein paar Winterschuhe aus der xtralight Serie. Das sind Schuhe aller Art, die den Anspruch haben, wesentlich leichter zu sein, als “normales” Schuhwerk. So habe ich mir bereits aus dieser Serie mehrfach Trunschuhe gekauft, die ich alle auf Filmsets verschlissen habe, ohne ein je schmerzende Füße zu haben, nach einen 12-13 Stunden Tag.

Die Schuhe aus Barcelona sehen so aus:

Schuhe

© Camper / Modell: Capsule

Nachdem ich sie jetzt ein paar Tage getragen habe, kann ich bestätigen, dass sie, obwohl sie federleicht sind, die Füße absolut warm halten. Meine befreundete Nachbarin meinte, dass sie aussehen wie die Pantoffeln von Opa.  Ich gebe zu, dass sie ein kleine wenig daran erinnern, doch finde ich sie total hip, und wer sagt dass Opa Schlappen nicht wieder in Mode kommen? In London sah ich letztes Jahr die Leute Schlange stehen, vor einem Birkenstock Laden. Ergo, kann der Kauf von Stiefeletten in Opa Look nicht so falsch sein…

Als ich nach einem Foto der Schuhe suchte, wurde ich seltsamerweise erst im U.S. Store fündig. Im deutschen Online Store gibt es sie nicht.

Dirk Gently’s Holistic Detective Agency

Neben dem Gefeiere hatte ich auch Zeit mir eine neue Serie auf Netflix anzusehen.

Dirk

Dirk Gently’s Holistic Detective Agency ist einer der schrägsten Serien, die ich seit langem gesehen habe. Dirk Gentley (Samuel Barnett, der total anders aussieht als in Penny Dreadful) ist ein eher nerviger Charakter. Star der Story ist Todd, (Elijah Wood) der kleine unbescholtene Liftboy in einem großen Hotel, wird vom Direktor beordert, in einer Suite nach den Rechten zu sehen. Dort trifft er auf einen Tatort der sehr bultig und bizzar aussieht… Und mit einem Kamera Travelling über diesen grausigen Tatort beginnt die erste Folge.

Es ist schwierig etwas über den Plot zu erzählen, ohne zu viel zu verraten. Da die Serie auf einer Novelle von Douglas Adams beruht, kann man sich allerdings denken, dass es ohne Sci-fi nicht geht, obwohl die Geschichte absolut in der heutigen Zeit spielt. Streckenweise erinnerte es mich auch ein wenig an Doctor Who, vor allem gegen Ende der Serie. In dem Moment wächst Dirk Gentley auch über sich hinaus, als er den wahren Täter findet.

Die Geschichte springt in die Vergangenheit und wieder zurück in die Gegenwart und behandelt mehrere Erzählstränge. Einer davon gefiel mir ganz besonders gut. Bart Curlish (hervorragend gespielt von Fiona Durif) ist eine holistische Mörderin, der man nichts anhaben kann.

Eigentlich genau das richtige für die kalten Winterabende.

 

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Huch, Schnee!!!

Silvester und Neujahr habe ich bei Freunden in Münster verbracht. Es war schön. Wir haben viel gelacht. Wir haben Blei gegossen, Heliumballons eingeatmet und rumgealbert. Um Mitternacht sind wir raus in die eiskalte Nacht, um den Nachbarn beim Böllern und Raketenzünden zuzusehen und die Hunde beruhigt, die wegen der Knallerei dem Herzinfarkt nahe waren.

Es gab Raclette zu Silvester und Resteessen Raclette zu Neujahr.  Und seltsamerweise schmeckte es mir am zweiten Tag fast noch besser.

Die Bewohner das Hauses sind Technisch immer auf dem neuesten Stand, vor allem was die Deko angeht. So wurde nachts die Fassade von einem Laser ausgeleuchtet und das Rollo im Bad gab dem Zimmer eine… Disconote?

‘Wenn alles gesagt und getan ist’ , war an Silvester ein Satz, der mir im Kopf herumschwirrte. Es bestand immer noch eine kleine Hoffnung in meinem Hinterkopf, doch letztendlich musste ich einsehen, dass beziehungstechnisch  nichts mehr neu verklebt werden kann, das vor anderthalb Jahren mit lautem Knall, in tausend Stücke zersprang. Versteht mich nicht falsch. Es hat nichts mit Trauer zu tun. Es ist lediglich eine Feststellung und neue Erfahrung.

***

Schnee

Als ich heute Morgen erwachte und zum Fenster hinaus schaute, sah ich… Schnee. Doch der Weg über A1 war sauber und erfreulich wenig befahren, dass ich ohne große Anstrengung die ganze Stecke ohne Pause schaffte.

Sogar durch die (Schn)eifel ging es erstaunlich gut.

***

Eben las ich bei Modeste ein Text, der genau das ausdrückt ich schon lange fühle, spüre mit jeder Faser meines Körpers, und es doch nicht in Worte fassen kann. Sie kann es.

Mein Leben und das meiner Freunde hat in den allermeisten Fällen vermutlich seine Endausbaustufe erreicht. Für romantische Komödien sind wir zu alt. Unsere Erfolge sind eingetreten oder kommen nicht mehr. Die meisten Überraschungen werden unangenehm ausfallen.

Modeste

Rückblick 2016

 

Ich wollte nichts mehr schreiben für dieses Jahr. Doch saß ich vorhin hier, und sah den berühmten ‘Rückblick’, den ja viele im Blog schreiben. Und vielleicht ist es ja ganz gut dass ich ihn am letzten Tag des Jahres schreibe.  Nun den…

Zugenommen oder abgenommen?
Auf und nieder, immer wieder. Am Ende des Jahres geht es immer wieder bergauf mit den Kilos.

Haare länger oder kürzer?
Seit einem halben Jahr, kürzer

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Beides hat sich verschlechtert.

Mehr bewegt oder weniger?
Weniger. Ich war schon ewig nicht mehr schwimmen.

Mehr Kohle oder weniger.
Gefühlt weniger, aber wenn ich die Auftragszahlen vergleiche, dürfte es ungefähr gleich sein.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Das war dieses Jahr mahr als sonst das neuen Auts wegen. Aber 2017 wir teuer….sehr teuer.

Der hirnrissigste Plan?
Zu denken dass gefühlsmäßig noch was geht, wenn alles gesagt und getan ist. Das musste ich genau heute erst feststellen.

Die gefährlichste Unternehmung?
Mich mit dem Steueramt anzulegen, hätte ganz schön schief gehen können. Aber am Ende hat es sich aber gelohnt und das Amt haben klein beigegeben.

Die teuerste Anschaffung?
Ein neues Auto.

Das leckerste Essen?
Im Oro e Argento und mein Geburtstagsmenü.

Das beeindruckenste Buch?
Cosi van Tutte von Alan Bennett

Das enttäuschendste Buch?
Das muss ich nochmal zu hause in die Hand nehmen, (ich bin außerhalb) denn weder Titel noch Schriftsteller fallen mir jetzt ein. (was beweist wie wenig es mich beeindruckt hat)

Der ergreifendste Film?
Asche auf mein Haupt. Ich erinnere mich an keinen der nachhaltig hängen blieb.

Die beste Musik?
Wie die Kaltmamsell habe ich mich mit vielen verstorbenen Musikern befasst, doch eine wirkliche Neuentdeckung machte nicht. Wenn, dann vielleicht das neue Album von Katie Melua / Winter.

Das beste Theater?
Performance im Theatre du Centaure

Die meiste Zeit verbracht mit…?
Dingen die unerfreulich sind, wie Trauer, Papaierkram, diverse Ämter…

Die schönste Zeit verbracht mit…?
Einer alten Freundin in Berlin und überhaupt die ganze Berlin Zeit im Sommer.

Vorherrschendes Gefühl 2016?
Endlichkeit.

2016 zum ersten Mal getan?
– Mir ein anderes Auto einer anderen Marke in einer anderen Werkstatt gekauft. Ein großer Schritt, wenn man davor 32 Jahre lang (also vom Führerschein an) der  elterlichen Tradition wegen, nichts anderes hatte als Peugeot.
– Ein Haus verkauft.

2016 nach langer Zeit wieder getan?
3 Wochen Urlaub hintereinander.

2 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Begräbnis der letzten Verwandten
Sich bewusst werden, dass man der letzte seiner Art ist.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Dass man für meinen Beruf brennen muss, oder man kann gleich Kassierer/in im Supermarkt werden…

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
All meinen Freunden eine grandiose Feier an meinen Geburtstag geboten .

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Mich für einen Nachmittag aus einem tiefen Trauertal reißen und mir aufzeigen, dass es noch neue Perspektiven gibt.

2016 war mit 1 Wort…?
Endlichkeitsbewußtwerdung.

Vorsätze für 2017?
Durchhalten.
Neue Perspektiven schaffen.

Wir sehen uns. Guten Rutsch!

Barcelona – Tag 4 1/2 – Zurück in die Kälte

“Sch…e ist das kalt hier!”, entfuhr es mir als aus dem Flughafen kam. Ich hatte ein wenig vorgesorgt mit Strickjacke und Schal, aber es half nur bedingt.

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Da der Flieger erst um um 14:30 fliegen sollte, hatte ich noch den ganzen Morgen und wanderte noch einmal ein wenig durch die Innenstadt.

Zurück

Die Krankheit habe ich mir eingfangen 🙂

Zurück ging es über die Schweizer Alpen

Barcelona – Tag 4 – Shopping und andere Zwischenfälle

Ich erwachte früh und war dann, nachdem es am Vortag nicht so toll war , kurz nach 8 schon im Frühstücksraum. Da klappte der Service dann tadellos.

Da ich am Tag zuvor die Ramblas nicht ganz durchschritten hatte, nahm ich mir den unteren Teil vor, der zum Hafen führt.

Manchmal überrascht mich mein iPhone dann doch mit atemberaubenden Fotos.

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Es sollte sich als interessant erweisen, die Ramblas von der anderen Seite durchwandern. Bei U-Bahn Station  der Oper sah ich ein Katz und Maus Spiel zwischen Afrikanern, die Kopien von teuren Taschen verkauften, und der Polizei, die sie verscheuchte. Die Afrikaner sind es wahrscheinlich gewohnt und darauf auch vorbereitet, gejagt zu werden. Sie standen alle in Reih und Glied ihr Bettlacken ausgebreitet mit allen Taschen und Geldbeutel drauf. Ich erkannte das Logo von Chanel und Gucci. Die vier Ecken des Lackens waren jeweils mit einem Stück Seil verbunden, die sie alle in einer Hand hielten. Es dauerte keine 30 Sekunden und eine Polizeiwagen fuhr vor. Die ganze Hehlerbande zog wie auf Kommando die vier Seile mit den Lackenenden zusammen und die Wahre landete Huckepack auf dem Rücken. Alle verschwanden sofort die Treppe hinunter in die Gänge der U-bahn.  Die Polizei blieb gelassen, und blieb oben bei den Eingängen stehen.

Irgendwie muss das Ganze ein Spiel sein, dass schon seit langem geht. Die Kellner der umliegenden Cafés und Restaurants schenkten der ganzen Aktion keine Beachtung. Nur die Touristen schauten zu.

Kletternikoläuse gibts auch hier. War aber das einzige mal dass ich welche sichtete.

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Ich weiß nicht ob das ein anderer Mann versteht der nicht Maskenbildner ist. Ich habe heute und gestern 250 Euro für Make-up ausgegeben das ich nicht an mir gebrauche sondern für den Job. Ich fand hier im Sephora Marken die ich in Luxemburg schmerzlich vermisse. Zum Beispiel Kat von D. oder die komplette Serie von Too Faced. Endlich habe ich eine ganze Serie von guten Liquid Lipsicks, die matt werden und kussfest sind.

Das Bild mit dem blauen Jüngling ist die Tüte von Camper. (Ja, ich habe Schuhe gekauft..ich bin ein hoffnungsloser Fall.) Und dann habe ich mir noch eine große Flasche Blackpepper gegönnt.

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Noch ein Bild vom Patio in dem ich jeden Abend saß. Hier mal am Tag abgelichtet.

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Und heute geht es in aller Ruhe zurück. Es war wunderschön und meinem Gemüt tat es mehr als gut weggewesen zu sein. Aber es war definitiv zu kurz. Es muss noch mal wiederholt werden.

Barcelona – Tag3 – Zwischen Entdeckungen und Pflichtprogramm

Eine sehr unruhige Nacht verbracht. Ich hatte im Hotel abends noch ein paar Tapas bestellt, die aber nicht besonders waren, im Gegenteil, sie lagen mir auf dem Magen.

Also begann ich den Tag etwas später. Den Frühstücksraum sollte man definitiv früher besuchen. Er war proppenvoll als ich ankam und ich genoss nicht mehr die gleiche Aufmerksamkeit der Kellner wie an ersten Tag. Das Frühstück viel dementsprechend leicht aus. Ein bisschen Müsli, mehr ging nicht.

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Gerogre Michael spukte mir noch lange im Kopf herum. Auf Facebook entdeckte ich alle Videos von ihm, die Youtube und Vimeo hergaben. Ich mochte ja bei ihm auch wenn er eine etwas härtere Gangart in seinen Songs einlegte.  Wie zum Beispiel Freeek…

….oder Killer/Papa was a Rolling Stone

***

Das Wetter war heute NOCH besser als gestern und ich konnte die Strickjacke ganz weglassen. Nun dachte ich mir dass ich doch ein wenig Pflichtprogramm absolvieren sollte. Ich ließ mich durch die Gassen des Gotischen Viertels treiben. Das erste was ich zu mir nahm und sehr gut schmeckte, war ein Eis.

Man kann sich eigentlich in Barcelona nicht verirren, der Straßenplan ist Ritter Sport (quadratisch, praktisch, gut) mit eine langen Diagonale einmal quer durch.

Da ich des Spanischen und Katalanischen nicht mächtig bin, schlage ich mich so durch mit den paar Brocken die ich kann, der Rest ist Englisch und sicheres auftreten.

Ramblas, Placa de Catalunya, Picasso Museum, obwohl dieses erst nachmittags geöffnet hatte. Man läuft viel hier. Das U-Bahn Ticket für 2 Tage hätte ich mir sparen können.

Entdeckungen

Und dann tat ich etwas was ich bis dato noch nie gemacht habe. Da ich nicht schon wieder Tapas haben wollte und mir sonst auch nichts zusagte, setzte ich mich auf der Placa de Catalunya ins …Hard Rock Café. Das erste mal dass ich überhaupt eines betrete. Ich bekam sofort einen Tisch und eine auf  sehr nett und auf Hard Rock Café durchtrainierte Bedienung. Der Wein war ok, das Essen (ich hatte Pulled Pork) war auch ok.

Warum die Leute aber Souvenir T-shirts und ähnliche Dinge kaufen ist mir schleierhaft. Ich  verbuche den Besuch unter “been there, done it” und kann es von der Strichliste abhacken.

Barcelona – Tag2 – Erkundungen und die traurige Nachricht von George

Eigentlich freute ich mich darauf am Morgen ein tolles Posting zu schreiben. Als ich dann vor dem zu Bett gehen ein letztes Mal, auf Handy schaute, stand es da… George Michael ist tot.

Es  ist nicht fair! Mein Gott, er war  53!  Drei Jahre älter als ich! Ausgerechnet an Weihnachten! Ich war so erschüttert und traurig, dass ich anfing zu weinen. ..

Es gab mal im Blog eine Serie, die ich “Moment mal…” nannte. Die meisten Beiträge habe ich herausgekommen, doch werde ich den von George wieder einsetzten.  Er ist der einzige Sänger über den ich je so geschrieben habe. Ich schrieb den Beitrag am  28. August 2008 hier.

***

Ich erwachte sehr früh.
Ich ging also bei Zeiten los auf Erkundungstour.

Wenn ich vom Hotel aus Richtung Norden gehe, komme ich zu diesem Triumphbogen.

Erkundung

Und dann sah ich das hier…

Die Sagrada Familia ist DER Magnetpunkt für Touristen und es erstaunte mich, wie viele Menschen auf dem kleinen Vorplatz waren, im Winter, an einem Feiertag. Ich will nicht wissen was hier im Sommer los ist. Eintrittskarten zur Besichtigung waren ausverkauft, stand da zu lesen, und es wäre besser welche im Internet zu erwerben.

Ich saß noch ein wenig auf der Bank in dem kleinen Park und fand neue Spielereien im Handy die ich noch nicht kannte, so wie diese hier…

Auf meine Weg hinunter zum olympischen Dorf fand ich diese kleine Kuriosität….

Während dem Bau dieses Springbrunnens haben sich 2 Möwen im Beton verewigt.

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Das was ich in der Reflektion des Glashauses sah, sah anschließend von Strand so aus…

Und dann entstand das Bild das schon auf Facebook für Furore gesorgt hat.

Weihnachten am Strand. Eine der besten Ideen die ich in der letzten Zeit hatte. Es war windstill und in der Sonne konnte ich dicke Oberjacke und die Strickjacke ausziehen.

Das Weihnachtsmenue nahm ich in einem spanischen-japansichen Fusionrestaurant ein. Das Weihnachtsmenü im Aushang hörte sich spannend an und war sehr lecker.

 

Barcelona – Tag1 – Ankommen in einer fremden Stadt

Ich flog über Zürich nach Barcelona, und da der Flieger von Luxemburg aus prall gefüllt war, und sich deswegen alles verzögerte, kam ich in Zürich kurz vor knapp am nächsten sehr entlegenen Gate an, um wieder einzucheken. Und dort hatte ich Glück. Die eigentliche Maschine, mit der wir fliegen sollten, hatte einen Schaden und wurde durch ein kleinere Maschine ersetzt. Es wurden dann willkürlich 30 Leute vom Flug gestrichen, und ich war Gott sei Dank nicht dabei. Uff.

So sehen die Pyrenäen von oben aus.

Barcelona

Ich gönnte mir ein Taxi in die Innenstadt.

Das Hotel wurde mir als Hotel de Charme angepriesen, was es aber, wenn ich es genau nehme, nicht stimmt. Es ist von außen ein altes Gebäude aber von innen ein hochmoderner Bau, sehr elegant und alles scheint noch sehr neu zu sein. Großartig mit gutem WLAN, sonst würdet ihr das hier nicht lesen. Versteht mich nicht falsch, das Hotel ist der Knaller. Das Wort Charme stimmt irgendwie nicht.

Das schönste aber ist die SONNE! Endlich Sonne und kein trübes kaltes Schmuddelwetter mehr! Das hob schon bei der Taxifahrt meine Stimmung so sehr, dass ich fast zu singen begann…

Ich wanderte am späten Nachmittag  noch ein wenig durch die Straßen des Ribera Viertels, ging dann aber wieder zurück ins Hotel weil ich nur noch müde war. Doch das was ich bis jetzt gesehen habe, gefällt mir sehr gut. Fotos habe ich keine gemacht, die folgen morgen.

 

Was von Weihnachten übrig bleibt

Weihanchten

Das Foto machte vor über 10 Jahren in der Wohnung in Berlin meines damaligen Gatten, der inzwischen zu “Somebody I used to know” herabgestuft wurde.  Ich weiß nicht einmal ob er noch lebt. Es war das einzige Weihnachten das ich nicht in Luxemburg verbrachte. Vor ein paar Tagen fand ich die restlichen Fotos dieser Berlintage in den Tiefen meiner Festplatte wieder…

***

Das mir ausgerechnet dieses Jahr der Abschiedsgruß”…und schöne Feiertage!” all meiner Arbeitskollegen so verlogen und heuchlerisch vorkommt, hat damit zu tun, dass es niemanden mehr gibt, mit dem ich feiern könnte. Dabei war der Gruß bestimmt ehrlich gemeint, auch wenn er bei den meisten nur so dahergesagt wird.

Ich bin es sowas von leid, in Selbstmitleid zu versinken, und mich Jahr für Jahr immer wieder damit auseinanderzusetzen, dass Weihnachten für mich nicht mehr das ist, was es einmal war.  Es ist dieses Jahr um so schlimmer, da im Juni meine letzte Verwandte, Tante Gritty, starb…

Gritty war krank, sie litt an Alzheimer, und innerlich hatte ich ihr schon vor Jahren Lebewohl gesagt.  Als ich heute morgen erwachte, kam mir dieser Moment wieder in den Sinn, und ich erinnerte mich an den Tag genau. Es war als ich ihre Koffer packte, und sie im Krankenhaus abholte, um sie ins Altenheim zu bringen. Dass sie noch mal zurück nach hause gehen sollte, stand außer Frage. Ich verließ ihre Wohnung, wuchtete die zwei großen Koffer in den Kofferraum und setzte mich ans Steuer. Und plötzlich war es so, als ob ich eine fremde Frau abholen würde, eine Frau die nicht mehr meine Tante und Patin war, sondern ein Schatten, der nur äußerlich an sie erinnerte. Ich bekam einen fürchterlichen Weinkrampf und es dauerte eine ganze Weile, bis ich endlich fahren konnte.

In zwei Stunden werde ich im Flugzeug sitzen und nach Barcelona fliegen, fliehen, flüchten.  Ob ich von dort aus schreiben werde, hängt weitgehend vom WLAN des Hotels ab.

Ich wünsche euch allen, ehrlich gemeinte, frohe Weihnachten. Doch bitte ich euch, sie mir nicht zu wünschen, denn ich werde nicht feiern.

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