Von Luxemburg nach Berlin

Aber bevor ich mit den Fotos anfange: Gestern wurde Smalltown Boy von Bronsky Beat 40 Jahre alt. Von den drei Bandmitgliedern lebt nur noch Jimmy und er hat die Stimmlage immer noch. Alle Achtung!

Ja, das Lied heute ist wichtiger den je.

***

Leider sollte hier der traditionelle Fotoreigen folgen aber es es gibt nur zwei Stück:

Da ich das Hotel gleich zu Anfang auch gebucht hatte, war ich felsenfest davon überzeugt, ich hätte das gleiche Hotel wie letztes mal, aber nein. Das fiel mit erst auf als ich vom Flughafen hinfuhr. Ich hatte mir, weil ich müde war, ein Taxi gegönnt.

Das Hotel ist nun nicht der Hammer, aber ok.

Früh zu Bett um nicht schlafen zu können, da fremdes Bett, aber das bin ich ja gewohnt.

Und morgen geht es los.

Schön, emotional, ermüdend, lästig

Den Samstag würde ich gerne kurz zusammenfassen, aber so ganz geht das leider nicht. Er war einerseits schön und emotional und andererseits ermüdend und lästig.

Es fing damit an, dass der Wecker schon um 7:00 Uhr klingelte, was ungefähr ungefähr eine Stunde zu früh war. Am liebsten hätte ich das Handy durchs Fenster in den Hof geschmissen. Ich war elend müde. Doch es half alles nichts, ich musste raus.

Der erste Termin war beim Friseur meines Vertrauens, wo ich jemandem aus Gründen beratend zur Seite stand. Das war einerseits schön, dass man so großes Vertrauen in mich setzt aber an dem Morgen wäre es mir auch schlichtweg egal gewesen, so müde war ich. Die A. wusste von der Aktion, und lud mich später zum Kaffee zu sich nach Hause ein. Kurze Zeit später ging ich mit ihr zum Markt. Ich selber brauchte nichts, da ich ja morgen wegfahre.

Am Nachmittag dann einen letzten beruflichen Termin, den ich am liebsten nicht gehabt hätte. Aber da ich nun mal bin, wie ich bin, hatte ich zugesagt. Es war die Wiederaufnahme eines Stückes, dass zweieinhalb Jahre lang in der Kiste lag. Da ich es diesmal nicht selber mache, übergab ich es an jemand anders. Und hier kam das Emotionale und Schöne zutage. Ich wurde so oft in den Arm genommen, und lieb gedrückt, wie schon lange nicht mehr. Alle waren traurig, dass ich nicht mit dabei sein werde.

Kurz nach 22:00 Uhr war ich zu Hause und fiel wie ein Stein ins Bett.

Freitag mit karger Ausbeute

Der Freitag fing damit an, dass ich am Morgen einen Termin gründlich versammelte. Ich hatte für das Auto ein Wellness Programm gebucht. Innen und außen. Dann muss das Auto anderthalb Wochen dreckig, durch die Gegend fahren bis ich von der Re:publica zurück bin. Am Nachmittag fuhr ich zum Baumarkt und holte neue Salzsäckchen für die Entfeuchterkisten in der Garage und im Keller.

Am Abend betreute ich die letzte Vorstellung des vorvorletzten Stückes meiner Saison. Und damit wäre diese Baustelle auch zu. Uff.

Und weil die Tagesausbeute sehr karg ist, gibt es noch eine Tagesfrage:

Was bedeutet „alles haben“ für dich? Ist es erreichbar?

Natürlich ist es nicht erreichbar. Man könnte darüber eine ganze philosophische Doktorarbeit schreiben.

Aber genau zu der Frage hat Stephen Sondheim mal ein Lied geschrieben das 1990 im Film Dick Tracy zu hören war. Und ich denke das trifft es ganz gut:

Once upon a time I had plenty of nothing,
Which was fine with me
Because I had rhythm, music, love,
The sun, the stars and the moon above,
Had the clear blue sky and the deep blue sea.
That was when the best things in life were free.

Then time went by and now I got plenty of plenty,
Which is fine with me.
‚Cause I still got love, I still got rhythm,
But look at what I got to go with ‚em.
„Who could ask for anything more?“, I hear you query.
Who could ask for anything more? Well, let me tell you, dearie.

Got my diamonds, got my yacht, got a guy I adore.
I’m so happy with what I got, I want more!

Count your blessings, one, two, three
I just hate keeping score.
Any number is fine with me
As long as it’s more!
As long as it’s more!

I’m no mathematician, all I know is addition
I find counting a bore.
Keep the number mounting, your accountant does the counting.
(More! More!)

I got rhythm, music too, just as much as before
Got my guy and my sky of blue,
Now, however, I own the view.
More is better than nothing, true
But nothing’s better than more, more, more
Nothing’s better than more.

One is fun, why not two?
And if you like two, you might as well have four,
And if you like four, why not a few
Why not a slew?
More! More!
(More! More!)

If you’ve got a little, why not a lot?
Add and bit and it’ll get to be an oodle.
Every jot and tittle adds to the pot
Soon you’ve got the kit as well as the caboodle.
(More! More!)

Never say when, never stop at plenty,
If it’s gonna rain, let it pour.
Happy with ten, happier with twenty
If you like a penny, wouldn’t you like many much more?

Or does that sound too greedy?
That’s not greed, no, indeedy
That’s just stocking the store.
Gotta fill your cupboard, remember Mother Hubbard.
(More! More!)

Each possession you possess
Helps your spirits to soar.
That’s what’s soothing about excess
Never settle for something less.
Something’s better than nothing, yes!
But nothing’s better than more, more more
(Except all, all, all) Except all, all, all
Except once you have it all (have it all)
You may find all else above (find all else above)
That though things are bliss,
There’s one thing you miss, and that’s
More! More!

Eine Tagesfrage & Buch

Herrlich gut geschlafen, das war schön. Noch in der Horizontalen bei anderen Bloggern gelesen und die Tagesfrage beantwortet.

Welche persönlichen Gegenstände liegen dir besonders am Herzen?

Made with Gencraft

Das ist eine gute Frage die aber eine etwas ausführlichere Antwort verdient. Es gibt einen Unterschied zwischen beruflichen Gegenständen und Gegenständen aus dem privaten Bereich.

Berufliche Gegenstände, die mir am Herzen liegen, gibt es in dem Sinne nicht, aber sie sind überlebenswichtig. Wenn ich sie nicht habe, kann ich meinen Beruf nicht ausüben. Es gibt aber Gegenstände, die mich an längst vergangene Projekte erinnern und die ich aus Nostalgiegründen nicht wegwerfen kann. So fand ich vor kurzem kleine längliche, wellenförmige Schaumstoffteile wieder, die man zwischen die Zehen gibt, wenn man die Zehennägel lackiert. Ich hatte sie damals besorgt, und sie waren Teil der Requisite aus einem Film, an den ich schöne Erinnerungen habe. Ich werde diese Schaumstoffteile nie wieder gebrauchen, aber wegwerfen kann ich sie (noch) nicht.

Im privaten Bereich sieht das anders aus. Als vor über zehn Jahren, die traurige Zeit begann, in der einer nach dem anderen aus der Familie starb, war ich plötzlich mit so viel Zeug aus drei verschiedenen Haushalten konfrontiert, die alle viele Erinnerungen beinhalteten. Jedes einzelne Teil, dass ich verkaufte, entsorgte oder weg gab, versetzte mir einen Stich ins Herz, als so, als ob ich die Erinnerungen wegwerfen würde. Es fiel mir zusehens schwerer und ich holte mir Hilfe. Ich heuerte eine Flohmarkthändlerin an. Ich durfte bei ihren großen Aufräumaktionen nicht anwesend sein, da ich es nicht ausgehalten hätte. Sogar jetzt beim Schreiben, überkommt mich immer noch ein Unwohlsein. Andererseits, was hätte ich mit all dem Zeug angefangen? Ich wäre darin erstickt.

Rückblickend gesehen tat ich das einzig richtige, auch wenn es sich heute noch immer schmerzlich anfühlt. Inzwischen sehe ich die Dinge anders. In der Garage und im Keller stehen immer noch Kisten, die ich seit dem Umzug und dem Häuserausräumen nicht angefasst habe. Ich habe mir vorgenommen, im Sommer diese Kisten endlich zu entsorgen. Ob ich es in die Tat umsätze oder nicht, steht in den Sternen.

Und um jetzt auf die Frage oben zu antworten welche Gegenstände mir besonders am Herzen liegen, kann ich nur sagen; es gibt zu viele davon. Sie sind kleine Kostbarkeiten und unendlich schwerer Ballast zugleich.

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Den Nachmittag mit ein bisschen Haushalten und Lesen verbracht.

Weil mir das letzte Buch von Imgard Keun so gut gefallen hatte, fing ich ein weiters an. Das Mädchen mit dem die Kinder nicht verkehren durften.

Ich sollte vielleicht ein paar Worte über das Werk, das ich davor gelesen hatte, verlieren. Gilgi.

Es ist vor allem die Sprache die mich faszinierte. Zudem gibt sie jeder Figur ihre ganz eigene Sprache. Am interessantesten ist die Hauptfigur selbst, die es mit ihren knappen 21 Jahren versteht sich so ausgewählt und treffend genau auszudrücken, dass es teilweise unglaubwürdig scheint. Das tut der Geschichte an sich aber keinen Abbruch. Schade, dass es mit ihrem Fortgang aus dem Rheinland aufhört. Ich hätte gern gewusst wie es ihr in Berlin so ergangen wäre.

Ich lies so lange im neuen Buch bis es wieder an der Zeit war, dem nachzugehen damit ich Butter auf dem Brot habe.

Wazifubo & Vollmond

Im Frühtau…. ein Wazifubo Foto im Laboratorium für medizinische Analysen, zwecks Blutabnahme. Eine meiner bevorzugten Lieblingsbeschäftigungen früh am Morgen. So sehr, dass ich sie mir nur ganz selten gönne, damit der Hochgenuss auf höchster Stufe erhalten bleibt….oder auch nicht.

Später ging ich kurz zum Wochenmarkt auf einen schnellen Kaffee mit der D.

Ich kaufte mir beim Metzger des Marktes eine Quiche Lorraine, von dem ich letzte Woche schon eine hatte und die sehr lecker war.

Ich war sehr müde und legte mich kurz hin.

Als ich das Pflaster vom Arm zog, wusste ich auch warum sie es doppelt geklebt hatte. Ha! Die Laborantin hatte ein wenig daneben gebohrt.

Am Abend dann das üblich Unverblogbare das bis Ende der Woche so weitergeht.

Später, als es heimwärts ging, machte ich ein Foto auf der Place Guillaume. Der Vollmond hübsch eingebettet zwischen den Türmen der Kathedrale:

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Ein Nachtrag von gestern Abend aus dem Radio. Das Zitat das ich sehr gut fand, kam von einem Jazzmusiker, fragt mich aber nicht wer, ich weiß es nicht mehr:

KI kann man im kulturellen Bereich in Zukunft mit IK bekämpfen.

(IK = Intelligente Kunst)

Auf Englisch geht es auch: AI versus IA = Intelligent Art.

Emmy isst einen grünen ‚Igel‘.

Pfingstdienstag

Ein Regentag, fast so schlimm wie letzte Woche. Am Morgen hatte es auch eine Warnung gegeben im Radio, nicht für meine Region, sondern für den Norden Luxemburgs. Der Wetterumschwung brachte mit sich, dass ich morgens gleich schon mit Kopfschmerzen aufstand.

In meiner Alten Heimat ist der Pfingstdienstag ein Feiertag. Einer der heiligsten überhaupt. So heilig, dass er sogar in das nonmaterielle Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen wurde. Die Echternacher Springprozession. Wenn das Wetter einigermaßen gewesen wäre, hätte ich mich sogar dazu hinreißen lassen und wäre hingefahren. Den

Doch ich entschied mich anders.

Eine Reihe Haushaltsdinge, die letzte Woche liegen geblieben waren, waren an der Tagesordnung. Zwischendurch hörte ich ein Hörbuch von Irmgard Keun, dass sie schon vor mehreren Wochen angefangen hatte. Gilgi, eine von uns.

Das wäre jetzt neben Das kunstseidene Mädchen und Nach Mitternacht, der dritte Roman den ich von ihr lese.

Am Abend wie gehabt dienstlich Unverblogbares.

Aus Gründen früh zu Bett.

Pfingstmontag mit Menü

Es war schön Wetter angekündigt. Hervorragend!

Am Morgen flitzte ich schnell zur Schildkröte der A. Gegen 11:00 Uhr hatte ich einen dienstlichen Termin.

Für Mittag hatte ich einen Tisch im Renert bestellt. Sie hatten für den Feiertag ein extra Pfingstmenü aufgetischt. Ich ging zusammen mit D. hin.

Der Koch hat sich selbst übertroffen. Und ich hatte mich hoffnungslos überfressen.

Am späten Nachmittag hatte ich noch einen weiteren Termin. Er war halbwegs dienstlicher Natur, traf mich aber nur bedingt. Es war zum ersten Mal, dass sich fast alle Maskenbildner Luxemburgs trafen. Es war eine lustige Runde. Es ging vor allem um ein Thema, dass ich hier leider verschweigen muss, was aber sehr wichtig für uns alle war.

Seit ein paar Tagen steht der fahrbare Aussichtsturm wieder auf der Place de la Constitution. Ich war vor Jahren schon schon einmal  damit gefahren.

Ich machte früh Schluss.

Pfingstsonntag oder was davon übrig blieb

Interessanterweise passieren die Serverausfälle immer an einem Samstagabend spät oder Sonntagmorgen, wenn niemand erreichbar ist. Sehr seltsam, gell?  Zudem ist morgen auch noch ein Feiertag das macht es nicht besser. Ich werde es ab jetzt jedes Mal festhalten im Blog, da es mich langsam nervt.

Angedacht war, dass ich in die Alte Heimat fahre. Dort wird Pfingsten immer etwas mehr gefeiert als anderswo. Doch als ich am frühen Nachmittag losfahren wollte, hörte ich das erste Donnergrollen. Also blieb ich zu Hause, las und schrieb und schaute Netflix. Das Wetter blieb bis zum späten Abend unstet.

Zwischendurch huschte ich schnell in die Wohnung der A. Da sie über das Wochenende nicht da ist, ich musste ich nach der Schildkröte sehen.

Ich schaute mir verschiedene Dokus an. Zwei davon fand ich bemerkenswert.

Camille Pissarro wird als Vater des Impressionismus bezeichnet. Er war von Anfang an mit dabei und war der älteste der Maler, die diesen Stil mit prägten, nebst Manet, Monet, Cézanne und Degas und einer Frau die oft vergessen wird, Berthe Morisot.

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Bei einer weiteren Doku lernte ich enorm viel dazu, weil mir diese Frau kein Begriff war. Gabriële Buffet-Picabia.

Sie war Strippenzieherin im besten Sinne des Wortes, und Mitbegründerin des Dadaismus.

Pfingstsamstag mit einer Doppelvorstellung Theater

Zugegeben, der Pfingstsamstag ist kein Feiertag, aber für mich war es der erste freie Tag seit langem.

Ich war endlich wieder einmal auf dem Wochenmarkt und nach dem schrecklichen Regentag, der so einiges hier überflutet hatte, trockenen Fußes.

Ich kaufte Blumen…

… und Obst und Gemüse für das verlängerte Wochenende.

Am Nachmittag schaute ich mir vier Folgen der Serie Victoria an, die ich schon seit längerem aufgenommen hatte. Ich wusste wenig über die Queen, auch wenn ich in punkto Ausstattung in englischen Filmen schon öfters mit der Mode aus der Zeit konfrontiert wurde. Über ihr Leben wusste ich wenig. Über ihre letzten Jahre wusste ich mehr weil es mal einen sehr tollen Film mit Judi Dench gab in der Hauptrolle. Mrs.Brown.

Später dann eine Doppelvorstellung im Theater, was selten vorkommt. Es gab eine Vorstellung auf der großen Hinterbühne, und eine Vorstellung im Studio. Beide waren von den Zeiten her so gelegt, dass man sie sich hintereinander ansehen konnte. Warum nicht mal einen ganzen Abend im Theater verbringen mit zwei Vorstellungen? Im Kino hab ich das schon oft gemacht, dass ich mir zwei Filme angesehen habe.

Erste Vorstellung:

The Shakespear Villans. Eine One Man Show auf Englisch. Großartige kraftraubende Performance des Darstellers.

Zweite Vorstellung:

Wer hat Angst vor Virginia Woolf, eine Coproduktion mit dem Mainzer Staatstheater. Ein Klassiker. Die Geschichte eines Ehepaares, dass sich gegenseitig zerfleischt. Ich kannte den Film mit Elisabeth Taylor und Richard Burton. Ich hatte aber nur wenige Erinnerungen daran. Noch mal ein Theaterstück, dass den Darstellern viel Kraft abverlangte, dem älteren wie dem jungen Ehepaar.

Wer in oder um Mainz wohnt, sollte sich das Stück unbedingt ansehen. Es läuft noch zweimal in dieser Spielzeit und wird wahrscheinlich auch in der nächsten wieder aufgenommen.

Einen letzten Absacker gab es in der Brasserie du Théâtre, die einen neuen Pächter haben. Sehr gute Cocktails! Der Espresso Martini war genauso, wie ich ihn mag.

Viel Wasser von oben

Ein letztes mal die 6:00 Uhr Nummer. Und dann hoffentlich nicht so schnell wieder!

Am Abend davor hatte es eine gelbe Wetterwarnung gegeben. Es sollte ein heftiger Regentag werden. Nun ja, was soll’s. Mir sollte es recht sein. Ich hatte eh den ganzen Tag über genug zu tun. Und so kämpfte ich mich über die Autobahn durch den Starkregen in Richtung Süden kurz nach 7:00 Uhr. Lustig war das nicht. 

Kurze Zeit später bekam ich dann folgende SMS:

Zur Mittagsstunde traf ich mich mit der N. Auch Darwin war hellauf begeistert mich zu sehen. Wir aßen eine Kleinigkeit in der Hosteria Gusto, die heute ein letztes Mal ihre Türen geöffnet hatte. Sie wird schließen.

Dann kämpfte ich mich mit dem Auto noch einmal durch den starken Regen über die Autobahn und war heilfroh, dass mein Teilstück noch geöffnet war, denn im Radio hörte ich, dass schon viele andere Straßen, auch Autobahnteile, gesperrt waren.

Daheim legte ich mich kurz hin und schrieb schon im Blog vor.

Und am späten Nachmittag wurde dann per SMS die zweite Alarmstufe ausgerufen, diesmal in rot:

Bei mir stand Unverblogbares an, dass aber wie gewohnt von statten lief.

Ich machte beizeiten Schluss und war froh als ich endlich im Bettchen lag.

Donnerstag mit Allerlei

In der Nacht hatte es gründlich geschüttet, so sehr dass ich gegen 1:00 davon wach wurde. Mir viel mein alter gehörloser Nachbar ein, als ich noch im kleinen Studio am Bahnhof wohnte. Sein Kommentar war immer, „Chegen, Chegen, Chegen.“, und dabei schüttelte er die Hände in der Luft. Manchmal begegne ich noch…

Um 6:00 Uhr klingelte der Wecker. Unbarmherzig. Ich wäre gerne noch liegen geblieben. Doch ich musste aufstehen. Sogar die Dusche half nicht viel. Auch die drei Tassen Kaffee waren nicht der Hit. Sie machten mich nur zittrig.

Ich beschloss, dass der erste Dienstschluss bereits um 11:30 Uhr war. Wieder daheim, hüpfte ich noch mal unter die Dusche und wusch dieses Mal die Haare mit. Ich hätte einen Termin beim Friseur. es ist immer wieder erstaunlich, wie viel Wolle in drei Wochen nachgewachsen ist. Den asymmetrischen Haarschnitt habe ich beibehalten. Ich denke, dass ich ihn noch eine Weile beibehalten werde.

Ein freudiges Wiedersehen mit der D., die aus dem Baskenland zurück war. Es war aber nur kurz, da sie Termine hatte. Anschließend fuhr ich zum Supermarkt, der nicht meines Vertrauens ist. Die Cora und Match Kette in Luxemburg wurde von E.Leclerc aufgekauft. Der große Supermarkt in der Concorde hat demnach den Namen geändert. Die Produktpalette hat sich bis jetzt aber nicht geändert.

Am Abend sah ich mir Zwei Folgen von Miss Marple an. ONE zeigt zur Zeit die sehr alten Folgen aus den achtziger Jahren mit Joan Hickson in der Hauptrolle. „Nemesis“ (Das Schicksal in Person) ist eine der Geschichten, in der ein altes Verbrechen aufgeklärt wird. Und für mich ist es eine der bewegendsten Geschichten. Obwohl ich seit vielen Jahren weiß, wie sie ausgeht und wer der oder die Täter sind, berührt sie mich immer wieder.

Tage

Sehr viel Unverblogbares die letzten Tage. Darum gibt es hier eine Kurzfassung.

Montag: Ein Termin bei der Ärztin beruhigte mein Gemüt. Ich hatte etwas Beunruhigendes entdeckt, was sich aber als nicht weiter schlimm herausstellte. Es nennt sich Morbus Dupuytren. Das muss irgendwann mal operiert werden, wenn es mich wirklich beeinträchtigt.

Dienstag: Am Morgen fühlte sich der Tag an, als ob er nicht genug Stunden haben würde. Hatte er aber. Es war sogar am Nachmittag noch kurz Zeit für eine Mini Siesta. Später am Abend las ich dass Alice Munro verstorben ist. Eine großartige Schriftstellerin deren Werke ich noch bei weitem nicht alle durch habe.

Mittwoch: 6:00 Uhr aufstehen ist ein Unding für mich, zumal wenn ich am Abend davor noch bis 23:00 dienstlich unterwegs war. Und während ich duschte hörte folgenden Podcast über Matt Bianco. Ein guter Einstieg für die, die ihr Luxemburgisch aufpolieren wollen, den Gibbes Bertolo spricht langsam und präzise und hat eine sehr angenehme Stimme.

Am frühen Nachmittag die Aufzeichnung der Sendung. Am Abend wieder dienstlich Unverblogbares. Uff… der Tag war sehr lang.

Sonntag mit Tagesfrage

Die Sonntage, an denen ich dienstlich gefordert bin, sind eher rarer Natur aber nicht unmöglich. Darum gibt es heute eine Tagesfrage:

Als ich die Frage las, fiel mir sofort ein Name ein.

Erzähle eine Geschichte über jemanden, der dein Leben positiv beeinflusst hat.

Manche werden sich wundern, denn die Frau ist auch umstritten. Es ist Oprah Winfrey. Anfang der 90er wurde ihre Show auf dem holländischen RTL4 übertragen. Sie war ja damals die Queen des Dailytalks. Mit der Zeit gab es immer mehr Ableger davon bis zu dem Punkt dass nur noch lächerlich war. Doch Winfrey entwickelte sich weiter. Ihr Themenbereich ging immer weniger in Richtung spezifischer Probleme von Menschen, die bis zum Abwinken ausdiskutiert wurden. Sie stellte stattdessen Menschen vor, die in dem unterschiedlichsten Bereichen inspirierten.

Es war auch die Zeit in der sich bei mir das Gefühl festgefahren hatte, auf einem Abstellgleis zu stehen. Ich war auf der Sinnsuche.

Sie stellte einmal eine Frau vor, die ihr eigenes Schönheitsinstitut in New York eröffnet hatte. An einen Satz kann ich mich heute noch erinnern. „Exfoliation is my passion“, sagte die Kosemtikerin. Und Oprah schaute später in die Kamera und fargte, „What is your passion?“

Ja, was? Die Vorstellung das Leben zu haben dass ich jetzt habe, war weit entfernt. Das heißt das Verlangen danach war schon da. Aber es fühlte sich so utopisch an, dass ich den Wunsch nicht zu haben wagte. Ich musste noch ein paar tiefe Täler durchlaufen bevor ich soweit war.

Doch Oprah brachte mir auch viele grundlegende Dinge bei, wie z.B: „You can‘t change a person.“ Durch sie habe ich von Wally Lamp, den sagenhaften Roman ‚ Der Gesang der Wale‘ gelesen.

Sie brachte mir viel Zwischenmenschliches bei, von dem ich keine Ahnung hatte. Noch heute, wenn ich sie in Interviews sehe, berührt es mich immer noch irgendwie. Ich sehe sie aber weitaus differenzierter als damals. Viele der Kritikpunkte, wie zum Beispiel, dass ihre ganzen philanthropischen Aktionen, doch nur Eigennutz sind und dem eigenen Image dienen, kann ich nachvollziehen.

Zwei Tage & ESC Finale

Den Freitag verbuche ich unter sehr viel Unverblogbarem.

Da es aber ein Tag mit traumhaft schönem Wetter und Temperaturen war, die A. und ich den Tag gemeinsam bestritten hatten, gab es am Abend eine Belohnung im Bovary.

Zudem ging mit einer Nachricht eine Ära zu Ende, von der abzusehen war, dass es so kommen würde. Und ich werde mich auch darauf einstellen müssen, dass sich etwas bei mir ändern wird. Ob zum Guten oder Schlechten ist noch nicht klar. Ich habe seit Wochen alle Szenarien im Kopf durchgespielt. Erschrecken oder überraschen kann mich vorerst nichts.

Wieder daheim machte ich noch dieses Foto eines brennenden Himmels:

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Der Samstag dann war im Ansatz schon so angelegt dass er chaotisch werden würde. Aber weil ich es vorab wusste , konnte ich mich darauf einstellen.

In der Stadt war für Abends der ING Night Marathon (manche sagen ING Nightmare) geplant und das wie jedes Jahr durch die ganze Stadt geht, auch durch mein Viertel. Ich hatte auf dem Faltplan, der jeder Haushalt im Briefkasten hatte, gesehen, dass auch ich wieder von oben und unten in meiner Straße abgeschnitten werde. Das hieß, das ich den Wagen getrost vergessen konnte. Zu Fuss käme ich schon noch durch aber nicht mit vier Rädern.

Also zog ich nach Dienstschluss ab nachhause, zog mich um und wühlte mich dann durch Menschenmengen und teilweise schon abgesperrte Straßen. Theoretisch bräuchte mir das Finale des ESC nicht anzusehen, da sie während den Vorentscheidugen auch die Songs gezeigt haben, die eh schon im Finale sind.

Am Nachmittag las ich die Nachricht dass die Niederlande aus dem ESC raus ist. Huch! Bis zum Redaktionsschluss dieses Postings war nicht genau klar weswegen und zirkulieren sehr viele Gerüchte.

Als Luxemburg dran war, tobte der kleine Saal des Rainbow Centers.

Doch mit der Zeit wurde es kochend heiß und ich musste ab und an rausgehen.

Ich wartete aber das Ergebnis nicht ab. Ich ging davor heim und schaute mir dort die Punkteverteilung an.

Dass es Nemo aus der Schweiz wurde, hatte mich nicht weiter überrascht. Ich fand ihn sehr gut. Eine Mischung aus Queen und Mika.

Backen & zweites Halbfinale des ESC

Aber zuerst eine Frage an die Runde:

Ist euch in der letzter Zeit etwas aufgefallen, in den sozialen Medien? Es kann aber auch der Algorithmus sein, der mir das seit Wochen häufiger in die Timeline spült als davor, zumindest in den wenigen Medien die ich noch nutze:

…Welches von diesen Portraits von mir gefällt euch am besten? Na?…

(Foto eines Mannes mit gestähltem nackten Oberkörper sich auf dem Sofa räkelnd) Wie findet ihr das Bild von mir? Ich find das ist ganz gut geworden.

Meine Großmutter wird 85. (Foto der Großmutter) Es würde sie sehr freuen wenn dieses Bild 100.000 Likes bekommt.

Das ist schon fast Phishing for likes and compliments. Ist das grad eine Welle und kommt tatsächlich verstärkt vor, oder geht es nur mir so? Mir kribbelt es dann immer in den Fingern genau das Gegenteil zu tun, nämlich die jeweiligen Konten zu blocken.

***

Am Nachmittag, weil ich sonst nichts anderes zu tun hatte, kam mir die Idee den Eierlikörkuchen noch einmal nachzubacken, über den ich ja hier berichtet hatte und wie er einmal quer durch Europa im Renert zu Ehren kam.

Das Resultat:

Ich hatte ihm zusätzlich noch eine Eierlikörglasur verpasst. Die Krume war sehr dicht, fast speckig. Etwas daran ist nicht richtig. Ich muss mich noch einmal umsehen, ob es da noch andere Rezepte gibt, die den Teig etwas lockerer machen. Oder die Zubereitungsweise anders angehen. Die Butter schmelzen und die Eier davor trennen und beides vorab mit Zucker schaumig aufschlagen.

***

Am Abend dann die zweite Runde ESC im Public Viewing im Chouchou wie vor zwei Tagen.

Und diesmal machte ich mir kurze Notizen. Hier einen kurzen Überblick was ich von den Songs hielt, während sie liefen.

Malta:Ja

Albanien: Nein, aber wahrscheinlich doch

Griechenland: Nein *

Schweiz: Ja *

Tschechien: Mir gefällts nicht aber, Ja

Frankreich: Ist ja eh schon drin. Zu viel des Guten, ich mag es nicht.

Österreich: Ist ok. Klingt wie Rythem is a Dancer von Snap. Kommt weiter.*

Dänemark: ja

Armenien: Folklore, nein.*

Litauen: Schön aber Nein *

Spanien: Ist eh schon drin. Sehr kitschig aber gut.

San Marino: Neiiiiiiiin

Georgien: Nein, obwohl es schön ist. *

Belgien: ja

Estland: Nein, Neiiiiiiiiiin *

Italien: Ist je eh schon drin. Boff. Ich das Gefühl dass ich das schon 10 mal gesehen habe.

Israel: Langweilig. Nein. *

Norwegen: Pffff. Wenn es nach mir ginge, nein. Aber wahrscheinlich doch. *

Niederlande: Das ist sehr lustig, aber Neiiiiiiiiin. *

(Alle die mit * kamen weiter.)

Und, Himmel, ich lag oft daneben. Ich hörte mehrfach, im Umkreis: „Oh God, I‘m too old for this shit.“

Mir kam es vor, als ob das erste Halbfinale um Längen besser gewesen wäre. Macht euch schon mal am Samstag auf so manche Zirkusnummer und viel Apres-Ski Bum Bum gefasst.

Gute Nacht.

Schwimmen & Blue

Ein Tag warmit ein paar dienstlichen Einkäufen gekrönt, die mehr Zeit in Anspruch nahmen, als gedacht. Zudem hatte ich den halbjährlichen Kontrolltermin beim Zahnarzt, der aber wie gewohnt verlief mit ein bisschen Zahnstein Entfernung. Nichts dramatisches.

Es war aber auch ein Tag an dem sich sämtliche Verkehrsteilnehmer sehr aggressiv benahmen. Ich hatte mehrfach Situationen, vor allem auf dem kleinen Teilstück Autobahn, wo es hätte schief gehen können.

Am Nachmittag ging ich dann endlich mal wieder schwimmen. Daraus wurde aber eine etwas kürzere Aktion als geplant, denn ich musste Blue abholen. Die A. hatte Verspätung in ihrem Ablauf und hatte Blue zuhause gelassen. Damit kein Malheur passiert holte ich sie ab und ging mit ihr in den Park.

In der roten Tüte befand sich… ja genau das!

Ich schickte das Foto der A. und fragte sie ob auch den Inhalt der Tüte sehen wolle.

Später berichtete sie mir, dass sie während dem Meeting das just stattfand, fast einen Lachkrampf bekommen hätte, als sie es las.

Wir saßen sehr viel später noch eine ganze Weile auf meinem Balkon.

***

Was war die letzte Live-Performance, die du gesehen hast?

Ich sehe fast jeden Tag welche. Proben und Vorstellungen sind ich das ganze Jahr über. Aber so richtig als unbeteiligter Zuschauer, das ist schon eine Weile her.

Public Viewing des Eurovision Songcontest, erstes Halbfinale

Man könnte ja annehmen dass jeder Eingeborene bei der geringen Größe des Landes, schon jede Ecke erkundet hat. Denkste.

Ich muss auf einen Sprung zu einer Kollegin fahren, die in einem größeren Dorf wohnt, mit dem Namen Rumelange, kurz vor der französischen Grenze. Ich war noch nie dort! Es ist, so sah es sich zumindest an, ein Durchfahrtsort. Ein Ort der zugegeben ein paar sehr schöne Häuser besitzt aber auch sehr viele Bausünden der 80er und 90er.

Ich brauchte wegen der Rush Hour lange um hinzukommen und entdeckte dadurch ein paar neue Ecken des Landes die ich noch nie gesehen hatte.

Später am Abend ging ich ins Chouchou zum Public Viewing des ersten Halbfinale vom Eurovision Songcontest.

Ich hatte ein live Blogging angedacht. Doch dann hätte ich nichts von der Stimmung mitbekommen im Saal und wäre nur am Schreiben gewesen.

Man kann sich überhaupt nicht mehr am eigenen Musikgeschmack oder an dem was man selbst für einen Eurovision Gewinner hält, orientieren. Mindestens fünf der Lieder, die ich so gar nicht als würdig empfand, kamen weiter. Andere wie zum Beispiel Australien, das ich sehr mochte, fiel durch.

Luxemburg ist zum ersten mal seit 31 Jahren wieder mit dabei und rutschte als Letzter der aufgerufen wurde, ins Finale mit rein. Der ganze Saal vom Chouchou stand kurz vor dem Herzkasper. Gewinnen wird das Lied von Tali – Fighter meiner Meinung nach nicht, aber man kann ja nichts mehr mit Sicherheit voraussagen in dem Wettbewerb.

Es herrschte eine auslassen gute Stimmung im Saal und kurz nach Mitternacht war ich daheim.

Kochen & Serien

Wenig verblogbares heute, aber dafür ein sehr tolles Rezept das kam, ich sah‘s, und es siegte.

Ich kannte dieses griechische Gericht bis dato gar nicht, weil es nie auf einer Restaurantkarte auftaucht. Ich entdeckte es zum ersten mal bei ATK. Briam bedeutet geröstetes Gemüse. Von der Gemüsezusammenstellung her könnte es auch eine Ratatouille sein, aber es wird nicht im Topf auf dem Herd zubereitet, sondern in Ofen. Ich nahm ein paar Kartoffeln, rote Zwiebeln, eine rote Paprika, eine kleine Zucchini und Tomatenscheiben. Knoblauch kommt in der Regel auch dazu, aber ich hatte keinen mehr. Ansonsten noch reichlich Olivenöl, Salz, Pfeffer, Oregano und am Ende noch reichlich frische Petersilie.

So sah das aus als ich alles geschichtet und zwischen den Lagen immer wieder gewürzt hatte. Die gewürfelten Kartoffeln sind die umterste Schicht. Die Tomatenscheiben kommen oben als letzte Schicht darauf:

Dann wandert die Form in den Ofen bei 200 Grad für 30 Mimuten mit Alufolie und danach nochmal für 40-50 Minuten ohne Folie. Und dann sieht es so aus:

Dazu ein Stück Feta, oder bei mir war es Tsatsiki und ein Stück frisches Baguette. Es schmeckt sehr gut.

Hier das Video von ATK an das ich mich weitgehend gehalten habe:

***

Am Abend fing ich gleich zwei Serien, an weil ich mich nicht entscheiden konnte.

Einmal die Dead Boy Detectives. Fand ich ganz nett. Es ist rasant doch nach der dritten Episode weiss man schon ungefähr wo das alles hinführt.

Eine andere Serie, die ich viel spannender fand, war Sandman, eine DC Serie.

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Kochrezepte von der Australierin Ann Readon von 1750. Ein Vergleich zwischen dem was arme und reiche Menschen aßen.

Das Wochenende mit Kino und Ausflug

Den Samstag verbuchen wir unter Kopfschmerz total. Dabei startete ich am Morgen recht frohgemut. Das Wetter schien vielversprechend. Ich strich jedoch den Wochenmarkt vom Plan, da ich nichts brauchte, weil ich schon bei der Stippvisite ins Ausland alles gekauft hatte. Angedacht war am frühen Nachmittag die Arbeiterkirmes in der Metze Schmelz zu besuchen. Doch als ich gegen Mittag los wollte, fing an zu regnen und mein Kopf brummte. Das Brummen steigerte sich zu einer ausgewachsenen Migräne hoch. Oh,Migräne, wie hab ich dich nicht vermisst!! Es blieb mir nichts anderes übrig, als mich im verdunkelten Schlafzimmer mit einer doppelten Dosis Schmerztabletten ins Bett zu legen. Und damit war der Tag gelaufen.

***

Für Sonntagmorgen hatte ich ein Ticket für den Cine Breakfast gekauft. Auf dem Programm stand ein Film, den ich unbedingt sehen wollte. The Dead Don‘t Hurt. Ein Western von und mit Viggo Mortensen und dem aktuell größten luxemburgischen Export, Vicky Krieps.

Die Geschichte einer Frau die sich nicht unterkriegen lässt. Es ist somit ein… relativ feministischer Western. Es ist aber auch eine Liebesgeschichte zwischen der Frankokanadierin Vivienne und dem Dänen Olson, die beide ihr Glück in in den Staaten versuchen. Interessant ist, dass die Geschichte nicht linear erzählt wird, sondern sie beginnt mit dem Vorblick auf den Tod von Vivienne. Das macht die Geschichte, die eine eher einfache Handlung hat, im Verlauf interessanter und nimmt aus den hochdramatischen Szenen den Druck raus, dass sie einen ruhigeren Fluss bekommt. Damit verstand ich auch erst am Ende, die leicht übertriebene Szene gleich zu Beginn in der der Bösewicht, gespielt von Alfred Jeffries, die Männer im Dutzend umlegt. Sehr schön das Zusammenspiel zwischen Viggo Mortensen und Vicky Krieps, das nie im Kitsch landet. Ein schöner erster Film, wenn man bedenkt dass Viggo sowohl vor wie hinter Kamera agierte.

Danach hatte ich Hunger, den ich nebenan in der Porta Nova stillte.

Kabeljau mit Spargeln. Es war an sich alles da, damit es lecker sein sollte, doch es war eher lieblos und ein wenig fade. Schade, denn irgendwas fehlte. Ja, ich weiß, ich bin pingelig, aber man kann sehr oft ein eher einfaches Gericht mit nur einer simplen Zutat aufpeppen.

Ich war unschlüssig ob ich am späten Nachmittag noch einmal ins Kino gehen sollte, da diese Woche eine Ghibli Woche ist und sie vier alte Klassiker zeigen, die ich schon oft, aber nie im Kino gesehen hatte.

Doch da das Wetter einigermaßen hielt, beschloss ich in die Alte Heimat zu fahren und dort eine kleine Wanderung zu machen. Ich hatte schon lange nicht mehr den Park gesehen der, seit dem letzten Hochwasser, zum politischen Spielball wurde, zwischen dem Kulturministerium und der Gemeinde. Und so blieben die Parkanlagen lange brach liegen. Inzwischen ist alles wieder einigermaßen sauber, aber es wurde nichts mehr neu gepflanzt. All die kleinen Büsche um den Springbrunnen und die längliche Grünanlage, wurden rausgerissen und nicht neugepflanzt.

Auch die Minigolfanlage, die ich seit meiner zartesten Kindheit kenne, ist ein einziges Trauerspiel:

Es gab noch so manches was mir auffiel. Ich machte viele Fotos und doch werde ich sie hier nicht zeigen, denn es sind alles traurige Dinge. Große Erdhaufen, Baustellen und geschlossene Gaststätten, manche davon schon seit langen Jahren. Doch die übermächtige Traurigkeit verspüre ich nicht mehr, seitdem ich einen Perspektivwechsel hatte.

Wieder in der City, eine letzte Runde über den Oktavmarkt der heute zu Ende geht. Dabei ein Foto vom „Märchenschloss“ unter düsterem Himmel gemacht.

Am Abend eine schöne kleine Doku auf Arte gesehen über Edward Hopper:

Der erste Bärenabend seit langem

Erstmal eine, für die Zeit, aktuelle Tagesfrage. Sie kam übrigens genau richtig, denn ich hatte beinah etwas vergessen:

Machst du von deinem politischen Wahlrecht Gebrauch?

Ja, immer. Ich muss ja, weil es bei uns eine Wahlpflicht gibt. Nicht zur Wahl zu gehen ist hierzulande eine Straftat. Demnach sind die Wahlen bei uns nicht frei aber geheim. Ich habe jetzt für die Europawahlen am 9. Juni die Briefwahl angefordert. Es ging so just noch. Den am 15. Mai wäre der letzte Tag an dem ich sie anfordern könnte. Es kann nämlich durchaus sein, dass ich dann nicht da bin.

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Mit Kopfschmerzen erwacht. Wie schön. Ich hatte sie fast schon vermisst.

Es gab viel am Rechner zu tun. Aber ich schaffte alles weg. Zumindest konnte ich jetzt getrost ins Wochenende starten ohne dass etwas aufgeschoben wurde.

Gegen Mittag eine schnelle Stippvisite im benachbarten Ausland in einem Discounter. Es fehlten ein paar Haushaltsdinge ohne die meine Putzhilfe nicht leben kann. Sie beharrt übrigens auf genau diesen Produkte. Mir soll es recht sein, so lange alles sauber ist und es ihr, ihrer Meinung, die Arbeit erleichtert. Alles gut.

Am Abend dann seit sehr langer Zeit ein Bärentreffen an dem ich teilnehmen konnte.

Schön ist, dass immer wieder neue mit dabei sind.

Irgendwann kam eine Frage auf. Who was your very first crush? Jeder Erzählte ein bisschen von sich. Da der Großteil von ihnen wesentlich jünger ist als ich, kam mehrfach George Michael vor.
So ganz hatte ich das für mich nicht mehr in Erinnerung, darum gibt es vier Stück. Da war zuerst mal Tarzan aus der Serie von 1966 die in den 70er Jahren im deutschen und französischen Fernsehen ausgestrahlt wurde. Das war dann wohl Ron Ely. Oder hatte ich da schon die Johnny Weissmüller Filme gesehen?
Es war aber auch eine Zeit lang Edward Mulhare als Geist aus der Serie The Ghost an Mrs. Muir. Oder hatte ich da schon den Spielfilm gesehen mit dem gleichen Titel? Dann wäre es nämlich Rex Harrison.
Später war es dann Paul Michael Glaser aus Starsky and Hutch.
Noch später war es John Travolta.

Ruhiger Tag & ein Zeitvertreib

Ein sehr ruhiger Tag, der nichts beinhaltete was ins Blog gehört. Darum gibt es ein Zeitvertreib Empfehlung.

Ich hatte das ästhetisch anspruchsvolle Spiel schon einmal vor Jahren entdeckt, es dann aber wieder vergessen. Prune.

Es geht darum einen Baum zu pflanzen und ihn während dem Wachstum so zuzuschneiden, dass er an allen Hindernissen vorbei ins Licht hinein wächst. Ziel ist es immer ihn so nah wie möglich an das blaue Blümchen heranwachsen zu lassen. Das geht nicht immer, aber oft. Die roten Monde soll er aber nicht berühren, sonst stirbt er ab. Graue Monde jedoch sind wie Dünger für den Baum.

Tag der (Haus)arbeit & Mudam

Ich denke mal, dass es für viele so ist, dass man alles das an Hausarbeit wegschafft, was sonst liegen bleibt. Bei mir war es ein Berg Wäsche. Tag der (Haus)Arbeit also:

Zwischendurch die traurige Nachricht gelesen, dass Paul Auster gestorben ist. Ich war ihm einmal begegnet in Cannes bei den Filmfestspielen, lange bevor dieses Blog existierte. Es saß am Nebentisch in einem Restaurant und hatte der F. ein Kompliment gemacht, über ihren sehr rasanten und bunten Rollstuhl. Ich hatte daraufhin begonnen die New York Trilogie zu lesen, die mich sehr beeindruckt hatte. Allen voran die Geschichte Stadt aus Glas wirkte noch sehr lange nach.

Am Nachmittag beschloss ich mir die neue kleine Fussgängerbrücke auf Kirchberg anzusehen die diese Woche eingeweiht worden war.

Sie verkürzt den Weg sehr um von der Roten Brücke zum Mudam oder zum Festungsmuseum zu kommen und geht durch die Baumwipfel.

Im Mudam dann eine spannende Ausstellung die ich nich nicht gesehen hatte The Model.

Sie stellt die durchaus berechtigte Frage, zu was ein Museum im 21.Jahrundert gut sein soll und welche Aufgaben es hat. Sollte es wie im Mudam ein Ort sein, der moderne Architektur mit zeitgenössischer Kunst verbindet, bzw. Kunst in schönen Räumen zu erleben oder geht das auch anders?

Ich versuche ja immer Ausstellungen mit einem relativ offenen Geist und Gemüt zu begegnen doch schon beim betreten des Museums wird es auf die Probe gestellt. Ich erlebte Dreck im Museum.

Der Tintenspringbrunnen Su Mei Tse ist auch wieder da, nebst einer Folie mit Fliesen und Scheuermittel, das steht als ob es vergessen worden wäre.

Eine spannende Ausstellung die ich mir noch einmal ansehen muss.

Seit dem ersten Mai ist auch das Restaurant Chiche! im Museum vertreten. Ich trank einen Kaffee und aß ein Stück Kuchen.

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Am Abend traf ich mich mit der A. und der N. im Parc Belair. Wir haben dem tollen Ort an sich, jetzt mehrfach eine Chance gegeben, doch das Essen aus dem Restaurant ist nur noch enttäuschend. Sogar Spargel bekommen die nicht mal mehr ordentlich hin. Das war jetzt leider zum letzten mal.

Oh! Schönes Wetter!

Die Sendung wurde schon am Dienstag aufgezeichnet da morgen ja der 1.Mai ist.

Also machte ich mich am Morgen fernsehfein. Ich hatte am Abend davor die höchst erfreuliche Nachricht bekommen, dass wir wieder auf der Terrasse des Gudde Wëllen, drehen. Doch da der ganze Dreh um eine Stunde nach hinten verlegt worden war, hatte ich mehr als Zeit für ein Mittagessen außerhalb.

Im Renert feierten sie St.Brück, also ging es nebenan zur Casa Gabrielle, die für nich zur Zeit die besten Pasta der Stadt machen.

Ich hatte nich einmal die köstlichen Capelletti mit Artischocke gefüllt. Hach!!!

Danach ging ich gemütlich hinuter zu Terrasse wo die Crew schon am Aufbauen war.

Der Gast diesmal ein Schriftsteller.

Und weil das Wetter so schön war, schrieb ich der N. und wir verbrachten einen Abend in der Kulturfabrik auf der Terrasse.

Zu früh und zu spät

Keine Ahnung welcher Teufel mich geritten hat, den Termin für das Update von der Autosoftware schon kurz vor 8:00 morgens anzunehmen. Das hieß nämlich kurz nach 6:00 aufstehen, damit ich einigermaßen tagestauglich bin.

In der Werkstatt angekommen, ging ich um die Zeit zu überbrücken, hinüber ins Pal Kaffee, das aber diesmal heftig enttäuschte. Zudem wollte ich nicht zwei Stunden dort verbringen, weil das Update fast zwei Stunden dauerte. Also nahm ich den nächsten Bus und vor in die Oberstadt. Bei Oberweis gab es dann einen anständigen Kaffee und eine Schnecke.

Wieder mit dem Bus zurückgefahren, um anschließend die nächsten Termin wahrzunehmen, diesmal im Theater.

Am späten Nachmittag, dann musste ich vor dem Fernseher sitzen und eine Netflix Serie schauen. Das Wort „musste“ ist seltsam im letzten Satz aber es war tatsächlich so. Baby Reindeer ist zur Zeit der Renner und auf Platz Eins. Was ich davon halte, seht ihr dann am Wochenende im NO ART.

Spät zu Bett.

Campen?

Der Sonntag war sehr ereignislos. Das Wetter spielte nicht mit, sonst hätte ich eine kleine Wanderung unternommen. Aber ich musste auch aus Gründen eine Serie auf Netflix schauen, für die ich aber nicht in Stimmung war. Den Rest davon schaue ich mir am Montag an.

Darum gibt es heute nach längerer Zeit mal wieder eine Tagesfrage:

Warst du schon einmal campen?

Ja und nein, weil ich die zweimal nicht so wirklich als Campingurlaub in Erinnerung habe und sie zudem sehr kurz waren. Das allererste mal war mit den Nachbarn und deren Tochter, die so alt war wie ich. Sie besaßen einen Campingwagen, im Norden das Landes. Später durfte ich dann nicht mehr mit, weil meine Eltern es nicht mehr erlaubten, da sie fanden, dass die Nachbarn ‚asoziales Pack‘ waren und unter ihrer Würde. An das einzige an was ich mich da noch erinnern kann, war eine Weide mit vielen großen Pferden und dass ich dort meine Angst vor großen Tieren verlor.

Ich weiß dass ich dann noch einmal sehr viel später mit meinen Eltern einmal eine kurze Tour gemacht habe, diesmal ins Elsass und, dass meine Mutter es gehasst hat, wie die Pest. Wo wir waren weiß ich nicht mehr und es waren auch nur ein paar wenige Nächte, vielleicht zwei oder drei, im Wohnwagen eines Freundes meines Vaters, der diesen dort auf längere Dauer stehen hatte.

Als Kinder hatten mein Bruder und ich mal ein Zelt geschenkt bekommen, dass wir den Sommer über auf der Wiese im Garten stehen hatten. So richtig Camping war das nicht, aber ich schlief gerne im Zelt.

Aber so ein richtiger Campingurlaub hatte ich nie. Ich denke aber dass es mir, mit den inzwischen sehr modernen Wohnwagen der heutigen Zeit, ganz gut vorstellen könnte.

Kastanieneis

Lange ausgeschlafen, bis mich die Schulter vor Schmerzen weckte. Ich muss wohl falsch gelegen haben. Aua.

Hier und da im Internet gelesen.

Ich hatte Lust auf Eiscreme. Also probierte ich heute mal eine neue Variante. Kastanieneiscreme. Ich hatte noch ein volles, ungeöffnetes Glas Kastaniencreme im Regal, das mir die A. mitgebracht hatte. Ich zog mein altbewährtes Rezept für Vanilleeis hervor, das ich inzwischen aber auswendig kenne und machte erst mal die Englische Creme, auf der das Vanilleeis ja beruht. Da ich mit dem Pistazieneis damit Erfolg hatte, müsste das ja auch mit der anderen klappen.

Ich kostete die Creme noch aus der Maschine heraus. Ich muss da etwas an den Proportionen ändern. Vor allem an der Zuckermenge, denn es war knallsüß. Aber ok, ich ließ sie erst mal im Tiefkühler komplett einfrieren.

Später versuchte ich es noch einmal und es war im der Tat zu süß. Von der Konsistenz jedoch gefiel es mir gut. Ich erinnerte mich an das Kastanieneis das ich vor sehr vielen Jahren in Collobrières dem Kastaniendorf schlechthin, hatte. Aber dort hatte man ganze Stückchen von Esskastanien eingearbeitet. Hätte ich vielleicht auch tun sollen.

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Heute vor 13 Jahren hatte ich ein Fotoshooting von dem ich das Resultat noch jahrelang immer wieder im Stadtbild sah. Die Dame neben mir war das Modell. Sie war ein absoluter Profi. Und ich war auch noch bei weitem nicht so grau wie heute.

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Es gab in meiner Jugend gab eine Sendung im französischen Fernsehen, die sich mit Werbung beschäftigte. Culture Pub. Dort wurden immer Werbungen aus der ganzen Welt gezeigt. Ob es die Sendung heute noch gibt weiß ich nicht. Aber seit langem haben sie auch einen Instakanal. Und folgende Werbung verschlug mit regelrecht die Sprache, denn es wird erst ziemlich am Ende klar, was da beworben wird. Man muss nicht Thailändisch können oder französische Untertitel verstehen, es geht auch ohne.

Trödeln & ein paar Fotos

Am Morgen ausgeschlafen. Oder zumindest wollte ich das tun. Gegen 7:00 war ich wach. Es kam mir vor als ob schon Samstag wäre. Das bewog mich im Bett liegen zu bleiben und zu lesen, bis mir siedend heiß einfiel, dass die Putzhilfe kommt. Uuuups!

Ich räumte die Wohnung auf und machte alles putzfertig. Ich kann nicht daheim bleiben wenn sie da ist, es macht mich (und sie) wahnsinnig. Ich stehe überall nur im Weg.

Also zog ich los und besuchte den Mäertchen. Er findet, wie die letzten Jahre auch, auf der Place de la Constitution statt. Manche der Buden hatten gehofft dass sie wieder zurück auf die Place Guillaume ziehen könnten, weil die ja endlich fertig gestellt wurde, aber nein.

Am Abend dann eine letzte Premiere.

Manchmal, gibt in in verschiedenen Theatern Szenerien, die nicht fürs Publikum bestimmt sind, die jedoch wie Kunst aussehen.

Später dann ein kurzer Abstecher ins ins Lëtz Boys, doch ich blieb nicht lange.

Fronten & Friseur

Ein Tag mit viel Herumgeeiere zwischen mehreren Fronten. Es fühlte sich alles so endlich an. Am Morgen bastelte ich fix eine Toi Toi Karte:

Danach saß ich nochmal lange am Rechner. Gegen Mittag dann, ein Friseurtermin:

Am Abend dann nochmal eine andere Front. Und damit ist die wochenlange Doppelbelastung erstmal vom Tisch. Uff!

Am Abend eine Folge Murdoch zur Entspannung, bei der ich aber im Sessel einschlief.

Gute Nacht.

Wünsche & Fragen

Wenn ich Wünsche ins Blog schreibe, werden sie dann wahr? Zur Zeit wären es wärmere Temperaturen und keine gefrorenen Dächer wie vorgestern.

Aufstehen, Kaffee, Dusche und dem Rechner hochfahren. Den Blogeintrag vom Vortag rausschießen und noch schnell eine Mail schreiben. Vor dem Kleiderschrank stehen und sich immer wieder die gleiche Frage stellen, was ziehe ich an für die Sendung?

Gegen Mittag losziehen, einen schnellen Salat im Renert essen und dann ging es schon zum Gudde Wëllen zur Aufzeichnung. Die Sendung war sehr lustig. Wenn sie ausgestrahlt wird, werde ich den Link einstellen.

Und dann hatte ich plötzlich ein paar unerwartete freie Stunden. Zugegeben es gäbe noch Dinge zu erledigen, aber die können auch noch warten. Ich setzte mich nochmal auf die Terrasse des Renert und schaute dem Treiben zu.

Von weitem sah ich ein Paar aus der Gemeide heraustreten, weil sie den Bund fürs Leben geschlossen hatten:

Irgendwie ist das ja schön, aber bei aller Liebe nichts für mich. Für viele ist es ja DAS Ziel auf das sie hinarbeiten, nur um später enttäuscht wieder geschieden zu werden. Ich habe mich schon immer gefragt, was für einen Druck dieses formale Ritual auslöst, dass es später zum Kollaps einer Beziehung führt? Ich habe schon so oft erlebt, dass grad dieses Formalisieren eine Beziehung leider auch das Ende derselben bedeutet. Warum hält man dennoch immer daran fest?

Versteht mich nicht falsch. Ich verurteile niemand. Wer darin die Erfüllung sieht, soll es auch tun. Und bei vielen klappt das ja auch, „bis das der Tod euch scheidet“. Doch bei weit über der Hälfte klappt es nicht. Warum wird der formalen Ehe, dann immer noch diese immense Bedeutung beigemessen? Wenn es nur darum geht für einen Tag lang im Mittelpunkt zu stehen, das kann man auch anders gestalten.

Am Abend dann noch mal eine Fuhre Theater mit anschließendem Absacker.

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Ich suche für den Sommer einen neuen Grill. Holzkohle auf dem Balkon ist in meinem Fall nicht ideal. Aber ein Gas- oder Elektrogrill wäre schön. Ich habe mir den von Ninja angesehen und der gefällt mir ganz gut. Hat jemand meiner geschätzten LeserInnen Erfahrung damit?

Ein Foto von 1984

Sehr viel Dienstliches am Montag. Doch es lief erstaunlich gut, was mich wunderte, denn es fühlte sich am Morgen sehr nach Desaster an.

Am Abend weil ich die Serie so mag, Murdoch Mysteries auf One.

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Nochmal sehr viel Dienstliches am Dienstag. Und damit wären die zwei schlimmsten Tage dieser Woche durch. Uff! Da alles sehr früh war, war ich schon gegen 18:00 mit allem fertig.

Später ging ich mit der A. ins Bovary. Da wir zur Zeit gemeinsam an Dingen arbeiten, uns aber nicht viel sehen, weil es halt völlig unterschiedlich ist, was wir tun, wurde es auch zum Teil ein Arbeitsessen.

Am Abend noch mal eine Folge Murdoch.

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Das Foto eines 88-jährigen. Er ist sehr krank, so las ich an mehreren Stellen. Ich kann nicht sagen ob er das Foto wollte oder nicht, denn seine mentale Gesundheit, so schreibt man, ist nicht mehr die beste. Aber seine stechend blaue Augen, seine aufrechte Haltung und seine Präsenz sind noch immer da. Wisst ihr wer es ist? Ich war mal sehr verknallt in ihn.

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Ein weiteres Foto aus meiner tiefsten Jugend, die ich erst kürzlich bekam. Es war 1984. Theoretisch könnte ich es auch in der Familienalbum Serie posten, doch mit Familie hat es nichts zu tun:

Drei der KlassenkamerdInnen erkannte ich sofort wieder. Alle anderen, bis auf vielleicht noch zwei weitere, habe ich keine Ahnung mehr wer das war. Ich muss gestehen, dass ich sehr wenige Erinnerungen an die Klasse habe. Wer mich übrigens nicht erkannt hat; ich bin der ganz in Schwarz vorne.

Brunch im Bovary

Ein Novum im Bovary. Ein Sonntagsbrunch. Vorerst nur einmal im Monat, aber wenn es ein Erfolg wird, dann öfters.

Dorthin hatte ich die G. geladen, zu unserem ersten Treffen seit 40 Jahren. Wir verbrachten ganze dreieinhalb Stunden dort und ließen viele Dinge Revue passieren aus unserer Jugend. Aber auch die unschönen Dinge ließen wir nicht weg. Es ist immer wieder interessant, wie die Lebenswege der Schulkameraden verlaufen sind und wie unterschiedlich sie von meinem sind. So ist die G., obwohl sie überhaupt nicht so aussieht, bereits dreifache Großmutter.

Das Buffet war übrigens sehr gut und wurde von einem brasilianischen Koch zusammengestellt. Es waren somit manche brasilianischen Gerichte dabei. Das Foto oben machte ich so just bevor die Schlacht losging. Ich hatte ebenfalls angedacht, dass wir eventuell einen kleinen Spaziergang machen würden, doch es ging ein so eisiger Wind, dass ich die Idee verwarf.

Am späten Nachmittag dann daheim allerhand dienstliches vorbereitet für die kommenden Tage.

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Diese Nudeln ich große Lust selbst zu probieren: