Samstag Abend, Sonntag & Montag

Als ich am Samstag Abend wider in den heimischen vier Wänden ankam, musste ich entsetzt feststellen dass die Putzhilfe zwei Fenster auf Kipp gelassen hatte und die ganze Wohnung eiskalt war. Wenn ich sie in Reichweite gehabt hätte, hätte ich sie, die Lüftungsfanatikerin, umbringen können.
Doch die Pumpe der Heizung im Keller wollte nicht. Mist Mist MIST! Also nahm ich die Minielektroheizung aus dem Atelier mit nach oben und heizte mir zumindest das Bad auf.

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Der Sonntag bestand im wesentlichen aus Auspacken und Waschen. Die A. war so nett gewesen und hatte mich für einen Brunch zu ihr eingeladen, da ich ja keine Gelegenheit gehabt hatte etwas einzukaufen.
Am Nachmittag hatte ich Besuch von dem P. wegen einem Projekt nächste Woche. Wir saßen noch eine Weile auf dem Balkon, weil die Sonne ein letztes mal schien und wir sie in vollen Zügen genossen, denn die nächsten Tage sollte Schluss damit sein.

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Am Montagmorgen reif ich sofort die Hausverwaltung an damit sie sich und die Heizung kümmern. Es kam aber erst jemand am späten Nachmittag. Ich hatte derweil nebst anderen Arbeiten auch ein wenig eingekauft. Das es nur windig war, knappe 12 Grad und ohne Unterlass nieselte, kam ich für das Abendessen auf folgende Idee:

Ja, genau. Käsefondue. So früh in der kalten Jahreszeit habe ich noch nie ein Wintergericht gegessen. Es schmeckte herrlich, wärmte mich durch und durch auf und ich fühlte mich wieder wie ein Mensch.

St. Jean: Letzter Tag

Am Morgen verabschiedeten wir Herr und Frau Kaltmamsell, die wegen dem ausgedehnten Dinner bei Bidaian hiergeblieben waren. Sie hätten noch einen Zug gegen 23:00 bis zur Grenze nach Hendaye bekommen, aber die halbstündlichen Topos hörten bereits gegen 22:00 auf.
Schwimmen war am Morgen leider keine Option, denn es war sehr frisch und das Wetter sah nicht nach vergnügtem Sonnenschein aus. Nach einem Kaffee im Chistera und einem weiteren Gang zu Henriet, (die Kaltmamsell nahm einen baskischen Kuchen mit Kirschen mit) begleiteten wir sie noch bis zum Bahnhof.

Anschließend kauften die D. und ich noch ein paar Dinge ein am Markt.

Am Nachmittag machte ich einen auf ruhig weil ich dann doch nicht so viel geschlafen in der Nacht hatte.

Am Abend ging es dann in ein anderes Lieblingsrestaurant. Instincts.

Es war das beste Menü das ich diesmal in St.Jean gegessen habe. Vor allem die Hauptspeise, das Geflügel, war so fein abgeschmeckt mit ein leichten pfefferigen Note, die mir sehr gefiel.

Am Meer vorbei zurück zur Wohnung:

Und morgen geht es wieder heimwärts.

St. Jean: Besuch aus San Sebastian

Nach einer eher mittelguten Nacht, startete ich sehr ruhig in den Tag. Schwimmen ließ ich erstmal beiseite und kümmerte mich um Mails, in denen ich ein paar Bomben fand um die ich mich sofort kümmern musste. Hui.
Ich werde nächste Woche sofort durchstarten müssen.

Am frühen Nachmittag kam der Besuch. Einer meiner emsigen Leser hatte es bereits in einem Beitragskommentar davor richtig geraten, dass es eventuell ein Bloggertreffen geben könnte.
Herr und Frau Kaltmamsell kamen aus San Sebastian angereist. Ich holte sie am Bahnhof ab. Große Wiedersehensfreude.
Ich zeigte ihnen St. Jean mit all dem diversem geschichtlichen Hintergrund den ich kenne, wir gingen zu Henriet, Schokolade reichen (kostet ja nichts) und ich bestellte Dinge für meinen Abreisetag am Samstag. Bei Bargeton schlabberte Herr Kaltmamsell eine Kugel Eis mit Calamansi und ich hatte ein Aquashake von der gleichen Sorte. Dann ging es weiter hoch zur St. Barbe nördlich von St. Jean. Da das Wasser sehr ruhig war und die Bucht durch die Deiche gut geschützt ist, konnte ich ihnen hier jedoch zeigen wie wild das Meer selbst an ruhigen Tagen sein kann.
Die D. gesellte sich dann etwas später dazu als wir im Grand Hotel auf der Terrasse saßen und eine Pause machten. Es gab viel zu erzählen.

Den Apéro nahmen wir im Suisse ein. Die Kaltmamsell lernte das Getränk Suze kennen, das ich ja seit Jahren immer wieder gerne trinke und Herr Kaltmamsell entschied sich für einen Klassiker der ihm nicht bekannt war, aber schon oft davon gehört hatte. Ein Picon Bière.

Später machte ich dieses Schattenfoto von uns in der untergehenden Sonne.

Am Abend ging es dann zu Bidaian, der nach ein paar Tagen Urlaub wieder geöffnet hatte. Es gab ein fünf Gänge Menü

Dazu ein sehr schöner Bourgogne Aligoté von Fanny Sabre, der ganz hervorragend war.

Ein schöner Tag.

St Jean: Château d’Urtubie

Den Dienstag verblogge ich aus Gründen nicht. Selbst wenn ich in mehreren Jahren nicht mehr weiß was da war, es sei meinem zukünftigen Ich versichert, dass es wirklich nicht verbloggenswert war.

Am Mittwoch stand ein kleiner Ausflug auf dem Programm. Das Château d’Urubie hatte weder die D. noch ich gesehen.

Das Schloss befindet sich in Urrugne nicht weit von St. Jean entfernt und wer gut zu Fuß ist, kann es auch locker in einer guten Stunden so erreichen. Der Weg bis hin ist halt nicht toll, weil er beständig an sehr befahrenen Straßen entlang führt. Wir nahmen den Bus.

Das Schloss wurde 1341 erbaut und ist eins der wichtigsten Schlösser der Gegend. Es ist im Familienbesitz in der 24!!! Generation, und erhält sich von den Kosten her vom den Eintrittsgeldern der Besichtigungen und dem kleinen Hotel, denn man kann auch dort schlafen.
Die D. und ich fragten uns ob wir tatsächlich einmal dort übernachten möchten. Ich war nicht so sehr davon überzeugt. Eines der Hotelzimmer das zur Zeit nicht belegt ist, konnte man sich ansehen und das war nicht so mein Ding.

Fotos von den Innenräumen habe ich leider keine, denn das war nicht gestattet.

Im hinteren Parkteil befinden sich eine Reihe von Beeten mir allerhand Heilpflanzen und im Keller gibt es ein Escape Room den man auch mieten kann.

Im Innenhof stand eine seltsame Figur.

Das Schloss ist jetzt nicht so gewaltig, dass man es nicht erfassen könnte. Dabei stellte ich mir die Frage, ob ich mir vorstellen könnte Schlossbesitzer ( ein sogenannter Châtelain) zu sein. Erstens wäre da die gewaltige Verantwortung dem historischen Gebäude gegenüber und zweitens man opfert sein gesamtes Leben einem Bauwerk. Nein, ich könnte das nicht.
Ich habe schon so oft Menschen in Fernsehdokumtationen gesehen, die sich mit Begeisterung eine Schlossruine gekauft haben und dann erst merkten, dass es ein finanzielles Fass ohne Boden ist.

Am Abend speisten wir gemütlich in der Piels d’Asiettes und gingen früh zu Bett.

St.Jean: Chillida Leku

Ich hatte mir den Wecker gestellt, nach einer eher mittelguten Nacht. Es ging heute ohne Schwimmrunde zeitig raus zum Bahnhof nach San Sebastian. Zielort: Chillida Leku.

Mit dem Zug nach Hendeye und dort weiter mit dem Topo:

Von der Haltestelle Errekalda sind es noch zehn Minuten zu Fuss. Wir hatten den Park schon einmal gesehen vor der Pandemie und waren hin und weg davon. Ein zweiter Besuch war also mehr als empfehlenswert.

Es ist ein Ort der Kunst und der Ruhe.

Nein, das ist keine Chillida Figur. Das wäre schon seltsam wenn er zu seiner Zeit gewußt hätte dass es einmal Smartphones geben wird. So ganz habe wir nicht herausgefunden von wem die Skulptur ist.

Den Parc in seiner ganzen Pracht zu zeigen ist schwer. Man muss ihn einmal selbst gesehen haben.

Wieder im Zentrum der Stadt trafen wir die S. die zur Zeit auch hier weilt wegen dem Filmfestival.

Wir aßen Pinchos zu Mittag in einem Lokal direkt an der Konstituzio Plaza. Es war das allererste Lokal in das mich die D. bei meinem ersten Besuch geführt hatte und wo ich lernte dass Pinchos so viel mehr sein können. Himmel war das lecker!

Wieder in St.Jean (die Rückfahrt mit Topo und Bahn ging fix, schlauchte aber sehr) waren wir beide k.o. Wir schrieben es dem Umstand zu, dass wir noch nicht schwimmen waren. Und in der Tat das Meerwasser wirkte Wunder.

Für ein Miniabendessen begaben wir uns in P‘tit Suisse, bei dem der Sonnenuntergang mir dieses schöne Foto bescherte.

St.Jean: Der erste Tag

Warum habe ich das nicht daheim vor der Haustür?

Wir gingen etwas später los da es doch ein wenig kühl war, aber das Schwimmen tat guuuuut.

Gegen Mittag ein Snack im Bar Basque (deren Teller so schön sind, dass ich sie gerne selbst hätte) Der Croque Madame war einer der leckersten die ich je gegessen habe.

So sieht ein strahlend grinsender Joel aus:

Den Nachmittag verbrachte ich am Strand mit lesen und braun werden.

Am Abend ging es dann die Buvette der Markthalle, in der die D. Und ich schon lange nicht mehr waren. Ich hatte Axoa mit Espelette und die D. Sardinen.

Großartig! Aber danach fühlte ich mich leicht überfressen.

Wir machten früh Schluss denn morgen haben wir mehr vor.

Mal was anderes

Da ich den Beginn des Tages gestern schon vorweg genommen habe, kann man sich denken dass ich den ganzen Morgen ein wenig durch den Wind war.

Ich kannte Elena, wenn auch nicht gut, aber die paar mal die wir uns gesehen hatten und ihre emsige Aktivität bei Twitter, ergaben für mich das Bild eines Menschen, den ich gerne besser gekannt hätte. Es ist unfair dass sie so früh gehen musste, dass sie ihrem Mann und vor allem ihren zwei Kindern einfach so urplötzlich entrissen wird.
Ich weiß nur zu gut wie sich das anfühlt, diese innere Ohnmacht etwas so endgültiges wie den Tod nicht mehr richten zu können. Es ist so, als ob etwas in einem selbst zerspringt in Millionen kleiner Scherben, das nie wieder heil werden wird. Als mein jüngerer Bruder starb mit 27 Jahren, kam es mir vor als ob man mir einen Teil meiner Seele amputiert hätte.
Was mich damals rettete, war die Einsicht aus dem Schmerz etwas positives für mich selbst zu ziehen, denn darin zu zerfließen, bringt den geliebten Menschen nicht wieder.

Und als ob das Schicksal mir diesen Vorsatz am Abend noch einmal richtig zeigen wollte, sah ich ein Video von einer Seifenmacherin die für sich beschloss, die nächsten Wochen und Monate, die sozialen Plattformen zu meiden. Allen voran die Zeitverschwendungsapp TikTok, die ich eh nicht habe, aber auch Instagram und Facebook die inzwischen alle diese unsäglichen Shorts wie TikTok haben. YouTube übrigens auch.
Auch Twitter macht mich in letzter Zeit nicht besonders glücklich. Im Gengenteil, es zieht mich runter mich jeden Tag immer wieder mit dem Wahnsinn der Menschheit zu beschäftigen. In meiner kleinen gepflegten Bubble kommt er zwar nicht so häufig vor, aber von den großen Twitterern schwabt immer mal was davon auch in meine Timeline.

Und so beschloss ich Twitter, Instgram und Facebook zwar nicht zu schließen aber zumindest die Apps vom Smartphone zu löschen. Die automatisierten Tweets die beim Hochladen eines Blogpostings erzeugt werden, lass ich weiterlaufen. Ich werde dass jetzt mal eine Woche lang durchziehen und sehen wie es mir damit geht.

Hier im Blog wird es kontrastreich weitergehen, denn ab morgen weht wieder eine frische Meeresbrise.

Yoga nebenan & eine traurige Nachricht

Arbeitstechnisch ist wenig los und wenn ich mir die nächsten Monate im Kalender ansehe, sieht das eher bescheiden aus. Nun ja… Ist ja nicht so als ob es nicht schon davor gegeben hätte. Darum habe ich beschlossen, dass ich die nächsten Monate etwas anderes mache. Allen voran Ende des Jahres. Aber das erzähle ich wenn es soweit ist.

Zur Tagesberichterstattung: Gut geschlafen geht anders, aber ok, ich kann es ja nicht ändern. Darum habe ich auch den ganzen Morgen restlos und mit gutem Gewissen vertrödelt. Aber nur daheim rumhängen ist auch blöd, also begab ich mich in die Stadt. Dort begegnete ich der Mutter zweier Schulfreunde, die mich so anstrahlte, als ob sie mich jahrelang nicht gesehen hätte. Sie erzählte mir von ihren Kindern und dass ihre Tochter mich auf den Bermudainseln regelmäßig sehen würde. Dabei kamen viele Erinnerungen hoch. Das letzte mal dass ich mit ihr gearbeitet habe, war 2000 für ein Musical.

Ich setzte mich kurz im Renert auf die Terrasse. Dort war eine größere Vorbereitungen für dem Abend zugange. Vom 12.-18. finden weltweit die Campari-Negroni Tage statt, und man stellte alles um für ein größeres After-Work Apéro mit DJ und allem Pipapo.

Ich fuhr nach Junglinster, aber eher aus Zufall statt gewollt. Dort schaute ich mich in einem Möbelhaus um und fand ein paar Schnäppchen für die A., die schon länger nach genau diesen suchte für die neue Wohnung.

Wieder in der Stadt setze ich mich auf ‚meine Terrasse‘ im Parc Belair. Da der Kühlschrank nichts mehr hergab. Und während ich dort saß ging nebenan, wie jeden Abend wenn es nicht regnet, die Post ab. Es fand die übliche Yogastunde statt.

Die A. gesellte sich später dazu nachdem Dalton versorgt worden war.

Es wurde nicht sehr spät.

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Für gewöhnlich greife ich nur sehr selten dem Tag vor, aber hier muss ich es wohl.
Ich habe heute morgen beim Aufstehen erfahren, dass die sehr liebe und lebensfrohe Elena aka Journelle urplötzlich verstorben ist. Ich hatte sie vor Jahren auf der re:publica kennen gelernt und es war eine sehr schöne Begegnung. Über die Jahre sahen wir uns immer wieder dort. Das letzte mal war dieses Jahr im Hof der Arena neben dem Badeschiff, wo man einen kleinen Strand errichtet hatte. Sie war wie ich eine begeisterte Schwimmerin. Ich erinnere mich an ihre Schwimmabenteuer in Flüssen und eiskalten Teichen, über die sie in ihrem Blog berichtete. Auf Twitter stand sie für das Gute, Schöne und Richtige.
Sie wird mir sehr fehlen.

Regentag mit Foto & Flammkuchen

Ein weiterer ruhiger Tag, der mit viel Regen gesegnet war. Es hatte in der Nacht schon sehr geschüttet.

Am Morgen las ich mit Begeisterung über die Reiseabenteuer von Herr und Frau Kaltmamsell, die zur Zeit in Paris sind.

Ich schreib eine Weile, erledigte ein paar Haushaltsdinge und als ich auf die Uhr schaute war es auch schon fast 13:00 Uhr. Dabei hatte ich noch nicht einmal geduscht! Huch!

Die A. rief an ob ich Hunger hätte. Sie müsste aus der Wohnung raus weil die Putzhilfe da sei. Also verabredeten wir uns im Park im Pavillon. Zu essen gab es für mich ein Flammkuchen dessen Speck sehr trocken und sehr salzig war. Das merkte ich aber erst im Nachhinein ich sehr durstig war.

Ich fand auf Insta von den Tagen davor viele Fotos des Projektes, das hier nur so halbwegs unter den Beiträgen den „langen Tagen“ zu finden ist. Jetzt da es vorbei ist, kann ich eines zeigen.

Den Abend verbrachte ich mit zwei Folgen vom Bletchley Circle auf One, Ich hatte die Serie vor Jahren gesehen hatte aber kaum noch Erinnerungen daran.

Schwimmen & Begeisterung

Ein weiterer ruhiger Tag, der erstmal mit einer Schwimmrunde begann. Oh wie hatte ich das vermisst, seit St. Jean! Aber ich werde mich nach einem anderen Schwimmbad umsehen müssen, denn richtig Schwimmen ist in der Badeanstalt einfach nicht drin. Es sind zu viele Planschgäste, die es einfach nicht kapieren, dass wenn wir zu dritt an der Seite versuchen unsere Bahnen zu ziehen und den Rest des Pools den Planschern überlassen, es nicht gut kommt, just dort ein Schwätzchen zu halten. Und damit rammte ich zwei Planschhkühe, die so gar nicht auf ihr Umgebung achteten. Nun ja…

Mit Begeisterung las ich anschließend im Vis-à_vis, im neuen Alan Bennett Buch. Es beginnt mit einem Text von Nicholas Hytner, der während der Pandemie entstand. Er beschreibt wie, gegen alle Widrigkeiten, im Einklang mit allen Schutzmaßnahmen, eine Neuverfilmung der Serie Talking Heads zustande kam und dass Bennett für diese Serie schon vor etlichen Jahren drei neuen Texte geschrieben hatte. Ich wusste nicht dass sie noch einmal völlig neu verfilmt wurde.

Was ich sehr berührend fand, war die Begeisterung, doch etwas tun zu können obwohl wir sonst alle dazu verdammt waren, in den eigenen vier Wänden zu hocken.

Aber noch viel, viel mehr hoffe ich, dass irgendjemand einer fernen Tages dieses Buch in einem Antiquariat zur Hand nimmt (mal angenommen, so was gibt es dann noch), die Einleitung durchblättert und sich undeutlich daran erinnert, dass es da einst dieses schreckliche Virus gab, das beinahe alles zum Stillstand brachte.

Alan Bennett (Nicholas Hynter) – drei daneben

Am Abend war ich kurz zu einer kleinen Geburtstagsfete einer langjährigen Freundin geladen, die schon eine Weile hier im Viertel wohnt, die ich aber noch nie besucht hatte. Und so lernte ich eine Ecke des Viertels kennen, die ich nie durchfahre oder laufe, weil sie etwas abseits liegt und eine reine Wohngegend ist. So ging es übrigens den meisten Gästen.

Ich war früh daheim. In der Nacht würde ich aber mehrfach durch unglaubliche Wolkenbrüche inklusive Blitz und Donner geweckt.

Ruhetag

Als ich für den gestrigen Beitrag im Blog zurückblätterte um zu sehen was ich denn so über den 11. September geschrieben hatte, fand ich viele Postings von meinem Geburtstag, von denen ich nicht mehr wusste dass ich mir eine solche Mühe damit gegeben hatte.
Ich machte 2009 z.B. eine komplette Recherche, wer an dem Tag geboren wurde, wer starb und was sonst noch so passierte.
Ich denke dass da sicherlich noch sehr viel mehr ist, aber ich hatte die Ereignisse und Namen ausgewählt, die weitgehend bekannt waren. Vielleicht sollte ich das nächstes Jahr wieder tun…
Es wäre überhaupt ein schöner Zeitvertreib für alle Bloggerkolleginnen es an ihrem eigenen Geburtstag zu versuchen. Neugierde genügt.

Ansonsten ist der Montag schnell aufgeschrieben. Es war ein Ruhetag. Ich blieb zuhause, räumte die letzten ‚Leichen‘ vom Fest weg, putzte, betätigte die Waschmaschiene, las, schreib, aß die die Reste von der Feier und war sehr früh im Bett.

Ein Sonntag mit einer kleinen Flucht

Vielen Dank für all die Glückwünsche die durch alle möglichen Kanäle kamen. Ein Titel den man mir in einer Grußbotschaft gab: Ein Urgestein der Bolggeria.
Yep,Passt!

Ich hörte am Morgen nebenbei einen schönen Podcast über die Queen:

Aber wie auch schon am Tag davor war die Nacht kurz. Ich musste früh arbeiten, was eher ungewöhnlich ist, aber nicht so sehr dass, ich es nicht schon erlebt hätte. Ein Satz der dabei hängen blieb, den ich nicht selbst gehört habe, aber er wurde mir späterhin zugetragen: „Was? Ihr konntet Joël anheuern? Wie habt ihr das gemacht? Kommt er etwa wieder?“
Die Sätze beinhalteten ein Dilemma aus vergangenen Zeiten, gaben mir aber zugleich das Gefühl, damals richtig gehandelt zu haben und dass Viele es bedauerten, mit Ausnahme von dem, der der Auslöser dafür war. Entschuldigt hat diese Person sich nie. Nun ja…

Nach getaner Arbeit, fuhr ich in die Alte Heimat. Es war ein bisschen zu viel Socializing die letzten beiden Tage. Ich musste ein wenig für mich sein und ich hatte den A. schon lange nicht mehr gesehen. Mittagessen gab es im Steak House.

Als ich zurück zum Wagen ging, den ich auf dem Parkplatz hinter dem kleinen Supermarkt abgestellt hatte, ging ich an der Straße ‚Devant le Marché‘ vorbei, in der ich vor sehr vielen Jahren mal gewohnt hatte, und die wegen der zuerst angedachten Umbauten und dann der Ausgrabungen, völlig verschwunden ist. Ich hatte schon einmal kurz darüber berichtet. Diesmal machte ich Fotos.

Unter dem Überbau befinden sich die Ausgrabungen, von denen man nur wenig sieht.

Ich fuhr auf Umwegen heim zuerst durch das kleine Dorf Osweiler. Ich kenne es seit meiner frühesten Kindheit, weil die Siedlung in der ich aufwuchs, just nebenan liegt. Zwischen den beiden Orten liegt ein Wald, in den ich einer der Texte verankert habe, an den ich die ganze Zeit in St.Jean gearbeitet habe. Ich erschrak ein wenig als dort vorbei fuhr. Vom dem kleinen Feldweg aus über den ich fuhr, ist die besagte Stelle nicht mehr zu sehen, weil dort ein gewaltiger Bauernhof errichtet wurde. Das macht die Ecke nicht mehr so menschenleer, wie ich dachte…

Weiter ging über die Dörfer Dickweiler und Girst bis nach Hinkel, das an der Sauer liegt. In Born versuchte ich das kleine Hotel wiederzufinden in dem Tante Gritty ihre Hochzeitsfeier hatte. Es steht inzwischen ein anderes Haus dort mit Wohnungen.

Kurz vor Wasserbillig nahm ich die Autobahn und war am späten Nachmittag wieder in der Stadt.

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Am Abend schaute ich über mein Twitter Timeline und entdecke ein Druko von Mumu.


Am 11.September 2001 gab es mein Blog noch nicht. Aber weil es so einer der Tage ist, an dem viele sich erinnern wo sie waren und was sie taten, als sie es erfuhren, blätterte ich zurück um zu sehen ob ich das irgendwann einmal aufgeschrieben hatte. Nein. Aber am 11.September 2006 schrieb ich folgendes:

Jedes Jahr am 10. September feiere ich meinen Geburtstag.
Jedes Jahr am 11. September haben wir gefälligst geschockt zu sein und in tiefer Trauer zu zerfließen, wegen dem Anschlag auf das WTC. ICH KANN ES NICHT MEHR HÖREN VERDAMMT NOCH MAL!!!
Das Leben geht weiter und solange wir daraus immer wieder ein Welttrauertag veranstalten, bleiben wir am gleichen Fleck kleben und kommen nie von der Stelle. Und jedes Jahr immer wieder die gleiche Frage. Wo war man denn als das gerade passierte und man davon hörte? Ich weiß es nicht mehr und es interessiert mich auch nicht mehr!

joel.lu

Oh doch, ich weiß es noch, weil mein Geburtstag am Tag davor war und ich ihn wegen der Arbeit nicht feiern konnte. Also verschob ich die kleine Feier für den 35. Geburtstag auf den 11. September

Am Morgen hatte ich ziemlich viel um die Ohren und war elend lange mit dem Auto unterwegs in dem ich aber kein Radio hörte. Am Nachmittag musste ich noch kurz in die Produktionsbüros eines Filmstudios, (das Studios gibt es schon lange nicht mehr) Als ich dort in die Flure kam, war es still umd alle klebten im Konferenzsaal vor dem Fernseher.

Am Abend kamen dann doch alle Freunde mit ins Restaurant in des ich geladen hatte. Es war das Hotel Brimer in Weilerbach. Die Stimmung war getrübt es war wohl einer der ruhigsten Geburtstage die ich je gefeiert habe. Mit all den Freunden die mit am Tisch saßen (wir waren glaube ich zu zehn) habe ich heute keinen Kontakt mehr. Mit einigen ganz bewusst, mit anderen hat es sich mit der Zeit im Sand verlaufen.
Und wenn ich heute zurück denke, war es auch abzusehen, dass es irgendwann so kommen würde.

Ein sehr langer Tag

Puh!

Durch die Unwetter in der Nacht, die beständigen Wetterumschwünge und den frühen Wecker am Morgen fing ich dem Tag mit Schwindel und Kopfschmerzen an. Ich hatte gottlob am Abend davor alles fertiggeschrieben, was ich für den Tag brauchen würde. Die Arbeit wurde ein Spießrutenlauf. Ich dachte noch dass ich alles recht gut im Griff gehabt hatte und die Imterviewpartner alle ganz passabel waren. Es stelle sich im Editing als schwieriger heraus. Außerdem war musste ich zum erstem mal Archivbilder raussuchen.

Als alles fertig war, war es so spät dass mir noch so just Zeit blieb für einen schnellen Sprint heim und gleich wieder loszufahren um für einen Maskenjob. Der dauerte länger als geplant, aber das Resultat versetzte alle in Awwww.

Und so kam ich dann zum dritten Termin mit fast einer Stunde Verspätung an. Mitten in der belgischen Pampa hatte eine Kollegin zu einer großen Feier eingeladen. Der Großteil derer die ich hätte kennen sollen, hatten jedoch wegen des plötzlichen Todes eines Bekannten abgesagt. Also kannte ich erstmal fast keinen. Ich setzte mich erstmal etwas abseits der Menge beantwortete ein Reihe von Mails und Anfragen und schrieb schon ein wenig hier vor.

Aber es wurde wunderschön. Geplant war dass alles im Freien stattfinden würde, was aber leider wegen des Regens nicht ging. Ich lernte viele neue Menschen kennen und es wurde ein sehr vergnügter Abend.

Und weil ich ja keine Menschenmassen zeigen kann, zeige ich euch zwei abgefressene Tische, die in dem Licht auch irgendwie schön aussehen.

Es wurde sehr spät. Fragt nicht….

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Weil es gerade von Belang ist:

Im November 1976 besuchte die Queen zum ersten mal Luxemburg. Unter anderem war sie auch in meiner Alten Heimat. Dort sah ich sie live. Es gibt einen Film über den Staatsbesuch der drei Tage lang dauerte. Und irgendwo zwischen den unzähligen Kindern die mit den Fähnchen winken, stehe auch ich. Ich kann mich erinnern dass meine Mutter mich, als der Film auf ‚Hei Elei Kuck Elei‘ lief, in der Menge entdeckte, wenn auch nur kurz. Wer mich in dem Gewühl findet, bekommt eine Flasche Alice Hartman geschenkt. Kein Witz.

Panik & Künstler

Ein Foto bin ich noch von gestern schuldig:

Man kann Rummelplätze mögen oder nicht. Aber solche Bilder mit den tausend Lichtern in allen Farben und einer regennassen Straße. Das hat schon was.
Ab Donnerstag kommt der Rummel weg und den Großteil der Attraktionen findet ihr dann in München wieder.

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Der Morgen fing mit einer kleinen Panik an und ich fühlte mich schlagartig zurückversetzt nach Australien, als der Pass und alle Kreditkarten weg waren. Ich fand den Pass nicht mehr. Dabei hatte ich ihn vor zwei Tagen aus Gründen extra rausgelegt. Weg! Es war aber sonst die Tage über niemand da, (die Putzhilfe kommt erst morgen) der ihn hätte anderswo hinlegen können. Er blieb unauffindbar. Bis ich plötzlich ein Bild im Kopf hatte von einem Pass den ich auseinander drückte. Aber warum falte ich ihn ganz auseinander und drücke flach. Und dann viel endlich der Groschen. WEIL ICH IHN EINSCANNEN WOLLTE, dabei aber von einem Anruf gestört wurde und dann blieb er unter dem Deckel des Scanners liegen. So kann man sich selbst in Angst und Schrecken versetzen. Folgt mir für weitere wertvolle Tipps, wie ihr euch das Leben spannender machen könnt.

Anschließend hatte ich ein seltsames Problem, das mich sofort in die Stadt fahren ließ zwecks Lösung. Ob das aber nun der Pudels Kern ist wird sich erst morgen zeigen. (Das sind wieder solche Sätze von denen ich in ein, zwei Jahren nicht mehr weiß was ich da verklausulierten wollte. Aber hier ist es nicht weiter von Belang, nur wenn das Problem sich nicht lösen lässt wird es sehr, spannend werden)

Am Nachmittag hatte ich einen Termin mit Kameramann in einer nigelnagelneuen Gallerie wegen einem Interview im einem der größten französischen Künstlern. Ich kann es heute auch ruhigen Gewissens sagen, denn er ist schon wieder abgereist. Es war Daniel Buren. Ein Urgestein der zeitgenössischen Kunst und auf der ganzen Welt in vielen großen Städten auf öffentlichen Plätzen mit Kunstwerken vertreten. Er ist inzwischen 84 aber man sieht es ihm nicht an. Es war einerseits eine große Ehre diesen Mann kennenzulernen, aber andererseits war es schwierig für mich dem Mann Fragen zu stellen die ihm gerecht werden. Ich entschied mich dann, es bei den klassischen Fragen zu belassen worauf er auch vorbeireitet war. Als die Kamera dann aus war, wurde er lockerer und begann mehr zu erzählen. Schade denn das was er so im Gespräch erzählte war weitaus spannender. Des weiteren lernte ich eine neue Kuratorin kennen, die ich demnächst einmal richtig im Interview haben möchte.

Für den Abend hatte ein gelbe Wetterwarnung viel Regen und Hagel vorausgesagt. Da ich am Morgen den Markt hatte sausen lassen und nichts im Kühlschrank hatte, wollte ich mich nicht weit von der Haustür weg bewegen, weil ich einerseits den Wagen nicht nehmen wollte und andererseits möglichst schnell und halbwegs trocken wieder daheim sein wollte.
Ich entschied mich für die Rôtisserie Ardennaise, von der ich persönlich immer noch überzeugt bin, aber von der ich aber auch ein paar mal Schlechtes hörte. Es war nicht sehr voll und ich bekam sofort einen Tisch.

Und es war lecker wie immer, mit Ausnahme von dem Pfannengemüse, das im Verdacht hatte aus der Tiefkühltruhe zu sein.
Ich kam trocken heim. Die richtigen Unwetter waren erst mitten in der Nacht und ließen mich lange nicht einschlafen.

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Kanäle mit Shorts scheinen euch zu gefallen.
Den männlichen Couterpart von gestern, hatte ich schon einmal erwähnt, wusste aber nicht dass er bereits ganz ganz viele dieser kleinen Filmchen gemacht hat. Adrian Bliss. Er nimmt Historisches und Organisches aufs Korn.

Ein Abend auf der Schobermesse mit den Bären

Den weitgehend daheim verbracht, weil halt noch einmal vieles anstand, was noch wegmusste. Zudem las ich mich im Internet fest, zwecks Recherche wegen eines weltbekannten Künstlers der an Mittwoch in Luxemburg sein wird.

Der P. hatte Einladungen rausgeschickt. Es war der letzte Abend vom „giéle Béierkinneck“ auf der Schobermesse. Ein langjähriges Familienunternehmen, geht in andere Hände über und der jetzige Besitzer, dessen Vater den Restaurantbetrieb schon leitete, feierte mit vielen Freunden, Bekannten und Kunden seinen letzten Abend. Es war schon sehr emotional, weil der gestandene Mann mit dem Betrieb aufwuchs und es flossen auch ein paar Tränchen.

Die Bärenrunde war klein aber lustig. Zu essen gab es etwas dass ich zum letzten mal in der Kreuzerbruch hatte, eine Fondue Bourguignonne. In meinem elterlichen Hause war dies ein Sonntagsessen und es kamen viele Erinnerungen hoch…

Ein schöner Abend an dem ich hoffnungslos überfressen, heimwärts schlenderte. Als ich los ging fing es an zu regnen und ich war froh dass ich den Regenschirm dabei hatte, weswegen ich aber zu Anfang belächelt wurde.

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Wenn die Herrenwelt mal was dazulernen möchte über den weiblichen Organismus und vor allem wie das alles zusammenhängt, der sollte ich sich den Kanal vom Hayley Morris ansehen. Ich musste ein paar mal sehr laut lachen.
Ich prophezeie mal : Die Damenwelt wird sich kugeln vor Lachen und sagen, dass das alles soweit stimmt. Ein paar Männer hingegen werden lautschreiend das Smartphone wegwerfen.

Keine Braderie sondern Trier

Sehr früh wach geworden noch weit vor dem Morgengrauen. Aber schlafen war nicht mehr drin. Es war nur noch eine Rumwältzerei, also konnte ich auch aufstehen. Erster Kaffee auf dem Balkon bei dem ich beobachtete, wie es langsam hell wurde. Ich schrieb das Posting von gestern zu Ende und erledigte noch ein paar sonstige Schreibarbeiten.

Anfangs dachte ich, dass ich in die Stadt gehen sollte, da heute große Braderie ist. Doch ich dachte an die letzten Jahre zurück, die mir Schnäppchenweise gar nichts gebracht hatten und beschloss etwas anderes zu machen. Ich fuhr nach Trier. Als ich dort ankam war ich den auch nicht weiter überrascht, dass es sehr ruhig war.

Ein schneller Mittagstisch in der Trier Brasserie der zwar völlig ok war, aber es war ein Schmorbraten der absolut nicht zu dem 30 Grad Außentemperatur passte.

Ich kaufte zwei Bücher.

Das von Ferdinand von Schirach, weil ich auch alle anderen von ihm habe und ein ganz neues Buch von Alan Bennett, weil ich sehr neugierig war was der dann doch inzwischen recht betagte Herr noch schrieben könnte.

Wieder daheim machte ich es mir auf dem Sofa bequem und nahm an einem Zoommeeting teil von ich schon im vornherein wusste, dass es nichts bringen würde. Dem war auch so.

Abendprogramm: Wie man Mooncakes zubereitet.

Ich hatte vor etlichen Jahren mal einen gekostet. Er ist, wie die meisten asiatischen Süßspeisen, im Vergleich zu dem was wir sonst gewöhnt sind, weitaus weniger süß. Ich sollte das mal im Hinterkopf behalten für ein Projekt für die dunklen trostlosen Wintertage. Denn man braucht volle drei Tage dafür.

Film am Morgen & Kuscheln

Als ich klein war gab es am Sonntagmorgen, vorausgesetzt mein Vater hatte Frühschicht, fast immer die Sendung mit der Maus zu sehen. Irgendwann durften wir sie dann auch sehen wenn er anwesend war, da gab es ja schließlich was zu lernen.
Ich war an diesem Sonntag aber schon zu früh wach um mir die neue Ausgabe live anzusehen, also sah ich mir etwas anderes an. Auf Netflix fand ich einen Film von Melissa Mc Carthy – The Starling. Es ist jetzt nicht der große Knaller. Aber ich konnte so manches darin sehr gut nachvollziehen und dank der großartigen Darsteller, u.a. Kevin Kline rutschte es nicht den totalen Heulsusen Film ab. Seit „Can you ever forgive me?“ bin ich eh ein McCarthy Fan.

Später setzte ich mich noch einmal hin und schrieb weiter am Text den ich in St. Jean begonnen hatte. Probleme wieder reinzukommen hatte ich keine, aber es wird vom Plot her jetzt etwas schwieriger, weil ich unterschiedliche Szenarien im Kopf habe aber nur eines davon kann ich umsetzten. Ein Kombi von beiden geht nicht. Ich versuchte eine neue Technik. Ich habe der Geschichte einfach etwas vorgegriffen und ein Teil geschrieben der im Ablauf erst viel später kommt. Vielleicht hilft das mir zu finden was ich brauche.

Am späten Nachmittag rief die A. an, die nach mehreren Stunden Fahrt wieder daheim war.
Wir verabredeten uns auf „unserer Terrasse„. Blue kam auch mit und war höchst pikiert, dass die A. sie nicht übers Wochenende mitgenommen hatte und sie stattdessen beim Vater der A. versorgt wurde. Sie war sehr kuschelbedürftig.

Blue wurde die Tage übrigens 2 Jahre alt. Ich fand ein altes Foto als die A. und ich sie zum ersten mal noch bei der Züchterin besuchten.

Arbeit & Widerwillen

Den Freitag lassen wir mal aus Gründen weg. Da war Arbeit über die ich nicht sprechen kann. Sie hat Spaß gemacht und wa einer schöner, wenn auch unverhoffter Abschluss, von der ich schon vor dem Urlaub dachte, dass sie vorbei sei.

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Den Samstag begann ich mit Kopfschmerzen. (Immer wieder schön und gern gesehen!) Den Markt leiß ich sausen weil ich für den Abend ein Restaurantbesuch geplant hatte. Zudem musste ich mich um eine Schildkröte kümmern. Das tat ich dann auch gleich am Morgen nach der Dusche. Ich habe die Echse noch nie versorgt, das ist aber an und für sich kein Problem . Fressen tut gerne Grünkopfsalat und Chicorée. Ich stellte ihr alles hin und sie machte sich sofort darüber her. Die Schildkröte ich übrigens der dritte Tier der Zoo der A., neben Blue und Dalton. (Es fehlt noch ein Papagei und Pipi Langstrumpf hätte Konkurrenz bekommen)

Für den Nachmittag hatte ich mich für einen Job breitschlagen lassen, den ich schon mehrfach angeboten bekam aber immer wieder ablehnte, weil es zur Vermischung von Dingen kommt die ich nicht haben will. Da hier aber Not am Mann war, sagte ich widerwillig zu. Es ging auch alles wie am Schnürchen, alles und jeder war zufrieden. Aber es war eine große Ausnahme.

Am Abend war ich dann im Parc Belair. Auf der neuen Speisekarte stand etwas was ich schon seit einer Weile nicht mehr hatte:

So angerichtet sieht es sehr fancy aus. Es waren aber lediglich Bratwürstchen mit Kartoffelpüree und Senfsoße. Inzwischen kennen die Bedienungen mich und ich bekam einen Nachtisch, der so einfach war und große Klasse. Es heiße Mirabellen mit Vanilleeis. Da ich ein großer Fan von Nachspeisen bin die heiß/kalt sind. War das ein absoluter Knüller.

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Gab es nicht mal vor einer Weile den bedenklichen Trend, wo man versuchte alles mögliche in einen Toaster zu stopfen und zu sehen ob das essbar wieder rauskommt? Da wurde vieles versucht, obwohl alle Hersteller davor warnen, nichts anderes als Brotscheiben darin zu toasten. Die Idee an sich aber ist nicht neu, denn Anfang der 70er Jahre hatte ein amerikanische Firma einen Steak Toaster auf den Markt gebracht. Emmy hat ihn ausprobiert:

Nachruf & Champignons

Gut geschlafen. Die Nacht ordentlich durchgeschwitzt aber dafür fühlte ich mich so fit, als ob ich den ganzen Infekt aus dem Urlaub erst jetzt losgeworden wäre.

Die D. schickte mir einen Nachruf von der Schauspielerin Marja-Lena Junker auf Jean-François Wolff. Ein schöner Nachruf der das zur Sprache bringt, was ich auch dachte.

Les dernières années ont été difficiles pour Jean-François. A partir de 2014 il vivait à Mondorf-les-Bains, une ville de retraités, un peu à l’écart. Il avait des soucis, pas beaucoup de travail, car on nous oublie vite dans le monde du spectacle, toujours avide de nouveauté.

Tageblatt

Ja, und dessen fühle auch ich mich schuldig, zu schnell zu vergessen, denn in der Showbusiness Welt geht alles so schnell…

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Ich entdeckte am Morgen als die die Sonne zum vorderen Fenster herein schien auf der goldenen Platte im Wohnzimmer, eine Fratze die mir die Zunge rausstreckte. Das ist das Tolle an dieser Lichtinstallation, die ja schon seit Jahren dort hängt und ich immer wieder neue Dinge darin entdecke.

Am Mittag mit einem Bekannten in Renert gespeist, den ich über den B. kenne. Ich hatte ein Champignon Toast. Sehr gut

Dieser Bekannte sieht an sich sehr stattlich und gut aus. Er wäre schon sehr meine Kragenweite. Er schickt mir auch immer wieder Signale, dass da ein Interesse seinerseits bestünde obwohl er es nie sagt. Ich weiß dass er geschieden ist und Kinder hat. Heute in einem Anflug von Redseligkeit gestand er mir, dass seine Ehe in die Brüche, ging weil er nicht treu sein könne und immer wieder Affären mit anderen Frauen hatte. Ich denke dass ich da für mich etwas völlig falsch deute. Nun ja…

Am Nachmittag erledigte ich ein paar schnelle Kaufgänge unter anderem einen, der mir viel Freude bereitete. Aber darüber schreibe ich erst wenn es soweit ist.

Ich wanderte zurück durch den Park.

Die Rasenflächen sehen alle sehr gelb und sehr tod aus.

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Von James Corden sind wir es ja gewöhnt, aber dass Jason Momoa genau so knallchargig sein kann , war mir neu.

2 Tage, einer davon mit Regen

Das mit dem Frühaufstehen klappte nicht. Nun ja.

Am späten Morgen kam die Putzhilfe und ich verzog mich auf den Balkon zu Lesen.

Am Abend hatte die N. spontan ins Bovary geladen, weil wir uns über einen Monat lang nicht gesehen hatten. Als Mitbringsel von St.Jean hatte ich ihr zwei schöne Küchentücher für die neue Küche gekauft, da sie ja auch erst vor kurzem umgezogen ist.

Es wurde nicht sehr spät.

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Der Mittwoch fing hiermit an:

Regen! Endlich! Es machte meinen Plan beizeiten auf dem Markt zu sein zunichte, aber war angesichts der Situation, dass seit vor meiner Abreise nach St.Jean, nicht mehr geregnet hatte, egal. Und es regnete auch anständig fast eine Stunde durch, mit Donnergrollen im Hintergrund. Ha! ‚Dat geet gutt bei d‘Gromperen!‘

Am Nachmittag begab ich mich dann endlich einmal in die Stadt. Ich schaute ein wenig hier, ein wenig da vorbei. Die Kirche Kathedrale ist im Dorf geblieben. Ich schaute beim Renert vorbei, wo ich ich schon vor meiner Abreise wußte, dass das Personal in weiten Teilen ändern würde. Nicht weil es langweilig oder insgesamt kein guter Job wäre, sondern weil manche von ihnen sich anderweitig orientiert haben, sei es Studien oder einen Ausbildungsplatz in einen völlig anderen Bereich.

Ich las dort in Ruhe die letzten drei New Yorker durch. Mancher Artikel davon muss ich die nächsten Tage genauer lesen.

Ich verspürte Hunger auf Fleisch. Da es ja die letzten Wochen in St.Jean durch die Bank weg viel Fisch gab, (und davon habe ich mehr als sonst gegessen, denn frischer als dort am Meer kann man ihn nicht bekommen) orderte ich im Grand Café ein Entrecôte mit Pommes und Salat.

Perfekt. Aber beim Preis erschrak ich dann doch. In St.Jean hätte ich dafür ein Filetstück bekommen…

Früh daheim und ich mich nicht sooo fit fühlte, früh ins Bett.

Ein Besuch bei Dalton

Ich habe ein Patenkind, bzw. ein Patenpferd, das ich in letzter Zeit sehr wenig gesehen habe. Also fragte die A. mich heute am späten Nachmittag ob ich mitkommen würde. Das ist der Schlingel:

Das Foto wurde bereits letztes Jahr gemacht. In Ermangelung eines Fotos neueren Datums gibt das noch einmal.

Die A. hatte entschieden dass er heute weder longiert noch geritten wird und auch mal einen Tag Pause hat. Und so nahmen wir ihn nur mit, auf einen Spaziergang durch den Wald und über die Felder.

Das Erstaunliche an Dalton ist, dass, obwohl ich ihn ja nicht oft sehe, er mich trotzdem wiedererkennt. Für gewöhnlich ist er mit Männern ein wenig zurückhaltender und sträubt sich. Ich jedoch bekam sogar einen Stupser mit dem Maul als ob er ein Küsschen geben würde, was er nach Aussage der A. sehr selten tut. Während dem Spaziergang lieb er einmal abrupt im Feld stehen, und wartete bis ich wieder von etwas weiter hinten dazu kam weil, ich mit Blue beschäftigt war.

Später dann ging es einmal kurz über die Schueberfouer mit der A., Wir speisten eine Kleinigkeit in der Friture Hentiette, bei Reini, der alten Zeiten willen. Später schlenderten wir durch die Schäferallé wo man immer all die Stände mit den neuesten „Erfindungen“, weil ich etwas auf dem Stand von Cooklife entdeckt hatte. Es ist die Firma, die Kochblume erfunden hat. Ich habe meine jetzt schon fast 15 Jahren und sie sieht immer noch aus wie am ersten Tag.

Noch einen Absacker im Schwarzwaldhaus in den es aber sehr ruhig war und ab ins Bett.

Akklimatisieren

Oder eher Reakklimatisieren. Anderes Klima, andere Luft, andere Geräusche. Da es Sonntag war, konnte ich eh nicht in die große Geschäftigkeit fallen. Ich fing den dem Tag mit viel Gleichmut an.

Am Nachmittag zog mich nach draußen.

Die Schueberfouer ist wieder da. In St.Jean hatte ich schon so einiges darüber gelesen. Sie haben die Anzahl der Stände auf dem Glacisplatz erhöht, auf eine nie dagewesene Rekordzahl. Die Wege sind damit viel enger geworden und es fühlte sich bereits am frühen Nachmittag an, als ob es proppenvoll wäre. Das macht wirklich nur bedingt Spass.

Am Abend rief die A. an, die inzwischen umgezogen ist in die neue renovierte Wohnung. Ich hatte im Februar schon über die Wohnung berichtet, als der Vormieter just ausgezogen war. Jetzt ist sie kaum noch wiederzuerkennen.

Und da sie im letzten Stockwerk eines der höchsten Gebäude des Viertels ist, gibt es vom Balkon aus eine sagenhafte Aussicht über den Süden der Stadt.

Im Norden sieht man den Glacisplatz inklusiv dem Riesenrad:

Zu essen gab es ein Boboun , aber in seiner kalten also Salat Variante.

Wir saßen noch lange auf dem Balkon und schauten den Fliegern in der Ferne zu die quasi im Minutentakt vorbeiflogen um zur Landung anzusetzten. Man hört sie aber nur bedingt, je nach Flugzeugmodell und wie der Wind weht.

Da die A. jetzt meine Nachbarin geworden ist, die nur eine Straße weiter wohnt, brauchte ich zu Fuß knappe fünf Minuten.

Von St.Jean nach Luxemburg: Ein Tag in Bildern

Ein letztes mal schwimmen im Meer

Brunch im Piles d‘Assiettes

Kofferpacken

Ein letzte Aquashake mit Calamansi von Bargeton. Das beste Erfrischungsgetränk ever.

Und dann war es auch schon Zeit.

Ein letztes Foto aus dem Baskenland. Die Bucht von Biarritz.

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Wer sich für historische Kleidung interessiert, insbesondere aus der viktorianischen und edwardianischen Zeit und die Youtuberin Bernadette Banner nicht kennt, ist selbst schuld. Bernadette stellte sich sich die Frage was man bei OnlyFans zeigen könnte, wenn wir immer noch in der besagten Zeit wären. Die Antwort; entblößte Knöchelfotos. And she did it!

St.Jean: Im Kino – 3000 Years of Longing

Da ich in der Nacht kein einziges mal gehustet hatte und ich mich topfit fühlte, ging ich gleich um 9:00 mit der D. schwimmen. Es war ruhig am Stand und der Tag fing bewölkt an. Heute ist das vorletzte mal dass ich das noch einmal tun kann und dachte jetzt schon mit Wehmut daran, dass ich das sehr in Luxemburg vermissen werde.

Ein Kaffee mit Tartine im Chistera.

Später fing ich dann endlich an zu schreiben und setzte den gestrigen Blogbeitrag erst gegen Mittag ab.

Kino am Nachmittag. 3000 Years of Longing mit Tilda Swinton und Idris Elba. Das hätte ich mir auch angesehen, wenn ich vorab schlechte Kritiken gelesen hätte. Idris UND Tilda, da kann man doch unmöglich nein sagen.
Der Film basiert auf einer Kurzgeschichte von A.S. Byatt – Der verliebte Dschinn.
Ich hatte während der ersten zehn Minuten ein klein wenig Schwierigkeiten mich darauf einzustellen, doch dann tauchte ich in eine Geschichte ein, die tiefgründiger und philosophischer nicht sein kann. Tilda und Idris sind zwar die Hauptdarsteller aber ihre Szenen spielen auf der Ebene von einem Erzähler und einer Zuhörerin in der der realen Welt. Und dann taucht man ein in die Geschichte des Dschinn, der seit 3000 Jahren immer wieder in Flaschen gefangen ist oder umher irrt, weil seine Befreier ihre drei Wünsche nicht geäußert haben. Bis auf eine längere Szene mit Bademantel ist Idris übrigens weitgehend textilfrei, was dazu beiträgt dass man auch was fürs Auge hat. Wollte ich nur mal gesagt haben. Aber es ist ein wunderschöner Film bei dem ich am Ende einmal tief Luft holen musste, denn man taucht wie aus einer anderen Welt wieder in der Realität auf. Genau so sollte Kino immer funktionieren.

Am Abend dann ein letztes mal zu Exte Nami. Die Besitzerin freute sich uns noch einmal zu sehen. Wir saßen ganz entspannt auf der Terrasse.

Im Anschluss ging es noch auf einen letzten Absacker zum Bidaian, der bis 2 Uhr in der früh dauerte. Aua.

St.Jean: Noch einmal Bayonne

Es war mir dann doch eine Spur zu kühl um gleich morgens schon eine Runde zu Schwimmen. Die Erkältung ist zwar halbwegs weg, aber ich muss sie nicht noch einmal heraufbeschwören. Ich schreib den Blogeintrag, während die D. sich ins Meer stürzte.

Eine Tartine mit Marmelade gab es anschließend in Chistera.

Nach ein wenig hin und her überlegen zwischen San Sebastian oder Bayonne, fiel die Wahl auf Bayonne. Es ist nicht so wie, waren bereits etwas spät dran und es war wieder brütend heiß und obwohl ein Wind ging, der aber nicht wirklich Abkühlung verschaffte.

Ich wanderte das erstmal anderes um den Fluss Nive und das bescherte eine paar neue Sichtachsen auf den Stadtkern, die ich sofort ablichten musste:

Ich kann nur jedem raten einmal nach Bayonne zu kommen, die Stadt hat schon etwas sehr einzigartiges das man so nirgendwo findet. Und wenn ihr schon hier seid, macht eine Stadtführung, dann versteht ihr auch warum hier so viele Häuser windschief sind und warum alles so zugebaut ist.

Wir waren kurz nach 18:00 wieder zurück und ich fiel aufs Bett wie ein Stein und ratzte für eine ganze Stunde weg.

Später hatte ich einen Tisch im Bidaian reserviert.

Himmlisch wie immer.

St.Jean: Ankunft der D.

Verschreiber des Tages: In der Überschrift schrieb ich St.Jena….

Am Morgen, nach ein paar Einkäufen und einem Kaffee mit Croissant im Xistera, setzte ich mich gleich an den Rechner und schrieb drei Stunden durch. Es ist immer ein wenig schwierig den gleichen Ton und Duktus wiederzufinden, zumal wenn ich an einer Stelle aufgehört habe in der er sehr wichtig ist. Es gelang aber auf Anhieb.

Kurz nach 15:00 war die D. angekommen und wuchtete den Koffer die Treppe hoch. Da es brütend heiß war, schlug ich der D. vor, sofort eine Runde Schwimmen zu gehen. Ich begleitete sie und kam damit ich zum ersten mal wieder, seit Tagen, in den Genuss einer Schwimmrunde. Herrlich.

Für den Abend hatte ich einen Tisch im Instincs reserviert. Apéro gab es im Bidaian auf der Terrasse. Und während wir dort saßen, es war immer noch drückend heiß, kam wieder dieses Phänomen des Brouillarta auf, dem kalten Wind der die Temperaturen binnen einer Stunde um satte zehn Grad senkt. In unseren Breitengraden kennt man das gar nicht. Es ein wenig so als ob man eine Klimaanlage eingeschaltet hätte. Er kann mal sanfter mal sehr heftig sein. Es gibt ihn auch in der Variante 100 km/h Windspitzen.

Im Instincs dann ein herrliches Abendessen und einem anschließenden kleinen Sparziergang am Meer entlang.

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Manchmal, aus unerfindlich algorithmischen Gründen, zeigt YT einem Dinge nach denen man nie gefragt hat. Und folgendes Lied hatte ich schon lange nicht mehr gehört. Zugegeben Aretha Franklin ist in der Anfangsszene nicht die beste Schauspielerin, aber in der Nummer ‚Think‘ aus den Blues Brothers, wo sie sich die Seele aus dem Leib singt, ist sie so überzeugend, dass ich als ihr Ehemann geblieben wäre. Und der Song zieht noch immer die Schuhe aus.

St.Jean: Zwei Tage

Ich sag es mal so. Die Bronchitis streckte mich mehr nieder als gedacht und die letzten beiden Tage fielen sehr ereignislos aus. Ein bisschen was zu berichten gibt es aber.

In St.Jean gibt es im Vergleich zu Luxemburg sehr kalkarmers Wasser. Das Resultat ist, dass meine Haare hier immer butterweich sind und ich sie nur schwer in Form bekomme ohne pfundweise Zeugs reinzuschmieren, damit ich nicht aussehe, als ob ich mit Perwoll gewaschen wäre. Zudem war seit Tagen schon der Friseurtermin überfällig. Also buchte ich einen Termin hier um die Ecke. Ich erklärte der Friseurin, was ich haben möchte, zeigte Fotos und sie schien auch auch alles verstanden zu haben, jedoch mit der Ausnahme dass sie sich nicht daran hielt und genau den Fehler machte, der jeder Friseur macht. Die Haare müssen seitlich leicht trapetzförmig geschnitten werden sonst ziehen die Haare nach oben und es bekommt eine dreieckige Form. (Menschen vom Fach wissen was ich meine) Tja, und genau das ist passiert.

Nun ja. In drei Wochen kann man das wieder angleichen.

Ich brachte die Wohnung auf Vordermann, was mich aber mehr Kraft kostete als gedacht. Im Normalfall hätte ich zwei Stunden gebraucht. Ich brachte wegen dem Infekt über einen halben Tag, da ich mehrfach schweissgebadet aufhören musste.

Ansonsten gibt es von gestern Abend noch einen schönen Sonnenuntergang:

…und gegrillter Thunfisch mit Piperade und Pommes aus dem kleinen Restaurant der Markthalle.

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Und zum Abschluss noch ein Modelleisenbahn Video (oder auch nicht):

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Nachtrag:
Und dann noch eine traurige Nachricht. Der Schauspieler Jean Francois Wolff verstarb gestern, was mich sehr erschütterte. Ich habe eine ganze Reihe von Projekten mit ihm über all die Jahre bestritten. Doch war es ruhig um ihm geworden in letzter Zeit. Und so still und leise wie er immer war, so verschwand er auch.

St:Jean: Ruhetag

Ich hatte am Tag davor mit der D. telefoniert, die mir riet, einen Tag mal nichts zu tun und die Erkältung auskurieren. Das tat ich dann. Schwimmen traute ich mich nicht, denn ich wollte unter keinen Umständen rückfällig werden. Und damit gibt es für den Tag nicht sehr viel interessantes zu berichten. Ich versuchte ein wenig am Text zu schrieben, was mir aber schwer viel.

Stattdessen hörte ich mir ein altes Radiohörspiel von Francis Durbridge an. Paul Temple und der Fall Margo. Die ersten drei, nein sagen wir vier Folgen, hatten einen guten Rhythmus und waren verständlich, doch dann wurden es langsam zu viele Protagonisten, so dass man sie stimmlich nur sehr bedingt auseinander halten konnte. Die Figur des Paul Temple wurde übrigens von einem Luxemburger eingesprochen, der aber in seiner Heimat sehr in Ungnade fiel.

Und weiter war da nicht viel.

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Zu meiner Überraschung fand ich vor zwei Tagen ein Video bei Vogue von Linda Evangelista, die ja zu der ersten Garde der Supermodels in den 90ern gehörte und für mich die Schönste von allen war. Mit ihrem Leidensweg wegen dem Schönheitseingriff, bei dem sie eine ‚paradoxical adipose hyperplasia‘ bekam und völlig entstellt war, trat sie erst letztes Jahr in die Öffentlichkeit. Jetzt gab ihr die britische Vogue das Cover der Spetemberausgabe. Auch wenn sie „Full on Fashion“ präsentiert, kommt man nicht umhin zu glauben, dass es so „full on“ war, damit Dinge cachiert werden sollten.

Und hier ist sie in der Serie My Life in Looks zu sehen. Ich habe sie weitaus entspannter in Erinnerung vor früheren Interviews.