Ein Preis

Wieder ein Tag mit viel hin und her.

Während einer Anprobe stellte ich fest dass ich mich völlig vertan hatte was eine Haarfarbe angeht. ist mir so in der Form auch schon lange nicht mehr untergekommen. Nun ja.

Gibt es eine Gesellschaft die einen Preis verleiht fürs Verlieren und Wiederfindendes von Smartphones? Wenn ja könnte ich mich da problemlos anmelden als Anwärter. Es passiert mir meistens dann, wenn ich durch unverhoffte Dinge (wie z.B. eine falsche Haarfarbe) abgelenkt bin und zusätzlich alles sehr schnell gehen muss. Und so hatte ich ein kleines Déjà-vu wie das letzte mal, dass ich das Handy wieder mit iPad suchen musste und wiederfand. Uff…

Am Abend dann noch einmal Unverblogbares, das alles sehr reibungslos vonstatten ging.

***

Ein neues Wort von Renate Bergman gelernt: Dederon

Zwei Tage

Der Dienstag war viel hin und her mit Umänderungen wegen der ‚Situation‘. Es vergellt einem jeglichen Spaß den man vielleicht haben könnte.

Am Abend schaute ich mir den saarländischen Tatort von Sonntag an weil eine der Hauptdarstellerinnen eine gute Bekannte ist.

Früh zu Bett um nicht zu schlafen. Nun ja.

***

Der Mittwoch dann war erfreulicher. Am Morgen traf ich mich mit der D. im Torino auf einen Kaffee und ein Croissant. Sehr gut.

Anschließend musste ich gleich los wegen einer Wiederaufnahme vom letzten Jahr. Was mich zur Zeit sehr wuschig macht, ist dass man nichts planen kann. Entweder es geht oder es geht nicht, egal wie leicht oder kompliziert es ist. Es fällt mir schwer die gewohnte Akribie zu haben, denn es kann alles jederzeit abgesagt werden. Diesen Gedanken permanent im Hinterkopf zu haben verleitet dazu Dinge weitaus distanzierter oder auch schluderiger in Angriff zu nehmen. Wenn die ‚Situation‘ dann zuschlägt, ist die Enttäuschung auch nicht so groß. Andererseits kommt dann das schlechte Gewissen hoch, weil man ja eigentlich viel besser hätte machen können:
Hat das jetzt irgendjemand verstanden?

Mittagessen mit der Produktionsleiterin K., die ich schon seit ungezählten Jahren kenne. Mittagsmenü bei Namur. Da wir uns sonst immer nur zwischen Tür und Angel sehen, war es sehr schön dass wir uns endlich mal außerhalb der gewohnten Umgebung sahen und in Erinnerungen an Vergangenes schwelgen konnten.

Anschließend ging ich fix zum Computerladen meines Vertrauens und holte das Bestellte ab.


Yep! Ein iPad mini. Es wird mir so manches in Zukunft erleichtern.

Am Abend nach der Vorstellung traf ich die noch einmal die D. auf einen Absacker im Vis-à-vis.

Es war schneidend kalt draußen, aber mehr wegen der Feuchtigkeit und dem Wind als wegen der Kälte selbst.
Ich will endlich Frühling!

Aus dem Familienalbum 41

Heute gibt es gleich vier Fotos, immer am gleichen Ort gemacht zu völlig verschiedenen Jahrzehnten. Fangen wir der Spannung halber von hinten an.

Diese beiden Fotos wurden am gleichen Tag gemacht. Da kein Jahr auf dem Fotos steht kann ich nur vermuten dass es im Sommer Ende der 70er war. Wir fuhren mit der Sesselbahn in Vianden. Es gibt sie heute immer noch und es werden immer noch Erinnerungsfotos geschossen. Auf dem ersten Foto mein Bruder und mein Vater.
Ich denke mal dass ich so 12 auf dem zweiten Foto war und eine grausame Frisur hatte. Mutter hatte Elektroschock Dauerwelle.

Im gleichen Umschlag in dem ich die beiden Fotos oben fand, fand ich auch die beiden nächsten. Und hier wird es geheimnisvoll.

Das muss von den vier Fotos mit Abstand das älteste sein. Hier zu sehen meine Mutter und ihr langjähriger Brieffreund Fred aus Wien, mit dem sie von kleinauf schrieb und der sie hier zum ersten mal in Luxemburg besuchte. Großmutter hatte sich insgeheim da was erhofft, das aber nie zustande kam, denn Fred war schwul, was ich erst sehr viele Jahre später heraus fand.

Und wer das neben meiner Mutter ist, weiß ich nicht. Zudem hat da jemand versucht das Gesicht mit Filzstift zu schwärzen, was aber mit den Jahren wieder verblasst ist.
Ich kann nur vermuten: Es gab da noch zwei Anwärter vor meinem Vater die um meine Mutter warben. Ich denke mal dass dies einer davon war.

Besuch & Batucada

Ich musste früh raus, denn ich bekam eine Gästin (Ich wollte das Wort schon immer mal schreiben…ha!) Da es sich nicht um eine Frau handelt, sondern um eine Hündin, der es völlig schnurre ist, ob ich sie gendere oder nicht, kann ich das Wort ruhig gebrauchen. Sie liebt mich auch so, ungefiltert und ich sie auch, und sie war hocherfreut mich zu sehen.
Miss Blue war zu Besuch.

Gleich am Morgen als Blue ungwohnterweise so früh schon aus dem Haus musste und bei A. daheim so früh noch nichts fressen wollte; hier wollte sie und hatte Hunger.

Derweil sie fraß verbloggte ich fix den Vortag und sprang unter die Dusche.

Ich hatte mir eigentlich vorgenommen nach Trier zu fahren und das Wetter versprach hervorragend zu werden. Doch ich verspürte nicht die geringste Lust stundenlang im Auto zu sitzen und wickelte alles per Mail und Anruf ab.

Anschließend ging raus mit Blue in den Park. und in die Stadt.

Die Sonne machte vieles wieder wett. Die beiden letzten Tage waren nicht so toll gewesen.

Wir setzten uns ins Vis-a-vis auf einen Kaffee und einen Croque-Monsieur. Dann ging es zurück zur Wohnung.

Miss Blue legte sich auch die farblich angemessene Decke auf dem Sofa und schleif tief und fest ein.

Am Abend holte die die A. sie wieder ab und, weil der Tag für die A. sehr lang gewesen war, schlug sie vor einen Happen im Batucada zu essen. Ein südamerikanisches Restaurant das ich selten auf dem Radar habe.

Das Filetsteack rechts war übrigens ausgesprochen lecker. Zu trinken gab es einen chilenischen Syra.

Auf dem Rückweg fotografierte unser „Disney Schloss“, das nicht den Großherzog gehört sondern der Hautsitz der Sparkasse ist.

Ausflug in die Vergangenheit

Vielleicht war das was ich heute tat verkehrt. Ich war auf einer Stippvisite in der ‚Alten Heimat‘. Das letzte mal war, wenn auch nur kurz, als der H. zu Besuch bei seinen Eltern war, um ihm Lebewohl zu sagen, bevor er wieder zurück in seineaustralische Heimat flog. Damals hatte ich schon die große Trostlosigkeit verspürt die sich in der kleinen Stadt breit gemacht hat. Sie versuchen schon seit Jahren gegenzusteuern, doch durch die Hochwasserkatastrophe im letzten Sommer wurde das nicht besser.

Doch fangen wir am Anfang des Tages an. Ich stand auf und hatte nicht die geringste Lust etwas über den Samstag zu schreiben. Es gibt so Tage. Es ist immer wieder dieses Ausloten was ich verbloggen darf und was nicht. Nur so viel; wir haben Winter, das Wetter schlägt aufs Gemüt und ich hadere schon seit Wochen mit mir und meiner Vergangenheit, die sich immer wieder wie ein Einbrecher von hinten heranschleicht und mit aller Gewalt zuschlägt. Dann kommen Momente aus der längst vergangenen Zeiten hoch, die mich so runterziehen, dass alles das was vor mir liegt so dunkel und schwarz aussehen lässt und ich über Stunden hinweg nicht zu gebrauchen bin. Für gewöhnlich steuere mit einer Ablenkung gegen, aber am Samstag hatte ich einfach nicht die Kraft dazu. Also ging ich unter…
( So jetzt ist es raus, vielleicht hilft es ja…)

Stattdessen schrieb ein wenig weiter an einem Text der, wie gestern schon erwähnt, der nächste Woche erscheint. Ich wollte aber mich schon wieder den ganzen Tag daheim hängen, also entschied ich mich für einen Ausflug in die „Alte Heimat“

Gleich am Eingang der Stadt machte ich ein paar Einkäufe in einer Filiale einer deutschen Supermarktkette die es nur dort gibt und bei ich Dinge bekomme die es sonst nirgends gibt. Es war sehr ruhig dort. Ich kaufte vor allem wieder die Mehlsorten zum Brotbacken, die ich so nur dort bekomme.

In der Stadt selbst stelle ich den Wagen auf dem Kirmesplatz ab, einer der Stellen die im Sommer komplett unter Wasser standen, weil sie nah am Fluss liegt.

Ich hatte eingangs das Hochwasser erwähnt. Es ist nicht zum ersten mal, dass die Stadt davon gebeutelt wurde. Aber so hoch war es noch nie. Man sieht die letzten Stände aus dem 19. Jahrhundert in den Stein gemeißelt
Darüber gibt es zwei Striche mit Kreide die zeigen wie hoch es im Sommer stand.

Eine Reihe von Geschäften haben immer noch geschlossen und ein paar werden sicherlich nie wieder öffnen. So auch in der Fußgängerzone. Je weiter man nach unten zum alten Bahnhof vorangeht umso trostloser wird es.

Von den Gaststätten die ich sonst besuche, die eigentlich immer Sonntags geöffnet sind, war nicht eines offen. Also setzte ich mich in Fischer Bäckerei auf einen Kaffee. So unglaublich toll finde ich die Kette nicht, aber es war das einzige was geöffnet hatte.
Dort schreib ich schon mal einen Teil des heutigen Textes vor. Die Musikbeschallung war ein Internet Sender mit Musik aus den 90ern. Und plötzlich kam ein Lied, das ich seit der Zeit nicht mehr gehört hatte und was ich als Trauerlied benutzt hatte. Ich mache das meistens so wenn ein Mensch aus meinem nahem Umfeld geht der mir viel bedeutet hat, versuche ich immer die ganze Trauer in ein Lied zu packen und sie dort in den paar Minuten auch komplett auszuleben. Wenn das Leid dann aus ist ist auch der Schmerz über den Verlust ein Stück weit ausgelebt und ich kann weitermachen.
Als mein Bruder 1999 starb hatte es jedoch mit einem Lied nicht gereicht, da mussten mehrere herhalten. Das hier war eines davon. Es war fast so als ob das Schicksal mich mal kurz auf die Probe stellen wollte wie viel ich aushalte. Ich hörte mir das Lied ganz bewusst an, denn weghören ging nicht. Es schmerzt immer noch, vor allem der Verlust, aber es ist wir eine alte Narbe mit der man gelernt hat zu leben. Sie ist da und sie macht sich ab und an bemerkbar, mehr nicht.

Ich fuhr zurück.

Vielleicht war dieser Ausflug dann doch heilsamer als gedacht.

Am Abend machte ich mir ein kleines Käsefondue, für die ich morgens den Käse gekauft hatte.

Es war genau das richtige. Ich hatte mit viel Pfeffer und ein wenig Knoblauch nachgewürzt. Dazu gab es ein Glas Pinot Gris.

Nur ganz kurz

Es ist Sonntag und ich sollte den Samstag verbloggen, der aber nicht hergab. Ich habe aber an einem längeren Text herumgebastelt, der hier am 29. Januar erscheinen wird. Ein Blogpost, an dem ich schon länger schreibe und der mir bis jetzt viel Freude bereitet hat, weil….ach das sehr ihr ja dann.

Mesa Verde

Den Tag über Arbeiten am PC und mehrere Dinge ausgelotet, die eventuell für die No Art Sendung in Frage kämen.

Am Abend dann mit der K. und der A. in die Mesa Verde

Ich war schon ewig lange nicht mehr dort.

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Der Kanal Be Kind Rewind stellte eine Schauspielerin vor die ich absolut gar nicht kannte, dabei war sie recht bekannt jedoch verkannt, zumindest im Film. Ihre Stärke lag ganz eindeutig auf der Bühne. Tallulah Bankhead.
Sie wurde zu ihrer Zeit von der Kritik mit viel Lob überschüttet, bekam aber von den Filmstudios in Hollywood immer nur sehr mittelmäßige bis schlechte Film zu drehen. Zudem war es eine der seltenen Darstellerinnen, die zwar aus den USA stammte, aber ihre Karriere legte erst richtig in den Theatern vom Westend in London los. Interessante Lebensgeschichte.

Und wer sich einer ihrer etwas bekannteren Filme ansehen möchte, in dem sie hochgelobt wurde, der Film selbst aber bei der Kritik durch fiel, hier gibt es Tarnished Lady.

House 17, Victoria & eine Überraschung per Post

Für tagsüber gibt es nicht sonderlich viel zu berichten.

Am Abend war ich mit der A., der N. und dem T. auf einer Vernissage. Die Schwester der N. hatte in den Prestigeclub geladen, House 17.

Natürlich war ich sehr neugierig weil ich noch innen gewesen war. Ich hätte schon mehrfach gekonnt, es hat sich aber über die Jahre nie ergeben.

Fotos habe ich keine gemacht. Die Bilder der Künstler hängen im Restaurant und im Treppenhaus. Zwei der Künstler waren wirklich sehr spannend die anderen fand ich so so la la.

Wir blieben nicht allzulange weil wir alle großen Hunger hatten und so ging es, derweil unter Schneeflocken, weiter zum Victoria.

Das Victoria ist ein Popup Gaststätte mitten in der Fußgängerzone,dort wo das legendäre Teppich- und Stoffgeschäft Tapis Hertz zu finden war. Es gibt ihn schon seit einer geraumen Weile. Ich hatte es ganz Anfang einmal probiert, jedoch fand ich ihn damals unangemessen teuer. Inzwischen hat sich das gebessert und sie haben eine schöne Menükarte, die nicht zu groß ist, was ich ja sehr schätze.

Wir saßen im ersten Stock im „Grünzeug“

Ich hatte mir Fish & Chips bestellt.

Wieder daheim zog ich eine Überraschung aus dem Postkasten, mit der ich nicht so schnell gerechnet hatte. Sie bezog sich auf einen Kommentar von mir, erstaunlicherweise nicht in meinem Blog sondern bei der Kaltmamsell. Sie hatte, wie so häufig über ihre Brotback Abenteuer berichtet und zeigte einen neuen Teigschaber den sie als Geschenk zu einem Mehleinkauf mit dazu bekam. Ich hatte kommentiert, dass ich schon länger nach einem solchen suche und ihn auch gerne haben möchte.

Und siehe da! Heute kam der Schaber per Post von einer sehr lieben Leserin, die bei mir wie auch der Kaltmamsell liest.

Vielen lieben Dank! Er kommt die nächsten Tage ganz sicher zum Einsatz.

Kein Mittwochsmarkt & Skybar

Ich bin wieder an dem Punkt angelangt, dass ich wie letztes Jahr und das Jahr davor den Kopf einziehe und warte dass der Sturm vorbeizieht.

Das mit den Infektionen ist grad nicht so schön. Es wurde zudem am Nachmittag im der Abgeordnetenkammer debattiert ob wir eine Impfpflichtig einführen sollen oder nicht. Und nachdem was ich am Mittag im den Nachrichten vernahm, sollte es ein sehr differenzierte aber hitzige Debatte geben. Die Ärztekammer gab schon ihre Empfehlung ab und plädierte gleich vorab für eine gezielte Impfpflicht ab 50 und manche Arbeitssektoren, aber nicht für eine allgemeine Pflicht.

Ich derweil machte am Morgen die Wohnung putzreif und räumte alles weg was so rumlag, denn ab Mittag sollte die Putzhilfe kommen.

Dann machte ich mich auf zu einer kurzen aber sehr klärenden Besprechung. Zumindest weiß ich jetzt wo ich mit allem dran bin für die nächsten Wochen. Es kann jedoch noch alles den Bach runter gehen. Inzwischen macht alles was ich anfasse keinen Spaß mehr, weil man immer dem dumpfen Gefühl im Hinterkopf arbeitet, dass alles von einem Moment zum anderen für die Katz ist. So gesehen bei einem anderen Projekt einer Kollegin, das kurz vor knapp gestoppt wurde und bis auf weiteres komplett abgesagt ist. Ein Desaster.

Den Mittwochsmarkt ließ ich ausfallen, denn das Wetter war über die Maßen scheußlich mit Nieselregen und Kälte.

Gegen Mittag verspürte ich großen Hunger auf etwas leckeres und begab mich zur Skybar.

Tartare de boeuf et veau en aller/retour sauce poivre vert
Tiramisu réinventé

Mampf, schlabber, schluck, weg. Sehr gut.

Bei Sichel fand ich endlich zwei neue Tischset für die Küche die farblich passten und nicht gleich schon nach dem ersten Fleck zum wegwerfen sind, sondern problemlos abgewischt werden können. ‚Die beiden letzten sahen sehr mitgenommen aus und die Versiegelung ließ zu wünschen übrig.

Am Abend schaute ich mir etwas bei Arte an.
Seit diesem Bolgpost könnte man vermuten dass ich ein Proustianer bin. Ich bin aber eher ein Fan über Proust als von ihm. So in etwa erklärt sich meine Faszination für sein Werk.

Mein posthumes Leben

Ein weiterer sehr häuslicher Tag.
(Und das schien gar nicht so verkehrt zu sein, bei dem was ich heute morgen als Rundschreiben in einer Mail vorfand. Es wird zur Zeit einfach nicht besser…)

Also machen wir ein paar andere Dinge.

Dieses Foto hatte ich schon gezeigt.

Ich las den Comic gestern zu Ende und bin restlos begeistert. Mein posthumes Leben beschreibt die Geschichte von Emma Doucet, die sich eines Tages mit einer Kugel in der Brust wiederfindet , jedoch nicht gestorben ist. Um sich die Zeit zu vertreiben (weil ihre Tage nicht mehr gezählt sind) fängt Emma sich an ihr Leben zurück zu erinnern und sich Fragen zu stellen. Wer hat auf sie geschossen? Warum ist sie nicht gestorben? Was werden die Nachbarn sagen?
Die Autoren zeichnen ein sehr schönes Porträt einer eigenwilligen Frau, die fast das ganze 20. Jahrhundert erlebt hat. Zudem ist das Album gespickt mit makaberem und schwarzem Humor, dass ich mitunter sehr laut gelacht habe.

***

Der Algorythmus schlägt mir unentwegt immer neue Videos von Betty White vor, weil sie nun mal die letzte der Golden Girls war. Aber warum war diese Serie, die nur durch eine Reihe von Zufällen zustande kam, so ein Hit in der Gay Community? Es ging so weit dass in den schwulen Bars in den Staaten am Samstag um 22:00 Uhr die Musik eingestellt wurde und alle schauten gemeinsam die neueste Folge von den Golden Girls. Matt Baume erklärt warum und wie die Serie „heiße“ Themen ansprach, zu einer Zeit in den 80ern, in der das noch lange nicht so selbstverständlich wie wie heute. (Warum lief die Serie bei RTL, bei ihrer deutschen Erstausstrahlung immer erst gegen 23:00 Uhr….mmmh?)

Midsomer

Der Sonntag war zum Teil mit Unverblogbarem verbunden und für den Rest war es eiskalt, trüb und ich hatte wenig bis gar kein Lust irgendwas zu tun. Es reichte grad mal um mir einen Inspektor Barnaby anzusehen. Zu mehr war ich nicht in der Lage.

Der Montag fing dann gleich mit einem Meeting an das sich als sehr erfreulich erweisen sollte aber auch mit sehr viel Arbeit die nächsten Wochen.

Den Nachmittag verbrachte ich daheim und kümmerte mich um die Wäsche und Papierkram. Anfänglich dachte ich könnte mir am Abend vielleicht etwas im Kino ansehen, doch mit ganzen augenblicklichen Situation und der Aussicht über Stunden hinweg mit einer Maske zu verbringen, ließ ich es bleiben.

Stadtessen gab es dann halt noch mal Barnaby.
Meine Großmutter schaute die Serie schon zu ihrem Lebzeiten. Ganz zu Anfang, also vor gefühlt 100 Jahren, fand ich sie ganz reizvoll, weil sie good old England beschrieb mit all seinen Eigenheiten. Inzwischen sind restlos alle Charaktere und Posten mindestens einmal wenn nicht mehrfach ausgetauscht worden. Für gewöhnlich tut das einer Serie nicht gut, doch hier macht es absolut keinen Unterschied. Ein heile Welt in der immer die skurrilsten Dorffeste veranstaltet werden und fröhlich darauf losgemordet wird. Man kann das locker nebenher sehr sehen während man die Twitter Timeline durch sieht.

Und nach zwei Tagen Midsomer Murders ist jetzt auch mal gut für längere Zeit.

Bistrot De La Presse

Ein Samstag seit langem mal wieder mit einem Besuch des Wochenmarktes, obwohl das Wetter so gar nicht mitspielen wollte. Im Gegensatz zu letzten Tagen an denen es eiskalt, sonnig und trocken war, war es jetzt eiskalt trüb und feucht und Kälte zog mir sehr schnell in die Knochen.

Der kleine Kaffeestand der mich und die D. über der ersten und den zweiten Lockdown so erfolgreich gerettet hatte, damit wir uns wenigstens einmal kurz sehen und einen Kaffee miteinander trinken können gibt es immer noch. Also befolgte ich den Spruch der auf dem Wagen steht.

Ein Kaffee und ein Pastel auf die Hand.

Einkäufe später schritt ich zum Bistrot De La Presse.
Eine legendäre Institution die gegenüber der großherzoglichen Palais und der Abgeordnetenkammer. Bistrot de la Presse deshalb, weil sich im gleichen Haus der Journalistenverband befindet. Es könnte aber auch Bistrot des Députés heißen, denn die gehen dort auch alle ein und aus.
Ich war schon ewig nicht dort gewesen. Vor ein paar Jahren hat der Pächter des Bistrots gewechselt, und der B. meinte dass man dort gut speisen könnte, was wir auch taten. Es gibt luxemburger Spezialitäten, alle gehaltvoll und deftig.

Ich hatte seit langem mal wieder Kniddelen.

Anschließend wanderte ich zurück, machte aber einen Abstecher im Buchladen und einen tollen Comic zu erwerben, der mir allein schon Titel her sehr gut gefiel.

Mein posthumes Leben.

Am Nachmittag machte ich mich dann wieder auf in der Norden zu einer weiteren unverblogbaren Runde und kam erst sehr spät zurück.

Seit langer Zeit wieder im Annexe

Da ich sehr spät ins Bett kam am Tag davor und lange nicht einschlafen konnte, klingelte der Wecker viel zu früh, und ich hätte mich gerne noch einmal mgedreht weiter geschlafen, was aber nicht machbar war. Ich hatte einen frühen Termin beim Friseur, was mehr als von Nöten war, den ich sah sehr zugewachsen aus ( für meine Verhältnisse)

Nach dem Termin musste ich dann auch schon gleich los, zu einer öffentlichen Generalprobe zu der Schulklassen eingeladen waren. Es ging auch ein wenig drunter und drüber, weil ein paar zu späten kamen. Aber insgesamt klappte es fast wie am Schnrüchen.
Das verschaffte mir einen unverhofft freien Abend, mit dem ich nicht gerechnet hatte. Ich rief die A. und fragte sie was denn vor hätte. Und so wurde ich zu einem Abendessen mit ein paar weiteren Freunden den A. eingeladen. Wir speisten in einem Lokal in ich schon sehr lange nicht mehr war, was früher mal meine Stammküche war; das Annexe.

Es wurde vor Jahren schon an jemand anderes verkauft. Die Frau die es damals erwarb hatte vor in eine noch gehobenere gastronomische Küche zu bieten, was es aber um einiges teurer machte, so dass ich mir nicht mehr vorstellen konnte jede Woche einmal dort zu speisen.

Ich habe früher viel und oft über das Restaurant berichtet.

Es war sehr sehr gut. Auch für die A., die ja Vegetarierin ist, gab es wunderbare Gerichte.

Wir sprachen auch über das Restaurant das ich kürzlich mit der N. besucht hatte, die Villa de Camille et Julien, bei der ich sehr enttäuscht war und ich bekam mein Gefühl von anderen Bekannten bestätigt, die das gleiche Urteil fällten.

Ein schöner Abend, der zeitig endete weil ja alle Gaststätten um 23:00 schließen müssen.

Oh je…

Ich kam mir gleich am Morgen schon vor als ob ich mitten im Kriegsgetümmel stehe. Um mich herum fallen die Bomben, eine nach der anderen und die Mitmenschen trudeln zu Boden wie abgeschossene Fliegen.

Ich hatte nicht weniger als drei Anrufe ob ich einspringen und/oder ersetzen könnte, wegen akuten Ausfällen, wegen ihr-wisst-schon-was. (Man bekommt langsam Angst es auszusprechen, wie bei Harry Potter) Ein Fall ist auch für mich kritischer, weil die betreffende Person mit mir vor zwei Tagen in Kontakt war. Aber ich bin eh unter strengster Beobachtung und teste mich täglich, weil einfach zu viel auf dem Spiel steht.

Es fällt mir auch auf, je mehr ich davon höre, es mir zusehends schwerer fällt, mich auf die eigenen Projekte zu konzentrieren. Es ist nicht mal so dass ich Angst habe das Zeug zu erwischen, da ich überzeugt bin, dass ich die höchste Immunitätsstufe habe, die überhaupt möglich ist. Ich kann es nur nicht nachweisen. Aber ich bin geimpft, geboostert und meiner Meinung nach auch, einmal genesen ganz zu Anfang der Pandemie.

Das alles war am Morgen kurz nach der ersten Tasse Kaffee. Himmel, Herr, wann hat das endlich ein Ende? Ich habe das alles so satt!

Für den Mittag an dem ich nicht wirklich was geplant hatte, war es mir grad mal Schnuppe und ich ging in Rotisserie Ardennaise gleich nebenan.

Ragout nach Art des Hauses. Sehr gut.

Ich bin euch übrigens noch ein Foto von gestern schuldig. Damit wäre der verpatzte 12von12 zumindest zur Hälfte erfüllt gewesen.

Das sind Saphir Trauben. Sie sehen hier ein wenig aus wie kleine Gurken, haben auch etwa die gleiche Form und Größe. Kannte ich nicht. Musste ich probieren. (Bitte nicht hauen, ich weiss auch dass die Traubenzeit vorbei ist und diese hier kommen aus Peru) Schmecken tun sie sehr gut auch wenn die Form sehr eigenwillig ist.

Am frühen Nachmittag dann los zu viel Unverblogbarem, das sich bis in Nacht zog. Auch dieses Projekt hängt wie viele andere am seidenen Faden, obwohl da nun gestern jemand wieder zurück kam, weil sein PCR Test definitiv negativ war. Vielleicht schaffen wir es ja bis zum Ende hin. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Ein 12von12 der keiner wurde

Wenn ich es nicht bei maske_katja auf Twitter gesehen hätte, wäre der 12von12 wieder spurlos an mir vorbei gegangen. Im Prinzip wäre es auch ein Tag gewesen, der ein Dutzend Fotos hergegeben hätte. Ich meine, man kann da auch auch mitmachen in dem man alles Unmögliche photographiert,wie nackte Füße auf den Badezimmerfliesen oder die ausgetrunkene morgendliche Tasse Kaffee, was für mich schlicht keinen Sinn macht.
Aber wie so oft im Leben kommt alles ganz anders und ich habe keine 12 zusammenbekommen. Also gibt es nur die Fotos die bis kurz nach der Mittagspause zusammen bekam.

Es war Mittwochsmarkt und ich brauchte dringend Obst und Gemüse. Zudem hatte ich eine Verabredung mit der D. umd dem B. der aus Nizza zurück war. Wir tranken einen sehr guten Kaffee im Torino, ein kleines italienisches Kaffee, das ich immer vergesse, das ich aber sehr mag.
Später ging es weiter zum Renert in dem ich einen Tisch für drei bestellt hatte fürs Mittagessen. Die K. hatte sich angekündigt.

Durch Fenster sah man die Baustelle näher rücken. Dem P. nach, einer der Besitzer vom Renert, sollte sie Ende März abgeschlossen sein.

Zum Mittag gab es Tagliatelle mit Lachs, die ausgesprochen lecker waren.

Anschließend ging ich durch den Park zurück zur Wohnung. Es gab einen Kaffee auf die Hand von dem kleinen Stand der immer am Park steht. Ich hatte ihn schon einmal hier erwähnt.
Ich machte ein paar Fotos meiner Lieblingsorte, die fast jedesmal ablichte wenn ich hier bin. Und jedesmal sehen sie anders und faszinierend aus.

Und dann wären wir auch schon am Ende.
Ich bekam einen Anruf dass ich früher gebraucht werden würde und machte mich auf den Weg zu Unverblogbarem. Dort, das hatte ich zmindest vor, wollte ich schon mal alle Fotos und die, die dann noch folgen sollten, skalieren und hochladen, doch das fand nicht statt, weil ich mein Handy auf den Küchentisch daheim hatte liegen lassen.
Ich kann sehr spät zurück. Ich schaute mir noch die letzte Folge von Harry Potter Saga an und ging sehr spät zu Bett.

Heißer Apfel & Harry

Erst gegen 9:00 wach geworden, was sehr schön war. Und zum ersten mal ohne irgendein Wehwehchen, sehr gut.

Ich räumte die Wohnung auf, schmiss die Waschmaschine an und arbeitete ein paar Dinge am PC ab die seit Tagen liegen geblieben waren. Gegen Mittag sollte die Putzhilfe kommen, der ich einen gewaltigen Berg Bügelwäsche hinlegte.

Draußen schien die Sonne. Also raus um eine Runde zu drehen.

Später saß ich kurz im Renert auf einem Heißen Apfel und machte ein Foto einer leeren Place Guillaume:

Was man auf der linken Seite nicht sieht; der Platz wird wieder aufgerissen werden voraussichtlich für die nächsten drei Monate.

Wieder daheim bekam ich die Nachricht, dass ich Abend nicht gebraucht werden würde und so bekam ich unverhofft frei.

Ich schaute mir eine weitere Folge Harry Potter an und noch einen Teil der vorletzten Films. Ich habe damals die Bücher alle gelesen, die Filme hatte ich nur zum Teil gesehen. Interessanterweise finde ich dass es Bücher gibt im denen die Geschichte besser erzählt ist aber es gibt auch Fälle in denen es genau umgekehrt ist oder sich die Waage hält. Bei den Filmen fällt mir auch auf, je mehr die Saga zum Ende kommt, umso mehr wird sie in die Länge gezogen und das letzte Buch hätte wirklich keine zwei Filme gebraucht.

Später sah/hörte ich mir noch einen Podcast von Cristine Rotenberg an, der zwar an Stellen sehr redundant ist, aber einen neuen Trend beschreibt, der sehr problematisch ist und der verlangt dass irgendwann regulatorisch eingegriffen werden muss. Es geht um die Rechte eines Originalwerkes ( ein Song oder eine Show) die in einem Video gezeigt werden und dabei kommentiert werden, die sogenannten ‚React to… Videos‘. Der Trend ist an sich nicht neu und gibt es schon lange auf YouTube. Intern gibt es auch eine Regel wie das bei YouTube gehandhabt und verwertet wird.

Neu ist aber dass es das jetzt auch immer verstärkter auf Twitch, dem Streamingdienst gibt. Wo sich Streamer gemeinsam mit ein paar tausend Zuschauer eine Show oder einen Film anschauen und das dann live mehr oder weniger kommentieren. Wie bewertet man das? Ist das ein weltweites Public Viewing in digitaler Form mit erzieherischem Wert?

Nur ganz kurz

Ich bin soweit wieder hergestellt.
Aber die letzte Woche war wirklich für die Katz. Zudem, und das ist seltsam, ich erinnere mich an kaum noch etwas. Die ganze letzte Woche ist in großen Teilen nur ein gewaltiger Blob, bei dem ich nur noch weiß dass es mir schlecht ging, aber was da genau ablief, weiß ich nicht mehr.
Seit Montag bin auch wieder mit Unverblogbarem beschäftigt.
Es geht wieder bergauf.

Aus dem Familienalbum 40

In Ermangelung an Dingen die der Tagesberichterstattung der letzten zwei Tage dienen würden, die aber nur aus der Beschreibung eines Übergangs von Impfnachwirkungen zu einer Erkältung bestehen würden, verbunden mit viel Niesen, dass inzwischen die Bauchmuskeln schmerzen, mache ich heute etwas anderes:

Es ist ein Juxfoto, dessen bin ich mir sicher. Zumindest hat Großmutter Thérèse das immer gesagt. Es war bevor sie meinen Großvater kannte. Sie war Zahnarzthelferin. Sie erzählte immer, dass sie ab und an so wie auf dem Bild tatsächlich Händchen halten musste oder, wenn gebohrt wurde,den Bohrer per Handkurbel bedienen musste, wenn sie auf Visite waren, Ja, Zahnärzte machten damals auch Hausbesuche. Juxfoto, deshalb weil sich kein Patient getraut hätte dem Arzt in den Haarschopf zu greifen.
Der Zahnarzt selbst, dessen Name ich leider nicht mehr weiß, wollte auswandern nach Afrika um dort ein Zeit lang in den Missionen zu arbeiten. Er wollte Großmutter mitnehmen, die sehr gerne mitgekommen wäre, doch der Urgroßvater erlaubte es nicht und so musste sie hier bleiben.

***

Eine schöne Geschichte über eine Freundschaft von Frau Klugscheisser
und weil sie mit Thank You For Being A Freind überschrieben ist habe ich natürlich gleich an Betty White gedacht.
Den Original Song der eigentlich von einem Mann gesungen wird und mehrere Strophen hat, kannte ich nicht. Bis jetzt:

Elender Tag

Puh! So eine Nacht wie letzte will ich bitte in der nächsten Zeit nicht nochmal erleben.
Ich war sehr früh zu Bett. Schön wäre gewesen, ich hätte durchgeschlafen bis morgens um 7:00 oder auch 8:00 Das hätte quasi elf Stunden Schlaf am Stück bedeutet. Das geht aber schon sehr lange nicht mehr. Also war ich bereits um 3:00 hellwach und zitterte immer noch. Gegen 5:00 erwachte nochmal mit massiven Kopfschmerzen, die ich am Tag davor auch hatte. Das machte mich dann so unsicher ob ich nicht doch das Dreckszeug erwischt hätte und es nicht nur die Folgeerscheinungen der Impfung wären. Ich machte einen Schnelltest, der aber negativ ausfiel. Ich versuchte noch einmal mein Glück mit Schlafen und schaffte es dann bis um 7:00

Ich nahm noch einmal Paracetamol und kam zumindest schadlos über dem Morgen und konnte die Dinge verrichten die ich tun musste.

Als ich dann wieder daheim überkam mich NOCH einmal der Schüttelfrost.

Insgesamt ein Tag der nur aus hinlegen, jammern, Kopfschmerzen und all dem bestand das keine Freude bereitet. Froh bin ich nur dass ich viele Arbeitsdinge auf spätere Tage verlegen konnte und die nicht auch noch in in dem Zustand erledigen musste.

Theoretisch hätte ich am Abend mit dem J. zusammen speisen sollen, der mir aber absagte weil es ihm auch nicht gut ging. Er war am gleichen Tag geboostert worden.

Am Abend schaute ich mir, weil es die Filme halt gerade einen runden Geburtstag feiern und Netflix sie grad gehörig pusht, den ersten Teil der Potter Saga an. Mir fiel auf wie groß doch die Rolle des Wildhüters Hagrid in der ersten Geschichte ist. Das hatte ich so nicht mehr in Erinnerung.

Definitiv mehr Symptome

Am morgen ging es noch obwohl ich mich leicht gerädert fühlte. Gleich um 10:00 hatte ich einen Arbeitstermin. Ich hatte vorsichtshalber ein wenig Paracetamol eingepackt, man weiß ja nie. Es ging alles glatt bis nach den Einkäufen. Da musste ich die erste nehmen. Ich wollte bei Namur ein schnelles Mittagessen, da ich wusste dass ich am Abend anderweitig beschäftigt sein würde. Doch die hatten wegen technischer Probleme keine Küche. Also ging ich hinüber zum Renert. Es gab Schweinemedaillons mit Pfannengemüse und Kartoffelpüree. Sehr gut. Doch als ich dort weg ging war mir eisig kalt und die Kopfschmerzen wurden heftiger. Anschließend noch einmal fix zurück zur Arbeit. Das was ich dort alles zu erledigen hatte ging sehr fix und es bleiben fast Stunden Leerlauf die ich dafür nutzte, mich nochmal schnell im der Wohnung ins Bett zu legen und eine kleine Runde zu dösen. Das tat gut wenn die A. mich nicht aus Schlummer geweckt hätte, weil sie anrief um mich zu fragen ob es mir schlecht geht.

Am Abend dann in den Norden zu einem Termin, den ich ganz bewusst kurz hielt.

Wieder daheim bekam ich richtig massiven Schüttelfrost und legte mich sofort kurz nach 21:00, mit zwei Schlafanzügen und zwei Zusatzdecken ins Bett.

Booster, endlich!

Ich muss es heute leider kurz halten. Ich stand beizeiten auf, verbloggte fix den Vortag und machte mich fertig zum boostern.

Ich hatte am Tag zuvor eine Mail bekommen dass mein Termin nicht da stattfinden würde wo er geplant war, nämlich nicht in der Victor Hugo Halle, wo ich schon die ersten Impfungen erhalten hatte, sondern in der Lux Expo „The Box“. Wegen technischen Problemen musste das ganze Zentrum am Wochenende Hals über Kopf umziehen. Es wurde nicht weiter in der Presse erwähnt um welches Problem es sich genau handelte und ich hatte mir vorgenommen zu fragen.

Die A. hatte am gleichen Tag ihren Termin und war nur ein knappe Stunde vor mir dran. Sie rief mich an und sagte mir dass ich den Wagen mitnehmen könnte denn des Parken wäre kostenlos auf dem Gelände. Also tat ich das, weil ich nicht tropfnass werden wollte, denn es hatte die ganze Nacht und den ganzen Morgen toujours durch geregnet.

Es ging alles wie beim letzten mal, nur dass die Wege länger waren.
Ich fragte den jungen Krankenpfleger warum sie so schnell umziehen mussten. Er sagte mir dass sie am Wochenende viele seltsame Geräusche vom Dachstuhl vernommen hätten. Dieser wäre vollends baufällig und könnte jeden Moment einstürzen.
Ja das ist allerdings ein Argument.

So. Und nun bin ich endlich geboostert. Ich hatte es liebend gerne schon vor der Reise getan, wenn ich einen Termin bekommen hätte, aber ok, ich hab es hinter mir.

Mal sehen ob es diesmal auch nur mit ein wenig Müdigkeit überstehe, oder ob es mehr Symptome werden.

Wieder daheim

Gleich früh am Morgen ein letztes Treffen mit H. bevor er morgen wieder zurück nach Australien fliegt. Es war wunderschön ihn nach all der Zeit wiederzusehen. Ich habe mir ganz fest vorgenommen, wenn „das alles“ ein Ende hat, ihn im nächsten Winter ihn zu besuchen.

Anschließend nahm ich mir das vor was ich schon im Urlaub beschlossen hatte. Ich setzte eine schnelle Recherche an und fuhr in einen Möbelladen den ich sonst nie betrete, weil er einfach keine Marke führt die meinem Geschmack entspricht.
Doch hatte ich ja in Bayonne einen Flagstore der Marke Stressless entdeckt und war sehr baff, was die alles zu bieten haben. Das hat nichts mehr den scheußlichen Sesseln zu tun die meine Tante und Großmutter einst besaßen, oder die elektrische Version die meine Mutter am Ende besaß, als sie sich kaum noch bewegen konnte.

Ich hatte schon länger nach einem Lesesessel gesucht. Der Eames von Vitra war so das was mir immer vorschwebte, aber der Preis von 9.529,20 € für einen einzigen Sessel war mir einfach zu hoch. Dafür könnte ich mir meine Couch Garnitur von Hay dreimal hinstellen.
Jetzt wird es der hier von Stressless werden, aber in einer anderen Farbe (und ohne den Mann darin…obwohl…) Das einzige was mich aufstöhnen ließ war die Lieferzeit. 3! Monate. Dann sind wir Anfang April!

Gleich danach fuhr ich zur Concorde und machte einen Großeinkauf für die nächsten Tage. Ich kaufte alles für ein Boeuf Bourgignon und fand auch alles für eine deftige Fischsuppe. Wenn ich mir übermorgen noch ein bisschen was fischiges dazu kaufe wird es eine, wenn auch nicht 100%ige Bouillabaisse. Da die nächsten Tage sehr düster im Wetter werden, werde ich ein wenig mehr daheim kochen.

Das Boeuf Bourgignon wurde dann sofort in die Tat umgesetzt.

Und dann noch die Fotos der Mitbringsel

Die neuen Tischsets von Jean Vier. Passen super von der Farbe und sind imprägniert.

***

Ich hatte es schon am Sylvester Abend mitbekommen, denn die traurige Nachricht dass Betty White verstorben ist, verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Es gibt Tributes zu tausenden auf YouTube. Die Kaltmamsell postete auch einen. Der hier ist von James Corden bei dem sie mehrfach in der Show war und der eine sehr rührende Anekdote erzählt.

Zurück nach Luxemburg

Bäh! Bääääääh! Bääääääääääääääääh!

Sehr früh wach geworden und den Rest von gestern verbloggt, bevor ich unter die Dusche sprang, das Bett abzog und den Koffer packte.

Inzwischen weiß ich auch was mir die ganzen Zeit über in St. Jean gefehlt hat. Schwimmen! Das Meerwasser gibt eine solche Energie für den ganzen Tag, die ich diesmal sehr vermisste. Aber bei 13 Grad Wassertemeratur geht es beim besten Willen nicht.

Ich wanderte ein letztes mal mit der D., die noch ein wenig länger bleibt, durch die Gassen, der heißgeliebten kleinen Stadt und am Meer vorbei.

Ich fand eine kleine herzallerliebste Seifenschale, die euch zeigen werde, wenn ich wieder in Luxemburg bin.

Kurz vor 13:00 wuchtete ich den Koffer, der um Längen schwerer war als auf der Hinfahrt, die Treppe hinunter und rollkofferte bis zum Bahnhof, in einer viel zu warmen Winterjacke mit einer zweiten Cashmere Jacke darunter. Zudem hatte ich die Boots wieder an, in denen meine Füße kochten. Aber ich musste das alles anziehen weil es nicht mehr in den Koffer gepasst hätte.

Und dann tuckerten (ja tuckerten) wir mit dem Zug gemütlich bis nach Bordeau. Es ist zwar ein TGV, doch von der spanischen Grenze bis Bordeau fährt er nur mit halber Kraft. Ab Bordeau saust er dann mit fast 300 Sachen nach Paris.

Auf dem ersten Teil der Stecke ging ich noch ein letztes mal den ganzen Text den ich die letzten Tage fertig gestellt hatte, auf Schreibfehler durch und verbesserte auch noch mal diverse seltsame Satzkonstruktionen. Und dann schoss ich ihn raus. Ich hatte zwar angedacht ihn erst morgen rauszuschicken, aber wenn schon, denn schon.
Und jetzt bin ich gespannt was passiert.

In Paris dann, umgekehrt wie letztes mal, ein Taxi von Montparnasse nach Gare de l‘Est. Und hier passierte dann das, von dem ich hoffte dass ich nie davon betroffen sein würde. Die Hälfte des Bahnhofs wurde abgeriegelt wegen einem unbeaufsichtigten Gepäckstück, das gesprengt werden musste. Ein Ladenbesitzer bei dessen Laden ich stand meinte nur, dass dies mindestens ein bis zu dreimal am Tag passiert. Interessanterweise ging das aber erstaunlich fix und mein Zug hatte keine Minute Verspätung.

Und dann raste ich noch einmal mit 300 Km/h durch die Nacht bis ich kurz vor 22:00 in Luxemburg ankam.

Faul am Strand & Kino

Spät aufgestanden.

Am Strand viele die wanderten und ein paar wenige die sich ins Wasser trauten bei schnuckeligen 13,5 Grad. 19 Grad schaffe ich auch 18 habe ich schon hinter mir. Aber 13 geht bei aller Liebe nicht.

Aber Sonne tanken ging. Sonne für die kommenden dunklen Und nassen Tage in Luxemburg, denn morgen geht es zurück.

Irgendwie fühlte ich eine große Leere, die ich sonst an diesem 1. Januar nicht kannte und fragte mich woher sie kam. Die D. fühlte seltsamerweise das Gleiche. Ist es weil wir letztes Jahr einerseits so viel geschafft haben und doch so vieles schief ging? Es gibt nichts wirklich auf das ich mich langfristig freuen kann, weil man nichts planen kann und wenn, besteht die Gefahr dass es zunichte gemacht wird. Wir haben gelernt von Tag zu Tag zu planen, was einerseits sein Gutes hat, weil man mehr für den Moment lebt. Doch selbst das bringt nicht die Genugtuung die ich mir wünschen würde. Und so entsteht eine Leere die nicht zu füllen ist weil ich nicht weiß mit was ich sie füllen könnte, das am Ende nicht in einer großen Enttäuschung endet.

Mit den Gedanken saß ich am Strand. Aber nachdem ich für ein ausformuliert hatte, merkte ich dass es mir besser ging. Manchmal reicht schon die Dinge in Worte zu fassen.

Das Mittagessen nahem wir im Chistera ein, von dem es inzwischen zwei gibt. Das eine schreibt sich Chistera, das andere Xistera. Es wird exakt gleich ausgesprochen, die Version mit X ist jedoch die baskische Schreibweise. Beide haben auch den gleichen Besitzer und sind auch noch gegenüber.

Am Abend waren wir mit den der L. und dem S. verabredet im Kino. Auf dem Programm: The Kingsmen: The Beginning
Eine langatmige Geschichte. Sie braucht ewig lange um endlich in Fahrt zu kommen. Das was ich vom Trailer sah, war lustig, der Film in Ganzen ist es aber nicht.

Ich sagte anschließend den der L. und dem S. Lebewohl. Ich werde sie nicht mehr sehen, ich fahre morgen zurück.

Als ob wir mitten im Sommer wären

Das Wetter gab am letzten Tag des Jahres noch mal alles, so sehr dass es mir zeitweise schwer fiel zu glauben, dass wir einen 31. Dezember hätten.

Wir machten einen Spaziergang nach Soccoa zur Burg.

In der hintersten Ecke angekommen, ist es immer wieder faszinierend den Naturgewalten zuzuschauen. Es ist der einzige Platz an dem man versteht warum diese großen Deiche von Vauban gebaut wurden. Das Meer ist immer wild, selbst bei ganz leichter Brise. Ganz anders schaut es dann in der Bucht aus und ich könnte ohne die Deiche im Sommer nicht dort täglich meine Runden schwimmen.

Man sieht uns an, dass es uns sehr schlecht ging 😉

Am Abend gingen wir ins Instincts. Die D. hatte den Tisch schon vor etlichen Wochen reserviert.

Es war wunderbar. Um Mitternacht gab es ein Glas Champagner und wir stießen alle gemeinsam an.
Auf ein Jahr, dass hoffentlich besser sein möge als das letzte.

Der Fotorückblick 2021

Letztes Jahr habe ich damit angefangen.
Ein Fotorückblick des Jahres, zwei Fotos pro Monat, insgesamt 24 Stück. Ein weniger seltsames Jahr als das letzte, weil wir uns alle ein wenig an die ‚Situation‘ gewöhnt haben. Ich habe vor allem versucht die schönen Momente hier zusammenzustellen und da gab es so einige.

Ihr dürft übrigens gerne mitmachen. Die Spielregeln findet ihr hier. Am Ende dieses Postings sammelt Mr. Linky wie gewohnt die Beiträge aus euren Blogs.

Januar

Eines der letzten Bilder mit der orangefarbenen Straßenbeleuchtung

Februar

Kurzurlaub auf den Canaren

März

Die neue Sitzgarnitur für den Balkon

April

Schnee im April
Mittagessen mit der D. an der Mosel

Mai

Die erste Impfung
In der Rue de la Reine auf der Terrasse vom Wëllem

Juni

Mein Paten“pferd“ Dalton
In St.Jean mit der N.

Juli

Eine der schönsten Plätz der Erde zum Schreiben, in einem kleinen Dorf in den Cevennen
Der Bambusgarten in Anduze

August

Biergarten am Chinesischen Turm in München
Apéro in den Weinbergen bei Basel

September

Die letzte Senung die wir nach der Sommerpause draußen aufnehmen konnten
Gebrutstag in Guethary im Briketenia

Oktober

Mein erster Maßanzug
Der erste Frost

November

Lesung mit der J. im ‚Word in Progress‘
Gedeckter Tisch daheim wenn Gäste kommen

Dezember

Das Adventskranz in der Skybar, der sehr viele Erinnerungen zurück rief.
Bayonne mit brennendem Himmel

***

Unten könnt ihr euren Fotorückblick eintragen. Mister Linky kann aber nur Englisch und kennt daher keine ü, ä und ö oder gar é, ê und è. Auch mein ë von Joël mag er nicht. Schreibt entweder Umlaute wie ae ue oder oe und lasst sämtliche Hütchen und Häckchen weg. Wenn ihr es doch tut bildet er nur ein blankes Feld ab.

Rückblick 2021

Das ist der klassische Rückblick mit immer den gleichen Fragen die ich jedes Jahr beantworte.

Zugenommen oder abgenommen?
Weder noch. Es geht immer ein wenig hoch ein wenig runter, aber insgesamt bleibt es quasi gleich.

Haare länger oder kürzer?
Das hat sich dieses Jahr nicht geändert. Alles drei Wochen wird nachgeschnitten.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Da hat sich in der Tat ein bisschen was in der Kurzsichtigkeit geändert , aber nicht viel.

Mehr bewegt oder weniger?
Weniger, weil das Schwimmen einfach durch die Arbeit und den verregneten Sommer zu kurz kamen.

Mehr Kohle oder weniger?
Mehr als letztes Jahr bei dem ja durch die Situation alles den Berg hinab ging.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Weniger. Größere Anschaffungen habe ich keine gemacht.

Der hirnrissigste Plan?
Anfang des Jahres zu glauben, dass ich vielleicht Ende des Jahres wieder eine längere größere Reise machen könnte.

Die gefährlichste Unternehmung?
So richtig gefährlich war es nicht, aber ich dachte ich müsste es noch einmal wissen und sagte bei Dreharbeiten zu. Großer Fehler.

Die teuerste Anschaffung?
Es gab dieses Jahr keine.

Das leckerste Essen?
Mit großem Abstand ist es Bidaian le Cusisnier Voyageur.

Das beeindruckenste Buch?
Abschiedsfarben von Bernard Schlink.

Das enttäuschendste Buch?
Da gab es keines.

Der ergreifendste Film?
The French Dispatch

Die beste Musik?
Das Album von Arlo Parks-Collapsed in Sunbeams, wenn es das meistgehörte Album sein soll. Am ergreifendsten war ABBA – Voyage.

Das beste Theater?
Moi, je suis Rosa.

Die meiste Zeit verbracht mit…?
Wie auch schon die letzten Jahre. Mit der A. und/oder der D.

Die schönste Zeit verbracht mit…?
Mit mir selbst auf Spaziergängen und vor dem Rechner, wenn ich an Texten schrieb.

Vorherrschendes Gefühl 2021?
„Wann hört das endlich auf?“

2021 zum ersten Mal getan?
Gegen Covid geimpft worden.

2021 nach langer Zeit wieder getan?
Selbst auf der Bühne gestanden und gelesen.

Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Die Pandemie. Immer noch.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Dass die Impfung wichtig ist. Hat bei dieser einen Person auch geholfen.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Das waren wahrscheinlich die Ohrringe für die A. an ihrem Geburtstag

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Die Vase aus der Metro Chic Serie von V&B

2021 war mit 1 Wort…?
Durchhalten

Vorsätze für 2022?
Vornehmen sich keine Vorsätze zu nehmen.

Dinge abschließen

Der Tag fing, nach einer unruhigen Nacht, gleich mit einer traurigen Nachricht an. Die N. hatte mir gesimst, dass etwas mit der C. nicht stimmte. Kurze Zeit später las ich was passiert war. Ihr Mann der schon seit einer Weile krank war, war gestorben.

Ich kannte ihn, wenn auch nur flüchtig, so war er doch immer sehr nett und vor allem immer sehr hilfsbereit gewesen.

Ich verbloggte den Vortag und machte mich nach einem Frühstück auf, um diverse Mitbringsel zu kaufen. Die D. verabschiedete sich bis zum späten Nachmittag. Sie ging mit Freunden in die Berge wandern. Nicht so ganz meins zudem hatte ich keine Wanderschuhe mit.

Ich setzte mich nach den Einkäufen ein Weile in die Bar de la Marine und las weiter im Bernhard Schlink.

Ich setzte mich in der Wohnung noch einmal hin und schrieb in einem Wisch den ganzen Text zu Ende, der mir schon so lange auf dem Magen lag. Uff!
Das wäre geschafft. Ich wollte ihn unbedingt noch dieses Jahr fertig haben. Ich fühlte mich federleicht, weil eine Last weniger.

Ich ging zum Strand.

Es herrschte ein Traum Wetter. Ich saß eine Weile dort sah auf Meer hinaus und ließ das Jahr ein wenig Revue passieren. Ich dachte an letztes Jahr in dem wir noch eine massive Ausgangsbeschränkung hatten. Wir mussten alle schon ab 20:00 Uhr in den eigenen vier Wänden sein. Wie schön dass wir das dieses Jahr nicht haben und ich in St. Jean die Sonne genießen kann.

Am Abend gingen wir zur Pile d’Assiettes. Ich habe schon oft über das kleine etwas versteckte Restaurant gesprochen. Es ist eines der seltenen Lokale hier das viele vegetarische und vegane Gerichte hat.

Ich hatte jedoch Lust auf Hühnchen, Die D. bestellte sich vegane Küchlein.

Das war dann auch das letzte Tagebuchposting für dieses Jahr. Das vom letzten Tag kommt dann logischerweise in im neuen Jahr. Dazwischen wird es noch den Rückblick geben in ich mir jedes Jahr die gleichen Fragen stelle und der Fotorückblick 2021 wird heute Nacht rausgehen. Bei dem könnt ihr ja alle mitmachen. Wie das geht erkläre ich hier.

Und dann haben wir schon 2022! Das nächste Jahr wir ein besonderes Jahr für mein Blog. Immer wenn ich ein wenig meta hier werde, wird mir auch ganz heimelig ums Herz. Ich bin froh ein Blog zu haben. Ich bin froh dass ich immer wider zurückschauen kann auf Dinge die ich erlebt habe. Und ich bin froh (Achtung jetzt kommt ein sehr altes Wort) meine kleine Blogosphäre zu haben, egal wie gut oder schlecht es der Welt geht.

Ein Besuch in San Sebastian

Wir zogen beizeiten los. Das Wetter versprach herrlich sonnig zu werden und das wurde es auch.

Es gibt zwei Möglichkeiten nach Spanien von St. Jean zu kommen. Mit dem Blabla Bus ( ja der heißt tatsächlich so) oder mit dem Zug und dann dem Topo. Der Topo ist das gleiche Gefährt wie in Luxemburg die Trambahn. Wir entschieden uns für die Bahn und den Topo weil es mehr Abfahrtszeiten gibt.

Es wurde richtig warm und wir waren fast zu dick angezogen. A propos Kleidung, hier das Hemd das ich gestern in Bayonne erwarb.

Wir wanderten ein wenig durch die Stadt die strengere Covid Regeln hat als Frankreich. Quasi jeder trug Mundschutz draußen.

Vor dem Stadthaus stand ein Riesenrad:

… das sehr stark besucht war.

Ich fand in meinem Camperladen ein paar neue Laufschuhe im sogenannten Twin Design, was bedeutet dass sie nicht gleich aussehen.

Zudem fand ich einen Kiko Laden mit satten Reduzierungen und schlug zu, weil mir manches in den letzten Wochen ausgegangen war. Wir aßen ein paar Pinxos in der Bar La Viña die auch für den „verbrannten‘ Käsekuchen bekannt ist.

Er schmeckte großartig cermig wie das letzte mal, was die D. und mich aber erstaunte war, dass wir ihn süßer in Erinnerung hatten.Haben die etwas an der Rezeptur geändert oder schmeckt im Sommer bei heißen Temperaturen Süßkram einfach süßer?

Wir fuhren zurück.

Eine der Topostationen auf dem Weg zurück nach Hendaye. Sprecht den Namen bitte zehnmal schnell hintereinander ohne euch die Zunge zu brechen…

Folgendes Foto schickte ich dem B. , der zur Zeit an der Côte d’Azur ist:

18 Grad im Schatten. In der Sonne waren er gut und gerne 22-23 Grad. Sehr angenehm aber auch ungewohnt.

Am Abend aßen wir das was wir vom Feinkostladen am Tag davor in der Markthalle gekauft hatten. Teriaky Hühnchen mit Salat.
Früh ins Bett.

Ein Besuch in Bayonne

Am Morgen erwachte ich reichlich früh ließ aber alles sehr langsam angehen, weil es regnete und die D. und ich keine Lust hatten viel im Regen zu unternehmen.
Wir machten jedoch eine kleine Runde auf dem Markt.

Ich bin euch noch den roten Pulli von gestern schuldig:

Am Nachmittag fuhren wir nach Bayonne mit dem Zug das nur eine halbe Stunde entfernt liegt.

Ich bin immer wieder gerne dort und die Stadt gefällt mir weitaus besser als Biarritz.

Wir sahen uns im Didam die Ausstellung „Un Certain Robert Doisneau“ an. Allein schon der Titel vermittelte ein kleinen humoristischen Seitenhieb. Ein „gewisser“ Robert Doisneau, so als ob niemand wüsste wer er ist.

Ein großartige Ausstellung über einen humanistischen Fotographen, dessen wohl berühmtestes Bild dieses hier ist.

Bayonne ist bekannt für seinen Schinken und seine Schokolade. Wir hatten uns schon im Zug ausgemalt einen heißen Kakao in unserem liebsten Laden Chocolat Pascal zu trinken, doch der hatte leider geschlossen. Also gingen wir zu einem gingen über die Brücke hinweg, eine Straße weiter und fanden das Hotel Restaurant Belzunce und die Schokolade die wir dort bekamen war noch besser und feiner als alles davor.

Ich war ja schon lange auf der Suche nach ein Lesesessel und ich denke ich habe ihn gefunden, von einer Marke von der ich mir nie hätte träumen lassen, dass mir davon je etwas gefällt. Jetzt weiß ich auch warum ich solange gezögert habe um mir einen Sessel anzuschaffen. Aber ich glaube jetzt ist er fällig. Mehr dazu wenn ich ihn bestellt habe.

Ich fand auch ein wunderschönes blaues Hemd im sehr feinen Cord, das morgen zeigen werde, wenn ich es anziehe.

Auf dem Rückweg zum Bahnhof spendierte uns die Sonne einen spektakulären Sonnenuntergang.

Als ob das Riesenrad in Flammen stehen würde

…und dann gibt es immer wieder „jemand“ der heimlich, still und leise Fotos von mir macht. 🙂

Wieder in St.Jean gingen wir zu meinem Lieblingsrestaurant, l’Essentiel. Wir bedankten uns noch einmal ganz herzlich für das tolle Weihnachtsmenü. Vor allen der Wolfsbarsch im Teigmantel war ein absolute Wucht.
Und dann gab es folgendes:

Ich machte noch ein Foto vom der Bucht…

… und kurz vor 11Uhr vielen wir wie Steine ins Bett.

***

Ich sprach gestern von dem dem Film Motherless Brooklyn. Nun sah ich heute die Serie Soundso Breaks Down His Carreer von Fanity Fair.
Wenn es einen Darsteller gibt, den ich sehr mag und der sehr wandelbar ist und dem ich alle möglichen Schrägheiten immer abkaufe, dann ist ist William Defoe. Wenn ich zu einer gewissen Zeit etwas mehr im Filmbusiness drin gewesen wäre, hätte ich mit ihm arbeiten können. Es kam leider nicht zustande.

St.Jean-de-Luz: Schreiben, Wandern & Pulli

In der Nacht, die D. sagte mir dass es am frühen Morgen gewesen sei, ging heftiges Unwetter nieder. Aber kalt war es nicht.

Ich nahm mir noch einmal den Text vor, den ich gestern schon in Angriff nehmen wollte und diesmal fielen mir Passagen auf die nochmal eine Bearbeitung brauchen. Derweil gab es ein paar Tassen Kaffee. Ich fand endlich den Durchbruch um die Geschichte fertig zu bekommen.

Zwischendurch, weil ich nicht ständig am Rechner sitzen kann, drehte ich ein Runde durch die Stadt. Ich sah in der Pile d’Assiette vorbei, sagte de C. Hallo und trank einen Kaffee.

Ein Foto vom Kiosk der sein Baldarchin abgeben musste und dafür einen Weihnachtsbaum erhielt:

Ich fand einen neuen Pulli in leicht bläulichem rot das mir gut steht und schlug zu. Foto wird nachgereicht.

Der Himmel war sehr bedeckt aber es kam kein Tropfen Regen. Überhaupt mit 16 Grad tagsüber lässt es sich hier sehr gut aushalten.

Am Nachmittag schrieb dann noch einen Teil des Textes um. Jetzt fehlt noch der Schluss, der in meinem Kopf schon feststeht aber eben noch zu Papier gebracht werden muss.

Am Abend fand ich einen Film auf Netflix, den ich nicht kannte, der ich aber sehr faszinierte. Motherless Brooklyn ist ein spannende Detektivgeschichte im Herzen New Yorks aus den 1950er Jahren, mit einem fantastischen Edward Norten.