Königstein gesehen. An der Elbe gesessen. Einen grandiosen Antikshop durchgestöbert und mich bezähmt etwas zu kaufen. Es herrschte eine von mir bestimmte Harmonie. Ein etwas seltsames Gefühl, weil ich nicht allein war. Aber schlecht war es nicht. Morgen muss ich um schon 6:30 raus, weil ich früher da sein muss als vorgesehen. Es wird heftig werden, sehr heftig. Aber seit den letzten Tagen kann mich nichts mehr erschüttern.
Monat: Juli 2005 (Seite 1 von 3)
Was die Arbeit angeht läuft alles bis jetzt glatt. Wir sind mit der Crew umgezogen in das kleine Dorf Gohrisch nicht weit von Pirna entfernt schon fast an der tschechischen Grenze. Gorisch hat den Zusatz Kurort im Namen und ist demnach übersät mit kleinen Hotels und Pensionen. Da aber nirgends eine ganze Crew von 150 Leuten reinpasst, sind wir durch das ganze Dorf verstreut. Sehenswert ist das Hotel Alberchtshof. Eine Riesenkiste die zu DDR Zeiten ein sog. Parteibonzenhotel war. Bestätigen kann ich es nicht, aber das Haus hat was. Es ist ganz im Stil der 50er Jahre, und so gut erhalten, dass jeder in absolute Verzückung geriet. Es ist unerträglich heiß. Gestern während der Fahrt und den ganzen Nachmittag hatten wir satte 38 Grad. Heute habe ich noch einen Tag frei. Morgen geht es dann wieder los mit drehen.
2 Tage hinter mir. Sitze in der ersten Etage und habe grade ein Heidengeld für eine 2Stunden WLAN Karte ausgegeben. Die fordern echt ein Reisentribut von den Internetjunkies. So als Internet eine Droge wäre und man damit legal einem das Geld nur so aus der Tasche ziehen könnte. Morgen wird einer der schlimmsten Tage. Da es ja ein Kinderfilm ist und die Kleinen aber nur fir zu 5 Stunden vor der Kamera stehen dürfen, werden die Statistenkinder einmal am Tag ausgewechselt. Wenn es nur 10 oder 20 Stück wären, wäre das ein Klacks. Aber es waren gestern und heute 2 mal 80 Stück. Sozusagen als Warm-up. Denn morgen geht es ans Eingemachte. 2 mal 150 Stück.Morgen werde ich entweder ein Krise kriegen oder es wird der riesen Erfolg.
Heute Nachmittag so gegen 13:30 endlich in Dessau gelandet.
Es war schön gestern Abend, die letzte Vorstellung vor der Sommerpause. Im Oktober kommen noch mal 5 Stück. Während ich durch die deutschen Lande fuhr, war es mir als ob ich nach Berlin fahren würde. Teile der Autobahn kannte ich von der Tournee mit den Theaterstück Elefant-Man. Es war irgendwie seltsam. Ich bin im übrigens nur knappe 100 km von Berlin entfernt. Das Hotel ist gut. Ein Steigenberger Hotel. Die haben auch WLAN. Satte 4 Euro für läppische
30 Minuten. Swiss com. Eine bodenlose Frechheit. Ich habe 30 Minuten gekauft, werde sie aber erst morgen gebrauchen.
Ich hatte grad mal im Hotel eingecheckt, wurde ich schon zur Location kutschiert. Es bestätigte sich genau das was meine Astrologin mir prophezeit hatte. Es wird toll, aber es wird auch sehr sehr sehr viel Arbeit werden. Der Film heißt Crusade in Jeans und handelt von einem Kinderkreuzzug im Mittelalter. Hunderte von Kindern, viel Schlamm und Lehm. Und es muss schnell gehen. Morgen ist der erste Drehtag. Es wird spannend werden.
Ich bastele schon ein Weile an diesem Posting rum. Ganz im Sinne von „Wie sag ich’s meinen Kindern“. Es ist so gar nicht meine Art, sonst schreibe ich immer frei von der Leber weg. Man könnte es auch Metablogging nennen. Aber wat mut, dat mut…
Als ich im Januar 2004 das Log angefangen habe, hätte ich nicht erwartet, dass ich es so lieb gewinnen würde, dass das schreiben zu einem tagtäglichen Ritual wird wie Zähneputzen und Duschen. Ich habe es angefangen kurz nach Drehschluss vom Film „Bye bye Blackbird“ . Es war ein Riesenprojekt und hat mich körperlich sehr mitgenommen. Ich wurde ziemlich krank, aber das könnt alles im Log unter Januar /Februar 2004 nachlesen.
Jetzt steht ab Montag wieder so ein Riesenunternehmen an und obwohl die Voraussetzungen völlig anders sind, frage ich mich ob ich es überhaupt hinkriege noch einigermaßen lesenswerte Einträge zu schreiben. Zudem werde ich viel unterwegs sein und keine Ahnung haben, ob ich da internetfähig bin oder nicht. Selbst wenn alles ideal wäre zum posten, so möchte ich doch gegen einer meiner festen Grundsätze nicht verstoßen, nichts über einen Film „in progress“ zu schreiben. Ich will keine Gala, Leute Heute oder Exclusiv damit füttern oder gar zu einem Regenbogenquasseltagebuch mutieren. Da meine Tage und Stunden aber mit nichts anderem als Film gefüllt sein werden, was bleibt dann noch??? Filmtage haben im Durchschnitt 12 Stunden, meistens mehr, der Rest der Zeit geht für Körperhygiene, Essen und vor allem Schlafen drauf.
Deshalb habe ich schweren Herzens beschlossen, eine Blogpause bis Ende September einzulegen. Bei dem Gedanken wird mir jetzt schon übel… Aber es muss sein.
Augenblicke hält ein einen Augenblick inne.
Ich möchte mich bei allen Schnuffis bedanken, die mir in all der Zeit die Treue gehalten haben und mich immer wieder ermutigten weiter zu schreiben. Helmut, Renée, Zmud, Regina, Janine, Karim, Mike, alle die mir grad nicht einfallen und all die stillen Leser. Schreiben dürft ihr mir trotzdem noch, wenn es auch etwas dauern kann bis ich antworte.
Ich wünsche euch allen einen schönen Sommer.
Einen hab ich noch:
Wie sagte der Rosarote Panther immer?
Heute ist nicht alle Tage,
Ich komm wieder, keine Frage!
(Schlussaccord und Vorhang)

*Folgende Postings vom 24.Juli 2005 bis 5. Oktober 2005 in Querschrift wurden 2 Jahre später nachträglich eingefügt.
Die Theatervorstellungen in Inoui sind seit gestern in ihrer vorletzten Runde. Für mich aber die letzten die ich absolvieren werde. Es steht nochmal eine letzte Verlängerung im Oktober an und dann ist endgültig Schluß mit dem Weinberg in Alaska.
Ich für meinen Teil bin schwer in Vorbereitung für die Filmzeit die mir bevorsteht. Packen wir’s an…
Schon wach.
Es war recht nett gestern abend das Theaterstück „Till Eilespigel„. Ganz und gar gespielt von Leihen. Inszeniert von einem der Schauspieler, der eine Rolle auf der Kiermes hatte.
Liege noch im Bett. Der Radiowecker düdelt was von Bap…. In den Nachichten erzählen sie eben, dass Luxair sich für Boing 774 entschieden hat und nicht für Airbus. Das heisst, dass die Luxemburger bald mit einer neuen Boing-Reihe fliegen wird, die bis jetzt noch nicht gebaut wurde. Wie nett….(als ob mich das so früh vom Hocker hauen könnte)
Das mit der Frage von gestern ist nicht vergessen, ich habe es nur noch nicht richtig im Kopf gedreht. Er kommt noch. Vieleicht ist es noch einfach zu früh am morgen dazu.
Es wird immer konkreter. Heute habe ich den Vertrag unterschrieben für den Film. Und es wird viel, sehr viel Arbeit werden… Aber ich bin gut bewappnet und das wird schon, wenn ich auch jetzt, wenn ich das hier scheibe, Flugzeuge im Bauch habe.
Eine Frage beschäftigt mich, aber darüber schreibe ich morgen oder heute abend später etwas. Jetzt geht es erstmal ins Theater. Nee… nicht arbeiten, sondern was anschauen. Und zwar das hier.
Unruhige Nacht.
Vieleicht wegen des starken Kaffees in einer Milchfabrik. Und das obwohl ich nie Milch in den Kaffee nehme, ein Eigenart die ich mir nie angewöhnt habe.
Ich erkläre mich.
Ein Abendessen mit ein paar Freunden die ich schon eine Weile nicht gesehen hatte, wenn ich es zurückrechne, fast ein ganzes Jahr.Ich habe schon mal über sie berichtet. Martine, Martine und Martine. Heute waren aber nur 2 von den 3 anwesend. Ein Restaurant in Bettembourg das in einer alten Milchfabrik untergebracht ist. Die CeLuLa. Ich glaube das hieß „Centre Luxembourgois de Lait“ oder so ähnlich.
So sah das Gebäude früher aus.
Ein traumhaft schöner Bau und heute noch immer zum größten Teil erhalten und von Grund auf renoviert. Ganz besonders gut gefallen mir eigentümlichen die Eckfenster.
So haben die Milchflaschen ausgesehen.

Ein artistisches Projekt im Internet. Es geht um das was alle von uns tagtäglich brauchen, die Sprache bzw. die Wörter und die Häufigkeit mit der sie gebraucht werden.Wenn ihr es noch nicht wissen solltet, einer meiner Lieblingsbeschäftigungen.
In dem Projekt hier ist es Englisch. 86.800 Wörter. Nr.1 ist „the“ und Nr.86.800 ist „conquistador“. Das „the“ scheint logisch, obwohl ich eher auf „I“ getippt hatte, was aber erst an elfter Stelle steht. Joel steht überigens auf Platz 23.506. So weit hinten zu stehen finde ich überigens toll, je weiter hinten je einzigartiger. Ja,…ich weiss, aber so leg ich das nun mal für mich aus.
Unter Wordcount findet ihr das.
Wie die allerdings die Häufigkeit überprüfen habe ich noch nicht ganz begriffen. An was machen die das fest? An der gesprochenen Srache, an der Geschriebenen? An beides wahrscheinlich.
Interessant ist auch das Wort das unter der Nr. 2005 steht. Wie das Wort das Jahres. Conclusion.
Das ist doch mal ein Wort was ich liebe und dem Sinn nach liebend gerne gebrauche.