Fressen, Kunst und Puderquaste

Monat: August 2009 (Seite 1 von 2)

Na ja

Manchmal hat man besser man steht über den Dingen und bewahrt seine Distanz dazu.

Aber leider klappt es nicht immer.

Ich erkläre mich:
Ich sitze irgendwo im Jerichower Land, (man muss es nicht unbedingt kennen) und bin auf einer Geburtstagsfeier aus der ich mich jetzt eine Stunde oder mehr ausgeklinkt habe, weil ich es nicht mehr aushalte. Ich hätte, wenn ich jetzt so überlege, gar nicht herkommen sollen… Zudem ist es drückend heiß hier, was mich ja bekanntlich nicht stört, aber es erhitzt die restlichen Gemüter… und die Gespräche…und die Konflikte…

Einziger Lichtblick ist, dass ich morgen früh wieder nach Luxemburg fahre…wenn ich mich nicht umentscheide und noch heute Abend losfahre.

Fundstück

Am 17. Dezember 1992 erschien im Luxemburger Wort ein Artikel mit folgender Überschrift:
Journée National de la Coiffure“ im „Neuen Theater
Frisörwettbewerb der europäischen Gemeinschaft und internationales Jugendfrisieren.

Was für ein aufgeblasener Titel, könnte man denken,

…wären da nicht zwei Fotos die mich, damals in meinem früheren Leben, dazu veranlasst hätten diesen Artikel auszuschneiden und aufzubewahren. Ja,…*seuftz*… ich war mal Frisurenmodell.

Wie gut dass keiner mein Blog ließt….

Nostalgie

Als ich aufwachte hatte ich dieses Lied im Kopf. Und es ist wunderbar dass YouTube solch kleine Preziosen auf Lager hat, für diesen Song sogar mit dem Original Videoclip.  Doch als ich es eben sah wurde ich schlagartig in die Nachmittage meiner Jugend zurück versetzt, als das Fernsehen noch nicht toujours durch sendete. Damals gab es auf RTL (dem original luxemburgischen- mit Sonntags Hei elei, kuck elei und in der Woche französischem Programm) die Clip Connection Nachmittage, die mich vor den Fernseher behielten, anstatt zu den Schulbüchern gehen zu lassen.

Und über Alan Parsons schreibe ich ein andermal.

Was die Nachbarn denken…

Eine Flash-Spielerei erstellt ein Diagramm her, wie das Internet DICH sieht. Zu sehr hinterfragen würde ich dieses Kunstprojekt allerdings nicht. Aber ein paar Gedanken kann man sich schon darüber machen.

Personas demonstrates the computer’s uncanny insights and its inadvertent errors, such as the mischaracterizations caused by the inability to separate data from multiple owners of the same name. It is meant for the viewer to reflect on our current and future world, where digital histories are as important if not more important than oral histories, and computational methods of condensing our digital traces are opaque and socially ignorant.

Personas

Man gibt den Vor- und Nachnamen ein ohne Umlaut.

Das kam bei mir raus.

Aus aktuellem Anlaß

36 Grad und es wird noch heißer.
Im Auto waren es eben, weil ich verpasst hatte es in den Schatten zu stellen, 45 Grad.
Andere klagen bei dieser Hitze, mir geht’s eigentlich recht gut. Ich fahre alle körperlichen Anstrengungen auf ein Minimum herunter, liege im Freibad rum, springe ab und zu ins Wasser und lese.
Von mir aus, kann es bis Allerheiligen so weitergehen.

Public Enemies

Der Film Public Enemies ließ ein leichten bitteren Nachgeschmack zurück als ich aus dem Kino kam.  Und ich frage mich warum. Denn erzählerisch ist daran nichts auszusetzen. John Dillinger (Johnny Depp) erreichte den Höhepunkt seiner Karriere, wenn man es denn so nennen mag, während der großen Depression. Im Gegensatz zu vielen anderen Gangsterfilmen wird die Hauptfigur hier nicht als Held gefeiert, wie eine Art Robin Hood, der das Geld anschließend an die Armen verteilt, obwohl es teilweise der Fall war. Er schildert auch die Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit der Epoche. Vor allem aber ist es die Machtlosigkeit der Polizei gegen über den Ganoven die ihnen immer einen Schritt voraus sind. Es ist auch die Geschichte der Polizei die sich von den Wildwestmethoden der Sheriffs verabschiedet und erste Schritte in die wissenschaftliche Richtung unternimmt um Verbrechen aufzuklären. (Im Prinzip das, was heute die CSI Serien so erfolgreich macht)

Der Film strahlt eine Eisesskälte aus, die ungewohnt ist, doch der Realität wahrscheinlich näher kommt. Schlüsselszene des Films ist, als Dillinger, unerwartet und seelenruhig durch die Büroräume der Polizeistelle marschiert, sich selbst in der Abteilung die ihn ergreifen soll, auf Fotos an den Wänden sieht und on the Top ein paar Männer, die alle wie gebannt um das Radio sitzen und nach dem Spielstand eines Baseballspiels fragt. Niemand erkennt ihn.

Genial ist neben Johnny Depp aber auch Christian Bale als Melvin Purvis, Leiter der Abteilung um Dillinger zu schnappen. Er erinnerte mich ein wenig an Robert Stack, der Elliot Ness in der 1959-63 Serie The Untouchables spielte. Lichtblick in der ganzen Kälte ist Marion Cotillard, die neben diesen schauspielerischen Urgewalten Depp und Bale nicht untergeht, sondern sich in der Rolle von Billie Frechette, der Freundin von Dillinger, absolut zu behaupten weiß. Eine schöne Nachfolgerolle für eine nicht amerikanische Oscarpreisträgerin, die sich hoffentlich nicht durch den Hollywoodfleischwolf drehen lässt.

Um auf den bitteren Nachgeschmack zurückzukommen; der Film ist mit seinen 140 Minuten etwas zu lang. Zudem störte mich die fast beständige Wackelbild der „Camera à l’épaule“ (wie nennt man das nochmal in deutsch?) und die schon penetranten Großaufnahmen der Hauptprotagonisten. Zudem sind die Actionszenen im Rythmus viel zu schnell geschnitten wie ein billiger MTV Videoclip; man sieht nur das Geballer der Maschinengewehre.

Zum Gedenken an…

Wenn man alle Hoffnungen fahren lässt, wenn nichts mehr hilft, wenn man mindestens 10 Profile parallel auf Meetic, neu.de, ElitePartner, Parship, be2, partner.de, Lovepoint und Dating Café  erstellt hat, und man ist immer noch nicht fündig geworden, dann versteht man dieses Bild.

Via LondonLeben

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