Die letzen Tage

Als ich am Montag am späten Nachmittag wieder in Luxemburg war, beschloss ich im Restaurant zu essen, da der Kühlschrank nach all den Tagen nichts hergab. Ich schlenderte durch fast leeren Straßen von der östlichsten Kleinstadt Luxemburgs und dachte das was ich schon so oft gedacht habe; es wird Zeit dass du gehst.

Ich ging an leerstehenden Geschäften vorbei, die alle mit Erinnerungen verbunden sind. Dort wo heute ein schicker Klamottenladen ist war früher ein Pizzabäcker. Anstelle des Dönerladens befand sich früher eine kleine exklusive Parfümerie. Gegenüber war immer ein Souvenirladen der so voll mit Kitsch und Kram war, dass ich immer irgend ein Toi Toi  für Theaterpremieren fand. Er stand lange leer bevor sich ein Handyladen dort einrichtete…

(Fortsetzung folgt)

Irgendwo in Rumänien

Die Situation in der ich mich befinde ist leicht surreal. Vorgestern noch in Recklinghausen, heute in Rumänien. Vor 4 Stunden in Bucharest gelandet, jetzt auf dem Weg nach Sibiu. Irgendwie geht hier alles etwas anders, aber ich kann noch nicht sagen wie.
Als ich heute morgen erwachte, hatte ich den Wecker nicht gehört. Für mich eine Tragödie, weil ich morgens meine Stunde brauche bis ich warm gelaufen bin mit Dusche und Kaffee, sonst bin ich grantig und komme den ganzen Tag nicht vom Fleck. Ich kamm jedoch pünktlich am Flughafen an. Was ich aber nicht mehr gemacht habe ist, den Koffer nochmal checken ob ich wirklich nichts vergessen habe, da ich ja beruflich hier bin und nicht zum Vergnügen.
Was mich etwas beunruhigte, war der Umstand dass ich völlig alleine geflogen bin. Alle anderen des Ensembels hatten andere Flugzeiten.
In Bucharest angekommen fand ich den Busfahrer der mich weiter nach Sibiu bringen sollte, der mir aber erklärte dass er noch ein anderes Ensemble mitnehmen müsste, dass eine Viertelstunde nach mir landet. Aus der Viertelstunde wurden 2 Stunden, zum Teil weil der Flieger Verspätung hatte, teis weil verschienende Dinge mit der Truppe nicht klar waren (eine Gesangs- und Tanzensemble aus Guadeloupe, das sich Ethnik 97 nennt)
Als endlich alles geklärt war, fuhren wir los. Jetzt sind wir unterwegs in einem recht schicken Bus auf einer weit weniger schicken Autobahn die sehr holpert.
Schreiben tue ich seit Recklinghausen nach wie vor auf dem iPad, dem ich aber eine neue Tastatur gegönnt habe, weil bei alten die Gross- und Kleinschreibetaste nicht mehr ging. Die Neue von Logitech ist wesentlich komfortabler und ich tippe weniger Fehler.

Ich sitze ganz vorne im Bus. Bis vor kurzem haben die Afrikaner allessamt fest geschlafen. Jetzt werden sie langsam lebendig und fangen an zu singen. Und wir sind runter von der Autobahn und fahren kleine Landstrassen. Und das Schreiben wird schwieriger…
Später mehr wenn ich angekommen bin und hoffentlich hoff-ent-lich Internet habe.

Nachtrag: Ich habe Internet,…

Fische

Es ist schon seltsam, wenn ich berufsbedingt unterwegs bin und während des Tages daran denke, ich könnte diese oder jene Begebenheit posten. Doch dann ist enteweder keine Zeit dazu, oder ich bin abends so müde dass ich keinen anständigen Satz zusammen bekomme.

Zur Zeit bin ich in einem Hotel, in dem auch eine Seniorenresidenz untergebracht ist. Somit bekommt man den Alltag der Senioren mit, so wie letzten Sonntag. Ich saß auf der Terrasse neben der sich ein recht großer Teich befindet in dem jede Menge Coifische schwimmen. Sonntag ist der Tag an dem die Verwandten ihre älteren Jahrgänge besuchen. So auch ein Ehepaar wo der Mann zuerst alleine wie gebannt neben dem Teich saß und die Fische anstarrte. Als dann die Gattin samt Gorßmutter im Rollstuhl hinzu kam stellten sie sich die Frage wo die Grossmutter denn sitzen sollte.
Mann: Willst du hier sitzen, gleich neben dem Teich, dann kannste Fische kucken.
Großmutter: Und dann? Was hab ich davon?

Die Antwort kamm so trocken dass ich mich fast am Kaffee verschluckte.

Journal 09.06.2013

Sonntags morgens um 11 in einer Lesung der Ruhrfestspiele.
Heute: Christiam Brückner liest aus dem Stundenbuch von Rielke.
Es ist nicht das erstemal dass ich in Recklinghausen bin. Und es ist auch nicht das erste mal dass ich dort an einer Lesung an einem Sonntagmorgen teilnehme. Aber Rielke am Sonntagmorgen?

Doch das war nicht der Auslöser, ich wollte Christian Brückner sehen und hören. Dieser Mann hat mir in meinem Leben schon soviel vorgelesen, dass ich ihn einmal live erleben wollte. In den letzten Jahren der langen Autofahrten, war es oft er der mir mitunter die schwierigsten Literarischen Texte vorlas und mir Zugang dazu verschaffte. Die Texte selbst zu lesen (mal davon abgesehen, dass mir dazu die Zeit fehlt) hätte ich wahrscheinlich nicht geschafft.

Die Lesung fand im grossen Saal statt, der sehr gut besucht war. Ich schlenderte auf dem Vorplatz durch die Leute und war nicht erstaunt, das ich mit 46 einer der jüngsten war. Das Durchschnittsalter lag um die 60. Jüngere als ich waren kaum vertreten. Was ich im nachhinein sehr schade fand.
Und so stand Herr Brückner anderhalb Stunden ohne Pause ohne sich einmal zu versprechen vor dem Mirkro und trug die Texte von Rielke mit viel Körpereinsatz vor. Ich erlebte einen Sprecher der die hohe Kunst des Vortragens mit absoluter Perfektion beherrscht. Wie nah oder weit er vom Mikro abrückte, wenn und wo er seine Stimme brechen ließ und beinahe flüsterte, die Tempowechsel ; ich verstand den tieferen Sinn der ohnehin schwierigen Texte und tauchte zum ersten Mal ab in die Welt von Rielke.
Danke Herr Brückner für diesen wunderbaren Augenblick.

Journal 7.6.2013 / Tod in Venedig

Wieder In Recklinghausen, wie so oft in den letzten Jahren, zu den Ruhrfestspielen. Gestern noch so grade die letzte Vorstellung erwischt vom „Tod in Vinedig“ mit Josef Birbichler in der Rolle des Aschenbach.
Das Stück setzte vorraus dass man das Werk von Thomas Mann kennt. Wer das nicht tat, für den war das Stück ein Wust aus Probeszenen und Performances, bei denen man schon suchen musste wie sie dann zusammen gehören.
Für die, die die Geschichte kennen war es dann aber ein Spass, weil viele Schlüsselszenen ins Absurde gezogen wurden.
Und doch kamm es mir, wenn ich die Bilder in nachhinein Revue passieren lasse, irgendwie altbacken vor. Wirklich neue Ideen waren nicht dabei. Am meisten habe ich gestöhnt, als ich einen Kameramann samt Kabelträger durch das Geschehen hechten sah um Großaufnahmen von den Gesichtern zu machen, die dann auf eine Leinwand über der Bühne projeziert wurden. Die Idee ist so alt wie die Videokamera selbst und wurde vor zehn Jahren auf Bühnen so oft benutzt,dass keiner das mehr sehen wollte. Spannend wurde es erst dann als man immer noch die Bilder der Gesichter auf der Leinwand sah und keine Kamera mehr zu sehen war.
Für die die einmal im Leben Birbichler auf der Bühne sehen wollten wurden dann doch enttäuscht.Er speilte nicht, er sang nur, leise und krächzend. Die Schauspieler sprachen kaum, die Geschcihte wurde von einem Sprecher am Rande vorgelesen mit einer sehr nuscheligen Stimme, die mich persönlich sehr irritierte und mich eher zum Weghören animierte als zum Aufpassen.

Mit 70 Minuten war das Stück kurz genung dass ich es aushielt nicht auf die Uhr zu schauen.

Gute Frage

Hätte auch von mir sein können.
Vor allem der letzte Satz.

4) Wieso beinhalten ausgerechnet die Newsletter, die man wirklich, wirklich nicht mehr bekommen möchte, keinen “Unsubscribe”-Link, sondern den Satz “Wenn Sie diese News nicht mehr erhalten möchten, schicken Sie uns einfach eine kurze Mail”, die man natürlich nicht sendet, wenn man den Absender kennt und davon ausgehen kann, dass sich nach einer solchen Mail eine Debatte über Newsletter-Qualität oder -Inhalt oder darüber entspinnen wird, warum man sich nicht interessiert? Und warum bringe ich es außerdem nicht übers Herz, einen automatischen Filter für diese Mails einzurichten, sondern lösche sie stattdessen immer wieder manuell?

Via Spreeblick

Oh, ein Stöckchen

Na dann.
Ein Stöckchen über das Bloggen selbst.

Welche Tools nutzt du zum Bloggen, Recherchieren und Bookmark-Verwaltung?
Zum Bloggen nutze ich WordPress, wie jeder gescheite Blogger der etwas auf sich hält und frei von Drittanbietern sein möchte.
Zum Recherchieren… na ja, es gibt leider keine gleichwertige Alternative zu Google. (Wenn jemand eine weiss, ich bitte drum)
Bookmark-Verwaltung: Da verstehe ich den Sinn der Frage nicht. Die RSS-Feeds sind bei Bloglines untergebracht. Alles andere was keine Feeds besitzt bookmakre ich im Browser. Externe Programme brauch ich nicht und finde ich überflüssig.

Wo sammelst du deine Blogideen?
Im Kopf. Aber eine schriftliche Notiz machen wäre nicht schlecht, denn die Ideen sind oft schneller weg als sie kommen.

Was ist dein bester Zeitspar-Trick/Shortcut fürs Bloggen/im Internet?
Da gibt es keinen Trick. Ich blogge weil es mir Spass macht und keine Pflicht ist, also ein Hobby. Was soll da das Zeitsparen?

Benutzt du eine To-Do List-App? Welche?
Bei der Frage habe ich dann gleich mal gegoogelt was es da alles an Apps gibt, da ich nämlich keine nutze. Meine Liste liegt entweder hier direkt neben mir auf dem Büro oder dem Küchentisch. Zumeist ist ein alter leerer Briefumschlag von Kontoauszügen.

Gibt es neben Telefon und Computer ein Gerät ohne das du nicht leben kannst?
Eine Kaffeemaschine, sagt der Coffeinjunkie.

Gibt es etwas, das du besser kannst als andere?
Ja, aber da gehört Bloggen nicht dazu. Das können andere viel besser als ich.

Was begleitet dich musikalisch beim Bloggen?
Meistens nichts und wenn dann was ohne Gesang und Worte.

Wie ist dein Schlafrhythmus – Eule oder Nachtigall?
Es ist jetzt 4:00 Uhr morgens und ich blogge noch. Beantwortet das die Frage?

Eher introvertiert oder extrovertiert?
Das hält sich, glaube ich, die Waage. Je nach Tageszeit und Umstand.

Der beste Rat den du je bekommen hast?
Die meiste Zeit in deinem Leben bist du alleine. Gewöhne dich dran!

Wer sollte diese Fragen auch beantworten?
Thierry. Die Schlafrhythmus Frage kann er sein lassen, die kann ich auch beantworten…. 🙂

Streifzug durchs Revier

Als ich gestern einen Streifzug durch mein neues Viertel machte, war es mir als ob ich in die achtziger Jahre zurück versetzt worden wäre.

Neon Farben!!!!
Autsch.
Den Trend mach ich nicht nochmal mit.
Irreversible Schäden waren die Folge schon beim ersten mal.

Journal 22.05.2013

Lange Tage kurze Nächte. Und kein Urlaub in Sichtweite. Da kann es schon mal passieren dass man man satte 100 Kilometer für nichts und wieder nichts durch die Gegend fährt. So geschehen heute.

Es war einer dieser Tage an dem ich all meine Termine so knapp eingetaktet hatte, dass mir schwindlig wurde.
Sehr früh aufstehen, zur neuen Wohnung fahren, den Schlüsseldienst empfangen, das alte Kellerschloss aufbrechen lassen,da der Schlüssel verschwunden ist, feststellen dass der Vormieter mir freudlichst eine kaputte Waschmaschine hinterlassen die ich nun netterweise entsorgen darf, womit auch der verschwundene Schlüssel erklärt sein dürfte, zwischendurch dem Schreiner Rede und Antwort stehen der gerade die Einbaumöbel montiert, schnell ein Coffee to Go besorgen, zurück zur Wohnung hechten, die angelieferte Matratze in in den Keller verstauen da diese erst am Samstag gebraucht wird wenn das Bett aufgebaut wird, den zweiten Coffee to Go besorgen, diesen während der Fahrt zur Bank im Wagen verschütten, zu spät zum Termin kommen, fast eine Stunde warten da der Banker einen anderen Kunden vorgezogen hat, derweil mühselige Telefonate führen mit unzähligen Gemeindebeamten, die mich von einem Büro zum nächsten weiterreichen nur um zu erfahren, dass ich solange ich in der Wohnung nicht gemeldet bin nichts bezüglich Waschmaschine tun kann, anschließend tausend Dinge mit der Bank regeln, die netterweise nicht mich betreffen sondern eine dritte Person, um dann wieder in den Wagen zu steigen der wie eine Kaffeerösterei riecht.

Und jetzt versucht den obigen Satz mit einem Atemzug durch zu lesen, dass wisst ihr ungefähr wir mir nach dem Vormittag zumute war.

Abends sollte ich mir dann noch ein Vorstellung eines Theaterstückes im hohen Norden in Marnach im Cube521 anschauen. Ich kam pünktlich dort an um festzustellen dass die Vorstellung erst morgen ist….

Gute Nacht.

Wahlweise

Ich stellte mir eben die Frage wie viele Sofas ein Mensch in seinem Leben kauft? Zur Zeit begnüge ich mich mit einem schwedischen schwarzen Lederimitation Modell. Nicht besonders schick und nach 3 Jahren ziemlich durch gelegen/gesessen. Das nächste wird eines aus Stoff sein und sieht so aus, aber die Farbe ist anders. Mit verstellbaren Rückenteilen zum wahlweise rumlümmeln oder adrett aufrecht sitzen wenn Besuch sich angemeldet hat.

Begegnungen mit…

Museumsfest
18. und 19. Mai 2013
Von Samstag, den 18. bis Sonntag, den 19. Mai 2013 laden die Museen des Großherzogtums zu Tagen der offenen Tür ein. Auf dem Programm: Führungen, Experimente, Workshops, Performances, Begegnungen mit KünstlerInnen, Vorträge und Kinderanimationen. Das nun schon zum 16. Mal von der Vereinigung „d’stater muséeën“, die Museen der Stadt Luxemburg vertritt, veranstaltete Museumsfest dehnt sich dieses Jahr zum vierten Mal auf das gesamte Land aus
Der Eintritt in sämtlichen Museen ist frei.

Der letzte Satz und das schlechte Wetter bewirkten dass, zumindest im Mudam, gestern über 2000 Besucher antraten. Vier Schauspielerinnen traten an beiden Tagen als ungewöhnliche Figuren auf und machten mit den Besuchern eine etwas andere Museumsführung. Eine der Schauspielerinnen trat als die Landstreicherin Églantine auf und somit der Grund warum ich dort zugegen war. Églantine ist die Figur aus dem Stück „Les Règeles du Savoir-vivre dans la société moderne“ das ich schon seit letztem Jahr betreue und ein Riesenerfolg ist.

Die nächste und voraussichtlich letzte Vorstellung der „Règles du Savoir-Vivre“ ist am 14.Juni in der Bananenfabrik.
Karten und Info.

Journal 19.05.2013

Als ich eben durch meine Blog feeds streifte, (Google stellt den Dienst ja ein und so zog ich zurück zu Bloglines, die vor Jahren auch mal auf der Kippe standen) dachte ich urplötzlich dass ich ja seit gestern wieder ein eigenes Blog besitze. Hallo?

Wie ich bereits gestern erklärt hatte sollte joel.lu zeitgleich mit meinem Umzug starten und somit Notizen über Luxemburg-City enthalten. Ich hätte dies schon länger machen können, da ich ja tagein tagaus dort bin und mehr Zeit dort verbringe als zu hause. Aber das richtige Leben bekommt man erst mit wenn man auch dort wohnt, schläft, einkauft, duscht, badet, liebt, streitet, Sex hat, ect.

Der Grund zum Umzug lieferte mir vor 3 Jahren der Winter der ziemlich hart ausfiel. Da ich zur gleichen Zeit viel im Theater beschäftigt war und mir jeden Abend die Frage stellen musste, ob ich heil oder in Ersatzteilen zu hause ankomme.

Es hat lange gedauert aber jetzt ist es endlich soweit. Die Wohnung wird zu Zeit renoviert von Grund auf und im Juni / Juli wir es soweit sein. Die Wohnung liegt auf dem Plateau Bourbon, einer ruhigen Ecke und doch mittendrin. Zu Fuß 5 Minuten bis zum Bahnhof, 5 Minuten bis zum Petrustal, 10 Minuten zur Stadtmitte.

Ich schwimme somit gegen den Strom der Auswanderwelle aus der Hauptstadt und bereue es kein Bisschen aus der östlichsten Stadt des Landes zu verschwinden.

Zurück auf dem Weg nach vorne

Etwas mehr als ein Jahr liegen zwischen diesem Beitrag und dem letzten den ich in Frankreich im alten Blog schreib.
Der Entschluss nun doch wieder mit bloggen anzufangen, hatte ich ja schon im März gefasst. Ich hatte mir vorgenommen das Blog mit meinem Umzug gleich zu starten, doch die Arbeiten in der neuen Wohnung ziehen sich in die Länge und mir an den Nerven da ich nichts richtig planen kann.

Somit erkläre ich hiermit an einem Pfingstsamstag, dem Tag an dem das Finale des European Songcontest stattfindet, das Blog Joel.lu für offiziell eröffnet.

Taaadaah (Tusch & Paukenschlag)

Auf auf zur alten neuen Eigenständigkeit.

Diesen Beitrag habe ich zwischen Feiertagen im Dezember 2012 geschrieben. Ich saß im Philo und malträtierte das iPad, bis ich den Aufruf von Johnny Häusler las, dass die Internetnutzer sich das Internet zurückerobern sollten unabhängig von Facebook, Google+ und Twitter. Es war zu dem Augenblick wie eine kleine Offenbarung für mich. Zugegeben ich nutze diese Dienste auch, Twitter am meisten. Aber irgendwo machen wir uns aus Bequemlichkeit abhängig davon und verlieren dabei unsere Eigenständigkeit.
Nehmen wir mal an, dass Facebook eines Tages baden geht und Konkurs anmelden muss, dann sind alle Einträge, Fotos und Links futsch. (Mal davon abgesehen dass die meisten Einträge sowieso nach einem Tag in den Tiefen der Timeline begraben liegen)

In meinem Blog bin ich jedoch mein eigener Herr und dort bestimme ich wie der Hase läuft und nicht irgend ein externer Dienst.
Wenn ich in meinem alten Blog „Wortgefecht“ herumstöbere, (ja es ist noch immer da) finde ich alles wieder. Nostalgie pur.

Dieser Beitrag erscheint vorab denn richtig los geht es hier wenn ich im März 2013 umgezogen bin und bis dahin wird noch so einiges passieren. Doch den Entschluss zurück zur virtuellen Eigenständigkeit wird bleiben… Da bin ich mir sicher.

Und noch was. Ich habe diesen Beitrag mit dem iPad geschrieben, das beweist wie sehr mir dieses Anliegen unter den Fingernägeln brannte. 🙂
Bis dahin gibt es hier halbgares Getwitter.

Endlich

An einem Ostermontag in der Provence bekam ich den Satz gliefert.
Es ist wie so oft die olle Else. Else Buschheuer, die mich auch vor gefühlten 100 Jahren zum bloggen bewog, sagte in einem Interview genau den Satz, den ich brauchte.

Loslassen heisst die Hände frei haben.

Danke Else, schon wieder, nochmal, für alles.

Damit wäre eigentlich alles gesagt. Wie ich es in den letzten Tagen schon mehrmals angedeutet habe, es ist Zeit für Veränderungen. Es sind so viele Dinge die mich zur Zeit in Anspruch nehmen, so auch das Schreiben, aber in einer anderen Form als Bloggen und mit völlig anderen…sagen wir mal „Nachfolgeerscheinugen.“

Leider habe ich den Moment, zum Aufhören ein wenig in die Länge gezogen und ich hätte es schon früher machen können, aber vielleicht war das ja ganz gut so und wer weiss wofür…

Jetzt genieße ich erstmal die letzten Tage meines Urlaubs.

So ganz von der Bildfläche werde bzw. aus dem Internet ich aber nicht verschwinden. Es gibt (wieder) mein Facebookaccount, und dann kommt wahrscheinlich noch etwas neues hinzu.

Keine Angst, ich sterbe nicht, ich lasse nur los.

Zeitreise

 

Als ich eben über eine trostlose verregnete Croisette in Cannes schlenderte, wurde mir bewusst wie lange ich schon nicht mehr hier war. Es kamen Erinnerungen aus vielen Jahren Filmfestival hoch. Sogar aus von weit davor, als ich noch nicht im Filmgeschäft war…

Für das eigentliche „Kino“film Festival ist es noch zu früh, das findet erst im Mai statt. Im Moment läuft ein anderes Festival das träumt und hofft, da es im gleichen inzwischen etwas maroden Festivalpalast, zum gleichen Prestige zu kommen. Die Studios stellen ihre neuesten Fernsehserien vor und hoffen sie an andere Sender zu verkaufen…  Von außen sieht das alles ein bisschen gleich aus, nur weniger opulent. Überall hängen Plakate mit den neuesten Ankündigungen von Serien die noch kein Mensch kennt. Von  den schrottigsten Mangas bis zur neusten Produktion mit Charlie Sheen die Anger Management heisst.

Jetzt sitze ich im Restaurant „Le Festival“ gleich neben dem Noga Hilton in dem sich absolut nichts verändert hat und merke wieder dass es Zeit für Veränderungen ist.

Auszeit

Irgendwann war der Reiz des Bloggen verschwunden. Ich weis nicht wann das war.  Es ist so als ob man etwas verlernt hätte.  Ich vermisse es nicht. Es tut nicht weh.  Es ist einfach weg.  Seltsam.

Und so sitze ich hier in meinem lang ersehnten Urlaub und habe zum ersten mal keine  Ausrede nicht zu posten. Also zwinge ich mich dazu.

Der erste Veruch im sogenannten Freewriting schlägt  fehl.  Soll ich was über den Urlaub schreiben? Darüber dass ich auf einem iPad schreibe. Interessiert das noch irgendwen?  Ich glaube nicht. Interssiert es noch irgendwen was ich arbeite? Dass ich die letzen Monate ein Projekt nach dem anderen wie an einem Fließband abgearbeitet habe? Nein, mich selbst interessiert es nicht einmal. Ein paar Zeilen weiter im Lebenslauf, weiter nichts.

Es wird Zeit für Veränderungen.

Hallo

Ich habe in den letzten Tagen die Worte „Hallo“ und „schlaf gut“ gefühlte eine Million mal gehört.
Ich habe laut gelacht, mich amüsiert, war den Tränen nahe, ging durch tiefe Täler und über hohe Berge.

Das alles wegen 2 Hörbüchern:
Daniel Glattauer – Gut gegen Nordwind / Alle sieben Wellen

Und bitte, …bitte… B I T T E nicht als Buch kaufen sondern als Doppelpack Hörbuch.

Es ist die Begegnung von Leo Leike und Emmi Rothner in der virtuellen Welt, die auf einem Zufall beruht. Sie schreiben sich E-mails.

Mehr möchte ich nicht verraten, der die Geschichte der beiden noch nicht kennt. Zudem war es ein herrliches Wiederhören mit Andrea Sawatzki, von der schon bei Leonie Swann’s Glennkill so begeistert war.
Hier liest sie zusammen mit ihrem Mann Christian Berkel vor.

Ein absolutes Muss für Hörbuchsüchtige.

Wasser

Frage: Was ist das?

Es besteht aus 21 Wassertanks, 4000 Wassergalonen und 11000 Wasserflaschen.

Falsch: Es ist nicht Lagerhalle eines Getränkeherstellers

Richtig: Es ist das Bühnenbild des Stückes The Last Virgin das gestern Abend Premiere im TNL hatte.

TNL

L’Artiste

Schon die Ankündigung letztes Jahr in Cannes zu den Filmfestspielen machte mich neugierig auf den Film. Jetzt nun endlich habe ich ihn auch gesehen und auch verstanden warum er so viele Oscars bekam. Der Film ist wie der SpOn schreibt:
Vor allem aber ist „The Artist“ einfach ein Riesenspaß! Und gleichzeitig so viel mehr, denn er geht wirklich zu Herzen.

An einem Sonntagmorgen

Es ist geradezu schändlich wie ich mein Blog vernachlässige. Mea Culpa. Ich sollte definitiv einmal die Woche versuchen etwas zu Blog zu kriegen.

Das Problem ist halt dass es im Moment jeder macht dank Facebook. Kürzlich sprach ich noch mit einem Journalisten, der lange für eine Tageszeitung und später auch für’s Radio arbeitete. Da er jetzt in einer völlig anderen Branche tätig ist, ist Facebook für ihn so etwas wie eine seine eigene kleine Zeitung in der täglich Kommentare und Berichte schreibt.

Mich sträubt es weiterhin persönliche Dinge im Netz preiszugeben weil sie nicht spannender und nicht langweiliger sind als das was andere auch schreiben. Zudem habe ich keine Lust ein Objekt einer Marktstudie zu werden.(Obwohl ich es wahrscheinlich schon bin)
Über was soll ich dann schreiben? Ich habe mich nie zu dem Berichterstattern gezählt, obwohl es da zwei Versuche gab. Einen davon findet man noch immer im Internet….

Was bleibt also?

Im letzten Beitrag habe ich angedeutet dass ich inzwischen auch anderweitig meine Schreibkünste einbringe. Und es macht Spaß, richtig Spaß. Den Kick, dass man es sofort veröffentlicht und die ganze Welt es lesen kann, gibt es hier nicht. Im Gegenteil, die Herausforderung liegt ganz woanders und das ist es was es für mich so neu und spannend macht.

Doch es wurmt mich mein Blog in das ich so viel Zeit und Liebe investiert habe einfach versanden zu lassen. Hiermit gelobe ich also zumindest einmal die Woche etwas zu schreiben und wenn es auch nur ein kurzes „Hallo“ ist.

Share

Dass ich zur Zeit wenig bis gar nicht hier schreibe, hat damit zu tun dass ich anderweitig schreibe und das mal ausnahmsweise nicht im Internet.

Aber eigentlich wollte ich über etwas ganz anderes berichten, etwas das mir zur Zeit sehr sehr sehr auf die Nerven geht.
Es geht um das kleine Wörtchen „share“. Bei dem Wort, das ich tagtäglich im Netz begegne und ich jedes mal bewusst ignoriere, ist mir eben der Kargen geplatzt.
Ich schloss einen Einkauf bei Amazon ab, eine der seltenen Shoppingseiten meine Vertrauens, und drückte auf den „Place Order“ Button (es war auf der Amazon.co.uk Seite) und es erschien wie gewöhnlich die Dankesseite, „thank you for ordering..bla bla“. Wenn da nicht noch ein kleiner Zusatz gewesen wäre der mich aufschreien ließ: Was!!! Die jetzt auch!!!!

Mal davon abgesehen dass ich so schon genug Spuren im Internet hinterlasse und ich tagtäglich dazu aufgefordert werde von jeder noch so doofen Seite den Like Button von Facebook zu klicken, hat Amazon es nun wirklich nicht nötig auch noch einen „share“ Verweis zu installieren.

„Save your game score and share it with your freinds.“
„Share it on Facebook“
Share, share, share…
Ich könnte die Liste endlos weiterführen.

Mal ehrlich, was ist Facebook? Ein soziales Netzwerk? Nein!
Facebook und all die anderen sind nichts weiter als gut gemachte Werbeträger.

Ihr wollt wissen was auf meiner Facebook Seite steht?

Und das hat sich seit dem 14 Juni 2011 nicht geändert.

Wenn ich was „share, also teile bzw. mitteile, dann tue ich das hier auf meiner Seite bei der ich der Chef bin und alles unter Kontrolle habe. Ich hab auch nichts gegen Werbung, aber wenn hier jemand Werbung anklickt, dann geht das in meine Tasche und nicht die von Facebook.