Ich hatte es schon mal im alten Blogg gezeigt.
Aber da ich es sooo klasse finde kommt es hier noch einmal
Facebook Fever
seit 2004
Ich hatte es schon mal im alten Blogg gezeigt.
Aber da ich es sooo klasse finde kommt es hier noch einmal
Facebook Fever
Solidaritätspickel.
(Was es damit auf sich hat erzähle ich euch ein ander mal)
Vor langer, langer Zeit habe ich mal mit ihr zusammengearbeitet. Isabella Rossellini ist jetzt ins grüne Pornogeschäft umgestiegen.
…habe ich dieses Foto mit meiner aller ersten Digitalkamera gemacht.
Die Kamera war von einer Schrottmarke und man musste sehr zen, ausgeglichen und wackelfrei sein, um ein einigermaßen gutes Foto zu schießen.
Das kleine Pavillon befindet sich nicht in China sondern in Echternach am See. Der Steg wurde kurz nachdem dieses Foto entstand abgerissen weil er morsch war und wurde jahrelang nicht ersetzt. Seit letztem Jahr nun ist das Pavillon wieder erreichbar.
Es gab noch ein zweites Pavillon.
Das Foto ist bei der gleichen Tour entstanden. Der Bau besteht aber schon lange nicht mehr und wurde ganz abgerissen weil er morsch und kaputt war. An der Stelle sieht man nur die Pfeiler aus dem Wasser ragen.
Heute sieht das erste Pavillon so aus:

Zu einem der beiden, gibt es übrigens eine sehr traurige Geschichte, an die sich wohl kaum noch jemand erinnert. Ich selbst kann sie nur teilweise wiedergeben und sie ist inzwischen fast eine Legende. Es war im Sommer als ein sehr junges Pärchen, deren beider Eltern nicht einvertanden waren dass sie zusammen sind, sich einem der Pavillons erhängt haben. Früh am Morgen fand eine Spaziergängrin sie, die ihre Hunde ausführte. Die Legende besagt, dass sich beide noch an den Händen hielten als man sie nebeneinander an Seilen hängend fand.
Es ist einer meiner Lieblingstouren und wer Leser vom Augenblicke Blog war, kennt die Motive.




Für das letzte Bild hätte ich gerne meine Canon dabei gehabt, das Motiv ist eines meiner Lieblingsmotive. Ein einsamer Baum oder Strauch mit wilden Wolken. Da ich die aber nicht mit hatte sind alle Fotos mit dem Handy entstanden und ich muss gestehen dass mein altes P1i von Sony Ericsson doch so einiges an Qualität hergibt, wenn die Lichtverhältnisse stimmen.
Der Abend gestern war eigentlich gar nicht so geplant wie er dann abgelaufen ist. Es fing in der Taverne „Beim Baron“ an. Von Taverne kann man seit ein paar Tagen nicht mehr sprechen, denn das Restaurant ist auf den ersten Stock gezogen und hat den Taverne Charakter verloren. Essen kann man dort jedoch immer noch sehr gut, wenn auch nicht mehr so günstig wie es vor Jahren mal der Fall war.
Anschließend landete ich mit der rüstigen Rentnerin in Café Pudel, in dem mit voller Lautstärke der Eurovision Songcontest lief. Ich erinnere mich, dass ich vor Jahren mal ein Live Blogging darüber gemacht habe. Heute würde ich das nicht mehr tun. Die Songs sind ein riesengroßer Einheitsbrei mit mehreren Christina’s und Britney’s, mal billiger mal edler, und ich wüsste nicht was ich drüber schreiben sollte.
Trotzdem bin ich froh dass, dass der Song aus Norwegen so haushoch gewonnen hat, da er ziemlich das einzig brauchbare war, (ausgenommen England, der mein Favorit war) was der Abend zu bieten hatte.
Tatort: Ein roter Peugot 206 CC
Mitwirkende: Die rüstige Rentnerin und ich.
Unterwegs irgendwo zwischen Vianden und Echternach.
Ich: Du hast 4 Plüsch Marienkäfer im Auto.
RR: (am Steuer): Ja
Ich: Warum?
RR: Weil sich auch rot sind.
Ich: Wie heißen sie denn?
RR: Der große hinten auf den Rücksitz, das ist Charlotte.
Ich Und die hier vorne auf dem Armaturenbrett?
RR: Der große heißt Bruno.
ICh: Und der mittlere?
RR: Das ist Willi.
Ich: Und der ganz kleine hier?
RR: Das ist Leonie, die Tochter von Charlotte.
Ich: Ah, ja?
RR: Ja, und Bruno ist der Vater.
Ich: Und Willi?
RR: …ist der Onkel.
Ich : Von wem?
RR: Von Leonie.
Ich:Ach dann ist Charlotte, die Schwester.
RR: Nein, Willi ist der Bruder.
Ich:Und das hast du dir jetzt schnell mal zusammengereimt?
RR:Nein, ich wusste schon immer dass Charlotte die Mutter von Leonie ist.
Ich: Und Willi der Onkel?
RR: Das fiel mir jetzt grade ein.
Ich: Aber dann könnte Willi doch auch der Bruder von Charlotte sein.
RR: Nein, dann wäre es Inzest.
Ich: Ah ja,…verstehe…
Danach bogen wir uns vor Lachen.
Diese Retourkutsche finde ich großartig:
Wirtschaftsminister zu Guttenberg in der Tagesschau:
Es macht mich schon sehr betroffen, wenn pauschal der Eindruck entstehen sollte, dass es Menschen gibt, die sich gegen die Sperrung von kinderpornographischen Inhalten sträuben. Das ist nun wirklich eines der wichtigsten Vorhaben in vielerlei Hinsicht.
Die Antwort von Johnny Haeusler in Spreeblick:
Es macht mich schon sehr betroffen, wenn pauschal der Eindruck entstehen sollte, dass es Politiker gibt, die sich entweder aus Dummheit, Uninformiertheit, Arroganz, Ignoranz oder gar mit boshafter Absicht nicht zu schade sind, mehr als 55.000 Bürgern die Unterstützung von Kindesmissbrauch zu unterstellen.
Egoismus besteht nicht darin, dass man sein Leben nach seinen Wünschen lebt, sondern darin, dass man von anderen verlangt, dass sie so leben, wie man es wünscht.
Oscar Wilde
Der Spruch steht schon seit ein paar Tagen unter Zitat. Und er ist so gottverdammt wahr…
Ich nehme wohl an dass ich die Einheimischen nicht dafür begeistern muss, die kennen sie (so nehme ich an) alle.
Die Show heisst Eveant und eine richtig gut gemachte coole Internetsendung. Einer der beiden Moderatoren, Fred, kenne ich persönlich und er ist tatsächlich so wie im Video eine beinharte Frohnatur. Und für all meine deutschen Leser, die noch nie Luxemburgisch gehört haben, …bitteschön. Hier bekommt soviel ihr wollt, teilweise auch in englisch untertitelt.
Hier die neuste Sendung.
Eine Einladung lag in meinem Briefkasten.
Darin stand:
Lieber Joel,
Vor 30 Jahren ging unsere gemeinsame Primärschulzeit in Echternach zu auf ihr Ende zu. Darum haben wir, Marie-France M. und Jerry S. uns gedacht, dass es an der Zeit wäre unser erstes Klassentreffen der Jahrgänge 66/67 zu organisieren. Wenn du Lust und Zeit hast deine alten Schulkameraden wiederzusehen und ein paar lustige Geschichten von damals zu erzählen weißt, wären wir froh dich am 27.Juni im Hotel de la Sûre, begrüßen zu können…
Im Vorfeld hatte Alain, der Besitzer des Hotel de la Sûre, der auch zu diesem Jahrgang gehört, dass so etwas in Vorbereitung wäre. Die Einladung überraschte mich also nicht wirklich.
Gestern Abend saß ich nun bei Alain in der Bar und er zeigte mir alte Klassenregister der Jahrgänge und verschiedene Fotos. Mir war als ob man mir mit dem Fuß gegen den Hinterkopf getreten hätte und irgendwo purzelten ein paar vergessene Bücher aus einem alten, verstaubten Regal heraus.
Mir kam dieses Video in den Sinn:
Patrick Bruel – Place des Grands Hommes
Ich gebe zu, es ist eine idealisierte Vorstellung eines Klassentreffens und es gibt ja auch reihenweise Filme zum Thema. Aber als ich eben das Video sah, hatte ich einen Kloß im Hals. Es wäre schön wenn es so ablaufen würde.
Es wäre noch schöner wenn ich dabei sein könnte. Aber am 27. Juni werde ich mit der Filmcrew in irgendwo in Frankreich sitzen.
Schade.
Nachtrag 21.05.2009: Gestern erfuhr ich von einem Schulfreund, der vom ersten bis zum sechsten Schuljahr in meiner Klasse war, dass er nicht kommen wird. Er hätte schon mal vor Jahren eine Einladung zu einem Treffen erhalten (seltsam dass ich die damals nicht bekommen habe) und dort wäre er auch nicht hingegangen. Er hätte keine Lust weil er (und das kann ich zum Teil bestätigen) nie zu einer Clique gehört hätte, und er oft das Ziel von Spott und Verhöhnungen derer gewesen wäre und er die nicht wiedersehen möchte.
„Hoppla“, dachte ich. Das bin ich ja auch gewesen und das so sehr, dass meine Eltern zwei oder dreimal einschreiten mussten. Und als ich mir eben die Fotos auf Facebook anschaute und was aus manchen heute geworden ist, nehme ich stark an dass wahrscheinlich viele nicht kommen werden.
Vor einigen Tagen las ich diesen Beitrag in Kein illegales Tagebuch, und es erinnerte mich an eine ähnliche Geschichte in meinem Umfeld.
Es war zu meiner Schulzeit als ich noch in der Pantomime Gruppe war. Diese Gruppe war recht erfolgreich und war, wenn auch nur indirekt, in zwei verschiedene Gruppen geteilt. Die jüngeren und die älteren Schüler. Eine der jüngeren Mädchen hieß Tessi und es war im Nachhinein ein kleines Wunder dass ihre Eltern es damals erlaubten. Tessi empfand ich zu der Zeit immer als etwas schüchtern und zurückhaltend, aber immer nett. Als Tessi dann ins Lycée kam wurden ihr sämtliche außerschulische Aktivitäten verboten. Aus was für einem Grund weiß ich nicht, aber sie durfte überhaupt nichts mehr, außer zuhause vor ihren Schulbüchern sitzen und lernen. So zumindest erzählte mir später einmal eine ihrer Freundinnen. Und eines Tages war Tessi plötzlich verschwunden. Sämtliche Medien berichteten darüber und es erschienen große Aufrufe, ob jemand Tessi gesehen hätte. Sie war sechzehn. Doch niemand wusste wo sie war. Sie hatte ihren Freundinnen in der Schule schon oft gesagt, dass sie es zuhause nicht mehr aushalte. Sie blieb wochenlang verschollen. Keiner hörte etwas von ihr.
Dann kam die traurige Nachricht. Man hatte sie gefunden in einer Halle beim Hafen in Rotterdam. Sie hatte sich erhängt. Sie hatte kurz nach Schulschluss das ganze Geld von ihrem Sparkonto abgehoben und war sofort mit dem nächsten Bus in nach Luxemburg-Stadt zum Bahnhof gefahren, um dort in den nächstbesten Zug zu steigen, der sie ins Ausland brachte. Von dem Geld was sie besaß lebte sie eine Weile. Es weiß jedoch niemand wie und wo, noch unter welchen Umständen….
Ich weiß noch dass ich damals dachte, was für schreckliche Eltern das doch waren und was für eine Angst Tessi gehabt haben muss, dass sie lieber den Freitod wählte, als zurück zu gehen.
Seit drei Tagen bin ich ohne Mobiltelefon. Es rutschte mir aus der Jackentasche im Wagen eines Arbeitskollegen den ich erst heute im Laufe des Morgens sehen werde.
Ich merkte es erst am Freitag als ich zuhause war am Tag danach, und das auch erst recht spät, da wir Nachtdreh hatten und erst einmal richtig ausschlafen wollte.
Nachdem ich das ganze Haus und das Auto auf den Kopf gestellt hatte und mit dem schnurlosen Festnetz Telefon alle Zimmer auf Zehenspitzen betrat (das Handy ist nämlich dummerweise auf Vibration gestellt) um mit spitzen Ohren zu lauschen, ob ich nicht irgendwo ein Surren höre, konnte ich es nur im Wagen des Kollegen verloren haben.
Aus Höflichkeitsgründen, weil ich ihn über die geheiligten freien Tage nicht stören wollte, hinterließ ich ihm ein Nachricht auf seiner Mailbox.
Er meldete sich allerdings erst heute zurück, er habe es gefunden…uff.
Das Schlimme daran ist, dass man erst dann merkt, wie hilflos und abhängig man ohne sein Handy ist. Mein erster Gedanke war dass jetzt alle Nummern die gespeichert habe; es sind gut und gerne 200 Stück; allesammt futsch sind. Alle meine beruflichen Kontakte sind flöten. Doch fand ich glücklicherweise ein Back-up aller Nummern im Computer. Zudem hörte ich alle 2 Stunden meine Mailbox über Festnetz ab, damit ich ja nichts verpasse.
Es war ein Stress und ein Hickhack ohne gleichen.
Wie abhängig man doch von diesem Zeug ist. Furchtbar. Früher ging doch alles auch ohne.
Heute: Kataloge
Erinnert mich an die Zeit in der es kein Internet gab.
Ich fühle mich fast wie im siebten Himmel. Heute ist der erste offizielle Tag an dem ich seit dem 13. April frei habe.
Körperlich merke ich aber dass ich solche Arbeitsmarathone nicht mehr so locker wegstecke wie früher.
Erkenntnis der Woche: Bis zur Rente werde ich diesen Job nicht machen.
Ich habe es euch lange genug gepredigt und euch immer wieder beschworen ihr sollt es euch ansehen.
Angels in America lief gestern nachmittag zum letzten Mal. Alle Freunde die ich bisweilen in die Vorstellung prügeln musste, waren ausnahmslos froh das Stück gesehen zu haben.
Hier sollten jetzt ein paar Fotos kommen, stattdessen verweise ich auch diese Seite von RTL.
Und ab heute steht ein Film an der Tagesordung.
Als ich eben in meinen Feed Reader schaute, standen da satte 400 neue Einträge, die ich nicht gelesen habe. Dabei stellte ich fest dass ich das Internet seit ein paar Tagen schmerzlich vermisse. Aber aus Zeitgründen ist leider nicht alles machbar und es reicht so grade um Abends die Mails zu checken, bevor ich wie ein Stein ins Bett falle.
Es wird besser werden. Irgendwann. Dann werde ich auch wieder verstärkt schreiben. Aber bis dahin wird es noch eine Weile dauern. Wie lange möchte ich euch aber nicht sagen. Es reicht, dass ich es weiss und deswegen Trübsal blase.
…ist seit Dienstag letzter Woche ein sehr kostbarer Artikel geworden, da man die bekanntlich braucht zum Schreiben.
Ich sitze zwischen 2 Projekten. Einerseits ist Angels in America (das ich noch einmal jedem wärmstens ans Herz lege, der dieses Wochenende nichts vor hat) noch nicht abgeschlossen, anderseits bin ich voll in den Vorbereitungen für einen neuen Kinofilm an dem ich bis Mitte Juli!!! arbeiten werde. Ausführlicher werde ich darüber schreiben, wenn ich ein paar Tage frei habe, und das wird erst Anfang Mai sein.
Bis dahin bitte ich um geistigen Beistand dass ich die langen Tage möglichst ohne Kriegsverletzungen überstehen möge.
Ich las grad bei Else im Twitter: einen auftragstext zum thema altruismus blieb ich schuldig. es suppte so widerlich altklug aus mir heraus. ich war zum löschen gezwungen.
Wenn ich es auch selbst nicht mache, und mich vehement weigere es selbst zu tun, so lese ich doch anderer Leute Gezwitscher.
Altruismus. Ein Wort das ich im meinen Wortschatz…mmmh…schon hatte,…aber nie verwendete, obwohl es zu mir passt wie, (drücken wir es mal deftig aus) Arsch auf Eimer.
Wikipedia brachte es (zumindest für mich) auf den Punkt.
Selbstverwirklichungs-Altruismus
Individualismus und Selbstverwirklichung schließen Altruismus nicht aus. Die altruistische Einstellung und entsprechendes Handeln kann wesentlicher Bestandteil des Selbstverwirklichungsstrebens sein. Altruismus ist dann Ausdruck des Selbst, das sich mit anderen Menschen verbunden weiß. Individualistischer Altruismus ist freiwillig, als Ausdruck, Bestätigung oder Gestaltung des Selbst gewollt, ohne Nötigung durch soziale und moralische Normen.
Passt, sitzt, wackelt und hat Luft.
Aber irgendwie muss ich das ändern…

Ich möchte Werbung für ein Theaterstück machen, von dem ich schon seit anderthalb Jahren weiß, dass es kommen wird. Angels in America ist ein Theaterstück, das durch die gleichnamige Mini Serie für’s Fernsehn weltbekannt wurde. Die Serie heimste unglaublich viele Preise ein und war mit den besten Schauspielern bestückt die man finden konnte. Al Pacino, Meryl Streep, Emma Thompson, James Cromwell, um nur die grössten Namen zu nennen. Aber die Serie lief leider nicht besonders gut in Europa, ich glaube sogar, von den deutschen Sendern hat keiner sie eingekauft. Ich fand sie vor Jahren in der DVD Abteilung, als sie just zu haben war. Und verbrachte eine sehr lange Nacht damit zwischen Lachen und Tränen, weil ich nicht aufhören konnte.
Am Samstag hat das Stück nun Premiere im Studio des Großen Theater und ich bin stolz sagen zu können dass ich die Maske mache. Und da es nur 5 mal gespielt wird solltet ihr euch sputen Karten dafür zu bekommen.
Ich möchte euch allerdings vorwarnen. Das Stück dauert 2 mal 2 Stunden mit einer 45 minütigen Pause. Aber ich kann euch auch sagen, dass es ein Erlebnis werden wird an das ihr noch lange zurückdenken werdet. Als ich den ersten Durchlauf noch im Probensaal davon sah, war mir keine einzige Sekunde langweilig. Ich vergaß auf die Uhr zu schauen und war, obwohl ich die Geschichte ja bereits kannte, wie gebannt davon.
Die Geschichte des Suppen-Kaspar aus dem Struwwelpeter dürfte jedermann bekannt sein. Der Junge der seine Suppe nicht essen mag und am fünften Tag stirbt. Eine Geschichte damals für Kinder bestimmt und zu der Zeit für Erziehungsmaßnahmen sicherlich als wertvoll empfunden.
Gestern hatte diesbezüglich eine sehr interessante Unterhaltung. Es ging dabei um die gleiche Sache. Man will als Kind etwas nicht essen, weil nicht schmeckt, weil man sich sogar davor ekelt.
Jeder meiner Generation und wohl auch davor, kann sich an eine Geschichte erinnern, als man am Mittagstisch saß und etwas nicht essen wollte was auf den Tisch kam. Und man kündigte lauthals an, man möge es nicht und man würde es erst recht nicht essen. Der allgemeine erste Versuch uns doch davon zu überzeugen, war: „Probiere es doch wenigstens einmal.“ Gut, man probierte eine Gabel voll davon.
Ab da gab es dann zwei Varianten. Entweder man ließ sich davon überzeugen und schmeckte vielleicht doch nicht so schlecht, oder man war sich absolut sicher, dass es eklig ist und so scheußlich wie es riecht und erst recht schmeckt.
Für schlaue Eltern war damit der Fall erledigt.
Für andere Eltern nicht…
„Du bleibst so lange am Tisch sitzen bis der Teller leer gegessen ist.“
Ich sehe heute noch meinen Vater neben mir am Mittagstisch sitzen der mich anschrie, „Friss!!!“, weil ich den Fettrand und die durchwachsene Stelle eines Stück Fleisches nicht essen wollte. Wenn ich es in den Mund nehmen und darauf kauen musste, verursachte mir Brechreiz. Ich weinte bittere Tränen doch es half nichts. Ich musste es essen. Also versuchte ich Stücke ohne kauen hinunter zu schlucken und erstickte fast daran.
Ich habe festgestellt, dass sich solche Geschichten unauslöschbar im Gehirn festbrennen. Ist das nicht merkwürdig? Selbst dann, wenn man sich an viele Begebenheiten aus der Kindheit nicht mehr erinnern kann, die Essgeschichten bleiben haften. Und da gibt es welche die an Folter grenzen…
Die Geschichte einer guten Freundin, die den Spinat nicht mochte und ihre Mutter ihr unter den Teller eine Schüssel mit heißem Wasser stellte, damit der Spinat nicht kalt wurde. Nichts half. Sie musste ihn runterwürgen.
Die Geschichte einer anderen Bekannten ging so weit dass sie eine ganze Nacht am Tisch zubrachte bis sie den Spinat aufgegessen hatte…
Was sind eure Geschichten?
Eine Hirschoper?
Ich habs geträumt.
Weiß der Teufel warum.
Als ich vor einigen Tagen in Trier war sah ich in einem Schaufenster Geschirr von unserer nicht mehr vorhandener Porzellanmanufaktur, das ich mich gleich an Krankenhaus und Kotzschale erinnerte.
Heute ging ich dort wieder vorbei und hatte genau den gleichen Gedanken.


Zugegeben bei näherem Betrachten frage ich mich warum grade diese Assoziation. Und dennoch… kaufen würde ich es nicht. Und jetzt da die Firma eh nicht mehr in Luxemburg ansässig ist, schon gar nicht mehr.
Ich fand heute beim Rumstöbern auf meinem Handy ein paar alte Texte wieder, die ich heute ungefähr vor einem Jahr geschrieben habe und musste unweigerlich schmunzeln.
Ich hätte nicht gedacht, dass ich während den Drehzeiten je einmal Zeit hätte, ein paar Zeilen zu schreiben. Wir sind grade dabei eine sogenannte Car Travellingszene zu drehen. Für mich eine relativ langweilige Angelegenheit. Zudem machen wir Überstunden, und das nicht das erste Mal…
Morgen wird nochmal ein schrecklicher Tag werden und dann haben wir endlich einen Tag frei… Uff
Ich kann mich an den Tag erinnern, es war kalt und es regnete in Strömen. Für die Jungs von der Beleuchtung war es eine Plackerei. Da die Schauspieler aber trocken im Wageninnern saßen, war die Szene für mich recht angenehm aber sterbenslangweilig.
4 Uhr morgens in einem Parkhaus eines riesigen Einkaufszentrums in Genf. Es kommt noch eine Riesenszene auf uns zu mit einer Schauspielerin auf uns zu.
Oh ja, an den Tag erinnere ich mich noch sehr gut. Ich hatte für den Tag eine FX Maskenbildnerin die sich nur um die besagte Schauspielerin kümmerte, da ich mit dem Rest der Akteure beschäftigt war. (Heute kann ich drüber schreiben, da der Film eh in 2 Monaten auf den Markt kommt und ich nicht glaube das ich je noch einmal für die Leute arbeiten werde) Es handelte sich um eine Traumsequenz. Die Schauspielerin war mit Spezialeffekten so zugerichtet worden dass sie weder sprechen noch sehen konnte. Sie musste ihre Szene spielen allein auf Gehör und ohne dass irgendetwas sehen konnte. Das schlimme daran war, dass man ihr davor nie das Set gezeigt hatte, oder ihr gesagt hatte war sie zu tun hätte, bis eben auf die letzte Minute. Ich fand es eine Frechheit zumal da die Schauspielerin noch sehr jung war und nicht viel Erfahrung hatte. Sie meisterte die Szene recht gut. Aber ich glaube es war der Horrortrip ihres Lebens.
20 Minuten Wartezeit wegen der Beleuchtung. Das sind Wartezeiten die ich kaum noch ertrage, vor allem dann nicht, wenn wir draußen drehen, mitten in der Nacht und es regnet.
In solchen Momenten, bin ich immer wieder felsenfest davon überzeugt, dass ich diesen Job nicht bis zur Rente machen werde.
Das ist einer der Sätze über den ich heute schmunzle. Aber wenn es mir wieder passieren würde, würde ich genau das Gleiche denken.
Und dann war noch das hier:
Was ist wenn sich eine Begegnung zwischen zwei Personen die sich zum ersten Mal sehen so harmonisch und schön abläuft, dass man fast denken könnte, es könnte sich eine amouröse Beziehung daraus entwickeln? Der Mensch schöpft Hoffnung. Der Mensch umgarnt und hofft, ist aufgeregt und hat das berühmte Kribbeln im Bauch.
Was aber, wenn sich herausstellt dass alle Berührungen, alle schönen und vielversprechenden Worte nur Schall und Rauch waren?
Was dann…?
Man stirbt täglich kleine Tode, tausend kleine Tode…
Manch einer nimmt es hin, andere zerbrechen daran.
Zerbrochen bin ich nicht, aber ein kleiner Riss in der Schüssel war da…
Das kannte ich noch nicht.
Sandmalerei.
Zugegeben die Bilder sind ein bisschen kitschig, aber wie Ilana Yahav das mit nur sehr wenigen Handgriffen hinbekommt ist große Kunst.
Die Weltoberfläche besteht zu 2/3 aus Wasser. Der Mensch besteht ebenfalls zu 2/3 aus Wasser. In einer Welt in der immer weniger Zeit gibt zum essen und die Produktivität immer weiter gesteigert werden muss, gibt es auch immer weitere neue Erfindungen um die Nahrungsaufnahme zu verkürzen.
In Europa ist der Trend noch bei weitem nicht so ausgeprägt wie in den Staaten.
Zu diesem Zweck wurde ein neues Produkt entworfen. Zugegeben, für Vegetarier ist es nichts, aber alle anderen werden ihre Freude daran haben.
Meatwater.
Das Problem ist, es gibt das Produkt nur als Kunstobjekt und wartet darauf richtig erfunden zu werden.