Das wollte ich euch zeigen. Ein kleines Geschenk das ich zur Premiere eines der letzten Theaterstücke bekam.
Ein Chillout Ferkel.
seit 2004
Das wollte ich euch zeigen. Ein kleines Geschenk das ich zur Premiere eines der letzten Theaterstücke bekam.
Ein Chillout Ferkel.
Manchmal gibt es Begegnungen, die einen so sehr in der Zeit zurück katapultieren, dass man arg in Gehirn kramen muss um sich zu erinnern, was den zu der Zeit sonst noch war.
Ich sah heute gleich zwei Professorinnen wieder aus meiner Jugendzeit wieder. Die eine hatte ich in Deutsch auf der 7eime, die andere im gleichen Jahr in Geographie und zwei Jahre später in Englisch. Das ist fast dreißig Jahre her.
Man versucht in Windeseile etwas aus den Gehirn hervorzukramen von damals, von dem man annimmt dass beide sich daran erinnern können. Man tauscht ein paar Nettigkeiten aus und ehe man sich versieht sagt man sich Lebewohl.
Gestern war der erste Tag seit Wochen an dem ich keine Erledigungen, keine Termine, keine Proben hatte und niemanden schminken musste.
Ich fühle mich leer.
Zudem leidet eine langjährige Freundschaft an einem Tumor, bei dem sich vorgestern herausstellte, dass er bösartig ist. Der Tumor heißt Klatsch und Tratsch gekoppelt mit böswilligen Unterstellungen.
Was ich noch nicht weiß, ist, ob der Tumor noch mit einer Chemotherapie, sprich Aussprache, in den Griff zu kriegen ist, oder ob ich die Geschwulst operativ entferne, sprich eine Kündigung der Freundschaft.
Um all dem Wust und Ärger aus dem Weg zu gehen, beschäftigte ich mich intensivst mit der neu erworbenen Digitalbox und der Unmenge an neuen Fernsehsendern die ich jetzt empfange. Ein schönes Spielzeug, aber es wird meine eh spärlichen Fernsehgewohnheiten nicht ändern.
Seit dem 1.Oktober haben wir ein neuen Betreiber unseres Kabelfernsehnetzes in Echternach. Das heißt, es war eigentlich immer die Gemeinde selbst der das Kabelnetz gehörte und es war eine Firma (Coditel) die das Netz unterhielt. Seit Anfang dieses Monats ist es nun nicht mehr Coditel sondern Eltrona bzw. imagin.lu. Und zeitgleich haben wir jetzt auch digitales Fernsehn dazu bekommen, was ich, lange erwartet habe, denn nun empfange ich endlich mal Sender wie den ZDF Theaterkanal usw.
Und jetzt gehe ich los und kauf mir eine Digibox…
Später mehr darüber…
Ach ja, heute ist auch Premiere des Theaterstücks.
Auch dazu später mehr…
Es ist immer wieder für mich faszinierend, wie etwas aus dem Nichts entsteht. Eine Idee die von einem Autor in einen Text bzw. in ein Theaterstück umgesetzt wird und alle daran Beteiligten ihr Schöpflein dazu beitragen dieses Stück in etwas Visuelles umzusetzen. Wie alles langsam an einem Punkt zusammenläuft und auf einer Bühne zu etwas konkretem wird.
Ich bin müde, sehr müde. Aber das was entstand in all den Wochen kann sich sehen lassen.
Und übermorgen ist Premiere.

Im aktuellen Gemüts- und Verfassungszustand wäre ich gerne ein Igel. Klein, rund und stachelig, fett und vollgefressen würde ich mich in den Winterschlaf begeben.
Vor einer längeren Zeit erfuhr ich von einer Filmproduzentin, dass eine uns beiden bekannte Kollegin ins Koma gefallen sei, ich weiß aber heute nicht mehr genau aus welchen Gründen. Ich habe mit ihr auf zwei oder drei Filmen gearbeitet und auch in einer Werbekampagne. Sie arbeitete in der Kostümabteilung. Eigentlich hatte ich nie viel Kontakt mit ihr.
Vorgestern ging ich alle meine Telefonnummern durch. Dabei gibt es immer wieder Nummern die ich lösche, weil ich seit Jahren nichts mehr mit den Leuten zu tun habe, oder weil ich mich nicht mehr erinnern kann wer das genau war, weil ich die Nummer nur unter einem Vornamen gespeichert habe. Dabei löschte ich die von der Bekannten auch.
Wenige Stunden später erreichte mich eine Nachricht per Mail, dass sie nach so langer Zeit im Koma, gestorben sei.
Mir lief eine eiskalter Schauer über den Rücken. Es ist zwar ein reiner Zufall, aber ein recht Unbehaglicher.
Ich schreibe das nur hin zur Erinnerung an mich. Denn ich schreibe eher selten über weltpolitische Dinge, aber das hier beschäftigt mich dann doch.
Bush’s 700 Milliarden zur Rettung der Wirtschaft wurden abgelehnt, aber Luxemburg rettet die Fortis Bank mit 2 Milliarden.
Das gibt doch irgendwie zu denken, oder? Wieso geht das bei uns so locker von statten? Ich möchte nichts behaupten was ich nicht weiß, aber sind die Probleme der Fortis Bank nicht eine Folge der faulen Kredite in den USA? Wenn ich diesen Artikel von Reuters lese, ist es tatsächlich so. Demnach wird mein Steuergeld dazu benutzt, die Löcher zu stopfen, für die die Staaten verantwortlich sind.
Wie finde ich das denn?
…etwas über den Wahnsinn.
Und wenn das in dem Podcast Beschriebene auch mein Schicksal sein sollte, dann sollte das möglichst so passieren dass ich mir dessen nicht bewusst bin. Denn Post Mortem wäre es schon schön ein paar Spuren zu hinterlassen deren man sich erinnert.

Dafür könnte ich seit gestern einen Mord begehen. Rosinenbrötchen mit St Moret bestrichen und einer Scheibe Pain d’Ardennes.

Die dekadentere Variante ist mit Emmenthaler Creme.
Nachtrag:
Ich habe eben gesehen dass dies der 2000ste Beitrag in diesem Blog ist, und dass ich grob geschätzt runde 10% meines ganzen Lebens online niedergeschrieben habe. Wow!

Notturno sind zwei Theaterstücke, die heute Abend Premiere in Esch in der Kulturfabrik haben. Das erste Stück läuft bereits. Für das zweite Stück sind die Schauspieler fertig geschminkt.
Es ist einer dieser Momente der Stille, der absoluten Ruhe hinter den Kulissen und ich genieße jede Sekunde davon. Es ist der Moment während eines Stückes, der es erlaubt die Gedanken fliegen zu lassen. Im Hintergrund höre ich die Akteure auf der Bühne und am Text merke ich, das es bald vorbei sein wird. Und so seltsam wie es klingen mag, ich bin im Augenblick der glücklichste Mensch auf Erden, weil ich nirgendwo anders sein möchte als in den kleinen Verschlag hinter der Bühne…
Das habe ich grade gefunden. Ein Bild das ich mit dem Handy in Montreux gemacht habe, ich wusste es nur nicht mehr. Wer das ist muss ich wohl nicht erklären. Der Herr hatte einen Tag zuvor Geburtstag, daher all die Blumen und Karten.

Großmutter geht es eingermaßen besser…
Ich hingegen arbeite seit ein paar Tagen wie ein Verrückter, vernachlässige alles und jeden, lebe nur noch von einem Tag zum nächsten und bin heilfroh, dass ich eine Agenda habe, die mir jeden Morgen genau sagt was ich wann und wo zu tun habe. Ich komme mir vor wie eine Maschine.
Ich sollte noch etwas berichtigen. Claude klärte mich über etwas auf das ich nicht wusste. Es geht um den Saal Robert Krieps, über den ich hier etwas berichtete. Der Name wurde ganz bewußt gewählt. Robert Krieps war in diesen Gemäuern während des zweiten Weltkrieges ein Gefangener. (Die Abtei Neumünster war ja lange Jahre die Strafanstalt von Luxemburg) Später wurde er Justizminister von Luxemburg. Zudem hatte er auch eine Reihe von Jahren den Posten den Kulturministers inne. Ist also kein Zufall dass der Saal den Namen trägt. Nur wissen das die wenigsten.
Was passiert im Gehirn wenn es zuviel Input bekommt. Ist das so in etwa wie beim PC dass es blockiert?
Ich habe zur Zeit zwei Theaterstücke. Das eine in Redange im Inoui als Regieassistent, das andere als in Esch als Maskenbildner. Hinzu kommt, dass meine Großmutter heute abend operiert wurde weil sie sich das Bein gebrochen hat, und man ihr einen Nagel eingesetzt hat.
Ich bin von morgens früh bis abends spät unterwegs und habe nicht einmal Zeit mir Gedanken über Großmutter zu machen.
Mein Kopf ist zu voll und ich fühle mich doch irgendwie leer.
Ach ja. Das Theaterfest. Dieses Jahr zu ersten mal in der Abtei Neumünster. Die Theaterwelt Luxemburgs feiert sich selbst.
Ich finde die Abtei Neumünster ja sehr unübersichtlich mit all den seltsamen Namen der verschiedenen Säle. So z.B. wusste ich lange nicht was mit ‚Salle Robert Krieps‘ gemeint war. Wenn man mir aber den Namen des Gebäudes sagt, so wie er im Volksmund genannt wird, nämlich Tutesall, so wusste ich sofort was damit gemeint war. Ich frage mich eh, warum sie das geändert haben, und ob Robert Krieps glücklich darüber wäre, zu wissen dass sein Name ein Saal schmückt in dem vor Jahren Sträflinge, Papiertüten geklebt haben.
Außerdem hasse ich es wenn ich dort arbeiten muss. Man bekommt nie (zumindest ich nicht) ein Parkplatz in dem Loch und wenn ich mein ganzes Material hinschleppen muss ist das immer Umständlichkeit sondergleichen. So auch gestern. Ich schleppte meine Kisten schön brav vom Parkhaus St. Esprit mit dem Lift hinunter ins Tal.
Ansonsten war es ein schönes Fest. Bei dem ich viele Bekannte wiedersah, dich ich schon lange nicht mehr gesehen hatte.
Was die Brüche angeht, so hoffe ich inständig dass er nicht eintrifft, denn er trifft mich nur indirekt. Meine Großmutter, die inzwischen 92 ist, ist hingefallen und hat sich wahrscheinlich ein Bein gebrochen. Nach der Röntgen heute nachmittag weiß ich mehr.
Die letzten Tage hatte ich dieses Hörbuch im Wagen.
Es gab für Felix nie einen Grund, seinen Vater zu fürchten. Vor seiner Mutter hat der Achtjährige dagegen panische Angst, denn Charlotte Meller will unbedingt ein Genie aus ihrem Sohn machen, koste es, was es wolle. Für seinen Vater, das weiß Felix, sind ein paar Fehler nicht so schlimm. Deshalb geht er mit einem verhauenen Diktat lieber zu der Baustelle, auf der sein Vater arbeitet – doch der ist bereits nach Hause gefahren, und auch Felix tritt erleichtert den Heimweg an. Stunden später wird er in der Stadt aufgegriffen – mit einer Stichverletzung im Hals. Es ist nicht nur sein Blut, mit dem er über und über besudelt ist …
Der Roman ist im ersten Teil so plastisch und real erzählt dass ich bisweilen glaubte die Geschichte sei wahr und es gäbe tatsächlich ein Felix dem das alles zugestoßen ist. Und somit ist der Erste Teil wahrlich nicht für Sensibelchen. Den die explizite Beschreibung der Missbräuche von Felix und seinen Geschwistern sind nur scher zu ertragen.
(Ich fand eine Kritik bei Amazon, bei der die Leserin es tatsächlich nicht ausgehalten hat und das Buch nach dreißig Seiten heulend in die Ecke schmetterte.)
Danach wird die Geschichte ein wenig langatmig und nach der vierten CD hat man doch etwas Mühe dranzubleiben. Nichtsdestotrotz bleibt eine Grundspannung bestehen und man ist gespannt auf das Ende.
Ich hatte vor ein paar Tagen über die kommenden Veränderungen gesprochen. Gestern brachte mir mein Freund Claude Licht in meine Vermutungen.
Claude ist ein ausgesprochener Zahlenfetischist.
Ich kann seine Erklärung nicht mehr so ganz wiedergeben. Aber das was er sagte machte absolut Sinn.
Es gibt gewisse Zahlen im Leben die eine wichtigere Bedeutungen als andere. z.B. sagt man ja dass der Mensch sich alle sieben Jahre ändert. Das hat einen biologischen Hintergrund. Man sagt dass alle Körperzellen im Menschen binnen sieben Jahren mindestens einmal erneuert wurden. Andere wichtige Zahlen sind die 2 und die 3.
Ein wichtige Zahl in der Astrologie ist 84. Sie ist das sogenannte astrologische Lebensende, was aber nicht heißt dass nach 84 Schluss sein muss.
Teilt man 84 durch 2 kommt man auf 42.
42 ist also die Lebensmitte und die Zeit der Brüche, der Umbrüche.
Man sagt so verworren wie das Labyrinth war was man bis dahin in seinem Leben durchwandert hat, so verworren wird es sein um in der zweiten Lebenshälfte wieder heraus zu finden.
Das macht für mich alles, so seltsam es auch klingen mag, einen Sinn.
Ich frage mich was meine Brüche sein werden.
Na da wäre dann mal wieder ein Quiz bei dem es auch was zu gewinnen gibt.

Das ist meine gute Freundin Marion. Marion hat genau den gleichen Haarschnitt wie eine weltberühmte Filmschauspielerin deren Markenzeichen eben dieser Haarschnitt war. Welche Schauspielerin?
Dürfte nicht allzu schwer sein dieses Mal.
Der erste der die richtige Antwort in den Kommentaren schreibt bekommt eine DVD geschenkt.
(Keine Angst es wird keine DVD von Metallica sein. Nur um die Bedenken von allen auszuschließen die das vorige Posting gelesen haben.)
Ok, ich bin nicht der erste der auf den Film hinweist. Grommel und Chris haben das auch schon getan. Es gibt ihn jetzt auf YouTube. Ich habe ihn mir grade angesehen. Er dauert 1 Stunde 40 Minuten. Nehmt euch also etwas Zeit dafür. Aber er ist es wert.
“No End in Sight” is not dull or easy to watch. Quite the contrary. It’s a sober, revelatory and absolutely vital film.
New York Times
Remember the scene in „A Clockwork Orange“ where Alex has his eyes clamped open and is forced to watch a movie? I imagine a similar experience for the architects of our catastrophe in Iraq.
Chicago Sun-Times
No End in Sight proves there’s nothing more subversive than a somber, lucid recitation of facts.
New York Magazine
Moment…ich such grade was…ah ja…ok.
Bevor ich mich wiederholt aufrege über etwas was ich nicht ändern kann, wollte ich nur mal sehen wie oft ich darüber schon geschrieben habe.
Ganze 5 mal.
Thema: Stromausfall
In dem letzten 4, 5 Monaten ist durchschnittlich einmal die Woche der Strom weg. Ich komme mir langsam vor wie in der hintersten Ecke vom Kasachstan. Ist das Stromnetz in Echternach wirklich derart marode? Dabei ist Echternach die Gemeinde in Luxemburg in der der Strom an teuersten ist. Wenn es jetzt vorangekündigte Ausfälle wären, weil sie am Netz arbeiten, würde ich es ja verstehen. Zudem sind diese meistens an Uhrzeiten in denen man schläft oder nicht zuhause ist. Aber da ich ein sehr unregelmäßiger Mensch bin, kommen sie mir nie gelegen.
So z.B. heute morgen wieder. Ich wachte kurz vor 7 Uhr auf und hörte Nachrichten im Radio: „Die Uhrzeit: Es ist…“ …nichts mehr.
Mich macht sowas richtig fuchsig, wenn ich mich auf Dinge verlasse, die nicht funktionieren. Ich muss auch jeden Tag funktionieren, ob ich will oder nicht. Und ich verlange von anderen Dingen und Menschen nicht mehr als ich mir selbst abverlange.
Was für eine traurige Geschichte. Und zugleich macht sie mich wütend.
Wenn Tage so wie heute beginnen, mit einem Anruf der mich aus dem Bett fallen lässt und ich alles stehen und liegen lassen muss um ins Auto zu springen um die Maske für zwei Promis zu machen, zwecks eines Fotoshootings, dann kann man den Rest des Tages schlichtweg vergessen.
Das waren übrigens zwei ‚richtige‘ Promis mit internationalem Status, und keine die, wie so viele, es gerne sein möchten.
Dabei erfährt und sieht man Dinge die man besser verschweigt. Darum auch der Titel des Beitrages…
Kann man eine Bekannte aufgrund ihres schlechten Geschmacks verklagen? Im Ernst. Ich verließ mich gestern zusammen zwei Freunden auf das positive Urteil der Bekannten hinsichtlich des Films Mirrors.
Der Film ist der allerletzte Schrott. Außer ein paar Schockeffekten die mich zusammenfahren ließen, war der Film so grottenschlecht, dass wir uns fragten ob wir der Bekannten nicht eine Zahlungsaufforderung schicken sollten um wenigstens das Eintrittsgeld zurück zu bekommen.
Dabei geht es nicht mal um die Tatsache, dass es ein Horrorfilm ist. Grundsätzlich bin ich kein Fan des Genres, doch gibt es auch hier Film die große Klassiker sind und die ich mir sogar mehrfach angesehen habe.
Mirrors aber ist schlecht, sehr schlecht, grottenschlecht. Ein Film zum sehr schnell wieder vergessen. Das einzig positive an dem Abend war, das anschließende Abendessen im neunen Club 5 im Utopolis des jetzt das Remake ersetzt. Es schmeckte fabelhaft.
Diese Nacht habe ich festgestellt, dass ich Alpträume gewollt hervorrufen kann.
Wenn ich mich nach einem etwas üppigeren Mal ins Bett begebe und versuche in linker Seitenlage einzuschlafen, geht es unweigerlich los. Die Träume sind eine Mischung aus fressen und töten gekoppelt mit Naturkatastrophen.
Auf der rechten Seite liegend passiert gar nichts.
Mit allem was mir so in den letzten 2 Tagen durch den Kopf ging, musste ich heute einfach raus, weg, an einen Ort den ich kenne aber dem ich ein wenig inkognito sein kann. Dabei ist ein wenig inkognito so unmöglich wie ein bisschen schwanger, aber schließlich ist es das eigene Gefühl was zählt und nicht der reale Umstand. Ich schweife ab…
Ich war in Trier. Nicht das ich etwas gebraucht hätte oder mich einem Shoppinganfall hingegeben hätte,nein, ich wollte einfach weg. In Trier gibt es die Buchhandlung Interbook, die sich noch vor ein paar Jahren in der Fleischstraße befand, heute ist sie am Kornmarkt. Und obwohl sie größer und lufiger ist, so fehlt ihr doch das gewisse Anheimelige dass sie früher in der Fleischstraße besaß. Dort wo sie einst war ging diese Woche eine brandneue Galerie auf, die Trier-Galerie. Vom Aufbau und den Geschäften her erinnert sie mich an die Arkaden am Potsdamer Platz in Berlin, im Mini-mini-miniformat.
Die Geschäfte sind nichts anderes als das was man überall findet. Ganz hinten im Erdgeschoss befindet sich eine Fressecke mit einer Sushi Bar mit Laufband. Man setzt sich an die Theke und schnappt sich das vom Laufband was grad vorbeifährt und was man mag. Es erinnerte mich die Sushitheken die ich von London her kenne.
Eigentlich hatte ich keine richtige Lust auf Sushi und was in den Schälchen auf dem Band vorbei fuhr war auch nicht unbedingt das was ich von London her kannte. Ich setzte mich trotzdem hin der alten Zeiten willen. Dabei kam ich mir vor wie im Zoo. Ich hatte fast ununterbrochen irgendwelche wildfremden Leute neben mir oder hinter mir stehen, die mir zuschauten wie ich mit Stäbchen esse.
Inkognito ade.
Mir ist zwar bewusst dass Trier nicht London und nicht Berlin ist und man eher der gutbürgerlichen Küche frönt, aber inzwischen dürfte man sich doch auch in Trier an rohen Fisch mit Reis und Wasabi gewöhnt haben oder?
Etwas später war ich dann in einem Haushaltswarengeschäft quer gegenüber der neuen Passage verweilte einen Augenblick, weil von Spandau Ballet ‚Through the Bardicades‘ lief. Ein Lied was ich schon lange nicht mehr gehört hatte und was mich an eine Zeit erinnerte in der es vor zwanzig Jahren auch große Veränderungen und Umbrüche in meinem Leben gab.
Und da waren sie wieder die Veränderungen und Umbrüche.
Sie werden kommen…
Was für eine Woche!
Für mich begann sie letzten Donnerstag und endete gestern.
Wenn ich gestern Abend meine Gedanken drüber zu Papier bzw. zu Blog gebracht hätte, hätte ich wahrscheinlich Dinge geschrieben, die besser ungesagt bleiben.
Ich hatte Geburtstag. Ich wurde 42. Als ich vor 2 Jahren die vierziger Grenze passierte, dachte ich: Du bist keine 40, du fühlst dich nicht so und überhaupt, was soll der Quatsch.
Als ich letztes Jahr meine 41 beging, war das gleiche Gefühl noch immer da. Zudem ist 41 für mich so eine weder-Fisch-noch-Fleisch Zahl.
Doch dieses Jahr bin definitiv in den Vierzigern angekommen. Und alles schmeckt, riecht, und sieht nach Veränderung, nach Umbruch aus. Zu gern würde ich hier die Gedanken loswerden die mir im Kopf umherwandern und nur darauf warten dass ich sie ausspreche. Doch es wäre töricht, dumm. Ich würde Dinge heraufbeschwören die ich nicht nicht mehr stoppen könnte.
So als ob ich die Kiste der Pandora öffnen würde…
Heute haben Geburtstag:
Papst Julius III
die Cousine und Gemahlin des Sonnenkönigs Ludwig XIV Maria Theresia von Spanien,
der Schauspieler Colin Firth,
der Regisseur und Gatte von Madonna, Guy Richie,
der österreichische Schauspieler und beliebte Tatort Kommissar Harald Krassnitzer,
der englische Komponist Henry Purcell,
und ich.
…Zeit und Muße haben, dann kommen Dinge zustande wie:

ein Aterungsprozess mit Hackennase,


oder ein paar hübsche Hautausschläge.
Nach anschließender „wundersamen Verjüngung in Form einer Dusche“ saß ich dann gemütlich im Chi Chi’s auf der Terrasse und schlürfte Margaritas.

…hat mich wieder im Griff.
*seuftz*
Letzter Tag in Montreux.
Mir gefällt diese kleinr Stadt und seine Umgebung außerordentlich gut.
Heute Nachmittag geht es zurück nach Luxemburg, aber mit dem Auto nicht mit dem Zug.
Dabei möchte ich euch noch ein Podcast ans Herz legen den ich kurz bevor ich herkam gefunden habe und der mir die Fahrt um einiges erleichtert hat.
Es gibt vom Radiosender Bayern 2 ein Hörspiel Podcast, den ich über mein immer weider angeprisenses Programm Phonostar gefunden habe. (Hier der RSS Feed)
Sehr zu empfehelen sind:
-Thomas Meinecke: Texas Bohemia Teil 1, 2 und 3
Ein Feature über deutsche Auswanderer die im Texas leben. Es sind keine Auswanderer wie man sie vom Fernsehen her aus den Infotainment Reportagen kennt, sondern Amerikanische Einwohner die bisweilen schon in der dritten Generation dort leben. Ihr Deutsch klingt manchmal sehr durchwachsen und daher ungewollt komisch.
–Thomas von Steinaecker: Meine Tonbänder sind mein Widerstand
Eine unglaubliche Geschichte über ein Mann der sein ganzes Leben zu einem Hörspiel verarbeitet hat. Unbedingt anhören!
–Michael Farin/Katrin Seybold: Lisa Fittko, Chicago 2000
Die Lebensgeschichte der Lisa Fittko. Unbedingt und absolut hörenswert.