Europatag mit Hochsommer

Ich hatte mich schon gefragt warum letztes Jahr der Europatag so spurlos an mir vorbei gegangen war. Weil er an einem Sonntag war. Und immer wenn Feiertage die Luxemburg sind, die in den Nachbarländern nicht gefeiert werden, nehmen das sehr viele zu Anlass größere Shoppingtouren im Ausland zu unternehmen. Ich versuche das weitgehend nicht zu tun, aber ich machte diesmal eine Ausnahme.

Der J. der auch immer eifrig mitliest, hatte mich darum gebeten, ob wir nicht nach Trier fahren könnten. Er wäre weit über 10 Jahre nicht mehr dort gewesen. „Nichts leichter als das, antwortete Pigeldi Joël. Komm mit!“

Mir schwante Ungutes als wir hinfuhren, weil Trier mit absoluter Sicherheit in fester luxemburgischer Hand sein würde, und das in Sachen Parkplatz eine Herausforderung wird. Und obwohl ich gleich zu Anfang einen Dämpfer verpasst bekam (das Parkhaus meines Vertrauens vom Plaza Carré Hotel, das ein wenig teurer ist, dafür aber dafür immer freie Plätze hat, war wegen Renovierungsarbeiten geschlossen!) hatten wir Glück und bekamen einen Platz in dem der Trier Galerie.

Und es war wie erwartet. Man hörte ÜBERALL Lëtzeburgesch. Wir begegneten auch einer ganzen Reihe von Bekannten. Ich nahm es zum Anlass ein paar Dinge für den Haushalt zu besorgen.

Es war richtig heiß in Trier und ich war zu warm angezogen. Ich fand noch ein schönes Blumenhemd bei Seidensticker, das ich in meiner Größe bestellte. Das wird im Juli zum Einsatz kommen.

Am späten Nachmittag fuhren wir zurück.

Am Abend traf ich noch die A. auf einen Absacker auf ihrem Balkon. Es war eine richtige lauschige Sommernacht. Doch wir machten beizeiten Schluss.

***

Die D. schickte mir gestern ein wunderschönes Foto von sich und dem M. bei Sonnenuntergang in St.Jean:

Ein Sonntag in der Alten Heimat

Ich hatte das schon zusammen mit dem B. gepalnt als ich noch in St. Jean war. Ich bestellte einen Tisch im Steak House. Es ist eines der gebeutelten Restaurants, das letztes Jahr die Überschwemmungen durchmachen musste. Inzischen ist es wieder geöffnet. Das Hotel das sich auch immer dort befand gibt es aber nicht mehr.

Manche Geschäfte haben sehr lange gebraucht um wieder zu öffnen. Andere haben das Handtuch geworfen und werden nie wieder öffnen.
Aber langsam ght es wieder bergauf.

Der B. und ich saßen lange im Steak House auf der Terrasse und wir erst wieder gegen 18:00 Uhr zurück

Unterhaltung am Abend: Der dritte Teil der Andy Warhol Doku auf Netflix. Sehr interessant, aber wie so oft bei Netflix fürchterlich in die Länge gezogen.

St.Jean-de-Luz: Letzter Tag

Der Tag der Rückreise ist immer etwas seltsam. Ganz besonders dieses mal, weil das Wetter nicht wirklich mitgespielt hat. Doch heute am Abreisetag war es so als ob St.Jean mir sagen wollte: „So, Joël, ich gebe heute nochmal alles was mir zur Verfügung steht, damit du mich gut in Erinnerung behältst und wiederkommst, gell?

Gateau Basque Geschmack und Honig von Ixasu
Biarritz
Luxemburg

St.Jean-de-Luz: Ruhiger Tag

Am Morgen ging es gleich los zum Markt, da ich bei Madam‘ gascar wegen Vanille vorbeisehen wollte. Ich habe in den letzten Jahren nur bei ihr die Vanille gekauft für meine Eisproduktion. Diesmal traute ich mich auch einmal eine andere Sorte zu probieren. Für gewöhnlich kaufe ich die von Madagascar. Diesmal nahm ich auch ein Päckchen von Tahiti mit, die schon vom Geruch her völlig anders riecht. Man kann auch bei ihr per Internet bestellen.

Später setzte ich mich in die Bar de la Marine und las Zeitung.

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, dass ich es heute einmal wagen würde in die Fluten zu springen doch der kalte Wind machte das zunichte.

Am Abend waren wir bei dem S. und seiner Freundin L. eingeladen. Es gab hausgemachte Pizza und ich überfrass mich hoffnungslos.

Das war nur die Hälfte der Fladen. Es gab nochmal die gleiche Fuhre anders belegt. Ich war so pappsatt, dass ich gegen Mitternacht vom Nachbardorf Ciboure heimwärts schlich.

Das Bett ächzte als ich hineinfiel.

St.Jean-de-Luz: Ruhiger Tag

Am Morgen ging es gleich los zum Markt, da ich bei Madam‘ gascar wegen Vanille vorbeisehen wollte. Ich habe in den letzten Jahren nur bei ihr die Vanille gekauft für meine Eisproduktion. Diesmal traute ich mich auch einmal eine andere Sorte zu probieren. Für gewöhnlich kaufe ich die von Madagascar. Diesmal nahm ich auch ein Päckchen von Tahiti mit, die schon vom Geruch her völlig anders riecht. Man kann auch bei ihr per Internet bestellen.

Später setzte ich mich in die Bar de la Marine und las Zeitung.

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, dass ich es heute einmal wagen würde in die Fluten zu springen doch der kalte Wind machte das zunichte.

Am Abend waren wir bei dem S. und seiner Freundin L. eingeladen. Es gab hausgemachte Pizza und ich überfrass mich hoffnungslos.

Das war nur die Hälfte der Fladen. Es gab nochmal die gleiche Fuhre anders belegt. Ich war so pappsatt, dass ich gegen Mitternacht vom Nachbardorf Ciboure heimwärts schlich.

Das Bett ächzte als ich hineinfiel.

St.Jean-de-Luz: Donostia

Ich habe dieses Mal absichtlich den zweiten Namen der Stadt in der Überschrift gewählt und nicht wie gewohnt, San Sebastian.

Als wir beizeiten in St.Jean am Morgen losfuhren, regnete es. Ich war schon lange nicht mehr selbst hingefahren. Die letzten paar Male hatten wir den Zug und anschließend die Trambahn genommen. Das geht genauso schnell, wenn nicht besser und das Parkplatzproblem entfällt. Das brachte aber auch mit sich, dass wir uns verfuhren und das Navi zu Hilfe holen mussten. San Se, wie die Franzosen es nennen, ist dann doch eine sehr viel größere Stadt als man denken mag.

In der Stadt selbst war es auch recht kühl. Doch es hinderte uns nicht daran unsere fast gewohnten Ecken aufzusuchen. Ich erstand ein paar neue sehr knallfarbene Schuhe.

Wir besuchten das San Telmo Museum in dem zur Zeit die Sonderausstellung von Eduardo Chillida im Dialog mit Jorge Oteiza läuft. Beide sind weltbekannte Kunstschaffende, Chillida weitaus mehr als Oteiza, von dem ich davor nichts kannte. Und diesmal war es völlig verboten irgendein Foto zu machen, somit kann ich nur auf die Homepage verweisen.

Es gab wie gewohnt im La Vina ein Stück Käsekuchen, den man unbedingt einmal gekostet haben muss. All die anderen Speisen kann man dort getrost weglassen. Dafür gibt es bessere Lokale.

In der Stadt hat man inzwischen die Vorzüge des Wildwuchses in Parks entdeckt und lässt bei den alten Pinien untenrum das Gestrüpp stehen. In den Breitengraden hier im Süden ergibt das eine wahre Blumenpracht, obwohl ich denke dass man da auch mit Flowerbomben ein wenig nachgeholfen hat. Schön sieht es allemal aus.

Am Stand gab es ein Künstler der sehr vergängliche Kunst zeigte.

Wieder zurück, ging es in Essentiel, das nebst dem Bidaian, eines meiner liebsten Restaurants von St.Jean ist. Das Kalbsbries als Vorspeise war hervorragend, der Steinbutt als Hauptgang ebenso und der Nachtisch ein kleines Kunstwerk:

***

Gesten lief daheim dann dann endlich mein erster Nachrichtenbeitrag. Zu finden hier ab 23:20.

St: Jean-de-Luz: Exte Nami

Ein Tag an dem die Sonne kaum hervor kam. Der Luftdruck war tief und das ergab Kopfschmerzen. Nun ja, das Phänomen „Under the Weather“ habe ich auch in Luxemburg.
Nach einer kleinen Wanderung durch die Stadt und dem Besuch der kleinen Ledergürtelladen, LaBelt. Es ist ein kleiner Familienbetrieb und es ist nicht ihr erster Laden. Ich erstand einen neuen Gürtel, der einen zehn Jahre lang getragenen ersetzten wird nicht ersetzen aber ergänzen wird. Stattdessen muss einen anderer schwarzer Gürtel gehen, den halbwegs aus Kunststoff bestand, mit einer Jeans zusammen kam und keine zwei Jahre hielt.

Im Buchladen Le 5ième Art wurde ich wie gewohnt fündig. Ich habe schon mehrfach in all meinen Besuchen hier über den Laden berichtet. Er ist wirklich nicht groß aber derart gut sortiert und aufgestellt, dass ich nie dort fortkomme ohne etwas gekauft zu haben.

Das Buch hier zog mich vor allem wegen seiner Bilderwucht an und es ist wieder einer dieser fetten Bücher, dass ich hoffentlich nicht bereue, wenn im Flughafen stehe und Koffer zu schwer ist.

Am Nachmittag war der Kopfschmerz immer noch nicht besser und ich verzog für ein längeres Nickerchen aufs Bett. Es genau die richtige Entscheidung, denn als ich erwachte fühlte ich mich wie neugeboren.

Für den Abend hatten wir einen Tisch im Exte Nami bestellt. Exte ist baskisch und bedeutet Haus. Nami kommt aus dem Japanischen und bedeutet Welle. Das Haus der Wellen. Gegründet wurde es schon 2017 und ich war auch schon einmal im Restaurant selbst, aber gegessen habe ich nie dort. Das holten wir nun gestern nach.
Ich lernte auch die Besitzerin kennen, die in Paris drei Restaurants auf einmal hatte, dort alles verkaufte und ans Meer zog. Mehr über sie Léna könnt ihr hier lesen.

Zudem gab ein Wiedersehen mit dem A., der seine kleinen Fischladen in Cambo aufgegeben hat und wieder in St. Jean ist.

Ich habe nicht alles abgelichtet aber die Speisen sind sensationell und völlig anders als das was man sonst in St. Jean bekommt. Das kleine Restaurant war übrigens rappelvoll. Einfach auf gut Glück hingehen kann sich als schwierig erweisen.

Als Absacker gab es Sake, der so gut war, dass versucht war eine Flasche davon zu kaufen, was ich aber nicht tat.

St.Jean-de-Luz: Markt & Bayonne

Noch ein Foto vom Tag davor. „Du hast eine schneeweiße Strähne in der Strin, das sieht sehr lustig aus“, sagte die D. Das sah so aus:

Die Zeit vergeht hier immer wie im Flug. Es ist schon Dienstag! Und das bedeutet Markt in St.Jean.

Wir machten allerlei Einkäufe für den Abend auch weil wir in der Wohnung essen wollten und nicht schon wieder im Restaurant.

Ich fand einen neuen kleinen Laden in der rue Gambetta, der Ledergürtel nach Maß macht und beschloss mir die nächsten Tage dort einen neuen machen zu lassen, weil die letzten die ich erworben hatte nicht mehr gut aussehen und noch aus der Zeit stammen, als ich die Fastenkuren am Bodensee machte. Also vor fast 10 Jahren.

Am Nachmittag fuhr ich allein nach Bayonne.

Das kleine Schokoladenkaffee Pascal hatte auch diesmal wieder geschlossen und ich konnte mich erinnern dass wir das letzte mal im Winter in einem kleinen Hotel, mitten im Zentrum ist, eine noch bessere heißbekamen. Also ging ich auch dorthin. Diesmal setze ich mich jedoch in den kleinen Patio.

Ich hatte bereits in einem Buchladen dieses weltbekannte Orwell Buch gefunden:

Ich fand in einem kleinen Bücherladen einen großen Klassiker in Comicform und fing an zu lesen. Ich denke nicht dass ich 1984 von Orwell vorstellen muss. Das letzte mal dass ich mit der Geschichte in Berührung kam war als ich mir den Film ansah. Er lief auf Arte oder 3sat. Ich hatte ihn beim seinem Erscheinen sogar im Kino gesehen. Übrigens einer der letzten Filme in der Richard Burton zu sehen ist.

Zurück in St.Jean ließen wir es sehr ruhig angehen. Es gab das mitgebrachte Abendessen vom Markt bestehend auch gefüllten Auberginen mit Schafshack und Reis.

Ich ging früh zu Bett.

St.Jean-de-Luz: Kunsthandwerk & Xistera

Ein Foto noch von Tag davor als ich das Meer ablichtete.

Ich verbrachte den Morgen mit Umbuchungen die sich alle als holperig erweisen sollten. Auch die D. hatte mit einer Lieferung zu kämpfen, die nicht ankam und fluchte. Je, ein Montagmorgen wie er im Buche steht.

Um wieder runterzukommen fuhren wir nach Biarritz und wanderten am Meer entlang.

Wir sahen uns eine Ausstellung in der Krypta der Kirche St.Eugenie an, in der keine kirchliche Objekte gezeigt werden, sondern richtige Kunstausstellungen stattfinden. Diesmal waren es die immer seltener geworden Kunsthandwerke.

An den Spazierstöcken sind Verzierungen angebracht und diese Kunst nennt man Makila, die ich gar nicht kannte. Das Metall das verwendet wird kann mitunter auch Gold sein und auch Edelsteine als Verzierung haben.

Wir gingen anschließend durch ein paar Straßen der Stadt die ich noch nicht kannte und fanden folgenden Laden bei den wirklicher jeder stehen blieb.

Abgeleitet von von den den Wörtern die im französischen mit -erie enden, (z.b. Patisserie) gibt es hier eine Nounourserie, ein Teddyladen. Ausnahmslos jeder verfiel in ein ‚Ooh‘ und ‚Aah wie süüüß‘ und man sah kleine Kinder mit leuchtenden Augen und der Ohnmacht nahe. Sogar ich war kurz davor ein Plüschhasen zu kaufen.

Wieder in St. Jean, ging es am Abend ins Xistera und das gleich zwei mal. Das Xistera ist das Korbgerät das man wie eine Art Handschuh trägt und mit dem Pelotte Basque gespielt wird:

Es gibt hier fast in jeder Stadt eine Bar oder Brasserie die diesen Namen trägt. In St. Jean gibt es sogar zwei Restaurants nebeneinander. Und so kam es dass wir gestern in drei Xisteras waren einmal in Biarritz und in St.Jean zum Apéro in dem einen bis in dem anderen unser Tisch fürs Abendessen frei wurde.

St.Jean-de-Luz: Ixasu & Ascain

Mein Lieblingsort in Frankreich hat mich wieder.

Zum Schwimmen ist es dann definitiv doch zu kalt.

Da wir für die kurze Woche in der ich hier bin, ein Auto gemietet haben, ging es am Morgen nach Icasu ein kleines Dorf ungefähr 30 Minuten von St.Jean entfernt. Die D. hatte baskische Hocker im Netz entdeckt von der Marke Alki. (Ja, ich weiß… Alki!) Und da sie über das Wochenende vom 1.Mai einen Lagerverkauf ab Werk hatten mit einem Rabatt von satten 30%, war es den Besuch wert. Und wir wurden sofort fündig. Zeigen werde ich sie hier nicht, aber ihr dürft euch gerne auf ihrer Seite umsehen. Sie haben wirklich sehr schöne und vor allem sehr hochwertige Möbel. Das fühlt man auch beim Anfassen.

Nachdem wir in der Pile d‘Assiettes ein kleines Mittagessen hatten, ging für den Kaffee hinüber zur Bar de la Marine.

Auf den Rückweg fand ich endlich den richtigen Winkel um dieses sehr schmale Haus am Meer abzulichten UND es gab das erste Bargeton Eis.

Mokka Sorbet

Ein wenig später ging es nach Ascain zu einem Konzert in die Kirche. Ascain liegt östlich von St. Jean und ist ein sehr malerisches Dörfchen. Eine gute Bekannte der D. trat dort mit ihrem Chor in der Kirche auf.

Es waren ein paar wenige liturgische Gesänge dabei. der Großteil war jedoch neu geschriebene Lieder für diesen Chor zum Großteil sogar auf Baskisch. Da es Laienchor war, waren auch die beiden ersten Lieder ganz leicht dissonant, aber als sie sich dann richtig warm gesungen hatten, wurde es sehr schön.

In Ascain gibt es auch ein paar sehr schöne Häuser wie dieses hier.

Wieder in St. Jean läutete die Uhr zum Apéro. Die D. hatte Lust sich im Grand Hotel auf eine der schönsten Terassen der Stadt zu setzten, weil direkt am Meer.

Wir blieben bis die Sonne fast entgültig hinter den Wolken verschwunden war.

Abendessen gab es in einer neuen Entdeckung der D. „Les Sables de Luz“. Innen wunderschön eingerichtet mit Alki Möbeln,

Und nach so viel Fresserei und Trinkerei ging ich noch eine Runde am Meer entlang und war dann mehr als reif für die Horizontale.

Eine Achterbahnfahrt

Dass ich für Donnerstag nichts geschrieben habe, kam daher, dass ich Freitag sehr früh rausmusste um rechtzeitig beim Sender zu sein und keine Zeit blieb, lange zu schreiben. Der Donnerstag hatte auch wenig Verblogbares zu bieten und das schlechte Gewissen blieb aus.

Am Freitag dann, wurde in das ‚Geheimnis‘ eingeführt einen Beitrag zusammenzuschneiden. Das ist letztendlich gar nicht so schwer doch man muss umdenken. Sequenzen des Interviews und die Einblendungen raussuchen, Text schreiben und einlesen. Alles muss eingetaktet werden und es geht um Sekunden. Dabei gibt es ein paar Regeln ob der Größe des Textes. Im Schneideraum selbst wird der Editor nur das zusammenschneiden was ich ihm vorgebe. Doch ich hatte mich an alle Regeln gehalten und im Schneidraum waren wir binnen einer halben Stunde fertig.
Das war schon mal ein Erfolgsgefühl wie ich es schon lange nicht mehr hatte.

Gleich im Anschluss ging es wieder bergab. Ich hatte vor über einem Monat schon Ersatz gesucht für zwei Vorstellungen, weil ich nächste Woche anderes zu tun habe. Dieser Ersatz rief an und teilte mir mit, dass der Schnelltest den sie aufgrund eines Verdachtes hatte, positiv ausgefallen war.
Ich sah all meine Pläne schon den Abgrund hinunter fallen. Wo bekäme ich jetzt noch so schnell Ersatz her? Ich durchlebte, was man in französisch „un mauvais quart d’heure“ nennt. Doch ich wäre nicht ich, wenn ich nicht ein gewaltiges Netz hätte auf das ich zurückgreifen kann und ich hatte mal wieder Glück im Unglück.

Das bedeutete aber auch dass ich ein technisches Arbeitsblatt schreiben musste, was ich davor nicht getan hatte, denn der vorige Ersatz war eingearbeitet. Und so saß ich während der Mittagsstunde im Wëllem und schrieb das ganze Ding mit dem Smartphone, während ich zu Mittag aß. Gott sei dank hatte ich von alles Fotos gemacht.
Ein Stein fiel mir vom Herzen. Uff.

Am späten Abend dann, kurz bevor ich zu Bett ging fiel mir siedend heiß ein, dass ich da noch ein Event falsch eingetaktet hatte. Ich sollte mich langsam für solche Missgeschicke im Guinness Buch der Rekorde eintragen lassen. Ich setzte mich noch einmal an den Rechner und schaute wie ich das wieder hinbiegen kann. Es geht, aber es wird teuer werden. Mist. „Geschieht dir recht, dachte ich, wer nicht aufpasst muss zahlen!“

Ab morgen wird alles ganz anders. Versprochen.

Ladehemmung

Zwei Tage. Der Dienstag war gekrönt mit Regen, was mich von einem längeren Spaziergang abhielt.

Am Abend jedoch zog es mich und die A. ins Bovary. Dabei gab es etwas zu feiern. Die A. hat ein neues Gefährt bekommen. Und ich war der erste der mitfahren durfte. Sehr schön und der Wagen passt zu ihr.

***

Den Mittwoch begann ich mit einer im Kopf falschen Idee. Ich war fest davon überzeugt, dass am Abend keine Vorstellung wäre, bis ich zusammen mit der D. auf dem Weg nach Trier war und ich eine Sims bekam, die das anders sah. Huch! Also nix mit gemütlichen Abend auf dem Sofa.

Ich hatte den Wagen über Nacht nicht an die Steckdose gehängt und er war nur zu 78% voll. Das sollte auf jeden Fall reichen um nach Trier zu kommen und ich sah mich auf der App um wo ich ihn dort aufladen könnte. Man zeigte mir dem großen Parkplatz am Theater an mit sechs Ladestationen. Sehr gut! Das wäre es auch gewesen, wenn eine meiner Karten von der Ladestation angenommen worden wäre. Weder die luxemburgische noch die internationale Karte wurden angenommen. Also versuchte ich es mit den der App vom Betreiber der Ladestation die ich eigens dafür runterladen musste. UND DAS KLAPPTE AUCH NICHT!

Nach dem letzten Versuch, der ja eigentlich hätte klappen müssen, kam mir die Befürchtung, dass das Kabel beschädigt sei. Ich wollte das sofort daheim überprüfen. Derweil rechnete ich mir aus ob ich mit der verbleibenden Ladung zurück komme. Theoretisch ja. Es müsste reichen wenn ich nicht Vollgas auf der Autobahn gebe. Das tat ich dann auch und es klappte einwandfrei.

Ich erledigte meine Einkäufe in Trier und zu Mittag gab es Spargel in der Trier Brasserie.

Daheim schloss ich dann das Gefährt an die eigene Steckdose, was aber über ein anderes Kabel gemacht wird. Das klappte ohne Probleme.

Am Abend dann eine Vorstellung und erste Vorbereitungen zur Übergabe, der beiden letzten Vorstellungen, denn nächste Woche bin ich anderweitig beschäftigt.

Nach der Vorstellung fuhr ich zum großen Parkplatz der City Concorde wo ich den Wagen schon öfters aufgeladen hatte. Es klappte wie immer, also lag es nicht am Kabel oder an mir und den Ladekarten, sondern an der Station in Trier.

***

Muss ich jetzt auch noch Mastodon? Ich weiß dass Elon Musk ist umstritten ist , aber das ist der Plumpaquatsch von Meta auch. Oder sollen/ können wir das alles unter ‚Aufreger des Tages‘ verbuchen?

Oder soll ich es handhaben wie hmbl?

Lawen4er fasst hier nochmal zusammen was ich auch schon gelesen hatte und mich ein wenig ratlos zurück lässt, ob es den Aufwand wert ist sich dort überhaupt anzumelden, weil dann erstmal gar nichts passiert.

Reportage & Interview

Ich mag heute gar nicht so kurz und knapp sein wie gestern und es brennt mit ein wenig unter den Fingernägeln mehr zu erzählen, aber es geht nicht. Ich könnte wohl und niemand würde es mir zum Vorwurf machen, aber es wäre wie ein schlechtes Omen.

Ich war sehr früh wach, wie überhaupt die letzten Tage und machte dann endlich all die häuslichen Dinge die schon gestern machen wollte, aber nicht tat. Zwischendurch schrieb ich schnell den Blogbeitrag den ich für heute als Doppeltag aufheben wollte, aber ich weiß dass mein zukünftiges Ich wieder den Kopf missmutig schütteln wird, wenn es das liest.

Am Nachmittag fuhr ich mit der D. los zu einem Termin in einer Galerie im Süden des Landes. Dort erwartete mich die Künstlerin die ausstellt und ein Kameramann. Ich machte meine erste richtige Reportage. Ich war ein klein wenig aufgeregt, doch da ich die Künstlerin kannte und die D. mit dabei war, lief es recht harmonisch ab.

Später fuhr ich noch zum Supermarkt meines Vertrauens und machte einen letzten Großeinkauf für diese Woche. Unter anderem sah ich sehr schönen Spargel.

Am Abend sah ich mir ein ein Interview auf Netflix an. Viola Davis hat ihre Biographie geschrieben und Oprah Winfrey hatte sie im Gespräch. Ich kenne Viola Davis seit ihrer grandiosen Rolle als Anwältin aus der Serie ‚How to get away with Murder‘. Schon damals dachte ich was für eine außerordentliche Darstellerin sie ist und ich wollte mehr über sie wissen. Nun hat sie alles aufgeschrieben und ihre Lebensgeschichte ist kein Zuckerschlecken.

Das Buch Finding Me erscheint weltweit heute.

Sonntag kurz und knapp

Viel gibt es für den Sonntag nicht zu berichten. Am Morgen trödelte ich herum, obwohl der Haushalt ein wenig Aufmerksamkeit gebraucht hätte doch die Faulheit siegte.

Am Nachmittag dann eine Vorstellung die kurz und knapp erledigt war.

Das Abendprogramm bestand unter anderem aus einem neuen Video von Caitlin Doughty. Zuerst dachte ich, dass sie mit neuen Theorien daherkommt über den Tod von JFK, aber nein. Sie erzählt die Geschichte aus der ihrer Totengräber Perspektive, mit alledem was damals völlig aus dem Ruder lief und wie großartig sich seine Frau Jacky verhalten hat, obwohl man ihr gewaltig zusetzte.

Baustelle & Premiere

Und um 7:00 hörte ich das Brummen der Laster

Gegen 9:00 waren sie dann schon vor meiner Haustür.

Das ließ mich hoffen, dass das ich den Wagen am Abend eventuell doch aus der Garage bekomme, weil ich am Abend davor keine Nerven hatte mir ein Parkplatz draußen zu suchen.

Ich machte mich auf die Suche nach Permierengeschenken. Wenn ich komplett ideenlos bin, mache ich für gewöhnlich keine. Eine Idee war schwarze Seifenstücke aus bestimmten Gründen, doch auf die Schnelle fand ich keine. Und lange Fahrten konnte ich keine machen weil, siehe oben. Bei Wanderscheid wurde ich fündig. Der Laden mit allen möglichen Landesprodukten hat immer irgendetwas, das passt.

Mittagstischen nebenan im Wëllem.

Ein Knaller! Scharf angebratene Mignons vom Schwein auf thailändische Art. Für mich ist Alain, der Koch aus dem Wëllem, zur Zeit DIE Adresse, wenn es um ein Tagesgericht geht, dass richtig lecker sein soll. Voraussetzung ist aber dass ihr Alain’s Faible für asiatische Küche mögt. Ich habe bis jetzt (aber auch schon davor, als er anderweitig arbeitete) noch nie etwas gegessen, das nicht schmeckt.

Und während ich dort saß und keine Begleitung hatte, hörte ich der 80er Jahre Playlist zu die über die Lautsprecher ging. Ich bin ja von der Generation, die die Songs alle miterlebt haben, als sie sich in den Hitparaden tummelten. Und so kamen wieder Erinnerungen hoch… nun ja. Ist euch schon aufgefallen, dass seit langem sehr viel mehr Songs aus den 80ern überall zu hören sind als das, was aktuell ist? Intersannterweise mögen auch die Teens und Twens die Songs zum Großteil lieber, als das aktuelle Zeug.

Was mir ebenfalls nicht entging waren die Gespräche der Nachbartische. Das Hauptthema an einem Tisch mit Deutschen, Luxembugern und Franzosen waren die Wahlen in Frankreich und die Angst, dass die rechtsradikale Le Pen das Rennen machen könnte. Es wäre zwar die erste Frau als französische Präsidentin, aber die Ideologie für die sie steht….nein, nein, und nochmals nein. Am Sonntagabend wissen wir mehr.

Heimweg durch den Park:

Am Abend dann eine Premiere, für mich die letzte der Saison. Ich machte einen Versuch aus der Garage zu fahren. Es klappte.

Die Premiere und die anschließende Feier verliefen reibungslos und es wurde nicht allzu spät.

Nachtrag: Hier noch der Link zur No Art Sendung von dieser Woche. Ich berichte über die grandiose Ausstellung The World of Music Video im der Völklinger Hütte.

Ein Wochenende mit Baustelle

Es geht wieder los! Juchuu!

Man hatte es schon durch eine Postwurfsendung angekündigt, dass Freitag und Samstag der komplette Belag der Straße erneuert werden soll. Durch die komplette Neuverlegungen der Strom-, Wasser-, Gas-. und Telekommunikationsleitungen, war die Straße zu einem Hoppelweg geworden, wobei ich das als gar nicht soooo schlimm empfand. Aber in Luxemburg muss halt alles quietscheneu gepflegt sein…

Darum kurvte ich am Abend durch die Nachbarstraßen um einen Parkplatz zu finden, weil ich sonst nicht mehr aus der Garage rausgekommen wäre.

Am Morgen dann eine sehr ungewöhnlich leere Straße.

Und gegen 7:30 ging das Geratter los.

Zwischendurch mussten dann ein paar wenige Autos abgeschleppt werden. Ein kleiner Smart vor meiner Tür wurde aufwendig mit Abschleppwagen abtransportiert.

Und so sah es dann am späten Vormittag aus. Ein völlig leere abgefräste Straße. Und so ein Panofoto hatte ich schon lange nicht mehr.

Morgen kommt dann der neue Belag drauf.

Aus dem Familienalbum 44

Heute möchte ich ein paar Fotos zeigen, die über die Jahre hinweg schon einmal im Blog zu sehen waren, aber nie im Familienalbum erschienen sind. Der Form halber setzte ich sie auch einmal hier ein, damit alles hübsch seine Ordnung hat.

Es sind alles Fotos aus den 80ern. Fangen wir mit den Ältesten an:

Diese Serie wurde im Fotostudio Macchus in der Alten Heimat geschossen. Es war eines der bekanntesten Studios aus Luxemburg und die Fotografin machte damals mit besten Porträts. Die Jacke und das Hemd waren meine, man glaubt es kaum, Alltagskleidung. Ich hatte just meine Lehre als Friseur begonnen und experimentierte an meinem Look. Der Grace Jones Haarschnitt war in Mode und ich war einer der seltenen der ihn wirklich tragen konnte, weil meine Haare das mitmachten. Ich kann mich noch erinnern dass ich lange stillhalten musste und der Spot im ersten und dritten Foto immer wieder neu eingestellt werden musste, damit der Lichtschein punktgenau die Haarspitzen trifft.

Diese beiden Fotos waren Kontaktabzüge eines Shootings von den ich dachte, dass es mich weiterbringen würde in Richtung Fotomodell. Für den Laufsteg war ich nicht groß genug, es fehlten genau 3 cm um die magischen 175 cm zu erreichen. Wenn ich mir sie heute ansehe, waren die Fotos zu gelbstichig und sehr schlecht ausgeleuchtet. Ich kann mich noch erinnern, dass der Fotograf mich im zweiten Bild immer mehr nach vorne rücken ließ, damit ich diese Schatten um die Augen bekomme. Aber es verstärkte auch massiv die Nasolabialfalte, die so ausgeprägt nicht war.

***

Ein paar Jahre später, da waren wir schon Anfang der 90er, hatte ich mir in den Kopf gesetzt blond zu werden. Während der Lehrjahre durfte ich es nicht, weil die Friseurmeisterin es nicht erlaubte. Doch jetzt konnte ich.

Das sind auch die beiden einzigen Fotos die ich habe aus der Zeit. Ich musste fast jeden Tag mit Silberschaum die Farbe „nachjustieren“ da ich sie nicht so weiß färben konnte wie ich mir das eigentlich gewünscht hätte. Es war ein ziemlicher Aufwand und ich hielt das nur wenige Monate durch.

Der neue Lesesessel

Er kam bereits am Dienstag und hat ein paar Monate gebraucht. Ich hatte Anfang Januar kurz erwähnt dass ich ihn geordert hatte. Jetzt ist er endlich da.
Entdeckt hatte ich ihn aber in Bayonne, Ende Dezember in einem Stressless Flag Store. Interessanterweise, hatte ich genau die Marke nie im Visier, weil ich mich noch zu gut die großen fürchterlichen Sessel meiner Tante erinnern konnte, von der gleichen Marke. Sie waren schwer wie Blei und ich hatte alle Mühe der Welt um sie zu entsorgen, denn kaufen wollte sie niemand.

Er steht im Wohnzimmerbereich aber so ganz zufrieden bin ich nicht mit seinem Platz . Ich muss wahrscheinlich ich ein paar Möbel rücken. Und eventuell eine zweite Meinung, wo er hin soll.

Der Rest vom Mittwoch war ein abarbeiten von Dingen auf der Strichliste. Alles habe ich nicht geschafft, der Rest folgt morgen und da ist auch ein Shoppingtrip in Trier fällig, den ich mir sparen könnte wenn es den hier ein paar Läden gäbe, die dringend nötig wären. So zum Beispiel eine richtig gut sortierte Drogerie, oder ein Haushaltswarengeschäft. Haushaltsdeko à la Butlers & Co. sowie Elektrohaushaltsapparate gibt es zu Hauf, aber sonstige Küchenutensilien sucht man vergebens.

Der Abend bestand aus Unverblogbarem und ich ging recht früh zu Bett.

Sich selbst zuhören

Der Titel des Postings hieß „Sich zwischen den Welten bewegen“ was auf Anhieb spannend klang. Ich wollte dabei ein wenig erklären warum das mitunter manchmal seltsam für mich ist, weil diese Welten (fast) gar nichts gemeinsam haben, bis ich merkte dass ich ein wenig zu redselig war und über Dinge schrieb, die so gar nicht ins Blog gehören. Das hatte sicherlich auch mit den zwei Gläsern Wein zu tun, die ich wegen dem runden Geburtstag der anderen A. trank. (Die „andere“ A. ist nicht die A. mit Hundedame Blue)
Und als ich dann die Frage von hmbl Christian auf Twitter las und sponten darauf antwortete, löschte ich das Posting wieder:

Danke Christian.

Der lange Ostermontag mit Éimeischen & Erinnerungen

Ich war sehr früh wach, es war kurz nach 6:00 Uhr. Anstatt mich noch einmal umzudrehen stand ich auf, schrieb das Posting von gestern zu Ende und machte mich ausgehfertig für ein Event das heute zum ersten mal nach zwei Jahren wieder statt fand. Die Éimeischen. Der traditionelle Aulenbäcker Markt findet immer am Ostermontag statt und ist ein enormer Publikumsmagnet.

Strahlender Sonnenschein im Park

Und diesmal fand ich war es noch heftiger als die Jahre davor.

Im Renert, der ausnahmsweise geöffnet hatte, herrschte auch großer Andrang, doch ich bekam einen Platz in der Sonne an einem Tisch von Bekannten. Es gab Beefsteak mit Pommes und Salat und, weil man so gesellig beisammen saß, Roséwein, und davon aber eine Idee zu viel.

Kurz nach 14:00 trippelte ich zurück und sah, dass die Popup Gallerie von Raphael Springer auf der Place d Armes geöffnet hatte. Ich hatte schon einmal davor kurz das Erdgeschoss besichtigt, konnte mir aber aus Zeitgründen nicht alles ansehen und war froh, dass ich das jetzt nachholen konnte.

Zusammen mit anderen Künstlern hat er dort auf vier Stockwerken Skulpturen, Installationen und Bilder ausgestellt.

Vielleicht verwundert es ein wenig dass ich eher die Räume abgelichtet habe, als die Kunstwerke selbst. Das hat mir der Vergangenheit des Hauses zu tun, das auch ein Teil meiner Vergangenheit ist. In diesem Haus war über Jahrzehnte hinweg das Banana’s. Eine Bar mit Restaurant. Im ersten Stock gab eine kleine zusätzliche Lounge Bar, in der ich viel und oft war. Der Barman war „somebody that I used to know“, der sehr lange ein guter Freund war, der mich aber sehr enttäuschte. (Ich lasse das jetzt mal so kryptisch stehen, denn ich weiß ja um wen es sich handelt) Aber ich kannte das Haus auch schon davor als es noch ein Geschenkeladen war. Ich kann mich nicht mehr erinnern, wie der Name genau war, ab wir alle nannten ihn den Snoopy Laden. Es gab dort nämlich jede Menge Snoopy und Charlie Brown Artikel. Von Grußkarten über Stofftiere… Ich war 13 und es war mein erstes Jahr im Lycée in der Hauptstadt. Das Haus und der Laden gehörte der Familie, deren Sohn später die Banana’s Bar eröffnete.
Oben besagter Freund fing in Anfang der 10er Jahre an dort zu arbeiten und ich fing an regelmäßiger hinzugehen. Ich habe versucht Fotos aus der Zeit im Blog zu finden, es gibt auch sicherlich welche, doch da ich die letzten 18 Jahre nicht getagt habe… nun ja…ich schweife ab.
Es entstand also die Bar im ersten Stock. Sie war ein wenig ein Geheimtipp und es war immer sehr lustig dort. In den oberen Stockwerken wohnte immer noch der Besitzer.

Anschließend übernahm jemand anderes das Lokal und es wurde ein Bio Reatuarant, das sich so just über die Pandemie hangelte und jetzt aber Anfang der Jahres endgültig seine Tür schloss. Das Haus wurde verkauft, der vorige Besitzer lebt schon lange im Ausland.

Jetzt zum ersten mal, seit all den Jahren, wieder dieses Haus zu betreten, zu sehen wie es schon fast ganz ausgehöhlt wurde, kaum noch zu erkennen wo die Bar im ersten Stock war und kleine Innenhof, zum ersten mal durch die obere Stockwerke und Privaträume der vorigen Besitzer zu gehen, ein paar wenige Überbleibsel an Tapeten zu sehen, zu erahnen wo vielleicht mal ein Kinderzimmer gewesen ist, sich an legendäre Partys und Menschen zu erinnern,… Ich ging durch ein Welle von Nostalgie und Melancholie.
In den kommenden Monaten wird auch das alles restlos verschwunden sein nichts mehr wird daran erinnern was oder wer einmal hier war.

***

Am späten Nachmittag fuhren die D., die A. und ich zur N. über die Grenze nach Frankreich. Sie hat sich dort vor kurzem ein kleines Haus mit Garten gekauft. Dort saßen wir lange im Garten bis es zu kühl wurde. Zwischendurch fand ein „Kampf“ der Mini-Titanen Blue und Dawin im Garten statt:

Ostern mit Besichtigung der Metzeschmelz

Heute gibt es viele Fotos.

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Aber zuvor, weil ich das gestern kurz erwähnt hatte, noch einmal die Freundin Bekannte, die mir so zugesetzt hat. Ich habe über den Vorfall mit ein paar anderen wenigen Freunden geredet, weil ich dann doch überprüfen wollte, ob die Überreaktion nicht auch von meiner Seite käme. Doch alle gaben mir recht. Und somit bleibt es dabei. Sie hat jetzt erst mal für eine lange Zeit Pause, denn es ist nicht das erste mal, dass sie mir Gedanken und Handlungen unterstellt, die von mir nie so gedacht oder angegangen wurden. Es reicht. Ich muss mir nicht alles gefallen lassen.

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Ich hatte mit der D. beschlossen dass wir bei dem schönen Wetter uns die neueste Aktion von CUEVA (FB Link) ansehen wollten, die zur Zeit in der Metzeschmelz in Esch stattfindet. Sie ist jedes Wochenende geöffnet fürs Publikum.

CUEVA macht nicht zum ersten mal eine solche große Aktion. Diese hier hat allerdings den schalen Beigeschmack, dass sie nicht von der Kulturhauptstadt Esch 2022 unterstützt wird. Sie wurde weder im Programm der kulturellen Events aufgenommen, noch bekommen sie irgend eine Unterstützung der Stadt selbst, nicht mal in Form einer Stromleitung, die sie höflichst angefragt hatten, wegen der kommenden Konzerte. Hier hat man sich wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert.

Die Metzeschmelz liegt zwischen Schifflingen und Esch und ist einer mehrere seif etlichen Jahren stillgelegten Stahlwerke im Süden. Das Areal ist gewaltig. Zu Fuß braucht man lange um hindurch zu kommen.

Gleich das erste Foto des Wassertanks gleich neben den Pumpenhaus werden in nächster Zeit noch öfters im Blog zu sehen sein.

Dani Neumann hat eine ganze Reihe von Bilden für die Ausstellung gemalt.
Das hier gefiel mir am besten.

Man nannte die gewaltigen Gebäude der Stahlwerke auch oft die Kathedralen der Moderne. Unten hat ein Künstler das wörtlich genommen und eine Kapelle mit Schaumstoff und allem möglichen Materialien gebaut die auf dem Gelände zur Verfügung standen.

Die folgenden Fotos wurden in den Waschräumen gemacht von denen es mehrere gibt. Die Räume sehen immer gleich aus. Er ist länglich mit Waschbecken an der Vorderseite. All diese Räume bekamen die Künstelr zur Verfügung gestellt, darunter auch illustere Namen wie zum Beispiel Patricia Lippert. Und jeder sah darin etwas anderes.

Und das ist, obwohl schon älter, immer noch ein sehr guter Spruch.

Ein wunderschöner Nachmittag den wir mit einem Glas Wein auf der improvisierten Terrasse beendeten.

Für den Abend hatte die D zu sich nach hause eingeladen. doch es wurde nicht sehr spät, da ich am Ostermontag früh los ziehen will, wegen der Éimeischen.

Cannelloni & Vanilleeis

Weider strahlend schönes Wetter. Ideal für den Marktbesuch. Da ich am Abend Gäste haben sollte, musste ich eh hin. Ich kaufte alles für Cannelloni gefüllt mit Blumenkohl und Brokkoli, ein unschlagbares Rezept von Jamie Oliver, dass ich schon oft gemacht habe und bei Gästen immer gut ankommt. Es wurde eine Kampfshopping Tour, weil die Stadt rammelvoll mit Menschen war.

Zwischendurch sah ich die D. auf einen schnellen Kaffee im Vis a vis.

Dann hatte ich einen unschönen Schlagabtausch per SMS mit einer Freundin Bekannten, die jetzt erst mal eine sehr lange Pause hat. Ihr Verhalten hatte mich derart aus der Fassung gebracht, dass ich, wieder daheim, erst eine Weile brauchte um in die Gänge zu kommen.

Ich startete dann in der Küche durch, denn die Cannelloni sind an sich nicht kompliziert, nehmen aber viel Zeit in Anspruch. Und wenn ich schon dabei bin, startete ich auch die erste Vanilleeis Produktion des Jahres. Ich hatte auf dem Markt spektakulär gute Erdbeeren gefunden. Die zusammen mit dem Eis…

Währenddessen ich kochte, hörte ich zwei Krimis von Professor van Dusen, die in lockerer Folge als Podcast im Kriminalhörspiel vom DLF zu finden sind.

Am Abend traten dann die A. mit Blue und die N. aus der Nachbarschaft an.

Es wurde ein sehr gemütlicher Abend an dem wir zum ersten mal in diesem Jahr bis spät auf der Terrasse saßen.

Video Clip

Fragt mich nicht warum ausgerechnet das heute morgen mein erster Gedanke war: Schokolade.

Ansonsten war der Tag eher dröge und ein Abarbeiten an Dingen die mit auf die Nerven gingen.

Doch der erste Termin des Tages war beim Friseur, der mich doch nochmal überredete das Deckhaar weiter wachsen zu lassen. Na gut. Einmal mach ich das noch mit. Das sieht jetzt so aus:

Der Abend war dann mit Unverblogbaren belegt.

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Der Freitag kündigte strahlendes Wetter an und ich fuhr zeitig los zu einer Ausstellung in die Völklinger Hütte. The World Of Video Music ist eine der eher seltenen Ausstellungen die sich mit den Medium Video Clip beschäftigen.

Insgesamt gibt 89 Videos in der Gebläsehalle zu sehen, teilweise riesig groß auf Leinwänden, fast wie im Kino, teilweise auf älteren Fernsehern. Ich konnte mir beim besten Willen nicht alle ansehen, es hätte Stunden gedauert.

Ich filmte alles ab was ich filmen konnte, da es für die NO ART Sendung von nächster Woche ist. (Ja, heute verrate ich mal was nächste Woche kommt) Praktischerweise war gleich neben der der Hütte eine Aufladestation fürs Gefährt. Es hätte auch so gereicht doch ich wollte es nicht darauf ankommen lassen. In der Gaststätte der Ausstellung nahm ich ein noch ein schnelles Mittagessen mit. Es gab Flammkuchen.

Wieder in Luxemburg hatte ich noch eine gute Stunde Leerlauf und ich setzte mich auf die Terrasse vom Renert mitten in der idyllischen Baustelle. Und dann war es auch wieder Zeit für einen langen Abend Unverblogbares.

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Und hier ein Video aus der Gebläsehalle, das ich nicht kannte, was ich aber sehr schön fand und eigentlich ein Werbevideo für ein Parfüm von Kenzo war.

Carpaccio

Ein recht langer Tag, der mit einem Kaffe zusammen mit der D. und dem B. im Vis-à-vis auf der Terrasse begann. Die Sonne schien und es war angenehm warm. Gegen Mittag musste ich los um Arbeitskoffer von einem zum anderen Theater umzuwuchten nur damit ich später wieder zurück wuchten könnte. Das kommt davon wenn Projekt zeitlich übereinander laufen.
Anfangs dachte ich noch dass es nicht weiter „kompliziert“ werden würde, wurde es aber und dauerte viel länger als gedacht. Ich kam dann auch so kurz vor knapp dort weg. Zum Einpacken bleib keine Zeit.

Ich landete mit ein klein wenig Verspätung im Vins Fins, das die D., die N. und ich schon länger geplant hatten. Ich habe die kleine urgemütliche Weinbar in der man auch essen kann, schon öfters beschrieben. Das letzte als ich dort war, hatten wir unser letztes Raclette für den Winter.

Diesmal gab es Carpaccio. Es gibt ein anderes Retaurant in der Oberstadt das sich nebst seinem Namen auch den den vollmundigen Titel, „La Maison du Carpaccio“ gab. (Insider wissen welche Gaststätte ich meine) Doch das kann im Vergleich zum Vins Fins, einpacken.

Einmal für mich mit Forelle auf Gravlax Art, mit Äpfeln und Rettichsoße, was der absolute Hammer war.

Die Mädels hatten ihn auf klassische Art vom Angus Rind

Das Schöne daran ist, dass sie alle ihre Produkte komplett lokal einkaufen. Sie könnten dir sogar erzählen wie die Kuh mit Vornamen heißt von der die Milch stammt, aus der der Käse gemacht wurde, den man auf dem Teller liegen hat.

Ein wunderschöner lauschiger Abend.

10 Jahre Twitter & geplatzte Kühe

Ja dann mach ich das mal.

Zugegeben, ich war Spätzünder bei Twitter, weil ich zu Anfang das Prinzip nicht begriff und für was das überhaupt gut sein sollte. Ich hatte auch ein Account sehr zu Anfang als Twitter erschien, wusste jedoch gar nichts damit anzufangen, ich mockierte mich sogar darüber.

Als es dann die berühmte Welle kam, sich bei allem und jedem Sozialen Dienst und überhaupt von allen unnötigen Webseiten und Netzwerken abzumelden, schawppte ich mit hoch oben auf der Spitze mit und dabei ging der Twitter Account mit über Bord.

Später dann, also vor 10 Jahren, merkte ich, dass es ein Fehler war und erstellte ein neues Konto. Seitdem bin ich dabei, auch wenn ich nicht der eifrigste Twitterer bin, so lese ich doch viel und bekomme jeden Aufreger des Tages mit. Einmal habe ich auch einen Mini kleinen Shitstorm gegen mich provoziert.

Es war während einem Sommer in dem es bekanntlich auch das journalistische Sommerloch gibt. Dabei kam in einer etwas größeren Zeitung ein Bericht über Franzosen die Singvögel braten und verspeisen. dabei ging es vor allem um den Ortolan oder Gartenammer geannnt. Ich verdrehte schon die Augen allen beim Lesen des Titels.
Ja, es stimmte tatsächlich dass der Vogel bereits in der Antike als Delikatesse galt. Was die Gemüter jedoch viel mehr erhitzte war WIE sie zubereitet wurden. Es wurden Vögeln mit einem Trichter Armagnac eingeflößt bis sie völlig hinüber waren und starben. Inzwischen jedoch ist das alles schon lange verboten, doch es war natürlich Wasser auf den Mühlen der Tierschützer die laut schrien.
Genau das habe ich versucht in einem Tweet zu erklären.
Und genau das wurde mir zum Verhängnis.
Nun ja, das ist alles lange her, aber ich weiß jetzt wie es sich anfühlt wie eine Sau durchs Dorf getrieben zu werden.

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Zur kurzen Tagesberichterstattung:
Ich hatte einen kurzen Abstecher nach Trier gemacht zwecks einem neuen blauen Sakko, das mir im Juli gute Dienste leisten wird. Aber dazu im Juli mehr. Am Abend dann endlich wieder ein Treffen mit der A.
Apérotime im Hotel Parc Belair:

Wir kamen beide wieder zu dem Schluss, dass es eine der angenehmsten und schönsten Terrassen unseres Viertels ist, auch weil sie direkt an den Park angrenzt. Zu essen gab es Spragel.

Und wenn wir schon bei Twitter sind, Herr Spontiv twitterte gestern ein TikTok Video, das zu Verkaufszwecken von der Maklerfirma Remax erstellt wurde. Da wurde viel Geld in ein Haus gesteckt um von innen wie außen so ziemlich alles falsch zu machen. Nur ganz am Ende des Videos kam ein Teil der mich überzeugte. Ich zeigte es der A. und ihr vielen vor allem die geplatzten Kühe auf.

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Liest jemand mit der schwanger ist? Wenn sie Ihrem Gatten mal zeigen wollen heftig es ist, vor allem am Ende der Schwangerschaft, diese gewaltige Kugel mit sich herum zu schleppen, bitteschön:


Verschossen

Sechs Tage lang nichts geschrieben. Mein zukünftiges Ich wird sich wieder sehr ärgern.

Dabei gäbe es so manches zu berichten. Und hier verschiebt sich wieder die Grenze der Verbolgbaren. ( Was ja bei mir seit Jahren schon ein Sonderforschungsbereich ist)

Ich habe aus Covid Gründen einen Job übernommen der anfangs nicht meiner war. Er kam die letzten Tage dann, nach vielem Hin und Her, zustande. Dass ich ihm bekam, war einer Schwangerschaft geschuldet, die ja unaufhörlich weiter geht egal ob da jemand erkrankt oder nicht. Er ging auch bis auf ein paar kleinere,sagen wir Unschönheiten, glatt.

Doch nebst dieser Herausforderung war ich dieser Tage ein wenig verschossen. Zeitlich hat es aber nicht geklappt dass wir uns näher kennenlernten und das kam so:

Er war mir schon vor längerer Zeit in einer Dating App aufgefallen. Hui! Wir chatteten auch ein paar wenige male hin und her. Er wohnt in einer Stadt in der ich vor etlichen Jahren mehrere Filme gedreht hatte, also sehr viel weiter weg… Nun ja, Fernbeziehungen hatte ich schon, das geht nur sehr bedingt für eine Weile gut. Dann sah ich sein Gesicht vor etwas über einem Monat auf einem Plakat einer Gay Party, die hier in Luxemburg dieses Wochenende stattfand. Es sollte dort auftreten. Ich fand sein Profil auf Insta und merkte dann erst, dass er weitaus bekannter ist. Ich hatte mich in einen Pornostar verguckt. Doch da ich weltoffen bin und nur selten versuche voreingenommen zu sein, schreckte mich das nicht ab. Im Gegenteil es machte mich nur neugieriger.

Diese Party sollte am Samstag sein, also am Tag vor der oben beschriebenen Premiere. Zudem hatte man die Generalprobe auf den gleichen Tag am Morgen geplant. Das kommt nur sehr selten vor, aber ungewöhnlich ist es nicht. Ich ging trotzdem zu Party, auch wenn das bedeuten würde, dass ich am Sonntag ein wenig in den Seilen hänge.

Es war ein schöner Abend, da ich sehr viele Jungs wieder sah, die ich schon lange nicht mehr gesehen hatte. Es war auch die Creme de la Creme der Fetischboys vertreten, alle in voller Montur, was immer für Aufsehen sorgt. Zudem bekam ich eine Einladung zu einer Hochzeit von einem Freund über die mich sehr freute weil er und sein Partner endlich, nach weit über 15 Jahren, endlich den Schritt wagen.

Ich aber habe den Herrn, in den ich verschossen war, aber nur einmal kurz von weitem gesehen. Seine Show begann erst weit nach Mitternacht. Und so kam es dass ich gegen 2 Uhr in der Früh den Heimweg antrat, ohne ihn näher kennengelernt zu haben.

Am Sonntagmorgen bekam ich dann auch prompt die Rechnung präsentiert, in Form von latenten Kopfschmerzen die den ganzen langen Tag über anhielten. Generalprobe und Premiere an einem Tag machten den Tag zusätzlich sehr lang.

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Am Montag hatte ich frei und ließ alles sehr langsam angehen. Ich ging ein wenig hinaus da schönes Wetter war, machte einen Abstecher in die Alte Heimat und fuhr über ein paar Umwege wieder heim.

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In Schweden gab es ein großes Benefizkonzert für die Ukraine. Dort trat auch Benny Anderson von ABBA auf mit der Ode To Freedom.

Drei Tage

Der Montag war gekrönt von Wackeligkeit. Ich hatte die Nacht über gründlich geschwitzt und ich fühlte mich wesentlich besser. Doch wenn ich fürs Wochenende fit sein sollte musste ich jetzt nicht zu sehr über die Stränge schlagen. Ich blieb zuhause kümmerte mich um Haushaltsdinge die schon länger anstanden.

Der Dienstag glich dem Montag wie ein Ei dem andern. Mit der Ausnahme, dass ich mich an Abend mit der A. auf einen Drink hinaus traute.

Blue war sehr sehr müde, wollte auf den Arm und schlief auch ziemlich schnell ein.

Am Mittwoch war ich soweit wieder hergestellt.
Am Morgen dann eine Runde über den Markt und eine heisse Schokolade mit der D. und dem B. im Torrino. Wetterbedingt war das genau das richtige.
Am Nachmittag war dann zum letzten Mal meine Putzhilfe da für die nächsten sechs bis acht Wochen. Sie wird sich einer OP unterziehen müssen die schon länger anstand aber wegen der Pandemie erst jetzt gemacht wird. Das bedeutet ich muss die nächsten Wochen selber ran.

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Ein wenig Ablenkung lieferte dieses Video von Julian Baumgartner. Bei seinen Restaurierungsarbeiten erfährt man immer recht wenig über die Besitzer und wo das Bild herkommt. In diesem Video haben sich die Besitzer bereit erklärt mit vor die Kamera zu kommen und ein paar Anekdoten über das Bild zu erzählen.

Aus dem Familienalbum 43

Der Sonntag war war vom Wetter her sehr erträglich, auch weil teilweise die Sonne schien, doch ich hatte mir von Tag davor eine leichte Erkältung eingehandelt, die natürlich sämtliche Alarmglocken zum klingeln brachte. Aber nach dem Schnelltest beruhigten sich diese wieder. Nix Virus.

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Darum mache ich heute etwas anderes. Die Überschrift verrät es bereits.

Man sagt ja heute immer dass es früher mehr Schnee gab. Ja, gab es. Solche Winter wie in diesem Foto (es steht kein Datum darauf, doch es war Mitte der 70er, denn meine Mutter hatte eine Citroen Ente) waren nichts ungewöhnliches.

An die Ente kann ich mich noch gut erinnern. Wenn Mutter uns zur Schule fuhr, (was nur dann vorkam wenn wir den Bus verpasst hatten) saßen mein Bruder und ich auf den Rücksitz und beteten dass er wegen der Kälte nicht ansprang. Es kam aber leider recht selten vor.

Schnee & Taubenfrage

Mit Ausnahme eines Mittagessens zusammen mit dem B. und ein paar Begegnungen in der Stadt von Menschen die ich schon lange nicht mehr gesehen hatte, hatte der Samstag nicht sehr viel zu bieten. Es war sehr kalt und es schneite so richtig am Morgen und den Tag krümmelte es vor sich hin, bei sehr unangenehmem Wind.

Im Renert können sie inzwischen wieder die Terrassen Stühle und Tische vor die Tür stellen denn die Steinquader sind alle verlegt, doch die Aussicht ist…

…nicht so schön.

Ich bleib weitgehend häuslich.

Eine Frage habe ich an die Runde, vor allem die Vogelkundler sind gefragt. Ich beobachte schon seit Tagen auf dem hinteren Balkon eine Taube mit einem recht ungewöhnlich Flugstil, den ich bei Tauben so noch nie gesehen habe. Sie ist Einzelgänger und fliegt immer allein. Für gewöhnlich fliegen Tauben recht zeilstrebig auf das nächste Ziel zu, doch diese hier, scheint eher durch die Luft zu flanieren. Sie fliegt ohne wirkliches Ziel, flattert hoch um dann in den Gleitflug überzugehen, setzt dann wieder zum flattern an um wenige Meter später wieder zu gleiten, immer im regelmäßigen Wechsel, so als ob sie wellenreiten würde. Es ist mir schon mehrfach aufgefallen und ich hatte versucht es abzufilmen was mir natürlich auf die Schnelle nie gelang.
Ist das ein normales Verhalten von Tauben, hat sie einen Flügelschaden oder amüsiert sie sich einfach nur?

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Ihr braucht ganz dringend gute Laune? Dann klickt euch durch den Twitterkanal von Damien Robitaille
Spreading joy through music.
Oh ja, das tut er!
Hier gibt es zwei schon mal zwei von mir handverlesene Tweets, doch er hat unzählige weitere davon zu bieten.

Ein Profi in Schusseligkeit

Ein Scheibe Bananaenbrot das ich gestern buk, zum Frühstück, getoastet mit Butter. Es hatte zwar Geschmack aber irgendwie schmeckte es mir dann doch nicht, weil ich es wahrscheinlich in der falschen Umgebung esse. Ich dachte dabei an Kängurus…

Gegen Mittag zusammen mit der D. in den Wëllem, der zur Zeit den wahrscheinlich leckersten Mittagstisch der Stadt anbietet.

Salsiccia in Tomatensauce auf Polenta mit Ratatouille und Linsen Gemüse.

Vegetarische Gyoza auf buntem Salat.

Und passierte mir wieder ein Schusselding.
Ich eilte von dort aus noch schnell zum Elektrogeschäft weil ich neue Wasserfilter und Entkalker brauchte. Ich habe so das Gefühl, dass der Kaffeevollautomat, das demnächst wieder lautstark einfordern wird und wollte dafür gewappnet sein. Als ich dann richtig in meine Tasche sah, war keine Geldbörse drin. Ich zahlte mit den iPhone.
Doch da ich das Auto mitgenommen hatte und in der Parkgarage zwar bargeldlos bezahlt werden kann, aber nicht kontaktlos, ging ich nochmal zurück zum Wëllem, doch die Geldbörse war nicht dort. Ich hatte sie mit ziemlicher Sicherheit nicht eingesteckt und im Wëllem hatte ich auch mit dem Handy bezahlt. Mist! Der Kellner gab mit ein paar Münzen Kleingeld, damit ich das Auto aus der Garage bekam. Ansonsten hätte ich den Bus nehmen müssen, heimfahren und wieder zurück kommen, damit ich die den Wagen aus der Garage bekäme. Ich nahm mir fest vor dem Kellner morgen ein fettes Trinkgeld vorbeizubringen.
Als ich ich dann zuhause war, strahlte mich die Geldbörse von Küchentisch aus an…

Ich werkelte den Rest des Nachmittags zuhause, wusch Wäsche und machte mich endlich daran das Bücherregal im Büro aus und umzuräumen. Die letzten Monate war dort so einiges verstaut worden, was definitiv nicht dorthin gehörte. Ich füllte damit einen ganzen Wäschkorb voll. Es hatte sich mehr als gelohnt.

Am Abend schaute ich mir zwei aufgezeichnete Folgen von Murdoch Mysteries an und lag früh im Bett.