Weltreise Tag 28: Von Adelhaide nach Melbourne

Ganz ehrlich Virgin Australia ist einer der coolsten und unaufgeregtesten Fluglinien die ich kenne. Die meisten Flüge habe ich mit ihnen, und bis jetzt hat alles wie am Schnürchen gklappt. De erste kleine Dämpfer ist jedoch die Fahrt per Taxi bis in die Innenstadt. 56 AUD ! Das ist nicht geschenkt. Melbourne ist nämlich um einiges größer als Adelhaide und dementsprechend länger ist die Fahrt.

Hatte ich schon mal erwähnt dass ich hier in Melbourne einer meiner ältesten Schulkameraden wohnt? Der H. wohnt seit über 20 Jahren hier. Wir hatten uns vrabredet. Große Wiedersehensfreude.

Er wohnt in Fitzroy, ein Viertel das noch aus vielen alten Häusern besteht und das der Hauptstraße, der Brunswick Street ein ganz bestimmten Charme gibt:

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Ein älteres Ehepaar das ich am Flughafen kennenlernte und ebenfalls nach Melbourne flog, erzählte mir dass die White Night stattfinden würde. Die ganze Stadt wäre die ganze Nacht auf den Beinen und es gäbe auf unzähligen Gebäuden Lichtinstallationen.

 

Letztes war übrigens das tollste was ich seit langem gesehen habe in diesem Genre.  Man hatte da Gefühl das Haus würde atmen.

Irgendwann konnte ich nicht mehr laufen und ich ging zurück ins Hotel.

Weltreise Tag 27: Botanische Garten & kleine Souvenirs

Ich stand beizeiten auf und ging zu Fuß los. Ich hatte auf der Karte gesehen dass der Botanische Garten gar nicht so weit entfernt ist vom Hotel ist; Luftlinie noch ungefähr 100 Meter weiter als der Zoo. Zudem lernt man eine Stadt immer besser kennen wenn man zu Fuß unterwegs ist.

Der Botanische Garten ist sehr schön. Ich habe ja schon so manche gesehen in all den Jahren.  An den von Singapur kommt er nicht heran, aber das muss es auch gar nicht. Hier ist es nicht Masse sondern Klasse.

Da wäre zum Beispiel das Santos Museum of Economic Botany, von denen es nur zwei weitere ähnliche auf der Welt gibt wobei das hier aber das schönste sein soll.

Es wurde 1881 angelgt.  Allein die Anzahl der Birnen und Äpfel ist unglaublich.

Wenn man in Australien, sei es in einem Park oder sonst wo ein Reisekrach zwischen Vögeln hört, dann sind es meist diese Gesellen hier:

Die selben Papageien die euch schon mal im Video gezeigt hatte.

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Da ich ja morgen wieder weiter reise, habe ich mir nochmal den Koffer vorgenommen, um ihn noch einmal gründlich zu durchforsten was ich wirklich brauche und was nicht. Beim letzten Flug von Cairns hierher wog er 19,1 Kilo, von 23 Kilo die ich mitschleppen darf. Es sind ja inzwischen schon 3 neue Kleidungsstücke hinzugekommen, es ist aber nur eines rausgeflogen. Ich werde ein altes schwarzes T-shirt hier lassen, dass auch von der Farbe her nicht mehr so ganz frisch aussieht.

So ganz ohne handfeste Erinnerungen geht es dann doch nicht. Da wären zum Beispiel diese hier:

Ich bekam jeden Abend eine kleine Papierrolle mit einer Bed Time Story, aufs Bett gelegt, als ich in Bali war. Da es jeden Abend eine andere war , habe ich sie gesammelt.

In Glenelg erwarb ich gestern in einer Buchhandlung, ein Brillenputztuch. Das letzte dass ich selbst kaufte, und nicht im Brillenladen gratis bekam, war übrigens auch in einer Buchhandlung in Trier.
Und dann wäre noch diese kleine Dose:

Luwak Kaffee aus Bali.

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Und das wars von Adelaide. Wenn ich noch ein oder zwei Tage mehr gehabt hätte, wäre ich gerne noch in Weinberge gefahren, oder nach Kangaroo Island.
Morgen geht es weiter nach Melbourne.

Weltreise Tag 26: Moseley Beach

Zwei Busstationen von meinem Hotel entfernt fährt die einzige Trambahn aus Adelhaide, die Glenelg Bahn. Sie verbindet den Zentrum mit dem Vorort Glenelg der direkt am Meer liegt.  Die Tram fährt bis wenige Meter vor den Strand zur Moseley Beach.

… und irgendwo da draußen ist der Südpol.

Ich wünschte das Foto oben könnte man riechen. Es roch so richtig nach Meer.

Der Steg der so weit ins Meer hinausführt, der weite große Strand. Es erinnerte mich sehr viel an die belgische Küste. Auch der Umstand dass es heute nicht sehr warm wurde. 21 Grad waren dann doch etwas frisch, zumal wenn man die letzten Tage um die 30 Grad gewöhnt war. Ich hatte keine Jacke mitgenommen und mir war etwas kühl.*

Glenelg sieht ein wenig aus wie ein Luftkurort und ich hätte mir gewünscht ich hätte in ein schönes kleines Restaurant einkehren können, doch leider gibt es nicht viel wirklich schöne Lokale. Die meisten sind Schnellrestaurants.

In einer hinteren Ecke fand ich dieses kleine Riesenrad, dem die Gondeln fehlten.

An einer Terasse hatte ich ein Birnen Cider.

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Zurück im Zentrum ging ich zum Hauptbahnhof der von außen sehr schön aussieht. ich fand keinen richtig schönen Winkel um ihn abzulichten. Dafür ist die Vorhalle der Kopfbahnhofes ein Blick (und ein Foto) wert.

 

*Ich weiß, ich jammere wegen 20 Grad plus, und ihr da drüben kämpft mit bis zu 10 Grad minus…

Weltreise Tag 25: Erste Erkundung in Adelhaide

Die gestrige Reise hat mich dann doch mehr geschlaucht als ich dachte. Zudem war es am Abend davor wieder ein neues Bett, ein neues Zimmer wenn auch sehr schön und geschmackvoll eingerichtet.

Da ich hier kein Frühstück bekomme, weil es ja Apartmentzimmer sind, musste ich dann gleich nach dem Einckecken nochmal los um ein bisschen was einzukaufen. Gleich um die Ecke befindet sich ein Supermarkt. Natürlich heißt es dann erst mal sich umsehen und mit all den seltsamen Namen klar kommen. Ich kaufte Kaffee, ein bisschen Cheddar, Butter (hier gibt es fast nur gesalzene Butter) Toastbrost und Orangensaft. Ich bin ja eh nur 4 Tage hier.

Ich habe eine Waschmaschine und ein Trockner im Bad , die ich sofort mit dem letzten Sachen aus Cairns noch belud.  Ich schlief spät ein und erwachte früh, fühlte mich aber so gerädert dass ich noch eine Weile liegen blieb. Zudem geht hier die Sonne viel später auf, wegen der geographischen Verschiebung zur Westseite und weil es dann doch noch ein halbe Stunde früher ist als davor, ich schon östlicher war.

Dieses mal nahm ich mir eine Metrokarte mit der man alle öffentlichen Verkehrsmittel nehmen kann.

Geschenkt ist nicht sie kostet an sich schon 5 Dollar und dann muss man sie aufladen.  ICh fuhr mit dem Bus in Richtung Zentrum. dem mein Hotel liegt etwas außerhalb in North Aldelhaide. Ein sehr schöner Bezirk der aber immer noch zum Zentrum gehört.

Adelhaide

Wie man oben auf dem Plan sieht ist das ganze Zentrum von einem einzigen großen grünen Gürtel umgeben. Ich fuhr von North Adelhaide in den Elder Park der mir sofort ins „photographische“ Auge stach, und machte das Teddy Foto.

Im Hintergrund das Adelhaide Convention Center. Der Fluss ist der River Torrens.

Ich hatte vorab schon Cairns versuch ein Platz auf einem Schiff zu bekommen um die nah gelegene Kangaroo Island zu besuchen, doch das wäre mit einem riesigen Aufwand verbunden gewesen.

Ich wanderte vom Elder Park hinüber zum Zoo.

Der Zoo an sich ist sehr schön selbst wenn er nicht so viele Tiere aufweist wie andere Zoos in Europa. Interessant ist hier dass sie ein Großteil von Tieren zeigen die hier heimisch sind. Und wenn man die Vögel im Park hört, so hört sich das an wie ein überall im Australien.
Was mir am meisten imponierte war ein Gummibaum, so gewaltig, wie ich noch nie einen gesehen hatte.

Mit einem Durchmesser von weit über 8-9 Meter hätte ich gern gewusst wie alt er ist, es gab aber nirgendwo eine Erklärung.

Und dann sah einer meiner Lieblingsvögel. Der Kookaburra, oder auch lachender Hans genannt.

Hier verewigt man sich sich nicht in der Baumrinde sondern im Bambus.

Weltreise Tag 24: Von Cairns nach Adelhaide

Adelhaide

…über Brisbane.

Heute wird es nicht viele Fotos geben, denn es war ein Flugzeugtag. Ich musste einmal in Brisbane umsteigen, was aber kein Problem war. Zwischenzeitlich sah ich, dass es auch einen Direktflug gegeben hätte, doch er war von einer Billigfluggesellschaft, auf den die Agentur wahrscheinlich kein Zugriff hatte.

Darum gibt es heute noch ein paar Random News, die mir heute und gestern auffielen.

Heute ist der zehnte Geburtstag, der ersten offiziellen Entschuldigung der australischen Regierung und seines damaligen Premierministers, für das was man den Aboriginies alles angetan hat. Wer historisch ein bisschen fit ist, weiß dass man die Ureinwohner Australiens, vor allem die Kinder versucht hat in Internaten und durch Adoptionen zu „zivilisierten“ Menschen umzuerziehen, in dem man sie den Ursprungsfamilien einfach wegnahm.
Die interessanteste Frage war natürlich was ist seitdem alles passiert.
Da war die Rede von einer finanziellen Entschädigung und von einem Entschädungnsfond der dafür angelegt werden sollte / soll.
Die Reportage zeigte dass sich das alles sehr schleppend weiterbewegt und noch nicht sehr viel passiert ist.

Ich könnte in diesem Zusammenhang auch noch die kleine Begebenheit erzählen, die sich gestern Abend ereignete, bevor ich zurück ins Hotel ging. Ich ging ein letztes Mal über die Esplanade am Meer vorbei und plötzlich sprach man mich von der Seite an. ‚Hey Uncle… hey Uncle, please.‘ Es waren ein paar Aborignies die nach Münzen fragten.
„Also betteln sie doch“,dachte ich.
Es erinnerte mich an die zahllosen Rumänier die in Luxemburg auf den Straßen herum sitzen und das Betteln zu ihrem Job gemacht haben.
Doch ist hier ist die Situation eine andere und würde gerne verstehen warum.

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Am Flughafen hatte ich ein anregende Unterhaltung mit zwei Verkäuferinnen aus einem Sonnenbrillenladen. Beide fragten mich wie ich Cairns denn so gefunden hätte. Das war eine gute Frage, denn sie brachte mich zum Nachdenken.
Cairns ist eine Touristenstadt. Es fiel mir vor allem die letzten drei Tage auf, dass ich sehr viel Deutsch und sehr viel Französisch hörte, sei es auf Terrassen der Restaurants oder auf der Straße. Gibt es in Deutschland oder Frankreich einen Trend während der Semesterferien im Winter nach Down Under zu verduften? Ich habe so viele sehr junge Deutsche mit Rucksack gesehen.
Das bestätigte mir auch eine junge Frau die neben mir im Flieger von Cairns nach Brisbane saß. Sie meinte, dass Ort für sie absolut furchtbar gewesen sei, denn er wäre so voller deutscher Studenten gewesen, dass sie genau so gut hätte zu hause bleiben können.

Zudem fehlt es Cairns ein wenig an kultureller Identität . Es wird viel für Gäste getan, aber für die Leute die hier wohnen… Ich habe kein Kino gesehen, kein Theater.
Vielleicht reichen die paar Tage auch einfach nicht, sich wirklich näher damit zu beschäftigen.

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Ach ja, für euch da drüben in Europa: wir waren 9 Stunden auseinander, jetzt sind es 9 ½ obwohl ich geografisch wieder näher bin. Warum das so ist, zeigt folgende Zeitzonen Karte. Im Winter ist geht alles mit rechten Dingen zu doch im Sommer drehen alle Regionen an den Uhren wie es ihnen passt. Sehr seltsam.

Die Ankunft in Adelhaide war extrem unspektakulär ich bekam sofort ein Taxi. Auch das Einchecken in das Apparthotel, das mir ein wenig Sorgen machte, denn es ist nicht mit Personal besetzt. Es erinnerte mich an das katastrophale Einchecksystem in Barcelona das überhaupt nicht funktionierte.
Hier wurde ich am Eingang gebeten den Hörer eines Telefons abzunehmen es würde sich sofort jemand vom Majestic Hotel melden, was auch der Fall war. Wir handelten alle Formalitäten über Telefon ab und ich erhielt meinen Schlüssel über einen Code den ich in einen Safekoffer vor der Tür eingab. Der Schlüssel purzelte dann unten heraus. Das alles war binnen zwei Minuten erledigt.

Und morgen gibt es wie gehabt die erste Erkundung und das obligate Teddy Foto aus Adelhaide. Ich freue mich darauf 🙂

Weltreise Tag 23 : Ein Rundflug und Random News


Als ich heute  morgen erwachte schaute ich ein wenig australisches Frühstücksfernsehen. In Brisbane wo ich letzte Woche war, wüteten schwere Donnerwetter und über 135.000 Wohnungen waren ohne Strom.

Brisbane storms: More wild, hot weather expected to hit south-east Queensland

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Apropos australisches Fernsehen: Es gibt in einem der Werbesender auch dieses unsägliche Dschungelcamp. Doch für Australien wäre es seltsam seine Stars in ein hauseigenes Camp zu schicken. Deshalb gibt es für die australischen B- und C-Promis ein Camp in Afrika im Kruger National Parc.  Und bei einer kleinen Recherche fand ich noch mehrere Camps über die ganz Welt verstreut.

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Ich habe den Cap der 3 Wochen Urlaub überschritten. Es sind jetzt offiziell die längsten Ferien die ich je gemacht habe. Ich vermisse nichts von zu hause. Zumal wenn ich jeden Tag in der Wetter App lese, dass es schweinekalt ist in Luxemburg. Was mir wahrscheinlich am ehesten fehlen wird sind gewisse Lebensmittel. Vor ein paar Tagen z.B. las  ich von einem hausgemachten Kartoffelsalat mit frischen Würstchen bei der Kaltmamsell und hatte plötzlich unbändige Lust darauf.

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Als ich im Vivali speiste, machte ich dieses Foto. Ich versuchte diese großen ‚Vögel‘ abzulichten. Von der Größe her kommen sie an Habichte oder sehr große Raben heran.

Es sind Fledermäuse die zu tausenden hinüber in die Berge fliegen.

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Ich hatte einen Rundflug über das Riff gebucht. Eines gleich vorweg, das Gefühl aus dem Film ‚Out of Africa‘ stellte sich nicht ein. Aber es war trotzdem sehr beeindruckend.

Rundflug

Da flogen wir knappe 150 Meter über dem Meer- Ich habe nichts an den Farben verändert! Es sieht wirklich so aus.

Noch einmal ich habe wirklich nicht an der Schraube gedreht. Es sieht dort wo die Riffe sind, tatsächlich so aus. Was mich auch sehr beeindruckte, war die gewaltige Größe des Riff. Ich sah ja hier ein winzigen Bruchteil davon, denn es ist über 1000 km groß.

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So meine Damen und Herren.
Das war es von Cairns.
Morgen fliege ich weiter nach Adelhaide.

Weltreise Tag 22: Fitzroy Island

Was für ein fabelhafter Tag!

In Bildern mit ein bisschen Text.

Ich hatte eine Tour gebucht zur Fitzroy Island.

Es ging hinaus aufs Meer das sehr ruhig war.

Diese kleinen Leuchtürme waren vom Hafen Cairns  bis ins weit ins Meer hinein zu sehen. Es sah ein wenig wie eine Straße im Meer aus.

Ein Joël im Fahrtwind.

Dieses Blau und Aquamarin! Ich habe fliegende Fische gesehen! Das müsst ihr mir jetzt einfach glauben.

Fitzroy

Vor uns Firtzroy Island und links daneben Mini Fitzroy. (heißt tatsächlich so)

Fitzroy liegt etwa 50 Minuten von Cairns mit den Ferry entfernt. Man hatte mir mehrfach vorab gesagt ich müßte mir unbedingt Nudey Beach ansehen. Es soll einer der der schönst Strände Australiens sein.

Und als ich dann ein kleines Stück durch den Wald ging bot sich dieses Bild vom Strand.

Der Sand besteht nicht aus Muschelkalk sondern aus versteinerten abgestorbenen Korallen. Das ist wahrscheinlich die Grund warum er so weiß ist. Der Sand ist so samtig weich wie ich ihn noch nie unter den Füßen gespürt habe. Fast wie Puder.

Auf dem Weg zurück ging es über eine kleine Brücke die einen Gebirgsbach überquerte…

…so voll mit Fischen die sich nicht einmal bewegten wenn über ihnen ein Kopf über die Brücke schaute.

Leider bekam ich keinen Platz mehr für die Tour durch die Schildkröten Klinik, die sich um verletzte Tiere kümmern. Das ist schade, denn ich hätte gern die Schulkröten von hier gesehen.

Ein  entspannter Joël.

Zurück ging es im Speed Boot, das wesentlich lustiger war als der Ferry.

Die weißen Flecken im Hügel sind Wasserfälle, die sich in der Sonne spiegeln.

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Am Abend ging ich ins Vivaldi, das durch die Bank weg gut Kritiken bekam. Und ich sollte nicht enttäuscht werden.

Los ging es mit einem sehr leckeren Espresso Martini:

…gefolgt von einem Salat mit dünnen Scheiben von der Entenbrust mit Ingwer und und einer Teriaky Vinegette. Anschließend gab es das perfekte Angus Beef mit zwei verschiedenen Pürees. Dazu ein Chardonnay aus den Adelaide Hills.

Weltreise Tag 21: Ein kleiner Spaziergang

Es schmeichelt mir schon dass so viele anrufen. Heute Morgen waren es z.B. der P und der F. die anriefen. Zwei von den Unverbesserlichen, die nicht in mein Blog schauen.

Da gestern zum vergessen war, dachte dass ich heute doch noch ein wenig durch den Ort wandern sollte und euch ein paar Dinge zeigen, die so ganz anders sind als in Europa.

So sieht Bucht von Cairns von der anderen Seite aus

Spaziergang

 

So sieht hier ein normaler Bürgersteig aus, ein gutes Stück breiter mit viel Grün links und rechts. Überhaupt sind die Straßen auch um einiges breiter und man fährt auf der linken Seite, (was mich bei meiner Links/Rechts Schwäche immer wieder auf die Probe stellt)

So sieht ein klassisches mehrstöckiges Wohnhaus aus. Die Mieten werden hier nicht nach Monat berechnet sondern nach Wochen. Wenn eine Wohnung hier in Cairns 345 australische Dollar pro Woche kostet dann ist das im Vergleich relativ günstig. (345 AUD = 220 EUR) Das wäre der Preis für eine kleine Wohnung mir 2 Zimmer. Kein Vergleich zu Sydney!
In Sydney bezahlt man bis zu 600 AUD pro Woche als Student für ein Zimmer in einer WG.

Ich besichtigte das Cairns Aquarium:

Machen wir uns nichts vor. Ich werde zwar morgen das Great Barrier Reef besichtigen, aber ich werde nicht nach Fischen tauchen oder schnorcheln. Schnorcheln könnte ich noch, das habe ich auch schon getan, aber den Tauchschein habe ich nicht. Doch so nah und so schön wie man die Fische hier zu sehen bekommt, wird es wahrscheinlich im Riff nicht gehen.
Das erste Foto zeigt ein kleines Krokodil von ungefähr 30 cm. So groß sind sie am Strand, wo ich vor zwei Tagen unbeschwert durch den Sand ging bevor ich das Warnschild sah.

 

Das ist eines der Wahrzeichen von Cairns. Diese großen Metallfische in dem großen Schwimmbecken, gleich neben den Pier. Ich habe die Fische vorab schon mehrfach auf Postkarten gesehen. Das Schwimmbecken steht übrigens jedem kostenfrei zu Verfügung und ist an Tagen an denen die Temperatur hier auf 38-39 Grad steigt, überlebenswichtig.

Ich hatte, nicht weit vom Aquarium entfernt die Gelateria entdeckt, zugepflastert mit Tripadvisor Zertifikaten. Von 2011 bis 2017 jedes Jahr ein Zertifikat for Exellence. Da ich eh Lust auf ein Eis hatte, kaufte ich mir eins. Vanille und salted Caramel. Nun weiß ich dass gesalzenes Karamell als Eis sehr schwer herzustellen ist. (Der Grund ist offensichtlich, oder? Eis…Salz?) Es schmeckte gut. Das Vanille Eis jedoch war ok, aber mehr auch nicht.

Kein fünf oder sechs Häuser weiter war ein weiterer Eisstand genauso zugeklebt mit Tripadvisor Zertifikaten. Das kann doch irgendwie nicht stimmen, oder ?
Da erinnerte ich mich an eine Reportage über den Versuch ein Restaurant bei Tripadvisor auf Platz 1. steigen zu lassen ohne dass es wirklich existiert.

Weltreise Tag 20: Wirre Träume & Bauchschmerzen

Großes Erschrecken. Ich war beim Aufstehen der festen Überzeugung, dass es Donnerstag wäre. Nein heute ist Freitag! Es hat hauptsächlich damit zu tun, dass ich für das Wochenende ein paar aufregende  Sachen gebucht habe.

Ich bin euch noch das Restaurant vom Hotel schuldig. Als ich hier ankam, hatte ich eine Art Flashback, wusste aber im ersten Moment nicht warum. Erst als der sehr freundliche Herr an der Rezeption mich darauf aufmerksam machte fiel es mir auf. Das ganze Hotel ist sehr balinesisch gestaltet.

Träume

Und auf den Foto oben erkennt man, dass hier versucht wurde ein balinesischen Garten nachzubauen.

Ich aß also gestern mal wieder Balinesiche Küche.

Sate kacang

Es war sehr gut allerdings waren die Portionen auf australische Mägen ausgerichtet. Und ich versuche ja alles in moderateren Portionen zu essen, doch ich aß hier prompt zu viel.

Ich schlief dementsprechend schlecht und hatte Mühe einzuschlafen.  Ich träumte auch sehr wirres Zeug, von dem ich jetzt noch immer nicht weiß was ich davon halten soll. Meine Innenarchitektin hatte ein Party in meiner Wohnung geschmissen und als ich nachhause kam fand ich meine Uhr die ich zur ersten Kommunion bekommen hatte, in der Kloschüssel wieder. Ich weiß nur dass ich stinksauer war, und dann irgendwann erwachte…

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Ich fühlte mich heute morgen jedoch erstaunlich fit. Ich beschloss den Morgen jedoch im Hotel zu verbringen. Zum einen waren ein paar Mails die auf eine Antwort warteten, und ich musste dringend eine Ladung Wäsche machen.

Am Frühstückstisch begann ich dann einen Fehler, der mir den Rest des Tages vermieste. Ich hatte mir ein sehr kleine Schüssel Müsli genommen mit ein bisschen Melone. Und anstatt genau hinzusehen was ich mir auf das Müsli schütte, schüttete ich Joghurt darauf. Für gewöhnlich steht sonst auf vielen Buffets immer auch Quark, den ich bedenkenlos essen kann. Doch Joghurt geht gar nicht.  Als ich dann zurück auf mein Zimmer ging, fingen die Krämpfe an und da musste ich dann durch.

Irgendwann gegen 13:00 wurde es mir dann zu bunt und ich schaute in meine Notfallschachtel. Ich nahm etwas kontra Verstopfung/ pro Durchfall. (ich habe auch etwas das genau andersherum wirkt.) Das half dann einigermaßen weil es Platz schaffte. Doch mir nach wie vor nicht sehr wohl und ich beschloss zu schlafen.

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Am Abend ging ich dann doch noch einmal durch Cairns spazieren weil ich so gar nicht raus gekommen war. Es war wunderschönes Wetter, doch als ich zurück ging zogen Wolken auf und wurde klatschnass.

Weltreise Tag 19: Cairns – Erste Erkundung

Ich habe so das Gefühl dass ich Cairns sehr lieben werde. Cairns spricht man übrigens aus als ob es kein i und r hätte, und das a ein ä wäre. ‚Cähns‘.

Erste Buchungen für „Cähns“ habe ich bereits getroffen zwecks größeren Unternehmungen, doch dazu mehr am Ende der dieser Woche.

Dreimal mit Luxemburg telefoniert. Einmal mit der N. die sich ja um meine Post kümmert. Dann mit der A. die das Wetter in Luxemburg als eine reine Zumutung empfindet. (Ich will gar nicht wissen in welch tiefem Loch ich stecken würde, wenn ich jetzt dort wäre) Und dann mit Fabrice telefoniert, der mich vermisst. *Awwww*

Hier also die erste Fototour: (sonst habt ihr, meine geschätzten Leser, ja nichts zum Gucken, gell?)

Gestern Abend als ich im Hotel eingecheckt hatte, hatte ich einen Riesenhunger. Das Essen im Zug war zwar wirklich gut, doch es waren mikroskopisch kleine Portionen, so wie einem Flieger.

Also wanderte ich vom Hotel aus, das ein wenig außerhalb des Zentrums liegt, in die Richtung in der ich alle Restaurants vermutete. Und ich vermutete richtig.
Das erste Restaurant schien mir irgendwie das Beste.

Splash ist ein Fisch Restaurant und das schien mir hier am Meer mehr als angemessen.

Die Vorspeise: in Filoteig eingewickelte große Garnele mit frischen Kräutern miteingewickelt im Teig.
Der Hauptgang: Mahi Mahi* in einer Kruste von Macadamia Nüssen auf Süßkartoffelpüree und frischem Pak Choi.
*Mahi Mahi ist ein Fisch den man eher in der Gegend findet. Auch noch bekannt als große Goldmakrele. Wie groß, seht man hier.

Auf dem oberen Bild seht ihr ebenfalls die Zeitung von Cairns, Die Cairns Post.  Darin fand eine ziemlich seltsame Werbung:

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Mein Blick vom Zimmer aus hinunter in den Patio des Hotels mit Teddy:

Duschen, Anziehen, Frühstück (das hier leider nicht so toll ist) und los.

Diese Selfies werden mit der Zeit ein bisschen langweilig. weil ich nicht viel Klamotten mit habe und es immer wieder die gleichen T-shirts und Shorts sein werden.

Cairns erinnert mich ein wenig an Cannes mit seiner Croisette, die man hier Esplanade nennt.

Cairns

Der Himmel war auch, wie gestern, leider mehr als durchwachsen.

Es wurde langsam Zeit zum Friseur zu gehen. Ich hatte schon mit der Idee gespielt in Brisbane zu gehen. Also machte ich mich auf die Suche nach einem Barber. Ich fand einen der in einem Bekleidungsgeschäft untergebracht war. Store in Store Konzept. Es gibt leider nur eine FB Seite.

Das Resultat sieht so aus:

Den Bart hab ich dann später im Hotel nachgeschnitten.

Ein Kaffee Laden in den ich schon regelmäßig in Brisbane ging ist der Coffee Club. Wenn schon eine Kette dann wenigstens eine Einheimische.Die haben übrigens ein paar Kuchensorten, die ich UN-BE-DINGT zuhause nachbacken MUSS.

Ich wanderte weiter über die Esplande auf der ich gestern schon kurz gewesen war. Ich ging an den Strand einfach nur um endlich im Sand laufen zu können. Doch war ich der einzige der das tat. Gern wäre ich ins Meer gesprungen doch ich hatte mein Schwimmzeug nicht dabei. Heute als ich an einer gewissen Stelle vorbei ging sah ich folgendes Schild und danach wusste ich warum niemand im Wasser war:

Ich musste unweigerlich lachen. Mit Krokodilen schwimmen ist nicht so mein Ding…

Stattdessen möchte ich euch etwas anderes zeigen, das mich schwer überzeugt hat.

Diese kleinen Häuschen sind auf der ganzen Esplanade verteilt. Zu Anfang dachte ich, „Wow was für tolle Häuschen, alle mit Namen, und das nur für den Abfall getrennt wegzuwerfen!“

Doch als ich näher kam sah und las ich das hier:

Die Stadt Cairns stellt extra Grillplätze zur öffentlich Verfügung und zur gratis Nutzung. Man ist nur gebeten die Grillplatte so sauber zu hinterlassen wie man sie vorgefunden hat. Ich finde das ein richtig gute Idee die stellenweise auch in Europa in vielen öffentlichen Parks so umgesetzt werden könnte, damit nicht jeder seinen Holzkohlegrill mitschleppen muss und die Luft wird durch den Rauch auch weniger verpestet.

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Abends speiste ich im Restaurant in meinem Hotel, doch darüber schreibe ich morgen, denn das war ein kleines Falshback.

Weltreise Tag 18: Kleiner Nachtrag

Nach 24 Stunden kam ich dann endlich in Cairns an und war völlig geschafft. Versteht mich nicht falsch. Es ist nicht so dass ich das Abenteuer mit dem Zug bereue. Im Gegenteil. Wenn ich es nicht versucht hätte, hätte es immer noch den Mythos eines Orient Express Fahrt, die es sicherlich noch gibt, doch dann unbezahlbar sind. Die Zugbegleiterin Jen die von Anfang bis Ende dabei war, war sehr zuvorkommend und kümmerte sich um alle mit absoluter Hingabe. Sie organisierte sogar am Ende noch für verschiedene Gäste, ein Taxi noch aus dem Zug heraus, damit sie sicher im Hotel landen. Mich fragte sie auch, doch ich hatte keine Lust schon wieder gefahren zu werden und wollte laufen. Es waren ganze 20 Minuten zu gehen und es tat sehr gut sich nach so langen Stillstand, sich wieder zu bewegen.

Ich checkte im Hotel, das Bay Village Tropical Retreat ein, und suchte mir für den Abend ein richtig tolles Restaurant, Doch davon morgen mehr.

Weltreise Tag 17/18: Von Brisbane nach Cairns mit dem Zug

Wie schon davor angekündigt, nicht mit dem Flieger, das wäre ein Klacks, sondern mit dem Zug. 1680 km in 24 Stunden.

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Meine längste Zugfahrt hatte ich mit 18 Jahren, von Luxemburg nach Wien. Es waren 12 oder 13 Stunden. Ich fuhr zweiter Klasse und es war kein Schlafabteil. Ich kam sehr gerädert am Morgen in Wien an, doch es war egal. Es waren meine allerersten Ferien alleine ohne Aufsicht und das volle drei Wochen lang. Da es eine der ersten so langen Zugfahrten war, kann ich mich sogar noch an kleine Details erinnern. In meinem Abteil saßen zwei Damen und ich. Die eine stieg in Frankfurt aus, die andere etwas ältere fuhr mit bis nach Wien. Seltsam dass man solche Begegnungen nicht vergisst.
Sogar an die Rückreise habe ich noch vage Erinnerungen. Sie war zum Glück nicht die ganze Nacht durch, sondern tagsüber.

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Ich hatte schon  im Posting davor ein paar Links eingestellt, über den Spirit of Queensland Zug mit dem ich reise.

In Brisbane gab ich meinen Koffer ab und er wurde in einem extra Wagon verstaut.

Ich reiste erster Klasse. Ich hatte ein Einzelsitz der jede erdenkliche Schikane hat, wie in einer Business Klasse im Flugzeug. Vor mir ein Fernseher mit Filmen und Musik. Es gibt Abendessen, Frühstück und Mittagessen.

 


Ihr wisst schon das obligate Foto. Als ich ihn am Morgen in den Rucksack verstaute musste ich an Mr. Bean denken, der auch immer einen Teddy dabei hatte. Ich bin wahrscheinlich nicht so lustig.

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Ach ja!
Eines muss ich jetzt mal ganz klar stellen. Die Australier sind SEHR freundlich und SEHR zuvorkommend. Ich bin noch in keinem Restaurant, in keinem Geschäft, oder im Hotel, nicht einmal bei der Zollkontrolle bei der Einreise schlecht empfangen oder unfreundlich begrüßt worden.

Zwischendurch kommt und geht das Netz. Wahrscheinlich hängt es mit der Bevölkerungsdichte der einzelnen Gebiete ab durch die wir fahren.

Zwischenzeitlich habe ich versucht ein bisschen was von der Natur zu fotografieren, doch es ist nicht so einfach, Zumal ich einerseits glaubte, dass wir näher am Meer vorbeifahren würden. Aber wir fahren dann doch mehr durchs Hinterland.
Die Bodenbeschaffenheit fiel mir jetzt schon dreimal auf. Kurz hinter Brisbane, war sie rot wie ich sie nur aus dem Süden von Luxemburg kenne, nur noch eine Spur blutroter. Wir fuhren an einem Feld vorbei das teilweise frisch gepflügt war.
Später sah die sie grau aus.
Und ein paar Stunden später wieder fast weiß.

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Die N. schickte mir zwischendurch einen kurzen Bericht was sich so alles in meinem Briefkasten in Luxemburg befindet. Ich habe das extra so eingerichtet, dass ich im Notfall eine Überweisung von hier aus machen kann.

Es wird ungewöhnlich früh dunkel hier. Gegen 19:00 Uhr ist es fast komplett dunkel. Dafür wird es morgens kurz nach 5:00 Uhr schon hell.

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Inzwischen habe ich die Nacht hinter mir und es ist morgens kurz nach 6:00 Die Sonne ist seit einer guten dreiviertel Stunde schon draußen. Aber das Wetter ist nicht so toll. Es hat die letzten beiden Tage massiv geregnet. Das Bett das sich aus diesem großen Klappsessel heraus schält ist außergewöhnlich komfortabel.  Doch da die Gleise hier nicht so „gerade“ sind und die Gleisspur auch schmaler ist, als bei uns, ruckelt und wackelt der Zug wesentlich mehr als bei uns.
Das war jetzt mal was anderes als mit den Flieger und man lernt sehr unterschiedliche Leute kennen, doch ein zweites Mal muss ich eine solche Fahrt nicht haben. Ich habe höchstens zwei Stunden geschlafen. Zudem sind fast 24 Stunden (nein halt, es war noch eine halbe Stunde mehr!) einfach zu viel.

Landschaftlich hat es sich auf diesen 1600 Kilometern nicht wirklich verändert, außer kleine Stelle mit der Bodenbeschaffenheit. Ansonsten ist es hier sehr grün, was ich nicht erwartet hätte. Ich hatte es mir trockener vorgestellt.

So und das war jetzt vorerst mal das was es über die 24 Stunden Zug zu berichten gab. Über das Hotel und die Stadt berichte ich morgen.

Weltreise Tag 16: Letzter Tag in Brisbane

So ganz stimmt es nicht. Morgen werde ich noch halben Tag hier sein. Danach geht es mit dem Zug nach Cairns.

Tag

Heute an meinem letzten Tag ließ ich es gemütlich angehen. Ich war, wie gewöhnlich, sehr früh wach. Ich frühstückte zeitig bevor die ich mich wieder mit einer mehreren japanischen Schulklassen den Saal teilen muss. Vorgestern hätte ich deswegen fast die Beherrschung verloren.

Da ich schon gleich am ersten Tag, die, nennen wir sie mal ‚Brisbaner Muesums- und Kulturmeile‘ entdeckt hatte, beschloss ich heute mich dort umzusehen und was man hier alles so an Kunst ausstellt.

Es gibt 3 Museen gleich nebeneinander. Die Gallery of Modern Art (GOMA) , die Queensland Art Gallery und das Queensland Museum. Die drei Museen teilen sich eine Homepage. Ich hatte mich für die Gallery of Modern Art entschieden und, wenn dann noch Platz im Kopf ist, ein weiteres Museum.

Zu meiner großen Überraschung ist der Eintritt zu allem Museen frei. Sogar die obligate Abgabe meiner Tasche kostete nichts.

Enttäuscht musste ich dann feststellen, dass ich die Ausstellung von Gerhard Richter um EINEN Tag verpasst hatte. EINEN Tag! Ich konnte nur noch zusehen wie die Buchstaben am Eingang der Saales abgenommen wurden. Nicht mal einen Katalog gab es noch!

 

Sehr spannend hingegen war die Ausstellung und Retrospektive der japanischen Künstlerin die Yayomi Kusama.
Ganz toll fand ich die Werke mit ihren ‚Infinite Dots‘. Manches war manchmal spannender als Foto zu sehen als in der Wirklichkeit.

Das ist eine Box die mit Spiegeln und die Decke ist mit LED Lichter ausgekleidet, in die man hinein blicken kann. Wenn ihr genau hinschaut, seht ihr mich jeweils immer in der Mitte jedes Bildes mit dem iPhone vorm Gesicht. Diese vier Bilder entstanden übrigens im Sekundentakt, so schnell wechselt das Licht in der Box.

Auch die Venus von Milo als gemalte ‚Pixelisierung‘ war sehr interessant und gibt mehr auf den Foto her als in Wirklichkeit. …

Die Schlange vor dem Saal war ebenfalls eine Installation von Kusama. Ähnlich wie das was ich euch gezeigt habe mit den Spiegeln. Nur hier ist man mit drin eingeschlossen.

In den oberen Stockwerken war eine weitere Ausstellung zu sehen mit den Thema Limitless Horizon.
Sehr beeindruckt hat mich dort ein 12 Minuten Video von George Barber über eine Drohne. Sehr poetisch und sehr beängstigend.

Für den letzten Abend hatte ich noch einmal das Jimmy’s ausgesucht. Ich hatte Ente die sehr gut war.

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Da das Jimmy’s mitten in der Fußgängerzone liegt, bekommt man alles mit was rundherum vor sich geht.

Plötzlich war eine sehr laute Ansage zu hören, die ich akustisch aber nicht ganz verstand. Ich fragte die Frau am Nachbartisch, die es ebenfalls mitbekommen hatte und ein wenig das Gesicht verzog. Sie erklärte mir dass, die Durchsage alle dran erinnern soll, dass es strengstens verboten ist in den Geschäftspassagen zu übernachten. Das hätte sie so in der Innenstadt auch noch nie gehört.

Für mich war das ganz neu, denn ich hatte bis jetzt nur sehr wenige Landstreicher gesehen, wenn überhaupt. Doch die Frau (die sich als Tracy vorstellte) meinte, dass es sehr wohl welche gäbe, aber man würde sie vor allem im Stadtkern, wo die meisten Touristen sind, nicht sehen. Und wenn würde man die meisten nicht als solches erkennen.

Das schien mir dann doch sehr seltsam. Ich hatte an den Abenden davor sehr wohl welche gesehen. Ich hatte sogar gestern (und das hatte meine Stimmung etwas bedrückt) den ersten Aborigines (also Ureinwohner Australiens) mit Plastiktüten in einer Ecke sitzen sehen. Allerdings haut dich niemand von ihnen für Geld an.
Tracy meinte, dass sie das von einem Aborigines nicht weiter wundere. Ich frage sie warum, aber sie konnte mir keine klare Antwort darauf geben. Ein wenig später verabschiedete sie sich dann auch. Ich nehme an, ihr war das Gespräch unangenehm geworden.

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Morgen werde ich also weiterfahren. Ich werde 1681 km mit Zug, dem Spitit of Queensland zurücklegen, in ganzen 24 Stunden. Es kann also durchaus sein, dass ich morgen kein Posting rausschicke.

Wir lesen uns in Cairns.

Weltreise Tag 15: Lone Pine Koala Sanctuary

Ich war wie gewöhnlich früh wach. Da ich gestern bei Jimmy at the Mall ein wenig übertrieben hatte, beschloss ich das Frühstück ausfallen zu lassen.

Ich brach bei Zeiten auf und ging hinunter zum Fluss. Um 10 Uhr sollte dort das Mirimar Schiff losfahren, das mich zum Lone Pine Koala Sanctuary fährt.

Das Wetter war wie angekündigt wesentlich besser. Die Fahrt sollte 75 Minuten dauern. Es war ein höchst interessante Fahrt weil wir unterwegs viele Geschichten vom Brisbane River erzählt bekamen. Manche gruselig und blutrünstig, andere Anekdoten sehr lustig.

Je mehr wir nach Süden fuhren je weiter kamen wir in die Vorstädte von Brisbane hinein und umso schicker und schöner wurden die Häuser, zumal am Ufer:

Das ist eines unter vielen. Es waren wesentlich prächtigere dabei, aber das hier wäre so das was ich mir wünschen würde.

Ich stieg bei der Koala Station aus. Es ist die älteste und größte Station Australiens. An die 160 Koalas leben zur Zeit hier. Und da es Sonntag war, war es ziemlich voll.

Als ich ankam hatte just eine Einführung begonnen und wir bekamen vieles über die kleinen Koalabären, (die ja gar keine Bären sind, sondern Beuteltiere) erklärt. So zum Beispiel, dass sie durch die Stationen, die über ganz Australien verstreut sind nicht mehr unbedingt durch das Wildern vom Aussterben bedroht sind, sondern durch ein Virus und den gewöhnlichen Haushund.
Koala bedeutet übrigens in der Sprache der Ureinwohner der Insel, ‚Der kein Wasser trinkt‘

 

Koala
Ihr Fell ist seidig weich und der Grund warum sie früher gejagt wurden.

Neben den Koalas gibt es noch eine Reihe anderer heimischer Tiere Australiens zu sehen.

Die Kängurus haben übrigens auch ein ganz seidiges Fell.

 

Ein verschlafener Wombat…

 

…und ein tasmanischer Teufel, der ebenfalls tief und fest schlief. Das ist die bedrohteste Art von allen Beuteltieren, da unter ihnen eine Virus umgeht von dem sie unheilbaren Krebsgeschwülste ums Maul bekommen und elend daran zugrunde gehen.

Dass ich (oben) einfach so ein Känguru streicheln und füttern kann, geht nur weil es eine Streicheltier Abteilung gibt. Hier ein Video von einem Emu der sich friedlich mit ein paar Papageien seine frisch aufgefüllte Futterstation teilt. Doch alle gehen sehr behutsam miteinander um. Ich war leider nicht schnell genug mit der Kamera, sonst hättet ihr noch eine Keilerei zwischen einer Taube und einem Papagei gesehen. Der wesentlich kleinere Papagei bugsierte die große Taube erfolgreich aus dem Trog.

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Für den Abend hatte ich ein Tisch bei Madame Wu bestellt. Ich lernte gestern eine Neuseeländerin kennen im Jimmy, die mir dieses, ihr Lieblingsrestaurant in Brisbane, sehr empfahl.  Also ging ich gleich los und suchte das Lokal.

Und ich sollte es auf keinen Fall bereuen! Es fast wie mein Annexe nur eben die australische Version.

Einer der Kellner machte ein Foto von mir mit der berühmten Story Brige im Hintergrund:

Als es dann dunkler wurde sah die Brücke so aus:

Bis auf die Vorspeise versäumte ich es komplett die Speisen abzulichten.

SMOKED OCEAN TROUT, FENNEL, GREEN CHILLI MAYONNAISE & WATERCRESS

Danach hatte ich Kalbsbäckchen auf eine sehr raffinierte japanische Art und Weise. Das Ganze mit verschiedenen australischen Weinen. Glückselig wanderte ich zurück ins Hotel.

Weltreise Tag 14: Brisbane im Regen

Bäh!
Brisbane im Regen ist wirklich nicht schön.

Was ich nicht wusste: hier sind die meisten Geschäfte am Samstag geschlossen. Auch das Reisebüro in dem ich den Voucher gegen einen Fahrschein auslösen muss, bevor ich nächste Woche mit dem Zug nach Cairns fahre. Aber zumindest weiß ich jetzt wo das Büro ist.

Es überrascht mich nicht wirklich dass man Jamie auch hier findet

 

Ich sollte vielleicht noch hinzufügen, nachdem ich gestern den Ibis zu einer Taube degradiert hatte, dass es auch „richtige“ Tauben gibt.

Ich wanderte heute weiter durch das Zentrum und ließ mich durch eine regnerische Stadt treiben, die an einem Samstag Morgen ziemlich menschenleer ist.

Man kann das hier übrigens tun, ohne viel auf eine Karte tu schauen, solange man einigermaßen weiß wie der Brisbane River läuft und auf welcher Seite man ist vom Fluss. Da er sich nämlich in einer dreifach S-Form durch die ganze Stadt schlängelt, begegnet man ihm immer wieder.

Brisbane im Regen

Die Stadt versucht übrigens mit einigem Erfolg alte und neue Gebäude nebeneinander bestehen zu lassen, was architektonisch ziemlich spannend ist.

 

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Und dann hat Brisbane etwas ziemlich tolles , nämlich den City Hopper und den CityCat. Das sind kleine ziemlich schnelle Boote die die Stadt von einem Ende zu anderen verbinden und das über den Fluss.

Als ich des Laufens ( oder mehr noch des Regens) überdrüssig war, suchte ich mir eine Stelle an der ich hinunter zum Fluss kam. Von dort aus ging ich dann bis zur nächsten Bootshaltestelle. Dann fonktionniert das ganze wie ein Bus. Alle 15-30 Minuten kommt ein kleiner Ferry vorbei und nimmt dich mit. Man muss nur aufpassen dass man in die richtige Richtung fährt.

Binnen 10 Minuten war ich am ‚North Quay‘ der am nächsten vom Hotel liegt.

Könnten wir bitte das auch in Luxemburg machen, bitte? Man könnte das Petrustal fluten. Nicht ganz aber so bis knapp zur Hälfte….

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Nachtrag: Morgen soll das Wetter besser werden. Und für morgen habe ich mir einen größeren Ausflug vorgenommen.

Weltreise Tag 13: Brisbane, erste Erkundung

Als ich gestern nach Mitternacht ankam sah ich „nichts“ von Brisbane und war froh, dass ich im Hotel ankam. Ich lud den vorgeschriebenen Post noch hoch und war ich leicht angefressen, dass ich dafür fast eine Stunde brachte. Das WLAN ist nicht das beste im Ibis Hotel.

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Ich erwachte früh. Die Wetter App hatte Regen vorausgesagt und leider hatte sie recht. So wie ich es auch schon in Singapur gemacht habe, erst mal einfach drauf los laufen und sehen wo man landet, ohne Plan.

Dabei merkte ich dass mein Hotel mitten in Zentrum liegt, gleich neben Brisbane River.

Es muss hier die letzten Tage etwas mehr geregnet haben denn am Ufer steht so einiges unter Wasser.

Ich begegnete ein paar für mich ungewöhnlichen Vögeln:

Da wäre zum Beispiel der Ibis, den man mit einer Taube bei uns vergleichen könnte. Er ist aber drei bis vier mal so groß.  Etwas weiter oben am Fluss, fand ich immer wieder Schilder dass man sie nicht füttern soll ( so wie bei uns die Tauben)

Dann wäre noch dieser Vogel der sehr einer Elster ähnelt nur größer.

Und dann gibt es den Gesellen hier, der frech wie ein Spatz herumwandert und den ich Mühe hatte vor die Linse zu bekommen.

Das Teddy Foto. Ich versuchte ein Stelle zu finden wo es nicht regnete. Ich fand dann diese Geländer gefährlich nah am Wasser.

Etwas weiter oben befindet sich ein kleiner Dschungelpark, wo man sich dann plötzlich nicht  so vorkommt als ob man mitten in einer Großstadt wäre.

Irgendwann fing es richtig zu schütten und ich ging zurück zum Hotel und legte mich noch einmal eine Stunde hin da ich die Nacht davor sehr wenig geschlafen hatte.

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Zwischendurch endlich die Internetverbindung zum Iphone freigeschaltet. Alles andere machte mich missmutig. Was bringt es einem Hotel eine irrsinnige teurere Installation einbauen zu lassen für Wifi im gesamten Hotel zu haben und dann ist die Verbindung so langsam, dass man verzweifelt.

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Am Abend ging ich dann auf der anderen Seite ein wenig durch die Innenstadt und fand ein Restaurant das ich wahrscheinlich so nicht ausgesucht hätte, doch sprach es mich an, weil es mitten in der Fußgängerzone liegt und irgendwie ein Insel darstellt.

Jimmy on the Mall ist in zwei geteilt.  Es gibt das sogenannte „untere Deck“ in der die Küche eher asiatisch ist und im oberen Stockwerk wo es die Küche eher westlich ist.

Ich hatte eines der besten nepalesischen Lamp Currys die ich je gegessen habe.

Ich denke ich werde morgen nochmal hingehen.

Weltreise Tag 12: Von Denpasar nach Brisbane

Brisbane

Ich musste unweigerlich grinsen, als mit diesem Text begann. Es ist bereits der dritte den ich im Flugzeug schreibe. Heute ist der elfte Tag von insgesamt 106. Ich hatte noch nie ausgerechnet wieviele Tage es tatsächlich sind. Die Idee kam mir als ich vorhin in den „Immigration Papers“ ausfüllen musste, u.a. die Anzahl der Tage ich in Australien bleibe.

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Gestern dachte ich noch dass es schon gut ist jeden Tag zu bloggen, denn wie schnell vergisst man Dinge…

So zum Beispiel dass es heute morgen in Bali schüttete wie aus Kübeln und das über Stunden. Seht ihr die gewaltigen Regentropfen aus den Foto oben? Es war so als ob man mir sagen wollte: „Joël, es reicht! Zieh weiter!“

Der Flug von Bali nach Brisbane dauert 5 Stunden und 45 min. Wir werden kurz vor Mitternacht laden. Und wenn es so geht wie Denpasar oder Singapur werde ich anderthalb Stunden* später im Hotel sein.

Ich bin sehr gespannt auf Australien.

*Und wir ich es vorausgesagt hatte, es waren gute anderthalb Stunden.

Ach ja, wir sind jetzt 9 Stunden auseinander. Davor waren es 6.

Weltreise Tag 11: Letzter Tag in Bali

Wir haben hier aktuell 29 Grad mit einer mittelmäßig hohen Luftfeuchtigkeit. Ich sitze in Shorts und T-shirt auf der Terrasse. Und das was ich (oben) in den heimischen Zeitungen lese, ist so weit weg und irgendwie nicht vorstellbar.

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Apropos Kleidung:

Dieses blaue Poloshirt mit Sternmuster wird den Rest seiner Tage in Bali verbringen. Ich habe mir ja ein neue knallrotes Shirt gekauft, also bleibt eines hier. So ist die Regel. (und während ich das schreibe, bin ich  im Kopf schon wieder am umdisponieren, ob ich nicht ein anderes schwarzes T-shirt hier lassen soll)

Am Nachmittag flog ein Insekt durch mein Zimmer, das etwas größer war als das was man in Luxemburg gewöhnt ist:

Es sah aus wir eine Wespe, war aber von der Größer das vier- bis fünffache einer Hornisse. Irgendwann hatte ich es dann mit Buch und Schuh zur Terrassentür hinausbugsiert.

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Der Aufenthalt in Bali war um genau 2 Tage zu lang. Ich hätte eigentlich schon gestern abreisen können. Es gäbe sicherlich noch verschiedene Dinge zu sehen, doch irgendwie ist jetzt auch gut, und ich habe das Bedürfnis den Kontinent zu wechseln.

Morgen werde ich also noch einmal 3 Zeitzonen überfliegen und erst sehr spät in Brisbane/ Australien ankommen.

Weltreise Tag 10: Die Rückseite der Medaille

Das erste was ich heute morgen las, war das Ergebnis der Goldenen Blogger. Ich machte ein riesigen Jauchtzer, als ich las dass die Kaltmamsell für das Beste Tagebuchblog gewählt wurde. Ich hatte die ganze Veranstaltung leider verschlafen wegen der Zeitverschiebung. Ich habe ihr Blog Vorspeisenplatte schon mehr als einmal erwähnt. Sie versorgt mich und die Welt täglich mit ihren Geschichten und interessanten Links. Zudem hat sie mich während einer Wandertour in Luxemburg besucht und ich war einmal bei ihr und ihrem Gatten in München. Und wir sehen uns alle Jahre wieder auf der re:publica.

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Es war ein seltsamer Tag. Ich hatte nicht wirklich was geplant und ging gestern mit dem Vorsatz ins Bett, dass sich schon irgendwas ergeben würde. Oder mir würde etwas einfallen.
Mir fiel nichts besseres ein als zum Stand zu wandern und mich dort im eine Liege zu legen und zu lesen. Das tat ich dann auch, maximal eingecremt. Irgendwann fiel es mir dann ein mir vielleicht doch noch eine Massage verpassen zu lassen. Diesmal vielleicht ein komplettes Bodyscrup. Gesagt, getan. Ich habe jetzt eine Haut wie ein Kinderpopo.

Die Bodysrup Massage habe ich vom gleichen Masseur wie vor ein paar Tagen für die andere Massage. Er meinte in seinem sehr gebrochenen Englisch, dass er auch private Massagen geben würde. Dabei strahlte er mich auf eine ganz bestimme Art an… Ich hatte sofort verstanden was er damit meinte. Er hatte mir das berühmte ‚Happy Ending‘ einer Massage angeboten.

Ich erklärte ihm dass ich ein ‚Husband‘ hätte und dem auch treu sei, was natürlich gelogen war. Er war hellauf begeistert, als ich ihm erklärte, dass man in Luxemburg als Mann einen Mann heiraten kann.  Und dann erklärte er mir wie schlimm es in Indonesein sei und man sehr gut aufpassen müsse. Er meinte dass man in Bali schon noch einen gewissen Spielraum hätte, doch man sei auf Gedeih und Verderb der Polizei ausgeliefert.
Er erzählte mir ,dass ein Freund von ihm mit Sack und Pack seine Familie verlassen musste, weil er an einer Sexparty teilgenommen hatte. Die Polizei hatte die Party ausgehoben (weil sie nicht ‚bezahlt‘ worden sei) und hatte ein Fernsehteam dabei. Diese Bilder gingen wochenlang über die Sender.  Er zeigte mir die Aufnahmen die immer noch auf YouTube zu finden sind.
Das ist die Rückseite der Medaille eines Paradieses dass eigentlich keines ist.

***

Für den Abend hatte ich mir einen Tisch im Baby Monkey bestellt. ( als ich nämlich gestern hin wollte, war alles voll) Ich aß ein fantastisches Mie Goreng.


Der Besitzer und seine Frau kennen mich inzwischen und ich werde sehr herzlich empfangen.

***

Gestern sah ich zum ersten mal die Sterne. Da Abend der Himmel meistens bedeckt ist, hatte ich noch keine gesehen. Und da ich mich ja hier nun auf südlichen Hemisphere befinde, gibt es hier Sterne zu sehen die ich noch nie gesehen habe, oder noch nie so hell und so hoch. Sirius zu Beispiel, den man auch bei uns sieht aber nicht so deutlich und so hoch am Himmel.

Ein Screenshot der App Redshift, die ziemlich genial ist. Man hält sie gen Himmel und sie zeigt an welcher Stern sich dort befindet, wie er heißt und wieviele Lichtjahre er entfernt ist.

Eine Meldung aus der Zeitung: Haftstrafe für Prügeleltern

Gestern hat mich eine Meldung aus dem wort.lu sehr zum Nachdenken gebracht hat.

Haftstrafe für Prügeleltern gefordert
Neun- und 17-jährige Söhne offenbar regelmäßig mit Gürtelschlägen gezüchtigt
Mehrmals in der Woche wurden zwei neun- und 17-jährige Jungen aus dem Süden des Landes von Mutter und Vater mit Gürtelschlägen gezüchtigt. Nun droht den Eltern eine Gefängnisstrafe.

Ich möchte weiter aus der Meldung zitieren:

… Und erst zögerlich und gegenüber der Polizei gab ein neunjähriger Junge zu, dass er genau wie sein inzwischen 17-jähriger Bruder von seinen Eltern mit Prügel bestraft werde: mit dem Gürtel auf Rücken, Gesäß und Oberschenkel und das alle zwei bis drei Tage…

Und weiter:

…Er wolle nicht, dass seine Eltern bestraft würden, sagte der Junge dem Polizisten unter Tränen, doch er wünsche sich sehr, dass die Schläge aufhören…

Warum der Junge es unter Tränen preisgibt und sich wünscht dass seine Eltern nicht bestraft werden würden, kann ich nachvollziehen. Ich steckte als neunjähriger in der gleichen Situation.

….Zudem hätten die Eltern sich bemüht, ihre Taten herunterzuspielen. So hatte der Vater gemeint, das seien keine wirklichen Schläge gewesen und wirklich regelmäßig habe man die Kinder auch nicht bestraft….

Ich habe überlegt ob mein Vater versucht hätte sich mit dem gleichen Spruch herauszureden.

…“Sie müssen lernen, zu erkennen was sie ihren Kindern tatsächlich antun“, hob die Anklägerin hervor. Deshalb forderte sie ein Haftstrafe von 12 Monaten und 18 Monaten für die Mutter, sowie eine Geldstrafe für beide…

Ich überlege was es mir gebracht hätte zu sehen, dass meine Eltern bestraft würden.  Hätte es den innerlichen Groll den ich heute noch habe, getilgt? Hätte es mich mit meinem Vater versöhnt? Ich weiß es nicht.
Es hätte mir zumindest als kleiner Junge gezeigt, dass mein Vater nicht die allumfassende ultimative große Gewalt ist. Es hätte ihm auch eine Seite gegeben, in der er hätte nachgeben müssen und Reue zeigen müssen. Er wäre endlich eine dreidimensionale Person geworden die Stärken und Schwächen hat. Er wäre menschlich geworden.

Doch er wurde es erst als es schon zu spät war.

Weltreise Tag 9: Stürmisches Wetter

Es ist 11:30 in Bali.
In Europa 2:30.
Ich bin grad sehr nervös, weil ich nicht auf den Server von Joel.lu komme. FB teilte mir just mit (weil ich den gestrigen Post dort verlinkt habe) dass er um 80% erfolgreicher ist als die verlinkten Posts davor. Das will nichts heißen, aber warum zeigt es dann hier ein ‚gateaway time-out‘ an?
Ich versuchte andere Seiten von denen ich weiß dass sie beim gleichen Provider wie ich gehostet sind. Die gehen alle einwandfrei.
„Ruhe, Joël immer mit der Ruhe!“
Letztendlich könnt ihr diesen Post hier lesen und es ist alles wieder in Ordnung.

***

Aber ich wollte eigentlich über ein anderes Restaurant schreiben. Die Beiträge schreibe ich für gewöhnlich abends fertig und lade sie hoch bevor ich zu Tische gehe. Denn nach dem Essen bin ich durch die Verdauung nicht mehr in der Verfassung noch einen gescheiten Satz zu tippen.
Darum dieser Nachtrag:

Das Malaika Restaurant befindet sich auch nur ein Katzensprung vom Hotel entfernt, hat hauptsächlich eine vegane Küche und sie organisieren Kochkurse. Es befindet sich ebenfalls unter den Top Ten von tripadvisor.

Ich hatte das Garden Sandwich das leider etwas fade ausfiel, und ein etwas seltsamem Cocktail aus allerlei Gewürzen, der sehr „gesund“ schmeckte aber nicht wirklich lecker war. Ich hätte doch eines von ihren Fleischgerichten probieren sollen.
Zudem war das Restaurant voll gepackt mit hippsterigen Damen (es war nebst mir nur ein anderer Herr zu Gast) Nicht dass ich mich fehl am Platze fühlte, aber alle benahmen sich so als ob immer herkämen und waren nur voller Lob für die Küche.
Ich las dann in der Menükarte den ganzen Wust an Text durch und es klang alles sehr geschwollen und besserwisserisch. Auch der Untertitel auf der Vorderseite des Menüs (das sich health & lifestile Magazine nennt) störte mich.
The „Secret“ Moksha Restaurant.

***

Ich beschloss heute morgen es dann noch einmal mit dem Strand zu versuchen. Der Sonnenbrand ist soweit weg, dank dem Aloe Vera Gel.  Doch bereits während dem Frühstück kündigte sich an dass es heute nicht so toll werden wird. Auch auf der Wetter App sah es nicht gut aus. Man hatte stürmisches Wetter vorausgesagt.

Ich beschloss einen kleinen Ausflug in einen völlig anderen Stadtteil zu machen, nämlich Kuta. Dort merkt man dann dass man in ein richtigen Stadt ist. Mit großen Werbeplakaten und Einkaufsgalerien. Ich fand sogar ein Ableger der französischen Kette Carrefour! Hier in meinem Stadtteil ist alles etwas ländlicher.

Ich lernte den X. kennen, ein Toningenieur aus Frankreich. Er verbringt seit Jahren jeden Winter in Asien. Zeitenweise arbeitet er hier als DJ, dann wieder als Stagemanager, dann wieder Toningenieur für Stars die auf Tournee sind.
Dann lernte ich auch die U. kennen, eine Studentin aus Norwegen, die seit 3 Semester in Australien studiert und ihre Winterferien hier verbringt, wie übrigens viele Australier. Sie gab mir ein paar interessante Tipps was ich mir unbedingt, wenn ich dort bin, noch ansehen soll.

Am Nachmittag zog sich der Himmel dann immer mehr zu und es stürmte immer heftiger. Ich setzte mich eine Weile auf die Terrasse die sehr windgeschützt ist und sah den Bäumen und Palmen zu wie sie sich im Wind bogen. Der Himmel sah trist aus.

Stürmisches Wetter

Plötzlich krachte es! Es war ein gewaltiger Ast von einem Baum Nachbargrundstück abgebrochen und auf Wellblechdach geknallt. Ob er das Dach beschädigt hat konnte ich nicht sehen, aber die Bruchstelle des Astes!

***

Heute Abend fand ich einen Zettel auf dem Bett, dass der Internetprovider von Hotel mit seinen Servern umzieht und es in den nächsten 24 Stunden zu Ausfällen kommen kann. Wie nett! Macht euch also darauf gefasst, dass es morgen vielleicht nichts von mir zu lesen gibt.

Weltreise Tag 8: Ubud

6:30 Uhr
„Good morning Mister Joel. This is your wake-up call.“
„(gähn) Thank you. (gähn)“
„You’re welcome. Bye bye.“
„Bye bye.(gähn)“

Aber ich war schon seit einer viertel Stunde wach, da der Hahn mich geweckt hatte. Es gibt hier gleich neben dem Hotel ein paar Hühner samt Hahn, der wie jeder Hahn morgens kräht und das ganz traditionell ‚kikerikiii‘. (Ich hörte da keinen balinesischen Dialekt raus)
Nebst Hahn hört man auch Tauben (die wesentlich kleiner sind als unsere) und noch ein paar undefinierbare Töne von Vögeln. Einer davon sind kleine weiße Papageien mit schwarzem Schnabel, die ich immer wieder vorbeifliegen sehe.

Aufstehen, duschen, Frühstück und los. Ich wählte ein Bami Goreng. Sehr gut! Eine Sängerin von der ich schon länger nichts gehört habe, sang leise über die Lautsprecher. Madeleine Peroux. Ich mochte sie immer sehr, aber irgendwie verschwand sie komplett von meinem Bildschirm…ich schweife ab.

Ich hatte über die Agentur einen Reiseleiter für mich gebucht der mich den ganzen Tag durch Ubud und die Umgebung herumfuhr.

Ubud

Das Teddybär Foto. Hier neben den Reisfeldern in Ubud. Auf den Feldern ist noch nicht viel zu sehen. Sie wurden erst vor kurzem bestellt und es sprießt nur ein leichtes Grün.

So, jetzt wird es ein bisschen eklig, aber nur ein kleines bisschen.
Da ich es schon seit langem kannte aus Fernsehreportagen, war ich sehr neugierig darauf. Dieses kleine possierliche Tierchen ist eine nachtaktive Schleichkatze, ein sogenannter Fleckenmusang. Er wird unter anderem auch mit grünen Kaffeebohnen gefüttert. Das Tier verdaut die Schale und scheidet den Kern (die eigentliche Kaffeebohne) wieder unverdaut aus. Das ist in der Natur bei diesen Schleichkatzen ein völlig natürlicher Vorgang weil sie sich auch dort mitunter von den gleichen Früchten ernähren. Man hat festgestellt dass diese ausgesch…enen Bohnen einen ganz besonderen Geschmack haben und eine tolle Note im Kaffee ergeben. Der sogenannte Luwak Kaffee ist einer der meist ausgefallenen und zudem teuersten Kaffeesorten der Welt.

Da ich ja ein total eingefleischter Kaffee Fan bin, konnte ich nicht anders als ihn einmal zu probieren. Ich bekam ihn mit Ingwer Geschmack was mich störte, denn ich hätte ihn gerne pur getrunken um zu wissn was anders ist.

Da ich mir eine Tasse von den teuren Kaffee bestellt hatte bekam ich noch eine ganze Batterie an Tassen mit Tee, Kaffee und purem Kakao zum probieren. Alles sehr lecker, sogar der pure Kakao ohne Milch und ohne Zucker. Ich kaufte mir eine kleine Dose von 60 gr. Luwak Kaffeebohnen. (die ich jetzt natürlich bis zum Ende der Riese mitschleppen muss!) Die Fram  Pulina, die ich besichtigte, ist eine von denen, in der die Tiere artgerecht gehalten werden und dem man sehr gut empfangen wird. Ein absolutes Muss.

Weiter ging es zu einem Tempel, den Goa Gajah

Es ist einer der ältesten Tempel der Insel und es vermischen sich die Glaubensrichtungen Hindu- und Buddhismus.

Es ist Brauch dass man als Mann einen Sarong, das traditionelle Wickeltuch, tragen muss wenn man einen Tempel betritt.  Somit kommt jetzt das Bild auf das alle warten:

 

Ich im Sarong.

Der Reiseleiter hatte auch noch den Schmetterlingspark vorgesehen. Ich war skeptisch, denn ich habe schon mehrere besichtigt, und kennst du einen kennst du alle. Ich sagte trotzdem zu. Sie hatten ein paar Motten die traumhaft schön waren, aber sonst war es einer der Parks wie man ihn auf aus Luxemburg oder von der Knokke her kennt.

Spannend war aber das hier; man setzte mir eines der größten Insekten der Welt auf die Hand.

Es ist etwas ähnliches wie eine Stabheuschrecke nur noch größer.

Anschließend fuhren wir noch zu  einem anderen Tempel, dem Batuan Tempel in dem ich ein paar gute Fotos von Statuen machen konnte.

Weltreise Tag 7: Guten Morgen, Sonnenbrand

Dabei kam es mir nicht so vor als ob ich übertrieben hätte. Zudem lag ich gestern permanent im Schatten, oder am Nachmittag war die Sonne durch Wolken verdeckt und ich war eingecremt. Doch die Sonne, so sagte man mir, ist während der Regenzeit hier noch um einiges stärker als sonst.

A propos Regenzeit. Spät am Abend ging hier noch einmal ein Wolkenbruch nieder mit Blitz und Donner so heftig dass man ihn erwähnen sollte.

Am Morgen als ich in den Spiegel schaute sah ich einen partiell gut gegarten Lobster. (Fragt nicht nach einem Foto!!!) Sofort nach den Frühstück,  flitze ich zur Apotheke (die man hier Guardian nennt) und besorgte mir eine Flasche Sonnencreme mit maximal Schutz, ein Packung Vitamin E Kapseln und eine noch größere Flasche Aloe Vera Gel.  Ich wagte dann gleich hinterher doch eine Runde Schwimmen in der Hotelanlage, was die Schultern, die sehr dunkelrot waren, gut abkühlte. Ich blieb dann aber nicht draußen sondern verschwand sofort nach innen. Die gebuchte Massage in Hotel Spa viel dann auch nicht so heftig aus, da es vor allem im Schulterbereich sehr weh tat.

Ach ja, das Frühstück: Es gibt sechs verschiedene Formeln von der man sich eine aussuchen kann. Gestern hatte ich ein sehr gutes Müsli das ich ich hier nicht erwartet hätte. Heute hatte ich ein Sudamala Früstück was eigentlich ein englisches Frühstück ist. Ich hatte Egg Benedict, auf einem Brötchen unterlegt mit einer Scheibe Schinken. Dazu gab es Chicken Sausage.

Am späten Nachmittag hatte ich mich noch einmal mit dem F. verabredet, der morgen weiter nach Bangkok fliegt. Ich werde ich 3 Tagen in die entgegengesetzte Richtung fliegen.  Wenn alles von den Daten her stimmt werden wir uns noch einmal auf der Route sehen…

***

Am Abend war ich wieder im Baby Monkey (der Name macht mich leicht wuschig) und probierte diesmal das Thunfisch Steak das öfters im Tripadvisor über den grünen Klee gelobt wurde. Zu recht übrigens, es schmeckte mit der balinesischen Soße ganz ausgezeichnet.

Ich machte ein paar Aufnahmen von Schildern die im Restaurant hängen:

…und genau was auf dem Schild stand tat ich auch.

Zum Abschluss des heutigen Tages noch ein Schild das mein Credo für die kommenden Wochen, Monate…ach… Jahre! werden wird.

Und morgen geht es früh raus, denn ich fahre nach Ubud.

Weltreise Tag 6: Sanur – Erste Mini Erkundungen

Sanur heißt der Vorort von Denpasar in dem mein Hotel steht. Es liegt etwas weiter südlich und das Hotel steht ungefähr 150 Meter vom Strand entfernt.

Gestern postete ich folgendes Bild vom Hotel selbst auf FB:

Daraufhin meldete sich der F. dass er auch in Bali sei. Den F. kenne ich seit ewigen Zeiten noch aus der Schule. Große Wiedersehensfreude. In Luxemburg laufen wir uns nie über den Weg.

Ich fuhr per Taxi nach Dusa Nua, eine Art Hochsicherheitskomplex, in dem wir dann in einem der besseren Hotels uns in die Sky Lounge setzen und ein Cocktail tranken. In dem Hotel ist sogar das Schwimmbecken ein Kunstwerk.

So viel noch von gestern.

***

Heute nahm ich vor nichts zu tun. Ich werde übrigens versuchen etwas regelmäßiger nichts tun. Schließlich bin ich im Urlaub. Ich ging, nachdem ich richtig lange ausgeschlafen hatte einmal durch die Straßen rund um das Hotel. Es sieht so gar nicht aus wie in Singapur. Es ist im Gegensatz naturbelassener und alles viel einfacher  .

Anschließend schlenderte ich zum Strand, legte mich dort auf eine Liege und verbrachte ein paar Stunden mit lesen.

 

Auf dem Rückweg erwarb ich ein T-Shirt:

So knallrot wie ich noch nie eines hatte.

Am Abend regnete es wieder gründlich und ich beschloss mich nicht zu weit weg zu bewegen. Ich speiste gegenüber vom Hotel in einem kleinen Restaurant das sich Warung Baby Monkeys nennt. Ich hatte Hühnchen mit karamellisierten Zwiebeln viiiiel schwarzem Pfeffer und Reis. Es war ausgezeichnet! Und jetzt eben schaute ich nach einer Homepage.  Und ich habe es anscheinend sehr gut getroffen; das Restaurant steht sechster Stelle der besten Restaurants für Sanur auf Tripadvisor.

Weltreise Tag 5: Von Singapur nach Denpasar /Bali

Ein zweieinhalb Stunden Flug von Singapur nach Denpasar.

Davor sehr schlecht geschlafen. Eigentlich überhaupt nicht geschlafen. Ich verstehe aber nicht richtig warum. Die Nacht davor habe ich geschlafen wie ein Murmeltier und wurde nicht mehr so früh wach wie die Tage davor. Es können doch unmöglich noch Nachfolgeerscheinungen vom Jetlag sein?
Ich tat das was meine Großmutter in dem Fall auch immer machte. Sie versuchte zu ruhen, den Geist nicht mehr anzustrengen, nicht zu lesen und einfach darauf zu warten dass irgendwann der Schalf eintritt. Tat er nicht, aber zumindest fühlte ich mich dadurch heute morgen kurz vor 5:00 Uhr nicht wie gerädert.

In Singapur lief das Einchecken glatt wie an Schnürchen. Es läuft überhaupt alles glatt wie am Schnürchen in Singapur.
Der Taxichauffeur der mich heute Morgen zum Flughafen brachte, erklärte mir dass November, Dezember und Januar die Monsunzeit ist in Singapur. Ich hatte also großes Glück in den paar Tagen dass ich keine Schauer ab bekam. Was ich gestern Nachmittag aber durch das gewaltige Gewitter (das hatte ich nicht erwähnt) nicht machen konnte, war noch einmal die Nationalgalerie gehen und mir die Sonderausstellung der Bilder von Claude Monnet anzusehen. Es war nämlich auch ein Seerosenbild dabei (mit dem ich ja immer noch liebäugele ob ich mir nicht ein Kopie ins Wohnzimmer hängen soll)

Das Peninsula Exelsior Hotel an sich war ok, doch es wäre schön wenn man langsam aber sicher die Zimmer renoviert, denn meines sah sehr verlebt aus. Das Frühstück auf‘s Zimmer bestellen war keine gute Idee, am Tag danach versuchte ich das Frühstück im großen Frühstücksraum, und war dann doch sehr angetan ob der großen Vielfalt.

Soviel zu dem was ich die letzten Tagen nicht aufgeschrieben habe.

***

Als ich in Bali ankam regnete es noch nicht, doch die Schauer kam als ich im Hotel war. Es war überhaupt ein etwas seltsamer Transfer. Hier anzukommen ist etwas anders als in Singapur. Da ich keinen Transfer zum Hotel dabei hatte musste ich ihn selbst organisieren. Das ist insofern kein Problem, da es ja Taxis gibt. Ein Mann sprang regelrecht auf mich zu und bot sich mich zu fahren. Ich willigte ein. Ich bat ihn noch an einem Stand zu halten an dem Internet Pin Karten verkauft werden. Doch da ich noch nichts gewechselt hatte schob er das Geld vor! Fand ich sehr nett von ihm. Er brachte mich anschließend zu einem Geldautomaten, damit ich Rupien abheben konnte. Ich hinterließ ihm ein bombastisches Trinkgeld.
Das Hotel heißt Sudamala Suits & Villas und ist nicht besonders groß, was ich sehr zu schätzen weiß, denn dann ist die Betreuung individueller. Es dauerte eine Weile bis ich mein Zimmer beziehen konnte, doch als ich es sah war ich sprachlos:

Ist das Zimmer nicht ein Traum?

Bali

Ein Stapel Elefanten im Garten.

Zu hause brüste ich mich ja immer mit meiner großen Dusche in der mindestens 3 Leute Platz haben. Hier kann ein halbes Dutzend gleichzeitig duschen.

Und dann wäre da NOCH eine Dusche. Eine die ich bis dato nie in einem Hotelzimmer hatte. Das Klo besitzt nämlich auch eine. Ein sogenannter Eco-Wascher. Da ich mich ja immer gerne für Experimente hergebe, werde ich berichten… Ob das jetzt nur ein lauwarmes feuchtes Lüftchen ist, oder eher in Richtung Einlauf mit Hochdruck geht.

***

Und was sonst noch so passiert ist darüber schreibe ich morgen.

Weltreise Tag 4: Letzter Tag Singapur

Dass das Essen gestern Abend von Mongolischen Grill nicht in Ordnung war, teilte mir meine Verdauung umgehend in Form eines gewaltigen Durchfalls mit. Wie gut dass ich mit der Verdauung nie wirkliche Probleme habe. Wenn ich mal etwas Schlechtes gegessen habe, bin ich es rasend schnell wieder los, ob zum Vorder- oder Hinterausgang.*

Der letzte Tag.
Ich wollte mir unbedingt noch die Gärten der Marina Bay ansehen und wenn ich schon da bin, auch einmal auf das Sands Gebäude steigen.

Die Gärten der Marina Bay sind sagenhaft! Wenn Singapur sich etwas vornimmt, dann wird das richtig und im großen Stil gemacht. Das gilt auch für die Gärten. Ich konnte und wollte sie nicht ganz durchwandern, das hätte einen ganzen Tag in Anspruch genommen. Ich besuchte die großen gläsernen Dome die, glaube ich, die größten Glasgewächshäuser der Welt sind. Es gibt ein Blumen- und ein Waldhaus. Und während man in sich Europa darauf gefasst macht, dass es in solchen Gewächshäusern warm und feucht ist, ist es hier genau umgekehrt. Die Häuser sind runtergekühlt! Noch wärmer und feuchter als Singapur, geht ja auch nicht!

Und überall, wie auch schon in Chinatown, überall Hunde! Bis es mit endlich von selbst einfiel! Das chinesische neue Jahr hat vor kurzem begonnen und wir habend das  Jahr des …HUNDES! Zudem war eine extra Ausstellung über Dahlien, die aber nur noch ein paar Tage geht.

Neben den Dahlien, gibt es auch die permanente Ausstellung der Sukkulenten. Und es sind nicht nur die Pflanzen ausgestellt sind sondern auch jede Menge Kunst. So versteckt sich zum Beispiel Alice im Wunderland in einem Teil der Hochbeete. (siehe oben)

In den grün bewachsenen Wänden verstecken sich immer wieder Dinge wie hier der doppelköpfige Drache,

…oder hier Steinschnecken. Was anderswo vielleicht sehr kitschig aussieht, hier passt es einfach.

Das ist das einzige Panoramafoto das annähernd die gewaltige Größe zeigt. Als ich oben auf der Brücke stand, die hier im Bild mit winzig kleinen Leuten zu sehen ist, merkte ich wieder, dass ich ab einer gewissen Höhe nicht mehr so tun kann als ob ich schwindelfrei wäre.

Und dann wären noch diese riesigen Gebilde die man auf jeder Postkarte von Singapur findet:

Singapur

Man lässt daran Pflanzen hochwachsen und irgendwann werden die ganz zugewachsen sein.

Von den Gärten aus gelangt man über ein Ponton bis in das Sands Gebäude hinein. Doch als ich inwendig nach den Aufzug suchte um auf die oberste Plattform zu gelangen, war dort die Schlange so lang, dass ich aufgab.

Ich ging stattdessen in die Shoppingmall und setzte mich in ein Dumpling Restaurant. Es sah alles so irrsinnig lecker aus, und die Bedienung musste mich in meinem Bestelleifer bremsen. Sie bat mich  dann von allen Gerichten mindestens zwei Stück zu streichen weil zu viel wäre. Sie sollte recht behalten, denn alles was an den Tisch kam schaffte ich nicht. Dabei liebe ich Dumplings über alles, aber hier sind sie um einiges größer und sättigender als bei uns.

Ich wankte zurück ins Hotel und machte ein Nickerchen.

Gegen 17:00 weckte mich ein gewaltiges Donnerwetter, das man vorausgesagt hatte.

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Ich muss gestehen, ich habe mich selten so schnell in eine Großstadt verliebt wie in Singapur. Sogar Berlin, das immer noch meine Lieblingsgroßstadt Nr1. ist, kommt da nicht ran. Ich habe noch nie eine so saubere Stadt erlebt. Man kann hier bedenkenlos vom Bürgersteig essen! Man sieht keine einzige Kippe rumliegen, kein Papierchen, nix! Wenn was auf dem Boden liegt, dann ein welkes Blatt eines Baumes und selbst das bleibt nicht lange liegen, denn hier wuselt eine Armada an Straßenfeger umher. Ich hatte auch nie das Gefühl nicht sicher zu sein. Es gibt keine Bettler und nur sehr wenige Obdachlose. Gestern Abend sah ich zum ersten mal ein paar wenige Männer sehr versteckt in Ecke vom Park hinter dem Hotel sitzen. Es gibt hier Chinesen, Malaysier, Inder, Japaner, Europäer, alles wild durcheinander gemischt und es klappt. Ich hatte nie das Gefühl ein Fremder zu sein.

Ich werde ganz bestimmt noch einmal nach Singapur kommen, denn ich habe ja nur einen kleinen Bruchteil der Stadt gesehen.

Morgen muss ich sehr früh raus denn mein Flug geht kurz nach 8:00.  Wir lesen uns in Bali, vorrausgesetzt, das mit dem Wifi klappt so reibungslos wie hier.

* Was für ein gefühlvoll delikater Blogpost Anfang!

 

Weltreise Tag 3: Zwischen Vergnügen und Schauer

Das mit dem Jetlag ist seltsam. Ich bin morgens sehr früh wach. Ich erwachte kurz vor 5:00 Uhr.

Dabei war ich gestern Abend auf eine Empfehlung hin ins Smoke & Mirrors, eine Bar die sich in der National Galerie befindet. Sie haben wirklich ausgefallene Cocktails. Dabei entstand folgendes Foto:

Das Marina Bay Sands Gebäude ist einfach der Hammer.

Auf eine weitere Empfehlung ging ich gestern ins Jumbo Seefood Restaurant. Als ich dort ankam hatte ich wenig Hoffnung überhaupt einen Tisch zu bekommen, doch ging es erstaunlich schnell.

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Heute morgen flog ich kurzentschlossen nach Ägypten und machte ein paar Fotos.

Aber da mir das eh keiner glaubt; ich war in den Universal Studios. Es ist ein Teil der Vergnügungsinsel Sentosa und ganz südlich vom Zentrum. Asiatische Vergnügungsparks sind noch mal um eine Idee schriller und lauter als die bei uns oder in den Staaten. Man hält das nur bedingt lange aus. Doch wenn ich schon mal da bin dann, dann will ich auch wissen wie schlimm es tatsächlich ist.

Der Transformers 3D Ride war schon ziemlich spektakulär zumal man nicht richtig weiß wie weit man wirklich herumgefahren wird, oder wie viel einem vorgegaukelt wird. Wer will kann es sich hier mehr oder weniger ansehen.

Ach ja, ich habe die Liebe meines Lebens gefunden:

Auf den Rückweg, zog sich der Himmel immer mehr zu.

Das Foto habe ich durch die grünlich eingefärbte Scheibe des Sentosa Express gemacht. Als ich dann im Zentrum ankam, wurde es so unerträglich heiß, dass ich kurzerhand in ein Starbucks flüchtete. Doch als ich wieder raus kam, war es noch wärmer geworden und es fühlte sich an als ob bald ein gewaltige Schauer käme.

Dem war auch so.

Schauer

Ich zappte noch einmal durch die Fernsehsender und viel auf eine sehr ungewöhnliche Serie.

Young Sherlock ist eine chinesische TV Serie die während der Tang Dynastie spielt. Das ist bis jetzt die exotischste Version der Roman Figur von Arthur Conan Doyle.

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Für’s Abendessen hatte ich bereits gestern auf dem Weg zum Jumbo Seafood einen Mongolischen Grill entdeckt. Den wollte ich ausprobieren, da nicht noch einmal nach Fisch wollte. Der Name des Restaurants „Kublai Kahn“ erinnerte mich an die asiatischen Abende des Intercontiental Hotels (das heutige Hilton) in Luxemburg gaanz gaanz früher…
Was für ein Reinfall! Das erste Restaurant in dem ich so richtig enttäuscht wurde. Zudem war es nicht besonders sauber, und eigentlich hätte ich sofort Kehrt machen sollen.

Stattdessen bekam ich den Tipp in einem Brillengeschäft, es doch mal auf der anderen Seite des Flusses zu versuchen nicht am Clark Quey, sondern am Boat Quey.

Weltreise Tag2: Singapur, erste Erkundungen

Mein Hotel heißt Peninsula Exelsior und ist ein ziemlich dicker Brocken. Das erste was ich entdeckte war die Sky Lounge im 22. Stock in die man nicht so ohne weiteres hoch kommt. Doch die Aussicht ist ….

Singapur

Ich rate euch auf das Bild zu klicken und es euch in der Originalgröße anzusehen.

Ein bisschen Jetlag muss sein, obwohl ich ihn als nicht wirklich schlimm empfinde. Ich zwang mich am Abend davor noch eine Weile aufzubleiben, bis mir die Augen zufielen. Doch kurz vor 5 war ich wach. Also zappte ich durchs Fernsehen. Auf einem Singapursender fand ich eine Info über eine wöchentliche Soap. Sie nennt sich Together Apart. Singapur wir ja immer als toller Meltingpot angesehen, in dem es so viele verschiedene ethnische Gruppen gibt und alle leben harmonisch miteinander. Die Soap zeigt dass es doch nicht so einfach ist und sich heftigst darüber gestritten wird, wer sich denn nun Singapurianer nennen darf.

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Ich ließ mir das Frühstück aufs Zimmer kommen. Das war nicht wirklich eine gute Entscheidung, denn es war soso lala. Es gab australische Marmelade und Oldenburger Butter. Merke: Morgen das Frühstück in dem kleinen italienischen Café direkt unten am Hoteleingang nehmen.

Die Luftfeuchtigkeit ist hoch, doch seltsamerweise macht sie mir nichts aus. Also zog ich erst mal zu Fuß los zu all den spektakulären Gebäuden die ich am Abend davor von der Sky Lounge aus gesehen hatte.

Den Teddy gaben mir die A., die N., die S. und der M. mit, um an jedem Ort ein Foto von ihm zu machen. Ein bisschen so wie der Zwerg aus dem Amélie Poulain Film.
Bitte schön.
Mit dem Gebäude im Hintergrund; mehr Singapur geht nicht!

Ich ging zu Fuß über die Double Helix Bridge hinüber zur Marina Bay.

Vor dem Art Sience Museum gibt einen prachtvollen Seerosenteich.

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Die Shopping Mal der Marina Bay Sands ist übrigens eine der größten und schönsten die ich bis jetzt gesehen habe. Allein der Chanel Laden geht über drei Stockwerke:

Von dort aus nahm ich die U-Bahn nach Chinatown.

Ein unglaubliches Gewusel von Touristen und Chinesen mit hunderten von Geschäften.

Ich beschloss dann zu Fuß zum Hotel zurück zu gehen, das nicht mehr weit war, und dort ein paar Stunden am Pool verbringen.

Weltreise Tag1: Singapur

Ganz ekliges Wetter in Luxemburg.

Die 5 Stunden Wartezeit in Frankfurt war ziemlich unerträglich, zumal es davor schon mit einer eineinhalb Stunden Verspätung in Luxemburg los ging. Aber eins nach den anderen.

Mit diesem Abschiedsfoto ging es los. Es waren alle gekommen die Zeit hatten. Die D., die N., die A., die K., die V. Ich wusste dass ein paar da sein würden und hatte schon Bedenken, dass man Fahnen schwingen würde und Taschentücher und eine Kapelle aufmarschieren würde… stattdessen entstand dieses Selfie einschließlich dem Hund P.

Der Flug ab Frankfurt war 11,5 Stunden lang aber angenehm. Ich bin bis jetzt nur in Boing Maschinen auf Langstrecken geflogen. Hier war es ein Airbus 380; das Vieh ist riesig! Ich hatte Economy Upgrade. Die Bespaßung ist um einiges höher als in der regulären Economy. Zudem hat man mehr Platz und der Nachbar hängt einem nicht  zur Hälfte auf dem Schoß. Jeder riet mir zu einem Nackenkissen und ich fand eines das man aufblasen kann und sehr wenig Platz wegnimmt.

Ich sah mir während dem Flug die gesamte Staffel von Big Little Lies an, mit Nicole Kidmann und Reese Witherspoon an.  Jetzt verstehe ich warum die Serie so viele Preise eingeheimst hat bei den Golden Globes. Sie ist wirklich gut und man kann sie sehr gut an einem Nachmittag und Abend ein Wisch wegschauen (wenn man im Flieger sitzt und sonst nicht zu tun hat wie ich 🙂

Und jetzt kann ich es immer noch nicht richtig fassen.

ICH BIN IN SINGAPUR!!!!

Singapur

 

Ein letztes Mal

Alles ein letztes mal machen.
Ein letztes mal ‚alleine‘ im Annexe essen.
Das neue ‚kleine Menü‘ genießen.

Die Bedienung P. begrüßte mich mit den Worten: ‚Bitte nimm mich mit, bitte nimm mich mit…!‘
Dem Besitzer des Annexe, dem F., in die Augen schauen und sehen dass er nicht ganz glücklich ist, dass er mich eine Weile lang nicht sehen wird.
Ich als ich gestern morgen noch einmal kurz beim Friseur vorbei ging, der mir einen richtig radikal kürzen Haarschnitt verpasste, war die D. auch dort und ließ sich neue Strähnen machen. Sie sagte mir einen Satz der die ganze Aufregung und Nervosität der letzten Tage verschwinden ließ.
‚Denk dran, Joël, du bist im Urlaub! Wenn du müde bist oder keine Lust hast herumzulaufen dann leg dich hin und lese oder schreib dein Blog.‘
Sie ja so recht!

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Ich bin euch das Geschenk von der A. schuldig. Wenn die A. (nebst Bühnen bauen) etwas richtig gut kann, dann ist es Geschenke machen. Sie trifft es immer genau richtig.

Mal

Das Buch scheint auf den ersten Blick nicht so besonders.

Doch wenn man es öffnet wird es zur Tischlampe. Genial!

Zudem gab es noch ein kleines Geschenk, doch davon berichte ich erst wenn es soweit ist.

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Das wird er letzte Post von Luxemburg aus sein. Der nächste kommt, wenn ich mir zu sehr langweile, von Frankfurt vom Flughafen aus, denn ich habe fünf volle Stunden Wartezeit, oder dann erst von Singapur.

 

„Oh, Sie sind Joël!?“

Was mich immer wieder leicht aus der Fassung bringt ist, wenn jemand mich auf der Straße anspricht und weiß wer ich bin. Ich tue dann meistens so als ob ich diejenigen auch kenne, weil mir durch den Job seit fast 20 Jahren so viele Menschen begegnet sind (allein schon die Unmengen an Statisten auf Filmen!!!) und ich mich unmöglich an alle erinnern kann.

Heute funktionierte diese Verlegenheitstaktik nicht. Es war eine Dame die mich durch den Blog kennt und eifrig mitliest. Sie wusste genau dass ich in ein paar Tagen auf Reisen gehe… und und und. Natürlich ist mir klar dass wenn ich Tagebuch Blogging mache,  es da draußen so einige gibt die mein Leben dadurch kennen von denen ich keine Ahnung habe. Dass ich aber (außer auf der re:publica) Leute treffe die mich darauf ansprechen kommt sehr selten vor.

A propos re:publica: Ich buchte heute morgen das Hotel das ich bereits letztes Jahr hatte, und in dem ich sehr zufrieden war. Ich werde übrigens, wenn alles nach Plan geht, schon ab dem 29. April in Berlin sein. Ich sag das nur damit sich vielleicht der eine oder andere einrichten kann der mich dort treffen mag. Denn wenn die re:publica am 2. Mai loslegt bin ich von morgens bis abends beschäftigt.

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Am Abend war ich wieder, wie sollte es anders sein, eingeladen. Jeder will mich unbedingt noch einmal sehen, bevor ich für unbestimmte Zeit in den Knast wandere. Was die meisten meiner Freunde nicht verstehen ist die Tatsache, dass ich sie durch mein Blog ja alle MIT auf die Reise nehme. Aber irgendwie schnallen die meisten das nicht.

Die K. ist einer meiner ältesten „Theater“ Freundinnen. Ich lernte sie kennen als ich ich meine ersten Gehversuche auf der Bühne des Kasemattentheaters machte. Das muss 1994 oder 95 gewesen sein.
Ich hatte ein Tisch in der Rotisserie Ardennaise gebucht das gleich bei mir um die Ecke ist. Da sie regelmäßig die Speisekarte wechseln wird es nie langweilig.

Später war ich noch auf einen Absacker eingeladen zu anderen Freunden in die Hostellerie du Grünewald. Die A. war auch zugegen und überreichte mir noch ein nachträgliches Weihnachtsgeschenk. Aber das zeige ich euch morgen.