Foto des Tages

Foto des Tages

Mein erster Tag frei nach drei Wochen. Und plötzlich weiß man Dinge zu schätzen die einem davor als selbstverständlich vorkamen…

Ich saß über eine Stunde lang gemütlich im Chocolate House auf der Terrasse, gegenüber vom großherzoglichen Palast. Eine große Tasse Kaffee vor mir, dem Geschehen vor dem Palast nachschauend…mehr braucht es manchmal nicht um glücklich zu sein.

Dabei entstand das Foto oben. Im Viertelstundentakt zogen immer wieder Chinesen oder sonstwelche Asiaten vorbei und fotografierten was alles um sich herum was der Kamera standhielt. Mich einbegriffen. Irgendwann wurde es mir zu bunt und ich schoss zurück. Das Foto oben machte ich, als wieder ein Gruppe von Chinesen vorbei kam und die Wache vor dem Palast abfotografierte als ob es Supermodell wäre.  Irgendwie tun die Jungs mir schon leid, doch andererseits werden sie auch großherzoglich dafür bezahlt sich ablichten zu lassen und Wache zu stehen.

 

Rezension: Matthias Lohre – Das Erbe des Kriegsenkel

Ich bin selten von einem Buch so durchgerüttelt worden wie von diesem hier. Ich hatte ja schon hier berichtet, wie ich auf das Buch kam und dass mich das Interview im Spiegel faszinierte.

Am Anfang erzählt Lohre wie er seinen Vater durch einen tragischen Unfall verliert und das durch die Nachrichten erfährt. Schon allein diese Beschreibung geht einem so nahe dass man all die Emotionen mitdurchleidet. Somit ist sein letzter Elternteil auch verstorben, denn seine Mutter starb schon vor Zehn Jahren. Von da an begibt er sich auf die Suche nach den Antworten auf Fragen die er nie gestellt hat und die ihm seine Eltern auch wahrscheinlich nie beantwortet hätten.

Es gibt so viele Sätze in dem Buch in denen der Autor der Zustände, Umstände und Dinge beschreibt, die alle so sehr auf mich selbst zutreffen, dass es jedes mal wie eine Offenbarung war. Einfach weitermachen, nicht nach hinten sehen, keine Fragen stellen, immer das Gefühl haben dass etwas nicht stimmt. Da ich mir das Buch als Download gekauft habe, habe ich angefangen viele der Stellen im Buch anzukreuzen, immer dann wenn es mich betraf oder er Dinge beschrieb die absolut auf mich und meine Eltern zutreffen, ich jedoch nie in Worte fassen konnte. Und es sind deren so viele dass ich sie nicht mehr zählen kann.

Was ich mit dem Buch vor allem wollte ist, meinen Vater ein wenig besser verstehen, der bereits mit 52 Jahren verstarb. Ich war damals 22 und in meiner Sturm- und Drangzeit. Im Gegensatz zu Lohres Vater der so gut wie nie über die Kriegsjahre und seine Kindheit redete, tat mein Vater dies sehr wohl. Doch tat es es unter falschen Voraussetzungen. Ich kann mich erinnern dass er die Geschichten immer dann erzählte, wenn sie nicht passten, z.B. wenn er seine Kindheit mit unserer (mir und meinem Bruder) verglich.
„Wir hatten damals gar nichts. Nicht so wie du heute!“
„Du solltest dankbar sein, dass es dir so gut geht.“
Das waren so die Sätze die ich meistens zu hören bekam und bei denen ich nicht verstand was sie bedeuteten. Ich schaltete dann immer auf stur und die Ohren auf Durchzug. Im Umkehrschluss könnte ich meinem Vater aber auch vorwerfen, dass er meine Welt und die Welt im Allgemeinen wie sie vor 30 Jahren war, nicht mehr verstand.
Als er so alt war ich jetzt, war er in Behandlung für seine bereits zweite schwere Depression…

Das Buch geht aber von der Sicht der Deutschen aus, also von den Kriegstätern und nicht wie im Fall meines Vaters von Kriegsopfer. Das ändert zwar die Perspektive unserer Vorfahren, doch der Krieg mit all seine Grausamkeiten bleiben gleich. Das haben beide in sehr jungen Jahren durchlitten.

Ich bin also ein Kriegsenkel. Enkel deswegen weil der zweite Weltkrieg der Krieg unserer Großeltern war, die (bei ist mir es z.b. so) den ersten Weltkrieg ebenfalls hautnah mitbekamen. Was sie aus diesen beiden Kriegen unsern Eltern mit auf den Weg gaben, wirkt bis heute noch in uns Enkeln nach. Realistisch gesehen ist es seltsames Phänomen, das man glauben mag oder nicht, doch erklärt es so einige offen Fragen bei mir, warum ich so bin wie ich bin. Warum ich nie innehalte, warum ich immer weitermache, warum beständig die Angst der Versagens wie ein Damoklesschwert über meine Kopf hängt, jedoch nach Außen immer sehr gelassen und ruhig wirke. Das hat seltsamerweise alles damit zu tun.

Ein absolut lesenswertes Buch.

Einmal Rotterdam und zurück

Es war aus genau dem gleichen Grund dass ich vorgestern und gestern in Rotterdam war, wie vor ein paar Tagen in Vilnius. Eine Vorstellung für ein Festival. Die Idee war genau den gleichen Text zu nehmen und in nur mit den Dingen umzuwandeln, die sich geändert haben. Doch lassen wir das…

Ich musste nicht grad so früh aufstehen. Mein Zug ging um 8. Gegen 11 Uhr einmal umsteigen in Brüssel. Das irrsinnige an Brüssel sind die unzähligen Bahnhöfe an denen man in Brüssel selbst stehen bleibt, bis man endlich im Termnius Brüssel-Midi ankommt. Das dauert fast ein geschlagene Stunde. Brüssel-Luxembourg, Brüssel-Schuman, Brüssel-Nord… Dabei sind die einzelnen Bahnhöfe so nah auseinander, dass man glauben könnte man wäre schneller am Ziel wenn man zu Fuß laufen würde.

Von dort aus hatte ich ein Thalys Zug, der so schnell in Rotterdam war, dass ich es kaum glauben konnte.

Ich verlasse mich nie wieder auf die Yahoo Wetter App. Sie zeigte mir Bewölkung und bisschen Sonne für Rotterdam an. Doch es regnete fast ununterbrochen. Ich wurde zwei mal klitschnass.

Über die Vorstellung selbst möchte ich nichts erzählen, nur so viel dass der Plan mit Aufbau, Probe, Belichtung und Maskenzeiten so eng getaktet war, dass es nicht ganz reichte. Ich hatte schon Angst dass sie mir von meiner Maskenzeit abknabbern würden, was aber Gott sei Dank nicht geschah. Es war eine holterdipolter Vorstellung von dem die Zuschauer aber nichts mitbekamen.

Das Hotel war ganz gut, mit Ausnahme der Matratzen. Sie waren butterweich und bouncy zugleich. Ein Unding für mein Rückgrat. Als ich gestern wieder in Luxemburg war, bekam ich prompt die Rechnung in Form von kräftigen Rückenschmerzen präsentiert.

Abends schwuppte ich dann noch die Generalprobe eines anderen und viel wie ein Stein ins Bett.

Ich hatte angesetzt die ganze Reise mit Fotos zudokumentieren. Doch leider kam es nicht dazu, nicht einmal vom Theater.

Ach ja,….

Ein paar Neuerungen

Ach, vielleicht interessiert das auch keine S… Ich hab ein neues Theme, das mir zwar nicht ausgesprochen gut gefällt und auch schon ein wenig älter ist. Es ist das Twenty Ten von WordPress selbst. Vielleicht investiere ich irgend wann einmal in ein Theme das eigens für mich erstellt wurde. Aber so lange ich hier nicht mehr Zeit aufwenden kann und nur ab und an ein Posting schreibe,…nun ja.

Eine weiter Neuerung ist SEO, das mir die Arbeit sehr erleichtert in Punkto publzieren auf Facebook und Twitter. Dank Thierry, der meine Klagegesang aus Berlin hörte, habe ich nun ein Plugin das mir diese Arbeit im Hintergrund ausführt.

 

Die Schlüssel wie ein Taschenmesser?

Wer mich kennt weiß dass ich immer jede Menge Schlüssel bei mir trage. Das hat mit den Jahren ein wenig abgenommen,es sind aber immer noch viele. Ich habe dann etwas entdeckt das wirklich hilft Ordnung in den Schlüsselwust zu bringen. Das Ding heißt Key Smart.
Ich sah die Werbung dafür öfters auf Facebook und Co. Normalerweise bin ich nicht der Typ der auf solche Werbung anspringt, doch hier fand ich nun dass „Ding“ etwas taugen könnte.
Also hab ich das Ding mal bestellt. Ich weiß nicht richtig wie es sonst nennen soll außer Ding, den es ist eine Art Halterung die ziemlich mickerig daherkommt, wenn keine Schlüssel drin sind. Zudem gibst es noch ein paar nützliche Gadegts zum hinzufügen,wie zum Beispiel ein USB Stick oder ein Flaschenöffner.

Und so schaut es dann aus wenn meine Schlüssel drin sind.

Zusammengeklappt
Ausgeklappt

Zugegeben es ist ein wenig gewöhnungsbedürftig das Schloss mit dem dicken Ding  Händen zu öffnen, aber man gewöhnt sich daran. Im unteren Video sieht man wie man das Teil zusammensetzt. Doch was sich dort so einfach und easy ansieht ist ein Wirklichkeit eine ziemliche Fummelei die mich eine gute viertel Stunde gekostet bis ich dann für mich eine andere Methode fand, die besser klappt, aber nicht so elegant aussieht.

Ich möchte noch hinzufügen, dass ich von der Firma nicht gesponsert wurde. Sonst hätte ich wahrscheinlich nicht den doch sehr teuren USB Stick dabei gehabt.

7. Marionetten Festival in Tadler

Das hat so nichts mit meinem Beruf zu tun, zumindest nicht direkt. Doch bin ich immer wieder gerne mit dabei, auch wenn ich mir am Sonntag den Fuß verstauchte. Ich hatte mich als Helfer gemeldet zum Platzanweisen und Kartenabreißen.

Es war das 7. Festival der Puppenspieler in Luxemburg und zum dritten Mal in Tadler, einem winzig kleinen Dorf mitten in den grünen Öslinger Hügeln. Für gewöhnlich sagen sich dort Fuchs und Hase gute Nacht, außer wenn das Festival über das Dorf herfällt. Ich hätte gerne ein paar Fotos von dort aus gesendet und  einen kleinen Beitrag im Blog veröffentlicht, doch leider ist das 3G Netz in Tadler ,zumindest von meinem Provider, grottenschlecht.

Ich habe ein paar wunderschöne Spektakel gesehen. Der Schwerpunkt lag dieses Jahr auf griechischen Puppenspielern und und dem belgischen Tof Theatre, die gleich mit mehreren Shows vertreten waren. Ganz besonders schön war das Spektakel Clowns Houses, das erst Abends spät gezeigt wurde und absolut nicht für Kinder geeignet war.

In den Sälen war es verboten Fotoaufnahmen zu machen also zeige ich euch ein paar Fotos von dem was sonst so im Dorf los war.

In zwei Jahren werde ich auf jeden Fall wieder hier sein.

Eines der Straßenspektakel in dem die Zuschauer wie gebannt auf ein Bauchtheater starrten.

Ein Karussell der anderen Art.

Klimakterium virile

Ausgelöst durch ein Post der Kaltmamsell, die sich die berechtigte Frage stellt, wann denn die Menopause bei der Frau losgeht und was man das erkennt, habe ich mir die gleiche Frage gestellt, wann sie denn mein Mann losgeht.

Ich weiß dass ich da ein Tabuthema anspreche und für die meisten Männer ist es schon ein Sakrileg überhaupt nur daran zu denken es könnte „da unten“ etwas nicht mehr funktionieren wie es sollte. Doch da ich keine Tabus kenne und ich über alles und jeden spreche, werde ich das heute mal zu Thema machen.

Ich werde dieses Jahr 50 und bei mir klappt alles noch einwandfrei, so gut dass ich mich bisweilen wundere, DASS es noch so gut klappt, dass es noch nicht weniger wurde. Also machte ich mich schlau bei Wikipedia und anderen Seiten.

Die Menopause beim Mann wird auch als Klimakteruim virile bezeichnet und fängt für gewöhnlich so um 50 an. (aha…ich stehe also an der Schwelle zum Abgrund 😉 ) Ab da geht der Testosteronspiegel stetig bergab, im Schnitt zwischen 2-5% im pro Jahr. Doch rutscht der Spiegel nicht einfach so in den Keller ohne Nebenerscheinungen.

Da wären zum Beispiel:

  • Schwächegefühl und Abnahme der Aktivität
  • Mattigkeit, nachlassende Tatkraft
  • Reizbarkeit, Gefühlsschwankungen
  • Innere Unruhe, Nachlassen der Konzentrationsfähigkeit
  • Nachlassen der Lust auf Sexualverkehr, Potenzstörungen
  • Nachlassen der Muskelkraft, Glieder- und Gelenkschmerzen
  • Schweißausbrüche, vermehrte Wärmeempfindlichkeit
  • Schlafstörungen oder erhöhtes Schlafbedürfnis
  • Gewichtszunahme ohne Veränderung der Lebensgewohnheiten

Nun sind all diese Symptome sehr vage und wenn ich sie auf mich beziehe, so habe ich manche davon schon viel länger, und schreibe sie aber nicht unbedingt der Menopause zu. An was erkennt man also dass es soweit ist?

Vielleicht mag auch ein Mann hier im Blog darüber reden, gerne auch anonym.

Einmal Vilnius und zurück

Amsterdam Flughafen:

Ich muss noch zwei volle Stunden warten, also kann ich auch bloggen, obwohl ich hundemüde bin und lieber schlafen möchte.

Vor eingen Tagen postete ich das Make-up Video im Zeitraffer. Dieses Make-up, das ich vor 4 Jahren zum ersten mal erstellt hatte, wieder gemacht. Aber nicht im Luxemburg sondern in Vilnius in Litauen auf einem Theaterfestival.  Und wenn sonst die Auslandsvorstellungen sich immer ein wenig wie Urlaub anfühlen, so war es dieses mal bei weitem nicht so. Ich flog gestern in aller Herrgottsfrühe hin um aber erst gegen 14:00 dort zu sein, weil ich drei Stunden Aufenthalt in Amsterdam hatte. Dort angekommen ging es sofort ins Theater. Von der Organisation her lief alles glatt und wie am Schnürchen. Doch hatte ich keinen Moment Ruhe und ich kam erst um 23:00 Uhr im Hotel an. Ich schlief sofort ein um gleich um 5 Uhr wieder geweckt zu werden, weil ich wieder so früh losflog.

Es ist jammerschade dass alles so schnell und fix gehen musste, denn ich habe nichts von der Stadt gesehen außer das Bisschen aus dem Taxi. Zudem hatten wir von der luxemburgischen Botschaft Suiten im schönsten Hotel der Landes gebucht bekommen, ein Radisson Blu Hotel die ich auch nur wenige Stunden zur Verfügung hatte.

Und jetzt sitze ich am Gate blogge auf dem iPad und merke dass die Batterie sich dem Ende neigt…

Und ich merke jetzt, erst dass ich überhaupt keine Fotos in Litauen gemacht habe, nicht mal vom Theater.

Ach ja,…

Das Erbe der Kriegsenkel

Mit dem dritten Robert Galbraith Buch das noch immer auf dem Nachttisch liegt, komm ich nicht voran. Ich lese seit gestern etwas anderes. Aber der Reihe nach.

Die Generalprobe gestern Abend ließ mich ausgehungert zurück und das kurz nach 22:00 Uhr an einem Sonntag Abend. Nicht der idealste Wochentag um in Luxemburg noch ein Restaurant zu finden. Die Auswahl ist dürftig. Doch die Place de Paris hat da immer was zu bieten. Das Caprini zum Beispiel.
Ich saß gemütlich aus der Terrasse, klickte mich durch den SpOn und wartete auf mein Essen. Ein Interview mit dem freien Jounalisten Matthias Lore über sein neues Buch fesselte mich sofort.

Matthias Lohre begibt sich auf die Suche nach seinen verstorbenen Eltern. Mit seiner persönlichen Geschichte zeigt er exemplarisch, mit welchen Nöten die Kinder der Kriegskinder bis heute kämpfen

Und ich saß da wie vor den Kopf gestoßen und musste mir eingestehen dass ich ein Kriegsenkel bin. Allein schon aus dem Interview heraus wurden mir so viele Parallelen bewusst, das ich mich gleich ein Leseprobe des Buches herunter lud.

Heute habe ich mir das ganze Buch geladen und werde berichten wenn ich es durch habe.

re:publica: Fazit

Nach einem lagen Christi Himmelfahrtstag in Berlin, (denn mein Flieger ging erst um 20:00 Uhr) an dem ich ein bisschen U Bahn fuhr, ein Runde um das Olympia Stadion wanderte und anschließend mich mit Freunden am Prenzlauer Berg traf, hatte ich Zeit genug um die letzten Tage Revue passieren zu lassen.

Mein größter Fehler: Ich war nicht vorbereitet.  Ich hätte mir unbedingt vorab das komplette Programm ansehen sollen und mir die Vorträge auswählen die mich interessieren. Am zweiten Tag hat ich den Dreh einigermaßen raus. Aber mir fehlte ein Ausstauschparther mit dem ich die einzelnen Vorträge hätte besprechen können. Wenn also nächstes Jahr jemand mitkommen mag, bitte.

In einem Punkt hat mich die re:publica  bestärkt und mir gezeigt dass ich auf dem richtigen Weg etwas in meinem Leben zu verändern. Es in die Tat umzusetzen wird noch eine Menge Arbeit kosten und davon erzähle ich dann wenn es soweit ist.

Zum Schluss noch ein Panorama Bild aus dem Inneren des Stadions.

 

re:publica Tag 3

Ich stellte heute fest dass es sehr viele Stars in der Branche gibt von denen ich keine Ahnung hatte. So zum Beispiel Laurie Penny die eine Stunde lang über Fantasy referierte  und sich dabei vor allem mit Fan Work auseinandersetzte. Star Trek, Star Wars und Harry Potter waren ihre am meist zitierten Beispiele. Eine lustige Stunde.

Laurie Penny

So startete mein dritter Tag bei der re:publika. Anschließend ermutigte man mich mir den nächsten Referendar auf der Hauptbühne ebenfalls anzusehen. Herr Hossein Derakhshan erzählte uns etwas über Hyperlinks und wie sie langsam aus dem Internet verschwinden und immer mehr an Bedeutung verlieren. Ich konnte dem nur halbherzig zustimmen.

Nur in einem Punkt gab ich ihm recht und zwar wie Facebook mit externen Links in seinem geschlossenen System umgeht. Ich kann schon fast prophezeien was Facebook an meinen Verlinkungen durch sein Netzwerk an andere weitergibt und was nicht. Und ich muss gestehen, dass ich mich dabei ertappe wie ich einzelne Postes im Blog schon so formatiere dass Facebook sie so einstellt wie ich es haben will. Ein Beispiel: Wenn ich mehrere Fotos bei in einem Post habe, dann nimmt Facebook per se das letzte in der Reihe. Also stelle ich die Fotos schon so ein, dass das, ’spektakulärste‘ das letzte Foto ist. Ich habe dafür aber nur einen Versuch. Wenn ich dann nicht zufrieden bin kann ich es nicht mehr ändern, zumindest das Foto nicht. Sogar mit dem wp-shortlink lässt sich Facebook nicht überlisten.

Ich erstand auf dem Stand der Mind-Cockies eine ganze Kiste Kekse mit einem Kick. Ich hatte sie breites am ersten Tag probiert und da sie die Dinger nicht nach Luxemburg liefern, versprach man mir, dass ich am dritten Tag eine ganze Kiste davon kaufen könnte.

Am späten Nachmittag beschloss ich einen kleinen Spaziergang zu machen durch die Stadt und meine alten gewohnten Berliner Ecken aufzusuchen. Ich erstand ein paar kleine Mitbringsel und ein paar Schuhe.

Zum Abschluss wie gewohnt die Bilder des Tages.

Das Ding was ich jeden Tag um den Hals hängen hatte (oder auch nicht)
An einem Stand musste,sollte,durfte ich Schnaps probieren. Eine Internetfirma aus Budapest bot ihn an. Der grüne vorne im Bild (Williams Birne)war ein echter Rohrkrepierer. Der zweite (Aprikose) war nicht ganz so schlimm.
Leider stand das Auto so eingekeilt zuwischen anderem Zeug dass ich es nicht richtig ablichten konnte, denn es sah wirklich Hammer aus.

Das war’s für die re:publica ten. Es hat sich echt gelohnt herzukommen und wenn ich es irgendwie schaffe bin ich nächstes Jahr wieder da. Alle Links werde ich später hinzufügen, es war so schon eine Krux Postings online zu stellen.

re:publica Tag 2

Nach allem was ich gestern falsch gemacht hatte, hab ich mich dann heute etwas besser vorbereitet. Gleich morgens um 10:00 saß ich in einer Diskussion.

Daraus ergaben sich für mich so viele neue Fragen  aber auch Antworten, dass ich mich auf meinem neuen Weg bestätigt sah. Aber es gibt noch sehr viel zu tun. Und davor scheue ich mich, weil ich das allein nicht schaffe.  Es ist heute morgen etwas weniger voll als gestern  auf den Gelände, was gut tut.

Anschließend sass ich noch auf der Stage 2 bei der man das Internet mit einem Pubertierenden verglich.  Sehr lustig aber jetzt nicht wirklich etwas Neues.

Später saß ich dann noch eine Weile in re:lax Area in der Sonne. Und plötzlich war mir ganz klar, dass mein Entschluss hierher zu kommen ganau das richtige war. Ich fühlte mich wohl und aufgehoben.

Am späten Nachmittag traf ich mich mit meiner ältesten Freundin die ich in Berlin habe. Susanne hat sich nicht verändert. Immer noch das verrückte Huhn dass ich schon vor über 10 Jahren kennengelernt habe. Da ich weiss, dass sie hier mitliest: Ich werde, wenn ich in wieder in Luxemburg bin ein paar Fotos hier einstellen aus unserer verrückten Zeit.

Zum Abschluss die Bilder des Tages (und Vortages).

Am Savignyplatz gibt es dieses Restaurant…
… mit dieser weltbesten Pizza. Jedesmal wenn ich in Berlin bin, versuche ich herzukommen.
Ich mag diese Bänder nicht besonders weil man sie abends nicht ausziehen kann. Nun ja…
Mich in superfett…
… in extra schlank…
… oder langgezogen. (Meine Lieblingsvariante)

re:publica Tag1

Ich schwöre, ich hatte es nicht darauf angelegt, doch ich saß in der ersten Reihe bei der Eröffnungszeremonie. Sie begann so wie ich mir das vorgestellt hatte; pünktlichst mit fast 30 Minuten Verspätung.

Der Saal restlos gefüllt hinter mir. WOW!

Kurz vor der offiziellen Eröffnung sah ich Frau Kaltmamsell deren Blog ich schon seit Jahren lese. Eine sehr nette Begegnung.

Ich hatte mir die re:publica nicht sooo groß vorgestellt. An die 8000 Besucher sind registriert. Doppelt so viele wie das letzte Jahr und die Hälfte davon ist zum ersten Mal hier. (So wie ich)

Ich wartete also auf meine erste Konferenz, die kurz nach 12 beginnen sollte, über Urban Blogging, nur um zu erfahren dass sie abgesagt wurde. Ich beschloss dann mich in eine andere Konferenz zu setzen über die Zukunft von Twitter, die aber so überfüllt war, dass ich schon beim Eingang in den Saal wieder umkehrte. Inzwischen war es kurz nach Mittag und ich beschloss mich in mein Hotelzimmer zu verziehen, weil die Berlin Station so voll war, das ich mich nicht mehr wohl fühlte.

Mir war bis zu dem Zeitpunkt noch nicht richtig klar was ich eigentlich hier will. Was will ich hier? Die Frage hätte ich mir echt früher stellen sollen und mich vor allem besser vorbereiten sollen an welchen Konferenzen ich teilnehmen will.

Die Frage nach dem Sinn setzte sich dann so fest, dass ich beschloss, mich an diesem Nachmittag damit auseinanderzusetzen. Tatsache ist, dass mein Job mich die letzten Tage und Wochen so sehr in Anspruch genommen hat, dass ich kurz davor war die Berlinreise abzusagen.

Ich weiss, dass für mich das Bloggen keinen Sinn mehr macht, wenn ich nicht weiss wo mich es mich hinführen wird. Das ist einer Gründe warum ich hier bin. Neue Ziele für mich finden. Eines dieser Ziele ist das Bloggen so wie das gesammte Networking mehr in meinen Beruf einfließen zu lassen. Ich habe mich bis jetzt immer dagegen gewehrt, weil ich das Bloggen als Hobby ansah, weil es mir einfach so Spaß machte und keine Verpflichtung war. Doch habe ich in den letzten Monaten festgestellt, dass das sehr wohl möglich ist. Beispiele dafür gibt es zu Hauf. Und eine dieser Möglichkeiten versuche ich demnächst in Luxemburg umzusetzen, obwohl ich ein wenig Bammel davor habe. Es bedeutet für mich dass ich mich mehr exponieren werde und somit angreifbarer werde. Und die Frage ist ob ich das will…

Den Rest des Tages verbrachte ich nicht mehr auf dem Messegelände sondern schlenderte durch Berlin.
Ich fuhr zum Wittenbergplatz und ging gemütlich die Taunzienstrße hoch an der Gedächtniskirche vorbei biz zum Zoo. Ich erstand ein neues Jackett. Anschließend ging es weiter zum Hackeschen Markt, wo es ein Mäc Pro Laden gibt, den ich zwecks des Jobs aufsuchte.

Zum Schluss eine kleine Bilderauswahl des Tages.

Der ZDF Stand mit einer etwas anderen virtual Reality..

Berlin: Ankommen

Mit über einer Stunde Verspätung bin ich gelandet. Und es zog sich alles endlos hin. Der Flughafen in Luxemburg ist durch die Bauarbeiten im Inneren auch noch nicht besser geworden. Doch hatte ich durch alle Vorbereitungsmaßnahmen keinen Nerv mich ruhig hinzusetzen und  einfach zu lesen bis der Flieger kommt. Also tiegerte ich durch halbwegs neu gestaltete Abflughalle herum und hatte an allem zu meckern. Nun ja… ich war ungenießbar und es war gut dass ich nicht in Begleitung war.

Ich habe lediglich mein i Pad mitgebracht um zu schreiben. Das muss reichen.  Fotos werde ich mit dem i Phone machen. Das muss ebenfalls reichen.

Und morgen früh werde ich hoffentlich besserer Laune sein. Der Wein im Innenhof der Hotels hilft schon mal.

Make Up im Zeitraffer

Ein Theaterstück das ich vor über 3 Jahren gemacht habe, geht in die Wiederaufnahme. Damals erstellte der Fotograph Bohumil ein Zeitraffer Video. Hier seht ihr in 3:44 Minuten was eigentlich fast 2 Stunden, Abschminken inklusive, gedauert hat.

re:publica

Die größte Konferenz für Internet und Gesellschaft wird 10 Jahre alt und ich bin mit dabei. Solange ich blogge (und das ist schon etwas länger als es die re:publica gibt) wollte ich immer einmal hin. Da sie aber im Mai stattfindet, und das genau in der Zeit ist, in der ich auch sehr viel Arbeit habe hat es nie geklappt.

Ich berichtete bereits Ende letzten Jahres darüber, dass ich mir dieses Jahr die Tage der re:publica im Mai mit aller Gewalt frei geboxt habe und bis jetzt gehalten habe. Horray!  Es hat leider zur Folge dass ich mein Arbeitspensum hier in Luxemburg sehr zusammengestaucht habe und ich quasi bis zur letzten Minute, bevor ich in den Flieger steige, nicht schlapp machen darf. Aber das ist es mir Wert.

Jetzt sitze ich hier mit der Programmüberschau und werde schlicht wahnsinnig was da alles geboten wird. Da ich bis dato noch nie so ein Konferenzmarathon mitgemacht habe, weiß ich nicht wie viele Stunden hintereinander ich aufnahmefähig bin. Damals als ich noch nach Cannes zu den Filmfestspielen fuhr schaffte ich locker 5-6 Filme am Tag. (dass ich bei manchen sehr langsamen  und ruhigen Filmen ein wenig eingedöst bin…lassen wir jetzt mal nicht gelten) Konferenzen isind eine andere Art von Berieselung und es hängt wahrscheinlich von den einzelnen Rednern und Themen ab wie sehr man dranbleibt.

Ich freue mich aber sehr darauf und werde ab Montag von Berlin aus berichten.

Von Paris über Shakespeare zu Kondensstreifen

Eine Blitzvisite in Paris letzte Woche ließ mich durch eine peinliche Unachtsamkeit (so peinlich dass ich sie nicht erwähnen mag) diese Woche noch einmal dorthin fahren. So verbrachte ich am Montag gute 5 Stunden hin und zurück im Zug.

Unterwegs im Zug las ich der neusten Spiegel Ausgabe ein großen Artikel über William Shakespeare. Ich habe mich ja dieses Jahr als ich in London war mit ihm versöhnt. Man weiß nicht so sehr viel über den Mann selbst und es wurde und wird noch immer anzweifelt ob es ihn wirklich gab, bzw. ob es nicht mehrere Personen waren.  Ein Achtel dieser 400 Jahre werde ich dieses Jahr bekommen und in meinem Kopf schwirre die Idee der rückwärtsgewandten Unsterblichkeit herum. Ich würde den Mann gerne kennen lernen. Der Mann, dessen Theaterstücke so universal und modern sind dass man sie auch noch in 800 Jahren kennen wird.

Unterwegs ein paar hübsche Kondensstreifen ablichtetet. (Nein keine Chemtrails!)

 

Prince

Ich war nie wirklich ein Fan von ihm. Es gibt zwei Lieder von Ihm die ich mag.

1999. Weil es eine Upbeat Nummer ist zu der man tanzen kann und des Textes wegen. Party als ob es kein Morgen gäbe.

)…But life is just a party, and parties weren’t meant to last,
War is all around us, my mind says prepare to fight,
So if I gotta die I’m gonna listen to my body tonight. …[

Ein anderer Song den ich sehr schön fand war Sign O‘ The Times. Diese nichts sagenden Formen und Farben im Video in denen lediglich der Text erscheint, lassen die die Bilder im Kopf entstehen die der Text selbst hervorruft. Und was dort beschrieben wird braucht keine bildliche Darstellung.

 

Nachtrag: Mir viel heute (27.04.2016) noch ein Lied ein das ich mag. Eine waschechte Rock’n Roll Nummer. Let’s go Crazy.

 

Fotoausbeute der letzten Tage

Wenn ich wollte wie ich könnte, würde hier ja viel mehr schreiben. Stattdessen gibt es Fotos.

Café Vis-à-Vis

 

Der Osterblumenstrauß in den letzten Atemzügen

Ein Morgen in der alten Heimat. Die Bäume voll von Blüten und ein sehr trister Himmel.

Ein trendy beleuchteter öffentlicher Mülleimer

Der neue Look des alteingesessen Restaurants und Hotel in der alten Heimat.

Eine der meist photographierten Ansichten der Stadt und einer meiner Lieblingsplätze im Sommer.

 

Die Geschichte eines Diebstahls

Heute möchte ich noch eine Geschichte über Ausländer erzählen. Auch dieses mal werde ich sie wieder unkommentiert lassen, obwohl es mir sehr in den Fingern kribbelt.

Es gibt ein kleines Restaurant in der Oberstadt das sich auf luxemburgische Gerichte spezialisiert hat.  Ab und an gehe ich auch hin, wenn mir nach Deftigeren zu Mute ist. Heute kam die Besitzerin etwas wuschig und aufgelöst in der Weinbar meines Vertrauens an und erzählte mir dass sie von sechs Jugendlichen in ihrem Restaurant beraubt worden sei.

Es sei noch früh am Abend gewesen und sie war gerade allein im Restaurant als die sechs Jungs auf einen Schlag im Restaurant standen. Der Erste der Bande rannte gleich mitten ins Restaurant rein und die Besitzerin musste ihn regelrecht abwehren und wieder zum Ausgang schubsen. Dabei passte sie einen Moment nicht und, schwubs, war ihr iPhone hinter der Theke weg. Sie verließen auch alle sofort das Lokal. Aber da war es bereits zu spät. Sie rief die Polizei, die ihr sagten das sie nicht die erste sei, die dieser Masche auferlegen sei und es sie hätten die gleiche Nummer noch in anderen Geststätten abgezogen.

Am Tag darauf erschien ein größere Reportage im Fernsehen über minderjährige Flüchtlinge aus Syrien die ohne Eltern oder sonstige Begleitung in Luxemburg gestrandet sind. Zu der Reportage gab es eine Gruppenaufnahme in einem Kinderheim, auf dem etwa zehn Jungs zu sehen waren. Die Besitzerin des Restaurants sah den Bericht auch.

Sie erkannte alle sechs Jugendliche wieder…

The Show must go on

Es ist ein derart ausgelutschter Satz. Und doch stimmt er und tut so weh, dass man es bisweilen fast nicht aushält.

Ich hatte heute Premiere eines Stückes das ich eigentlich gar nicht betreuen sollte. Eine Kollegin sollte dies tun. Doch da sich die Direktion anscheinend in den Daten vertan hat, nahm besagte Kollegin noch andere Aufträge an und war somit überbucht.
Also sprang ich ein. Am frühen Nachmittag erfuhr ich dann vom Tod eines guten Bekannten, was mich ziemlich aus der Bahn warf.

Zwischen all den Vorbereitungen und dem Schmerz der Trauer, wurde mir alles zu viel und ich fühlte mich derart elend, dass ich zu gar nichts mehr Lust hatte, am allerwenigsten dieses Stück schminken.  Aber: The Show must go on. Es interessiert niemanden ob da ein Freund aus heiterem Himmel verstirbt und eine große ungeahnte Leere hinterlässt. Die Vorstellung ist ausverkauft und das Publikum will die Show sehen.

Also tut man was man tun muss…

Begegnungen an Supermarktkassen

Heute möchte ich euch über zwei  Begegnungen berichten. Ich werde sie nicht weiter kommentieren, weil sie absolut für sich selbst sprechen.

Es war im chinesischen Supermarkt kurz vor Ladenschluss. Der Laden war proppenvoll. Da ich unter Zeitdruck stand, war ich sehr gewillt wieder zu gehen, doch leider gab es das Kraut, das ich zum Kochen brauchte nur dort. Also stelle ich mich die in elend lange Schlange vor der einzigen Kasse die geöffnet hatte. Es ging quälend langsam voran. Vor mir stand eine Frau, die ich als Thailänderin einstufte. Sie hatte einige Mühe mir ihrem sehr quengelingen Kleinkind und war sichtlich genervt.
„Bleif elo hei a sief brav!“*
Sie sprach luxemburgisch mit einem seltsamen Accent. Sie drehte sich zu mir um.
„Firwat maachen se keng zweet Kees op? Se sinn esou domm! Chineesen hu kee Gehir! Kuck die Schlitzaen! Kee Wonner dass et esou lues geet! Se gesinn näischt!“**

Ein paar Wochen später ereignete sich etwas Ähnliches im Supermarkt meines Vertrauens. Es war am Sonntag Morgen. Die Schlange an der Kasse war gemäßigt lang. An der Kasse saß eine der Kassiererinnen die schon lange dort arbeitet. Sie ist eigentlich immer fröhlich und nett und spricht immer ein paar Sätze mit den Kunden. So auch jetzt. Plötzlich drehte sich eine Französin vor in der Schlange zu mir um (sie hatte schon so einige Male vor sich hingestöhnt) und fragte mich. ‚
„V z’êtes Portugais, vous?“***
Ich schüttelete den Kopf. sie beugte sich zu mir vor mit gedämpfter Stimme.
„Si vous me demandez, les Portugais, c’est une sale race! Je ne peut pas les voir!“****,
und nickte zur Kassiererin hinüber.
Wie rücksichtsvoll von ihr, dass sie mich davor gefragt hat, ob ich nicht auch Portugiese sei.

Was mich bei dem zwei Begegnungen besonders stutzig gemacht hat, war der Umstand dass die xenophoben Bemerkungen von Frauen kamen sie selbst Ausländer in Luxemburg sind.

* Bleib hier und sei brav!
** Warum manchen die keine zweite Kasse auf? Die sind so dumm! Chinesen haben kein Gehirn! Guck die Schlitzaugen! Kein Wunder dass sie nichts sehen!
*** Sind sie Portugiese?
**** Wenn sie ich fragen, Portugiesen sind eine Drecksrasse. Ich kann sie nicht ausstehen!

† Roger Cicero †

Und als einer von Millionen,
steh ich hier und schau nach oben,
Frag mich wo du gerade bist,
und wie es da wohl ist….

Ach Roger, so war das nicht geplant. Mit 45 Jahren ist definitiv zu früh. Noch letzte Woche, es war am Donnerstag, dachte ich an dich und fragte mich wie es dir wohl gehen mag als du im November letzten Jahres alles abgesagt hast…

Danke dass du all diesen tollen Lieder geschrieben hast. Danke, dass ich vorletztes Jahr ein ganz tolles Konzert von dir sehen durfte. Danke, dass du ein ganz besonderes Lied geschrieben hast (ich verrate nicht welches), das mich über eine lange Trauerphase in meinem Leben begleitet hat und mir dabei sehr half. Es war fast so als ob du es nur für mich geschrieben hättest.

Ich las die Nachricht heute am frühen Nachmittag, dass du schon seit…Donnerstag…nicht bei uns bist. Es war am Donnerstag, dass ich… nein, das ist ein purer Zufall, aber mir läuft es trotzdem kalt den Rücken runter.

Danke Roger für alles.

Tatort Public Viewing @ De Gudde Wëllen

Für alles gibt es ein erstes Mal. In Deutschland ist es ja kein Novum, dass der Tatort in vielen Bars im Public Viewing gezeigt wird. Heute war es groß im Gudde Wëllen angekündigt, da Max Thommes(der Bruder von einem der Barbesitzer) im neuesten Krimi zu sehen war.

Zugegeben ich bin nicht der große Fan der Serie. Doch SpOn gab der der Folge vorab eine 7/10 Note und so überwand ich mich dann doch hinzugehen. Ob er gut oder schlecht ist, könnt ihr selbst entscheiden. Ich fand ihn nicht schlecht. In der ARD Mediathek könnt ihr ihn jeden Abend ab 20:00 Uhr eine Woche lang sehen.

Der Ostersamstag in Bildern

Irgendwie ging das heute morgen mit dem langen Ausschlafen nicht. Also raus aus den Federn. Dusche. Kaffee.

Auf dem Weg zum Wochenmarkt kurz nach 8 Uhr morgens. Der Nebel wird nicht mehr lange durchhalten.

Kurz in der Konditorei meines Vertrauens reingeschaut und das allerletzte Schokoladenei aus Milchschokolade mit Pralinen gefüllt bekommen. Der Bedienung nach, wurde der Laden gestern schon leergekauft und es war fast nichts mehr da.

Auf dem Wochenmarkt.
Die Sonne scheint.
Alles strahlt, sogar der Dreck und das Elend.
(Ich liebe den Spruch, er ist aber leider nicht von mir.)

Der Vogelstrauß Metzger ist ist nicht mehr da. Er hat seine Rente angetreten. Doch es steht ein Schild bei einem andern Stand dass dieser den Straußenfleischverkauf übernehmen werden, aber erst in ein paar Monaten. Leider weiß ich aber nicht, ob die dann das gleiche Sortiment haben werden. Es gab Straußenfilets und Steaks, also rotes Fleisch. Da der Strauß auch weißes Fleisch besitzt gab es auch Würstchen und Rieslingpasteten. Ich mochte die Rieslingpasteten ganz besonders. Ein paar bunte Ostereier geschenkt bekommen. Eins von meiner Marmeladenfrau und zwei vom Stand der DP.

Ein paar Blümchen für die Feiertage.

Ein Kaffee in der Brasserie Guillaume.

Abstecher nach Vianden zur Tante die dort im Pflegeheim verweilt. Sie hat sich sehr über das Schokoladenei gefreut.

Mittagessen im Hotel Victor Hugo. Sie haben den großen Restaurant Saal renoviert, was mich ein wenig erschreckte, denn nun sieht es leider dort auch wie in vielen anderen Gaststätten der Haupstadt aus. Ich verstehe die Besitzer, dass sie den alten Kram nicht mehr sehen wollten und konnten, aber gerade dieses sehr Altertümliche hatte einen Charme den ich mochte und den man sonst nirgendwo fand. So sah der Saal früher aus.

Zurück in die City. Der Dreck und das Elend strahlen noch immer im Glanz der Sonne. Also auf in die Innenstadt. Ich wanderte noch ein wenig in der Stadt umher, und ließ den Abend in der Weinbar meines Vertrauens ausklingen.

 

 

MILF

Folgendes Ereignis fand vor ein paar Wochen statt und ich werde es sehr vage halten, da ich niemand in Verlegenheit bringen möchte.

Es war an einem der zahlreichen Abende an denen ich Abends weg war, von denen ich aber hier selten berichte, weil sie…manchmal…peinlich…enden. Es ergab sich dass ich am Tresen einer Bar saß. Etwas weiter  weg am Tresen, sagte jemand zur Bedienung, dass sie eine ‚tolle MILF‘ sei. (Wer nicht weiß was MILF heißt schaut bitte hier nach)

Ich selbst empfand das als riesengroße Beleidigung der Bedienung gegenüber. Denn umgangssprachlich übersetzt, heißt das für mich: „Mach ma‘ die Beine breit, Alte.“

Meine Frage an meine weibliche Leserschaft: Ist der Begriff MILF inzwischen so salonfähig, dass er als Kompliment gilt?

 

Und da ist es wieder

…dieses diffuse Gefühle der Angst, das ich nicht richtig zu deuten weiß. Das ich an nichts festmachen kann. Das gleiche ungute Gefühl das ich schon bei den Anschlägen in Paris hatte.  Und dieses Mal ist die Gefahr ungleich näher an Luxemburg als zuvor.

Als ich heute morgen den Post fertiggestellt hatte und veröffentlichte, kamen die ersten Nachrichten über den Flughafen in Brüssel. Ich war kurz davor den Post über die Sprinkles zu löschen. Ich dachte als erstes an meine beste Freundin N. die zur Zeit in Paris verweilt und wahrscheinlich die Wände hochgegangen ist, aus Trauer, Wut und Verzweiflung. (Die N. ist belgischer Abstammung) Das obere Bild habe ich auf ihrer Facebookseite gefunden.

Vor ein paar Jahren noch wäre ich bei einer solchen Meldung sofort vor den nächst besten Fernseher gesprungen, um mir anzusehen was da los ist. Doch ich saß nur still da lauschte dem Radio und wollte keine Bilder sehen. Es reichte mir dass ich hörte was dort passierte. Ich fühlte mich ohnmächtig.

Ich hatte um kurz vor der Mittagsstunde ein Termin beim Friseur. Er erzählte mir, dass einer seiner besten Freunde mit einer Gruppe von über 60 Jugendlichen am Flughafen war, als es passierte. Der Freund wurde nur leicht am Kopf verletzt, konnte sich aber gleich um die Gruppe kümmern, die in alle Himmelrichtungen verstreut waren und sich versteckten oder weggelaufen waren…

Ich bin kein Held und auch kein Intellektueller, doch so wie viele andere auch, stelle ich mir Fragen.
Was läuft da schief?
Warum hassen die uns?
Warum gibt es sogar Luxemburger die diesem terroristischen I. S. beitreten?
Und aus der letzten Frage heraus, stellt sich die Frage: Was machen wir falsch?