Der Uncoole

Fundstück das mir eben in Hände fiel. Muss so um 1988 gewesen sein. Ich könnt mich wegschreien vor Lachen.

Augen öffnen

Eben aufgewacht. Draußen ist das schönste Wetter. Ich genieße die letzten Tage an denen ich keine doppelte Schichten schieben muss sonst wäre ich jetzt schon längst am Filmset. Ich höre kleine Kinder draußen singen. Seitdem Echternach das Gebäude der Vorschulkinder weiter unten in der Straße eröffnet hat, ist jeden Morgen etwas mehr los.
Heute morgen steht eine Wohnungsbesichtigung auf dem Programm. Später mehr darüber.

Und der Entschluss ein anderes System als Blogger zu benutzen steht fest. Ich wollte gestern Abend noch einen Eintrag vor dem Schlafengehen schreiben, und wieder nichts rührte sich nichts.

Fragen

Das mit den fünf Fragen scheint es öfters zu geben. Gimme 5, das Blog das ich regelmäßig besuche, dessen Fragen mich aber nicht sehr inspireieren ist nur eines davon. So gibt es z.B. auch Die freitäglichen Fünf, ein Ableger der Friday Five. Da gehen die Fragen etwas weiter als bei G5.
Und obwohl ich schon Lust hätte darauf zu antworten, werde ich es jetzt sein lassen, weil ich ja vorhin schrieb das ich RAUS gehen soll…

Hell

Endlich wieder schönes Wetter. Und zu schön um hier sitzen zu bleiben. Also RAUS mit mir!

Achterbahn

Und die Tage und Stunden fliegen nur so vorbei. Gestern ein sehr langes Fotoshooting hinter mich gebracht. Wenn ich recht überlege, wird es mir nicht all zu viel einbringen, weil es für ein Setbook ist. Aber ab und zu Mutter Theresa spielen ist auch mal schön.
Ich habe mir vorgestern zum ersten mal eine Gamezeitschrift gekauft. Ich bin nicht so unbedingt der Typ der den ganzen Tag am PC hängt und Spiele spielt. Ab und zu kann es passieren, dass ich auf der Seite von Miniclip hängen bleibe, weil sie ein neuen kleinen Zeitvertreib herausgebracht haben, aber das war es dann meistens auch schon. Ich hielt also dieses Gameblatt in den Händen mit darauf stand, dass es eine Vollversion von Rollercostertycoon 2 enthält. Und da alles so schön bunt war, ließ ich mich davon überzeugen. Für 4.99 Euro kann man wohl nicht viel falsch machen. Falsch gemacht habe ich auch nichts, im Gegenteil. Das Ding hat mich gepackt. Ich baue seit Stunden Achterbahnen und sonstige Attraktionen wie behämmert….
Oft begreife ich nicht wie andere Leute sich stundenlang an solchen Spielchen begeistern können. Es soll doch ungesund sein und man soll dabei vereinsamen…
Doch wehe man findet das Spiel das einen fasziniert und nicht mehr loslässt. Zumindest verstehen kann ich es jetzt.

Ach ja, für alle Musikfans hat 3sat wieder Pop around the clock. Da sind ein paar Konzerte dabei die man sich nicht entgehen lassen sollte. Irgendwann heute Nacht ist die Queen of Pop dran. (Nein, nicht Madonna, sondern Kylie Minogue!)

Ansonsten geht’s mir gut. Der Film läuft auf Hochtouren, Theater ebenfalls. Und Berlin, ist so wie es jetzt aussieht, im Monat Mai gestrichen.

Gib’s mir 5 mal

1.Nachbarn – Freunde oder Feinde?
Weder noch. Ich kenne sie, sie kennen mich. Wir grüssen uns auf der Strasse, manchmal wechseln wir einige Worte über das Wetter oder was sonst grade aktuell ansteht und das war’s dann auch schon. Mehr will ich nicht und die glaube ich von mir auch nicht.

2. Es ist 2 Uhr Nachts. In der Wohnung über Dir ist die Hölle los. Was machst Du?
Gar nichts. Ich habe keine Nachbarn über mir wohnen. Nur gegenüber und hinter dem Haus und die sie sind alle verhältnismäßig ruhig.

3. Haben sich Nachbarn schon mal über Dich beschwert?
Nein, nicht dass ich wüsste.

4. Wie tolerant sind Deine Nachbarn?
Keine Ahnung ich habe sie nie gefragt.

5. Wie tolerant bist du als Nachbar?
Ich glaube da bin ich ganz gut drin. Zumindest was meine WLAN angeht auf der des Öfteren auch mal ein Nachbar (wer es genau ist, weiß ich nicht) mitsurft.

Zu all diesen Nachbarsfragen ist aber zu sagen, dass dies nur meine unmittelbaren Nachbarn betrifft. Weiter unten in meiner Strasse hinter dem Friedhof, ist die Nachbarschaft nicht so doll. Da sind mittlerweile eine ganze Menge ziemlich asoziale Fälle hingezogen. Es gibt Tage, vor allem im Sommer, wo man den ganzen Krach und die Streitereien bis hierhin laut und deutlich hören kann.
Gimme 5

Ungutes

Der Traum von heute nacht stimmt mich sehr nachdenklich. Ich sah dort eine Bekannte , mit der ich mich nicht besonders verstehe und mit der ich auch länger keinen Kontakt mehr habe, es sei denn wir begegnen uns zufällig auf der Straße. Im Traum sang sie mit glockenklarer Stimme, die ich ihr nicht zugetraut hätte, und die sie eigentlich auch gar nicht hat, das Weihnachtslied von Wham! Last Christmas. Eines ihrer Lieblingslieder zur kalten Jahreszeit, wie mir nachher einfiel.
Und als ich erwachte macht sich das seltsame Gefühl in mir breit, dass etwas ungutes passiert ist.

Die Wiederkehr

Schreiben, wenn ich endlich vom Theater aus wieder zu Hause bin und soviel Zeit dafür aufwenden kann wie es braucht. Anders geht es nicht. Ich dachte schon heute Nachmittag (bzw. gestern) daran, aber irgendetwas kommt immer dazwischen.

Als es noch die Best of Liste hier gab, fehlte im Grunde immer eine Gruppe die ich schon seit sehr langer Zeit höre, immer wieder, aber seltsamer weise habe ich nie darüber geschrieben. Gotan Project ist im Loungebreich anzusiedeln und macht geniale Tangomusik. Ihr erstes Album La Revancha del Tango erschien vor 6 Jahren und war lange lange Zeit ein absoluter Insider Tipp. Jetzt vor 2 Wochen kam nun endlich das zweite Album“Lunatico“. Es ist etwas an dem man sich nicht satt hören kann. Seit Tagen läuft die neue CD ununterbrochen im Auto rauf und runter.

Ungern

Was gestern war? Vielleicht sollte ich da noch eine Erklärung abgeben. Gestern morgen schmiss mich mein (leider) nicht ausgeschaltetes Handy aus dem Bett. Es waren die Filmstudios die mich letztens schon öfters angerufen hatten, wegen der großen US Produktion, bei der ich aber absagen musste wegen dem Theaterstück. Ob ich nicht für ein paar Stunden kommen könnte, weil jemand anders gar nicht angetreten sei. Nun ja, ich lasse nur ungern jemand im Stich. Und irgendwo in der Unmenge von Statisten, waren plötzlich ein paar Minuten ungeahnter Ruhe, in der ich vorigen Zeilen schreib.
Meine Erkältung ist am Abklingen. Hoffentlich bleibt das jetzt für eine Weile so.

Wolken ziehn vorbei

Eine Vorstellung wie im Bilderbuch. Mit Schnupfen, mit Husten. Es geht also doch.
Am Nachmittag einen Einkaufsbummel mit A. durch Trier. Zwischendurch musste A. zu einem Termin zum Friseur und ich saß auf einer Terrasse im Freien. Die Sonne drückte schon fast zu sehr. Es war ein Augenblick der Stille und Ruhe, obwohl ich zwischen vielen anderen Leuten saß. Eine Stunde lang. Es war als ob die Zeit stillsteht, als ob nichts und niemand etwas von mir will. Ich sah den Passanten nach, blätterte in einer Zeitschrift, schaute den Wolken zu, schnappte hier und da Gesprächsfetzen auf… Der Gedanke dass ich wenige Stunden später auf der Bühne stehen müsste, war weit weg, fast schon fremdartig.
Solche Augenblicke sollte ich mir öfters gönnen, weil sie fast wie ein kleiner Urlaub sind.

Kläglich

Na wenn das kein Schluckauf war! Ich konnte das das letzte Posting eben vor Minuten erst auf den Server laden… Das sind diese Momente in denen sich der schon vor langer Zeit gefasste Entschluss wieder breit macht, Blogger.com definitiv zu verlassen.
Aber irgendwas ist immer… Irgendwas was mich dann wieder davon abhält. Meine ersten kläglichen Versuche es selbst zu machen, gingen leider alle in die Hose. (Ich habe noch immer auf dem Server von Joel.lu diverse dubiose Folder stehen die sich nicht löschen lassen!!!)

Als ich jetzt für Stunden zum Nicht Posten verdammt war, habe ich verschiedene alte Einträge durchgelesen und jede Menge Tippfehler entdeckt. Das klitzeklein Gedruckte unter dem Disclaimer in der rechten Leiste gilt mehr den je.

Sinneswandel

Na Benedikt? Wieso plötzlich dieser Sinneswandel? Nicht dass ich ihn nicht gut fände im Gegenteil! Ich finde ihn hervorragend! Endlich scheinst du zu begreifen um was es geht.
Ich war eben so baff als ich das las, dass es mir noch einen Eintrag wert ist!
Blogger scheint Schluckauf zu haben. Meine Postings gehen nicht richtig durch. Es dauert ewig bis sie online sind!

Grüne Schleimfäden

Ich habe Schnupfen. Mutter hat KEIN Nasivin. Ich habe Rhinopront. Der Schnupfen muss bis morgen verschwunden sein.
Ein Sonntag mit Arbeit, viel Arbeit. Vorbereitungen für einen Film von einem Regisseur der seinen ersten Spielfilm dreht. Er ist leicht bis mittelschwer verkrampft. Ich kann’s verstehen weil es sein erster Film ist. Aber es nervt.

Der Schnupfen macht mich wahnsinnig….

Erfolg

Erstaunlich wie groß ein Premierenerfolg sein kann. Mich überrascht es immer wieder. Standing Ovation. Ich kann es immer noch nicht glauben…
Es stellt sofort die Frage, ob mir das nicht zu Kopf steigt? Ich glaube, dass ich über dieses Stadium hinweg bin. Erfolge grad in meiner Branche sind kurzlebig. Wenn man da nicht  anschließend gleich einen weiteren Verbucht und noch einen und noch einen, dann ist das wie mit dem Counter auf der Homepage. Er ging massiv bergab als ich letztes Jahr die Sommerpause eingelegt habe….

Zittern

Schon verrückt wie sich manche Einträge gleichen. In Augenblicke I gibt es einen Eintrag der glaube ich Flugzeuge im Bauch heißt. Ohne das jetzt genau nachzuschauen, weiß ich, dass ich heute auch welche haben werde und das nicht zu knapp. Premiere. Lampenfieber. Herzklopfen. Ein kribbeln geht durch den ganzen Körper. Es geht über zu einem Zittern das den  Körper befällt, ganz besonders die Knie und Hände….
Ich habe heute morgen übrigens erfreut festgestellt dass ich während der Probenzeit, vor allem während der intensiven Zeit am Schluss, dass ich 4 Kilo abgenommen habe.
In 2 Stunden muss ich losfahren.

Endspurt 2

Der Endspurt bezieht sich auf die Proben von dem Theaterstück im Inoui. Donnerstag ist Premiere…mehr muss ich da nicht hinzufügen. Die Spannung und der Druck steigen.

Ich beginne mit dem Satz mit dem ich gestern aufgehört habe. Dabei habe ich etwas festgestellt. Wenn ich von der Probe nachhause komme, (wir proben jetzt zu den Abendzeiten zu denen die Vorstellungen auch laufen werden) bin ich derart aufgedreht, dass lange brauche um einzuschlafen. Das beunruhigt mich sehr, denn ich habe ab nächster Woche einen Film angenommen, bei dem ich ausgemacht habe, dass ich ab 16:00 Uhr gehen kann, wegen der Abendvorstellungen. Da das mit dem Schlaf aber nicht so klappt wie üblich, habe ich Angst die Vorstellungen wegen Übermüdung zu vermasseln…
Und irgendwann müsste ich auch Einträge schreiben. Was aber (ich wiederhole einen Satz aus Augenblicke1) wenn meine Tage mit nichts anderem als Film und Theater ausgefüllt sein werden? Eine selbst auferlegte Pause möchte ich nicht einlegen. Ich will die Augenblicke nicht wieder innehalten lassen.
Stellt euch zumindest schon mental darauf ein, dass es in den nächsten Wochen leichtere und weniger Kost hier geben wird.
*tiefer Seufzer *

Enttäuschungsmanöver & Endspurt

Ups… ein Tag vorbei und kein Eintrag obwohl ich Zeit genug dazu gehabt hätte.
Das Enttäuschungsmanöver habe ich mir selbst zuzuschreiben. Man lässt sich auf eine Bekanntschaft ein, die sich zu einer Freundschaft zu entwickeln scheint, und merkt dann plötzlich, dass es nicht klappt. Dass man der Freundschaft eine Chance geben wollte, obwohl man Zweifel hegte und dann endlich einsieht, dass man von Anfang an recht hatte. Die Person an sich ist nett, hinkt aber der Entwicklung und geistiger Entfaltung irgendwie hinterher. Sie erinnert mich an mich selbst als ich noch satte 15 Jahre weniger hatte.
Zudem bin felsenfest davon überzeugt, dass diese Person ein Alkoholproblem hat. (Das Problem hatte ich aber nicht vor 15 Jahren!!! Wollte ich nur klarstellen !!!)

Bekanntschaft ist in Grad von Freundschaft, der flüchtig genannt wird, wenn sein Gegenstand arm und unbekannt ist, und eng, wenn er reich und berühmt ist.
Unbekannt

Der Endspurt bezieht sich auf die Proben von dem Theaterstück im Inoui. Donnerstag ist Permiere…mehr muss ich da nicht hinzufügen. Die Spannung und der Druck steigen.

Fragen

Ich habe schon mal über Gimme 5 berichtet. Die Idee an sich finde ich gut. Nur waren die Fragen, darin nie richtig etwas für mein Log, da sie mir zu oberflächlich waren. Dieses Mal mache ich mit.

1. g5 “nervt” nun schon fast 2 Jahre! Seit wann machst du die g5?
Das habe ich oben schon in der Einleitung beantwortet.

2. Es ist schwierig sich neue Fragen auszudenken, schließlich müssen sie irgendwie passend sein und auch nicht allzu persönlich. Hättest Du etwas dagegen, wenn die Fragen persönlicher wären (z.B. wie die Fragen vom 1.3.06)?
Nein überhaupt nicht. Wenn es mir zu persönlich werden sollte, (ich weiß mit Jahren wo die Grenze zwischen dem verläuft was ich für mich behalte und was nicht) werde ich sagen, dass die Frage zu weit geht und keine Antwort darauf geben. Das ist absolut legitim und tut weder mir noch sonst jemandem weh.
Übrigens fand ich die Fragen vom 1.3. ganz interessant, weil sie zum ersten Mal eine Einsicht über die Toleranz und Akzeptanz gaben. Sehr spannend was da bei einigen zu lesen war.

3. Über was würdest Du nie ausgefragt werden wollen?
Scheissen, pissen, furzen, rülpsen, kotzen und ficken. Somit ist das einmal gesagt und mein Log in manchen Suchmaschinen indiziert. Aber die Wörter bringen es genau auf den Punkt.

4. Das wollte ich schon lange mal gefragt werden!
Fragen die zum nachdenken anregen. Meinungsbildende Fragen. Fragen die die eigene Sichtweise in den Vordergrund stellen.

5. Anregungen oder Kritik an das g5-Team?
Nein keine. Ihr macht das ganz gut so.

Neuerung

Ich habe lange hin und her überlegt. Was bringt eine Besternliste? Die Idee der Best of ist eh nicht von mir sondern von Else, bei der ich sie mir abgeguckt habe.
Sie kommt weg!
Ich finde es äußerst mühsam immer weider zu überlegen was ich denn jetzt in die Liste aufnehme und was nicht. Wenn ich etwas gut oder schlecht finde werde ich ein Posting darüber verfassen, Punkt. Diese ewige Quälerei ob ich ein neues Buch, eine neuer Film oder eine neue CD besser finde als die alten die bereits da stehen, bzw. ob die dem Anspruch in der Liste zu stehen noch immer oder nicht mehr gerecht werden… Hallo? Bin ich Media Control?

Leiden & Lachen

Samuel Beckett. Dieses Jahr kommt man wirklich nicht an ihm vorbei. Gestern Abend war die Uraufführung des Theaterstücks Endspiel im Escher Theater auf Luxemburgisch. Ich muss gestehen dass ich große Bedenken hatte. Aber es war mehr als überzeugend. Das Ganze dann auch auf den Tag genau von Becketts 100. Geburtstag. Manche sagten sogar, wenn Beckett luxemburgisch gekonnt hätte, hätte er seine Stücke in dieser Sprache verfasst…
Endspiel von Beckett ist ein Theaterstück, das zwischen Leiden und laut Lachen liegt, wo die Zuneigung und Liebe in Psychospielchen der schmerzhaftesten Art ausarten, aber vom Zuschauer immer als das gesehen werden was sie eigentlich sind. Eine Coabhänigkeit die fast schon eine Symbiose ist.
Bitte schaut euch das Stück an, es ist für mich eines der besten Stücke dieses Jahr.
Hierzu ist auch ein Buch erschienen, in dem noch 3 weitere Stücke auf luxemburgisch übersetzt wurden. (Da das Buch noch so neu ist habe ich keinen einzigen Link gefunden noch nicht einmal beim Verlag phi selbst)
Samuel Beckett: Theater.
Waarden op de Godot, Endspill, Katastroph, Wat wou.
ISBN: 2-87962-210-7
18 Euro

Moralisten sind Menschen, die sich dort kratzen, wo es andere juckt.
Samuel Beckett

Sinnlos

Die seltsame Panne von vorgestern ging mir heute nochmal durch den Kopf. Ich glaube nicht dass jemand absichtlich daran rumgefummelt hat. Ich glaube eher dass die in der Werkstatt nachlässig waren, denn als ich gestern nochmal dort war, hatte es den Anschein, als ob da jemand ein schlechtes Gewissen hätte. Der Wagen war nämlich letzte Woche zur Überholung einen ganzen Tag dort…
Und damit möchte ich das Thema abschließen, denn es ist heikel und unangenhem. Denn wenn es tatsächlich so wäre wie anfangs vermutet, würde ich mir den Kopf zermartern wer es gewesen sei und warum. Das führt letztendlich zu nichts.

Stressbeschreibung

Der Titel sagt es bereits. Soll ich es überhaupt tun? Für die virtuelle Welt einen Tag festhalten, den ich selbst zu 75% sch… fand ? Ich hatte ja angekündigt dass ich keine Zeit zum Posten haben werde. Demnach sollte ich jetzt doch zumindest eine kleine Berichterstattung machen was denn ablief.
Insgesamt hatte der Tag 20 Stunden dem nur knappe 4 Stunden Schlaf voran gingen. Eine Stippvisite in Brüssel für den Make-up Test, eine sehr anstrengende Probe abends in Luxemburg, und als krönender Abschluss eine Autopanne mitten in der Nacht. Als ich von der Probe, die recht spät endete, endlich nach hause fahren wollte, sprang die Karre nicht an. Ich musste den Pannendienst rufen, der aber Gott sei Dank ziemlich schnell raus hatte wo der Fehler lag. Die Benzinleitung war lose. Der Mechaniker frage mich ob ich Feinde hätte. Dort wo die Leitung lose war, müsste ganz offensichtlich jemand nachgeholfen haben…
Mich überfiel ein Gefühl der absoluten Ratlosigkeit. Feinde? Ich? Warum? Weshalb?
Und sofort kamen mir die Worte meiner hellsichtigen Bekannten in den Sinn, die mir schon vor etlichen Wochen, Neid und Missgunst vorausgesagt hatte.
Wenn ich nachempfinden könnte was es heißt von Neid und Missgunst zerfressen zu sein, könnte ich es vielleicht verstehen. Wie kann ein Mensch soviel Energie in die Gefühle stecken, die am Ende zu nichts führen? Noch weniger verstehe ich Hinterhältigkeit. Bringt es Genugtuung jemandem zu schaden? Natürlich muss es das, sonst wäre es ja nicht so. Nur kann ich damit nichts anfangen. Ich stehe dem völlig rat- und hilflos gegenüber.
Als ich dann heute Nachmittag den Wagen noch mal in Werkstatt checken ließ, war aber alles ok.

Berliner kennen keinen Neid.
Peter Bamm (1897-1975), eigtl. Curt Emmrich, dt. Arzt u. Schriftsteller

Aufgedreht

Ich bin hundemüde und doch aufgedreht von der Probe. Heute waren Leute von der Presse da um sich einen Durchlauf anzusehen. Als ich wegfuhr musste ich mit Schrecken feststellen, dass ich mit den allerletzten Topfen Benzin führ. Bis ich endlich eine Tankstelle mit Krditkartenautomat gefunden hatte, war es fast schon Mitternacht. Das schlimme dabei ist, ich muss morgen (bzw. in knapp 4 Stunden) schon wieder um 5 Uhr raus, weill ich nach Brüssel fahren muss wegen einem doofen Make-up Test, der genauso gut in Luxemburg hätte stattfinden können. Und wenn ich von dort zurück bin geht es gleich noch mal in eine Probe.
Also stellt euch schon mal daruaf ein dass es morgen kein Posting geben wird.

Mit anderen Augen

Manchmal, nicht immer, lese ich meine eigenen Einträge aus den letzten Tagen noch mal durch. Manchmal, nicht immer, sehe ich das Geschriebene, so als ob es von jemand anders wäre. Da wäre z.B. der Eintrag Grotesk und schön über die Puppengesichter von Ray Caesar. Ich würde schon gerne nach Paris fahren mir die Ausstellung ansehen, die dort noch bis zum 22 April läuft.
Was mich am meisten an den Bildern fasziniert (ist vielleicht auch nur auf dem PC Bildschirm so) ist der erste und zweite Blick und wie stark sie sich von einander unterscheiden. Es ist erstaunlich wie sehr sich das subjektiv schöne und kitschige mit dem subjektiv hässlichen und grotesken vereinen kann. Da ich von Berufswegen ständig damit konfrontiert bin und den Unterschied in der Form so nicht mache, ist es um so schöner dass jemand es in einem Bild so schön darstellen kann.
Einer von euch Schnuffis, schrieb mir dass die Bilder ihn an Chucky erinnern…
Hier noch ein Beispiel das es noch viel stärker zum Ausdruck bringt, als die beiden im vorigen Eintrag.

Sonntagsvolk

Ein zweiter Leseversuch im Philo heute nachmittag scheiterte ebenfalls kläglich. Ganz Echternach war gerammelt voll mit Menschen. Und obwohl das Wetter nicht so besonders war,lustwandelte alles und jeder durch die Stadt. Logischerweise hatte es zur Folge, dass das Philo gegen 5 mit Sonntagsvolk* so überfüllt war, dass ich die Flucht ergriff.

Merke:
*Sonntagsvolk sind Leute die man im Philo in der Woche kaum oder gar nicht sieht, mit Kinderwagen und sämtlichem großen und kleinen Anhang. Getränke: Milchkaffee, Saft, Mineralwasser und…hatte ich bereits Milchkaffe erwähnt?

Ich bin grad dabei mir ein Hörspiel das ich gestern aufgenommen habe, zurechtzuscheniden. Rot und Schwarz von Stendahl. Wenn ich fertig bin gibt es je nach Laune noch einen Eintrag

Schnarch

Proben, am Details feilen, Termine ausmachen. Tage wie dieser vergehen wie im Flug. Und dabei hat mich die Frühjahrsmüdigkeit voll im Griff. Überall wo ich mich einigermaßen gemütlich hinsetze, könnte sofort ein Nickerchen machen. Es ist schon fast unanständig. Ich gähne alles und jeden an. Deshalb ging ich heute am späten Nachmittag kurz ins Philo um dort zu lesen. Auf der vorderen Außenterrasse mit den unbequemen Bänken und Stühlen, und dem etwas zu kühlen Wind, so dachte ich, würde ich nicht so schnell wegratzen. Tat ich auch nicht. Stattdessen wurde ich von allen möglichen Leuten gegrüßt und in Gespräche verwickelt, dass ich gar nicht zum Lesen kam.
Und als ich 2 Stunden später wieder zuhause, viel ich auf die Couch und ratzte weg…

Moment…
*sich von der Couch erhebend, das Laptop zu Seite stellend und an ans klingelnde Telfon stürzend*
…Romain lädt mich zu einem Drink im …Philo ein. War ich da nicht schon mal heute?

Gedicht

Wenn Sibylle Berg mir in ihrer Newsletter so ein schönes Gedicht schickt, muss das auch gewürdigt werden.

April
Es war so ein morgen tief im April
ich lag in meiner Wohnung still
von draußen schlug Regen an mein Dach
ich war weder schlafend, noch war ich wach
ich konnt nicht mehr denken, konnt nicht mehr stehn
vor dem Fenster warn Bären zu sehn
große Schatten, die liefen herum
ich dachte :na scheiße und drehte mich um

Das sind so Tage, Tage im Jahr
wo ich mich schon frage, ob das alles wahr
das sind wirklich Tage, da wird mir fast klar
das dieser Mist es tatsächlich war

Dann am Abend, tief im April
ich war irgendwo und trank da sehr viel
ich hörte die dummen Reden der Leute
es gab aber nichts , worauf ich mich freute
ich hörte dem Tier zu, das neben mir saß
das während es redete Döner aufaß
es war so ein Bär ich erinnere mich
er fragte :sie wundern sich sicherlich.
dann stand er auf und ging einfach weg
ich dachte: na scheiße, was für ein Dreck

Das sind so Tage, Tage im Jahr
wo ich mich schon frage, ob das alles wahr
Das sind wirklich Tage, da wird mir fast klar
das dieser Mist es tatsächlich war

Dann in der Nacht, tief im April
von draußen da klebten die Stunden still
sah ich mich mal in meiner Wohnung herum
und dachte , mann Alter, das wird mir zu dumm
an meinem Fenster, mein Blick schien gelenkt
da war der Bär und er war erhängt.
ich wollte dasselbe gleich im Anschluss tun
doch musste ich erst mal ein paar Stündchen ruhn.
dann nahm ich den Strick, es war meine Leine,
und wickelte mir das Ding um die Beine
wies weiterging das weiß ich nicht mehr
ich bin eingeschlafen, neben dem Bär.

Statt Ku’dam

… MUDAM !
Eigentlich wollte ich nichts darüber schreiben, weil man sich hier in der Presse schon mehr als genug darüber auslässt. Aber die Verlockung war einfach zu groß. Dabei habe ich noch in keinem Pressebericht meinen Vergleich gelesen. Zugegeben, er ist etwas weit hergeholt, aber für mich der eine Berlinfimmel hat, lag das Wortspiel doch wohl auf der Hand, oder?
MUDAM steht für Musé d’Art Moderne und ist nun endlich endlich endlich fertiggestellt worden. Der Bau war in Luxemburg ein Politikum zum Totlachen wenn es nicht zeitweise zum laut Weinen gewesen wäre. Das Projekt selbst wurde noch vom Staatsminister Jacques Santer ins Leben gerufen, der damals noch nicht zur EU berufen war und noch nichts von einer Edith Cresson wusste, die ihn späterhin mit in Sumpf von Bestechung und Korruption zog, so dass er abdanken musste. Das nur am Rande um euch ein Zeitgefühl zu geben wie lange Luxemburg schon mit dem Museum schwanger geht.
Die Probleme fingen bei der Größe an. I. M. Pei der Architekt, der auch die Pyramide im Louvre gebaut hat, musste ein zweites mal ran und den Bau kleiner gestalten. Der Ort an dem das Pei Museum, wie es davor immer genannt wurde, gebaut wurde ist eine Stelle, an der es eine Reihe unterirdischen Gängen und Räumen von annodazumal gab. Im Luxemburg ist das keine Sensation, obwohl man gerne eine daraus macht. Egal wo man hier die Erde umgräbt, irgendetwas vorgeschichtliches findet man (fast) immer.
Ein weiterer Stolperstein (das Wort ist ganz bewusst gewählt) war die Wandverkleidung mit einer ganz bestimmten Sorte von Steinen, bei der man plötzlich erklärte, dass es sie nicht mehr geben würde. Ein Gerichtsprozess folgte dem nächsten…es war lächerlich.
Die Kuratiorin des Museums, Marie-Claude Beaud ist zudem eine sehr umstrittene Person.
Im Juni wird das Museum für moderne Kunst, das „läppische“ 5 Millionen Euro mehr verschlang als vorgesehen, endlich seine Tore fürs Publikum öffnen.

Zitate zur Kunst

Eine Lüge, die uns die Wahrheit erkennen läßt.
Pablo Picasso (1881-1973), span. Maler, Grafiker u. Bildhauer

Eine in Form gebrachte Forderung nach Unmöglichem.
Albert Camus (1913-1960), frz. Erzähler u. Dramatiker

Das Vermögen der Form.
Friedrich von Schlegel (1772-1829), dt. Dichter u. Kritiker

Der wundersame Schmuck des Lebens. Sie kann nichts anderes sein, weil das Wesen aller Künste darin besteht zu schmücken.
Henry van de Velde (1863-1957), belg. Architekt u. Kunstgewerbler