Was die letzten Tage wichtig war

Nein, ich bin noch nicht auf dem Punkt an dem ich letzte Spielzeit war, dass ich nur noch funktioniere und anschließend einen totalen Filmriss habe und nicht mehr weiß was ich getan habe. So geschehen im April…

Dieses Mal wird das anders sein. Durch die Weltreise wird es eine sehr kurze Spielzeit werden (oder zumindest eine mit einer gewaltigen Pause). Am 20.Januar geht es los.

Doch bis dahin steht mir noch einiges bevor. Ich befinde mich zur Zeit in den Endproben eines Stückes das ich vor Jahren schon als Film gesehen hatte, obwohl es ursprünglich ein Theaterstück ist.  ‚Tom auf dem Lande‘ wurde von Xavier Dolan verfilmt und hatte mich damals im Kino umgehauen. Als ich sah, dass es dieses Jahr auf dem Spielplan steht, nahm ich es sofort an obwohl ich da schon wusste, dass es mir wahrscheinlich zu viel werden würde. Letztendlich tut es mir nicht leid zugesagt zu haben, obwohl es jetzt gerade in den Endproben heftig ist, da ich ja auch schon am Weihnachtstück arbeite.

Deshalb ist es hier im Blog etwas ruhiger.

Vorgestern dachte ich noch nicht an die Jahresendzeitfeierlichkeiten, die mir ja seit ein paar Jahren zuwider sind. Doch dann sah ich das hier auf der Place de la Constitution:

Das Riesenrad wird für den Weihnachtsmarkt aufgebaut. Und die Bäume sind noch halbwegs grün… Als ich heute am an der Place d’Arme vorbei ging, war dort auch schon emsiges Treiben, denn die Holzhäuser wurden aufgebaut.

Gut dass ich vorgesorgt habe. Aber davon schreibe ich wenn es soweit ist.

Ein Allerheiligen Spaziergang 

Dieses Jahr wurde meine Bitte irgendwie erhört, denn bei Plaudereien über das Wetter, sage ich immer dass das schlechte Wetter sich ruhig Zeit lassen kann bis nach Allerheiligen. Es war traumhaft schönes Wetter heute.

Habt ihr Lust auf einen Spaziergang? Ich schon! Also los, kommt mit. Mein verstauchter Fuß ist noch nicht so ganz in Ordnung, aber das ignorieren wir jetzt mal. Außerdem wird ihm ein wenig Bewegung gut tun, denn immer wenn ich länger still sitze, schmerzt er mehr als davor.


Der Ausblick vom Wohnzimmer in einen strahlend blauen Himmel.

Ich werde euch heute mitnehmen durch die Parks der Stadt. Es gibt im Prinzip für jedes Viertel ein Park in der Stadt. (Mein Lieblingspark ist der Tony Nauman Am Limpertsberg von dem ich schon vor Jahren berichtet hatte.) Da ich aber am östlichsten Zipfel von Belair wohne ist der eigentliche Park Belair etwas weiter entfernt. Die Parks die sich einmal quasi rund um das Zentrum schlänglen sind jedoch gleich nebenan.

Es gibt deren vier Stück die sich aneinanderreihen jeweils durchkreuzt von drei Avenues. Der südlichste geht am Boulevard Marie-Thérèse los und ist der zweitkleinste. Es war früher mal der Park mit dem großen Spielplatz. Dort brach ich mir im zarten Alter von 6 Jahren den vorderen Schneidezahn. Leider war es kein Milchzahn mehr, und lief jahrelang mit einer Zahnlücke herum.

Als die Tiefgarage der Avenue Monterey gebaut wurde, verschwand der Spielplatz und der Park wurde zum ebenfalls erneuert mit einem Teich, Wasserfall und Fontaine.


Oberhalb der Avenue Monterey befindet sich der Park in der wohl im Ausland am bekanntesten sein dürfte durch die Villa Louvigny. Der Spielplatz des unteren Parks ebenfalls zog dorthin um.

In der Villa Louvigny begann einst die legende von RTL

Dieser Hintereingang war früher der Artisteneingang und ich stand mit 13/14 Jahren oft dort und holte mir Autogramme.  Heute befindet sich dort noch immer der Saal des Philharmonie Orchesters (das früher RTL Orchester hieß) und es teilt sich den Bau mit dem Gesunheitsministirium.

Der kleine Pavillon stand früher auch im unteren Park und wurde aber nach anfänglicher großer Empörung wieder beim Spielplatz errichtet .

Über die Avenue Émile Reuter hinweg gelangt man dann in der größten der Parks in dem es meiner Meinung nach drei Abschnitte gibt. Die Villa Vauban, den Amalia Teil, und die Königswiese.

In der Villa Vauban war ich ja erst kürzlich zur Museumsnacht. Hier findet man Fotos der Villa. Der Zentaurus der gleich neben der Villa in einer verlassenen Ecke steht, stand früher am Kapuzinertheater, wo er viel besser zu sehen war und besser beachtet.

Gleich neben der Villa ist diese Laube zu finden.

Die Statue der Amalia von Sachsen-Weimar-Eisenach. Neben hier stehen zwei Mammutbäume.

Die Königswiese von der man jetzt schöne Fotos machen kann, da sie nicht mehr voller Mülleimer steht wie im Sommer. Es gibt noch andere kleine Sehenswürdigkeiten in dem Park, z.B die Gedenktafeln der Fahrradfahrer, die hier erwähnt werden.

Dann geht es weiter über die Avenue Pescatore in den kleinsten der Parks. Er trägt den gleichen Namen wie die Avenue.

Hier sind einige der Bänke etwas höher und speziell für Senioren gestaltet, da sich gleich nebenan das Seniorenheim Pescatore befindet.  Am obersten Ende der Parks sieht man über das Pfaffental hinüber auf den Kirchberg.

Hier befindet sich auch der Aufzug den ich schon hier beschrieben hatte.

Der neue Pfaffental Bahnhof mit angeschlossener Drahtseilbahn nimmt immer mehr Gestalt an und soll nächstes Jahr fertig sein. Hier sieht man ihn unterhalb der roten Brücke.

Und dann habe ich noch eine Frage: Im Pescatroe Park fand ich diesen Baum. Was sind das für Beeren? Er trägt kaum noch Blätter aber die Vögel rühren die Beeren nicht an.

Mein Knöchel zwickt noch immer nach der Bauchlandung am Sonntag in Kaiserslautern und für den Rückweg nahm ich den Bus. Ich hoffe der Spaziergang hat euch gefallen.

 

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Die Kapselmaschine für Wein

Eigentlich verrate ich in der Überschrift schon um was es geht, und ich hätte auch längst schon darüber geschrieben, wenn mir Kaiserslautern nicht dazwischen gekommen wäre. Doch jedes mal wenn ich das Foto (unten) sehe, regt es mich auf. Dabei hörte es sich zu Anfang vielversprechend an, bis zu dem Moment an dem dem ich hinter die Chose sah. Aber der Reihe nach…

Ich bekam vor zwei Wochen eine Mail von der N. in der sie ganz aufgeregt über ein neues Projekt redete das sie zusammen mit dem B., einem Bildhauer und Maler gemachte hätte. Die Präsentation wäre im Cercle Münster, ein privat Club. Ich sagte sofort zu, da ich neugierig war, nicht allein auf das Projekt der beiden, sondern auch auf den Club, an dem ich sehr oft vorbei gehe aber noch nie betreten habe, weil ich kein Mitglied bin und auch niemanden kenne der Mitglied ist.
Die N. hatte schon einmal davor mit dem B. für eine limitierte Auflage an Serigraphien gearbeitet für die sie lyrische Texte geschrieben hatte. Dieses Mal war es ein Auftrag in Zusammenarbeit mit dem Weingut La Croste aus Frankreich, das in Luxemburg sehr bekannt ist, da der großherzogliche Prinz Felix (der jüngere Bruder vom Kronprinzen) dort eingeheiratet hat. Ich dachte noch, „Uiiii…diesmal hat die N. ein größeres Los gezogen.“

Auf der Einladung stand ‚Tenue de Ville‘, was bedeutet, dass man Krawatte tragen sollte. Wir fanden uns alle gegen 18:30 dort ein. Der Cercle Münster ist sehr klassisch ausgestattet und es erinnerte mich ein wenig an das Oro e Argento, das ja eines Lieblingsrestaurants ist.  Jeder war gespannt ob Prinz Felix auch da sein würde, doch er war leider verhindert. Als ich dann den Koffer sah, für den der B. die Zeichnung und die N. den Text entworfen hatte, wurde ich stutzig.

Was hier so schön in der Holzschatulle ausgestellt zu sehen ist, sind drei kleine Flaschen mit einem Fassungsvermögen von 0,1L pro Flasche. Jeweils ein Rotwein, Weißwein und Roséwein. Doch dann erklärte man mir dass es sich um Flaschen handelt, zu denen eigentlich noch eine Maschine gehört.

Diese Maschine mit Namen 10-Vins ist eine Art Nespresso Maschine für Wein. Oben im Flaschenhals befindet sich ein Chip auf dem vermerkt ist wie der Wein temperiert und ‚gelüftet‘ sein soll. Die Maschine stellt sich dann automatisch ein und schenkt dann das Glas Wein so aus, wie auf dem Chip der Flasche gewünscht.  Für stolze 890 € ist die Maschine zu haben. Es gibt bereits eine große Auswahl an Weinen aus aller Welt die bei diesem … Unfug mitmachen.

Ganz ehrlich, gehts noch?  Kapselkaffee ist schon eine unmögliche Ressourcen Verschwendung, muss es jetzt auch noch für Wein sein? Produzieren wir nicht schon mehr als genug Abfall? Zudem wenn man den Preis für diese kleinen Flaschen hochrechnet, ergibt das einen stattlichen Preis für eine ganze Flasche.

Aber zumindest habe ich den legendären Privatclub einmal von innen gesehen. Und ein Foto konnte ich mir in dem großen Salon nicht verkneifen :

Drei Tage Kaiserslautern


Ich hatte im Mai schon einmal von dem Theaterstück Ashcan berichtet. Es war damals schon klar, dass es weitere Vorstellungen geben sollte, in Kaiserslautern.  Doch war auch klar, dass ich nur eine Übergabe machen sollte. Das war dann plötzlich nicht mehr der Fall und ich musste das Stück während dem ganzen Gastspiel betreuen. Das wäre auch alles kein Problem, wenn ich nicht zusätzlich zwei andere Stücke vorbereiten müsste.

Aber klagen hilft nicht. Zudem war es eine gute Gelegenheit aus dem Alltagstrott rauszukommen. Also fuhr ich am Donnerstag los, in der Hoffnung keine bösen Überraschungen zu haben mit seltsamen Haarschnitten oder Bärte die ich nicht schneiden darf, weil die Schauspieler in anderen Projekten beschäftigt sind.  Doch es war klar dass es nicht ohne geht.  Also verbrachte ich den halben Tag damit, mit jedem einzelnen der 12 Akteure zu verhandeln, was machbar ist und was nicht…

Abends nach der einer irren langen Probe ging ich zum Chinesen gegenüber meinem Hotel. Es war ganz in Ordnung doch aß ich viel zu viel und ich merkte erst zu spät dass alles doch ungewöhnlich fettig war.  Ich ging zurück zum Hotel, ( das Altstadt Hotel, das ich nur empfehlen kann) lag die halbe Nacht wach und rülpste vor mich hin und schlief knapp zwei Stunden.

***

Ich schleppte mich am Freitag Morgen zur Generalprobe, arbeitete so gut es ging die Zusatzmaske ein und legte mich dann am frühen Nachmittag nochmal eine Stunde im  Hotel hin, um abends für die Premiere einigermaßen fit zu sein. Die Premiere war ein voller Erfolg und alle waren Feierlaune. Nur ich verzog mich beizeiten, denn ich war humdemüde.

***

Am Samstag Morgen hatte ich einen kleinen Rundgang durch die Altstadt geplant. Es wurde eine Shoppingtour daraus. Dabei kaufte ich Dinge die ich auch zum Teil in Luxemburg erwerben könnte. Doch laufe ich hier meistens an den Geschäften vorbei ohne sie zu betreten. Mit der billigen Entschuldigung, dass ich ja sonst nichts zu tun habe, schlug ich zu. So kaufte ich bei Rituals zwei neue Raumdüfte einmal fürs Bad und einmal fürs Schlafzimmer. Savage Garden und Precious Amber.



Bei Engbers fand ich diese tolle Strickjacke.

Am späten Nachmittag ging ich zurück ins Theater und absolvierte die zweite Vorstellung. Später dann speisten wir dann noch alle gemeinsam in einer Pizzeria. Ich saß am Kopfende, was seltsamerweise sehr oft passiert.

***

Am Samstag Morgen ging es dann zurück nach Luxemburg. Ich hatte das Auto in der Tiefgarage am Theater geparkt wegen dem Sturm, der sich dann aber in Kaiserslautern als harmlos herausstellen sollte. Ich checkte zeitig aus dem Hotel aus und ging los. Da es regnete, und ich dadurch nicht trödeln wollte, ging ich schnellen Schrittes. Auf dem Fussgängerstreifen rutschte ich aus, verstauchte mir den Fuss und legte mich der Länge nach mitten auf die Straße. Ich rappelte mich wieder auf und konnte Gott sei Dank auftreten und weiter gehen ohne dass es zu sehr schmerzte. Im Auto merkte ich dass auch mein Knie weh tat. Aber es ging einigermaßen gut um zu fahren und ich lenkte mich mit guter Laune Musik ab.

Seitdem humpele ich durch die Gegend.

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Gerade jetzt

Gerade jetzt
OyeHaHa / Pixabay

Auch eine Suche nach diesem Stöckchen (obwohl ich es nicht als solches empfinde) hat nichts ergeben. Dabei dachte ich dass ich das hier schon einmal gemacht hätte. Nö. Die Kaltmamsell hat es vor ein paar Tagen getan. Und da ich zur Zeit für’s Blog etwas ideenlos bin,…
Bitteschön.

Ich lese… die letzten Wochen mit Ausnahme des New Yorkers fast ausschließlich Internet. Sei es die Tageszeitung, oder Blogs, oder die alltäglichen Belanglosigkeiten von Freunden und Bekannten auf der bestgemachten Werbe- und Datensammelplattform der Welt, Facebook.

Ich trage… meinen neuen Hausmantel, den ich euch vor ein paar Tagen hier gezeigt habe. Ich liebe ihn heiß und innig.

Ich habe… finanziell die letzten Wochen versucht ein bisschen auf die Bremse zu treten. Vom Umbau und den neuen Möblen stehen noch mindestens drei richtig fette Rechnungen an. Im Dezember kommt der Weihnachtsausflug in den Süden. Und im Januar steht die Weltreise an. Danach muss ich einen Gang runterschalten.

Ich höre… die letzten Tage viel Radio. Verstärkt wieder 100,7, WDR5 und die beiden Deutschlandfunk Sender. Im Auto immer mehr l’Essentiel, den Sender der täglichen Gratiszeitung.

Ich trinke…die letzten Tage mehr Kaffee als gut für mich ist.

Ich esse…seit ein paar Tagen verstärkt zu hause. Das Kochen, selbst wenn es nur für mich allein ist, macht in der neuen Küche so viel Spaß wie schon lange nicht mehr.

Ich stehe…dort im Leben wo ich sein auch gerade sein will. Das Gefühl das mich über Jahrzehnte begleitet hat, auf einem Abstellgleis zu stehen, oder mich im Kreis zu drehen, habe ich Gott Sei Dank nicht mehr. Meine beste Idee vor fast fünf Jahren war umziehen in die Hauptstadt und das hat vieles zum Guten verändert.

Ich gehe… Seit ein paar Wochen wesentlich mehr zu Fuß als davor, weil ich mit dem Umzug in die neue Wohnung festgestellt habe, dass ich noch näher am alla meine Werkstätten, sprich Theater, gezogen bin als davor.

Ich lache… die letzten Tage sehr viel mit Patricia Bright, eine YouTuberin aus London die mich sehr an meine beste Freundin Jacky aus London erinnert. Sie kauft Klamotten in sehr billigen Internet Shops für ganz wenig Geld ein und probiert sie dann vor laufender Kamera an, und zeigt dann das Resultat zwischen was sie gekauft hat und wie es tatsächlich aussieht. Ich habe schon Tränen gelacht mit ihr.

Ich sehe…auf Netflix Star Trek Discovery und The Good Place, wobei ich bei Star Trek nach der ersten Folge wieder aufhören wollte, weil es nur schrecklich schlecht war. Doch dann sah ich einen Tweet von einem mir vertrauten Blogger der beteuerte, dass es ab der dritten Folge besser werden würde und das tat es dann auch. Über de The Good Place schreibe ich in einem anderen Posting.

Ich mag… den Frühling und den Sommer, wenn alles zu Leben erwacht. Und da wir uns jetzt in der Zeit befinden in der genau andersherum ist, fällt es mir schwer etwa gutes an dieser Zeit zu finden.

Ich schreibe… zur Zeit weniger als mir lieb ist. Ich hoffe das ändert sich bald.

Ich weiß… durch das alljährliche Schreiben des Centre Informatique, das gestern im Briefkasten lag, dass mein Vater heute vor 29 Jahren starb. Er wäre jetzt 81 wenn er noch leben würde, und würde wahrscheinlich mit der Welt nicht mehr klarkommen.

Ich möchte… mit ein paar Dingen in meinem Leben endlich abschließen können. Aber das werde ich wahrscheinlich nie.

An einem Freitag in Trier

Der Tag begann trüb mit Regenschauern, nach den wunderschönen goldenen Herbsttagen

Da ich heute einen Kinderschminkkurs habe, (meine Gute Tat für den Monat Oktober) musste ich gestern nach Trier um dort in einem Bastelgeschäft Kinderschminke kaufen. Der Laden ist um einiges besser sortiert als der in Luxemburg. Und da sie relativ gute und bekannte Marken haben, kann ich dort bedenkenlos kaufen, ohne zu fürchten, dass sie Kiddies anschließend mit Pusteln nach hause gehen.

Ich fuhr beizeiten los, denn in Trier ist der Verkehr seit einer Weile mindestens genauso schlimm wie in Luxemburg. Anschließend ging ich wie wie gewohnt in die Trier Brasserie zum Mittagstisch.  Im Kaufhof machte ich sensationelles Schäppchen. Ich erstand ein Service von Zwilling für 6 Personen für…nein das verrate ich jetzt nicht. Aber zeigen kann ich es euch.

Das Besteck ist sehr schlicht, schnickschnack- und zeitlos und liegt sehr gut  in der Hand. Zudem schneiden die Messer perfekt. Man sieht mich übrigens in den Löffeln 🙂

Glücklich endlich mal ordentliches Besteck zu haben schritt ich zurück zum Parkhaus. Das Wetter war inzwischen wieder besser geworden und die Sonne schien.

Ich begegnete einer alten Frau, die bei Mc Donalds auf der Terrasse saß.  Sie sah verhärmt aus, hatte dünne fettige Haare und machte insgesamt keinen besonders gesunden Eindruck. Sie hatte das Gesicht in die Sonne gedreht, die Augen geschlossen und kaute mit Genuss auf einem Hamburger. Und sie schien sehr glücklich. Es war für sie perfekte glückliche Augenblick, den man sogar in einem Mc Burger findet, auch wenn ich dieser Dinger nie wieder anrühre, seitdem Jamie Oliver aufgedeckt hat, wie die Fleischpatties hergestellt werden.

Ich ging an meinem Lieblingsschuhgeschäft Ragazza vorbei und musste mit Schrecken feststellen, dass es Ende des Monats schließen wird. Ich war erschüttert. „Der Laden läuft nicht mehr so wie früher“, erklärte mir der Besitzer. Zudem kam eine saftige Mieterhöhung. Er erzählte mir, dass die Ladenmieten insgesamt für Trier ins unermessliche gestiegen seien und er nannte mir ein paar Preise. Ich sollte einen Schlag bekommen. Noch liegen sie nicht ganz gleichauf mit den Preisen die man für Toplagen in Luxemburg bezahlt aber ganz weit davon entfernt sind sie nicht mehr. Ich probierte mehrere Paar Schuhe an die noch in meiner Größe verfügbar waren und kaufte zwei Paar für den Winter.

Es war wiederum ein Schnäppchen, aber eines auf das ich liebend gerne verzichtet hätte, wenn es den Laden dann noch geben würde.

Ein Herbsttag wie aus dem Bilderbuch & Museumsnacht

Etwas was ich nicht mehr kann, ist lange ausschlafen. Wenn ich wach bin, bin ich wach. Also zog ich bei Zeiten los auf den Wochenmarkt.

Und obwohl die Kathedrale im Hintergrund noch durch die Nebelschwaden nicht ganz zu sehen war, drückte die Sonne das alles eifrig weg und es wurde ein Herbsttag wie aus dem Bilderbuch.

 

Ich konnte zum ersten mal an Nachmittag das brandneue Sonnendach auf dem Balkon ausfahren. Wunderschön.

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Es war Museumsnacht. Ich weiß nicht mehr wann ich meine letzte gemacht habe. Doch bei dem schönen Wetter bot es sich regelrecht an.

Ich schlenderte kurz nach 18:00 Uhr bereits in die Villa Vauban. Dort stelle Claude Mangen seine Lieblingsbilder vor, anhand der zwei Ausstellungen die dort zur Zeit zu sehen sind. Ich war sehr erfreut zu sehen dass All Reitz Reserved  einen Raum für sich hatte. Ich hatte die neue CD von Chris Reitz bereits im Radio gehört und war sehr angetan, da er Elektrogeige spielt, ein eher ungewöhnliches Musikinstrument. Hier konnte ich die CD vom Künstler selbst kaufen.

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Ich habe mich oft gefragt was das seltsame weiße Ding im Casino soll das dort über den Bürgersteig hängt. Es ist nicht immer zugänglich, doch gestern Abend war es geöffnet.

Man kann in das „Dreieck“ einsteigen und hat dann einen Ausblick über die ganze Straße.

 

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Um von einem Museum zum nächsten zu kommen, hatte der TVL extra seinen ganzen Oldtimer losgeschickt. Zwei davon hatte ich vor die Linse bekommen.

Ich fuhr allerdings mit der A. mit dem Wagen ins Mudam. Es eine gute Gelegenheit war sich die Ausstellung von Su-Mei Tze anzusehen. Zudem gab es eine geniale Retrospektive des Karikaturisten Ad Reinhardt mit dem auch andere zusammen ausgestellt wurden.

 

Die Eingangshalle vom oberen Treppenabsatz

 

Ad Reinhard

 

Olaf Westphalen

 

Der Käfig von Su-Mei Tze aus Neonröhren einmal von innen und außen.

Zwei ungewöhnliche Abende

Insolite ist eine neue Serie an ungewöhnlichen Events der Eventagentur Angels. Gestern war zum ersten Mal.

Das ganze geht so: Man bekommt eine Einladung an der man zu einer ganz bestimmten Uhrzeit sich an einem Ort einzufinden hat. Von dort aus wird man dann in einer Limousine zu einem ungewöhnlichen Ort geführt. Das kann gelinde gesagt überall sein.

Gestern war der erste Insolite Abend und man führte die geladenen Gäste zu einer…Baustelle. Es befand sich in Dommeldange auf den Gelände vom Habitare Einrichtungsladen. Im obersten Stockwerk wird Ende des Monats eine neue Bar eröffnen, von der ich zu einem späteren Zeitpunkt berichten werde. Sie wir ‚Rooftop‘ heißen und wir konnten schon mal vorab einen Ort besuchen, der sich noch im Work in Progress-Modus  und uns einen ersten Eindruck verschaffen, wie das alles in ein paar Wochen aussehen soll.

Eine weitere Überraschung an dem Abend war eine Künstlerin die Scherenschnitte machte. Eine alte Kunst die in ihrer Familie seit Generationen gepflegt wird.

Inès Stanikovska machte diesen Scherenschnitt von binnen weniger Minuten. Ihr findet sie unter La Silhouettiste.

Sie erzählte mir, dass ihr Großvater bereits Scherenschnitte machte. Ich kann mich vage erinnern, dass ich vor über 20 Jahren bereits einen habe machen lassen auf der Schueberfouer. Es kann gut sein dass es damals ihr Großvater war. Auf dem Foto oben sieht man sie übrigens im Hintergrund bei der Arbeit.

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Rinschleiden, ist ein Mini Mini Mini kleiner Ort, von dem auch so mancher Luxemburger nicht weiß dass es ihn gibt. Die große Abschlussfeier von dem Freilichttheaterstück im Sommer führte mich gestern dorthin. Man hatte ein Catering bestellt und wir saßen alle in der sogenannten „Thillenvogtei“ eine Art Dorfmuseum, mit einer gewaltigen Scheune.

Es war ein vergnüglicher Abend.

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Mitbringsel, ein Restaurant und Links

Ich hatte euch im letzten Post versprochen, dass ich euch die Mitbringsel zeige die ich zum Wahlbrunch erhalten hatte. Es war ein bisschen wie Weihnachten. Zugegeben die meisten Dinge hatten die Gäste schon für meinen Geburtstag gekauft, da ich den dieses Jahr aber nicht gefeiert habe, blieben sie gewissermaßen auf den Geschenken sitzen. Nicht sehr nett von mir und als ich sah was es alles war, schämte ich mich ein wenig.

Mitbringsel

Da wäre zum Beispiel ein Hausmantel mit meinen Initialen. Ich sehe jetzt einige den Kopf schütteln, aber ich liebe Hausmäntel!!! Und nein, sie sind nicht altmodisch, ganz im Gegenteil, sie sind voll im Trend. Ich ziehe sie übrigens Sommer wie Winter an.

Ein Staubwedel mit echten Federn. Das Ding sieht so schick aus dass man es als Dekoration hinstellen kann.

Eine Vase in Form einer Glühbirne. Ich glaube mit einem Gebinde drin wird sie ganz schick aussehen.

Und dann zwei Flaschen, wovon ich mich ganz besonders über die Cap Corse Flasche freute. Cap Corse ist ein Aperitif aus Korsika, mit einem sehr eigentümlichen aber tollen Geschmack. Man findet es nur sehr selten auf den Festland. Ich habe es vor Jahren bei meinen Korsika Reisen kennengelernt, und brachte mir damals auch eine Flasche mit. Jahre später fand ich das Getränk bei der S. wieder als sie mich zum Essen eingeladen hatte. Und da die S. erst vor kurzem in Korsika war, hatte sie mir eine Flasche mitgebracht.

***

Gestern Abend speiste ich mit Fabrice in einem neu eröffneten Restaurant Tempo. Es befindet sich im Gebäude der Philharmonie auf der Rückseite. Die Adresse an sich gibt es schon so lange wie es die Philharmonie gibt, doch der Besitzer der Name und die Einrichtung sind neu.
Der Explorator schreibt folgendes:
This restaurant shares space with the Philharmonie and is a charming composition of gold and rose tones, serving a well-orchestrated variety of original suggestions.
Die Speisekarte ist klein, was ich ja mag. Man findet sie hier.

Ich hatte Piotrine de veau longe cuisson, und es war himmlisch lecker.

Endlich eine weitere Adresse in Luxemburg wo man sehr gut speisen kann ohne dass es ein irrsinniges Vermögen kostet.
Tempo Bar où Manger / 1 Place de l’Europe / Tel. (+352) 27 99 06 66

(Denn ein anderes Café-Restaurant, von dem ich hier sehr oft berichtet habe, meide ich, da es zur Zeit preislich und in puncto Service eine schlichte Katastrophe ist. Sehr traurig, aber vielleicht kommt die Inhaberin ja irgendwann wieder zur Vernunft.)

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Via die Kaltmamsell fand ich diesen Bericht eines holländischen Schriftstellers der nach sechs Jahren wieder aus Großbritannien wegzieht. Ein ernüchterndes Portrait eines Landes das mit seinen hausgemachten Problemen nicht mehr klarkommt und langsam einsieht was für einen Schaden es sich selbst mit dem Brexit zugefügt hat.
How I learnt to loathe england

 

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