10 Stunden Fotoshooting. Ein klein bisschen zu viel.
Monat: Februar 2007
Unnötiger Nervenkitzel
Mir wurde eben schlecht. Ich habe grade versucht WordPress auf die Version 2.1 zu upgraden. Es schlug wie erwartet fehl. Irgendwas mach ich immer falsch. Als ich dann das Back-up hochladen wollte, schlug dies ebenfalls fehl. Mir wurde kurzerhand schwarz vor Augen. Das ganze Blog mit allen Einträgen von drei Jahren futsch. Zum Glück habe ich den Fehler (ich hatte den ACSII Modus übersehen) sofort entdeckt und lud noch einmal alles hoch. Jetzt klappt es wieder sonst könntet ihr das hier nicht lesen.
Ich bin definitiv für solche Aufregungen nicht mehr zu gebrauchen. Muss wohl am Alter liegen.
Mea culpa, mea maxima culpa
Ein Wochenende das tragischer nicht sein könnte. Und zu guter letzt gab der Server bei dem ich Joel.lu untergebracht habe, den Geist auf. Das scheint aber jetzt wieder soweit in Ordnung zu sein.
Alles fing damit an dass ich seit letzter Woche Freitag Katzensitter war bei einer Freundin die für eine Woche verreist war. Sie hat zwei Kater, nach denen ich täglich morgens und abends sehen sollte, sozusagen als ambulanter Dosenöffner. Schon während den ersten Tage merkte ich, dass etwas mit einer der Katzen nicht stimmte. Die Freundin, hatte mir dies bereits vor ihrerer Abreise mitgeteilt, dass sie leicht kränkeln würde. Es schien aber weiter nicht schlimm zu sein. Als ich am Freitag morgen hin ging, war der Kater lethargischer als sonst und ich machte mir wirklich Sorgen. Da die Freundin nachmittags wieder zuhause sein sollte, legte ich ihr einen Zettel hin, sie sollte mit ihm unbedingt zum Tierarzt gehen. Als die Freundin dann nach hause kam lag der Kater tot im Eingangsflur….
Eine schreckliche Situation. Ich machte mir die größten Vorwürfe. Ich wäre am liebsten selbst gestorben. Man übergibt mir die Verantwortung für zwei heiß und innig geliebte Kater, und nach einer Woche ist eine davon über den Jordan. Ich fühlte mich wie das allerletzte Stück Dreck.
Als ich dann kurz vor Mitternacht aus den Inoui kam und zu ihr fuhr, war mir als ob ich zur Kreuzigung ging. Ich hätte alles mögliche in Kauf genommen um es wieder rückgängig zu machen. Wir haben lange darüber gesprochen und sie gibt mir nicht die Schuld, weil die der Kater ja schon krank war bevor sie weg fuhr. Unserer Freundschaft hat es zumindest keinen Abbruch getan.
Uff… Aber das Gefühl, dass ich Schuld bin lässt mich trotzdem nicht los.
Stille?
Die Tage rattern nur so dahin, atemlos ohne einen einzigen Moment der Stille. Ich hasse solche Tage. An socializing ist nicht zu denken. Ich musste mir den Freitag Morgen regelrecht erkämpfen, den es werden die einzigen freien Stunden der ganzen Woche sein.
Dauerbrenner
Es kommt so vor als ob ich schon eine Weile nichts mehr vom Inoui erzählt hätte. Ab heute ist es wieder soweit. Von Dienstag bis Samstag. Eine Kabarett One-Man-Show mit dem Titel Vulltime. Es gibt ein Theaterstück das schon vor etlichen Jahren herauskam mit dem Titel Die Vaginamonologe. Vulltime ist sozusagen das männliche Gegenstück. 95 Minuten wird nur über das Beste Stück vom Manne sinniert.

Das Stück wird voraussichtlich bis Ende des Jahres laufen. Freie Plätze gibt es erst wieder im Oktober, denn bis zur Sommerpause ist alles ausverkauft. Für Oktober kann aber schon vorbestellt werden.
Ausgestorben & Abschied
Die ersehnte Bratwurst war nicht. Irgendwann hatte ich keine Lust mehr und ging ins Bett. Heute ist Echternach aber nicht nur Echternach sondern das ganze Land wie ausgestorben. Als ich heute morgen ins Büro fuhr, war ich quasi allein auf der Straße. Dabei ist der Fasnachtsmontag im Prinzip kein Feiertag, wird aber irgendwie doch als solcher gehandhabt.
Trist und grau ist es draussen.
Ich bekam gestern Abend eine Mail von Sybille Berg, die ein neues Projekt startet und dem Titel „Dann eben nicht“. Eine Sammlung von Abschiedsbriefen von Männern. Da sie das Ganze schon mal mit Frauen- Abschiedsbriefen gemacht hat, und weil das so lustig war, nimmt sie sich jetzt sie Männer vor.
Abschiedsbriefe von Männern gesucht!
«Na dann nicht» ist der Arbeitstitel eines Projektes, das im Frühling/Sommer 2007 realisiert und im Frühjahr 2008 als Buchbeim Verlag DVA erscheinen soll. Herausgeberin des Buches ist die Autorin Sibylle Berg
Neben Briefen von unbekannten Männern werden für dieses Buch auch Briefe von Schriftstellern, Künstlern und anderen bekannten Persönlichkeiten gesucht. Briefe von Persönlichkeiten wie Friedrich Dürrenmatt, Erich Maria Remarque, Alexander Schmorell oder Alain Delon haben wir bereits aus verschiedenen Archiven und Büchern zusammengetragen. Und darum wenden wir uns mit einer Bitte an Sie.
Haben Sie sich mit einem Brief von Ihrer ersten grossen Liebe verabschiedet? Sich nach einem finalen Krach mit einem entsprechenden Brief an Ihren damaligen Vorgesetzten oder an Ihre Mitarbeiter gewandt?
Vielleicht haben Sie auch von einem bestimmten Lebensabschnitt, einer Gewohnheit, einem besonders liebgewonnen Gegenstand gar, schriftlich Abschied genommen? All das interessiert uns!
Es gibt kaum einen Grund für Sie, uns diese persönlichen Dokumente zur Verfügung zu stellen ausser: Sie haben Spass daran, jemandem, der Sie verletzt hat, ein Denkmal seiner Unfähigkeit zu setzen. Ausser: Sie möchten den Leserinnen und Lesern eine Kostprobe männlicher Verabschiedungs-kunst geben. Und zeigen wie Sie es geschafft haben, sich in Würde z.B. vom Porsche oder vom Traum, irgendwann mal eine eigene Yacht zu haben, zu verabschieden.
Falls Sie sich also entschließen können, an diesem Projekt mitzuwirken – dann freuen wir uns, wenn Sie uns Kopien dieser Briefe schicken oder mailen, zusammen mit einer kurzen Beschreibung der Situation, in der Sie
sich damals befunden haben. Falls vorhanden ist auch Bild-/Fotomaterial sehr willkommen.
Wir garantieren für einen absolut vertraulichen und sorgfältigen Umgang mit dem uns zur Verfügung gestellten Material. Vor der Veröffentlichung der Briefe werden Sie nochmals von uns kontaktiert und um eine entsprechende Einwilligung gebeten. Als „Honorar“ gibt es für alle, deren Briefe in das Buch aufgenommen werden, ein Freiexemplar des Buches.
Bitte schicken Sie die Briefkopien plus einen Kurzbeschrieb der Situation und allfälliges Bild- und Fotomaterial bis zum 30. März 2007 an:Literaturagentur Hermes Baby
Anne Wieser
Wagnergasse 6
CH 8008 Zürich.
E-Mail: hermesbaby@hispeed.ch
Telefon: 0041 44 212 78 12
Seltsam, ich kann nicht mitmachen, weil…weil ich nie einen Abschiedsbrief geschrieben habe. Ich bin bis heute immer nur der Empfänger solcher Briefe gewesen.
*5 Minuten später*
Doch! Ich HABE einen Abschiedsbrief geschrieben und es ist noch gar nicht so lange her…
Die Hölle Hölle Hölle
Heute ist wieder die berühmte Nacht in der die Hölle in Echternach ausbricht. Die alljährliche RTL Fiesta. Da die Besucherzahlen in den letzten Jahren aber bergab gingen, behaupten böse Zungen bereits das man den Namen in RTL Siesta umwandeln müsste. Mich reizt sowas ja gar nicht, da ich kein Freund der Fasnacht , Bier- und Zeltfesten bin.Da ich derartige Feten nur im betrunkenen Zustand ertrage und ich dem Alkohol zwar nicht abgeschworen habe, aber immer vor dem Schwips damit aufhöre, und das Pholsoff dieses Jahr geschlossen ist, werde ich mich nicht ins Getümmel stürzen. Aber auf eine fettige Bratwurst mit Senf hätte ich schon Lust.
Na also, geht doch
Die beiden Folgen von Life on mars waren dann kurz nachdem ich den Beitrag geschrieben hatte DOCH plötzlich verfügbar. Sie sind bereits heruntergeladen und decodiert.
Das decodieren macht das Ganze übrigens legal. Es funktioniert im Prinzip wie ein Videorekorder der an den Fernseher angeschlossen ist. Zuerst programmiert man ihn. Dann lädt man den progrmmierten Film auf den PC und decodiert ihn. Das Decodieren geht nur was man aufgenommen hat. Wenn man sich die Filme über Bittorent oder einen sonstigen Mirror beschafft, könnte man nämlich auch jede Menge andere Filme laden. Ich habe es gestern mal mit einem nicht programmierten Film versucht. Zwecklos. Der Decoder nimmt ihn nicht an.
OTV ist ein nettes Spielzeug, wenn man ein wenig Geduld und eine Flatrate hat.
OTV
Das Shooting was locker entspannt. Sogar das Wetter hat bis Mittag mitgespielt. Die Kiddies waren begeistert.
Ich bin seit einigen Tagen am Downloaden was das Zeug hält. Das Spielzeug heißt online tv recorder und ich habe den Link bei Ceterum Senseo gefunden. Es ist ziemlich einfach zu bedienen, und für mich ein kleine Fundgrube da sie ein Reihe Fernsehprogramme haben die ich in Luxemburg nicht empfange. Natürlich hat das Ding auch Hacken, sonst wäre zu schön um wahr zu sein. Wenn man die Sendungen aufgenommen hat muss man sie Downloaden, sei es über den Server von OTV selbst oder über einen Mirror. Bis jetzt hat das auch ganz gut geklappt. Wenn der Recorder die Sendungen aber fehlerhaft aufnimmt, worauf man keinen Einfluss hat, sind sie futsch und man muss wohl oder übel darauf verzichten. So z.B. heute Abend. Ich hatte vor ein paar Tagen einen schönen Bericht über eine neue Serie auf Kabel1 gelesen, den ich leider nicht empfange. Life on Mars ist die Geschichte eines Polizeibeamten, der in der Vergangenheit aufwacht und sich in den 70ern befindet. Die 2 Folgen von heute Abend kann ich in den Wind schießen da sie durch irgendein Fehler nicht zur Verfügung stehen. Schade. Dabei ist die englische Serie wirklich großartig und das Beste was inden letzten 3 Wochen an Samstag Abenden geboten wird.
Schön & traurig
Ein schöner und zugleich trauriger Abend gestern. Die Schultheatergruppe wird dieses Jahr auf einen Schlag 7 Schüler verlieren, weil sie alle das Abitur machen. Das wurde manchen erst kurz nach der Vorstellung bewusst und es kullerten eine Reihe von Tränen. Ich mache jetzt seit 5 Jahren die Maske von den Kiddies. Ein paar von denen die dieses Jahr abgehen, sind schon seit 7 Jahren mit dabei. Da fällt der Abschied umso schwerer.
Ich verpasse es immer wieder Fotos von den Kiddies zu machen um sie mal hier zu verewigen. Da man mir in der Maske weitgehend freie Hand lässt, kann ich sie so viel oder so wenig verunstalten wie ich will. Das gibt mir die Gelegenheit Dinge auszuprobieren die ich noch nie gemacht habe. Solche Jobs sind in letzter Zeit eher selten, aber es sind die, die am meisten Spaß machen.
Morgen steht ein Fotoshooting in einer Jugendherberge an die in Kürze eröffnet werden wird. Da wir dort teilweise Jugendliche auf den Fotos brauchen, habe ich eine Reihe von den Kiddies vom Theater für diesen Job angeheuert.
Ich…
Ich komme nicht dazu auch nur einen Satz hier nieder zu schreiben. Andersrum bin ich es leid immer wieder zuerzählen wie viel Maloche ich an der Backe hab.
Gestern und heute habe die Theatergruppe Les Noveaux Nez von denen ich schon mal berichtet habe. Alle Jahre wieder…
Ich…muss weg.
These Boots are made for…
Schutt und Asche
Nach dem Lesen dieses Textes bei SpOn bin ich doch etwas perplex. Denn wenn dies tatsächlich eintreten sollte, dann bin ich auch weg vom Fenster. Inklusive Blog und alles. Überlege grade ob ich die Daten auf einen US Server verlege, sozusagen als letztes Vermächtnis…
Wein & Glocken
Das mit den Weinverkäufern ist wie es scheint so schlimm dass die Presse bereits darüber berichtete. Man kann im Grunde nichts dagegen tun. In Luxemburg gibt es kein Listing in dem man sich eintragen kann, damit von solchen Anrufen nicht mehr belästigt wird. Das wäre aber eine Überlegung seitens der Politiker und der Post wert.
Aber das nur an Rande. Ich habe eben meinen Fotoapparat durchforstet auf der Suche nach Motiven die ich in den letzten Tagen geschossen habe, um sie eventuell zu bloggen. Da ich im Büro sitze ist die das formatieren von Fotos um einiges schwieriger, da ich mit dem Mac Fotoprogramm auf Kriegsfuß stehe…

Diese Glocke hängt hinter der Bühne im Gemeindesaal in Echternach. Da letzte Woche der Basilikachor seine alljährliche Theater Aufführung hatte, war ich wieder dort. Die Glocke ertönt immer kurz bevor die Vorstellung beginnt. Ich wüsste gern zu was man die Glocke früher gebrauchte, denn sie ist zu groß und protzig um ihr Leben lang nur diesem Zweck gedient zu haben. Kann es sein dass sie früher in der Kirche hing und zur Wandlung geläutet wurde?
Weinverkäufer am Telefon
Seit einigen Wochen geht in Luxemburg eine Welle von Telefonanrufen übers Land, bei denen versucht wird Wein oder Lotterielose zu verkaufen. Man könnte es auch als Telefonterror bezeichnen. Besonders die französisch sprechenden Weinverkäufer arbeiten mit allen möglich Tricks. Da ich selbst nicht im Telefonbuch stehe, bleibe ich davon verschont, doch es erstaunt mich wie oft ich in den letzten Wochen Zeuge von solchen Anrufen geworden bin. Zumal meine Großmutter mit ihren 91 Jahren erzählt mir, dass sie fast jeden Tag damit belästigt wird. Es fällt ihr schwer nicht freundlich und nett am Telefon zu sein und denen ohne langes Gerede den Hörer aufzulegen. Ein simples Nein lassen die nicht gelten und versuchen mit allen möglich rhetorischen Kniffen sich ein Termin bei den Leuten zu verschaffen. Es ging letzte Woche soweit dass Großmutter sich einen Termin von einem Vertreter aufschwatzen ließ. Sie war so in Aufruhr dass sie eine ganze Nacht lang nicht ruhig geschlafen hatte. Am Tag des Termines verriegelte sie alle Läden und Türen und ging weder ans Telefon noch machte sie Tür auf. Sie kam sich wie eingesperrt vor. Seitdem hat sie jedesmal Bammel an die Tür zu gehen wenn es klingelt.
Ein anderer Anruf dessen Zeuge ich war, war kürzlich bei meiner Mutter zuhause. Es stellte sich eine Frau vor die behauptete ihr Adresse und Telefonnummer von einer Visitenkarte zu haben die sie letztes Jahr auf der Frühjahrsmesse in Luxemburg an einem Weinstand hinterließ. Da meine Mutter letztes Jahr nicht auf der Frühjahrsmesse war, war die Lüge schnell entlarvt und das Gespräch noch schneller beendet.
Gibt es eine effiziente Lösung damit das aufhört? Kann man die Nummern sperren lassen? Großmütterchen wäre froh wenn das endlich aufhören würde.
Gesichtet



Godot
Wenn ich etwas hasse, dann ist es der Umstand auf jemand warten zu müssen und man hat keine präzise Uhrzeit. „Irgendwann heute“. Das ist wie Warten auf Godot. Und dann sitzt man sinnlos im Büro rum, beschäftigt sich mit Dingen,(bloggen z.B.) die man genau so gut und besser von zuhause aus machen könnte…
Dabei kommt mir ein typisch luxemburgischer Satz in den Sinn.
„Lee dech op de Reck a spill mat den Zéiwen.“
Aber gerne doch
Wenn ich mich recht erinnere, sagte man in meinem Horoskop heute morgen im Radio, dass ich es heute abend kuschelig haben will.
Mir soll’s recht sein. Dann haue ich mich eben auf die Couch.
Rong Cheng
Vorgestern fand ich in einer abgelegten Brieftasche diese Kundenkarte.

Das erinnerte mich an eine Begebenheit vor Jahren im Sommer als ich mittags dort aß und eine Touristin hereinkam, sich hinsetzte und sofort einmal Rong Cheng bestellte. Die chinesische Bedienung schüttelte den Kopf und gab ihr Wortlos die Speisekarte. Nach wenigen Augenblicken legte die Touristin die Karte weider hin und verschwand. Entgeistert schaute die Bedienung ihr nach. Rong Cheng war der Name des Besitzers, und obwohl Chinesen hilfsbereite Menschen sind und alles menschenmögliche versuchen damit man sich wohlfühlt, glaube ich nicht, dass sich der Besitzer ihr zum Verzehr hingegeben hätte.
Tracy Thorn
Soeben eine Mail von Virgin Records erhalten, dass meine Lieblingssängerin aus den 90ern Tracy Thorn ein neues Album heraus bringt. Es gab eine Zeit, da wollte ich keine andere Stimme mehr hören als nur noch ihre. Sogar heute noch wenn ich ihre Lieder höre die sie damals mit Everything but the Girl produzierte, fühle ich mich wohl dabei, obwohl die Mehrzahl der neunziger Jahre nicht meine schönsten waren.
Tracy Thorn Myspace mit der ersten Single Auskopplung und dem Video.
Das neue Album Out of the Woods
Aufgelesen
Aufgeschoben
Eigentlich wollte ich euch etwas über ein Spanferkel und ein China-Restaurant erzählen. Aber mir geht es heute so besch…, dass ich froh bin wenn, ich den Tag ohne bleibende Schäden überstehe.
Glasklar
Ich wollte es eigentlich schon gestern schreiben, aber es war derart bestürzend, dass ich mir nicht sicher war ob ich etwas davon erzählen soll oder nicht.
In der Nacht von Samstag auf Sonntag träumte ich, dass mich ein Mann der weitaus größer war als ich anschrie, warum ich ihn „´gezuckert“ hätte. Ich verstand nicht was er damit meinte. Wenn ich ihn danach fragte, lachte nur höhnisch und wurde dann immer wütender und fing an handgreiflich zu werden. Er packte mich am Hals drückte mich gegen die Wand und zog mich hoch. Irgendwie wurde mir klar, dass er mit „zuckern“ verraten meinte, so als ob es ein Ausdruck der Ganovensprache wäre. Ich wehrte mich und schrie ihn an dass er verrückt wäre, dass ich das nie und nimmer getan hätte. Ich flüchtete aus dem Zimmer aus den Haus zu meinem Auto. Ich merkte dass mich ein anderer Mann verfolgte. Ich sprang ins Auto und fuhr los. Augenblicke später las ich in der Zeitung einen Artikel, dass der Mann, der mich bedrohte, breits mahrfach vorbestraft war. Es war ein Bild von ihm zu sehen und seine Name stand in fetten Buchstaben gleich daneben. Dirk Borsch.
Dann erwachte ich schweißgebadet.
Der Traum war so glasklar und real, dass er mir keine Ruhe ließ. Ich setze mich sofort an den PC und googelte den Namen. Was ich dann fand machte die Sache noch unheimlicher. Es gibt tatsächlich jemand mit diesem Namen. Er besuchte die bis 1986 die Konrad-Adenauer Realschule in Berlin und ich fand ihn in einer Freunde-Suchmaschine. Einen anderen Dirk Borsch fand ich in einer American Football Mannschaft in Aachen, den „Aachen-Düren Demons“. Dort gibt es ein Foto der gesamten Mannschaft, aber ohne Namen und das Bild war von der Qualität so schlecht, dass ich die einzelnen Gesichter nicht erkennen konnte.
Irgendwie fühlten sich die beiden Personen nicht richtig an, so als ob ich die falschen Dirk Borschs‘ gefunden hätte.
Dann fand ich jedoch einen Hausmeisterservice mit Schlüsseldienst in einem kleinen Dorf nicht weit von Köln entfernt. Das Wort Schlüsseldienst beunruhigte mich. Von diesem Dirk fand ich auch ein Foto. Er sah dem Mann aus dem Traum aber kein bisschen ähnlich.
*Ich habe absichtlich nicht verlinkt, weil ich all diese Herren alle nicht mit meinen Alpträumen behelligen will. Aber ihr könnt den Namen gerne selbst googeln und sehen was dabei herauskommt.*
Das A und O
Heute werde ich mir mal ein Thema klauen, ganz frech und ohne rot zu werden. Ich las bei meinem Namesvetter Joel eben etwas über das Bloggen an sich. Wieso ich blogge heisst die Rubrik und er gedenkt daraus ein Serie zu machen. Konstantin von Londonleben nannte das mal sehr treffend Meatblogging. Das brachte mich auf die Idee, die Frage ein wenig zu verändern.
Was ich blogge.
Ich gehe mal von dem aus was ich nachprüfen kann. Wenn ich im Counter sehe welche Beiträge am meisten in meinem Blog gelesen werden, sind es vor allem die Themen die sich auf Geschehnisse beziehen die das öffentliche Interesse wecken. Zum Beispiel der Beitrag über die vermeintlich deutschen Ghostrider. Das hat mich sehr verwundert, denn für mich war das Thema nur mittelmäßig berauschend. Im Nachhinein ist es aber völlig logisch, denn alles was nicht legal und/oder skandalträchtig ist, ist ein Renner. Die Leserzahl steigt auch wenn von eigenen Erlebnissen berichte, wenn ich zum Beispiel auf Reisen bin oder mir etwas passiert was ich nicht unter Alltagstrott verbuchen kann. Beispiele dafür wären mein Besuche auf dem Filmfestival in Cannes oder die Reisen nach London oder Berlin. Befindlichkeiten und oberflächlicher Alltagskram sind nur für Leser insofern interessant die mich persönlich kennen.
Wenn ich davon ausgehe, was ich in anderen Blogs lese und interessant finde, steht für mich an aller erster Stelle die Sprache und die Begabung Emotionen und Handlungen treffend in Worte zu fassen. Der Schreibstil ist für mich das A und O. Dieses Credo gilt aber nur bedingt für meine Linkliste. Ein Beispiel ist Melancholie Modeste. Sie schreibt Kurzgeschichten mehr oder minder lang, wofür ich sie aufrichtig bewundere, aber ihr Schreibstil gefällt mir nur mittelmäßig. Fräulen Julie hingegen, die ein fast reines Befindlichkeitsblog betreibt hat einen sehr eigenen Schreibstil, der mich immer wieder überrascht.
Aus dem anfänglichen Grund den eigenen eingerosteten „Schreibmuskel“ wieder in Form zu bringen, ist ein tagtägliches Ritual geworden wie duschen und Zähne putzen. Dabei erwische ich mich immer wieder wie ich dem inneren „Schweinehund“ nachgebe und das Gehirn nicht anstrengen will um etwas lesenswertes zu Blog zu bringen.
Letztendlich geht es um den Erfolg, oder anders ausgedrückt, die Leserquote. Oder?
Wochentageverschiebung & Reise
Irgendwie ist das nicht meine Woche. Gestern Abend in fröhlicher Runde auf der offiziellen Eröffnung des Hotel Puccini, war ich der festen Überzeugung dass schon Freitag wäre. Da der Prosecco in Strömen floss…die Folgen brauche ich nicht zu schildern.
Während eines Fotoshootings ein Hochglanzblatt gefunden mit meinem nächsten Traumreiseziel. Das Wort Traum gebrauche ich ganz bewusst, da der Preis der Reise ganz klein unten rechts in der Ecke stand. Eine Fahrt mit dem Zug Zarengold, von Moskau nach Peking. Die Reise wäre im September, ich würde meinen Geburtstag in der Mongolei feiern… Der Preis für eine Einzelkabine in der besseren Klasse: 7600 und ein paar Zerquetschte. Ich sollte ein Spendenmarathon veranstalten…
Erbarme dich
Fräulein Julie wies vor wenigen Tagen auf diesen medizinischen Beitrag hin. Ihr solltet mein Gesichtsausdruck sehen…
Nur damit ihr’s glaubt
Seit gestern morgen um 7:30 habe ich noch keine Minute geschlafen. Und jetzt wo ich könnte geht es nicht weil ich hellwach bin. Es ist zum Verrücktwerden.


