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Fressen, Kunst und Puderquaste

Monat: Juli 2017 (Seite 1 von 3)

Ein kleines Dorf in den Cevennen / Tag 5

Stille Tage in Clichy. An den Titel dachte ich gestern Abend als ich zu Bett ging. Obwohl der Film und der Roman von Henry Miller an sich alles andere als still waren….
Er spielt sogar teilweise in Luxemburg, und wurde dort bei seiner Erstaufführung von der prüden und zugeknöpften Staatsanwaltschaft kurz vor seiner Luxemburgpremiere beschlagnahmt. Der damalige Minster Emile Schaus gab ihn dann kurze Zeit später wieder frei.
Ich schweife ab…

Das Buch von Alan Bennett ‘Handauflegen’, von dem ich gestern sprach, ist übrigens sehr schön.

Als ich heute Morgen erwachte, tröpfelte es immer wieder kurz. Wir frühstückten im Dorf und machten anschließend eine kleine Wandertour auf der anderen Seite des Dorfes. Dabei schoß ich folgende Fotos

Ein Esel ohne menschliche Begleitung kam uns entgegen. Niemand störte sich weiter daran. Er trottete an uns vorbei, grüßte höflich, und stieg dann seitlich in eine Wiese hoch, wo ein anderer Esel ihn lautstark empfing.

Das Dorf vom gegenüberliegenden Hang aus gesehen. Es ist so malerisch dass es beinah kitschig erscheint.

Wenn man sich umdreht, hat man diesen Berg im Blickfeld.

Eine der letzten Rosen an den Sträuchern die um das Haus stehen. Die meisten sind für dieses Jahr schon verblüht.

Am Nachmittag las ich dass die großartige Jeanne Moreau verstorben ist. In den vielen Jahren in denen ich nach Cannes fuhr bin ich zwei mal begegnet. Mit ihr zusammengearbeitet habe ich leider nie, obwohl sie mehrfach in Luxemburg zu Dreharbeiten war.

Wir wanderten am Nachmittag zu einem weitern Bassin das von einem Gebirgsbach gespeist wird. Das Wasser ist kalt aber ich war drin.
Hier der Beweis:

Es war sogar recht angenehm.

Und während die A. und ihr Freund auf den Felsen herum kletterten, lag ich im Schatten und fing das dritte Buch von Alan Bennett an, ‘ Miss Fozzard findet ihre Füße’.

Für das Abendmahl hatte die A. Lust auf hausgemachte Pizza. Und so sah sie aus:

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Ein kleines Dorf in den Cevennen / Tag 4

Ich erwache morgens fast immer so gegen 7 Uhr.
Von ganz weit her hört man einen Hahn krähen. Die Grillen sind früh am Morgen seltsamerweise still. Dafür hört man die Vögel. Und von der anderen Seite des Tals, näher zum Dorfkern hin, hört man das Rauschen des Gebirgsbaches, in dem ich gestern gebadet hatte.
Die A. meinte dass wir heute noch ein weiteres Bassin aufsuchen könnten. Es gäbe insgesamt drei Stück um das Dorf herum und die Kletterei wäre auch nicht so schlimm.

Das mit dem Runterrechnen und einfügen der Fotos ist, wenn man alles nur über das iPhone tätigt, wirklich nicht so einfach. Das versprochene Panoramafoto von gestern ist kleiner geworden als ich wollte.

Aber das alles hier ist eine gute Übung für kommendes Jahr wenn die richtig lange Reise beginnt. Und ich werde auch noch nach anderen Lösungen suchen, wie ich mir das Bloggen vereinfachen kann. Konstruktive Ratschläge sind willkommen. Denn ihr wollt doch mit dabei sein, wenn es einmal rund um die Welt geht, oder?

Das ist der Berg über dem Dorf an dem auch das Haus im unteren Teil des Hanges liegt.

Der Tag begann sehr gemütlich mit spätem Frühstück, Bloglesen und anschließendem Lesen und rumlümmeln auf der Terrasse. Es war bewölkt und es fielen ein paar Regentropfen, die man alle mit Namen nennen könnte, denn es waren recht wenige.

Wenn ich die Tür vom Gästezimmer öffne stehe ich unter alten Weinreben. Reif sind die Trauben aber noch.

Ich verbrachte den Nachmittag mit Lesen. Ich las von Alan Bennett ‘Ein Cracker unterm Cannapé’ aus und fing vom gleichen Author ‘Handauflegen’ an.
Alles in allem ein sehr ruhiger Tag.

Am frühen Abend kam der Freund von der A. aus Luxemburg an.

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Ein kleines Dorf in den Cevennen / Tag 3

Das Haus ist in 4 Ebenen aufgeteilt. Die unterste ist der Garten.

Ein sehr alte, sehr malerische Bank unter einem Kirschbaum (der leider keine Früchte mehr trug) und einer Kaffeetasse. (Meiner Tasse… räusper)

Auf der Ebene darüber, befindet sich eine Art Gästezimmer in dem ich untergebracht bin.

Es hat einen eigenen kleinen Balkon mit einer Aussicht über das ganze Tal.
Als ich diese Aussicht fotografierte, sah ich zum ersten mal einer dieser seltsamen Untertassenwolken die sich nur sehr selten bilden.

Sie zwar nicht perfekt aber der untere Teil stimmt schon mal.

Den Rest der Morgens verbrachten wir im Nachbardorf auf den Wochenmarkt. Es ist schließlich Samstag und gute Gewohnheiten sollte man nicht aufgeben.

Am Nachmittag kraxelte die A. mit mir den Berg hoch zu einem Bach aus den Bergen, der eine kleines Naturbassin speist. Als wir endlich oben ankamen ( wir spazierten ziemlich flott hinauf) war ich völlig k.o. und triefte aus allen Poren.

Doch der Anblick, das glasklare Wasser und Rauschen des Baches waren die Mühe wert.
(Hier werde ich später noch ein Panoramafoto einsetzen. Mit der App ist das etwas schwierig.)
Gern hätte ich euch noch noch ein Foto von mir im Wasser gezeigt. (Ja ich war drin!) Aber uns verjagte ein Gewitter, das aber wieder abzog.

Ein wenig später waren wir in der Bar du Nord und genossen den ersten Pastis des Tages. Herrlich!

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Ein kleines Dorf in den Cevennen / Tag 2

Es ist ein kleines Paradies das die A. hier hat.

Auf der Fahrt hierher träumten wir von einem eiskalten Pastis. In Luxemburg fällt es mir im Traum nicht ein Pastis zu trinken. Doch hier gehört es einfach dazu.

Nach einer sehr friedlichen Nacht ( so still dass es schon fast unheimlich war) entdeckte ich am Morgen folgendes vor der Eingangstür:

In diesem etwas vertrockneten Lavendelstrauch sitzt ein Tierchen das ich bis jetzt nur aus Tiersendugen kannte. Live hatte ich es noch nie gesehen.

Eine noch recht kleine Gottesanbeterin.

Ansonsten verbrachten wir den Tag in dieser recht dünnen besiedelten Gegend mit der Suche nach einem Zahnarzt, weil die A. mit akuten Zahnschmerzen geplagt war. Der nächst gelegene Zahnarzt war 25 km entfernt bei dem die A. Gott sei dank noch am späten Nachmittag ein Termin bekam. Uff… Sie wurde mit knallharten Schmerztabletten und Antibiotika versorgt, weil der Arzt eh nichts weiter für sie tun konnte.

Es wurde somit ein sehr ruhiger Abend.

Da ich nicht alles gleich am ersten Tag erzählen möchte, was er hier so alles gibt, werde ich euch die nächsten Tage ein bisschen was über die Gegend zeigen.

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Ein kleines Dorf in den Cevennen / Tag 1

Die Fahrt hat dann doch ungleich länger gedauert als wir dachten. Ich schrieb auch im Beitrag davor, dass wir in der Provence wären. Ein Bisschen südlicher wäre es es fast der Fall.

Nein, wir befinden uns in einem kleinen Dorf weitab von allem. Die Großeltern der A. haben das Haus in 60er Jahren gekauft und es ist seitdem das Familienferiendomizil.
Ich sitze auf der unteren Terrasse und es wird langsam dunkel. Gerne würde ich euch eine Kostprobe vom Zirpen der Grillen hören lassen, denn es ist alles was ich an Geräusch höre. Sonst nichts.

Es werden ruhige Tage in V.

Neues von der Baustelle 4 & Und was die nächsten Tage wichtig wird

Seuftz.

Es ist offiziell.

Ich werde nicht vor September umziehen.Es macht mich schon etwas wütend, da ich da ich gehofft hatte, ich könnte mich im August in aller Ruhe einrichten und Anfang September noch mal für ein paar Tage verduften, bevor die Theatersaison mit voller Wucht zuschlägt. Aber das wird wohl nichts.

Die Maler sind nicht fertig geworden vor dem Kollektivurlaub. Das einzige was fast fertig wurde ist das Badezimmer…

und das Wohnzimmer,…

mit dem alten Parkettboden, der abgeschliffen und seidenmatt versiegelt wurde.

Die Küche sieht aus wie eine Müllhalde und ich habe kein Foto davon gemacht… Stattdessen zeige ich euch wie es demnächst aussehen soll.

Baustelle

***

Es war noch bis vor ein paar Tagen nicht ganz klar, aber ich werde nach Südfrankreich fahren, zusammen mit der A., die dort ein kleines Haus in der Provence hat. Es ist mitten in der Pampa und ich weiß nicht ob ich von dort aus bloggen kann, werde es aber versuchen.

Wir lesen uns.

Der digitale Nachlass

Nachlass

© Pixabay

Von der Überschrift her könnte man meinen dass es sich um praktische Tipps handeln würde, wie man seinen eigenen digitalen Nachlass regelt, doch ich möchte mit diesem Posting noch einen Schritt weiter gehen. Denn es gibt schon genug praktische Anleitungen wie man sich zu Lebzeiten anlegen kann, das mit den E-mail Konten und sozialen Netzwerken zu regeln.  Hier ein paar Links bei denen man das nachlesen kann:

Wikipedia: Digitaler Nachlass
Zeit Online : Datenerben ist kompliziert
SZ.de : Das Digitale Erbe regeln

Hier geht es um mein Blog und was damit passiert wenn ich das zeitliche segne.

Das Gedanke kam mir gestern Abend, als mich zu einer WordPress Veranstaltung in Luxemburg anmeldete. Ich musste dazu, (wie bei fast allem) ein Konto anlegen und mich als Mitglied anmelden. Das war in diesem speziellen Fall mit ein paar Fragen hinsichtlich WordPress verbunden. Eine davon war wie lange ich WordPress bereits nutze. Ich wollte automatisch das Geburtsdatum des Blogs eintragen (Januar 2004), doch dann fiel mir ein, dass es nicht stimmt. Ich habe mit Blogger.com angefangen. Also suchte ich im Bolg nach wann genau ich zu WordPress wechselte und kam auf Juni 2006.

Mein Blog ist somit auch für mich ein historisches Zeitdokument, in dem ich diese Dinge festhalte. Dieses Datum vom Wechsel zu WordPress ist jetzt für niemanden so sehr von Belang wie für mich selbst, doch was ist mit anderen Beiträgen?

Ich habe viel Zeitgeschichtliches verbloggt. Die Serie “Moment mal..” z.B. behandelt die Lebensgeschichte von Menschen, die mir wichtig waren oder immer noch sind. Es gibt Theaterkritiken, Einblicke hinter die Kulissen und Begebenheiten die sich an Drehorten abgespielt haben. Es gibt Restaurantkritiken (siehe den letzten Beitrag) Filmkritiken (siehe die ‘Kino am Mittag’ Beiträge) und es gibt Spaziergänge durch Stadt die ich mit Fotos versehen habe, über Dinge die mir auffielen. Es gibt auch ein paar fiktive Kurzgeschichten.

Ich möchte mich auf keinen Fall als Historiker oder Schriftsteller hinstellen, denn das bin ich ich nicht. Ich möchte auch nicht dass dieser Beitrag aufgeblasen und großkotzig daherkommt. Wer mich kennt weiß dass ich das nicht bin. Aber ich investiere viel Zeit und Arbeit in mein Blog, und wer hier schon eine Weile mitliest weiß, dass ich vor kurzem zwei böse technische Havarien hinter mir habe, die mich das Blog noch mehr schätzen lassen als je zuvor. Um ein Haar wäre alles weggewesen. Und der Gedanke daran lässt mich immer noch schaudern.

Ich stricke den Gedanken mal weiter, und ziehe auch andere Blogger in Betracht die kein Tagebuchblogging machen sondern sich einem bestimmten Thema verschrieben haben. Ein Fashionblogger erstellt über Jahre hinweg ein geschichtliches Dokument, das für Modehistoriker von großem Nutzen sein kann. Ich kann mir auch vorstellen, dass Maskenbildner es in 20 Jahren viel einfacher haben, eine Recherche zu starten, wie die man sich heute schminkte und zurecht machte, dank der ganzen Beautyblogger und Vlogger, die über jeden noch so verrückten Trend berichten.

Ein sehr schönes Beispiel ist das Techniktagebuch, das schon seit Jahren eine großartige Pionierarbeit leistet in Sachen Alltagstechnik.

Was passiert also mit meiner Arbeit von all den Jahren, wenn ich einmal nicht mehr bin? Ich habe keine Nachkommen denen ich es vererben könnte. Ich könnte einen Nachlassverwalter ernennen, doch wer garantiert mir dass er das Blog von einem Tag auf den andern nicht schließt und alle Daten vernichtet?

Es gibt in Luxemburg ein nationales Literaturarchiv, bei dem schon feststeht, dass ein paar der großen Schriftsteller, wie Gast Gröber oder Lambert Schlechter, dass deren Blog auf jeden Fall in das Archiv aufgenommen wird. Genau so verhält es sich mit den Tages- und Wochenzeitungen die von der Nationalbibliothek archiviert werden.

Aber was ist mit rein digitalen Aufzeichnungen?

Ich bin gespannt auf die Kommentare. Ich werde diesen Beitrag auch an das Nationale Literaturachiv weiterleiten, denn ich weiß, dass sie sich bereits mit dieser Thematik beschäftigen.

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Ein Besuch im Restaurant Le Strogoff

Vor langer Zeit hieß das Restaurant noch “Le Cordial” und war eines der liebsten Restaurants meines angeheirateten Onkels, der gern und oft dort speiste. Ich habe ihn und meine Tante ein einziges mal begleitet, aber wie es damals eingerichtet war, weiß ich nicht mehr. Es ist mindestens 30 Jahre her…
Es war ein traditionsgeladener Ort, bis er schloss, und sich ein Italiener niederließ.

 

Strogoff

So sah es noch im Februar aus.

Im unteren Teil des Fotos sieht man auch noch den Namen des italienischen Restaurants das nach den Cordial ansässig  war. La Voglia Matta. Ich war ein einziges mal mit der N. dort. Und obwohl das Essen ganz ok war, war das Ambiente fürchterlich. Es war durch den Steinboden und die kahlen Wände sehr kühl und man saß an billigen Plastik Tischen und Stühlen die an Aldi Gartenmobiliar erinnerten.  Für ein Restaurant dass sich preislich in einem oberen Segment ansiedeln wollte, ziemlich undenkbar.

Es hat dann doch ein wenig länger gedauert bis das neue Restaurant Le Strogoff eröffnete. Es wurde Mai statt April. Seltsamerweise habe ich bei den hiesigen Bloggern noch keinen Beitrag darüber gelesen. (Vielleicht habe ich es auch verpasst.) Doch ich scheine der erste zu sein der darüber berichtet, obwohl diese Woche ein Bloggerevent dort stattfinden wird.

Von der Einrichtung her haben sie richtig Mühe gegeben. Da das Restaurant ein riesengroße Fensterfront mit Blick auf die Place de Paris hat, und einen sehr altmodischen Steinboden, den man unbedingt in das restliche Design integrieren muss (was man davor nicht tat) war es bestimmt nicht einfach. Es ist ein Mix aus modernen und alten Objekten, der meiner Meinung nach, sehr gut gelungen ist.

 

Das Essen jedoch war weniger erfreulich. Wir hatten zum Aperitif Bruschetta und ein paar Streifen Gurke in Tempura Teig frittiert. Es war ganz ok, aber Bruschetta und Tempura Gemüse sind nicht irre schwer herzustellen.  Anschließend hatte ich ein Tartare vom Rind auf traditionelle französische Art mit Pommes und einem Ruccola Salat,  und so gerne ich es loben möchte, es schmeckte mir nicht. Es war auf seltsame Art sehr trocken und hatte wenig Geschmack.  Auch der Salat mit frischem Buffala für meine Begleitung, war lieblos und fade, trotz der frischen einwandfreien Zutaten.

Das ist sehr schade, denn der Ort an sich ist ein absoluter Knaller. Es ist sehr gemütlich und man verweilt gerne länger dort. Auch die Bedienung ist supernett und tadellos.

Da sie aber auch traditionelle Pasta, Risotto und Pizzen haben werde ich das nächste Mal davon etwas probieren, und berichten. Es wäre sehr schade wenn es nur an der Küche liegen würde, dass der Ort ein schlechte Note bekommt.

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Klassentreffen 2017

Für manche sind Klassentreffen ein Gräuel. Der Gedanke daran lässt bei vielen Erinnerungen hochsteigen, die man besser ruhen lässt. Bei mir siegte die Neugierde als die M-F. vor sieben Jahren den ersten Aufruf zu einem Klassentreffen startete. Doch leider war ich in Frankreich unterwegs mit dem Film Vertraute Fremde. In einer der Hauptrollen, die Dame neben mir, Alexandra Maria Lara.

Ich schweife ab….

***

Nach 7 Jahren war es wieder soweit. Um 11 sollten wir uns vor dem ältesten Gebäude der Stadt treffen, wir, die in den Jahren 1966/67 geboren wurden und in der “Alten Heimat” zur Grundschule gingen.

Da ich am Tag davor die Premiere des Freilichtspektakel hatte, viel die Nacht etwas kurz aus, doch ich kam pünktlich an.  Erstes Beschnuppern. Die meisten kannte ich auf den ersten Blick wieder. Doch ein paar davon hatte weit über 20 Jahre nicht gesehen es dauerte etwas länger bis der Groschen fiel.
Die M. war die Erste die mir um den Hals fiel. Sie war meine Nachbarin quer hinter meinem Elternhaus. Sie hatte mir vor Jahren einmal bei Schulvorstellung geholfen für die ich engagiert worden war.
Die M-F. die zusammen mit dem G. des Treffen organisiert hatte, war die zweite. Mit ihr habe ich sporadisch Kontakt, denn sie liest eifrig im Blog mit.
Die C. erdrückte mich fast. Sie hat sich kein bisschen verändert, man erkennt sie sofort. Sie hat noch immer ihre wilden unbändigen Locken und ist noch immer ein prall gefülltes Bündel an Energie und Herzlichkeit.
Und dann sah ich die A. die seit der Schulzeit nicht wieder gesehen habe. Die A. die hinter mir in der Schulbank saß, und in die der Großteil der Jungs aus der Klasse heimlich verknallt war. (Und wenn ich den Blick vom einigen der Jungs richtig deutete, sind sie es heute immer noch)
Auch der A. schien selig zu sein. Er ist einer der Wenigen der den Familienbetrieb, ein Hotel mit Restaurant, übernahm und somit in der “Alten Heimat” geblieben ist. Der Großteil wohnt, so wie ich, nicht mehr dort.

Und so wie dem A. ging es Vielen. Ich hatte nicht erwartet dass das Wiedersehen mit einer so großen Freude und Glückseligkeit verbunden wäre.

Wie die M-F. und der G. es angestellt hatten, dass wir zu einem Ehrenwein vom Bürgermeister empfangen wurde, weiß ich nicht. Aber er selbst schien auch hocherfreut so viel bekannte Gesichter wiederzusehen. Was ihn aber am meisten begeisterte war, dass sich auch ein paar der LehrerInnen eingefunden hatten um mit uns zu feiern. Leider war keine von meinen Lehrerinnen dabei. (Ja ich hatte nur Lehrerinnen)

Nach dem ersten Ehrenwein ging weiter in das nahegelegene Wirtshaus das dem A2. gehört der uns das ein Aperitif spendierte. (Der zweite Ehrenwein…)Da ich morgens weiter nichts gegessen hatte, war das zweite Glas Wein schon fast ein Glas zu viel.

Wir schlenderten weiter zum Hotel des A. in dem ein Tisch für uns reserviert war. Auf den Menü:

Haugemachte Ravioli mit Foie Gars und Parmesan /Faux-Filet dry age mit Bearnaise oder Pfeffersauce, Gratin Dauphinois und Pfannengemüse. Das Dessert habe ich weggelassen. (Fotos habe ich leider keine davon gemacht)

Wie so oft im Leben wenn man alte vertraute Gesichter wieder sieht, kamen bei manchen auch die Emotionen hoch, und es wurden ein paar Tränchen vergossen. Der D. erzählte von seiner Ehe die völlig aus dem Ruder gelaufen ist und wie sehr er darunter leidet.  Die A. erzählte eher nüchtern, dass sie sich nach über 20 Jahren geschieden wurde und bis dahin nur Hausfrau und Mutter gewesen war. Sie hat mit 50 nochmal ganz von vorn angefangen und gibt jetzt Unterricht in einer Schule für Erwachsenenbildung.
Der L. erzählte mir von dem N. der einer seiner besten Freunde gewesen war und sie hatten jahrelang immer noch Kontakt. Doch etwas muss zwischen dem N. und seinen Eltern passiert sein, denn er brach den Kontakt völlig ab zu allem und jedem. auch zum L.

Und so schien jeder sein Bündel an Sorgen und Problemen mit sich zu tragen.

Es war trotz allem ein wunderschöner Nachmittag an dem auch viel gelacht wurde. Und wir schworen uns nicht 7 Jahre zu warten bis zum nächsten Treffen.

Klassentreffen

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Fotoausbeute der letzten Tage

Als ich gestern Abend von der Premiere des Freilichtspektakel in Grosbous zurück fuhr, wurde mir endlich bewusst dass ich das letzte Projekt, die letzte Baustelle  für diese Spielzeit abgeschlossen habe. Juchuuuu!

Auf einer großen grünen Fläche zwischen Bauernhöfen, einer Mühle, und einem Bach steht die Bühne. Die Gänse, nebst ein paar Hühnern spielen auch mit. Die Premiere war ein voller Erfolg. Wenn ihr euch den Revisor ansehen wollt, Eintrittskarten gibt es hier.

Die Hauptdarstellerin, die fürs Foto ein gewaltiges Duckface zeigte, dass sie kaum wiederzuerkennen ist.

***

Nachtrag vom Vorabend des französischen Nationalfreitages.

Ich speiste mit der N. im Annexe, draußen, als sie mich plötzlich darauf aufmerksam machte, dass eines der Hochhäuser auf Kirchberg, rot, blau und weiß horizontal gestreift sei. Fast wie die französische Flagge, nur die Reihenfolge der Farben war falsch.

***

Am Samstag auf dem Weg zum Wochenmarkt entdeckte ich zum ersten Mal dieses Jahr das Beduinen “Trio”, das fast jedes Jahr an der Place d’Armes sitzt. Ich wollte noch immer ein Foto von ihnen machen für’s Blog.

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