Bananenbrot, Steinbutt & Gedanken über den Krieg

Gleich am Morgen mehrere Telefonate geführt um Termine umzulegen, weil ich mal wieder ein Schussel war. Dass diese Schusseligkeit mir bis dato keine verheerenden Folgen gebracht hat, ist schon sehr erstaunlich. Aber jetzt da es ausgesprochen ist,…

Gegen Mittag fuhr ich die paar Flaschen Wein, um die die K. mich gebeten hatte aus der Pfalz mitzubringen, zu ihr an die Mosel. Erstaunlich miserables Wetter.

Wieder daheim machte ich mich endlich daran, die beiden Bananen die ich noch von vor dem Pfalzausflug hatte, zu einem Bananenbrot zu verarbeiten.

Gesagt, getan.

Es wurde sehr dunkel weil ich Rohrzucker genommen hatte. Aber man roch das Backgut durchs ganze Haus. So sehr, dass die ältere Nachbarin über mirmich anrief und fragte, was dieser wundervolle Duft im Haus wäre. Ich sah schon wo das hinführt. Morgen muss ich wohl ein Stück vorbei bringen.

Es ist übrigens das erste mal, dass ich seit sehr langer Zeit Bananenbrot backe. Das letzte mal dass ich überhaupt welches gegessen hatte, war kurz vor der Pandemie in Australien. *seuftz*
Ich vermisse Down Under.

Am Abend dann einen Abstecher zum Nachbarn in die Rotisserie.

Als Vorspeise: Mit getrockneten Tomaten gefüllte Artischockenherzen vom Grill. Überraschend lecker. Davon hätte ich mehr essen können.

Hauptgang: Steinbutt mit Fenchelgemüse

Da war ich etwas enttäuscht, denn dem Fisch fehlte es komplett an Geschmack, als ob er nicht in einem Sud gegart worden wäre sondern einfach in Wasser, zudem machte die etwas zu dicke Soße, die man dazu reichte, es nicht gar nicht wett. Schade, dabei mag ich Steinbutt sehr.

Nachtisch war eine Zitronentarte.

Die hingegen war nun wieder sensationell, allein schon weil sie keine Baiserhaube hatte und richtig intensiv zitronig schmeckte.

Ich ließ die Gedanken derweil schweifen und schrieb schon teilweise hier im Blog vor.

Es ist wahrscheinlich schonso manchem aufgefallen, der hier regelmäßig mitliest, dass ich nichts über den Ukreinekrieg schreibe. Ich kann es nicht. Es lähmt mich. Der Krieg begann zu einem Moment, als ich mitten in einer unverblogbaren Blase steckte und meine Arbeit kam mir plötzlich so unwichtig, nutzlos und fast hirnverbrannt vor. Ich lese tagtäglich davon, wie auch hier in Luxemburg sich Menschen mobilisieren und Aktionen starten, Leuten die von dort geflohen sind eine Unterkunft bieten. Ich habe mir auch zu einem Zeitpunkt überlegt ob ich nicht mein zweites Schlafzimmer eine als Übergang anbieten soll. Aber ich kann es nicht. Das mag einerseits feige klingen, doch andererseits sehe ich mich außerstande das zu bewältigen. Inzwischen bin ich soweit dass ich die Nachrichten im Radio oder im Fernsehen abschalte, weil es mir Angst macht. Auf Twitter habe ich manche auf stumm geschaltet weil ich es nicht mehr hören kann. Ihr könnt mich für einen Hosenscheisser halten der überhaupt keine Courage hat, aber ich habe auch den Mut es offen zuzugeben.

Ein Mittwoch

… der mich wieder nach alle der Entspannung auf den Boden der Realität zurück brachte.

Das Foto wollte ich euch noch zeigen. In Wissenbourg war am Montag nicht alles geschlossen. Der Seifenladen hatte geöffnet.

Und das ist die Auswahl, die ich so mehr oder weniger bis Anfang nächsten Jahres und unter der Dusche verbraucht haben werde. Kostenpunkt, 32€ für ein ganzes Jahr. Da kann man nicht meckern und ich habe keinen Plastikabfall produziert.

Den Morgen ließ ich langsam angehen und machte später eine größere Einkaufsrunde.
Auf der Suche nach einem Geschenk, kann mir eine der besten Ideen überhaupt und ich zog ebenfalls los in den Buchladen, um ein Buch zu bestellen. Doch man sagte mir dass sie es in ihrem anderen Laden in der Belle Etoile hätten, einer größten Shoppingmals des Landes. Ich mag Schoppingmals ab einer gewissen Größe nicht, weil sie mich wahnsinnig machen. Aber gut, da musste ich jetzt wohl hin wenn ich das Buch haben wollte.

Quer gegenüber dem Buchladen befindet sich ein Mise Au Green Laden, bei denen ich schon vor einer Weile ein wunderschönes Polo Hemd und ein Pulli im Marine Look gesehen hatte. Ja, ihr dürft mich hauen! Ist ja nicht so als ob ich davon nicht schon mehrere hätte…

Wieder daheim verstaute ich alles und las eine Runde in Crossroads weiter. Später dann ließ ich mich von YouTube berieseln.

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Hazariel aus Montpellier wurde mir vom Algorithmus vorgeschlagen. Eine Youtuberin die für gewöhnlich im Setdesign arbeitet und aus Mangel an Aufträgen (wegen der Situation) ein YouTube Kanal gestartet hat. Vor allem aber nimmt sich sich selbst nicht so ernst und das macht es sehr unterhaltsam.
Ein historisches Kleid aus Ikea Stoff? Kein Problem.

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Via hmbl auf diesen Text gestoßen: Never
Sehr berührend und in weiten Teilen sehr zutreffend für mich. Vor allem die beschriebenen Geister (Geister der Vergangenheit wie ich sie nenne), die immer wieder auftauchen, mal hier, mal da, mal zu den seltsamsten Zeiten an denen ich sie am allerwenigsten erwarte, vorzugsweise aber in der kalten, dunklen Jahreszeit.
Ich habe in all den Jahren gelernt mit ihnen zu leben und weiß, dass sie immer wiederkommen werden. Und wenn sie dann so präsent sind, dass ich es kaum noch aushalte, dann muss ich da durch, eine andere Wahl bleibt mir nicht. Alternativen gäbe es, doch die kommen, so lange ich es so wie jetzt handhaben kann, nicht in Frage.

Hotel Pfalzblick : zwei Tage Ausspannen pur

Ich weiß nicht warum, aber jedesmal wenn ich hier bin, fährt mein Stresslevel derart runter wie nirgendwo sonst.

Zwischen schwimmen, Sauna, Whirlpool, Lesen, und einem Ausflug nach Weißenburg war nicht viel. Ich hatte nicht mal Lust zum Blogschreiben. Ich hatte das Laptop zwar mit, aber ich habe es nicht angerührt.

Oben das Gemeindeamt von Weißenburg. Wissembourg ist übrigens, und das obwohl Pandemie und dergleichen, eine noch lebendigere Stadt geworden, als sie es schon war. Es ist erstaunlich. Ich hatte, als ich hinfuhr, Angst dass das Gegenteil passiert sei. Aber nein. Der einzige Dämpfer; gehe nie an einem Montag dorthin. Es ist (fast) alles geschlossen.

Angefangen zu lesen habe ich Crossroads von Jonathan Franzen, auf die Empfehlung von H., der es in den Weihnachtsferien ganz las und sehr begeistert war. Mit geht es jetzt nach der ersten fünfzig Seiten auch so.

Ich habe auch heute wieder sehr wenige Fotos gemacht. Es ist halt ein Wellnesshotel mit vielen Menschen im Bademantel oder komplett nackt. Dafür gibt es andere Seiten im Netz um sich das anzusehen.

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Am Dienstag dann eine frühe Schwimmrunde und am späten Morgen ging es dann wieder zurück nach Luxemburg.
Das E-Auto machte übrigens den ganzen Ausflug tadellos mit und bei der Hin- wie bei der Rückfahrt, hatte ich jedesmal 25% Saft über. Also werde ich mich im Mai wahrscheinlich an eine längere Fahrt trauen in der ich zwischendurch aufladen muss. Aber ich muss vorab planen wegen der Aufladestationen.

Irgendwie waren die Tage zwar nicht anstrengend aber ich war hundemüde am frühen Nachmittag, fiel für zwei Stunden aufs Bett und schlief tief und fest.

Am Abend dann, weil ich nichts eingekauft hatte, ging es zur Skybar. In den nächsten Tagen wird die Karte wieder ändern und ich bekam vorab den neuen Nachtisch. Eine weitere Variation der Dame Blanche unter einer Schokoladen Sphäre versteckt und dann zum Vorschein kommt, wenn die heiße Schokolade darüber gegossen wird. Sie war sehr schokoladig und erstaunlicherweise nicht sehr süß, stattdessen leicht pfefferig. Sehr, sehr gut. Manchmal frage ich mich dann doch wie oft der Chefkoch Renaud es noch hinbekommt, immer wieder eine weitere Variation zu erfinden.

Wieder daheim las ich weiter im Crossroads.

Ein Tag in Bildern der keiner wurde

Ich erwachte gegen schon 4:30 (Winterzeit) so zeigte es mir der Wecker. Mir wurde schlagartig bewusst, dass ich vergessen hatte den Wagen anzuschließen damit er sich auflädt. Mist! Also huschte ich im Schlafanzug mit Pantoffeln hinaus über die Straße in den Innenhof um die Kiste anzuschließen. Ich prüfte über die App ob das mit der Aufladezeit reichen würde. Ja, es ging sich so just auf. Uff.
Ich muss lernen umzudenken.

Wieder oben war natürlich nicht mehr an Schlaf zu denken. Ich stellte alle Uhren auf Sommerzeit um, die das nicht von selbst taten und macht mir den ersten Kaffee.

Für den Rest des Tages sollte es ein Tag in Bildern werden was mir aber nicht gelang.

Es ging mit der A. nach Dahn ins Wellnesshotel Pfalzblick. Ich war schon sehr lange nicht mehr dort. Das E-Auto brachte uns ohne Probleme mit einer Ladung bis dorthin. Es blieben sogar noch 25% der Ladung über. Aber man darf nicht rennen wie ein Wilder.

Und jetzt erst mal schwimmen und ausspannen.

Stimmen aus der Stahlindustrie

Ich war früh wach, wie überhaupt die letzten Tage. Ich ließ es sehr gemütlich angehen.

Gegen 10:00 traf ich mich mit der D. und ihrem M. auf der Terrasse von Namur, die einzige Terrasse die am Morgen bereits Sonne hat.

Gegen Mittag fuhren die D. und ich nach Dudelange zur Eröffnung der neuen Ausstellung

Ich hatte die Ausstellung gestern kurz erwähnt, da die A. mit daran gearbeitet hat. Die Ausstellung läuft auch in Rahmen des Kulturjahres Esch2022, obwohl sie in Dudelange stattfindet. Dudelange besaß einst ein Hütten und Stahlwalzwerk, das aber schon lange geschlossen wurde. Es traumatisierend für Stadt und die Region. Ein Großteil des Bauten wurden weggerissen doch einige davon stehen noch. Unter anderen das sogeannte Pomhaus und der allte Wasserturm. Bide wurden schon in 90ern zu einer Austellungsfläche umgebaut.
Dahinter gibt es auch noch die riesige inzwischen leere Halle in der Walzwerk war. Ich habe dort vor in der Zeit vor dem Blog, Wochen und Monate verbracht weil es damals auch genug platz bot für ein Filmstudio. Und für mich der nicht so oft im Süden des Landes anzutreffen ist war es seltsames Gefühl wieder dort zu sein.

Die Ausstellung Stëmme vun der Schmelz sollte nicht nur eine reine dokumtarische Ausstellung sein, sondern auch ein künstlerisch durchdachte, weswegen die A. mit hinzugezogen wurde.

Mit dem Aufzug in den Wasserturm
Auf einer riesigen Einwand gab es einen Film über das Werk.
Über die Treppe ging es wieder durch luftige Höhen hinunter, während dem man ein Klanginstallation hörte.
Eine von mehreren Videos in dem Zeitzeugen zu Wort kommen.

Wieder zurück in der Stadt, gab es für mich das erste Eis in der Bonomeria. Wir waren übrigens bei dem schönen Wetter nicht die einzigen, denn die Schlage vor Laden war dann doch schon sehr lang.

Am Abend dann wieder mit, der A. diesmal, nach Esch in die Kulturfabrik ins „Ratelach“ (Rattenloch) ein urgemütliches Kaffee, in dem ich auch vor etlichen Jahren meine allererste Lesung hatte.

Wir fuhren jedoch zeitig zurück, denn morgen geht es für mich und die A. ins benachbarte…
Ach, das erzähle ich morgen.

Unangenehme Entdeckungen

Der Tag ging wieder sehr früh los weil ich einfach sehr früh wach werde, ohne Wecker ohne nichts. Ich könnte schon seit einer Woche in der Sommerzeit leben.

Es waren Fotos angesagt für ein Tanzstück.

Am Abend dann ein wundervolles Dinner im Grünewald mit der D. Davor saßen wir noch lange im Wëllem auf der Terrasse in der Sonne bis es doch langsam zu kühl wurde.

Und war wie immer köstlich im Grünewald.

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Der Freitag dann begann mit einer längeren Bürorunde und zwischen durch Wäsche wachen.

Kurz nach Mittag klingelte es an meiner Wohnungstür. Die Putzfrau die für das Treppenhaus und den Keller zuständig ist, erklärte mir dass wir einen weiteren Bewohner im Keller haben. Ich ging hinunter und sah im Heizungskeller eine Decke liegen ein Einkaufstüte mit allerhand Zeug, viele leere Dosen Bier, Zigarettenstummel und in der hintersten Ecke ein Pfütze Erbrochenes. Na Super! Ich rief die Hausverwaltung an und es kam sofort jemand nachsehen. Wir fanden dann auch Glasscherben einer kaputten Crackpfeife…

Ich prüfte noch einmal ob meine beiden Keller verschlossen sind. Waren sie. Später dann trat eine weitere Putzcrew an die den Unrat wegräumte und mir gab man den dem Typ sofort die Polizei zu verständigen wenn ich jemand sehe. Um die Tür des Heizungskellers und die Vordertür würde man sich sofort nächste Woche kümmern.

Es ist nicht zum ersten mal dass wir ungebetene Bewohner haben. Es war schon mal vor etlichen Jahren der Fall, als meine Tante noch hier lebte. Doch unsere Haustür ist inzwischen auch nicht mehr das sicherste und neueste Modell.

Am Abend auf einen Absacker mit der A. ins Bovary. Wir stießen auf eine „Baustelle“ an, die die A. endlich schließen konnte und die sie sehr viele Nerven gekostet hat. Morgen berichte ich mehr darüber.

Ein schöner Tag

Vielleicht sind Tage wie heute ein kleines Geschenk vom Himmel. Es passierten nur schöne Dinge. Ich hatte durch die Bank weg nur mit Menschen zu tun, die ich mochte.
Doch fangen wir von vorne an.

Am Morgen stand ich mit Brummschädel auf, was nur dann vorkommt, wenn ich schlechten Wein getrunken habe. Das eine Glas Riesling von Abend davor muss wirklich jede Menge Zusatzstoffe gehabt haben, den für gewöhnlich passiert mir das bei guten Weinen nicht.

Ich traf mich mit der D., nachdem ich eine Ibu eingeworfen hatte, in der Stadt. Wir schlenderten ein wenig umher um eine Terrasse mit Sonne zu finden. Die von der Konditorei Namur war ideal. Wir saßen eine ganze Weile dort und tauschten sämtliche Neuigkeiten aus weil wir uns ja schon eine ganze Weile nicht gesehen hatten.

Ich plante mir ihr die kommende Zeit durch, hinsichtlich der Sommermonate und den Herbst. Es wird ein arbeitsintensiver aber auch ein schöner Sommer werden. Ich freue mich jetzt schon sehr darauf, weil es etwas völlig Neues und Ungewohntes auf mich zukommen wird. Es ist aufregend und total neu und irgendwo macht es auch Angst, aber zur Zeit überwiegt die Freude.

Am Nachmittag die Aufzeichnung der Samstag Sendung. Der Gast war auch kein Unbekannter. Er ist einer der besten Exportartikel den Luxemburg in Sachen Pianist hervorgebracht hat.
Franceso Tristano. Ich mochte ihn schon immer sehr und war froh, dass ich ihn endlich mal persönlich kennenlernen durfte.

Da diese Fotos auch bei Instagram zu sehen waren, kann ich sie auch hier posten.

Tristano war zu Gast wegen seinem neuen Albums On Early Music von dem es auch eine Auskopplung mit Remixen von dem Titel Toccada gibt, das ich sehr laut im Auto auf der Rückfahrt hörte. Und am Sonntag gibt es, wie gewohnt, den Link zur Mediathek. (Kann sich übrigens jeder ansehen. Hier ist nix mit lächerlichem Geoblocking)

Am Abend dann für ein kurzes Abendessen im Bovary. Ich ging alleine hin. Mit all dem was an diesem Tag erfahren hatte, musste ich das erst einmal sacken lassen und mich selbst ermahnen, dass alles wie gewonnen so zerronnen sein kann. Wenn ich eines in meinem Leben gelernt habe, dann, dass nichts sicher oder in Stein gemeißelt ist. Aber, zumindest für einen Augenblick, schien die Welt in Ordnung zu sein und spendet Hoffnung und Zuversicht auf das was in der Zukunft noch kommen mag.

Meine Bank ist weg & ein weggefressenes Hinterteil

Kennt ihr das? Ihr setzt euch als Tagebuchblogger täglich vor die leere Eintragsseite und stöhnt bisweilen laut auf. Es geht mir seit Tagen so. Dann überlege ich immer wieder hier eine Pause zu machen. Bloggen ist und bleibt ein zeitaufwendiges Hobby. Wenn ich es dann jedoch schaffe in die Tasten zu hauen, kommen die Wörter quasi im Alleingang und alles ist wieder in Ordnung.

Ach,vielleicht muss ich auch andere Dinge in meinem Leben ändern…

Kommen wir zum Tagesbericht:

Ich erwachte sehr früh ohne Wecker. Es war kurz nach 6:00. Das beruhigte mich einerseits, weil ich noch nichts geschrieben hatte und andererseits blieb ausreichend Zeit für Körperpflege und mich vorzeigefertig zu machen, für den Besuch in einer Kunstgalerie.

Nach dem Besuch in der Galerie war ich dann im Wëllem und nahm dort den Mittagstisch mit.

Hühnchen Filet sehr saftig in einer leicht scharfen Safransauce mit Brokkoli-Kartoffelpüree.

Und im Wëllem schrieb ich schon mal teilweise hier vor. Wenn ich das zwischendurch tun kann, geht es mir leichter von der Hand.

Zurück ging es durch den Park mit einem ersten Ice Kaffee zu meiner Lieblingsstelle im Park wo ich erstaunt feststellte, dass sie mir eine beiden Bänke weggenommen haben. Huch!

Wieder daheim gab es Schokolade:

Später dann ging zum letzten mal ins Unverblogbare und somit ist diese Baustelle auch zu.

Anschließend sah ich endlich die D. wieder, die aus der Quarantäne raus war, alles ohne weitere Komplikationen. Ich traf sie und die V. in der Theaterstuff. Wir machten jedoch nicht lange auch weil ich hundemüde war.

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Marc Rober, (ihr wisst schon, der mit dem Eichhörnchen Parcours und Glitzerstinkbomben) zeigt hier wie man ein Piano zum sprechen bringt.

Sonntag & Montag

Den Sonntag vergessen wir mal kurz, weil er , entgegen seines Namens der Sonne beinhaltet, gar nicht er Fall war. Es war kalt und es regnete. Zudem hatte ich Nachmittagsvorstellung, was den Tag in zwei spaltete und für eine richtige Unternehmung blieb wenig Zeit.

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Der Montag dann begann ich mit Haushalsarbeiten, Telefonaten und mir ein paar Folgen einer Show in einer Mediathek ansehen, zwecks Recherche. Es konkretisieren sich langsam Dinge über die ich noch nicht sprechen kann, weil sie alle noch nicht zustande kommen könnten. Es bleibt spannend.

Am Nachmittag dann Großeinkauf im Supermarkt meines Vertrauens. Ich wanderte dort ohne wirklich was zu suchen durch Körperpflegeabteilung und fand dann endlich das, was ich schon seit etlichen Jahren suche und ich hätte mir gedacht, dass ich es ausgerechnet HIER finde.

Meine Marseille Seifen gehen langsam zur Neige und ich schaute mich um ob ich diesbezüglich nicht ein Stück finde zur Überbrückung bis ich Nachschub von Maison du Savon de Marseille bekomme. (Das wird übrigens nächste Woche sein) Dabei fand ich das hier:

Ein festes Shampoo Seifenstück gegen Schuppen! Das war seit Jahren schon immer wieder mein Anliegen, dass es feste Shampoos für alle Haartypen gibt, aber keines gegen Schuppen. Juchuu! Wenn es jetzt noch hält was es verspricht ist meine kleine Welt in Ordnung.

Am Abend fing ich mit dem achten Comic Band von Stéphane Heuet an, der es sich zur Lebensaufgabe gemacht hat Marcel Proust – Auf der Suche nach der verlorenen Zeit, als Comic umzusetzen. Kein leichtes Unterfangen und er arbeitet schon etliche Jahre dran.

Ich muss sagen dass Proust mich mit den Jahren immer mehr fasziniert. Ich hörte ja vor kurzem erst die Hörspiel Podcast Reihe, wo mir noch einmal bewusst wurde, wie bösartig manche der Protagonisten sind. Auch Marcel, den ich zu Anfang immer nur als stillen Beobachter einschätzte ist,was seine manipulativen Fähigkeiten angeht, kein Unschuldsengel.
Ach, vielleicht schaffe ich doch irgendwann die Serie einmal komplett zu lesen.

Aus der Alten Heimat in die große Stadt

Ach,die Überschrift klingt ein wenig prätentiös, aber ich lass sie jetzt so.

Die letzten Tage fielen die morgendlichen Aktivitäten alle sehr differenziert aus. Das war heute nicht anders. Zwischen Bloggen, Telefonaten, Kaffee und Körperhygiene war auch ein Termin mit dabei, den ich erst für nächste Woche eingetaktet hatte. Hatte ich mich etwa wieder vertan? Es schien so! Aber ok. Er schmiss mir zumindest keinen anderen Termin um.

Der A. aus der Alten Heimat sollte mit der J. zum Mittagessen in die Stadt kommen. Sie hatten sich beide sehnlichst thailändische Küche gewünscht. „Nichts leichter als das!“ antwortete Pigeldi alias Joël. „Kommt mit!“

Wir trafen uns im Wëllem und gingen dann gegen Mittag hinüber zum Thai House, für mich zur Zeit eine der besten Adressen der Stadt. Und ich sollte recht behalten. Die beiden waren begeistert. Ich hatte den A. noch nie mit dem Hinterteil auf dem Stuhl wackeln sehen, so gut schmeckte es ihm.

Auf dem Heimweg sah ich die inzwischen obligate samstägliche Demo. Doch sind es nicht mehr die Impfgegner. Den Fahnen nach muss ich nichts erklären…

Am Nachmittag zog ich dann mit meiner A. und Blue los, zum Tag der offenen Tür im alten Schlachthof von Hollerich, der schon seit Jahren ein Treffpunkt für Skater und Graffiti Künstler ist. Ich war gespannt, denn vor Jahren schon war angekündigt worden dass man vorhätte das Schlachthaus umzubauen und etwas neues dort zu entstehen zu lassen. Doch dem war nicht so. Es war lediglich eine Aktion den Ort bekannter zu machen und anzukündigen, dass man dort demnächst weitere Aktivitäten stattfinden lassen wird.

Ich hatte mir erhofft daraus ein Chronik machen zu können für die Sendung, aber dafür reichte das Angebot dann doch nicht aus. Also muss ich mir etwas neues einfallen lassen.

Später ging es dann noch in den Park von Belair wo wir Freunde der A. im Pavillon trafen. Wegen dem schönen Wetter und der Beliebtheit des Parks, herrschte dort großer Andrang, doch wir hatten Glück und bekamen einen Tisch direkt am Teich.

Im Teich schwammen massiv dicke Welse und Blue war fasziniert.

Doch langsam wurde es empfindlich kalt. Wir verabschiedeten uns und ich huschte noch einmal schnell heim etwas Wärmeres anziehen, denn ich hatte gefroren.

Die A. hatte Lust auf italienisch. Also ging es los zur Feluca das ein wenig abseits zwischen den Tennisfeldern und den alten Stadion liegt. Ich hatte glühend heiße frische Nudeln mit Pilzen. Genau das richtige bei den Temperaturen.

Ich fiel, für meine Verhältnisse, erstaunlich früh in die Horizontale.

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Und hier noch der versprochene Link zur No Art Sendung.

Frei wie Freitag

Ich erwachte bei strahlend blauem Himmel. Ein kompletter Wetterumschwung. Aha. Das erklärte dann auch warum ich am Donnerstag am späten Nachmittag Kopfbrummen hatte. (Nein, ich habe mich getestet, deswegen war es nicht)

Ich verblogte den Vortag und hatte mehrere Anrufe. Ich beschloss nach Trier zu fahren. Bei dem schönen Wetter und überhaupt wollte ich den neuen Wagen mal richtig auf der Autobahn testen und sehen wie viel er an Ladung von Luxemburg nach Trier braucht.

Als ich dann dort in die Parkgarage fuhr war dann doch sehr baff. Er hatte für die Strecke nur runde 20% der Ladung gebraucht. Aber es hängt auch sehr vom Fahrstil ab. Ich ließ ihn auf der Autobahn mit Tempomat auf 110 km/h laufen. Das interessante dabei ist, der Wagen macht dann (fast) alles von selbst. Er achtet auf den Wagen davor, hält genügend Abstand, liest die Tempolimit Schilder und hält mich in der Fahrspur. Ich könnte sogar das Lenkrad loslassen, doch das merkt er auch und mahnt mich ab.

Während der Fahrt hörte ich das neue Album von Vendredi sur Mer – Métamorphose, das heute erschien. Stimmlich erinnert sie mich diesmal ein wenig an Mylène Farmer weil sie ein ähnliches Timbre hat. Ich hatte schon einmal über sie berichtet als ich per Zufall im französischen Radio in einem Interview spät abends entdeckte, als ich bei Saarbrücken im Stau stand. Das war 2019 im Sommer. Die Frau hat die Gabe Melodien zu schreiben die sofort ins Ohr gehen und sehr hartnäckig dort sitzen bleiben. Das sind schon keine Ohrwürmer mehr es sind Maden.

Das neue Lied Le Lac finde ich ganz besonders schön, aber auch traurig. Und Monochrome in dem ein Mann eine Umwandlung macht.

In Trier dann die Überraschung. Hier wird noch stramm Maske getragen und in den Gaststätten wird noch der Impfpass geprüft. Für Rheinland-Pfalz wurden die Maßnahmen bis Anfang April verlängert. Zugegeben ich trage sie ja teilweise auch immer noch, auch wenn es in Luxemburg quasi überall aufgehoben wurde.

Ich erstand in der Blauen Hand ein paar neue Hemden, sehr bunt und sehr fernsehtauglich.

Mittagsmenü in der Trier Brasserie

Unter der Haut gefüllte Poulade mir Schmorgemüse und Bandnudeln. Sehr gut.

Wieder daheim sah ich nach Tagen die A. und Blue wieder. Blue ist jedes mal total aus dem Häuschen wenn sie mich sieht und würde mich am liebsten von oben bis unten ganz abschlabbern.

Wir verbrachten den ersten Abend, wenn auch gut in Mäntel und Jacken eingepackt, auf der Terrasse im Bovary. Es gab ein Glas Wein und paar Tapas:

Und irgendwann war Blue so müde dass sie Kopf auf den Tisch legte und einschlief.

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In Mondorf-les-Bains wurde im Park des Thermalbades die Statue von Juri Gagarin zugehängt. Unabhängig wie man zum Ukrainekrieg steht, wollte man Vandalismus an der Statue verhindern.
Das gefiel jedoch drei Senioren absolut nicht und nahmen die Verpackung der Statue wieder ab.

Das Übliche

Immer wenn die Blognachbarin Kaltmamsell von einer zerhackstückelten Nacht spricht, konnte ich mir nie so wirklich etwas darunter vorstellen. Seit Donnerstagmorgen weiß ich was sie damit meint. Nun ja. Sich ausgeschlafen fühlen geht anders.

Der Vortag weggeblogt und eine Recherche über ein Thema für die Sendung gemacht, das ich vorgeschlagen hatte. Dabei festgestellt, dass ich mich ein wenig verrannt hatte. Mir wurde das wie ein Tag der offenen Tür verkauft, was es auch so gesehen ist, aber anstatt dass damit etwas Neues beginnt, wird etwas definitiv geschlossen. Das macht also wenig Sinn. Zum Glück hatte ich noch ein anderes Thema auf Langer.

Eigentlich wollte ich mir ein Mittagessen in der Nachbarschaft gönnen, doch stattdessen arbeitete ich weiter Bürodinge ab damit ich Freitag und Samstag zwei volle freie Tage habe.

Am Abend dann wieder das Übliche im Theater.

Spargel & Styropor

Den Dienstag Morgen mit viel Bürokram verbracht. Es gibt dann doch immer wieder Dinge die keinen Aufschub dulden.

Das Mittagessen sah so aus:

Es wurde zum ersten mal angespargelt in diesem Jahr! Mit Räucherlachs und einer Sauce Hollandaise, die mir beinah geronnen war. Ja, ich weiß. Die Spargelzeit hat noch nicht begonnen aber ich konnte ihm nicht widerstehen. Zudem stammt er aus Italien und nicht, wie so oft, aus Übersee.

Den Nachmittag mit Recherche verbracht zwecks der Sendung am Mittwoch. Der Rest war dann im Theater rumsitzen und Unverblogbares tun.

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Mittwochmorgen dann brachte ich wie gewohnt die Wohnung auf Putzniveau, weil am Nachmittag die Putzfrau antrat. Ich selbst möbelte mich auf, auf Kameratauglichkeit, denn am frühen Nachmittag stand eine neue Aufzeichnung von No Art On Air an. Diesmal war es übrigens eine auch in Deutschland weitaus bekannte Darstellerin und es war eine sehr entspannte Sendung. Wenn sie am Samstag ausgestrahlt wird, poste ich den Link zur Mediathek.

Zudem bekam ich eine sehr aufregende und erfreuliche Nachricht, so sehr, dass ich mich noch nicht wage an sie zu glauben.

Nach der Sendung noch ein paar Einkäufe die ich fix heim schleppte. Und dann hatte ich einen Geistesblitz, den ich sofort in die Tat umsetzte. Ich buchte für Ende des Monats ein paar Wellnesstage im Pflazblick in dem ich vor der Pandemie zu letzten mal war.

Am Abend dann wieder der gewohnte Anblick leerer Styroporköpfe, weil wieder alle im Einsatz waren.

Später schaute ich mir noch zwei Folgen Murdoch Mysteries an, die ich brav regelmäßig aufnehme aber halt nie live sehen kann.

Einbauküchen & Geister

In Ermangelung an verblogbarem Zeug, machen wir heute etwas anderes.

Außer vielleicht das hier, weil ich es noch nicht erwähnt hatte und mein zukünftiges Ich es aber als wichtig empfinden wird.
Seit Freitag letzter Woche sind hier, bis auf wenige Ausnahmen alle verpflichtenden Schutzmaßnahmen wegen der Pandemie aufgehoben. Masken gelten jedoch weiterhin im öffentlichen Transport sowie in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen. Man kann und darf sie jedoch immer noch tragen wenn man sich im öffentlichen Raum bewegt.
Ich konnte beobachten, dass inzwischen fast niemand mehr sie draußen an der frischen Luft trägt. (Ich übrigens auch nicht)
Drinnen jedoch, wie zum Beispiel in Supermärkten, ist die Ratio 50:50.

Wettermäßig ist es seit Sonntag weitgehend vorbei mit Sonnenschein, dafür ist es milder und es regnet auch wieder.

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Letztes Jahr im Juli berichtete ich über die Ausstellung Pol Aschman.

Ich nehme mal an, dass es pandemiebedingt war, dass jetzt erst das Buch dazu erschien. Ein paar Fotos davon möchte ich zeigen, weil ich fast aufgeschrien habe vor Begeisterung.
Es gab und gibt heute noch immer die große Frühjahrs- und Herbstmesse, auch wenn sie inzwischen anders heißen. In ihren ersten Jahren fanden sie noch mitten in der Stadt auf dem Limpertsberg in der Victor Hugo Halle statt. (wo man heute hingeht um sich impfen zu lassen) Pol Aschman war vor allem Gesellschaftsfotograph. Er war immer und überall dabei wenn ein Event stattfand. Somit photographierte er auch die Ausstellungsflächen der einzelnen Händler. Ganz besonders schön fand ich die Badezimmer und Einbauküchen. Vor allem die halbrunde lila Küche ist einfach nur ….gaaahhh!

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Und wenn wir schon bei der Lektüre sind:
Die Zeitungsläden sind allesamt voll mit der ersten Ausgabe vom Merian über Luxemburg. Ich kannte eine erste Ausgabe der Zeitschrift über Luxemburg aus den 70ern und meines Wissens ist das hier nun die dritte Ausgabe.

Ich kaufte sie vor allem, weil ich wissen wollte was sie schreiben und ob es den üblichen Klischees entspricht oder mehr in die Tiefe geht.

Gleich vorab, mehr in die Tiefe geht es nicht. Man hat sich vor allem auf die Hauptstadt und die zweitgrößte Stadt Esch-sur-Alzette konzentriert, weil diese ja Kulturhauptstadt ist.
Interessant auch, meine alte Heimat, die früher DIE Touristenhochburg schlechthin war, mit vielen Sehenswürdigkeiten und überhaupt ein sehr lebendiger Ort, wird nur noch am Rande im einem kleinen Abschnitt erwähnt, als Teil der Müllertal Wanderroute.

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Catlyn erzählt eine spannende Geschichte über William Mumler und die Geister Fotografie und wie es zu dem Hype kam.

Die E-Fahrt hinaus

Den Samstag lassen wir mal aus Gründen weitgehend weg, weil er nichts fürs Blog hergab.

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Dafür der Sonntag umso mehr.

Ich war recht früh wach hatte aber nicht so gut geschlafen wie ich mir das gewünscht hätte. Ich beschloss eine Fahrt hinaus zu zu machen.
Zwei Tassen Kaffee, Dusche und los.

Ziel dieser Aktion war auch mal eine längere Fahrt mit dem neuen Gefährt zu unternehmen, allein schon, damit ich mir das Treten nach der Kupplung mit dem linken Fuß abgewöhne. Es war die letzten Tage immer das erste was ich tat wenn ich ins Auto stieg. Erstmal die nicht mehr vorhandene Kupplung durchdrücken, was dazu führte dass ich auf der Bremse stand, und den Wagen anlassen.

Eine Eigenheit möchte ich noch zeigen die den Wagen besonders macht. Er hat 3+1 Tür und das sieht so aus:

Eigentlich sollte hier ein Foto sein, dass ich aber schlichtweg vergessen habe, und als später an Nachmittag anfing zu regnen, wollte ich es nicht mehr machen.

Darum gibt es jetzt zwei Stück aus den Internet die ich mit Genehmigung von Fiat.lu zeigen darf:

Auf den ersten Blick merkt man gar nicht dass auf der Beifahrerseite noch eine kleine Tür versteckt ist. Sie macht es sehr viel leichter hinten einzusteigen, denn man muss sich nicht mehr verbiegen und zusammenfalten um reinzukommen. Zudem erleichtert es mir den Transport meines ganzen Arbeitsmaterials, da ich die Kisten und Koffer nicht mehr um die Ecke auf den Rücksitz wuchten muss, denn der Kofferraum ist zu klein um alles dort zu verstauen.
Dieser Umstand brachte aber auch mit sich, dass es diesmal, nach fast 15 Jahren, kein Cabrio mehr in Folge ist. Das schmerzte ein klein wenig.

Ich fuhr in die alte Heimat, nahm dort ein schnelles Mittagessen mit, besuchte den A., zeigte ihm Auto und fuhr weiter an die Mosel zur K. bei ich den Nachmittagskaffee trank und bis zum Abendessen blieb.
Anschließend fuhr ich zurück.

Wenn ich alles zusammen rechne fuhr ich 103 km wobei ich, wieder daheim noch 64 % an Ladung hatte. Ich habe also 36 % verbraucht. Das kommt so ungefähr hin mit der maximal Leistung.

Das gab mir Mut für einen längeren Ausflug, den ich mir für Ende des Monats vorgenommen habe. Am Abend setzte ich mich hin und fing an zu recherchieren wie ich das am besten hinbekomme, denn längere Fahrten wollen ab jetzt geplant sein. Auf der Suche nach einer Navi App die mir für eine bestimmte Strecke alle Ladestationen anzeigt, wurde ich fündig.
Sygic macht genau das was ich mir vorgestellt habe, man muss es nur vorher mit Wagen Marke und Typ einstellen und die Ladestationen anzeigen lassen. Klappt gut in der Gratis Version. Die Bezahlversion kostet sie 20€ pro Jahr. Ich glich alle angezeigten Ladestellen auf der Route ab, mit den beiden Aufladekarten die ich habe. Im Prinzip müsste das einwandfrei klappen und ich kann alle Stellen anfahren und Strom tanken.
Testen werde ich das aber erstmal auf einer Strecke die ich kenne.

Irgendwo las ich auch dass Goggele Maps das auch anbietet, doch ich fand keine Optionen in der App wo man das einstellen kann. Kennt sich da jemand aus?

Besprechung & Thai House

Jeder scheint die Farbe des neuen Autos sehr zu mögen. Zugegeben auf dem gestrigen Foto schimmert sie sehr blau. Doch wenn es in der Sonne steht geht es ins grüne über, siehe Foto.

Das Aufladen klappt übrigens auch problemlos, an den Ladestellen sowie an den Steckdose in der Garage.

Der Freitag war vor allem mit einer langen Besprechung gekrönt, in der ich so mach Neues erfuhr was die kommenden Monate angeht. Es wird ein paar Änderungen geben auch hinsichtlich meines regelmäßigen Auftretens im Fernsehen.

Nach dieser Besprechung dröhnte mir und allen anderen der Kopf und wir beschlossen in der Oberstadt auf einen Absacker zu gehen und ich reservierte fix einen Tisch im Thai House. Es war schön auch mal mit all den Fernsehkollegen etwas zu unternehmen, die ich ja nicht so oft sehe, und war ein sehr angenehmer Abend.

Das neue E-Auto

Der Mittwoch war ein langer unverblogbarer Tag mit Ausnahme eines kurzen Moment am Abend. Ich hatte den Wagen mitgenommen weil ich Material zu transportieren hatte. Und als ich spät abends wieder daheim in die Garage fuhr, wurde mir schlagartig bewusst, dass es zum letzten mal war, dass das rote Cabrio in meiner Garage steht. Es machte sich ein leichtes Gefühl der Melancholie breit.

Er hat in all den Jahren nicht ein einziges mal aufgemuckst oder sonst Probleme gemacht. Zudem bekam ich immer wieder große Komplimente dafür. Mit seinem knalligen rot war er halt schon etwas besonderes.

Unterwegs mit den Patenkind und seiner Mutter

Ich hatte das rote Cabrio gekauft, weil ich den Diesel loswerden und auch endlich von der Marke Peugeot weggekommen wollte . Es war die Familien Marke. Mein Vater war sein Leben lang bis auf eine Ausnahme immer Peugeot gefahren. Der Peugeot Werkstatt Besitzer aus der alten Heimat war ein Freund der Familie, und später als mein Vater verstorben war, war er eine kurze Liebschaft meiner Mutter. Ich kann das heute guten Gewissens schreiben, denn er lebt auch seit über einem Jahr nicht mehr…

Die Entscheidung mir jetzt einen neuen Wagen zuzulegen war schon länger ein Thema. Es machte für mich einfach keinen Sinn mehr ein Auto zu fahren der mit einer Tankfüllung 700 km zurücklegt und mehr rumsteht als gebraucht wird. (Und wenn ich zur Zeit die Spritpreise explodieren sehe…) Zudem wurde überhaupt das Tanken mir immer mehr zuwider, wegen Luftverschmutzung, Klimawandel usw. Vor allem die Luftverschmutzung merke ich, der mitten in der Stadt wohnt, schon sehr. Also fange ich gar nicht erst mit einem Mittelding, im Sinne von ‚ein bisschen schwanger’, sprich Hybrid an, sondern ging gleich auf ein voll elektrisches Gefährt. Ich hatte hier darüber berichtet.

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Ich schlief am Donnerstag erst mal gründlich aus, was mehr als von Nöten war, aber halt nur so halbwegs ging. Am Vormittag holte ich die Sommerreifen vom Cabrio, die in der alten Werkstatt gelagert waren, ab.

Ich hatte den Termin extra auf Donnerstag Nachmittag gelegt, weil ich frei hatte und mich dann in Ruhe mit dem E-Auto beschäftigen konnte. Gegen 14:00 kam ich dann im Showroom an, doch der Verkäufer, mit dem ich den Termin ausgemacht hatte, war völlig überfordert, weil zwei seiner Kollegen wegen Covid in Quarantäne saßen und er den Laden quasi im Alleingang schmeißen musste. Bis ich dann endlich dran kam, verging über eine Stunde. Als dann endlich alles abgewickelt war (Inzahlungnahme des alten Wagens, Überprüfung der Überweisung usw.) war es kurz vor 17:00. Was ich nicht bedacht hatte war ein Termin fürs Fernsehen den ich aber nicht umlegen konnte und am Abend wahrnehmen musste. Also musste ich durch die Rush Hour in Richtung Esch, zu einem Termin, in eine mir unbekannte Gegend, mit einem brandneuen Wagen! Ich war sehr nervös.

Wieder zurück, machte ich endlich das erste Foto:

In der Waschanlage?

Der Dienstag lief eigentlich genau gleich ab wie der Montag, mit Ausnahme einer kleinen Begebenheit.
Am Donnerstag wird das neue Gefährt kommen. Das bedeutet aber nicht, dass ich das alte Gefährt in einem dreckigen Zustand abgeben will. Also suchte ich am frühen Nachmittag nach einer Waschanlage in der man selbst mit mit den Kärcher einmal das Auto komplett abspritzen kann.
Ich konnte mich wage erinnern dass es mal so eine Anlage bei der Concorde gab, nebst der Waschstraße. Doch als ich dort ankam, musste ich feststellen dass es sie schon seit Jahren nicht mehr gibt. Ich rief die A. und den B. sowie eine Arbeitskollegin, und sie gaben mir zwei Adressen. Eine in im Stadtteil Hamm, und eine in Beggen. Beides sehr weit voneinander entfernt. ich fuhr beide an und keine davon hatte eine solche Selbstbedienungsanlage. Mist!
Ich hätte auch durch eine Waschstraße fahren können, aber da ich ein Stoffdach habe wollte ich nicht. Und um jetzt noch in eine Handwäsche zu investieren, was ich ja sonst immer tat, wollte ich nicht. Zudem hätte ich auf die schnelle keinen Termin bekommen.

Also fuhr ich unverrichteter Dinge zurück und arbeitete das ab was ich auch schon gestern tat. Alles lief wie am Schnürchen und es gab keine weiteren Vorkommnisse außer der Reihe.

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Ach, ich habe Baumgarthner schon so oft verlinkt und vorgestellt, dass es mir schon fast peinlich ist. Und ich muss mich sehr beherrschen es nicht bei jedem einzelnen Video zu tun, weil ich immer wieder hingerissen bin, was der Mann alles kann.
But you know what? Ich bin hier der Chef!
In diesem Video stellt er ein Bild von Albert Bierstadt vor das dem Feuer zum Opfer fiel. Jede Versicherung entschied, dass es nicht mehr zu retten sei und wollte nicht für eine Restaurierung aufkommen.

Im Einsatz

Die gestrige Mischung von Pommes, Reibekuchen und zwei Glühwein war nicht optimal. Mein Bauch wollte das die halbe Nacht mit mir durchdiskutieren und hielt mich bis fast 3:00 Uhr in der Früh wach. Nun ja.

Dementsprechend müde war ich am Morgen.
Ich bekam Anfragen, regelte sie und taktete sie für nächste Woche ein.

Ab dem frühen Nachmittag war ich dann wieder in dunklen Räumen tätig, obwohl draußen die Sonne wieder über Berg und Tal schien.

Und am Abend waren Alle im Einsatz.

Burgbrennen anders

Ein Sonntag am Schreibtisch. Es hatte sich viel angesammelt. Zwischendurch betätigte ich immer wieder die Waschmaschine.

Am Abend dann ein Ausflug mit der A. nach Fingig, ein kleines Dorf der Gemeinde Käerjeng. Es war der Sonntag an den der Winter symbolisch verbrannt wird mit den Burgenbrennen Fest, das am Samstag und Sonntag in quasi jedem Dorf des Landes stattfindet. In Fingig nahm man das zum Anlass und macht ein Feuerfestival daraus.
Das letzte mal dass ich wissentlich auf einem Burgbrennen war, war mit der N. in Fentange, weil ihr Bruder dort bei der Feuerwehr war. Es gibt auch irgendwo Fotos im Blog davon, doch finde ich sie grad nicht.

Es wurden eine ganze Reihe Holzkunstwerke angezündet. Am spektakulärsten war wohl der Hirsch, und wahrscheinlich auch später noch das ganz große Kreuz, doch da waren wir schon wieder auf dem Heimweg, weil es zu kalt war.

Freitag und Samstag

Der Freitag war ein 14 Stunden Arbeitstag mit Kotzerei. Beides kommt nur sehr selten vor. Ich musste sehr früh raus und hatte die Zeile des Liedes in Kopf von Chagrin d‘amour – Chaqun fait.

Six heures du mat‘, faut qu’j’trouve à boire
Liqueur forte ou café noir

Wobei es für mich eindeutig Café noir war, denn die Nacht viel zu kurz.

Und während die Schulvorstellung um 10:00 lief kaufte ich mir ein Käse-Schinkenbrötchen und ein Kaffee. Das Brötchen schmeckte nicht besonders und zu einem Moment dachte ich dass es einen seltsamen Geschmack hatte. Zu spät… Drei Stunden später als ich wieder zurückfuhr, musste ich runter von der Autobahn und irgendwo anhalten, damit ich mich übergeben konnte. Und als ich im nächsten Theater ankam, gleich noch einmal. Alles begleitet von Schwindelgefühl und Schweißausbruch. Herrlich!

Doch es half alles nichts, ich musste durch den Tag und es war fast 23:00 bevor ich wieder daheim war.

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So sah es mal aus vor dem Renert. Eine der schönsten Terrassen der Stadt. Und so sieht das jetzt aus:

Zugegeben die Baustelle geht voran. Es wird auch am Wochenende gearbeitet. Es werden übrigens keine Pflastersteine mehr werden wie davor, sondern glattere Steine. Zumindest sehen sie die Steine so aus, die sie jetzt verlegen. Das wird den Vorteil haben dass die Tische nicht mehr wackeln.

Es hielt mich aber nicht davon ab trotzdem den Mittagstisch dort einzunehmen:

Bratwürstchen mit Kartoffelpüree und Salat. (Und wenn ich mir das Foto jetzt ansehe, bekomme ich schon wieder Hunger.)

Es scheint inzwischen eine Mode der Demos sich in Luxemburg breit zu machen. Jeden Samstag gibt es jetzt mindestens eine Demo oder zwei. Die Impfgegner sind noch immer eifrig dabei obwohl sie inzwischen zu einer kläglichen Gruppe von, na ich schätze mal, 100 zusammengeschrumpft sind. Und gab es eine weitere Demo gegen den Krieg die weitaus größer war.

Ich war froh dass ich so just mit dem Auto an dieser noch vorbeikam bevor die Straße abgesperrt wurde.

Am Abend dann ein letzter Absacker mit der A. in der Theaterstuff. Eine alte urige Kneipe die es schon seit dem bestehen des Großen Theaters gibt.

Im Norden

Wie soll ich den Dienstag beschreiben? Es war ein Tag mit Arbeitssorgen die mir zu schaffen machten. Aber was kann ich dafür, dass ich ein überdimensionales Pflichtbewusstsein habe? Für gewöhnlich habe ich immer ein Plan B und oft auch schon ein Plan C im Kopf, aber diesmal nicht. Dass alles um einen Tag verschoben wurde weil ich am Mittwoch anderweitig tätig war machte die Chose nicht besser, sondern verlagerte es nur auf die Streckbank.

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Der dann ließ mich in den Norden des Landes fahren nach Ettelbruck. Unterwegs musste ich tanken. Es war mit aller Wahrscheinlichkeit das letzte mal dass ich Benzin getankt habe. Nächste Woche kommt das neue Gefährt. Ich werde in mancherlei Hinsicht umdenken müssen, was ich mir jetzt schon mehr oder weniger vorstelle, aber so richtig werde ich das erst ab nächste Woche wissen. Doch darüber mehr in einem der nächsten Postings. Ich habe da nämlich so einige Gedanken, that I would like to share.

Ettelbruck ist eine der größeren Städte des Nordens. Ich bin ab und an hier aber ich sehe mit Ausnahme des Kulturzentrums CAPE und dem angrenzenden Supermarkt nie viel davon. Da ich zwei Stunden Leerlauf hatte wanderte ich ein wenig durch den Stadtkern.

In diesem Haus gab es mal ein Geschenkeladen. Das einzige was noch daran erinnert sind die Katzen. Geführt wurde er vom C. einer meiner späteren guten Freunde mit dem ich viele viele Nächte durchgefeiert habe. Irgendwann verlor ich den C. aus den Augen. Später erzählte man mir er sei nach Deutschland ausgewandert. Ich hatte ihn erst vor kurzem auf FB wiedergefunden…

Und während ich so umherwanderte, kamen manche Erinnerungen hoch. Es war wie ein kleiner Ausflug in einen Teil meiner Vergangenheit.

Ich fand ein Straßenschild:

Ich kannte Lisa schon als Jugendliche. Ich wusste nicht dass hier eine Straße so ‚halbwegs‘ nach ihr umbenannt wurde. Es gibt ein sehr schönes Musikvideo von ihr, das ich schon einmal postete.

Am Abend absolvierte ich das was ich zu tun hatte und fuhr fix zurück, denn am Freitag sollte es sehr früh losgehen.

Fernweh Erinnerungen

Irgendwer wollte heute im Theater meine Finger sehen um zu überprüfen ob die Blasen real wären, oder ob ich sie geschminkt hätte. Er hatte das gestrige Foto gesehen. Ich kann nur versichern, sie sind real und machen mir auch beim Schreiben zu schaffen.

Wie schreibt ihr eigentlich auf dem Smartphone, wenn ihr beide Hände zu Verfügung habt? Ich habe ihn meistens, wenn ich was längeres schreibe, wie in einer Schaukel zwischen beiden Händen liegen und tippe den Text mit den Daumen. Und ihr so?

Aber kommen wir zur Tagesberichterstattung: Der Tag war lang, begann sehr früh und endete sehr spät. Wenn ich mir dazwischen nicht eine Auszeit aufgezwungen hätte, wäre auch im Blog nichts passiert.

Da es wirklich nicht viel zu berichten gibt, gibt es heute zwei Fernwehfotos.

Der erste schickte mir die D. heute Nachmittag:

St. Jean heute Nachmittag, Der Himmel war ein wenig bedeckt aber er waren satte 16 Grad!

Folgendes Bild erhielt schon vor mehreren Tagen und das schmerzte sehr viel mehr.

Das ist die Skyline von Melbourne von Stadtviertel Fitzroy aus gesehen. Da kamen unweigerlich Erinnerungen hoch. Genau an der gleichen Stelle entstand 2019 dieses Foto an Heiligabend:

Damals gab es den Baum noch der die Aussicht auf die Skyline zum Teil verdeckte. Der Nachbar, auf dessen Grundstück er stand, hackte ihn nieder. Und das ist alles schon so lange her und so weit weg, dass es mir manchmal vorkommt als ob ich es geträumt hätte…

Ich wollte nicht sofort heim am Abend und ging ins Renert.

Ein Glas Vulpes Molaris mit einer Bruschetta in einer Flammkuchen Version. Sehr deftig und herzhaft und genau das richtige.

Später ging ich über die Place Guillaume, sehr menschenleer und seit Jahren immer noch sehr baustellig.

Und der stattliche Guillaume in mitten der Baubuden, Absperrungen und Kränen sitzt immer noch stolz hoch zu Roß, doch er sieht traurig aus.

Paralellwelten

Die letzten Tage kommen mir vor als ob ich mich zwischen Paralellwelten bewege. Da habe ich zum einem meine Welt die mich grad sehr mit Unverblogbarem in Anspruch nimmt. Ich hatte ja schon von den Blasen an den Fingern berichtet.

Und dann wäre da die eigentliche Welt mit ihrer Pandemie und dem Krieg, die gegenüber dessen was ich grad mache, so irreal erscheinen. Dabei müsste es genau umgekehrt sein. Beides zusammen im Kopf führt zu einer seltsamen Mischung die mich kirre macht.

Wenn dann noch zusätzlich Dinge passieren, wie am Montag, wo bei den Tramarbeiten am großen Bahnhof eine Bombe aus dem zweiten Weltkrieg bei der Brücke gefunden wurde und das ganze Land in den Stillstand verfällt, weil sich dort ebenfalls das Werk befindet das das ganze Schienennetz mit Strom versorgt…

Aber es hilft alles nichts. Meine Bubble hat mich fest im Griff und ich muss jetzt da durch.

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Heute Dienstag startete ein neuer Radiosender. RTL Today, die englische Redaktion des Senders hat seit heute auch ein Radiosender.
Damit sind jetzt im Radiobereich in Luxemburg ziemlich alle Sprachen abgedeckt. Luxemburgisch, Französisch, Deutsch (obwohl das bis auf eine kleine Nachrichten Redaktion ganz nach Berlin ausgelagert wurde) Portugiesisch und jetzt auch Englisch.
Damit keine Missverständnisse aufkommen, Es werden nicht alle von RTL abgedeckt, da gibt es auch ein paar private Sender.

Das letzte Raclette

Der Samstag begann recht früh da ich mit der D. erst zum Markt sollte und anschließend sollte der A. aus der Alten Heimat dazu stoßen und es sollte eine Runde Thai House geben. Das war alles von langer Hand geplant aber der kleine Joël hatte wieder einmal nicht aufgepasst.
Samstag der 26. hatte ich aufgeschrieben, aber da der 26. diesen wie nächsten Monat auf einen Samstag fällt… ihr sehr wo das hinführt ?!
Ich saß also im Renert in Erwartung auf Menschen die nie eintrafen, bis ich den A. endlich anrief und das Schlamassel sich aufklärte.

Die Sonne überflutete alles als ob sie sich entschuldigen wolle, dass sie so wenig in letzter Zeit zu sehen war. Derweil karrte ich mein Material ins Theater, arbeitete dort noch ein wenig weiter.

Am Abend traf ich noch einmal die D. mit ihrem Mann dem M. und die meine A. ging auch mit. Eine der Optionen wäre gewesen, dass wir nach Esch-sur-Alzette mit den Zug gefahren wären zur großen Eröffnungsfeier der Kulturjahres. Es waren insgesamt 25.000 Eintrittskarten rausgegangen für das Event. Doch es kündigte sich bereits an dass es schneidend kalt werden würde und ich hatte keine Lust mit einer solchen Menschenmassen über Stunden in der Eiseskälte zu verbringen. Zudem haben wir immer noch Pandemie.

Die andere Option war noch einmal Raclette für diesen Winter. Ich hatte den letzten Tisch im Vins Fins bekommen, die schnuckeligste Weinbar der Stadt. Es Folgen ein paar Fotos von Weg dahin und zurück.

Ein sehr entspannter Abend.

Drei Tage

Wenn ich drei Tage lang nichts schreibe, dann gab es nichts berichtenswertes. Außer dass ich zur Zeit eine Arbeit verrichte, bei der ich mir beständig die Finger verbrenne und das nicht im sprichwörtlichen Sinn. Blasen habe ich inzwischen an beiden Daumen und Mittelfinger. Es macht keinen Spaß mehr.

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Am Mittwoch war ich war mit der A. im Thai House, über das ich schon einmal berichtet hatte. Preisgünstig ist er nicht aber dafür aber man sitzt wunderschön und im Gegensatz zu eher sehr dunkel gehalteten indischen Restaurant, das sich dort früher befand, ist jetzt alles sehr hell und freundlich.

Hier ein Fotobeispiel der Speisen:

Uns so sehen alle ihre Gerichte aus. Wunderschön und über die Maßen lecker sind sie auch noch.

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Die Wasserschaden beim Nachbar der von meinem Balkon kommen soll, ging am Donnerstag in die nächste Runde. Ich wusste mir nicht richtig zu helfen und rief das Bauunternehmen an, das ich damals angeheuert hatte um alle Renovierungen und Umbauten in die Hand zu nehmen. Der Herr des Unternehmen war dann auch erfreulicherweise sofort zur Stelle. Er meinte nur dass es nicht zwingend von meinem Balkon kommen müsste, denn er entdeckte auch Risse in der Außenwand die auch dafür verantwortlich sein könnten. Wir warten jetzt mal den schriftlichen Bericht des Haustechnikers ab und dann schalte ich mal meine Versicherung ein und lasse einen Experten kommen. Ich sehe nicht ein dass ich hier auf meine Kosten den halben Balkon aufreißen muss.

Was mir zur Zeit auch sehr viele in Kopf herumschwirrt ist der Krieg in der Ukraine. Es macht mich unruhig und hilflos zugleich. Und es legt einen Schleier über alles was eventuell Freude bereiten könnte.

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Am Freitag ein lager Tag mit weiteren Blasen an den Fingern, dass ich beschloss den Nachmittag nicht weiterzumachen, denn wenn erst alle Fingerkuppen alle lädiert sind, kann ich gar nichts mehr tun. Mit der Klebepistole arbeiten kann soo schön sein…

Am Freitag aBend dann ein schönes Wiedersehen mit der J. und ihrem Y. an der Mosel. Wir hatten uns im Restaurant de l’Élcuse verabredet, das für mich eine Permiere war. Ein schönes Restaurant mit einer etwas einfacher gehaltenen Karte. Doch um die Speisen ging es diesmal nicht. Es sollte einfach ein ausgelassener Abend werden und das wurde es auch. Kurz vor Mittenacht wieder daheim.

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Die Australierin Ann Redon von How to cook that fand ein australisches hundert Jahre altes heißer Kakao Rezept und gab sich sehr viel Mühe mit diesem Video. Ich hätte am liebsten im Anschluss sofort einen mitgetrunken.

Hichcock & Nostalgie oblige

Am Morgen grinste mich das ‚Ding‘ immer noch frech von der Seite an während ich im Schreibtisch im Netz las. Ich arbeitete dann auch während ein paar Stunden daran und entschied mich dann dafür dass ich den Rest des Tages mit anderen Dingen verbringe.

Gegen Mittag machte ich mich auf zum Ratskeller in den die neue Ausstellung über Alfred Hitchcock zu sehen ist.

Mittagstisch im Renert:

Deftig herzhaft und zu viel aber lecker war es trotzdem.

Die Ausstellung Hitchcock The Brand ruft einem ins Gedächtnis zurück wir sehr der Mann und sein Antlitz immer noch präsent sind. Er hat von Anfang an darauf Wert gelegt dass er mit einem Gernefilm in Verbindung gebracht wird und das machte seine Marke aus. Bis heute. Auch manche Darsteller wie Tippi Hedren zum Beispiel. Sie wurden auch zur Marke, ob sie wollten oder nicht.

In Ausstellung gibt es viel Memorabilia zu sehen

Sehenswert wenn man sich wirklich mit seinem Gesamtwerk beschäftigt. Er war schon ein Unikum.

Zurück ging es über die Place d‘Armes die selten so leer aussieht wie jetzt. Kein Flohmarkt, keine Tische und Stühle der Cafés und Restaurants. War ein Foto wert.

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Es gibst schon seit ein paar Jahren ein FB Gruppe der Siedlung etwas außerhalb der „Alten Heimat“ in der ich aufwuchs. Nun hat das Wort Siedlung immer ein leicht schalen Beigeschmack. Doch das war hier nun wirklich nicht der Fall, im Gegenteil. Es waren und sind noch immer wunderschön herausgeputzte Häuser mit großen Gärten. Für eine kurze Zeit hatte die Siedlung sogar den Spitznamen Beverly Hills.

Ich schaue nicht oft in die Gruppe rein, doch heute tat ich es mal wieder. Und fand von einer der alten Nachbarinnen, die auch schon seit langen Jahren nicht mehr dort wohnt, einen alten Zeitungsausschnitt über die Siedlung, die damals von der Gemeinde als Stiefkind behandelt wurde. Ich kann mich an manche der Themen erinnern, die auch an mir als kleines Kind nicht vorbei gingen. Irgendetwas schnappt man immer auf.

Nur etwa 500 Meter von der Cité entfernt befindet sich in einer Waldlichtung die Müllhalde der Stadt. Obschon es verboten ist, auf dem „Tipp“ Feuer anzuzünden, flammt und schwelt es hier ständig. Pestilenzartiger Gestank und gesundheitsschädliche Rauchschwaden dringen durch den Waldbestand hindurch bis in die Siedlung hinein. Je nach der Windrichtung müssen Fenster und Türen geschlossen werden. Seit 8 Jahren wird den „Citéleuten“ gesagt, dass der „Tipp“ verschwindet. Stattdessen wird zur Zeit in der Waldlichtung unmittelbar neben der Schutthalde ein großes Becken ausgebaggert, das den Schlamm aus der neuen Kläranlage aufnehmen soll. Steht solches nicht in krassem Widerspruch zur Sauberhaltung der Umwelt?

L Wort 4.10.1975

An den Gestank kann ich mich erinnern. Und an den Umstand als die Müllhalde dann endlich geschlossen wurde, dass die Ratten auswanderten und wir sie im Keller und sogar auf dem Dachboden hatten. Mein Vater kaufte Rattengift mit einer Regelmäßigkeit wie andere Milch und Butter. Aber die Müllhalde war auch spannend für uns Knirpse. Es war wie ein Bedienungsladen für alles mögliche an Baummaterial für Hütten im Wald zu bauen.

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Was ich am Sonntag völlig vergessen hatte, war die Sendung NO ART zu erwähnen. Diesmal zu Gast; Sophie Mousel die Hauptdarstellerin aus Capitani und Thierry Faber aus dessen Feder die ganze Serie stammt.

Tränen für Ängste & Balkon

Den Sonntag lassen wir schon mal gleich beiseite, denn außer dass es sehr regnerisch war und in der Nacht wieder zu stürmen anfing, (heftiger als die Tage davor) war nicht viel. Ich arbeitete Unverblogbares ab. Es fühlt sich inzwischen fast wie Home Office an, mit dem Unterschied dass es nichts mit Büroarbeit zu tun hat. „Es“ steht hier neben mir auf dem Bürotisch, grinst mich frech an und wartet darauf dass ich mich wieder darum kümmere.
Wenn ich sonst dazu verurteilt bin solche Dinge daheim zu machen, mache ich das für gewöhnlich im Keller, den ich dafür extra so eingerichtet habe. Doch da der Keller nicht geheizt ist, kann ich mich dort nicht stundenlang aufhalten ohne zu erfrieren. Das geht erst wieder wenn die Temperaturen steigen.

Aber eine Chose von Sonntag kann ich berichten.
Während einer Pause surfte ich wahllos herum und fand ein aktuelles Interview von CBS Sunday Morning mit Tears for Fears, von denen ich in den 80ern die Musik sehr mochte. Ich wusste nicht die beiden sich wiedergefunden haben und das schon seit 2018!

Our primal force was a theory by Californian psychologist called Arthur Janov, who became famous because of his primal scream theory. We both where in this big time because we could blame our parents…

Das war auch so in etwa meine Theorie zu der Zeit, jedoch ohne dass ich das Buch gelesen hatte. Heute weiß ich dass es nicht nur daran lag…

Und es gibt ein neues Album, The Tipping Piont, in das ich teilweise reingehört habe. Ja es ist immer noch Tränen für Ängste.

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Der Montag fing an mit einem Meeting das so weit nach hinten geschoben wurde, dass ich es nur für eine knappe halbe Stunde wahrnahmen konnte. Denn danach stand schon das nächste Meeting daheim an.

Der Nachbar unter mir scheint Schimmelflecken in der Wand zu haben und wollte wissen ob das eventuell von mir kommen könnte. Dafür wurde ein Haustechniker von Hausverwaltung einbestellt der mir ganz klar aufzeigte dass es tatsächlich von meinem Balkon kommt. Mist! Ich muss jetzt auf dem Balkon ein oder zwei Platten wegnehmen lassen um zu sehen wo das reinsickert. MIST MIST MSIT!
Was mich dabei am meisten nervt ist der Umstand dass hier alles erst vor fünf Jahren frisch verlegt wurde. Ich warte mal den schriftlichen Befund ab und muss mich dann auf die Suche machen, nach einem Handwerker, der eine an sich kleine Arbeit überhaupt annimmt. In diesen Zeiten wird das sehr schwierig werden.

Den Abend einer weiteren Folge Hjerson verbracht, von dem ich innigst hoffe dass es noch mehr geben wird.

Crémaillère

Als ich das Wort googelte war ich überrascht wie viele Bedeutungen es hat.

Wortwörtlich übersetzt aus dem französischen heißt das Wort Zahnstange. Eine andere Bedeutung wäre noch im Torturgewerbe die Streckbank, die als ganzes auch diesen Namen hat. Das hat aber alles nichts mit der Übersetzung zu tun die ich suchte. Crémaillère bedeutet umgangssprachlich auch Einzugsfete, und auf so einer war ich am Abend. (Warum das Wort auch für diese Art von Fete gebraucht wird, könnte mir mal ein Sprachwissenschaftler erklären, bitte?)

Aber der Reihe nach:

Den Samstag Morgen regelrecht vertrödelt. Das Blogposting vom Vortag ging erst kurz vor Mittag raus. Ich wollte nicht, hatte Lust zu gar nichts. Selbst Lesen, Daddlen oder irgendwelchen Blödsinn auf YouTube gucken machte keinen Spaß.
Am Nachmittag betätigte ich mehrfach die Waschmaschine und versuchte Dinge abzuarbeiten, die ich aber nur halbherzig hinbekam. Also ließ ich das auch bleiben und vegetierte vor mich hin.
Ich bete mir an solchen Tagen immer wieder vor, dass es die halt auch geben muss und vorbei gehen, weil das schlechte Gewissen mir die Kehle zudrückt, aber helfen tut es nicht.

Am Abend dann endlich was anderes.
Die A. wird dieses Jahr noch umziehen aus ihrer Wohnung, die zwar schön ist, aber an einer sehr viel befahrenen Straße liegt. Bevor sie umzieht wird die nächste Wohnung aber von Grund auf renoviert, denn dort ist seit den 70er Jahren nichts mehr passiert. Die Wohnung liegt zudem sehr viel näher, dass wir nur noch knappe drei Minuten Fußweg voneinander entfernt wohnen.
Die A. hatte mir schon unendlich viele Fotos der Wohnung gezeigt und was sie alles umgestalten will. Der Vormieter war vor ein paar Tagen ausgezogen und so konnten wir die Wohnung endlich live besichtigen. Die A. hatte immer gesagt dass die Wohnung sehr verlebt ausschaut, und ja, das tut sie tatsächlich.
In der Küche bekam ich einen psychedelischen Schock. Die Wandfliesen sind der Hammer!

Das Foto gibt die Farbe nicht exakt wieder, sie sind in Wirklichkeit noch knalliger.

Klar, man kann die so nicht lassen aber wenn man mindestens ein paar davon retten könnte wäre schon schön. Ich könnte sie mir zum Beispiel sehr gut vorstellen als Tischplatte von einem Balkontisch.

Für gewöhnlich macht man eine Einzugsfete am Tag an dem man einzieht oder eingezogen ist, doch hier machten wir sie vorab. Die A. hatte Decke und Kissen mitgebracht und saßen wir in dem gewaltigen Wohnzimmer, mit Champagner, Knusperzeug und später angelieferte Pizza.

Das Foto hat übrigens etwas von einem Kinoplakat eines 80er Jahre Brat Pack Films, obwohl das nicht so beabsichtigt war.

Der absolute Oberhammer aber ist die Aussicht. Die Wohnung liegt im letzten siebten Stock und man sieht über die ganze Stadt.

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NB: Ha, jetzt hab ich es ! Der Kommentar von Monique brachte mich darauf.

Töpfe und Kessel wurden meist mit Hilfe von (schwenkbaren) Hebevorrichtungen über dem Feuer platziert …][…, um die Hitzeintensität regulieren zu können.

Wikipedia / Esskulutur im Mittelalter

Und genau diese Vorrichtung wird im luxemburgischen Héil genannt und im französischen auch wieder Crémaillère. Das Ding sieht so aus:

Sturm

Am Morgen gleich eine Mail erhalten die die eigene Planung für den Tag über den Haufen schmiss. Zudem war heute der zweite Sturm für diese Woche im Anzug und es wurde für Luxemburg eine Alerte Rouge ausgerufen, was eher selten vorkommt. Ich nahm also mal vorsichtshalber alles vom Balkon was nicht niet und nagelfest war und verstaute es anderweitig. Der hintere Balkon sieht zur Zeit eh furchtbar aus, weil er durch dem Sturm davor so etwas wie ein Innenwäsche erhalten hatte.
Gegen 15:00 sollte der Sturm los gehen. Ich selbst sollte aber auch gegen 15:00 Uhr los oder zumindest sollte ich bis zu der Uhrzeit auf Standby stehen. Doch das Standby wurde aufgehoben und so blieb ich hübsch daheim.

Zwischenzeitlich bekam ich sogar eine SMS von der Regierung ich solle mich in Sicherheit bringen.

Das ist zum ersten mal dass ich so eine SMS erhalte.

Kurz nach der Warnung machte ich aber trotz allem auf noch schnell ein paar Einkäufe zu machen, denn ich hatte gar nichts mehr im Kühlschrank. Ich huschte zum kleinen Supermarkt an der Ecke und es war bemerkenswert ruhig draußen, so wie Ruhe vor dem Sturm. Als wieder daheim die Tür zuzog ging es keine Minute später los. Eine Mülltonne vom dem Restaurant an der Ecke hatte mit Elan zum Abflug angesetzt um geräuschvoll mitten in der Avenue zu landen. Das sah schon heftig aus.
Doch das war es auch schon so weit mit dem Unwetter, es kamen noch viele kleinere Sturmböen, aber keine davon wirklich nennenswert. Anderweitig in Europa hat es aber böse gewütet.

Das Abendprogramm war ein Doku über ein seltsames Artefakt. Ein Buch auch dem 16. Jahrhundert, das niemand so richtig entziffert bekommt.

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Ihr könnt Italienisch? Oder zumindest einer andere vom Latein abweichende Sprache? Der YouTube Kanal Video Ricetta macht Torten. Im Gegensatz zu Sally Welt und anderen, ist die YouTuberin hier nicht bis zum Anschlag mit dem letzten Schrei an Material ausgerüstet, sondern stellt die Torten mit dem her, was jeder so im Haushalt hat.
La Torta Kilimanjaro. Allein schon vom Namen will ich diese Torte essen.

Kuchen aus dem Schnellkochtopf

Der Elektriker trat am Mittwoch noch einmal an, da er nicht ganz fertig geworden war. Doch er kam wesentlich früher als gedacht, ich war just wach. Er ersetzte noch die Lampe in der Garage und kümmerte sich in der Wohnung um zwei leidliche Probleme die mir schon länger auf die Nerven gingen. Jetzt geht die Türklingel wieder und der kleine Abzugsventilator im Badezimmer summt auch wieder vor sich hin.

Gegen 12:00 stand die Putzhilfe schon in der Tür und so beschloss ich das Weite zu suchen und, anstatt selbst zu kochen, den Mittagstisch anderweitig einzunehmen. Ich wollte nicht elend lange laufen, da es wieder das klassische Luxemburger Traditionswetter* gab und flüchtete in die Rotisserie. Es gab Boeuf Bourginon. Sehr gut.

Wieder daheim erledigte ich weiter Unverblogbares bis zum Abend.

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In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag wütete ein Sturm, der mich auch zu Anfang nicht einschlafen ließ, denn der Wind wehte aus einer ganz speziellen Richtung dass irgendetwas draußen pfeifen ließ. Das tut es ab und zu aber nur selten. Was es genau ist weiß ich nicht. Am Morgen erfuhr ich aus dem Radio, dass Luxemburg aber hinsichtlich der Sturmschäden glimpflich davon gekommen sei.

Den ganzen Morgen und auch Teile des Nachmittags lösten sich Sonne mit Sturmböen und Platzregen ab. Kein Wetter um raus zu gehen. Ich blieb häuslich, was ich auch ohne Unwetter hätte tun müssen, denn ich hatte genug zu tun.

Am Nachmittag jedoch verzog ich mich in die Küche für ein Experiment. Letztes Jahr hatte ich mir einen Cookeo gekauft, der bis dato immer wieder zum Einsatz kommt wenn ich Eintöpfe mache oder auch Risotto, der wirklich perfekt darin gelingt. Es gibt auch ein App mit jeder Menge Rezepte. Da ich unter denn all den Zusätzen des Gerätes auch eine Kuchenform habe, wollte ich das schon länger mal ausprobieren.

Ich rührte alles zusammen für einen Quarte Quarts, oder auf Englisch ein Pound Cake. Zu jeweils gleichen Mengen Butter, Mehl, Ei und Zucker zusammenfügen mit Backpulver und Vanillextrakt. In den Topf geben, mit Frischhaltefolie abdecken in den Cookeo zusammen mit 500 ml Wasser geben und 50 Minuten „backen“.

Der Ergebnis:

Ein wohlgemerkt kleiner Kuchen, sehr saftig und wie man auf dem zweiten Foto sieht, bis zur Mitte durchgebacken. Das nächste mal versuche ich mein erprobtes Orangencake Rezept.

Am Abend, da ich mich ja nicht nur von Kuchen ernähren kann und ich nichts Gescheites im Kühlschrank hatte, ging ich in die Skybar.

Das Restaurant lädt immer noch dazu ein die Deko abzulichten, obwohl ich schon sehr oft dort war und es mindestens ein Dutzend Fotos im Blog gibt.

Ja, ich weiß, das Essen abzulichten ist auch nicht mehr im Trend. Aber es werden Zeiten kommen in denen wir uns in der Zukunft auch über diese Fotos freuen werden, weil… (ich überlasse es der geschätzten Leserschaft den Satz zu Ende zu denken)
Zudem sind die Gerichte aus der Skybar immer kleine Kunstwerke.

Espresso Martini und Amuse bouche
Baklava gefüllt mit Waldpilzen an Kastaniencreme.
Heilbutt mit ‚vergessenem‘ Gemüse in einer Ravioli und Kürbispüree.

Und während ich so da saß ging mir wieder vieles durch den Kopf. Dinge die man erst aus gewissen Distanz sieht, wenn man die Gedanken treiben lassen kann. Je nach Gemütslage entsteht entweder eine lang anhaltende Idee daraus oder ich versacke hoffnungslos in Selbstmitleid. Beides ist ok. Zweites jedoch darf nicht zu oft vorkommen, denn das kommt dem ‚sich besaufen‘ gleich und auf Dauer, wissen wir ja wo das hinführt. Heute war es weder das eine noch das andere.

Renaud, der Koch, setzte sich später an meinen Tisch und redeten über Gott und die Welt. Und dann machte ich wieder den Fehler und trank einen Kaffee und konnte bis spät nicht schlafen.

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Ein sehr altes aber lustiges Interview mit dem legendären Jim Henson, der Vater der Muppets.

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* das klassische Dreckswetter. Wer es emotionsloser erklärt haben will, schaue bitte hier nach.