„Oh, Sie sind Joël!?“

Was mich immer wieder leicht aus der Fassung bringt ist, wenn jemand mich auf der Straße anspricht und weiß wer ich bin. Ich tue dann meistens so als ob ich diejenigen auch kenne, weil mir durch den Job seit fast 20 Jahren so viele Menschen begegnet sind (allein schon die Unmengen an Statisten auf Filmen!!!) und ich mich unmöglich an alle erinnern kann.

Heute funktionierte diese Verlegenheitstaktik nicht. Es war eine Dame die mich durch den Blog kennt und eifrig mitliest. Sie wusste genau dass ich in ein paar Tagen auf Reisen gehe… und und und. Natürlich ist mir klar dass wenn ich Tagebuch Blogging mache,  es da draußen so einige gibt die mein Leben dadurch kennen von denen ich keine Ahnung habe. Dass ich aber (außer auf der re:publica) Leute treffe die mich darauf ansprechen kommt sehr selten vor.

A propos re:publica: Ich buchte heute morgen das Hotel das ich bereits letztes Jahr hatte, und in dem ich sehr zufrieden war. Ich werde übrigens, wenn alles nach Plan geht, schon ab dem 29. April in Berlin sein. Ich sag das nur damit sich vielleicht der eine oder andere einrichten kann der mich dort treffen mag. Denn wenn die re:publica am 2. Mai loslegt bin ich von morgens bis abends beschäftigt.

***

Am Abend war ich wieder, wie sollte es anders sein, eingeladen. Jeder will mich unbedingt noch einmal sehen, bevor ich für unbestimmte Zeit in den Knast wandere. Was die meisten meiner Freunde nicht verstehen ist die Tatsache, dass ich sie durch mein Blog ja alle MIT auf die Reise nehme. Aber irgendwie schnallen die meisten das nicht.

Die K. ist einer meiner ältesten „Theater“ Freundinnen. Ich lernte sie kennen als ich ich meine ersten Gehversuche auf der Bühne des Kasemattentheaters machte. Das muss 1994 oder 95 gewesen sein.
Ich hatte ein Tisch in der Rotisserie Ardennaise gebucht das gleich bei mir um die Ecke ist. Da sie regelmäßig die Speisekarte wechseln wird es nie langweilig.

Später war ich noch auf einen Absacker eingeladen zu anderen Freunden in die Hostellerie du Grünewald. Die A. war auch zugegen und überreichte mir noch ein nachträgliches Weihnachtsgeschenk. Aber das zeige ich euch morgen.

Den Plan umwerfen und dann gleich nochmal und nochmal

Es ist Mittwoch.
Am Samstag fliege ich für 3 1/2 Monate weg.
Ich muss Prioritäten setzen.
Was ist wichtiger?

Das war der erste Gedanke als ich aufstand. Mein Plan gestern Abend beim einschlafen war, heute noch einmal loszufahren und ein paar Dinge besorgen die für die Reise unerlässlich sind.
Zahnseife zum Beispiel. Ich hatte schon einmal erklärt, dass ich da ziemlich pingelig bin. Ich kann nicht jede x-belibige benutzen. Es muss eine sein, die sehr wenig  bis gar kein Schaum produziert, ansonsten überfällt mich ein Würgerefelx und ich muss das Putzen sofort beenden.
Doch als ich aufstand warf ich den Plan um. Da morgen meine Putzhilfe kommt, dachte ich dass es heute wichtiger wäre hier zu bleiben und gleich noch ein paar Wäscheladungen zu machen mit den Klamotten die ich mitnehmen will. Somit ist morgen alles trocken und die F. (meine Putzhilfe) kann alles bügeln.
Dieser Plan hatte aber nur so lange Bestand bis es an der Haustür klingelte. Es war ein Arbeiter des Wasseramtes der mich darüber informierte, dass das Wasser für ein paar Stunden abgesperrt werden würde…

Also Rolle rückwärts. Ich zog mich an und wollte ungeduscht losfahren, als das Telefon klingelte. Es waren Jobangebote die ich bis auf eines, das erst später dieses Jahr sein wird, ausschlagen musste. Das Gespräch dauerte fast eine Stunde, weil da jemand nicht kapieren wollte dass ich nun für längere Zeit abwesend sein werde und die Reise wegen ihm nicht absage. Manchmal…nun ja…
Unterdessen hatte man das Wasser wieder angestellt. Es ging dann doch schneller als erwartet.

Also schmiss ich wieder alles um und blieb für den Rest des Vormittages zu hause, duschte, erledigte Papierkram und lud die Waschmaschine mehrfach.

Am Abend war ich eingeladen zu einem Abendessen. Das hatten wir vor über einer Woche beschlossen, als wir im Gillou Campagne waren. Da es nur de C., der J-P., Fabrice und ich waren, fanden wir dass wir, dass wir dann doch noch einmal alle zusammen etwas unternehmen sollten, bevor ich weg bin.

Es war ein wunderschöner Abend. Aber leider machte niemand ein Foto. Ich musste jedem erzählen wie die Reiseroute ist. Ob ich sie mit Schiff oder Flieger mache. Das gute daran: Ich kann die Reise auswendig vorwärts und rückwärts aufsagen kann, ohne groß nachzudenken.Und während ich das tat, fielen mit immer wieder kleine Dinge ein um die ich mich die nächsten Tage noch kümmern muss.

Zeitschaltuhr
The New Yorker abbestellen
Telefonnummern Austausch unter den Damen und Herren die sich während meiner Abwesenheit um die Wohnung kümmern.
Berlin Hotel reservieren
Zahnseife besorgen

Reisevorbereitungen 2

Ein letztes mal in der Reiseagentur. Ich bekam ein gewaltigen Stapel Papier den ich aber mit der K. in aller Ruhe Punkt für Punkt durchging. Alles ist logisch und klar aufgegliedert. Wenn ich nicht verschlafe kann nirgendwo etwas schief gehen. Die Einreise in Australien ist auch perfekt. Ich brauche dafür nicht mal ein Stück Papier. Mein Pass ist bei denen bereits im System.

Ich wurde überschüttet mit allerlei nützlichen Dingen. Vier verschiedene Kofferanhänger. Eine robuste Mappe mit allen Unterlagen (beides oben)

Ein etwas seltsam aussehendes Nackenkissen,(bei den ich erst auf dem Foto sehe, dass es wahrscheinlich ein blaues Männchen darstellen soll) und der dazugehörige Beutel. Und eine kleine Taschenlampe.

Am Sonntag brachte der C. mir auch ein Geschenk für die Reise mit über das ich mich allerdings sehr freute:

Eine  wunderschöne auf alt getrimmte Erste Hilfe Schachtel.  Sie geht auf jeden Fall mit, damit ich das Verbandszeug und die Pflaster NICHT brauche. Wenn ich sie nämlich nicht mitnehme, werde ich sie ganz garantiert brauchen.
In der Schachtel gab es auch noch einen kleinen Zusatz, mit Namen Billy Boy. Ich muss nicht erklären was das ist, oder? 😉

12von14

Ja ich weiß es heißt 12von12, aber ich dachte mir dass ich an einem Sonntag,(der den Namen endlich mal wieder verdient hat, denn die Sonne scheint) das auch noch mein letzter Arbeitstag ist bis Ende Mai, einfach ein paar schöne Bilder zeige. Zumal es auch noch ein Tag ist an dem so einiges los war.

Die Dächer in der Nachbarschaft sind weiß zugefroren. Ich habe das Bild ein wenig überbelichtet damit man es sieht.

Der erste Kaffee. (…nein…es war der zweite. Für den ersten abzulichten war ich noch nicht fit genug)

Anschließend ging es nach Ettelbrück zur letzten Vorstellung vom Rumpelstilzchen, bis zur nächsten Saison.

Ich versuchte auf der Straße ein ähnliches Foto zu machen wie ich es bereits in Barcelona gemacht hatte, doch leider bekam ich den Effekt der gleißenden Sonne im der Sonnenbrille nicht so hin.

Es war eine Nachmittagsvorstellung und heute zeige ich euch ein paar Fotos was so hinter den Kulissen stattfindet.

Das Plakat vor der Tür das mir nicht besonders gefiel, weil sie es noch mehr verfremdet haben als das Originalplakat.

Der kleine Schminktisch neben dem Requsistentisch hinter der Bühne. Die Blumenperücke, die Kiste mit den Haarklammern und der Zettel mit dem Ablauf der Umzüge liegen schon bereit. Im Hintergrund ein Styroporkopf mir den Schnurrbärten für die Soldaten. Daneben die Pyramide mit Macarons, die aber leider nicht echt sind.

Auf der Ablage über dem Spiegel stehen die drei Perücken fertig für den dritten Akt. Das Licht scheint hier sehr hell, aber in Wirklichkeit ist es mit eine blauen Gelatine abgedunkelt damit man es nicht im Saal sieht.

Eine Darstellerinnen wartet auf ihren nächsten Auftritt und vertreibt sich die Zeit mit dem Tablet.

Umzug: Die Blumenperücke kommt zum Einsatz und die T. streckt mir dabei die Zunge raus.

Die D. die gleich drei verschiedene Rollen spielt, hier in der Rolle des Soldaten. Wenn sie lachen würde, würde man noch den knallorangen Lippenstift  der Rolle davor sehen. Und unter der Sonnenbrille verstecken sich ein blauer Lidschatten und falsche Wimpern. In schnellen Umzügen wird mit allen Tricks gearbeitet.

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Am Abend dann hatte ich noch eine Verabredung mit dem J. und dem Y. Doch erst im Restaurant merkte  ich, dass ich mein Smartphone im Theater hatte liegen lassen.  Mist, dachte ich, aber um jetzt noch mal zurück ins Theater zu fahren, war keine gute Idee zudem hatte es wahrscheinlich schon geschlossen, denn am Abend war keine Vorstellung.

Also aßen wir ein herrliches Mahl im Athena. Ich hatte ein fantastisches Kleftiko. Leider konnte ich es nicht ablichten…

Als ich dann wieder zu hause war, hatte die A. sich bereits per FB gemeldet, dass sie mein Smartphone mitgenommen hätte….uff. Somit brauchte ich am Tag danach wenigstens nicht noch mal den langen Weg zu nach Ettelbrück zu fahren.

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Als ich heute morgen dann aufstand war es bereits wieder aus mit dem schönen Wetter.

12von14

 

Apfelrührkuchen

Es muss noch so einiges weg hier aus den Lebensmittelreserven. Da waren noch eine Tüte Nüsse und ein paar Äpfel. Die habe ich dann mal kurz zu einem Kuchen verarbeitet.

Ich improvisierte ein wenig weil ich nicht alle Zutaten bei Hand hatte und war dann sehr skeptisch. Doch dann kam das hier aus dem Backofen und ich war sehr zufrieden. So sieht er von außen aus:

Und von innen:

Hier das Rezept mit allen mehr oder weniger gewollten Änderungen.

150g weiche Butter
200g Zucker (Ich nahm 175g)
1 Pck. Vanillezucker (Ich nahm Vanilleextrakt)
1 Prise Salz
3 Eier
150g Naturjoghurt (hier: 3,5% Fett) (Ich nahm 10% Fett griechischen Joghurt)
300g Mehl (ich ersetzte ein drittel  Weißmehl durch Dinkelmehl und nahm letztendlich nur 280g)
1 Pck. Backpulver (Ich nahm zwei Teelöffel Weinstein Pulver)

Zusätzlich:
2 Äpfel (ob der Masse Teig die ich hatte nahm ich nur einen Apfel)
1 EL Zucker (ließ ich weg)
1 TL Zimt (ließ ich weg)

Ab hier folgt die Original Zubereitung an die ich mich dann aber gehalten habe bis auf den zweiten Apfel und die grob gehackten Wahlnüsse. Am Ende war, der Teig sehr zäh (wahrscheinlich durch das Dinkelmehl)  und ich fügte noch ein guten Schluck Milch hinzu. Zudem nahm ich nicht meine Kastenform, die zu klein gewesen wäre, sondern die Gugelhupf Form, die ich noch nie im Einsatz hatte.

Backofen auf 175°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen.

-Butter, Zucker, Vanillezucker und Salz schaumig rühren.
-Eier nacheinander unterrühren.
-Joghurt ebenfalls dazugeben.
-Mehl mit Backpulver mischen und esslöffelweise unterheben.
-Äpfel schälen, vierteln und entkernen.
-Einen Apfel klein schneiden und unter den Teig heben.
-Diesen in eine gefettete oder mit Backpapier ausgelegte Kastenform (ca. 28cm) füllen.
-Den zweiten Apfel in Spalten schneiden und in den Teig stecken.
-Zucker und Zimt vermischen und die Apfelspalten damit bestreuen.

Nun auf der zweiten Schiene von unten ca. 1 Stunden backen.
Sollte die Oberfläche zu dunkel werden, einfach mit Alufolie abdecken.
Den Kuchen ca. 30 Minuten in der Form auskühlen lassen und erst dann herauslösen.

Er ist schon ziemlich mächtig und ein Stück macht sehr satt. Aber er schmeckt mir, vor allem weil er nicht zu süß ist.

***

Man versprach uns heute ein paar Sonnenstrahlen. Pah!

Ein ganz klein bisschen blauer Himmel war alles was es zu sehen gab. Stattdessen photographierte ich das Transportmittel in dem ich die nächsten Monate viiiel Zeit verbringen werde.

Eine der größeren Luxair Boings‘

Nicht für mich, die lange Liste & Adieu France

Kennt ihr das Gefühl? Man steht vor einem Schaufenster und entdeckt etwas was man haben möchte. Doch es ist entweder zu teuer oder man ist sich wegen der Farbe nicht sicher. Man geht weiter und eine halbe Stunde später geht man zurück zum Geschäft, weil man sich entschlossen hat es doch zu kaufen. Man betritt den Laden, fragt danach, und man bekommt zu hören dass das letzte Exemplar vor für fünf Minuten über die Ladentheke ging.

„Tja, dann war es nicht für mich gedacht!“, ist dann der Satz den ich mir aufsage.

Hier ist es etwas anderes gelagert. Ich könnte es haben, der Preis stimmt absolut und die Farbe auch. Ich habe bei Monoqi eine kleine Bank entdeckt die sich sehr gut vor dem Bett machen würde. Sie würde mir durch die zwei Schubladen sogar den scheußlichen Wäschekorb ersetzen.

Doch leider wird sie erst im Februar geliefert werden und da bin ich bereits auf Reisen. Schade. Seitdem sage ich gebetsmühlenartig auf: „Es war nicht für mich, es war nicht für mich …“

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Die lange Liste hatte ich vor ein paar Tagen bis auf ein paar wenige Punkte abgearbeitet. Nun sind wieder neue Dinge dazu gekommen.

-Koffer packen z.B. Dass ich so früh anfange hat damit zu tun, dass ich das sehr aufpassen muss von allem etwas mitzunehmen und von nichts zu viel. In  Bali und Australien wird es ziemlich heiß werden. Im Ushuaïa werden es im April nur noch um die 13 Grad sein, mitunter kann ich sogar mit Schnee rechnen. Zudem möchte ich mit so leichtem Gepäck wie möglich reisen.

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Als ich gestern las dass France Gall verstarb, dachte ich an den Beitrag Am Ende zurück, der übrigens einer der meist gelesenen Texte im Blog ist und das mit Abstand. Es ging um Petzi den Hund meiner Mutter, eine zu klein geratene Schäferhündin die sehr ängstlich war, die ich über alles liebte. Dort erwähnte ich dieses Lied von France Gall.

Ich mochte nicht so sehr ihre ganz großen Hits, wie Ella, oder Babacar. Mir waren ihre leisen Songs lieber, so zum Beispiel auch La chanson d’Azima

Reisevorbereitungen 1

Die lange Liste ist bis auf vier Punkte abgearbeitet.

-Bankangelegenheiten
-Versicherung
Koffer
-Roaming umgehen (bzw eine Karten Offline App)

Was die offline Karten angeht, wurde ich fündig. Zu der Zeit als das Roaming im EU Ausland noch Zusatzkosten verursachte, hatte ich bereits die Karten von Ulmon. (Das hört sich an, als ob es bereits zig Jahre her ist; der Roamingfluch endete aber erst 2017.) Diese Karten gibt es für einzelne Städte gratis und funktionieren sehr gut. Die App hat mich schon oft in Paris und Berlin gerettet, wenn ich aus einer U Bahn kam und nicht mehr wusste wohin. Doch Ulmon hat auch eine Weltkarten App zum Preis von 12,99€ (ohne die lästige Werbung) bei der man sich die spezifischen Länder einzeln oder stadtbezogen herunterlädt. Das hat den Vorteil, dass man nicht so viel Speicherplatz braucht als wenn man die komplette Weltkarte laden müsste. Also habe mir alle Länder hochgeladen die auf meiner Reiseroute liegen.

Zudem erzähle mir der Händler im PC Laden was von einem Handy Abo das sich „Blue“ nennt und billiger sein soll. Ich hab danach gesucht und auch was gefunden, doch der Preis liegt auch bei denen immer noch bei 0,99€ pro MB. (bei meinem Anbieter sind es 2,99 pro MB) Nee,…immer noch zu teuer.

A propos PC Laden: könnt ihr euch bei der letzten langen Berlinreise an das kleine Notebook erinnern das ich kurz davor gekauft hatte? Hätte ich da mal richtig zugeschlagen anstatt zu sparen, denn das Ding taugt nach allen Updates gar nichts mehr! Ich habe letzten Sommer in den Cevennen versucht alles im Blog per Smartphone und Tablet zu machen, es klappte ja auch, aber es was sehr umständlich. Also zog ich los und kaufte mir für die Reise ein neues Gerät.

Es ist ein Surface Pro, wiegt insgesamt knapp 750gr und ist von der Performance her so stark wie mein Home PC.

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Gestern fragte mich jemand auf welches Ziel ich mich am meisten freue. Freuen tue ich mich vor allem auf die Osterinsel weil es so ein mythischer Ort ist, und Neukaledonien, das touristisch kaum bis gar nicht erschlossen ist.

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Das ist er. Er sieht auf dem Foto kleiner aus als er ist. Es wurde kein Alukoffer. In dem alteingesessenen Laden Maroquinerie Keller riet mir zu einer Samsonite aus einem Polycarbon, das stabiler ist das was heute für die ganz leichten Koffer genommen wird. Zudem hat er keinen Reißverschluss sondern drei Schlösser die einrasten. Es ist etwas schwerer aber dafür nicht tot zu kriegen.

Ein vorletztes mal beim Friseur. Es ist ganz schön kurz geworden. Ist aber gut so. Den letzten Termin habe ich ein Tag vor meiner Abreise.

 

Aus dem Familienalbum 5 & die lange Liste

Mir viel gestern ein kleines Foto in die Hände, das ich schon länger nicht mehr betrachtet hatte. Es war an meiner ersten Kommunion. Von den elf Personen die darauf abgebildet sind (einschließlich meiner Mutter die das Foto schoss) sind nur noch zwei da….

Das schrieb ich am 24 Dezember 2015. Und als ich es eben beim stöbern las, wurde ich traurig, denn es stimmt nicht mehr. Es ist nur noch einer da.

v.l.n.r: Mein Vater, Tante Alice, Onkel Nicolas, Tante Gritty, Ich, Onkel Jules, Großmutter Marie, Tante Greidi, Großmutter Thérèse, mein Bruder Gilles und der lehre Stuhl im Vordergrund war für meine Mutter, die das Foto machte. Das war die komplette Familie. Größer war sie nicht.

Mit Ausnahme von Tante Alice und Onkel Jules sind die Lebensgeschichten aller anderen im Blog zu finden. Alice und Jules erwähne ich aber kurz bei Großmutter Marie. Vielleicht sollte ich die Geschichte von Alice demnächst schreiben…

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Weiter geht es mit der langen Liste von gestern.

-Ein wichtiger Punkt den ich gestern erfolgreich abhacken konnte, war die Reiseplanung an sich. Ich war noch einmal mit der Reiseagentur volle drei Stunden zugange um den letzten Teil der Reise, die mich nach Patagonien und Chile führen wird, fertig zu stellen. Zudem fehlte noch das Hotel in Adelaide in Australien, das wir irgendwie übersehen hatten.

-Da der Punkt davor wesentlich länger dauerte als vorgesehen, konnte ich alle finanziellen Angelegenheiten die ich noch mit der Bank zu regeln hatte, knicken, denn die hatte da schon geschlossen. Muss ich heute machen.

-Auch was den neuen Koffer betrifft werde ich mich erst heute auf die Suche machen. Vorausgesetzt, da sie noch mal Sturmwinde für heute Nachmittag angekündigt haben, ich werde nicht von einem Baum oder sonstigem erschlagen.

-Eine Liste erstellen mit all den Leuten und Telefonnummern, die sich während meiner Abwesenheit um die Wohnung kümmern. Diese Liste mehrfach ausdrucken an die betreffenden Leute austeilen, damit jeder alle Nummern hat.

Wenn mir noch Dinge einfallen sollten, schreibe ich das morgen.

Ein Sturm, Good & Bad News und eine laaaaange Liste

 Sturm
Pixabay

Ich bin selten so früh wach, doch bereits gegen 5:00 Uhr riss der angekündigte Sturm mich aus dem Bett. Auf dem hinteren Balkon wütete er so sehr dass mir Bange um den Tisch und die Stühle war. Schlafen konnte ich danach nicht mehr, also kann ich auch bloggen.

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Good News

Die Gemeinde Esch hat es sehr spannend gemacht wer denn nun Nachfolger vom Direktor des Escher Theater werden wird. Gestern kam endlich die Nachricht auf die die ganze Theaterwelt gewartet hat. Es wird Carole Lorang, eine anerkannte und etablierte Regisseurin und derzeit auch Präsidentin der Theatervereinigung. Uff…nach all den Spekulationen und Gerüchten die kursierten, eine sehr gute Nachricht.

Carole Lorang wird Direktorin des Escher Theaters

Bad News

Ich weiß es schon seit vorgestern, wollte aber nichts schreiben bevor das offizielle Schreiben der Direktion raus war. Aus technischen Gründen werden die beiden Vorstellungen von Rumpelstilzchen, in Esch abgesagt. Nun ja…

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Auf der anderen Seite verschafft es mir drei Tage Luft um eine sehr lange Liste an Dingen abzuarbeiten, die sich immer noch verlängert. Es sind alles Vorbereitungen und Vorkehrungen für die Weltreise.

-Ein neuer Koffer z.B.
Der Koffer den ich seit Jahren habe, ist zwar noch in Ordnung, doch habe ich Angst der die Reise nicht durchhalten wird. Die Nähte des Reißverschlusses sind mehr das was sie einmal waren. Also bin ich auf der Suche nach einem Rimova Alukoffer. Wird heute Nachmittag in Angriff genommen.

-Vor Wochen habe ich schon Recherchen angestellt wie ich das am besten mit dem Roaming handhaben soll. Fatzit: Überhaupt nicht.
So toll es jetzt ist, durch die ganze EU zu reisen und den Roaming überall zum gleichen Preis wie zu hause zu haben, so besch…eiden ist es für den Rest der Welt. Im Luxemburg gibt es keinen Anbieter der eine Lösung hat für Weltenbummler wie mich. Also werde ich ab Frankfurt, von wo es nach Singapur geht, das Roaming für volle 3 Monate ausschalten. Ich habe mich deshalb bemüht in sämtlichen Hotels die ich ansteuere, WLAN zu haben. Was ich aber schon vorab machen werde, ist mir sämtliche Offline Straßenkarten der Städte herunterladen.

-Den New Yorker für 3 Monate abbestellen. Ich war sehr erfreut zu sehen dass das geht. Man kann das Abo für eine selbstbestimmte Zeit ruhen lassen und dann wieder aufnehmen.

Was noch so alles auf der Liste steht folgt morgen…oder übermorgen.

Auf Netflix, PostTV und im Kino

Als die Erkältung Ende letzter Woche zuschlug, gab es einen Tag den ich fast ausschließlich auf den Sofa  vor dem Fernseher verbrachte. Ein paar Tage später war ich im Kino um mir den Mord im Orient Express anzusehen.

Bright (Netflix)

Ein SciFi Krimi Action Thriller in einer Welt fast wie unsere ist, nur dass es all die Fabelwesen, wie Feen, Elfen, und Orks tatsächlich gibt. Die Geschichte spielt in L.A. und es geht dabei um 2 Cops. Will Smith spielt einen rassistischen Afro Amerikaner der was gegen Orks hat und Joel Edgerton sein Partner, der ein Ork ist.

Es ist einer der typischen übersättigten SFX Filme bei dem ich froh bin dass ich ihn nicht im Kino gesehen habe. Nebenbei versucht der Film witzig zu sein was aber nur an sehr wenigen Stellen auch klappt und mir ein Schmunzler entriss. Ansonsten ist der Film ein wenig verworren und man kapiert erst nach und nach worum es geht. Das macht die Geschichte stellenweise sehr unplausibel. Zudem ist es mit zwei Stunden zu lang, obwohl er wahrscheinlich noch viel länger war, denn man spürt ein einigen Stellen, dass gekürzt wurde.

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Valerian (PostTV)

PostTV

Auf der Hauptseite von PostTV entdeckte ich ein Voucher Code um Valerian gratis zu sehen. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen den Film zu sehen, als er in die Kinos kam. Jedoch hielten mich sämtliche Verrisse der Kritik und die Beurteilung meiner Freundin D., die auch Kinokritikerin ist, davon ab. Doch jetzt, und auch noch für lau…warum nicht.

Ich muss den Kritikern recht geben. Der Film ist schlicht langweilig, ab einem gewissen Punkt sehr vorrausschaubar und hat etwas sehr… 80erJahre-haftes. Ich hatte stellenweise das Gefühl ich würde einen alten Film aus den 80ern sehen. Die Hauptrolle Valerian (Dane DeHaan) ist nicht mit einem klassischen Schönling besetzt, was ich als positiv bewerte, jedoch ist  seine Schauspielkunst erschreckend mittelmäßig. Am besten ist noch Carla Delevigne (das Super Model), ich fand sie schon als Bösewicht im Suicide Squad nicht schlecht. Doch man merkt auch dass sie auf dem Laufsteg großgezogen wurde. Sie schreitet immer dahin. Einfaches Gehen hat sie verlernt.

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Murder on the Orient Express (Kino)

Wenn Kenneth Branagh zum Klassiker verfilmen aufruft, stehen die Stars Schlange. Wie sonst die der Reigen an Superstars in dem Klassiker von Agatha Christie zu erklären. Johnny Depp, Michelle Pfeiffer, Judy Dench, Penélope Cruz, Derek Jacoby, Olivia Colman…und Kenneth Branagh selbst als Hercule Piorot.

Ich war sehr gespannt, denn ich kenne mehrere Verfilmungen der Geschichte. Erst vor kurzem sah ich noch die Verfilmung von Sidney Lumet von 1974.

Er fängt grandios mit einer Szene vor Klagemauer in Jerusalem an, wo Poirot im Handumdrehen den Fall des Verschwundenen Schmuckstücks aus dem Tempel löst. Wenn es dann zur eigentlichen Geschichte kommt, versuchen alle in ihrer Rolle glänzen. Allen voran Michelle Pfeiffer (außergewöhnlich gut) und Johnny Depp (er spielt den Ermordeten und Bösewicht), doch auch Judy Dench als extravagante alte Schachtel ist hinreißend. Man merkt dass alle Akteure viel Spaß am Set hatten.

Doch im Gegensatz zu Sidney Lumets‘ Verfilmung oder auch zur Fernsehverfilmung mit David Suchet als Piorot, bringt diese es irgendwie nicht fertig eine Spannung aufkommen zu lassen. Es plätschert so dahin ohne wirklich langweilig zu sein aber wirklich spannend wird es nicht. Das ist schade.

Als ich vorhin auf IMDB stöberte nach Infos zum Film fand ich dieses Interview in dem Derek Jacoby (mitte), mit dem ich das große Glück hatte vor etlichen Jahren zu arbeiten, den Versuch macht zu erklären, dass der Film auch stellenweise sehr lustig ist (was stimmt!) und dabei ein unkontrollierbaren Lachkrampf bekommt.

 

Rückblick 2017

Rückblick 2017
Es ist wieder soweit. Dabei kommt es mir vor als ob ich den letzten Rückblick erst vor kurzem geschrieben hätte und nicht schon vor einem Jahr. Aber da ich eh nichts zu tun habe als meinen tödlichen Männerschnupfen im Zaum zu halten (heute morgen haben sich Kopfschmerzen hinzugesellt) kann ich ihn auch jetzt ausfüllen.

Zugenommen oder abgenommen?
Der Traum endlich mal 10 Kilo weniger zu haben und das Gewicht auch zu halten ist eh ausgeträumt. Ich versuche das aktuelle Gewicht so gut es geht mit Fastentagen zwischendurch beizubehalten. Es ist aber nur so ein gefühltes Gewicht, denn ich steige auf keine Waage. Ich merke es nur an den Hosen die mal mehr, mal weniger zwicken.

Haare länger oder kürzer?
Weitgehend gleich geblieben. Ich lasse mir aber jetzt wieder den Scheitel explizit einrasieren, was ich seit ein paar Jahren nicht tat.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Die Kurzsichtigkeit ist, oh wunder, besser geworden, die Weitsichtigkeit hat zugenommen.

Mehr bewegt oder weniger?
Weniger bewegt, wenn man das Möbelschleppen vom Umzug herausrechnet. Ich sollte wieder mit Schwimmen anfangen. Ich hatte in Barcelona versucht meine 1000 Meter zu schwimmen und ich merkte wie gut es meinem Körper und meinem Kopf tat.

Mehr Kohle oder weniger?
Verdient habe ich wahrscheinlich mehr als die Jahre davor. Die Auftragszahl war höher.

Mehr ausgegeben oder weniger?
So viel, wie noch nie in meinem Leben! Die neue Einrichtung der Wohnung hat ein Vermögen gekostet.

Der hirnrissigste Plan?
Zu denken ich könnte alles schaffen. Die Maskenaufträge, den Wohnungsumbau und und und. Der Körper zahlte es mir im April mit einer Entzündung heim, von der ich bis heute nicht weiß was es war. Ich musste eine Pause einlegen und ein Projekt abgeben.

Die gefährlichste Unternehmung?
Das habe ich weitergehend mit der Frage oben beantwortet.

Die teuerste Anschaffung?
Ein Bild

Das leckerste Essen?
Im Toit pour Toi oder im Guillou Campagne. Darüber geschrieben habe ich nicht, da beide Restaurantbesuche in eine Zeit fielen in der ich sehr beschäftigt war. Aber da wir gleich Anfang Januar uns zu mehreren dort verabredet haben, werde ich davon berichten. Beide Restaurants gehören Katell Guillou, einer ungewöhnlich tollen Frau die es geschafft hat mit beiden Restaurants jeweils einen Michelin Stern zu bekommen, obwohl das Guillou Campagne dafür nicht vorgesehen war..

Das beeindruckenste Buch?
Die Große Flatter von Leonie Ossowski. Ich hatte es im Bücherschrank an der Place du Théâtre gefunden. Ich erinnerte mich daran dass wir es in der Schule gelesen hatten und ich konnte mich aber gar nicht mehr an die Geschichte selbst erinnern. Es ist zwar ein wenig altmodisch (es erschien zum ersten mal 1977) aber es hat was die Thematik angeht nicht an Aktualität verloren. Das ist mitunter sehr erschreckend dass sich so wenig verändert hat.

Das enttäuschendste Buch?
Ich habe dieses Jahr nicht sehr viele Bücher gelesen. Ich kämpfe ja schon damit den New Yorker jede Woche  komplett durchzulesen. Es gibt somit kein Buch was mir a toc einfällt das so erschreckend schlecht war.

Der ergreifendste Film?
Sorry. Wie bei den Büchern gibt es keinen der mich wirklich im Positiven vom Hocker gehauen hat.

Die beste Musik?
Automaton von Jamiroquai. Es war sehr schön endlich mal wieder etwas von ihm zu hören.

Das beste Theater?
Das ist für 2017 eine echte Krux. Ich habe so wenige Stücke gesehen, weil ich selbst permanent dran war. Und ein Stück an dem ich selbst gearbeitet habe hier hin zu schreiben ist glaube ich, nicht Sinn der Sache.

Die meiste Zeit verbracht mit…?
Der N. und der A.

Die schönste Zeit verbracht mit…?
Der A. in den Cevennen.

Vorherrschendes Gefühl 2017?
Ich bin keine 20 mehr und ich soll und muss langsamer treten.

2017 zum ersten Mal getan?
Ein echtes Kunstwerk gekauft.

2017 nach langer Zeit wieder getan?
Ich bin umgezogen. Aber das wahrscheinlich zum letzten mal.

2 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Der Zusammenbruch im April. (siehe oben)
Das endlose Warten auf Handwerker und die schlechte Arbeit der Anstreicher.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Man muss nicht jeden Tag bis zum Ansatz voll mit Aktivitäten packen, schon gar nicht im Urlaub.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Es ist eigentlich gar kein Geschenk. Ich wurde ein indirekt stiller Teilhaber eines neu eröffneten Unternehmens. Und ich habe damit jemandem eine neue Grundlage zur Lebensunterhaltung geschaffen.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Ein Flasche eines Aperitifweines aus Korsika.

2017 war mit 1 Wort…?
Wie letztes Jahr. Durchhalten. Mit den Kräften haushalten.

Vorsätze für 2018?
Das beste aus der Weltreise machen, die (oh!, mein!, Gott!!!*) in 21 Tagen losgeht.
* Jetzt hab ich Muffensausen!

Wir lesen uns. Guten Rutsch!

Aus dem Familienalbum 4 & tödlicher Männerschnupfen mit Schüttelfrost

Irgendwann gestern Nachmittag ging es los. Und ich hatte so sehr gehofft dass ich mal ohne Erkältung durch ein Jahr komme. Doch es hilft alles nichts ich muss heute noch los Besorgungen machen.

***

Da muss ich ungefähr fünf sein. Der Brunnen neben dem ich stehe, befindet sich in Korsika in Porto und ist der gleiche wie auf folgendem Foto, er wurde nur komplett umgemodelt.

Das war vor etwas mehr als 10 Jahren an gleicher Stelle, als zu meinem 40ten wieder auf der Insel war.

 

 

Barcelona-Luxemburg Tag 4

Ein strahlend schöner sonniger Morgen. Während der Nacht hatte es ein wenig geregnet denn es roch alles frisch.

Nun zu dem ominösen Hotel ‚Castro Exclusive Residences SPA Sagrada Familia‘

Ich bin selten richtig sauer wenn mal was schief geht in einem Hotel, doch hier klappte gar nichts. Wenn ich jetzt im Nachhinein drüber nachdenke, ist das Apparthotel eine Falle, in die man tappen muss. Es sieht im Hotel tatsächlich aus wie auf den Bildern. Todschick mit mit einem Wellnessbereich und Frühstück inbegriffen. Was man aber nicht gesagt bekommt, ist dass alles ausgelagert ist. Der Wellnessbereich gehört gar nicht zum Hotel sondern ist ein eigenständiges Unternehmen, das gleich nebenan liegt. Frühstücksraum gibt es ebenfalls nicht. Der wurde in ein kleines Restaurant nebenan ausgelagert. Zudem ist das Frühstück ein Witz aber leider kein guter. Für den Preis von fast 1200.- € für drei Nächte erwartet man sich ein royales Frühstücksbuffet. Es gab nur eine Hausdame die über die Weihnachtsfeiertage durch eine junge Studentin ersetzt wurde, die von gar nichts eine Ahnung hatte und uns immer nur an das Management verwies.

Als wir am morgen eigenhändig auscheckten war niemand da. Die Leute des Frühstücksrestaurant waren so nett und nahmen sich unserem Gepäck für ein paar Stunden an bis es wieder zum Flughafen ging. Im Hotel hätte das nochmal extra gekostet.

Ich wollte unbedingt noch zu Flomar um diverse Makeup Sachen zu kaufen. Fabrice erwarb noch ein paar kleine Geschenke und dann war es auch schon Zeit zum Flughafen zu fahren.

Was ich letztendlich bedauere ist, das ich mich nicht so wie letztes Jahr, einfach durch die Straßen treiben lassen konnte ohne ein Ziel zu haben, das war mit meiner Begleitung nicht drin. Zudem konnte er nicht schlendern, er lief beständig. Es war, nach dem einen Abendessen an dem ich hoffnungslos überfressen hatten, ganz besonders schlimm.

Ein letztes Bild vom strahlend blauen Himmel über Barcelona bevor es in wolkenverhangene Luxemburg zurück ging.

Barcelona Tag 2 & 3

So schön wie gestern der Tag endete, so gedämpft fing er heute an. Wir bekamen kein Frühstück. Das sollten wir nämlich gleich neben dem Hotel in einem kleinen Restaurant einnehmen und das war geschlossen. Als wir uns beschwerten sagte man nur es täte ihnen leid, gab uns aber keine Alternative.

Also schlenderten wir durch die Stadt. Im Zentrum fanden wir ein Fraggi das geöffnet war und wir gönnten uns ein Weihnachtliches Frühstück mit allem drum und dran.

Vieles hatte geschlossen heute, nur dir üblichen Touristengeschäfte waren geöffnet.

Zurück im Apparthotel legten wir uns noch einmal hin und ich ratzte noch mal für volle 3 Stunden weg.

Wir schlenderten am Abend durch Barcelona nur um festzustellen dass es sehr wenig Restaurants gibt, die geöffnet haben. Letztendlich landeten wir nich einmal im Shoko, wie gestern.

***

Tag 3

An und für sich wollte ich auch ein wenig über die katalanische Unabhängigkeitsbewegung schreiben. Sie ist jedoch im Stadtbild weitaus weniger sichtbar, als man uns durch die Nachrichten glauben machen will. Interessanterweise sehe ich mehr Flaggen auf der Rückseite von unserem Hotel im Hinterhof als zur Vorderseite hin

Zudem ist im Alltag so gut wie gar nichts davon zu spüren.

Fabrice hatte Tickets für den Telefèric de Montjuïc im Netz gekauft. Wir fuhren also bis zur Endstation Paral•lel und übersahen dann dass es eine Drahtseilbahn gibt bis nach oben. Stattdessen kraxelten wir die Straßen hoch bis zum Sessellift. Als wir zurückkehrten merkten wir erst dass es den ganzen Aufstieg nicht gebraucht hätte. Nun ja… Wir verbuchten es unter „Sport des Tages“.

Die Dratseilbahn die uns wieder nach unten beförderte.

Die Aussicht vom Montjuïc ist sehenswert, da man sich erst dort bewußt wird wie groß Barcelona ist. Man sieht es nicht einmal vom Flugzeug aus, da ein Großteil der Metropole hinter dem Berg liegt.

Das Olympia ‚Turm‘ beim Stadion.

Anschließend saßen wir auf einer Terrasse draußen und ich genoss in vollen Zügen die Sonne.

Zurück im Hotel ( über das ich zu einem späteren Zeitpunkt berichten werde) nutzten wir heute zum ersten mal den Wellness Bereich, der unabhängig vom Hotel funktioniert und wirklich sehr schön gestaltet ist.

Apéro Time hatten wir im Axel Hotel.

Für den Abend hatten wir uns ein anderes Restaurant ausgesucht. Das Maur-Urgell. Ein typisches spanisches Restaurant. Es war deftig und heftig aber ungemein lecker. Ich hatte wie so oft, übertrieben und orderte viel zu viel. Aber es war so lecker dass ich alles in mich hineinstopfte und am Ende beinah platzte. Aber was solls; es ist Weihnachten. Ein Umstand den ich hier beinahe komplett vergessen hatte.

 

Zu Anfang gab es Tapas. Iberico und ein paar Crocettas.

Anschließend hatte ich ein Spieß der sich Sabre nannte. Mehrere Sorten Fleisch und Gemüse. Dazu eine Alio/Olio Soße. An Knutschen war nicht zu denken.

Ein Dessert musste noch hinterher.

Danach wanderten wir ( weil Fabrice das noch so wollte) noch auf einen Absacket in eine Bar. Doch am Ende landeten wir doch wieder in der Skybar im Axel Hotel.

Ein wunderschöner Abend.

Barcelona Tag 1

Ach ja… Es ist schön wieder hier zu sein. Und dieses Mal nicht alleine. Fabrice ist ja dieses mal dabei.

Sehr tristes Wetter in Luxemburg

Doch dann im Flieger, der halb leer war, herrschte bei uns bereits Hochstimmung. Ich erwarb eine kleine Box an Produkten von Benefit. Die Flugbegleiterinnen waren zu Anfang etwas perplex. Doch als ich ihnen erklärte dass ich Maskenbildner bin, war kein halten mehr.

Ich musste ihnen alles zeigen und erklären was ich gekauft hatte. Es war sehr lustig und Fabrice amüsierte sich köstlich darüber.

Der erste leichte Dämpfer der Tages aber war das Hotel. Es ist ein Apparthotel ohne jegliche Erklärung. Es war schon mal eine Krux um überhaupt einzuchecken, denn das ging nur per Touchscreen. Doch die Maschine warf uns keine Hotelschlüssel aus. Zudem ist der ganze Wellnessbereich wegen dem wir extra gebucht hatten, nicht im Hotel selbst sondern außerhalb. Es wurde uns per Telefon geholfen.

Als wir dann den Koffer ausgepackt hatten, zogen wir los.

Wir spazierten, wie es sich gehört über die Ramblas. Fabrice meinte wir sollten doch in das Japanisch-Spanische Fusion Restaurant gehen, das ich letztes Jahr so mochte. Gesagt, getan. Aber anstatt ein Taxi oder die Metro zu nehmen, nahmen wie ein Tuck-tuck. Es war genial! Der Fahrer strampelte was Zeug hielt und es war doppelt und dreifach so teuer als wenn wir ein normales Taxi genommen hätten, ( es dauerte auch viel länger) aber das war grad mal egal. Wir aßen im Shoko direkt am Strand ein Weihnachtsmenü

Ab in die Sonne

Nach einem Tag den ich lieber vergessen möchte, war es gestern doch wieder einigermaßen besser.

Die D. ließ nicht locker bis ich morgens dann doch mit auf den Wochenmarkt ging, obwohl ich nichts kaufte, da ich über Weihnachten wegfahre. Ich sollte es nicht bereuen, denn als wir im Renert saßen, kam der G. vorbei und erzählte uns die Geschichte seines Bio Truthahns und warum er nicht im Ofen landete. Ich kann die Geschichte hier nicht wiedergeben, aber wir lagen alle am Boden vor Lachen. Es tat so gut herzhaft zu lachen, nach der emotionalen Achterbahn vom Tag davor.

Den Abend verbrachte ich in der Hostellerie du Grünewald mit der A., der N., der S. und ihrem neuen Freund dem M. Wir speisten wunderbar.

Da ich ja Weihnachten nicht mehr feiere und ich mich letztes Jahr mit diesem Post davon verabschiedet habe, werde ich wieder in Spanien in Barcelona sein. Aber dieses mal bin ich nicht allein. Fabrice kommt mit.

Ich wünsche euch allen ein paar schöne Feiertage, egal wie ihr sie verbringen werdet, ob im Schoß der Familie oder wie ich, am Strand.

Ich möchte euch nur um eines bitten. Streitet euch nicht! Ich weiß, Weihnachten ist immer wieder die Gelegenheit, an der Streitereien gerne ausbrechen, doch versucht es mal NICHT zu tun. Selbst wenn es euch schwerfallen sollte, beißt euch auf die Zunge und betet euch gebetsmühlenartig vor:
„An Weihnachten wird nicht gestritten. An Weihnachten wird nicht…“

In diesem Sinne…
Wir lesen uns in Barcelona.

Zwischen Freude, Wut und Trauer

Der Tag gestern hätte an Emotionen nicht zerrissener sein können.

Es ging damit los dass ich die letzte Lieferung an Möbeln bekommen sollte, doch die Möbelpacker waren spät dran. Ich bekam einen Anruf, dass es dann doch erst kurz nach 14:00 Uhr werden würde. Das machte mich leicht fuchsig, weil ich um 15:00 Uhr Besuch bekommen sollte.

Die B. sollte mir ihrem Mann, dem D., inklusive Kind O. nach Luxemburg kommen. Einerseits um die neue Wohnung zu sehen, andererseits um einem kleinen Stadtbummel zu machen. Wir hatten den Termin bereits seit Wochen geplant, da die B. wie ich, Maskenbildnerin ist, und die Maskenabteilung im saarländischen Staatstheater leitet und, wie ich, oft unter Dauerstress steht.

Nebenbei schob man mir auch noch kleinlaut am Telefon unter, dass man die Hälfte der Möbel im Lager vergessen hätte und nur die neuen Regalböden dabei hätte. Ich versuchte cool zu bleiben, obwohl ich innerlich kochte. Es ist bis jetzt noch keine einzige Möbellieferung reibungslos verlaufen. Entweder ging was zu Bruch oder war vertauscht, oder wurde von dem Möbelherstellern falsch geliefert.

Kurz bevor die Möbelpacker eintrafen, kam dann eine Nachricht die alles über den Haufen warf und meine Welt stand für einen Augenblick still.

Die bekannte Cellistin Lisa Berg, die ich bereits aus der Schule der alten Heimat kannte und später von diversen gemeinsamen Projekten, hatte den jahrelangen Kampf gegen die Leukämie verloren. Sie starb in der Nacht von Donnerstag auf Freitag im Alter von nur 39 Jahren.

Mir schossen die Tränen in die Augen, doch da klingelten bereits die Möbelpacker. Ich holte tief Luft und öffnete die Tür. Die Möbelfritzen waren noch keine 10 Minuten weg, stand auch schon der Besuch aus dem Saarland vor der Tür. Es war so als ob das Universum mir keine Gelegenheit geben wollte laut zu schreien, vor Wut, Trauer und Enttäuschung.

Ich nahm mich zusammen und es wurde dann doch ein sehr entspannter Nachmittag mit Feuerzahngenbowle auf dem Weihnachtsmarkt und einem gemütlichen Essen im Dierfgen

Hier ein Bild des blauen Baumes auf der Place Guillaume.

Doch als ich dann später am Abend wieder zu hause war und diesen Beitrag zu Blog bringen sollte, dachte ich an Lisa und ihre inzwischen 8 oder 9 jährige Tochter. Und daran dass Lisa erst vor kurzem die eigene Mutter zu Grabe trug. Die Welt ist so gottverdammt ungerecht…

Das Video unten gab mir dann den Rest und die Tränen brachen aus mir heraus.

https://vimeo.com/132584196

Äddi Lisa.

L’Insolite

Einen kleinen Vorteil hat man als Blogger, wenn man tagebuchbloggt. Man wird zu Events eingeladen um darüber zu berichten.

Die zweite Ausgabe des Insolite war vorgestern. Ich hatte hier bereits über das erste Event berichtet.

Vom Konzept her ist es denkbar einfach. Man meldet sich bei der Agentur Angels zu  einem Event an, das an einem bestimmten Abend stattfindet. Dieser Abend variiert im Preis je nachdem was geboten wird. Man weiß aber nicht wo es stattfinden wird und was es ist und man erfährt es auch nicht bis man da ist. Es ist aber immer ein Ort an den man nicht so ohne weiteres hinkommt. Die einzige Bedingung war, dass wie chic angezogen sein sollten. Ich holte also eine Krawatte hervor.

Treffpunkt war beim Villeroy Schloß wo die Agentur auch ihren Sitz hat. Dort warteten, wie das letzte mal auch, eine Reihe von Limousinen in die man umsteigt. Lustigerweise ging es dann einmal quer durch die Stadt, und wenn ich es gewusst hätte, hätte mich die Limo auch an der Haustür abholen können, denn wir fuhren fast daran vorbei.

Ziel war der Fußball Platz Achille Hammerle im Viertel Verlorenkost. Der V.I.P. Raum (zumindest nannten wir ihn so) war komplett umgemodelt worden mit anderer Beleuchtung und Deko. Star des Abends war Cathy, die Barfrau, die schon mehrfach Preise weltweit für ihre Cocktails bekommen hat. Daneben waren auch drei Fussballer des „Racing“ zugegen. (Es sollen anscheinend Stars in der Branche sein. Wer mich kennt weiß, dass ich davon nicht geringste Ahnung habe…)

Doch das Essen was uns von House of Taste aufgetischt wurde war sehr gut.

 

Es gab ein Photobooth Apparat, bei dem keiner zu Anfang wusste, wie das Ding funktioniert. Es wurden drei Fotos hintereinander geschossen und dann ausgedruckt. Da das Ding die Fotos unangekündigt schoss, schaue  ich auf  allen Bildern etwas doof aus der Wäsche…nun ja. Nebst mir sind der J.-P. und der F. zu sehen.

 

Insolite

Ein schöner Abend. Die Überraschungsformel Insolite kann man bei Angels buchen. Sei es für eine private Party oder eine Betriebsfeier, alles ist machbar.

Und zum Abschluss ein Bild mit der Organisatorin Virginie (die einen Arm so lange wie ein Selfiestick hat um das Foto zu machen) auf den Fußballplatz.

Merci beaucoup!

Aus dem Familienalbum 2

Ryan Paris

Es gab mal eine Zeit (1983) in der RTL  jeden Mittwoch eine Sendung in einer Diskothek in Luxemburg aufnahm, die dann Samstags ausgestrahlt wurde. Sie hieß „Le Hit des Clubs“ und wurde im „Starlife“ aufgenommen. Vom Konzept her war die Sendung aufgebaut wie „Top of The Pops“ was aber kein Mensch hier kannte.

Man musste flink sein um Karten für die Show zu bekommen. Und dann hatte ich über Freunde eine ergattert. Ich war mächtig stolz und lag meinen Eltern ein endlos langes Wochenende in den Ohren, bis ich ich endlich gehen durfte. Dabei entstand das Foto oben. An die Namen der beiden Mädchen (sie waren in meiner Klasse) erinnere ich mich nicht mehr.

An dem Abend traten auf:  Jean-Jaques Goldmann der noch nicht wirklich bekannt war, eine holländische Teeny Band mit dem Namen The Shorts (Comment ça-va?) und der Herr oben auf dem Bild im grünlichen Sakko und Blumenhemd.

Mit Künstlernamen hieß er Ryan Paris kam aus Italien und war ein One-Hit-Wonder. Könnt ihr euch noch diesen Titel erinnern?

Postkarten

Während einer Signierstunde vorgestern Abend der Schriftstellerin Nathalie Ronvaux (hier im Blog besser bekannt unter die N.) in der Buchhandlung Alinéa, bei der sie ihr neuestes *Buch vorstellte, wurde ich anderweitig fündig. Ich war eigentlich anwesend um ihr beizustehen, weil N. solche Stunden nicht so besonders mag. Ihr Buch kaufen brauchte ich nicht, denn ich hatte es schon während den Walfer Büchertagen gekauft.

Ich fand etwas ganz anderes. Es  sieht aus wie ein kleines dickes Buch doch eigentlich ist eine Kiste mit Postkarten.

Wer schon etwas länger hier mitliest, weiß dass ich den New Yorker im Abo habe. Es sind in jeder Ausgabe immer wieder Artikel die mich umhauen. Verlinken kann ich sie leider nicht immer, da es sie nicht online gibt, sodern nur im Print.  Ich schätze die Zeitung aber auch für ihre Cover, die ausschließlich nur gemalt sind.

Das ist zum Beispiel eines der letzten Cover das ich vor ein paar Tagen im Briefkasten hatte.

Die Kiste beinhaltet 100 ihrer schönsten Cover im Postkartenformat von 1920 bis 2001.

Postkarten

Und als ich sie mir in aller Ruhe zu hause ansah, entschied ich mich dafür, mir beim New Yorker eines der Cover als gerahmtes Bild zu bestellen. Eine Idee die ich zum ersten Mal vor Jahren in München sah. Dort gab es eine Schaufensterdeko in einem großen Bekleidungsgeschäft die nur aus Winter- und Weihnachtscovern vom New Yorker bestand. Dabei stellt sich jetzt die allumfassende Frage: Welches Cover???

*Über das neue Buch von Nathalie „Subridere – Un aller simple“ werde ich schreiben wenn ich es gelesen habe.

Letzter Arbeitstag für dieses Jahr / Eine Weihnachtsfeier

Ja, gestern war mein letzter Arbeitstag für 2017. Und immer wenn ich aus einem Projekt komme das so riesig und zeitaufwendig war, ist der erste Tag danach wie schwarzes Loch in das ich versinke. Und so sitze ich hier am PC morgens gegen 10:00 Uhr, ungeduscht, die Haare noch nach Rauch riechend, aber dazu komme ich noch.

Rumpelstilzchen geht weiter. Es wird noch vier weitere Vorstellungen geben in Esch und in Ettelbruck aber erst ab Januar 2018. Jetzt wird erst mal alles in Angriff genommen, was die letzten Wochen liegen blieb.

Die to do Liste:

Brief an die Versicherung

Zur Reiseagentur fahren

Die FT*  für Rumpel fertig schreiben
(*FT heisst „Fiche technique“ und beinhaltet alle Daten und Fotos für das Stück die für die Maske relevant sind, wie Aufbau und Frisiertechniken jeder einzelnen Perücke, Schminkplan bzw. die Maskenzeiten für jeden Akteur, Anleitung zur Erstellung jeder einzelner Maske, und der Zeitplan der Umzüge hinter der Bühne. Das Stück dauert zwar nur 1 Stunde 20 Minuten, aber bei 16 Schauspielern wird das ein „Buch“ werden, das ich heute noch fertig schreiben muss.)

-Kündigungsbrief an die Verwaltung wegen dem Stellplatz in der Tiefgarage die ich bei der kleinen Wohnung angemietet hatte. Brauch ich nicht mehr, da die neue Wohnung eine eigene Garage hat.

Endabrechnung vom Material

***

Wie alle Jahre hatte die J. gestern wieder zu ihrem Pre Xmas geladen, eine Feier zu der ich letztes Jahr nicht konnte.  Doch dieses Jahr war es ganz besonders schön. Es gab wie immer einen ganzen Truthahn. Und fragt nicht wie sie dieses Vieh in den Ofen kriegt, doch er ist ihr noch jedes Jahr gelungen. Draußen auf der Terrasse brannte ein Feuer in einer Schale, so heimelig und schön dass ich öfters draußen am Feuer war als drinnen. Daher die oben erwähnten „geräucherten“ Haare.

Es waren wieder viele bekannte Gesichter da.

Jeder musste so ein „Ding“ am Kopf tragen. Es ist mir jedoch schleierhaft warum ich immer wieder Frida Kahlo genannt wurde. 😉

Und dann war da noch diese Mütze…

Aus dem Familienalbum 1

Es wird eine neue lockere Reihe werden mit Fotos aus dem Familienalbum. Fotos wie die im vorletzten Post die ich schon lange nicht mehr gesehen habe. Sie lagen in Kisten fest verpackt und obwohl ich genau wusste wo sie lagen, wollte ich sie nicht sehen. Doch die Zeit heilt die Wunden und die Trauer ist nicht mehr so schmerzhaft. Und heute kann ich sie mir wieder ansehen ohne dabei in ein tiefes Loch zu fallen.

Fangen wir mit einem Familienfoto mütterlicherseits an.

v.l.

Großvater Emile den ich nie gekannt habe und von dem es nur sehr wenige Fotos gibt.
Tante Gritty mit 7 Jahren.
Meine Mutter als Baby
Tante Gréidy
Großmutter Thérèse

Das Foto gehört zu einer Serie von vier Stück, denn da gab es noch den Fotografen selbst, der sich in folgendem Foto schnell per Selbstauslöser mit ins Bild stellte. Ich habe die beiden besten eingescannt, die anderen waren verwackelt.

Zwischen Tante Gritty und meiner Mutter: Onkel Nicolas dessen Hobby eine Zeit lang das Fotografieren war.

Rumpelstilzchen im Grand Théâtre

 

Ich hatte schon vor ein paar Wochen darüber berichtet dass Rumpelstilzchen in die heiße Phase geht und es deshalb hier etwas ruhiger wird.

Eine kleine Vorabreportage bei RTL gibt es hier zu sehen.

rumpel

Ich war zugegeben etwas erschrocken als ich die Reportage sah, wie wenig ich mich in letzter Zeit um mein eigenes Aussehen gekümmert habe. Dieser Bart Wildwuchs!!!!

Ein paar Fotos der Bühne und hinter Bühne von Kollegen/innen, die ich von deren Facebook oder Instagram Konten mit freundlicher Genehmigung entnommen habe.

Die Bühne vom Zuschauerraum aus.

 

Eine der zahlreichen Requisiten für die Party des Königs.

 

Das Kleid der „Widersacherin“ in der Schneiderei ausgebreitet auf dem Boden damit der Saum fertig genäht wird.

 

Die Müllerstocher (Eli Johannesdottir) mit einer der Perücken für den dritten Akt des Stückes, die aber durch eine andere ersetzt wurde.

Gestern Abend war Premiere…

Blond und Schwarz

Als ich letztens die Fotokisten durchwühlte fand ich die einzigen Aufnahmen von mir aus einer Zeit in der ich blond sein wollte.

***

Und dann hatte ich auch mal ein Shooting bei der ich diese und andere Fotos in einer Modell Agentur einreichte. Es wäre eh nur für Fotos gewesen, denn für den Laufsteg war ich zu klein.

Es kam aber nie ein Auftrag. Und wenn ich heute die Fotos sehe, weiß ich auch warum. Ich sah sehr androgyn aus und hatte zu viel Schminke drauf. Das war im damals noch sehr konservativen Luxemburg nicht gefragt.

Mein Vater

Vater

Angeregt durch einen Beitrag der Kaltmamsell, in dem sie ihre Leser aufforderte, doch mal was über ihre Großeltern zu schreiben, (dass habe ich aber schon vor Jahren getan, hier über Marie, hier über Thérèse)  dachte ich an meinem Vater der 1988 mit nur 52 Jahren verstarb. Heute, mir der größtmöglichen Distanz die kaum noch eine Emotion zulässt, kann ich über ihn schreiben.

Eines gleich vorweg. Vater und ich haben uns nie verstanden. Ich habe ihn zeitweise abgrundtief gehasst. Erst heute verstehe ich warum das so war. Doch brauchte es fast 30 Jahre dazu. Er war ein eingesperrter Freigeist, der es in seinem Leben nur einige wenige Male geschafft hat sich zu befreien. Das und seine Entwurzelung aus seiner Heimat Straßburg führten dazu, dass er in seinen letzten Jahren mehrfach in tiefe Depressionen fiel und letztendlich an einem Gehirntumor verstarb.

Mein Vater hatte keine schöne Kindheit. Großmutter Marie hatte den sehr viel älteren Großvater Camille spät geheiratet und es war nicht die beste Ehe. Marie war nicht dafür gemacht Kinder großzuziehen, zudem hatte sie sich ein Mädchen gewünscht. Als es ein Junge wurde, war die Enttäuschung groß. Die ersten Jahre zog sie meinen Vater wie ein Mädchen an. Auf den frühesten Fotos als Baby trägt er Röckchen und hat lange Haare mit bunten Schleifen. Im Sommer wenn es draußen warm war, ließ sie ihn im Garten allein spielen und band ihn mit einem Fuß an einen längere Schnur die an einem Pflock mitten in der Wiese befestigt war. Marie erzählte es einmal meiner anderen Großmutter Thérèse, die darüber völlig außer sich war. Diese sagte später immer, Marie hätte meinen Vater wie eine Ziege im Garten gehalten.

Der Großvater Camille war ein Arbeiter bei der französischen Bahn der sich über all die Jahre hinweg hochgearbeitet hatte, und er arbeitete in der obersten Verwaltung. Er war streng, sehr streng, und Vater wurde oft und viel verdroschen.Eine Erziehungsmaßnahme die er später auch bei mir anwendete. Doch war er der einzige Halt in seinem Leben, denn Großmutter konnte nichts mit ihm anfangen. Mit 12 Jahren wurde er ins Internat abgeschoben was in gewisser Weise seine Rettung war. Dort kümmerte man sich wenigstens um ihn.

Doch dann brach der zweite Weltkrieg aus. Er musste zurück nach hause. Am Ende des Krieges verstarb Großvater Camille und Marie stand plötzlich alleine da. Er konnte nicht mehr zurück ins Internat da die nötigen Mittel dafür nicht mehr vorhanden waren. Also wurde er von Marie losgeschickt um sich Arbeit zu suchen. Er begann als einfacher Handlanger und machte später den LKW Führerschein um dann mit schwerem Gerät durch ganz Frankreich zu fahren. Damals wurde noch in Frankreich nach Erdöl gebohrt und er fuhr die Bohrtürme an Ort und Stelle.

Das war das erste Mal dass er sich aus allem befreien konnte. Er schwärmte oft von diesen Jahren als LKW Fahrer und heute tut es mir leid dass ich nicht mehr zugehört habe, wenn er davon erzählte. Ich erinnere mich nur bruchstückhaft daran. Ich weiß dass er einen Kollegen hatte, der später im Jägertal ein kleines Hotel übernahm in dem wir einmal Urlaub machten. Ich berichtete im August davon.

Wer die Geschichte meiner Großmutter Marie gelesen hat, weiß wie es dazu kam dass mein Vater in Luxemburg landete und meine Mutter kennenlernte. Mutter war Krankenpflegerin in einem Kranken-und Altersheim, in dem meine Urgroßmutter bzw. seine Großmutter untergebracht war. Vater besuchte sie dort ab und an.

Als meine Mutter ihn zu hause vorstellte, stand er da mit zerrissener Hose und Hemd, was Großmutter Thérèse ein gewaltiger Dorn im Auge war. Damals hatte sie bereits das Konfektionsgeschäft und sie kleidete meinen Vater von oben bis unten neu ein. Irgendwie erfuhr mein Vater da zum ersten Mal was es bedeutet eine Familie zu haben die sich kümmert und für dich da ist.

Meine Eltern fanden beide dann eine Stelle in der neu eröffneten Nylon Fabrik in der ‚alten Heimat‘. Sie als Krankenschwester in der Sanitätstation, er als Wächter am Eingangstor. Es war 1965.

Da die U.S. Firma nach amerikanischem Modell aufgebaut war, die sich weitaus mehr um die Angestellten kümmerte als es in anderen luxemburgischen Großbetrieben der Fall war, gaben sie meinem Vater die Chance eine interne Ausbildung als Chemiker zu machen. Er nahm an und wurde Chemiker der die verschiedenen Nylonproben auf ihre Qualität untersuchte. Es war zudem an der Entwicklung neuer Stoffe beteiligt.

Noch im gleichen Jahr mieteten sie gemeinsam eine Wohnung in der ‚alten Heimat‘ und 1966 kam ich zur Welt.

Die Nylon Fabrik hatte damals von der Gemeinde ein riesiges Areal gekauft. Ein Teilstück davon  wurde mit einem Bauperimeter für Privathäuser und Wohnungen belegt. Dieses Areal wurde in einzelne Parzellen aufgeteilt und an die Arbeiter der Fabrik zu sehr günstigen Preisen weiterverkauft. Meine Eltern kauften sich ein solche Parzelle, auf der sie ein Haus bauten. 1970 zogen wir ein.

Ich kann nicht viele Einzelheiten von der Zeit erzählen, außer dass es wahrscheinlich die glücklichsten Jahre meines Vaters waren. Er war gefordert, konnte sich beweisen und es war eine Aufbruch- und Aufbaustimmung, wie es sie nie wieder danach gab. Es waren die Jahre in denen meine Eltern ihre Liebe für Korsika entdeckten, weil die Hochzeitsreise sie dorthin geführt hatte. Ich sollte noch viele Sommer dort verbringen…

***

Machen wir uns nichts vor. In einer Fabrik zu arbeiten, heißt Schichtdienst schieben. Die Wochen in denen mein Vater Nachtschicht hatte, waren schlimm. Wir mussten uns alle ruhig verhalten, denn er durfte ja nicht geweckt werden. Er schlief meistens bis in den Nachmittag hinein. Danach war er grantig.  Ein Satzkombi die es zu der Zeit, sehr oft zu hören gab, war:
-„Papa?“
-„Lass mich in Ruhe!“

Jetzt im Nachhinein verstehe ich es. Doch er konnte insgesamt nicht gut mit Kindern, weder mit mir oder meinem Bruder, noch mit anderen Kindern. Er kannte es ja selbst nicht anders.

Kinder spielen Streiche, toben rum, sind manchmal laut, und ab und an geht auch etwas zu Bruch oder kaputt. Die ultimative Waffe unserer Mutter war mein Vater. „Warte nur bis er nach Hause kommt!“ Und er schlug zu. Blaue und rote Striemen am Hintern vom Lederriemen waren nichts ungewöhnliches. Ohrfeigen, so fest, dass ich quer durchs Wohnzimmer taumelte auch nicht. Ganz schlimm waren die Tage an denen ich zur Strafe in mein Zimmer geschickt wurde, und Vater spät Abends nach der Schicht mich aus dem Bett zerrte und noch einmal verdrosch.
Es gab Wochen in denen ich mich schon als kleiner Knirps, fragte wann es denn endlich mal einen Tag geben würde an dem ich nicht weinen müsste.

Andererseits war Vater wie ein Kind. Sein Hobby war seine Modelleisenbahn. Keiner nicht einmal meine Mutter durfte sie anfassen. Er begründete dass immer damit, dass er als Kind nicht spielen durfte und eben jetzt seinen Spieltrieb auslebte. Insgesamt bastelte er gerne und werkelte am Haus herum. Es trieb meine Mutter jedoch bisweilen auf die Palme, den er fing tausend Sachen an, brachte aber nie etwas zum Abschluss.

Er gab dem Krieg und dem frühen Tod seines Vaters die Schuld, dass er nie einen anständigen Beruf erlernt hatte. Das wurde ihm 1979 zum Verhängnis. Die Nylonfabrik stellte die Produktion ein und die interne Ausbildung als Chemiker wurde in Luxemburg nicht anerkannt. Er fand eine Stelle bei einer Sicherheitsfirma als Wächter. Diese Firma wurde beauftragt die alten Gebäude der Nylonfabrik zu überwachen. Dort drehte er Tag und Nacht seine Runden über ein Gelände das einsam und verlassen war, jedoch ein Stück seine Geschichte, das aber zusehends verrottete.

Es war auch die Zeit in der zwischen ihm und mir gar nicht mehr funktionierte. Die Lösung dafür war simpel. Ich wurde in ein Internat verfrachtet. Es war eine Drohung die er immer wieder aussprach, bis sie Realität wurde. Doch Mutter hat auch noch ein Wörtchen mitzureden. Vater wollte unbedingt dass ich das Internat komme, in dem auch er gewesen war. Mutter besuchte mit mir das Institut St.Joseph, (das heute Collège Matzenheim heißt). Ich habe noch ganz vage Erinnerungen daran, dass es ein uralter Bau war, in dem die Pater das Regiment führten. Mutter wollte die Schlafsäle sehen, was man ihr aber nicht erlaubte. Das machte sie stutzig und somit war das Internat vom Tisch. Ich kam ins Don Bosco in Luxemburg.

Ab da wurde das Verhältnis zu meinem Vater besser, weil wir uns nur noch an den Wochenenden sahen. Die ewigen Streitereien und Auseinandersetzungen hörten auf. Ich war ja nur noch zu Besuch da. Aber wir hatten uns nichts zu erzählen. Es beschränkte sich auf’s Begrüßen und Auf Wiedersehen sagen. Ich machte auch nicht den geringsten Versuch es anders zu gestalten, denn es klappte einfach nicht. Wir lebten in zwei völlig verschiedenen Welten und keiner von uns beiden machte auch nur den Versuch die Welt des anderen zu verstehen.

Vater wurde krank. Die erste OP war die Entfernung der Gallenblase. Wir sind in den 80ern und es gab noch keine Mikrochirurgie. Dann kam die erste tiefe Depression mit der in die Neuropsychiatrie eingeliefert wurde. Wir sind noch immer in den 80ern und er wurde Eimerweise mit Psychopharmaka vollgepumpt, anstatt nach den Ursachen zu suchen. Es ging ein paar Jahre gut bis die zweite Depression, heftiger als die erste kam. Wir sind immer noch in den 80ern und der Neurologe setzte wieder voll auf Psychopharmaka. Es hatte ja schließlich beim ersten mal auch gut geklappt.

Warum kam keiner auf die Idee ihm eine psychologische Therapie anzubieten? Oder hatte er sie hatte abgelehnt?

Ich hatte derweil meine Lehre als Friseur begonnen, war nicht mehr im Internat und jeden Tag zuhause. Es kam wie es kommen musste. Vater und ich stritten uns, ein Wort gab das andere, bis wieder die ultimative Drohung ausgesprochen wurde. „Du musst dich nicht wundern, wenn eines Tages deine Koffer vor der Tür stehen.“ Doch kam ich ihm dieses Mal zuvor. „Du musst dich nicht bemühen, nächsten Monat ziehe ich sowieso aus“, entgegnete ich eiskalt. „Umso besser!“ war seine Antwort. Ich war 19.

In der Nacht hörte ich meine Mutter im Bett weinen.

Ich zog mit einer Freundin in eine WG und versuchte so gut es ging von alles von meinem Anfangsgehalt aus der Lehre zu finanzieren. Ich verdiente ganze 6600.- Francs pro Monat. (165€) das war damals schon sehr wenig und reichte hinten und vorne nicht. Doch von zuhaue wollte ich keinen Heller.

Ab da beschränkte sich unsere Kommunikation nur noch auf Hallo und Tschüss.

Vater wurde nach der zweiten Depression krankheitshalber in Rente geschickt. Doch sollte er diese nicht lange genießen können. Nach den zwei überstandenen Depressionen folgte dann der Gehirntumor.

Ich werde den ganzen Krankheitsverlauf nicht beschreiben. Ich war ja zu der Zeit nicht mehr zu hause und kenne das alles nur vom Hörensagen. Vater viel eines Tages im Februar ’88 einfach um und hatte etwas wie einen epileptischen Anfall. Als er wieder zu sich kam war sein Sprachzentrum gestört und man konnte nur noch raten war er sagen wollte. Bis Oktober 1988 schnitt man ihm drei mal die Schädeldecke auf und er wurde anschließend bestrahlt.

Anfang September 1988 hatte ich eine Reise nach Cannes in Frankreich geplant. Ich war gerade mit meiner Lehre fertig geworden und hatte mir insgeheim vorgenommen mir dort eine Arbeit zu suchen und nicht mehr zurück zu kommen. Ich wollte raus aus Luxemburg. Am Tag vor meiner Abreise fuhr ich zu meinem Elternhaus um Lebewohl zusagen.

Vater saß am Tisch wie ein kleines in sich zusammen gesunkenes Häufchen Elend. Als ich ihm Aufwiedesehen sagte, hatte er Tränen in den Augen. Er drückte mich ganz fest. „…Ppass…auf…dich!“ sagte mit unterdrückter Stimme. „Werd ich machen.“ sagt ich leise und strich ihm über dem Kopf. Es war eine Szene mich sehr verstörte.  Er musste da schon gewusst haben dass er mich nie wiedersehen würde, denn drei Wochen später verstarb er.

Was ich erst im Nachhinein erfahren habe war, dass meine Mutter zu dem Zeitpunkt schon lange wusste dass mit ihm zu Ende gehen würde, es aber niemandem erzählt hatte. Ich habe es ihr lange zum Vorwurf gemacht, denn sonst wäre ich wahrscheinlich geblieben.

Letztendlich ist er für mich immer ein großes Rätsel gewesen, das ich nie so ganz begriffen habe. Aber eines weiß ich mit Sicherheit. Er hat meine Mutter abgöttisch geliebt. Wenn er ihr Geschenke machte, zählte kein Preis und keine roten Zahlen auf dem Konto.

Den Tag des Begräbnisses könnt ihr bei Großmutter Marie nachlesen.

Wenn ich anfangs sagte dass es keine Emotionen mehr in mir weckt dann stimmt das nicht ganz. Ich habe volle drei Tage gebraucht um diesen Text zu schreiben.

Nachtrag: Ich hatte schon mal vor zwei Jahren angefangen etwas über ihn zu schreiben aber in in dieser Ausführlichkeit. Es war am Vatertag.

† Johnny Hallyday †

© Wikipedia

Es fing damit an an dass ich gestern morgen auf dem Weg ins benachbarte Ausland Radio hörte, und erfuhr dass Johnny Hallyday gestorben ist. In Frankreich wurde es ein nationaler Trauertag. Meine Mutter war heimlich verknallt in ihn. Und meinem Vater war es nur recht denn er, als Franzose, mochte ihn genau so. Er war das Idol einer ganzen Nation, aber irgendwie fühlte er sich nie unerreichbar an, im Gegenteil, er fühlte sich an wie ein Kumpel, dem man auf Augenhöhe begegnen konnte, wenn man ihm denn einmal begegnen würde. Ich weiß noch dass ich vor etlichen Jahren an einem Film arbeitete, in der wir in einer Szene einen Johnny Hallyday Imitator hatten. Seltsamerweise stelle sich bei ihm genau das gleich Gefühl ein. Johnny war ein Rockstar, vermittelte aber nie dieses Unerreichbare, das man von anderen Stars kennt. Er sang länger als ich alt bin und war Phänomen, das es so nicht noch einmal geben wird.

Ich mochte seine Balladen sehr. Ein Lied schwirrte mir dabei den ganzen Tag durch den Kopf. Quelque chose de Tennessee

Und wer ein ganzes Konzert von ihm sehen mag, auf YouTube fand ich eines seiner letzten Konzerte vom 16. März 2016 in voller Länge. Er war mit seinen damals 73 Jahren immer noch sehr fit und hatte immer noch diese Powerstimme.  Adieu, Johnny.

Kennt noch jemand Michel Oliver?

Er war der Lieblings Fernsehkoch meiner Mutter Anfang der 80er. Als ich vor kurzem über alte französische Kochsendungen berichtete, erwähnte ich in den Kommentaren auch Michel Oliver. Meine Mutter hatte von ihm die weltbeste Béarnaise und die weltbesten Waffeln. Beim Ausräumen des Hauses meiner Eltern fand ich die Niederschrift meiner Mutter nicht wieder. Also machte ich mich auf die Suche nach einem Kochbuch von Oliver. Und siehe da:

Bei Amazon.fr wurde ich fündig! Und beide Rezepte sind drin!!!! Wenn sie demnächst zum Einsatz kommen gibt es Bilder und das Rezept, versprochen! (Ich sollte mir vielleicht ein Waffeleisen zulegen…)

In folgendem Video bereitet Oliver eine Neujahrs „Glückstorte“ zu, die unglaublich mächtig und für Anfang der 80er Jahre ungewöhnlich hoch  ist.

Fotos einer Woche

Da wäre zum Beispiel Freitag Abend, der erste Schnee über der Stadt.

Ich muss wohl nicht sagen dass ich nicht ‚amused‘ bin. Es wird mir die Arbeit und das hin und her fahren erschweren.

***

Ich denke dass ich es jetzt langsam offiziell machen kann. Es gibt eine neue Bar in Luxemburg von der ich schon einmal kurz berichtet hatte im Rahmen einer anderen Veranstaltung. Damals sah es noch aus wie eine Baustelle.

Jetzt nicht mehr.

Das Rooftop befindet sich im Vorort Dommeldange auf dem Gelände des Habitare im vorderen Gebäude auf dem 2. Stockwerk.

Als ich gestern Abend aus der Probe kam war ich sehr müde weil ich den ganzen Tag gefahren war nach Trier und Saarbrücken eigentlich keine Gesellschaft mehr haben wollte. Doch irgend etwas zog mich dann doch ins Rooftop und ich sollte es nicht bereuen.

Die Küche ist seit ein paar Tagen endlich fertig und man kann dort auch speisen. Ich hatte Raclette seit langem mal wieder. Es waren ebenfalls ein paar Bekannte da und es wurde ein lustiger Abend.

***

Wohnungsupdate: Bis auf die kleine Ottomane und die beiden Hocker in der Küche, sind jetzt alle bestellten Möbel da. Uff.  Und da ich keine richtige große Einweihungsparty mache, sondern die Bekannten und Freunde tröpfchenweise einlade, weil ich durch die neue Küche endlich wieder richtig Freude am Kochen habe, sind so im Durchschnitt einmal Woche Gäste da.

Letzten Sonntag waren die J. und die N. hier. Ich machte seit ewigen Zeiten mal wieder Coq au Vin nach dem Rezept von Simon Hopkinson, das für mich das Beste überhaupt ist. Es gibt ja viele die sich darüber streiten ob man Rotwein oder Weißwein nehmen soll. Ich persönlich bevorzuge Weißwein, wegen der Säure, die meiner Meinung nach das Fleisch noch zarter macht. Hopkinson löst das noch eleganter indem er Pinot Noir nimmt, ein Weißwein der aber eine Weile auf der Meische lag und somit die rote Farbe der Traubenhaut annimmt, obwohl der Saft an sich ja weiß ist.   Das Rezept von Simon Hopkinson gibt es hier.

Als Mitbringsel hatten die die J. und die N. unabgesprochen das gleiche mitgebracht. Tee.

Den Earl Grey von TWG (rosa Dose) kannte ich gar nicht. Im Gegensatz zu anderen Earl Grey’s ist hier nicht nur Bergamotte drin, sondern noch ein paar andere Zitrusfrüchte. Er erinnerte mich sehr an den Countess Grey von F&M der ja einer meiner absoluten Lieblinge ist. Mariage Frères (schwarze Dose) kannte ich vom Namen her. Der De-Stress Tea ist auf grüner Tee Basis und riecht schon mal hervorragend. Ich werde berichten wenn ich die erste Kanne aufgebrüht habe.

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Gestern Abend war das Ballett du Trocadero de Monté Carlo wieder im Großen Theater zu Gast. Sie waren schon mal vor drei Jahren an Silvester hier. Ich hatte sie aber damals verpasst.  Es ist nicht, wie man annehmen könnte, eine klassische Truppe aus Monté Carlo sondern aus New York. Das besondere daran ist, dass es nur Männer sind. Auch sämtliche Frauenparts werden von ihnen übernommen. Spitzentanz ist für alle kein Problem und technisch sind alle auf dem höchsten tänzerischen Niveau das man sich in klassischen Ballett vorstellen kann. Doch gerade dadurch können sie sich jede Menge Eigenheiten und Comic erlauben. Ich habe euch hier ein paar YouTube’s rausgesucht. Den strebenden Schwan habe ich gestern Abend gesehen.

Was die nächsten Wochen wichtig wird

An dem Projekt arbeite ich schon seit dem Spätsommer. Rumpelstilzchen. Und in den drei nächsten Wochen geht das Stück in heiße Phase, denn am 15. Dezember ist Premiere. Es ist mit das Größte was ich seit langem gemacht habe. Der Trailer kam gestern raus. Es wird wohlgemerkt KEIN Stück für Kleinkinder. Vom Großen Theater her ist es ab 10 Jahren empfohlen, meine Empfehlung wäre ab 12.

Wer Karten haben möchte: Hier geht’s zum Online Verkauf. Die Ticket Links stehen neben den Spieldaten.