Das wird dann auch das teuerste Geschenk sein, das ich mir dieses Jahr selbst gemacht habe.
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Vor vier Jahren auf den Tag genau bekam ich meinen ersten Maßanzug.
Ich habe ihn immer noch und ich passe immer noch rein. Woher ich das weiß? Ich hatte ihn anprobiert für die Preisverleihung und ihn dann doch nicht angezogen, weil ich fand dass ein wenig overdressed war.
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Es ist Mittwoch. Und jeden zweiten Mittwoch kommt was…? Na…? Genau!
Es geht mir gut, aber es ist grad ein bisschen sehr viel. Und da alles unverblogbar ist, gibt es ein Filmleckerli.
Das ist für gewöhnlich kein Film den ich mir ansehen würde. Aber wenn Emma Thompson die Hauptrolle hat und die Geschichte teilweise auf einer wahren Geschichte beruht, muss ich ja wohl. Ich sah ein Interview mit Emma über den Film. Die Reporterin war ein bisschen sehr unerfahren und ein bisschen sehr naiv. Das merkt man an ihren Fragen. Doch Emma beantwortet die Fragen so, dass man genug über den Film erfährt, um neugierig zu werden.
Vielen Dank für all die Rückmeldungen über alle Kanäle vom gestrigen Post. Ich weiß das sehr zu schätzen und es hat mir geholfen manches besser zu verstehen.
Es wird diese Woche hier sehr ruhig werden, weil das Unverblogbare überhand nehmen wird.
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Der Samstag war ein strahlend schöner Sonnentag von dem ich aber nur morgens etwas mitbekam. Den Nachmittag unf Abend saß ich drinnen.
Das Foto des Tages:
Ein Requisitentisch.
Nach Arbeitsrunde ging es mit dem G. ins Le Zai wo ich viele male dran vorbeigefahren bin, aber noch nie drin war. Eine Institution die ich bis dahin nicht kannte.
Noch ein Foto vom Mond am Abend.
Anschließend fiel ich ins Bett wie ein Stein.
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Inwiefern bietet dir harte Arbeit Erfüllung?
Erfüllung bringt die Härte der Arbeit schon lange nicht mehr, wenn sie es denn je brachte. Das Resultat zählt. Wie ich dahin gekommen bin, ist nebensächlich. Zudem ist Härte in meinem Fall wohl das falsche Wort. Es ist eher kniffelig und manchmal sehr kompliziert.
Da der Freitag und der Samstag sehr unverblogbar waren, kann ich nur sehr wenig darüber erzählen. Wenn ich unverblogbar schreibe, dann bedeutet das immer, dass es entweder mit meinem Job zu tun hat, oder mit dritten Personen, deren Privatleben nun mal Privatleben heißt, weil es privat ist.
Worüber ich aber erzählen kann, ist mein eigener Zustand und dass es mir nicht besonders gut geht. Ich hatte es vor Wochen schon einmal in einer Art und Weise erwähnt, dass ich selbst in der Zukunft weiß, was damals los war.
Darum mache ich das heute in Form einer Tagesfrage, die nicht von Day One kommt, sondern meine eigene ist.
Kennst du Menschen mit Bipolarer Störung? Wie gehst du damit um?
Ich lernte Anfang der 90er auf einer Geburtstagsfeier eine Frau kennen die daran litt und sie war grad in einer manischen Phase. Ich hatte erst kurz davor den Film „Mr.Jones“ mit Richard Gere im Kino gesehen. Er spielt den besagten Mister Jones, der manisch-depressiv ist…heute sagt man ja Bipolar. Es war etwas Neues für mich, denn ich kannte nur die Depression, weil mein Vater ja daran gelitten hat. Mit dieser Frau musste ich mich nicht weiter beschäftigen, da sie mir fremd war und ich sie nach der Geburtstagsfeier nie wieder gesehen habe.
Ich muss mich jetzt aus Gründen wieder damit beschäftigen. In meiner Verzweiflung fragte ich gestern die KI als jemand, der psychologisch nicht geschult ist, wie ich damit umgehen soll.
Hier die Antwort: Wenn du mit jemandem zu tun hast, der eine bipolare Störung hat, ist das Wichtigste erst mal Verständnis und Geduld. Es hilft, sich über die Störung zu informieren, damit du ein Gefühl dafür bekommst, was in bestimmten Phasen passiert. Und dann einfach da sein, wenn es gebraucht wird, zuhören, ohne zu urteilen und natürlich auch ermutigen, dass sich die Person professionelle Unterstützung holt, wenn es nötig ist. Letztendlich ist es also so: Geduldig bleiben, gut informieren und einfach einfühlsam im Umgang sein.
Kenner von KI sehen sofort, dass diese etwas burschikose Antwort von Copilot stammt. Mit dieser Antwort kann ich nichts anfangen. Verständnis und Geduld; schön und gut. Ich habe mich auch mit der Krankheit als solches beschäftigt, wo sie her kommt und was sie auslöst. Aber hier geht es auch um Manipulation, um Lügen und nicht ehrlich zu sich selbst und zu anderen sein. Ich bin mit meinem Latein am Ende und werde für mein eigenes Seelenheil auf Distanz gehen.
Wenn ihr auch einen Fall in eurem Umfeld habt könnt ihr gerne beschreiben wie es euch damit geht. Ich zumindest weiß nicht mehr weiter.
Ein Tag, an dem ich noch viel anderes gemacht habe aber das Hauptevent waren die Bühnenpreise am Abend.
Ich möchte jetzt im Nachhinein nicht noch einmal alles durchkauen, was die Presse bis zur Unendlichkeit durchgekaut hat, den ganzen Sommer über.
Wie es vom Procedere ablief, und welche Theater und Tanzstücke letztendlich in der Shortlist landeten, könnt ihr in den Zeitungen nachlesen, denn es wurde viel Tinte dafür vergossen.
Ich war Mitglied der Jury, die dieses Jahr die Bühnenpreise verliehen hat. Für diese Aufgabe habe ich quasi den ganzen August geopfert. Es war sehr viel Arbeit, ich habe jede Menge dazu gelernt und es war eine hochinteressante Erfahrung aber ich möchte das bitteschön nicht noch einmal machen. Es ist eine Sache, wenn man über ein Kunstwerk, einen Film oder ein Theaterstück ein eigenes Urteil fällt und dieses gut oder schlecht findet. Aber wenn das Ganze Konsequenzen nach sich zieht, in Form eines Preises beziehungsweise keines Preises, dann ist das eine andere Nummer.
Am Abend selbst war ich verständlicherweise aufgeregt, weil ich ja selber in der Branche arbeite und quasi alle persönlich kenne. Man hatte beschlossen, dass jedes Jury Mitglied mindestens eine Argumentation schreiben müsste und diese dann auch vorlesen soll. Ich habe das auch getan und war vorbereitet. Doch dann sollte es ein wenig anders kommen. Am Abend selbst fielen zwei Mitglieder krankheitsbedingt aus und somit mussten die anderen doppelte Parts übernehmen. Für mich war das ganz besonders pikant, weil ich erst eine knappe Stunde vor Beginn der Zeremonie erfuhr, dass ich noch einen zweiten Text lesen soll. Ich strich den Text ein wenig zusammen, machte ihn mir mundgerecht und lass ihn dann in Französisch vor, was nicht meine Lieblingssprache im vorlesen ist.
Ich habe kein einziges Foto gemacht weil den ganzen Abend viel Presse und Fernsehen da war.
Darum gibt es ein paar Links und auf den manchen Fotos bin auch ich zu sehen.
Ein Foto aber kann ich zeigen. Es wurde am Photobooth Stand gemacht, als alles vorbei war und die restlichen fünf Mitglieder der Jury, endlich aufatmen konnten.
Gleich am Morgen las sich in den Nachrichten, dass wir Alarmstufe gelb haben, wegen dem Regen und der Hochwassergefahr. Aber wir haben ja kein Klimawechsel, gell?
Und so regnete es sich den ganzem Tag mal gemütlich, mal heftiger ein.
Ein paar Telefonate für anstehende Projekte, die sich regelrecht die Klinke in die Hand gaben, so sehr, dass ich eine Sekretärin gebraucht hätte.
Ich räumte die Wohnung damit sie putzfertig für Meisterin Propper war, die ausnahmsweise schon am Mittwoch kam. (Mir fällt grad auf, dass in den letzten Wochen die Ausnahmen zur Regel wurden.)
Ein weiteres Unding, in meinem Viertel, das schon seit ein paar Monaten läuft, ist eine Verkehrsberuhigung, durch Sackgassen und Einbahnstraßen einführen. Es macht mich als Einwohner kirre. Es gibt in unserem Viertel auch öffentliche Gebäude, die anfahrbar sein müssen. Als ich nämlich vor ein paar Tagen zum Konservatorium wollte, musste ich einen riesigen Umweg fahren und durch etliche Straßen, mal links rum mal rechts rum, bis ich endlich dort war.  Also genau das Gegenteil von dem, was erreicht werden soll…
Ich sehnte mich nach Schwimmen. „Nichts leichter als das, sagte ich mir zu mir selbst, Pack deine Schwimmsachen und komm mit.“
Es ging nach Strassen in die Therme.
Im Schwimm-Schwimmbecken waren alle Bahnen doppelt und dreifach belegt von Schwimmern, die auf Tempo und Bahnen zählen durch das Wasser kraulen. Ich verlegte meine Bahnen auf das Außen- Innenbecken, das schnuckelig warm ist und schwamm im Regen. Anschließend gab es eine Runde Hammam und ein Orangen/Möhren/Ingwer Saft in der Bar im ersten Stock. Als ich nach Hause ging, merkte ich, dass meine Schwimmtasche einen riesigen Riss in einer Naht hat, der nicht mehr zu flicken ist. Ich dachte zurück an die Zeit, wo ich die Tasche erworben hatte. Sie war so praktisch, dass ich sie auch oft als Wochenendtasche mitnahm auf Reisen. Sie kam schon zum Einsatz, da bin ich mir sicher, auf Berlinreisen, als ich noch dort liiert war. Das ist weit über 20 Jahre her. Adieu Tasche, das wars dann wohl.
Als ich erwachte spürte ich einen Kopfschmerz. Ich wusste auch, woher er kam. Es war die Anspannung. Die Anspannung wegen der Dinge, die die Tage auf mich zukommen. Die Physiotherapeutin hatte mir ein paar Handgriffe gezeigt, um die Spannungen, die zum Teil auch vom Kiefergelenk ausgehen, zu lockern.Ich saß also aufrecht im Bett und massierte im Gesicht herum. Erfreulicherweise half es sofort und ich musste nicht auf eine Schmerztablette zurückgreifen.
Am Rechner überflog ich zum letzten Mal den langen Text für Queer.lu, den ich auch zum Teil in St. Jean geschrieben hatte und schickte ihn ab. Und damit wäre die Baustelle dann auch zu. Interessanterweise gebrauche ich das Wort Baustelle nur dann, wenn die Arbeit sich nach „Arbeit Arbeit“ anfühlt. Also nach etwas, was ich nicht mache, um Freude und Spaß daran zu haben. Hier war es aber der Fall. Doch die Recherche zu diesem Artikel war so groß und so aufwändig, dass ich es in vielen kleinen Abschnitten machen musste. Wenn ich mich drei oder vier Tage am Stück dahinter geklemmt hätte, wäre er sofort fertig gewesen.
Am frühen Nachmittag gab es dann Unverblogbares. Das dauerte aber nicht so lange, wie ich anfangs befürchtet hatte und ich hatte noch Zeit im Rainbow Center vorbeizuschauen.
Ich sollte noch hinzufügen, dass es ab dem Moment ununterbrochen regnete. Es ist zum heulen.
Am Abend las ich im Comic von der Berlintrilogie aus St.Jean.
Ich sag es lieber gleich. Es wird eine anstrengende Woche werden, in der ich voraussichtlich wenig zum Schreiben komme. Der Montag war ein Einkaufstag für den Rest der Woche, denn der Kühlschrank füllt sich nach zwei Wochen Urlaub nicht von alleine. Ich fuhr zum Grand Frais meines Vertrauens. Die Baustelle, die sich in Wickrange befindet, ist immer noch nicht besser geworden. Von dort aus ging es noch ins benachbarte Ausland zu einem Discounter. Für die ganze Einkaufsrunde hatte ich einen trockenen Moment erwischt, in dem es nicht regnete. Zudem war das Wetter eine so trostlose Angelegenheit, dass ich wirklich zu überhaupt nichts außer der Reihe Lust hatte. Ich arbeitete viele Mails ab, schaute dabei immer wieder zum Fenster raus, und sah den Regeln auf das große Dach des Nachbarn prasseln.
Wenn die Arbeit nicht gerufen hätte, wäre ich gerne noch eine Woche in St. Jean geblieben. Sogar dort ist es immer noch spannender bei Regen als hier.
Am Abend schaute ich mir die letzten aufgenommenen Folgen von Professor T an, die ich noch nicht gesehen hatte. Dabei stellte ich fest, dass die Aufnahmekapazität überschritten war und das Gerät die letzten Folgen nicht aufgenommen hat.
Früh zu Bett, konnte aber lange nicht einschlafen.
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Wenn wenn ihr ein Blog lesen wollt, wo es gerade spannender ist, dann lest bei der Kaltmamsell, die grade in England eine lange Wanderung macht.
Der letzte Satz vom Samstagabend: Luxemburg empfing mich mit Regen, wie sollte es anders sein. Und so blieb es auch den ganzen Sonntag über. Es wurde ein sehr ruhiger häuslicher Tag. Ich bediente die Waschmaschine, tat ein bisschen hier, ein bisschen da… Und damit war der Tag so gut wie gelaufen. Was die Mitbringsel angeht, habe ich mich diesmal ein wenig zurückgehalten, ich habe mir selbst ein großes Geburtstagsgeschenk gemacht, das aber noch nicht hier ist, es wird geliefert werden, zeigen kann ich es aber.
Ich habe in dem Teppichladen in San Sebastian, der sich in der gleichen Straße befindet wie das Restaurant, in dem auch der Burnt Cheesecake erfunden wurde, einen wunderschönen afghanischen gewalzten Teppich gefunden. Ich trug mich schon lange mit der Idee, für den Eingang des Wohnzimmers etwas anderes zu finden. Er wird nächste Woche geliefert.
Die anderen Mitbringsel und Geburtstagsgeschenke gibt es auf dem nächsten Foto:
Ein paar Schuhe, das war klar. Ein neuer brauner Gürtel von La Belt, weil ich daheim einen entsorgt hatte. Die Duftkerze (die nach Baskischem Kuchen riecht) und die Tasse unten waren ein Geschenk, sowie Watership Down. Das andere Buch hatte ich mir selbst gekauft. Der erste Teil der Berlintrilogie von Phillip Kerr.
Aber erst etwas in eigener Sache. Ich musste ein neues Theme einsetzen, weil das Alte bzw. Neue/Alte wie es scheint, nicht mehr upgedatet wurde und daher angreifbar war. Es gab während meinem St.Jean Aufenthalt wieder eine selbständige Abschaltung. Das neue gefällt mir so mittel. Ich wollte etwas einfaches…nun ja. Ich werde weitersuchen.
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Die letzte Schwimmrunde. Ich verabschiedete mich von all den anderen Schwimmern, die ich inzwischen kennen gelernt hatte und auch jeden Morgen so verrückt sind wie ich, um ins Meer abzutauchen.
Mittagessen gab es im Maténia, dass auf der anderen Seite der Brücke in Ciboure liegt. Abgelichtet habe ich die Speisen nicht, aber es war einfach und lecker.
Ich habe mich gefragt, ob das Wort Maténia vom Wort Métanie abgeleitet wird,das würde nämlich sehr passen als Übergang. (Es wird es wahrscheinlich nicht)
Mit der D und dem J besuchten wir das Kloster der Récollets, einem Orden der von den Franziskanern abstammt. Das Kloster selbst steht schon lange leer, wurde komplett renoviert und ist heute teils ein Museum, teils ein Ausstellungort für Architektur und ein großer Saal für Musikveranstaltungen. Die D war überzeugt, sie hätte ihn mir schon einmal gezeigt, aber dem war nicht so.
Es gibt einen Innenhof:
… und den vorher erwähnten Musiksaal.
Man konnte überhaupt vieles besichtigen, dass man sonst nicht kann, weil am Samstag und am Sonntag die Journées du Patrimoine stattfinden in ganz Frankreich. auf Deutsch würde man sagen; Tag des offenen Denkmals. An den Tagen sind viele Gebäude zugänglich, die normalerweise nicht das Publikum geöffnet sind. So wird die D morgen das Ford de Socoa von innen besichtigen, was man sonst nie kann. Ich ja leider nicht mehr… (Seufz)
Gleich daneben am Hafen gaben die Männer von der Seerettung eine Demonstration.
Ich machte just in dem Augenblick das Foto, als er ins Wasser sprang.
Wieder in Saint Jean gab es noch ein allerletztes Eis von Bargeton und dann hieß es langsam aber sicher Abschied nehmen.
Mit dem Taxi ging es zurück zum Flughafen und dort sah ich noch eine lustige Aufschrift an einer der… Wie nennt man das eigentlich? Flugzeug Treppe?
Luxemburg empfing mich mit Regen, wie sollte es auch anders sein.
… zumindest für mich. Es gibt ja dieses Wetterphänomen wie zum Beispiel den Mistral an der Côte d‘Azur. Durch die Pyrenäen gibt es das auch hier. Er wird nur anders genannt. Brouillarta. An diesem Morgen erlebte ich zur ersten Mal, dass das Meer komplett im Nebel verschwunden war.
Das hinderte mich aber nicht daran, schwimmen zu gehen, im Gegenteil, es machte die Angelegenheit noch spannender. Ich schwamm die gewohnte Runde bis zu den Bojen und zurück. Am späten Morgen lichtete sich der Nebel, und es wurde heiß. Kurz vor Mittag zog es sich ich dann wieder zu, und es wurde noch einmal so richtig dunkel und es kühlte merklich ab, aber es kam kein Wind auf, wie das gewöhnlich der Fall ist. Als die kühle Luft sich dann wieder verzogen hatte, wurde es sehr schwül warm.
Ich verzog mich nach innen und schrieb den Beitrag fertig, an dem ich schon so ewig lange arbeite. Er ist endlich fertig und viel zu lang geworden aber kürzen wird schwierig werden. Wenn er nächstes Jahr veröffentlicht wird, müssen andere das tun. Oder ich, aber ich brauche erst mal eine Pause von diesem seltsamen und bemitleidenswerten Menschen, der mich seit Wochen, wenn nicht Monaten begleitete und der mir viel im Kopf herumspukte.
Am Abend ging es für ein letztes Abendmahl in St.Jean hinüber nach Ciboure ins Alaïa. Das Restaurant besitzt eine der schönsten Terrassen aus der Gegend, weil sie direkt am Strand ist.
Kurz bevor wir zurück gingen, fing es an, ein wenig zu tröpfeln, was aber keine wirkliche Abkühlung verschaffte. Einen allerletzten Absacker gab es noch am Meer in St.Jean und der M. versuchte die Blitze per Kamera einzufangen die weit entfernt über den Himmel tanzten. Dabei entstand ein sehr spektakuläres Foto:
AZKEN ARNASA EMAN NAHI NUKE, ITSASOARI BEGIRA Ich möchte meinen letzten Atemzug tun, während ich das Meer betrachte.
Ich hatte mittelprächtig geschlafen. Die kleinen Geschenke, die ich gestern zum Geburtstag erhielt, zeige ich wenn ich wieder daheim bin. Die Schwimmrunde war gewohnt prächtig. Ich werde das nächste Woche sooooo vermissen…
Ansonsten war es ein ruhiger Tag ohne große Unternehmungen. Es war ein wenig zu heiß dafür.
Es war uns schon für Anfang der Woche schönes Wetter versprochen worden. Doch es war alles ein wenig nach hinten gerückt und das richtig schöne Wetter kam erst am Mittwoch.
Für den anschließenden Kaffee ging es hinüber zu Bar de la Marine, wo ich die Verladung der Algen am Hafen beobachten konnte. Seit ein paar Tagen dürfen nämlich die Algen geerntet werden, so weiter Verarbeitung in der Kosmetik.
Das brachte auch mit sich, dass am Strand sehr viele Algenreste angespült wurden.
am Abend holten wir dann eine kleine Geburtstagsfeier nach im Restaurant Instincts.
zu dem gab es auch ein paar kleine Geschenke, aber die zeige ich euch morgen.
Drei Tage lang nichts geschrieben. Keine Angst, mir geht es gut sehr gut sogar. Aber ich bin im Urlaub und ich muss gestehen, dass ich die letzten Tage nicht die geringste Lust hatte, irgendetwas zu schreiben. Darum gibt es heute ein paar Fotos der letzten Tage mit ein paar Erklärungen.
Am Strand liegen, ein bisschen Lesen, den Wellen zu schauen und massiv Sonne tanken. Der Strand am Sonntag. Belebter als in der in Woche aber immer noch erträglich.Der Strand am Montag. Dicke dunkle Wolken zogen auf, aber sie sahen nur so aus. Geregnet hat es nicht.Ein Apéro im Bar Basque. Ein Macca ‚c. Nicht schlecht, aber ich muss ihn nicht noch einmal haben. Etwas neues. Den Txakoli gibt normalerweise nur in wieß, doch im Bar Basque gab es ihn auch in rosé.
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Der Montag, dann war ein Tag, der mit Sonnenschein begann und mit Regen endete.
Wir sahen uns im Kino einen Film, an der dieses Jahr in Cannes den Preis der Jury bekam. Sirât.
Den Trailer hatte ich schon in Luxemburg gesehen und war ziemlich geflasht davon. Sirât kommt aus dem arabischen und bedeutet der Weg zwischen zwei Dimensionen; eine Brücke über die Hölle, die jeder am Tag des Jüngsten Gerichts überqueren muss.
Auf einer illegalen Rave Party in der Wüste versucht ein Vater mit seinem kleinen Sohn, seine Tochter wiederzufinden, die verschwunden ist. Was sich zu Anfang wie ein Road Movie anfühlt, mit irre guter tranceähnlicher Technomusik, wechselt im letzten Teil des Films sämtliche Register und lässt niemanden kalt. Da die Geschichte sehr langsam erzählt wird, man aber als Zuschauer weiß, dass da etwas im Busch ist, ist man ständig auf der Hut und vermutet hinter alles und jedem eine Wendung zum Schlechten. Was dann tatsächlich passiert, erwartet man gar nicht…
Ich kam sehr durchgeschüttelt aus dem Kino. Hui, der Film verfehlt seine Wirkung nicht. Hier in Frankreich spricht man von ‚ Le Film Choc‘.
Im Anschluss ging es noch mit dem J. der seit Samstag auch zugegen ist, für ein paar Pinchos ins Hotel Thalazur.
Das Meer war ganz schön unruhig am Morgen. Ich musste wieder zu Felsen gehen wo die Wellen nicht so hoch sind. Der Himmel blieb den ganzen Tag bedeckt, aber bei 22 Grad kann man sich nicht beschweren.
Am Nachmittag beschloß ich auf der anderen Seite der Bucht bis hoch zur Sainte Barbe zu der kleinen Kapelle zu gehen.(unten im Bild)
Die Festung von Socoa auf der anderen Seite der Bucht.
Ich saß eine ganz Weile dort, las ein wenig und dachte über kommende Themen für den Podcast nach. Ich denke bis Mitte November sind die Folgen schon mal gesichert. Sie müssen nur noch aufgenommen werden.
Nach der Tour hatte ich Irre Lust auf Eis. Bei Bargeton gab es ein Diane Becher, der so mächtig war, obwohl man das dem Foto nicht ansieht, dass er bis zum Abend reichte.
Der Abend gestaltete sich dann sehr ruhig.
Kleine Erinnerung an mich: Die Jetpack App wollte heute partout den Beitrag nicht hochladen, weder auf dem Smartphone noch auf dem iPad. Die Fotos jedoch lud er ohne zu murren hoch. Sehr seltsam. Ich konnte mich nur per Browser einloggen und alles nochmal schreiben. Wenn ich wieder daheim bin muss ich einen Fachmann anheuern. Denn nicht später als gestern hatte sich die Homepage nach all der Putzerei und Updaterei, wieder selbstständig abgeschaltet. Es hat also alles nicht geholfen.
Am Morgen machte ich den Fehler in die Mails zu schauen. Ich hatte mir geschworen das nur jeden zweiten oder dritten Tag zu tun. Es war klar wie Kloßbrühe, dass da Zeugs dabei war, das keinen Aufschub duldete. Damit war der Morgen so gut wie gelaufen und die Schwimmrunde futsch. Für Mittag und Nachmittag hatte ich einen kleinen Ausflug nach Bayonne geplant, den ich dann auch antrat.
Wahrscheinlich war der eine Turm der Kathedrale das letzten mal noch mit einem Gerüst zugebaut. Aber Unterschied zwischen dem Geputzten und dem Ungeputzten ist erstaunlich.
Mein erster Gang galt der kleinen Boutique in der Stadt ich vor etlichen Jahren das Parfüm entdeckt hatte, das für das berühmte Buch von Patrick Süßkind kreiert wurde. Es heißt wie der Hauptprotagonist des Buches; Grenouille. Es war noch ein wenig der Flasche und als ich es vor ein paar Wochen benutzte, merkte ich erstens dass mein Geruchssinn nach all den Monaten endlich wieder alle kleine Nuancen wahrnimmt und wie toll der Duft ist. Ich kaufte eine Flasche Nachschub.
Mein zweiter Gang weil Mittag war, galt Sebastien Zozaya, dem preisgekrönten Metzger. Es gab ein Pastete gefüllt mit… ich weiß es nicht mehr… viel gutem Zeug.
Genau gegenüber befindet sich die neue Boutique in der auch Azénor beheimatet ist mit ihrem Schmuck, von der ich den wunderschönen Totenkopf habe. Ich schaute kurz bei ihr rein, es war ein freudiges Wiedersehen.
Ich fuhr zeitig zurück, denn ich wollte dann doch noch eine Runde schwimmen gehen. Im Zug zurück war jede Menge Polizei. Warum die mitfuhren und bei jeder Station ausstiegen und Wache hielten, war nicht wirklich nachzuvollziehen.
Ich ging wieder bis zu dem Felsen, weil in der Mitte mir das Meer zu wild war. Doch selbst da war es noch heftig.
In der Bucht stand auch wieder das Militärschiff.
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Ein Foto von mir am Strand von St.Jean von 2018, also vor 7 Jahren. Ich bin inzwischen ganz schön grau geworden:
Der Tag ist schnell zusammengefasst. Am Morgen stand ich auf, überflog noch einmal das Posting vom Vortag, wartete noch ein bisschen, bis es eine Idee wärmer war und zog dann um 9:00 Uhr los für die erste und einzige Schwimmrunde an diesem Tag. 
Das könnte auch in St.Jean sein, ist es aber nicht. Die D. schickte mir einen bunten Sonnenschrirm Strauß von dort wo sie gerade weilt.
Ein Foto von J. bekam ich aus der Heimat mit der tiefsinnigen Unterschrift; ‚hei ass et Wanter!‘
Vom Schwumm aus, bei dem ich fast nicht mehr aus dem Wasser wollte, den es war wärmer als die Außentemperatur, ging ich zum Bäcker und kaufte fürs Frühstück. Es gab Croissants und ein ‚pain au raisin‘.
Das Draußen sah nicht einladend aus, es schüttete immer wieder. Ich setzte mich hinter das Schneidprogramm und bearbeitete den letzten aufgenommenen Podcast von Ëmgefall an Ausgelaf. Es brauchte ziemlich viel Zeit aber er steht. Als ich ihn fertig hatte war auch ich fertig, sprich müde und ich legte mich hin für ein Nickerchen, das länger dauerte.
Für den Abend hatte ich weiter nichts geplant. Ein schönes kleines Abendessen gab es im Bar Basque. Fisch mit Möhren in einem sagenhaft guten Sud und ein Dessert aus gebackenen Äpfeln und einer Caramelsahne.
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Über eine Chose möchte ich noch schreiben, die mir den ganzen Tag im Kopf herumtrottete.
Ich habe seit der re:publica sehr viel in meinen sozialen Medien durchgeputzt und aufgeräumt. Es flog vieles raus. Mit Ausnahme des Messengers von FB, den ich leider noch beruflich brauche, ist alles was Meta angeht, weg. Das hat manches geändert. Ich werde nicht mehr zu Chatgruppen hinzugefügt wo ich mehr Unnötiges als Nötiges lesen muss. Ein interessanter Aspekt den ich erst heute feststellte, sind die Geburtstasgwünsche, die zu hunderten über den ganzen Tag eintrudelten. Sie sind weg. Das zeigt mir dass die meisten sich nur wegen der Geburtstagsliste meldeten, die es auf FB und IG gibt. Das zeigt mir auch, dass der Großteil es nur aus einer Art Pflichtgefühl heraus tat und ich nur einer von vielen war. Eigentlich war es ihnen egal. Versteht mich nicht falsch, mir sind die Wünsche von mir nahestehenden Menschen wichtig und ich weiß sie sehr zu schätzen. Von all den anderen war es schön wahrgenommen zu werden. Jetzt da ich in diesen Listen nicht mehr vorhanden bin, scheine ich nicht mehr zu existieren. Das zeigt wie unwichtig die Sozialen Medien doch eigentlich sind. Aus den Augen, aus dem Sinn. Irgendjemand sagte mal vor vielen Jahren, dass FB und IG nur gut gemachte Werbeseiten sind. Es stimmte und stimmt immer noch. Ich bin froh kein Teil mehr der META Maschine zu sein. Auf Bluesky, Mastodon, Telegram und Signal bin ich ja noch und dort sind auch die Internet Menschen die mir wichtig sind.
Das Wetter trüb und trist in St.Jean. Ideal um einen Ausflug in eine größere Stadt zu machen, denn da ist das Wetter egal.
Also auf nach San Sebastiàn.
Ich buchte ein Sitz im BlaBla Bus. Im Prinzip noch immer die einfachste Methode dorthin zu kommen, ganz zu schweigen, dass es auch die günstigste ist. 6€!!! Auf dem Weg dorthin war ich erstaunt, dass das Wetter auf schön mit Sonne umschwenkte. Na umso besser!
Ich schlenderte durch die Straßen hoch zum Telmo Museum. Ich hatte dort eine Ausstellung entdeckt die ich unbedingt sehen wollte. Auf Englisch hieß sie Wearing a Garden.
Es gab in 17.Jahrhundert eine Mode die 100 Jahre anhalten sollte und weit darüber hinaus immer wieder kam. Naturmotive in der Bekleidung. Es ist klar dass diese damals nur denen vorbehalten war, die es sich leisten konnten.
Ich habe das Bild unten absichtlich mit ein Besuchern gemacht, weil ich zeigen wollte wie klein und zierlich die Kostüme damals waren. Das Oberteil in der Mitte ist heute eine Kindergröße.
Ende des 17.Jahrhunderts, als die Motive abstrakter und repetitiver wurden, waren zwei Herrenanzüge dabei, die mir auch für mich gefallen würden.
Ich suchte noch einmal den gewaltigen Altar auf, den ich schon mehrfach gesehen habe und der allein wegen seiner Größe und Motive alle andächtig verstummen lässt.
Im obersten Stockwerk war eine Ausstellung über das Jazzfestival von San Sebastiàn zu sehen, die mich nicht sonderlich interessierte, aber durch einen Umstand sah ich es mir doch an. Am 10.September 1966 startete das Festival zu ersten mal, also genau heute vor 59 Jahren. Das Festival ist also genau so alt wie ich! Und wenn hier andere Festivals bekannter sind, wie z.B. das Filmfestival, so kann dieses Festival mit Größen und Berühmtheiten aus der Jazzmusik aufwarten, aber Hallo!
Bei einem Bild wurde ich für einen Moment stutzig. Die war nicht wirklich hier, oder? Nein, es ist eine Imitatorin von Janis.
Auch die riesigen Puppen, die ich schon einmal in Aktion erlebt hatte vor Jahren, waren wieder ausgestellt.
Kurz nach Mittag war ich aus dem Museum raus und hatte hunger. Und anstatt wieder zurück ins Getümmel, wo Touristen abgefertigt werden wie Vieh, blieb ich im Restaurant des Museums Zazpi und aß dort ein paar Pinchos. Und das waren Edel Pinchos!
Vor allem das Ei mit Trüffel oben rechts und das Risotto unten links waren WOW! Nach einem doppelten Espresso ging wieder in die Stadt.
Ich gönnte mir ein Geburtstagsgeschenk. Was es genau ist kann ich erst in Luxemburg zeigen, denn es muss geliefert werden.
Ich schlenderte bis zur Tabakalera wo es noch eine Ausstellung gab die aber erst wieder ab 16:00 zu sehen war. Zumindest hatte ich das so verstanden. Also musste ich ein wenig Zeit totschlagen, denn um noch etwas anderes zu unternehmen war nicht genug Zeit.
Ich setzte mich auf eine Parkbank und schrieb ein wenig hier vor. Zudem schaute ich mir die Neuigkeiten aus der Heimat an und erschrak. Es gab Überschwemmungen in Luxemburg. Da liest man einmal keine Nachrichten von daheim und Peng, passiert was! Ich wohne glücklicherweise nicht in einer gefährdeten Zone.
Ich hatte mich entschieden auch wieder mit dem Bus zurückzufahren. Der kam von Bilbao und kam schon mit einer kräftigen Verspätung in San Sebastiàn an. Ein bisschen viel Getue im Bus. Ich war froh dass ich nur 40 Minuten damit fahren musste und keine 3-4 Stunden.
Am Abend gab es noch eine schnelle Pizza in Bellini, eine Pizzeria die immer brechend voll ist und es braucht mehr Glück als Verstand um dort einen Tisch zu ergattern, wenn man nicht vorab reserviert hat.
Die Wetterapp hatte es richtig vorausgesagt am Vortag, dass es mit dem Schwimmen wahrscheinlich nichts werden würde.
Das Meer war mir zu wild. Also ging am Strand vorbei mir den Füßen im Wasser. Es fing an zu nieseln.
Wieder in der Wohnung duschte ich erstmal gründlich und setzte mich hin und schrieb eine Weile. So ganz ohne Arbeit konnte ich ja nicht herkommen.
Zum Mittagessen war ich mit Freunden in einem Restaurant verabredet, das ich zwar kannte, in den ich aber noch nie war. Chez Pablo. Eine sehr alte Gaststätte die ein wenig abseits in einer Seitenstraße liegt. Es wird hauptsächlich von den Einheimischen aufgesucht. Die Karte hat nur wenige einfache Gerichte, was ja immer sehr positiv ist. Für uns gab es Merlu im Eimantel gebacken mit Pommes.
Später ging ich noch einmal durch die Stadt und kaufte mir einen neuen Riemen für die Hosen bei La Belt. Ich habe quasi alle meine Lederriemen in den letzten Jahren durch La Belt ersetzt.
Wieder daheim, denn es fing wieder an zu regnen, schaute ich mir eine Doku auf Arte an über Alfons Mucha, dessen Bilder wirklich jeder kennt, weil man sie automatisch im Kopf hat wenn man an Artdeco und Jugendstil denkt, der aber ein Vergessenheit geraten war:
Später arbeitete och nochmal an einem Text, der wahrscheinlich viel zu lang werden wird, aber das ist mir jetzt mal egal. Er macht grad so richtig Spaß.
Ich ging früh zu Bett, den morgen mache ich einen Ausflug.
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Ein Foto aus längst vergangenen Tagen wo das Leben noch unbeschwerter war:
Heute vor 16 Jahren war ich in Korsika und besuchte die Calanches de Piana. Das weiße Leinenhemd habe ich immer noch. Und die Schuhe sind von, wie sollte es anders sein, von Camper.
Die gestrige Hitze war immer noch ein wenig vorhanden, früh am Morgen, doch sie war weitaus verträglicher. Fotos vom ersten Schwumm vor 8:00. Ich weiß nicht ob das jemand versteht, wie großartig es ist, das Meer quasi vor der Haustür zu haben. Es gab vorab eine Tasse Kaffee und ab ins Meer.
Danach gab es ein Croissant und noch einen Kaffee und ich postete alles von gestern. Dann überlegte ich was ich anstellen könnte. Es war ja Sonntag und ich hatte nichts weiter geplant. Die D. war kurz nach der Schwimmrunde in den Zug gestiegen, denn sie wird eine Woche anderweitig verbringen.
Ich ging durch St.Jean um zu sehen ob alles noch an Ort und Stelle ist.
Auf der Place Louis XIV wurde unter dem Kiosk Flamenco getanzt.
Danach legte ich mich für eine Mittagssiesta hin, die aber ein wenig zu lange dauerte, weil ich mich danach fühlte als ob ich ein zweites mal aufgestanden wäre.
Ich ging an den Strand und schwamm eine zweite Runde.
Am Abend gab es dann eine tolle Buchweizen Crêpe gefüllt mit Merlu und Bohnen einer tollen leicht scharfen Soße. Die Crêpe war vom Look her ein bisschen Illuminati:
Der Talisman darf auf Reisen nicht fehlen. Ein grüner Jadestein aus Neuseeland. Er steht unter anderem auch für sicheres Reisen.Mir der Tram zum Flughafen. In der Tram. Ein Kleinkind mit iPhone.
Am Flughafen war reger Verkehr. Ich war froh, dass ich beizeiten losgefahren war. Im Dropoff ging es wesentlich schneller, obwohl die Schlange länger war.
Über Luxemburg Der Berg im Hkntergrund ist der Hausberg von St.Jean, die Rhune.Bayonne von oben. Zu erkennen am Fluss und an der Kathedrale links im Zentrum.
Ich war noch nie so schnell aus dem Flieger durch die Passkontrolle, am Gepäckband vorbei und im Taxi. Ich hatte mich darauf eingestellt dass alles länger dauern würde. In knapp 30 Minuten war ich in St Jean.
Dort herrschten dann 30 Grad und mehr, das für die Gegend schon ungewöhnlich hoch ist. Aber ich wollte ins Wasser und Schwimmen. Von Strand habe ich kein Foto gemacht, weil Wochenende und dann doch sehr voll. Aber die Schwimmrunde war hervorragend. Einmal raus bis zu dem Bojen und zurück. Der Unterschied zum See ist schon gewaltig. Das Salzwasser ist schon eine andere Nummer.
Wieder zurück in der Wohnung, schrieb ich erstmal ein wenig hier vor.
Am frühen Abend ging es noch einmal am Meer vorbei. Das Licht und die Farben sind fast irreal. Apéro Time
Im Bar Basque gab es dann frischen rohen Thunfisch mit Burrata, eingelegtem Paprika und reichlich Olivenöl. Das schwarze Zeug ist etwas, das ich so auch noch nie gegessen habe; Olivenpuder.
Später dann ging es noch einmal am Meer vorbei. Die D. trank ein Wasser aus den Pyrenäen mit einem lustigen Namen und mit dem man einen Werbespruch basteln kann.
Die erste Mail die ich am Morgen las, war ein weiterer Vorschlag hinsichtlich des Hausputzes im Blog. Mein heißgeliebtes Theme Hemingway, ist nicht mehr auf dem neuesten Stand, schon seit geraumer Zeit nicht mehr. Aber ich fand ein neues, dass sich Hemingway Rewritten nennt. Ich jubelte fast vor Begeisterung. Sollte ich an meinem letzten Tag, vor der Abreise noch irgendwo ein Stündchen Zeit finden, werde ich es einsetzen. Es sollte sich vom Look her nichts ändern, ich muss nur diverse Dinge noch einmal individuell anpassen.
Die erste Sims des Tages kam von der D. und beinhaltete zwei Fotos.
Jahaaa! Genau da geht es morgen hin!
Am Morgen huschte ich raus und besorgte ein paar letzte Dinge. Meine Sneaker sehen alle aus wie S.. Beide Paare kann ich noch anziehen, für die Arebeit gehen sie noch, aber so für Urlaub und vorzeigbar sind sie nicht mehr. Da ich ja bald Geburtstag habe, nutzte ich die 15% Rabatt bei Geox und schlug in der Cloch d’Or zu.
Wieder daheim, ließ mir mein Blog und mein ungeupdatetes Theme keine Ruhe. Also setzte ich hin und ersetzte alles. Ich denke mal dass jetzt alles noch immer fast so aussieht wie davor, aber im Hintergrund herrscht jetzt wieder Zucht und Ordnung.
Am Abend war ich mit den Bären unterwegs, wir waren nur zu viert. Und wir speisten ausnahmsweise nicht im Lentz, sondern im Grand Café. Aber es ergab erstmal schöne Gespräche und ich lernte zwei von ihnen ein wenig besser kennen. Er wurde erstaunlich spät. Huch!
Und dann wäre da noch eine Tagesfrage:
Wenn du auf ein Wort verzichten müsstest, das du regelmäßig verwendest, welches wäre das?
Da sich meine (deutsche) Sprache über die Jahre, wie bei jedem, stetig verändert, finde ich die Frage interessant. Es müsste also ein Wort sein das ein fest angestammten Platz in meinem Wortschatz hat.
Ich arbeite grad an einem großen Text für nächstes Jahr, in dem es um eine intersexuelle Person aus den 19. Jahrhundert geht und ich musste dort lange überlegen, wie ich das hinsichtlich der Geschichte und der Pronomen angehe. Ich denke, dass ich das ganz gut hinbekommen habe, aber es war nicht einfach. Mit dem Gedanken im Hinterkopf, würde wahrscheinlich nicht nur ein Wort verschwinden, sondern eine ganze Wortgruppe, nämlich alle Pronomen und Artikel. Ja ich weiß, das ist ein schwerer chirurgischer Eingriff. Aber es würde viele Probleme lösen. Fragt mich nicht wie das aussehen soll, das weiß ich auch nicht. Ich weiß auch, dass es die Pronomen Sier bzw. Xier für intergeschlechtliche oder non-binäre Menschen gibt, aber darum geht es ja nicht nur. Es würde auch der gesamten Genderei ein Ende setzten. Aber damit öffne ich ein weiteres großes Fass und das gehört nicht zur der oben gestellten Tagesfrage.
Ich war sehr früh wach, vor dem Wecker, den ich mir auf 7:00 gestellt hatte. Ich arbeitete den Rest ab, der gestern wegen der Migräne liegen blieb, danach hatte ich noch einen angenehmen Termin. Ich ging zum Haarschneiden. Ich hatte ja schon seit einer Weile versucht das Deckhaar wieder länger wachsen zu lassen. Im gleichen Atemzug wurde der Hinterkopf mit wachsen gelassen, Das sah auch bis vor 2 Wochen noch einigermaßen aus. Doch inzwischen fühlte es sich wie ein Salatschüssel Schnitt, aus den tiefsten 80ern an. Das musste alles weg. Es kam mir wieder vor, als ob ich mindestens zwei Pfund abgenommen hätte. Resultat; das vordere Deckhaar blieb lang, der Rest ist wesentlich kürzer.
Ja, ich habe ein KI Lifting machen lassen. Ich war neugierig was der neue Zusatz in der App kann, mit der ich mehrere Fotos in einem Bild unterbringe. Ich sehe glattgebügelt aus und meine grauen Strähnen wurden noch weißer. Nichts wirklich neues.
Anschließend ging es noch zur Physiotherapeutin zu einem letzten Termin, bevor ich am Samstag wegfahre. Ich muss sie echt beglückwünschen, denn die Spannungen im Kiefer sind weg. Ich legte mich dann doch eine gute halbe Stunde hin daheim. Im Anschluss schreib ich hier einen Teil vor, bevor der nächste Termin beruflicher Art vor der Tür stand.
Dieser war sehr erkenntnisreich. Ich werde Ende September Radschlagen was das Berufliche angeht.
Gegen Mittnacht erschreckte ich nochmal wegen einer SMS. Ach so, man kann jetzt schon 36 Stunden vor Abflug einchecken? Das ist neu.
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Via Kaltmamsell. Nur damit ich das bei der nächstbesten Gelegenheit einem Impfgegner um die Ohren hauen kann. Es gab vor kurzen einen Bericht über die COVID Zeit in Luxemburg, (ich glaube es war bei RTL) wo ich mich nicht an meine eigene Regel gehalten habe, NIE die Kommentare zu lesen. (Kommentare fühlen sich inzwischen wie Dark Net an, oder?) Und da waren sie wieder, die kleinen COVID Gegner, so unklug wie immer!
In Dänemark wurde nämlich eine Studie über die Nebenwirkungen zur COVID Impfung in Auftrag gegeben, an sage und schreibe 1.5 Millionen Menschen, die geimpft wurden. Das Resultat: für 29 mögliche Nebenwirkungen, gab es kein erhöhtes Risiko.
Die Kohorte* umfasste insgesamt 1 585 883 Personen (Durchschnittsalter [SD]: 66,8 [14,5] Jahre; 862 585 Frauen [54,4 %]), von denen 1 012 400 Personen (Durchschnittsalter [SD]: 73,5 [10,3] Jahre) während der Nachbeobachtungszeit aktualisierte mRNA-COVID-19-Impfstoffe erhielten, die den Impfstoff der JN.1-Linie enthielten . Während des 28-tägigen Risikoperiode nach Erhalt eines JN.1-haltigen mRNA-Impfstoffs wurde im Vergleich zu den Referenzperioden kein statistisch signifikanter Anstieg der Rate der Krankenhauskontakte für eines der 29 unerwünschten Ereignisse beobachtet . Übersetzt mit DeepL.com (Der Text ist sehr wissenschaftlich und ich musste es mir übersetzten lassen.)
Oh ja! Zur Zeit hege ich einen gewaltigen Groll gegen den Server meiner Homepage. Nicht später als gestern hatte er die Seite wieder selbstständig abgeschaltet. Ich telefonierte diesmal mit dem Support anstatt eine Mail zu schreiben und bekam sofort einen Techniker an die Strippe. Er wusste sofort um was es sich handelt. Mein Problem scheint also bekannt zu sein. Er erklärte mir dass es ein Rätsel sei warum der Server ohne ersichtlichen Grund meine und eine weitere Homepage immer wieder rausschießt. PHP und Apache sind (zumindest bei mir) auf dem letzten Stand, und es gab in letzter Zeit keine Cyberattaken. Er versprach mir dass es in der nächsten Zeit neue Server geben würde und meine Seite die erste wäre die dann umziehen würde.
Und als ich heute Morgen (also Donnerstag)erwachte, teilte mir Jetpack mit, dass die Seite wieder weg ist. Langsam macht es mich wahnsinnig.
Update: Nach einer eingehenden Recherche schien das Problem an zwei verschiedenen Plugins zu liegen, vor allem an einem das schon seit geraumer Zeit nicht upgedatet wurde. In der Hoffnung dass das Problem war… die Zeit wird es zeigen.
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Was den Mittwoch angeht, hatte ich vor häuslich zu bleiben und diverses am Schreibtisch abzuarbeiten. Ich musste zudem als letzte Pflicht eines Jurymitglieds eine Argumentation schreiben. Ich orientierte mich dabei an den argumentativen Schreiben der letzten Jahre, die aber derart ausgeschmückt und blumig klangen und so gar nicht mein Schreibstil sind. Also erfand ich selbst etwas.
Ich hätte noch andere Dinge erledigen können wenn ich keinen Migräneschub gehabt hätte. Den hatte ich nun wirklich die letzten Wochen alles andere als vermisst! Und damit war der Tag gelaufen.
Ein Dienstag mit Verpflichtungen beruflicher und ‚kieferlicher’ Art. Letztere waren diesmal weitaus weniger schlimm; die Torturgriffe der Physiotherapeutin zeigen ihre Wirkung. Ganz besonders schmerzhaft war beim letzten mal, der Einsatz eines Hackens, der wie eine große Häkelnadel aussah. Damit lockerte sie sämtliche Sehnen, die den Unterkiefer oberhalb der Schläfen mit dem Schädel verbinden. Er ist weitaus lockerer, als zu Beginn. Bekomme ich jetzt ein loses Mundwerk?
Und doch bin ich jedesmal erledigt wenn ich eine Session hinter mir habe und ich muss mich für eine halbe Stunde hinlegen.
Am Abend kam die N vorbei und wir gingen ins Bovary. Wir erzählten uns gegenseitig unsere Sorgen und Bedenken zu Dingen, die uns betreffen und die uns sehr zu schaffen machen. Alles komplett unverblogbar, weil es dritte betrifft. Aber es gab auch eine gute Nachricht. Die N wird aller Voraussicht nach nächstes Jahr mit dabei sein auf der re:publica in Berlin.
So viel zum Dienstag und weil heute ja schon Mittwoch ist; DER NEUE PODCAST ONLINE!
Alle 14 Tage immer Mittwochs, kommt eine neue Folge von „Ëmgefall an Ausgelaf“. Es geht in dieser Folge um Sprüche und Zitate die wir als Kinder immer wieder zu hören bekamen und entweder keinen Sinn für uns ergaben weil wir sie nicht verstanden oder uns wütend machten.
Kurz nach dem Aufwachen war mein erster Gedanke wieder der Umstand, dass ich Jurymitglied bin. Ich setzte mich noch einmal hin und überflog sämtliche Entscheidungen und ob ich sie rechtfertigen kann.
Danach ging ich in die Stadt, denn am ersten Montag im September findet auch immer die große Braderie statt. Ein Räumungsverkauf von allen Geschäften der Stadt. Das Renert hatte auch deswegen ausnahmsweise geöffnet, mit einem extra Braderie Menü:
Es war lecker aber gewaltig. Ich schaffte nicht alles.
Mir blieb noch ein wenig Zeit und ich ging hinüber zum Bücherladen Ernster der Bücher zum Kilopreis verkaufte. Ich erstieg folgende sehr dicke Schwarchte:
Was dann folgte war wie eine gewaltige Verstopfung, die raus wollte aber nur zögerlich kam. Man schwitzt und stöhnt und es geht nur mit viel Anstrengung, Schmerz und Geduld. Ich beschreibe hier keine peinliche Sitzung auf dem Klo, sondern eine Besprechung, von der ich hoffte, sie wäre in knapp anderthalb Stunden vorbei, aber sie dauerte fast drei Stunden ohne Pause. Aber ein Erfolg war es dann trotzdem. UFF! Ich fühlte mich wie durch den Fleischwolf gedreht, und sehnte mich seit vielen Tagen zum ersten mal nach einem Glas Wein oder ein Apéro.
Es wurde ein Apérol Spritz im Hotel Parc Belair
Danach fühlte ich mich besser.
Ich war schon lange nicht mehr bei meinem Hauschinesen gewesen. Also auf dorhin! Das tolle an dem Restaurant Räiskär ist, dass sie nebst ihrer recht klein gehaltenen Karte auch immer eine Karte mit neuen Vorschlägen haben. Darauf standen heute Glasnudeln aus Süßkartoffel Stärke, etwas was ich noch nie gegessen hatte.
Sie sind anders als normale Glasnudeln, die bissfester sind. Diese sind eigentlich auch bissfest, aber man hat so ein seidiges Gefühlt im Mund und sie schmelzen zum Teil weg. Ich habe noch nie solche Nudeln gegessen. Die Besitzerin erklärte mir dass es diese Nudeln in China nur bestimmten Anlässen gibt, weil es wesentlich mehr Arbeit ist sie herzustellen. Den üblichen Reis dazu hätte ich gar nicht gebraucht.
Und während ich dort saß, überkam mich eine gewaltige Müdigkeit. Wie kann ein Mensch kurz nach 19:00 Uhr schon so müde sein?
Wieder daheim fiel ich ziemlich steinartig ins Bett. Ab morgen muss ich anfangen Vorbereitungen zu treffen, weil ich Ende der Woche im Flieger sitzen werde.
Die Tagesfrage reizte mich:
Was treibt dir Freudentränen in die Augen?
Vieles treibt mir Tränen in die Augen, aber Freudentränen? Dann muss die Überraschung so überwältigend sein, dass der Verstand aussetzt und mir nichts anderes übrig bleibt, als den Tränen freien Lauf zu lassen. Und das ist äußerst selten.
Dass ich all diese Entscheidungen erst am Sonntag traf, kam durch einen lang anhaltenden Anfall von Prokrastination. Doch so gesehen, hatte ich genau den richtigen Tag dafür gewählt, denn ab Mittag regnete es fast ununterbrochen, bis in die tief in die Nacht hinein. Es lockte mich keine Sonne nach draußen.
Ich denke dass ich es jetzt hier ganz offiziell sagen kann, denn es stand vor Wochen schon in allen Zeitungen. Ich bin Mitglied der Jury der Bühnenpreise 2025. Diese Veranstaltung findet alle zwei Jahre statt. Eine Zeitung hatte während dem ganzen Sommer die Preisverleihung und das Kulturministerium auf Radar, kritisierte alles Mögliche und Unmögliche in mehrfachen großen Artikeln und schaufelte sich damit das berüchtigte Sommerloch zu. (Letzteres ist meine persönliche Meinung)
Ich setzte mich also am Sonntag hin und schaute mir alle Aufzeichnungen der Stücke an, für die ich abstimmen muss. Einerseits um mir die Performance noch einmal ins Gedächtnis zu rufen, oder um sie überhaupt zu sehen, weil ich sie während der Spielzeit nicht gesehen hatte. Das ist eine sehr interessante Übung, weil aufgezeichnete Stücke nie den gleiche Effekt haben wie Stücke die man live gesehen hat. Aus dem Grund sah ich mir auch alle an.
Und da ich mir so viel ansehen musste, was ich hier nicht verlinken kann, geschweige wie meine Entscheidung ausfiel, schaute ich mir am Abend nichts mehr an und lag beizeiten im Bett.
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Eigenwerbung oder Eigenlob riecht manchmal ein wenig streng. In diesem Fall finde ich es aber recht gelungen:
Ich hatte elend schlecht geschlafen und die Gründe dafür sind mir schleierhaft. Ich hatte keinen Kaffee nach 16:00, keinen Alkohol, obwohl dieser eher dazu führt, dass ich tief und fest schnarche.  Ich erwarte wie gewohnt, kurz nach sieben auf und fühlte mich wie gerädert.
Eine schnelle Runde auf dem Wochenmarkt, die ich mir auch hätte sparen können, denn er war sehr ausgedünnt, wegen der Ferien. Wieder daheim, bekam ich einen Anruf, den ich hier als unverblogbar einstufen muss. Doch wenn ich in den letzten Tagen immer wieder kurz angedeutet habe, und dass mehr für mich als für meine Leser, dass ich Hiobsbotschaften erhalten habe, so war dieser Anruf ein positiver. Und damit fällt der der Rest der Berichterstattung über den Vormittag weg.
Auch den Nachmittag und vor allem den Abend muss ich auch außen vor lassen. Mein zukünftiges Ich wird nicht sehr begeistert sein. Aber, und das kann ich guten Gewissens dem zukünftigen Ich sagen, es war nichts, was mich beeindruckte und es ist es nicht wert, dass ich es hier aufschreibe, selbst wenn ich es verklausuliere.
Ach ja, nur damit ich das wiederfinde, die Homepage war am Samstag mal wieder für 10 Stunden nicht erreichbar. Diese Aussetzer nerven sehr.
Und weil so wenig ist für den Samstag zu berichten ist, werde ich etwas anderes machen.
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Fünf Fragen zum Podcast „Ëmgefall an Ausgelaf“
Woher kam die Idee?
Die Idee entstand, wenn ich das noch richtig im Kopf habe, während einem Gespräch zwischen der D. und mir, als wir am See waren, nachdem wir unsere Schwimmrunde hinter uns hatten. Irgendwie fanden wir dass unsere Diskussionen so interessant sind, dass wir daraus auch ein Podcast machen könnten. Da wir beide für öffentliche Medien gearbeitet haben, lag die Idee nahe, ein Podcast zu machen.
Wo kommt der Name her?
Wie so oft, entsteht ein Name während man herumalbert. Wir hatten vier Stück zusammen, und konnten uns nicht für einen entscheiden. Also machte ich eine Umfrage auf Mastodon. Das Resultat war knapp, aber eindeutig; Ëmgefall an Ausgelaf.
Wie ging es dann weiter?
Ich recherchierte, wo man Podcasts hochladen könnte, was man zum Aufnehmen braucht, und wie man schneidet. Ich muss gestehen, kam mir ChatGPT sehr zu Hilfe kam. Er schlug mir verschiedene Editing Programme vor, die auch zugleich die Aufnahme machen. Ich wollte ein Programm haben, sprich kaufen, sprich anschließend sagen können, dass es meins ist, und nicht irgendeinen Programm im Abo. Die Wahl fiel damit auf Ferrite. Nach dem Anschauen von einem YouTube Video, wusste ich, wie man es bedient. Was die Mikrofone angeht, liebäugelte ich schon länger mit DJI Mikrofonen, die ich auch hätte gebrauchen können, wenn ich ein spontanes Interview für die Chroniken im Fernsehen gemacht hätte. Doch wissen wir alle, dass die Sendung vor über einem Jahr eingestellt wurde. Zum Podcast hochladen, fiel meine Wahl auf Spotify, weil es so ziemlich die einzigen sind, die kostenlose Uploads erlauben. Inzwischen ist der Podcast aber auch bei Apple Podcast zu finden.
Hast du ein Heinzelmännchen im Hintergrund?
Oh ja! Ich könnte auch sagen ich habe ein Wales-männchen, denn der T. wohnt und arbeitet in Wales und stand mir vielen hilfreichen Tipps zu Seite. Ihm ist es zu verdanken, dass die Tonqualität so gut ist, wie sie jetzt ist.
Wie geht es jetzt weiter?
Alle 14 Tage wird ein neuer Podcast erscheinen. Die Themen werden so unterschiedlich sein wie die D und ich es auch sind, beziehungsweise wie breit gefächert unsere Interessen sind.
Der Donnerstag verlief äußerst ruhig, weil ich einen Termin bei der Physiotherapeutin hatte, die mich sehr in meine Bestandteile zerlegt hat mit neuen Methoden, die sie davor noch nicht angewendet hatte. Ich quietschte nicht vor Vergnügen. Das hatte zur Folge, dass ich für den Rest des Vormittags und Nachmittages ziemlich durch den Wind war.
Zwei Fotos vom Balkon am Abend:
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Den Freitag fing ich mit einem neuen Podcast an. Die D kam gegen 10:00 und wir setzten uns in mein Bibliotheks-,Gäste- und Bürozimmer und nahmen eine Folge auf. Es ist inzwischen Nr.5, die aber erst Anfang Oktober erscheinen wird. Ich hatte ja schon angedeutet, dass wir uns vorarbeiten müssen , weil es im Oktober, November und Dezember zeitlich schwierig werden wird. Zudem entschwindet die D ab morgen wieder ins Ausland und ich werde sie für eine Woche nicht sehen.
Ein Vorgeschmack um was es geht, gibt dieses KI Bild:
Am Nachmittag machte ich einen Abstecher zu beruflich Unverblogbarem, denn inzwischen gibt es Zweierlei; berufliches und privates, was nicht hier hingehört. *Lautaufstöhn*
Anschließend ging ich über die Fouer zurück. Ich hatte Lust auf einen bretonischen Buchweizen Pfannkuchen mit Käse, Ei, Tomaten einem Würstchen und einer Tasse Cidre.
Mampf… und weg war er.
Ich hatte den Moment gut gewählt, denn als ich mich im Zelt niederließ, ging eine gewaltige Regenschauer runter. Ich wartete die Schauer ab und ging anschließend nach Hause.
Den Rest des Abends laß und schrieb ich an verschiedenen Dingen und lag beizeiten im Bett.
Die Wettervorhersage beschwor, dass es zumindest noch einmal am Morgen schön werden sollte. Wir fuhren eine eine halbe Stunde später los. Der See war vielleicht ein Müh wärmer als gestern? Zudem war der D und mir bewusst dass es für dieses Jahr das letzte gemeinsame Schwimmen im See in der Alten Heimat war. Das stimmte uns traurig. Ab dem Nachmittag waren Regenschauern voraus gesagt und für die für kommenden Tage soll das Wetter wieder die gewohnte luxemburger Tristesse bekommen.
Am Nachmittag beschlossen wir ins Kino zu gehen. Auf dem Programm ein Film den ich schon vor Wochen als Ankündigungsplakat gesehen habe. The Roses mit Olivia Coleman und Benedict Cumberbatch. Allein schon die Schauspieler Kombi wollte ich zusammen erleben.
The Roses basiert, wie der erste Film von 1989 auf der Novelle ‚The War of the Roses‘ von Warren Adler. Es ist genau genommen kein Remake vom ersten Film, im Gegenteil, die Dialoge wurden komplett neu geschrieben und auch die Positionen innerhalb der Partnerschaft (z.B. wer zu Hause bleibt und wer das Geld verdient) wurden neu definiert.
Wenn ihr sowieso vor hattet, euch den Film anzusehen und noch keinen Trailer gesehen habt, dann schaut euch den Trailer hier unten bitte nicht an. Er verrät meiner Meinung nach ein bisschen zu viel.
Es ist ein großer Spaß und die Dialoge sind herrlich. Es geht bei den beiden wie bei einem Paar von heute zu. Die Späße und Neckereien innerhalb der Partnerschaft werden immer ein wenig auf Kosten des anderen gemacht, immer mit einem Augenzwinkern, bis es plötzlich nicht mehr so ist. Die Schlüsselszene beim Paar Therapeuten mit der der Film beginnt, zeigt wo das Problem liegt. Und genau dieses Problem, erlaubt es uns Zuschauern so viel Spaß zu haben, den beiden beim Zerfleischen zuzusehen. Fast am Ende des Films, und ohne dieses zu verraten (denn der Schluss ist anders, als im Film aus den Achtziger Jahren), sagt Olivia: „We’re so good with words.“ Dem kann ich nur zustimmen. Als ich aus dem Kino kam, habe ich mich gefragt, ob der Film auch funktionieren würde, wenn es nicht Benedict und Olivia wären? Wahrscheinlich nicht!
Eine große Empfehlung von mir, denn der Film ist keine Sekunde langweilig.
Das erste Foto des Tages an der Schuberfouer vorbei.
Nein, das XXL Fahrgeschäft wurde nicht auf den Kirchturm montiert.
Auf, an den See, solange das Wetter es noch zulässt. Die Idee Fotos von Spiegelungen im Wasser einfach umzudrehen finde ich immer reizvoller:
Der See war noch kälter als so sonst. Es gibt keine Temperaturanzeige, aber ich schätze mal dass er 17-18 Grad hatte. Brrr.
Es folgen viele Fotos:
Familie Nilgans, deren Nachwuchs beinah so groß ist wie erwachsenen Tiere.
Gegenüber der Schwimminsel befindet sich eine kreisrunde Insel, auf der, das sah ich schon von weitem, der mittlere Teil nie gemäht wird. Ich wollte ihn schon immer mal näher betrachten. Und es ist den Umweg wert. Es ist eine Blumenwiese wie für Biene Maja gemacht.
Chercher la D.Street Sea Art. Die ‚Alte Heimat’ in Flammen. Was sich in dem Kasten verbirgt weiß ich auch nicht.
Ich werde IMMER von hinten beobachtet. IMMER:
Wieder in der Stadt speisten wir zu Mittag im Clubhaus der Spora. Ein Restaurant mir einer schönen Balkon Terrasse. Für mich gab ein Tartar:
Daheim fing ich an massiv die Waschmaschine zu bedienen, denn morgen kommt bereits Meisterin Propper, sonst hat sie keine Bügelarbeit. Und anschließend wird sie für drei Wochen in Urlaub gehen.
Ich schnitt noch das letzte Podcast zusammen, damit ich mich im September nicht darum zu kümmern brauche, denn dann bin ich anderweitig. Aber das sehr ihr dann.
Am Abend drehten sich meine Gedanken um das Unverblogbare und ließen mich lange nicht einschlafen.
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Wenn man die Idee hat, ein erfolgreicher Autor werden zu wollen. Fredrick Backman erzählt wie es geht. Ich habe schon lange nicht mehr so gelacht.