Wut im Bauch

Mit einer Wut im Bauch aufgewacht. Ich hatte geträumt, dass irgendjemand im Hinterhof, seinen fetten Bentley hinter meine Garage gestellt hatte und mir mit Handzeichen zu verstehen gab, dass ich mit meinem Auto nicht rausfahren könnte. Der Typ sah aus wie ein Arsch, also so wie ich mir einen Archetypen von Arsch vorstelle. Ich war so echauffiert, dass ich aufstehen musste. Ich ging in die Küche und trank einen Schluck Wasser. Da wurde mir bewusst, dass es draußen noch stockfinster war. Als ich auf den Wecker sah, war es erst 6:30 Uhr. Ich legte mich noch einmal hin und versuchte noch einmal einzuschlafen, was erstaunlicherweise gelang. Richtig aufstehen tat ich dann erst gegen 8:00 Uhr.

Als ich später noch einmal an diese Episode dachte, wurde mir bewusst, dass sie fast etwas Schlafwandlerisches hatte und ich fragte mich, was für seltsames Zeug mein Kopf da wieder abgearbeitet hat. Ich kann mir vorstellen, wo es herkommt, aber das gehört nicht ins Blog.

Am Nachmittag gab es einen wichtigen Termin der für die kommenden Monate ausschlaggebend sein wird.

Danach noch eine kleine Einkaufsrunde für Dinge die ich speziell für Dienstag brauchen werde und wahrscheinlich auch für den Rest des Woche. Aber das erzähle ich morgen.

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Nach welchen Prinzipien lebst du?

Die Frage hört sich sehr nach einer Frage an, die man in einem Einstellungsgespräch gestellt bekommt. Mein erster Gedanke war, dass ich nach den Prinzipien der Askese und der Völlerei lebe. Ich weiß, das passt nicht zusammen, aber ich könnte es auch anders drehen. Ich bin ein Genussmensch, der sich in Verzicht übt. Und Üben ist immer gut. Ich weiß auch jetzt schon, wenn ich diese Frage irgendwann in den nächsten Jahren noch einmal lese, ich mich ärgern werde, dass ich sie wieder auf diese etwas überhebliche Art beantwortet habe, die ich nicht an mir mag.

„Ich versuche, ehrlich zu mir selbst und anderen zu sein, Verantwortung für mein Handeln zu übernehmen und Menschen mit Respekt zu begegnen. Mein Grundprinzip ist, anderen so zu begegnen, wie ich selbst behandelt werden möchte.“ Das wären zwei Sätze, die ich in einem Einstellungsgespräch antworten würde. Ich selbst musste solche Fragen, Gott sei Dank nie beantworten.

Es läuft an einem Sonntag

Ein Foto noch von Freitag von einem glücklichen Paar, dessen Wahrscheinlichkeit wieder geschieden zu werden in Luxemburg bei 53-54% liegt. Viel Glück.

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Ich schlief am Sonntag erst einmal lange aus, das war schön. Dann war ich ein wenig unschlüssig ob ich lesen und ein wenig was daheim tun sollte. Aber die Sonne draußen lockte. Ich ging raus.

Nach einem Mittagessen in der Osteria und Lektüre der Tageszeitung, beschloss ich mir eine Ausstellung anzusehen mit dem Titel „Et leeft“ (Es läuft). Interessant wäre jetzt, ohne weitere Info zu der Ausstellung, vom meinen geschätzten Lesern zu erfahren, was für eine Art von Ausstellung ihr euch unter dem Titel „Es läuft“ vorstellt. Schreibt einfach mal eure Vermutung jetzt sofort in die Kommentare, ohne weiterzulesen. Also einmal ganz schnell nach unten scrollen, Augen schleißen ohne die Fotos anzuschauen, antworten und dann nach den Auslassungspunkten weiterlesen.

Auf dem Weg dorthin kam ich an der englischen Buchhandlung vorbei und sah diese Kinderbücher im Schaufenster:

Große Namen vergangener Persönlichkeiten kindgerecht in einer Biografie erklärt. Eine schöne Idee. Ich staunte dann aber als ich das erste Buch der Reihe sah:

Im Gegensatz zu all den anderen lebt Swift ja noch. Das macht das Buch nicht per se schlecht, aber im Vergleich zu Beethoven z.B. ist es irgendwann nicht mehr aktuell. Ich schaute mir dann die Seite des Verlags an. Die Reihe wird beständig erweitert auch mit aktuellen Popstars.

Kommen wir zur Ausstellung:

Et leeft behandelt die Geschichte der Menstruation. (Was dachtet ihr denn?)

Im der Einleitung erfahre ich:

Als Menstruierende bluten wir nicht einfach nur ab und an. Als Menschen mit Periode gelten für uns Verhaltensregeln, die je nach Zeit und Ort ganz unterschiedlich ausfallen.Dabei handelt es sich nicht um offizielle Regelungen, sondern vielmehr um Meinungen und Vorannahmen: So sollst du sein! Mach das (nicht)! Das gehört sich so!

In diesem Bereich versammeln sich Aussagen zu Themen, die den Diskurs der letzten 150 Jahre bestimmten.Was jeweils von Menstruierenden erwartet wurde und wird, hing und hängt stets eng mit der Gesellschaft zusammen.Die Botschaften dazu stecken in den Dingen um uns herum: in Werbeanzeigen, Bildern, Produkten und natürlich in dem, wie Menschen sich öffentlich zur Periode äußern.

Was mich in diesem ersten Abschnitt schon mal stutzig machte war, dass von menstruierenden Menschen gesprochen wird. Und damit sind wir gleich mittendrin im Thema; es gibt auch menstruierende Transmänner. Eine Tatsache, die ich nie bedacht habe, obwohl ich ja auch zur LGBTIQ+ Community gehöre. Ein Transmann spricht in einem Video sehr offen darüber.

Es geht vor allem um all die seltsamen Mythen, Meinungen und abstrusen Vorstellungen, die man noch gar nicht vor so langer Zeit als unumstößliche Wahrheiten ansah.

Ein paar kuriose Dinge habe ich abgelichtet.

Als Jay Critchley am Strand komische „Pfeifen“ fand, sammelte er sie neugierig ein und besorgte Tausende davon. Er fand heraus, dass es Applikatoren aus Plastik waren, bastelte ein Kostüm und wurde Miss Tampon Liberty“, um mit Kunst gegen den Plastikmüll zu protestieren.

Die Geschichte der Menstruationsartikel ist übrigens erst 140 Jahre alt. Unsere moderne Wegwerfgesellschaft erfand Einwegbinden und Tampons, die den Alltag der Menstruierenden zwar erleichtern, aber für die Umwelt eine Katastrophe sind. Ich verstehe den Aufschrei der Frauen, dass Menstruationsartikel, endlich frei zur Verfügung stehen sollen, aber auf der anderen Seite wird es das Umweltproblem nicht lösen. Es muss in der Hinsicht wahrscheinlich noch einmal völlig umgedacht werden.

Ein Zeitungsbericht und was für Folgen es haben bzw. nicht haben kann:

Wie wurde früher mit der Monatsregel umgegangen, als es noch keine Binden und Tampons gab? Es gab seltsame Konstruktionen, wie diese hier, die mich an Folterinstrumente erinnern.

Bei einer Tafel musste ich an eine Begebenheit im elterlichen Hause denken:

Mein Vater war daheim immer zuständig für die Zubereitung der Saucen, wenn es eine Fondue Bourguignonne gab. Wenn die Mayonnaise nicht gelang, schmiss meine Mutter aus der Küche.

Es gab auch eine Reihe kurioser Unterhosen für Menstruierende, die man anprobieren und anschließend ein Foto machen konnte und es in der Galerie aufhängen. Ich tat das aber nicht.

Durch die strahlende Sonne ging ich zurück nach Hause.

Am Abend schaute ich mir eine Doku auf ARTE an: KI Der Tod des Internets

Seltsamerweise ließ sich der YouTube Link nicht einsetzen, vielleicht aus gutem Grund? Der Beitrag stimmte mich nachdenklich. Ich wusste vieles von dem, was sie erzählt haben, wie KI das Internet langsam zum Slob macht, sprich eine große, schleimige Masse, in der wir nur noch mit maschinengenerierten Mist zugemüllt werden. Es versicherte mir, dass ich vor ein paar Monaten richtig gehandelt habe, die Globalplayer zu boykottieren und alle Konten zu schließen. Wer es nicht mitbekam: ich habe kein WhatsApp, kein Facebook und kein Instagram mehr. Twitter habe ich schon lange nicht mehr. Aber es gab auch noch eine Menge Infos mehr, die mir die Augen öffneten. Eine sehr sehenswerte Doku.

Es ließ mich auch nachdenken über den Podcast, den ich zusammen mit der D mache, und inwiefern ich den auf anderen sozialen Netzen promote. Wir sind , Gott sei Dank, nicht auf Klickzahlen angewiesen, um Geld damit zu verdienen. Wenn wir den Podcast irgendwann monetarisieren, werden wir das auf andere Weise tun. Aber keine Angst, die Hörer werden nicht zur Kasse gebeten.

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Cecilia besucht eine Geisterstadt auf Spitzbergen:

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Hunde und Treppen. Oder wenn ein Corgi zum länglichen Zebulon wird.

Freitag und Samstag

Am Freitagmorgen gab es noch jede Menge Schreibarbeit am Rechner. Ich wollte die komplett erledigt haben, weil ab dem Nachmittag Meisterin Proper wieder das Zepter schwang. Ich verzog mich für den Rest des Nachmittages ins Renert und schnitt den nächsten Podcast für Ëmgefall an Augelaf zusammen. Er wird am Mittwoch erscheinen.

Am Abend gab es dann noch einmal eine letzte Dienstrunde für ein Stück, dass in Luxemburg, zum letzten Mal lief. Im März nächsten Jahres stehen noch Tourneedaten dafür an. Und das wird noch mal ein Abenteuer!

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Der Samstag war dann endlich ein Tag, an dem keine dienstlichen Verpflichtungen hatte, uff! Ich traf mich zeitig am Morgen mit der D auf dem Wochenmarkt. Ich kaufte mir lediglich ein paar kleine Dinge beim Eifler Bäcker, bevor ich den Weg in einen anderen Teil des Landes antrat. Ich löste ein Geburtstagsgeschenk ein.

Es ging zu Alexis Bodin. Es folgen viele leckere Fotos:

(vlnr/ onu) Amuse Bouche, rote Beete mit Kakao, Variation vom Kürbis, Dorade, Rinderfilet und Cremes und Eis mit allerlei Kräutern.
Zu dem Stück Brot gab es eine sehr leichte, salzige Butter und Olivenöl mit Bienenwachs (der absolute Hammer!!!)

Zu trinken gab es Champagner.

Sehr voll gefressen, denn die Portionen waren dann doch mächtiger als ich dachte, fuhr ich zurück und legte mich erst mal für eine Weile hin, denn die Fressnarkose schlug mit aller Gewalt zu.

Später am Abend fand die Wahl des neuen Mister Bear Luxemburg statt. Es war nicht die all die Jahre davor im Ground, sondern in dem kleinen Saal vom Melusina.

Kurz nach 1:00 Uhr war ich auf dem Heimweg.

Was zum lesen & Tagesfrage

Am frühen Morgen hatte ich einen Termin mit einer Person, die mit zu der Gruppe gehört, die sich gerade viele Sorgen machen. Aber nach dem Motto geteiltes Leid ist halbes Leid, war mir danach wohler und es half auch der Person mit der ich mich getroffen hatte.

Ansonsten war der Tag sehr ereignislos. Am Abend gab es noch eine Dienstrunde, die ohne Zwischenfälle verlief und keine zwei Stunden später lag ich im Bett.

Darum gibt es heute etwas anderes zu lesen. Mein Text über eine Königin von Schweden aus dem 17. Jahrhundert, kam vor ein paar Tagen endlich raus. Da ist immer ewig dauert, bis der Text auch online erscheint, gibt es hier ein PDF mit dem ganzen Bericht.

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Wenn du eine Million Euro zu verschenken hättest, wem würdest du sie geben?

Niemandem. Denn dem wäre damit nicht geholfen. Ich würde die Million so einsetzten, dass sie nicht nur einem hilft, sondern mehreren zu Gute kommt. Ich würde das Geld in einem Fond anlegen dessen Gewinn mehrere Menschen unterstützt.

Mittwoch, Nachtrag zum Dienstag & Tagesfrage

Zwei Dinge die ich gestern nicht berichtet habe.

Zum einen kaufte ich mir eine Aquarell Palette und entsprechendes Papier. Ich folge schon länger einer Youtuberin, die vor allem Aquarell malt. Sie macht das so gekonnt, dass ich richtig angefixt wurde. Ich habe als Kind viel gemalt (heute auch noch, aber mit Schminke) und wollte das mal wieder ausprobieren. Eine schöne Beschäftigung für die langen kalten Winterabende, wenn ich keine Vorstellungen habe.

Zum anderen vergaß ich, darüber zu berichten, dass ich im Rainbow Center war und die neue Quer.lu frisch aus der Druckerei geliefert wurde. Da ich dieses Mal nicht so lange warten will, bis mein Text endlich online erscheint, werde ich hier die nächsten Tage ein PDF einsetzen.

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Kommen wir zur heutigen Tagesberichterstattung. Es war Mittwoch und Wochenmarkt. Ich kaufte ein bisschen Obst, aber das Hauptevent war das Wiedersehen mit dem H. Er kam gestern aus Australien an. Es gab viel zu erzählen. Wir speisten gemeinsam zu Mittag in der Casa Gabriele, wo ich schon länger nicht mehr war.

Im Anschluss fuhr ich mit der D zu mir und wir nahmen noch einen Podcast auf. Jetzt sind die Folgen bis Anfang November gesichert. Ich muss sie nur noch schneiden, aber dafür habe ich nächste Woche Zeit genug.

Am Abend war ich dann wieder dienstlich im Einsatz.

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Die Tagesfrage ist ein bisschen redundant hinsichtlich dessen, was ich schon alles im Blog über mich steht.

Was war das schwierigste persönliche Ziel, das du dir gesetzt hast?

Das schwierigste persönliche Ziel war in dem Sinne schwierig, weil es sehr lange gedauert hat, um endlich dahin zu kommen.

Beruflich war ich nicht von Anfang an Maskenbildner. Ich war Friseur. Dass dies immer nur ein Zwischenziel war, hatte ich mit den Jahren ein wenig aus den Augen verloren. Ich wollte schon Maskenbildner werden, als es den Beruf in Luxemburg so noch gar nicht nicht anerkannt war. Brotlose Kunst! Das war das Argument, das meine Eltern mir immer wieder vor Augen hielten und dass ich irgendwann auf der Straße sitzen würde. Doch mit Anfang 30 bekam ich dann endlich die Kurve. Es war auch der richtige Moment damit zu starten, da sich damals in Luxemburg, die Filmindustrie langsam etablierte.

Eine Tagesfrage

Der Tag war angefüllt mit nachträglichem Herumgerenne, für Dinge, die ich schon längst abgeschlossen habe. Ansonsten war ein ruhiger Tag, der fürs Blog nicht viel hergab. Darum gibt es eine Tagesfrage:

Wer sind deine Lieblingskünstler?

Die, die mich bei der Arbeit nicht in den Wahnsinn treiben und glauben alles besser zu wissen. Das wird übrigens jeder MUA bestätigen.

Aber das ist ein anderes Thema. Der Grund warum ich diese Tagesfrage beantworten wollte, ist weil ich erst gestern erfahren habe, dass Patricia Routledge am 3.Oktober verstarb. Sie war vor allem eine Theaterschauspielerin, doch die breiten Masse kennt sie für die legendäre Rolle der Hyacinth Bucket aus Keeping up Appearences.

Sie war auch eine der Talking Heads von Alan Benett in der Folge A Woman With no Importance. Hervorragende Schauspielkunst und eine recht traurige Geschichte.

Montag, wie Montage halt so sind

Ich machte mich am Morgen erstmal auf die Suche nach einem Lippenstift den es so nicht mehr gibt. Ich hasse nichts mehr als wenn Darsteller mir Produkte aus ihren eigenen Beständen aufzwingen die sie TOTAAAL TOLL finden. Ich kann mich dann im Anschluss plagen, um den Lippenstift nochmal zu kaufen, weil er von einer Billigmarke aus der Drogerie kommt, die beständig die Farben wechseln und diese eine Referenz seit Jahren nicht hergestellt wird. Darum greife ich immer auf Profimarken zurück, deren Farben und Produkte sich über Jahrzehnte nicht ändern. Dann kommt dieses Gerenne und Getue nicht vor! So! Das musste einmal gesagt werden und jetzt gehts mir besser.

Ich fand eine Farbe die fast gleich ist aber eben nur fast.

Am Nachmittag stand jede Menge Büroarbeit an. Als ich später auf die Uhr schaute, war schon fast 18:00 und ich machte Schluss, obwohl ich nicht mit allem fertig war.

Am Abend schaute ich mir eine Doku über die verschlüsselten Briefe der Mary Stuart an, die sie während ihrer Gefangenschaft schrieb. Spannende Geschichte, wenn auch ein bisschen lang.

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Kurios: Ich mache dann und wann beim Foto Vorschlag mit. Was ich nicht verstehe, ist, warum ich immer wieder pfundweise Likes bekomme, und andere nicht, denn so viel schöner sind meine Fotos im Vergleich zu den andern auch nicht. Gibt es im Fediverse ein Algorithmus der Dinge im Hintergund regelt und ausgewählte Posts häufiger anzeigt?

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Erkenntnis: Ich habe erst vor ein paar Tagen entdeckt, dass Grace Jones in „I’ve seen that face before“ (Libertango) „über mich“ singt. Dabei ist das Lied steinalt und ich kenne es vom Text her prinzipiell auswendig. Aber dass mein Name darin vorkommt…fällt mir erst jetzt auf!

Dans sa chambre, Joel et sa valise
Un regard sur ses fringues
Sur les murs, des photos
Sans regret, sans mélo
La porte est claquée, Joel est barré.“

WMDEDGT an einem freien Sonntag

Ich konnte bis 2:00 Uhr am Vortag nicht einschlafen. Ich sah mir auf Arte die Folge Der Verlorne Sohn aus der Serie Ein Fall für Conti an. Und irgendwann schlief ich im Sessel ein. Nicht dass der Film langweilig gewesen wäre, aber die Müdigkeit schlug endlich zu und ich schlummerte weg.

Wenn ich die letzte Woche im Kopf durchspiele, kommt sie mit ein ganzer Monat vor. Einerseits bin ich froh, dass ich mit strenger Disziplin und gute Organisation eine solche Woche ohne Zwischenfälle hinbekomme. Sie wäre übrigens vor zehn oder 20 Jahren auch sehr heftig gewesen. Dass ich das immer noch hinkriege mit 59, macht mich ein bisschen stolz, aber ich muss lernen besser auf mich aufzupassen.

Den Sonntagmorgen verbrachte ich erst mal gammelnd im Bett. Ich hole mir nur eine Tasse Kaffee und legte mich wieder hin.

Heute ist Vatertag in Luxemburg. Ein Tag, den ich seit 1988 nicht mehr feiere. Es ist trotzdem schön dass es ihn gibt, denn somit leben die Väter, die es nicht mehr gibt, in der Erinnerung weiter, zugegeben für mich in einer idealisierten Form, denn zu Lebzeiten kamen wir nicht miteinander klar.

Und dann fiel mir plötzlich ein, dass heute ja ein. „Was machst du eigentlich den ganzen Tag“ Tag. ist. Eine Aktion von Frau Brüllen, die schon seit Jahren läuft. Ich beschloss, da mal wieder mitzumachen.

Gegen 10:30 Uhr, schälte ich mich dann doch aus dem Bett. Nochaml Kaffee, Dusche, anziehen und los! Schön an den Sonntagen ist, dass ein paar Läden um die Ecke geöffnet haben. Der kleine Supermarkt ist seitdem er kein Alima mehr ist, nicht mehr so gut sortiert und hat viel weniger Auswahl. Das bestätigen mir auch, hinter vorgehaltene Hand, die VerkäuferInnen, die schon seit Jahren dort arbeiten.

Draußen war es inzwischen freundlicher geworden und es hatte mit regnen aufgehört.

Wieder in der Wohnung blieb noch ein bisschen Zeit, um im Feed Reader zu lesen, wie es anderen Bloggern so geht.

Anschließend ging ich zu einem lang geplanten Brunch zu ‚Comé à la maison‘. Dass die am Sonntag Brunch anbieten, wusste ich nicht. Anfangs war geplant worden, dass wir im Hotel Royal speisen sollten. Aber das war schon vor langer Zeit voll ausgebucht, eben wegen Vatertag. Ich fand es im Comé ausgesprochen lecker und die Auswahl war gewaltig. Ich habe ein Foto vom ersten Teller gemacht.

Das Restaurant ist riesengroß und über die Maßen dekoriert. Alles ist ein bisschen überdimensioniert und über die Maßen, sagen wir, bling bling-iert. Hier ein Beispiel:

Gleich nebenan im gleichen Gebäude wird ab November ein neues Restaurant öffnen.

Bouillon Batignolle ist eine kleine Kette die es vor allem in der Lorraine gibt, und sie macht jetzt ihr erstes Restaurant in Luxemburg auf.

Ich wackelte völlig überfressen nach Hause. Und der Rest des Tages verbrachte ich weitgehend mit Lesen, Hören und ein bisschen Fernsehen. Vom Lesen her war es ein Theaterstück, vom Hören her war es der Mehrteiler von Klaus Mann/ Der Vulkan, (ganz hervorragend gut vorgelesen!!!) und vom TV her waren es drei Folgen Mrs. Maisel, die ich immer noch nicht ganz gesehen habe.

PUNKT!

Ich habe heute beschlossen dass es ein schöner Tag werden wird PUNKT!

Da die N. wegen der Feier im Gästezimmer übernachtet hatte, gab es am Morgen ausnahmsweise Frühstück. Die N. hatte es besorgt. Das war schön.

Dann kam eine SMS von der Post mit einer freudigen Nachricht:

Bonne nouvelle ! Depuis le 1er octobre vous bénéficiez de 20GB de data par mois, au lieu de 10GB, sur votre forfait POP Mobile S, sans augmentation de prix ! Cette amélioration est automatique et ne nécessite aucune action de votre part. 

Gute Nachricht! Seit dem 1. Oktober profitieren Sie bei Ihrem POP Mobile S Tarif von 20 GB Daten pro Monat statt 10 GB – ohne Preiserhöhung! Diese Verbesserung erfolgt automatisch und erfordert keine Aktion Ihrerseits.

Sehr schön. Wenn die drahtlosen Volumen noch weiter steigen, werde ich mir überlegen ob ich das WLAN eventuell abschaffen soll.

Das Draußen regnete und stürmte, was das Zeug hielt, während einer guten halben Stunde.

Ich machte beim #FotoVorschlag mit. Thema: Handwerk.

Da kann ich mit dienen. Aber es gibt nicht sehr viele Fotos, die meine eigentliche Handwerksarbeit auch zeigen. Ich fand vier Stück und setzte sie zusammen.

Ab dem Nachmittag war ich dann wieder im Einsatz für den Thronwechsel. Es war eine irre Arbeit und ein wilder Ritt. Kurz vor der Show goss es nich einmal so richtig dass alles Angst hatten, sie müssten im strömenden Regen Tanzen. Es folgen Fotos vom Nachmittag und Abend.

Und hier geht es zur ganzen Show die live übertragen wurde.

De Replay vun Diddeleng vun der RTL-Spezialemissioun ab der 40:00 Minute.

Durcheinander gewürfelt

Ein Telefonat. Mitten Supermarkt klingelte das Handy. Die Person die anrief konnte nichts dafür, aber sie stellte mir genau die Fragen die ich nicht hören und schon gar nicht beantworten wollte. Der Anruf zog mich so sehr runter, dass ich eine Pause machen musste. Ich ging nach dem Einkauf zu Oberweis und trank in aller Ruhe ein Kaffee, sammelte meine Gedanken und durcheinander gewürfelten Gefühle wieder zusammen und fuhr in den Süden des Landes.

Der erste komplette Durchlauf der Show für den Thronwechsel. Ich war danach etwas durch Wind. Von dort aus zurück in die Stadt zum Theater zu einer Premiere.

Dort geschah dann etwas, das ich nur mit viel Beherrschung ertragen konnte. Ich konnte erfolgreich die Distanz wahren, die ich mir selbst seit einiger Zeit auferlegt habe, für mein eigenes Seelenheil und um es nicht noch schlimmer zu machen.

Und irgendwann später sah ich eine ältere Frau die ich seit Jahren kenne, die mich in den Arm nahm und den Tränen nahe war. Sie bedankte sich. Ich wusste warum. Und wieder wurden meine ganzen zwiespältigen Gefühle durcheinander gewürfelt.

Ich weiß, ich spreche in Rätseln, aber mehr kann und darf ich nicht schreiben und wäre auch nicht fair. Doch wer schon länger mitliest, weiß um was es geht…

Zu viel, zu lang

Ich mag die Tage nicht, an denen ich morgens erwache und nicht weiß, wo hinten und vorne ist, welchen Tag wir haben, wie ich ich heiße… Das passiert immer dann, wenn ich zu viele Hochzeiten an einem Tag regeln muss. Das geht mit einer strengen Planung, aber es ist sehr ermüdend.

Das Flachdach von nebenan sah am Morgen verdächtig weiß aus. Frost am 2. Oktober? Doch von den Wettervorhersagen her sollte es ein schöner Tag werden.

Ich war froh, dass der erste Termin nicht so früh wie gestern war, sondern eine Stunde später. Er ging ohne Reibung vonstatten. Danach hatte ein klein wenig Leerlaufzeit und ging in die Stadt.

Ich nahm mir vor, ein bisschen mehr Fotos heute zu machen. Ich bin seit ein paar Tagen dabei die Fotos von 2024 rauszusuchen für den alljährlichen Fotorückblick, und die Auswahl fällt mir schwer, nicht so sehr weil es zu viele sind, sondern nicht genug.

Ein Foto von der Place Guillaume und Place d‘Armes:

Morgen werde ich so gut wie möglich versuchen die ganze Ecke Place Guillaume / Place d’Armes und großherzoglichem Palais weitläufig zu umgehen. Der offizielle Thronwechsel findet morgen statt. Am Samstag dann macht der frischgebackene Großherzog eine Tour durchs Land. Da werde ich dann auch damit zu tun haben. Aber darüber schreibe ich, wenn es soweit ist.

Der Nachmittag und Abend völlig umverblogbar. Manchmal bin ich sogar froh darüber, denn das was zu berichten wäre, wäre gna gna gna…

Am Abend nach getaner Arbeit, hatte ich gewaltigen Hunger auf etwas etwas Deftiges.

Es gab Imperiales Hühnchen im Le Zai

Ich hatte so einen Heißhunger, dass ich erst ein Foto machte, als ich schon die Hälfte davon gegessen hatte. Die Portionen sind riesig und ich schaffte nicht alles.

Und während ich dort saß rekapitulierte ich ein paar Gedanken vom Tag. So fragte mich eine der Ankleiderinnen heute über meine Familie. Der Grund war dass sie über ihre Mutter sprach die jetzt 86 ist. „Jeder Tag ist wie ein Geschenk in dem Alter“, meinte sie. Ich erzählte ihr vom meiner Großmutter die mit 99, ihren Hundertsten plante und es dann doch nicht schaffte. Drei Monate nach ihrem 99. Geburtstag war sie nicht mehr da. Damit hatte ich die Stimmung auf den Nullpunkt gebracht, was nicht meine Absicht war. Ich wollte lediglich damit sagen, dass sie absolut recht hat. Jeder Tag ist wie ein Geschenk und das von Anfang an.

Am gab es schöne Lichtspiele am Himmel für die morgige Feier:

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Heute vor 10 Jahren:

Ein Foto aus der kleinen Wohnung als mein Leben noch ein wenig anders verlief als heute. Ich bin mir nicht sicher, aber die 100€ Klorolle war ein Geschenk. Von wem und zu welchem Anlass weiß ich nicht mehr.

Zu früh

Weckerklingeln um 6:00. Das ist für mich ein paar Müh zu früh…püh! Aber es half nichts, ich musste raus.

Unverblogbares den ganzen Tag über, aber es gab ein paar Momente am Tag wo ich ein wenig Ruhe hatte um hier ein paar Zeilen zu schreiben.

Ich traf mich kurz mit der D., die aus dem Baskenland zurück ist und es gab einen Kaffee im Renert und etwas Obst und Gemüse vom Markt. Es war schließlich Mittwoch. Und es wurden ein paar Entscheidungen für Ende das Jahres getroffen auf die ich mich freuen kann.

Am Abend schaute ich mir weil ich den Kopf frei von Arbeit bekommen wollte, eine Reportage auf Arte an, schlief aber darüber ein.

Morgen ist nochmal so ein Tag der es echt in sich haben wird und dann geht es besser.

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Ich bin immer noch total geflascht von dem neuen Teppich:

Es war sowas von Liebe auf den ersten Blick wie selten davor. Auf den Fotos gibt er gar nicht das her was er in Wirklichkeit hergibt.

Neuer Teppich & neuer Podcast

Fangen wir mit dem Teppich an.Da ist er!

Und so sieht er im Wohnzimmer aus:

Das wird dann auch das teuerste Geschenk sein, das ich mir dieses Jahr selbst gemacht habe.

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Vor vier Jahren auf den Tag genau bekam ich meinen ersten Maßanzug.

Ich habe ihn immer noch und ich passe immer noch rein. Woher ich das weiß? Ich hatte ihn anprobiert für die Preisverleihung und ihn dann doch nicht angezogen, weil ich fand dass ein wenig overdressed war.

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Es ist Mittwoch. Und jeden zweiten Mittwoch kommt was…? Na…? Genau!

Der neue Podcast ist da!

Es geht ums Lesen. Auslöser für diese Runde war eine beunruhigende Studie. Doch es geht auch ums Lesen an sich, wie wir lesen und was wir lesen. 

Ein Film den ich sehen will

Es geht mir gut, aber es ist grad ein bisschen sehr viel. Und da alles unverblogbar ist, gibt es ein Filmleckerli.

Das ist für gewöhnlich kein Film den ich mir ansehen würde. Aber wenn Emma Thompson die Hauptrolle hat und die Geschichte teilweise auf einer wahren Geschichte beruht, muss ich ja wohl. Ich sah ein Interview mit Emma über den Film. Die Reporterin war ein bisschen sehr unerfahren und ein bisschen sehr naiv. Das merkt man an ihren Fragen. Doch Emma beantwortet die Fragen so, dass man genug über den Film erfährt, um neugierig zu werden.

Die Ruhe vor dem Sturm

Vielen Dank für all die Rückmeldungen über alle Kanäle vom gestrigen Post. Ich weiß das sehr zu schätzen und es hat mir geholfen manches besser zu verstehen.

Es wird diese Woche hier sehr ruhig werden, weil das Unverblogbare überhand nehmen wird.

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Der Samstag war ein strahlend schöner Sonnentag von dem ich aber nur morgens etwas mitbekam. Den Nachmittag unf Abend saß ich drinnen.

Das Foto des Tages:

Ein Requisitentisch.

Nach Arbeitsrunde ging es mit dem G. ins Le Zai wo ich viele male dran vorbeigefahren bin, aber noch nie drin war. Eine Institution die ich bis dahin nicht kannte.

Noch ein Foto vom Mond am Abend.

Anschließend fiel ich ins Bett wie ein Stein.

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Inwiefern bietet dir harte Arbeit Erfüllung?

Erfüllung bringt die Härte der Arbeit schon lange nicht mehr, wenn sie es denn je brachte. Das Resultat zählt. Wie ich dahin gekommen bin, ist nebensächlich. Zudem ist Härte in meinem Fall wohl das falsche Wort. Es ist eher kniffelig und manchmal sehr kompliziert.

Eine ernste Tagesfrage

Da der Freitag und der Samstag sehr unverblogbar waren, kann ich nur sehr wenig darüber erzählen. Wenn ich unverblogbar schreibe, dann bedeutet das immer, dass es entweder mit meinem Job zu tun hat, oder mit dritten Personen, deren Privatleben nun mal Privatleben heißt, weil es privat ist.

Worüber ich aber erzählen kann, ist mein eigener Zustand und dass es mir nicht besonders gut geht. Ich hatte es vor Wochen schon einmal in einer Art und Weise erwähnt, dass ich selbst in der Zukunft weiß, was damals los war.

Darum mache ich das heute in Form einer Tagesfrage, die nicht von Day One kommt, sondern meine eigene ist.

Kennst du Menschen mit Bipolarer Störung? Wie gehst du damit um?

Ich lernte Anfang der 90er auf einer Geburtstagsfeier eine Frau kennen die daran litt und sie war grad in einer manischen Phase. Ich hatte erst kurz davor den Film „Mr.Jones“ mit Richard Gere im Kino gesehen. Er spielt den besagten Mister Jones, der manisch-depressiv ist…heute sagt man ja Bipolar. Es war etwas Neues für mich, denn ich kannte nur die Depression, weil mein Vater ja daran gelitten hat. Mit dieser Frau musste ich mich nicht weiter beschäftigen, da sie mir fremd war und ich sie nach der Geburtstagsfeier nie wieder gesehen habe.

Ich muss mich jetzt aus Gründen wieder damit beschäftigen. In meiner Verzweiflung fragte ich gestern die KI als jemand, der psychologisch nicht geschult ist, wie ich damit umgehen soll.

Hier die Antwort: Wenn du mit jemandem zu tun hast, der eine bipolare Störung hat, ist das Wichtigste erst mal Verständnis und Geduld. Es hilft, sich über die Störung zu informieren, damit du ein Gefühl dafür bekommst, was in bestimmten Phasen passiert. Und dann einfach da sein, wenn es gebraucht wird, zuhören, ohne zu urteilen und natürlich auch ermutigen, dass sich die Person professionelle Unterstützung holt, wenn es nötig ist. Letztendlich ist es also so: Geduldig bleiben, gut informieren und einfach einfühlsam im Umgang sein.

Kenner von KI sehen sofort, dass diese etwas burschikose Antwort von Copilot stammt. Mit dieser Antwort kann ich nichts anfangen. Verständnis und Geduld; schön und gut. Ich habe mich auch mit der Krankheit als solches beschäftigt, wo sie her kommt und was sie auslöst. Aber hier geht es auch um Manipulation, um Lügen und nicht ehrlich zu sich selbst und zu anderen sein. Ich bin mit meinem Latein am Ende und werde für mein eigenes Seelenheil auf Distanz gehen.

Wenn ihr auch einen Fall in eurem Umfeld habt könnt ihr gerne beschreiben wie es euch damit geht. Ich zumindest weiß nicht mehr weiter.

Die Vergabe der Bühnenpreise

Ein Tag, an dem ich noch viel anderes gemacht habe aber das Hauptevent waren die Bühnenpreise am Abend.

Ich möchte jetzt im Nachhinein nicht noch einmal alles durchkauen, was die Presse bis zur Unendlichkeit durchgekaut hat, den ganzen Sommer über.

Wie es vom Procedere ablief, und welche Theater und Tanzstücke letztendlich in der Shortlist landeten, könnt ihr in den Zeitungen nachlesen, denn es wurde viel Tinte dafür vergossen.

Ich war Mitglied der Jury, die dieses Jahr die Bühnenpreise verliehen hat. Für diese Aufgabe habe ich quasi den ganzen August geopfert. Es war sehr viel Arbeit, ich habe jede Menge dazu gelernt und es war eine hochinteressante Erfahrung aber ich möchte das bitteschön nicht noch einmal machen. Es ist eine Sache, wenn man über ein Kunstwerk, einen Film oder ein Theaterstück ein eigenes Urteil fällt und dieses gut oder schlecht findet. Aber wenn das Ganze Konsequenzen nach sich zieht, in Form eines Preises beziehungsweise keines Preises, dann ist das eine andere Nummer.

Am Abend selbst war ich verständlicherweise aufgeregt, weil ich ja selber in der Branche arbeite und quasi alle persönlich kenne. Man hatte beschlossen, dass jedes Jury Mitglied mindestens eine Argumentation schreiben müsste und diese dann auch vorlesen soll. Ich habe das auch getan und war vorbereitet. Doch dann sollte es ein wenig anders kommen. Am Abend selbst fielen zwei Mitglieder krankheitsbedingt aus und somit mussten die anderen doppelte Parts übernehmen. Für mich war das ganz besonders pikant, weil ich erst eine knappe Stunde vor Beginn der Zeremonie erfuhr, dass ich noch einen zweiten Text lesen soll. Ich strich den Text ein wenig zusammen, machte ihn mir mundgerecht und lass ihn dann in Französisch vor, was nicht meine Lieblingssprache im vorlesen ist.

Ich habe kein einziges Foto gemacht weil den ganzen Abend viel Presse und Fernsehen da war.

Darum gibt es ein paar Links und auf den manchen Fotos bin auch ich zu sehen.

Am Mierscher Theater goufen en Donneschden Owend d’Bünepräisser 2025 verdeelt.

Bühnepräisser 2025

Ein Foto aber kann ich zeigen. Es wurde am Photobooth Stand gemacht, als alles vorbei war und die restlichen fünf Mitglieder der Jury, endlich aufatmen konnten.

Rebonjour Dauerregen

Gleich am Morgen las sich in den Nachrichten, dass wir Alarmstufe gelb haben, wegen dem Regen und der Hochwassergefahr. Aber wir haben ja kein Klimawechsel, gell?

Und so regnete es sich den ganzem Tag mal gemütlich, mal heftiger ein.

Ein paar Telefonate für anstehende Projekte, die sich regelrecht die Klinke in die Hand gaben, so sehr, dass ich eine Sekretärin gebraucht hätte.

Ich räumte die Wohnung damit sie putzfertig für Meisterin Propper war, die ausnahmsweise schon am Mittwoch kam. (Mir fällt grad auf, dass in den letzten Wochen die Ausnahmen zur Regel wurden.)

Ein weiteres Unding, in meinem Viertel, das schon seit ein paar Monaten läuft, ist eine Verkehrsberuhigung, durch Sackgassen und Einbahnstraßen einführen. Es macht mich als Einwohner kirre. Es gibt in unserem Viertel auch öffentliche Gebäude, die anfahrbar sein müssen. Als ich nämlich vor ein paar Tagen zum Konservatorium wollte, musste ich einen riesigen Umweg fahren und durch etliche Straßen, mal links rum mal rechts rum, bis ich endlich dort war.  Also genau das Gegenteil von dem, was erreicht werden soll…

Ich sehnte mich nach Schwimmen. „Nichts leichter als das, sagte ich mir zu mir selbst, Pack deine Schwimmsachen und komm mit.“

Es ging nach Strassen in die Therme.

Im Schwimm-Schwimmbecken waren alle Bahnen doppelt und dreifach belegt von Schwimmern, die auf Tempo und Bahnen zählen durch das Wasser kraulen. Ich verlegte meine Bahnen auf das Außen- Innenbecken, das schnuckelig warm ist und schwamm im Regen. Anschließend gab es eine Runde Hammam und ein Orangen/Möhren/Ingwer Saft in der Bar im ersten Stock. Als ich nach Hause ging, merkte ich, dass meine Schwimmtasche einen riesigen Riss in einer Naht hat, der nicht mehr zu flicken ist. Ich dachte zurück an die Zeit, wo ich die Tasche erworben hatte. Sie war so praktisch, dass ich sie auch oft als Wochenendtasche mitnahm auf Reisen. Sie kam schon zum Einsatz, da bin ich mir sicher, auf Berlinreisen, als ich noch dort liiert war. Das ist weit über 20 Jahre her. Adieu Tasche, das wars dann wohl.

Bonjour Dauerregen

Als ich erwachte spürte ich einen Kopfschmerz. Ich wusste auch, woher er kam. Es war die Anspannung. Die Anspannung wegen der Dinge, die die Tage auf mich zukommen. Die Physiotherapeutin hatte mir ein paar Handgriffe gezeigt, um die Spannungen, die zum Teil auch vom Kiefergelenk ausgehen, zu lockern.Ich saß also aufrecht im Bett und massierte im Gesicht herum. Erfreulicherweise half es sofort und ich musste nicht auf eine Schmerztablette zurückgreifen.

Am Rechner überflog ich zum letzten Mal den langen Text für Queer.lu, den ich auch zum Teil in St. Jean geschrieben hatte und schickte ihn ab. Und damit wäre die Baustelle dann auch zu. Interessanterweise gebrauche ich das Wort Baustelle nur dann, wenn die Arbeit sich nach „Arbeit Arbeit“ anfühlt. Also nach etwas, was ich nicht mache, um Freude und Spaß daran zu haben. Hier war es aber der Fall. Doch die Recherche zu diesem Artikel war so groß und so aufwändig, dass ich es in vielen kleinen Abschnitten machen musste. Wenn ich mich drei oder vier Tage am Stück dahinter geklemmt hätte, wäre er sofort fertig gewesen.

Am frühen Nachmittag gab es dann Unverblogbares. Das dauerte aber nicht so lange, wie ich anfangs befürchtet hatte und ich hatte noch Zeit im Rainbow Center vorbeizuschauen.

Ich sollte noch hinzufügen, dass es ab dem Moment ununterbrochen regnete. Es ist zum heulen.

Am Abend las ich im Comic von der Berlintrilogie aus St.Jean.

Ein regnerischer Montag

Ich sag es lieber gleich. Es wird eine anstrengende Woche werden, in der ich voraussichtlich wenig zum Schreiben komme. Der Montag war ein Einkaufstag für den Rest der Woche, denn der Kühlschrank füllt sich nach zwei Wochen Urlaub nicht von alleine. Ich fuhr zum Grand Frais meines Vertrauens. Die Baustelle, die sich in Wickrange befindet, ist immer noch nicht besser geworden. Von dort aus ging es noch ins benachbarte Ausland zu einem Discounter. Für die ganze Einkaufsrunde hatte ich einen trockenen Moment erwischt, in dem es nicht regnete. Zudem war das Wetter eine so trostlose Angelegenheit, dass ich wirklich zu überhaupt nichts außer der Reihe Lust hatte. Ich arbeitete viele Mails ab, schaute dabei immer wieder zum Fenster raus, und sah den Regeln auf das große Dach des Nachbarn prasseln.

Wenn die Arbeit nicht gerufen hätte, wäre ich gerne noch eine Woche in St. Jean geblieben. Sogar dort ist es immer noch spannender bei Regen als hier.

Am Abend schaute ich mir die letzten aufgenommenen Folgen von Professor T an, die ich noch nicht gesehen hatte. Dabei stellte ich fest, dass die Aufnahmekapazität überschritten war und das Gerät die letzten Folgen nicht aufgenommen hat.

Früh zu Bett, konnte aber lange nicht einschlafen.

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Wenn wenn ihr ein Blog lesen wollt, wo es gerade spannender ist, dann lest bei der Kaltmamsell, die grade in England eine lange Wanderung macht.

Ein sehr ruhiger Sonntag

Der letzte Satz vom Samstagabend: Luxemburg empfing mich mit Regen, wie sollte es anders sein. Und so blieb es auch den ganzen Sonntag über. Es wurde ein sehr ruhiger häuslicher Tag. Ich bediente die Waschmaschine, tat ein bisschen hier, ein bisschen da… Und damit war der Tag so gut wie gelaufen.
Was die Mitbringsel angeht, habe ich mich diesmal ein wenig zurückgehalten, ich habe mir selbst ein großes Geburtstagsgeschenk gemacht, das aber noch nicht hier ist, es wird geliefert werden, zeigen kann ich es aber.

Ich habe in dem Teppichladen in San Sebastian, der sich in der gleichen Straße befindet wie das Restaurant, in dem auch der Burnt Cheesecake erfunden wurde, einen wunderschönen afghanischen gewalzten Teppich gefunden. Ich trug mich schon lange mit der Idee, für den Eingang des Wohnzimmers etwas anderes zu finden. Er wird nächste Woche geliefert.

Die anderen Mitbringsel und Geburtstagsgeschenke gibt es auf dem nächsten Foto:

Ein paar Schuhe, das war klar. Ein neuer brauner Gürtel von La Belt, weil ich daheim einen entsorgt hatte. Die Duftkerze (die nach Baskischem Kuchen riecht) und die Tasse unten waren ein Geschenk, sowie Watership Down. Das andere Buch hatte ich mir selbst gekauft. Der erste Teil der Berlintrilogie von Phillip Kerr.

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Ooooooh Honey!

Von St.Jean nach Luxemburg

Aber erst etwas in eigener Sache. Ich musste ein neues Theme einsetzen, weil das Alte bzw. Neue/Alte wie es scheint, nicht mehr upgedatet wurde und daher angreifbar war. Es gab während meinem St.Jean Aufenthalt wieder eine selbständige Abschaltung. Das neue gefällt mir so mittel. Ich wollte etwas einfaches…nun ja. Ich werde weitersuchen.

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Die letzte Schwimmrunde. Ich verabschiedete mich von all den anderen Schwimmern, die ich inzwischen kennen gelernt hatte und auch jeden Morgen so verrückt sind wie ich, um ins Meer abzutauchen.

Mittagessen gab es im Maténia, dass auf der anderen Seite der Brücke in Ciboure liegt. Abgelichtet habe ich die Speisen nicht, aber es war einfach und lecker.

Ich habe mich gefragt, ob das Wort Maténia vom Wort Métanie abgeleitet wird,das würde nämlich sehr passen als Übergang. (Es wird es wahrscheinlich nicht)

Mit der D und dem J besuchten wir das Kloster der Récollets, einem Orden der von den Franziskanern abstammt. Das Kloster selbst steht schon lange leer, wurde komplett renoviert und ist heute teils ein Museum, teils ein Ausstellungort für Architektur und ein großer Saal für Musikveranstaltungen. Die D war überzeugt, sie hätte ihn mir schon einmal gezeigt, aber dem war nicht so.

Es gibt einen Innenhof:

… und den vorher erwähnten Musiksaal.

Man konnte überhaupt vieles besichtigen, dass man sonst nicht kann, weil am Samstag und am Sonntag die Journées du Patrimoine stattfinden in ganz Frankreich. auf Deutsch würde man sagen; Tag des offenen Denkmals. An den Tagen sind viele Gebäude zugänglich, die normalerweise nicht das Publikum geöffnet sind. So wird die D morgen das Ford de Socoa von innen besichtigen, was man sonst nie kann. Ich ja leider nicht mehr… (Seufz)

Gleich daneben am Hafen gaben die Männer von der Seerettung eine Demonstration.

Ich machte just in dem Augenblick das Foto, als er ins Wasser sprang.

Wieder in Saint Jean gab es noch ein allerletztes Eis von Bargeton und dann hieß es langsam aber sicher Abschied nehmen.

Mit dem Taxi ging es zurück zum Flughafen und dort sah ich noch eine lustige Aufschrift an einer der… Wie nennt man das eigentlich? Flugzeug Treppe?

Luxemburg empfing mich mit Regen, wie sollte es auch anders sein.

St.Jean-de-Luz: Ein sehr heißer Tag mit einer Premiere

… zumindest für mich. Es gibt ja dieses Wetterphänomen wie zum Beispiel den Mistral an der Côte d‘Azur. Durch die Pyrenäen gibt es das auch hier. Er wird nur anders genannt. Brouillarta. An diesem Morgen erlebte ich zur ersten Mal, dass das Meer komplett im Nebel verschwunden war.

Das hinderte mich aber nicht daran, schwimmen zu gehen, im Gegenteil, es machte die Angelegenheit noch spannender. Ich schwamm die gewohnte Runde bis zu den Bojen und zurück. Am späten Morgen lichtete sich der Nebel, und es wurde heiß. Kurz vor Mittag zog es sich ich dann wieder zu, und es wurde noch einmal so richtig dunkel und es kühlte merklich ab, aber es kam kein Wind auf, wie das gewöhnlich der Fall ist. Als die kühle Luft sich dann wieder verzogen hatte, wurde es sehr schwül warm.

Ich verzog mich nach innen und schrieb den Beitrag fertig, an dem ich schon so ewig lange arbeite. Er ist endlich fertig und viel zu lang geworden aber kürzen wird schwierig werden. Wenn er nächstes Jahr veröffentlicht wird, müssen andere das tun. Oder ich, aber ich brauche erst mal eine Pause von diesem seltsamen und bemitleidenswerten Menschen, der mich seit Wochen, wenn nicht Monaten begleitete und der mir viel im Kopf herumspukte.

Am Abend ging es für ein letztes Abendmahl in St.Jean hinüber nach Ciboure ins Alaïa. Das Restaurant besitzt eine der schönsten Terrassen aus der Gegend, weil sie direkt am Strand ist.

Kurz bevor wir zurück gingen, fing es an, ein wenig zu tröpfeln, was aber keine wirkliche Abkühlung verschaffte. Einen allerletzten Absacker gab es noch am Meer in St.Jean und der M. versuchte die Blitze per Kamera einzufangen die weit entfernt über den Himmel tanzten. Dabei entstand ein sehr spektakuläres Foto:

Und morgen geht es zurück.

St.Jean-de-Luz: Ein heißer Tag

AZKEN ARNASA EMAN NAHI NUKE, ITSASOARI BEGIRA
Ich möchte meinen letzten Atemzug tun, während ich das Meer betrachte.

Ich hatte mittelprächtig geschlafen. Die kleinen Geschenke, die ich gestern zum Geburtstag erhielt, zeige ich wenn ich wieder daheim bin.
Die Schwimmrunde war gewohnt prächtig. Ich werde das nächste Woche sooooo vermissen…

Ansonsten war es ein ruhiger Tag ohne große Unternehmungen. Es war ein wenig zu heiß dafür.

Der Sonnenuntergang war sagenhaft:

St.Jean-de-Luz: Ein Tag am Meer & nachgeholter Geburtstag

Es war uns schon für Anfang der Woche schönes Wetter versprochen worden. Doch es war alles ein wenig nach hinten gerückt und das richtig schöne Wetter kam erst am Mittwoch.

Für den anschließenden Kaffee ging es hinüber zu Bar de la Marine, wo ich die Verladung der Algen am Hafen beobachten konnte. Seit ein paar Tagen dürfen nämlich die Algen geerntet werden, so weiter Verarbeitung in der Kosmetik.

Das brachte auch mit sich, dass am Strand sehr viele Algenreste angespült wurden.

am Abend holten wir dann eine kleine Geburtstagsfeier nach im Restaurant Instincts.

zu dem gab es auch ein paar kleine Geschenke, aber die zeige ich euch morgen.

St Jean-de-Luz: 3 Tage

Drei Tage lang nichts geschrieben. Keine Angst, mir geht es gut sehr gut sogar. Aber ich bin im Urlaub und ich muss gestehen, dass ich die letzten Tage nicht die geringste Lust hatte, irgendetwas zu schreiben. Darum gibt es heute ein paar Fotos der letzten Tage mit ein paar Erklärungen.

Am Strand liegen, ein bisschen Lesen, den Wellen zu schauen und massiv Sonne tanken.
Der Strand am Sonntag. Belebter als in der in Woche aber immer noch erträglich.
Der Strand am Montag. Dicke dunkle Wolken zogen auf, aber sie sahen nur so aus. Geregnet hat es nicht.
Ein Apéro im Bar Basque. Ein Macca ‚c. Nicht schlecht, aber ich muss ihn nicht noch einmal haben.
Etwas neues. Den Txakoli gibt normalerweise nur in wieß, doch im Bar Basque gab es ihn auch in rosé.

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Der Montag, dann war ein Tag, der mit Sonnenschein begann und mit Regen endete.

Wir sahen uns im Kino einen Film, an der dieses Jahr in Cannes den Preis der Jury bekam. Sirât.

Den Trailer hatte ich schon in Luxemburg gesehen und war ziemlich geflasht davon. Sirât kommt aus dem arabischen und bedeutet der Weg zwischen zwei Dimensionen; eine Brücke über die Hölle, die jeder am Tag des Jüngsten Gerichts überqueren muss.

Auf einer illegalen Rave Party in der Wüste versucht ein Vater mit seinem kleinen Sohn, seine Tochter wiederzufinden, die verschwunden ist. Was sich zu Anfang wie ein Road Movie anfühlt, mit irre guter tranceähnlicher Technomusik, wechselt im letzten Teil des Films sämtliche Register und lässt niemanden kalt. Da die Geschichte sehr langsam erzählt wird, man aber als Zuschauer weiß, dass da etwas im Busch ist, ist man ständig auf der Hut und vermutet hinter alles und jedem eine Wendung zum Schlechten. Was dann tatsächlich passiert, erwartet man gar nicht…

Ich kam sehr durchgeschüttelt aus dem Kino. Hui, der Film verfehlt seine Wirkung nicht. Hier in Frankreich spricht man von ‚ Le Film Choc‘.

Im Anschluss ging es noch mit dem J. der seit Samstag auch zugegen ist, für ein paar Pinchos ins Hotel Thalazur.

Früh zu Bett.

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Kann sich noch jemand an Flashmobs erinnern?

St: Jean-de-Luz : Sainte Barbe

Das Meer war ganz schön unruhig am Morgen. Ich musste wieder zu Felsen gehen wo die Wellen nicht so hoch sind. Der Himmel blieb den ganzen Tag bedeckt, aber bei 22 Grad kann man sich nicht beschweren.

Am Nachmittag beschloß ich auf der anderen Seite der Bucht bis hoch zur Sainte Barbe zu der kleinen Kapelle zu gehen.(unten im Bild)

Die Festung von Socoa auf der anderen Seite der Bucht.

Ich saß eine ganz Weile dort, las ein wenig und dachte über kommende Themen für den Podcast nach. Ich denke bis Mitte November sind die Folgen schon mal gesichert. Sie müssen nur noch aufgenommen werden.

Nach der Tour hatte ich Irre Lust auf Eis. Bei Bargeton gab es ein Diane Becher, der so mächtig war, obwohl man das dem Foto nicht ansieht, dass er bis zum Abend reichte.

Der Abend gestaltete sich dann sehr ruhig.

Kleine Erinnerung an mich: Die Jetpack App wollte heute partout den Beitrag nicht hochladen, weder auf dem Smartphone noch auf dem iPad. Die Fotos jedoch lud er ohne zu murren hoch. Sehr seltsam. Ich konnte mich nur per Browser einloggen und alles nochmal schreiben.
Wenn ich wieder daheim bin muss ich einen Fachmann anheuern. Denn nicht später als gestern hatte sich die Homepage nach all der Putzerei und Updaterei, wieder selbstständig abgeschaltet. Es hat also alles nicht geholfen.

St.Jean-de-Luz: Bayonne

Am Morgen machte ich den Fehler in die Mails zu schauen. Ich hatte mir geschworen das nur jeden zweiten oder dritten Tag zu tun. Es war klar wie Kloßbrühe, dass da Zeugs dabei war, das keinen Aufschub duldete. Damit war der Morgen so gut wie gelaufen und die Schwimmrunde futsch. Für Mittag und Nachmittag hatte ich einen kleinen Ausflug nach Bayonne geplant, den ich dann auch antrat.

Wahrscheinlich war der eine Turm der Kathedrale das letzten mal noch mit einem Gerüst zugebaut. Aber Unterschied zwischen dem Geputzten und dem Ungeputzten ist erstaunlich.

Mein erster Gang galt der kleinen Boutique in der Stadt ich vor etlichen Jahren das Parfüm entdeckt hatte, das für das berühmte Buch von Patrick Süßkind kreiert wurde. Es heißt wie der Hauptprotagonist des Buches; Grenouille. Es war noch ein wenig der Flasche und als ich es vor ein paar Wochen benutzte, merkte ich erstens dass mein Geruchssinn nach all den Monaten endlich wieder alle kleine Nuancen wahrnimmt und wie toll der Duft ist. Ich kaufte eine Flasche Nachschub.

Mein zweiter Gang weil Mittag war, galt Sebastien Zozaya, dem preisgekrönten Metzger. Es gab ein Pastete gefüllt mit… ich weiß es nicht mehr… viel gutem Zeug.

Genau gegenüber befindet sich die neue Boutique in der auch Azénor beheimatet ist mit ihrem Schmuck, von der ich den wunderschönen Totenkopf habe. Ich schaute kurz bei ihr rein, es war ein freudiges Wiedersehen.

Ich fuhr zeitig zurück, denn ich wollte dann doch noch eine Runde schwimmen gehen. Im Zug zurück war jede Menge Polizei. Warum die mitfuhren und bei jeder Station ausstiegen und Wache hielten, war nicht wirklich nachzuvollziehen.

Ich ging wieder bis zu dem Felsen, weil in der Mitte mir das Meer zu wild war. Doch selbst da war es noch heftig.

In der Bucht stand auch wieder das Militärschiff.

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Ein Foto von mir am Strand von St.Jean von 2018, also vor 7 Jahren. Ich bin inzwischen ganz schön grau geworden:

St.Jean-de-Luz: Ein richtiger Regentag & Pflichtwünschen

Der Tag ist schnell zusammengefasst. Am Morgen stand ich auf, überflog noch einmal das Posting vom Vortag, wartete noch ein bisschen, bis es eine Idee wärmer war und zog dann um 9:00 Uhr los für die erste und einzige Schwimmrunde an diesem Tag. 

Das könnte auch in St.Jean sein, ist es aber nicht. Die D. schickte mir einen bunten Sonnenschrirm Strauß von dort wo sie gerade weilt.

Ein Foto von J. bekam ich aus der Heimat mit der tiefsinnigen Unterschrift; ‚hei ass et Wanter!‘

Vom Schwumm aus, bei dem ich fast nicht mehr aus dem Wasser wollte, den es war wärmer als die Außentemperatur, ging ich zum Bäcker und kaufte fürs Frühstück. Es gab Croissants und ein ‚pain au raisin‘.

Das Draußen sah nicht einladend aus, es schüttete immer wieder. Ich setzte mich hinter das Schneidprogramm und bearbeitete den letzten aufgenommenen Podcast von Ëmgefall an Ausgelaf. Es brauchte ziemlich viel Zeit aber er steht. Als ich ihn fertig hatte war auch ich fertig, sprich müde und ich legte mich hin für ein Nickerchen, das länger dauerte.

Für den Abend hatte ich weiter nichts geplant. Ein schönes kleines Abendessen gab es im Bar Basque. Fisch mit Möhren in einem sagenhaft guten Sud und ein Dessert aus gebackenen Äpfeln und einer Caramelsahne.

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Über eine Chose möchte ich noch schreiben, die mir den ganzen Tag im Kopf herumtrottete.

Ich habe seit der re:publica sehr viel in meinen sozialen Medien durchgeputzt und aufgeräumt. Es flog vieles raus. Mit Ausnahme des Messengers von FB, den ich leider noch beruflich brauche, ist alles was Meta angeht, weg. Das hat manches geändert. Ich werde nicht mehr zu Chatgruppen hinzugefügt wo ich mehr Unnötiges als Nötiges lesen muss. Ein interessanter Aspekt den ich erst heute feststellte, sind die Geburtstasgwünsche, die zu hunderten über den ganzen Tag eintrudelten. Sie sind weg. Das zeigt mir dass die meisten sich nur wegen der Geburtstagsliste meldeten, die es auf FB und IG gibt. Das zeigt mir auch, dass der Großteil es nur aus einer Art Pflichtgefühl heraus tat und ich nur einer von vielen war. Eigentlich war es ihnen egal. Versteht mich nicht falsch, mir sind die Wünsche von mir nahestehenden Menschen wichtig und ich weiß sie sehr zu schätzen. Von all den anderen war es schön wahrgenommen zu werden. Jetzt da ich in diesen Listen nicht mehr vorhanden bin, scheine ich nicht mehr zu existieren. Das zeigt wie unwichtig die Sozialen Medien doch eigentlich sind. Aus den Augen, aus dem Sinn. Irgendjemand sagte mal vor vielen Jahren, dass FB und IG nur gut gemachte Werbeseiten sind. Es stimmte und stimmt immer noch. Ich bin froh kein Teil mehr der META Maschine zu sein. Auf Bluesky, Mastodon, Telegram und Signal bin ich ja noch und dort sind auch die Internet Menschen die mir wichtig sind.

St.Jean-de-Luz: Ein Ausflug San Sebastiàn

Das Wetter trüb und trist in St.Jean. Ideal um einen Ausflug in eine größere Stadt zu machen, denn da ist das Wetter egal.

Also auf nach San Sebastiàn.

Ich buchte ein Sitz im BlaBla Bus. Im Prinzip noch immer die einfachste Methode dorthin zu kommen, ganz zu schweigen, dass es auch die günstigste ist. 6€!!! Auf dem Weg dorthin war ich erstaunt, dass das Wetter auf schön mit Sonne umschwenkte. Na umso besser!

Ich schlenderte durch die Straßen hoch zum Telmo Museum. Ich hatte dort eine Ausstellung entdeckt die ich unbedingt sehen wollte. Auf Englisch hieß sie Wearing a Garden.

Es gab in 17.Jahrhundert eine Mode die 100 Jahre anhalten sollte und weit darüber hinaus immer wieder kam. Naturmotive in der Bekleidung. Es ist klar dass diese damals nur denen vorbehalten war, die es sich leisten konnten.

Ich habe das Bild unten absichtlich mit ein Besuchern gemacht, weil ich zeigen wollte wie klein und zierlich die Kostüme damals waren. Das Oberteil in der Mitte ist heute eine Kindergröße.

Ende des 17.Jahrhunderts, als die Motive abstrakter und repetitiver wurden, waren zwei Herrenanzüge dabei, die mir auch für mich gefallen würden.

Ich suchte noch einmal den gewaltigen Altar auf, den ich schon mehrfach gesehen habe und der allein wegen seiner Größe und Motive alle andächtig verstummen lässt.

Im obersten Stockwerk war eine Ausstellung über das Jazzfestival von San Sebastiàn zu sehen, die mich nicht sonderlich interessierte, aber durch einen Umstand sah ich es mir doch an. Am 10.September 1966 startete das Festival zu ersten mal, also genau heute vor 59 Jahren. Das Festival ist also genau so alt wie ich! Und wenn hier andere Festivals bekannter sind, wie z.B. das Filmfestival, so kann dieses Festival mit Größen und Berühmtheiten aus der Jazzmusik aufwarten, aber Hallo!

Bei einem Bild wurde ich für einen Moment stutzig. Die war nicht wirklich hier, oder? Nein, es ist eine Imitatorin von Janis.

Auch die riesigen Puppen, die ich schon einmal in Aktion erlebt hatte vor Jahren, waren wieder ausgestellt.

Kurz nach Mittag war ich aus dem Museum raus und hatte hunger. Und anstatt wieder zurück ins Getümmel, wo Touristen abgefertigt werden wie Vieh, blieb ich im Restaurant des Museums Zazpi und aß dort ein paar Pinchos. Und das waren Edel Pinchos!

Vor allem das Ei mit Trüffel oben rechts und das Risotto unten links waren WOW! Nach einem doppelten Espresso ging wieder in die Stadt.

Ich gönnte mir ein Geburtstagsgeschenk. Was es genau ist kann ich erst in Luxemburg zeigen, denn es muss geliefert werden.

Ich schlenderte bis zur Tabakalera wo es noch eine Ausstellung gab die aber erst wieder ab 16:00 zu sehen war. Zumindest hatte ich das so verstanden. Also musste ich ein wenig Zeit totschlagen, denn um noch etwas anderes zu unternehmen war nicht genug Zeit.

Ich setzte mich auf eine Parkbank und schrieb ein wenig hier vor. Zudem schaute ich mir die Neuigkeiten aus der Heimat an und erschrak. Es gab Überschwemmungen in Luxemburg. Da liest man einmal keine Nachrichten von daheim und Peng, passiert was! Ich wohne glücklicherweise nicht in einer gefährdeten Zone.

Ich hatte mich entschieden auch wieder mit dem Bus zurückzufahren. Der kam von Bilbao und kam schon mit einer kräftigen Verspätung in San Sebastiàn an. Ein bisschen viel Getue im Bus. Ich war froh dass ich nur 40 Minuten damit fahren musste und keine 3-4 Stunden.

Am Abend gab es noch eine schnelle Pizza in Bellini, eine Pizzeria die immer brechend voll ist und es braucht mehr Glück als Verstand um dort einen Tisch zu ergattern, wenn man nicht vorab reserviert hat.

Ich lag früh in der Horizontalen.

St. Jean-de-Luz: Ein Regentag

Die Wetterapp hatte es richtig vorausgesagt am Vortag, dass es mit dem Schwimmen wahrscheinlich nichts werden würde.

Das Meer war mir zu wild. Also ging am Strand vorbei mir den Füßen im Wasser. Es fing an zu nieseln.

Wieder in der Wohnung duschte ich erstmal gründlich und setzte mich hin und schrieb eine Weile. So ganz ohne Arbeit konnte ich ja nicht herkommen.

Zum Mittagessen war ich mit Freunden in einem Restaurant verabredet, das ich zwar kannte, in den ich aber noch nie war. Chez Pablo. Eine sehr alte Gaststätte die ein wenig abseits in einer Seitenstraße liegt. Es wird hauptsächlich von den Einheimischen aufgesucht. Die Karte hat nur wenige einfache Gerichte, was ja immer sehr positiv ist. Für uns gab es Merlu im Eimantel gebacken mit Pommes.

Später ging ich noch einmal durch die Stadt und kaufte mir einen neuen Riemen für die Hosen bei La Belt. Ich habe quasi alle meine Lederriemen in den letzten Jahren durch La Belt ersetzt.

Wieder daheim, denn es fing wieder an zu regnen, schaute ich mir eine Doku auf Arte an über Alfons Mucha, dessen Bilder wirklich jeder kennt, weil man sie automatisch im Kopf hat wenn man an Artdeco und Jugendstil denkt, der aber ein Vergessenheit geraten war:

Später arbeitete och nochmal an einem Text, der wahrscheinlich viel zu lang werden wird, aber das ist mir jetzt mal egal. Er macht grad so richtig Spaß.

Ich ging früh zu Bett, den morgen mache ich einen Ausflug.

***

Ein Foto aus längst vergangenen Tagen wo das Leben noch unbeschwerter war:

Heute vor 16 Jahren war ich in Korsika und besuchte die Calanches de Piana. Das weiße Leinenhemd habe ich immer noch. Und die Schuhe sind von, wie sollte es anders sein, von Camper.