Der letzte Tag

Ich bin wieder in diesem weder Fisch noch Fleisch Zustand. Und ich weiß nicht wie ich die Nacht überstehen soll. Es ist eine von den Nächten, an der man feiern soll und mir, zumindest jetzt, ist überhaupt nicht danach.
Zudem herrscht eine etwas seltsame Stimmung hier. Vielleicht sehe ich das auch nur so, doch mein lässt mich mein Gefühlssensor selten im Stich.
Es wird mein letztes Posting sein für dieses Jahr. Rückblickend gesehen war es ein stressiges Jahr mit vielen Ups und Downs. Ich versuche die Highlights im Kopf Revue passieren zu lassen. Die Choucroute war glaube ich das Wichtigste. Engelmann war ein Schritt in eine neue Richtung. Berlin hat mir neue Perspektiven gegeben und ist, grade jetzt, dabei mich zu enttäuschen. Mein Log ist ein treuer wichtiger Begleiter geworden.
Wenn ich zurückschaue was ich heute vor einem Jahr während den Feiertagen gemacht habe, ich könnte es nicht mehr genau sagen. Ich bin an Heiligabend von Wuppertal zurück nach Luxemburg gefahren, weil dort die letzten Drehtage eines Films waren. Der Film hatte 3 Monate gedauert und ich war nervlich nur noch ein Schatten. Ab da habe ich, um bei Filmausdrücken zu bleiben, ein Filmriss. Ich weiß nicht was ich für Weihnachten geschenkt bekommen habe, ich weiß nicht was ich verschenkt habe, ich weiß nicht mehr was es zu essen gab…nichts mehr.
Ende Januar fing ich mit dem Log an und das hat einiges geändert. Irgendwie ist mein Leben dadurch bewusster geworden. Ich nehme vieles klarer wahr. Ich habe es um und ausgebaut, es sind neue Seiten dazugekommen, und ich musste lernen was ins Log kommt und was draußen bleibt. Mittlerweile habe ich das gut im Griff.
Meine Vorsätze für 2005: Ich habe mir noch keine Gedanken darüber gemacht. Ich habe auch vielleicht keine. Wenn mir heute Abend noch welche spontan einfallen, werde ich sie euch im neuen Jahr wissen lassen.
Ich wünsche euch allen ein guten Rutsch und nehmt es nicht so tragisch wie ich es z.Z. nehme.
Alles Gute.

Übrigens

Ach ja, was ich noch sagen wollte. Die traurigen Engel Seite die ich im Spätsommer erstellt habe, da gibt es eine Broschüre.“Engel in Berlin“ heisst sie und hängt im Eingang vom Filmmuseum am Potsdamer Platz.
Ich war etwas überrascht und dann doch stolz, weil andere viel klugere Köpfe als ich die gleiche Idee hatten.

Flick

Im Hamburger Bahnhof die Flick Collection gesehen und war enttäuscht. Es ist nicht viel wirklich interessantes dabei. Außer 93 Ölgemälde von Wartesälen an Bahnhöfen die in einem langen Gang hängen. Und eine Installation mit Diaprojektionen wo alle möglich Fragen an die Wand projiziert werden. Ein Spiel was ich auch schon hier gespielt habe. Fragen stellen ohne wirklich Antworten darauf zu bekommen. Die Antwort ist nicht das ausschlaggebende sondern die Frage selbst. Auch wenn man sie nicht beantworten kann so löst sie doch etwas aus.
Die berühmten Neoninstallationen von Bruce Naumann sind auch interessant.
Ansonsten wurde, ganz ehrlich, viel Mist gezeigt. Ein Freund von mir meinte es sei vieles von blinder Künstlerhand mundgebissen. Es lohnt sich nicht hinzugehen. Sie ist es den horrenden Eintrittspreis von 9 Euro nicht wert.
Zudem erfüllt mich seit heute ein Gefühl der Enge und ich habe das Bedürfnis zu explodieren. Woran es liegt weiss ich, aber es auszusprechen, wäre nicht gut. Es ist wie mit den Fragen die keine Antwort brauchen, wollen, haben…

Troll & Fußtritt

Nun sitz ich hier, ich armer Troll,
und weiss nicht was ich schreiben soll.
Na den Spruch hätt ich mir sparen können. Goethe würde mich erwürgen wenn er wüsste dass ich seine Prosa zu meiner Unfähigkeit verpulvere. Aber wo er schon mal da steht bleibt er auch gleich da stehen.
Ein trostloser dunkler Tag in Berlin. Es wurde nicht richtig hell und es sah die ganze Zeit so aus als ob es bald schneien würde. Und da ich Verpflichtungen hatte, fielen die mir umso schwerer. Man musste mich regelrecht zu einem Abendessen mit Fußtritten hinbugsieren. Es war dann doch ganz lustig und ich habe neue Berliner kennengelernt. (ob det allet stockechte Berliner sind wess ick nücht, aber berlinern können se allemal, wah) Und ich mag diese schnodderige Art ja so.
Was aber auch mal ganz gut tut, so wie jetzt, ist eine Weile allein zu sein. Das ist nun leider nicht immer der Fall. In Luxemburg habe ich mir das so eingerichtet, dass egal wie der Tag auch aussieht, irgendwo findet sich immer eine Stunde oder mehr in der alleine bin. Es hat sich zu einer Notwendigkeit entwicklet die ich nicht mehr missen möchte. Ich mag zwar auch in Gesellschaft sein aber ich freue mich dann umso mehr wenn es dann wieder ruhig wird und ich die Gesellschaft im Kopf noch Revue passieren lasse.
Und so reißen kleine Gewohnheiten ein und man kommt sich alt vor…

Lichtblick

Ich bin noch ein paar Erklärugen schuldig. Alex habe ich an Heiligabend NICHT getroffen. Und das war angesichts der Tatsache, dass es ein Abend war an dem ich Kollergefährdet war, besser so.
Irgendwie bin ich auch nicht mehr in der Stimmung Späßchen zu machen wenn ich im Hintergrund die Bilder im Fernsehen aus Südostasien sehe. Ich fühle mich dabei wie gelähmt.

Ein kleiner Lichtblick heute nachmittag. Der Film Birth den ich gestern sah handelt von Reinkarnation. Im FaQ gibt es auch so einen Satz. „In meinem früheren Leben war ich Friseur.“
Das Foto wurde heute nachmittag aufgenommen. Sieht nach Rebirthing aus…

Reaktionen

„Süüüüüüüüüüüüüß!“, war eine der Reaktionen auf das Weihnachtsmärchen. „Wieso jetzt plötzlich dieser Kinderkram?“, war eine andere.
Die Geschichte war plötzlich da. Und sie musste raus. Und es ist nun mal ein Märchen. Vielleicht schreibe nächstes Jahr eines für Erwachsene, wer weiß…
EInes habe ich aber festgestellt. Das Schreiben eines Textes in dieser Form geht nur bedingt durch die äußeren Umstände. Damit meine ich Weihnachtskoller, ein klein wenig Heimweh und der ganze Trubel um mich herum.
Eine Erfahrung die ich aber nicht missen möchte.

Peng

Wie war das vorhin mit der Völlerei für’s Hirn?
In dieser Hinsicht habe ich heute ein wenig übertrieben. Mal abgesehen von den 2 Filmen die ich gesehen habe, Anatomie einer Entführung und Birth, habe ich im Spiegel die Titelstory über Beslan gelsen und jetzt eben ist mir Katastrophe vom Seebeben in Südostasien richtig bewusst geworden. Ich habe schon gestern abend die ersten Bilder davon gesehen, aber ich hab das irgendwie nicht richtig geschnallt. Man spricht jetzt von 26.000 Opfern. Eine unvorstellbare Zahl.
Das ist alles zu viel für meinen Kopf, insbesondere die letzte Meldung. Ich habe mir grade vorgestellt, wieviele Menschen das sind. Das wäre als ob mein kleines Echternach in Luxemburg 5fach von der Landkarte ausradiert worden wäre.
Wo bleibt dabei dereigene Zugang zur Vernunft?

Ich wollte ewas über Reaktionen zu dem Weihnachtsmärchen schreiben. Mach ich morgen.

Gehirn sucht Nahrung

Habe eben Karten für die Kay Ray Late Show im BKA reserviert. Ein Versuch nicht in das after X-Mas Loch zu fallen. Eine weitere Aktion folgt diesbezüglich heute Nachmittag. Ich werde mir, wie in Cannes, die die Kanne mit Filmen geben. Da ich leider jetzt schon weiss, dass ich 2005 nicht dort sein werde, üben ich jetzt für 2006. Ich habe mal 3 Stück angestzt. Ob ich sie zeitlich schaffe weiss ich nicht, aber es müsste im Prinzip klappen. Gestern abend habe ich mir Agata und der Sturm angesehen. Schöner Film, der diese Leichtigkeit vermittelt, die ich manchmal in meinem Leben vermisse.
Wenn mir nach der Filmüberdosis die Gehirnzellen nicht geplatzt sind, lass ich euch wissen was ich mir angesehen habe.
Es lebe die Völlerei (schon wieder ?!?) für’s Hirn.

Fressen, fahren, fressen

Menu von Heiligabend
Vorspeise: Zanderfilet mit rohem Schinken auf einem Salatbett mit roten Zwiebeln
Hauptgang: Entenbrust mit Mangold undNocci mit Parmesan
Dessert: Mousse au Chocolat

Menu zum 1 Weihnachtstag
Morgens: Kaffee, schwarz
Mittags: einmal hin und zurück nach Leipzig
Abends: 1 Döner

Menu zum 2 Weihnachtstag
Im Restaurant „Zum Fliegnden Holländer“ in Potsdam
Hauptgang: Entenbraten mit Rotkohl, Grünkohl, Marronen und Knödel
Dessert: Eierlikörparfait mit heisser Schokolade.

Es lebe die Völlerei, die Fress- und Genusssucht und das schlechte Gewissen danach.

Die Weihnachtsgeschichte 2004

Es war einmal ein kleines Auto das in Frankreich das Licht der Welt erblickte. Es wurde auf den Namen Peugeot 306 getauft. Es kam zu einem Autohändler nach Luxemburg. Die Frau des Autohändlers brauchte unbedingt einen neuen Wagen und so meldete der Händler das kleine Auto als Firmenwagen an. Der kleine 306 war mächtig stolz dass er beim Händler bleiben durfte und jede Woche von den Angestellten gehegt und gepflegt wurde. Die Frau des Händlers fuhr jeden Tag in die grosse Stadt wo es dann in einer warmen Tiefgarage untergebracht wurde. Dort sah es jeden Tag andere Autos, vor allem ein kleiner schicker Mercedes, mit dem es sich angefreundet hatte.
Eines Tages sagte der Händler zu seiner Frau: „Wir müssen das Auto verkaufen. Es ist als Firmenwagen angemeldet und wenn wir noch einen ordentlichen Preis dafür bekommen wollen, muss es jetzt weg.“
Dem kleinen 306 war Angst und Bange. An wen würde es verkauft werden? Würde es dort genau so gut behandelt werden wie in der Werkstatt des Händlers?
Ein junger Mann kam zum Autohändler und ward sehr interessiert daran. „Ich werde das Auto kaufen!“ Das kleine Auto schaute sich den jungen Mann ganz genau an. Er schien nett zu sein. Es stellte fest, dass der junge Mann gar nicht weit vom Autohändler entfernt wohnte. Es kam dort in eine Garage in der es sich sehr wohl fühlte. Ab und zu gesellte sich ein kleiner Peugeot 206 CC dazu. Der junge Mann brauchte das Auto sehr viel und die beiden wurden dicke Freunde. Es bekam viel von Welt zu sehen. Es fuhr nach Brüssel, Frankfurt, Straßburg, Köln und an die belgische Küste, und war glücklich so viel von der Welt zu sehen und einen so netten Besitzer gefunden zu haben.
Die Jahre gingen dahin und das Auto wurde älter. Es wurde regelmäßig in der Werkstatt des Autohändlers überholt und fühlte sich jedes Mal wie neugeboren wenn ein Ölwechsel gemacht wurde.
Das kleine Auto liebte die Winterzeit. Nicht wegen des ekligen Wetters oder dem vielen Salz auf den Straßen. Das mochte es überhaupt nicht. Es liebte Weihnachtszeit. Es war kurz vor Weihnachten geboren worden und das erste was es damals zu sehen bekam, als es zum Händler gebracht wurde, war ein großer Weihnachtsbaum mit vielen kleinen Lichtern die sich in seinem damals funkelnden Autolack widerspiegelten. So etwas schöner hatte es noch nie gesehen. Und jedes Jahr wenn die frohen Tage näher kamen freute es sich aufs neue einen so schönen Baum zu sehen.
Eines Tages, der Winter rückte näher, nahm der junge Mann das kleine Auto um sich auf eine lange Fahrt zu begeben. Sie sollte über 6 Stunden dauern. Es las unterwegs auf den Schildern, dass es in Richtung Berlin fuhr. Es hupte fast vor Vergnügen. Endlich würde es mal die Stadt sehen von der der junge Mann immer so viel sprach. Doch hatte er das kleine Auto nie mitgenommen da ihm die Fahrt immer zu anstrengend vorkam.
Als die beiden am späten Nachmittag die beiden in Berlin eintrafen sah das kleine Auto sehr schmutzig aus. Eine Schlammpfütze auf einer Raststätte hatte die ganze rechte Seite bis hoch zu den Fenstern ganz bekleckert. Es schämte sich ein wenig so verdreckt in die große Stadt hineinzufahren. Aber es war aufgeregt und glücklich.
Der junge Mann stellte das Auto in einer ruhigen Straße ab, in der nur große Wohnhäuser waren.
Während der folgenden Tage blieb das kleine Auto dort stehen. Schon in der ersten Nacht schaute es sich um stellte fest, dass in der Straße kein einziger Weihnachtsbaum stand. Nicht einmal eine Weihnachtsdekoration war an den Straßenlampen angebracht. In einem Fenster im vierten
Stock sah das kleine Auto ein Lichtlein flackern das irgendwie aussah als ob es zu einem Weihnachtsbaum gehöre. Doch war das Licht so schwach, dass es sich nicht in seinem Autolack spiegeln konnte. Und mit der Dreckschicht hätte es schon gar nicht geklappt.
Trübselig stand das kleine Auto Tag für Tag in der dunklen Straße und wurde immer trauriger. Würde es in diesem Jahr keine Weihnachtslichter sehen? Keinen Weihnachtsbaum? Keine hunderte von kleinen Lämpchen sie sich in seinem Lack spiegeln würden? Es sehnte sich nach seiner warmen trockenen Garage und wünschte sich, der junge Mann wäre nie nach Berlin gefahren.
Eines Tages, das kleine Auto hatte schon alle Hoffnungen aufgegeben, bog der junge Mann um die Ecke und zückte die Autoschlüssel. Das Auto ließ sich nur missmutig aufsperren und der junge Mann stieg ein. Es fuhr mit ihm über große Plätze und lange Straßen. Das kleine Auto wurde immer aufgeregter. Überall sah es weihnachtlich geschmückte Schaufenster und Lichtegirlanden in den Fenstern und Türen. Berlin war ja gar nicht so trostlos. Nach einer Weile bogen sie in eine Straße ein dem kleinen Auto stocke fast der Motor. Vor ihm war ein großer Platz mit einem schön geschmückten Tor mit einem großen Schild auf dem stand „Weihnachtszauber Gendarmenmarkt“. Der junge Mann hatte Glück und fand gleich am Platz eine Parklücke. Er stieg aus und ging auf den Platz zu.
Das kleine Auto traute seinen Scheinwerfern nicht. Auf dem Platz stand ein riesengroßer Weihnachtsbaum, so schön wie es noch nie einen gesehen hatte. Er war nicht nur geschmückt vielen kleinen Lichtern, sondern hatte auch viele rote Kugeln. Das kleine Auto war so glücklich, es hatte am liebsten das Radio angestellt und einen Sender mit Weihnachtsliedern gesucht. Endlich war auch für das kleine Auto Weihnachten. All die langen Tage in der dunklen Straße waren vergessen.
Und es wusste, sehr bald würde es wieder seine Heimreise nach Luxemburg antreten.

****

So ihr Lieben. Das ist meine Weihnachtsgeschichte für dieses Jahr. Ich wünsche euch allen was auch immer ihr euch wünscht und dass es in Erfüllung gehen mag. In den nächsten Tagen wird es etwas ruhiger hier sein. Ich weiß noch nicht ob ich posten werde oder mir auch mal ein paar Tage Auszeit nehme.
Zum Abschluss noch meine Weihnachtsgrußkarte die an all meine Freunde und Bekannte raus ging. In diesem Sinne…

Also gut…

…doch noch ein Eintrag. Ich bin in diesem Zwischenzustand, weder Fisch noch Fleisch und wenn schon, dann eher Fisch, obwohl Fisch nur heute morgn ein Thema war. Und gar nicht richtig für’s Feiern aufgelegt. Die Tatsache dass ich dieses Jahr zum ersten Mal nicht in Luxemburg ist befremdlich und doch ist sie nicht so schlimm wie vor ein paar Tagen. Vielleicht kommt der große Ausbruch ja noch.
Dass mir Luxemburg trozallem in Mark und Blut steckt merke ich daran dass ich fast jeden Tag die Nachichten auf RTL.lu abhöre. Doch klatschen sie an mir ab als ob sie mich nicht betreffen würden.
Und somit sehe ich dem berliner Weihnachtskoller gefasst entgegen.

Geschafft

Der tägliche Horoskop-Service der Astrowoche für Donnerstag, den 23. Dezember 2004
Das ist Ihre letzte Chance, noch ein paar wichtige Dinge unter Dach und Fach zu bekommen. Machen Sie sich dran und werden Sie konkret. Andere erwarten eine Menge von Ihnen. Eine Mondpause macht es schwierig, neue Dinge anzufangen. Es ist sinnvoller, Sie konzentrieren sich jetzt auf Ihre privaten Belange.
Und das Stimmt mal wieder 100%. Ich bin geschafft für heute. Schluss aus. Kein Eintrag mehr für heute wo ich alles ausführlich berichte.

Fisch

Wie seltsam, alles dreht sich um Fisch seit gestern. Fisch Fisch Fisch. Erstens heisst meine Mutter mit ihrem Fmailiennamen (Achtung, der erste!) Fisch. Ein Fisch der mich aber schon mein Leben lang begleitet, hatte ich gestern am Telefon.
Als ich gestern morgen, nach 3 Tagen Abwesenheit meinen Berlinbesuch (z.Z. ist es ja umgekehrt, ich bin der Luxemburgbesuch) wiedersah, weil er einen Auftrag anderswo in Deutschland hatte, erzählte er mir von einem Buch über das er eine gute Besprechung gelesen hätte. „Der Genitiv es dem Dativ sein Tod.“ Es sind alle (jetzt kommts!) Zwiebelfisch Artikel aus dem Spiegel-online als Buch. Eiferige Spiegel-online Leser werden wissen von was ich rede.
Gestern abend war ich in einem Restaurant in Kreuzberg das(so…jetzt!) Grünfisch heisst. Bis jetzt mit das leckerste Restaurant was mir in Berlin vorgekommen ist. Ich hatte Ravioli mit Krabbenpuree gefülltauf einer tollen Sauce mit Schwarzwurzeln und dazu ein ein Stück gebratenen (jetzt…achtung!)Fisch. Irgendwann im Gespräch kamen wir dann kurz auf (jetzt…der fünfte!) Nemo, den Pixarfilm zu sprechen.
Und heute morgen sinnierten wir darüber ob wir nicht satt einem Pilzrisotto lieber ein Stück gebratenen (achtung jetztwieder!) Zander auf Feldsalat als Vorspeise für Heilig Abend machen.
Irgendwie richt es nach FISCH hier…

Eventuell

Die ersten Weihnachtsgrüße trudeln ein. Und der Weihnachtswahnsinn geht auf den Climax zu. Heute ist es richtig knackig kalt hier. Ich vermeide so wenig wie möglich durch die Straßen zu wandern. Man weiss nicht mehr was man noch anziehen soll. Meine Pelzjacke ist zwar ok, aber ich sehe darin etwas unförmig aus. Wie ein Klops. Es wird Zeit dass ich mir eine Neue zulege. Aber nicht mehr jetzt während alles im Kaufrausch schwelgt und dem Erstickungstod nahe ist.
Mir ist heute zu Ohren gekommen dass ich eventuell den Heiligabend mit besagtem Alex verbringen werde.
Ich höre mich schon sagen: „Du erlaubst dass ich mir ein paar Notizen mache wärend du erzählst?“ oder „Es macht dir doch nichts aus mir das Gesagte mal eben auf Band zu wiederholen?“ oder „Ich werde schnell mein Laptop aufbauen, dann brauch ich die Notizen nicht nochmal abzuschreiben.“

Ich schrei mich jetzt schon weg vor Vergnügen.

Gaga

Mmmh… Mir gefällt der der letzte Eintrag nicht. Endlich wo ich mal jemanden habe den ich hier so richtig verbraten kann, macht es keinen Spass. Es ist schon irgendwie spannend und doch ist es auch mau. Aber das kommt wahrscheinlich dadurch, dass ich Alex nicht kenne. Zmud, das müssen wir ändern! Ach ja, ich weiss ja dass du mehr als scharf drauf bist das endlich hier zu lesen. Schick mir doch bitte eine Mail damit ich deine Adresse auch auf dem Laptop habe. Ich habe sie nämlich nur schändlicherweise auf dem großen PC in Luxemburg. Ich werde langsam gaga, du kennst das ja… 🙂

Zurückgeschrumpft

Nachdem mir gestern alles zuviel war, ist heute alles wieder auf ein erträgliches Maß zurückgeschrumpft, oder anders gesagt, ICH bin wieder normal. Ich war im KaDeWe weil es ein geflügelts Wort gibt wenn man was sucht in Berlin.
„Det findeste im bestimmt KaDeWe, wah!“
Und Tatsache ist, du findest wirklich !fast! alles im KaDeWe. Allen voran viiiiele Touristen, die überall ein bisschen doof rumstehen, hier und da Preise begutachten und immer finden dass es teuerer ist. Aber der Name KaDeWe zahlt man halt mit. Überhaupt ist die Ecke Wittenbergplatz, Taunziehnstraße,Kuhdamm, Gedächtniskirche bis runter zum Zoo das Epizentrum des Kommerzes. Und somit eine Stelle wie man sie in allen Großstädten findet. Von H&M über Zara, C&A und Mac Donald und all die anderen; alle sind verteten.
Jetzt habe ich mich eine Ecke reingeschrieben wo ich gar nicht hin wollte…
Was ich eigentlich sagen wollte, ist die Tatsache dass ich mit Bus, Tram und U-Bahn quasi von Tür zu Tür kutschiert werden kann. Berlin, hab ich mir sagen lassen, hat das dichteste öffentliche Verkehrsnetz in ganz Deutschland. So hab ich das heute auch getan. Nicht dass ich nicht gerne zu Fuss gehe(jetzt gibt es jemand der laut auflachen wird bei dem Satz), aber bei der Schweinekälte ist das Rumkutschieren angehmer.

Gestern

…war mir alles zuviel. Ich war ungenießbar unausgewogen und wollte unbedingt noch was zu Papier bzw zu Log bringen das irgendwie gut wäre. Hat aber nicht geklappt. Und so habe ich mir eine volle Dröhung TV verpasst. Die Folgen davon waren Scheissausbrüche, Heisshunger auf alles Essbare, Rückenschmerzen vom langen Rumhägen, Mundgeruch und 10 Versuche ein Bild von mir mit Selbstauslöser zu machen. Das beste Resultat seht ihr unten. Ein Sonntag wie gehabt.

Zement & Schnee

Ich bin seit fast 2 Stunden wach. An einem Sonnatg morgen. Gestern abend sah ich zum ersten mal Schnee in Berlin. Seit wenigen Minuten habe ich eine Wohnung auf der Schöneberger Insel ganz für mich allein die nächsten 3 Tage. Eine etwas betrübliche Aussicht.
Ich habe gestern abend endlich den Zementgarten ausgelesen. Ja ich weiss für so ein kleines Büchlein hätten andere höchstens ein paar Stunden gebraucht. Aber ich lese nun mal recht langsam. Ich schreibe quasi schneller als ich lese…eine Tatsache die es Wert wäre sich einmal damit auseinander zu setzten. Ich habe fast immer abends im Bett gelesen und meistens war ich todmüde, dass mir nach wenigen Seiten die Augen zuvielen.
….es fängt grade an mit schneien…
Der Zementgarten erinnerte mich während dem Lesen stark an einen Film den ich schon vor lägerer Zeit in einer Kinosendung im französischen Fernsehen gesehen habe. Es ging fast um das gleiche Thema, Kinder deren Mutter stirbt und von den Kindern heimlich begraben wird. Mal abgesehen von dem Inzest der noch im Buch vorkommt laufen die Geschichten fast gleich. Aber eben nur fast.
…auf den Dächern der Nachbarhäuser bleibt der Schnee liegen…
Was ich am meisten mag, ist die einfache und klare Sprache mit der das Buch geschrieben ist. Es liest sich leicht und die Geschcichte geht zügig voran ohne sich lange in Beschreibungen zu verhaspeln.
…es hat aufgehört mit schneien und die Dächer sind weiß…

Bäääh

Heute morgen war die Welt in Ordnung alles war schön und heiter, dynamisch und fröhlich. Nur ich fühlte mich als ob ich nicht dazugehörte, als ob ich zerfließen würde. Kommt das immer noch daher dass ich nicht in Luxemburg bin? Ich bin grantig….

Notaufnahme

War heute beim Friseur. Ja ICH war beim Friseur. Oder habt ihr geglaubt ich würde das selber machen???? (Siehe FAQ) Ich habe schon vor lägerer Zeit eine Anschrift im Kult Magazin gefunden die mich immer etwas stutzig machte „Notaufnahme„. Und als ich das letzte mal hier fand ich sie in der Kastanienallee per Zufall. Die Notaufnahme ist ein Friseurladen. Ich wünschte mir so ein Laden wär in Luxemburg. Ich werde ihn dort nicht eröffnen auch wenn ich könnte.

Sympathie

Als ich gestern abend den Eintrag schon fertig hatte viel ich im TV auf einen Dokumentarfilm von André Heller. Im toten Winkel. Es ist ein Interview mit Traudl Junge , eine der Privatsekretärinen von Hitler. In dem Film sieht man nichts ausser sie die da sitzt und erzählt. Sie erzählt so plastisch und mit einer Genauigkeit dass es mir heiss und kalt wurde wärend dem Interview. Sie starb glaube ich 2 Tage später nach der Premiere 2002 auf der Berlinale, in der Charité in Berlin.
Sie hinterläßt ein Zeitgeschichtliches Dokument, ihr Vermächntnis, das für mich eines der wichtigsten der deutschen Nachkriegsgeschichte ist.Und obwohl die Frau im Zentrum dessen war wo all das Grauen her stammte empfinde ich eine tiefe Sympathie und Respekt für sie. Der Film ist ein absolutes Muss

An der Uhr gedreht

Kennt ihr das Gefühl wenn man Musik hört, die man schon lange nicht mehr gehört hat, die vor gut 15 Jahren in allem Radios rauf und runter lief ? Zu einer Zeit wo Radio noch etwas mehr angesagt war und MTV noch das machte was sie wirklich konnten,nämlich Musikvideos zeigen. Die Franzosen sagen, „Les années FM“, die FM Jahre. Heute war ich in einem Café in Schöneberg, Neues Ufer. Als wir reinkamen lief Swing Out Sister, was ich schon seit Jahr und Tag nicht mehr gehört hatte.
Es war als ob man an der Uhr gedreht hätte. Ich sah mich an einem Bahnhof in Luxemburg stehen, die Kopfhörer vom Walkman auf den Ohren und die Musik so laut als ob ich mich damit in eine Klangglocke setzten wollte die mich von allem abschirmte. Ich war anwesend und doch nicht. Ich sah die Menschen, die Busse, die Züge, alle nahmen mich wahr und doch war ich nicht da. Ein Schutz, wie eine Sonnenbrille oder ein Hut.
Und obwohl ich die Lieder alle so lange nicht gehört hatte konnte ich alle Melodien und Texte mitsingen.
Dieses sich in der Zeit zurück versetzt fühlen hatte ich schon lange nicht mehr so stark.

Museum & Wurst

Heute gibt’s was zu berichten. Ich habe das gemacht was im Grunde jeder zweite Touri in Berlin macht. Das Pergamonmuseum besichtigen.

Gegenüber vom Lustgarten auf dem Schlossplatz ist einer von mehreren Weihnachmärkten in Berlin. Ein traditioneller Markt findet man weiter unten am Opernplatz, aber Berlin wäre nicht Berlin wenn die nicht etwas mehr zu bieten hätten. Der richtige Berliner Weihnachtsmarkt sieht so aus…

Wie die Schobermesse im Sommer in Luxemburg. Nur mit „Last Christmas“ von Wham.

Hoffnung

Man macht mir Hoffnungen auf dass das Posten auf meinem neuen Server doch geht. Ich bin gespannt.
Was mit mir los ist? Was soll mit mir sein? Zuerst feuere ich Else aus meinem Tagebuch(das ist zum letzten Mal dass ich sie verlinke), dann kündige ich an dass ich weniger schreiben werde…dafür vernünftigere Sachen.
Es ist vielleicht eine Jahresendzeitstimmung und die Tatsache dass ich zum ersten Mal diese Zeit nicht zu hause bin.
Ich habe mich heute schon bei dem Gedanken erwischt die Tage zu zählen bis ich wieder zurück fahre. Aber das nicht aus dem Grund dass ich Heimweh hätte, sondern aus weil ich jetzt schon eine Woche hier bin und die Zeit wie im Fluge rast.
So strange.

Masse statt Klasse

…oder umgekehrt. Ein Gedanke der mir im Kopf rumschwirrt. Aber der Reihe nach. Meine Gedanken überschlagen sich.
Ich habe seit ein paar Tagen technische Probleme in meinem Log. Ich habe einen neuen Server und kann ihn nicht nutzen, weil er die Log Seiten nicht richtig anzeigt. Und selbst wenn ich es das Encoding umstelle, geht es nicht. Und solange das so weiter geht, werde ich dort nicht publizieren. Somit ich nach einer neuen Lösung suche und auch finden werde….da bin ich sicher.
Was den ersten Satz angeht; ich habe beim Lesen der Postings der letzten 2 Monate festgestellt dass ich mir manchmal den Kopf zermartere was ich denn schreiben soll. Es gibt Tage, da passiert wirklich nichts und Tage da ist eine solche Hektik dass ich am liebsten Telegrammstil schreiben möchte. (Das war ja mal der Fall)
Das werde ich ändern. Ich werde in Zukunft keine belanglosen oder atemlosen Postings schreiben. Ein Vorsatz für das kommende Jahr…

Beschluss

Ich habe jetzt beschlossen, dass ich Else Buscheuer nicht mehr lesen und erwähnen werde. Ihr Eintrag von heute hat mir gezeigt dass sie im Grunde eine dumme Kuh ist, die nicht weiss sie will. Sie war für mich lange eine Inspirationsquelle wenn ich hier nicht weiter wußte. Doch im Grunde tut sie nur so als ob. Wir umarmen mal kurz Ama und tun so als ob. Wir geben sämtliche irdische Güter auf und tun so als ob wir ein Mensch wären der sich spirituell derart weiter entwickelt hat dass er nichts und niemanden mehr braucht. Wir leben ein spartanisches Leben in New York und tun so als ob uns das genügt und sind totaaaal happy. Wir machen Yoga bis zum tod umfallen und tun so als ob sich dabei irgend ein Knötchen im Kopf löst. Wir reisen nach Indien und geben vor genau so armes Schwein wie ein verhungernder Obdachloser zu sein und trozdem glücklich zu sein.
Aber damit ist es nicht getan. Es reicht nicht alle materiellen Güter aufzugeben um zu glauben dass es einen weiter bringt.
Tja, das wars dann wohl. Ich bin gespannt wie lange sie sich noch selbst ein spiritistisches Leben vormacht. Wahrscheinlich so lange es sich erfolreich verkaufen läßt.

Adieu Else.

Sunday

Es gab mal vor Jahren einen Film der so hieß. Es war die Geschichte einer älteren Schauspielerin, die den Absprung nie so richtig geschafft hatte und nur einmal eine wirklich große Rolle in einem Fernsehfilm hatte. Sie trifft an einem Sonntag morgen einen Mann auf der Straße, den sie für einen begabten Regisseur hält, der aber nur ein armer Schlucker ist, der im Armenhaus wohnt. Doch er spielt das Spiel der Verwechselung mit…
Es ist einer der Filme der vieles unausgesprochen lässt und doch schreit es dich von Leinwand förmlich an.
Warum ich plötzlich über dem Film schreibe? Ich habe ihn schon seit Jahren nicht gesehen. Heute ist Sonntag. Ich bin nicht in Luxemburg sondern in Berlin einer Millionen Stadt. Der Film spielt in einer Millionen Stadt, New York.
Ich fühle mich irgendwie auch so. Nicht wie der arme Schlucker oder wie die unbefriedigte Schauspielerin sondern wie ein Gefühl was nicht ausgesprochen wird.
Am Nachmittag im Kino gewesen und mir The Incredibels angesehen. Hab mir ein Ast abgelacht. Die bei Pixar kennen ihr Handwerk.
Und morgen ist ein neuer Tag.

Sorglos

Ich glaube ich habe eine so meinte ich Bekannte verloren. Es ist nun schon eine Weile dass Else mir nicht mehr antwortet, was sie aber manchmal tut wenn es auf die Mail die ich ihr schickte keine unbedingte Antwort zu schreiben gab. Da sie zur Zeit wie ich auch in Berlin ist, hab ich ihr eine Mail geschrieben, ob wir uns nicht einmal auf einen Kaffee treffen könnten, wenn sie Zeit hätte.
Sie hat es nicht einmal für Wert befunden mir ein Absage zu schreiben. Auf der einen Seite beschwehrt sie sich wenn sie von Gott und Welt keine Mail bekommt, auf der anderen Seite ist sie zickig hoch 3.

Aber zu was ganz anderem. Ich war heute in Sans Souci. Es war schweinekalt und alles sah etwas trostlos aus, aber man erahnt wie es im Sommer aussehen mag.

Die Häuschen in denen all die Skulpturen während dem Winter eingepackt sind.

Zugefroren.

Richtig zugefroren.

Gefrorene Nase. Die von ihr und meine auch.

Das neue Palais. Sieht hier unheilvoll aus.

Und ein gefrorener Joel aber glücklich.