Ich sollte heute eigentlich ein Blitztrip nach Amsterdam machen. Aus meteorologischen Gründen wird das auf morgen verschoben.
Schnee der auf Kirschblüten fällt

So gesehen heute morgen in meinem Garten.

Und als Ostergeschenk gibt es dieses seltene Bild als Wallpaper fürs Desktop hier.
Die Osterwünsche, ach ja…oder ‚Me and Mister D‘
Herr D. und ich, wir lernten uns kennen genau vor einem Jahr kurz vor Ostern. Es ging um die Osterwünsche die wir beide als Überschrift zu einem Eintrag im Jahr davor gebraucht hatten. Ungewollt entstand letztes Jahr ein Hype mit einem phänomenalen Besucherzuwachs. Herr D. fand mich und schien froh zu sein, dass er nicht allein mit dem Phänomen dastand. Seither kennen wir uns per Blogg. Persönlich haben wir uns noch nicht kennengelernt.
Und anstatt die Osterwünsche jedesmal zu „missbrauchen“ und nicht das Gesuchte einzustellen habe ich dieses mal was vorbereitet.
Bitte schön:

Ein altmodische Osterglückwunschkarte. Ich finde grade zu Ostern muss es etwas altmodisches sein.
Ostern
Es ist Ostersonntag und ich bin schon wach. Draußen ist es so wunderbar ruhig. Ich höre kein Auto fahren. Es sind diese ganz ruhigen Momente in denen es ganz still ist, die mir die kostbarsten sind. Sie sind selten und werden in den nächsten Monaten gar nicht entstehen. Also beende ich hiermit den Eintrag und genieße den Moment.
Zwischen Glücksgefühlen und einem großen Schreck
Es gibt immer weider mal Dinge die man zum ersten Mal macht. So absolvierte ich gestern eine Arbeit die ich zwar schon oft gemacht habe, aber noch nie 10 Stunden am Stück. Und es lief entgegen meinen Befürchtungen, die mich in der Nacht davor nur knappe 2 Stunden schlafen ließen, erstaunlich gut. Und zwar so gut, dass ich Angst hatte diesem Enthusiasmus nicht trauen zu können.
Am Abend war ich dann kurz im Banana’s und es lief ein Lied von Abba. Plötzlich sagte jemand dass einer von den Männern der Gruppe vor einigen Tagen gestorben sei. Es traf mich wie ein Schock. Abba war die erste Gruppe von der ich im zarten Alter von 8 Jahren Fan wurde und Anni-Frid die erste Frau in die mich verknallt hatte. Ich sah meine Hoffnungen auf eine Wiedervereinigung und wenn es nur für ein gemeinsames Interview wäre bei Beckman z.B.(nein…nicht Beckman, aber irgendjemand der das besser kann), dahin schwinden. Es wunderte mich dass ich es nicht mitbekommen haben sollte, denn der Tod eines Bandmitgliedes wäre schon ein große Schlagzeile wert.
Mein erster Gang zuhause war ins Internet und ich fand den Artikel hier.
Uff…
Schlaflos follow up
…und der Witz dabei war dass den Whisky nicht gebraucht habe sondern habe mich in den Schlaf gedaddelt mit Nannie Mania.
Und dann fand ich das hier noch in meiner Google Anzeige als der Schlaflos Beitrag geschrieben war.

Vielleicht sollte ich denen von Mamieweb das Rezept mit dem Whisky geben, und für die Mami selbst Nannie Mania hinterher, oder umgekehrt.
Schlaflos
…und das bis in Fußspitzen. Höre das Nachtkonzert im Deutschlandfunk, weil ich etwas anderes im Moment nicht ertrage…obwohl jetzt grad ein Sopran anfängt zu plärren. Was hat den Deutschlandradio-Kultur? Neeee, ich weiß zwar nicht was das ist was die grade senden, aber es hört sich grauenvoll an.
Jetzt höre ich indianischen Gesang auf 100,7 in einer Pop-Loungeversion.
Kennt ihr das Gefühl einer Aufgabe nicht gewachsen zu sein und den Überblick zu verlieren? Es ist wie kurz vor dem Ertrinken. Es ist nicht mal so dass ich Angst davor hätte, denn wenn ich wirklich ertrinken würde, wäre es vorbei und ich hätte meine Ruhe.
In solchen Situationen käme ein Mütze Schlaf recht gelegen und morgen sähe alles schon etwa anders aus, aber der will sich nicht einstellen. Dabei fällt mir grade ein Hausmittel ein, das eine Freundin von mir immer wieder anwendet wenn sie nicht schlafen kann. Vor dem Zubettgehen ein Glas Whisky soll wahre Wunder vollbringen. Nicht Cognac, nicht Wodka, nicht Gin oder sonstige Spirituosen, es muss Whisky sein.
Habe ich überhaupt welchen da?
*Autor steht auf und durchforstet den Spirituosen Schrank.*
Zukunftsprojekte
Ein verregneter Sonntag. Wie sagten mehrere Meteorologen gestern? Ein Sonntag zum vergessen.
Höre grad im Deutschlandfunk diverse Essays über Sympathisanten und Mitläufer. Seltsame Geschichten über Häme, Hass, Verzweiflung und Einsamkeit. Sie passen zum Wetter wie die Faust aufs Auge.
Ich hingegen bin an einem Punkt angelangt, an dem ich mir viele Gedanken mache, wie es hier weitergehen soll. Es steht ein großes Filmprojekt an, bei dem ich noch nicht weiß wie viel Einfluss es auf mein „Schweigegelübde“ hinsichtlich meiner beruflichen Welt haben wird. Es ist sogar so, dass das Schweigegelübde an sich, wahrscheinlich der Auslöser der Veränderungen ist. Zudem habe ich vor ein paar Tagen schon mal was von Veränderungen im Blog geschrieben und den Kommentaren nach, werden sie sehr befürwortet.
Doch der Gedanke an sich ist in meinem Kopf noch nicht ganz zu Ende gedacht und ich sehe noch irgendwie nicht wie das Ganze aussehen soll. Ich denke nun mal viel in Bildern, Profession oblige.
Bis ich das angedachte Ende und den neunen Anfang bildlich so im Kopf habe dass ich mir vorstellen kann ihn umzusetzen, bleibt hier mal alles so wie es ist.
Hätte ich es noch komplizierter ausdrücken können?
Ja
…das passt zu mir.

Wenn es richtig weh tun soll
Über SpOn bin ich auf diese Liste alter Filmplakate gestoßen. Kitsch as Kitsch can. Schlimmer geht immer. Es erinnerte mich an die Zeit als ich regelmäßig zu den Filmfestspielen in Cannes fuhr. Dort gab es in einer kleinen Seitenstraße einen Buchladen der ausschließlich Filmbücher, Filmplakate und Filmpostkarten verkaufte. Eine Freundin von mir machte sich jedes Jahr einen Spaß daraus die schrecklichste Postkarte zu finden, und sie dann zu versenden.
Die Grotte der vergessenen Leichen.
Insel der neuen Monster.
Der Schreckensturm der Zombies.
Grossangriff der Zombies.
Auf englisch heißt letzterer Nightmare City, aber im Übersetzten von Filmtiteln ins deutsche hatte man schon immer eine recht „lebhafte“ Fantasie, um es gelinde auszudrücken.
Die Sexschmonzetten wie Schulmädchenreport, und ähnliche sind dort auch vertreten.
Jede Generation hat nun mal ihre peinlichen Ausrutscher die sie gerne vergessen würde.
Das Allerletzte
….und als ich heute morgen noch einmal einen letzten Versuch startete, die Karre zum Laufen zu bringen, sprang sie an als ob nie etwas gewesen wäre. Ich fuhr sie trotzdem zur Werkstatt und sie schlossen den Bordcomputer an und checkten ihn ganz durch…
Nichts.
Es ist ist so als ob nie etwas gewesen wäre.
Mistkarre. Blamieren tut sie mich auch noch.
Das Letzte
Es stehen wichtige Make-up Tests und Vorstellungen diese Woche an. Da letzte was ich gebrauchen kann ist eine Karre die nicht anspringt. Dem ist aber so. Als ich heute Abend noch weg wollte machte sie Mucken.
Jetzt darf ich morgen extra früh aufstehen und die Werkstatt anrufen.
Mistkarre,verdammte…
Trash Theater
Ein Theaterstück wie das was ich heute Abend im Theatre du Centaure gesehen habe, gibt es nicht sehr oft in Luxemburg. Ein Trash Stück in Reinform. L’histoire de Ronald, le clown de Mc Donald’s heißt es und dauert ganz genau eine Stunde und fünf Minuten. Man kann eigentlich gar nicht erklären was man sieht. Zu Anfang sieht die Bühne aus wie eine Kasperltheater um sich nachher in eine knallbunte Mc Donald Spielwiese zu verwandeln. Drei Schauspieler die man als drei Jugendliche bezeichnen könnte, die aber auch Vater, Mutter und Kind durchgingen, liefern eine Show ab in denen ihnen nichts zu schade ist.
Sehenswert.
Sonntagslektüre
Ein Thema das mich seit einer Weile auch beschäftigt, obwohl ich mich hier in meiner kleinen Ecke nicht beklagen kann, weil ich bis jetzt noch niemanden hatte, der sich voll daneben benahm.
Aber den Spreeblick Beitrag sollte doch jeder gelesen haben, der eine aktive Kommentarfunktion im Blog hat.
Neues Konzept
Ich bin am Überlegen, ob ich bei Joel.lu ein neues Konzept einführen soll.
Es ist an der Zeit dass ich etwas ändere hier. Es fing damit an dass ich einen anderen Header haben wollte, dann surfte ich über unzählige Seiten von Themes weil ich das Aussehen völlig verändern wollte, fand aber nichts was mir auf Anhieb gefiel.
Eine völlig andere Überlegung kam mir gestern Abend in den Sinn, als ich mir die Frage stelle, ob ich eine Kolumne schreiben könnte. Wäre ich in der Lage Woche für Woche eine Kolumne mit fünfhundert Worten über ein x-beliebiges Thema zu schreiben? Mir jede Woche ein Thema vorzunehmen, zu dem ich eine vertretbare Meinung habe?
„Wie das noch gleich mit der Schreibblockade vor ein paar Tagen…hä???“
Offensichtlich gibt es Leute die das können. Offensichtlich gibt es Leute die das können und dabei witzig sind, Esprit haben und sich gewählt ausdrücken.
Vielleicht ist es auch noch zu früh und ich sollte das Thema erst mal ruhen lassen bis ich mir im Klaren bin, was ich wirklich will.
Design For Living
Never split-up a winning team. (Geht der Spruch so?) Ihr erinnert euch an das Theaterstück von Tom Leick und Jules Werner, alle Sheakspeare Stücke in 90 Minuten?
Heute Abend haben die beiden Premiere mit einem neuen Stück im Kapuzinertheater. Design for Living. Sie haben neun weitere Schauspieler zu Verstärkung angeheuert, einen Regisseur aus London, eine gute Freundin von mir im Kostüm und mich in der Maske. Seit Montag laufen die Endproben ich bin jeden Tag fast 12 Stunden dort.
Stellt euch einen alten schwarz/weiß Hollywoodfilm von Ernst Lubitsch vor… Genau das seht ihr live und in Farbe mit allem Glamour auf der Bühne.
Korsika
A propos Korsika:
Im Augenblicke Fotoblog kommt in den nächsten Tagen eine Serie von Fotos über die Insel, dich ich vor zwei Jahren gemacht habe.
Ausgelaugt und schlaflos
… Es ist Jahre her dass ich in diesem einen Theater gearbeitet habe in dem ich jetzt arbeite. Seit Montag bin ich jeden Tag fast volle 12 Stunden an Stück dort. Gestern war ein schlechter Tag.
Und ich hoffe inständig heute nicht…
Schnee
Am Tag an dem ich vorletztes Jahr die Reise nach Korsika buchte, schneite es… wie heute. Das war ebenfalls im März. Heute war ich wieder im Reisebüro um die Reise(das gebastelte Licht) die ich nach der ganzen Maloche machen soll, umzubuchen (Gott sei Dank, nicht absagen…ufff)
Es wird übrigens wieder nach Korsika gehen.
Uiuiui
?
Irgendwann habe ich mal etwas hier geschrieben, im Sinne von der Zeit hinterher zu rennen. Ich schau mal ob ich das noch finde…
Vor zwei Stunden Waking the Dead geschaut. Ich mag die Serie…
Irgendwie wird das alles nichts…
Argh, ich glaub ich habe ne Schreibblockade.
Eine Bolgblockade.
Es fühlt sich als ob eine Verstopfung mit Blähbauch hätte, auf dem stillen Örtchen sitze und es kommt nichts. Nicht mal ein Furz.
Schreiben gegen das Vergessen
Meine Großmutter mütterlicherseits (nicht Großmutter Marie) wird dieses Jahr 93 werden.
Gestern Morgen sagte sie einen Satz der mir noch lange zu denken gab. Sie sprach über alte Zeiten und als sie noch das Bekleidungsgeschäft führte. Dabei steigerte sie sich in eine Begebenheit hinein und brach abrupt ab…
… Das sind alles alte Geschichten, die längst vorbei sind und ich sollte sie vergessen. Die Dinge die vor ein, zwei Jahren oder letzte Woche passiert sind, weiß ich nicht mehr. Ich mag nicht in der Vergangenheit leben, aber leider ist das so wenn man alt wird.
Und plözlich war mir mein Blog noch viel wichtiger als je zuvor.
Von Schaltjahren, Premieren & Unlust
Habe eben nachgesehen ob ich das letzte Mal als wir ein Schaltjahr hatten, etwas am 29. Februar geschrieben habe. NEIN. Also ist heute ein Tag an den ich NIE geschrieben habe!!! Das heißt eigentlich doch, denn bei mir verschieben sich die Tage zeitlich immer nach hinten. Ich schrieb ein Posting am 1.März 2004 um 0:49, was also genauso gut am 29. Februar hätte sein können.
Der 29. Februar 2004 war ein Sonntag. Ein Sonntag an dem ich eine Einladung zu einer Geburtstagsfeier hatte. Im Posting habe ich es nicht erwähnt, aber ich weiss es noch, denn wenn man nur alle 4 Jahre eine Einladung bekommt, vergisst man das nicht so schnell. Ich war mitten in den Proben eines Stückes in dem ich seit ewigen Jahren mal wieder selbst mitspielen sollte und mir war gar nicht nach feiern zumute. Der Mann der seinen Geburtstag feierte, ist einer der bekanntesten Kabarettisten in Luxemburg. Dieses Jahr wird er keine Party geben, da er heute Abend auf der Bühne steht. Er wird die 119 Vorstellung des Programms Vulltime im Inoui geben, von dem ich schon vorletztes Jahr im Dezember berichtet habe. Für Luxemburg ist das ein Erfolg ohne gleichen, denn es wurde noch nie ein Stück so oft am gleichen Ort aufgeführt. Morgen ist die 120. und allerletzte Vorstellung…
Und ich? Ich sitze hier, schreibe rum, obwohl im Zimmer nebenan ein paar Perücken darauf warten frisiert zu werden, und habe Lust zu gar nichts.
Beschreibungen
Vor ein paar Tagen erhielt ich eine Mail, in der ich aufgefordert wurde doch bitte eine zehnzeilige Biographie über mich zu schreiben, die in ein Programmheft kommt von einem Theaterstück. Versteht mich nicht falsch, aber hier in Blog munter drauflos schreiben und über Dinge zu berichten die mir im Alltag passieren, ist für mich eine Fingerübung. Einen beruflichen Werdegang kurz und knackig in zehn Zeilen unterzubringen, ist für mich ein Kraftakt sondergleichen. Es ist wie ein Orange auspressen und den Saft einkochen.
Da bewundere ich Leute wie Else Buschheuer deren Lebenslauf auf Westropolis in einem Satz untergebracht ist, ganze drei Zeilen braucht und dazu noch witzig ist.
else buschheuer, sächsin, irgendwie alterslos, hat ein kind, drei ehen und vier romane entbunden. sammelt filme, nachnamen, wohnorte, moderiert kino royal im mdr, bloggt auf www.else.tv und besitzt mehr romananfänge als socken.
Nomi
Als ich gestern Abend für mich die Housemartins wiederentdeckte, war mein erster Gang heute morgen zum Plattenschrank. Was ich dort wiederfand, bewies mir zum Teil, das ich so falsch mit meinem Musikgeschmack in den Jugendjahren nicht gelegen haben konnte.
Es gab mal eine Zeit in der ich Musik hörte die so weit ihrer Zeit voraus war, dass sie nur von „auserwählten“ Kreisen für fantastisch befunden wurde.
Die Rede ist von Klaus Nomi. Kennt den eigentlich noch jemand? Es war einer der ersten Prominenten der an Aids verstarb. Ich war versessen nach seiner Musik. Eine Mischung zwischen Pop und Oper ganz im Sinne der New Wave, obwohl die erst viel später kam.
Einer der Songs hatte damals für mich eine ganz besondere Bedeutung und wenn ich ihn heute höre habe ich immer noch eine Gänsehaut. Auf Nomis LP hieß der schlicht The Cold Song. Er ist aber aus der Oper King Arthur von Henri Pucell und heißt Oh What Power Art Thou. Ihn auf Clod Song umzutaufen war gar nicht so verkehrt.
Seht und hört selbst. Der Typ war eine Klasse für sich und irgendwie nicht von dieser Welt.
Am Abend getanzt
Kann sich noch jemand an die Housemartins erinnern? Es ist so ewig lange her dass ich das diese Songs gehört habe. Ich habe sie damals oft in meinen Mixtapes verarbeitet.
The Housmartins
Happy Hour
Caravan of Love
Me and the Farmer
Built
Wer sich übrigens fragt woher er die einzigartige Stimme des Leadsängers kennt…es ist Paul Heaton von der Gruppe The Beautiful South, die sich leider letztes Jahr aufgelöst haben.
Ausblick & Lichtblick
Die Arbeit wird in den nächsten Monaten zunehmen und sich bis Ende Mai hinziehen.
Deshalb habe ich mir ein Licht gebastelt. Ein Licht am Ende des Tunnels. Es war ganz einfach…
Das Licht heißt eine Woche Urlaub Anfang Juni, wenn alle Arbeit, die ich bis jetzt absehen kann, getan ist. Es ging ganz einfach. Man geht in ein Reisebüro, bucht und schwupps, ist man um ein paar hundert Euro ärmer.
Bis es soweit ist…wird es so wie in den letzten Tagen auch, hier etwas ruhiger werden.
Earth
Gestern in Kino Earth gesehen.
Da die rüstige Rentnerin den Film unbedingt sehen wollte und der englischen oder französischen Sprache nicht mächtig ist, waren wir im Cinemaxx in Trier, in einer Vorstellung an einem Samstag Nachmittag um 3. Das Problem mit Nachmittagsvorstellungen ist das Publikum. Es besteht weitgehend aus Kindern und Leuten die es nicht gewöhnt sind ins Kino zu gehen und sich dann dort so benehmen wie zu hause vor dem Fernseher. Es wird alles lautstark kommentiert. Oma, die ebenfalls mitgeschleppt wurde, muss von ihrem Sitzplatz aus der Mitte der Reihe, während der Vorstellung mindestens zwei mal auf Klo und der Enkel plärrt und schmeißt mit Popcorn um sich. Jetzt weiß ich wieder warum ich mir selten Filme ohne Altersbeschränkung am Nachmittag ansehe…ich schweife ab.
Der Film ist einer der schönsten Tierfilme seit langem. Atemberaubende Vogelperspektiven die man so noch nie gesehen hat. Perfekte Zeitrafferaufnahmen eines Waldes dessen Blätter sich im Herbst verfärben. Der Sprung eines weißen Hais in Zeitlupe, während er eine Robbe mit einem Bissen hinunterschluckt, oder die Jagd eines Geparden nach einer Gazelle, wie er sie zu Boden bringt und in den Hals beißt auch in Zeitlupe, sind Szenen die mir das Blut in den Adern stocken ließen.
Der Film ist absolut sehenswert und man sollte ihn sehen, solange er noch auf der großen Leinwand läuft, denn hier macht die Größe der Leinwand die Bilder noch um einiges beeindruckender.
Das einzige was mich störte war der Sprecher und seine recht belanglosen Kommentare, die man um mindestens drei viertel hätte kürzen können. Die Bilder sind so großartig dass sie für sich selbst sprechen.
In höchster Erwartung
Seit langem stille Mitleserin. Man glaubt man ja fast die Akteure hier persönlich zu kennen.
Den Satz fand ich eben in den Kommentaren eines Beitrages der Kaltmamsell. Ein Satz der mich überraschte, denn ich denke bisweilen beim Lesen anderer Blogs auch so. Man kennt den Autor über seine Vorlieben, seine Abneigungen, seine Hobbys, seine Haustiere und vieles mehr.
Interessant wäre es mal zu erfahren wie ich über mein Blog rüberkomme. Wie viel von dem was ich von mir preisgebe, erscheint dem Leser wichtig, dass er glaubt es sein ein Großteil meines Lebens? Was für ein Blid vermittle ich? Geht es soweit, dass ihr glaubt mich persönlich zu kennen, obwohl ihr mir noch nie begegnet seid?
Ein höchst gespannter Joël in Erwartung eurer Antworten.
Global Kryner
Langsam lichtet sich das Dickicht aus Terminen und Beschprechungen. Es werde endlich Licht!
Da ich ja Anfang des Jahres ein Schweigegelübde abgelegt habe hinsichtlich meiner beruflichen Welt, kann es ab und zu vorkommen dass es hier etwas stiller ist und ich nur jeden zweiten Tag schreibe.
Da ich gestern irgendwo in der tiefen Pampa von Luxemburg ein Fotoshooting hatte, beschloss ich anschließend ins Inoui zu fahren, weil das halt eben auch in der Pampa liegt. Als ich dort ankam platzte ich voll in den Soundcheck der Global Kryner, die noch bis Ende der Woche im Inoui zu Gast sein werden. Ich wusste es schon seit längerem dass sie dort sein würden, und ich hatte mir auch vorgenommen, mir ein Konzert von ihnen anzuhören, aber mit all den Terminen und…lassen wir das.
Ich saß still in einer Ecke hörte ein Lied das ich bestimmt schon hundertmal live gehört habe, weil es ein Jazz Klassiker ist. Somewhere over the Rainbow. Aber so es wie die Global Kryner spielen habe ich noch nie gehört. Es ist ein Volksmusik Schunkelversion, ohne es aber in irgendeiner Form zu veralbern und dass der klassische Jazzeinfluss dabei verloren geht. Ich saß da und wäre am liebsten geblieben, um mir das Konzert (dass übrigens aufgenommen wird und später auf CD erscheint) ganz anzuhören. Das werde ich nun morgen Abend machen. (Wenn ihr Glück habt ergattert ihr noch einen Platz, aber soweit ich weiss ist bereits alles ausverkauft.)
Auf der Homepage von der Band kann man sich eine Reihe von den Songs anhören. Mir hat es glatt die Schuhe ausgezogen!!! Von Madonna über Tina Turner bis zu den Black Eyed Pies wird nichts verschont.
Gegensätze
Ein Wochenende zwischen barocker Opernmusik und Techno verbracht um dann nach knappen 6 Stunden Schlaf am Sonntagmittag gediegen im Hotel Cravat zu speisen. Die Unterschiede könnten krasser nicht sein.
Zudem zieht und zerrt alles an mir für dieses und jenes Projekt und ich jongliere mit den Daten herum wie selten zuvor.
Es gibt viel Arbeit.