
Die Postkarte aus Berlin lag heute in meinem Briefkasten.
(Der Schreiberling dieser Zeilen seufzte tief und machte sich wieder an sein Tagwerk.)
seit 2004

Die Postkarte aus Berlin lag heute in meinem Briefkasten.
(Der Schreiberling dieser Zeilen seufzte tief und machte sich wieder an sein Tagwerk.)
Es ist kalt, sehr kalt. Traumhaft schönes Wetter, keine einzige Wolke am Himmel, aber eiskalt. Im Prinzip ein Wetter wie viele es mögen. Ich wollte ein Spaziergang machen, doch war ich nach knappen 15 Minuten schon wieder zuhause, weil ich eisklate Beine und Füsse hatte.
Ich sollte euch vielleicht von meinem neuen Spielzeug erzählen, das heißt, so neu ist es nicht. Ich glaube ich habe es sogar schon mal vor ewig langer Zeit erwähnt. Phonostar. Es ist ein kleines Programm, das man sich kostenlos herunterladen kann. Es in etwa an die tausend Internetradios gelistet und kann sie auch abspielen. Da es eine Aufnahmefunktion hat ist es fast so wie früher als wir noch mit Kasstenrecorder for dem Radio saßen und daruaf warteten, dass unser Lieblingshit kommt um ihn mitzuschneiden. Phonostar hat jetzt seit kurzem einen Timer eingbaut. Damit kann man dann auch problemlos mitschneiden wenn man nicht zuhause ist. Das hat mir in den letzten Tagen so manch vergnügliche Stunde gebracht. Ich habe diverse Hörspiele mitgeschnitten, undfühlte mich ein wenig in meine zarteste Jugend zurückversetzt als es noch Kassten mit Hörspielen gab. Toller Winterzeitvertreib. Zudem haben die auf ihrer Homepage Programmhinweise wann was in welchem Sender läuft.
Ja das Bild war schon vorin drin, aber da wir noch immer den 29. Januar haben…
Sinnieren über das was heute vor einem Jahr war. Heute vor 366 Tagen(nicht 365…ihr wisst was ein Schaltjahr ist???)
Gefühlsmäßig kann ich es noch einigermaßen beschreiben weil ich kurz Zeit später sehr krank wurde und mir kein Arzt bis heute sagen kann, was ich mir da eingefangen hatte. Ich habe vor wenigen Tagen das kleine Heftchen im Nachttisch wiedergefunden, in das ich meine Fiebertemperaturen eingetragen hatte. Privatere Gefühle fuhren auch Achterbahn . Dann ließ ich mich dann manchmal dazu hinreissen einen Satz zu schreiben wie „Mein Herz machte einen Luftsprung“, oder „…bitterer Rückschlag“.
Manchmal muss ich zurückblättern im Tagebuch weil ich dann echt nicht mehr weiss, was habe ich getan habe und wann das war. Nur die Grundstimmung bleibt mir in Erinnerung.
Was als nächstes kommt? Na ein weiteres erfolgreiches Jahr mit vielen Augenblicken zum niederschreiben.
Es ist nicht grade die genaue Uhrzeit aber heute vor einem Jahr saß ich so wie jetzt mit dem Laptop auf dem Bett und begann mit dem Augenblicke Tagebuch. Damals hiess es noch Carpe Diem und mir war nicht ganz klar was es werden sollte.
Ich hätte nie gedacht, dass ich es ein ganzes Jahr schaffen würde.
Froh, stolz, glücklich, gerührt, hingerissen,….man ein ganzes Jahr lang!!! Ich fass es nicht!!!!
Zwischen Theaterproben und Einkäufen. Im Auchan gewesen. Die kleinste Shoppingmal in Luxemburg, aber dafür die wo am meisten los ist. Auchan ist eigentlich eine französische Kette, die aber eine Niederlassung in Luxemburg hat.
Für mich ist es die spannendste Shoppingmal in Luxemburg weil man hier wirklich ALLE Gesellschaftsschichten wiederfindet und noch mehr Nationen vertreten sind als anderswo. Manchmal setzte ich mich in eines der Kaffees und schaue den Leuten zu. Bisweilen hat es die Stimmung eines internationalen Flughafens. So saß ich heute kurz im Häagen Dasz mit einer Tasse Kaffee und schaute einem Inder zu, der die Eiscreme zu kennen schien sich aber nicht ganz sicher war was er denn nun möchte. Irgendwann hatte er den MP3 Player auf den Ohren und war in seiner eigenen Welt. So wie er da saß und sich an seinen Player klammerte, schienen die Töne daraus ihm das einzig vertraute zu sein.
Die letzte Nachwehe aus London sind heute per Post eingetrudelt; die Kreditkartenabrechnung. Mein Kontostand sank bedenklich und wenn ich mir im Nachhinein überlege was ich den aus London mitgebracht habe, dann war es das nicht wert. In Zukunft wird per Post bestellt.
Fand ich eben im Spiegel als Bild der Tages. Eine Eishöle. Licht am Ende des Tunnels.

Und wenn ich selbst auch zur Zeit mich etwas schwer tue Einträge zu schreiben, so scheine ich doch andere um so mehr zu inspirieren. Mike z.B
In seinem Log sehe ich noch die Fehler die ich zu Anfangs auch gemacht habe, nämlich über allzu privates zu breichten wenn die Gefühle überschwappten.
Um einiges besser fühle ich mich heute weil ich endlich mal was nur für mich getan habe. Nach einer sehr angehmen Besprchung die mit einem Mittagessen gekoppelt war hatte ich die glänzende Idee nach lagem mal wieder in die Sauna zu gehen.
So seltsam wie es klingen mag. Die Hitze reinigt nicht nur den Körper sondern auf den Kopf. Es ist als ob ich mir eine Reihe Altlasten aus den Hirn geschwitzt hätte.
Warum hab ich das nicht früher getan?
Mir geht’s gut!
Das mit der DVD klappte nicht, mein Player scheint zu streiken. Also zappte ich querbeet durch alles was mein Fernseher an Stuss und Anspruch zu bieten hat. Der Holocaust ist so präsent wie nie zuvor. Eine Reportage fand ich nicht schlecht. Es ging um SS Soldaten die im KZ gearbeitet hatten. Hauptthema war die Belanglosigkeit des Bösen oder so ähnlich. Da ich aber dazwischen immer wieder zu anderen Sendern zappte weil ich auf leichtere Kost aus war, bekamm ich nicht alles mit.
Das spiegelt so das wider wie es mir im Moment geht. Ich bekomme nicht alles mit.
Tragisch, schrecklich, unfassbar, …
Nein, das ist übertrieben, …
Et demain est un autre jour.
(Was für ein Posting!)
Einen Streifzug durch meine DVD’s gemacht, und ich fand dass da noch so einiges rumsteht was ich bis jetzt noch nicht gesehen habe. Was ich mir da ansehen werde, weiss ich noch nicht aber es ich werde mich heute abend mit einer DVD und dem Notebook ins Bett verziehen.
Gestern abbend zum ersten mal die neue Serie Nip Tuck gesehen, die jetzt an den Dienstag Abenden „Sex and the City“ ersetzt. Ich find sie nicht so schlecht hat aber bei weitem nicht den Unterhaltungswert den die 4 Mädels hatten.
Ich merke dass meine Einträge anders sind als sonst. Wenn ich sie mit dnen von Berlin vergleiche ist es wie Tag und Nacht. Alles geht seinen gewohnten Trott und ich finde mich nicht damit ab dass es so ist. Ich bin froh wenn das Wochenende ist. Wenn das Wetter sich einigermaßen hält und ich nicht gesundheitlich aus den Latschen kippe, werde ich Samstag und Sonntag in Köln sein.
Ich wollte es schon vor ein paar Tagen tun. Mit all den Geburtstagseinladungen die ich in den letzten Wochen erhalten habe war eine dabei die an Orginialität kaum zu überbieten ist. Da ich heute etwas mehr Zeit habe werd ich sie abschreiben. Sie ist auf luxemburgisch. Ich wollte sie Anfangs übersetzen doch das würde ihr jegliche Ürsprüglichkeit nehmen. Das Luxemburgische müsste für all meine deutschen Schnuffis nicht allzu schwer sein.
Op halwem Wee…Wa mer den Astrologe gleewe kennen, hun d’Planéiten eng Wirkung op d’Liewe vum Mënsch. Bei denger Geburt kriss de sou eppes wéi e kosmesche Stempel opgedréckt. All Planéit huet wirkung a seng Emlaafzäit, de Jupiter brauch 12 Joer bis e nees op segem Ausgangspunkt ukomm ass, den Uranus braucht der 84. D’Sonn brauch 365 Deeg, dat 4 Joerszäiten oder 12 Méint. Zuelen also net nëmmen eng Quantitéit ma och eng Qualitéit. Déi grouss Liewenszyklen loosen sech doweinst mat 3 a 4 erklären:
3+4=7 / 3×4=12 / 12×7=84 /84=4×21 / 84=3×28 / 21=3×7 / 28=4×7Wee kennt se net déi 7 moor an déi 7 festt Joeren, déi 7 Deeg an der Woch, deí 4 Elementer: Feier Äerd Loft a Waaser, an déi 4 Joerszäiten, déi 3 Bridder déi op sich nom Liewenswaasser sin, déi 12 Stärenzeechen…
Wa mer dervun ausgin, datt den archetypeschen an 12 Liewensalteren vun allkéiers 7 Joer opdeelt, dann ee mat 42 op der Halschent. Mat 42 as een an der Mëtt vum Liewenslabyrinth ukomm.
Dës Wäisheet as net vu mir, well ir de gricheschen Held Theseus de Minotaurus am Labyrith meeschter gouf, hate schon 42 anerer virun him probéiert a goufe vum Monster gefriess.
Am Ägypteschen Doudebuch gin et 42 Götter, déi mat hire geheime Nimm muss nennen, ir een an d’éiwegt Liewe kënnt an op hiere Ress duch d’Wüst huet dat jiddescht Vollék op 4 Plaatze gerascht. Souguer beim Gänsespill as ee no 42 Spréng mat séngem Däppchen op halwem Wee vun der Spiral.Mat 42 bass d’also matzen dran, am Irgärtchen! Déi zwou éischt Lieweszäiten vum alkéiers 21 Joer sin erriwwer, nom Fréihjoer an dem Summer fänkt sou lues den Hierscht un. Eng nei liewensphase geet lass, déi 7. iwergens. Et as een iwwer d’Halschent an et as ee séch es och bewosst. Villes huet ee well gesin a gemach, an alles huet séng Spueren hannerloos.
Schéin, ass mer eis am Labyrith begéint sin !
Der Rest ist Ort und Datum der Party.
Die nächtlichen Schreibaktionen werden immer mehr zur Gewohnheit. Das muss aufhören. Ich höre schon morgens den Wecker nicht mehr.
Etwas hat mich heute am Fernseher kleben lassen und einen Fernsehsender wieder stark in meiner Gunst steigen lassen. Vox hat eine Reihe von kanadischen Filmen im Nachtprogramm. Wow. Hätte ich denen so nicht zugetraut. Z.B war heute Abend der umstrittene Film Crash von David Cronenberg zu sehen. Ich find den zwar äußerst bizarr und fast nicht erträglich von seiner Stimmung her, es ist aber ein Film mit einem gewissen Anspruch.
Ich mach es kurz heute, mir geht’s nicht besonders. Ich glaube ich habe mir eine Grippe zugezogen.
Ich bin wieder voll drin im Arbeitsprozess, devinitif. Ich hatte ja bereits berichtet dass ich mir 4 Theaterstücke aufgehalst habe. Im Prinzip bin ich recht froh darüber. Aber mich befällt jetzt schon die schiere Angst dass ich etwas wichtiges vergessen könnte, oder Termine nicht einhalte…
Eine Besprechung jagt die andere…es ist noch so viel in Gang zu bringen. Was ein bisschen schwer fällt, ist das Umschalten von einem Projkt zum andern. Im Kopf fühlt sich das wie ein Riesenkraftakt an.
Gestern habe ich wieder die Korrekturen aufgeschlagen. Das Buch ist ein Megaschmöker. Außerdem hat Herr Franzen eine Schreibweise die, zumindest was seine Passagen mit Beschreibungen angeht,die volle Konzentration fordern. Es liest sich nicht einfach so weg. Nach einer Weile gewöhnt man sich daran.
Ich habe eine weitere tolle Beschäftigung gefunden, grade jetzt in den langen Winternächten ein herrlicher Zeitvertreib mit absolutem Kuschelfaktor. Das Notebook mit ins Bett nehemen und DVD’s anschauen. Gestern habe ich mir endlich den zweiten X-Men angesehen. Es kommt ja selten vor, dass die Fortsetzung so gut ist wie der erste Teil. Hier ist es der Fall. Aber muss halt das Genre mögen.
Jetzt noch ein bissel surfen, als Betthupferl,…heute keine Korrekturen.
Draussen schneit es.
Diese Allgegenwärtigkeit einer Stadt in der ich nicht bin fällt mir immer mehr auf. Berlin ist überall. Einer meiner besten Freunde hält sich zur Zeit dort auf. Eine andere Freundin wird im Februar zu den Filmfestspielen dort sein. Auf der Geburtstagsfeier am Donnsterstag habe ich mich mit einer guten Bekannten über Berlin unterhalten, die genau so Berlinverrückt ist wie ich. Eben auf Arte das Kulurmagazin Metropolis gesehen mit einer Reportage über eine argentinische Choreografin die in Berlin arbeitet. Berlin Berlin Berlin. Ich kann es schon mit geschlossenen Augen auf der Tastatur schreiben.
Waren 5 Wochen Berlin nicht doch ein bisschen zuviel für meinen kleinen Kopf?
Kennt ihr das Gefühl das jemand im Raum wäre und in Wirklichkeit ist keiner da? Gruselig! Das ist mirg estern abend passiert als ich schon im Bett lag. Ich hatte das Buch schon beiseite gelegt, das Licht ausgeschaltet und war kurz davor wegzuschlummern. Ich lag mit dem Gesicht zur Tür hin und plötzlich war es mr als ob da jemand in der Tür stehen und mich ansehen würde. Wenn ich dann die Augen öffnete war natürlich niemand da. Aber das Gefühl dass jemand da sei ging nicht weg. Ich fuhr mndestens drei, vier mal so hoch. Immer wenn ich wieder kurz davor war vollends einzuschlafen… Danach war an schlafen über Stunden hin nicht zu denken.
Hat das eine Bedeutung?
Gnauso wie vor ein paar Tagen als ich vom Teufel träumte. Das war auch so etwas was ich bis jetzt noch nie hatte.
Gibt es da eine Erklärung für?
Als ich gestern in eine Seitentasche der Laptopmappe schaute, viel mir die Postkarte entgegen. Eine aus den zahlreichen Werbeständern in Berlin.

Die ist von wallstyle.de Es sollte eigentlich eine Weihnachtskarte werden. Vielleicht, mit ein paar bunten Ostereiern am Geweih, kann man sie ja…
Nee? Nicht?
Na gut dann eben nicht.
Eine Geburtstagsfeier. Hatte ich nicht schon erwähnt dass sich die Geburtstage im Januar, Februar quasi die Klinke in die Hand geben? Gestern abend war ich im Inoui eingelageden zu einer Geburtstagesfeier mit Abendessen und anschließendem Konzert. Serge T, Frontmann der Gruppe Zapzoo gab ein solo acoustic Konzert.
Und während ich da saß mit vielen Freunden und Bekannten, und Serge zuhörte, schwirrten mir tausend Bilder durch den Kopf. Bilder hervorgerufen durch die Lieder die er sang, weil sie zum Teil aus Projekten stammten an denen ich mitgearbeitet habe. Andere Bilder kamen mir in den Sinn duch die Texte die er sang. Wenn ich jetzt darüber nachdenke bekomme ich sie nicht mehr alle zusammen, aber sie waren allesamt positiv. Ich hatte das Gefühl dass ich, allen tiefen Tälern zum Trotz, in meinem Leben alles richtig gemacht habe und, dass ich heute dort im Leben stehe weil ich dort stehen will. Ich verspüre Glück nur selten, aber gestern abend war ich der glücklichtste Mensch auf Erden.
Danke Serge.
Sie ist zwar schon in bisschen alt aber als ich vor 2 Tagen durch die Geschäfte streifte um Geschenke einzukaufen, fiel sie mir die Best of von Beautiful South in die Hand. Da ich so ziemlich alles von der Gruppe habe, dachte ich Anfangs sie zu verschenken. Doch als ich sie zuhause in den Player warf, war es mir zu schade. Und so kommt es dass ich sie jetzt grade höre und glückselig bin.
So spät habe ich schon lange kein Posting mehr geschrieben. Ich beginne langsam zu verstehen was es heisst, angeriffen zu werden. Seit ich in Berlin war und seit ich mit dem Tagebuch umgezogen ist meine Leserschaft sprunghaft angestiegen. Ich seh es ja am Counter. Wieso und weshalb ist mir ein Rätsel. Ich schreibe nicht mehr oder weniger als sonst. Das mit den Angriffen hat sich bis jetzt weitgehend in Grenzen gehalten, aber heute habe ich so die erste volle Breitseite zu spüren bekommen. Wie und in welcher Form ist jetzt mal zweitrangig.
„Im Prinzip ist es ja das was du immer wolltest, oder Joël?“
Ja aber ich wußte nicht wie oder in welchem Maße und ich darauf reagieren würde.
„Aber es war dir doch klar dass es früher oder später kommen würde?“
Nein, eben nicht. Ich schreibe jetzt ein Jahr an diesem Tagebuch und es plätscherte alles so leicht vor sich hin. Es war mir nicht wichtig ob ich viele oder wenige Leser hatte. Ich hatte immer von Bekannten und manchmal Unbekannten positives Feedbackwas auch ganz nett war …bis jetzt.
„Und??? Wie fühlst du dich jetzt?“
Das kann ich nicht so genau sagen. Jedenfalls hatte ich es mir nicht so vorgestellt.
Zum ersten mal, dass ich das Frage ohne Antwortspiel MIT Antwort spiele.
Das ist gar nicht mal so schlecht, sich selbst interviewen. Ha…ein neues Spiel! Das ist doch mal was Positives…!!!
Nein ich habe nicht auf die Tastatur gekotzt!!! Es war eines von unzähligen Themen von gestern abend. Der Brumschädel blieb überigens aus. Merke: Bernard Massard „Cuvée de l’écusson“ zusammen mit portugisischen Weinbrand „Maciera“ ist nicht gleich Katzenjammer.
Ich will jetzt nichts von Alkoholmissbrauch hören! Es kommt selten genung vor das ich überhaupt was trinke. Der Satz ist in weiser Vorraussicht für all die die vorhaben mich zu ermahnen.
Was sonst heute noch kommt weiss ich nicht. Ausser Haarescheinden und einem Fototermin ist nichts geplant.
Die Geburtstagsfeier. Von 4 Uhr gestern nachmittag bis jetzt eben vor einer viertel Stunde. Leicht beschwipst. Wobei der Begriff „leicht“ nicht genau definierbar ist. Auf dem Bett sitzend mit Laptop und sich wundern dass man in diesem Zustand doch noch ein Posting schreiben kann. Über den Abend sinniernd; von einem langen Telefonat auf dem Klo bis hin zu Katzen die mit Vorliebe Tastaturen bekotzen. Von Berlin schwärmend bis hin zu gewagten Mischungen von Champus mit portugisischem Weinbrand zwischendurch. Fröhlich nach hause wandernd durch ekliges nasskaltes Winterwetter und sich dabei vorstellen wie eine ungeliebte Katze ihren Mageninhalt genüsslich auf eine Pc Tastatur entleert.
Und irgendwo ist da noch ein Spruch den ich irgendwann am Abend mal losgelasen habe. Da fehlt mir aber der Zusammenhang.
Brot für die Welt; die Wurst bleibt hier.
Meine Leber und mein Kopf werden mir den Exzess mit Brummschädel quittieren.
Geschenkideenblockade ist auch so ein Unwort. Ich habe mal eben gegoogelt was denn das neueste Unwort des Jahres ist, das sollte nämlich heute rauskommen.
„Humankapital“ Der Begriff degradiere Menschen zu ökonomisch interessanten Größen, so die Jury.
Der zweite Begriff „gefällt“ mir besser. Es ist schlichtweg eine andere Umschreibung.
„Begrüßungszentrum“ = „Auffanglager für afrikanische Flüchtlinge“
Klasse gell? In dieser Kategorie gibt es noch eines was nicht zu den offiziellen Unworten gehört aber sehr gut dazu passt.
„Ausreisezentrum“ = „Abschiebehaftanstalt“
Deshalb gab es gestern kein Posting. Heute verläuft alles etwas ruhiger. Eine Geburtstagfeier steht heute nachmittag an. Und da mir gestern nichts Gescheites einfiel was ich als Geschenk mitnehmen könnte muss ich jetzt gleich nochmal los. Damit habe ich mich selbst gestern am meisten enttäuscht. Ich, der normalerweise Weltmeister ist im Ideen haben für Geschenke, ich hatte gestern eine Geschenkideenblockade. Die Blockade ist überigens noch nicht so ganz vom Tisch. Ich sollte mich was schämen !!!
sagte meine Mutter, bezahlte anstandslos einen Tank Benzin und setzte sich auf den Beifahrersitz meines Wagens.
Ihr merkt es schon, ohne eine gewisse Ironie kann ich das Posting nicht schreiben. Im Prinzip verbrate ich nur ungern die eigene Familie im Weblog, aber da ich an einem Sonntagmorgen dazu genötigt wurde und 6 Uhr aufzustehen…ich…um 6 Uhr!!! Somit habe ich den Tag weitgehend hinter dem Lenker verbracht. Dabei hatte ich mir vorgenommen die Theaterstücke zu lesen.
Heute abend war ein infotainiger Report in Planetopia über Weblogs zu sehen. Aber so richtig gut fand ich ihn nicht. Die haben auch von diesem gewissen Exhibionismus gesprochen den ich ja auch in meinem FaQ erwähne, aber sonst konnte ich für mich nicht viel aus der Reportage rausziehen. Kommt es daher dass ich diese Form der Internetpräsenz „Blogging“ nur einseitig behandele? Weil es gibt ja Weblogs mit komplett anderen Ansprüchen und Inhalten. Ich gebe ehrlich zu dass ich recht wenige andere Logs lese. Es gibt ein paar seltene die richtig gut finde. Z.B. das von cyclad-z. Das von Else lese ich auch noch hin und wieder, ich geb es zu. Aber da ich sie jetzt mit viel mehr Distanz sehe, sehe ich auch das was sie schreibt ganz anders. Es hat nicht mehr die gleiche Wirkung auf mich wie vor Monaten.
PS: Habe heute erfahren, dass ich am Freitag einen leeren Sarg gesegnet habe. Ich bin entsetzt!!! Wie es scheint müssen die sterblichen Überreste schon derart gestunken haben, dass man es dem Publikum nicht zumuten konnte. Wie furchtbar!
Nein, ich werde nichts über Moshammer schreiben, da sind andere die das viel besser können.
Heute wurde die Grossherzogin beigesetzt. Es wurde live im Fernshen gezeigt und war sehr traurig. Die Famielienmitglieder hatten alle Mühe die Tränen zurückzuhalten.
Ansonsten ein ruhiger Tag.
Doch die Ruhe bekommt mir.
Hier noch etwas was ich grandios gefunden habe www.matildasplace.com/boobs.html Das habe ich in den Newsgroups gefunden. Hört sich an wie eine Pornoseite. Ha!
So wie der morgigie Tag aussieht wird es kein Posting geben. Ich habe mich als Chauffeur zur Verfügung gestellt und man wird das wohlweislich auszunutzen wissen und mich den ganzen Tag in Anspruch nehmen. Ich denke jetzt schon mit Schrecken daran. Aber wer weiss, vielleicht wird es ja ganz netttt…(hä?…ja!!, mit 4 t, volle Absicht!)
Heute war der letzte Tag an dem sich das Volk persönlich von der Grossherzogin verabschieden konnte. Eigentlich wollte ich es schon gestern tun. Doch als ich die Menschenschlange vor dem Palais sah verließ mich der Mut. Heute mittag hatte ich eine Verabredung mit dem Regisseur der „Choucroute Royale“, das Theaterstück mit dem Megaerfolg in dem ich letztes Jahr mitgewirkt habe. Gemeinsam sind wir zum Palais hin und haben uns von Josephine-Charlotte verabschiedet. Den Erfolg des Stückes „Choucroute Royale“ haben wir schließlich zu einem Grossteil ihr zu verdanken und ich konnte damit letztes meinen Lebensunterhalt mehr als gut bestreiten.
Es war eine seltsame Stimmung in dem Raum in dem sie aufgebahrt war. Der Sarg war nicht offen, so wie man es oft in anderen Ländern sieht. Wahrscheinlich hätte sie auch niemand mehr erkannt. Den sie muss am Schluss schrecklich ausgesehen haben, nach der langen Krebskrankheit.
Der wahrlich erste Tag heute an dem ich mich wieder richtig „back in buisness“ gefühlt habe. Ich habe jetzt bis August insgesamt 4 Theaterstücke quasi paralell laufen. Auf 3 davon freue ich mich riesig auf das 4te etws weniger weil es sich nach einem riesen unkoordinierten Chaos anhört.
Vor einer Stunde eine Reportage über die Nacht der Museen in Berlin auf Arte gesehen. Dabei wehmütig auf den Fernseher gestarrt und die Krokodielstränen tapfer runtergeschluckt.
I did it! Ich habs getan. 6 Stunden „Angels in America“ in einem durch, bis heute morgen irgendwann. Die Story ist bitterböse und streckenweise rutscht sie ab, wenn die nicht für die Rollen gottbegnadet gute Schauspieler genommen hätten. Es spielt Mitte der Achtziger in New York als die Aidsforschung noch in den Kinderschuhen steckte. Die Ersten Tests mit Medikamenten wurden gemacht. Mitten in diesem Wirbel stehen 2 Paare deren Schcicksal miteinander verknüpft ist. Sehr viel kann man über die Geschichte nicht erzählen ohne allzuviel zu verraten.
Tageswerk: jetzt erst mal Kaffee und dann muss ich los zu einem Termin nach Luxemburg.
Ungewollte dumme kleine Gewohnheiten schleichen sich wieder ein. Nachts bis in die Puppen wachbleiben und irgendetwas tun, aber nichts Konkretes. Morgens nicht wach werden danach rumtrödeln und dann zu spät zu einem Termin kommen. Alles ganz locker und flockig.
Kleine fiese SMS von Berlin bekommen, man speise (rein zufällig) im Grünfisch und die Antipasti seien köööstlich…grrr
Neue DVD gekauft. Angels in Amerika. Ein sechs stündiges Epos. Zum ersten mal, dass ich eine DVD kaufe ohne auch nur irgend eine Kritik darüber gelesen zu haben. Der Film hat 5 Golden Globes eingeheimst. So steht drauf. Die Musik davon kannte ich aber schon vorher. Die ist von Thomas Newman. Ich bin gespannt. …Die Neugier läßt mich doch nicht in Ruhe. Ich hab mal grad eben den Titel gegoogelt und siehe da; die ARD wird das Epos im zweiten Quartal 2005 zeigen.
Solange kann ich nicht warten, ihr kennt das ja. Ich werde es mir jetzt ansehen.
Bericht darüber folgt.
Ich könnte den Text von gestern Wort für Wort wiederholen. Eine Sache hat sich herauskristallisiert. Ich habe ein weiteres Theaterstück angenommen. Auf meine Tirade hin von gestern dass ich es leid bin auf irgendetwas zu warten, habe ich zugesagt, statt einen Film zu machen der im Prinzip mehr gebracht hätte. Entscheidugen die sich in der Brieftasche bemerkbar machen, aber im Kopf fühle ich mich wohler dabei.
Ein Spatziergang und ein Kaffee, das werde ich jetzt tun.
Ein sehr vorwurfsvoller Anruf kam heute morgen von Berlin. „Ist das Buch der EINZIGE Grund warum du zurückkommst?“ Nein, natürlich nicht. Es gibt tausend und ein Grund wieder hinzufahren. Und das werde ich, so wahr ich hier sitze und in die Tasten haue.
Der Alltag mit Besprechungen und Terminen nimmt sein Lauf. Ich muss los.
Lange dunkle Abende. Ich bin immer noch wach. In dem kleinen verschlafenen Städtchen Echternach fließt die Zeit mit einer unbarmherzigen Ruhe dahin. Es ist so anders als in Berlin dass es fast körperlich schmerzhaft ist. Manchmal ist diese Ruhe eine Wohltat, weil man klarer sieht und besser wahrnimmt. Manchmal ist sie eine Qual weil man sich dadurch unweigerlich in eine Warteschleife begibt und darauf wartet dass irgend etwas passiert. Und ich hasse dieses Gefühl. In Berlin könnte ich jetzt noch weggehen irgendwo hin auf ein Glas Wein. Hier gehe ich in den Keller und mache mir selbst eine Flasche auf. Genuss mit oder ohne Socializing. Es gibt diese bescheuerte Sprichwort in Frnazösich das mir oft genung von meiner Großtante und Großmutter vorgeleiert wurde.
„Tout vient à celui qui sait attendre.“
Und das ist genau das was ich nicht will. Wenn ich etwas nicht bekommen kann, warte ich nicht darauf sondern fasse die Sache an, damit es weitergeht, oder ich wende mich einer anderen Sache zu. Es bringt nicht das Leben mit Warten zu vertrödeln, das machen wir so oder so unfreiwillig oft genug.
Keine Angst ich werd nicht ramdösig, wehmütig, philantropisch, behämmert, blöde.
Aber was bringt es mir und euch z.B. darüber zu berichten was ich grad im TV gesehen habe. Im Nachhinein ärgere ich mich darüber dass ich die Flimmerkiste nicht eher ausgeschaltet habe um mich z.B. hinter mein neues Buch zu klemmen.
Von einer Sache könnte ich noch berichten die so manchen überraschen wird. Ich habe mir ein Fasnachtsoutfit gekauft. Ich kann es selbst kaum glauben. Wenn es irgendwann Fotos von dieser Missetat geben sollte, werde ich sie euch natülich nicht vorenthalten.
Ich habe das Buch von Asta Scheib über Ottilie Faber-Castell in Berlin gelassen ohne es fertig zu lesen. Das gibt mir einen Grund dieses Jahr nochmal hinzufahren. Stattdessen habe ich ein anderes mitgenommen, das mir auch sehr interessant erscheint. Die Korrekturen von Jonthan Franzen. Die Zusammenfassung hört sich gut an.