Ein Tag von, … bis

Ich hatte mit der D. ausgemacht, dass wir schwimmen gehen würden, wenn das Wetter danach wäre. Als ich um 7:00 Uhr erwachte, war es nicht so. Die Wetter App versprach aber Sonne mit ein bisschen Wolken am frühen Nachmittag. Na gut, dann werde ich erst später losziehen.

Ich holte ein bestelltes Buch im Buchladen ab. Auf dem Weg dorthin, fand ich etwas bei Villeroy & Boch im Schaufenster, das mich sehr an das Baskenland erinnerte.

Diese halbwegs schwarze Streifen, mit einem roten Rand, dass sieht schon sehr nach baskischem Tafelservice aus.

Gleich im Anschluss ging es zum See.

Es waren so an die 30 Leute da, alles Holländer, ohne mobile Musikbeschallung und auch die Kinder sehr zivilisiert.

Ich schwamm eine Runde, lege mich in die Sonne zum trocknen, und war dann so guter Dinge, dass ich noch einmal eine Runde schwamm.

Wieder in der Stadt, traf ich mich am frühen Abend mit der D zum Apero im Pavillon vom Parc Belair.

Es wurde nicht sehr spät.

Zeit vertrödeln

Es regnete und es war am Morgen schweinekalt. Zu kalt zum schwimmen. Wenn ich in St.Jean gewesen wäre, wäre ich wahrscheinlich gegangen, weil das Meer dort vor der Haustür liegt. Der See ist aber eine halbe Autostunde entfernt.

Insgesamt, ein sehr ruhiger Sonntag.

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Ich habe mal wieder zu viel Zeit in den YT Shorts vertrödelt, wenn so viele Videos gleich hintereinander kommen. I ❤️ Lucy Darling alias Carisa Hendrix. Carisa ist Zauberin/Illusionistin bisweilen in der Stage Persona Lucy Darling und ich liebs. Sie arbeitet viel mit dem Publikum und jede Show ist anders.

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Beschreibe eine Gewohnheit, die dir Freude bereitet.

In der Küche zu werkeln und hantieren. Das ist schon eine der täglichen Dinge die ich gerne mache. Das war lange Zeit nicht so. Ich glaube, dass ich die Küchenarbeit erst richtig schätzen gelernt habe, während den Lockdowns in der Pandemie. Sie war etwas vertrautes, was mich ablenkte und bei dem am Ende etwas leckeres heraus kam.

Ein Samstag mit Schwimmrunde & Markt

Das zeigte die kurz nach halb acht:

Ich war überzeugt, dass wenn die D und ich ein klein wenig warten und nicht ganz so früh losfahren, wäre es ein wenig wärmer und wir könnten wir trotzdem schwimmen gehen…

Yep, so geplant, so getan! Es war wie das letzte Mal. Das Wasser war wärmer als die Außentemperatur. 

Wieder daheim waren wir noch schnell pber den Samstagsmarkt. Und auf einen Kaffe beim Renert.

Als ich nach Hause ging, vernahm ich den ersten Sprühregen. Ich zuckte einmal freudig zusammen, nicht, dass ich mich über den Sprühregen selbst gefreut hätte, sondern, weil wir den Morgen so gut genutzt hatten, um noch einmal schwimmen zu gehen, bevor die Regenschauern einsetzen.

Am Nachmittag schüttete es dann, wie aus Kübeln:

Am Abend schaute ich mir einen Science-Fiction Film an, den ich vor ein paar Tagen aufgenommen hatte. District 9. Ein Film unter anderem von Peter Jackson produziert wurde.

Da der Film in Johannesburg spielt, ist er um Längen interessanter, weil es viele Allegorien gibt, die man mit der Zeit der Apartheid zusammenhängen. Das Peter Jackson ihn mit produziert hat, wunderte mich nicht. Er erinnerte mich streckenweise an den Film Brain Dead. Ein lustiger Splatter Film mit Zombies, dem immer nachgesagt wurde, er würde den Weltrekord halten, wegen der Mengen an Kunstblut die dort verwendet wurden. In District 9 wie in Brain Dead geht es um einen Protagonisten, der über sich hinaus wächst. Insgesamt recht sehenswert, aber er hat auch ein paar Längen.

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Was macht dich neugierig?

Alles. Aber da ich keine Katze bin und keine sieben Leben habe, bin ich vorsichtig.

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Ein Regenjacke mit eingebauter Hose? Hä?

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Es gibt eine kleine Umfrage von mir auf Mastodon. Es wäre schön, wenn ihr daran teilnehmen würdet.

Nach dem Schreiben ist vor dem Schreiben

Den Donnerstag verbuchen wir unter schreiben, schreiben, schreiben. Ich wollte die Adelige aus dem 17. Jahrhundert endlich vom Tisch haben. Es gelang mir. Ich schickte den Text gleich im Anschluss der D, die ihn durchlas und für gut befand. Anschließend wurde er noch einmal in die Schublade gelegt und am Freitag wurde er noch mal durchgelesen und verbessert.

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Der Freitag begann wieder mit der letzten Verbesserung der Textes und ich schickte ihn anschließend ab.

Am Nachmittag in der Stadt bestellte ich ein Buch von Michel Foucault, dem bekannten französischen Philosophen, der unter anderem auch ein Buch über die erste vom Staat anerkannte intersexeuelle Person in Frankreich geschrieben hat, die man zu der Zeit noch Hermaphrodit bezeichnete. Das wird der übernächste Beitrag für queer.lu werden, denn ich weiß jetzt schon dass ich Ende des Jahres viel Beschäftigung haben werde und für größere Recherchen keine Zeit bleibt.

Der Abend war für die 🧸 reserviert. Ich kann das Foto posten, weil es auch in den sozialen Medien erschien.

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Langsam habe ich Zweifel am Luxemburger Wort. Warum geben die einem Holocaust-Leugner fast eine ganze Seite zum seinem Ableben? Eine Randnotitz hätte genügt. Die Ausrede dass es ein Sommerloch Bericht ist lasse ich nicht gelten.

Schwimmen & Tagesfrage

Schwimmen, schwimmen schwimmen!

Zugegeben, das Wetter war nicht das beste, aber wir fuhren trotzdem zeitig am Morgen los zum See. Nach den letzten Regentagen hatte ich damit gerechnet, dass das Wasser um einiges kühler wäre. Aber das war es nicht. Es war sogar wärmer als die Außentemperatur. Das war dann auch der ausschlaggebende Punkt erst mal länger im Wasser zu bleiben als geplant. Ach ja, die D war auch mit dabei.

Auf dem Weg zurück, fuhren wir zum Grand Frais, für eine Einkaufsrunde von Obst und Gemüse.

Am Nachmittag recherchierte und schrieb ich weiter über die LGBTIQ+ Adelige aus dem 17. Jahrhundert.

Am Abend traf ich mich noch einmal mit der D. zu einem Apéro in der Innenstadt. Angdacht war ihm beim Wëllem zu nehmen, doch die Bar war zum bersten voll mit schottischen Fussballfans die sich morgen ein Fussballspiel hier anschauen werden. Nun ja.

Abendessen gab es in der Osteria. Vitello al Limone:

Hervorragend gut!

Nebenan fiel die Kinoleinwand vom Open Air in sich zusammen:

Das hatte aber, so erfuhr ich später, mit einer Wetterwarnung von Meteolux zu tun, die Windstöße bis 50km/h vorausgesagt hatten. Das hätte die Leinwand nicht ausgehalten. Doch er Wind kam nicht und so wurde sie kurz vor Beginn der Vorstellung wieder aufgeblasen.

Einen letzten Absacker gab es im Renert und dann ging es auch schon nach Hause. Den Film Plein Soleil mit Alain Delon in der Hauptrolle, wollte ich mir nicht ansehen.

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Welche Traditionen deiner Eltern hast du nicht übernommen?

Das ist eine gute Frage. Ich habe so ziemlich alles nicht übernommen was was meine Eltern traditionell taten. Nicht einmal kleine Rituale oder Dinge. (Ich saß nach dem Satz eine ganze Weile da und überlegte, aber es fiel mir wirklich nichts ein) Es gab auch nicht wirklich welche, mit Ausnahme der traditionellen Feiertage, die aber auch mit dem Jahren und dem Ableben der einzelnen Familienmitglieder, immer mehr abnahmen, bis sie gar nicht mehr stattfanden. Sogar Geburtstage wurden manchmal komplett übergangen. Das hört sich traurig an, aber ich empfinde es nicht so. Der Grund, warum es keine Traditionen gab, ergab sich meiner Meinung nach aus dem Umstand, dass meine Eltern aus zwei verschiedenen Ländern kamen, mit völlig unterschiedlichen Lebensweisen. Meine Mutter war eine waschechte Luxemburgerin, und mein Vater kam aus dem Elsass. In den Sechzigern, als sie sich kennen lernten, waren diese Unterschiede größer als heute und Globalisierung war ein Fremdwort.

Die Zeichen deuten

Manchmal geschehen Dinge die man als Zeichen werten muss. So kam es, dass ich am morgen eine SMS erhielt von Doctena, in der mein Zahnarzttermin für morgen abgesagt wurde. Na gut. Da ich mir beim ersten Termin bei diesem neuen Zahnarzt, der die Praxis meines Vorigen übernommen hat, sehr fremd vorkam und er mir auch nicht super sympathisch war, (er nuschelte so sehr, dass ich oft mehrfach nachfragen musste was er mir sagen wollte) beschloss ich mir einen Neuen, etwas näher in meinem Viertel zu suchen.

Die A, die aus einer fast reinen Arztfamilie stammt, gab mir einen Neuen an, dessen Praxis nur drei Straßen entfernt liegt, gute 10 Minuten Fußweg von meiner Wohnung. Ich rief an und bekam einen Termin für übernächste Woche. Sehr gut!

Am Nachmittag fuhr ich kurz in die Stadt, traf die D und ging anschließend auf eine schnelle Einkaufsrunde.

Am Abend traf ich mich dann mit der A, die demnächst im Urlaub sein wird. Zu diesem Zweck wurde Blue zum Friseur geschickt, einem neuen Friseur, bei dem sie nicht nur getrimmt, was sondern das Fell auch geschnitten wurde. Das Problem mit mit Terriern ist nämlich, dass die Haare nicht von allein ausfallen, sondern in der Haut steckenleiben. Die müssen dann regelmäßig ausgerupft bzw. gezogen werden. Das ist Blue, je nach Stelle,über den Rücken z,B, egal, aber an den Beinen und Pfoten und Bauch tut es ihr weh. Jetzt sieht sie wieder schick aus:

Sie bekam eine bunte Fliegevom Salon geschenkt, und sah damit aus wie eine Preishund frisch vom Schönheitswettbewerb.

Es wurde nicht sehr spät.

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Kate Winslet erfährt alles über ihre Familie:

The Phoenician Scheme

Ich denke ich könnte inzwischen auch ein wenig verraten was ich da schreibe, wo ich die letzten Tage so geheimnisvoll tat. Es ist ein Beitrag für die Queer.lu, über eine Adelige aus dem 17. Jahrhundert. Sie lebte also vor 400 Jahren und sie wird heute als eine queere Ikone und Feministen verklärt. Ob sie diese Verklärung verdient hat, ist eine Fragen die ich versuche zu beantworten.

Mit der Frage verbrachte ich den Morgen. Ansonsten passierte nicht viel.

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Am frühen Abend schaute ich mir endlich den neuen Wes Anderson Film The Phoenician Scheme an. Als ich sah, dass Roman Coppola mit am Film geschrieben hat, war ich nicht sonderlich überrascht, dass der Film eine exotische Gängsterstory ist über einen dubiosen Geschäftemacher, dem alle das Handwerk legen wollen.

Ich musste ein paar mal schon sehr lachen. Aber, und das schreibt der Kritiker vom Roger Ebert Blog ganz richtig: „Buoyed by a traditionally spectacular ensemble, “The Phoenician Scheme” feels unlikely to be anyone’s favorite Wes Anderson flick. Still, it’s so easy to like that it’s equally difficult to hate it.“ Und genau das ist es. Ich fühlte mich herrlich unterhalten, aber im Gegensatz zu seinen beiden letzten Filmen, vor allem „The French Dispatch“ rutscht dieser ein wenig ab.

Es war noch früh und ich beschloss einen letzten Absacker im Vis-à-vis zu nehmen und hier schon mal vorzuschreiben. Ich kam am Place Guillaume vorbei:

Es war prallvoll im Open Air Kino. Alle wollten „The Devil Wears Prada“ sehen. Ich hatte den schon vor Jahren gesehen und ich verstehe warum es ein Kultfilm ist, aber für mich ist er es nicht.

Ich hingegen schaute mit daheim Mr.Turner auf Arte an mit dem großartigen Timothy Spall.

Und danach ging es in die Federn.

Nochmal Open Air Kino

Der Tag bot wenig. Zumindest fürs Blog. Es regnete die meiste Zeit, ich war häuslich und las und recherchierte. Den ganzen Tag wollte ich jedoch nicht in der Wohnung bleiben und ich beschloss am Abend, trotz des widrigen Wetters, noch mal das Open Air Kino auf der Place Guillaume aufzusuchen.

Wer mir auf Mastodon folgt, hat die Bilder schon gesehen.

Man muss Kino schon sehr lieben. Eingepackt in einen K-Way und einen Plastikponcho, was gut war, denn es wurde zur späten Stunde empfindlich kühl.

Auf dem Programm; Flow. Der erste lettische Film, der einen Oscar und einen Golden Globe bekam.

Es gab ein paar kleine Bildstörungen am Anfang, das sie aber in den Griff bekamen. Eine post apokalyptische Geschichte, die einerseits sehr nah an der Realität ist, doch auch viele magische Momente und auch ein paar irreale Tiere hervorbringt.

Ich war gefesselt von Anfang bis Ende. Interessant fand ich, dass alle Tiere (es ist im ganzen Film kein einziger Mensch zu sehen), sich immer noch wie Tiere benehmen. Eine Katze, ein Hund, ein Capybara, ein Lemur und ein Sekretär Vogel müssen miteinander auskommen, wenn sie überleben wollen.

In ungefähr der Hälfte des Films fing es an, richtig zu regnen, und es wurde um Längen ungemütlicher. Doch ich hielt durch, wie auch alle anderen Zuschauer. Es waren um die 400 Stück und das war erstaunlich.

Kurz vor Mitternacht war ich wieder daheim.

Bananenbrot & Sunset Boulevard

Sehr spät wach geworden, was im den letzten Wochen nie der Fall war. Es war fast 9:30! Huch! Ich strich die Schwimmrunde, weil Samstag war und wahrscheinlich würde es am See sehr voll werden. Stattdessen werkelte ich daheim.

Ich sah im Obstkorb drei Bananen die eigentlich für Müsli oder Overnight Oats gedacht waren, und dort ein trostloses Dasein fristeten. Also gab es Banana Bread nach diesem Rezept, wovon die nur die Grundzutaten und Mengenverhältnisse für den Teig stimmen. Optional kam bei mir noch die dritte Banane oben auf den Teig, und anstatt weißen Zucker, habe ich braunen Zucker genommen.

Resultat:

Als er aus dem Ofen kam, hätte ich am liebsten sofort reingebissen. Ich glaube aber, dass es das letzte mal war dass ich diese Silikonform genommen habe. Sie hat über lange Jahre, schon bevor ich in die Stadt zog, gute Dienste geleistet, doch ich habe das Gefühl dass sie den Geist aufgibt. Selbst mit ölen, einbuttern und mehlen klebte es und ich hatte alle Mühe der Welt um das Backgut aus der Form zu bekommen. Es war übrigens gefährlich lecker.

Am Abend noch ein Foto vom Balkon bevor ich loszog in die Stadt:

Es ging ins Open Air Kino auf der Place Guillaume:

Auf dem Programm ein Klassiker; Sunset Boulevard. (Der Link zu Wiki ist sehr lesenswert, wenn man den Film kennt)

Ich war viel zu früh da. Doch ich wollte noch ein wenig Auswahl haben, wo ich mich hinsetze. Ich sah den Menschen zu die kamen. Da war wirklich alles vertreten, was Sprachen und Wohlstandsrang hergab. Das freute mich ungemein. Ich bin immer noch froh dass das in Luxemburg noch möglich ist, in einer Zeit, in der ein rechtsgerichtetes Drecksvolk uns das streitig machen will.

„Alright Mr. DeMille, I‘m ready for my close-up.“

In der Hälfte des Films fing es an zu tröpfeln. Man verteilte Regenumhänge, denn den Regenschirm aufspannen ging nicht. Es blieben auch fast alle trotz des widrigen Wetters sitzen. Es gab zum Schluss sogar einen riesigen Applaus.

Ich kam kurz nach Mitternacht trocken zu Hause an.

Klatschnass & eine schöne Schwimmrunde

Am Donnerstag war endlich die Biographie im Postkasten auf die ich schon länger gewartet hatte. Was mir nicht bewusst war, war dass es eine Schwachte von über 500 Seiten ist. Also werde ich die nächsten Tage wohl mit Lesen verbringen.

Ansonsten war ein Friseurbesuch geplant, der mir vorkam, als ob der letzte Besuch Monate her wäre. Dabei war der letzte Termin erst drei Wochen her. Die Haare wachsen im Sommer definitiv schneller.

Ich absolvierte noch zwei kleine Einkäufe in der Stadt und schaute noch im Rainbow Center vorbei, was ein Fehler war, denn ich hätte früher nach Hause gehen sollen. Auf dem Rückweg zog sich der Himmel zu und ich beschloss den Bus zu nehmen, denn ich hatte keinen Schirm dabei. Auf der Haltestelle ging es dann los mit großen Tropfen, die sich ein mehr als kräftigen Regenguss verwandelten. Ich hüpfte schnell in den Bus, in der Annahme es würde sich in ein paar Minuten wieder beruhigen. Als ich aber aus dem Bus wieder aussteigen musste, regnete es so heftig, dass ich auf dem wenigen Metern bis zum nächsten Hauseingang klatschnass war. Dort stand ich dann auch noch fast 20 Minuten bis es endlich weniger wurde.

Daheim las ich dann in der Biografie.

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Zwischendurch eine schnelle Tagesfrage:

Welche Geschichte steht hinter deinem Spitznamen?

Es gibt keine Geschichte. Ich habe keinen Spitznamen. Joël reicht voll und ganz und ist exotisch genug, dass ich keinen Spitznamen brauche. Es gab durchaus Versuche mit einen aufzudrücken, doch die schlugen alle fehl, weil ich nicht darauf hörte.

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Am Freitag war ich zeitig auf, räumte die Wohnung auf und fuhr in die Alte Heimat zum Schwimmen. Es war endlich wieder schönes Wetter.

Es war recht frisch und es waren nicht zu viele Menschen da, vor allem keine die mir ihre Musikbeschallung aufzwangen.

Da ich später losgefahren war, aß ich eine Kleinigkeit zu Mittag im Pier 75.

Gegen 13:00 fuhr ich zurück.

Ich las weiter in der Boigraphie wo ich nicht später als im ersten Kapitel auf der dritten Seite schon eine Unstimmigkeit fand. Nun ja…

Am Abend ging es dann in den Park der Villa Louvigny wo eine Vorstellung stattfand im Rahmen der LUGA. Lilith erzählt die etwas andere Entstehungsgeschichte. Ein paar Fotos konnte ich vorab der Vorstellung machen.

Später ging es noch auf einen Absacker in den Microcosmos und kurz nach Mitternacht lag ich im Bett.

Zwei Austellungen

Den Dienstag lassen wir aus Gründen weg. Es passierte eh nichts, was ich hätte verbloggen können.

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Der Mittwoch dann, fing mit einem Zahnarztbesuch an. Es ist so, dass ich den Termin bei dem Zahnarzt, der mich untersuchte, als mir der Zahn abgebrochen war, absagte. Ich hätte kurze Zeit später noch einen weiteren Termin bei ihm, aber er flösste mir so wenig Vertrauen ein, dass ich beschloss, einen anderen aufzusuchen.

Und dieser Termin war heute. Nach einer Zahnreinigung, erarbeiteten wir einen Schlachtplan aus. Was mich dabei überaschte, war die Tatsache, dass ich bereits nächste Woche Mittwoch schon wieder einen Termin habe, indem es dann ein klein wenig ans Eingemachte geht. Zudem hat er mich an einen Physiotherapeuten überwiesen wegen meiner Kiefer Muskeln. Es ist so, dass meine Zähne im Oberkiefer, alle ganz leicht locker sind, während die Unteren fest sitzen. Ein Zeichen, dass ich mit den Zähnen knirsche. Ich habe jetzt mal acht Termine beim Physio, wo genau hingeschaut wird wo diese Verspannungen herkommen. Und ich werde eine Knirschschiene bekommen.

Am Nachmittag besuchte ich mit der D gleich zwei Ausstellungen. Eine davon im Nationalmuseum, die andere im Ratskeller.

Interessanterweise ging es in beiden Ausstellungen um die Natur in all ihren Formen und Farben und wie sie in der Kunst dargestellt wird.

Bei einer Reihe von Bildern, im Nationalmuseum, die ein bisschen kindlich aussahen, in denen ein Wolf und ein Fuchs abgebildet waren, gab es auch Kopfhörer. Dort konnte man von Edmond de la Fontaine die Geschichte De Wëllefchen a de Fiischen (Das Wölfchen und das Füchslein) hören, gelesen von Leon Moulin. Ich kannte die Geschichte, weil ich sie oft genug gehört hatte, als ich noch sehr klein war. Wir hatten sie auf Schallplatte. Die D und ich saßen da, andächtig wie kleine Kinder und hörten Leon zu. Der Titel lässt darauf schließen, dass die Geschichte harmlos ist, aber sie ist alles andere als das. Der Fuchs wird als schlau hingestellt, der Wolf als doof. Der Fuchs legt den Wolf dreimal herein, bis er im letzten Streich unter Knüppelhieben stirbt.

Ein paar Fotos:

Im Ratskeller gab es dann die übliche, alljährliche Fotoausstellung der Fotothek, ebenfalls mit dem Thema Natur.

Am Abend schaute ich mir einen Film an der Ende letztes Jahres viel Furore machte, und von dem ich sehr viel gemischtes gehört hatte. Wicked. Der Film ist so unglaublich in die Länge gezogen und die Musik geht nicht ins Ohr. Das einzig Interessante war, die Vielschichtigkeit und Widersprüchlichkeit verschiedener Charaktere. Das wurde auch maximal ausgeschlachtet und dargestellt. Ansonsten konnte ich der Geschichte nichts abgewinnen.

Und wenn wir schon bei der bösen Hexe aus dem Zauberer von Oz sind, hier noch eine Doku über Liza Minelli, deren Mutter ja Judy Garland war.

Zwei Tage unfreiwillig

Den Sonntag verbuchen wir unter Häuslichkeit. Es bestand zwar am Anfang des Tages durchaus der Gedanke, etwas zu unternehmen, doch als ich auf die Wetter App schaute, verwarf ich die Idee. Ich wollte mir Teile der LUGA ansehen, die ich noch nicht gesehen hatte. Vielleicht sogar bis nach Ettelbrück fahren, wo auch ein Teil zu sehen ist.

Aber dann passierte das hier:

Stattdessen las und schrieb ich an etwas anderem.

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Der Montag war um einiges ergiebiger. Eigentlich hatte ich gleich beim aufwachen vorgehabt, das Posting vom Sonntag hochzuladen. Doch ich war spät dran, weil ich mich mit der D verabredet hatte, zu einer Schwimmrunde in der Alten Heimat.

Es war sehr bedeckt und die Temperaturen luden nicht wirklich dazu ein, sich ins Wasser zu begeben.Der große Vorteil dieser Tage ist aber, dass man munter Seelen alleine ist und den See für sich hat. Außerdem war das Wasser wärmer als die Außentemperatur. Nach der Schwimmrunde ging es dann auch schon gleich wieder zurück.

Auf dem Rückweg zum Auto kam ein Schwan, sehr neugierig angeschwommen. Er dachte wahrscheinlich, dass wir ihm irgendetwas mitgebracht hätten,…

… denn er sah uns sehr fordernd an. Er merkte dann aber sehr schnell, dass wir nichts dabei hatten und fraß demonstrativ von dem Seegras.

Irgendwann dazwischen meldete die Blogapp, dass Joel.lu wieder ausgefallen sei. Ich schickte die übliche Mail ab und nach einer guten halben Stunde war die Homepage wieder online. (Ich dokumentiere diese kleinen Ausfälle immer wieder im Blog, nicht weil das irgendjemanden interessieren würde, sondern um es irgendwie statistisch zu erfassen, dass da im Hintergrund etwas gewaltig schief läuft, auf das ich keinen Einfluss habe)

Wieder daheim machte ich noch mal diesen Kühlschrankkuchen, den ich schon vor ein paar Tagen hergestellt hatte. Ich hatte nämlich noch von allem genug da, um noch einmal eine Portion herzustellen.

Den Nachmittag über blieb ich dann häuslich, denn das Wetter schlug so sehr um, dass man nicht mal einen Hund rausgeschickt hätte. Es goss zeitweise immer wieder wie aus Eimern.

Die A hatte sich angemeldet zum Abendessen. Also kam der Eisschrank Kuchen schon mal wie gerufen. Zudem gab es eine Tarte Tatin mit Tomaten. Ich hatte dem Tisch auf dem Balkon gedeckt in der Annahme, dass wenn es noch mal ein bisschen tröpfeln würde, wir trotzdem im Trockenen sitzen würden. Ein schwerer Fehler. Es stand alles bereits fix und fertig auf dem Tisch, als ich plötzlich eine Art Rauschen hörte, dass immer näher kam. Es regnete fast waagerecht auf den Balkon, und alles wurde klatschnass. Ich hatte nur noch Zeit, mich selbst zur Balkontür hinein zu retten und die Tür zu schließen. Fazit: Wir aßen drinnen.

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Am Abend schaute ich die erste Folge der Persuaders, die ich noch nie gesehen hatte. Ihr wisst schon, die Serie mit den beiden Machos und der sehr legendären Titelmusik.

Turmfalken & Zeitdruck

Der Samstag begann sehr früh. Ich erwachte auch nicht vor dem Wecker. Doch auf dem Balkon hörte lautes Gezeter von Vöglen, ich glabe es waren Mauersegler mit ihrem hellen Zirpen, das sich aber so gar nicht anhörte, wie gewöhnlich. Als ich dann auf den Balkon trat, sah ich warum das Geschrei so groß war. Ein Pärchen Trumfalken hatte wahrscheinlich einen Jungvogel gerissen. Sie flogen immer wieder in die Dachrinne, wo wahrscheinlich der Kadaver lag. Ich konnte es vom Balkon nicht genau ausmachen. Aber einen der Falken konnte ich ablichten:

Ein wunderschönes Tier, aber eben ein Raubvogel.

Und dann passierte das, was eher selten passiert. Mein Smartphone fragte mich, ob es bitteschön auf dem Küchentisch liegen gelassen werden kann. Es erbat sich einen halben Tag Auszeit. Ich tat ihm den Gefallen. (So kann man auch eine nette Geschichte zusammenspinnen, dass ich das Handy schlichtweg vergessen hatte)

Demnach gibt es keine Fotos vom Vormittag, Mittag und dem halben Nachmittag.

Kurz nach 15:00 war ich dann wieder daheim nach mehreren Stunden sehr emsigem Dienst. Es fühlt sich ein bisschen wie Fließbandarbeit an, weil wir unter Zeitdruck standen und fertig werden mussten, bevor die ersten Regenschauern, die für den Nachmittag angekündigt waren, nieder gehen sollten. Wir wurden mit den Aufnahmen auf die Minute fertig, dann musste alles ganz fix gehen und eingepackt werden.

Im Anschluss fuhr ich noch in den Grand Frais, weil der Kühlschrank sehr leer war.

Daheim lag ich dann ein herum und schautem mir beim rumzappen in den Fernsehsendern drei völlig verschiedene Folgen von Kunst und Krempel an, als ob ich den ganzen Tag nicht schon genug davon gehabt hätte. (Womit ich jetzt verraten habe an was ich die letzten Tage intensiv gearbeitet habe)

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Ich fand ein kleines Gedicht von TS Eliot:

We shall not cease from exploration

And the end of all our exploring

Will be to arrive where we started

And know the place for the first time.

Das ließ mich lange grüblen und fütterte zugleich diese Melancholie, die ich immer in mir habe, die ich hassliebe, doch mit der ich in all den Jahren gelernt habe umzugehen.

Apropos Melancholie: Ich höre in letzter Zeit auch verstärkt französische Podcasts, vor allem von den Radiostationen von France Inter. Dabei stieß ich auf eine Buchvorstellung von Julien Dassin, dem jüngsten Sohn von Joe Dassin, der einer der Lieblingssänger meiner Mutter war. Es gibt ein paar Songs von ihm die ich sehr mag, aber bei weitem nicht alles. Julien hat ein Buch geschrieben über seinen Vater, den er nie wirklich gekannt hat, denn er starb als er fünf Monate alt war.

Ich glaube das wird meine Sommerlektüre werden. Zudem habe ich schon länger nichts mehr auf französisch gelesen.

Freunde aus einer anderen Zeit

Der Donnerstag hätte mit einem Zahnarzttermin beginnen sollen. Doch an ‚Tag für die Katz‘ erhielt die ich einen Anruf der Praxis, ob man ihn nicht verschieben könne. Also gehe ich erst nächste Woche hin. Ich nutzte die Gelegenheit und schrieb weiter am dem neuen Text für Queer.lu.

Gegen Mittag zog ich los um bis Abends eine Runde Unverblogbares zu tun, das sehr kurzfristig und unverhofft kam.

Am Abend dann traf ich die D und später die A im Bovary. Der Abend begann mit einem Campari Spritz:

Es wurde aber nicht sehr spät, da ich doch ziemlich gewchlaucht war vom Unverblogbaren.

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Am Freitagmorgen flog ich gegen 6:00 wegen einem seltsamen Geräusch aus dem Bett. Ob ich das geträumt oder real gehört hatte, war nicht mehr überprüfbar. 6:00 war eine halbe Stunde vor dem Wecker und ich nutzte die Zeit um noch schnell eine Waschmaschine mit 30 Minuten Programm zu starten und aufzuhängen. Sonst räumte ich noch ein bisschen was weg, damit Meisterin Propper am Nachmittag gezielt in den Krieg, gegen Schmutz und Staub, ziehen konnte.

Pünktlich wie die Maurer stand die D am Morgen vor der Tür um in die Alte Heimat zur gewohnten Schwimmrunde zu fahren.

Anschließend gab es nich eine schnelle Runde im benachbarten Ausland in einem Drogerie Markt.

Am Abend traf ich mich mit alten Schulfreundinnen aus einer völlig andern Zeit. Es waren die aus dem ersten Jahr der Vorbereitungszeit zu einem Krankenhausberuf. Wir waren zu fünft, und von denen ist nur eine im Beruf der Krankenpflegerin gelandet. Alle anderen landeten in etwas anderes.

Wir hatten verabredeten uns in einem Restaurant verabredet, das nicht schlecht aber auch nicht besonders gut war. El Gato in Leudelange ist spanisches Restaurant, das riesengroß ist und in dem massenhaft Leute abgefertigt werden. Es ist wunderschön eingerichtet, aber ein Monstrum.

Ich bin ja sonst nicht der Fan von Autos und Co. aber dieses Trike das vor der Tür des Restaurants stand, musste ich dann doch ablichten. Das sah schon sehr spektakulär aus:

Ich bestellte kleine frittierte Tintenfische. Es schmeckt mir nicht so besonders. Mein Spanier to go ist ja das Podenco und da sind die Tintenfische um Längen besser.

Ich musste leider zeitig Schluss machen und mich von den Mädels verabschieden, denn am Samstagmorgen muss ich sehr früh raus.

Kurz vor dem zu Bett gehen, stand ich noch auf dem Balkon und versuchte den Großen Wagen abzulichten, um zu sehen, ob meine Kamera das kann. Fazit: sie konnte!

Man sieht ihn deutlich.

Ein Tag für die Katz

Radikaler Wetterumschwung plus Schnupfen = Migräne plus extrem schmerzende Nasennebenhöhlen. Ich hätte mich am liebsten selbst in den Müll geschmissen.

Kurz nach 8:00 Uhr rief die D an und teilte mir mit, dass es regnen würde und schwimmen wäre wohl keine Option. Ich hatte bis dahin noch nicht zum Fenster hinaus geschaut, doch sie bestätigte mir genau das, was meine Migräne ausgelöst hatte. Zwei Schmerztabletten geschluckt und mich wieder hingelegt. Eine Stunde später war ich dann soweit, dass ich das Posting von gestern fertig schreiben und hochladen konnte. Derweil hatte ich schon überlegt, was heute alles wegfallen würde, beziehungsweise was ich anstelle dessen machen könnte. Häuslichkeit war dabei oberste Priorität.

Ich las eine Weile, was andere so geschrieben haben. Und kurz vor Mittag war ich dann endlich soweit mich aus dem Jinbei zu schälen und zu duschen.

Ich schrieb einen Teil eines neuen Textes für die nächste Ausgabe vom Queer.lu. Dabei fiel mir ein dass ich ein Buch immer noch nicht bestellt hatte, das ich aber unbedingt brauche. Meine ganze Recherche nur auf eine Biografie von 1850 zu basieren, ist ein bisschen dünn und das Internet gab nach mehreren differenzierten Recherchen, nicht das her, was ich mir vorgestellt hatte. Aber vielleicht gibt es das auch gar nicht und ich muss den Text anders anlegen.

Nach guten 3 Stunden wollte der Kopf nicht mehr und ich legte mich wieder hin.

Insgesamt war es ein Tag für die Katz.

Zwei Tage, ungewollt

Wenn Postings mit diesem oder ähnlichem Foto beginnen…

… dann war eine Schwimmrunde angesagt.

Die D. stand pünktlich um halb neun auf der Matte und wir fuhren los. Unterwegs fuhren wir über nasse Straßen, was uns ein wenig beunruhigte, aber als wir ankamen, sah es nicht so aus, als ob es noch mal regnen würde.

Das Wasser hatte gefühlte 19-20°. Die D steigt immer hinein, als ob es nichts wäre, ich brauche immer einen Moment.

Auf dem Rückweg hielten wir noch kurz im Auchan und ich kaufte Limonen.

Am Nachmittag setzte ich dann endlich ein Rezept, um, dass ich schon vor ein paar Tagen bei Emmy gesehen hatte. In Deutsch könnte man es umschreiben mit sommerlicher Butterkeks Kuchen.

Er ist wirklich kinderleicht zusammenzustellen und das Resultat sieht hervorragend aus.

Er muss aber mindestens 4-5 Stunden im Kühlschrank verharren, ansonsten wird er nicht fest.

Hier die die Zutaten, nach denen ich auf Umwegen länger suchen musste:

1 (14-ounce/396ml) cans sweetened condensed milk (also 400 ml)

2 cups (470g) heavy cream ( also ein halber Liter Rahm)

tablespoon finely grated lime zest ( und noch ein wenig mehr um darüber zu bröseln)-

1/2 cup (120g) freshly squeezed lime juice (from about 8 limes)

10 ounces (285g) Ritz crackers (85 crackers, from about 3 sleeves) (Butterkekse, oder andere die weniger süß sind)

Die Rahm mit der gezuckte Kondensmilch verrühren. Anschließend den Limon Saft ebenfalls einrühren. Dabei merkt man sofort, dass die Creme anfängt zu stocken. Die Kekse dann in einer Form schichten und immer wieder eine dünne Schicht Creme dazwischen streichen. (Bei mir waren es vier Schichten Creme und Kekse) die obere Schicht wird dann eine dickere Cremeschicht, die sich anschließend fast schneiden lässt wie festeres Tiramisu.

Cool fand ich, dass das kein zusätzlicher Zucker hinzugefügt wird. Die Süße kommt aus den Limonen und dem Zucker der Kondensmilch. Ich könnte mir vorstellen, dass es auch mit Löffelbiskuits funktioniert.

Den Abend verbrachte ich mit Lesen und schreiben.

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Ich weiß nicht ob ich ich das schon mal gepostet habe, aber ich mag diese Spielerei.

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Eigentlich hatte ich den Dienstag fix und fertig zum Posten, als ich merkte, dass mein Server wieder ausgefallen war. Doch ich hatte keine Zeit lange hin und her zu werkeln. Ich musste ja mit der D. los zum Schwimmen.

Dort befand sich dann bei unserer Ankunft eine Horde Kinder, die zwei nett, aber sehr laut waren. Wir schwammen unsere gewohnte Runde, duschten uns schnell ab und machten uns auch schon wieder auf den Weg zurück.

Wieder daheim zog ich mich fix um und machte mich auf den Weg zum Renert.

Der H. aus Melbourne mit der M und der kleinen (die inzwischen gar nicht mehr so klein ist) R waren da.

Wir aßen zu Mittag in der Osteria.

Nach einer kleinen Runde durch die Stadt nahmen wir auch schon wieder Abschied voneinander.

Ich huschte noch schnell zum Rainbow Center um mir die neueste Ausgabe der Queer.lu zu schnappen und wegen einem kurzen Meeting mit dem Chefredakteur wegen der nächsten Ausgabe.

Als ich dann gegen 18:00 endlich wieder daheim war, fing ich an zu niesen und mir war kalt. Nee, ne? Oh doch! Und im Verlauf des Abends entwickelte sich das zum einen ausgewachsenen Schnupfen.

Auf dem Abendprogramm stand ein Film von Trantino den ich noch nie gesehen hatte:

Ein toller Film mit einer großartigen Pam Grier.

Ein Sonntag wie ein Samstag

Der Sonntag fühlte sich in seinem Ablauf genau gleich an, wie der Samstag. Eine längere Dienstrunde die ohne Vorfälle verlief.

Wir es war sogar mehr Arbeit als am Tag davor.

Am Abend war ich, auch wegen der Hitze, sehr platt und beschloss nichts mehr weiter zu unternehmen.

Ich sah mir eine Doku an. Jeder, wirklich jeder, kennt zumindest eine Melodie von Eric Satie ohne zu wissen wer sie geschrieben hat und wo sie herkommt. Dass seine Lebensgeschichte jedoch so tragisch verlief war mir nicht bewusst.

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Hund oder Baby? Taylor Tomlinson trifft den Nagel auf den Kopf.

Segel & Pflanzen

Vom Wetter her wäre der Tag ideal gewesen, ihn am See zu verbringen, was aber nicht ging. Ich war dienstlich beschäftigt. Und das muss, wie so oft, außen vor bleiben.

Zwei Fotos kann ich zeigen:

Das große Segel, das für Halbschatten sorgte war goldwert.

Am Abend hatte die NK und ihr Mann, der N, aus meiner Nachbarschaft spontan geladen zum einen improvisierten Abendessen in ihrem Garten.

Es gab hausgemachte Pizza und allerhand Salate, sowie hausgemachtes Eis.

Im ihrem Garten steht eine Yucca gloriosa die nur alle vier Jahre blüht. Dieses Jahr tat sie es:

Es waren viele illustere Gäste anwesend und die Gespräche drehten sich alle um die Projekte, die jeder grad am Start hat.

Es wurde nicht sehr spät, da ich am Sonnta nochmal die gleiche die dienstliche Runde haben sollte wie an diesem Tag.

Ein Morgen am See & A-ha

Die letzten Tage waren im Ablauf sehr gleich und doch verschieden. Die Tage davor hatte ich das auch am See verbracht. Am Freitag war es aber viel bewölkter als davor.

Heute war die D mit dabei. Eine Schwimmrunde mit merklich kühlerem Wasser als gestern. Sehr viel kälter darf es nicht mehr werden, sonst gehe ich nicht rein.

Nach der Schwimmrunde kam wie gerufen die Sonne und wir konnten uns hinlegen, um zu trocknen.

Ich sah ein paar Wasserhühner:

Gegen 11:00 Uhr gab es dann ein Kaffee am Pier 75.

Ich erkundete zum ersten Mal hinunter die andere Ecke der Insel, wo man die Tretboote ausleihen kann.

Ich machte ein Panorama Foto:

Bevor wir uns aufmachten des Mittagessen im Lakeside einzunehmen, fuhr ich mit der D auf einen Aussichtsplatz. Als ich noch in der Alten Heimat wohnte, konnte man von dieser Stelle aus den ganzen Ort überblicken. Heute ist es sehr zugewachsen:

Es gab Fisch mit Ei überbacken und einem kleinen Kartoffelsalat:

Diese Skulptur von François Gillen kenne ich seit meiner Kindheit. Sie stand immer beim Schulgebäude und musste aber dann weichen um jetzt am See einen neuen Platz zu bekommen. Sie wurde stellenweise restauriert, aber meiner Meinung nach nicht besonders gut. Man sieht es sehr.

Als wir den Heimweg antraten sahen wir diese Kutsche. Keine Ahnung ob das ein Novum ist. Ich sah sie heute zum ersten mal.

Am Abend traf ich mich mit der A und der N und einer ganzen Crew von einem Projekt an dem ich aber erst im September arbeiten werde. Es wurde nicht sehr spät.

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Eine Doku über eine der erfolgreichsten Bands der Welt. A-ha. Ich war, wie der halbe Erdball, eine Zeit lang in den Sänger Morten Harket verknallt. Es gibt sie immer noch. Sie können nicht miteinander und nicht einer ohne den andern. Ich war erstaunt wie viele ihrer Lieder ich ohne weiteres mitsummen konnte und noch immer in Ohr habe. Eine sehr intime Doku über eine Band die den Zenit erklomm und wieder zurück kam, aber nie wirklich mit sich selbst zufrieden war. Wahrscheinlich machte das ihren langjährigen Erfolg aus.

Vom Mittwoch und Donnerstag

Ich glaube ich hatte schon seit längerer Zeit nicht so gut geschlafen. Ich erwachte erst kurz vor 9:00 und schlummerte dann noch mal weg bis 10:30! Huch!

Ich hatte genug daheim zu tun und blieb erstmal häuslich. Ich schrieb an einem neuen Artikel für die queer.lu, unaufgefordert, aber ich schrieb ihn einfach mal, weil ich Lust dazu hatte und weil mir ein interessanter Aufmacher dazu eingefallen war. Und weil mich das alles geschichtlich weit in die Vergangenheit warf, las ich später einen Band der Comic Serie Bételguese, bzw. Aldébaran von der ich schon einmal vor langer Zeit berichtet hatte.

Am Abend traf ich die D. mit dem M. und dem L. und später gesellten sich noch die A. und die N. dazu. Treffpunkt Parc Belair auf ihrer schönen Terrasse. Es gab sehr viel zu erzählen und es war kurz vor Mitternacht als wir Schluss machten.

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Am Donnerstag war ich sehr früh wach, fast eine Stunde vor dem Wecker. Ich wollte schwimmen gehen. Ich bediente kurz die Waschmaschine und schrieb das oben vom Vortag fertig, das mir dann doch sehr dünn erschien, weil kein Foto und auch sonst nichts weiter von Belang, dabei war. Also beschloss ich einen Doppeltag zu machen.

Es gab noch einen Kaffee und dann war ich auf dem Weg zum See in die Alte Heimat.

Diese Schneise im Hang gegenüber dem See, fasziniert mich jedesmal wenn ich sie sehe. Es ist dort sehr steil und ich fragte mich, was das für ein schweres Gerät die Spuren hinterlassen hat und das den Abhang nicht hinunterfiel.

Dort stand letztes Jahr noch kahle Fichtenstämme, wahrscheinlich vom Borkenkäfer befallen, die jetzt alle entfernt wurden. Rechts daneben sieht man immer noch welche.

Eine Bachstelze

Die große Wasserfontäne, die erst gegen halb elf losgeht.

Ich schwamm eine mittelgroße Runde. Das Wasser war merklich kälter als noch letzte Woche, bevor die Regentage losgingen.

Noch eine Tasse Kaffee kurz nach 11:00 und ich fuhr zurück.

Wieder zurück hatte ich Blue zu Besuch.

Unterwegs im Park machte ich eine seltsame Beobachtung. Eine Hummel und eine Biene die sich begatten, ist nicht normal, oder?

Oder war es ein Kampf auf Leben und Tod? Jetzt im Nachhinein denke ich dass es das war.

Blue japste. Im Gegensatz zu mir, verträgt sie die Hitze nicht gut. Ich ging mit ihr durch den Park von einem schattigen Platz zum nächsten. Eine Schale Wasser für sie und eine Sprudelwasser für mich, gab es im Renert.

Später am Abend holte die A. Blue wieder ab.

Zum Abendessen gab es Hühnchen mit rotem Spitzpaprika und Frühlingszwiebeln vom Grill und Jasminreis.

Und noch so ein Tag

… der sich anfühlte, als ob wir April und Herbst hätten. Es regnet zwischendurch manchmal wie aus Eimern, dann schien wieder die Sonne.

Kurz vor Mittag, fuhr ich ins benachbarte Ausland und kaufte ein paar Dinge, die im Haushalt fehlten. Dinge wie Waschmittel, Klopapier und andere Haushaltsprodukte. Der Preisunterschied ist inzwischen sagenhaft und ich sehe nicht ein, warum ich das noch hier kaufen soll.

Am Nachmittag machte mir Charlie Nebe Lust aufs Reisen.

Ja, das würde ich auch einmal gerne machen. Von Großbritannien kenne ich nichts anderes als London und was sich darum herum befindet.

Am Abend gab es ein Wiedersehen mit drei JournalistInnen und einer Maskenbildnerin. Wir hatten uns im Dipso verabredet und gingen später zum Abendessen ins Kobé. Der Abend war eine einzige Lachnummer im positiven Sinne. Ich hatte irgendwann leichte Bauchmuskelschmerzen vor Lachen, und jemand anderem krampften die Lachmuskeln im Gesicht. Ich danke meinem Körper insgeheim, dass er mir keinen Schluckauf verpasst hatte. Diese Art von Schluckauf, den ich vor Lachen bekomme, geht nur schwerlich wieder weg.

Kurz vor Mitternacht war ich zu Hause.

Ein Montag im Sommer der sich wie Herbst anfühlte

Je mehr ich von diesen SMS bekomme, je weniger nehme ich sie ernst:

Das wollte ich nur mal gesagt haben.

So fing der Montag an, nachdem ich das Posting von gestern fertig gestellt hatte. Ich hatte übrigens sehr gut geschlafen, wenn auch mit einigen Startschwierigkeiten.

Vielleicht sollte ich noch den Podcast erwähnen, den ich kurz vorm einschlafen hörte: Wie prügelnde Eltern endlich zu Gesetzesbrechen wurden. Interessant ist, dass diese Strafe in Luxemburg erst Ende 2008 abgeschafft wurde. Aber wahrscheinlich war das auch der Grund, warum ich so lange nicht einschlafen konnte.

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Der Montag an sich ist sehr schnell in einem Foto oder auch zwei zusammengefasst.

Es regnete zeitweise in Strömen und der Tag fühlte wie wenn es schon wieder Herbst werden würde. Ich blieb häuslich.

Am Abend, ein altes klassisches englisches Theaterstück. es erinnerte mich so sehr an die Abende daheim, als wir gemeinsam uns ein Theaterstück im Fernsehen ansahen. Mein Vater, der ja ausschließlich französisches Fernsehen schaute, schaute sich immer gern die Theaterstücke an, die in der Serie ‚Au Théâtre ce Soir‘ liefen. Während der Pandemie wurden viele davon auf dem CNA Kanal auf YouTube hochgeladen. Und irgendwo muss meine Theaterliebe ja herkommen.

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Katzen, die dich zu viele James Bond Fime angesehen haben.

Sonntag ohne Sonne & Rap

Die Überschrift sagt es bereits. Das Wetter schlug völlig um. Vor zwei Tagen hatten wir noch 38°, als ich heute Morgen aufwachte, waren es nur noch 13°. Das erklärt wahrscheinlich auch die Migräne von gestern. Mit Ausnahme einer kleinen Einkaufsrunde im Rewe, der am Sonntag den ganzen Tag geöffnet ist, passierte nicht viel. Es nieselte und regnete im Wechsel mit ein paar kleinen Pausen, den ganzen Tag durch.

Darum machen wir heute mal etwas anderes:

Zitat von vor drei Tagen:

Das brachte mich auf die Idee mich mal mehr mit dieser Musik (Rap) zu beschäftigen. Ich will ja nicht einer von denen sein, der etwas verurteilt, was er nicht kennt.

Bei meiner Recherche bin ich auf einige interessante Fakten gestoßen. Zum Beispiel wusste ich nicht, dass Frankreich – gleich nach den USA – das Land ist, in dem am meisten Rapmusik produziert wird. Das zeigt sich auch in den Verkaufszahlen und den Hitparaden. Französischer Rap ist häufig sozialkritisch: Themen wie Arbeitslosigkeit, Rassismus, Polizeigewalt, schwierige Wohnverhältnisse, Identität oder auch die koloniale Vergangenheit stehen im Mittelpunkt.

Und trotzdem erklärt das nicht, warum mich diese Musik nicht anspricht. Ein Grund liegt vermutlich in der Glorifizierung eines bestimmten Lebensstils – vor allem im Gangsta-Rap, der Gewalt und Macht zur Schau stellt. Ein weiterer Punkt ist der häufige Einsatz von Auto-Tune. Dieses Stilmittel wird bewusst eingesetzt, um alles glatt und künstlich klingen zu lassen – selbst wenn der oder die Künstler:in eigentlich nicht gut singen kann. Für mich klingt es dadurch uniform, synthetisch und kostengünstig produziert

Einen Moment lang dachte ich, dass es sich auch um ein Generationsproblem handeln könnte. In meiner Jugend hörte ich auch Musik, die meine Eltern zur Verzweiflung brachte. Und trotzdem: Rap gab es auch in den Achtzigern. Und ehrlich gesagt hat mich das Genre schon damals nicht angesprochen, mit sehr wenigen Ausnahmen.

Fazit: Auch wenn Rap – besonders der französische – gesellschaftlich und kulturell eine wichtige Rolle spielt, bleibt er für mich schwer zugänglich. Sie berührt mich emotional in keiner Weise. Und das ist völlig okay. Ich muss nicht alles mögen.

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Was Peter O‘Toole auf seinen Grabstein schreiben wollte. Ob es letztendlich draufsteht weiß ich nicht.

Im Dunkeln versteckt & Kitsch

Wehe, ich freue mich zu sehr! Denn hinter der nächsten Ecke, im Dunkeln lauert das Böse. Lange Zeit hatte es sich ruhig verhalten, doch jetzt schlug es wieder zu. Guten Morgen Migräne! Wie schön, dass es dich auch noch gibt.

Ich erwachte kurz nach 6:00 mit einem ganz leichten Schmerz im Schädel, den ich aber als ‚nicht genug Flüssigkeit getrunken‚ wertete. Das war ein Fehler. Ich hätte da schon mit einer Tablette zuschlagen sollen. Da ich nicht so früh schon loswollte an den See, bloggte erst alles vom Vortag weg. Und dann kam was kommen musste; der brüllende Kopfschmerz. Ich strich alle Schwimmpläne, schlucke Ibu und legte mich ins Bett.

Erst gegen 14:00 war ich wieder soweit hergestellt, dass ich irgendetwas tun konnte.

Am späten Nachmittag kam die A. kurz vorbei weil sie zu einer Party geladen war, mit einem Dresscode; Kitsch. Der Grad zwischen, ästhetisch immer noch hübsch anzusehen und Kitsch der körperliche Schmerzen bereitet, ist äußerst schmal. Aber ich denke wir haben das ganz gut hinbekommen:

Ein Glitzerkleid mit gewaltigem Kopfschmuck und, das sieht man leider nicht auf dem Foto, blauen Lametta Wimpern.

Ich legte mich anschließend noch einmal hin und schlief auch noch einmal für eine volle Stunde ein. Und dann endlich konnte ich ein wenig daheim werkeln. Es gab zwei Sucrine-Salatköpfe mit Kirschtomaten, gekochten Eiern und Feta.

Ich lag dann auch recht früh wieder in der Horizontalen.

Seuftzvorfreude

Anstatt ein Foto gibt es heute einen Link zu Bluesky mit einem kleinen Film mit dem was ich am Morgen gemacht habe.

https://bsky.app/profile/joedelux.bsky.social/post/3lt4qfq7zy223

Leider gibt es bei Bluesky noch keine stabile Einbettungs-API

Es war sehr ruhig am See. Das Wasser war wärmer als die Außentemperatur, was mich dazu bewog die Schwimmrunde länger zu gestalten und gleich noch eine zweite hinterher zu legen.

Als ich dann aus dem Wasser kam, war es vorbei mit der Ruhe. Eine Bande Jugendlicher aus deren Handys der französische stimmverzerrte Billig-Rap plärrte, war angekommen.

Das brachte mich auf die Idee mich mal mehr mit dieser Musik zu beschäftigen. Ich will ja nicht einer von denen sein, der etwas verurteilt, was er nicht zumindest im Ansatz kennt. Werde ich die Tage mal machen.

Ich legte mich eine Weile hin zum trocknen, postete das Video und schrieb hier ein wenig vor.

Wieder in der Stadt fuhr ich zur Casa Gabriele und kaufte eine kleine Focaccia, eine der leckersten in der ganzen Stadt, die sich sehr gut hält und auch nach zwei Tagen sehr gut verzehren lässt. Etwas zäh und trockener schmeckt die erst am dritten Tag.

Der heutige Hype in im ganzen Land, das hörte ich im Radio, war das neue Mickey Maus Heft in dem Tick, Trick und Track im Saarland und an der Mosel sind und einen kleinen Abstecher nach Luxemburg machen.

Wie es scheint waren die Hefte bereits am Morgen an allen Zeitungskiosken binnen weniger Stunden weg. Ich machte mir erst gar nicht die Mühe im Zeitungskiosk meines Vertrauens danach zu fragen.

Daheim empfing mich Meisterin Propper die die Putzlappen schwang, als ob sie in den Krieg ziehen würde. Ich war dabei nur im Weg und verzog mich auf den Balkon.

Am Abend ging mit der A., Blue, Calido und Dalton Gassi spazieren.

Ja, Dalton sieht sehr eingepackt aus. Er hat im Sommer eine Mückenallergie und muss deswegen eine sehr leichte Decke anhaben und ein Ohren und Augenschutz (ich nenne das immer eine Burka)

Und dann war es höchste Zeit sich in die Horizontale zu begeben.

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Ich sah sie zum ersten mal in der Sendung @fter Midnight.(die leider abgesetzt wurde) Gestern postete ich schon ein Short von ihr. Atsuko hat einen sehr zähneknirschenden Humor und ich liebs:

Einen hab ich noch:

Nach der Hitze & japanischer Käsekuchen

Reden wir mal über dieses zweischneidige Schwert das da KI heißt. Heute fand ich einen Post von Kiki die sich zurecht darüber aufregt:

https://fnordon.de/@kiki/114788024719930315

Für sie als Illustratorin und Comiczeichnerin kann ich das gut nachvollziehen. Ich nutze KI beruflich seit einiger Zeit, wenn es darum geht anderen Leuten etwas zu zeigen, die sich bildlich nichts darunter vorstellen können (und davon gibt es interessanterweise sehr viele, in meiner Branche). Ich lasse die KI Bilder erstellen, wie ich mir das vorstelle. Davon landen auch ab und an mal Bilder im Blog. Klar, ich könnte es auch selber malen. Doch ich bin da nicht sehr gut darin.

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Die Tagesberichterstattung

So sah ich heute morgen aus:

Die Haare standen auf Sturm. Da muss was passieren.

Zugegeben, das sieht fast gleich aus, aber es kam so einiges an den Seiten weg. Ich habe hier übrigens, wenn jemand sich die Frage stellen sollte, die gleiche Brille an, wie auf dem ersten Foto aber mit magnetischem Sonnenclip.

Der Friseur gestand mir, dass er am 31.Oktober in Rente gehen wird und den Salon seinem langjährigen Mitarbeiter übergeben wird, der bereits bei ihm in der Ausbildung war. Nun muss ich gestehen, dass er nicht schlecht schneidet, aber er hat eine ganz andere ‚Hand‘. Wir werden sehen…

Am Mittag hatte ich eine Besprechung während einem Essen, die so manches für die kommenden Monate klärte. Es wird ein relaxer Sommer werden, obgleich es genug zu tun gibt.

Das Essen fand im Parc Belair statt, also genau gegenüber der japanischen Bäckerei. Les Nii. Es war niemand im Laden, und ich dachte ich versuche noch mal mein Glück, ob ich dieses Mal etwas bekomme. Sonst ist der Laden nämlich immer schon am Morgen in einem Atemzug leer gekauft. Und in der Tat; ich bekam den letzten japanischen Käsekuchen!!! Fotos davon gibt es weiter unten.

Am Nachmittag schrieb ich ein paar wichtige Mails und machte ein noch viel wichtigeres Nickerchen. (Manchmal schäme ich mich, sowas zu schreiben, aber wer kann, der kann.)

Danach danach verspürte ich eine fast animalische Lust auf Käsekuchen! Kein Wunder, ich hätte ja welchen gekauft.

Ich hatte vor Jahren schon mal japanischen Käsekuchen gegessen in Australien, aus einer Bäckerei in Melbourne. Der war sehr anders als dieser hier. Hierzu muss man wissen, dass japanische Süßigkeiten insgesamt nicht sehr süß sind. Das galt auch für diesen Käsekuchen hier. Auf Französisch nannten sie ihn in der Bäckerei, Soufflé de fromage. Wortwörtlich übersetzt heißt das Käsesoufflee, aber das wäre etwas völlig anderes.

Dieser hier war so luftig leicht, dass er überhaupt nicht schwer im Magen lag. Ich habe noch nie einen so luftigen gegessen wie den. Die Süße kommt vor allem durch eine Art Glasur, die sehr dünn über den ganzen Kuchen gezogen wurde. Unten die kleinen schwarzen Punkte stammen von einer dunkelroten Fruchtmarmelade, die aber nur am Rand eingefügt wurde, und zu Dekorationszwecken dient. Der Kuchen ist nicht damit durchzogen. Der Boden ist ein sehr dünner luftiger Biskuit Teig.

Den Abend daheim verbracht mit Lesen und einer schrecklichen Adaption einer Agatha Christie Story, mit der unsäglichen Lesley Ann Down die zwar hübsch anzusehen ist, aber spielen kann sie nicht genauso wenig wie Bill Bixby. Die schwülstige Filmmusik ist so unangebracht, dass sie mir nach fünf Minunten bereits auf die Nerven ging. In weiteren Rollen sieht man noch ein paar gute britische Darsteller, die sich aber alle nicht viel Mühe gaben. Aber bildet euch selbst ein Urteil:

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Ja, so ähnlich ist das auch bei mir:

Zwei sehr heisse Tage

Weil es zwei sehr heisse Tage waren, die in ihrer Struktur fast gleich abliefen, und damit in einem Post untergebracht werden können, schreibe ich erst mal was anderes.

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Interessant ist, dass ich seit ein paar Tagen verstärkt auf meine Internetpräsenz oder viel mehr auf meine Nichtpräsenz angesprochen werde. So langsam fällt es in meinem nahen Umfeld auf, dass ich nicht mehr bei WhatsApp, FB, IG und Threads bin. Und die Frage „Warum“ folgt sofort. Wenn einer meiner geschätzten Leser sich das auch fragt, der siehe bitte hier nach.

Dabei bin ich gar nicht weg. Ich habe lediglich alles umgelagert, weil ich Meta raushaben wollte. Es gibt mich in den sozialen Netzwerken auf Bluesky und Mastodon. In den Chatapps bin ich auf Signal und Telegram umgestiegen.
Wenn ich mich selbst frage wie es mir damit geht…? Gut! Sehr gut sogar.

Aber das ist nicht alles. In den Suchmaschinen verwende ich Ecosia, DuckDuckGo, und den guten alten Yahoo!. Was KI angeht benutze ich hauptsächlich ‚Le Chat‘ eine französische, sprich europäische KI. Es wird Zeit den Amerikanern zu zeigen, dass sie nicht alles haben können.

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Wie schon oben erwähnt, liefen die zwei bisher heißesten Tage im Jahr, sehr gleich ab. Es war jeweils am frühen Morgen eine Fahrt in die Alte Heimat an den See um eine Runde zu schwimmen. Irgendwann werde ich mir eine Vorrichtung leisten, die ich auf den Kopf schnallen kann, um Fotos im See während der Schwimmrunde zu machen. Die Aussichten die dort habe, sind es manchmal so grandios, dass ich sie liebend gerne ablichten würde. Aber da ein Iphone 16pro max nicht wasserdicht ist und viel zu viel kostet, um damit irgendwelche übermütige Unterfangen zu starten, lassen wir das mal hübsch bleiben. Bis dahin gibt es Fotos von außen:

Familie Nilgans wie jeden Morgen an der gleichen Stelle unterwegs. Die Kücken sind beachtlich gewachsen und es sind immer noch fünf Stück.
Bei meiner Ankunft am zweiten Tag war die Putzkolonne noch zugange.
Eine Schwimmrunde bedeutet, einmal an den Bojen vorbei eine ganze Runde Schwimmen, bis ich wieder am Steg ankomme.

Von oben sieht das übrigens so aus:

Kurz nach dem Mittag fuhr ich dann zurück in eine verdunkelte Wohnung.

Ab dann wird es für beide Tage anders. Am Diensteg rief die A an und schleifte mich zu einem Absacker ins Parc Belair. Da machte ich den Fehler und trank einen Aperol Spritz, der eine Wirkung hatte, als ob man mir mit dem Hammer auf den Kopf geschlagen hätte. Ich lag sehr früh im Bett.

Für Mittwoch hatte ich eine Einladung bekommen, mir ein Stück anzusehen. Dammriss. Eine kleine herrliche Komödie über ein Ehepaar, die Eltern werden. Ich habe schon lange nicht mehr so lauthals im Theater gelacht. Es war leider schon die letzte Vorstellung. Ich hoffe innigst, dass das Stück noch eine Weile auf Tournee gehen kann.

Als ich aus dem Theater rauskam, das übrigens angenehm klimatisiert war, hatte das Wetter beschlossen komplett umzuschlagen. Als ich reinging, herrschen noch gute 36°. Danach waren es satte 15° weniger. Es hatte inzwischen geregnet. Daheim riss ich alle zu zur Verfügung stehenden Fenster und Balkontüren auf, um die Wohnung runter zu kühlen.

Baskischer Kuchen & Ceasar Salat

Sehr früh aufgewacht und sofort in die alte Heimat gefahren für eine Schwimmrunde im See. Sie war sensationell! Auf halber Strecke merkte ich, dass ich mein Smartphone vergessen hatte. Darum gibt es kein Foto davon.

Kurz nach 10:00 Uhr machte ich mich schon auf den Rückweg, denn ich hatte um zwölf eine Verabredung. Wieder daheim sprang ich fix unter die Dusche und fahr schon wieder auf dem Sprung.

Die G (nicht die D!) kam gestern aus Biarritz zurück und hatte mir etwas mitgebracht, dass ich weiter unten zeige. Ich fuhr zu ihr nach Dudelange, und nahmen den Mittagstisch in einem kleinen Restaurant wahr, mitten in der Stadt, das sich A Côté nennt.

Wir saßen draußen bei schnuckeligen 27 Grad im Schatten. Für mich gab es einen außergewöhnlich guten Caesar Salat.

Wieder daheim in der verdunkelten Wohnung konnte ich erst einmal aufatmen, aber die Hitze stieg noch ein wenig mehr. Ich spielte kurz mit dem Gedanken mir eine kleine mobile Klimaanlage zu kaufen, ließ es dann aber sein. Ich stellte den Dyson Ventilator auf, den ich vor vielen Jahren gekauft hatte und den ich nicht besonders mag, weil er sehr laut ist.

Am Abend gab es nebst einem Yoghurt eine Stück hiervon:

Baskischer Kuchen mit Schokolade geht auch bei hohen Temperaturen. Nicht für jeden aber für mich schon.

Als ich die Fenster endlich ein wenig aufmachen konnte, als die Sonne weg war, um die Wohnung zu lüften, schaute ich mir eine Serie auf YouTube an mit Stephanie Cole in der Hauptrolle. Keeping Mum. Es ist eine Sitcom aber es ist auch eine bittersüße Geschichte, über eine Frau die dement wird, jedoch ein Dickschädel hat. Sie hat zwei Söhne die sich eher schlecht als recht um sie kümmern. Ich musste teilweise sehr lachen, aber auch an meine Tante Gritty denken, bei der ich die Reißleine zog und sie in ein Pflegeheim gab… Ich kannte die großartige Stephanie Cole bereits aus Waiting for God,

Kurz vor Mitternacht lag ich im Bett.

Preisüberreichung und Mond

Auf dem Balkon entdeckte ich die letzten der Mohikaner Veilchen. Alles anderen sind bereits eingegangen.

Wenn ich meinem Gefühl gefolgt wäre, wäre ich hinaus in die Alte Heimat gefahren zum Schwimmen. aber ich hatte einen Termin. Vor zwei Wochen hatte ich eine Einladung bekommen, an einer Preisüberreichung in Differdange teilzunehmen.

Der Saal war proppenvoll, worüber ich dann doch erstaunt war. Es wurden ein ganze Reihe an Preisen vergeben, der Großteil davon waren für ehrenamtliche Arbeiten. Ich hingegen war gekommen, weil die Ex Bürgermeisterin einen Preis erhielt, für ihren Einsatz in Kunst und Kultur. Sie ist eine langjährige Freundin, und sie war sehr gerührt über die Laudatio und die vielen kleinen Filmausschnitte und Fotos, die gezeigt wurden.

Wieder daheim, das war so gegen Mittag, legte ich mich eine kleine Weile hin. Und gegen 15:00 Uhr musste ich los zu einer Dienstrunde. Die letzte für diese Saison. Ich packte dafür auch meinen ganzen Kram ein das war aber kein Problem, da es nicht so viel war wie sonst.

Ich war froh, über die Dienstrunde weil ich drinnen bleiben musste, denn die Temperaturen waren am späten Nachmittag unerträglich hoch.

Ich wollte den Mond fotografieren, der am Abend so schön und so klar zu sehen war aber irgendwie muss ich das noch lernen. Das Foto ist okay aber nicht so schön, wie ich es mir vorgestellt hatte

Demonstration

Eine sehr frühe Runde auf dem Wochenmarkt und das aus gutem Grund. Es war eine gewaltige Kundgebung organisiert worden von allen Gewerkschaften. Ich hatte schon einmal ganz kurz erwähnt, dass es hier in Luxemburg eine Rentenreform geben wird. Im Sinne der Transparenz gab es da auch ein inoffizielles Referendum, wo man als Bürger seine Belange niederschreiben konnte. Diese ganze Aktion war aber ein bisschen für die Galerie, denn letztendlich zog die Regierung ihr Rentenprogramm einfach so durch, ohne irgendjemanden zu berücksichtigen oder zu konsultieren. Vor allem die Gewerkschaften ließ man außen vor. Das Resultat: eine gewaltige Demonstration mitten in der Stadt an einem Samstagmorgen.

Der Wochenmarkt musste extra noch einmal umziehen für ein Wochenende auf den Platz der ‚Gelle Fra‘.

Kurze Zeit später traf ich mich mit dem J. Weil es noch sehr früh war, setzten wir uns beim Wellem auf die Terrasse und tranken dort den ersten Kaffee des Tages. Als die Demonstranten dann kamen, die inzwischen schon vom Bahnhof Haus durch die ganze Stadt bis hoch ins Zentrum gekommen waren, machte ich noch ein paar Fotos und ging nach Hause.

Später las ich, dass die Gewerkschaften meinten, es seien um die 25.000 Menschen dabei gewesen. Die Polizei spricht jedoch von 12-14.000 Teilnehmern. Das ist, selbst wenn es die kleinere Zahl ist, für Luxemburg eine erstaunliche Zahl.

Es ist nun mal so, dass rein rechnerisch, das Luxemburger Rentenmodell irgendwann zusammenbrechen wird und es muss reformiert werden. Da sind sich auch alle einig, aber wie man das angehen soll, das ist die große Frage.

Am Nachmittag setzte ich mich hin und las ein Buch(eines von mehreren), über das ich gewillt bin, etwas zu schreiben.

Am Abend gab es wunderschöne Schleierwolken am Himmel in einem satten gelb.

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Wurdest du jemals operiert? Weswegen?

Ja, dreimal. Als ganz kleiner Knirps mit einem Leistenbruch. Ein oder zwei Jahre später kamen die Mandeln die Polypen dran. Und den geplatzten Blinddarm in Neukaledonien habe ich hier ausführlich beschrieben.

Tagesbericht mit fuchsiger Tagesfrage

Ein langes Telefonat am Morgen war sehr aufschlussreich hinsichtlich dessen, was in den nächsten Monaten auf mich zukommt. Einerseits freue ich mich sehr darauf, andererseits wird es sehr viel werden.

Aus diesem Gespräch heraus kam eine Idee, die ich sofort am Nachmittag in die Tat umsetzte.

Das Mittagessen bestand aus einem Vitello Tornado Tonato. (Ist das kein schöner Verschreiber? Den musste ich stehen lassen.)

Ich machte etwas das ich noch nie gemacht habe und das im Alleingang. Für gewöhnlich macht man das zu mehreren. Location scouting. Dafür fuhr ich in die alte Heimat und es entstanden ein Fotos und Filme.

Zu welchem Zweck bleibt zu diesem Zeitpunkt noch unter Verschluss. Es kann ja auch sein dass der Ort nicht ausgewählt wird.

Ich hatte auch an eine Schwimmrunde gedacht, der der See war nicht weit, doch der Himmel war bedeckt.

Am Abend gab es eine deftige Brotzeit mit einer frischen Focaccia. Und weil das schon alles ist, gibt es noch eine Tagesfrage, die mich ein wenig fuchsig gemacht hat:

Gibt es Dinge, die du täglich zu praktizieren versuchst, um einen nachhaltigeren Lebensstil zu führen?

Ich finde dass das Wort Nachhaltigkeit in den letzten Jahren so missbraucht wurde, dass es kaum noch laufen kann. In allen Bereichen wird inzwischen vermeintliche Nachhaltigkeit promoviert und praktiziert, die eigentlich gar keine ist. Vor allem im Bausektor wird das Wort zur Lachnummer wenn es nicht zum heulen wäre. Es gibt so viele Beispiele in Luxemburg, wo schöne alte Gebäude im Sinne der Nachhaltigkeit niedergerissen wurden, weil sie nicht regelkonform zu den Energiesparmaßnahmen waren. Das ist für mich keine Nachhaltigkeit, im Gegenteil. Es ist finanzieller Wachstum und dem Deckmantel der Nachhaltigkeit. Renovierung und Restaurierung sind Fremdwörter.

Letzte Woche hatte ich einen vermeidlichen Experten von Creos im Haus weil ich eine neue Heizung brauche. Es ist inzwischen so viel nicht mehr regelkonform (noch so ein Wort!) was die Leitungen angeht, dass es Unsummen kosten wird und das nicht nur mich, sondern die ganze Hausgemeinschaft. Er schlug uns ebenfalls ein komplett neues Gemeinschaftssystem vor das ‚innovativer‘ wäre. Als ich ihn dann fragte ob innovativ auch im Anschluss kostengünstiger ist, konnte er mir nicht antworten.

Das musste einfach jetzt einmal raus. Aber damit ist die Frage nicht beantwortet. Ich denke, dass ich jede Menge kleine Dinge tue, die in Richtung Nachhaltigkeit ein bisschen was bewirken. Seit Jahren benutze ich kein Duschgel mehr, sondern Seifenstücke. Seit Jahren benutze ich keine Plastiktüten mehr, sondern habe meine gefalteten Einkaufstaschen immer parat in meinem kleinen Rucksack. Ich trenne den Müll. Ich fahre elektrisch, ansonsten mit den Öffis. Seit über zehn Jahren habe ich keine Kaffeemaschine mit Kapseln mehr, sondern einen Vollautomaten und den Kaffee kaufe ich bei einem hiesigen Röster. Auf dem Wochenmarkt kaufe ich jede Woche, soweit es mir möglich ist, bei lokalen Produzenten.  Auch im Supermarkt greife ich, wenn es nur irgendwie geht auf lokale Produkte zurück.