Entzug

Die Hitze lähmt mich irgendwie. Mein Schreibmuskel will nicht so richtig. Bin heute den ganzen Tag rumgehechtet in der Hoffnung eine Idee zu bekommen die ich zu Blog bringen könnte…. na ja.

Ich habe angefangen ein neues Buch zu lesen, aber es will nicht in Kopf rein. Das einzige was geht ist Fernsehen. Ich erinnere mich da schwach an die Idee von einem fernsehlosen Sommer… Ich sollte es vielleicht wieder einführen.
Ich schweife ab…wo war ich?
Ich zappte mich durch die Kanäle und fand mich bei M(üll)TV wieder. Ein Trailer sprang mich regelrecht an. Celebrity Rehab. Ich konnte nur den Kopf schütteln. Wie tief muss man sinken, um sich sowas anzusehen, bzw. als Promi dabei mitzumachen.
Und während ich das Notebook hochfuhr erfand ich mir schon alle möglich Sätze, die ich hier schreiben wollte. Ich war dann doch sehr neugierig wer bei dieser Show alles an Promis mitmachen würde. Bei (wen wundert’s) Bild.de fand ich dann die nötigen Infos. Auf der Homepage vom Sender kann man schon vorab die erste Folge davon sehen.
Und was ich dort sah ließ mich dann doch meine Meinung ändern. Es sind acht völlig zugedröhnte Promis, die einen Versuch starten ihr Leben wieder in der Griff zu kriegen. Der Umstand dass es Promis sind ist dabei fast eine Nebensache. Es ist die eiskalte Realität des Alltages einer Drogenklinik. Interessant ist, wie manche dabei versuchen ihren Promibonus auszuspielen und das Klinikpersonal es nicht durchgehen lässt. Am meisten bewegt hat mich Jeff Conaway der nur noch ein Schatten seiner selbst ist. Andere wie Daniel Baldwin und Brigitte Nielsen sind sich ihrer Problematik durchaus bewusst und scheinen auch bereit zu sein. Andere hingegen gar nicht.
Ich hoffe inständig dass sie die weiteren Folgen ebenfalls im Internet zeigen, den Sender selbst mit seinen nicht enden wollenden Jamba Werbeunterbrechungen kann ich mir nicht antun.

Wie erwartet

Nochmal ein wenig WordPress Interna.
Ich dachte heute morgen: „Ok, Joël, es ist Montag morgen, eine neue Woche beginnt, dann lass uns mal frohgemut upgraden.“ Ich hatte nämlich ein Plugin gefunden um die hier in den Kommentaren beschriebene Versionieren (Revisions)auszuschalten.
Doch das Upgraden von 2.5.1 auf 2.6 schlug wie erwartet fehl. Trotz befolgen aller neuen KEY’s in der config.php etc. p.p. ging das Login nicht mehr. Also hübsch fein das Backup wieder hochgeladen….

Ich hätte von Anfang an auf meine innere Stimme hören und es sein lassen sollen. Reine Zeitverschwendung.
Also warten wir auf das Christkind mit 2.6.1 wenn nicht schon auf 2.7

Twittere ich?

Es mag vielleicht an meinem fortgeschrittenen Alter liegen und ich bin deswegen etwas langsamer geworden, aber mal ehrlich, Twitter, muss ich das haben? Schon der Name klingt wie eine Mischung zwischen zwitschern und Zwitter. (Autor spricht den letzten Satz laut aus und wischt die Spucke vom Bildschirm)
Kurze knackige Befindlichkeitstelegramme. Muss ich das wirklich haben?

„Sitze auf dem Klo. Mittelmäßige Ausbeute. Wische jetzt ab. Klopapier krazt.“

Ich finde ja schon dass ich hier zu viel und oft über meine Befindlichkeiten blogge, was die Welt auch nicht interessiert.
Nee, nee, nee…
Nix für mich…

Mischa der Fall

Ich war gestern Abend, in der leider letzten Vorstellung von „Mischa Der Fall

[… In der Nacht auf den 1. August 2002 wurden innerhalb einer Stunde in Bern zwei junge Frauen niedergestochen. Das erste Opfer, eine 23-jährige Studentin, überlebt schwer verletzt, das zweite Opfer, eine 20-jährige Maturandin, stirbt an den Stichwunden. Mischa Ebner, der Täter, war Schweizer – mit einem bürgerlichen Beruf, einer Freundin und beachtlichem Erfolg in der traditionellen Sportart des Waffenlaufs. Niemand in seinem Umfeld vermutete in dem freundlichen und angepassten jungen Mann einen Mörder. Die Taten an den beiden jungen Frauen begeht er in seinen Ferien. Kurz darauf startet er an zwei Leichtathletikmeetings. Der 27-jährige Ebner, der nach seiner Festnahme gestand, gab im Laufe der Untersuchungen bis zu 30 weitere Delikte zu. Mischa Ebner nahm sich in der Untersuchungshaft das Leben.

Was macht den Menschen zum Täter? Wird er so geboren oder erst im Laufe seines Lebens dazu gebracht? Empfindet er Lust am Quälen und Morden? Ist es ein zwanghaftes Verhalten? Wie frei ist der Mensch, über sich selbst zu entscheiden? Wer kontrolliert ihn, wenn er selbst jede Kontrolle verliert? Das Projekt MISCHAderFALL der beiden Künstler Bernard Baumgarten und Claude Mangen setzt mithilfe von Theater, Tanz, Musik und Videoinstallationen einzelne dieser Fragen künstlerisch um… ]

Soviel zur Erklärung des Stückes die man im Programmheft mit auf den Weg bekommt.

Man begibt sich als Zuschauer in diesem Stück auf eine emotionsgeladene Wanderreise, die im Merscher Kulturhaus im großen Saal anfängt, weiterführt in die Katakomben des Gebäudes, zum Heizungskeller und in die Duschräume des Merscher Fußballclubs. Weiter geht es im Bus zur Neuropsychiatrischen Klinik nach Ettelbrück um anschließend in CapE in Ettelbrück im großen Saal zu enden.
Es ist kein Theaterstück an sich sondern eine Aneinanderreihung von Bildern die im Zuschauer Emotionen hervorrufen. Dabei wird keine sogenannte negative Emotion weggelassen. Angst, Einschüchterung, Trauer, Wut, sich ertappt fühlen, Machtlosigkeit, Feigheit, Beklemmungen die einem fast den Atem nehmen. Es gab einen Moment im gut gefüllten Bus, als wir nach Ettelbrück fuhren, in dem Nora König eine glänzend dargestellte Panikkriese bekommt, durch den Mittelgang rennt, die Zuschauer um Hilfe anschreit, den Busfahrer anfleht er möge stehenbleiben, bis sie schließlich vor Angst, Wut und Raserei in den Treppen der Ausagangstür zusammenbricht, und der Fahrer sie an der nächsten Haltestelle aussteigen lässt. Als Zuschauer so nah am Geschehen dran zu sein, gibt einem das Gefühl ein dreckiger kleiner Voyeur zu sein. Ich musste mir für einen kurzen Moment selbst vorsagen, dass es ein Theaterstück ist, wenn ich mich dem hingegeben hätte, hätte ich wahrscheinlich in die Handlung eingegriffen.
Mit dem dreifachen Schluss hatte ich so meine Probleme weil er immer wieder durch eine abrupte Wiederkehr in das Geschehen einer völlig neutralen Theaterprobe unterbrochen wurde. „Danke, wir möchten aber auch nochmal den zweiten Schluss sehen. Sascha und die anderen auf die Bühne, bitte.“ Vielleicht brauchte es das auch um als Zuschauer wieder in eine einigermaßen reale Welt zurückzukommen.
Schade für die die es verpasst haben.

Ein Sprichwort sagt: „Suche den Feind im Schatten deiner Hütte.“ Und so grotesk es klingt, aber die meisten Menschen, die geschlagen, betrogen, vergewaltigt, belogen und umgebracht werden, könnten uns den Namen desjenigen sagen, der es getan hat. Die Annahme zu wissen, was man jemandem zutrauen kann und was nicht, ist der größte Irrtum und bestenfalls die Basis für Vorurteile. Dieser Irrtum ist der Nährboden, in dem die Tarnung der Falschheit zu wachsen beginnt.
Thomas Müller – Bestie Mensch

Weitere Links:
Recht brisant: Der Fall Mischa E. auf 3sat
„Wahnsinn in situ“ Kritik im lëtzeburger Land
Wikipedia

Ein Tagebuch

Das berühmteste Tagebuch des zweiten Weltkrieges ist wohl unumstritten das von Anne Frank. Vor einiger Zeit hörte ich eine Buchbesprechung beim Deutschlandfunk über ein anderes Tagebuch, das ebenfalls im Krieg geschrieben wurde, aber dieses Mal von einem 16-jährigen Juden, der sich in Belgien mit seiner Familie versteckte. Es war in der Sendung Büchermarkt und für gewöhnlich stellen sie in der halben Stunde mehrere Bücher vor. Doch dieses Mal wurde nur dieses eine Buch besprochen.

Auch wenn ich hoffe: Das Tagebuch des Moshe Flinker

Den Podcast davon kann man übrigens immer hier noch hören. Den rss Feed gibts hier.
Es ist zum ersten Mal, dass ich mir ein Buch auf eine solche Empfehlung hin kaufte. Und wenn ich eingangs sagte, dass das bekannteste Tagebuch in dieser Form das von Anne Frank ist, so würde ich mir wünschen, dass dieses Buch die gleiche Aufmerksamkeit erhält. Selten habe ich so eindrückliches Buch gelesen, und das von einem Jugendlichen der grade erst 16 ist. Er stellt genau die Fragen die wehtun und die man durchaus auch auf andere Religionen anwenden könnte, wenn das eigene Leben Tag für Tag in der Luft hängt.

Bettwäsche

Wie fühlt man sich wenn man sieht, dass die Schauspieler der Serie „Men in Trees“ in der gleichen Bettwäsche liegen und sich lieben wie die, die man selbst aufliegen hat?
„Ach sieh an, die kaufen in Elmo auch bei Ikea ein.“

Umfrage

Nach welchen Kriterien kauft ihr Bücher?
Gute Frage, gell? Als ich sie mir selbst stellte, musste ich scharf nachdenken.
Was bewegt mich grade dieses Buch zu kaufen?
Die Zusammenfassung auf dem Buchdeckel?
Die Rezensionen anderer Leser auf Amazon.de?
Die Buchbesprechung aus einer Zeitschrift?
Der Buchhändler?
Wem vertaut ihr blindlings? Wem nicht?
Ich bin gespannt auf die Antworten.

Die bittere Wahrheit

Die Beta-Blogger
Deutsche Online-Schreiber haben ein Problem entdeckt: sich selbst. Im Vergleich zu ihren US-Kollegen fehlt es ihnen an Macht und Bedeutung, um die öffentliche Debatte mitzubestimmen. Die meisten sind unpolitisch und rechthaberisch, selbstbezogen und unprofessionell.

Der Artikel passt nicht unbedingt zu Luxemburg, denn hier ist bloggen noch im Morula Stadium. Und ich habe manchmal das Gefühl das ich in Luxemburg in einer Blogwüste stehe.

Tatort: West Side Story, Deutsche Oper am Rhein, Düsseldorf

Vor 8 Jahren ließ ich mich auf meine erste Musicalproduktion ein, die extra für das Wilzer Festival kreiert wurde: Leonard Bernsteins West Side Story. Ich ließ mich auf ein Abenteuer ein, das emotionaler nicht hätte sein können. Ich glaube es gab danach keine Produktion mehr bei der ich einen ganzen Tag lang geheult habe als sie vorbei war. Es ist die Produktion in Wiltz die sämtliche Zuschauerrekorde brach und bis heute noch hält. Es war eine komplette Neuinszenierung; Bühnenbauten, Kostüme und Maske waren in einer nicht definierbaren Zeit angelegt. Damals hatte ich mir den Film der West Side Story nach der Produktion angesehen, doch schien er mir fade und blass gegenüber der Bühnenfassung.

Vor ein paar Tagen schickte Amazon mir ein Gutschein einzulösen bei eventim.de, weil die sich beim Abbuchen von der Kreditkarte heftigst verrechnet hatten. Und wenn man mal was geschenkt bekommt, sollte man es doch nutzen, oder? Als ich die Seiten aller Veranstaltungen überflog, sprang mir das Musical regelrecht ins Auge. West Side Story in der englischen Originalfassung, in Düsseldorf! Das einzige Datum das sich anbot war heute und ich bekam einen sensationellen Platz im Parkett 7. Reihe in der Mitte.
Und heute war der Tag. Was ich nicht wusste, war, dass es die allerletzte Vorstellung in Düsseldorf war.
Für mich war es ein Wiedersehen mit all den damals erlebten Emotionen, und der kongenialen Musik von Bernstein die dich nicht mehr loslässt. Der Klassiker so wie ihn damals Steven Sondheim 1957 inszenierte, funktioniert heute noch und hat nichts an Ausdruckskraft verloren, im Gegensatz zur Verfilmung. Die Kostüme sind an die 50er Jahre angelehnt aber keine 1:1 Kopie. Auch ist die Bühne andres als damals. Doch Choreographie der Tänze ist die gleich geblieben. Das sieht man deutlich, denn so wird heute nicht mehr in Musicals getanzt.
Und dennoch, soviel Power habe ich schon lange nicht mehr auf einer Bühne gesehen.
Auf dem Weg ins Hotel wo ich jetzt sitze und noch immer nicht schlafen kann, versuchte ich meiner Sinne wieder Herr zu werden, denn das Stück läßt einen nicht kalt…

Wer diese Produktion noch erleben will, kann sie ab dem 22 Juli in London sehen. Ehrlich gesagt, ich hätte Lust sie mir noch einmal anzusehen. Fährt jemand mit?

Telekom und Paul Potts

Ihr kennt ihn bestimmt, dem magischen Moment als Paul Potts zu ersten Mal in der Show Britain’s got Talent auftrat. Dieser kleine unscheinbare Mobiltelefonverkäufer stand vor dem Mikrofon und verzauberte binnen Sekunden ganz Großbritannien durch sein Stimme.

Der Moment wurde jetzt zur einer Werbung für die deutsche Telekom verwurstet. Die Verzauberung klappt immer noch, zumal sie weitere Leute hinein geschnitten haben die auf’s Handy oder das Notebook starren und bisweilen Tränen in den Augen haben. Die Werbung an sich ist genial, ohne Frage, doch finde ich es schade dass dieser einzigartige Augenblick für eine Werbung herhalten muss.


Das Original Video

Und hier der Telekom Spot

Amber

Alles begann damit dass ich heute Nachmittag nach der Probe noch in einem Einkaufszentrum war. Manchmal überkommt es mich nämlich und ich mutiere zu Schnäppchenjäger. Die Ausbeute war eine Kiste mit 200 Teelichtern für 7 Euro.
Als ich dann zuhause war und mir eine DVD aus der Serie Prime Suspect anschaute, testete ich eines der Teelichter in der Duftlampe. Als ich die kleine Holzkiste mit den Duftölen hervor holte, fiel mir ein Fläschchen in die Hand das ich schon lange nicht mehr benutzt hatte. Es war aus klarem Glas mit einem schlichten einfachen weißen Schraubverschluss und einer Etikette auf der nichts weiter stand wie Amber. Und als ich sie aufschraubte und sie kurz unter die Nase hielt um zu prüfen ob das Öl nicht ranzig sei und dann Tropfen für Tropfen das Öl in die Lampe goss, kam alles wieder.

Ich hatte diese Flasche irgendwann auf der Schobermesse gekauft. Das war als ich noch in meiner allerersten Wohnung war. Und bei jedem Tropfen wurde das Bild immer klarer. Es war eine kleine Dachwohnung im dritten Stock. Ich sah das große eingebaute Wandregal aus Spanplatten mit einer ekligen dunkelbraunen Farbe. Ich sah den einzigen riesigen Heizkörper der für die ganze Wohnung reichen sollte, es aber nie tat, weil er nie richtig warm wurde. Ich sah das winzig kleine Fenster in der Wohnstube das nie genügend Licht brachte und ich auch tagsüber das elektrische Licht brennen lassen musste. Ich sah die rappelige Lamellentür zum Schlafzimmer, die man nur sehr bedacht auf und zu machen konnte da sie sonst in ihre Bestandteile gefallen wäre. Ich sah den kleinen runden Tisch vom Flohmarkt mit seinen rappeligen vier Stühlen auf de ich so stolz war da es meine allererste selbst gekaufte Einrichtung war. Ich sah das Badezimmer mit seinen Silberfischchen, die ich nie richtig los wurde. Ich sah den Schrank in einem eiskalten staubigen Hinterzimmer in dem die Motten hausten, so dass ich anschließend jede Menge Klamotten wegwerfen musste. Ich sah die ganze Wohnung mit all ihren Unannehmlichkeiten und ihrer spottbilligen Miete von grade mal 200 Euro was das einzig positive daran war. Doch war es meine erste Wohnung und ich hätte um nichts in der Welt mit jemandem tauschen wollen. Ich habe 4 Jahre dort gelebt.

Schon wieder ein Upgrade

Als ich mich vor 2 (oder sind es schon 3?) Jahren für das WordPress System entschied, war es vor allem weil ich unabhängig sein wollte von einem externen Server. Ich habe mich damals nicht dafür entschieden weil upgraden bei mir orgasmusähnliche Zustände auslösen könnte. Das tut es nämlich nicht!!! Jetzt stehen wir wieder vor einem gewaltigen Upgrade von 2.5.1 auf 2.6 mit lauter neuem Schnickschnack den ich nicht brauche und auch nicht will. Ich habe eben mal im Forum von WP ein wenig herum gestöbert und da da läuft so einiges schief.
Also warten wir mal schön auf 2.6.1…

Genießen

Dort habe ich gestern Abend diniert. Ich war schon lange nicht mehr dort. Aber es ist nach wie vor eine der besten, wenn nicht die beste Adresse in Trier.

Toujours durch

…oder schreibt man das im in deutsch nicht so?
Gestern noch erfolgreich die letzte Vorstellung von Onkel Wanja hinter mich gebracht und jetzt schon wieder wach und um 10 auf der ersten Probe des neuen Stückes das aber erst im Oktober im Inoui anlaufen wird. Die Kuck Show.

Gestern beim Einpacken meines ganzen Materials auf dem mp3 Player ein Hörspiel gehört das mit einem Lied beginnt. Und das passt grade irgendwie.

„Mir geht’s gut,
Aus der Nase rinnt das Blut,
Gebrochen ist das Nasenbein,
Aber mir geht’s gut…“

Aus dem Hörspiel Mongopolis

PS: auf der gleichen Seite findet ihr den Link zu einem der schönsten Hörspiele des letzten Jahres: Tannöd nach dem Bestseller Roman von Anna Maria Schenkel. Es gibt allerdings nur Hörproben von beiden. Man konnte letztes Jahr für eine Kurze Weile ganz herunterladen. Wer sie haben möchte, schreibt das in den Kommentaren. Ich maile sie dann.

Getanzt… damals… heute nicht mehr

Es gab mal eine Zeit so von ’87 bis ’89 in der ich auf Musik getanzt habe die etwas anderes war als das was man tagtäglich im Radio hörte. Es war meine „Metropolis“ Ära. Metropolis war der Name eines Clubs in Luxemburg, (wo sich jetzt der Byblos befindet) der seiner Zeit eigentlich weit voraus war. Es war einer der angesagtesten Schuppen weit und breit. Man kam sogar von Frankfurt und Paris dorthin…

Auf Youtube habe ich ein paar Songs wiedergefunden aus der Zeit. Schnallt euch an, denn das waren Songs die beatmäßig in eine härtere Richtung gingen. Aber tanzbar waren sie.
Herrn D. dessen Musikgeschmack ich mittlerweile kenne wird’s gefallen, denke ich.

Ministry – We Belive

Tribantura – Lack of Sense

Nitzer Ebb – Murderous

Vor allem Nitzer Ebb war damals sehr angesagt.

Schmeicheleien?

Über die Suchmaschine yasni.de die sich darauf spezialisiert Namen aufzuspüren, fand ich 2 Filmbiographien von mir mit nur einem einzigen Film drin, den ich nie gemacht habe. Seabiscuit mit Tobey Maguire.
Einmal in der New York Times und einmal bei Yahoo! Movies.
Das ist zwar sehr schmeichelhaft zumal der Film für mehrere Oscars nominiert war. Ich frage mich ob ich das so stehen lassen oder etwas dagegen unternehmen soll?
Die einzige Filmbiographie von mir die stimmt (es fehlen aber ein paar Filme) ist die von IMDB

Premiere

Heute Abend ist Premiere von Anton Tschechow’s Onkel Wanja und zwar hier auf dem Festival Art & Light. Ich bin wie gewohnt hinter der Bühne und kümmere mich um die Akteure.
Das Stück ist ein Klassiker, aber ein eben ein schöner Klassiker. Tut etwas für eure Bildung und geht hin. Noch bis Sonntag jeden Abend um 20:30. Ihr werdet es nicht bereuen.

Kritik

Als ich diese Kritik über Sex and the City bei Spreeblick las, sah ich den Schreiberling vor meinem geistigen Auge, morgens um elf, grade aufgestanden, am Laptop, mit Existenzialisten Cafe Latte und Designer Birkenstock sich den Kopf zermartern wie er die Redewendung „Banane im Arsch“ mit einbringen könnte.
Das ist so die Art von Kritik im Sinne von: „Ich finde diesen Film scheiße weil er blau ist und ich mag die Farbe blau nicht.“
Prätentiös und Argumentlos.

Moment mal…

Heute:
Die Spaziergängerin von Altrier

Die folgende Geschichte ist mir nur bruchstückhaft in Erinnerung. Es sind kleine Fetzen, Augenblicke, dass ich mich schon gefragt habe, ob ich es nicht eventuell geträumt habe. Tatsache ist aber, dass der Auslöser über sie Sie zu schreiben, ein Traum war den ich vor ein paar Tagen hatte.

Die Spaziergängerin von Altrier fiel mir in der Zeit auf als ich noch keinen Führerschein hatte und die Strecke Luxemburg/Echternach mit dem Bus zurücklegen musste. Ich weiß sogar noch dass ich sie immer Samstag Nachmittag sah. Es muss also zur der Zeit gewesen sein, als ich noch im Internat war und nur am Wochenende nach hause fuhr. Damals stieg ich immer in Dommeldange in den Bus. Es war Sommer und das Schuljahr ging auf sein Ende zu. Sie saß dann schon im hinteren Teil des Busses, meistens an einem Fensterplatz. Da der Bus meistens zu der Zeit immer gut gefüllt war, weil es einer der seltenen Busse war der (fast) ohne Umwege nach Echternach fuhr, saß meistens noch ein Fahrgast neben ihr. Neben ihr gesessen habe ich nie.
Was mich auf sie aufmerksam werden ließ, kann ich heute nicht mehr genau nachvollziehen. War es ihre Ausstrahlung, ihr Aussehen, ihre Art und Weise wie sie spazierte? Ich weiß es nicht mehr. Wahrscheinlich ein wenig von allem.
Sie war adrett gekleidet, fast elegant, doch schien ihre ganze Kleidung wie aus einer anderen Epoche. Heute weiß ich dass alles an ihr aussah wie aus den vierziger oder fünfziger Jahren. Sie trug meistens einen Zweiteiler im Coco Chanel Stiel mit Hut. Grade der Hut machte sie zur der Jahreszeit zu etwas außergewöhnlichem. Dazu hatte sie einen Regenschirm, der eigentlich kein richtiger Regenschirm war. Der Knauf war ein Entenkopf und die Bespannung war mit Rüschen versehen. Er glich eher einem Sonnenschirm, die man zur Zeit Ludwig XIV. bei Hofe hatte, um in Versailles im Park während des Spaziergangs den blassen Teint vor der Sonne zu schützen. Ich erinnere mich an ihren Gesichtsausdruck der etwas fröhliches, erwartungsvolles hatte, so als ob sie sich auf etwas freue.
Altrier besteht im Grunde nur aus einer langen Straße die in der Mitte eine Abzweigung nach Hemstel besitzt. Es gab zu der Zeit drei Haltestellen im Dorf. Eine gleich am Anfang des Dorfes, eine in der Mitte nahe der Kirche und eine am Ende kurz bevor die Straße wieder auf die Hauptstraße einbiegt. Sie stieg immer an letzterer aus. Im Nachhinein fiel mir auf, dass sie nicht dort wohnte oder jemand besuchte, denn sie lief in entgegengesetzte Richtung zum Ausgang des Dorfes wo sich kein Haus mehr befand. Ihr forscher Gang mit ihrem Spazierschirm ließ eher auf einen Waldspaziergang schließen. Doch passte ihr ganzes Outfit nicht dazu und vor allem die Schuhe, denn es waren schicke schwarze Pumps mit Absätzen. Ich habe nie gesehen wo sie eigentlich genau hinwollte weil der Bus weiterfuhr und ich sie aus dem Blick verlor.
Ich sah sie noch einige wenige Male, immer im gleichen Bus, immer samstags. Das gleiche Outfit, der gleiche Schirm, der gleiche freudige Ausdruck. Dann fand das Schuljahr sein Ende und in den Sommerferien blieb ich meistens in Echternach. Zum Schulbeginn im September, als ich wieder regelmäßig den besagten Bus nahm, war sie nicht mehr da. Ich sah die Spaziergängerin von Altrier, die wie aus einem frühen Jahrzehnt entsprungen schien, nie weider.
Doch erinnere ich mich bis heute an sie.

Moment mal…

Heute:
Danielle

Ich weiß nicht warum, denn ich habe sie schon seit 20 Jahren nicht mehr gesehen aber heute dachte ich an Danielle. Danielle war an meiner Schule aber nie in meiner Klasse. Ich glaube sie war sogar ein oder zwei Klassen höher als ich. Ich war damals grade 13 und sie muss schon 14 oder 15 gewesen sein. Sie war überdurchschnittlich groß für ihr Alter und sah eigentlich recht ansehnlich aus. Sie hatte ein schönes Gesicht ein sehr schönes Lächeln und gehörig Holz vor der Tür, was den Jungs natürlich nicht entging. Doch zog sie sich immer etwas seltsam an, denn alle anderen Mädchen waren nicht so angezogen wie sie. Aber vielleicht mag es auch nur eine Täuschung gewesen sein ob ihrer Größe. Sie zwängte sich in knallenge Jeans trug dazu Cowboystiefel und weite Pullis und Jacken. Wegen ihrem gewaltigen Busen standen die Teile aber immer nach unten weit ab, so dass es insgesamt ein Bild ergab von einer Kugel auf Stelzen. Ihre Haare sahen immer aus wie eine Explosion mit anschließendem Schockfrosten.
Doch Danielle war nett, zumindest zu mir, was ich zur Zeit nicht von allen behaupten kann. Ich war alles andere als schön und groß, im Gegenteil ich war immer etwas kleiner und hatte ein Kratergesicht wegen der Pickel. Doch sie akzeptierte mich so wie ich war ohne Vorbehalte, was äußerst selten war. Wir fuhren oft gemeinsam mit dem Bus und Danielle redete und redete. Dabei hatte sie nur ein Thema was aber unerschöpflich schien. Jungs.
Sie erzählte mir dass mit diesem oder jenem zusammen sei, nannte dabei Namen so als ob ich alle kennen müsste, dabei kannte ich keinen einzigen davon. „Ich bin seit einer Woche mit Sowieso zusammen. Er hat ein Wagen und wir waren am Samstag in der und der Disco.“
Danielle hatte natürlich nie Probleme irgendwo reinzukommen, da jeder sie für viel älter hielt als sie war.
„Dort habe ich dann mit ihm Schluss gemacht weil er nicht mit mir tanzen wollte. Dann habe ich einen anderen kennengelernt der auch einen Wagen hat und ihn gefragt ob er jetzt mit mir gehen wolle. Er sagte ja und hat mich dann später nach Hause gebracht. Am Ende als wir gehen wollten habe ich dem Typen davor noch eine geknallt weil er dann doch tanzte aber mit einer anderen. Und der Nutte mit der er zusammen war habe ich ein blaues Auge verpasst.“
Danielle war sich nie zu schade andere Mädchen zu vermöbeln. Als ich sie dann ein paar Tage später wiedersah und sie nach dem neuen Typen fragte sagte sie nur: „Ach der. Ich habe jetzt jemand anders mit dem ich schon mal vor einem Jahr zusammen war.“ So war das immer bei Danielle. Manchmal wechselten die Jungs bei ihr im Stundentakt. Sie fing etwas mit einem Typen von den oberen Klassen im Schulhof an, knutschte in der Pause mit ihm rum und in der Mittagspause hatte sie wieder jemand anders mit dem sie dann händchenhaltend in Bus stieg. Sie suchte sich vornehmlich immer Typen aus die ein Stück älter waren als sie, möglichst schon achtzehn waren, mit fahrbarem Untersatz. Sie ver- und entliebte sich so rasend schnell, wie ich es bei keinem anderen Mitschüler sah. Doch für sie war das völlig normal. Man MUSSTE schließlich mit jemandem zusammen sein. Ob sie mit allen auch ins Bett stieg, weiß ich nicht, denn davon redete sie nie. Aber ich glaube sie tat es.
Ein paar Jahre später als ich im ersten Friseurlehrjahr war, traf ich sie wieder. Äußerlich hatte sie sich nicht verändert doch trug jetzt immer einen Hut und jeden Tag einen anderen. Sie war im letzten Lehrjahr als Verkäuferin in einem Hutgeschäft.
Ihr Lieblingsthema war nach wie vor mit Männern zusammen zu sein. Eines Tages sah ich sie mit einem riesen Veilchen im Gesicht und sie erklärte mir dass der Typ mit dem sie zusammen sei VERGESSEN hatte mit seiner Ex Schluss zu machen. Sie hätte die beiden dann im Bett erwischt. Danielle war bei dem ganzen Handgemenge gegen die Tür geflogen und die Klinke hatte sie voll im Gesicht erwischt. Doch sie habe die andere Schlampe krankenhausreif geschlagen. Die Eltern des Typen hätten einen Krankenwagen und die Polizei verständigt und sie hätte eine Nacht auf der Polizeiwache zugebracht.
Als ich sie dann wieder sah war das Veilchen bereits verschwunden und sie war mit jemand anders zusammen, der nicht vergessen hatte die Ex davor vor die Tür zu setzen.
Irgendwann fragte ich Danielle ob sie kein anderes Gesprächsthema hätte als immer nur ihre Männergeschichten. Sie schaute mich verwundert an sagte dann plötzlich: „Wenn es dich nicht interessiert, wir müssen nicht miteinander reden.“ Sie drehte sich um und ging.
Jahre später lernte ich einen Mann kennen der Danielle zu der Zeit auch kannte. Er lachte: “ Danielle war etwas wie ein Wanderpokal, ich und alle Kumpels hatten sie mindestens einmal.“

Ich habe Danielle nie wiedergesehen.

Der brennende Gartenzwerg

Es gibt Dinge die man mag oder hasst. Die rüstige Rentnerin hasst grundsätzlich Gartenzwerge. Wenn man aber einen geschenkt bekommt aus grünem Wachs mit Docht versehen, den man abfackeln kann, ist es ein Heidenspass.

Nicht kennenlernen wollen

Der Titel sagt im Grunde alles. Es wäre sogar einen Moment mal… Beitrag wert.
Es geht um Bekanntschaften die ich mache. Und während der Unterhaltung stelle ich fest, dass ich diesen Menschen eigentlich gar nicht näher kennen lernen will.
Das ist für mich eher ungewöhnlich, denn ich bin die Neugierde in Person.
Im Laufe des Gespräches erfährt man Dinge, die diametral zu meiner Welt stehen, und ich weiß sofort, so nett dieser Mensch auch sein mag, es wird sich nie eine Freundschaft entwickeln und wenn er sich noch so sehr darum bemüht.
Es ist nicht leicht drüber zu schreiben ohne diesen Menschen dabei bloßzustellen. Es geht um Drogen, Gewalt, Haftstrafen und Therapien. Es geht um seine Welt in der er sich immer noch bewegt und es nie schaffen wird daraus zu flüchten, weil er nichts anderes kennt. Er bemüht sich so sehr, einen neuen Weg in seinem Leben zu finden und doch weiß ich genau dass er nie anders werden wird.
Ich komme mir dabei sehr schäbig vor, denn jeder hat eine neue Chance in seinem Leben verdient, doch bin ich nicht der, der ihm sie geben wird.

Arbeitsbericht

Was ich im Moment grade tue? An einem Onkel Wanja Theaterstück arbeiten auf dem Festival Art & Light in Hesperange. Da ich im allerletzten Augenblick angeheuert wurde, muss jetzt alles sehr schnell gehen und ich stecke voll in den Vorbereitungen. (auf diesem PDF auf Seite 25 )
Heute volle 6 Stunden kreative Hochleistungen erbracht und morgen das gleiche nochmal. Und dann muss an der Geschwindigkeit gearbeitet werden, denn es sind 9 Akteure und alle müssen zum ersten Akt fertig sein.

Sommerrythmus

Ach ja. Schlafen ist wieder so eine Sache. Abends weit nach Mitternacht einschlafen und morgens bereits kurz nach 6 Uhr schon wieder hellwach. Und tagsüber hänge ich dann durch.
Aber soll man machen?

Pärele bei d’Sei

Das neue Album von Serge Tonnar ‚Pärele bei d’Sei‘ im Alleingang ohne seine Band Zap Zoo hatte vorgestern sein Release. Gestern nun war ich auf dem ersten Konzert im Inoui (mein Lieblingsplatz zum Konzerte anhören, neben der Philharmonie, aber beides ist eh nicht vergleichbar)
Im Vorprogramm war eine selten lustige Gruppe mit dem Namen Dëppegéisser, die in den nächsten Tagen ihre erste Single CD auf den Markt bringen wird über unseren Nationalhelden auf dem Drahtesel. Mehr darüber hier.

Das neue Album von Serge gefällt mir gut. Seine Texte sind witzig bis nachdenklich und hintergründig. Von den Melodien her kann man inzwischen von einem typischen Serge Tonnar Sound sprechen der wiedererkennbar ist und gut ins Ohr geht, dass man beim zweiten und dritten Hinhören die Songs mitsingen kann. Ich saß bisweilen tief versunken in meinen eigenen Gedanken und Serge’s Musik ließ mich an jemand denken über Alain über den ich hier etwas geschrieben habe.
Ich sah besagten Alain übrigens vor ein paar Tagen wieder an der Kasse eines Parkhauses. Er schaute mich mit seinen tieftraurigen Augen an, sagte aber nichts. Und plötzlich tat er mir unendlich leid und ich hätte ihn am liebsten in den Arm genommen. Und wenn ich am die Begebenheit von damals zurückdenke, komme ich mir so schlecht vor… Und doch ich hätte nicht anders gekonnt.

Ich schweife ab…
Das neue Album von Serge lohnt sich. Serge ist wie ein Wein. Er wird mit den Jahren immer besser.

Ein Weihnachtsmärchen

..und das mitten im Sommer.
Der Film Un conte de Noël könnte aber auch an Ostern spielen oder am Tag einer Hochzeit oder einer anderen Gelegenheit ein Familienfest zu feiern; der Umstand wäre genau der Gleiche. Aber das Weihnachtsfest, das Fest der Liebe, eignet sich wohl doch am besten dafür einen Familienstreit auszutragen der schon seit Jahren wie ein Schwelbrand sich durch die Familienbande frisst.
Zugegeben ich hätte mir den Film nicht angeschaut, wenn man mir ihn nicht wärmstens empfohlen hätte, denn ich mag die Filme von Arnaud Desplechin nicht. Ich kann mich an seinen ersten Film in Cannes erinnern der volle drei Stunden dauerte und wie ich nach eineinhalb Stunden wütend den Saal verließ, da es nur sinnentleertes „pariser“ Geschwafel war ohne Hand und Fuß. Seit Comment je me suis disputé… (ma vie sexuelle) war Desplechin mir ein Dorn im Auge und ich hatte mir geschoren: nie wieder Desplechin.
Und auch hier, muss ich gestehen ist es wieder dieses typische Desplechin Gesabber, aber dieses Mal hat das ganze einen Hintergrund und eine Geschichte. Der Film strotzt nur so von bitterbösem Humor und Sarkasmus und ist dabei so glänzend von dargestellt, von einer Reihe unglaublich guten Darstellern, dass man am Ende froh und glücklich ist, eine im Vergleich intakte Familie zu haben.
Sehenswert.

Fotos

Es gibt neue Fotos von Korsika im Augenblicke Fotoblog. Eine Reihe davon sind schon zu sehen, und jeden Tag kommt bis Ende Juli ein weiteres Foto nach.
Das nennt man Blog Planwirtschaft. 🙂