Erinnerung an einen Mörder

Die letzten Tage hatte ich dieses Hörbuch im Wagen.

Es gab für Felix nie einen Grund, seinen Vater zu fürchten. Vor seiner Mutter hat der Achtjährige dagegen panische Angst, denn Charlotte Meller will unbedingt ein Genie aus ihrem Sohn machen, koste es, was es wolle. Für seinen Vater, das weiß Felix, sind ein paar Fehler nicht so schlimm. Deshalb geht er mit einem verhauenen Diktat lieber zu der Baustelle, auf der sein Vater arbeitet – doch der ist bereits nach Hause gefahren, und auch Felix tritt erleichtert den Heimweg an. Stunden später wird er in der Stadt aufgegriffen – mit einer Stichverletzung im Hals. Es ist nicht nur sein Blut, mit dem er über und über besudelt ist …

Der Roman ist im ersten Teil so plastisch und real erzählt dass ich bisweilen glaubte die Geschichte sei wahr und es gäbe tatsächlich ein Felix dem das alles zugestoßen ist. Und somit ist der Erste Teil wahrlich nicht für Sensibelchen. Den die explizite Beschreibung der Missbräuche von Felix und seinen Geschwistern sind nur scher zu ertragen.
(Ich fand eine Kritik bei Amazon, bei der die Leserin es tatsächlich nicht ausgehalten hat und das Buch nach dreißig Seiten heulend in die Ecke schmetterte.)
Danach wird die Geschichte ein wenig langatmig und nach der vierten CD hat man doch etwas Mühe dranzubleiben. Nichtsdestotrotz bleibt eine Grundspannung bestehen und man ist gespannt auf das Ende.

42 revisited

Ich hatte vor ein paar Tagen über die kommenden Veränderungen gesprochen. Gestern brachte mir mein Freund Claude Licht in meine Vermutungen.
Claude ist ein ausgesprochener Zahlenfetischist.
Ich kann seine Erklärung nicht mehr so ganz wiedergeben. Aber das was er sagte machte absolut Sinn.
Es gibt gewisse Zahlen im Leben die eine wichtigere Bedeutungen als andere. z.B. sagt man ja dass der Mensch sich alle sieben Jahre ändert. Das hat einen biologischen Hintergrund. Man sagt dass alle Körperzellen im Menschen binnen sieben Jahren mindestens einmal erneuert wurden. Andere wichtige Zahlen sind die 2 und die 3.
Ein wichtige Zahl in der Astrologie ist 84. Sie ist das sogenannte astrologische Lebensende, was aber nicht heißt dass nach 84 Schluss sein muss.
Teilt man 84 durch 2 kommt man auf 42.
42 ist also die Lebensmitte und die Zeit der Brüche, der Umbrüche.
Man sagt so verworren wie das Labyrinth war was man bis dahin in seinem Leben durchwandert hat, so verworren wird es sein um in der zweiten Lebenshälfte wieder heraus zu finden.
Das macht für mich alles, so seltsam es auch klingen mag, einen Sinn.

Ich frage mich was meine Brüche sein werden.

Quiz

Na da wäre dann mal wieder ein Quiz bei dem es auch was zu gewinnen gibt.

Das ist meine gute Freundin Marion. Marion hat genau den gleichen Haarschnitt wie eine weltberühmte Filmschauspielerin deren Markenzeichen eben dieser Haarschnitt war. Welche Schauspielerin?

Dürfte nicht allzu schwer sein dieses Mal.
Der erste der die richtige Antwort in den Kommentaren schreibt bekommt eine DVD geschenkt.

(Keine Angst es wird keine DVD von Metallica sein. Nur um die Bedenken von allen auszuschließen die das vorige Posting gelesen haben.)

No End In Sight

Ok, ich bin nicht der erste der auf den Film hinweist. Grommel und Chris haben das auch schon getan. Es gibt ihn jetzt auf YouTube. Ich habe ihn mir grade angesehen. Er dauert 1 Stunde 40 Minuten. Nehmt euch also etwas Zeit dafür. Aber er ist es wert.

“No End in Sight” is not dull or easy to watch. Quite the contrary. It’s a sober, revelatory and absolutely vital film.
New York Times

Remember the scene in „A Clockwork Orange“ where Alex has his eyes clamped open and is forced to watch a movie? I imagine a similar experience for the architects of our catastrophe in Iraq.
Chicago Sun-Times

No End in Sight proves there’s nothing more subversive than a somber, lucid recitation of facts.
New York Magazine

Ärgernis

Moment…ich such grade was…ah ja…ok.
Bevor ich mich wiederholt aufrege über etwas was ich nicht ändern kann, wollte ich nur mal sehen wie oft ich darüber schon geschrieben habe.
Ganze 5 mal.
Thema: Stromausfall
In dem letzten 4, 5 Monaten ist durchschnittlich einmal die Woche der Strom weg. Ich komme mir langsam vor wie in der hintersten Ecke vom Kasachstan. Ist das Stromnetz in Echternach wirklich derart marode? Dabei ist Echternach die Gemeinde in Luxemburg in der der Strom an teuersten ist. Wenn es jetzt vorangekündigte Ausfälle wären, weil sie am Netz arbeiten, würde ich es ja verstehen. Zudem sind diese meistens an Uhrzeiten in denen man schläft oder nicht zuhause ist. Aber da ich ein sehr unregelmäßiger Mensch bin, kommen sie mir nie gelegen.

So z.B. heute morgen wieder. Ich wachte kurz vor 7 Uhr auf und hörte Nachrichten im Radio: „Die Uhrzeit: Es ist…“ …nichts mehr.
Mich macht sowas richtig fuchsig, wenn ich mich auf Dinge verlasse, die nicht funktionieren. Ich muss auch jeden Tag funktionieren, ob ich will oder nicht. Und ich verlange von anderen Dingen und Menschen nicht mehr als ich mir selbst abverlange.

Diskretion

Wenn Tage so wie heute beginnen, mit einem Anruf der mich aus dem Bett fallen lässt und ich alles stehen und liegen lassen muss um ins Auto zu springen um die Maske für zwei Promis zu machen, zwecks eines Fotoshootings, dann kann man den Rest des Tages schlichtweg vergessen.
Das waren übrigens zwei ‚richtige‘ Promis mit internationalem Status, und keine die, wie so viele, es gerne sein möchten.
Dabei erfährt und sieht man Dinge die man besser verschweigt. Darum auch der Titel des Beitrages…

Mirrors

Kann man eine Bekannte aufgrund ihres schlechten Geschmacks verklagen? Im Ernst. Ich verließ mich gestern zusammen zwei Freunden auf das positive Urteil der Bekannten hinsichtlich des Films Mirrors.
Der Film ist der allerletzte Schrott. Außer ein paar Schockeffekten die mich zusammenfahren ließen, war der Film so grottenschlecht, dass wir uns fragten ob wir der Bekannten nicht eine Zahlungsaufforderung schicken sollten um wenigstens das Eintrittsgeld zurück zu bekommen.
Dabei geht es nicht mal um die Tatsache, dass es ein Horrorfilm ist. Grundsätzlich bin ich kein Fan des Genres, doch gibt es auch hier Film die große Klassiker sind und die ich mir sogar mehrfach angesehen habe.
Mirrors aber ist schlecht, sehr schlecht, grottenschlecht. Ein Film zum sehr schnell wieder vergessen. Das einzig positive an dem Abend war, das anschließende Abendessen im neunen Club 5 im Utopolis des jetzt das Remake ersetzt. Es schmeckte fabelhaft.

Eigenartiges

Diese Nacht habe ich festgestellt, dass ich Alpträume gewollt hervorrufen kann.
Wenn ich mich nach einem etwas üppigeren Mal ins Bett begebe und versuche in linker Seitenlage einzuschlafen, geht es unweigerlich los. Die Träume sind eine Mischung aus fressen und töten gekoppelt mit Naturkatastrophen.
Auf der rechten Seite liegend passiert gar nichts.

Trier inkognito

Mit allem was mir so in den letzten 2 Tagen durch den Kopf ging, musste ich heute einfach raus, weg, an einen Ort den ich kenne aber dem ich ein wenig inkognito sein kann. Dabei ist ein wenig inkognito so unmöglich wie ein bisschen schwanger, aber schließlich ist es das eigene Gefühl was zählt und nicht der reale Umstand. Ich schweife ab…
Ich war in Trier. Nicht das ich etwas gebraucht hätte oder mich einem Shoppinganfall hingegeben hätte,nein, ich wollte einfach weg. In Trier gibt es die Buchhandlung Interbook, die sich noch vor ein paar Jahren in der Fleischstraße befand, heute ist sie am Kornmarkt. Und obwohl sie größer und lufiger ist, so fehlt ihr doch das gewisse Anheimelige dass sie früher in der Fleischstraße besaß. Dort wo sie einst war ging diese Woche eine brandneue Galerie auf, die Trier-Galerie. Vom Aufbau und den Geschäften her erinnert sie mich an die Arkaden am Potsdamer Platz in Berlin, im Mini-mini-miniformat.
Die Geschäfte sind nichts anderes als das was man überall findet. Ganz hinten im Erdgeschoss befindet sich eine Fressecke mit einer Sushi Bar mit Laufband. Man setzt sich an die Theke und schnappt sich das vom Laufband was grad vorbeifährt und was man mag. Es erinnerte mich die Sushitheken die ich von London her kenne.
Eigentlich hatte ich keine richtige Lust auf Sushi und was in den Schälchen auf dem Band vorbei fuhr war auch nicht unbedingt das was ich von London her kannte. Ich setzte mich trotzdem hin der alten Zeiten willen. Dabei kam ich mir vor wie im Zoo. Ich hatte fast ununterbrochen irgendwelche wildfremden Leute neben mir oder hinter mir stehen, die mir zuschauten wie ich mit Stäbchen esse.
Inkognito ade.
Mir ist zwar bewusst dass Trier nicht London und nicht Berlin ist und man eher der gutbürgerlichen Küche frönt, aber inzwischen dürfte man sich doch auch in Trier an rohen Fisch mit Reis und Wasabi gewöhnt haben oder?
Etwas später war ich dann in einem Haushaltswarengeschäft quer gegenüber der neuen Passage verweilte einen Augenblick, weil von Spandau Ballet ‚Through the Bardicades‘ lief. Ein Lied was ich schon lange nicht mehr gehört hatte und was mich an eine Zeit erinnerte in der es vor zwanzig Jahren auch große Veränderungen und Umbrüche in meinem Leben gab.
Und da waren sie wieder die Veränderungen und Umbrüche.
Sie werden kommen…

Pandora

Was für eine Woche!
Für mich begann sie letzten Donnerstag und endete gestern.
Wenn ich gestern Abend meine Gedanken drüber zu Papier bzw. zu Blog gebracht hätte, hätte ich wahrscheinlich Dinge geschrieben, die besser ungesagt bleiben.
Ich hatte Geburtstag. Ich wurde 42. Als ich vor 2 Jahren die vierziger Grenze passierte, dachte ich: Du bist keine 40, du fühlst dich nicht so und überhaupt, was soll der Quatsch.
Als ich letztes Jahr meine 41 beging, war das gleiche Gefühl noch immer da. Zudem ist 41 für mich so eine weder-Fisch-noch-Fleisch Zahl.
Doch dieses Jahr bin definitiv in den Vierzigern angekommen. Und alles schmeckt, riecht, und sieht nach Veränderung, nach Umbruch aus. Zu gern würde ich hier die Gedanken loswerden die mir im Kopf umherwandern und nur darauf warten dass ich sie ausspreche. Doch es wäre töricht, dumm. Ich würde Dinge heraufbeschwören die ich nicht nicht mehr stoppen könnte.
So als ob ich die Kiste der Pandora öffnen würde…

Podcast

Letzter Tag in Montreux.
Mir gefällt diese kleinr Stadt und seine Umgebung außerordentlich gut.
Heute Nachmittag geht es zurück nach Luxemburg, aber mit dem Auto nicht mit dem Zug.
Dabei möchte ich euch noch ein Podcast ans Herz legen den ich kurz bevor ich herkam gefunden habe und der mir die Fahrt um einiges erleichtert hat.
Es gibt vom Radiosender Bayern 2 ein Hörspiel Podcast, den ich über mein immer weider angeprisenses Programm Phonostar gefunden habe. (Hier der RSS Feed)
Sehr zu empfehelen sind:
-Thomas Meinecke: Texas Bohemia Teil 1, 2 und 3
Ein Feature über deutsche Auswanderer die im Texas leben. Es sind keine Auswanderer wie man sie vom Fernsehen her aus den Infotainment Reportagen kennt, sondern Amerikanische Einwohner die bisweilen schon in der dritten Generation dort leben. Ihr Deutsch klingt manchmal sehr durchwachsen und daher ungewollt komisch.
Thomas von Steinaecker: Meine Tonbänder sind mein Widerstand
Eine unglaubliche Geschichte über ein Mann der sein ganzes Leben zu einem Hörspiel verarbeitet hat. Unbedingt anhören!
Michael Farin/Katrin Seybold: Lisa Fittko, Chicago 2000
Die Lebensgeschichte der Lisa Fittko. Unbedingt und absolut hörenswert.

Besichtigungen

Eine gute halbe Stunde von Montreux entfernt befindet sich das kleine Dörfchen Gruyère in dem auch der berühmte Käse hergestellt wird.
Ich war nie ein großer Fan der Käsefondue, doch als ich vor ein paar Monaten in Genf arbeitete wurde ich eines besseren belehrt. Und in dem Dorf wo der Käse gemacht wird der zu einem Teil in der Käsefondue verarbeitet wird, konnte ich natürlich nicht nein sagen.

Was ich nicht wusste, ist dass sich in dem kleinen Dorf das Museum von einem der berühmtesten Bildhauer und Maler befindet den die Schweiz je hervorgebracht hat. HR Giger. Den meisten ist er bekannt wegen des Monsters das er für den Film Alien erschaffen hat. Doch neben dieser Kreatur gibt es die ganz eigene dunkle organische Welt von HR Giger, die mich seit jeher im fasziniert hat. In diesem recht beschaulichen und traditionsgebundenem Dörflein gibt es eine Welt die diametral zu der Dorfidylle gibt.

Leider war es schon zu spät als wir dort ankamen um das Museum zu besichtigen, aber dafür saßen wir nebenan in einem Kaffee das ganz im Giger Stil eingerichtet ist.

Montreux

Es ist schwer in einer Kulisse wie Montruex keine Fotos zu machen. Es ist noch viel schwerer keine Fotos zu machen die NICHT aussehen wie Postkarten.

Das Château de Chillon. Eine bemerkenswerte Burg die fantastisch renoviert wurde.

Auf dem Weg zu den Rochers de Naye. (Ich sagte ja…Postkarte)

Das Dach er Welt. (Rochers de Naye)

Max, den ich hier besuche, ist ein Arbeitskollege und inzwischen ein sehr lieb gewonnener Freund.

Und so habe ich diese Nacht geschlafen.

Da fehlt doch was…

Als ich gestern am Hauptbahnhof stand, ein Ort an dem ich mich nur sehr selten befinde, machte ich dieses Foto.

Es war kurz bevor ich den Zug in Richtung Basel nahm. Fehlt da nicht etwas auf dem Bild im oberen Teil?
Es ist kein Quiz dieses mal, ich möchte nur checken ob ich richtig liege.

Eine andere Liga

Eben auf 3sat den Film Eine andere Liga gesehen. Die drei Hauptdarsteller haben für den Film ja dieses Jahr den Adolf Grimme Preis bekommen. Es ist einer dieser Feelgood Filme die von der Story vorhersehbar sind und trotzdem bleibt man dran, weil es einfach herrlich erzählt und gespielt ist.

Die nächsten Tage kann es unter Umständen ruhiger werden hier. Muss aber nicht. Hängt ganz davon wie viel Zeit ich habe. Ich werde bis Sonntag Abend in Montreux sein.

Fotos aus der Heimat

Beim Stöbern fand ich eben ein paar wunderschöne Fotos von René Fuchs, dem hiesigen Tierarzt, die in Google Maps eingebettet sind über Panoramio. Die Basilika, die Orangerie, das Pavillon, der Marktplatz in einer Winternacht im Schnee.


© René Fuchs

Weitere Fotos hier

Zugegeben ich hätte mit diesen Fotos noch ein wenig warten können, denn nach Schnee steht noch keinem der Sinn, mir am allerwenigsten. Aber schön sind sie.

Die Tücken des Alltags

Mir widerfahren manchmal Dinge die ich nicht verstehe. Gestern brach in meinem heißgeliebten Handy im Steckplatz der Touchstick in zwei Stücke. Das untere Stück steckt jetzt natürlich fest und ich kriege es nicht mehr raus gezogen.
Ein Bild zum besseren Verständnis.

Dass der Stift kaputt ist stört mich noch am wenigsten, denn ich habe ein Ersatzstift. Aber wie kriege ich um Himmelswillen das untere Teil wieder raus? Pinzette und dergleichen ist unmöglich, denn der Eingang ist so schmal, dass wirklich nur der Stift rein geht. Auf den Boden fallen lassen, damit der Stift sich löst, traue ich mich nicht so richtig, obwohl das schon mal ungewollt der Fall war.
Hat jemand eine Lösung?

Verabredung mit Medien

In meinem wilden exotischen und aufregenden Leben gibt es nur zwei regelmäßige Verabredungen mit Medien.
Als ich mir Anfang des Sommers einen fernsehlosen Sommer vorgenommen hatte, schlug es natürlich wie erwartet fehl. Alles was ich mir mit einem Vorsatz vornehme entweder nicht oder regelmäßig zu tun, geht in die Hose. Es ist wahrscheinlich der eigene Erwartungsdruck der mich davon abhält. Klingt widersprüchlich, ist aber so. Wenn der Druck von außen käme und meine Karriere oder gar mein Leben würde davon abhängen würde, wäre es etwas anderes.
Die zwei regelmäßigen Termine sind unterschiedlichster Natur. Der eine ist Sonntag Abend der Krimi im ZDF um 22:00 Uhr und anschließend History mit Guido Knopp (das hängt aber immer vom Thema ab)
Der andere ist Sonntag Morgen um 8:00 Uhr im Deutschlandradio Kultur ‚Aus den Archiven‘, den, wenn ich ihn verschlafe, ein wenig später als Podcast nachhören kann.
Mehr interessiert mich im Moment seltsamerweise nicht.

Umbau abgeschlossen

So die letzten Feinarbeiten sind gemacht.
Das alte neue Design ist farblich umgestaltet und das ganze Blog ist in ein anderes Verzeichnis umgezogen. Außerdem sind die Google Anzeigen weg. Nach fast 2 Jahren Werbung die absolut nichts eingebracht haben, weil inzwischen jeder gegen diese Anzeigen ‚blind‘ ist, habe ich sie ersatzlos rausgeschmissen. Außerdem machte es mich wahnsinnig immer wieder und wieder gewisse Sorten von Anzeigen per Hand auszuschalten, wie z.B. Anwälte (In Luxemburg ist Werbung bei Berufen wie Anwälten und Ärzten verboten) Geldanlagen, und in letzter Zeit auch vermehrt Partnervermittlung.

Es soll mir niemand erzählen dass er mit Goolge Anzeigen reich wird. Das wird nur Google selbst.

Umbauarbeiten

Vielleicht habt ihr es schon gemerkt, dass ich eine Weiterleitung eingebaut habe.
Das Blog befindet sich jetzt auf www.joel.lu/augenblicke und nicht mehr /augenblicke3.
Diese 3 störte mich schon lange.
Sie war noch ein Überbleibsel aus vergangenen Umzügen, genau wie /augenblicke2.
Die automatische Weiterleitung bleibt aber erst mal bestehen, sonst kommt ja kein Mensch mehr zu Besuch.
Ja ich weiß dass ich damit eine Menge Links zu meinem Blog zunichte mache, wenn sie auf ganz spezifische Beiträge hindeuten. Aber vielleicht gibt sich dann endlich mal die ewige Suche nach den Ghostrasern, die immer und immer weider bei mir auf der Seite landen.

Nachtrag um 18:45: Zudem habe ich ein paar Style Änderung gemacht. Es war an der Zeit dass sich endlich etwas grundlegend ändert. Es war vorauszusehen. Die ständig wechselnden Header Bilder waren ein Zeichen dafür. Jetzt erscheint alles in einem edlen Grau.

Kein Sonntagsquiz

Das Quiz fällt heute aus wegen zu schönem Wetter.
Das heißt nicht es demnächst wieder weiter geht. Aber es ist wahrlich nicht leicht Dinge zu finden die nicht zu leicht zu erraten sind oder mit 2 Klicks über Google oder Wikipedia herauszufinden sind.

Heute ist eine Wanderung bei schönem Wetter angesagt. Und ihr solltet das auch tun.

Gelesen & nachgedacht

[…neulich wäre ich um ein haar nach tokio geflogen. nur, weil ich an einem reisebüro vorbei kam, auf dem „5 tage tokio all inclusive für 665 euro“ stand. und weil ich noch nie in tokio war. aber ich bin nicht geflogen. ich dachte. ein andermal. wenn man mehr als dreimal in der woche „ein andermal“ denkt, dann verschiebt man das leben auf unbestimmt.]

Du hast ja so recht, Else.

Wild & exotisch

Aus meinem wilden, exotischen und aufregenden Leben gibt es nicht viel zu berichten außer dass es wild, exotisch und aufregend ist…
Ich habe eben dieses sehr tolle Interview gefunden von einem Mann der mit aller Hingabe und in Inbrunst über sein Beruf erzählt. So wild, so aufregend…
Zum schreien komisch.

Moment mal…

Heute:
George Michael

Als ich heute Abend wahllos Lieder von George Michael auf You Tube hörte, war mir noch nicht ganz klar, dass ich jetzt etwas über ihn schreiben würde. Ich habe alle seine Alben und das sind deren nicht allzu viele, aber ich hätte nie gesagt dass ich ein totaler Fan von ihm wäre. Und doch wurde mir von Video zu Video klar wie sehr mich seine Songs durch all die Jahre begleitet haben und dass ich so einige davon an Begebenheiten festgemacht habe und dadurch nicht vergesse.
Es fing an als ich zufällig auf ein paar Songs des legendären Freddie Mercury Tribute Konzertes stieß, das ich damals fast ganz im Fernsehn mitverfolgt hatte. Kaum ein Sänger des Konzertes konnten damals Freddie stimmlich das Wasser reichen. Einer konnte. George Micheal. Dass er ausgerechnet das Lied Somebody To Love sang, das einer schwersten Songs des Queen Repertoires ist, ließ das Gerücht aufkommen, dass er eventuell der Nachfolger von Freddie werden könnte…

Das erste Mal das ich eines der Lieder von George bewusst wahrnahm und an einer Begebenheit festmachte, war als ich 18 war. Es war im Sommer im August. Ich hatte meinen ersten Job als Barman in einem Hotel in Echternach und es war der Abend der Open-Air Disco am See. (Heute heißt es ja E-Lake) Es lief damals in einem sehr, sehr, sehr, viel kleineren Rahmen ab als heute. Es wurden ein paar Pfähle in dem Boden gerammt an denen ein paar kleine Spots in rot, grün und blau flimmerten und irgendjemand vom Echternacher Jugendclub legte eine Scheibe nach der nächsten auf. Damals gab es ein Part der sich Slowtime nannte und alle Paare eng umschlungen oft knutschend sich auf der Tanzfläche hin un her wiegten. Es war schon spät und ich hätte längst zu hause sein sollen. So gegen drei Uhr in der Nacht startete ich einen letzten Versuch jemanden zu finden der mich nach hause fährt. Es gab auch jemanden der es hätte tun können es aber nicht tat und so musste ich den ganzen Weg bis nach hause was gute 3-4 Kilometer waren mitten in der Nacht zurücklegen. In den 2 Stunden die ich dafür brauchte, (denn der Weg ging steil bergauf) hatte ich viel Zeit um Bilanz zu ziehen über den Abend an dem ich mich eigentlich gar nicht amüsiert hatte. Ich kannte die meisten von den Jugendlichen die dort waren, aber ich war der Aussenseiter. Ich ging schon seit Jahren nicht mehr in Echternach zur Schule sondern in der Hauptstadt. Ich war nie Mitglied von Echternacher Jugendclub, der sich für sehr elitär hielt. Insgesamt erntete ich an dem Abend nur abschätzende Blicke und beleidigende Kommentare.
Und während des ganzen Nachhause Weges hatte ich Careless Whisper im Kopf was irgendwann an dem Abend lief und noch mal wiederholt wurde als ich wegging. Damals schwor ich mir dass ich mit all den eingebildeten Spießern nichts mehr zu tun haben will…

Ein anderes Lied von George das bei mir sehr schmerzvolle Erinnerungen wachruft ist A Different Corner. Es war drei oder vier Jahre später. Es war Sommer und ich war bereits in der Friseur Lehre. Eine frühere Schulfreundin von mir hatte in diesem Jahr ihren Führerschein gemacht. Sie jobbte in den Ferien in einem kleinen Hotel in einem Nachbarort und war an diesem Wochenende in der einzigen Disco in Echternach die L’Affaire hieß. Sie, Ihr Freund und noch ein anderes Paar waren anschließend bei mir (ich war zur der Zeit schon aus dem elterlichen Hause ausgezogen) auf einen letzten Drink. Die Schulfreundin kannte ich schon seit langem, die anderen drei hatte ich erst kurz davor kennengelernt. Irgendwann spät in der Nacht fuhren alle vier nach hause. Am Montag morgen war eine große Schlagzeile in der Zeitung dass es auf der Strecke Echternach/Luxemburg einen sehr tragischen Unfall gegeben hatte. Es war die Schulfreundin mit ihrer Clique die am Sonntag Nachmittag nach Luxemburg fahren wollten. Die Schulfreundin, die am Steuer saß, überlebte, die anderen drei waren auf der Stelle tot.
An dem Abend als wir in der Disco waren lief das Lied von George A Different Corner. Ich fühle mich heute noch sehr traurig wenn ich das Lied höre und sehe verschwommen drei Gesichter…

In den 90ern brachte George Micheal eine Mini LP auf den Markt mit den Liedern Somebody To Love und dem Mix Killer/Papa Was A Rolling Stone. Die CD lief Jahre lang im Café Philo’soff rauf und runter und erinnert mich an viele lange Abende die ich dort verbrachte.

Und dann ist da noch der ultimative Klassiker (ich höre jetzt sehr viele von euch laut schreien) Last Christams. Inzwischen kann ich ihn nicht mehr hören, weil er immer weider, alle Jahre, hervorgekramt wird. Aber es gab eine Zeit in der es für mich das Weihnachtslied schlechthin war. Ohne ihn fand Weihnachten für mich gar nicht statt.

Eben habe ich ein Video gefunden von ihm was recht neu ist. Er hatte vor kurzem einen Gastauftritt in der Show American Idol. Geroge ist alt geworden und das leider nicht zu seinem Vorteil.
Aber ich mag ihn.

Eines seiner Videos das ich heute wiederfand und das mich wieder überraschte weil es so genial gemacht ist, ist As, das er zusammen mit Mary J Blige singt.