Eine alte explodierte Fledermaus

Fangen wir mit dem an was mich die letzten Tage und Wochen jeden Morgen laut aufstöhnen ließ. Meine Haare. Ich hatte ja versucht sie länger zu bekommen und wenn mein Friseur der J.-P. nicht so rigoros gewesen wäre, hätte ich es nie so weit geschafft. Aber ich sah jeden Morgen aus wie eine alte explodierte Fledermaus.

Zudem ging es mir gewaltig auf die Nerven nach dem Schwimmen, weil es nur diese ollen Fönhauben in der Badeanstalt gibt. Da ist nichts mit akkurater Fönwelle.

Also kam das alles weg:

Ich hatte anschließend das Gefühl als ob ich mindestens 3 Kilo abgenommen hätte.

Am Abend musste ich dann noch einmal kurz raus für ein paar Aufnahmen für die Sendung am Samstag. Ich hatte das schon gestern erklärt.

Anschließend setzte ich mich auf die Terrasse des Renert und schaute dem Menschen zu. Und da ich nie sehr lange alleine bin im Renert, saß irgendwann der Darsteller T. neben mir und wir redeten über Gott und die Welt und das Theater. Es wurde ein lustiger Abend.

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Die Johnny Depp vs. Amber Heart Story verfolgt mich regelrecht. Eigentlich wollte ich das gar nicht sehen. Ich wurde aber von Emily D. Backer regelmäßig darüber auf den letzten Stand gebracht. Ich hatte sie schon einmal erwähnt. Sie sie ist eine Ex-Staatsanwältin und moderiert seit einer Weile ihre eigene Show in der sie die legalen und gerichtlichen Hintergründe von „großen“ Gerichtsverfahren erklärt. Durch sie habe ich auch verstanden warum Amber das Verfahren in London gewann und warum Johnny in Virginia gewann.

Und dann las ich am Abend zum ersten mal einen Bericht im New Yorker der so einseitig geschrieben ist dass sich mir dir Haare sträubten. The Johnny Depp–Amber Heard Verdict Is Chilling

Zahnarzt & Sendung

Ich hatte mir den Wecker gestellt, brauchte ihn aber nicht denn ich war sehr früh wach. Ich schrieb die letzten Zeilen der gestrigen Postings und machte mich fertig um zum Zahnazt zu fahren.
Für gewöhnlich fällt dort nichts besonderes an außer ein wenig Zahnstein entfernen. Dem war auch heute so.

Da ich alles sauber eingetaket hatte, hatte ich Zeit genung für einen kleinen Happen um dann gleich weiter zur Aufzeichnung zu fahren.

Es war diesmal besonders lustig, weil ich einen Satz völlig falsch verstanden hatte, und ich die J. darauf aufmerksam machte. Mehr möchte ich nicht verraten, das könnt ihr selbst am Sonntag sehen.

Wieder daheim überfiel mich eine große Müdigkeit und ich legte mich kurz hin

Am Abend ging es mit der A. ins Bovary, denn es gab einiges zu erzählen. Ich würde das gerne hier ein wenig genauer erläutern, aber wie so oft betrifft es auch dritte Personen und dann geht es nicht.

Im Bovary selbst trat an dem Abend ein Duo auf. Sie sang und er spielte Akkordeon. Es gab ausschließlich französisches Chanson. Ich kannte alle und ganz besonders ein Lied nistete sich sehr in meinem Kopf ein das ich bis spät, als ich schon im Bett lag, nicht los wurde. Und ich dachte dabei ganz besonders an M., den ich mal sehr geliebt habe, so sehr dass ich breit gewesen wäre sehr viel für ihn aufzugeben. Das letzte mal dass wir uns gesprochen haben war Ostern 2020. Seitdem habe ich nichts mehr von ihm gehört.

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Ein etwas schräger Kurzfilm von und mit Menschen die alle zu meinem Bekanntenkreis gehören.

DER QUICKIE from Filmreakter on Vimeo.

Ein Dienstag mit viel Gerenne

Es ging damit los dass ich sehr spät wach wurde und nicht wirklich in Stimmung war mich sofort in die Fluten der Badanstalt zu stürtzen. Stattdessen baute ich für die Sendung morgen das Thema um, das ich behandeln sollte.Und das brachte viel Gerenne mit sich. Hui!

Aber der Reihe nach.

Ich stattete einer Galerie einen Besuch ab die in der Sendung vorkommen sollte und es wird wieder ein Spießrutenlauf werden, weil das Event erst nach der Aufzeichnung stattfindet, aber noch vor der Ausstrahlung. Es ist nicht zum ersten mal dass ich es so rum drehen muss, und so tun muss als ob. Aber einfach ist nicht, weil ich von etwas Vergangenem sprechen muss obwohl es noch nicht stattgefunden hat.

Mir wurde dann bewusst dass es so oder so ein langer Tag werden wird und ich ging doch schwimmen. Das tat gut weil ich für einen kurzen Moment den Kopf angenehm leer.

Mittagstisch im Renert. Bratwürste an Senfsoße mit Kartoffelpüree und einem gewaltigen Salat. Sehr gut.

Ja, könnte Werbung für Illy sein, ist es aber nicht. Es war meine Kaffeetasse auf der Terrasse vom Renert. Und ja, hier gibt es keinen Keks dazu sondern ein Chokotoff, schon immer!

Anschließend fuhr ich zur großen Post am Bahnhof, weil ich dort etwas abholen musste, für das ich noch Zollgebühren zahlen musste. Ich hasse das weil die Post unsagbar schlecht liegt und je nach Packet das durch die Straßen schleppen muss. Ich nahm die Trambahn. Das ging aber erstaunlich schnell. Gut war auch dass das Päckchen eine Rolle war.

Mit der Rolle per Tram wieder hoch in die Innenstadt und weiter nach Limpertsberg zum meinem Einrahmungsladen meines Vertrauens. Die Jungs versprachen mir dass sie es in anderhalb Stunden das Bild gerahmt hätten. Sie sind echt klasse die Herren von Création Plus. Und das sieht jetzt so aus:

Aufmerksame Leser werden das Bild wiedererkennen. Ich hatte schon einmal kurz über die größte Art Collab auf YouTube berichtet. Das ist eine Repro davon. Ich werde auch davon in der Sendung sprechen. Am Sonntag kommt wie gewohnt der Link zur Mediathek.

Zwischendurch gab es immer wieder Telefonate. Ein stressiger Tag halt…

Später fuhr ich ins Bovary weil, ohne Begleitung weil einfach meine Ruhe haben wollte und noch einen Comicband querlesen musste, ebenfalls für die Sendung.

Ich verspürte wieder Hunger. Na gut, dann esse ich eben zweimal an einem Tag außerhalb der häuslichen vier Wände.

Tortellini Panna e Proscutto. Rums!

Endlich kam ich über Stunden runter Und es war gut dass ich alleine war. Ich ließ den Gedanken freien Lauf und hatte mehrere gute Einfälle hinsichtlich ein paar Dinge später im Jahr.

Wieder daheim ging ich früh ins Bett. Denn morgen kommt zuerst eine Kontrolle beim Zahnarzt und gleich hinterher die Aufzeichnung der Sendung.

Ein Montag

Es gab doch mal früher, als alles noch heftiger war, eine wöchentliche Hausarbeitsroutine, oder? Montags z.B. wurde die Wäsche gewaschen. Ist das immer noch so oder nicht? Zugegeben im elterlichen Joel.lu Haushalt war das nie so, denn beide Elternteile arbeiteten Schichten und die Hausarbeit erledigt wenn Zeit war. Aber so ganz früher, gab es nicht einen Wochenplan wann was gemacht werden sollte? Es blitzte da so eine Erinnerung auf, dass wir das mal in der Schule hatten als ich noch klitzeklein war.

Der ganze Abschnitt davor nur um zu sagen, dass mein Montag weitgehend aus Wäsche in die Maschine laden und aufhängen bestand.

Ich hatte bereits am Wochenende festgestellt, dass ich keine ehrbare Jeans mehr im Schrank hatte. Letzte Woche noch riss mir eine Hose völlig durch, als ich mich ins Auto setzen wollte. Zugegeben, die neuen Jeans mit pfundweise Elastan drin sind weitaus weniger resistent als ohne und nach einer Anzahl von Wäschen sind sie hinüber.

Also fuhr ich am Nachmittag zur Belle Etoile. An Montagen lässt es sich dort einigermaßen aushalten und da ich inzwischen weiß wo ich parken muss um nicht elend lang durch die Einkaufsmeile zu rennen, fuhr ich fix dorthin und kaufte zwei neue Jeans und eine Stoffhose. Damit müsste ich eine Weile hinkommen.

Am Abend einen kurzen Abstecher zur schönsten Terrasse des Viertels im Hotel Parc Belair.

Eine enttäuschende Ausstellung

Am Morgen etwas zu spät erwacht, ich hätte Vollgas geben müssen um noch eine Schwimmrunde hinzukriegen.

Stattdessen setzte ich mich in und las mich in ein paar Dingen fest die für Mittwoch für die Sendung brauche.

Am frühen Nachmittag fuhr ich los an die Mosel, holte die K. ab und wir fuhren nach Tetange in die Ausstellung „Working Class Heroes“

Ein seltsame Ausstellung die sehr wenig Material beinhaltet und auf Videoeinblendungen von drei Schauspielern aufbaut, die Texte von den Protagonisten der Zeit deklamieren. Man kann den Darstellern absolut nicht vorwerfen dass sie das schlecht machen, im Gegenteil. Wenn sie nicht wären, hätte die Ausstellung lächerlich wenig zu bieten. In der Mitte des Raumes stand ein Karussell das sich beständig drehte und Höllenkrach machte weil wahrscheinlich schon nicht mehr ganz rund auf den Schienen lief:

Ausgestattet war mit spärlich wenigem Material, das man dann auch wegen der Bewegung nicht ordentlich lesen konnte. Irgendwann fragte ich die Kassiererin am Eingang, (denn der Spaß kostet 5€!!!) ob man das nicht abstellen kann, dass man zumindest lesen kann was auf dem Karussell steht. Das konnte man dann, uff. In weniger als 30 Minuten hatten wir die Ausstellung durch.

Auf dem Rückweg wollte ich der K. zeigen wie man den Wagen auflädt und fuhr von Autobahn in Frisange runter auf einen Parkplatz um den Wagen ein Weile aufzuladen. Und siehe es klappte nicht! Die kleine Enovos Station, für die ich eigens eine Karte habe, wollte nicht. Es stand nicht einmal dran wie man sie freischaltet. Es klappte einfach nicht. Diese Erfahrungen lassen mich immer ein wenig zurück schrecken hinsichtlich einer längeren Fahrt, bei der ich zu 100% auf die Aufladestationen angewiesen bin.

Wieder an der Mosel, hatte die K. vorgesorgt und ein kleines Abendessen vorbereitet.

Wieder die in der Stadt traf ich noch kurz die A. zum Austausch der letzten Neuigkeiten.

Marathon in der Stadt

Es ist jedesmal ein gewaltiger Aufwand. Vor etlichen Tagen schon hatte ich den Plan der Stadt im Briefkasten, wann welche Straßen gesperrt sind.

Als ich dann am Morgen in aller Frühe loszog zum Schwimmen sah ich schon dass das Parkhaus meines, Vertrauens ab 18:00 Uhr geschlossen hätte. Ich schwamm meine gewöhnliche Runde, verkürzte sie aber auf 25 Minuten und traf mich anschließend mit der D. im Renert. Da sie ab Sonntag wieder für eine Weile weg sein wird, beschlossen wir ins Abends noch einmal zu treffen im Mesa Verde.

Am Abend war es dann auch ein kleiner Spießrutenlauf um zum Restaurant zu gelangen.

Ich machte Fotos von leeren abgesperrten Straßen die man so nie machen könnte.

Später ging es dann noch zur A. die au einen Barbeque eingeladen hatte. Ich hatte mich aber für später angemeldet auf einen letzten Absacker. Ich erfuhr viel Neues und Erfreuliches. Kurz nach Mitternacht lag ich im Bett.

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Ich hatte es schon vor ein paar Tagen entdeckt. Aber erstmal der Satz den man sich auf der Zunge zergehen lassen sollte:

DALL·E 2 is a new AI system that can create realistic images and art from a description in natural language.

Jazza hat das ausprobiert und war begeistert und beunruhigt zugleich. Da man nicht einfach so probieren kann, sondern sich anmelden muss, hab ich das jetzt getan. Keine Ahnung wann ich drankomme aber ich werde mir bis dahin ein paar Dinge ausdenken und wenn es dann verfügbar ist, berichten.

Drei Tage

Wenn sich Schreibfaulheit breit macht kann man da wenig tun. Aber es ist auch nicht so viel passiert, zumindest nicht mir, dass es hier aufgeschrieben werden müsste. In meinem nahem Umfeld jedoch steht manches Kopf und ist am brennen.

Am Mittwoch passierte mir zum ersten mal ein Fehler, von dem ich mich nicht erinnern kann, dass er mir je passiert ist. Vielleicht mal beim Schulschwimmen? Ich saß in der Umkleidekabine, zog mich aus und stellte fast, dass ich die Badehose vergessen hatte. Sie können mit vielem dort aushelfen, Seife, Handtücher, große wie kleine. Doch Badehosen verleihen sie keine. Also zog ich unverrichtetr Dinge wieder davon und ging auf den Markt.

Die A. sollte am Abend kommen und ich hatte mir ein Rezept von Nigella vorgenommen, Baby Aubergines with Oregano and Red Onions. (Es kann sein dass ihr euch dort anmelden müsst um die Seite zu sehen. Aber es lohnt sich, versprochen!)

Und so sah das am Abend aus:

Anschließend gab es hausgemachtes Pistazieneis mit Erdbeeren.

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Den Christhimmelsfahrt Tag begann ich mit einem Arbeitsmeeting. Es ging aus Gründen an keinem anderen Tag. Doch da alle wenig Zeit hatten, war das Meeting auch schnell vorbei. Und so beschloss ich spontan in die Alte Heimat zu fahren.

Es war früher ja mal eine Touristenhochburg und ich rechnete damit, dass es vielleicht heute ein wenig belebter dort sei, und alle Läden geöffnet hätten. Das war auch der Fall. Ich traf einen alten Bekannten der sehr schlecht aussah, weil er gerade die -zigste Chemotherapie hinter sich gebracht hat. Nicht schön.

Wir wechselten ein paar Worte über das was die Alte Heimat zur Zeit in Atem hält, unter andrem der archäologische Fund mitten im Zentrum. Ich hatte schon einmal kurz darüber berichtet. Inzwischen hat sich der Fund zu einer kleinen Sensation entwickelt. Wie es scheint stand dort ein Haus im frühen Mittelalter, das von der Größe her jemandem gehört haben muss, der wichtig war wie ein Landvogt zum Beispiel. Man fand Tonscherben und andere Dinge die aus den zehnten Jahrhundert stammen oder noch älter sind. Von der Geschichte her ist gewusst, dass ein Landvogt aus der Gegend DER Graf Siegfried war, der als der spätere Gründer von Luxemburg gilt.
Es ist schon klar dass daraus nun ein Politikum entstehen wird, denn an den Ort hatte die Gemeinde etwas völlig anderes geplant, was sie aber nun nicht bauen kann.

Ich traf auf den A. und die J., die ich eigentlich anrufen wollte, ob sie Zeit hätten. Hatten sie und so verbrachten wir den restlichen Nachmittag mit Terrassenhopping. Im Philo ging es los. Einer meiner früheren Lieblingsorte, der eine sehr lange Geschichte hat. Ob er je noch einmal eine solche Glanzzeit wir vor 15, 20 Jahren miterlebt, ist aber fraglich.

Ich grüßte und schüttelte unendlich viele Hände, weil ich ja schon fast zehn Jahre nicht mehr dort wohne sondern auch, wegen dem Fernsehen.

Ein Schild möchte zeigen von der Gaststätte eines Schulfreundes.

Das Einstecktuch für die Brusttasche wird nur in der Alten Heimat so genannt, sonst ist das Wort in Luxemburg weitgehend nicht im Sprachgebrauch und unbekannt.

Abendessen gab es im Iris.

Ich hatte ein traditionelles Pfeffersteak. Sehr schön angerichtet.

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Am Freitag obsiegte die Faulheit völlig. so sehr dass ich anschließend ein schlechtes Gewissen hatte, da ich ein paar Dinger vergessen hatte, die jetzt nicht lebenswichtig sind, aber es wäre besser gewesen ich hätte sie sofort erledigt. Nun ja.

Gören & Theater

Der Tag begann mit einer gewaltigen Aufräumaktion, denn heute sollte zum ersten mal nach all den Wochen wieder die Putzhilfe kommen. Und da sie putzen und nicht räumen soll, musste alles weg. Ich ging derweil sie herumwirbelte, meine Runde schwimmen.

Was mir inzwischen in der Badeanstalt sehr auffällt sind die Eltern, die so tun als ob sie sich um ihren Nachwuchs kümmern aber eigentlich ist er ihnen herzlich egal. Wenn er im Wasser ersaufen würde, wäre einerlei. Eine Göre von vier oder fünf Jahren, die wirklich noch nicht schwimmen konnte, aber sehr draufgängerisch war, hopste mehrfach vom falschen Beckenrand mit Anlauf ins tiefere Wasser, immer dann wenn ich vorbeischwamm. Da ging so lange gut bis sie bei einem Sprung meinen Arm erwischte, was ganz schön weh tat und sie so kopfüber unter Wasser war, dass ich sie hochziehen musste. Erst dann blickte die Mutter von ihrem Handy hoch und kam angelaufen und tat sehr geschäftig. Ich hatte derweil die Kleine an den Beckenrad gehiewt und da ich wirklich nicht in Stimmung war eine ganze Diskussion loszutreten, sah ich sie nur einmal sehr durchdringend böse an und schwamm weiter. Ich schien geholfen zu haben, denn die Mutter verzog sich dann mit ihr zur anderen Seite ins Kinderbecken.

Ich werde die nächsten Tage wieder früher hingehen, dann ist es ruhiger.

Mittagstisch im Renert. Eine gewaltige Salatschüssel mit Salat, Rohkost und kaltem Hühnchen. Dazu ein sehr gutes Dressing.

Am Abend, eine kurze Begegnung mit der A. und der N. im Bovary. Kurz deswegen weil ich eine Karte fürs Theater hatte und das Stück unbedingt sehen wollte.

Poupette von und mit Marie Jung im TNL. Die Rückblende auf ein sehr bewegtes Leben einer 96-jährigen Frau. Ein sehr schönes Stück. Wer nichts heute vorhat, unbedingt ansehen. Heute ist die letzte Vorstellung.

Im Kino

Den Morgen erstmal alles langsam angegangen. Ich schaute auf die Wetterapp die Regen meldete. Wenn es schön gewesen wäre, hätte ich einen Ausflug in die Alte Heimat gemacht, weil ich mir endlich die neuen Anlagen des Sees ansehen wollte. Ich hatte es schon einmal vor etwas über einem Jahr versucht, doch der Regen hatte mich überrascht und es war alles noch eine große Baustelle. Und heute dann eben auch nicht.

Ich schaute auf die Kinoapp. Ja, das wäre bei dem Wetter eine nicht die schlechteste Idee. Und wenn schon was mir Benedict läuft, dann eben Dr. Strange. Ja,ich bin eine Cumberbitch, aber nicht weil ich ihn sexy finde, sondern weil es einfach sehr guter Darsteller ist. Ich hatte mir nach dem letzten Avengers geschworen, dass jetzt erst mal gut ist mit Superhelden. Aber ok, never say never.

Dr.Strange in The Mulitverse of Madness.

Der Film geht sofort ohne viel Aufhebens und Erklärungen los mit einer fetten Kampfszene, die kein Vorgeplänkel ist sondern gleich zur Story gehört. Ich habe mich zeitweise ( so ab 90 Minuten) ein klein wenig gelangweilt, weil dann klar ist wie es enden wird. Die Geschichte kann nur so enden.
Und jetzt da ich eine Nacht darüber geschlafen habe, ist der Film schon wieder weit weg.

Auf dem Heimweg überraschte mich eine gewaltige Regenschauer und ich wurde, obwohl ich nur ein paar wenige Meter laufen musste, bis auf die Haut nass.

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Am Abend ein Baumgartner Video über eine Restaurierung eines riesigen Bildes von Mary Abbott. Und wieder erstaunt er mich mit neuen Techniken die er noch nie gezeigt hat. Das mit den Gelpads ist genial.

Sonntag in der Stadt

.., ich sollte zu Überschrift schreiben: „ … bei schönem Wetter.“

Die Stadt ist anders am Sonntagmorgen. Die Stadt gehört dann denen die dort wohnen. Die Schickimicki Fraktion und die Banker sind anderweitig beschäftigt. Ich merke das sonst nicht so sehr, weil ich selten so früh an Sonntagen unterwegs bin.

Ich schrieb erstmal in Ruhe den Blogpost von gestern fertig. Ich wollte schwimmen gehen und merkte dann aber, dass ich für die Badanstalt schon zu spät dran bin, denn sie hat nur bis um 12:00 geöffnet und ich fest überzeugt es wäre 14:00. Nun ja…

Ich machte am Nachmittag einen Abstecher zur Art Fair.

Was mir diesmal sehr auffiel, war die schiere Unmenge an Pop Art. Nichts davon haute mich vom Hocker. Ein Werk intrigierte mich, doch bei näherer Betrachtung hatte ich meine Zweifel ob es echt ist:

Es ist signiert aber nicht mit der gewohnten Keith Haring Unterschrift. Leider war niemand am Stand den ich hätte fragen können. Zudem war mir das Bild zu sauber und zu …. ich hatte ein ungutes Gefühl.

Ansonsten viel Pop Art mit den gewohnten Ikonen aus Film und Comic.

Ein Künstler aus der einer italienischen Galerie fand ich intwressant:

Die Bilder sind aus Drahtgitter gemacht und das sehr perfekt.

Später fuhr ich zur D. die gestern Abend spät von St.Jean zurückgekommen war. Sie brachte mir einen Baskischen Kuchen mit.

Es ist und bleibt der weltbeste Schokoladenkuchen der Welt, ganz besonders der von Henriet.

Am Abend schaute ich mir die neue dritte Staffel der Serie Love,Death and Robots auf Netflix an. Nichts für schwache Gemüter, wie auch schon die ersten zwei Staffeln, aber hier vielleicht noch eine Spur vielfältiger als davor. Sehr schön, doch ich habe euch gewarnt.

Monodrama

Ich hatte mir extra den Wecker gestellt.

Die F., dei einen kleinen Juwilierladen hat, hatte mir vor zwei Tagen eine Hilfe Sms geschickt, da ihr für ein Fotoshooting eine jemand für die Maske abgesprungen sei und sie suche dringend Ersatz. Ich willigte ein obwohl Samstag und überhaupt.

Es sollten Fotos für eine Schmuckkollektion sein. Die Modelle waren alles Freundinnen und Bekannte der F. Alle sollten sich in einem Friseursalon einfinden und dort zurechtgemacht werden. Ab 9:00 mitten in der Stadt. Ein recht einfacher Job den ich bis Mittag erledigt hatte, wenn nicht immer die Schlepperei der Rollkoffer wäre. Unterwegs brach einer der Stempel des einen Koffers ab. Eine der Rollen hatte schon vor längere Zeit Ummantelung abgeworfen. Das heißt jetzt ist der definitiv fällig für den Müll. So praktisch wie die Koffer auch sind weil sie halt speziell zugeschnitten sind auf alles was ein Maskenbildner so rumschleppen muss, geschenkt sind die Koffer von Tas merah nicht und ich will nicht nochmal 500€ dafür ausgeben.

Mittagessen gab es im Renert in geselliger Runde.

Ich hatte gestern kurz eine menschliche Tragödie erwähnt, die mein näheres Umfeld betrifft. All die Befürchtungen die ich gestern hatte scheinen sich zu bewahrheiten und es wird so oder so kein gutes Ende nehmen.

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Am Abend dann eine weitere Vorstellung im Monodrama Festival besucht. Und so schlecht wie ich gestern die Vorstellung fand; diesmal war ich beinah zu Tränen gerührt. Terre Rouge ist ein Monolog eines Afrikaners der in der Schweiz lebt und versucht mit seinem Bruder, im Burkina Faso Kontakt zu halten. Es kommen Kindheitserinnerungen hoch und beide Brüder kommen zu Wort. Der eine in einer Fussballkneipe in Zürich der andere in seinem kleinen Dorf weit weg in Afrika. Der Darsteller Urbain Guiguemdé großartig, mit einer Kraft und einer Präsenz die mich von Hocker haute.

Geschichte wiederholt sich

Ausser Schwimmen und großer Hitze war die letzten Tage nichts worüber ich schreiben könnte. Es passierte viel Menschliches, das dramatisch und traurig zugleich war, mich aber nicht direkt betraf sondern meinen sehr nahen Freundeskreis und demnach auch nicht ins Blog gehört. Alles was ich dazu sagen kann, dass sich menschliche Geschichten wiederholen und diese hier eine erschreckende Ähnlichkeit hat, mit der von meiner Tante Gritty.

Es wird meiner Voraussicht nach böse enden, auch wenn ich das niemandem wünsche.

Ansonsten war ich gestern auf der Eröffnung des Monodrama Festivals und sah ein erstaunlich schlechtes Stück mit einer sehr guten Darstellerin, die die ganze Performance erträglich machte, aber der Text an sich flach wie eine Flunder und ich fragte mich später warum ausgerechnet dieser Text vor Jahren Preise gewonnen hat. Es war eine einzige Aneinanderreihung von Plattitüden. Nun ja…

Der Samstag wird mehr zu bieten haben fürs Blog. Versprochen.

Plancha & Niedlichkeit

Am Morgen blieb ich häuslich. Ich hatte mehr als genug zu tun.

Was ich euch noch nicht gezeigt habe, was aber schon zwei Tagen hier steht ist der neue Tischgrill, wobei Grill das falsche Wort ist. Der Kontaktgrill, den ich vor drei Jahren gekauft hatte, gab schon letztes Jahr im Sommer den Geist auf. Die Temperatur war nicht mehr regelbar. Er wurde nur noch glühend heiß, was letztendlich die Grillplatten beschädigte. Und so wanderte er zum Elektroschrott.

Ich liebäugelte schon lange mit einer sogenannten Plancha. In Frankreich sind diese Grillplatten sehr beleibt. Es gab mal in St. Jean einen Laden der sich auf diese Art des Grillen spezialisiert hatte und nur solche Geräte anbot. Marktführer und Spitzenreiter in Frankreich ist die Marke Lagrange. Doch die waren mir alle zu groß und der Preis war auch nicht ohne. Und so überlegte ich hin und her, rechnete mir aus wie oft ich das Ding im Sommer im Gebrauch habe und entschied mich dann für eine günstigere Variante. Es wurde ein Moulinex:

Von der Konstruktion sehr simpel und einfach gestaltet, was mich hoffen lässt, dass er weniger anfällig ist, als das Monstrum davor.

Am Nachmittag, als ich hier schon ein wenig etwas vorschrieb, las ich mich in den Tage wie Glas Beiträgen fest, die ich schrieb, als die Pandemie begann. Das tat mir aber nur so mittelgut, denn ich hatte wieder das gleiche dumpfe hoffnungslose Gefühl in mir, wie damals als kein Mensch wusste, wo wir hinsteuern und wie das alles weitergehen wird.

Um das Gefühl loszuwerden, beschäftigte ich mich in der Küche und machte Eiscreme.

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Wenn alte Fotos zum Leben erweckt werden und längst verstorbene Personen dich plötzlich anschauen, lächeln oder manchmal ein Auge zudrücken. Faszinierend und verstörend zugleich.

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Ihr wollt stündlich ein neues Foto von Quokkas haben?

Und das wäre mein Beitrag dazu von Anfang 2020, als ich auf Rottnest Island war.

Neue App zur Erkundung der Stadt

Den Sonntag verbuchte ich unter Häuslichkeit und Faulheit. Musste auch mal sein. Der Montag war nicht viel anders.

Auf Amazon Prime entdeckte ich jedoch die zweite Staffel von Upload. Ich weiß nicht wie lange sie schon zu sehen ist, jedenfalls habe ich sie jetzt erst entdeckt. Die erste Staffel sah ich schon vor weit über einem Jahr und es war eine der seltenen Serien an der ich dran blieb weil sie sehr schräg und lustig ist. Es geht um eine Firma die ein Verfahren entwickelt hat, das kurz vor dem Tod eines Menschen das ganze Ich uploaden kann und man lebt ewig virtuell weiter. Ich fand die erste Staffel höchst spannend und amüsant da sie als Comdey angelegt ist. Manche der Charaktere sind echt schräge Vögel. Ich werde mehr berichten wenn ich ein paar Episoden durch habe.

Den Dienstag fing ich mit einer sehr herbeigewünschten Schwimmrunde in der Badanstalt an. Anschließend setzte ich mich kurz ins Vis-à-vis um durch die Tageszeitung zu blättern. Ich fand einen Beitrag über eine neue AR App der Stadt Luxemburg und probierte sie aus. VdL-AR die es Android und Apple gibt, zeigt verschiedene Ecken der Stadt, wie sie früher aussahen im Vergleich zu heute. Man kann beide Bilder überlappen lassen und das sieht dann in etwa so aus:

Es ruckelt und wackelt, und es ist noch nicht 100 pro, aber man sieht wie das einmal werden soll.

Zwischendurch besuchte ich kurz eine Filmcrew die zur Zeit im Pfaffental dreht. Großes Hallo von allen Seiten. Ich werde sie die Tage noch einmal besuchen.

Für den Abend hatte sich die A. , die den ganzen Tag im Bürostuhl zugebracht hatte, was sie sehr hasst, ein Abendessen in der Skybar gewünscht. „Joëhëëël, gehst Du mihiiit?“ Ja natürlich gehe ich mit. Mein offizieller Name ist ja Joël von Gourmet & Verfressen.

Es wurde nicht sehr spät, denn die zwei Gläser Rosé während dem Essen lösten eine gewisse Bettschwere aus und ich lag früh in der Horizontalen.

Schwimmen & Nuit de la Culture in Lallange

Nach der Schwimmrunde am Morgen in der Badanstalt (ich zähle die Runden nie, das macht mich wahnsinnig, ich schaue auf die Uhr, es waren 30 min toujours durch) gab es einen Kaffee im Vis-à-vis auf der Terrasse in gleißender Sonne:

Ich brutzelte vor mich mich hin bis es mir dann doch zu heiß wurde.

Im Renert konnte man im Schatten sitzen und ich traf ein paar Bekannte und es wurde ein lustige Runde.

Am späten Nachmittag fuhr ich nach Esch ins Viertel Lallange in dem die nächste Nuit des Cultures stattfinden sollte. Ich hatte Glück und fand in einer Nebenstraße gleich einen Parkplatz.

Der Großteil des Geländes gleich neben dem Gymnasium ist aber eine gewaltige Baustelle.

Schön war das hier:

Ansonsten war das ganze diesmal sehr enttäuschend. Weniger von dem was geboten wurde, denn die Geschmäcker sind verschieden, sondern mehr von der Art und Weise wie es kommuniziert wurde. Insgesamt bringt die PR Anteilung es nicht fertig sich an die einfachsten Grundregeln zu halten. Es gibt die berühmten drei, bzw. vier W‘s. Wer, Was, Wann, Wo. Auf ihrer Internetseite steht Wer und Was. Das Wann und Wo der einzelnen Performances fehlte. Somit waren manche enttäuscht dass sie verschiedenes verpasst hatten, oder fanden den Ort nicht weil keiner von dem unzähligen Helfern (von denen mehr rumwuseln als Publikum) ihnen nicht genau sagen konnte wo es ist und schickten sie von einem Infostand zum nächsten.

Dem Fass den Boden aus schlug aber ein Wisch, den ich in die Hand gedrückt bekam mit der Info, dass es das KOMPLETTE Programm sei für die kommenden Tage. Ein schön desingtes Stück festes Papier mit einem einzigen von/bis Datum und einer Aufzählung von Namen. Das Was und Wo fehlte. Neben mir stand ein älteres Ehepaar die sich dem Flyer ratlos ansahen, weil sie keinen einzigen Namen kannten und ihn wahrscheinlich in die nächste Mülltonne warfen. Über den ökologischen Aspekt schriebe ich jetzt mal nichts, sonst wird das alles zu lang hier.

Esch2022, so kann das nicht weitergehen! Ihr habt noch ein halbes Jahr um das besser zu machen. Wann, Wer, Was und Wo! So schwierig kann das doch dich nicht sein. Wenn ich mir alle Infos immer in einem Suchspiel zusammenklauben muss, habe ich schon keine Lust mehr mir überhaupt etwas anzusehen. Und opfert keines der W‘s aufgrund einer graphisch hübsch aufgemachten Seite, Flyer oder was auch immer. Ich will keine durchgestylte Seite von GraphikerInnen sehen und von der eigentlichen Info fehlt immer die Hälfte, denn das scheint mir hier das größte Problem zu sein.

Beim Friseur

So sah das noch früh am Morgen aus:

Mit ein bisschen gutem Willen sieht man morgens, kurz nach 8:00, doch einigermaßen tageslichttauglich aus. Ich absolvierte die Vorstellung. Da alle noch ein wenig zerknittert und müde waren, gab es volle Musikdröhnung von Third World – Now That We Found Love. Und das zeigte Wirkung. (Letzter Link ist übrigens meine allererste Instastory)

Ich fuhr noch während der Vorstellung zurück, weil ich ENDLICH einen Termin beim Friseur hatte. Vier Wochen ohne Haareschneiden halte ich dann nur schwer aus, aber es ging aus terminlichen Gründen nicht anders. Und sah das im Vergleich zum Foto oben so aus:

Als ich dem Friseur J-P. eröffnete, dass ich das alles wieder ratzekurz will, sah ich die Enttäuschung in seinem Gesicht. „Du hast jetzt so lange durchgehalten. Warum willst du das gerade jetzt wieder kurz haben? Wo sie schön fallen und die Form dir auch richtig gut steht?“ Ich gab nach und ließ Vorderpartie lang.

Ich nahm den Mittagstisch im Renert mit. Scampis in einer Pernod Sauce mit Reis und Salat. Sehr sehr gut.

Ich schlenderte heimwärts und gönnte mir ein Nickerchen.

Wieder in Esch kam dann die zweite Vorstellung für dem Tag. (Ich finde das schon ein ziemliches Unding ein Theaterstück von diesem Ausmaß zweimal am Tag zu spielen… nun ja)

Eine Kollegin wiedergesehen, mit der ich mindestens fünf, wenn nicht mehr Jahre,nicht gearbeitet habe. Wir tauschten Erinnerungen aus. Erlebtes, trauriges wie lustiges. Und mir wurde wieder einmal bewusst, wie viel ich schon… Manchmal tut es gut zurückzuschauen und manchmal ist es auch… Ach lassen wir das.

Da es die letzte Vorstellung war, gab es noch einen Umtrunk und kurz vor Mitternacht fuhr ich heim.

In Esch

Ein angenehmer Tag den ich eigentlich mit einer Schwimmrunde beginnen wollte, doch das war nicht machbar, weil ich alles vorbereiten musste, wegen dem Panikanruf von gestern. Was tut man nicht alles für die lieben Kollegen… Aber andersrum bin auch ich heilfroh, wenn ich Panik an Bord habe und die Kollegen sind zur Stelle.

Zum Glück erinnerte ich mich an ein paar Dinge und nach ein paar Anrufen war alles geklärt und geregelt.

Am Nachmittag packte ich alles in dem Wagen und fuhr nach Esch-sur-Alzette. Doch als ich kurz nach 15:00 auf die Autobahn fuhr war dort schon Hochbetrieb. Ich brauchte fast 45 Minuten für eine Strecke bei ich sonst knappe 20 brauche. Ich hatte in weiser Voraussicht mehr als genug Zeit eingeplant und ich kam sehr früh an.

Es lief alles wie gewohnt am Schnürchen. Jeder hielt sich an die Zeitangaben. Während der Vorstellung setzte ich mich in der rue de l‘Alzette ins Casablanca aud die Terrasse und schrieb schon mal einen Teil vor.

Esch ist ja dieses Jahr, mit all den umliegenden Gemeinden, Kulturhauptstadt. Man merkt schon, dass hier mehr passiert als sonst. Aber ob es reicht die Stadt nachhaltig aus ihrem kulturellen Tiefschlaf zu reißen, werden wir Ende des Jahres sehen und nächstes Jahr. Ich bitte übrigens um Nachsicht hinsichtlich solcher Aussagen. Ich finde es ja höchst begrüßenswert dass auch hier endlich mal was geboten wird und nicht nur in der Hauptstadt. Ich bin halt nur skeptisch was die Nachhaltigkeit angeht und dass sich nichts verfestigen wird. Aber, keiner wird glücklicher sein als ich, wenn mich mein Gefühl täuschen sollte.

Nach der Vorstellung fuhr ich fix heim, denn am Freitag muss ich schon wieder spätestens um 8:00 Uhr hier sein.

Schwimmen & Scam

Ich kann mich nicht erinnern wann ich das letzte mal in der Stadt im Schwimmbad war. Das müsste theoretisch an einem Wochenende in meinem Viertel gewesen sein. Ich müsste hier nachblättern. Aber seit das mit den Slots aufgehoben ist, ist wieder für mich mit meinem unregelmäßigen Lebensstil einfacher geworden, wieder schwimmen zu gehen. Da ich letzte Woche in St.Jean nicht konnte, weil es einfach zu kalt zum Schwimmen war, hole ich das jetzt nach.

Früher hatte ich ein Abo im Hotel Royal, was für mich ideal war, weil dort immer, auch an den heiligsten Feiertagen geöffnet war. Mit Covid wurde das zunichte gemacht und als das Hotel wieder öffnen konnte, wurde den Hotelgästen verständlicherweise den Vortritt gelassen.

Und so ging ich heute zum ersten mal seit sehr langer Zeit in die Badanstalt in der rue des Bains. Ich absolvierte meine 30 Minuten nonstop und fühlte mich wie neugeboren.

Es war ein sehr sommerlicher Tag.

Nach einem kurzen Besuch im Buchladen meines Vertrauens trat ich den Heimweg an.

Dann bekam ich eine Panik Sms von einem Projekt das ich vor fast anderthalb Jahren schon einmal betreut hatte. „Joel, bist du wieder im Lande? Wir brauchen dich ganz dringend!“ Also schmiss ich die Pläne für die nächsten beiden Tage um.

Am Abend ein tolles Video von Mark Rober, der sich mit den großen indischen Scam Callcentern angelegt hat.

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Aaaah! Sie gab es hier auch!

Und zur Zeit habe ich eine Seife in der Dusche liegen, die genau so intensiv zitronig riecht, wie die Seifen früher.

Renert & Octave

Am Morgen wütete ich in der Wohnung und nahm alles in Angriff was liegengeblieben war. Da meine Putzhilfe immer noch krankgemeldet ist unf voraussichtlich erst Ende Mai, wahrscheinlich erst Anfang Juni zurückkehrt, muss ich halt ran. Das Gute daran dass sie eingestellt ist, ich bekomme ihren Ausfall von der Krankenkasse zurückerstattet und investierte den Betrag in ein Hemdabo der Wäscherei. Wäsche waschen geht ja noch, das mache ich auch sonst selbst, aber bügeln geht gar nicht! Im März 2020 als alles geschlossen war, zog ich nur Dinge an, die gar nicht gebügelt werden müssen. Ich schweife ab…

Gegen 14:00 war ich soweit fertig mit allem und wollte die Hemden aus dem Urlaub zur Wäscherei bringen, doch die hatte aus unerfindlichen Gründen am Nachmittag geschlossen. Also zog ich mit dem Wäschebeutel wieder heim, stellte ihn ab und ging in die Stadt.

Anmerkung an mich: heute war der erste Tag an dem ich dieses Jahr zum ersten Mal Shorts anhatte.

Ich setzte mich im Renert auf die Terrasse und fing an die letzten drei New Yorker zu lesen (die übrigens auch immer unregelmäßiger im Briefkasten landen) Unter anderem las ich verschiedene Kritiken über Theaterstücke die ich gerne sehen würde, wahrscheinlich aber nie werde, wie zum Beispiel Cyrano mit James McAvoy.

Ich war lange vertieft in die Magazine und verspürte irgendwann Hunger. Es gab im Renert die üblichen Kleinigkeiten. Doch man sagte mir, vom Mittagsmenü wäre auch noch eine Portion übrig. Die nahm ich dann auch.

Auf dem Heimweg ging ich an der gelle Fra vorbei wo dieses Jahr der Oktav Märtchen zu finden ist.

Der Märtchen war nie so richtig mein Glück. Er ist anders geworden. Es gibt inzwischen auch Karussells, was es sonst nie gab, den es sollte ja Kirmes sein. Den Markt gibt es ja nur wegen Der Marienwallfahrt und der Klerus hätte der Stadt sonst was gehustet. Inzwischen hat der Klerus andere Sorgen, denn es besucht fast kaum noch jemand die Wallfahrt selbst.

In der Woche in der ich nicht hier war, ist die Natur im Pertustal regelrecht explodiert. Das Foto gibt das saftige grün nur bedingt wieder.

Den Abend verbrachte ich mit ein paar Telefonaten und ging aber recht früh zu Bet

Europatag mit Hochsommer

Ich hatte mich schon gefragt warum letztes Jahr der Europatag so spurlos an mir vorbei gegangen war. Weil er an einem Sonntag war. Und immer wenn Feiertage die Luxemburg sind, die in den Nachbarländern nicht gefeiert werden, nehmen das sehr viele zu Anlass größere Shoppingtouren im Ausland zu unternehmen. Ich versuche das weitgehend nicht zu tun, aber ich machte diesmal eine Ausnahme.

Der J. der auch immer eifrig mitliest, hatte mich darum gebeten, ob wir nicht nach Trier fahren könnten. Er wäre weit über 10 Jahre nicht mehr dort gewesen. „Nichts leichter als das, antwortete Pigeldi Joël. Komm mit!“

Mir schwante Ungutes als wir hinfuhren, weil Trier mit absoluter Sicherheit in fester luxemburgischer Hand sein würde, und das in Sachen Parkplatz eine Herausforderung wird. Und obwohl ich gleich zu Anfang einen Dämpfer verpasst bekam (das Parkhaus meines Vertrauens vom Plaza Carré Hotel, das ein wenig teurer ist, dafür aber dafür immer freie Plätze hat, war wegen Renovierungsarbeiten geschlossen!) hatten wir Glück und bekamen einen Platz in dem der Trier Galerie.

Und es war wie erwartet. Man hörte ÜBERALL Lëtzeburgesch. Wir begegneten auch einer ganzen Reihe von Bekannten. Ich nahm es zum Anlass ein paar Dinge für den Haushalt zu besorgen.

Es war richtig heiß in Trier und ich war zu warm angezogen. Ich fand noch ein schönes Blumenhemd bei Seidensticker, das ich in meiner Größe bestellte. Das wird im Juli zum Einsatz kommen.

Am späten Nachmittag fuhren wir zurück.

Am Abend traf ich noch die A. auf einen Absacker auf ihrem Balkon. Es war eine richtige lauschige Sommernacht. Doch wir machten beizeiten Schluss.

***

Die D. schickte mir gestern ein wunderschönes Foto von sich und dem M. bei Sonnenuntergang in St.Jean:

Ein Sonntag in der Alten Heimat

Ich hatte das schon zusammen mit dem B. gepalnt als ich noch in St. Jean war. Ich bestellte einen Tisch im Steak House. Es ist eines der gebeutelten Restaurants, das letztes Jahr die Überschwemmungen durchmachen musste. Inzischen ist es wieder geöffnet. Das Hotel das sich auch immer dort befand gibt es aber nicht mehr.

Manche Geschäfte haben sehr lange gebraucht um wieder zu öffnen. Andere haben das Handtuch geworfen und werden nie wieder öffnen.
Aber langsam ght es wieder bergauf.

Der B. und ich saßen lange im Steak House auf der Terrasse und wir erst wieder gegen 18:00 Uhr zurück

Unterhaltung am Abend: Der dritte Teil der Andy Warhol Doku auf Netflix. Sehr interessant, aber wie so oft bei Netflix fürchterlich in die Länge gezogen.

St.Jean-de-Luz: Letzter Tag

Der Tag der Rückreise ist immer etwas seltsam. Ganz besonders dieses mal, weil das Wetter nicht wirklich mitgespielt hat. Doch heute am Abreisetag war es so als ob St.Jean mir sagen wollte: „So, Joël, ich gebe heute nochmal alles was mir zur Verfügung steht, damit du mich gut in Erinnerung behältst und wiederkommst, gell?

Gateau Basque Geschmack und Honig von Ixasu
Biarritz
Luxemburg

St.Jean-de-Luz: Ruhiger Tag

Am Morgen ging es gleich los zum Markt, da ich bei Madam‘ gascar wegen Vanille vorbeisehen wollte. Ich habe in den letzten Jahren nur bei ihr die Vanille gekauft für meine Eisproduktion. Diesmal traute ich mich auch einmal eine andere Sorte zu probieren. Für gewöhnlich kaufe ich die von Madagascar. Diesmal nahm ich auch ein Päckchen von Tahiti mit, die schon vom Geruch her völlig anders riecht. Man kann auch bei ihr per Internet bestellen.

Später setzte ich mich in die Bar de la Marine und las Zeitung.

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, dass ich es heute einmal wagen würde in die Fluten zu springen doch der kalte Wind machte das zunichte.

Am Abend waren wir bei dem S. und seiner Freundin L. eingeladen. Es gab hausgemachte Pizza und ich überfrass mich hoffnungslos.

Das war nur die Hälfte der Fladen. Es gab nochmal die gleiche Fuhre anders belegt. Ich war so pappsatt, dass ich gegen Mitternacht vom Nachbardorf Ciboure heimwärts schlich.

Das Bett ächzte als ich hineinfiel.

St.Jean-de-Luz: Ruhiger Tag

Am Morgen ging es gleich los zum Markt, da ich bei Madam‘ gascar wegen Vanille vorbeisehen wollte. Ich habe in den letzten Jahren nur bei ihr die Vanille gekauft für meine Eisproduktion. Diesmal traute ich mich auch einmal eine andere Sorte zu probieren. Für gewöhnlich kaufe ich die von Madagascar. Diesmal nahm ich auch ein Päckchen von Tahiti mit, die schon vom Geruch her völlig anders riecht. Man kann auch bei ihr per Internet bestellen.

Später setzte ich mich in die Bar de la Marine und las Zeitung.

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, dass ich es heute einmal wagen würde in die Fluten zu springen doch der kalte Wind machte das zunichte.

Am Abend waren wir bei dem S. und seiner Freundin L. eingeladen. Es gab hausgemachte Pizza und ich überfrass mich hoffnungslos.

Das war nur die Hälfte der Fladen. Es gab nochmal die gleiche Fuhre anders belegt. Ich war so pappsatt, dass ich gegen Mitternacht vom Nachbardorf Ciboure heimwärts schlich.

Das Bett ächzte als ich hineinfiel.

St.Jean-de-Luz: Donostia

Ich habe dieses Mal absichtlich den zweiten Namen der Stadt in der Überschrift gewählt und nicht wie gewohnt, San Sebastian.

Als wir beizeiten in St.Jean am Morgen losfuhren, regnete es. Ich war schon lange nicht mehr selbst hingefahren. Die letzten paar Male hatten wir den Zug und anschließend die Trambahn genommen. Das geht genauso schnell, wenn nicht besser und das Parkplatzproblem entfällt. Das brachte aber auch mit sich, dass wir uns verfuhren und das Navi zu Hilfe holen mussten. San Se, wie die Franzosen es nennen, ist dann doch eine sehr viel größere Stadt als man denken mag.

In der Stadt selbst war es auch recht kühl. Doch es hinderte uns nicht daran unsere fast gewohnten Ecken aufzusuchen. Ich erstand ein paar neue sehr knallfarbene Schuhe.

Wir besuchten das San Telmo Museum in dem zur Zeit die Sonderausstellung von Eduardo Chillida im Dialog mit Jorge Oteiza läuft. Beide sind weltbekannte Kunstschaffende, Chillida weitaus mehr als Oteiza, von dem ich davor nichts kannte. Und diesmal war es völlig verboten irgendein Foto zu machen, somit kann ich nur auf die Homepage verweisen.

Es gab wie gewohnt im La Vina ein Stück Käsekuchen, den man unbedingt einmal gekostet haben muss. All die anderen Speisen kann man dort getrost weglassen. Dafür gibt es bessere Lokale.

In der Stadt hat man inzwischen die Vorzüge des Wildwuchses in Parks entdeckt und lässt bei den alten Pinien untenrum das Gestrüpp stehen. In den Breitengraden hier im Süden ergibt das eine wahre Blumenpracht, obwohl ich denke dass man da auch mit Flowerbomben ein wenig nachgeholfen hat. Schön sieht es allemal aus.

Am Stand gab es ein Künstler der sehr vergängliche Kunst zeigte.

Wieder zurück, ging es in Essentiel, das nebst dem Bidaian, eines meiner liebsten Restaurants von St.Jean ist. Das Kalbsbries als Vorspeise war hervorragend, der Steinbutt als Hauptgang ebenso und der Nachtisch ein kleines Kunstwerk:

***

Gesten lief daheim dann dann endlich mein erster Nachrichtenbeitrag. Zu finden hier ab 23:20.

St: Jean-de-Luz: Exte Nami

Ein Tag an dem die Sonne kaum hervor kam. Der Luftdruck war tief und das ergab Kopfschmerzen. Nun ja, das Phänomen „Under the Weather“ habe ich auch in Luxemburg.
Nach einer kleinen Wanderung durch die Stadt und dem Besuch der kleinen Ledergürtelladen, LaBelt. Es ist ein kleiner Familienbetrieb und es ist nicht ihr erster Laden. Ich erstand einen neuen Gürtel, der einen zehn Jahre lang getragenen ersetzten wird nicht ersetzen aber ergänzen wird. Stattdessen muss einen anderer schwarzer Gürtel gehen, den halbwegs aus Kunststoff bestand, mit einer Jeans zusammen kam und keine zwei Jahre hielt.

Im Buchladen Le 5ième Art wurde ich wie gewohnt fündig. Ich habe schon mehrfach in all meinen Besuchen hier über den Laden berichtet. Er ist wirklich nicht groß aber derart gut sortiert und aufgestellt, dass ich nie dort fortkomme ohne etwas gekauft zu haben.

Das Buch hier zog mich vor allem wegen seiner Bilderwucht an und es ist wieder einer dieser fetten Bücher, dass ich hoffentlich nicht bereue, wenn im Flughafen stehe und Koffer zu schwer ist.

Am Nachmittag war der Kopfschmerz immer noch nicht besser und ich verzog für ein längeres Nickerchen aufs Bett. Es genau die richtige Entscheidung, denn als ich erwachte fühlte ich mich wie neugeboren.

Für den Abend hatten wir einen Tisch im Exte Nami bestellt. Exte ist baskisch und bedeutet Haus. Nami kommt aus dem Japanischen und bedeutet Welle. Das Haus der Wellen. Gegründet wurde es schon 2017 und ich war auch schon einmal im Restaurant selbst, aber gegessen habe ich nie dort. Das holten wir nun gestern nach.
Ich lernte auch die Besitzerin kennen, die in Paris drei Restaurants auf einmal hatte, dort alles verkaufte und ans Meer zog. Mehr über sie Léna könnt ihr hier lesen.

Zudem gab ein Wiedersehen mit dem A., der seine kleinen Fischladen in Cambo aufgegeben hat und wieder in St. Jean ist.

Ich habe nicht alles abgelichtet aber die Speisen sind sensationell und völlig anders als das was man sonst in St. Jean bekommt. Das kleine Restaurant war übrigens rappelvoll. Einfach auf gut Glück hingehen kann sich als schwierig erweisen.

Als Absacker gab es Sake, der so gut war, dass versucht war eine Flasche davon zu kaufen, was ich aber nicht tat.

St.Jean-de-Luz: Markt & Bayonne

Noch ein Foto vom Tag davor. „Du hast eine schneeweiße Strähne in der Strin, das sieht sehr lustig aus“, sagte die D. Das sah so aus:

Die Zeit vergeht hier immer wie im Flug. Es ist schon Dienstag! Und das bedeutet Markt in St.Jean.

Wir machten allerlei Einkäufe für den Abend auch weil wir in der Wohnung essen wollten und nicht schon wieder im Restaurant.

Ich fand einen neuen kleinen Laden in der rue Gambetta, der Ledergürtel nach Maß macht und beschloss mir die nächsten Tage dort einen neuen machen zu lassen, weil die letzten die ich erworben hatte nicht mehr gut aussehen und noch aus der Zeit stammen, als ich die Fastenkuren am Bodensee machte. Also vor fast 10 Jahren.

Am Nachmittag fuhr ich allein nach Bayonne.

Das kleine Schokoladenkaffee Pascal hatte auch diesmal wieder geschlossen und ich konnte mich erinnern dass wir das letzte mal im Winter in einem kleinen Hotel, mitten im Zentrum ist, eine noch bessere heißbekamen. Also ging ich auch dorthin. Diesmal setze ich mich jedoch in den kleinen Patio.

Ich hatte bereits in einem Buchladen dieses weltbekannte Orwell Buch gefunden:

Ich fand in einem kleinen Bücherladen einen großen Klassiker in Comicform und fing an zu lesen. Ich denke nicht dass ich 1984 von Orwell vorstellen muss. Das letzte mal dass ich mit der Geschichte in Berührung kam war als ich mir den Film ansah. Er lief auf Arte oder 3sat. Ich hatte ihn beim seinem Erscheinen sogar im Kino gesehen. Übrigens einer der letzten Filme in der Richard Burton zu sehen ist.

Zurück in St.Jean ließen wir es sehr ruhig angehen. Es gab das mitgebrachte Abendessen vom Markt bestehend auch gefüllten Auberginen mit Schafshack und Reis.

Ich ging früh zu Bett.

St.Jean-de-Luz: Kunsthandwerk & Xistera

Ein Foto noch von Tag davor als ich das Meer ablichtete.

Ich verbrachte den Morgen mit Umbuchungen die sich alle als holperig erweisen sollten. Auch die D. hatte mit einer Lieferung zu kämpfen, die nicht ankam und fluchte. Je, ein Montagmorgen wie er im Buche steht.

Um wieder runterzukommen fuhren wir nach Biarritz und wanderten am Meer entlang.

Wir sahen uns eine Ausstellung in der Krypta der Kirche St.Eugenie an, in der keine kirchliche Objekte gezeigt werden, sondern richtige Kunstausstellungen stattfinden. Diesmal waren es die immer seltener geworden Kunsthandwerke.

An den Spazierstöcken sind Verzierungen angebracht und diese Kunst nennt man Makila, die ich gar nicht kannte. Das Metall das verwendet wird kann mitunter auch Gold sein und auch Edelsteine als Verzierung haben.

Wir gingen anschließend durch ein paar Straßen der Stadt die ich noch nicht kannte und fanden folgenden Laden bei den wirklicher jeder stehen blieb.

Abgeleitet von von den den Wörtern die im französischen mit -erie enden, (z.b. Patisserie) gibt es hier eine Nounourserie, ein Teddyladen. Ausnahmslos jeder verfiel in ein ‚Ooh‘ und ‚Aah wie süüüß‘ und man sah kleine Kinder mit leuchtenden Augen und der Ohnmacht nahe. Sogar ich war kurz davor ein Plüschhasen zu kaufen.

Wieder in St. Jean, ging es am Abend ins Xistera und das gleich zwei mal. Das Xistera ist das Korbgerät das man wie eine Art Handschuh trägt und mit dem Pelotte Basque gespielt wird:

Es gibt hier fast in jeder Stadt eine Bar oder Brasserie die diesen Namen trägt. In St. Jean gibt es sogar zwei Restaurants nebeneinander. Und so kam es dass wir gestern in drei Xisteras waren einmal in Biarritz und in St.Jean zum Apéro in dem einen bis in dem anderen unser Tisch fürs Abendessen frei wurde.

St.Jean-de-Luz: Ixasu & Ascain

Mein Lieblingsort in Frankreich hat mich wieder.

Zum Schwimmen ist es dann definitiv doch zu kalt.

Da wir für die kurze Woche in der ich hier bin, ein Auto gemietet haben, ging es am Morgen nach Icasu ein kleines Dorf ungefähr 30 Minuten von St.Jean entfernt. Die D. hatte baskische Hocker im Netz entdeckt von der Marke Alki. (Ja, ich weiß… Alki!) Und da sie über das Wochenende vom 1.Mai einen Lagerverkauf ab Werk hatten mit einem Rabatt von satten 30%, war es den Besuch wert. Und wir wurden sofort fündig. Zeigen werde ich sie hier nicht, aber ihr dürft euch gerne auf ihrer Seite umsehen. Sie haben wirklich sehr schöne und vor allem sehr hochwertige Möbel. Das fühlt man auch beim Anfassen.

Nachdem wir in der Pile d‘Assiettes ein kleines Mittagessen hatten, ging für den Kaffee hinüber zur Bar de la Marine.

Auf den Rückweg fand ich endlich den richtigen Winkel um dieses sehr schmale Haus am Meer abzulichten UND es gab das erste Bargeton Eis.

Mokka Sorbet

Ein wenig später ging es nach Ascain zu einem Konzert in die Kirche. Ascain liegt östlich von St. Jean und ist ein sehr malerisches Dörfchen. Eine gute Bekannte der D. trat dort mit ihrem Chor in der Kirche auf.

Es waren ein paar wenige liturgische Gesänge dabei. der Großteil war jedoch neu geschriebene Lieder für diesen Chor zum Großteil sogar auf Baskisch. Da es Laienchor war, waren auch die beiden ersten Lieder ganz leicht dissonant, aber als sie sich dann richtig warm gesungen hatten, wurde es sehr schön.

In Ascain gibt es auch ein paar sehr schöne Häuser wie dieses hier.

Wieder in St. Jean läutete die Uhr zum Apéro. Die D. hatte Lust sich im Grand Hotel auf eine der schönsten Terassen der Stadt zu setzten, weil direkt am Meer.

Wir blieben bis die Sonne fast entgültig hinter den Wolken verschwunden war.

Abendessen gab es in einer neuen Entdeckung der D. „Les Sables de Luz“. Innen wunderschön eingerichtet mit Alki Möbeln,

Und nach so viel Fresserei und Trinkerei ging ich noch eine Runde am Meer entlang und war dann mehr als reif für die Horizontale.

Eine Achterbahnfahrt

Dass ich für Donnerstag nichts geschrieben habe, kam daher, dass ich Freitag sehr früh rausmusste um rechtzeitig beim Sender zu sein und keine Zeit blieb, lange zu schreiben. Der Donnerstag hatte auch wenig Verblogbares zu bieten und das schlechte Gewissen blieb aus.

Am Freitag dann, wurde in das ‚Geheimnis‘ eingeführt einen Beitrag zusammenzuschneiden. Das ist letztendlich gar nicht so schwer doch man muss umdenken. Sequenzen des Interviews und die Einblendungen raussuchen, Text schreiben und einlesen. Alles muss eingetaktet werden und es geht um Sekunden. Dabei gibt es ein paar Regeln ob der Größe des Textes. Im Schneideraum selbst wird der Editor nur das zusammenschneiden was ich ihm vorgebe. Doch ich hatte mich an alle Regeln gehalten und im Schneidraum waren wir binnen einer halben Stunde fertig.
Das war schon mal ein Erfolgsgefühl wie ich es schon lange nicht mehr hatte.

Gleich im Anschluss ging es wieder bergab. Ich hatte vor über einem Monat schon Ersatz gesucht für zwei Vorstellungen, weil ich nächste Woche anderes zu tun habe. Dieser Ersatz rief an und teilte mir mit, dass der Schnelltest den sie aufgrund eines Verdachtes hatte, positiv ausgefallen war.
Ich sah all meine Pläne schon den Abgrund hinunter fallen. Wo bekäme ich jetzt noch so schnell Ersatz her? Ich durchlebte, was man in französisch „un mauvais quart d’heure“ nennt. Doch ich wäre nicht ich, wenn ich nicht ein gewaltiges Netz hätte auf das ich zurückgreifen kann und ich hatte mal wieder Glück im Unglück.

Das bedeutete aber auch dass ich ein technisches Arbeitsblatt schreiben musste, was ich davor nicht getan hatte, denn der vorige Ersatz war eingearbeitet. Und so saß ich während der Mittagsstunde im Wëllem und schrieb das ganze Ding mit dem Smartphone, während ich zu Mittag aß. Gott sei dank hatte ich von alles Fotos gemacht.
Ein Stein fiel mir vom Herzen. Uff.

Am späten Abend dann, kurz bevor ich zu Bett ging fiel mir siedend heiß ein, dass ich da noch ein Event falsch eingetaktet hatte. Ich sollte mich langsam für solche Missgeschicke im Guinness Buch der Rekorde eintragen lassen. Ich setzte mich noch einmal an den Rechner und schaute wie ich das wieder hinbiegen kann. Es geht, aber es wird teuer werden. Mist. „Geschieht dir recht, dachte ich, wer nicht aufpasst muss zahlen!“

Ab morgen wird alles ganz anders. Versprochen.