Sonntag/Montag zwischen Zahnreinigung und Museum

Sehr ruhiger Sonntag mit Regen aber einem schönen Foto am Abend als die Sonne den Himmel brennen  ließ. In Echt kam das noch viel besser, als auf den Foto.

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Dafür ging es Montag gleich am Morgen los mit einem Zahnarzt Termin. Ich weiß nicht wie das in anderen Ländern geregelt ist,  aber wenn man in Luxemburg nicht jedes Jahr einmal zur Vorsorge geht, erstattet die Krankenkasse bei Eingriffen weniger.

Auf dem Weg zurück sah ich ein große schwarze Wolke über der Stadt. 10 Minuten später hatte ich die Meldung. Im der Tiefgarage Rousegärtchen, im dem ich noch vor zwei Jahren selbst einen Platz angemietet hatte, brannte ein Wagen.

Autobrand in der Tiefgarage

Da beim Zahnarzt nichts weiter zu beanstanden war, außer dass ich demnächst ein paar Termine festzurren muss für zwei Implantate, (wir erinnern uns an die Unvernunft meines Weisheitszahns, der mich auch zwei Backenzähne kostete) fuhr ich zur Bonomeria und gönnte mir ein Eisshake und Kaffee.

Am Nachmittag machte ich mich auf den Weg zur einer Ausstellung im Stadtmuseum, die ich mir schon länger vorgenommen hatte und weil sie jetzt gerade aktuell ist. Doch wie so oft im Leben denkt man nicht an den Wochentag, und am Montag hat das Stadtmuseum geschlossen.
Also setzte ich mich weiter in Bewegung und schaute mir eine Ausstellung im Cercle Cité von der Phototheque an. Anlass dafür ist ein neues Buch vom Fotojournalisten Jean Weyrich.

Fotos in der Ausstellung waren nicht erlaubt

Die meisten Fotos sind kurz vor und nach meiner Geburt gemacht worden und ich schwelgte bei vielen der Ablichtungen in Erinnerungen. Eine davon fand ich ganz besonders lustig. Es zeigt die teils verdutzen teils empörten Gesichter der städtischen Bewohner, als das erste Schnellrestaurant Wimpy in Luxemburg eröffnete.  Ich selbst ging in ersten Jahren als ich im Lycée Technique war auch öfters dorthin.

Ich wanderte noch ein wenig durch die Innenstadt wie ich es oft und gerne tue.

Als ich im Park ankam entdeckte ich die ersten Zeichen des Herbstes:

Die Blätter der Bäume verfärben sich schon leicht gelb. Aber ich WILL noch keinen Herbst!

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Obwohl ich manche Kanäle bei  YouTube abonniert habe, enthält mir das Abo bisweilen Videos vor, (auch wenn die Benachrichtigung eingeschaltet ist!) sonst hätte ich folgendes bei Erschienen  gepostet.
Ein Video von Simone Giertz von der  ich ein großer Fan bin. Simone baut für ihr Leben gern „Dinge“.  Ihr Lieblingsbeschäftigung war lange Roboter zu bauen die beim Essen helfen. Anfang August kam jetzt ein Video wo sie nach Neuseeland eingeladen wurde zur der Firma Weda Workshop,  die sämtliche Lord of the Rings Filme ausgestattet hat und noch viele mehr. Sie würden ihr ein Kostüm bauen.

Weko & Tracey Torn

 

Der Morgen fühlte sich ein wenig schaumgebremst an. Warum weiß ich auch nicht so recht.

Ich bloggte alles vom Vortag weg und googelte recht lange nach einem Wort aus dem luxemburgischen das die wenigsten noch kennen. Weko Brout.  Das Wort kam im oder nach dem zweiten Weltkrieg auf.  Es war immer noch die  Zeit des Darbens und Mehl war ein kostbares Gut. Insbesondere Weißmehl gab es nicht viel . Doch viele hatten auch keine Lust mehr auf das ewige Vollkorn und Brote die sich lange frisch hielten, sich aber wie Ziegelsteine anfühlten.  Man entwickelte eine Mehlmischung die man Weko nannte, die jedoch ein Graham Brot ist. Großmutter erzählte immer dass mein Großvater, der ja von Beruf Bäcker war, daran beteiligt gewesen sein soll.
Google gibt nichts gescheites her bei der Suche über Weko, aber vielleicht weiß ja jemand meiner geschätzten Leser etwas…

Ich erhielt einen Anruf der D. aus St.Jean.

Als ich mich dann auf den Weg zum Wochenmarkt machen wollte, fing es an heftigst zu regnen. Also strich den Markt. Raus musste ich trotzdem. Ich hatte den letzten Wasserfilter bereits entsorgt ohne nachzuschauen ob ich noch einen auf Vorrat hätte. Sehr klug, Joël!
In solchen Momenten bin ich dann doch sehr froh einen fahrbaren Untersatz zu haben.

Eine neues Buch angefangen von Tracey Torn. Ich habe schon recht oft über sie geschrieben und dass sie eine großartige Musikerin ist.  Anfangs des Jahres brachte sie ien neues Buch heraus über ihre Zeit als Tennager in den Suburbs .

Großartig ist dass ich mich teilweise darin wiedererkenne, und die Gedanken und Gefühle dort nicht anderes waren las hier. Ich werde ausführlicher berichten wenn ich es aus habe.

Am Nachmittag blieb es trocken und ich machte mich auf zu Auchan für ein paar Einkäufe. Ein großer Fehler an einem Samstag Nachmittag dorthin zu gehen. Es war proppenvoll und das Gequengel der Kinder hatte ein sehr hohen  Dezibel Level.
Ich sollte es inzwischen besser wissen. Nun ja.

Am Abend auf Arte eine Doku über das Lügen.

Mein Croque Monsieur Rezept & ein Abstecher nach Trier

Ich bin euch noch den Croque Monsieur vom Vortag schuldig.

Für mich ist das Comfort Food erster Klasse.
In der Regel nimmt man Weißbrot, eine Scheibe Emmentaler und eine Scheibe Schinken.
Doch mein Croque Monsuier ist immer eine gepimpte Version davon, die sehr unterschiedlich ausfallen kann. Grundsätzlich nehme ich kein Weißbrot, sondern das was ich an Vollkornbrot vorrätig habe. Hier war es Grahambrot, (das meine Großmutter auch immer Weko Brot nannte) mit Leerdammer Charactère und gekochtem Vorderschinken, dazwischen ein Stück eingelegte rote Paprika und eine der Innenseiten der Brotscheiben wurde mit Tomatenpesto bestrichen.  Von außen wird der Toast ebenfalls leicht eingebuttert. Eine andere Variation wäre innwändig ziwschen Käse und Schinken noch ein wenig Kräuter der Provence zu streuen und wer es schärfer mag ein paar Tropfen Tabasco.
Zum Toasten nehme ich ein extra dafür  kleinen Kontaktgrill, den ich schon in der kleinen Wohnung hatte und dort sehr oft zum Einsatz kam.

Eine Grillpfanne auf den Herd tut es auch.

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Am Morgen eine größere Besprechung wegen einem Herzensprojekt, der Mil A.S.B.L.
Näheres darüber berichte ich wenn es soweit ist.

Dann am Nachmittag, da das Wetter sich doch zu halten schien, ein schneller Abstecher nach Trier.

Ein Laden den ich dort grundsätzlich meide, weil ich dort nie rauskomme ohne etwas gekauft zu haben, ist der Laden von Edith Lücke
Im Gegensatz zu Luxemburg gibt es in Trier gibt noch mehr Läden in keine Kette sind. Edith Lücke ist einer davon. Ihr Laden kann sich echt sehen lassen und  steht einer Ludwig Beck Parfümabteilung in München in nichts nach.

Ich kaufte etwas neues…von Gurelain.
Ich bin mir nicht sicher ob ich den Duft wirklich mag… ich muss ihn ein paar Tage testen.

Am Abend dann schaute ich den Rest  der ersten Staffel der Krimis 4 Blocks die ich in der Nacht davor auf ZDF Neo angefangen hatte. Sehr gute Serie. Sehr spannend wenn auch sehr bloody und gewalttätig.

WMDEDGT im September ’19

Eines dieser zahllosen Bilder die das Smartphone aus unerfindlichen Gründen selbständig macht.

An jedem fünften des Monats will Frau Brüllen es wissen. Was machst du eigentlich den ganzen Tag?

Eigentlich schreibe ich ja jeden Tag was ich den ganzen Tag mache.  Zudem vergesse ich oft das Stichdatum diesen einen Tag ein wenig expliziter zu beschreiben, als die anderen Tage. Aber da es nun wieder mal soweit ist und der Tag bis auf eine Sache wenig hergibt…bitte.  Let’s go!

Ich stand spät auf weil ich vom Vortag und Völlerei der kleinen Feier, schlecht geschlafen hatte. Außer Kaffee ging am Morgen nichts. Sogar am Mittag, war für Essen noch kein Platz.
Ich bloggte erstmal alles von Vortag weg, inklusive Fotos hochladen und skalieren. Und dann war es auch schon 11:00 Uhr.
Meine Haushaltshilfe die F. kam.  Da ich die Tage davor nicht dazu gekommen war, ging ich los und kaufte ihr alle ihre Haushaltsmittelchen, von denen auf einen  Schlag vier Stück alle waren.
Ich überlegte was ich am Nachmittag machen könnte. Ich wollte etwas fürs Theater überprüfen, ob das mit der einen Perücke so klappen könnte wie ich mir das vorstelle. Ich schaute auf den Probenplan ob die Darstellerin heute probt, doch das tat sie nicht, also ließ ich es bleiben.
Ich müsste eigentlich auch nach Trier, doch Lust dazu hatte ich keine.
Ich schickte der K. , im Reisebüro meines Vertrauens eine SMS, ob sie am Nachmittag Zeit für mich hätte.  Leider nein, sie ist bis Anfang nächster Woche nicht da.
Also wurschtelte ich ein wenig im Haushalt herum. Ich zog einen Berg Wäsche aus dem Wäschekorb den ich seltsamerweise übersehen hatte.
Es kühlte am Nachmittag empfindlich ab. Ein kühler Wind kam auf und ich zog die kurzen Hosen aus und lange an. Ich glaube in Luxemburg ist es mit dem schönen Sommerwetter vorbei. Für den Rest Woche werden die Temperaturen nicht mehr über 20 Grad hinauskommen. Mist…

Zum Lesen hatte ich keine Lust also schmiss ich den Fernseher an und fand eine DVD im Schrank die ich immer noch nicht gesehen hatte, von den Ghibli Studios. When Marnie was there, ist die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Joan G. Robinson von 1967.  Ich bin ein großer Fan der Anime Filme der Ghibli Studios und war schon etwas traurig als bekannt wurde dass der große Hajo Miasaki in Rente gehen würde. Dies ist der erste Film von den Studios der nicht unter seiner Schirmherrschaft herauskommt.
Der Film berührte mich mehr als mir lieb war. Es ist die Geschichte eines sehr verschlossenen Waisenkindes, und allein schon dieser Umstand macht mir zu schaffen wegen meiner eigenen Situation…

Versteht mich nicht falsch, es geht mir nicht um Mitleid. Oft wenn ich versuche Freunden zu erklären, dass ich ein permanentes Gefühl der Einsamkeit empfinde, verstehen sie nicht, dass sie daran nichts ändern können.  Seitdem alle meine nahen Verwandten verstorben sind, habe ich Freunde, die fast so etwas wie Familie sind. Aber eben nur fast. Dieses eine große Loch wird bleiben und das kann nichts und niemand ausfüllen.  Das ist so, damit muss ich leben, und an Tagen an denen mir so ein Film um die Ohren fliegt, ist es mir bewusster als sonst.
Aber ist Okay!

Abendessen war ein hausgemachter Croque Monsieur, oder auch zwei.

Die kleine Feier

Doch zuerst eine kleine Spielerei:

Das Bild habe ich nicht im Nachhinein bearbeitet, sondern ist so entstanden.  Ich entdeckte vor ein paar Tagen eine Kaleidoskoplinse und hielt sie vor die das Samartphone. Das kam dabei heraus.

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Eigentlich war de Reise in die Cevennen so angedacht, dass die N. mitfahren sollte. Doch die N. brach sich ja am Anfang ihres Urlaub den Fuß… Und so planten wir noch in den Cevennen eine kleine Feier in der wir Speisen kochen und zubereiten, die wir im Urlaub gegessen hatten, und luden die N. ein, damit sie wenigstens ein bisschen Urlaubsfeeling hat.

Ich stellte mich also am Morgen in die Küche um ein Vanilleeis herzustellen.

Es gibt in den Cevennen ein verboten guter Nachtisch. Die „Coupe Cévénole“ besteht aus zwei oder drei Kugeln Vanilleeis, mit einer Kastaniencreme und Sahne. Danach schwört man sich dass man nie wieder etwas essen wird in seinem Leben, denn man spürt wir die Kalorien LKW-weise regelrecht den Schlund hinunterrutschen… nun ja.

Die A. machte ihre berühmt berüchtigten Zucchini mit Ras El Hanut und die V. hatte versucht die Vorspeise nachzukochen die wir im Hotel Balm hatten; eine salzige Creme brulée mit Steinpilzen und Parmesan.

Verabredungen

Ich wüsste zu gern wo die Schmerzen in der Schulter herkommen. Ich weiss nicht wo ich was falsch gehoben oder gedreht habe. Am Morgen jedenfalls war er noch sehr präsent. Ich bloggte mit viel ‚Aua‘.

Ich beschloss Zuhause zu bleiben. Doch gegen Mittag rief die K. an und fragte was ich den so treiben würde, sie sei jetzt aus Italien zurück und wollte mich sehen. Da ich eh Besorgungen machen musste fragte ich sie ob sie mitgeht in die Concorde. (Eine der beiden Shoppingmalls in die ich gehe, die andere ist Auchan. Alle anderen betrete ich nur unter Prügelstrafe)

Ich nutzte die Gelegenheit ihr die Skybar dort zu zeigen, die sie noch nicht kannte. Es gab viel zu erzählen. Wir aßen ein Häppchen und ich machte anschließend meine Einkäufe, weil ich für morgen einen Nachtisch machen muss für eine kleine Feier.

Am Abend war ich mit Mady verabredet.
Mady ist die erste online Frauenzeitschrift in Luxemburg und trägt den Namen ihrer Gründerin. Sie hat das Magazin mit einem Crowdfunding gestartet, den auch ich unterstützt habe. Das Magazin läuft jetzt seit einem Jahr. Der Name des Magazins wird aber ein wenig anders geschrieben, mit i statt y.  Madi.
Wir trafen uns im Renert, das seit dem Braderie Montag wieder geöffnet hat.

Dort auf der Place Guillaume herrschen zur Zeit die Baustellen und es ist wahrlich nichtabzusehen wann das endlich alles erledigt sein soll. So ist zum Beispiel diese elende Baupalissade vor der Tür des Renert noch immer nicht abgebaut, obwohl der neue Aufzug in die Tiefgarage fertiggestellt und operativ ist.

Auf dem Foto, ebenfalls zu sehen, das Rauthaus, das der Hingucker für Touristen ist. Es wurde schon VOR den Sommerferien mit einem Baugerüst eingekleidet, obwohl den ganzen Sommer über NICHTS passiert ist.
Und während ich dort saß und auf Mady wartete schickte die D. ein Bild aus St.Jean, sie wäre auch beim Apéro.  Allerdings mit einer Aussicht, bei der ich mit meiner Aussicht nicht mithalten  kann:

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Der ursprüngliche Plan mit Mady war eine Runde über die Schobermesse zu drehen. Da ich aber gestern schon dort war und  keine Lust auf Geschrei und Pommesgestank hatte, hatte ich vorsichtshalber das Auto mitgenommen und Schlug vor, nach Contern in die Conter Stuff zu fahren, die ich schon vor ein paar Wochen erwähnt hatte.  Es hatte mir das letzte Mal gut gefallen und es muss ja nicht immer die gehobene Küche zu Spitzenpreisen sein.

Es gab Cordon Bleu mit Champignonsauce, Bratkartoffeln und Salat.

Ach ja, wer dieses Logo vom Madi Magazin (Instalink) sieht:

… die richtige Mady stand tatsächlich Modell dafür.

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Am Abend dann waren die Schmerzen aus der Schulter wie weggeblasen. So strange….

Braderie, erster Arbeitstag & Schobermesse

Der Sonntag war lang, sehr lang. Die lange Fahrt von den Cevennen zurück nach Luxemburg ermüdete die A. und mich mehr als gedacht. Ich war Zuhause nur noch fähig den Koffer auszupacken, die Mitbringsel zu verstauen, ein paar Seiten zu lesen, und schon war ich eingeschlafen.

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Ich hatte mir aber für Montagmorgen den Wecker gestellt, denn ich wollte früh los. Es ist Braderie Montag , und wollte mich umsehen nach ein paar neuen leichten Laufschuhen, mit denen ich gegebenenfalls auch durchs Wasser waten kann, ohne dass sie gleich kaputt gehen. Ich brauche die für später im Jahr. Vielleicht schaffte ich ja noch fündig zu werden bevor ich ins Theater musste.
Die Braderie ist der große Sommerschlussverkauf, bei dem die ganze Oberstadt wie auch die das Bahnhofsviertel komplett für den Verkehr gesperrt sind und alle Läden dürfen einen Stand vor der Ladentür errichten.
Ich zog beizeiten los und fand…natürlich… nicht das was ich wollte. Ich hatte auch nicht so viel Zeit zum suchen, denn ich musste um halb elf im Theater sein.

Im Theater dann die erste Lesung eines Stückes bei den jetzt die Vorproben beginnen, denn aufgeführt wird es erst in Dezember. So viel kann ich verraten, es ist ein großartiger Cast an Darstellern.
Da die Lesung kürzer dauerte als geplant, ging ich noch mit ein paar von den Kollegen mit zur Schobermesse zur Friture Henriette.  Ja, die Friture mit der das Künstlerkollektiv vor vier Jahren eine Tournee durch das ganze Land machte
(Und beim Suchen des Links, fand ich heraus dass es Sonntag sieben Jahre sind, in denen ich in der Hauptstadt wohne)

Da es noch früh am Nachmittag war es nicht so voll und wir drehten eine Runde über das Gelände.  Die E. war auch gekommen und zeigte uns einen winzig kleinen Popcornladen auf dem Glacisfeld, der alle möglichen Geschmacksrichtungen in Popcorn verkauft.

Ich kaufte mir Caramel/Schoko.
FBLink: Popcornboxlux
Insta: Popcornboxlux

Ich ging zurück und machte mich an den Berg Wäsche von Reise. Dabei riss ich mir die Schulter. Anfangs fiel es mir nicht so sehr auf aber am Abend schmerzte es ganz gehörig. Und schon wieder ein Wehwehchen mehr. Mist.

Letzter Tag in den Cevennen

…Sonntag geht es zurück.

Ich erwachte ein wenig benebelt. Die A. genau so. Und sie beschrieb es sehr treffend:
„Ich erwachte mit dem Geschmack eines toten Hamsters im Mund.“
Ja, das bringt es so ziemlich auf den Punkt.
Nein, fragt mich nicht wie tote Hamster schmecken…

Kaffee. Alles vom Vortag wegbloggen. Duschen. Auf zum Samstagsmarkt in Génolhac.

Ich kaufte ein paar Kleinigkeiten für Zuhause. Tapenade, Schwarze Oliven mit Kräutern, kandierter Ingwer und ein bisschen Roséwein. Zudem fand ich endlich mal wieder Kastanienmehl, das ich in Luxemburg nur selten oder gar nicht bekomme.

Als wir wieder zuhause waren fing es an zu regnen mit Blitz und Donner.

Mein Blogplatz die letzten Tage.

Am Nachmittag Hausputz. Wenn wir könnten würden wir eine Firma dafür nehmen, doch in dieser dünn besiedelten Gegend gibt es nichts dergleichen. Doch da der Regen den ganzen Nachmittag anhielt, war es ok, denn viel anderes außer lesen, hätten wir nicht tun können.

Am Abend ging es nach Vilfort zum Hotel Balm.

Ich hatte es schon einmal ausführlich beschrieben.

Der Aufenthalt war diesmal etwas kürzer, aber schön war es doch.

Ab Montag wieder aus Luxemburg.

Ponyreiten, Apérobesuch & Wolkenbruch in den Cevennen

Ein Tag mit Ausflug. Es ging am späten Morgen hinaus zum Mas de la Barque.  Die V. und die A. hatten für die kleine N., die sich mit ihren sechs Jahren bei uns sichtlich etwas langweilt, eine Runde Ponyreiten organisiert.
Es liegt nur knappe 20 km von uns entfernt, aber mit den kurvenreichen Straßen dauert das immer ein Weile. Zudem liegt es in luftiger Höhe auf rund 1500 Meter. Ich merkte,  dass ich bei Anstrengungen schnell aus der Puste kam.  Die Luft war ein wenig dünner.

Die kleine N. war begeistert.

Wir machten Picknick auf einer kleinen Waldlichtung nachdem wir das Pony zurückgebracht hatten. Die Temperaturen stiegen langsam und es schob sich eine sehr dunkle Wolke vor die Sonne. Irgendwie roch alles nach Regen.
Als wir dann zurück zum Auto gingen, knirschte mein Knie kräftiger, das sich schon seit ein paar Tagen durch die Kraxelei zu den Wassenlöchern  bemerkbar macht. Nun ja.

Auf Rückfahrt machten wir halt an einem Aussichtspunkt.

Ach, das ist schon alles sehr schön hier.

Am Nachmittag dann machte die A. die V. und die kleine N, sich auf um noch einmal schwimmen zu gehen.  Ich ging nicht mit, da ich berufliche Mails zu beantworten hatte, und ich wollte mein Knie schonen.

Zur Apéro Zeit war das Paar noch einmal hier mit den Kind, die schon Anfang der Woche hier waren, mit der Zecke. Sie bedankten brachten zum Dankeschön eine Flasche Wein mit.
Wir saßen draußen und plötzlich ging ein gewaltiger Regenguss hernieder.  Un Apéro bien arrosé… aber im wortwörtlichen Sinne.

Es gab eine Quiche zum Abendessen

Eine Quiche in die man alles an Gemüse reinschnipselt was der Kühlschrank noch hergibt, denn es ist unser Vorletzter Tag, und morgen haben wir einen Tisch in einem Restaurant reserviert.

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Ein berührender Bericht in Tagesspiegel von Linus Giese, einem Transmann, und wie viel Hass er bis jetzt ertragen musste.

Das Hintergrundrauschen des Hasses.

Tiere, Landschaft und Wolken in den Cevennen

Eigentlich war ziemlich viel Regen voraus gesagt worden für die Woche, doch bis jetzt war nichts davon zu sehen.

Und morgens mit der Aussicht bloggen, hach, das hat schon was.

Heute mal ein paar Tiere:

Wer es nicht gleich erkannt hat, es ist ein Hase.

 

Eine Grille

 

Eine Eidechse, die ich so schön noch nie vor die Linse bekommen habe.

 

Ein paar wunderschöne fette Kühe, ihr wisst schon, die mit den Kajal umrandeten Augen.

 

Eine Landschaft mit Fluß:

 

Ein paar dramatische Wolken:

 

Am Abend dann das alljährliche Überfressen in der Truite Enchantée im Pont-de-Monvert.

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Im Techniktagebuch schreibt die Kaltmamsell über die Verkehrsmittel von Luxemburg.

Luxemburg lebt schon jetzt die mögliche Zukunft der Mobilität

 

Schwimmen in den Cevennen & tolle Nachricht aus St.Jean

Ich fühlte mich nicht sehr fit am Morgen. Ich ließ die A. und die V. mit der kleinen N. eine Runde mit den Hunden drehen und ging nicht mit. Ja, es sind zwei Hunde zugegen. Pablo und Nicky.  Nicky, die Hündin ist ebenfalls ein Terrier aber etwas kleiner als Pablo und schneeweiß. Da sie sehr kurze Beine hat, hat sich schon den Spitznamen Weißwurst bekommen. Nicky hat zudem etwas gegen Männer. Mich ankläffen  ist seit Tagen ihre Lieblingsbeschäftigung und eine Zerreißprobe für unser aller Nervenkostüm.

Pabalo derweil sitzt rum als ob es ihn nicht kümmern würde.

Am Nachmittag ging es zu einem der drei Wasserbassins die ich schon die letzten Male beschrieben habe. Es ist das Bassin das etwas höher gelegen ist und wo man am Ende ganz schön kraxeln muss. Das Wasser hat Atlantiktemperatur, also sehr frisch, aber es war herrlich.

Am Abend hatten wir im Nachbardorf ein Tisch reserviert im Mas Nouveau von dem ich schon letztes Jahr einmal berichtet hatte. Da es schon etwas dunkler war sind meine Fotos nicht besonders gut geworden. Es ist ein wunderbarer Ort mitten in den Bergen in Wald, fernab von allem. Schaut euch die Fotos von ihrer Homepage an, es ist immer noch ein Traum.

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Eine weitere gute Nachricht kam aus dem Baskenland. Die schon etwas länger mitlesen wissen, dass ich dort öfters bin. Ich schwärmte immer von dem tollen Eisladen Bargeton, bei dem eine Eissorte besser ist als die andere.

Das scheint nicht nur der D. und mir aufgefallen zu sein sondern auch Gault & Millau, und sie vergaben ihm prompt einen Preis. Er stellt das beste Vanilleeis Frankreichs her!

Ruhiger Tag in den Cevennen

Ich war sehr früh wach. Da sonst noch alle schliefen, bloggte ich erst mal alles weg. Hier so mitten in der Pampa kann ich mich übrigens nicht beklagen was das Internet angeht. Das Samrtphone zeigt nur 3G an, aber es ist wesentlich schneller. Fotos hochladen, rumsurfen, alles gewohnt schnell wie mit 4G.

Ich bastelte noch ein wenig an meinem Terminkalender. Ich plante noch eine weitere Stippvisite im Süden und schaute mich schon mal nach Hotels um hinsichtlich einer Reportage. Mehr kann ich noch nicht sagen.

Da ich am Abend zuvor viel eher ins Bett ging als die A. und die V. war ich fit und ausgeruht. Doch eine der beiden Damen ( ich sag nicht wer, sonst reißt sie mir den Kopf ab) war schlecht. Sehr schlecht. Sie hatten bis morgens um 2:00 Uhr getagt…

So kurz vor knapp kamen wir noch ins Nachbardorf um auf einem sehr spärlichen Markt um ein wenig Obst und Gemüse zu kaufen.

Die schlechte Dame jammerte sich die Seele aus dem Leib wie schlecht ihr sei. Ganz besonders schlimm war es auf der Fahrt über die kurvenreiche Straße. Aber da musste sie durch. Ich habe grundsätzlich kein Mitleid wenn jemand zu viel gesoffen hat.

Da das Wetter  sehr bewölkt war wurde es ein ruhiger Nachmittag.

Die V. stellte sich ab dem späten Nachmittag in die Küche und bekochte uns. Es gab geschmorte Auberginen mit frischen Tomaten und Pesto.

Als ich sie nach dem Rezept fragte gab sie mir überraschenderweise ein Blog an das ich schon seit langem in meiner Blogroll habe. Anne Letaillade von Papille et Pupille.

Es ist eine leicht abgewandelte Form eines Ottolenghi Rezeptes und ist hier zu finden. Es gab ein wenig Reis dazu und den Rest vom grünen Salat von gestern.

Weiterreise zu einem kleinen Dorf in den Cevennen

Wir hatten uns am Morgen etwas Zeit gelassen. Schließlich sind die A. und ich im Urlaub und nicht auf der Flucht.  Der  zweite Teil der Fahrt, das war uns klar, sollte etwas holpriger werden.  Den ersten Teil über die Autobahn absolvierte ich. Lyon ist immer heftig was den Verkehr angeht und da am Montag auch wieder LKW fahren durften war es umso heftiger. Diesen Teil bestand Pablo, der Terrier, mit Bravour.

Doch dann auf der Landstraße, (inzwischen fuhr die A.) wurde es für den Kleinen heftig. Viel Kurven und holprige Abschnitte stellten Pablo schwer auf die Probe. Da half nur Klimaanlage auf kalt und Gebläse auf Hochtouren. Zudem saß er auf meinem Schoß und durfte zum Fenster hinausschauen damit ihm nicht schlecht werden sollte. Er stöhnte ab und an, doch er hielt durch und reierte nicht den Wagen voll. Uff.

Koffer auspacken, Bett beziehen.
Eine Dusche nehmen und sich im unteren Teil des Hauses auf die Terrasse setzen und schon die ersten Fotos bearbeiten.
Das sieht dann so aus:

Mit den wunderschönen Ausblick ins Tal.

Da wir dieses Jahr ein wenig später hier sind als sonst sind die Trauben über meiner Eingangstür auch schon  reifer:

Am frühen Abend sollte noch eine weitere Freundin der A. eintreffen, die V.  ( Die V. die auch schon bei der ganzen Verschwörung mitgewirkt hatte bei der Überraschungsparty) Sie brachte ihre Tochter mit, die kleine N.
Es endete jedoch einer etwas größeren Suchaktion, da die V. die Straße nicht fand.

Inzwischen hatten die A. und ich jedoch alles fürs Abendessen vorbereitet und wir aßen später als geplant.

Um dann das nächste Ereignis zu erzählen braucht es eine Erklärung. Das Haus in dem wir Urlaub machen gehört seit langen Jahren der Familie der A.  Es ist vor allem der Vater der A. der sich hier um alles kümmert und das Haus in Schuss hält.  Er verbringt auch jedes Jahr mehrere Wochen am Stück hier. Von Beruf ist er Chirurg.  Bis auf die A. sind alle in der Familie in einem medizinischen Beruf tätig. Ihre Mutter sowohl wie die Stiefmutter sind Krankenpfleger und A.s Bruder ist ebenfalls Chirurg.
Somit war es nicht verwunderlich, als gegen halb elf ein junges Paar  aus einem Nachbarhaus vor der Tür mit ihrem kleinen Sohn stand und fragte ob der Arzt da sei.
Nein er ist nicht da.
Ob die A. denn nichts tun könne?
Nein, die A. ist Bühnenbildnerin.
Der Sohn hatte sich ein Zecke  auf dem Kopf eingefangen.
Doch die A. , cool wie sie nun mal ist, und sehr viel Erfahrungen mit den Zecken von Pablo hat, holte sie selbst raus. Sie bekam sie perfekt zu fassen mit Körper und Kopf.
Das junge Paar strahlte, denn sie hätten es nicht gekonnt. Die A. meinte sie sollten die Stelle desinfizieren und später nachprüfen ob kein Wundrand entsteht, ansonsten müssten sie zu einem Arzt vor Ort.

Später erzählte uns die A. noch mehrere Anekdoten die alle hier stattfanden, in denen sie Kinder verarzten musste…

Die Reise nach nach Lyon

Am Morgen sah ich in einer Nachricht dass Herr und Frau Kaltmamsell, den Schienenersatzverkehr (ein Bus) gefunden hatten und sich auf dem Weg nach Trier befanden von wo aus die Reise weiter in ihre Heimat gehen sollte.

Ich selbst wirbelte noch einmal durch meine eigene Wohnung und packte den Koffer.  Draußen waren es inzwischen wieder 30 Grad geworden.

Die A. holte mich ab und gemeinsam ging es los in Richtung Südfrankreich.  Aufmerksame Leser wissen dass ich letztes Jahr und das Jahr davor ein wenig Zeit in einem kleinen Dorf in den Cevennen verbracht habe. Dort soll es auch diesmal wieder hingehen, aber mit einem Zwischenstopp in Lyon.
Wir verbrachten also eine Reihe von Stunden in Auto und hatten endlich auch mal die Gelegenheit über viele Dinge zu reden, die sonst nicht zur Sprache kommen.

Die A. hatte ein Hotel in einem neuen Viertel in Lyon ausgesucht, das etwas außerhalb des Zentrums liegt.

Unser Hotel ist brandneu.

Ein ganzes Viertel das am Wasser liegt und in dem viele Architekten die Gelegenheit bekamen sich auszutoben.

Ach ja den dritten ‚Mann‘ hätte ich beinahe vergessen zu erwähnen.  Pablo darf diesmal mit obwohl er nicht soooo gerne Auto fährt. Er war aber sehr brav während der Fahrt und lag zu meinen Füßen.

Abendessen im Hotel selbst:

Toast mit Avocado und poschiertem Ei.
Anschließend ein paar gefüllte Tacos.
Zum Nachtisch gab es kleine Mini Baba au Rhum.

Eine letzte Runde nochmal mit Pablo durch die Nacht und das Hotel noch einmal ablichten.

Morgen geht es weiter.

Wochenmarkt ,ein neues Café & Ausflug nach Moutfort

Wenn zwei Tagebuchblogger sich treffen, und gemeinsam ein paar Tage verbringen, dann reicht es doch im Prinzip wenn einer davon es niederschreibt, oder?
Damit verweise ich auch heute wieder auf den Eintrag der Klatmamsell 🙂

Nein, im Ernst.
Ich hatte am Morgen einige Haushaltsdinge zu erledigen und, da wir eh geplant hatten den Tag ruhig und etwas später anzugehen, bloggte ich auch erst am morgen alles weg.

Diesmal hatten wir einen kleine Tour durch die Innenstadt geplant, die Frau Kaltmamsell schon kannte aber Herr Klatmamsell noch nicht.
Davor machten wir einen kurzen Schlenker über den Pont Adolphe der ja mit einer zweiten unterführenden Hängebrücke versehen wurde seit seiner Renovierung.
Der Wochenmarkt läuft zur Zeit auf Sparflamme, da halt viele in Urlaub sind. Und wie ich es schon mal vor ein paar Wochen erwähnt hatte, es geht dem Wochenmarkt nicht zum allerbesten. Es haben eine ganz Reihe von Ständen aufgehört, und wirkliche Nachfolger gibt es keine. Herr Klatmamsell fragte mich ob es auch hier wie Spanien oder Frankreich eine Markthalle gäbe. Das hatte die Stadt Esch-sur_Alzette vor etlichen Jahren mal versucht zu starten, doch es ging schief. Hier in Luxemburg mitten im Zentrum wäre aber ein großes Plus. Vielleicht findet sich ja ein Ort an dem es machbar wäre.

Da die Truppe vom Renert zur Zeit Urlaub macht, besuchten wir ein neues Café, das erst vor einer Woche seine Türen geöffnet hat. Wëllem heißt es und ist der luxemburgische Name für Willhelm bzw. Guillaume.   Es liegt wie das Renert auch am der Place Guillaume.  Homepage habe ich keine gefunden, dafür verlinke ich auf den Artikel von von RTL, die ein paar schöne Fotos gemacht haben. Dort trafen wir auch die D.
Der Kaffee schmeckte gut und das ist schon mal sehr wichtig.

Herr und Frau Kaltmamsell wollten ein wenig shoppen und so führte ich zur der Buchhandlung Ernster, zum Chocolate House und die kleine Rösterei meines Vertrauens, Santos.  Dann entließ ich beide, um mich weiter um „niedere “ Dinge zu kümmern, da ich am Sonntag noch einmal verreise, bevor das Theater durchstartet.

Für abends hatten wir uns dann in einem Restaurant, zusammen mit den D. und ihrem Mann verabredet das ich auch nicht kannte.  Der Mutferter Haff ist ein therapeutisches Pferdegestüt mit angeschlossenem Restaurant.  Da ich den Ort Moutfort nur vom durchfahren kannte war das auch für mich eine absolute Premiere.
Ich hatte seit ewigen Zeiten wieder einmal einen Bouchée à la Reine. (Königinnenpastete)  Da der Hof etwas höher gelegen liegt hat man eine wirklich schöne Aussicht auf die Umgebung.

Und dieser Sonnenuntergang begleitete uns beim Abendessen.

Ein Ausflug nach Vianden und Clervaux

Ich hatte mir den Wecker gestellt, denn wir wollten beizeiten los. Wir, damit meine ich das Ehepaar Kaltmamsell und meine Wenigkeit.
So ganz uneigennützig sollte der Ausflug nicht sein. Ich hatte den beiden schon vorab den Vorschlag einer Schwimmrunde gemacht in dem Freibad in Vianden, das ich selbst auch noch nicht kannte. Zudem sollte es noch einmal richtig Sommer werden.

Und DAS IST ein Schwimmbad! Wow!
Da gehe ich bald wieder hin, wenn es warm genug ist. Leider hat es offiziell nur noch bis zum 2. September geöffnet und schließt dann wieder.
Eine Schwimmrunde, ein wenig in der Sonne liegen zum trocknen und weiter ging es in Viandener Schloss, das man auch Hintergrund auf dem oberen Bild sieht.

Es ist eines der schönsten Schlösser in Europa und mit sehr viel Liebe und sehr viel Geld in langen Jahren restauriert worden.

Hier ein Foto vom Schloss aus auf das Schwimmbad.
Ich dachte immer ich hätte bereits seit all den Jahren Fotos des Schlosses im Blog. Zu meiner  Schande muss ich gestehen dass ich kein Einziges drin habe. Also werde ich wieder auf den Eintrag der Kaltmamsell verweisen, denn sie hat reichlich Fotos gemacht.

Anschließend fuhren wir weiter in den hohen Norden nach Clervaux.  Das Schloss dort beherbergt die Dauerausstellung Family of Man.
Ich denke dass ich in all den Jahren (seit 1994) mindestens ein dutzend Mal gesehen habe.  Dabei fiel mir etwas auf. Mein Gedächtnis spielt mir kleine Streiche. Es gibt ein Foto eines älteren Ehepaars aus den 50ern, das adrett gekleidet, auf dem Bürgersteig steht und etwas außerhalb des Bildausschnittes betrachtet. Ich war immer überzeugt davon dass das man das auf Bild sieht! Dass sie ein Schaufenster eines Elektroladen betrachten indem laufende Fernsehapparate zu sehen sind. Doch dem ist nicht so.

Hier eines der Fotos dass mich immer wieder sehr berührt, weil es mich ein wenig an meine Kindheit erinnert. Das auf den Foto könnten auch unsere damaligen Nachbarskinder sein…

Wir fuhren den langen Weg zurück in die Hauptstadt und ich hörte unterwegs im Radio dass die Autobahnstrecke inzwischen halbwegs gesperrt wäre, weil die drei langen Tunnels der alljärlichen Kontrolle unterzogen würden. Doch wir kamen noch durch.

Für den Abend wünschte sich die Kaltmamsell  eine Weinbar in der man auch etwas essen kann. Das Dipso von dem ich früher viel berichtete, kam dafür wie gerufen.

Es wurde ein langer lauschiger Abend, an dem wir noch über viel  Dinge sprachen die außerhalb des Blogs stattfinden.
Merke: wenn zwei Blogger sich treffen haben sie sich immer viel zu erzählen. Denn sie haben, wie alle Blogger, auch ein Leben außerhalb der Netzgemeinde.

Besuch aus München

Früh am Morgen nochmal berufliches. Ich musste die gestern gezeigten Kapseln abliefern. Anschließend ging es gleich nach Saarbrücken in die Oper zu der B. die ich  zum letzten Mal am Ende  der Spielzeit gesehen hatte.  Wir erzählten uns gegenseitig was alles während der letzten Wochen passiert ist und mussten aber noch ein paar wichtige berufliche Dinge klären, damit auch ich gut gewappnet in die neue Saison starte.

Anschließend fuhr ich zum Saarbrücker Bahnhof.
Herr und Frau Kaltmamsell sind da!
Sie sollten eigentlich das letzte Stück von Saarbrücken aus mit dem Bus kommen, dochda  ich eh in Saarbrücken war nahm ich sie mit.

Ich brachte beide zu ihrem Apartment Hotel. Ein wenig später zogen wir dann los für eine erste Erkundung. Ich zeigte ihnen die Parks und anschließend fuhren wir mit dem Panorama Lift ins Pfaffental. Ich hatte die Tour schon einmal ausgiebig mit Fotos bebildert und beschreiben.

Unten angekommen ging es dann auf der anderen Seite wieder mit der Zahnradbahn wieder hoch und wir waren im Europa Viertel Kirchberg. Da es schon etwas später am Nachmittag war, zeigte ich ihnen nur ein paar von den spektakulären Gebäuden. Die Philharmonie, das MUDAM und das Museum drei Eicheln.

Dann war es auch schon langsam Zeit sich auf den Weg zu machen in Richtung Restaurant. Ich hatte einen Tisch im Grünewald reserviert. Die D. und die A. kamen dann auch dazu.

Es war ein sehr schöner Abend. Was es alles zu essen und zu trinken gab könnt ihr bei der Kaltmamsell nachlesen. Ich setze das jetzt einfach mal voraus, weil sie bei Tisch mehr Fotos gemacht hat als ich.

Morgen mache ich mehr Fotos. Versprochen!

 

 

Heimarbeit & Grillabend

Heute mal was berufliches.

Viele glauben ja immer dass mein Beruf hauptsächlich Schönschmiken ist. Wenn dem so wäre, wäre es stinklangweilig. Manchmal muss ich Dinge vorbereiten die nicht ’schön‘ sind und das ist das schöne daran.

Da Ende nächster Woche ein Stück auf Tournee geht, das ich schon vorletzte Spielzeit betreut habe, ich aber nächste Woche anderweitig beschäftigt bin, musste ich es jetzt tun.

Blutkapseln basteln.
In dem Stück säbelt sich ein Darsteller das Ohr ab (zumindest versucht er es) und das muss natürlich ganz kräftig bluten. Es ist ein ziemlich toller Effekt und es haut so manchen Zuschauer von Stuhl. Aber die Herstellung ist eine ziemliche Sauerei. Die Plastikfolie muss ziemlich dünn sein sonst platzen sie beim Zerdrücken nicht. Andererseits müssen sie aber auch stabil genug dein damit sie nicht schon in der Hosentasche platzen.

***

Am Abend dann war ich zu einem Grillabend geladen, zusammen mit der D.

Die C.  wollte sich revanchieren wegen einer anderen Einladung davor.
Ich kannte die C. über die D.
Ich lernte viele neue Menschen kennen die nicht in der Kunst- und Kulturbranche tätig sind, unter anderem auch einer der Briefträger aus meinem Viertel, der  aber nicht meine Straße austrägt, sondern den Boulevard in den meine Straße mündet.
Ein lustiger Abend und es wurde später als gedacht.

Dabei muss ich früh raus, denn ich bekomme Besuch!!!!!

Eine Blitzvisite in der Alten Heimat

Eigentlich hatten wir das anders geplant. Es sollte nämlich an die Mosel gehen in das neue Restaurant das an das Wein- und Winzermuseum in Ehnen angeschlossen ist. Da wir unser Treffen aber um einen Tag nach vorne verschoben hatten, ging es nicht denn der Laden hat Montags und Dienstags geschlossen. Also buchte ich fix um und wir fuhren in die Alte Heimat.
Mit wir meine ich meine drei 90er Damen und ich.

Aus der alten Heimat weiß ich noch dass es immer nach den 15 August mit den Touristen um einiges ruhiger wurde, aber als wir gestern Abend dort ankamen war die Stadt wie ausgestorben. Es war gruselig. Das Restaurant in dem ich den Tisch bestellt hatte ist ein Klassiker.  Le Petit Poéte gibt es immer noch und er ist immer noch ein Umweg wert.

Ein älteres Foto. Zur Zeit sieht es nicht so trist aus. Auf der Terrasse stehen Tische und Stühle und es gibt mehr Blümchen .

Ich habe keine Fotos vom Essen gemacht. Ich hatte Schweinemedaillons in einer Rotweinsoße. Ausgesprochen lecker.

Ein interessantes Gespräch hatten wir hinsichtlich eines Artikels der in der Mady steht.  Wien sinn ech behandelt die Geschichte von Carlione die früher Olivier hieß. Es ging darum dass die sexuelle Geschlechterpäferenz eigentlich nichts mit dem eigenen Geschlecht zu tun hat.
Interessant dabei war, dass die meisten Menschen die im falschen Körper stecken bisexuell sind. Das wusste ich nicht.  Das führt die ewige Frage der eigenen Präferenz ad absurdum.  Es ist letztendlich egal wen man liebt.

Aus dem Familienalbum 20

Tage an denen nicht wirklich etwas bloggenswertes passiert sind eigentlich ideal um das Familienalbum weiter aufzustocken.

Heute fand ich ein weiteres Foto meines Großvaters mütterlicherseits, den ich ja nie gekannt habe, weil er starb als meine Mutter zehn Jahre alt war. Viele Fotos habe ich nicht von ihm.

Großmutter erzählte immer dass Großvater Emile sich in jungen Jahren immer am Aufbau der Achterbahn beteiligte wenn die Schobermesse stattfand. Die war damals aus Holz. Wahrscheinlich hat sie auch über diesen Link (denn ihr Vater, mein Urgroßvater, war Schreiner) Emile kennengelernt.

Ich musste nicht lange suchen um ihn auf dem Bild zu finden. Er hat ein sehr markantes Gesicht.

Es ist der mit der Säge.

Sonntag ist Regentag

Kennt ihr das auch, wenn die Genugtuung in Sinne von “ Ich habs ja schon  immer gesagt!“ in Verbindung  mit Gehässigkeit hochkommt und man sich sehr bezähmen muss?

Diese Gefühl hatte ich am Morgen als ein wenig im Blog rückwärts blätterte. Das Foto der Bambus Tastatur von vor ein paar Tagen befindet sich eigentlich in einem Post in dem ich über Blogger_LU schrieb. Die Diskussion  in den Kommentaren war höchst interessant weil sich die Blogwelt in den letzten zehn Jahren sehr verändert hat.  Es kommentierten auch viel Blogger damals.  Jedoch sind die Links ihrer Blog enttäuschend.  Entweder seit Jahr und Tag verwaist, auf privat gestellt oder gar nicht mehr vorhanden.

Und ich bin immer noch da… 😈

Ich flitzte zum Supermarkt in meinem Viertel, der am Sonntag Morgen geöffnet hat. Da ich in der kommenden Woche mehrere Einladungen habe, unter anderem eine bei der ich für einen Nachtisch sorgen soll. Ich kaufte alles um Vanilleeis herzustellen und ein Champagner Kuchen, den ich aber erst einmal testen werde. Doch er klingt vielversprechend.

Als ich zurück kam fing es wieder an zu regnen. Ich schaue diesbezüglich schon gar nicht mehr auf die Wetterapp.

Scheußliches Wetter den ganzen Tag über.

Also beschäftigte ich mich in der Küche. Vanilleeis.

Die Masse nachdem sie erkaltet sie in die Eismaschine umgefüllt  wird. Ja, die Masse ist dunkler weil ich Rorzucker nehme statt weißen Zucker.

Am Abend alles grau und rosa

 

 

Ein Ausflug nach…

Eigentlich kann ich gar nicht so viel drüber berichten, da ich für eine NO ART Sendung einen Ort besichtigt habe. Bilder kann ich euch also keine zeigen.
Doch habe ich über diesen Ort schon einmal berichtet vor sehr langer Zeit.
Anschließend ging es noch nach Schloss Dyck, das viele wahrscheinlich noch als Kulisse von einer Soap kennen.
Besichtigt haben wir das Schloss, aber erinnerte an eine Leckerei von dort.

Apfel- und Brinenkraut.
Es hat die gleiche Konsistenz wie Melasse, schmeckt aber weitaus besser, vor allem das Birnenkraut.

Anschließend ging es nach Düsseldorf weil ich dort ein Hotel gebucht hatte, und weil  die D. mitgekommen war, die noch nie in Düsseldorf war. Das Hotel war ein Best Western aber wahrlich nicht besonders. Da muss ich auch noch lernen dass es große Unterschiede gibt.

Wir wanderten die Kö einmal hoch unter runter und aßen später im Péga, was zwar gut war, aber im Preisleistungsverhältnis zu weit auseinander lag.

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Am Samstag hatten wir uns vorgenommen dass wir uns noch das eine der andere in Düsseldorf ansehen wollten, doch da das Wetter umgeschlagen hatte und wir schon am Morgen mit Regen begrüßt wurden ließen wir es bleiben.  Die japanische Community ist in Düsseldorf ja sehr groß und es gibt somit auch eine Reihe von Geschäften die man sonst nirgendwo findet . Wir fanden ein paar schöne Buchläden. In einem davon erstand ich einen neuen japanischen Hefter, der keine Klammern mehr braucht. Von denen die Metallklammern verwenden, habe ich über die Jahre schon viele verschlissen.
Zudem sind die Klammern wie ich im Nationalarchiv lernte reines Gift für das Papier, weil sie mit der Zeit rosten.

Die Rückfahrt war ereignislos und ging ohne Stau von statten. Während Fahrt hörten wir ein Hösrspiel das ich schon sehr lange nicht mehr gehört hatte und die D. noch gar nicht kannte.
Dickie Dick Dickens  Carl-Heinz Schroth. Die Serie ist zwar recht alt, aber kein bisschen verstaubt, im Gegenteil.  Wir bogen uns stellenweise vor lachen.

Luxemburg empfing uns dann mit dem gewohnten Schmuddelwetter und es regnete bis spät in die Nacht.

Links 2,3,4

Wenig Blogbares heute, darum nur ein paar Links. Morgen gibt es mehr zu berichten.

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Diese Serie fasziniert mich zusehends mehr.  Claire Saffiz vom BA Testkitchen  stellt Gourmet Versionen von industriellen Süßigkeiten her. Es ist ein auf und ab an Emotionen, mit viel Versuchen zwischen Scheitern und Erfolg. In dieser Folge versucht sie sich an Ferrero Rocher.

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Mein FB Profil bekommt in letzter Zeit sehr viele gefakte Freundschaftsanfragen. Neu bei dieser hier ist, dass man versucht hat etwas in luxemburgisch zum Foto zu schreiben.

😽💋Hmmm de schéinsten Deel vun engem Mënsch ass sengem Hunn an all ech maachen wëllt ass ee selwer probéiert an eng déif vun mech hun permanent wann ech Owend liewen Sex for 💋 kann 🍆 👉

Der schönste Teil des Menschen ist in seinem Hahn?
Es ist schon fast poetisch.

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Das alte neue Annexe & ein Ausflug nach Metz

Ich war zu müde noch etwas zu schreiben am Abend davor, zudem fand ich dass der vorige Blogpost für sich alleine stehen sollte.

Langjährige Leser wissen vom Annexe. Wenn ihr es hier in die Suchmaske eingebt, werden sehr viele Beiträge angezeigt.  Ich feierte dort auch meinen 50. Geburtstag.
Der Besitzer jedoch verkaufte es Ende letzten Jahres und ich hatte diverse Stimmen munkeln hören, dass die neue Besitzerin nicht so….na ja, lassen wir das. Ich bin nicht hier um Gerüchte zu verbreiten.

Der ursprüngliche Plan, zusammen mit der D. war gewesen, zuerst ins Rooftop, anschließend in den Grünewald. Aber beide sind Dienstags geschlossen.
Also plante ich kurzerhand um. Zuerst Renert dann Annexe.
Ich poste in letzter Zeit wenige Fotos vom Renert weil das Café immer noch im Schatten einer gewaltigen Baupalissade steht und es sieht grauenvoll aus.

Ich war skeptisch. Sollten wir wirklich ins Annexe? Der Ort der über Jahre hinweg meine Kantine gewesen war? An den ich so viele schöne Abend erlebt hatte? Was wäre wenn ich bitter enttäuscht würde? Die Erinnerungen wärne futsch.
Ich gab mir einen Ruck und wir gingen doch.

Und wir wurden alles andere als enttäuscht.

Vorspeise: Ravioli gefüllt mit Jakobsmuscheln mit Daikon Rettich und Daschisud.

Die Vorspeise war ein absoluter Knaller. Der Daschisud war der beste Sud den je in meinem Leben hatte, und ich sage das nicht einfach so wie die Amerikaner für alles und jeden „best ever“ oder „best of my entire life“ sagen. Es ist tatsächlich so!
Perfekt abgestimmt zu den Ravioli und dem Daikon Rettich. Die Kombi war sternereif.

 

Hauptgang: Thunfisch mit Topinambur Püree, rote Curry Sauce und Curcuma Reis.

Die rote Curry Sauce war himmlisch und machte aus dem ganzen Gericht ein Gaumenschmaus.

Dazu gab es  fantastischen Pinot Blanc.

Ich war dann doch sehr froh dort gewesen zu sein.
Der einzige Wermutstropfen: es ist sehr teuer geworden, und vom Preis her wird es nicht noch einmal meine regelmäßige Kantine werden. Aber ein Umweg ist es allemal wert.

Soviel zum Dienstag.

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Für Mittwoch war ich mit dem C. verabredet, ein Datum das wir schon sehr lange festgezurrt hatten.  Der C., der inzwischen Leiter eines Kulturinstitution geworden ist, hatte ich schon lange nicht mehr gesehen.
Wir fuhren am Nachmittag los und kamen natürlich voll in den reguären Stau, wenn die ersten Pendler wieder zurück nach Frankreich fahren.  Es war aber weniger schlimm als erwartet, denn es sind Sommerferien und der schlimmste Stau ist immer erst am frühen Abend.

 

Gleich im Eingang befindet sich King Kong

Opéra Monde. La quête d’un art total ,war die Ausstellung weswegen wir hingefahren waren. Kuratiert wurde sie von Stéphane Ghislain Russel, einem Opern- und Theaterregisseur mit dem ich schon mehrfach gearbeitet habe.  Die Ausstellung an sich ist insofern interessant da er viele Beispiele von Bühnen zeit aus vorigen Jahrhunderten bis heute und die technischen Neuerungen.

In diesem Raum zum Beispiel hat man das Gefühl als ob man in den „Bühnenraum“ durch ein Tüll blicken würde und er wäre mit Rauchschwaden gefüllt. Aber nichts davon ist der Fall. Es nur die spärliche Beleuchtung und die Farben Lila Rosa und Blau die diesen Effekt erzeugen.

Es muss schon eine gewaltige Aufgabe gewesen sein durch ganz Europa zu fahren um all die ausgestellten Objekte zu bekommen und auch Teile des Dekors. Eine Mammutarbeit. Respekt.

Anschließen hatte der C. vorgeschlagen dass wir doch in die Brasserie Flo einkehren sollen, doch gibt es sie leider nicht mehr. Anstelle am eine andere die Arts et Metiers nennt und ebenfalls sehr schön ist.

Verstörende Begegnung

doctor-a / Pixabay

Auf die Gefahr dass ich jetzt vielleicht als Feigling oder als Egoist abgestempelt werde, werde ich doch von der Begegnung erzählen, die vorgestern am Sonntag geschah. Zuerst wollte ich sie nur als kleines Detail in die restlichen Geschehnisse des Tages einfügen, doch ich denke sie einen eigenen Blogpost verdient.

Ich fuhr vom Kino aus zurück mit der Tram.  Ich stieg ein und sah eine ziemlich heruntergekommene Frau beim Eingang sitzen. Ich schaute sie kurz an, machte mir aber weiter keine Gedanken und ich vermeide es soweit wie möglich die Leute anzustarren, weil es für diejenigen unangenehm ist.
Ich setzte mich weiter nach vorne und hörte plötzlich meine Namen.
„Du darfst mit mir sprechen…Joël.“
Sie kannte mich!
Da es aber so leise gewesen war und ich eh nicht in der Stimmung war (wir erinnern uns an meine Unlust überhaupt etwas zu tun) tat ich so als ob ich nichts gehört hätte.
Ich setzte mich weiter vorne hin und die Tram fuhr los.
„Ja, ja du gehörst auch zu den ignoranten dummen Schicki-Micki Leuten!“ schrie sie durch die Tram.
Uff, dachte ich, Glück gehabt.
Doch das Geschrei hörte nicht auf.
Ich kramte in meinem Gehirn woher ich sie kennen könnte, denn das Gesicht kam mir bekannt vor.  Dann fiel es mir ein. Es war die Ni.*  Die Ni war in meiner Klasse gewesen.  Es war in der neunten Klasse des Lycée Technique.  Sehr viel später sah ich sie wieder auf Partys.  Sie gab nebenbei Fitnesskurse im Studio einer Kundin von mir. Tagsüber arbeitete sie einer Eventagentur. Das war alles noch in meinem früheren Leben als Friseur. Ich kann mich an einen Abend erinnern an dem wir beide auf eine Geburtstagsfete geladen waren.  Damals hatte sie lange  hellblonde Haare, eine großartige Figur, war immer top gekleidet und war eigentlich ein liebenswerter Mensch,  der aber immer sehr oberflächlich wirkte. Bei mir lief sie unter der Kategorie ‚ferne Mitwirkende‘.
Ich begegnete ihr ab und an, wir grüßten einander und das wars.
Dann sah ich sie jahrelang gar nicht mehr.
Bis zu dem Tag.

„Ihr seit doch alle nur IDIOTEN! , schrie sie.
„Das Gehirn verseucht mit Ammoniak! Ihr pädophilen Wichser! ihr wisst gar nichts vom Leben! Ihr habt überhaupt keine Ahnung! Ihr starrt immer nur auf euer Handy!“
In der Tram, die nur spärlich besetzt war, war es mucksmäuschenstill.
„Ich hatte auch einen Jungen der immer drauf starrte und er wurde damit begraben!“
Und während ich das schreibe kommt ein Bild hoch, dass ich ihr irgendwann einmal begegnet bin, dass sie einen Kinderwagen vor sich herschob.
Dazwischen murmelte sie immer wieder unverständliches unzusammenhängendes Zeug.
„Ein lieber feiner Junge der von euch misshandelt wurde! Ihr Drecksschweine!“
Langsam ergab ihr ganzes Geschrei Sinn.
Wenn ich dem glauben sollte, hatte sie als Mutter ihren Sohn überlebt und begraben. Nun weiß ich aus eigener Erfahrung dass es meine Mutter fast den Verstand gekostet hat, als mein Bruder starb. Ich war kurz davor aufzustehen und zu ihr zu gehen, doch jede einzelne Faser meines Körpers hielt mich davon ab es zu tun.
Ich steig an der Place de l’Étoile aus. Ich drehte mich nicht zu ihr um, denn sie hatte sich inzwischen so in Rage geredet dass ich nur noch weg wollte.

Ich frage mich ob ich hätte mit ihr reden sollen.
Ich weiß es nicht.

* Ich nehme für gewöhnlich nur die Anfangsbuchstaben der Vornamen. Da der Buchstabe N aber schon seit etlichen Jahren von einer meiner besten Freundinnen belegt  wird, und ich später auch noch wissen will wer das war, ist es jetzt Ni.

Verregneter Verspannungstag

Der Tag begann strahlend schön um dann kurz vor Mittag in einem Wolkenbruch mit Unterbrechungen bis zum späten Abend hin anzuhalten.

Die untere Kante des vorderen Balkons.
Ich knipste so lange bis ich einen fetten Regentropfen vor die Linse bekam.

Diese Verspannung ist sehr seltsam. Ich hab immer noch nicht so richtig herausgefunden was für eine falsche Bewegung sie auslöst. Es ging jetzt Tag für Tag besser doch am Abend ging es wieder los. Vielleicht saß ich zu lange am Computer? Will mir mein Körper damit mitteilen dass ich mich mehr bewegen soll?  Oder weniger? Oder anders? Ich kapiere es nicht!
Da es jetzt Tag für Tag besser ging und das übers Wochenende hatte ich keinen Termin angefragt beim Chiropraktiker.
Als ich dachte dass es vielleicht doch besser wäre, rief ich an, nur um zu erfahren, dass alle in der Gemeinschaftspraxis im Urlaub sind bis nächste Woche.
Ich hoffe dass sich das bis Ende der Woche einigermaßen wieder gelegt hat, sonst wird der geplante Kurztrip die Hölle.

 

 

Ein Sonntag zum vergessen

Dabei hatte es vielversprechend angefangen.
Ich hatte mir überlegt einen Spaziergang fürs Blog zu machen. Zudem wollte ich mich wieder einmal richitg umsehen in der Stadt weil ich in ein wenigen Tagen Besuch bekomme, den ich herumführen will.
Zudem wollte ich die neue Kamera ausprobieren, weil sie dieses Wochenende zum Einsatz kommt.

Zu diesem Zweck wanderte ich in mein voriges Wohnviertel zum Bahnhof.

Unterwegs beschloss ich das Viertel weitgehend zu meiden hinsichtlich der Tour, denn die Avenue de la Liberté ist eine riesige Baustelle ab dem Pont Adolphe. Um zum Bahnhof per Bus zu gelangen muss man sehr viel Geduld mitbringen, sogar an einem Sonntag. Hinzu kommt dass die Avenue de la Gare, für den Auto verkehr ebenfalls komplett gesperrt ist, weilt dort…ein Radweg hinzugefügt wird?

Ich stieg in einen Zug in Richtung Mersch/ Belgien um gleich an der ersten Station Pfaffental wieder auszusteigen und machte dabei Zeitraffervideo.

Die Brücke die ja schon seit längerem einen neuen Anstrich bekommt wird noch eine Weile länger warten müssen. Der Zulieferer der Farbe hat Konkurs angemeldet.

 

Der kleine automatische Bus der vom Pfaffental Aufzug bis zum Pfaffental Bahnhof fährt.

 

Mir fiel seit zum ersten mal das große Gewächshaus auf, das aber schon jahrelang nicht mehr genutzt wird. Ich frage mich was es da drin wohl zu entdecken gibt.

Oben angekommen,  fing es an zu regnen. Also setzte ich mich in die Tram und fuhr bis zum Kinépolis, weil die Kombi Regenwetter und Kino, mir am logischsten erschien. Herumwandern hatte ich bereits gestrichen. Die Kino App verriet mir, dass nicht wirklich viel spannendes läuft. Ich fuhr trotzdem hin weil ich dachte dass vielleicht ein Kinoplakat mich inspirieren würde, was aber nicht der Fall war.

Und dann überfiel mich diese große Unlust überhaupt etwas zu tun. Ich fuhr zurück.

Ich stieg noch einmal beim Glacis aus weil ich diese Monstrum an Achterbahn noch nicht gesehen hatte. Es ist eine der beiden größten transportablen Achterbahnen weltweit und wenn ein Münchener hier mitlesen, werden die sie wohl wiedererkennen vom Oktoberfest. Es ist die Alpina Achterbahn.

Zuhause schmiss ich mich aufs Sofa und schaute Zombie Filme. Fragt nicht…

Der Tag nach dem Tornado & Bovary

Ein ruhiger Tag nach dem Sturm.
Da sich viele Baubetriebe in Luxemburg im vertraglichen Kollektivurlaub befinden, ist s nicht so einfach die abgedeckten Dächer der über 100 Häuser wieder auf Vordermann zu bringen, zumal für die nächsten Tage noch weiter Regenschauern vorgesehen sind. Doch es gibt ein große Solidaritätswelle und den Tornado Opfern zu helfen.
Wer von meinen deutschen Lesern etwas Luxemburgisch lesen und hören will,  bei RTL gibt es ein paar Reportagen über den Tag danach.

***

Erwachte relativ früh, weil diese seltsame Zerrung/Verspannung  mir wieder zu schaffen machte. Nach einer sehr heißen Dusche ging es dann einigermaßen.
Es war Samstag und Wochenmarkt. You know de drill.

Ich traf mich mit der D. und wir saßen wie gewohnt im Renert. Ich kaufte  frisches Brot vom Eifeler Bäcker und Kaffee in der Rösterei meines Vertrauens, bei Santos.  Ein Thema am Morgen war, wie  schlecht es eigentlich um den Markt bestellt ist. Die D. und ich versuchten ein wenig aufzuzählen wer alles aufgehört hat die letzten Monate. Es sind so einige die nicht mehr da sind. Mein französische Käseverkäufer ist seit ein paar Monaten nicht mehr da. Die Frau mit all den bretonischen Spezialitäten ist weg. Die Frau mit all den allgäuer Produkten ebenfalls. Es gab mal ein Pilz Gärtner…weg. Ein Vogelstrauß Metzger…
Es ist ein wenig beängstigend.

Am Abend hatte ich mich mit einer Berufskollegin verabredet.  Sie war für mehrere Projekte meine Assistentin gewesen als sie noch ganz neu auf dem Markt war. Doch auch sie kämpft, wie viele  ums Überleben. Vor allem die Filmbranche ist ein sehr hartes Pflaster geworden und ich bin froh dass ich mich aus diesem Sektor ausgeklinkt habe. Wenn ich all die Horrorgeschichten höre…

Ich hatte sie mit ins Bovary genommen, das sie nicht kannte. Es war sehr voll, denn es war ein Konzert angekündigt. Man setzte uns etwas abseits  weil wir keine Tischreservierung hatten und bekamen wir das Konzert nur am Rande mit, was letztendlich nicht verkehrt war, denn die Sängerin traf die Töne nicht und hörte sich an wie eine Katze mit zu viel Vibrato in der Stimme…
Der Abend  war trotzdem schön und wir schworen uns das öfters zu wiederholen.

 

 

Eine Rückfahrt, ein Lochblech und ein Tronado

Ich muss irgendeine falsche Bewegung gemacht haben oder in der letzten Nacht im Hahnenklee falsch gelegen haben im Bett, irgendwann. Es kann auch sein, dass ich einfach nicht gut saß im Auto während der Rückfahrt. Eine Art Muskelkater begleitete mich die ganze Rückfahrt hinweg und ich rutschte im Sitz hin und her und versuchte immer wieder den Rücken so zu stecken, was den Schmerz weniger werden ließ.
Ich kam am späten Nachmittag an und fiel wie Stein aufs Bett. Ich war so müde dass ich direkt tief und fest einschlief und voller Bekleidung…

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Gegen halb vier morgens erwachte ich dann und war total ausgeruht und hätte mit dem Tag beginnen können, doch der Schmerz war immer noch da. Ich las ein wenig bis die Augen wieder zufielen und schlief noch einmal durch bis kurz vor sieben. Dann allerdings war der Schmerz so groß dass ich kurzerhand dachte zum Arzt zu gehen. Ein leichtes Hypochonder Gefühl befiel mich und ich maß Fieber. Nichts. Dann besann ich mich auf die Übungen die mir die Osteopathin in der Fastenkur mit auf den Weg gegeben hat und die Schmerzen wurden endlich weniger. Uff…

Haushaltgewurschtel. Wäsche waschen (lassen) und aufhängen. Später dann machte ich mich auf zur Post um ein Paket abzuholen.

Jetzt habe ich endlich das Lochblech das ich mir schon so lange gewünscht habe. Von der Firma von der ich den Backofen habe, gibt es keines. Und anstatt noch lange rumzusuchen, kaufte ich es bei Sally, bei der ich auch schon den Trick mit den löchrigen Quichefromen gesehen hatte in ihren Videos. Es backt alles regelmäßiger durch und geht auch ebenmäßig hoch im Ofen ohne Knubbel in der Mitte.

Am frühen Abend dann der Tronado der zwei Städte im Süden von Luxemburg sehr in Mitleidenschaft riss. Es sieht an manchen Stellen in Pétange und in Bascharge aus, als ob eine Bombe eingeschlagen hätte.
100 Häuser in Petingen von Tornado abgedeckt
Die Videos auf der Seite oben sind gruselig.
In der Hauptstadt  gingen nur mehrfach kräftige Schauern nieder und anschließend präsentierte der Himmel ein Schauspiel mit Sonnenuntergang und Regenbogen, so als ob nichts weiter passiert wäre.

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Es hat eine Weile gedauert bis ich endlich die App gefunden habe, die meine Fotos fürs Blog pixelgenau skaliert, damit sie in den Blogpost passen.  Bildgröße von Vitalij Schaefer.
Ich hatte mehrere ausprobiert die primär nur das Speichervolumen verminderten und damit auch die Größe, aber nicht so, dass ich genau festlegen konnte. Mit dieser hier klappt es!
Und da die WordPress App nach dem letzten Update wesentlich stabiler wurde, kann ich jetzt alles mit dem Smartphone machen.

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Um nicht als schwul zu gelten: Hetero-Männer sind eher Umweltferkel
Umweltfreundliches Verhalten wird allgemein als eher weiblich angesehen – daher haben laut einer neuen US-Studie manche Männer Probleme damit, in der Öffentlichkeit grün zu sein.

*Kopfschüttel*

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Was zum Schmunzeln. Sticky Buns aus America’s Test Kitchen.

Und bei FB gibt es die Bloopes davon zu sehen.

Erkundung von Hahnenklee

Am Vorabend ziemlich geschlaucht ins Bett von der langen Fahrt.

Im Hotel ist ein Schwimmbad, das den Gästen rund um die Uhr zu Verfügung steht und das ich später am Abend sofort in Anspruch nahm. Das Wasser ist angenehm kühl, was das Schwimmen natürlich sehr erleichtert.

Sehr ruhige Nacht verbracht.

Am Morgen im Frühstücksraum:

Das Hotel ist spärlich belegt. Von der Einrichtung her fühlt man sich in die 80er zurückversetzt. Mein Zimmer jedoch ist der Zeit ein wenig angepasst worden. Das Bad ist klein aber neu. Die Dusche ist winzig.

Erste Erkundung des kleinen Dorfes. Leider ist es hier wie vielen anderen Orts auch. Es gibt viel Ladenleerstände. Die Häuser erinnerten mich sehr Quedlinburg, das ich vor etlichen Jahren mit der längst verstorbenen C. besuchte.

Doch das Dorf hat eine große Attraktion. Den legendären Bocksberg. Es gibt ein Sessellift und eine Gondelbahn die hoch fahren.

Oben gibt es dann einen Bobbahn eine Cartbahn und viel Zeugs um die Kiddies zu bespaßen.

Ich probierte die Bobbahn aus. Huiiii.

Ich überlegte ob ich den Wanderweg hinunter ins Tal nehmen soll, denn das Wetter war sehr durchwachsen und ich hatte kein Regenzeug und keinen Schirm dabei. Und so just als ich wieder in Gondel stieg ging eine Schauer nieder. Glück gehabt.

Ein kurioses Kirchlein besucht, die Stabkirche.

Vor 111 Jahren erbaut, erinnerte sie mich sehr an das Wanamaker Theater in London, das zum Shakespeare-Globe Theater gehört.

Dann tröpfelte es wieder und ich ging zurück ins Hotel und legte mich für eine Weile hin. Nickerchen.

Am Nachmittag eine kleine Schwimmrunde und eine Leserunde. Ich hätte auch nach Goslar fahren können, ließ es aber bleiben. Nach der langen Fahrt gestern hatte ich keine Lust schon wieder zu fahren.

Am Abend gab ich den Restaurant im Hotel eine Chance.

Geräucherte Forelle mit Preiselbeerkompot, Rettichmousse und Buttertoast. (Sorry, ich hatte schon der ersten Bissen genommen, als ich mich an das Foto erinnerte)
Scholle in Tomatensoße mit Garnelen und Pilzen, dazu ein Salat und Petersielenkartoffeln.

Man sieht schon an der Zubereitung auf dem Teller und Scholle die separat anserviert wurde, dass das Restaurant, wie das ganze Hotel auch, in einer Zeitschleife der 80er hängengeblieben ist. Geschmeckt hat es aber.

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Apropos Essen. Einen schönes Interview mit einer Foodjournalistinen bei Twitter via  Anke Gröner gefunden.
Ruth Reichl on 40 Years in Food Journalism

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Gewisse Dinge versuche ich nicht im Internet zu kaufen. Bücher zum Beispiel, oder Kleidung, Schuhe und „Jerdermanskosmetik“. Die Kosmetik die ich für den Job brauche kann ich bisweilen nur online bestellen.
Aber diesem Tweet nach gibt es auch nachvollziehbare Gründe es bei Elektroprodukten doch zu tun.

https://twitter.com/zeitschlag/status/1159010020547334145

Hahnenklee

Verrückte Spontanaktionen.

Ich hatte schon lange keine mehr dieser Art. Am Vorabend, das Blogposting war schon längst geschrieben, buchte ich aus Gründen ein Hotel in Hahnenklee. Was ich aber nicht wusste, was dass die Strecke bis dorthin so viele Baustellen beinhaltete dass ich ramdösig wurde. Ich braucht wesentlich länger als gedacht.

Aber jetzt bin ich hier in einem alten Hotel und das ist die Aussicht vom Balkon:

Ein Park mit uralten Bäumen.

Morgen mehr.