Eine Blitzvisite in der Alten Heimat

Eigentlich hatten wir das anders geplant. Es sollte nämlich an die Mosel gehen in das neue Restaurant das an das Wein- und Winzermuseum in Ehnen angeschlossen ist. Da wir unser Treffen aber um einen Tag nach vorne verschoben hatten, ging es nicht denn der Laden hat Montags und Dienstags geschlossen. Also buchte ich fix um und wir fuhren in die Alte Heimat.
Mit wir meine ich meine drei 90er Damen und ich.

Aus der alten Heimat weiß ich noch dass es immer nach den 15 August mit den Touristen um einiges ruhiger wurde, aber als wir gestern Abend dort ankamen war die Stadt wie ausgestorben. Es war gruselig. Das Restaurant in dem ich den Tisch bestellt hatte ist ein Klassiker.  Le Petit Poéte gibt es immer noch und er ist immer noch ein Umweg wert.

Ein älteres Foto. Zur Zeit sieht es nicht so trist aus. Auf der Terrasse stehen Tische und Stühle und es gibt mehr Blümchen .

Ich habe keine Fotos vom Essen gemacht. Ich hatte Schweinemedaillons in einer Rotweinsoße. Ausgesprochen lecker.

Ein interessantes Gespräch hatten wir hinsichtlich eines Artikels der in der Mady steht.  Wien sinn ech behandelt die Geschichte von Carlione die früher Olivier hieß. Es ging darum dass die sexuelle Geschlechterpäferenz eigentlich nichts mit dem eigenen Geschlecht zu tun hat.
Interessant dabei war, dass die meisten Menschen die im falschen Körper stecken bisexuell sind. Das wusste ich nicht.  Das führt die ewige Frage der eigenen Präferenz ad absurdum.  Es ist letztendlich egal wen man liebt.

Aus dem Familienalbum 20

Tage an denen nicht wirklich etwas bloggenswertes passiert sind eigentlich ideal um das Familienalbum weiter aufzustocken.

Heute fand ich ein weiteres Foto meines Großvaters mütterlicherseits, den ich ja nie gekannt habe, weil er starb als meine Mutter zehn Jahre alt war. Viele Fotos habe ich nicht von ihm.

Großmutter erzählte immer dass Großvater Emile sich in jungen Jahren immer am Aufbau der Achterbahn beteiligte wenn die Schobermesse stattfand. Die war damals aus Holz. Wahrscheinlich hat sie auch über diesen Link (denn ihr Vater, mein Urgroßvater, war Schreiner) Emile kennengelernt.

Ich musste nicht lange suchen um ihn auf dem Bild zu finden. Er hat ein sehr markantes Gesicht.

Es ist der mit der Säge.

Sonntag ist Regentag

Kennt ihr das auch, wenn die Genugtuung in Sinne von “ Ich habs ja schon  immer gesagt!“ in Verbindung  mit Gehässigkeit hochkommt und man sich sehr bezähmen muss?

Diese Gefühl hatte ich am Morgen als ein wenig im Blog rückwärts blätterte. Das Foto der Bambus Tastatur von vor ein paar Tagen befindet sich eigentlich in einem Post in dem ich über Blogger_LU schrieb. Die Diskussion  in den Kommentaren war höchst interessant weil sich die Blogwelt in den letzten zehn Jahren sehr verändert hat.  Es kommentierten auch viel Blogger damals.  Jedoch sind die Links ihrer Blog enttäuschend.  Entweder seit Jahr und Tag verwaist, auf privat gestellt oder gar nicht mehr vorhanden.

Und ich bin immer noch da… 😈

Ich flitzte zum Supermarkt in meinem Viertel, der am Sonntag Morgen geöffnet hat. Da ich in der kommenden Woche mehrere Einladungen habe, unter anderem eine bei der ich für einen Nachtisch sorgen soll. Ich kaufte alles um Vanilleeis herzustellen und ein Champagner Kuchen, den ich aber erst einmal testen werde. Doch er klingt vielversprechend.

Als ich zurück kam fing es wieder an zu regnen. Ich schaue diesbezüglich schon gar nicht mehr auf die Wetterapp.

Scheußliches Wetter den ganzen Tag über.

Also beschäftigte ich mich in der Küche. Vanilleeis.

Die Masse nachdem sie erkaltet sie in die Eismaschine umgefüllt  wird. Ja, die Masse ist dunkler weil ich Rorzucker nehme statt weißen Zucker.

Am Abend alles grau und rosa

 

 

Ein Ausflug nach…

Eigentlich kann ich gar nicht so viel drüber berichten, da ich für eine NO ART Sendung einen Ort besichtigt habe. Bilder kann ich euch also keine zeigen.
Doch habe ich über diesen Ort schon einmal berichtet vor sehr langer Zeit.
Anschließend ging es noch nach Schloss Dyck, das viele wahrscheinlich noch als Kulisse von einer Soap kennen.
Besichtigt haben wir das Schloss, aber erinnerte an eine Leckerei von dort.

Apfel- und Brinenkraut.
Es hat die gleiche Konsistenz wie Melasse, schmeckt aber weitaus besser, vor allem das Birnenkraut.

Anschließend ging es nach Düsseldorf weil ich dort ein Hotel gebucht hatte, und weil  die D. mitgekommen war, die noch nie in Düsseldorf war. Das Hotel war ein Best Western aber wahrlich nicht besonders. Da muss ich auch noch lernen dass es große Unterschiede gibt.

Wir wanderten die Kö einmal hoch unter runter und aßen später im Péga, was zwar gut war, aber im Preisleistungsverhältnis zu weit auseinander lag.

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Am Samstag hatten wir uns vorgenommen dass wir uns noch das eine der andere in Düsseldorf ansehen wollten, doch da das Wetter umgeschlagen hatte und wir schon am Morgen mit Regen begrüßt wurden ließen wir es bleiben.  Die japanische Community ist in Düsseldorf ja sehr groß und es gibt somit auch eine Reihe von Geschäften die man sonst nirgendwo findet . Wir fanden ein paar schöne Buchläden. In einem davon erstand ich einen neuen japanischen Hefter, der keine Klammern mehr braucht. Von denen die Metallklammern verwenden, habe ich über die Jahre schon viele verschlissen.
Zudem sind die Klammern wie ich im Nationalarchiv lernte reines Gift für das Papier, weil sie mit der Zeit rosten.

Die Rückfahrt war ereignislos und ging ohne Stau von statten. Während Fahrt hörten wir ein Hösrspiel das ich schon sehr lange nicht mehr gehört hatte und die D. noch gar nicht kannte.
Dickie Dick Dickens  Carl-Heinz Schroth. Die Serie ist zwar recht alt, aber kein bisschen verstaubt, im Gegenteil.  Wir bogen uns stellenweise vor lachen.

Luxemburg empfing uns dann mit dem gewohnten Schmuddelwetter und es regnete bis spät in die Nacht.

Links 2,3,4

Wenig Blogbares heute, darum nur ein paar Links. Morgen gibt es mehr zu berichten.

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Diese Serie fasziniert mich zusehends mehr.  Claire Saffiz vom BA Testkitchen  stellt Gourmet Versionen von industriellen Süßigkeiten her. Es ist ein auf und ab an Emotionen, mit viel Versuchen zwischen Scheitern und Erfolg. In dieser Folge versucht sie sich an Ferrero Rocher.

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Mein FB Profil bekommt in letzter Zeit sehr viele gefakte Freundschaftsanfragen. Neu bei dieser hier ist, dass man versucht hat etwas in luxemburgisch zum Foto zu schreiben.

😽💋Hmmm de schéinsten Deel vun engem Mënsch ass sengem Hunn an all ech maachen wëllt ass ee selwer probéiert an eng déif vun mech hun permanent wann ech Owend liewen Sex for 💋 kann 🍆 👉

Der schönste Teil des Menschen ist in seinem Hahn?
Es ist schon fast poetisch.

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Das alte neue Annexe & ein Ausflug nach Metz

Ich war zu müde noch etwas zu schreiben am Abend davor, zudem fand ich dass der vorige Blogpost für sich alleine stehen sollte.

Langjährige Leser wissen vom Annexe. Wenn ihr es hier in die Suchmaske eingebt, werden sehr viele Beiträge angezeigt.  Ich feierte dort auch meinen 50. Geburtstag.
Der Besitzer jedoch verkaufte es Ende letzten Jahres und ich hatte diverse Stimmen munkeln hören, dass die neue Besitzerin nicht so….na ja, lassen wir das. Ich bin nicht hier um Gerüchte zu verbreiten.

Der ursprüngliche Plan, zusammen mit der D. war gewesen, zuerst ins Rooftop, anschließend in den Grünewald. Aber beide sind Dienstags geschlossen.
Also plante ich kurzerhand um. Zuerst Renert dann Annexe.
Ich poste in letzter Zeit wenige Fotos vom Renert weil das Café immer noch im Schatten einer gewaltigen Baupalissade steht und es sieht grauenvoll aus.

Ich war skeptisch. Sollten wir wirklich ins Annexe? Der Ort der über Jahre hinweg meine Kantine gewesen war? An den ich so viele schöne Abend erlebt hatte? Was wäre wenn ich bitter enttäuscht würde? Die Erinnerungen wärne futsch.
Ich gab mir einen Ruck und wir gingen doch.

Und wir wurden alles andere als enttäuscht.

Vorspeise: Ravioli gefüllt mit Jakobsmuscheln mit Daikon Rettich und Daschisud.

Die Vorspeise war ein absoluter Knaller. Der Daschisud war der beste Sud den je in meinem Leben hatte, und ich sage das nicht einfach so wie die Amerikaner für alles und jeden „best ever“ oder „best of my entire life“ sagen. Es ist tatsächlich so!
Perfekt abgestimmt zu den Ravioli und dem Daikon Rettich. Die Kombi war sternereif.

 

Hauptgang: Thunfisch mit Topinambur Püree, rote Curry Sauce und Curcuma Reis.

Die rote Curry Sauce war himmlisch und machte aus dem ganzen Gericht ein Gaumenschmaus.

Dazu gab es  fantastischen Pinot Blanc.

Ich war dann doch sehr froh dort gewesen zu sein.
Der einzige Wermutstropfen: es ist sehr teuer geworden, und vom Preis her wird es nicht noch einmal meine regelmäßige Kantine werden. Aber ein Umweg ist es allemal wert.

Soviel zum Dienstag.

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Für Mittwoch war ich mit dem C. verabredet, ein Datum das wir schon sehr lange festgezurrt hatten.  Der C., der inzwischen Leiter eines Kulturinstitution geworden ist, hatte ich schon lange nicht mehr gesehen.
Wir fuhren am Nachmittag los und kamen natürlich voll in den reguären Stau, wenn die ersten Pendler wieder zurück nach Frankreich fahren.  Es war aber weniger schlimm als erwartet, denn es sind Sommerferien und der schlimmste Stau ist immer erst am frühen Abend.

 

Gleich im Eingang befindet sich King Kong

Opéra Monde. La quête d’un art total ,war die Ausstellung weswegen wir hingefahren waren. Kuratiert wurde sie von Stéphane Ghislain Russel, einem Opern- und Theaterregisseur mit dem ich schon mehrfach gearbeitet habe.  Die Ausstellung an sich ist insofern interessant da er viele Beispiele von Bühnen zeit aus vorigen Jahrhunderten bis heute und die technischen Neuerungen.

In diesem Raum zum Beispiel hat man das Gefühl als ob man in den „Bühnenraum“ durch ein Tüll blicken würde und er wäre mit Rauchschwaden gefüllt. Aber nichts davon ist der Fall. Es nur die spärliche Beleuchtung und die Farben Lila Rosa und Blau die diesen Effekt erzeugen.

Es muss schon eine gewaltige Aufgabe gewesen sein durch ganz Europa zu fahren um all die ausgestellten Objekte zu bekommen und auch Teile des Dekors. Eine Mammutarbeit. Respekt.

Anschließen hatte der C. vorgeschlagen dass wir doch in die Brasserie Flo einkehren sollen, doch gibt es sie leider nicht mehr. Anstelle am eine andere die Arts et Metiers nennt und ebenfalls sehr schön ist.

Verstörende Begegnung

doctor-a / Pixabay

Auf die Gefahr dass ich jetzt vielleicht als Feigling oder als Egoist abgestempelt werde, werde ich doch von der Begegnung erzählen, die vorgestern am Sonntag geschah. Zuerst wollte ich sie nur als kleines Detail in die restlichen Geschehnisse des Tages einfügen, doch ich denke sie einen eigenen Blogpost verdient.

Ich fuhr vom Kino aus zurück mit der Tram.  Ich stieg ein und sah eine ziemlich heruntergekommene Frau beim Eingang sitzen. Ich schaute sie kurz an, machte mir aber weiter keine Gedanken und ich vermeide es soweit wie möglich die Leute anzustarren, weil es für diejenigen unangenehm ist.
Ich setzte mich weiter nach vorne und hörte plötzlich meine Namen.
„Du darfst mit mir sprechen…Joël.“
Sie kannte mich!
Da es aber so leise gewesen war und ich eh nicht in der Stimmung war (wir erinnern uns an meine Unlust überhaupt etwas zu tun) tat ich so als ob ich nichts gehört hätte.
Ich setzte mich weiter vorne hin und die Tram fuhr los.
„Ja, ja du gehörst auch zu den ignoranten dummen Schicki-Micki Leuten!“ schrie sie durch die Tram.
Uff, dachte ich, Glück gehabt.
Doch das Geschrei hörte nicht auf.
Ich kramte in meinem Gehirn woher ich sie kennen könnte, denn das Gesicht kam mir bekannt vor.  Dann fiel es mir ein. Es war die Ni.*  Die Ni war in meiner Klasse gewesen.  Es war in der neunten Klasse des Lycée Technique.  Sehr viel später sah ich sie wieder auf Partys.  Sie gab nebenbei Fitnesskurse im Studio einer Kundin von mir. Tagsüber arbeitete sie einer Eventagentur. Das war alles noch in meinem früheren Leben als Friseur. Ich kann mich an einen Abend erinnern an dem wir beide auf eine Geburtstagsfete geladen waren.  Damals hatte sie lange  hellblonde Haare, eine großartige Figur, war immer top gekleidet und war eigentlich ein liebenswerter Mensch,  der aber immer sehr oberflächlich wirkte. Bei mir lief sie unter der Kategorie ‚ferne Mitwirkende‘.
Ich begegnete ihr ab und an, wir grüßten einander und das wars.
Dann sah ich sie jahrelang gar nicht mehr.
Bis zu dem Tag.

„Ihr seit doch alle nur IDIOTEN! , schrie sie.
„Das Gehirn verseucht mit Ammoniak! Ihr pädophilen Wichser! ihr wisst gar nichts vom Leben! Ihr habt überhaupt keine Ahnung! Ihr starrt immer nur auf euer Handy!“
In der Tram, die nur spärlich besetzt war, war es mucksmäuschenstill.
„Ich hatte auch einen Jungen der immer drauf starrte und er wurde damit begraben!“
Und während ich das schreibe kommt ein Bild hoch, dass ich ihr irgendwann einmal begegnet bin, dass sie einen Kinderwagen vor sich herschob.
Dazwischen murmelte sie immer wieder unverständliches unzusammenhängendes Zeug.
„Ein lieber feiner Junge der von euch misshandelt wurde! Ihr Drecksschweine!“
Langsam ergab ihr ganzes Geschrei Sinn.
Wenn ich dem glauben sollte, hatte sie als Mutter ihren Sohn überlebt und begraben. Nun weiß ich aus eigener Erfahrung dass es meine Mutter fast den Verstand gekostet hat, als mein Bruder starb. Ich war kurz davor aufzustehen und zu ihr zu gehen, doch jede einzelne Faser meines Körpers hielt mich davon ab es zu tun.
Ich steig an der Place de l’Étoile aus. Ich drehte mich nicht zu ihr um, denn sie hatte sich inzwischen so in Rage geredet dass ich nur noch weg wollte.

Ich frage mich ob ich hätte mit ihr reden sollen.
Ich weiß es nicht.

* Ich nehme für gewöhnlich nur die Anfangsbuchstaben der Vornamen. Da der Buchstabe N aber schon seit etlichen Jahren von einer meiner besten Freundinnen belegt  wird, und ich später auch noch wissen will wer das war, ist es jetzt Ni.

Verregneter Verspannungstag

Der Tag begann strahlend schön um dann kurz vor Mittag in einem Wolkenbruch mit Unterbrechungen bis zum späten Abend hin anzuhalten.

Die untere Kante des vorderen Balkons.
Ich knipste so lange bis ich einen fetten Regentropfen vor die Linse bekam.

Diese Verspannung ist sehr seltsam. Ich hab immer noch nicht so richtig herausgefunden was für eine falsche Bewegung sie auslöst. Es ging jetzt Tag für Tag besser doch am Abend ging es wieder los. Vielleicht saß ich zu lange am Computer? Will mir mein Körper damit mitteilen dass ich mich mehr bewegen soll?  Oder weniger? Oder anders? Ich kapiere es nicht!
Da es jetzt Tag für Tag besser ging und das übers Wochenende hatte ich keinen Termin angefragt beim Chiropraktiker.
Als ich dachte dass es vielleicht doch besser wäre, rief ich an, nur um zu erfahren, dass alle in der Gemeinschaftspraxis im Urlaub sind bis nächste Woche.
Ich hoffe dass sich das bis Ende der Woche einigermaßen wieder gelegt hat, sonst wird der geplante Kurztrip die Hölle.

 

 

Ein Sonntag zum vergessen

Dabei hatte es vielversprechend angefangen.
Ich hatte mir überlegt einen Spaziergang fürs Blog zu machen. Zudem wollte ich mich wieder einmal richitg umsehen in der Stadt weil ich in ein wenigen Tagen Besuch bekomme, den ich herumführen will.
Zudem wollte ich die neue Kamera ausprobieren, weil sie dieses Wochenende zum Einsatz kommt.

Zu diesem Zweck wanderte ich in mein voriges Wohnviertel zum Bahnhof.

Unterwegs beschloss ich das Viertel weitgehend zu meiden hinsichtlich der Tour, denn die Avenue de la Liberté ist eine riesige Baustelle ab dem Pont Adolphe. Um zum Bahnhof per Bus zu gelangen muss man sehr viel Geduld mitbringen, sogar an einem Sonntag. Hinzu kommt dass die Avenue de la Gare, für den Auto verkehr ebenfalls komplett gesperrt ist, weilt dort…ein Radweg hinzugefügt wird?

Ich stieg in einen Zug in Richtung Mersch/ Belgien um gleich an der ersten Station Pfaffental wieder auszusteigen und machte dabei Zeitraffervideo.

Die Brücke die ja schon seit längerem einen neuen Anstrich bekommt wird noch eine Weile länger warten müssen. Der Zulieferer der Farbe hat Konkurs angemeldet.

 

Der kleine automatische Bus der vom Pfaffental Aufzug bis zum Pfaffental Bahnhof fährt.

 

Mir fiel seit zum ersten mal das große Gewächshaus auf, das aber schon jahrelang nicht mehr genutzt wird. Ich frage mich was es da drin wohl zu entdecken gibt.

Oben angekommen,  fing es an zu regnen. Also setzte ich mich in die Tram und fuhr bis zum Kinépolis, weil die Kombi Regenwetter und Kino, mir am logischsten erschien. Herumwandern hatte ich bereits gestrichen. Die Kino App verriet mir, dass nicht wirklich viel spannendes läuft. Ich fuhr trotzdem hin weil ich dachte dass vielleicht ein Kinoplakat mich inspirieren würde, was aber nicht der Fall war.

Und dann überfiel mich diese große Unlust überhaupt etwas zu tun. Ich fuhr zurück.

Ich stieg noch einmal beim Glacis aus weil ich diese Monstrum an Achterbahn noch nicht gesehen hatte. Es ist eine der beiden größten transportablen Achterbahnen weltweit und wenn ein Münchener hier mitlesen, werden die sie wohl wiedererkennen vom Oktoberfest. Es ist die Alpina Achterbahn.

Zuhause schmiss ich mich aufs Sofa und schaute Zombie Filme. Fragt nicht…

Der Tag nach dem Tornado & Bovary

Ein ruhiger Tag nach dem Sturm.
Da sich viele Baubetriebe in Luxemburg im vertraglichen Kollektivurlaub befinden, ist s nicht so einfach die abgedeckten Dächer der über 100 Häuser wieder auf Vordermann zu bringen, zumal für die nächsten Tage noch weiter Regenschauern vorgesehen sind. Doch es gibt ein große Solidaritätswelle und den Tornado Opfern zu helfen.
Wer von meinen deutschen Lesern etwas Luxemburgisch lesen und hören will,  bei RTL gibt es ein paar Reportagen über den Tag danach.

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Erwachte relativ früh, weil diese seltsame Zerrung/Verspannung  mir wieder zu schaffen machte. Nach einer sehr heißen Dusche ging es dann einigermaßen.
Es war Samstag und Wochenmarkt. You know de drill.

Ich traf mich mit der D. und wir saßen wie gewohnt im Renert. Ich kaufte  frisches Brot vom Eifeler Bäcker und Kaffee in der Rösterei meines Vertrauens, bei Santos.  Ein Thema am Morgen war, wie  schlecht es eigentlich um den Markt bestellt ist. Die D. und ich versuchten ein wenig aufzuzählen wer alles aufgehört hat die letzten Monate. Es sind so einige die nicht mehr da sind. Mein französische Käseverkäufer ist seit ein paar Monaten nicht mehr da. Die Frau mit all den bretonischen Spezialitäten ist weg. Die Frau mit all den allgäuer Produkten ebenfalls. Es gab mal ein Pilz Gärtner…weg. Ein Vogelstrauß Metzger…
Es ist ein wenig beängstigend.

Am Abend hatte ich mich mit einer Berufskollegin verabredet.  Sie war für mehrere Projekte meine Assistentin gewesen als sie noch ganz neu auf dem Markt war. Doch auch sie kämpft, wie viele  ums Überleben. Vor allem die Filmbranche ist ein sehr hartes Pflaster geworden und ich bin froh dass ich mich aus diesem Sektor ausgeklinkt habe. Wenn ich all die Horrorgeschichten höre…

Ich hatte sie mit ins Bovary genommen, das sie nicht kannte. Es war sehr voll, denn es war ein Konzert angekündigt. Man setzte uns etwas abseits  weil wir keine Tischreservierung hatten und bekamen wir das Konzert nur am Rande mit, was letztendlich nicht verkehrt war, denn die Sängerin traf die Töne nicht und hörte sich an wie eine Katze mit zu viel Vibrato in der Stimme…
Der Abend  war trotzdem schön und wir schworen uns das öfters zu wiederholen.

 

 

Eine Rückfahrt, ein Lochblech und ein Tronado

Ich muss irgendeine falsche Bewegung gemacht haben oder in der letzten Nacht im Hahnenklee falsch gelegen haben im Bett, irgendwann. Es kann auch sein, dass ich einfach nicht gut saß im Auto während der Rückfahrt. Eine Art Muskelkater begleitete mich die ganze Rückfahrt hinweg und ich rutschte im Sitz hin und her und versuchte immer wieder den Rücken so zu stecken, was den Schmerz weniger werden ließ.
Ich kam am späten Nachmittag an und fiel wie Stein aufs Bett. Ich war so müde dass ich direkt tief und fest einschlief und voller Bekleidung…

***

Gegen halb vier morgens erwachte ich dann und war total ausgeruht und hätte mit dem Tag beginnen können, doch der Schmerz war immer noch da. Ich las ein wenig bis die Augen wieder zufielen und schlief noch einmal durch bis kurz vor sieben. Dann allerdings war der Schmerz so groß dass ich kurzerhand dachte zum Arzt zu gehen. Ein leichtes Hypochonder Gefühl befiel mich und ich maß Fieber. Nichts. Dann besann ich mich auf die Übungen die mir die Osteopathin in der Fastenkur mit auf den Weg gegeben hat und die Schmerzen wurden endlich weniger. Uff…

Haushaltgewurschtel. Wäsche waschen (lassen) und aufhängen. Später dann machte ich mich auf zur Post um ein Paket abzuholen.

Jetzt habe ich endlich das Lochblech das ich mir schon so lange gewünscht habe. Von der Firma von der ich den Backofen habe, gibt es keines. Und anstatt noch lange rumzusuchen, kaufte ich es bei Sally, bei der ich auch schon den Trick mit den löchrigen Quichefromen gesehen hatte in ihren Videos. Es backt alles regelmäßiger durch und geht auch ebenmäßig hoch im Ofen ohne Knubbel in der Mitte.

Am frühen Abend dann der Tronado der zwei Städte im Süden von Luxemburg sehr in Mitleidenschaft riss. Es sieht an manchen Stellen in Pétange und in Bascharge aus, als ob eine Bombe eingeschlagen hätte.
100 Häuser in Petingen von Tornado abgedeckt
Die Videos auf der Seite oben sind gruselig.
In der Hauptstadt  gingen nur mehrfach kräftige Schauern nieder und anschließend präsentierte der Himmel ein Schauspiel mit Sonnenuntergang und Regenbogen, so als ob nichts weiter passiert wäre.

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Es hat eine Weile gedauert bis ich endlich die App gefunden habe, die meine Fotos fürs Blog pixelgenau skaliert, damit sie in den Blogpost passen.  Bildgröße von Vitalij Schaefer.
Ich hatte mehrere ausprobiert die primär nur das Speichervolumen verminderten und damit auch die Größe, aber nicht so, dass ich genau festlegen konnte. Mit dieser hier klappt es!
Und da die WordPress App nach dem letzten Update wesentlich stabiler wurde, kann ich jetzt alles mit dem Smartphone machen.

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Um nicht als schwul zu gelten: Hetero-Männer sind eher Umweltferkel
Umweltfreundliches Verhalten wird allgemein als eher weiblich angesehen – daher haben laut einer neuen US-Studie manche Männer Probleme damit, in der Öffentlichkeit grün zu sein.

*Kopfschüttel*

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Was zum Schmunzeln. Sticky Buns aus America’s Test Kitchen.

Und bei FB gibt es die Bloopes davon zu sehen.

Erkundung von Hahnenklee

Am Vorabend ziemlich geschlaucht ins Bett von der langen Fahrt.

Im Hotel ist ein Schwimmbad, das den Gästen rund um die Uhr zu Verfügung steht und das ich später am Abend sofort in Anspruch nahm. Das Wasser ist angenehm kühl, was das Schwimmen natürlich sehr erleichtert.

Sehr ruhige Nacht verbracht.

Am Morgen im Frühstücksraum:

Das Hotel ist spärlich belegt. Von der Einrichtung her fühlt man sich in die 80er zurückversetzt. Mein Zimmer jedoch ist der Zeit ein wenig angepasst worden. Das Bad ist klein aber neu. Die Dusche ist winzig.

Erste Erkundung des kleinen Dorfes. Leider ist es hier wie vielen anderen Orts auch. Es gibt viel Ladenleerstände. Die Häuser erinnerten mich sehr Quedlinburg, das ich vor etlichen Jahren mit der längst verstorbenen C. besuchte.

Doch das Dorf hat eine große Attraktion. Den legendären Bocksberg. Es gibt ein Sessellift und eine Gondelbahn die hoch fahren.

Oben gibt es dann einen Bobbahn eine Cartbahn und viel Zeugs um die Kiddies zu bespaßen.

Ich probierte die Bobbahn aus. Huiiii.

Ich überlegte ob ich den Wanderweg hinunter ins Tal nehmen soll, denn das Wetter war sehr durchwachsen und ich hatte kein Regenzeug und keinen Schirm dabei. Und so just als ich wieder in Gondel stieg ging eine Schauer nieder. Glück gehabt.

Ein kurioses Kirchlein besucht, die Stabkirche.

Vor 111 Jahren erbaut, erinnerte sie mich sehr an das Wanamaker Theater in London, das zum Shakespeare-Globe Theater gehört.

Dann tröpfelte es wieder und ich ging zurück ins Hotel und legte mich für eine Weile hin. Nickerchen.

Am Nachmittag eine kleine Schwimmrunde und eine Leserunde. Ich hätte auch nach Goslar fahren können, ließ es aber bleiben. Nach der langen Fahrt gestern hatte ich keine Lust schon wieder zu fahren.

Am Abend gab ich den Restaurant im Hotel eine Chance.

Geräucherte Forelle mit Preiselbeerkompot, Rettichmousse und Buttertoast. (Sorry, ich hatte schon der ersten Bissen genommen, als ich mich an das Foto erinnerte)
Scholle in Tomatensoße mit Garnelen und Pilzen, dazu ein Salat und Petersielenkartoffeln.

Man sieht schon an der Zubereitung auf dem Teller und Scholle die separat anserviert wurde, dass das Restaurant, wie das ganze Hotel auch, in einer Zeitschleife der 80er hängengeblieben ist. Geschmeckt hat es aber.

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Apropos Essen. Einen schönes Interview mit einer Foodjournalistinen bei Twitter via  Anke Gröner gefunden.
Ruth Reichl on 40 Years in Food Journalism

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Gewisse Dinge versuche ich nicht im Internet zu kaufen. Bücher zum Beispiel, oder Kleidung, Schuhe und „Jerdermanskosmetik“. Die Kosmetik die ich für den Job brauche kann ich bisweilen nur online bestellen.
Aber diesem Tweet nach gibt es auch nachvollziehbare Gründe es bei Elektroprodukten doch zu tun.

https://twitter.com/zeitschlag/status/1159010020547334145

Hahnenklee

Verrückte Spontanaktionen.

Ich hatte schon lange keine mehr dieser Art. Am Vorabend, das Blogposting war schon längst geschrieben, buchte ich aus Gründen ein Hotel in Hahnenklee. Was ich aber nicht wusste, was dass die Strecke bis dorthin so viele Baustellen beinhaltete dass ich ramdösig wurde. Ich braucht wesentlich länger als gedacht.

Aber jetzt bin ich hier in einem alten Hotel und das ist die Aussicht vom Balkon:

Ein Park mit uralten Bäumen.

Morgen mehr.

Neue Tastatur, Salat & the lonely Schnuller

Sehr ruhiger Sonntag von dem es nichts weiter zu berichten gibt.Jedoch machte am Sonntagabend meine Tastatur schlapp und wollte nicht mehr. Sie ist inzwiachen weit über zehn Jahre alt, überstand zwei Umzüge und eine neumodische Tastatur aus Bambus, die aber schneller kaputt ging als anderen die ich je davor hatte.   Doch ich muss zugeben dass das Bambusteil ein Hingucker war.

Also war der erste Gang am Montag in den Fachmarkt. Es gab wieder eine Logitech, die etwas teurer sind, aber wenn diese hier genau so lange hält wie ihr Vorgänger kann ich mich nicht beklagen.
Weil ich Luxemburg keine eindeutige deutsche Tastatur bekomme, (wenn ich explizit eine deutsche im Laden bestelle bekomme ich meistens eine QWERTY  statt eine QWERTZ) muss ich deswegen nach Trier.
In Luxemburg gibt es meistens AZERTY Tastaturen was den Französischen geschuldet ist. Zugegeben der Unterschied zwischen QWERTZ und QWERTY ist nicht riesengroß, doch das Getue einen Umlaut zu schreiben macht mich wahnsinnig. (ö, ä und ü sind auf der gleichen Taste wie è, é und à  groß und klein. Das ß fehlt ganz)

Ich fuhr mit den Zug nach Trier, was wieder einmal sehr entspannt war.  Eine Stunde hin eine Stunde zurück verschafften mir die Zeit die Tageszeitung gründlicher zu lesen als sonst.

Am Abend traf ich mich mit der A. im Bovary.
Es gab Salat:

Schmeckte gut aber an der Vinegrette kann man noch arbeiten. An meine reicht sie bei weitem nicht.
Wir redeten lange noch über die Geburtstagsfeier und einen weiteren traurigen Fall, von sehr guten Freunden die einen tragischen Unfall erlitten haben. Mehr möchte ich darüber nicht schreiben.
Doch kenne ich das Gefühl wenn man einen Menschen von heute auf morgen verliert. Es zerbricht etwas innerlich was nie wieder in Ordnung kommt,  so als ob man ein Körperteil amputiert bekommen hätte…

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Am Nachmittag fand ich bei der Bushaltestelle diesen traurigen Schnuller. Er lag so einsam und verlassen da, gab aber ein schönes Fotomotiv her.

Der Tag danach & Post

Autsch!
Dabei hatte ich gar nicht sooo viel auf der Geburtstagsfeier getrunken. Ein Glas Champagner zu Anfang, dann zwei Gläser Weißwein über dem Abend verteilt… und sehr viel später noch ein Ramborn.  Ich musste weitgehend fit bleiben denn ich musste noch mit der N. zurückfahren.  Aber sehr viel gegessen hatte ich auch nicht weil ich am Tag davor sehr übertrieben hatte.
Ich wachte also mit einem Brummschädel auf, der sich, obwohl ich ihn sehr pflegte, den ganzen Tag immer wieder meldete. (Bitte keine Mitleidsbekundungen. Ich habe NIE Mitleid mit jemandem der einen über den Durst getrunken hat und am allerwenigsten mit mir selbst!)

Die D. schickte mir ein Foto aus Paris wo sie das Wochenende über mit einer ganzen Bande an Freundinnen verweilt.

Großartig! Das erinnert sehr an die Self Portrait Serie von Vivian Maier.

Am Nachmittag zog ich los in die Buchhandlung meines Vertrauens und orderte zwei Bücher zwecks einer Besprechung für die  kommenden NO ART Sendungen. Die Stadt war so proppenvoll mit Touristen, die immer überall stehen bleiben egal ob mitten in einer Passage oder einem Eingang.  Mich macht das bisweilen wahnsinnig. Benehme ich mich auch so wenn ich in der Fremde bin?  zudem war das Straßenfestival mit vielen  Künstlern voll im Gange. Allein auf der Place Guillaume waren drei verschiedene Spektakel zu sehen.

Ich verzog mich ins Renert und las ausführlich die beiden letzten New Yorker Ausgaben,

Wieder Zuhause fand ich ein Päckchen von Frau Klugscheisser im Briefkasten.

Ich hatte vor Tagen auf Twitter gefragt:

Frau Klugscheißer wusste es und schickte mir umgehend die DVD!
Dankeschön! Das nächste mal wenn wir uns sehen, revanchiere ich mich. Aber so was von!!!

Der runde Geburtstag der A.

Ein längerer Mail Verkehr mit der K. aus dem Reisebüro meines Vertrauens.
Die Winterreise nimmt langsam Formen an.
Der letzte Satz lässt mich erzittern vor Freude.
Am liebsten würde ich gern alles hier verraten, doch bis es so weit ist ist viel abzuklären und zu organisieren.

***

Am Abend dann endlich der runde Geburtstag des A.,  wo ich und viele andere eine Feier organisierten hatte,  doch die A. hatte keinen blassen Schimmer.
(Darum schrieb ich die letzten Tage im Blog auch von einem ‚Ding‘ das ich besorgen musste, denn ich weiß dass die A. sporadisch hier mitliest)
Wir hatten alles so eingefädelt dass sie dachte, sie würde mit mir und ihrer Freundin V.  einen kurzen Abstecher zu der N. machen, die ja noch immer Zuhause mit ihrem gebrochenen Fuß rumliegt.  A. vermutete dass wir danach in einer Disco landen würden…
Die A. war sehr grantig gewesen die letzten Tage weil die runde Zahl ihr ein wenig zu schaffen machte und weil sie den Verdacht hatte dass so gar nichts passieren würde.
Die V. holte die A. ab und  die Mutter der A. schickte ihr eine SMS um ihr zu sagen dass sie noch bei einen Nachtisch für die kleine Feier abholen sollte. In der Zwischenzeit hatte sich die gesamte Familie und die besten Freunde bei der Mutter der A. eingefunden. Ich hatte derweil auch die N. mit einem Taxi zu der A’s. Mutter gefahren. Alle warteten im Garten.  Ihr Mutter hatte  den ganzen Garten mit Luftballons und kleinen Stehtischen dekoriert.

Das verdatterte Gesicht der A. war all die Mühe wert gewesen.
Als sie dann sah dass ihr Bruder extra aus Brüssel gekommen war konnte die Tränen nicht mehr unterdrücken.

Ein schöner Abend und es wurde spät, sehr spät…

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Per Twitter eine schöne Reportageserie über im DLF gefunden über die  portugiesische Community  in Luxemburg.

Moseltal statt Atlantiküste / Portugiesen in Luxemburg

 

Abendessen mit der M.

Die M. kenne ich schon seit ewigen Zeiten aus der ‚alten Heimat‘. Das letzte Mal als ich sie sah war vor ein paar Tagen gewesen, als ich von Innenstadt zurück nach hause ging. Großes Hallo. Wir verabredeten uns zum Abendessen,

Apéro nahmen wir im Renert.  Zu Anfang umging ich den Umstand dass wir uns über lange Zeit gar nicht gesehen hatten und erst wieder an der Beerdigung ihres Mannes., dem B. Doch letztendlich sprachen wir doch darüber.
Ich gab ihr den Blogeintrag zu lesen den ich damals über ihn geschrieben hatte.

***

Fürs  Abendessen hatte ich die Skybar ausgesucht die die M. nicht kannte.

Neu auf der Karte waren die gefüllten Weinblätter mit der kleinen leichten Schaumsoße. Ich hab die Dinger noch nie besser gegessen.

Auf einen letzten Espresso ging es dann noch zu der M. nach hause. Sie wohnt schon lange nicht mehr in der alten Heimat, sondern in einem Vorort der Stadt. Ein sehr schönes Apartment.

Und dann begann ich wieder den großen Fehler noch zu später Stunde einen Espresso zu trinken. Ich lerne es nie….

Dienstag und Mittwoch

Ab und an nehme ich mir auch einen Tag frei im Blog.

Ist ja nicht so dass ich dass  bloggen MUSS sondern weil ich es WILL.

Dabei hätte ich berichten können, dass ich am Tag davor mit der D. und der A. nach Remich ins Tapas Street fuhr. (D. und A. kennen sich durch mich aber beide zusammen war eine neue Kombi) Das spanische Restaurant erwähne ich seit Jahren schon immer wieder im Sommer. Ein schöner gemütlicher Ort wo bei schönem Wetter ein wenig das Gefühl aufkommt, irgendwo im Süden zu sein. Dabei ist es nur an der Mosel.

Beide hatten mitbekommen was mit Marie Sophie passiert ist. Es entstand eine längere Diskussion darüber. Aber in vielen Punkten waren wir uns alle einig.

Einen wunderschönen Beitrag hat die Kaltmamsell über Sophie geschrieben. Und genau so möchte ich sie in Erinnerung behalten.

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Ich erwachte am Mittwoch sehr früh, da ich aber keine Verpflichtungen am Morgen hatte drehte ich mich noch einmal um und schlief durch bis halb zehn. Ich erwachte mit dem Gefühl das an Schlaf endlich nachgeholt zu haben was die letzten Tage fehlte. (Dabei ist das ein absoluter Trugschluss! Man kann Schlaf nicht nachholen! Schlaf den man verpasst hat ist weg!)

Ich las die Tageszeitung und bereitete ein paar ‚Dinge‘ vor, von denen ich wieder einmal nicht berichten kann… Aber in ein paar Tagen, versprochen!

Am Nachmittag fuhr ins Reisebüro meines Vertrauens. Die K. war hocherfreut mich wiederzusehen. Ich hatte ihr schon vor Wochen eine Mail geschickt, dass ich Ende des Jahres wieder reisen möchte. Aber diesmal wird es keine Weltreise werden.

Es geht wieder nach Australien, denn da gibt es noch so einiges zu sehen. Der ganze Monat den ich das letzte mal dort verbrachte reichte nicht aus. Anschließend geht es weiter nach Neuseeland. Das Land das ich noch so gerne gesehen hätte und das mir verwehrt blieb. Ich hatte mir überlegt ob ich Neukaledonien auch noch mitmache, allein aus dem Grund um der Insel meinen innerlichen Teufel auszutreiben. Wir erinnern uns…

Doch letztendlich finde ich dass mein Blinddarm dort gut begraben liegt und ich ihn nicht unbedingt besuchen muss. Zudem ist die Insel kein wirkliches Urlaubsziel, das viel zu bieten hat.

Am Abend speiste ich im Grünewald und gönnte mir seit langem mal wieder ein Baba.

 

Wellness fürs Gefährt und neue Mitgliedskarte

Lange geschlafen. Ich hatte noch ein wenig nachzuholen vom Wochenende. Bloggen und noch ein paar Termine festzurren für die nächsten Tage.

Ich machte ein paar Besorgungen für die N. die zu hause in ihrer Wohnung sitzt mit ihrem Robocopschuh, den sie aber nur bedingt anziehen kann.

Anschließend fuhr ich den Wagen zur Wellnessstation. Eine Innen- und Außenreinigung war dringend nötig. Zudem kann ich es nicht durch ein Waschstraße fahren, wegen dem Stoffdach. Aber es stört mich nicht weiter, denn er wird immer wieder mit größter Sorgfalt gereinigt und sieht wie neu aus, was den hohen Preis absolut rechtfertigt.

Ich fuhr mit dem Bus zurück in die Innenstadt. Aus Gründen die ich hier nicht erwähnen kann begab ich auf die Suche nach einem ‚Ding‘. Dieses ‚Ding‘ musste eine gewisse Größe und Farbe haben, die ich mir dafür vorstellte. Doch meistens wenn etwas ganz bestimmtes sucht ist man erfolglos. Ich fand letztendlich eine nette Alternative.

Zwischenzeitlich setzte ich mich kurz ins Vis-a-vis auf die Außenterrasse und schrieb ein wenig im Blog vor. Die WordPress App wurde dafür nochmal überholt und ist inzwischen sehr zuverlässig. Nur das Fotohochladen klappt noch nicht so wie ich mir das wünsche.

Kurz nach zwei ging zu den Nationalarchiven um mir eine Mitgliedskarte ausstellen zu lassen.

Das wird für eine Weile ein neuer Arbeitsplatz für mich. Warum kann noch ich nicht verraten.

Dann war es auch schon wieder Zeit den Wagen abzuholen.
Für meine Luxileser:  die Firma ist etwas weiter draußen in Howald und heißt Car Protect Center.

Es fängt an wieder wärmer zu werden. Hinzu kommt dass mich die letzten Tag nicht ganz unberührt ließen  und mir immer noch viele Gedanken im Kopf herumschwirren.
Dann hilft nur eines:

Ein Eis aus der Bonomeria.

Überlegungen & Überzeugungen

Die schreckliche Nachricht von Sophie hat mich dann doch mehr mitgenommen als ich dachte.

Da sich alles ein wenig verschoben hat im Blog, denn das gestrige Posting behandelt den halben gestrigen Tag mit, kann ich nur vom Nachmittag berichten. Ich war zu einer Grillparty geladen, die mich aus den Trübsinn riss und mich über Stunden sehr zum lachen brachte. Doch da ich die Nacht davor nur wenige Stunden geschlafen hatte, war ich kurz nach 16:00 nichts mehr wert.

Zuhause dann spuckte mir Sophie noch lange im Kopf herum.
Ich hatte sie nur einmal gesehen auf dem großen Fest in München.

Ich bin nach wie vor entsetzt  und wütend über die Unverhältnismäßigkeit des enormen Schadens der entstand, und der Aufdeckergeschichte des Spiegels.  Es steht in keinem Verhältnis zueinander.  Ich hoffe nur dass es für Investigativjournalisten eine Lehre ist und sie in Zukunft achtsamer sind, und vorab überlegen was für einen Schaden sie anrichten.

Das ist meine persönliche Überzeugung und jeder Kommentar der sich auch nur im geringsten nach einer „rechtschaffenden Krähe“ ( siehe vorigen Blogbeitrag) anhört, wird erst gar nicht erscheinen und/oder gelöscht.

Im Gedenken an…

Ich war die Nacht davor sehr spät heimgekommen.
Ich hatte die K. besucht und ihr zum Geburtstag gewünscht. Ich hatte ihr Blumen mitgebracht:

Die K. hatte Sie nicht gekannt und ich erzählte von Ihr.
„Was für eine traurige Geschichte.“, meinte die K.
Auf dem Rückweg, morgens um 3:00, fuhr ich mit den allerletzten Tropfen Benzin zurück, weil ich vergessen hatte zu tanken.  Ich sah mich schon fernab von allem, mitten im Wald ohne Sprit am Straßenrand stehen…

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Heute Morgen versuchte ich Texte von Ihr wiederzufinden. Die Texte die mich so sehr berührt hatten, die mich zum schmunzeln brachten, zum nachdenken, die mich zu Tränen rührten.  Im archive.org wurde ich fündig, aber es ist nur ein Bruchteil des ganzen.
Es ist egal ob es der Wahrheit entspricht oder nicht.
Es ist das einzige was von Ihr bleibt!
Sie ist nicht mehr da!

Am Morgen mit den Füßen im Garten stehen.
Tau an den Fußsohlen.
Nur vorsichtig auftreten. Was weiß man schon über die Feen, die morgens im Garten tanzen? …

(Marie Sophie Hingst)

Sie glaubte an die Macht des Wortes.
Doch Sie zerbrach daran.

Adieu Sophie.

Freitag ohne Verpflichtung

Gleich am Morgen sehr betroffen gelesen dass Rutger Hauer bereits am 19. Juli verstorben ist.
Ich hatte vor Jahren einen Film mit ihm gedreht (der zugegeben sehr schlecht war) Doch fand ich ihn als Menschen  sehr angenehm und nett.  Später dann hatte ich noch einmal Kontakt mit ihm über seinen YouTube Kanal FilmFactoryShorts.  Es hatte eine Schule  für junge Regisseure gegründet

.  Er bewog viele davon ihre Kurzfilme dort hochzuladen, damit sie ein weltweites Publikum erreichen. Damals war Youtube noch nicht was es heute ist. Ich hatte sehr viele Filme aus seinem Kanal im Blog verlinkt, (2010) weil die ganze Welt wieder Kopf stand wegen der Fußball WM und ich dagegen halten wollte.
Er machte damals schon Vlogs über alle möglichen Themen aus der Filmbranche.

Seine legandärste Rolle war aber in Blade Runner.

Time to die…

 

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Am frühen Nachmittag besuchte ich die N., die gestern operiert wurde. Es geht ihr soweit gut. Wir setzten uns in die Vorhalle zu Oberweis.
Warum haben nicht alle Krankenhäuser einen Konditor von diesem Kaliber? Schon allein aus moralischen Gründen wäre das gerade in  Krankenhäusern überall sehr von Nöten.
wir tranken gemütlich ein Kaffee, derweil die N. auf die Visite vom Chirurgen wartete die, wie sich später herausstelle erst für den nächsten Tag angesetzt ist. Anschließend kaufte ich noch ein paar Dinge fürs Abendessen ein.

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Ein großartiges Interview gesehen mit Michelle Obama über ihr Buch Becoming.
FB Link. Das komplette Interview war sonst nirgends zu finden.

Die Vivian Maier Galerie

Sehr viel Haushalt erledigt, da draußen ja nicht wirklich was ging.
Zudem hatte sich ein Arbeiter des Bilderrahmenladen angekündigt. Die Vivian Maier Fotos sind fertig eingerahmt!

Und hängen!
Und es sieht sehr gut aus!
Ich hatte leichte Bedenken weil man mir schwarze Passe-partout empfohlen hatte. Jetzt bin ich sehr froh darüber, denn die Fotos stechen noch mehr hervor.
Und wieder eine weiße Wand weniger. So langsam wird das was.

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Am Nachmittag fotografierte ich den Temperaturmesser in der Straße. Nur damit man mir glaubt dass es tatsächlich 41 Grad waren.

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Und dann war da noch was mit der FaceApp, die ich schon vor Ewigkeiten mal geladen hatte aber dann wieder entfernte weil sie nervte und letztendlich nicht so gut war. Doch man hat daran gearbeitet. Und die Fotos wie am man 20-30 Jahren aussieht sind inzwischen sehr gut.

St. Nikolaus lässt grüßen. Das Foto sollte ich in 30 Jahren überprüfen ob es denn der Wahrheit entspricht.

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Ich bin nach wie vor fasziniert von dieser alten Kochsendung mit Marie-Thérèse Ordonez alias Maïté die die INA nach und nach auf YouTube bereitstellt.

Das Rezept, Hühnchen  mit einer Quarkfüllung gewürzt mit Armagnac, Estragon und Kerbel werde ich ausprobieren.

Ein weiterer Tag in den Archiven

Die Temperaturanzeige in meiner Straße am frühen Abend um genau 18:24, als ich aus den herrlich temperierten Archiven kam. Also muss es am Nachmittag noch heißer gewesen sein.

Doch bevor ich dorthin fuhr, besuchte ich die N. im Krankenhaus. Ich hatte ja berichtet dass sie sich den Fuß gebrochen hat. Allerdings wird sie erst morgen operiert.  Ich schob sie mit dem Rollstuhl in den Innenhof, wo es aber auch schon sehr ungemütlich war, wegen der Hitze. Doch für sie war es schön draußen zu sein.

Dann ging es ab in die Archive für einen weiteren Nachmittag.  Ich war sehr froh darüber, da der Bau ein alter Bau mit dicken Mauern ist, und so schnell die Hitze nicht reinlässt.  Im Konferenzraum oben unterm Dach war es warm aber nicht unangenehm.  Diesmal ging es um die alten Bestände von 782 bis 1795.  Die längste Zeitspanne, wo es am wenigsten Material gibt. (die Archivare drücken das immer in Metern aus, hier sind es nur 700 Meter) Die Archivarin die dafür zuständig ist erklärte uns, dass dies weitgehend mit der französischen Revolution zu tun hat, die auch in unserer Gegend alles niedermachte und nur die Dokumente behielt die von finanziellen Nutzen waren.  Ich lernte dabei, dass unsere Gegend seit jeher immer zweisprachig war. Französich und Deutsch, bzw, Moselfränkisch. Eine recht gute Zusammenfassung gibt hier und hier

Man kann inzwischen einen recht großen Teil der Dokumente dieser Zeit online einsehen über die Archivplansuche.
Das älteste Dokument von 782 ist die Schenkung eines Anwesens in Eisenach an die Abtei in meiner alten Heimat.

Anschließend ging es dann raus in die Hitze, die ich aber als nicht so schlimm empfand, weil es eine trockene Hitze war und nicht, wie so oft in Luxemburg, mit einer hohem Luftfeuchtigkeit verbunden.

Zuhause empfing mich eine erstaunlich kühle Wohnung (26 Grad), weil ich alle Fenster und Türen dicht verschlossen gehalten hatte.  Erst kurz nach Mitternacht hatte es soweit abgekühlt dass die Temperaturen innen wie außen identisch waren und ich die Fenster alle öffnen konnte um einmal zu durchzulüften.

 

Heißer Tag & Nationalarchiv

Ein heißer Tag kündigte sich an.

In der Mittagsstunde hatte ich den gestern schon angekündigten Termin,  den sogenannten Reality Check der eines neuen Projektes über die Machbarkeit und die Kosten.  Es lief erstaunlich gut, obwohl ich das Projekt in der Größe um die Hälfte gestrichen hatte.

Den Rest des Nachmittags verbrachten wir in den Nationalarchiven von Luxemburg.  Das Künstlerkollektiv bekommt an zwei Tagen eine intensive Führung durch die Archive, wie man sich anstellen muss um eine Recherche zu beginnen, und was man wo eventuell finde könnte. Hochspannend !!!
Das Gebäude an sich mit seinen 100 Metern Länge ist schon spektakulär.

Diese Aussicht hat von den Fenstern zum Tal hin. Ich habe sie schon sehr oft abgelichtet weil man auf einen Blick die ganze Geschichte des Landes sehen kann.   Die Wolkenkratzer vom Kirchberg mit  den europäischen Institutionen, die unterirdischen Gänge der Kasematten und das Viertel Grund mit seiner Abtei Neumünster, die einst das Gefängnis des Landes war.

Sehr spannend fand ich das Crowdsourcing Projekt. Sie hatten letztes Jahr die Seiten eines Sterberegisters der rekrutierten Soldaten von Napoleon online gestellt, das noch nicht digitalisiert war. Das Projekt bestand darin die Namen der Soldaten und alle anderen Daten, sowie die Todesursache aus den Seiten herauszulesen und in eine Maske einzugeben. Man ging davon aus, dass die Arbeit etwa sechs Monte dauern würde.  Doch es erfreute sich einer solchen Beliebtheit dass man in etwas mehr als einer Woche damit durch war.

Wir wurden durch das ganze Haus geführt und durch die langen Räume in denen Meter an Meter an Dokumenten steht.

Ein Raum erfüllte mich mit Grauen. Es war der Raum aller Dokumente aus den zweiten Weltkrieg und was Gauleiter Gustav Simon alles dokumentieren ließ. Bis auf ein paar wenige Ordner ist fast alles aufgearbeitet und sämtliche Dokumente aus den Ordnern herausgenommen und in Kartonkisten abgelegt. Das Eisen der Ordner rostet mit den Jahren und beschädigt das Papier ebenso wie all die Heftklammern.  Doch ein paar Ordner sind noch zu sehen auf denen explizit drauf steht was sich darin befindet. Das geht von Einschulugen,  bis hin zu Geschlechtskrankheiten.
Die Archivarin die uns begleitete, sagte dass es unglaublich ist, was alles und wie sehr ins Detail unter dem Naziregime alles dokumentiert wurde.

Die Stunden in dem Archiv ließen uns die Hitze draußen vergessen und es war es schon seltsam, dass wir am späten Nachmittag Schluss machten und in eine kochend heiße Stadt entlassen wurden.

Zuhause stellte ich ein zweites mal unter die Dusche, und ging später dann mit der A. in die Skybar, die noch nie dort gewesen war.

Ein herrlicher Abend, denn es ein Gitarrist mit der Sängerin Julie Compagnon zugegen, und wir bleiben weitaus länger als wir geplant hatten.

Reality & Begegnungen

Der letzte Tag meiner Putzhilfe, bevor sie in 3 Wochen in Urlaub geht.
Überhaupt fällt in ganz Luxemburg das Sauberkeitsniveau  während der Sommermonate.  Dafür gibt es eine Erklärung.
In Luxemburg werden der Großteil der Bauarbeiten sowie der Gebäudereinigung aber auch der Haushaltsarbeiten von dem portugiesischen Mitbürgern bewältigt.
Das hat vor allem mit dem Kollektivvertrag im Bauwesen zu tun. Dieser schreibt nämlich 3 Wochen gemeinsamen Urlaub im Sommer und 2 Wochen über Weihnachten vor. Das heißt auf den Baustellen in Luxemburg (es sei denn man hat eine Sondergenehmigung) ist es jetzt während drei Wochen still.  Die meisten der Portugiesen fahren während dieser Zeit nach Portugal.
Meine Putzhilfe die F. macht da keine Ausnahme.

Ich kümmerte mich derweil ein wenig um die N. die mit ihrem Gips zu hause auf dem Sofa sitzt und zum Nichtstun verdonnert ist.  Ich besuchte sie.

Zudem sah ich noch einmal großes Kunstprojekt durch in meiner Funktion als Mitglied das Vorstandes des Künstlerkollektivs. Morgen folgt der sogenannte Reality Check und für die Initiatorinnen wird das leider ein unangenehmer Moment werden, denn geht es um Machbarkeit und Kosten.  Zugegeben ich mag mich nicht in der Rolle des „Teufels Advokaten“, doch einer muss es ja tun.

Da es recht warm den ganzen Tag war und ich nicht die geringste Lust zum Kochen verspürte ging ich Abends zum Chinese King, die eine kleine Terrasse draußen haben.

Es war sehr ruhig dort und ich fotografierte ein sattblauen Himmel mit ein paar kleinen rosa Wolken.

Als ich zurück wollte (ich hatte das Auto zu tanken mitgenommen) wackelte mit eine Frau entgegen, die ganz offensichtlich einen leichten Schwips hatte.
„M’ssieur! Vous pouvez m‘ conduire jusqu‘  Bertrange?“
Bertrange ist die nächstgrößere Gemeinde vom meinem Viertel aus Richtung Westen.  Sie schien den Bus verpasst zu haben.  Ich hätte sie auch dort stehen lassen können aber, da ich ja nichts anderes vorhatte, fuhr ich sie hin.  Sie erzählte mir dann auf luxemburgisch mit einem Akzent den ich nicht richtig zu deuten wusste, dass sie schon lange hier lebe. Sie sei Belgierin mit italienischen Wurzeln.  Als wir dort ankamen fiel sie mir um den Hals und wollte halbwegs knutschen. Ich stieß sie sanft aber sehr bestimmt zurück wünschte ihr einen schönen Abend.
„Dee waerd ech net hunn, awer dat ass jo egal!“, sagte halb vorwurfsvoll.  „Merci, Monsieur!“ Und sie stieg aus.

Münster Tag 2 & 3 – Unwetter, Shopping, Mittelaltermarkt

Am Morgen gingen wir (der A., die N. und ich ) zeitig los in die Innenstadt. Ich fand endlich ein funktionales Serviertablett in der richtigen Größe. Ich wollte schon lange ein etwas größeres haben und nicht mehr das winzige das ich noch aus der kleinem Wohnung hatte.

Zudem fand ich auch, aber nicht weil ich explizit danach gesucht hatte, endlich einen  diskreten und nicht zu großen Türstopper für die Küchentür.  Die Tür knallte in letzter Zeit mehrfach so zu, wenn ich lüftete, dass ich bereits Angst hatte die Fensterscheibe darin würde das irgendwann nicht mehr mitmachen.
Eine weitere lustige Kleinigkeit entdeckte ich durch die N.

Ich wünschte es würde noch etwas unscheinbarer aussehen. Es ist ein Zwitscher Box. Nein, sie hat nichts mit ‚Twitter‘ zu tun, (dann würde sie oft nur laut krähen). Es ist ein Bewegungsmelder der Vogelgesang von sich gibt wenn dran vorbeigeht.

Zu Mittagstisch waren bir bei Sylt am Bült , wie am Tag davor wieder,  in einem sehr netten kleinen Innenhof, abgeschirmt von rechtlichen Trubel der Stadt. Auf dem Menü ein Klassiker:

Zwischendurch ging ein erster kräftiger Regenguss nieder, und weitere folgten.  Doch wir bleiben trocken, da wir in Geschäfte flüchten konnten. Den Abend verbrachte ich dann bei den beiden Zuhause.

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Am Tag drauf war ein Mittelaltermarkt angesagt.

Es ist schon sehr sehr lange her dass ich einen besucht hatte. Es war zu einer Zeit in der ich just Internet bekommen hatte, noch mit dem K. zusammen war und regelmäßig nach Holzminden fuhr…. An das einzige was ich mich noch von dem Markt erinnern kann ist, dass ich damals des Buch “ Die Päpstin“ kaufte, was just als Taschenbuch erschienen war. Es muss 1997 oder 1198 gewesen sein…

Die N. und der berichteten mir, dass der Markt erst winzig klein gewesen sein sei und mit den Jahren größer wurde. Es wäre einer der schöneren aus der Region.
Ich verrostete  Königsmet, die mich sehr an den Honigschnaps erinnerte, denn es auch von diversen Imkern in Luxemburg gibt.

Und landete ein Foto in meiner whatsApp das meine Pläne bis Montag zu bleiben über den Haufen schmiss.

Die N. hat sich den Fuß gebrochen.

Die elend lange Fahrt nach Münster & ein wunderbares Abendessen

Eigentlich hätte ich  es wissen müssen. Es ist beinahe immer so. Wenn ich verreise kommt im allerletzten Augenblick immer was dazwischen. So auch heute. Ich wollte gegen Mittag los, es wurde ein Uhr.

Als ich über den Kirchberg raus auf die Autobahn wollte, traute ich meine Augen kaum.  Es gab bis jetzt noch kein Unfall, weder mit Fußgänger noch mit Auto. Nein, ein Bus musste sich der Tram in den Weg stellen.

Dann folgte die laaaaange Fahrt nach Münster. Stau an Stau an Baustelle an Baustelle. Das Navi rechnete den Weg mindestens 1000 Mal um.  Bei „normalem“ Verkehr hätte ich dreieinhalb Stunden gebraucht; ich brauchte fünf. Das seltsame war, dass ich nicht einmal das Bedürfnis hatte anzuhalten, ich wollte einfach nur ankommen.

Großes Hallo und Wiedersehen mit der N und dem A. und dem kleinen T.
Da es schon früh am Abend war als ich ankam, ging es auch gleicht weiter in die Innenstadt zu einem richtig tollen Restaurant. Das Spitzner im Oer’schner Hof.

Wir saßen draußen in einem Innenhof, der abgeschirmt vom Rest der Stadt wie eine kleine ruhige Oase wirkt.  Wir hatte das Marktmenü.

Fine de Claire in Entenlebercreme, Tartine von der Entenleber, Apfel, Austern Concassée

Anschließend gab es Elsäßer Saibling sanft gegart, kühler Gurkensud, Buttermilch, Erbsen (nicht abfotografiert, eins vergesse ich immer)

Miéral Ente aus dem Dombes, kurz gebratene Brust, die Keulen „en caillette“, Kornellkirsch-Essig-Jus, kleine Navetten, Sellerie als Choucroute
Milchschnitte, Topfen, Verbene, gebackene und eingelegte Süßkirschen, Portweineis

Vor allem die gebackenen Kirschen mit Marzipan gefüllt waren der Hammer und ich werde das auch versuchen Zuhause nachzukochen.

Ich hatte nicht die geringste Schwierigkeit abends einzuschlafen.

Abendessen im Grünewald

Ein ruhiger Tag mit ein paar Vorbereitungen für die morgige Abreise. Da ich nichts essbares eingekauft hatte, ging ich am Abend in den Grünewald.

Das erste mal dieses Jahr dass ich draußen saß.

Rinderfilet mit Grillgemüse und Kartoffelpüree mit Trüffel. Fleischeslust pur.

Cheesecake à la Grünewald.  Sah hübsch aus, schmeckte ok  aber ich vermisste den Wow Effekt den ich sonst dort habe.

Interview, Entscheidungen und Eis

Mittelprächtig gechlafen
Doch es half nichts ich musste los zu einem Radiointerview vom 100,7  in meiner Funktion als Vizepräsident des Künstlerkollektivs.
Es verlief eigentlich recht gut obwohl ich nicht so sehr vorbereitet war wie ich es mir gerne gewünscht hätte.

Dann über die Mittagsstunde hinweg eine lange und schwierige Sitzung vom Künstlerkollektiv. Es mussten Entscheidungen getroffen werden, die meiner Meinung etwas zu sehr aufgeschoben worden waren.  Nun ja:  Mit den Entscheidungen selbst bin ich auch nur  mittelglücklich.

Dann am Nachmittag ein Eis, als Belohnung für den ganze morgendliche Gequassel.

Gleich anschließend fuhr ich noch einmal los wegen Alice und wurde im dem seltsamsten Laden in dem man sich den Crémant am wenigsten erwartet, fündig. Einer Tankstelle!

Dann nochmal intensives Papierkram und Mails abarbeiten, für all die Projekte die für die Zukunft anstehen.

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Kochtutorials gibt es wie Sand am Meer.
Eines das mir aber sehr gut gefiel von einer Italienischen Großmutter die Tomatensoße für die ganze Familie einkocht.