St. Jean-de-Luz: Ein Ausflug nach Hernani zu Chillida & eine traurige Nachricht

Ich hatte sehr schlecht geschlafen. Ich bekam kein Auge zu. Ich hörte Podcasts. Für gewöhnlich hilft das ein wenig. Doch vergebens.
Darum kann ich aber jetzt ein Podacst verlinken den ich sehr schön fand. Ein Feature vom DLF, Auf der Suche nach einem verlorenen Freund – Und plötzlich war er weg
Sehr berührend.

Ich stellte mir den Wecker, denn ich musste doch beizeiten raus, da wir wieder in Richtung San Sebastian fuhren, und den Bus nicht verpassen durften.  Diesmal ging es aber etwas außerhalb, nach Hernanie.

 

2012 wurde der große Park mit Skulpturen von Chillida in Hernani bei San Sebastian geschlossen. Grund war die weltweite Finanzkrise die ja mehrere Länder in Europa gründlich durchgeschüttelt hatte.

Seit April 2019 ist das Museum Chillida Leku endlich wieder geöffnet, dank der Schweizer Galerie Hauser & Wirth.

Es ist ein wunderbares Areal.
Seine Skulpturen sind über die ganze Welt verstreut, aber vor allem in Deutschland sind viele zu sehen. So gibt es auch eine Trier (wo ich ehrlich gesagt keine erwartet hätte)

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Und dann auf der Rückfahrt haute mich eine sehr traurige Nachricht ein bisschen mehr aus der Bahn als ich gedacht hätte.

Der Filmregisseur, Produzent und auch Theaterregisseur Pol Cruchten verstarb heute urplötzlich im Alter von 55 Jahren. Ich habe so einige Projekte mit ihm bestritten, die letzten Jahre vor allem im Theater. Er war sein sehr lieber großherziger Mensch der mir sehr fehlen wird. Ich habe sehr gern mit ihm gearbeitet. Zudem ist er nur drei Jahre älter als ich geworden, und es trifft mich mehr als ich es mir selbst eingestehe.

Einer seiner schönsten Filme ist für mich immer noch die sehr persönliche und atypische Doku ‚Never die young‘.

Er ist bis heute noch immer  der einzige luxemburger Regisseur der es mit einem Film in offizielle Auswahl der Filmfestspiel in Cannes schaffte. Ich hatte so sehr gehofft dass er in den nächsten Jahren endlich den richtig großen Durchbruch schaffen würde, denn er hätte er mehr als verdient.
Äddi Pol.

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Wieder zurück in St. Jean gingen wir noch einmal los schwimmen. Das kühle Wasser, der Meersalzgeruch, die leichten Wellen, die ruhigen regelmäßigen Schwimmbewegungen ins Meer hinaus bis zu den Bojen. Es macht einen munter und ruhig zugleich. Es gleicht mich aus  wie selten etwas anderes.

Am Abend dann Abendessen in der Wohnung. Wir hatten gestern schon dafür eingekauft. Der kleine afghanische Stand ist immer da und verkauft sehr leckere Gerichte, die wir uns heute warm machten.

Die D. und ich saßen auf dem Balkon und sprachen lange über Pol, den wir beide kannten und wir tranken ein Glas auf ihn.

St. Jean-de-Luz: Salzwasser & Marinère

Der dritte Tag an dem wir es recht gemächlich an gingen. Das morgendliche Schwimmen ist immer wieder eine kleine Herausforderung, denn das Wasser ist zwar ein wenig wärmer (es hat jetzt 21 Grad) aber es wenn ich dann so kurz davor bin, wehrt sich innerlich alles in mir. Wenn ich dann endlich im Wasser bin, gibt es nichts schöneres.

Merke: Morgenstund hat Salzwasser im Mund.

Am Dienstag sind um die Markthallen herum, die jeden Tag geöffnet sind, auch Sonntags und Feiertags, noch weitere Makrtstände geöffnet und es ist die Hölle los. Doch es macht Spaß darüber zu schlendern, denn es ist einfach genial wie viel tolle frische Produkte es hier gibt aus der Region. Und alles sieht so frisch und zum reinbeißen aus…

Ich kaufte mir dann endlich nachdem ich schon eine ganze Woche an den Schaufenster vorbeigeschlendert war, endlich ein Marinère T-shirt und Sweatshirt.

 

Am Nachmittag, da das Wetter sehr bedenklich aussah, gingen wir eine Runde ins Kino.
Le Daim mit Jean Dujardin in der Hauptrolle ist ein schräger Film von einem Mann der von seiner Frau vor die Tür gesetzt wurde und sich ein Wildlederjacke aus echtem Hirschleder kauft die ab da sein ganzes Leben bestimmt. Dujardin läuft zur Hochform auf und es ist ihm und Adele Haenel, in der Rolle der Bardame zu verdanken, dass der Film so gelungen ist obwohl er sehr kurz ist und ein paar kleine Schwächen aufzeigt. Herrliches Nachmittageskino.

 

Ein Apéro in der Bar de la Marine und anschließend ging es in die Boëte. Wir bekamen die letzte Flasche unseres Lieblingsweines, den es dann zumindest dort nicht mehr geben wird.  Les Bêtes Curieuses. Schade.

St. Jean-de-Luz: Zwei ruhige Tage

Den Sonntag ging ich sehr ruhig an. Die D. hatte eine Verabredung mit einer langjährigen Freundin aus St. Jean, der B.  Da das Wetter nicht besonders war, blieb ich eine Weile in der Wohnung.  Es war war nicht weiter kalt, denn die morgendliche Schwimmrunde nach der ersten Tasse Kaffee traten wir nach wie vor an. Ich weiß jetzt schon dass ich das sehr nächste Woche in Luxemburg vermissen werde.  Das Meer ist inzwischen nicht mehr so kalt wie in der ersten Woche und es kostet nicht mehr so viel Überwindung sich in die Fluten zu stützen. Doch der Strand ist jetzt quasi voll aufgerüstet mit all dem schrecklichen Spielzeugs, da hier die Ferien am 15. Juli beginnen. Ab dann wird es wahrscheinlich unausstehlich hier bis zum ersten September.

Ich hatte schon einmal davor berichtet dass wir als Nachbar in der Straße einen sehr gut sortierten Buchladen Le 5ieme Art haben, mit einer sehr schönen Comicabteilung die ich in Luxemburg ebenfalls sehr vermissen werde. Ich kaufte vorgestern einen neuen Comic, nachdem ich Moby Dick ausgelesen hatte.  Als Empfehlung fand ich von Posy Simmonds Cassandra Drake.

Aus dem englischen übersetzt und schon über 7 Millionen mal verkauft, machte es mich neugierig.
Ein großartiger Comic, über den ich eigentlich nicht viel erzählen kann, denn sonst verrate ich zu viel . Doch wer wie ich schon oft in London war, wird sofort mit der Grundstimmung der Buches vertraut sein und von der ersten Seite an sich in die Geschichte vertiefen.

Später wanderte ich ein wenig am Meer vorbei und schlabberte mein obligates Eis. Ich machte eine sehr interessante  Bekanntschaft, von der ich habe hier nicht weiter berichten möchte. Vielleicht irgendwann zu einem späteren Zeitpunkt.

Am Abend holten mich die D. und die B. ab und wir fuhren nach Handaye wo die B. wohnt. Sie ist Juwelierin und hat ein kleines Geschäft in St. Jean.  Wir verbrachten einen sehr lustigen Abend in ihrer Wohnung mit einer atemberaubenden Terrasse.

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Da der Wein am Vorabend, wie schon öfters in diesem Urlaub, reichlich geflossen war, gingen  wir am Montag ungewohnt spät schwimmen.
Zum Mittagessen waren wir mit M. verabredet der Baske ist aber seit Jahren in Luxemburg wohnt in immer wieder zurück in seine alte Heimat kommt.  Wir speisten in Sokoa, dem kleinen Ort direkt neben St.Jean von dem ich schon am ersten Tag berichtet hatte.
Dabei sahen wir wie ein Boot aus der Werft kam um wieder ins Wasser gelassen zu werden. Der ferngesteuerte Kran fuhr damit über die Straße.

Später ging es noch einmal zum Strand da es sich ein wenig aufklärte doch es sollte nur kurze Zeit so bleiben.  Die Wolken trieben ein wildes Spiel.

In der Bar de la Marine gab es dann später einen klassischen Apérol Spritz und zurück in der Wohnung bereitete ich noch einmal einen Tomatensalat mit Aprikosen und Buffala und eingelegtem Paprika (eine geniale Mischung)

Und während ich diesen Beitrag vorschrieb kam endlich das lange angekündigte Gewitter mit kräftiger Schauer.

St. Jean-de-Luz: Ein Ausflug nach Bayonne

Kein einziger Sonnenstrahl, den ganzen Tag nicht.
Doch gingen wir wie gewohnt am Morgen schwimmen.

Am späten Morgen fuhren wir nach Bayonne mit dem dem Zug. Ich war schon letztes Jahr einmal dort um die Stadt zu erkunden, doch diesmal hatten wir ein Ziel. Eine Ausstellung im Didam von Chrstiobal Blenciaga. Dem weltbekannten Modeschöpfer ist auch ein eigenes Museum in Getaria, einer winzig kleinen Stadt die nicht weit von San Sebastian, gewidmet, in der ich ebenfalls schon einmal war, doch die Ausstellung hier hatte scheins gar nichts mit dem Museum zu tun.

Das Museum hat eine sehr kleine Ausstellungsfläche und kann somit nur begrenzt Dinge zeigen. Ein bisschen enttäuschend war es schon, da die Dinge nicht ausreichend genug beschildert waren und man raten musste was denn nun aus welcher Periode kommt.
Der offizielle Katalog zeigte jedoch dass die Ausstellung schon einmal davor in Saragossa gezeigt wurde und wesentlich größer war. Hier in Bayonne zeigte man nur die Highlights, die aus dem Kontext genommen, keine mehr waren. Ein bisschen enttäuschend.

Wir wanderten noch ein wenig durch Bayonne, durch die uns schon bekannten Straßen.  Bayonne ist ja für zwei Dinge bekannt. Seinen Schinken und seine Schokolade. Wir tranken eine heiße Schokolade die gar nicht so verkehrt war, denn die Temperaturen lagen hier nur leicht über 20 Grad.

Ich hatte zudem einen Liebe-auf-den-ersten-Blick Moment, aber davon erzähle ich euch wenn ich wieder zu hause bin.

Abends dann ein kleines gemütliches Abendessen im Ecailler in St.Jean , in dem wir schön öfters waren, wenn es nicht nicht so dolle sein soll.
Abgelichtet habe ich nur die Vorspeise, eine Cassolette mit Krabben.

 

St. Jean-de-Luz: La Rhune

Dass ich am Morgen schwimmen war, werde ich nicht mehr jeden Tag explizit erwähnen. Es ist einfach so.
Aufstehen, Gähnen, Klo, Tasse Kaffee, Badehose anziehen, ins Meer schwimmen gehen. Und dann beginnt erst der Tag. Ich wünschte ich hätte das auch in Luxemburg vor der Haustür….

Der Hausberg der Basken und vor allen der Bewohner von St.Jean und Umgegend ist La Rhune. Ich hatte ihn vor ein paar Tagen schon einmal abgelichtet und hier gezeigt als die Spitze der Berges zu sehen war aber der untere Teil in Wolken verhüllt war.

Ich hatte die letzten Male als ich hier war die D. darauf angesprochen ob man da hochsteigen oder hochfahren könnte. Ja, das kann man mit einer Zahnradbahn. Eine Straße dort hinauf gibt es nicht.  Ich informierte schon vor ein paar Tagen in der Touristeninfo wie man dahin kommt.
Und heute ging es da hoch.
Ein regulärer Bus fuhr uns bis zum Fuße der Berges. Von dort aus kommt mit einer kleinen Zahnradbahn bis auf den Gipfel. Der Höhenunterschied beträgt etwas mehr als 900 Meter. Man hatte uns angeraten, die Tickets früher per Internet zu kaufen da man sonst eventuell sehr lange warten müsste bevor man hoch kommt.

Der Zug wird dieses Jahr 95 Jahre alt, und sieht auch von innen so aus:

Es geht sehr gemächlich hoch mit konstanten 9km/h.

Dort oben sah ich zum ersten mal die baskische Pferderasse Pottok (ausgesprochen Potiok) Sie sind klein, breit und stämmig (so wie ich) und waren früher eines der wichtigsten Lastentiere der Region.

 

Der Rote Turm den man von sehr weit schon sieht.

St. Jean-de-Luz von oben.

Ein ganz besonderer Bewohner des Berges ist der Gänsegeier. Wir konnten sie immer wieder über uns hinweg fliegen sehen. Und irgendwann entdeckten wir einen der ruhig auf einem Felsen saß. Ein sehr beiendruckender Vogel mit einer Flügel Spannweite von zwei Metern. Besser als oben konnte ich ihn leider nicht ablichten.

Man erkennt auf diesem Vorsprung. dass sich über die Jahre hinweg viele verewigt haben indem sie ihre Namen mit Steinen geschrieben haben, fast so wie ein Mosaik. Das ist übrigens hier auch bei Google Maps zu sehen.

Ein Selfie von hinten?  Nein.
Die D. fotografierte mich als ich dabei war ein Zeitraffer Video  der Wolken zu machen die sich hier oben  rasend schnell verändern. Richtig gut wurde es aber nicht.

Bei der Abfahrt dann hatten wir großes Glück, denn wir kamen noch so just in die Bahn hinein.  Es waren nämlich auch viele Schulklassen unterwegs, die schon den halben Zug belegten.

Am Abend eine kurze Stippvisite in der besten Eisdiele der Welt. Heute hatte ich Ananas Sorbet und Litchi Sorbet.

Anschließend waren wir noch auf einer Vernissage in der Pile d’Assiettes, die ich aber nicht besonders fand.

Ein neues Buch angefangen. doch darüber die nächsten Tage mehr.

St. Jean-de-Luz: Heiß, sehr heiß

Wenn ich in Luxemburg gewesen wäre die letzten Tage, wäre diese heiße Periode um ein paar Tage länger gewesen. Morgen soll es hier nicht mehr so heiß werden. Aber es zeigt es mir wieder dass ich das das heiße Wetter eigentlich sehr gut vertrage und mich nicht beklage, sondern es fast genieße. Alles geht etwas langsamer und gemächlicher von statten.

Darum auch heute ein Tag an dem ich nicht viel zu berichten habe. Wir haben schlichtweg nichts unternommen.

Und bei der immer noch recht hohen Hitze in der ich das jetzt auf der Terrasse der Boëte per iPhone schreibe muss ich stramm überlegen was denn heute überhaupt war…

Ich poste fast jeden Tag ein Foto von der gleichen Stelle aus, dort wo ich mich jedes mal auf die kleine Mauer setze und die Füße entsande um wieder in die Flip Flops zu steigen. Ich liebe es über alles im Meer zu schwimmen. Zumal das Wasser hier ( es ist der Atlantik, nicht das Mittelmeer) noch sehr kühl ist. Bei dem großen Unterschied der Außentemperatur und dem Wasser fühlt es sich so an als ob man in eine Tiefkühltruhe steigen würde. Das Wasser hat zur Zeit um die 20-21 Grad. Wenn ich mich nicht durch das Salzwasser gepöckelt und und durch den Sand paniert fühlen würde, wäre es perfekt.

Da wir gestern Abend etwas übertrieben hatten mit dem Wein, war ich den gazen Tag etwas schaumgebremst, was aber nicht weiter schlimm war, denn ich bei der Hitze hätte wir so oder so nichts weiter unternommen.

Ich las den Comic vom Moby Dick aus, der dann doch recht dick und literarisch war. Da ich es nicht gewöhnt bin literarische Texte auf französisch zu lesen, brauchte ich etwas länger. Es ist die klassische Geschichte von Moby Dick vom Blickwinkel eines Radiojournalisten der sich sich mit einem großen Anhänger vom Author Melville unterhält. Die Zeichnungen sind gewöhnungsbedürftig, so auch die Schrift. Zudem ist das ganze sehr in die Länge gezogen, das mich am Ende dazu verleitete Textpassagen zu überspringen. Es gibt sehr viele Ansätze das Mystische und Religionshafte des ursprünglichen Romans zu erklären, doch nach zwei drittel des Comics hatte ich das Gefühl dass es sich wiederholt und eigentlich schon alles gesagt sei.  Über die Freundschaft zwischen dem letzten Überlebenden der Havarie und dem Neuseeländer, hätte ich gerne mehr erfahren. Nun ja. Vielleicht muss ich den Roman in seiner Originalfassung lesen…

Der Nachmittag verbrachte ich weitgehend in der Wohnung in der wir alle Fenster und Türen fest verschlossen hielten. Doch dann hielt uns doch nichts mehr drinnen und wir marschierten zum unserem Eisladen unseres größten Vertrauens. ich habe es bis jetzt nicht weiter erwähnt, aber wir schlabbern hier jeden Tag ein Eis von Bargeton. Und wenn ich die Bonomeria in Luxemburg hier im Blog oft erwähne, so ist diese Eisdiele in keinster Weise mit Bargeton zu vergleichen. Ich habe noch nie so ein Eis gegessen! Alle seine Sorbets schmecken CEREMIG, obwohl da keine Creme drinsteckt. Zudem stellt er Geschmacksrichtungen her die noch nie als Eis gegessen habe.  Rhabarber Sorbet, zum Beispiel. Die D. ist schon fast süchtig danach. Ich frage mich ernsthaft ob dort eine Lehre machen soll…

Am Abend gingen wir seit der St. Jean Feier wieder in die Boëte die wieder regulär geöffnet hatte.

Ich bekam endlich wieder meine heißgeliebten  Schwertmuscheln und die D. hatte ein Gaspacho mit Shrimps, dazu ein Bio Wein aus Spanien.

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Und dann kam der Brouillarta! Ein Wind der vergleichbar mit dem Mistral ist und der gewöhnlich aus der Bergen im Hinterland kommt.  Er wehte schon gestern Abend einmal kurz und heftig und kühlte binnen einer Stunde die Temperaturen um über 10 Grad runter.  Es war so als ob alles endlich wieder aufatmen würde. Wir gingen zurück zur Wohnung rissen alle Fenster und Türen auf.  Eine richtige Erklärung dafür fand ich keine aber ein paar beeindruckende Bilder der letzten Jahre.

Und morgen geht es sehr hoch hinauf! Ein weiteres Highlight dieser Ferien.

St. Jean-de-Luz: Ein Ausflug zu Vivian nach San Sabastian

Eigentlich wusste ich es schon seit meinem letzten Besuch hier in San Sebastian. Die Wanderausstellung der Bilder von Vivian Maier ist zur Zeit dort  zu sehen.
Ich hatte mich ja erst vor gar nicht so langer Zeit für eine NO ART Sendung mit Vivian Meier beschäftigt. Es gibt sie noch immer in Replay zu sehen, ab der 24:40 Minute. Doch einen Hacken hatte die Sache. Ich hatte selbst noch nie eine Ausstellung von der zu Lebzeiten völlig unbekannten Frau gesehen…

Doch ich greife dem Tagesgeschehen wieder vor… ich bin unmöglich.

So sah es heute morgen aus als ich schwimmen ging. Nicht sehr einladend und von der großen Hitze die halb Europa im Griff hat, war hier noch nichts zu spüren, doch sie wurde für den Tag angekündigt.

Wir fuhren, wie schon das letzte mal mit den Oui-Bus. Eine herrliche Alternative zum Zug der ja wegen der verschiedenen Spurgrößen nicht nach Spanien fährt. Wir brauchten knappe 35 Minuten nach San Sabastin. Schneller geht es auch nicht mit dem Auto.

Das ist das Foto das ich der Redakteurin der NO ART Sendung schickte und die mir unumwunden zurück schrieb dass sie gerade sehr neidisch auf mich und die D. sei.  Als Entschädigung kaufte ich ihr etwas, von dem ich hier aber nicht verraten kann was es ist, denn ich glaube sie liest hier klammheimlich mit.

 

 

Ich kannte alle Fotos bis auf das letzte mit den Kontaktabzügen. Es sieht ein wenig aus wie Fotostory. Das 2te Bild von oben ist das was ausgesucht wurde. Doch finde ich die anderen auch sehr schön weil sie die Geschichte das alten kranken Mannes erzählen, der nur mit Hilfe des Polizisten und eines weiteren Hänflings ins Präsidium geführt werden kann…. Einerseits schön und doch sehr traurig.

Als wir aus dem Museum kamen war es richtig heiß draußen geworden. Wir setzten uns in eine Bar mit einem Txakoli und ein paar Pinchos.

Anschließend besuchten wir die Kirche San Vincente was wir nicht geplant hatten. Doch der Hitze wegen waren wir mehr als froh uns in einer alten Kirche auszuhalten. Diese hat übrigens einen der schönsten barocken Altäre aus Spanien.

Der Künstler Eduardo Chillida Belzunce der aus dem Baskenland stammt und durch die ganze Stadt Kunstwerke stehen hat, hat auch hier vor der Kirche ein paar sehr beeindruckende Plastiken stehen.

Gegen 17:00 ging es dann zurück.

Da wir für den Abend noch ein paar Freunde sehen sollten und bis dahin noch etwas Zeit war, gingen wir noch einmal schwimmen. Meiner Meinung die beste Idee die für diesen heißen Tag haben konnten.

Ich hatte es schon vorgestern hier bei einem Optiker vor Ort machen lassen. Den Sonnenclip für meine Brille hatte zwar schöne verspiegelte Gläser, doch sind sie inzwischen zerschrammt und nicht dunkel genug. Ich habe sie, so weit es möglich war, in der fast gleichen Farbe ersetzen lassen und ein dunkleres Glas gewählt. Jetzt sieht sie so aus.

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Am Abend denn trafen wir uns in Erromardie mit ein paar Freunden, und wer auf Instagram folgt hat dieses Foto bereits  gesehen.  Für diesen einen Moment war es der schönste Ort der Welt.

St Jean-de-Luz: Schwimmen, Friseur und Kino

Mit der Überschrift ist eigentlich alles schon gesagt.

Ein wunderbar ruhiges Meer am Morgen für die Schwimmrunde.

Dabei meinte die M. bei Instgram, dass es doch schlecht für die Surfer wäre. Richtig die Gegend hier ist bekannt für seine Wellen. Aber etwas weiter nördlich beim Strand von Guethary sind  die Wellen wenstlich besser.

Wie gesagt ein ruhiges Meer und frrrrrrisch. Das macht sehr schnell sehr munter.

Am Mittwoch sowohl wie am Samstag gibt es hier ein Wochenmarkt, der einiges mehr zu bieten hat als in Luxemburg.  Es gibst unter anderen ein afghanischer Händler der immer frisch zubereitete Gerichte anbietet.
Als ich das allererste mal hier war, hatte ich mir auch mehrere Dinge bei ihm gekauft und sie waren herrlich. Heute kauften die D. und ich auch bei ihm fürs Abendessen.

Da ich den Friseurtermin in Luxemburg versemmelt hatte musste ich notgedrungen hier etwas finden. Ich fand einen allerliebsten Barbershop mit dem lustigen Namen Madame Moustache.  Außer dass es nicht ganz so kurz ist, wie wenn ich zu meinem Friseur des Vertrauens in Luxemburg gehe, sieht es sehr gut aus.

 

Tagesgespräch war die bleischwere Hitze in ganz Europa. Hier aber nicht. Der Beweis:

das war die Temperatur abends als wir aus dem Kino kamen.

Die D. wollte sich einen Film ansehen den sie bei den Filmfestspielen in Cannes bei den Filmfestspielen verpasst hatte. Zombie Child. Ich begleitete sie.
Was für ein seltsamer Film. Es geht um eine Mädchen Elite Schule in Frankreich und eine Zombie Zwischenfall von 1964 auf Haiti.  Ob der Film auf wahren Begebenheiten beruht sei mal dahingestellt. Tatsache ist, dass es Vodoopriester dort gibt.  Bis zu einem gewissen Grad ist die Geschichte auch interessant und gut erzählt doch rutscht sie ins Geistermärchen ab, das ich beim besten Willen nicht mehr nachvollziehen konnte.
Vor allen der Schluss ist sehr seltsam, schwach und enttäuschend.

Wir machten beizeiten Schluss denn morgen geht es etwa früher los. Wir fahren nach San Sebastian um uns eine Ausstellung anzusehen auf die ich mich jetzt schon sehr freue. Aber davon morgen mehr.

St. Jean-de-Luz: Wolken & Frische

Ganz Europa macht sich auf eine gewaltige Hitzewelle gefasst. Doch Wetteraussichten für das Baskenland sind eher gut. Heute waren es nur schnuckelige 27 Grad, die man gut aushält. Und es soll auch gar nicht so heiß hier werden die nächsten Tage.

Das Wetter sah eher trüb aus am Morgen obwohl es gar nicht kalt war.
Ein Schwimmrunde.  Aber dazu mehr etwas später.
Da sich nicht wirklich ein Standtag ankündigte, beschlossen wir eine Runde nach Socoa zu wandern.   Um dorthin zu gelangen muss man immer einmal um den ganzen Hafen laufen, da die Einfahrtschneise der Schiffe nicht überbrückt ist. Man läuft ein Stück weiter hinter dem Hafen über eine größere Brücke. Von dort aus hat man ein schöne Aussicht auf die Rhune, den ‚Hausberg ‚ der Basken, der heute in Wolken gehüllt war, nur die Spitze war zu sehen.

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Auf dem Weg nach Socoa besichtigten wir den Friedhof den ich schon einmal letztes Jahr abgelichtet hatte. Die Perspektive täuscht vor dass er riesengroß ist, was aber nicht unbedingt stimmt.
Es ist immer wieder interessant die Friehofsgebräuche anderer Länder zu entdecken. Fotos wollte ich keine machen, aber es stehen auf fast jedem Grab viele kleine Gedenktafeln aus Stein oder Marmor, oft auch mit einem Foto der Verstorbenen. Das mit dem Foto ist immer leicht verstörend, denn plötzlich hatte dieser Name auf dem Grabstein, der so keine Bedeutung hat, ein Gesicht…

In Socoa selbst gab  es dann Mittagessen. Wir hatten geplant mit dem Bus zurückzufahren doch er schien nicht zu fahren. Oder wir hatten ihn just verpasst. Also gingen wir die Strecke wieder zurück.

Auf dem unteren Bild sah ich zum ersten Mal die Distanz dich im Schwimmen zurücklege, entweder bis zu den schwimmenden Ponton oder dann hoch bis zur oberen weißen Bojenlinie

 

Es muss ja nicht jeden Tag Restaurant sein. Also gab es nach einen kleinen Einkaufsrunde ein Tomaten Salat mit Aprikosen, eingelegtem Paprika, Mozzarella, Basilikum und Räucherlachs.  Ich glaube dieser zum Teil improvisierte Salat wird einer meiner Klassiker werden, denn er schmeckte WOW!

And the fête goes on…

Zu früh erwacht, doch es hielt mich nichts mehr im Bett. Die Aussicht auf einen Kaffee und anschließend einer Runde schwimmen im Meer ließ mich aufstehen als wenn nichts am Abend davor gewesen wäre.

Doch als wir dann zum Strand hoch gingen wehte ein starker Wind und das Hin- und Zurückschwimmen zu den Bojen schien gefährlich und mühsam der Wellen wegen. Also stampften wir taillenhoch energisch durchs Wasser gute 500 Meter hin und zurück.

Die St. Jean Feierlichkeiten dauern übrigens drei volle Tage. wir machten uns darauf gefasst dass es heute eine genauso heftige Party geben würde wie gestern. Aber es weitaus ruhiger. Ein sehr spätes Frühstück nahmen wir in der Plies d’Assiettes, das Früstücksresturant dass wir schon eine ganze Weile immer wieder besuchen.  Sie haben auch auch einen Mittagstisch, und es gibt jeden Tag immer wieder andere leckere Dingen. Und so wurde ein Brunch daraus:

In der kleinen Buchhandlung neben unsere Wohnung fand ich einen neues Comicbuch, das mich gleich elektrisierte.

Die, die dieses Jahr auf der re:publica waren, wissen wo das Interesse für Moby Dick herkommt.
Ich nahm das Buch mit zum Strand.  Wenn ich es aus habe werde ich berichten.

Das Wasser war am Nachmittag weitaus ruhiger als am Morgen. Die grüne Fahne war gehisst. und so konnt ich dann doch meine große Runde schwimmen.
Die D. und ich kamen uns vor wie gepöckelt durch das Salzwasser und paniert durch den Sand. Und dann passierte was mir jedesmal passiert und inzwischen könnte ich gescheiter sein… Ich handelte mir auf den Schultern  der Armen und der Brust einen leichten Sonnenbrand ein, Anstatt mich gleich ordentlich einzucremen.

Später dann kamen wir noch einmal an diversen Bars vorbei wo immer noch Hochstimmung herrschte. Die klassische Tracht für die Feiertage ist sieht man gut auf folgendem Foto. Schwarz mit rotem Halstuch.

Am Abend dann im Essentiel, ein Restaurant das wir das letzte mal entdeckten und in dem man sehr gut speisen kann.

Da s es gestern jedoch so spät geworden war machten wir heute zeitig Schluss.
Ich schrieb noch diesen Beitrag und begab mich ins Bett mit Moby Dick.

Abflug nach St Jean-de-Luz

Gegen 10:00 hielt mich nichts mehr zu hause. Ich war bereits gegen 6 Uhr wach und obwohl ich mich noch einmal hätte umdrehen können und weiterschlafen, war die Gefahr zu groß zu verschlafen. Somit hatte gegen 9 schon alles erledigt ohne mich groß anzustrengen.

Es ist zum ersten mal dass ich ins Baskenland non-stop fliege. Das erste mal nahm ich das Auto, was ich nie wieder tun werde, denn die Strecke ist einfach zu lang und mit Autobahngebühren und dem Zwischenstopp zu teuer. Das zweite mal flog ich die Stecke mit von Metz aus nach Lyon und dann nach Biarritz. Das dritte mal war mit dem Zug. Und jetzt Sommer gibt es eine direkte Verbindung von Luxemburg hierher.

Die D. hatte mit bereits vor ein paar Tagen ein  Link geschickt in dem alles Events standen die an diesem Wochenende in St. Jean stattfinden. Ich hatte das nicht richtig ernst genommen… little did I know.

Als wir ankamen, waren die Straßen zu einem Großteil bereits abgesperrt und wir mussten ein Teil des Weges zu Fuß gehen. Wir kamen in die Wohnung und das einzige was uns schon im Flugzeug nur vorschwebte, war endlich ins Meer zu kommen.

Gesagt getan. Herrlich und herrlich kalt, aber herrlich.

Wir sahen schon sehr viele Mensch die den Look für den heutigen Tag an hatten. Schwarz und rot, die Farben von St.Jean.
Zurück in der Wohnung hatten wir Lust auf Apéro und stützten uns in Getümmel.

Heute wird der Namenstag des St. Jean also des heiligen Johann gefeiert. Es ist zugleich in Luxemburg der Vorabend zum Nationalfeiertag, wo heute übrigens auch die Hölle los ist.  Ich war aber schon seit Jahren nicht in der Innenstadt um mir das Feuerwerk anzusehen oder den ganzen Trubel mitzumachen, weil sehr früh sehr schnell ausartet.

In St. Jean läuft das alles sehr viel freudiger und schöner ab und die Stadt ist in so einem Ausnahmezustand als ob hier vorab der 14 Juli (der berüchtigte Quatorze Juillet) gefeiert wird. Durch die ganze Innenstadt wandern Musikkapellen aller Art. Eine der tollsten fand ich gleich zu Anfang.  Eine reine Frauen Trommel Gruppe.

Ich staunte nicht schlecht als plötzlich Dschingis Kahn mit Moskau lief. (Die Tippfehler im Tweet sind der Aufregung geschuldet)

In der Bar de la Marine, unserem Stammcafé zum Apéro trinken, hatten wir etwas Mühe einen Tisch zu bekommen. Unser Stammkellner der S. war aber gleich zur Stelle. Es gab ein Lillet.

Anschließend ging es weiter zur Boëte die eine Bar in der Straße aufgerichtet hatte und nebst Getränken an dem Abend nur frische Garnelen, Austern und Tapas verkaufte.

Ich hatte selten so Lust auf Garnelen pulen wie hier.

Sie sind im übrigen so frisch dass man das kleine Erfrischungstuch kaum braucht um den Geruch von den Fingern zu bekommen.

Dann ging es weiter durch die Straßen tanzend und singend.  Auf dem Hauptplatz war eine Band die baskische Lieder spielte und alles tanzte mit. In einer Seitenstraße nicht weit von der Wohnung war ein DJ der 80er Jahre Disco spielte und alle (die D. und ich inklusive) tanzten mit.

Im Bild oben spielte eine brasilianische Band und alles tanzte Capouera und Samba.

Eine tolle Nacht.
Ich saß noch bis weit nach Mitternacht auf dem kleinen Balkon und schrieb, diesen Beitrag fertig und ging dann auch zu Bett.

Stippvisite in Saarbrücken

Ich erwachte mit tausend Dingen im Kopf die alle noch erledigt werden müssen. Das ist ein stressiges Gefühl, lässt sich aber leider nicht vermeiden.  Koffer herauszuholen, Klamotten auswählen, eine letzte Waschmaschine starten, mehrere Telefonate abwickeln, und wenn man glaubt man hätte den Großteil aller Dinge abgewickelt, winken in der Ferne schon wieder ein paar Neue.

Eine interessante aber nicht unwichtige Kleinigkeit entdeckt.  Wie bei vielen anderen Fluggesellschaften kann man auch bei Luxair 24 Stunden im voraus einchecken. (bei manchen sogar 48 Stunden) Das Einchecken übers Internet vergibt automatisch ein Sitzplatz. Wenn einen dieser nicht gefällt konnte man bis vor kurzem immer noch gratis ändern. Seit einer Weile nun kostet das 8 €. Nichts ungewöhnliches das machen viel so.  Doch bei Luxair geht das immer noch wenn man eingeschriebener Kunde mit Konto ist.  Ha!
Interessant ist auch noch immer dass man einen Koffer bis 23 kg ohne Zuschlag mit aufgeben kann und man wie ein zahlender Kunde behandelt wird. Schon allein deswegen zahle ich gerne etwas mehr um nicht, wie bei Rayanair, wie ein Stück Schlachtvieh in den Flieger getrieben zu werden.

Am Nachmittag bekam ich eine SMS einer Praktikantin, die sich bei mir bedankte, für den Tipp sich in der Saarbrücker Oper vorzustellen zwecks eines Ausbildungsplatzes.  Aufmerksame Leser wissen dass die Chefmaske dort, die B.  eine meiner besten Freundinnen ist und ich bei ihrem Sohn Patenonkel bin. Ein schlagartiges schlechtes Gewissen überkam mich, da ich mich schon so lange nicht gemeldet hatte, und ich rief sie an. Wir verabredeten uns spontan für den Abend.

Der Garten von der B. liegt nicht direkt am Haus sondern man muss um den Häuserblock herum gehen und dann durch mehrere kleine Nachbargärten durchschreiten bevor man in einem kleinen verwunschenen naturbelassen Garten ankommt mit alten Bäumen. Irgendjemand hat dort vor Jahren Klatschmohn gesät, der immer wieder kommt.

Die erste Frage des kleinen C. an mich war ob ich inzwischen besser Fußball spielen könnte. Fußball ist zur Zeit sehr bei ihm angesagt und er ist ein glühender Anhänger von Ronaldo. Nun ja.

Und während wir gemütlich draußen saßen mit Crémant, hüpfte der kleine C. dem Ball hinterher.  Wir tranken auf des Leben, auf das schöne Wetter, gesunde Kinder und überhaupt alles Gute was uns im Leben geschenkt wurde.

Erste und letzte Vorstellung

Ich hatte beschlossen am Morgen noch wegen ein paar Einkäufen doch schnell nach Trier zu fahren. Doch nach der längeren „Tagung “ am Abend davor (ich lag erst um gegen halb drei im Bett!!!) ließ ich es bleiben.  Ich las im Internet und stellte im Kopf eine Liste zusammen mit all den Dingen die noch erledigt werden müssen.
Ich gab meiner Haushaltshilfe noch ein paar Anweisungen und eine Liste an unerledigten Dingen die ich selbst aus Zeitmangel und Prokrastination nicht gemacht habe. So zum Beispiel der großen Spinnenparty in kleinen Keller ein Ende bereiten.

 

Am Abend dann die Premiere von Die Nacht vor Crécy im TNL. Es war ein schöner Abend in dem ich seit langem mal wieder ein sehr liebe Arbeitskollegin traf, die das Stück für die nächsten Vorstellungen übernehmen wird. Darum auch die Überschrift erste und letzte Vorstellung. Ich werde ab Samstag für eine Weile im Süden Frankreichs sein.

 

Dienstag & Mittwoch

Während den Endproben wird es immer etwas ruhiger hier.

Zudem gab der Dienstag nicht so viel Blogtaugliches her. Am Abend nach der Probe die leicht nervig war hatte ich Lust auf ein Glas Wein. Ich wollte zudem allein sein.  Ich fuhr entgegen meiner Gewohnheit ins Renert.

Es war insgesamt ein ruhiger Abend in der Stadt. Auch auf der immer recht gut besuchten Terrasse des Renert war es ruhig. Ich überflog die Überschriften der Tageszeitung. Am Tisch neben mir saßen vier Anzugträger im in meinem Alter und drüber. Zu Anfang hörte ich nicht weiter hin doch dann drehte ich mich um und sah zum Tisch hinüber. Ein Großteil der ADR Mischpoke  saß da.  Ab da konnte ich mich soviel anstrengen wie ich wollte ich bekam jedes Wort mit. Einer der Kläger von dieser Geschichte saß mit am Tisch.  Zu gerne hätte ich den Herren den Abend ein wenig versaubeutelt, aber ich war zu müde.

***

Am Mittwoch dann Generalprobe. Sie lief sehr glatt und ich kam mehr als beizeiten weg. Hier ein paar kleine Ausschnitte aus den Fotos die ich für die Maskenbildnerin machte, die das Stück nächste Woche übernehmen wird.

Die Narbe  sieht sehr fake aus, und für einen Film würde sie auch nicht durchgehen. Doch da ich erstens nicht die Zeit hatte, und auch vom Budget her nicht genug da war, musste eine Narbenplastik ausreichen. Ich hätte sie auch einfach nur aufmalen können, doch dann hätte ich den 3D Effekt nicht.

 

Später dann fuhr ich noch kurz in Rooftop, weil ich den F. noch einmal sprechen musste. Es wurde ein viel zu langer lustiger Abend mit unter anderem,  einer belgischen Journalistin, die ich schon länger nicht mehr gesehen hatte.  Thematik war die sehr außergewöhnliche ur-luxemburgische Mehrsprachigkeit, mit der sie auch nach 25 Jahren immer noch hadert.  Sie versteht sehr gut Luxemburgisch aber das Sprechen macht ihr immer noch Schwierigkeiten.
Am schlimmsten wären die Worte Uhr, Haare, Ohr und Hure, die auf Luxemburgisch sehr ähnlich klingen.
Auer ist Uhr,  Hoer ist Haare,  Ouer  ist Ohr,  Houer ist Hure.
Es mache sie wahnsinnig. Es gab in dieser Hinsicht auch schon böse Versprecher, denn schöne Haare und schöne Hure als Kompliment liegen weit auseinander.

Wattebällchen & Arbeit

Das dumpfe Gefühl, so als ob der Kopf mit Wattebällchen gefüllt wäre, war auch noch am Morgen nach der Migräne vorhanden. Da der Schmerz weg war, konnte ich gut damit leben. Ich wurschtelte ein wenig zu hause herum und räumte alles weg was gestern auf besagten Gründen liegengeblieben war.

Ich setzte noch ein paar berufliche Termine für die Woche fest, da sich die Theatersaison ja dem Ende zuneigt und vieles noch vorbereitet werden muss wenn es im September wieder losgeht.

***

Am späten Nachmittag dann Arbeit am Theater, die Spaß machte. Doch ein paar kleine Änderungen wird es doch noch geben.

Der Geburtstagsfeier zweiter Teil

Am Donnerstag hatte die N. den Tag bereits ein wenig gefeiert. Ich berichtete darüber. Doch am Sonntag sollte dann die etwas größere Feier stattfinden, mit allen Geschwistern und deren Anhänge. Die N. hatte mich auch dazu geladen.
Es sollte ein Grillparty werden, und ich hatte versprochen, dass ich etwas zum Nachtisch beisteuern würde. Wenn ihr mir auf Twitter oder Instagram folgt habt ihr es schon gesehen.

Da ich die Anzahl der Personen nicht genau wusste war ich nicht sicher wie groß ich die Torte machen sollte und nahm die Form eine Nummer größer. Der Rhabarber Belag wurde dafür ein wenig dünner. Das mit den Erdbeeren war eine Idee die ich bei Sally gesehen hatte. Zudem mussten die Erdbeeren weg.

Und so traf ich an dem Nachmittag eine Familie wie ich selbst nie gekannt habe. Die N. hat drei Geschwister.  Ein ältere Schwester, ein jüngeren Bruder und eine sehr viel jüngere Schwester. Gefeiert wurde bei N. s‘ Bruder, der ein Haus etwas abseits der Stadt hat, mitten im Grünen, zu zusammen mit seiner Frau und seiner dreijährigen Tochter.
Ich kenne die Familiengeschichte weitgehend (die so manche Tiefpunkte hatte)  und die vier halten zusammen wie Pech und Schwefel auch wenn ab und an die Fetzen fliegen, wie in jeder guten Familie.  Es war eine etwas größere Runde.

 

 

Am frühen Abend dann, kurz bevor wir zurück fuhren, verspürte ich einen altgewohnten Schmerz im Kopf, den ich als Migräne deutete. Ich deutete richtig denn als ich Zuhause war, ging gar nichts mehr und ich musste mich sofort ins Bett legen. Es ist seit Jahren  das erste mal dass ich wieder so niedergestreckt wurde.  Sehr viel später so gegen Mitternacht (ich hatte zwei Tabletten genommen) überlegte was die Ursache gewesen sein könnte.  Ich kam zum Schluss dass es wahrscheinlich eine Kombi von zu wenig Wasser und dem Roséwein gewesen sein musste, den ich bis dato noch nicht kannte.

 

Die graue Eminenz

Ein langer arbeitsamer Freitag, der seine wohlverdienten Früchte trug und ich kann ruhigen Gewissens in Wochenende starten. Ich wollte nämlich den Samstag frei haben, da ich einer Einladung nicht fern bleiben wollte. Aber dazu mehr morgen.

Ich startete den Tag so:

Wenn man den Tweet öffnet sieht man das ganze Foto.

Das Wetter war sehr angenehm am  Nachmittag als ich aus den dunklen Theater herauskam. Ich kam an der Bonomeria vorbei. Ganz ehrlich, ich kann dort nicht einfach so vorbeiziehen und KEIN Eis kaufen.  Es würde sehr viel Kraft kosten, und der Mensch ist bekanntlich so konzipiert den Weg des geringeren Widerstandes zu gehen. Ich bin da keine Ausnahme.

Da noch so schönes Wetter war, beschloss ich noch einen Spaziergang durch die Innenstadt zu machen. Ich setzte mich im Renert auf die Terrasse und las die letzte Ausgabe vom New Yorker die ich am Morgen aus dem Briefkasten geholt hatte. Ich habe mir seit einer Weile angewöhnt als erstes die ausführliche Kinokritik zu lesen. Es überraschte mich sehr dass sie den  Film Rocketman über Elton John gut fanden, da  ich der vorgefassten Meinung war, es wäre wieder so ein  ‚weder Fisch noch Fleisch‘  Film.

Per Instagram versicherte man mir dass ein Apéro um 17:15 nicht zu früh ist. Doch wie man auch auf dem Foto oben erkennen kann, schlug das Wetter langsam um und ich ging nach hause.

Eine Verabredung für den Abend zerschlug sich, was mich ein wenig traurig machte und ich mir die Frage stellte ob ich diese Bekanntschaft/Freundschaft überhaupt pflegen will / soll / kann…  Kennt ihr den Begriff aus dem englischen ‚He’s a fruit fly’…?  Das bringt es sehr genau auf den Punkt.
Da ich aber die Tischreservierung nicht absagen wollte ging ich alleine hin und gönnte mir:

Ja genau so!

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Und Nicholas Sparks kann mir jetzt auch den Buckel runterrutschen, (obwohl er davor mit seinen Liebesromanen mir auch nicht den Buckel hochgekrochen ist)

Nicholas Sparks tried to prevent a “gay club” at the Christian school he founded.

Dabei habe ich ernsthaft versucht vor gefühlten 100 Jahren mal etwas von ihm zu lesen. Dabei habe ich gelernt dass ich Schmalz lieber esse als lese.

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Leichte Sprache & Tony Awards von letzter Woche

https://twitter.com/Mareicares/status/1139470578509918208

Der Tweet ging heute ein wenig viral in meiner Twittertimeline und finde die Idee großartig.

Ich werde das auch machen. Ich schreibe heute einen Text in ‚Leichter Sprache‘.
Heute  ist Samstag. Als ich heute morgen aufstand regnete es ein wenig.  Doch dann waren die Wolken weg. Ich gehe zum Markt.  Ich kaufe ein Glas Marmelade, ein paar Aprikosen und Rhabarber. Beim Bäcker kaufe ich noch ein Dinkel Brot. Die M. und die K. sind auch auf dem Markt. Wir setzen uns auf die Terrasse im Café, gleich neben dem Markt. Wir trinken Kaffee. Auch der B. kommt und setzt sich dazu.  Die Sonne scheint. Es ist schön draußen zu sitzen.  Die K. die M. der B. und ich haben uns immer viel zu erzählen.  Wir sitzen eine gute Stunde lang und reden und reden…

Und hiermit endet der Text in ‚Leichter Sprache‘.

Versucht es selbst einmal. Es ist gar nicht so einfach.

Wo war ich…? Ach ja, auf dem Markt!  Das Foto oben ist eines vom letzten Jahr. Denn die Ecke sieht zur Zeit sehr viel baustelliger aus.

Am Abend dann eine kleine Stippvisite im Bovary mit der N. die nach endlosen Besprechungen große Lust auf einen Drink hatte.

***

Letztes Wochenende fanden die Tonys statt. Wieder mit dem grandiosen James Corden.  Wenn jemand „es“ kann, dann er.

Die Ouvertüre:

 

Den Gesichtsausdruck üben wenn man den Tony nicht bekommen hat:

 

Und eine Performance in einer Werbepause die man nie gesehen hätte, wenn James sie nicht in der Late Late Show gezeigt hätte:

Ein Geburtstag

Es ist erstaunlich wie viele Menschen das digitale Erdeben dann doch bewegt hat. Ich fand ein paar interessante Blogbeiträge die ich bis dato nicht kannte.

Hier

Hier

Und hier.

Vor allem bei letzterem finde ich es schade, denn ich hätte gerne bei der Story mehr erfahren.

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Die N. hatte Geburtstag.

Da ich den ganzen Tag im Theater verbracht hatte freute ich mich über ein wenig Abwechslung. Ich schenkte ihr einen Abend im Oro e Argento   Zugegeben ist es nicht ganz uneigennützig, denn ich war auch schon  sehr lange nicht mehr dort.  Im Blog beschrieben habe ich es hier.

12 von 12 im Juni

An dem fatalen Tag, an dem mein Internet einen Erdrutsch erlebte, wollte ich ein „Over The Top“ 12 von 12 machen, indem ich es auf 31 von 31 hochschrauben wollte. Mehr geht ja logischerweise nicht.  Irgendwie war das eine Lektion dass es nicht klappte und heute mache ich schön brav was alle machen; ein ganz normales 12 von 12. Wer nicht weiß was das ist, bitte hier nachlesen.

Da zur Zeit meine Arbeit ja nicht blogbar ist, kann  ich nur sagen, dass heute wieder so ein Tag war.  Jedoch musste ich mich auf die Suche nach Material machen.

Das Wetter war vielversprechend schlecht. Am Morgen regnete es was das Zeug hielt.

Später dann klärte es ein winzig kleines bisschen auf und ich beschloss dann doch loszufahren.

In der Garage lichtete ich diese Flasche ab, mit der eine Geschichte verbunden ist, die  ich noch nie im Blog erzählt habe.

Ich fand sie erst vor kurzem wieder und sie steht dort im Regal mit viel anderem Arbeitsmaterial, das ich nicht mehr im Keller unter bekomme. (Ich MUSS diesen Sommer dringend wieder einmal gründlich ausmisten!)  Die Flasche stammt von meiner ersten Reise nach Hermannstadt in Rumänien, wo alljährlich eine großes Theaterfestival stattfindet. Ich war für eine Kollegin eingesprungen, die anderweitig beschäftigt war, (und wahrscheinlich froh war dass sie das Stück los war, denn es war sehr chaotisch!) Es war ein gewaltiges Theaterstück mit fast 20 Darsteller.  Es gab jedoch kein Maskenplan und keine wirklich guten Fotos der Schminke. Ich konnte mir nur alles zusammenreimen und raten.
Ich hatte vorsichtshalber auch meine Alkoholfarben eingepackt, weil ich am Rande mitbekommen hatte, dass ein paar Wunden zu schminken seien die sich aber unter dem Kostüm befinden und erst später sichtbar  sein sollten. Für gewöhnlich werden sie entweder aufgeklebt oder man schminkt sie mit Alkoholfarben, die wasserabweisend sind und nicht abgehen auch wenn Kleidung darüber reibt.  Ich hatte nur einen letzten Rest an 90% Alkohol mitgenommen denn ich war überzeugt dass ich Sibiu schon welchen finden würde in einer Apotheke.
Denkste!
Das einzige was man mir verkaufte war die Flasche oben. 70% statt 90% mit einer großbusigen  sexy Krankenschwester, zudem noch knallblau eingefärbt, damit ich ja nicht auf die Idee käme ihn zu trinken.  Zum Schminken völlig ungeeignet, denn er hätte mir alle Farben meiner Palette verdorben. Also verwendete ich meinen eigenen mitgebrachten Rest höchst sparsam und den blauen Alk zu abschminken.  Ich habe die Flasche damals mit zurückgebracht, als Erinnerung. Wenn man hier so eine Flasche zu Verkauf anbieten würde, würde es einen Aufstand geben.

 

Wenn ich aus den Innenhof des Wohnhauses raus fahren will muss ich durch diese enge „Schleuse“ fahren, die unten nochmal mit einem Garagentor gesichert ist.  Als ich hier einzog hatte ich noch den großen Peugeot 308 CC und es war nicht so einfach ihn rein und raus zu manövrieren.

Ich fuhr nach Trier und kaufte alles was ich brauchte in den Läden meines Vertrauens.  Da es zur Zeit immer noch eine ziemlich eklige Baustelle gibt um in mein gewohntes Parkhaus zu gelangen muss ich jedes mal einen kleinen Umweg fahren. An der roten Ampel fiel mir der Kirchturm auf, den ich schon lange kenne aber nicht aus diesem Blickwinkel.  Hier fiel mir zum ersten mal auf dass er gewaltig schief steht.
Der schiefe Turm von Trier.

Am frühen Abend dann, ich war schon seit einer Weile zurück, ging ich zu Fuss in die Innenstadt. Es hatte kurz bevor ich los ging wieder geregnet und in der Ferne sah ich einen Regenbogen.

Ich traf mich der D. im Dipso und ich twitterte das Besteck, das wir bekamen, womit auch klar sein dürfte was wir zu essen hatten.

 

Wie immer wenn ich mit der D. unterwegs bin, geht die Unterhaltung von…bis. Heute war eines der Themen mein Blog. Die D. ist eine meiner treuesten Leserinnen, auch wenn sie bis dato noch nie einen Kommentar hinterlassen hat. Wir redeten auch über das kleine Erdbeben, und über den einen Eintrag in dem ich etwas konkreter werden musste. Manchmal tut es gut, auch im realen Leben ein Feedback über mein digitales Leben zu bekommen…
Manchmal so wie jetzt, fällt mir das Schrieben leicht und geht mir flott von der Hand. Doch es gibt auch Tage an denen es sehr anstrengend ist und ich bekomme kaum einen anständigen Satz hin.
Die D. meinte was denn mit den 1000 Fragen wäre. Ja, in der Tat, waren die 1000 Fragen immer ein guter Ersatz, wenn es mal nicht so richtig flutschte. Doch die habe ich schon längst durch und könnte eigentlich etwas Neues gebrauchen. Die D. meinte sie würde mir Fragen ausarbeiten, um sich im gleichen Moment bewusst zu werden, dass das sehr viel Arbeit werden würde.
„Ich kann dich ja nicht fragen ob du gerne eine Diskokugel sein möchtest“, sagte sie halb scherzend.
„Danke, meinte ich, das war ich in meinem früheren Leben!“

Es folgen noch ein paar Fotos vom Nachhauseweg:

 

***

 

Das letzte Foto ist die neue Werekampagne von Bernard Massard für Ihren Crémant „Cuvée de l’Écusson“
Der Slogen aber, „Le charme à l’état brut“ ist fast schon so alt wie ich.*
* Ich saß noch fast eine geschlagene Stunde um einen alten Werbefilm zu finden in dem sie schon diesen Slogan gebrauchten… vergebens. Es war dann auch 1 Uhr und ich ging ins Bett.

Fünf Fragen

qimono / Pixabay

Leider musste ich der A. absagen  sie in Südfrankreich zu besuchen, denn ich bin hier gefordert.
Aber da es sich um Proben handelt kann ich hier nicht darüber berichten.

Darum heute mal was anderes.

Ich fand bei Herr Rau fünf Fragen.

5 Sings you’re employed in a toxic workplace

  1. There’s Emotional Manipulation („We’re Like A Family!“) 
  2. Gratitude Is Expected From Employees
  3. Bullying And Humiliation Are Considered Motivation Tactics
  4. Public Reception Is More Important Than Fixing Problems
  5. There Is No Communication

Interessante Theorie.

Zu 1: Wenn es im meinem Job so wäre, wäre es unerträglich. Und doch fühlen sich manche Projekte an wie ein große Familie. Aber dann ist es ehrliches Grundgefühl.
So bekam ich vor ein paar Tagen ein Video zugesandt, das hinter den Kulissen aufgenommen wurde während einer großen Sommerproduktion. Alle die das Video bekamen ,waren so in ‚Awwwwww‘ dass wir beschlossen ein Datum zu finden wo wir uns alle wiedersehen.

Zu2: Nein. Es ist eher umgekehrt. Ich brauche keine Klinken mehr zu putzen und ich muss auch nicht klüngeln gehen. Im Gegenteil. Die Produzenten rufen bei mir um mich zu bekommen. Somit nehme ich mal dass meine Arbeit geschätzt wird.

Zu3: Ja, das gibt es leider. Aber aber ich bin bis dato weitgehend verschont geblieben. Ich habe es aber mehr in Filmproduktionen erlebt als im Theater.

Zu4: Nein.  Das Endprodukt, sprich die Vorstellung, ist das was das Publikum sieht. Das heißt alle Fehler müssen vorher beseitigt sein, oder die Vorstellung läuft nicht.

Zu5: Das wäre fatal.  Reibungslose interne Kommunikation ist das A und O einer guten Produktion. Doch je nach Regisseurin führt und deren Regieassistentin  ist es manchmal sehr anstrengend. Dann hilft nur sich durchschlängeln und intuitiv das zu tun was ich nach Bauchgefühl und Erfahrung für richtig halte.

Pfingstmontag

Buttercremetorte Rhabearbertorte zum Frühstück.

Angedacht war ein Runde Schwimmen in einem Schwimmbecken an dem ich jahrelang vorbei gefahren bin auf dem Weg zu meiner Tante Gritty, als sie noch lebte und im Wohnheim war.  Doch im Bad selbst war ich noch nie. Ich mied diese Strecke, weil sie lange Zeit emotional  zu aufgeladen war, mit Trauer, Wut, und schlechtem Gewissen, dass ich nicht mehr für Gritty getan habe als das was ich tat.  Ich schweife ab…
Doch da ich am Sonntag den Tipp bekam dieses Schwimmbad unbedingt einmal zu besuchen wollte ich hin.  Da das Watter aber sehr durchwachsen aussah wollte ich es nicht riskieren, denn es sind dann doch gute 45 Minuten Fahrt bis dorthin. Also ließ ich es bleiben.

***

Vor wenigen Tagen bekam ich den Link für ein Video. Ihr erinnert euch dass ich vor Wochen über die Erstellung einer Perücke berichtet hatte? Wir erinnern uns.
Ich schickte gleich nach den Fertigstellung die Perücke per Eilpacket weg. In diesem sehr beeindruckenden Trailer für das Theaterstück sieht man sie.

Pfingstsonntag in der „Alten Heimat“

Aber der Reihe nach. Die Ausbeute vom Wochenmarkt am Samstag, sprich der Rhabarber, wurde zu einer Torte verarbeitet und duftete auf dem Balkon vor sich hin während dem Abkühlen.

Und sie ist mir diesmal außerordentlich gut gelungen.  Ich hatte die Eiermasse mit etwas Sahne, braunem Zucker, Muscovado Zucker und Vanille Extrakt, verfeinert und es wurde ein Knaller.

Die D. rief an und fragte mich ob ich Lust auf ein Eis in der Bonomeria hätte. Hatte ich.  Der kleine Eisladen in unserem Viertel ist Sonntags ein wahnsinniger Magentpunkt, dass es manchmal sehr lange dauert bis dran kommt. Die ganze italienische Community aus der Umgehend trifft sich dort.  Und das will was heißen! Hinter der winzigen Theke drängeln sich manchmal bis zu vier Bedienungen, damit die es schneller vorwärts geht.  Doch das Warten lohnt sich!

Wir schlabberten in aller Sehlenruhe unser Eis.

„Was hast du denn heute noch vor?“, fragte die D.
„Nichts im Besonderen aber ich hätte Lust auf einen Ausflug.“ sagte ich. “ Wie wäre es mit einem Abstecher in meine alte Heimat? Dort ist heute Pfingstkirmes.“

Gesagt, getan.

Früher, also vor gut zehn Jahren oder noch früher war die alte Heimat ebenfalls ein Magnetpunkt. Ein Touristenepizentrum. Und bei der Hinfahrt befürchtete ich dass ein Parkplatzsuche eine längere Angelegenheit werden würde. Doch es war kein Problem.  Auf dem großen Platz am Bahnhof fand ich schnell eine Stelle.

Die Kirmes hat sich in all den Jahren ein wenig verändert und doch sind es immer noch gleichen Gesichter denen man dort begegnet.

Eine kleiner Spaziergang war jedoch schön. Man merkt dass sich langsam etwas bewegt in der Stadt. Unterwegs sah ich die M., den A., die K., die J., dem M., die S., den L. und alles waren hocherfreut mich wiederzusehen.

Ich zeigte der D. einen den wohl ältesten Geschenkeladen aus Luxemburg. Boutique  „Da Gitta“.


Der ganze Laden hat sich in alle den Jahren um keinen Deut verändert. Eine Schulfreundin, die M. arbeitet seit 33 Jahren dort., und es ist wohl ihr zu verdanken dass der Laden immer noch so gut läuft.
Ich fand zwei neue Postkarten für meine 1:1 Übersetzungen von deutschen Sprüchen ins Englische.  Bei folgender brach in schallendes Gelächter aus.

Ein gemütliches Abendessen im Petit Poete.
Die D. und ich staunten übrigens nicht schlecht als wir die Rechnung bekamen die weitab unter den irrealen Preisen war die wir in der Hauptstadt bezahlen.

Muppetshow

Kennt ihr das? Schon im Traum selbst, fragt ihr euch was der Schwachsinn soll.
Ich träumte die Nacht von Uhren für Damenfußball die man nicht so bekommt sondern extra ausgebrütet werden müssen.

***

Samstagmorgen heißt Wochenmarkt und Muppetshow.

Es gibt am Samstag morgen eine ganze Reihe von Freunden und Bekannten die immer auf den Wochenmarkt da sind. Man trifft sich im Renert und plaudert was die Woche über war, lästert ein bisschen und irgendwie fühlt es sich manchmal an wie eine Muppetshow.
Manchmal so wie heute kommen auch ernstere Themen zur Sprache. Zum Beispiel warum ich schon so lange Single bin. Ein heikles Thema. Aber ich denke dass ich die Antwort kenne, wenn auch ohne Gewähr.  Ich strahle nach außen eine Stärke und Selbstsicherheit aus, die potenzielle Partner zurückschrecken lässt, es überhaupt zu versuchen….
Ein Thema das ich Im Besonderen behandeln sollte, aber letztendlich ändert es nichts. Ich bin wie ich bin.

***

Hinter dem Tresen sah ich diese schöne Rotweinflasche deren Etikett mit dem Fuchs von Hand gemalt,  eigen fürs Renert hergestellt wurde.

Mittagessen gab es im Bellami , von dem ich nicht wusste dass es am Samstag Mittag geöffnet hätte. Ich hatte Saltimbocca a la Romana. Nicht ganz das Original wie die Italiener es braten, aber lecker war es doch.

Am Abend dann die die zweite und bereits letzte Vorstellung der Kiddies im Theater von denen ich ja schon gestern berichtete.

Sturmwinde

Man könnte die Überschrift doppeldeutig auslegen. 🙂

Aber am Nachmittag kamen ohne Regenbegleitung sehr heftige Sturmböhnen auf, was recht ungewöhnlich ist. Ich kenne das so nur von Südfrankreich wenn der Mistral weht.
Ich hechtete auf dem Balkon herum um alles festzuzurren, und sah bei andern Balkons um mich herum schon Dinge fortfliegen.

Am Abend dann Premiere des Jugend-Club Stückes „Alles oder Näischt“ im TNL. Das TNL ist das einzige Theater in Luxemburg das eine Kinder-, eine Jugend- und seit neuestem auch eine Erwachsenengruppe hat für Amateure die gerne in ihrer Freizeit Theater spielen wollen, zusammen mit Profi Kreativen. Die verschiedenen Gruppen werden von Theater Pädagogen geleitet und nach einem Jahr kommt jeweils ein Theaterstück heraus, das dann öffentlich gezeigt wird. Das Tolle daran ist, dass zumindest die Jugendgruppe seit ihrem Bestehen schon ein paar spätere Profis mit richtiger Schauspielausbildung hervorgebracht hat.
Das Stück “ Alles oder Näischt“ entstand im kreativen Prozess und ist ein Blick hinter die Kulissen eines Theaters, in dem ein Stück aufgeführt wird das völlig schief geht. Also ein Theaterstück im Theaterstück. Die Kiddies kamen selbst mit der Idee und ich fand das höchst spannend.
Da sie fast alle doppelte Rollen spielen, (eine Märchenfigur und der Darsteller dahinter) war viel Maske gefragt.

Ich habe schon so einige Stücke mit Jugendlichen hinter mir, alle im Alter von 12 – 16 Jahren, (also die Zeit in der die Pubertät so richtig zu tragen kommt) aber diese ganze Truppe ist außergewöhnlich nett. Es sind elf Mädels und zwei Junges und niemand tanzt aus der Reihe.

Was mich sehr gewundert hat ist ihr Musikgeschmack. Zur Motivation und Energie aufbauen hören sie Musik aus den … 80er Jahren!   Mit der Begründung dass das wirklich gute Musik damals war. Das was man heute im Radio hört wäre alles nur Mist!
Vielleicht liest ja ein Musikproduzent hier mit und nimmt sich das zu Herzen!

***

Am späten Abend dann wilde dunkle Wolken und seltsame Lichter.

 

 

Theater & Links 2,3,4

Ich nahm mir am Morgen ein wenig mehr Zeit um dem WMDEDGT zu schreiben. ( Danke Frau Brüllen, es ist eine sehr gute Übung, wenn man wie ich gerne die Tendenz hat sich aus Zeitmangel nur noch in Stichworten auszudrücken)

Zwischendurch versuchten immer wieder Kommentare mich davon zu überzeugen wie verbrecherhaft ’sie‘ ist, bis ich so fuchsteufelswild war, dass ich den zweiten Beitrag schrieb.
Seid froh, dass ich fast eine geschlagene Stunde daran gesessen habe und nicht gleich den ersten Entwurf rausgeschickt habe.
Die Netzgemeinde kann manchmal so ekelhaft sein.

Aber es gibt auch noch mein analoges Leben in dem ich meine Brötchen verdiene und das musste gleich im Anschluss bedient werden.

Es stand eine Generalprobe an die zumindest in der Maske sehr gut verlief. Da sie aber nicht wie gewohnt zu den original Spielzeiten stattfand, sondern weitaus früher, war auch weitaus früher Schluss.

Am Abend dann eine sehr gemütliches Essen im Bovary draußen,  wo man  nicht mehr ohne Jacke sitzen konnte. Es war merklich kühler geworden. Zu Anfang überlegte ich noch ob ich jemanden mitnehmen sollte, doch da ich den New Yorker Ausgaben sehr hinterher hinke und mittlerweile schon drei Stück in der Tasche ungelesen mitschleppe, beschloss alleine zu bleiben.
Die Spezialität des Hauses ist ein seit einer Weile ein Nachtisch.

***

Mit 21 hat sie alle Länder der Welt bereist. (fr.)
Als ich das las und vor allem das Eingangsfoto sah, wo sie im botanischen Garten in Singapur steht, überfiel mich wieder dieses Reisefieber. Ihr wisst schon…

***

Und dann wäre da noch diese spannende Geschichte der geheimen Polizeiakten in Luxemburg.

Maître Vogel (der bekannteste Star-Anwalt in Luxemburg) schreib zwei öffentliche Briefe, einen an den Justizminister und einen an den Verteidigungsminister um Einsicht in seine eigene geheime Polizei Akte zu bekommen.
Es gibt also in Luxemburg neben dem „Casier Judicaire“, also dem polizeilichen Führungszeugnis, das sich jeder ausstellen lassen und einsehen kann, noch eine weitere geheime Akte über jeden Bürger, die man aber nicht einsehen kann.
Nun ist es ein offenes Geheimnis dass es diese Akten gibt, ich wusste es schon lange. Doch dass es jetzt so öffentlich zu Sprache kommt ist neu.

Zwischenruf: Warum ich das tue was ich tue

Kapa65 / Pixabay

Ich poste selten zweimal am Tag aber ich muss es wohl.

Ich möchte das noch einmal in aller Deutlichkeit hervorheben,  weil sich bestimmt einige fragen, warum ihr Kommentar hier nicht erscheint.

Mein Blog ist nicht der Ort für große Moraldiskussionen über Schuld oder Unschuld oder um eine Linkliste einzustellen mit alledem was über Marie Sophie Hingst aka  Fräulein Read On geschrieben wird. Das könnt ihr gerne im eigenen Blog, oder in öffentlichen  sozialen Plattformen tun, oder bei denen die das in ihrem Blog zulassen, aber nicht hier.

Ja, es stimmt, ich habe ihr eine Hand ausgestreckt und ihr Hilfe angeboten,  im Ermessen dessen was ich überhaupt für sie tun kann und stehe immer noch dazu.  Ihr müsst nicht mit meiner Haltung einverstanden sein, ich verlange das gar nicht.  Ich kann euch nur erklären warum ich das tue.

Ich kenne das Gefühl ganz allein in der Ecke zu stehen und über sich die Moralapostel fliegen zu sehen, wie große schwarze Krähen, die sehr laut und mitunter sehr hässlich krächzen . Diese Krähen mögen so noch recht haben, doch ich kann in dieser Situation nicht anders als mich  zu dem zu stellen der allein in der Ecke steht, möge sie / er noch so schuldig sein.
Das kommt wahrscheinlich dadurch dass ich in meiner Kindheit und Jugend sehr oft der war,  der alleine da stand und ich war mehr als dankbar, für jeden der mir eine Hand hinhielt.

Im Klartext: jeder der hier versucht  Überzeugungsarbeit zu leisten, wie schuldig sie ist, wird rausgefiltert.  Erspart euch die Mühe.

#WMDEDGT & Links 2,3,4

Einmal im Monat will es Frau Brüllen wissen.  Schändlicherweise verpasse ich meistens das Datum.  Aber diesmal habe ich dran gedacht.

Früh erwacht weil jemand in der Avenue oben lang und anhaltend auf die Hupe drückte.
Kaffee auf dem Balkon. Es hatte merklich abgekühlt und irgendwann in der Nacht musste es auch geregnet haben denn der Innenhof war nass.
Rechnungen bezahlt. zwei Stück davon relativ heftig, beide jedoch auch in freudiger Erwartung auf  ein paar Dinge die auf mich zukommen.
Ein bisschen im Haushalt gewerkelt.
Mich dann wieder auf den Balkon gesetzt und endlich das Buch angefangen das ich in Freiburg gekauft hatte, von Leonardo Da Vinci. Zu seinem Jubiläum hatte die Buchhandlung dort ein ganzes Schaufenster voll mit Biografien und ich kaufte nach Bauchgefühl die von  Walter Isacson, da es mir die ausführlichste schien, ich kurz in die ersten Seiten hineingelesen hatte, und der Klappentext der einzige war der die Homosexualität von Da Vinici ganz offen aussprach.
Walter Isacson / Leonardo Da Vinci Die Biographie (Amazon Link)
Ein Arbeitskoffer aus dem Keller ins Auto gewuchtet da ich um 15:00 im Theater sein sollte.
Dazwischen war aber, da es schon wieder sehr warm geworden war, noch Zeit für ein Eis in der Bonomeria.

Pünktlich in Theater eingetroffen und die Kollegin die mit zugesagt hatte, in die Arbeit eingewiesen. Es wurde ein arbeitsintensiver Nachmittag, da alle Akteure neu und frisch waren, und der Großteil davon in Märchenfiguren umgewandelt wurde. Doch alles lief wie an Schnürchen und machte Spaß.
Während der Vorstellung,  bei der es lange Zeit nichts zu tun gibt, gab ich wieder meinem Spleen nach, Perücken selbst anzuprobieren.  Zwischenzeitlich sah ich dass Herr Rau im Blog den vorigen Beitrag  kommentiert hatte und ich bekam einen Lachkrampf. Ein echter Sitcom Moment.
Er schrieb: „Es überrascht sicher niemanden, der dich kennt, wie flott du darauf bist!“
In dem Moment sah ich so aus:

Ich lud die Kollegin ein, da alles so schön und reibungslos geklappt hatte, und wir  uns in Ruhe über die letzten Monate auszutauschen wollten.  Wir landeten auf meiner Lieblings-Dachterrasse dem Rootop. Wir tauschten unsere letzten Arbeiterfahrungen aus und dass zwei sehr gute Kolleginnen aus der Branche das Handtuch warfen und inzwischen in komplatt anderen Jobs tätig sind.  Wir sind nicht so viele (gute) Maskenbildner in Luxemburg und wenn viel Arbeit angesagt ist, bin ich immer sehr froh auf Kolleginnen zurück greifen zu können die Arbeiterfahrung haben und bei denen ich nichts lange erklären muss.
Alle meinen Zeitungsapps hatten mir Warnungen geschickt dass es am Abend sehr stürmisch werden würde. Mit Blitz und Donner, Wind, kräftigen Schauern und Hagel.

Und so sah es aus bevor es richtig losging. Ich kam noch so just trockenen Fußes in mein Wagen bevor es  so richtig schüttete und brauchte fast 15 Minuten bis ich in der Wohnung ankam.
Und dann versuchte ich etwas was mir mit dem Handy noch nie gelungen ist. Ich fotografierte (halbwegs) einen Blitz!


Ich lag zeitig im Bett und las noch ein wenig in Leonardos Biographie.

***

Via Kaltmamsell

Einer der hirnrissigsten Studien die ich seit langem gelesen habe.
Dating-Apps: Risiko für Essstörungen steigt
„Moment, ich kotze mich kurz schlank für das Selfie für die Dating App.“
Ich frage mich manchmal wer solche Studien in Auftrag gibt.

***

Im gleichen Zusammenhang wie oben stellt hier Juramama  aber die richtigen Fragen:
Die ultimative Speck-Show.

Aber wir lassen völlig ungerührt unsere Kinder, unsere Töchter und Söhne, an Zeitschriftenregalen vorbeigehen und sie im Zweifel für 1,90€ eine frauenverachtende Scheisse im Magazinformat kaufen, dass ich mich frage: Haben wir eigentlich noch alle Latten am Zaun?

 

Fotos vom Fest

Ein heißer Tag, mit einer Schwüle bei der man das abendliche Gewitter regelrecht spüren konnte. Ansonsten nichts blogtaugliches. Außer:

Die Fotos vom Rosentag sind da!

Thomas und Inés – Rosentag am 25.05.2019 in der alten Kongresshalle München ©Smilla Dankert

 

Thomas und Inés – Rosentag am 25.05.2019 in der alten Kongresshalle München ©Smilla Dankert

 

Thomas und Inés – Rosentag am 25.05.2019 in der alten Kongresshalle München ©Smilla Dankert

 

Thomas und Inés – Rosentag am 25.05.2019 in der alten Kongresshalle München ©Smilla Dankert

 

Thomas und Inés – Rosentag am 25.05.2019 in der alten Kongresshalle München ©Smilla Dankert

 

Thomas und Inés – Rosentag am 25.05.2019 in der alten Kongresshalle München ©Smilla Dankert

 

Thomas und Inés – Rosentag am 25.05.2019 in der alten Kongresshalle München ©Smilla Dankert

 

Thomas und Inés – Rosentag am 25.05.2019 in der alten Kongresshalle München ©Smilla Dankert

 

Thomas und Inés – Rosentag am 25.05.2019 in der alten Kongresshalle München ©Smilla Dankert

 

Thomas und Inés – Rosentag am 25.05.2019 in der alten Kongresshalle München ©Smilla Dankert

What a night! Danke Smilla Dankert für die tollen Fotos! Ein so schönes Foto von mir Action hatte ich noch nicht!

Proben, Rhabarber & Rosenstrauch

Ich ließ es gemütlich angehen, das große Plus an meinem Job, dass selten morgens in aller Frühe schon etwas passiert. Meine Haushaltshilfe, die F. kam und machte mich diskret wie sie ist darauf aufmerksam, dass ihr heiß geliebter Essigreiniger alle wäre. Sie hatte es mir schon gesagt bevor ich nach München fuhr. Beschämt sauste ich zum Supermarkt um die Ecke. Dort strahlte mich auch ein Bündel frischer Rhabarber an und Kirschtomaten und noch ein paar Dinge die dann alle mit mussten.

Am Nachmittag wohnte ich einer sehr holperigen Probe bei, die am Wochenende Premiere haben wird. Es ist zu schaffen aber es wird  sehr viel Arbeit werden. Mehr kann ich erst in den kommenden Tagen erzählen. Es war jedoch beizeiten Schluss und ich war am frühen Abend Zuhause.
Die A. rief an, die inzwischen in Südfrankreich angekommen ist wegen einer Oper und erzählte mir dass Ihr Koffer, weil sie über Charles de Gaules (Paris) flog nicht mitgekommen sei. Sie sei aber nicht weiter verwundert, man hätte sie vorgewarnt dass es die Spezialität dieses Flughafen sei, Koffer zu verschlampen.

Ich rief die N. an und lud sie spontan zum Essen ein.

Ich hatte Lust auf Grillzeug, richtete den Tisch her und machte eine große Schüssel Salat.


Zum Nachtisch gab es Rhabarbertorte, derweil sich wieder ein dramatisches Wolkenschauspiel bot, das ich nicht unabgelichtet vorbei ziehen lassen konnte.

Ach ja, den Rosen geht es prächtig.

Warmer ruhiger Sonntag

Vorgestern Abend saß ich noch lange draußen und fühlte mich pudelwohl auf meinem kleinen Balkon. Irgendwann wurden die Geräusche vom Marathon weniger und es wurde dunkel und still.

Irgendwann in der Nacht wachte ich auf und kam nicht mehr zur Ruhe, setzte mich noch einmal hinaus und betrachtete die Sterne. Es war so warm und lauschig dass ich nicht mal etwas zum überwerfen brauchte.  Nachts, nackig auf dem Balkon, war auch eine Premiere.

***

Am Morgen dann ein paar kleine Schleierwolken Himmel. Mit einem Flieger denn ich aber nur wenig hörte weil der Wind in die entgegengesetzte Richtung blies. Die Schleierwolken sind im Header, der von Klick zu Klick immer wieder wechselt. Es wurde ein genau so schöner und warmer Tag wie gestern.  Ich wurschtelte ein wenig im Haushalt herum und las viel im Internet.  Durch den uns allen bekannten Umstand der unsere Bloggerwelt zum beben brachte, erfuhr mein Blog einen gewaltigen Aufschwung an Klicks und Besuchern. Doch ich wünschte es wäre nicht so, zumindest nicht aus diesem einzigen Grund… Nun ja.

Zum Mittag gab es hausgemachte Rindfleisch Bifana (ohne Brot) mit Grillgemüse. Die Bifana brutzelte auf den Elektrogrill, das Gemüse in der Küche in der Grillpfanne. Anschließend hatte ich tierisch Lust auf Eis. Doch ich war zu faul um den sehr rudimentären Schlabberlook gegen etwas präsentables  auszutauschen und so holte ich die Eismaschine hervor und machte mir selber welches.

Es wurde Vanille Eis was aber nicht so aussieht weil ich Muscovado Zucker genommen hatte der sehr aromatisch ist und der Vanille noch mal ein gewisses Extra verleiht. Das Eisrezept selbst findet ihr hier.