Ein Sonntag in der „Alten Heimat“

Mich würde ja nichts mehr dorthin ziehen, wenn nicht einer meiner langjährigen Freunde dort wohnen würde.
Der A. seine Lebensgefährtin J. und ich  hatten uns zum Spargelessen verabredet.

Im Brostloapseekelchen (einmal Zuge brechen, bitte) trafen wir uns zum Apéro. Ein irisches Pub mit einem total unirischen Namen. Brostloapseekelchen heißt soviel wie Einstecktuch und ist ein altertümlicher Begriff der auch nur in der Gegend meiner alten Heimat verwendet wurde.

Spargel gab es dann im Petit Poete, ein Garant für gute Küche.

In Wohnung vom A. machte ich dieses Foto:

Tja, es war halt sehr trist an dem Tag und regnete immer wieder zwischendurch. Dass das Wetter aber auch anders kann beweist ein Foto vom A. aus der gleichen Perspektive:

Der Himmel brannte.

Am späten Nachmittag fuhr ich zurück, las ein wenig, netflixte ein wenig und machte einen Plan für die nächsten Tage.

 

Nackt! – Plakeg! – Nu!

Die Villa Vauban ist noch immer einer meine liebsten Museen der der Stadt, weil es auch mit vielen persönlichen Erinnerungen verbunden ist. So sah ich dort im  zarten Alter von 14 Jahren eine Ausstellung von Salavador Dalí, den ich gar nicht kannte. Ich war im Internat und hatte mich allein auf den Weg gemacht mir das anzusehen.  Ich sah brennende Giraffen und zerfließende Uhren und verstand die alptraumhaften Bilder nicht…
Etwas später dann entdeckte ich dort eine Werkschau von Marc Chagall mit dem ich gar nichts anfangen konnte. Doch es hielt mich nicht ab weiter in Museen zu gehen und mir Kunst anzusehen.  Es wurde damals zu meinem Hobby und ist es heute noch.

Es war kälter als die Tage davor. Nicht wirklich ein Tag um draußen zu flanieren. Also beschloss ich  die Villa aufzusuchen in der zur Zeit viel nackte Haut zu sehen ist.
Plakeg! Der Akt um 1900.

 

Interessanterweise geht es gleich zu Anfang mit diesem gesichtslosen Plakat los…

…das vor dem großherzoglichen Palais aufgenommen wurde.  In der Ausstellung gibt es dann noch ein paar mehr.

Die Ausstellung in  Zusammenarbeit mit dem Landesmuseum Hannover entstanden und zeigt sehr viele Bilder von Lovis Corinth, dessen Werke das Hauptmerkmal sind.

 

Interessanterweise werden im Text sehr viele große Impressionisten der Zeit genannt (Edgar Degas, August Renoir, und Auguste Rodin) die aber nur die Inspiration geliefert haben, von denen selbst keine Werke zu sehen sind. Schade eigentlich, denn die Idee deren Werke mit auszustellen hätte der Ausstellung noch ein paar schöne Hightlights verpasst.

Ganz versteckt in einer Schublade findet man ein Foto einer Nackten in einem Wasserbottich. Ein sehr schönes Foto was aber damals unter unter Hand gezeigt wurde und unter Schmuddelfoto lief.

Es gibt auch einen Raum mit einer Reihe von Fotos von Edward Steichen sowie ein Raum der den luxemburgischen Maler der Zeit vorbehalten ist.

 

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Leider bleib mir nicht sehr viel Zeit mir die Bilder genauer anzusehen, denn ich hatte im Anschluß noch einen beruflichen Termin…

Verordnete Trauer & Naturmuseum

Die Fahne auf den Palais

Was bedeutet eigentlich Staatstrauer?
In Deutschland zum Beispiel gibt das gar nicht weil der Bund den Ländern per Gesetz keine Trauertage vorschreiben kann.

In Luxemburg kann sie ausgerufen werden, wie jetzt bei dem Ableben des Großherzogs. Ich weiß noch als seine Frau Großherzogin Josephine-Charlotte starb, wurde eine Staatstrauer von 3 Tagen ausgerufen, dass ich damals ein Theaterstück im Kasemattentheater betreute und die Vorstellung am Tag des Begräbnisses ausfiel. Darum war ich skeptisch, ob die Premiere des Stückes auf das ich gestern hinwies, überhaupt stattfinden würde. Stattgefunden hat sie.
Aber was ist denn erlaubt an Trauertagen und was nicht?
Was bedeutet Staatstrauer und wie ist das geregelt? (lux.)

Halbmast auch vor der Abgeordnetenkammer.

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Am Mittwoch, dem Tag nach der „3 Schwestern“ Premiere ging es mir nicht gut. Ich muss etwas gegessen haben was nicht in Ordnung war.  Ich blieb den Tag über Zuhause und obwohl die mich eingeladen hatte zum Mittagessen blieb ich fern. Ich hätte keinen Bissen hinunter bekommen.  Zudem schlug das wette von schön auf Regen um und ich verkroch mich unter der Bettdecke. am Abend ging es dann endlich einigermaßen.

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Als die Putzhilfe am Donnerstag erschien machte ich einen Abgang und ließ sie gewähren. Ich erinnerte mich an ein Interview des Kurators des Naturmuseums, der über eine neue Ausstellung über die Nacht sprach im Radio und die noch bis August zu sehen ist.

Auf dem Weg dorhin im Tunnel zum Aufzug vom Plateau St. Esprit gibt es immer wieder Ausstellungen. Diesmal sind es angehenede Künstler die sich alle auf das Thema des „Kubismus“ in der Fotografie geeinigt haben. Nicht unbedingt weltbewegend neu, aber gut umgesetzt.  Eines der Fotos zeigt meine alte Schule ich der ich 10 lange Jahre war. (Die Meisterbrief Jahre mit eingerechnet)

Noch immer ein scheußlicher Bau aus den 70er Jahren.

 

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Ich machte mich also auf ins Naturmuseum, das ich noch nie komplett von innen gesehen hatte. Ja, Schande über mich. Es ist im Prinzip gestaltet wie jedes andere Nautrmuseum auch, mit vielen Tieren, Tafeln und kleinen Experimenten und taktielen Bildschirmen.

Als wieder herauskam regnete es schon wieder in Strömen und  ich nahem den Bus aus dem Grund hoch in die Oberstadt. Durch den Feierabendverkehr dauerte es eine Ewigkeit bis ich oben war und ich wäre wahrlich schneller zu Fuß gewesen. Doch ich saß wenigstens trocken und entdeckte zwischen den Bäumen einen neugierigen Raben.

Trauertag: † Großherzog Jean †

© nostalgie.lu

Trauriger Tag hier. Großherzog Jean ist gestorben. Er wurde vor einer guten Woche ins Krankenhaus eingeliefert mit einer Lungenentzündung. Zwischenzeitlich wurde aber bekanntgegeben, dass er auf den weg der Besserung sei. Doch letztendlich war es nur ein kurzes Aufbäumen. Er verstarb gestern morgen.

Er war sehr beliebt in Luxemburg. Wie sehr konnte ich einmal selbst miterleben.
Ich war zur Feier für den 25. (oder 30.?) Hochzeitstages von Großherzog Henri mit Großherzogin Maria-Theresia angeheuert worden, Désirée Nosbusch zurecht zu machen, die zu dem Zweck einen großen Galaabend moderierte. Der Saal des Großen Theaters war randvoll und viele Königshäuser der Welt waren durch ein oder mehrere Mitglieder vertreten. Es herrschte eine riesige Aufregung.
Désirée begrüßte alle Anwesenden im Saal und jeden einzelnen gekrönten Häupter.  Und dann entschuldigte sie sich gleich vorab bei Henri und Maria-Theresia, es sei schließlich ihr Hochzeitstag, doch sie möchte auch „ihren“ Großherzog mit sie groß geworden sei begrüßen. „Gudden Owend Grand-Duc Jean.“
Es folgte eine augenblickliche Standing Ovation die minutenlang anhielt.
Und ich stand beim Inspizientenpult in einer Seitengasse der Bühne und hatte Gänsehaut…

© Cour Grand-Ducale

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Ich fuhr nach Trier zum Perückenladen meines Vertrauens um Material für das Teil zu kaufen das ich mir hatte aufschwatzen lassen. Morgen kaufe ich den noch den Rest und werde loslegen.

Am Abend dann eine Premiere eines Theaterstückes auf dem ich nicht gearbeitet habe, von dem ich aber die ganz Crew kenne.
Drei Schwestern von Anton Tchekhov zum ersten mal auf luxemburgisch.

 

Ostermontag

Ich erwachte später als gewohnt und musste Gas geben denn ich war mit der K. verabredet.

An Ostermontagen findet in der Altstadt und in einem kleinen Dorf Namens Nospelt der alljährliche Ostmontagmarkt statt, genannt Éimaischen was übersetzt soviel wie Emmausfest bedeutet. Wer mehr darüber wissen will, kann das hier nachlesen.

Ich war die letzten Jahre jedesmal da obwohl ich nie einen der berüchtigten Péckvillercher kaufe.

Wir tranken Kaffee nicht wie gewohnt im Renert, sondern nebenan im Kaempff-Kohler. Ein kleiner Spaziergang über den Markt machte mich dann aber schon kribbelig, denn es waren schon früh große Menschenmassen unterwegs. Der anschließende Kaffee bei Lea Linster im Laden schmeckte wesentlich besser als bei Kaempff-Kohler und die Madelaines sind sowieso unschlagbar.

Zum Mittagessen machte  ich mir Spargel mit Lachs und einem Elsässer Riesling den ich noch von einer Feier davor hatte.

…und anschließend gab es ein wenig von selbstgemachten Erdbeereis.

Das Eisrezept das ich ja schon vor einigen Tag verlinkt hatte, werde ich beim nächsten mal aber nach meiner Façon noch einmal umändern und die Erdbeeren zuerst mal einkochen lassen. Es wurde nämlich nach dem richtigen Einfrieren bröselig und verlor seine ganze Cermigkeit. Ein Zeichen dass zu viel Wasser in der Mischung war.

Am Nachmittag dann Perückenalarm. (Ganz ehrlich, manchmal hasse ich meinen Job, weil Feiertage nicht berücksichtigt werden) Ich ließ mich (aus bestimmten Gründen) dazu breitschlagen eine Perücke herzustellen, nur anhand von Fotos und Maßen die ich nicht selbst nehmen kann. Da ich eine solche Perücke schon einmal selbst erstellt habe, aber noch nie in der Größenordnung, wird es für mich auch eine Herausforderung zumal ich die Endanprobe nicht selbst durchführen kann, sondern die „Maskenbildnerin“ vor Ort. ( Ob es wirklich eine Maskenbildnerin ist, wage ich jetzt mal zu bezweifeln) Mehr kann ich nicht darüber schreiben…

Ich ging spät ins Bett, weil ich lange im Kopf nicht zur Ruhe kam.

Das Osterwochenende

Bloggen ist immer dann eine Herausforderung, wenn die Tage sich in ihrem Ablauf sehr ähneln, und es dann so zu beschreiben, dass es nicht langweilig wird. Oder wenn denn Dinge passieren die nichts ins Blog gehören.

Mit letzterem war zum Beispiel der Samstag angefüllt.  Ich musste meinen heiß geliebten Wochenmarkt sausen lassen, weil ich ein sehr langes Brainstorming hatte über neue Strategien und Wege des Künstlerkollektivs, zu dessen Vorstand ich ja gehöre.  Als ich aus dem Meeting kam brummte der Kopf und ich fühlte mich leer.

Am Abend dann eine Geburtstagsfeier. Die A2 hatte eingeladen. Da das Wetter mitspielte konnte die Feier auf der großen Terrasse stattfinden, für die ich sie jedes Jahr beneide.

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Ich erwachte früh am Sonntag, gammelte etwas rum und machte mir ein Osterfrühstück.

 

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Der Osterspaziergang führte mich nach ewig langer Zeit mal wieder ins Petrustal, in das ich, als ich noch im Bahnhofviertel lebte, viel öfter ging. Wir erinnern uns.

 

Satte 27 Grad. Nicht schlecht für Ostern.

 

Ich ging entgegen meiner Gewohnheit durch die rue de Semois hinunter, wo ich diesen Ausblick fand.

 

 

Der Pont Adolphe im Pano Format.

 

Für mich einer der schönsten Brücken Europas

 

 

 

Das kleine heimtückische Rinnsal Petrus, das dem Tal seinen Namen gibt. Wehe man fällt hinein. Es gab schon tragische Fälle in denen Menschen darin ertrunken sind.

 

Gegenüber vom Minigolf, fast schon im Pfaffental, sah ich heute seit langer Zeit mal wieder den Minizug fahren. Er fährt nur sehr selten.

 

Für den Abend ging ich dann seit langer Zeit zurück in mein altes Viertel zur Place de Paris. Da ich seit langer Zeit zum ersten mal wieder dort war, kann ich nur bestätigen dass sich das Viertel doch sehr anders an fühlt als die Oberstadt.  Die Menschen sind um einiges bodenständiger und weitaus weniger abgehoben. Die A. die den ganzen Tag im Theater verbracht hatte wegen den Endproben eines Stückes das am Dienstag Premiere hat, gesellte sich zu mir, und wir tranken einen letzten Absacker, bevor es sehr kühl wurde.

Sonniger Karfreitag & Links 2,3,4

So mittelprächtig geschlafen.
Ein Anruf aus einem Theater ließ mich dann früher den Tag beginnen als gewollt. Es herrschte Perückenalarm. ein lösbares Problem aber per Telefon war es nicht aus der Welt zu schaffen. Also fuhr ich hin und die ganze Aufregung löste sich binnen fünf Minuten in Nichts auf. Es sind die kleinen Gefallen die alles ausmachen und bewirken dass man auch in Zukunft für größere Projekte auf mich zurückgreift.

Ich fuhr, da ich ja das Auto dabei hatte, zur Concorde und kaufte weitgehend alles für das Osterwochenende ein.

Den Nachmittag verbrachte ich lesend auf meinem Balkon.

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Ich beschäftige mich schon seit einer Weile mit Bodyshaming und wie weit das auch mich betrifft.
Jameela Jamil, die Schauspielerin aus der Serie „The Good Place“ (übrigens absolut sehenswert) und Aktivistin, startete eine massive Kampagne gegen dubiose  Detox Pillen und vermeintliche Gesundheitsshakes, und fettverbrenner Tees, die von machen Promis wie zum Beispiel den Kardashians (kann mir mal jemand erklären für welche großartigen Dinge die überhaupt berühmt sind?) massiv beworben werden.

https://twitter.com/jameelajamil/status/1067581908949721088

Ihre Twitter Timeline ist sehr spannend und brachte auch mich mehrfach zum Nachdenken.

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Und dann wäre da noch der Streich von Kate Beckinsale. Es sind auch noch andere zu hören, das Video fängt jedoch bei Beckensale an.

Sonniger Donnerstag

Dem Mittwoch hätte ich verbloggen können wenn ich nicht so müde gewesen wäre.
Ich hatte den Abend mit den 90er Damen verbracht und wir waren im Al Grappolo, ein kleines feines italienisches Restaurant in meinem alten Viertel, das ich sehr mag. Mann muss halt nur zeitig reservieren denn es ist klein und die Tische sind schnell weg. Ich berichtete schon einmal darüber als ich mit der N. dort war. Wir erinnern uns.

Darum gönnte ich mir einmal lange ausschlafen.

Ich beschloss Zuhause tu bleiben und den ganzen Papierkram der letzten beiden Wochen abzuarbeiten. Es gibt doch immer wieder Dinge die liegen bleiben und ein Opfer der Prokrastination werden.

Später dann machte ich eine Runde durch die Stadt.

Da die Oberstadt jetzt mit Baustellen übersät ist, ist jetzt auch in der Freienzeit die Hölle los. Die Avenue Monterey war am Nachmittag so vollgestopft mit Bussen, dass nichts mehr ging. Dann hilft nur noch zu Fuß gehen.

Auf der Place d’Armes entdeckte ich den Künstler Sumo, der dabei war die Bretterwand einer Hausbaustelle zu verschönern. Was es an der Seite mit dem Notre Dame Foto aus sich hat werde ich mir die Tage genauer ansehen.

Am Abend rief die N. an und wir verbrachten den ersten Abend seit sehr langer Zeit auf  der Terasse im Bovary. Bei dem schönen Wetter musste man das ausnutzen.

 

Für Freunde kochen

Der Tag fing sonnig an und endete mit Dauernieselregen.

Termin beim Friseur. Meine Haare wachsen zu Zeit wie Unkraut. Manchmal habe ich das Gefühl als ob sie noch schneller wachsen als je zuvor.

Besorgungen für den Abend für die eingeladenen Gäste. Die A. und die N. kamen, denn wir hatten uns schon länger nicht gesehen. Ich backte eine Gemüsequiche mit Lauch und Zwiebeln. Anfänglich sollte es es ein Zwiebelkuchen werden, doch da ich den immer als sehr mächtig und stopfend empfinde reduzierte die Zwiebeln und gab Lauch dazu. Als Gewürze gab ich Salz, Petersilie, rote Pfefferbeeren, tasmansichen Pfeffer und ein kleiner Schuss Trüffelöl in die Eiermischung mit rein. Schmeckte ganz hervorragend.

Für den Nachtisch hatte ich Eis vorgesehen. Ich machte frisches Erdbeereis mit französischen Gariguette Erdbeeren, die etwas kleiner sind aber dafür umso mehr Geschmack haben. Ich hatte lange nach einem Rezept gesucht und entschied mich dann für dieses hier.
Ich wandelte es aber ein wenig um. Ich nahm braunen Zucker statt weißen und 20 Gramm davon ersetzte ich durch Glukose, dann wird es cremiger. Ich sollte mir unbedingt einem selbstgemachten Invertzucker herstellen. Dadurch soll es noch besser werden.
Zu trinken gab es eine Flasche weißen Vin de Merde. Wer schon länger mitliest kennt ihn bereits. Wir erinnern uns.

Die N. hatte Schokolade aus Nancy mitgebracht wo sie das Wochenende über war.

Vollgefressen aber glücklich machten wir beizeiten Schluss.

Links 2,3,4

StockSnap / Pixabay

Nicht viel Neues hier. Die ersten Tage nach einer Reise sind immer mau und nicht sehr aufregend.
Also gibt es ein paar Links.

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Via Anke Gröner

Wunderschöner  Twitterthread.
Made my day.

https://twitter.com/laurenthehough/status/1116204557015691264

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Interessante Ansicht zur der Frage wie wir in Zukunft Informationen konsumieren wollen. Frei und mit viel Werbung oder per Abo ohne Werbung? Oder gibt es noch eine dritte Möglichkeit? Wie wäre es mit einem Online Kiosk? Cosmin-Gabriel Ene kommt zum Schluss dass das vermeintlich alte aber effektive Kiosk Modell vielleicht die Rettung sein könnte.

Die gesellschaftlichen Folgen von Paywalls: Sind wir auf dem Weg zur Informationselite?

Und kaum hatte ich es verlinkt stand auch schon der Erste auf der Matte der den Verfasser kritisiert, der ganze Artikel sei lediglich Eigenwerbung.

Dabei finde ich den Grundgedanken des Artikels absolut  Wert dass man ihn weiterverfolgt.

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via Kaltmamsell

Warum die Baumwolltaschen nicht besser sind als Plastik Tüten und Biobaumwolltaschen noch schlimmer sind.

Das hat mich dann doch sehr überrascht.
Ich scheine aber mit meinen kleinen faltbaren Beuteln die ich seit etlichen Jahren benutze, dann wohl doch nicht so schlecht zu sein.

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Eine schöne Story.
Ein Hund der ab dem zweiten Tag des Marathon des Sables einfach mitlief bis zu Schluss. Im Ranking bekam der den 52. Platz. Die Läufer kümmerten sich um ihn und gaben ihm Wasser. Sie gaben ihm den Namen Cactus. Letztendlich stellte sich heraus dass der Hund ausgebüchst war und einer Frau in Morokko gehörte. Eigentlich heißt er Diggity.

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Kleiner Nachtrag:
Notre Dame brannte ab. Ich sah sie noch am Tag davor als wir mit dem Taxi durch Paris zum Bahnhof fuhren.
Es macht mich traurig.

Ankommen

Der extra sonnige Vortag bescherte mir ein leicht krebsrotes Gesicht. (das ich euch aber nicht zeige, denn inzwischen ist es schon wieder abgeklungen und ich sehe nur sehr gebräunt aus)
Zudem hatten wir ein neues Restaurant am letzten Abend ausprobiert. L’Essentiel ist in der Tat sensationell und dazu auch noch sehr günstig. Es scheint sich auch schon herumgesprochen zu haben, denn es war komplett ausgebucht.

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Ich schlief die Nacht jedoch schlecht und musste schon um 6 Uhr aus den Federn denn der Zug fuhr kurz nach halb acht. Koffer fertig packen und letzte Handgriffe und Putzaktionen in der Wohnung, bevor die D. in ein paar Wochen wieder herkommt. Es ging alles ruckzuck und ohne Hindernisse und wir standen pünktlich am Bahnhof.

Da mein Koffer so prallvoll und schwer war, hatte ich vorgeschlagen dass wir in Paris ein Taxi nehmen von der Gare Montparnasse bis zur Gare de l’Est. Es gibt eine direkte Metro Verbindung, doch vom Montparnasse hinunter in die U-Bahnstation ist ein Unding mit einem bleischweren Koffer. Ich hatte ihn ja bereits auf dem Hinweg durch die Metro gewuchtet und jetzt mit der schweren Schale und den Büchern wollte ich mir nicht antun.
Und es ging an einem Sonntag erstaunlich gut! Der Taxifahrer hatte leichte Bedenken hinsichtlich des Pariser Marathon der die Metropole in zwei Teile spaltete, doch über die Cité ging alles glatt, da die Läufer an der Seine entlang unter der Brücke hindurch liefen.

Die beiden Zugfahrten verliefen ruhig und ohne Zwischenfall, kamen uns jedoch sehr viel länger vor als auf dem Hinweg. Es ist aber schon fabelhaft dass wir mit dem TGV mit einer reinen Fahrtzeit von etwas mehr als 6 Stunden einmal Frankreich quer von Süd/West nach Nord/Ost ganz durchfahren haben. Ich brauchte das erste mal als ich nach St.Jean fuhr mit dem Wagen zwei Tage dafür. Wir erinnern uns.

Ich hatte euch noch ein Foto der Schale aus San Sebastian versprochen. Nicht ganz billig aber dafür schwer, wunderschön und aus Calcit und stammt aus diesem Geschäft.

St. Jean-de-Luz: Der letzte Tag in Bildern

Schwimmen war leider nicht drin, obwohl ich ein paar wirklich Hartgesottene sah, die sich trauten. Aber am Morgen mit den Füßen war Freude pur.

 

Eine Wiese voller Gänseblümchen. Bis das bei uns der Fall sein wird dauert es noch eine Weile.

 

Am Nachmittag ein Ausflug ins Nachbardorf nach Guethary…

 

… mit Apéro … (ja das Foto ist von mir!!!)

 

…von der Ilunabar.

 

Und für diese Wellen ist dieser Landabschnitt ‚Côte de Gascogne‘ auch bekannt. Es sind die höchsten in ganz Europa und sehr beliebt bei den Surfern. Und wenn ihr ganz genau hinseht könnt ihr auch einen Surfer entdecken.

 

Tschüß Baskenland. Bis zum nächsten Mal!

 

Das Meer durch ein Fischauge

Ich schloss den gestrigen Beitrag mit „…den der Tag war lang genug.“ So lange war er dann doch nicht, aber eines der Gläser Wein war zu viel und schlecht. Wir hatten zu Anfang einen Roséwein, der verdächtig gefärbt aussah. Und ich glaube dass es auch der war, der mir im Nachhinein zu schaffen machte.
Ich bin leider etwas empfindlich in diesen Dingen.

Das hatte zur Folge das ich den Freitag etwas durchhing.
Die D. ist ja immer voller Tatendrang und war topfit.
Ich nicht.

Ich las die mitgebrachten New Yorker Ausgaben der letzten Wochen durch. Ich wanderte am Meer entlang, doch mir war elend. Am Nachmittag legte ich mich noch mal eine Stunde hin und ich war wie neugeboren.

Für den Abend hatten, das es ja der vorletzte Tag ist, hatten wir uns noch einmal für die Boëte entschieden. Der Koch, der uns kennt, hatte uns ein Überraschungsmenü vorgeschlagen. Aber gerne doch!
Ich habe keine Fotos davon gemacht, da ich es schlichtweg vergessen habe.

Wir bekamen ein sechs Gänge Menü das es absolut mit einem Sternerestaurant hätte aufnehmen können.
– Seehecht mit Avocadocreme mit frischen Tomatenstreifen und eigelegtem Paprika
– Schellfisch mit einer luftigen Mascarponecreme und kleinen frischen Mangowürfel
– eine kleine Langoustine mit einer fabelhabft leckeren Soße aus brauner Butter und ein paar geheimen Gewürzen
– Tartare vom Adlerfisch mit eingelegten Möhrenstreifen aus einem kräuterigen Sud und einer kleinen Kugel Honigeis. Dieses süß/saure war der absolute Hammer!
– Barschfilet gegrillt mit allerlei kleinem Gemüse, grünen Spargeln und Mangobutter.
– Zum Nachtisch gab es dann ihre traditionellen Nachtische die sie immer haben, aber als Trilogie auf einem Teller.
Als Wein hatten wir ein Bio Musacdet „Les Bêtes Curieuses“

Das ganze Menü zu einem Preis der mehr als angemessen war.

Die Deco war an dem Abend ebenfalls neu. Der Künstler Ledoeufre hat neue Bilder für das Restaurant gemalt.

© La Boëte

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Da Samstag der letzte Tag sein wird und ich, wenn ich noch fit genug im Kopf bin, den Blogbeitrag meistens vorschreibe, ansonsten geht er etwas später am darauf folgenden Tag online (so wie heute), werde ich ihn wahrscheinlich erst im Zug auf dem Nachauseweg schreiben, denn am Sonntag Morgen geht es sehr früh los.

Eine Wanderung nach Sokoa, Kino und Pintxos

Ich war letztes Jahr auch dort. Es  ist der südliche Teil der Bucht von St. Jean-de-Luz wo man auch auf der Deichmauer spazieren kann, wenn das Wetter es denn zulässt.  Wir erinnern uns.

Doch der Reihe nach. Um nach Sokoa zu gelangen kann man entweder den Bus nehmen oder man geht über Ciboure zu Fuß dorthin. Das Wetter war heute eher durchwachsen. Viele Wolken aber kein Regen.

Ich entdeckte einen kleinen versteckten Garten.

Von der Ciboure Seite aus ist der Leuchtrum ganz besonders schön und mit dem Winkel in ich das Foto schoss, glaubt man fast er würde auf einer Insel stehen.

Es war windig und frisch, aber Seeluft ist nun mal Seeluft und man ist voller Energie.

Auf dem Deich dann konnte man heute nicht hinaus gehen. Ich hätte zwar über die Absperrung steigen können, doch eine kräftige Böe und ich wäre im Meer gelandet.
Stattdessen stellte ich mich vorne beim Fort hin…

und machte ein Video vom Wellengang.

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Mittagessen im SocoWa

Frisch gerillte Anchovis mit Olivenöl und Knoblauch.  Bei uns eine Seltenheit. Herrlich!

Anschließend Calamar vom Grill mit Reis und Salat.

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Am Nachmittag dann eine Runde Kino:

Royal Corgy ist ein Zeichentrick wie ihn sich die Engländer und die Amerikaner nicht trauen würden zu produzieren. Doch die Belgier schon. Er läuft auch schon England.  Es geht um die Corgis der Queen und wer die Nummer 1 unter ihnen ist. Sehr lustig und kurzweilig und zumindest auf Französisch funktioniert er sehr gut.

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Am Abend gingen noch fast den gleichen Weg aber nur bis nach Ciboure. Jeden Donnerstag Abend haben alle Bars Pintxos und man kann die Runde durch die Bars machen. Wir blieben im Maitenia hängen bis kurz vor 22:00 und damit war der Tag lang genug.

Eine Comicempfehlung & sich der eigenen Ohnmacht bewußt werden

Das letzte mal ich in St.Jean war hatte ich in der Comicabteilung des kleinen aber sehr gut sortieren Buchladen ein Buch entdeckt das ich hier besprochen hatte.
Dieses mal geht es um eine ganze Reihe. Le retour à la terre, ist die zum Teil autobiografische Geschichte von Manu Larcenet, der zusammen mit seiner Frau entschließt, aufs Land zu ziehen. Beide kommen aus der Großstadt und ziehen in ein winzig kleines Dorf mit dem Namen Les Ravenelles.
Als ich den ersten Band durch hatte, war ich so angefixt, dass ich prompt alle anderen auch kaufte. Auslöser war der 6 Band der erst vor kurzem erschien und sehr gute Kritiken bekam und ebenfalls eine Buchempfehlung des Ladens war.
Ich gebe zu, ich saß hier die letzten Tage und quietsche vor Vergnügen bei machen Passagen. Das machte die D. natürlich neugierig und sie liest sie jetzt auch.

Ein sehr große Empfehlung von mir:  Le retour à la terre von Jean-Yves Ferri und Manu Larcenet

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Ich versuche so weit es geht dritte Personen immer aus meinem Blog raus zu lassen, denn es führt nur zu Komplikationen. Aber um über folgendes zu schreiben kann ich das nicht ganz einhalten.

Ich bekam heute einen sehr verzweifelten Anruf einer Person die sich um eine Familienangehörige kümmern muss die langsam aber sicher von der Alzheimerkrankheit dahingerafft wird.

Diese Person war mir vor Jahren eine sehr große seelische Stütze als ich das gleiche Schicksal zu erleiden hatte mit meiner Tante. Doch im Umkehrschluss hat sie nichts von mir gelernt und begeht genau die Fehler, auf ich sie schon vor Monaten hingewiesen habe.

Hinzu kommt dass diese Person vom Gemüt her nicht proaktiv, nicht einmal reaktiv ist, sondern die Dinge geschehen lässt und dabei zusieht wie alles den Bach runter geht.

Sie erkennt aber langsam dass ich recht hatte und wollte von mir einen Rat was sie denn jetzt tun könne, denn man kann die zu pflegende Person nicht mehr alleine lassen. Das war aber schon vor etlichen Monaten vorauszusehen und ich hatte ihr dringend geraten sich nach einem Heim umzusehen, denn eine Pflegekraft die sich rund um die Uhr kümmert kommt finanziell und aus Platzgründen nicht in Frage. Eine andere Lösung wäre wenn die Person nur noch teilweise arbeiten würde und sich den Rest der Zeit die verwandte Person pflegen würde. Doch selbst mit einer Ausgleichszahlung würde es finanziell nicht hinhauen.

Ja, man kommt sich elend und schrecklich vor wenn man eine Person quasi wie wegsperren muss weil es nicht mehr geht. Ich selbst hatte Alpträume in der Zeit, als ich es mit meiner Tante tat. Zudem kommt, dass ich gerade weitab in St.Jean bin und nichts selbst tun kann.

Diese Ohnmacht nichts tun zu können beschäftigte mich über Stunden hinweg, doch letztendlich muss ich Abstand davon gewinnen. Ich habe, soweit ich das konnte, mit guten Ratschlägen zur Seite gestanden, doch mehr kann und will ich auch nicht tun. Handeln muss die Person selbst.
Das mag jetzt hart klingen, doch es gibt auch noch andere Umstände, die ich hier nicht weiter ausführen möchte dass ich so handele.

¡Hola! ¿Qué hay? San Sebastián

Da es keine Züge gibt die von Frankreich durchgehend nach Spanien fahren, (wegen der verschiedenen Spurgrößen) gibt es von Hendaye (die nächstgrößere Stadt in Richtug Spanien von St. Jean aus) einen sogenannten Topo der bis nach San Sebastian fährt. Doch man braucht fast anderthalb Stunden für eine Fahrt. Die D. hat das schon mehrfach gemacht und so versuchten wir heute etwas anderes.
Es gibt auch den OUIBUS (die französische Antwort auf den Flexibus) der mit einer Zwischenhaltestelle bis nach San Sebastian fährt für lächerliche 5 € in 30-40 Minuten. Schneller geht es auch nicht mit dem Auto.

Es war fast durchgehend schönes Wetter.

Wir schlenderten durch die bekannten Gassen und ich bekam ( wie sollte es auch anders sein) einen leichten Shoppinganfall. Ich kaufte ein paar neue Schuhe bei Camper, die zudem heruntergesetzt waren.

Gegen Mittag verspürten wir beide einen gewaltigen Hunger. Wir sind im Baskenland zudem auch noch in Spanien. Dann isst man keine Tapas sondern Pintxos!

Ich habe so wie das letzte mal auch schon noch nie soooo leckere Pintxos gegessen wie hier. Das hat nichts mit den Tapas zu tun die man sonst irgendwo bekommt. Sie geben sich hier richtig Mühe und alles sehen so irre lecker aus. Hier ein paar Fotos vom letzten Jahr:

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Ich kaufte noch eine sehr schöne Schale aus Calcit die ich euch aber erst zeigen werde wenn ich wieder Zuhause bin. Sie ist sehr gut eingepackt und muss die Reise zurück überstehen.

Nach und nach zogen Wolken auf und es war auch schon fast Zeit wieder zurückzufahren.

Ich kann den Ouibus nur empfehlen. Durch einen kleinen Stau in Hendaye dauerte die Fahrt ein klein wenig länger aber einfacher und billiger kommt man nicht hin und zurück.

Am Abend aßen wir die Sachen wir noch morgens früh auf dem Markt gekauft hatten und lasen.
Was ich gerade lese zeige ich euch morgen.

St. Jean-de-Luz – Was hier anders ist

Da ich nun schon zum dritten mal hier bin, dachte ich mir dass ich euch heute mal ein paar konkrete Dinge zeige, die hier grundlegend anders sind als in Luxemburg.

Fangen wir mit der Sprache an. Im Baskenland das sich von Frankreich bis weit hinein nach Spanien zieht spricht man Baskisch. Eine Sprache von der man nicht so genau weiß wo sie herkommt, da sie zu keiner anderen Sprache einen Bezug hat. Die Wörter sind völlig anders und kommen weder aus den Lateinischen oder aus den Angelsächsischen oder dem Germanischen. Die Wurzeln sind bis heute ungeklärt, doch man vermutet dass es sich um eine sogenannte ‚primitive‘ Sprache handelt deren Ursprünge sehr viel älter sind.

Als ich das erste mal hier war brach ich mir die Zunge um verschiedene Wörter auszuspechen. Hier ein zwei Beispiele:

Ausgesprochen Txoko „Tschoko, was soviel bedeutet wie „Bruderschaft“. Man nimmt dass es in dieser Gegend früher ein Matriarchat  gab und diese Txoko ins Leben gerufen wurden, damit die Männer hier unter sich sein konnten. Inwiefern dies belegt ist kann ich aber nicht sagen.

Etxe sagt man Etsche, was „Haus“ bedeutet.

Manchmal habe ich versucht auf Tafeln auf denen der Text auf Französisch und Baskisch steht, im baskischen Text irgendwie zu erkennen welches französische Wort dem baskischen zuzuordnen sei. Geht nicht! Man kann es von Satzkonstruktion her nur erraten, da diese ebenfalls komplett anders ist. Irgendwie setzt man im baskischen das wichtigste Wort immer an den Schluss des Satzes.

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Wenn ich etwas sehr mag an St. Jean, dann dass die Gentrifizierung im Herzen der Stadt kaum bis gar nicht vorhanden ist. Die meisten Geschäfte werden noch von richtigen Inhabern geführt und sind keine anonymen Ketten. Es gibt zum Beispiel  Geschäfte wie dieses hier:

…bei dem ich immer noch nicht so genau weiß was sie denn nun wirklich verkaufen. „Un Barbu et une Blonde“, ist vom Look her ein Vintageladen, von dem man aber nicht so richtig weiß was er denn nun verkauft oder was letztendlich nur Deko für den Laden ist. Es ist ganz offensichtlich ein Conceptstore dessen Konzept sich mir nicht so richtig erschließen will.

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Dann gibt es alte eingesessene Läden mit langer Tradition, wie zum Beispiel Pariès:

Ein Konditor dessen Hauptgeschäft die bekannten baskischen Kuchen sind. Ich sprach schon öfters über den Gâteau Basque. Die D. brachte mir von ihrer letzten Reise sogar einen mit.

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Die Basken sind ebenfalls für ihre Stoffe bekannt. Es gibt hier große Webereien, die den berühmten baskischen Stoff herstellen:

Der Stoff ist sehr robust und ist auf seine sehr eigene Weise gewoben, dass man ihn sofort wiedererkennt, egal welches Streifenmuster er besitzt.Es gibt in St. Jean mehrere Geschäfte die alles mögliche aus diesem Stoff verkaufen. Kissenbezüge, Schürzen, Tischests, Handtücher, Badetücher…

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Etwas was man hier auch kann ist Regenwetter so wie an diesem Morgen:

Das hat aber den Vorteil dass alles hier in der Natur sehr grün ist und auch über den Sommer weitgehend bleibt.

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Am Abend jedoch klärte sich das Wetter und wir gingen ins Restaurant Txalupa (noch so ein „tx“ das „tsch“ ausgesprochen wird) und hatten einen herrlichen Ausblick auf den Hafen mit feudalen Wolken:

St. Jean – Der zweite Tag

Wir fielen am Vortag dann doch wie Steine ins Bett.

Der Morgen danach wettertechnisch eher Luxemburg Wetter, also Regen, aber nicht so kalt wie dort. Wir machten ein paar Besorgungen. Der Besitzer des Boëte hatte uns erzählt, dass an dem Morgen ein kleiner Designer Markt in in hinteren Räumen eine japanischen Restaurants stattfinden würde. (Ja das muss man wirklich wissen sonst hätten wir das nie besucht) Die Schmuckdesignerin Azénor, deren Arbeiten ich schon seit einer Weile auf Instgram bewundere, war dort. Ich fand einen sehr schönen Ring, den ich auch schon auf Fotos gesehen hatte, er war allerdings nicht in meiner Größe vorhanden. Sie wird mir einen anfertigen in den nächsten Wochen.

Am Nachmittag besserte sich das Wetter und ich machte ein paar Fotos.

Ich kann auch Bob Ross, aber in Fotos. 🙂

 

Wir wanderten bis hoch zur St.Barbe Spitze wo die meisten Fotos entstanden.

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Für den Abend, da wir zu Anfang befürchteten dass es den ganzen Tag so trüb und trist bleiben würde, hatten wir beschlossen, dass wir in das kleine aber sehr feine Kino Select gehen würden. Wir sahen und Shazam! an.
Kurzweilig, lustig, ein bisschen zu amerikanisch, aber eigentlich ganz ok.

Bonjour St.Jean-de-Luz

Der Freitag galt vor allem den Vorbereitungen auf den Samstag.

Am Samstag kurz nach 8 Uhr saßen die D. und ich startbereit im TGV nach Paris. Ich jubilierte die letzten Tage innerlich immer mehr, dass ich dachte man könnte es von außen hören:  ‚Es geht nach St. Jean! Es geht nach St. Jean! Es geht nach St. Jean!“

Wir fuhren diesmal mit den Zug. Von Luxemburg nach Paris in zwei Stunden und zehn Minuten. Dann mit der Metro nach Montparnasse und von dort aus mit dem nächsten TGV in 4 Stunden nach St.Jean.  Wesentlich angenehmer als wenn ich 1100 km mit dem Auto gefahren wäre. Das hatte ich ja das erste mal getan. Wir erinnern uns.

Die erste Fahrt verlief ereignislos. Auf der zweiten Fahrt jedoch wurde einer Dame in unserem Abteil schlecht und sah so aus als ob sie einen Herzanfall bekommen hätte. Ihre Sitznachbarin flitzte zum Schaffner der sofort den Aufruf nach einem Arzt startete. Es meldete sich eine ganze Gruppe an Krankenpflegerinnen die auf einer Tour waren, und eine Ärztin war auch da. Noch aus dem Zug heraus wurde ein Krankenwagen zum nächsten Bahnsteig in der Stadt Dax geordert, in der wir als nächstes hielten und die Dame kam ins Krankenhaus.

Und dann endlich:

Die Koffer wurden gar nicht erst ausgepackt sondern wir gingen gleich los. Wir holten Kaffee  und da es ja schon fast 17:00 war, setzten wir uns in unser gewohntes Bistro zum Apéro in der Bar de Marine.

***

Die D. hatte für den Abend von Luxemburg aus bereits einen Tisch in der Boëte reserviert, unser absolutes Lieblingsrestaurant, was Fischgerichte in St.Jean angeht. Es war immer oberlecker und von der Qualität und Frische der Produkte ist der Laden einfach unschlagbar.

1000 Fragen 981-1000

OyeHaHa / Pixabay

So, hier nun die letzte Runde 1000 Fragen. Ich habe keine ausgelassen. Und inzwischen frage ich mich was ich als nächstes machen werde, dann wenn ergebnislose Tage anstehen. Gibt es noch so etwas ähnliches?

981: Wie sieht dein Auto innen aus?
Schwarze Ledersitze, klassisches Design von einem Audi A3, und sauber, bis auf Fußteppich auf der Beifahrerseite.  Der ist voll mit Pablo Hundehaaren.

982: Hast du in den letzten fünf Jahren neue Freundschaften geschlossen?
Ja, so einige.

983: Wer bist du, wenn niemand zuschaut?
Ich verwandele mich dann zu einer reißenden Bestie die kleine Kinder zum Frühstück auf einer Scheibe Toast frisst?!?
Nein, ich bin immer noch ich.

984: Welche inneren Widersprüche hast du?
Ja, ein paar habe ich schon.

985: Wann warst du über dich selbst erstaunt?
Das passiert immer im Rückblick auf vergangene Dinge. Es gibt Arbeitsprojekte von denen ich mich heute manchmal frage wie die geschafft habe ohne wahnsinnig zu werden.

986: Leihst du gern Sachen aus?
Ja, aber nicht alles und an  jeden.
Die Zahnbürste zum Beispiel nicht 🙂

987: Bist du auf dem richtigen Weg?
Jeder geht den Weg den er gehen muss. Ob es der richtige war stellt sich immer erst im Nachhinein heraus. Aber ich denke dass ich nicht so falsch liege.

988: Wie lautet dein Kosename für deinen Partner?
Das wüsste ich auch gern.

989: Bei wem hast du immer ein gutes Gefühl?
Bei Freunden die mich bedingungslos zu akzeptieren wie ich bin.

990: Wie zeigst du anderen, dass sie für dich wertvoll sind?
Durch Zuwendung.

991: Was macht dich richtig zufrieden?
Gutes Essen, guter Wein, gute Unterhaltung.

992: Was ist das schönste Geschenk, das du jemals bekommen hast?
Ich habe eine Liste oder eine Hitparade über Geschenke geführt. Jedes Geschenk ist schön.

993: Zu wem hast du blindes Vertrauen?
Zu einem Partner, wenn ich denn einen hätte.

994: Was hast du mal ähnlich wie ein warmes Bad empfunden?
Das Salzbad in im Pidal.

995: Was ist das Spannendste, das du jemals erlebt hast?
Meine Weltreise.

996: Was ist ein großer Trost?
Das kann ein liebes Wort sein, oder Essen, oder wenn es ganz schlimm ist, eine Flasche Cognac.

997: Wovon hast du gedacht, dass du es nie können würdest?
Ich habe den Führerschein erst mit 22 gemacht und fiel davor zweimal durch die praktische Prüfung. Da hatte ich das letzte mal dieses Gefühl.

998: Was kannst du heute noch ändern?
Alles. Ich kann zu jeder Zeit alles ändern wenn ich will.

999: Wie wird dein Leben in zehn Jahren aussehen?
Dann bin ich 62. Ich habe keine Ahnung. Ich bin kein Hellseher.

1000: Welche Antwort hat dich am meisten überrascht?
Von den 1000 Fragen? Keine wenn ich ehrlich bin. Es gab verschiedene bei denen ich etwas länger nachdenken musste und jetzt nach all den Monaten würde ich diese oder jene wahrscheinlich anders beantworten. Doch zu dem Moment war die Antwort richtig.

***

Und wer die letzte Sendung NO ART ON AIR mit mir sehen will der klicke bitte hier.

Kino am Mittwoch – Dumbo

Ich werde mich jetzt mal outen.
Ich bin ein uneingeschränkter Tim Burton Fan. Schon immer gewesen. Als ich hörte dass er bei Disney an einer neuen Verfilmung von Dumbo arbeitet war ich  sehr gespannt und andererseits etwas beunruhigt, weil seine Welt gar nicht mit der Welt von Disney einhergeht. Aber dazu später mehr.

Die D. die den Film nicht zwingend sehen musste ging dann doch mit… weil eben Tim Burton.

Die Story wurde weitgehend umgeschrieben, denn das was im ersten Zeichentrickfilm erzählt wird würde heute so nicht mehr durchgehen. Dumbo kommt zwar immer noch in einem Zirkus zur Welt, doch wurde die Elefantdame neu eingekauft, eben weil sie trächtig ist und so ein kleiner Elefant ist nun mal Zuschauermagnet. So zumindest denkt sich es der Zirkusdirektor (Dany De Vito) doch dann kommt dieses langohrige Ding auf die Welt…
Die Geschichte ist um einiges dunkler und es geht im Zirkus auch um einiges ruppiger zu. Man spürt doch sehr die Handschrift von Burton der es immer weider fertigbringt eine Welt nach seinem Gusto zu erschaffen die  sehr an all seine anderen Filme erinnert.
Ich las vorab in vielen Kritiken, dass er jedoch Wasser in seinen Wein schütten musste.
So kann sich der Zirkus finanziell nicht mehr allzu lange halten und wird von einem Freizeitpark aufgekauft. Der Park heißt Dreamland und erinnert stellenweise an Disneyland, allerdings um etliche Nuancen dunkler. Dass Disney das hat durchgehen lassen ist schon sehr erstaunlich.
Sehr schön der kleine Dumbo mit seinen großen blauen Kulleraugen.
Auch Dany De Vito als Zirkusdirektor ist sehr überzeugend. Jedoch Colin Farell überzeugt nicht besonders. Eva Green als Trapezkünstlerin geht noch so gerade durch. Michael Keaton jedoch mag ich in der Rolle der Freizeitparkbesitzers gar nicht.
Wenn man Burton hätte gewähren lassen wäre der Film wahrscheinlich erst ab 12 Jahren empfehlenswert gewesen. Jetzt ist er ab 6 Jahren.
Und ich glaube darin liegt die Krux des ganzen Films. Er wirkt schaumgebremst und weichgezeichnet.
Sehenswert wenn auch mit Einschränkungen.

1000 Fragen 961-980

OyeHaHa / Pixabay

Die vorletzte Runde 1000 Fragen. Ich versuche die letzte Runde auch noch diese Woche zu posten. Denn ab Samstag bin ich wieder auf Reisen…

 

961: Wann hast du dich overdressed gefühlt?
Ich glaube das war, zumindest solange ich das selbstbestimmt entscheiden kann, nie der Fall.

962: Was machst du mit den Erinnerungen an deine Expartner?
Die Erinnerungen im Kopf sind nun mal da und bleiben auch dort. Die Erinnerungen in Form von Souvenirs, hebe ich je nach Objekt auf.

963: Hast du schon mal in einem Schloss geschlafen?
Ja. In einem Schlosshotel.

964: Wofür schämst du dich?
Es gibt zwei Begebenheiten in meinem Leben die ich aber hier nicht erwähnen möchte. Ich reicht dass ich sie weiß.

965: Schreibst du Geburtstagskarten?
Früher ja. Heute sind das eher SMS, DM oder Mails.

966: An welches ungeschriebene Gesetz hältst du dich konsequent?
In Handlungen und Tun immer flexibel bleiben.

967: Wann hast du zuletzt eine Wanderung gemacht?
Gestern.

968: Kannst du dir für die Dinge, die dir Freude bereiten, mehr Zeit nehmen?
So oft es nur geht.

969: Welche Klassiker hast du gelesen?
Im Theater so ziemlich alles von Anton Tchekhov und Samuel Beckett. (Und auch mitgearbeitet.)
Und was Bücher angeht stellt euch einfach eine lange Liste vor.

970: Welche Person(en) aus deiner Grundschulzeit würdest du gern wiedersehen?
Pasqualina und Christian.

971: Malst du dir manchmal aus, wie es wäre, berühmt zu sein?
Ich muss mir das nicht ausmalen. Ich kenne genügend Promis persönlich um zu wissen wie es ist.

972: Welches Museum hast du in letzter Zeit besucht?
Die Grässlin Sammlung, die genau genommen kein richtiges Museum ist.

973: Experimentierst du gern beim Kochen?
Ja.

974: Wie wichtig sind Frauen in deinem Leben?
So wichtig wie Männer und alle anderen Genderformen.

975: Machst du gern Komplimente?
Ich mache nur ehrliche gemeinte Komplimente. Immer dem Motto nach: Wenn du nichts nettes zu sagen weißt, sag gar nichts.

976: An wem kannst du dir mal ein Beispiel nehmen?
An all denen die ihren tagtäglichen Schweinehund mühelos überwinden.

977: Wann hast du zuletzt einen Tag am Strand verbracht?
Als ich in St. Jean-de-Luz war.

978: Mit wem kannst du stundenlang über Belangloses quatschen?
Das kann ich nicht, oder nicht mehr. Es gab mal Menschen in meinem Leben mit denen ich das gut konnte. Doch so wie die Belanglosigkeiten sind die auch aus meinem Leben verschwunden.

979: In welcher Hinsicht bist du immer noch ein bisschen naiv?
Ich denke, dass ich inzwischen  so alt bin, und so viel erlebt habe, dass ich das nicht mehr bin.

980: Trägst du Schmuck, der für dich einen Erinnerungswert hat?
Ja, immer. Mit jedem Schmuckstück verbinde ich eine Erinnerung. Dafür sind sie, abgesehen vom finanziellen Wert, schließlich da.

Die Geister der Vergangenheit

Nachtrag zum gestrigen Beitrag: Es war mir schon beim Posten klar, dass sich mehrere glühende Anhänger zu Wort melden würden. Ich habe nur den Kommentar von renée durchgehen lassen, auch wenn ich nicht ganz ihrer Meinung bin. Für alle anderen gilt; ich lasse mich in meinem eigenen Blog nicht anpöbeln!

***

Ein freier Tag mit Sonnenschein. Ich beschloss ein wenig durch die Stadt zu wandern ohne wirkliches Ziel.

Es ist schon eine Weile her dass ich neben der ‚gëlle Fra‘ stand und den Pont Adolphe ablichtete, zumindest von dieser Seite.

An Markttagen ist dieses Foto nicht machbar wegen der Verkaufsstände. Doch man hat versucht die Baustelle für den neuen Aufzug in die Tiefgarage der Place Guillaume von der einen Seite mit einem Trompe-l’œil zu verstecken. Und je nach Winkel ist es fast perfekt.

***

Und dann kamen sie…

You can’t hurry love von Phill Collins

Es lief eben hier im sehr ruhigen Vis-à-vis an einem Montag Nachmittag.

Und plötzlich waren sie wieder da…

Die Geister der Vergangenheit wie ich sie immer nenne.

Ich saß fast am gleichen Platz wie damals. Doch die Tische sind heute anders geordnet.

Sie saß mir gegenüber.

Sie trug immer die Baskenmütze die ich ihr geschenkt hatte.

Es war zu einer Zeit in der wir unhaltbare Lachanfälle wegen der geringsten Kleinigkeit hatten.

Es war die Zeit des Himmelhochjauchzen und des Zutodebetrübt, der tiefen Täler und hohen Berge.

Sie war lange meine einzige und beste Freundin.

Durch sie kannte ich Musik die ich sonst nie kennengelernt hätte: Carol King, Andreas Vollenweider und Aphortide’s Child legendäres Album 666.

Es war eine unbekümmerte Zeit in der die Probleme bisweilen so riesengroß erschienen, doch eigentlich waren sie winzig klein.

Wir diskutierten endlose Stunden lang über ein Stuhlbein und kamen uns sehr wichtig vor…

Und als Lied von Phil Collins lief war fast so als ob sie wieder hier wäre, als ob sie neben mir sitzen würde, als ob sie lachen würde.

Ich sah ihren hochroten Kopf den sie immer bekam wenn sie sich zurückhielt um nicht lautstark loszuprusten.

Mit ihr war ich auf den beiden Vollenweider Konzerten die er in Luxemburg gab.

Es war zu einer Zeit in der ich das Tanzen für mich entdeckte.

Wir waren anders, wir ertrugen die Welt, und die Welt ertrug uns.

Doch wie so oft im Leben geht man ein Stück gemeinsam und dann trennen sich die Wege.

Das letzte mal dass ich sie sah war in einer Diskothek weitab der Hauptstadt. Es muss Anfang der 90er Jahre gewesen sein.

Ich habe sie seltsamerweise nur sehr wenig im Blog erwähnt obwohl sie eine der wichtigsten Menschen in meinem Leben war.

Ich fand letztes Jahr eine Todesanzeige und obwohl sie etwas verklausuliert war, und auf den Foto nur ihre Augen zu sehen waren, wusste ich dass sie es war.

Ach, Chantal…

Vor Gericht

geralt / Pixabay

Heute mal etwas anderes als Tagebuchbloggen.
Da der Sonntag eh nicht viel hergab hier mal etwas für meine Leser die nicht in Luxemburg wohnen.
Auch wenn das hier am 1 April erscheint so möchte ich es absolut nicht als Aprilscherz verstanden wissen.

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Seit ein paar Tagen brodelt es in Luxemburg in der Kulturszene. Der Grund ist eine Klage gegen den Musiker Tun Tonnar, der sich wegen einer Textzeile im dem Song FCK LXB verantworten muss. Den Song könnt ihr hier hören. In dieser Textzeile greift er zwei Politiker der hiesigen rechten Szene an.
Joe Thein der aus der rechts orientierten Partei ADR flog weil seine Aussagen schon zu heftig für sie waren, gründete daraufhin eine eigene ultrarechte Partei „Déi Konservativ“
Fred Keup, der 2017 die massive Kampagne Nee2015 startete gegen das damalige Referendum.

Was im Gericht geschah könnt ihr hier im Tageblatt nachlesen.

Mal davon abgesehen dass ich das Lied nicht mag, der Text sehr derb ist und es so gar nicht dem entspricht, (es ist knallharter Rap) was ich sonst höre, so ist hier doch die künstlerische Freiheit in Gefahr. Es kann nicht sein dass sich zwei rechtsgestrickte Politiker die selbstgewollt in der Öffentlichkeit stehen und somit als öffentliche Personen gelten, hier auch noch recht bekommen. Sie stehen beide für extremistische Weltansichten, demnach müssen auch sie auch mit extremer Gegenwehr rechnen.
Was mich aber viel mehr beunruhigt ist, dass wenn sie in dem Prozess gewinnen, es ein Schlag ins Gesicht der Rede- und Meinungsfreiheit ist, und es wäre ein Vorzeigefall für alle kommende gleich gelagerten Fälle.
Das Urteil wird am 8 Mai gesprochen.

Wochenmarkt, Eis & Skybar

Ich erwachte früh und bloggte erst mal alles von den beiden Tagen davor weg.

Anschließend Wochenmarkt mit großem Hallo von allen die sich nach den Einkauf regelmäßig im Renert treffen. Die K. war nach ihrer Reise aus Finland auch zurück, erzählte davon und zeigt uns Fotos, bei denen mit augenblicklich kalt wurde. Ich bin definitiv nicht für Schnee und Eis geeignet. Außer für folgendes:

Da so wunderbares Wetter war, zog ich die Eismaschine hervor und machte spontan einen halben Liter Vanilleeis.

Es ist meine abgewandelte Form des Rezeptes der Villa Martha und wird hier genau beschrieben.

***

Am Abend speiste ich mit der D. gemütlich in der Skybar und nahmen zum ersten mal den Apéro auf ihrer fertiggestellten Terrasse ein

Der Himmel hatte eine atemberaubende Farbe. Er grünt und sprießt noch nicht sehr viel, aber das wird schon noch.

Anschließend speisten wir folgendes:

Alles sehr lecker aber auch preislich nicht geschenkt.

Ein Besuch in Saarbrücken

Es kam mir am Freitag fast so vor als ob es der erste völlig freit Tag wäre ohne irgendeine Verpflichtung.

Ich weiß nicht ob ich es hier schon erwähnt hatte, doch vor einigen Monaten fragten mich die B. und ihr Mann der D. ob ich gerne Patenonkel von ihrem jüngsten Sohn C. werden wollte. Da ich selbst keine Kinder habe und auch schon in sehr jungen Jahren beschlossen hatte dass ich keine eigenen Kinder haben will, jedoch gerne Patenonkel werden würde, ging ein alter lang gehegter Wunsch in Erfüllung.

Ich fuhr nach Saarbrücken und besuchte sie.

Der kleine C. ist seit dem letzten mal versessen darauf mit mir im Wagen zu fahren mit möglichst offenem Verdeck. Da die C. ihm am Morgen gesagt hatte dass ich ihn von der Schule abholen würde, war die erste Frage: „Und, ist schönes Wetter heute?“ Ich tat ihm also den Gefallen da ja schönes Wetter war und er war glückselig.

Am Abend speisten wir im der Simbach Mühle, ein Lokal das just über die grenze hinweg in Frankreich liegt und das ich noch gar nicht kannte. Ein Traditionshaus mit mit viel Geschichte die bis ins achtzehnte Jahrhundert reicht. Es erinnerte mich ein wenig an die Reulander Mühle so wie sie früher war.

Da es war noch recht früh als ich zurückfuhr. Ich geriet aber in einen Stau der sich den Namen verdient hat wegen einer Vollsperrung der Autobahn und verfuhr mich dann noch mehrfach,
Und wenn ich sonst etwas mehr als eine Stunde brauche, wurden diesmal zwei volle Stunden daraus.

Apéro, Maske & Sendung

Manchmal klappt es dann doch nicht jeden Tag zu schreiben.
Am Mittwoch früh war ich beizeiten auf denn ich musste noch Besorgungen für das Kinderstück machen weil sich ein paar Dinge geändert hatten. Nach der Generalprobe fuhr ich kurz nach 17:00 Uhr zurück und zwischenzeitlich rief die N. an ob ich nicht Lust hätte auf Apéro. Hatte ich. ich fuhr also früher von der Autobahn ab in Richtung Hostellerie du Grünewald und landete voll im Verkehrschaos. Dass um diese Uhrzeit ein Stau in die Stadt rein stattfindet hatte ich so auch noch nicht erlebt.

Aus einem Apéro wurden zwei, dann beschlossen wir doch im Restaurant des Hotel etwas zu essen.

 

Mignon de veau mit Spargel und Pastinakenpüree für mich…
… gegrillte Calamares für die N.

Anschließend gesellten sich die Besitzer, die A. und der Chefkoch, der C. zu uns und es wurde dann etwas feuchtfröhlicher als geplant.

Fazit: Am Donnerstag stand ich etwas benebelt und zu spät auf und musste ziemlich Gas geben um rechtzeitig in Mersch zur Premiere zu sein. Ich gab nur noch Anweisungen und Tipps, da die Darsteller die Maske und Haarteile von jetzt an selbst machen müssen.

Dann fuhr ich kurz nach 13:00 zurück denn um 14:00 war die Aufzeichnung der NO ART Sendung. (Wir erinnern uns dass ich deswegen im Schwarzwald war letzte Woche?) Nächste Woche am Donnerstag wird sie ausgestrahlt.

Am Abend viel ich dann ungewöhnlich früh wie ein Stein ins Bett.

***

Könnt ihr euch noch an die beiden Straßenmusiker erinnern, die mit mir und der D. zusammen Weihnachten feierten? Sie waren an Heiligabend zu Gast.

Hier nun ein Video das in Luxemburg gedreht wurde und das schon ziemlich professionell gemacht ist.
This is a Man’s World und bei Andija Stimme bekomme ich unweigerlich Gänsehaut.

Eis, Dornröschen & Carbonara

Freiwillig sehr früh aufgestanden. Die Proben für das Kinderstück finden morgens statt. Da es ab Donnerstag morgens und nachmittags läuft, gewöhnt man sich besser daran. Ich erfuhr  seit langem mal wieder wie es ist, morgens früh loszufahren und in sämtliche Staus zu geraten. Ich musste einen gewaltigen Umweg fahren, und das nur weil ich von mir aus noch zur Tankstelle musste. Sämtliche Hauptverkherspunkte sind nämlich ab 8 Uhr verstopft.

Am Nachmittag gönnte ich mir das erste Haselnusseis das Jahres in der Bonomeria.

Herrlich. (zur Abwechslung mal was abgefressenes)

Gleich gegenüber befindet sich ein Doppelhaus, das zusehends zuwächst und immer mehr an Dornröschen erinnert. Das Schild das dort etwas neues entstehen würde hängt schon seit Jahren, aber es passiert nichts.

***

Am Abend versuchte ich mich an den vegetarischen Corbonara mit Champignons von Molly aus der BA Testkitchen, die aber völlig misslangen, weil ich mich nicht an das Rezept hielt.

Vorher & Nachher

Ich hatte schon länger vor euch ein Update der Fensterblätter zu zeigen die sich allem Anschein nach pudelwohl hier fühlen.

Vorher:

Nachher:

Zwischenzeitlich wurden sie einmal umgetopft. Es geht den beiden blendend!

***

Am Nachmittag bastelte ich fürs Theater.

Vorher:

Nachher:

Da es sich um Synthetik handelt, ist das Umfromen ein anderes Prozedere. Ich kann nicht einfach mit einem Frisiereisen dran, sonst hätte ich anschließend verbranntes Sauerkraut. Sie müssen zuerst auf hocherhitzbare Wickler gedreht werden, und anschließend mit einem Steamer gründlich eingedampft werden. Der Vorteil dabei ist, dass die Krause hält wie bei einer Dauerwelle , selbst wenn sie nass wird.

***

Ihr seit ja alle bei Pinterest gell? Nicht annähernd so fancy wie Instagram aber zum Recherchieren von Ideen zumal im Einrichtungsbereich ist es fast unerlässlich.
Ich bin endlos lange darauf herum gesurft als ich Ideen suchte für die Wohnung in der ich jetzt lebe.
Jetzt schicken sie mir immer noch Einrichtungsideen, wie z.B. diese hier:
Ein DIY Couchtisch mit Goldfischen drin.
Nicht sehr schön und von Tierfreundlichkeit wollen wir gar nicht erst sprechen.

 

1000 Fragen 941-960

OyeHaHa / Pixabay

Ein sehr ruhiger Sonntag. Ich bingewatchte (das Wort gefällt mir nicht aber ich lass es jetzt so…) die letzten fünf Folgen von der Umbrella Academy weg. Sehr schöne Serie mit vielen interessanten Einfällen die man noch ausbauen kann.
Darum gibt es eine vorletzte Runde 1000 Fragen.

***

941: Hast du schon mal alte Möbel aufgearbeitet?
Nein.

942: Wie heißt dein Lieblingsfilm auf Youtube?
Jemand wie ich, der viel unterwegs ist im Internet und sich viele YouTube Videos anschaut und auch hier teilt, hat kein Lieblingsvideo.

943: Was tust du, wenn du traurig bist?
Traurig sein.

944: Was ist das Wichtigste, das du von deinen Eltern gelernt hast?
Mich gegen sie aufzulehnen und meinen eigenen Weg zu machen, obwohl es ja ein Umkehrschluss dessen ist was sie mir beibringen wollten.

945: Verhandelst du häufig mit dir selbst?
Ja, aber nur dann wenn sehr viel Arbeit ansteht und ich weiß wo ich anfangen soll.

946: Auf welchem Gebiet sind Frauen besser als Männer?
Im Sinne der Gleichberechtigung, und weil dahinter die Frage andersrum kommt, sage ich hier nichts.

947: Au welchem Gebiet sind Männer besser als Frauen?
In keinem Gebiet.  Statistisch gesehen und vom Körperbau her können Männer aber eher schwere körperlich anstrengende Arbeit verrichten als Frauen. Aber mehr ist da nicht.

948: Auf einer Skala von eins bis zehn: Wie gesund ernährst du dich?
Das geht von 1-10 und ist jeden Tag unterschiedlich. Da ich aber ein Genussmensch bin tendiere ich zum Mittelfeld und rutsche ab und an ins untere Drittel hinunter.

949: Wofür hast du dich in letzter Zeit entschuldigt?
Ich entschuldige mich dauernd.

950: Wie wirst du gelegentlich scherzhaft genannt?
Ich wüsste nicht dass ich einen Spitznamen hätte. Der F. nennt mich immer Jojo, aber er ist der einzige und bei ihm bekommt jeder einen verniedlichten Namen.

951: Kommst du eher mit Gefühlsmenschen oder mit Kopfmeschen klar?
Das hält sich die Waage aber ich tendiere zu Kopfmenschen.

952: Auf wen warst du in letzter Zeit eifersüchtig?
Niemand.

953: Hat dir schon mal jemand einen Antrag gemacht?
Einen Heiratsantrag? Nein. Zudem war das für den Großteil meines Lebens noch nicht machbar.

954: Wann reißt dir der Geduldsfaden?
Er reißt meistens auf der Arbeit. Im privaten sehr sehr selten.

955: Was würdest du diesem einen Querkopf gern noch sagen?
Dass sie keine Ahnung von nichts hat, und insgesamt ein dummer Mensch ist!
Nur weil sie eine gute Partie gemacht hat, profitiert sie sehr davon, aber eigentlich kann sie gar nichts.

956: Bist du Optimist, Pessimist oder Realist?
Realist mit Hang zum Optimist.

957: Welches selbst gemachte Dessert ist immer ein Erfolg?
Mein Tiramusu, mein Orangencake und seit neustem mein Eis.

958: Wer spielt eine wichtige Nebenrolle in deinem Leben?
Niemand. Alle spielen ein wichtige Rolle auf ihre Weise und in dem Teil meines Lebens zu dem sie dazugehören.

959: Welches Ereignis hat dich stark beeindruckt?
Wenn es weltbewegende Ereignisse sein sollen, war es wahrscheinlich der Anschlag auf Charlie Hebdo und auf dem Weihnachtsmarkt in Berlin.

960: Bist du reif für eine Veränderung?
Ich bin IMMER reif für Veränderungen.