Deko bei mir und anderweitig

Auch wen ich vor Kurzem schrieb, dass ich mir wünschen würde Weihnachten wäre schon vorbei, habe ich trotzdem ein wenig dekoriert. Ein kleiner Weihnachtsbaum mit Filzkugeln und Wichtel.

Ein Schaufenster erinnerte mich an meine Kindheit. Dort gab es mitten in der Grande-Rue ein Geschäft mit Namen „Spielzeugparadies“. Es gibt die Kette, immer noch in Deutschland. Die Deko im Schaufenster glich zu Weihnachten sehr der Deko die man zur Zeit bei Tapis Herz sieht. Ich habe ein Filmchen davon gemacht.

 

Das Spielzeugparadies gab jedes Jahr vor Nikolaus ein Katalog heraus der immer wieder zur Bibel von mir und meinem Bruder mutierte. Natürlich schauten unsere Eltern aufmerksam zu wenn wir durchblätterten. Und verschiedenes davon stand dann am Nikolaustag im Wohnzimmer.

Aufgelesen

Ich, wenn auch nicht in aller Öffentlichkeit und auch nicht im Blog, beschwere mich auch bisweilen dass ich wenig Zeit für Dinge habe die mir wirklich Spaß machen. Frau Modeste hat da mal eine grobe Stundenrechnung aufgestellt und wie viel Zeit für was draufgeht. Sehr interessant uns sehr lustig.

Mein Wappentier ist die Wurst.

 

Eine Sünde und Schande

Es war klar dass das kürzlich geschlossene und verkaufte Hotel „Albert I“ umgebaut werden würde. Hier könnt ihr sehen wir das Hotel mal aussah innen und außen. Es sollen Wohnungen dort entstehen. Was ich aber nicht wusste, war das der erst vor wenigen Jahren fertiggestellte Bau völlig niedergerissen werden würde. Eine Sünde und Schande. Gestern und heute befand ich mich nicht weit entfernt davon in einem Hinterhof und musste kopfschüttelnd zusehen wie die Abrisszange in die Wände biss.

Gestern

Heute

Stattdessen entsteht entsteht  dieser scheußlicher Neubau.

Ja sind Sie denn schon in Weihnachsstimmung?

Diesen Satz habe ich heute nacht mehrfach gehört. Irgendwie konnte ich nicht schlafen und ließ mich von den Lokalzeit Sendungen vom WDR berieseln. Jede, aber wirklich jede Stadt hatte einen Reporter auf einem grade eröffneten Weihnachtsmarkt stehen. Und ALLE waren in Stimmung.
Ganz ehrlich wenn ich dieses Jahr dieses Fest der Trauer und Depression ganz umgehen könnte würde ich es sofort tun. Es ist das erste Jahr dass niemand mehr der Familie da ist…

Stattdessen knie ich mich zur Zeit in die Arbeit und schreibe auch an anderer Stelle als im Blog.

Aufgelesen

Gestern bei der Kaltmammsell sehr gelacht:

…[In der U-Bahn dorthin neben einem der Kleinkinder gelandet, deren Lautstärkeregler kaputt ist und die NUR IN BIS ANSCHLAG ERHOBENER STIMME SPRECHEN KÖNNEN, DABEI DAS DEZIBELLEVEL EINES MARTINSHORNS ERREICHEN. Mir so dezent wie möglich die Ohren zugehalten.]…

Woraufhin folgender Kommentar zu lesen war:

Zum Thema Lautstärke bei Kleinkindern. Seit ich über 60 bin-schon seit einiger Zeit – schaue ich die Mütter mitleidsvoll an und sage” oh wie tragisch -ihr(e) Kleine ist Schwerhörig-haben sie einen guten Ohrenarzt? Die sprachlosen Müttergesichter sind immer wieder göttlich.]…

Heute vor einem Jahr

… habe ich sie zum letzten Mal gesehen. Am Tag darauf starb sie. Sie ist so fern und doch so nah. Die Erinnerung an sie fängt an zu verblassen.
Mein Leben verändert sich ohne sie. Sie nimmt nicht mehr daran teil. Die grosse Lücke die sie hinterlassen hat bleibt, doch rückt sie weiter weg. Und ich begreife wieder einmal dass die Zeit unaufhaltsam voranschreitet, unbeugsam, egal wie grausam das Erlebte war.

Ich fand für die Jahresanzeige einen schönen Text von Henry Scott-Holland. Wer ihn lesen mag sollte sich das „Wort“ von heute kaufen.

Einer für Alles

Vor ein paar Monaten schrieb ich schon mal über Katharina Seiser, Journalistin und Herausgeberin über Esskultur.
Nun hat sei ein neues Buch herausgebracht mit dem Titel „Einer für Alles„. Es wird alles in einem einzigen Kochtopf gekocht, gebraten, geschmort…
Als ich bei Amazon einen Blick ins Buch warf, war ich gleich beim ersten Rezept schon begeistert. Das ist genau das Buch für mich und meine Miniküche die zwar über jeglichen Komfort verfügt aber eben sehr klein ist. Wenn ich da mit mehreren Töpfen und Pfannen jonglieren muss wird es sehr eng. Zumal wenn ich mir Gäste einlade ist es jedes mal eine Herausforderung, wenn der Tisch schon fertig eingedeckt ist und diesen nicht mehr als Ablagefläche benutzen kann.

Weitere Berichte folgen wenn ich die einzelnen Rezepte ausprobiere.

Wütendes Wetter


letzte Woche wütete ein Sturm über der Stadt. Ich war sehr in Eile und musste wohl oder über durch den Park laufen, der sehr dunkel und bedrohlich wirkte. Ein Schwall Krähen erhob sich aus dem Bäumen und flatterte durch die Luft ohne sich wirklich formieren zu können.

Franchising goes Folklore

Seit ein paar Tagen höre ich im Radio immer wieder die Werbung (der einzige Ort übrigens wo ich halbwegs Werbeberieselung an mich ranlasse) über eine ‚luxemburgische‘ Pizza. Lautstark singt Fausti einer seiner alten Gassenhauer der hierfür umgedichtet wurde. Das weltweite Franchising Unternehmen Pizza Hut erfindet für Luxemburg eine Pizza mit Mettwurst in der Kruste, und reißt sich damit das Siegel „Made in Luxembourg“ unter den Nagel. (Auf dem Bild neben dem Topf Senf zu sehen)

Zu was die arme Pizza alles herhalten muss…
Ehrlich, mich gruselt das bis in die Haarspitzen. Zu Helloween passt das ja ganz gut, aber der Spuk wird nach dem 1. November wahrscheinlich kein Ende finden.  Und, nein, ich werde sie nicht probieren und anschließend hier im Detail beschreiben ob schlecht mir davon wurde.

Dispo Dipso

Die Tagesdisposition – auch nur Disposition oder nur kurz Dispo (engl. (daily) call sheet) – beschreibt bei Film-, Fernseh– und Werbeproduktionen eine für jeden Drehtag erstellte Übersicht bezüglich des zu absolvierenden Pensums sowie spezifischen Informationen für einzelne Mitglieder des Filmteams. Über den Tag hinweg dient die Dispo jedem Anwesenden am Filmset als ‚Fahrplan‘ oder Anhaltspunkt, was als Nächstes zu tun ist.

Dreht man zwei Buchstaben um ergibt es DIPSO.

Dipso the Wine Republic
4, rue de la Loge

Schönes Ambiente, sehr nettes Personal, (was ja wie ich schon einmal erwähnte, in Luxemburg ein Problem ist), guter Wein. Manchmal braucht es wirklich nicht mehr um glücklich zu sein. Die Besitzerin ist zudem eine Persönlichkeit aus Funk und Fernsehen, das nicht unwesentlich zum Erfolg beiträgt.
Eine Homepage gibt es auch, auf der aber noch nicht viel steht.

25 Jahre später

Für gewöhnlich poste ich keine Links aus diesen Buzz Seiten mit denen Facebook und Twitter verseucht sind. Aber heute machen wir mal eine Ausnahme.

Die Nachricht schlug ein wie ein Bombe. Twin Peaks  die Kultserie geht nach 25 Jahren  weiter. Für mich war es damals eine der besten Serien überhaupt und wir haben von Woche zu Woche mitgefiebert, gerätselt, Blaubeerkuchen gebacken und „verdammt guten Kaffee“ getrunken. Gut waren Anfangsfolgen die bis zur Entlarvung des Mörders von Laura Palmer führten. Danach wurde es sehr mau.
Ich kann mich noch an den Abend erinnern als endlich herauskam wer der Mörder denn nun war. Die Serie lief auf RTL („plus“ damals). Doch SAT1 machte gab den Namen auf seinem Teletext preis, was eine Welle von Empörung  und haufenweise Leitartikel in der Presse auslöste.  Ich wollte es damals nicht wissen um mir den Spaaß nicht verderben zu lassen, und war dann dementsprechend niedergeschmettert. Viele Jahre später kaufte ich mir die Serie auf DVD, doch leider musste ich mir selbst eingestehen dass sie schlecht gealtert war.

Apropos schlecht oder gut altern: Diese Seite zeigt all die Hauptdarsteller der Serie damals und heute und da war ich dann doch sehr überrascht manche nach so vielen Jahren wiederzusehen.

10 Jahre Alaska

Vor 10 Jahren arbeitete ich auf einem Theaterstück mit dem Titel: E Wäibierg an Alaska. Es lief auf einer kleinen Bühne in Redange im Inoui, das schon seit langem seine Tür geschlossen hat. Das Stück war ein riesiger Erfolg mit über 50 Vorstellungen. Es handelte von einem Paar (gespielt von Monique Melsen und Marcel Heintz) und die Geschichte geht los 3 Tage nachdem beide ihre wohlverdiente Rente angetreten haben. Sie wollen reisen und die erste Reise geht nach Alaska…

10 Jahre später erleben wir das gleiche Paar wieder auf der Bühne. Wéi wäit nach bis Alaska, ist die die Fortsetzung vom ersten Stück.

Vorgestern fand die Premiere im Kulurhaus Niederanven statt. Ich saß im Saal und mir wurde ganz wohlig warm ums Herz die beiden Charaktere nach so vielen Jahren wiederzusehen. Mag sein dass ich vorbelastet bin, aber ich habe mich herrlich amüsiert den beiden zuzusehen und ein ganzer Saal der sich schier bog vor Lachen kann ja auch nicht irren. Ein großes Kompliment auch dem Autor Jay Schiltz der ein wahrer Meister im Dialogschreiben ist.

Es gibt nur eine Matinee für die man Karten bekommen kann im Kulturhaus Niederanven. Alle anderen Vorstellungen sind bereits ausverkauft. Doch da das Stück bis März 2015 auf Tournee geht, gibt es für jeden eine Gelegenheit es sich anzusehen.

Ich lese


Fragt mich nicht warum, ich weiß es nicht. Es ist eine Buchempfehlung von Anke Gröner. Sie verstand nicht was sie an dieser Geschichte dieses merkwürdig emotionslosen ja fast langweiligen Figur so interessierte. Das hatte meine Neugier geweckt und kaufte mir somit mein erstes Buch als Kindle. (Versteht mich nicht falsch, ich habe einen eReader von Sony und fahre schon seit Jahren mit dem System epub. Aber durch einen blöden Fehler im System den ich bis dato nicht gefunden und beseitigt habe, lassen sich keine Bücher mehr auf den Reader hochladen.)
Und ich muss gestehen mir geht es genau so. Ich kapier’s nicht.

Eine etwas ausführlichere Buchbesprechung folgt.

Theaterfest


Jedes Jahr, gibt es das Theaterfest in der Abtei Neumünster.
Im Programm, das sehr breit gefächert ist, bin ich diesmal auch vertreten.
Das Projekt heißt Blind Date und ist eine Begegnung mit einem Künstler oder Techniker aus der Theaterbranche.
Wenn sie also ein Tête-à-tête mit mir haben wollen schauen sie morgen zwischen 16:30 – 18:00 in der Abtei vorbei in der „Cave voûtée 1“.

Ausverkauf der Erinnerungen

Sie sind nett, sie sind sehr zuvorkommend, sie nehmen (fast) alles mit und hinterlassen eine große Leere im Raum, im Kopf, im Herzen. Es kommt mir vor wie ein Ausverkauf der Erinnerungen, ihrer Erinnerungen, meiner Erinnerungen.

Heute waren die Entrümpler im Haus der Großmutter. Ich konnte und wollte nicht bleiben solange sie dort waren und einpackten. Es tat zu weh. Also schlenderte ich durch die alte Heimat und fühlte mich einsam, verlassen und wie ein Verräter der sich selbst verraten hat. Wenige Leute auf den Straßen. Kälte, Leere, Trauer.

Das Restaurant

Es wundert mich und ich fragte mich eben selbst warum ich noch nicht darüber geschrieben habe. Es ist zur Zeit mein Lieblingsrestaurant in Luxemburg. L’Annexe war ursprünglich die Annexe des Sternerestaurants Clairfontaine mitten in der Stadt. Es wurde inzwischen verkauft, ist jedoch in der Qualität gleich geblieben. Die Speisekarte ist nicht sehr groß, dafür wechseln die Gerichte recht häufig. Einen Stern im Michelin verdient es nicht, was auch nie das Ziel war, aber die Küche ist ganz im Sinne einer gehobenen französischen Küche. Die Preise sind daher auch recht moderat. Die Kellner sind sehr zuvorkommend und nett, was in Luxemburg leider eine Seltenheit ist. (Aber das ist ein anderes Thema und wird demnächst einmal gesondert behandelt) Ich gehe gerne hin, bisweilen auch sehr gern alleine, weil ich dann solche Beiträge wie diesen hier schreiben kann.

Da ich das Foto zu später Stunde mit „Hipstamatic“ gemacht habe und auf der Terrasse saß, siebt es aus als ob es eine Kaschemme ist. Und doch gibt es genau das wieder was ich empfinde. Ein Ort der der von aussen gesehen etwas befremdlich wirkt, und doch etwas anheimelndes hat und indem man sich wohlfühlt.

Neulich im Chocolate House

Da es sich genau gegenüber des großherzoglichen Palais befindet ist es meistens gerammelt voll von Touristen.

Doch am Samstag Mittag fanden wir einen Tisch auf der Terrasse. Da das House auch über eine kleine Speisekarte verfügt, wählten wir eine Quiche Lorraine und eine Lachs Quiche zum Mittagessen.
Wir warteten auf die Bestellung als plötzlich schräg hinter mir, meine Begleitung etwas sah das ihre Gesichtszüge entgleisen ließ. „Was ist?“, fragte ich. „Nichts, antwortete sie, erzähle ich dir später.“
Ich schaute dann doch hinter mich sah das hier:

Ein Kind verdaute rückwärts, ziemlich geräuschvoll, gleich mehrfach mit dem üblichen Plätschern hinterher als ob man einen Eimer ausschüttet.“Ich wusste nicht dass so viel in einem Kind drin sein kann, sagte meine Begleitung, als man uns die Quiche servierte. Sie schmeckte hervorragend.

Merke: Fremde kotzende Kinder sind kein Grund…

Gleich nebenan auf der Place Clairfontaine wird die Grossherzogin Charlotte umringt von „Müllmännern“. Keine Ahnung was die Aktion soll, ich habe nichts darüber gelesen im Urlaub.

Südfrankreich – Tag 11 – Am Strand

Den letzten Tag verbrachten wir damit ein paar Einkäufe für die Rückreise zu tätigen und den Rest des Tages am Strand.
Die Plage de l’Espiguette war noch mal unser Ziel. Es waren im Verhältnis zum ersten Mal sehr wenig Leute da.
Eine Arbeitskollegin schrieb mir eine SMS von der Heimat aus wegen ein paar arbeitstechnischen Dingen. Ich räckelte mich auf dem Badetuch schreib ihr zurück dass ich gerade schwer beschäftigt sei um braun zu werden.

Es war ein perfekter Urlaub

Morgen gehts zurück nach Luxemburg.

Südfrankreich – Tag 10 – 48 Jahre

Vor ein paar Tagen zeigte ich ein Bild wie der Strand kurz vor dem Gewitter aussah. Heute morgen um 7:00 Uhr sieht er so aus. Die ersten Fischer sind schon seit Stunden da, und die Sonne geht langsam im hinter dem Hotel auf und taucht alles in ein goldenes Licht.

Es war eine gute Idee hierher zu kommen an einem Tag, bei dem ich schon vor Jahren hier war. Es war mein achter oder neunter Geburtstag. Meine Eltern hatten ein Haus am Strand gemietet in Portiragnes. Als der Tag kam hatte meine Mutter alles drangesetzt einen Geburtstagskuchen aufzutreiben mit Kerzen drauf. Doch wo ihn verstecken? Es gab im ganzen Haus keinen einzigen Ort der nicht einsehbar war. Also stellte sie ihn aufs Klo, auf dem ich ihn natürlich entdeckte.

Wie schon gesagt es war eine gute Idee herzukommen. Nach all dem was die letzen Jahre passiert ist, hätte ich in Luxemburg wahrscheinlich trotz aller Freunde die immer für mich da sind, Trübsal geblasen. Hier macht das Wetter, das Meer, meine Begleitung und die schönen Erinnerungen alles wett.

Nachtrag:

Ein Sonnenuntergang

Wilde Wolken

Und ein herrliches Menue:

Un oeuf bio cuit „minute“, déclinaison d’asperges et truffe d’été

Le foie gras de canard maison, aus muscat de Lunel confiture de figues au vin rouge

Le boeuf: comme un tournedos, taillé un peu épais, cuisson basse température, jus piovre et miel, cannelloni de champignons gratiné, pommes de terre grenaille de M. Solans

Südfrankreich – Tag 9 – Aigues Mortes

Aigues Mortes ist eine kleine mittelalterliche Stadt nicht weit von der Grande Motte entfernet, mit vielen kleinen Gassen und Geschäften voll von Regionalprodukten. Eigentlich wollten wir hin wegen dem Wochenmarkt, der aber erst morgen ist.
wir schlenderten durch die Gassen und ich fand alle Produkte die ich haben wollte, die man mir einerseits aufgetragen hatte mitzubringen, andererseits all das Zeugs was ich selber haben wollte.
Das einzige was nicht gefunden habe, ist eine Erinnerung aus meiner Kindheit. Muscat Weintrauben.

Den Nachmittag verbrachten wir dann am Hotelstrand.
Dort entstand auch dieses Foto das ich bereits am ersten Tag machte als wir hier von Vidauban ankamen.

Barfuß im warmen Sand.

Und dann wäre da noch ein Link den ich nicht vorenthalten kann obwohl, wenn ich ihn preisgebe, die N., die sich zuhause um meinen Briefkasten kümmert, leider dann auch weiß was sie bekommen wird.
Es gibt hier ein Weingut mit einem sehr provokanten Namen. Der Wein soll sogar sehr gut sein.

Südfrankreich – Tag 8 – La Grotte des Demoiselles

Diese Grotte hatte ich als Kind besichtigt. Ich überlegte heute noch wann das genau war; ich muss 8, 9 oder 10 Jahre alt gewesen sein. Irgendwann Ende des Jahres werd ich es genauer wissen, wenn alle Super 8 Filme meines Vaters digitalisiert sind.

Sie ist ungefähr eine Stunde von der Grande Motte entfernt, in einem kleinen Ort mit einem seltsamen Namen, den ich bereits gestern erwähnte: St. Bauzille-sur-Putois. Die Grotte liegt oberhalb des Ortes und ist eine der bekanntesten Grotten Frankreichs, weil sie einer der größten unterirdischen Säle die Frankreich hat.
Das Einzige an was ich mich erinnern konnte war, dass man sich durch sehr schmale Gänge zwängen muss um dann immer wieder in größere Säle zu kommen.
Bis man dann in die große sogenannte Kathedrale gelangt, bei der einem echt die Luft weg bleibt. Sie ist so groß dass man sie unmöglich ganz mit einem Foto erfassen kann.
Hier ein paar Fotos der imposanten Kalksäulen und des sogenannten Schneeballs.

Auf dem Weg zurück machten wir einen Halt im Zentrum von Montpellier wo wir uns aber nicht lange aufhielten. Es ist eine Großstadt bei der mir immer wieder bewusst wird wie sehr die Gentrifizierung in der westlichen Welt um sich greift.

Abends erwartete uns von Hotel aus ein anderes Schauspiel. Ein Donnerwetter war im Anmarsch mit Wolken wie aus einem Armageddon Film.

Südfrankreich – Tag 7 – La Grande Motte

Ein Tag am Meer. Ein Strand nicht weit entfernt von der Grande Motte, die Plage de l’Espiguette.
Da durfte ich dann zum ersten Mal erfahren was es heisst, wenn mann auf einem Massenstrand liegt, obwohl das hier nicht der Fall war. Das Gefühl kam durch den Umstand, dass wir auf einen speziellen Monsterparkplatz fahren mussten, der im Sommer wahrscheinlich so voll ist, dass man keinen Platz mehr bekommt.

Der Strand selbst ist riesig. Wir wanderten eine gute halbe Stunde bis wir endlich das hintere Ende sahen. Dort waren auch wesentlich weniger Leute anzutreffen. Meine Begleitung und ich handelten uns beide einen leichten Sonnenbrand ein auf dem Rücken, trotz Sonnencreme bis zum geht nicht mehr. Abends als wir zurück zum Hotel wollten brauchten wir für 12 Kilometer fast eine Stunde. Es war ein Stau in Richtung Autobahn von all denen die wieder zurück in den Norden fuhren. Völlig am Ende kamen wir im Hotel an.

Da morgen zum ersten Mal weniger tolles Wetter angesagt ist, machen wir einen Ausflug ins Hinterland nach, (ich musste lachen als ich den Namen zum ersten Mal las) St Bauzille de Putois zu der „Grotte des Demoiselles“.

Südfrankreich – Tag 6 – von Vidauban nach La Grande Motte

Heute heisst es Abschied nehmen von unseren netten Gastgebern und dem schönen Gästehaus in dem kleinen verschlafenen Städtchen Vidauban. Es waren wunderschöne Tage hier.
Ich sitze wie jeden Morgen, wenn ich schrieb draußen, vor der Eingangstür unseres Zimmers, eingepackt in eine Fließjacke, denn die Morgenstunden sind frisch wenn die Sonne noch nicht zu sehen ist.

Heute nachmittag geht es noch tiefer in den Süden der spanischen Grenze entgegen, in die Camargue in die Gegend von La Grande Motte. Im Hotel wo wir dann sein werden, soll es WLAN geben im ganzen Hotelbereich. Dort werde ich dann weiterschreiben.

Tja, da WLAN im Hotel geht nicht so wie es sollte. In Lobby unten schon aber im Zimmer gar nicht. Das Problem soll morgen behoben werden.
Wird mich aber nicht daran hindern zu schreiben.

Südfrankreich – Tag 5 – Gonfaron

Le Village des Tortues
Das Schildkrötendorf.

Es sind bestimmt an die 1000 Schildkröten dort zu finden. Eigentlich ist es ein Schildkrötenasyl wenn man es genau nimmt. Hier in der Gegend gibt es eine wilde Art, die Hermann Schildkröte, die fast ausgestorben war. Wenn Leute aus der Gegend der „Plaine des Maures“ verletzte oder kranke Schildkröten finden, kann man sie dort hinbringen und sie versuchen sie wieder aufzupäppeln und wieder in die Freiheit zu entlassen. Sie kümmern sich auch um sämtliche andere Arten der Panzerechsen die nach Frankreich eingeschmuggelt und verkauft worden sind. Sie versuchen dann mit allerhand Spezialprogrammen die Echsen wieder in ihre Ursprungsländer zurückzuführen.

Der Eintritt ist nicht billig aber da die Organisation sich rein aus Spenden finanziert ist der Preis gerechtfertigt.

Südfrankreich – Tag 4 – Gorges du Verdon

Diese Schlucht ist es ein Naturschauspiel das man sich nicht entgehen lassen soll wenn man schon mal hier in der Gegend ist.
Mit einem größeren Wagen wie meinem ist die Schlucht eine kleine Herausforderung. Es gibt zwei Wege um durch sie hindurchzufahren, die Rive Gauche und die Rive Droite.
Ich hatte mich für die Rive Droite entschieden weil sie näher war und mit der Beifahrerseite nicht am kilometertiefen Abhang entlang führt, was für meine Begleitung ein Zumutung gewesen wäre.

Als wir durch die ganze Schlucht hindurch waren, besuchten wir noch das kleine Dörfchen Castellane. Es liegt in Mitten riesiger Felsen und Berge die hunderte von Metern aufragen und jedem der sie sieht automatisch ein gewissen Respekt abzollt. Das Dörfchen selbst ist allerdings ein wenig enttäuschend. Es gibt nicht sehr viel zu sehen. Wir hätten vielleicht gut daran getan das dortige Office du Tourisme vorab zu besichtigen. Aber da die Fahrt von dort aus zurück nach Vidauban über Stock und Stein führte und weit über eine Stunde dauerte, war mir nicht danach.

Ich werde zuhause versuchen noch ein paar Panoramafotos der Gorges hier hinzuzufügen. Augenblicklich ist das mit dem iPad nicht so machbar wie ich mir das wünsche.

Südfrankreich – Tag 3 – Grasse/Cannes

Parfüm ist eine Leidenschaft von mir, die ich habe seit ich denken kann. Mein allererster Duft war von Giacomo. Es war eine kleine Probe die meine Tante mitgebracht hatte. Meine Vater hasste es und ich durfte die Flasche nie öffnen wenn er auch nur in der Nähe war. Das hielt mich aber nicht davon ab, ein Parfümfreak zu werden. Mein allererster Ferienjob war in einer kleinen Parfümerie in meiner Heimatstadt.

In den späten Achtzigern als ich zum ersten Mal an der Côte d’Azur war,entdeckte ich die Perfümstadt Grasse, von der ich schon im Buch „Das Parfüm“ von Süsskind gelesen hatte.

So erschien es nur mehr als logisch dass ich gestern dort war und viel zu viel Geld ausgab für Düfte für alle erdenklichen Gelegenheiten. Wir besichtigten zwei Fabriken. Galimard, eine Fabrik in der meine Begleitung im Shop fündig wurde, und Fargonard, die Marke meines Vertrauens, bei ich auch über das Jahr hin viel im Internet bestelle und verschenke.
Als ich in die Boutique kam wurde ich überwältigt von dem Angebot. Ich schlug zu und bezahlte eine heftige Summe bei der meine Begleitung ein leichtes Zucken überfiel. Ich hingegen blieb erstaunlich ruhig. Wenn ich im Nachhinein überlege war es überhaupt nicht teuer im Gegensatz zu einer „normalen“ Parfümerie, bei der ich nur das bekomme was jeder hat. Hier habe ich Parfüms die nicht alle haben.

Anschließend fuhren wir nach Cannes, eine Stadt zu der ich eine ganz Besondere Beziehung habe weil ich ein Jahrzehnt lang jedes zu den Filmfestspielen dort war. Wir besichtigten einen Freund aus Luxemburg der öfters im Jahr dort ist, weil er und seine Verwandtschaft ein Apartment dort haben mitten im Villenviertel „Californie“.

Es hat sich seit sich in den letzten zwei Jahren viel verändert. Manches zum Vorteil, manches schockte mich. So war ich sehr erstaunt dass eines der legendären Cafés auf der Croisette nicht mehr da ist. „Le Festival“ mit seiner tollen Terrasse ist weg. Wehmütig dachte ich an all die Choclat Chaud’s die wir abends dort tranken wenn wir aus der letzten Filmvorführung kamen und uns darüber freuten oder aufregten weil es heilloser Mist gewesen war.

Auf den Schock hin begaben wir uns in ein anderes lgendäres Restaurant, das Astoux & Brun, das bekannt ist für seine Meeresfrüchte und ich verschlang eine Unmenge an frischen Austern.

Das Foto entstand als wir im Schwimmbecken in Cannes waren das zum Apartment gehört. Ich hatte noch nie eine so fruchtlose Möwe so nah gesehen. Die Vögel sind so gross wie ausgewachsene Hühner.