21 Tage vegan

Ich habe die letzten Tage mit großer Spannung das Blog esskultur.at verfolgt. Katharina Seiser Journalistin und Kochbuchautorin unterzog sich dem Selbstversuch 3 Wochen lang vegan zu ernähren.

Sie schrieb jeden Tag genau auf was sie zu welchen Mahlzeiten gegessen hat und ihre Erkenntnisse dazu. Selten habe ich in ein Blog gelesen bei dem ich so viele Wörter googlen musste, weil ich sie nicht kannte. Zimtweichseln z.B. oder Pomeranzen. Am meisten jedoch hat mich ihr Schreibstil begeistert. Ich habe noch nie jemand gelesen der mit so viel Freude und Inbrunst über Essen schreibt. Sie hat mit vieles bestätigt und in Worte gefasst was ich auch über veganes Essen denke.
Einer der schönsten Sätze schreibt sie an ihrem ersten Tag nach der Vegan Zeit:

[…und ich bin dir, mama, bis heute dankbar, dass du mich lassen hast, nicht gedrängt hast, […] diese erlebnisse, bis heute im hirn, im herzen und am gaumen eingebrannt, machen mich zu der, die ich (auch beruflich) geworden bin….]

Das können die wenigsten von sich behaupten, denn die meisten Traumata als Kind hat man in Bezug auf Essen. Jeder kann sich noch an ein Suppenkaspar Ereignis erinnern…

Gestern Abend

…ereignete sich dieser tragische Unfall.

Keine Stunde später war alles weggeräumt. Ich kam an der Kreuzung vorbei und wartete an der anderen Straßenseite. Dass die Ampel schief stand, war nicht so sehr der Auslöser für folgendes Foto, als die einsame weiße Rose die neben dem Pfosten stand. Zu dem Zeitpunkt wusste ich aber noch nicht dass der Fußgänger verstorben war.

2014

Ich erinnere mich an Silvester 2000. Ich wanderte gemeinsam mit einer Freundin, die heute nur jemand ist denn ich einmal kannte, durch meine alte Heimat und stand irgendwann vor der Basilika. Die große Glocke, die nur zu Weihnachten, Ostern und Silvester geläutet wird, gab ihren tiefen dunklen Klang von sich und übertönte alles anderen Glocken. Überall ballerte und knallte Feuerwerk. Wir standen auf dem Vorplatz der Kirche der fast menschenleer war und hatten eine Flasche Champagner, zwei Gläser und begossen das neue Jahr.
Es war schön.
Es war ein Neuanfang.
Ein Neuanfang nach einem bitteren Verlust.
Sieben Monate davor starb mein Bruder in einem tragischen Unfall.
Mit ihm verschwand eine letzter Funken Hoffnung auf eine andere Zukunft.

2014 habe ich Silvester mit meiner ‚besseren Hälfte‘ M. unter Fremden verbracht.
Menschen die ich nicht kannte und auch nach dem feuchtfröhlichen Abend nicht besser kannte.
Ich fühlte mich einsam.
Kurz nach Mitternacht erinnerte ich mich an eine alte Freundin aus meiner Zeit in Berlin, die ich immer in der Silvesternacht anrief um ihr ein Frohes Neues zu wünschen. Es war so eine Art Ritual das ich über viele Jahre beibehielt. Irgendwann rief ich nicht mehr an…
Sie hob ab und quietsche vor Vergnügen. Es war ein solches Glücksgefühl ihr Stimme zu hören dass mir fast die Tränen kamen.

Irgendwann so gegen 4 Uhr morgens als schon so manche die etwas seltsame Party verlassen hatten, ertrug ich die Einsamkeit nicht mehr und schreib entgegen aller Gewohnheiten etwas auf Facebook:

My dearest friends.
Normally i don’t write on facebook.
But tonight I feel quite lonely amongst some strangers with my beloved one and far away from home.
Although I had a great evening with a lot of laughs and great moments…
2013 was professionally a very good year but privately and emotionaly it was a big mess.
My mother died beginning of November. She was the last close member of my family I had. Now they’re all gone.

I want to thank all my friends who stood by my side in the darkest hours of my life. I never thought i had so many of them, supporting me when everything was tumbling down.
Thank you all so much. Love you all.
2014 is gonna be a great year!!!!
Love & kisses

Das was bleibt

Seit anderthalb Jahren ist Tante Gritty nun im Pflegeheim. Sie hat Alzheimer. Ich habe ihre Vormundschaft übernommen. „Ach, wo kommst du denn jetzt her?“, fragt sie mich wenn ich sie besuche. Und dann erzählt sie mir Geschichten die entfernte Jahrzehnte nahtlos mit der Gegenwart verbinden, von Leuten die längst verstorben sind, die sie vorhin noch sah. Es gibt kein gestern, kein heute, kein morgen. Alles ist eins, alles ist jetzt.

Sie weiß nicht dass meine Mutter, ihre Schwester Anfang November gestorben ist. Sie fragt auch nicht nach ihr. Ich habe beschlossen, es ihr nicht zu sagen. Sie waren Geschwister, aber Freunde waren sie nicht.

Ihre Wohnung ist unbewohnt. Seitdem sie im Pflegeheim ist, hatte ich noch nicht dem Mut sie zu räumen. Gestern war ich seit Wochen wieder dort um nach dem rechten zu sehen. Ich ging durch die Räume angefüllt mit Erinnerungen. Ihre Erinnerungen. Zum Teil auch meine Erinnerungen.  Fotos von Familienfeiern, an denen es ihr gut ging. Ein Foto wo sie neben ihrem lange verstorbenen Mann steht und die Hochzeitstorte anschneidet.  Eine Vase die sie Südfrankreich gekauft hatte.  Tausend kleine Einzelteile die ihre Geschichte haben.

Es ist das was bleibt.

Zwei Realitäten

Als ich diesen Beitrag vor zweit Tagen im Kopf zu erarbeiten begann, war der erste Gedanke den Tag des Begräbnisses meiner Mutter zu beschreiben, so objektiv und emotionslos wie nur irgend möglich. Doch nachdem ich das Interview von Sybille Berg sah in der Serie Freitag am Donnerstag, verschwommen die Grenzen zwischen Objektivität und Subjektivität und ich ließ es bleiben.

Ich lebe in zwei Realitäten.
Die eine in der ich Trauer und Schmerz über den Verlust kaum noch ertrage, in der ich emotional immer leerer werde, die Müdigkeit mir vorkommt wie ein warmes Meer in dem ich zu gern ertrinken würde, doch schwimme oben ich wie ein Fettfleck.
Die andere in der ich, wie heute, einen Tag lang über die Stände der Walfer Büchertage schlendere und ungezählte Küsschen austeile bis mir die Lippen wehtun, da die gesamte Kunst- und Kulturgesellschaft vertreten mit der ich tagtäglich zu tun habe. Wenn ich dann urplötzlich an meine Mutter denke ist sie weit, weit weg, wie jemand den ich irgendwann mal kannte.
Dann klingelt das Handy, und es rufen Bekannte und Fremde an um mir ihre Beileidsbekundungen persönlich in einem Gespräch mitzuteilen und ich bin mit einem mal total überfordert…
Das passierte mir heute mehr als einmal.

Und jetzt sitze ich hier am PC, schreibe, lasse mich von Lounge Radio berieseln und bin leer… so leer.

Nachts wenn alles schläft

..geht das Grübeln los und 1000 Fragen ohne Antworten.
Es kommen Erinnerungen die so unbeschreiblich wehtun.
Dann hilft alles nichts und ich muss aufstehen.

Eine gute Ablenkung ist Youtube.
Das hier hat mich seit Tagen zum ersten mal wieder zum Schmunzeln gebracht.
Ein sehr ungewöhnliches Paar.

† Äddi Mama

Ich wollte nicht allein sein.
War bei Freunden eingeladen.
Und dann passierte es.
Auf dem Handy eine fremde Nummer.
Es war gut dass ich nicht alleine war.

Meine Mutter verstarb gestern um 22:30.
Ihr kleiner geschundener Körper, der keine 40 Kilo mehr wog, gab den langjährigen Kampf auf.
Dieses Foto entstand an Weihnachten 2006.
So möchte ich sie in Erinnerung behalten.

Neben sich stehen

Ich habe keinen Tränen mehr.
Gestern morgen noch brach ich zusammen.
Am Nachmittag war es vorbei.
Sie waren versiegt.
Als ob ich neben mir stehen würde.

Sie liegt da, regt sich kaum.
Da letzte Wort was sie zu mir sagte war aua, als ich ihr die Sauerstoffmaske zurechtschob.
Das Gummiband hatte sie an den Haaren geziept.

Sie atmet schwer.
Sie sieht aus wie eine Hundertjährige.
Sie ist 69.
Sie erstickt langsam.
Was hat sie in ihrem Leben verbrochen um einen so qualvollen Tod zu sterben?

Bitter

Das ist nicht das was ich will.
Ich schlafe schlecht, grüble viel.
Es ist schrecklich mit anzusehen wie sie langsam zugrunde geht.
Als ich sie gestern sah dachte ich noch dass sie nicht mehr wiederzuerkennen ist.
Sie ist wie eine Fremde.
Abgemagert.
Schwach.
Sie spricht kaum noch.

 

 

 

So wie ich.
Mir fehlen die Worte.

Endlich

Er ist da. Es hat dann doch ziemlich lange gedauert. Seit einer Stunde steht er da, der neue knallrote Beistelltisch, in Form eines Regenschirms. Zugegeben für den heutigen sehr verregneten Tag passt er wie die Faust aufs Auge.

2005

Im August 2005 schrieb ich einen Beitrag mit diesem Foto:

Es entstand in dem Hinterhof des alten Hotels in meiner alten Heimat. Inzwischen ist aus dem Hotel ein Apartmenthaus geworden und der Hof zum Parkplatz ausgebaut. Das Kreuz habe ich damals abgelichtet, weil es so uralt und ist und meiner Meinung nach mit den ganzen Renovierungsarbeiten verschwinden würde.

Vor ein paar Tagen war ich in dem Hinterhof und siehe da, es ist noch da:

Eingebettet zwischen zwei Mülltonnen.

Wahlen, Wahlen, Wahlen

Morgen sind Wahlen in Luxemburg.
Und das was ich versprochen hatte, nämliche alle Parteiprogramme durchzuleuchten auf das Thema Kultur, habe ich aus Zeitgründen nicht geschafft. Blogger müssen auch Geld verdienen. Ohne geht’s leider nicht.
Durchgelesen hab ich aber alle. Und für mich gibt es nur eine Partei die ich hinsichtlich ihres Programmes wirklich wählen kann. Es wird wahrscheinlich das erste mal sein dass ich ein Liste schwärze.

Dafür gibt es aber in eine Fotoausbeute in den nächsten Tagen.

Wahlen 2013 in Luxemburg/ Liste 1

Mein Namensveter Joël Adami brachte mich auf die Idee. Er arbeitete aus allen Wahlprogrammen das Thema Umwelt heraus. Ich werde in ungefähr das Gleiche tun allerdings mit dem Thema Kultur.

Da ich tagtäglich in Kulturbetrieben und an freien Kulturprojekten arbeite und das seit bald 15 Jahren, fand ich es für mich ein für ausschlaggebender Grund die einzelnen Parteien genauer zu beleuchten

Fangen wir mit der Liste 1 an: Déi Lénk

In den vergangenen Jahren reduzierte sich Kulturpolitik allzu oft auf eine Sparpolitik, die nur darum bemüht war, eine glitzernde Fassade aufrechtzuerhalten. Dabei fehlten sowohl kohärente Konzepte als auch Perspektiven darüber, welche Stellung und Rolle die Kultur und die Kulturschaffenden in einer demokratischen Gesellschaft einnehmen und inwiefern sie zur individuellen Emanzipation beitragen.

Welche glitzernde Fassade ist da gemeint? Für mich ist das keine konkrete Aussage.
Es stimmt insofern dass seitdem die Banken in die Krise gerieten, wurde in großen Häusern das Budget gekürzt.Die kleinen Infrastrukturen behielten aber ihr Budjet auf dem gleichen Stand.
Insgesamt, auf die letzten 10-15 Jahre gesehen wurde massiv in die Kultur investiert.

1. Bestehende kulturelle Institutionen und freie Gruppen finanziell absichern und konsequent unterstützen, um den kommerziellen Druck auf die Vielfalt der Programme, die Freiheit des Schaffens und die Eintrittspreise zu senken.
2. Die soziale Absicherung der Künstler und „intermittents du spectacle“ ausbauen und den realen Gegebenheiten anpassen.
3. National- und Universitätsbibliothek an einem gemeinsamen Standort errichten (entgegen dem kürzlich gestimmten Projekt) und mit ausreichendem und professionellem Personal ausstatten, sowie lokale und regionale Bibliotheken konsequent vernetzen.
4. Eine seriöse Archivgesetzgebung auf der Höhe des 21. Jahrhunderts ausarbeiten.
5. Das nationale Resistenzmuseum renovieren und ausbauen.
6. Einen öffentlich-rechtlichen Fernsehsender schaffen.

Zu Punkt 2:Die soziale Absicherung besteht bereits und funktioniert an und für sich ganz gut. Da sie nicht über das Sozialamt läuft sondern über das Kulturministerium, bleibt einem dieser manchmal mühsamer Weg erspart.
Zu Punkt 5: Ich habe dieses Jahr zum ersten Mal das Resistenzmuseum von innen besichtigt (ich gehe oft daran vorbei weil das Escher Theater gleich nebenan ist) Es ein sehr wuchtiger Bau, der etwas von einem Mausoleum hat. So dringend wichtig finde ich den Um- und Ausbau nicht.
Punkt 6 hingegen ist nun wieder ein sehr wichtiger den man schon lange hätte in Angriff nehmen müssen.

Cosinando

…ist ein bitterböses Stück über eine Köchin und ihre Gehilfin. Heute war Generalprobe, die außerordentlich gut verlief. Dabei entstand dieses Foto der ganzen Crew. Dass ich dabei als Pferd für die Hauptdarstellerin herhalten muss war eher Zufall.

Sonntagsspaziergang

Das Petrustal.
Noch sind die Bäume grün, aber die ersten Blätter fallen schon.

Dieses kleine Rinnsal, die Petrus, gibt dem Tal den Namen.

Es war heute das letzte Mal dass der Kunstmarkt im Grund stattfand. Über die Wintermonate wird er eingestellt. Ich war ja schon letzten Monat dort, weil ich nach wie vor ein Kunstwerk für die große nackte Wand in der Wohnung suche. Es war auch dieses Mal kein Künstler dabei der mich wirklich überzeugte. Was nicht heißen will, dass sie schlecht sind. Es war ein Fotograf dabei, (sein Name weiß ich nicht mehr) der ein sehr schönes Bild von Steinen im Wasser hatte. Das Bild hatte einen nebeligen Effekt, von dem ich inzwischen von Heike Lagenkamp weiß, wie er hergestellt wird.

Es folgte die obligate Tasse Kaffee im Scott’s

In diesem Tunnel befindet sich ein Aufzug in dem man wieder in die Oberstadt gelangt.

Gleich oben am Ende der rue du St’Esprit gibt es eine der wenigen Stellen an der man alle Hochhäuser auf Kirchberg sieht. Darunter die durchlöcherten Kasematten und ganz unten die Abtei Neumünster die früher mal das große Gefängnis von Luxemburg war.

Der Knuedler (Place Guillaume) war mit einem Flohmarkt besetzt bei dem privat Leute Keller und Speicher ausgeräumt haben und alles feil boten was noch ein paar Cent her gab.

Beim Stöbern

Einer meiner Lieblingsbeschäftigungen wenn ich nichts zu tun habe, ist in Youtube Videos herumzustöbern.

Sie wäre dieses Jahr am 31 Dezember 65 Jahre alt geworden. Hier ein Mini Konzert von ihr. Mann, die konnte singen!

16:58 Uhr

Seit 20 Jahren, jeden Tag um 16:58 gibt es im Deutschlandfunk, (m)eine kleine zwei minütige Flucht aus dem Alltag.
Sternzeit.
Hier der Podcast der Sendung vom 1 Oktober als die Sendung 20 Jahre alt wurde.
Jeden Tag eine kleiner Beitrag über das aus dem wir alle bestehen, Sternenstaub.
Jeden Tag eine kleine Sehnsucht nach etwas das wir nicht kennen, jedoch voll und ganz daraus bestehen und irgendwann wieder darin untergehen, aufgehen und strahlen werden.

Herzlichen Glückwunsch und auf weitere 20 Jahre täglicher kleiner Sehnsüchte.

Avant tout je souhaite exprimer mes plus plates excuses à mon hôte. Il est vrai que je l’ai fait patienter de nombreuses semaines avant d’écrire ces premières lignes. Cela va de soi, une comtesse a le droit de faire un tout petit peu patienter la galerie. Toutefois, il ne serait pas très élégant de ma part de m’esquiver plus longtemps encore de cet exercice.
Cher maître des lieux, je vous remercie donc pour cette invitation et ne jouerai pas d’avantage avec vos nerfs. Je souhaiterais également insister sur le fait que ce n’est pas par caprice si la comtesse vous a fait attendre. Certes non. Jamais je ne vous ferai un tel affront. La raison est bien autre. Je vais donc tout simplement vous en avouer la teneur.
Mon ami, sachez que c’était par peur. Oui par peur ! Peur de ne pas être à la hauteur de vos attentes. Que peut donc écrire une comtesse du Plateau Bourbon qui pourrait vous étonner et vous surprendre ? Qu’ai-je à dire qui pourrait sortir de l’ordinaire ?
Et bien rien.
Absolument rien. Je n’ai rien d’extraordinaire à raconter. Je me lance donc dans cette aventure et vous préviens d’ores et déjà que je ne vous parlerai que de banalités.
Et ne pensez pas que les banalités ont dans un langage de comtesse une autre signification que dans le vôtre. Non il n’en est rien. Je ne brillerai par aucun trait d’esprit et me contenterai de vous parler de petites choses.
Vous ne lirez dans les lignes de la comtesse que des instants qui peuvent vous sembler futiles ou anodins mais qui du moins ont suscité en moi une émotion, petite ou vive. Car le bonheur réside aussi de temps à autre dans le partage de petits riens. Ces petits instants de la vie qui sont communs à tous. Des événements ordinaires comme une rencontre, un amour, un rire, une odeur, une émotion, … des interrogations.
Et bien oui je n’ai rien d’autres sous ma plume à vous offrir.
Voilà, la comtesse ne contera donc que des choses qui peuvent sembler insignifiantes et pourtant …
Vous serez donc prévenu !

Burrito & Co.

Etwas was ich bis dato noch nicht hier im Blog gemacht habe ist über Restaurants schreiben. Da ich mit den Jahren immer mehr zum Gewohnheitstier mutiere, suche ich meistens die gleichen Lokale auf. Jedoch ist dies eine Gelegenheit mich wieder verstärkt auf die Suche zu begeben und neue kulinarische Entdeckungen zu machen.

Das Mamacita in der rue des Bains ist ein mexikanisches Restaurant das ich vor zwei Tagen mit der A. besuchte nachdem wir die Garage fix und fertig ausgeräumt hatten. Die Deko ist schlicht jedoch ansprechend und nicht kühl. Die Karte ist recht übersichtlich, was ich immer sehr begrüße.
Ich hatte einen Burrito mit drei verschiedenen Pommes Frites aus „normalen“ Kartoffeln, Süßkartoffeln und einer dritten Variante, bei der ich den Namen nicht mehr weiß, die aber äußerlich eine sehr interessante Färbung hatten. Dazu gab es ein mexikanische Dunkelbier, das man mir beschrieb als ob es einen leichten Schokoladengeschmack hätte, den ich aber wirklich nur erahnen konnte. Die A. hatte ein vegetarisches Curry mit Reis das ihr gut geschmeckt hat. Beide Gerichte waren recht große Portionen, so dass die A. ihre nicht ganz bewältigte und ich auch die Hälfte der Pommes nicht schaffte. Am Tisch nebenan hatten zwei Damen ein riesigen Topf Guacamole der sehr ansprechend aussah. Die Bedienung ist sehr freundlich wenn auch ein klein wenig umsatzorientiert, was mich aber nicht weiter störte.
Preislich liegt das Restaurant in der mittleren Preisklasse und ist für Luxemburg im ok Bereich.
Ich werde wieder hingehen, und weitere Gerichte probieren.

Mamacita
9, rue des Bains
L-1212 Luxembourg

 

Verhörer des Tages

Als ich vorhin im Badezimmer war, hörte ich Herbert Grönemeyer weit entfernt aus dem Radio im Wohnzimmer singen:

Rollmops… setz‘ mich ins rechte Licht.
Rollmops… du weißt, sie will mich nicht

Hä? Seit wann singt Grönemeyer von Rollmöpsen?
Doch der Rollmops war ein Vollmond.

Journal – Theaterfest & Farbwechsel

Da ich ja meistens morgens schreibe, besteht der Beitrag meistens aus den Stichworten von den Dingen die heute wichtig werden.
Ganz akut wichtig sind meine Kopfschmerzen, die ich erst in Griff bekommen muss, bevor ich überhaupt etwas anderes mache. Wichtig wird auch das Theaterfest, an dem ich für einen Stand eingeteilt wurde. Es wird ein langer Tag werden, lang und mühsam.

Foto das Tages:

Es ist ein einschneidender Farbwechsel in meiner Garderobe eingetreten. Seit gefühlten 100 Jahren trage ich ausschließlich schwarze Strümpfe. Das letzte Mal dass eine andere Farbe vorherrschte war in den Achtzigern an denen man zu allen Outfits weiße Strümpfe trug. Seit ein paar Tagen ist es rot, knallrot.