Amok

Das Wort Amok wird aus dem malaischen Wort ‚amuk‘ abgeleitet und bedeutet soviel wie ‚wütend‘,’rasend‘

Mal ehrlich, es war doch nur eine Frage der Zeit wann es wieder passieren würde. (Ich frage mich ob diesen Beitrag mit so einem lapidaren Satz beginnen soll, aber ich lass das jetzt so.) Wenn ich diesen Satz vorausschicke, will das nicht heißen, dass ich besser weiß, wie man solche Massaker vermeiden kann.  Aber wundert es irgendjemanden, dass es wieder passiert ist? Mich nicht. Ich will mich auch gar nicht in die, seit gestern heiß geführten Diskussionen einmischen. Es gibt bestimmt intelligentere Leute die da besser Bescheid wissen als ich.

Ich war gestern gut gelaunt. Gleich nach dem Aufstehen machte ich an die skurrile Märchengeschichte und war richtig zufrieden mit mir. Dann las ich die Nachricht vom Amoklauf in Alabama, bei dem man davon ausgehen konnte dass es der Aufhänger des Tages werden würde, um ein paar Stunden später von einem ballernden Schüler im Nachbarland zu lesen. Für einen kurzen Moment überlegte ich ob ich die Märchenposse nicht wieder vom Netz nehmen sollte…

ich möchte weglaufen, mich eingraben, mir die ohren, die augen zuhalten. ursprünglich hatte ich heute wunderbare laune. aber schickt es sich, angesichts eines solchen unglücks gute laune zu haben?
Else

Ja, Else, du triffst es auf den Punkt.

Schneewittchen reloaded

Zum Teil habe ich folgende Geschichte letzte Nacht geträumt… Fragt mich nur nicht, warum das so ist…

Es war ein mal ein Zwerg, der lebte glücklich und zufrieden am Fuß der sieben Berge. Er hatte seine sechs Zwergenbrüder verlassen. Die waren alle vernarrt in Schneewittchen gewesen und waren nach ihrem Weggang mit dem Prinzen zu nichts mehr zu gebrauchen. Sie soffen sich jeden Tag die Birne zu und vernachlässigten ihre Arbeit im Bergwerk. Es blieb alles am siebten Zwerg hängen. Er als er eines Tages die Nase voll davon hatte, zog er aus und suchte sich eine andere Bleibe. Er fand sie am anderen Ende der sieben Berge mit samt einer Edelsteinmine. Diese gab weit weiniger Edelsteine her, aber es reichte dem Zwerg zu Leben.

Es gingen viele Jahre ins Land. Eines Tages wurde er morgens aus dem Bett geklingelt. Er öffnete die Tür und traute seinen Augen nicht. Vor ihm standen zwölf Schneewittchen. Ihn überfiel das kalten Grauen. Das Weibsbild das sein Leben zu Hölle gemacht hatte, wegen den er seine sechs Brüder verlassen hatte, stand gleich in zwölffacher Anfertigung vor seiner Tür. Dem Zwerg wurde schwarz vor Augen und er viel in Ohnmacht. Als er wieder zu sich kam hatten ihn die Zwölf Schneewittchen auf sein Bett gelegt mit einer kalten Stirnkompresse. Als der Zwerg sie weider erblickte war er kurz wieder davor in die Ohnmacht zu kippen, doch eine der Schneewittchen rief: Halt nicht wieder wegtreten! Wir wollten nur dich, unseren Onkel kennen lernen.
Onkel? fragte der Zwerg verdutzt. Wieso Onkel?
Da erzählten ihm die Schneewittchen die ganze Geschichte.

Kurz nach dem Weggang des siebten Zwerges stand eines Tages das Original Schneewittchen wieder vor ihrer Tür. Sie war dem Prinzen weggelaufen, da dieser ein impotenter Waschlappen war und ihr kein Kind machen konnte. Anfangs gab Schneewittchen sich selbst die Schuld, doch der Hofarzt konnte nichts außergewöhnliches an ihr feststellen. Nachdem sie unzählige Hormonspritzen über sich ergehen ließ und es immer noch nicht klappte, ließ sie sich vom Prinzen scheiden und zog aus.
Da stand Schneewittchen nun und die Zwerge waren überglücklich. In den nächsten Jahren gebar Schneewittchen, dank der Hormonspritzen, jedem der sechs Zwerge Zwillinge. Es waren alles Mädchen und glichen der Mutter wie aus dem Gesicht geschnitten. Jedoch wurden alle nicht größer als ihre Väter. Nach dem sechsten Zwillingswurf war Schneewittchen so aus der Form geraten dass sie scheußlich aussah. Sie hatte Schwangerschaftsstreifen von den Achselhaaren bis zu den Kniekehlen, ihr Gesicht war teigig mit die tiefen Augenringen und Tränensäcken und ihre Brüste hingen bis zu den Oberschenkeln hinab. Sogar der Spiegel im Schloss ihres Vaters, gab zur Antwort auf die Frage, wer die Scheußlichste im ganzen Land sei, es sei mit Abstand Schneewittchen. Da entschloss sich ihr Vater sie zurück aufs Schloss zu holen und einer gründlichen Revision aus Schönheitsoperationen zu unterziehen, damit sie endlich eines Prinzen gemäß ihres Standes finden würde und nicht mehr bei diesen Junkies von Zwergen rumhängen müsse.
Da saßen nun die sechs Zwerge mit ihren zwölf Mini-Schneewittchen. Sie waren, da sie ihrer Mutter ähnlich sahen, recht hübsch und die Prinzen standen scharenweise an der Tür um sie zu heiraten, doch kein Prinz waren ihnen gut genug. Sie kleideten sich alle nach dem letzen Modeschrei und wollten immer nur das Neuste und Teuerste haben. Die Edelsteinmine warf kaum genug ab, um den Wünschen der verwöhnten Girlie-Schneewittchen gerecht zu werden. Mit der Zeit fingen die sechs Zwerge wieder mit trinken an. Im Suff erzählten die Zwerge, dass sie noch einen Onkel hätten doch wüssten sie nicht was aus ihm geworden sei. Sollten sie ihn doch suchen und sehen ob er nicht eine bessere Mine gefunden hätte.
Da machten sich die zwölf Schneewittchen auf den Weg um ihren Onkel zu suchen. Und hier waren sie nun.
Der siebte Zwerg hörte sich die ganze Geschichte an und ihm wurde das ganze Ausmaß des Elends seiner Brüder bewusst. Er grübelte wie er dem ganzen Schneewittchen Fluch eine Ende machen könnte und hatte eine Idee. Er lief in die Stadt und kaufte mit all seinen Ersparnissen zwölf edle Louis Vuitton Taschen. Als er damit zurückkam sagte er zu den zwölf Schneewittchen dass er ihnen ein Geschenk gekauft hätte. Die Schwestern bekamen Stielaugen und waren wie von Sinnen. Sie wollten den Zwerg Taschen entreißen, doch er lief hinüber zur Miene. Als dort ankam warf er alle zwölf Taschen in den Mienenschacht. Ohne lange zu überlegen sprangen alle zwölf Schneewittchen den Taschen hinterher. Der Zwerg verschloss die Miene mit zwölf großen Felsbrocken. Anschließend kehrte er zu seinen sechs Brüdern zurück und schickte diese in eine Entziehungskur.
Von da an lebten die sieben Zwerge wieder vereint glücklich und zufrieden über den sieben Bergen und beschlossen nie wieder ein Schneewitchen oder ähnliches bei sich aufzunehmen.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute…

Für Unbedarfte

Die Duftnote die der Chemikalie für Dixie Klo’s beigemischt wird kenne ich nur allzu gut wenn ich fernab an Drehorten bin, an denen es keine Möglichkeit gibt sein Geschäft auf einer normalen Toilette zu verrichten.
Seit eben rieche ich diesen Geruch in meinem Büro und ich dachte, ich spinne.
Keineswegs.
Auf der Baustelle gleich nebenan haben sie die Dixieklos umgestellt (näher an mein Fenster) und gereinigt.
Und das an einem Montagmorgen…

Pflichtbewusstsein

Sich über Arbeitsprobleme den Kopf zerbrechen, und das so sehr, dass es mir den heiligen 22:00 Uhr Sonntagskrimi im ZDF vermiest.
Dabei ist die Lösung schon lange gefunden und ein Plan B steht auch fest. Aber ich…ich denke schon über ein Plan C nach.
Und das bei einer Bezahlung bei der sich andere an den Kopf fassen würden.
Selber schuld!

Der stolze Papa und sein Glossar

Ich muss schon sagen es fühlt sich gut an ein neues Theme zu haben, in dem alles so klappt wie ich es will. Ich habe es sogar fertig gebracht, das Theme widgetfähig zu machen, Schriften zu ändern, und und und.
*Brust des Autors schwellt sich und im Geiste sieht er dass darauf ‚php Guru‘ tätowiert steht*

Es gibt einige Leser meines Blogs, die in Sachen Gestaltung einer Internetseite sehr wenig Ahnung haben und demnach mit Abschnitten wie oben gar nichts anfangen können. Zu diesem Zweck habe ich eine Art Glossar erstellt in den ein paar dieser Begriffe erklärt werden. Diese Erklärungen stammen von mir selbst und ich versuche sie so einfach wie möglich zu halten.

Blog: Blog ist System etwas bequem und schnell im Internet zu veröffentlichen. Man kann es es für alle möglichen Zwecke verwenden. Sei es um ein einfaches online Tagebuch zu führen, oder eine komplexe Internet Zeitung mit stündlichen Updates. Blog Systeme gibt es unglaublich viele. Ich verwende ein freies und kostenloses System WordPress.

Theme: Ein Theme kann man auch noch Skin nennen und ist ein veränderbares Design für grafische Benutzeroberflächen. Für WordPress gibt massenhaft Themes die man alle kostenlos im Net findet. Ich habe meines hier gefunden.

php: Ist eine Programmiersprache, ursprünglich Personal Home Page Tools. Heute sagt man Hypertext Preprocessor.

Widget: Der Begriff ist etwas schwieriger zu erklären. Im Prinzip ist es ein kleines Programm, das in ein anderes Programm eingebunden wird.

(Alle eingefügten Links führen zu Wikipedia Seiten)

Eine Bestattung

Es gibt in meiner Familie einen despektierlichen Spruch darüber, dass Geschmäcker verschieden sind.

Deen een geet gär mat begruewen, deen aneren ësst gär Quetschentaart.

Ich gehöre definitiv zu Letzteren. Und doch musste ich gestern an einer Bestattung teilnehmen. Ich sage absichtlich Bestattung und nicht Begräbnis da er nicht unter die Erde gebracht wurde. „Er“ ist der Cousin meiner Mutter. Wir alle waren schon seit langem darauf gefasst dass er sterben würde, da er krank war, somit war es für niemanden eine Riesenschock als er Anfang der Woche verstarb.

Sein Wunsch war es eingeäschert zu werden und seine Asche sollte verstreut werden. Die Bestattungsfeier fand also im Krematorium statt. Es ist ein modernes recht nüchternes Gebäude in rotem Backstein. Gleich neben dem Gebäude befindet sich ein Garten, der den Namen Garten der Erinnerung trägt. Wir wurden alle zu Anfang in eine Art Salon gebeten in dem wir warten sollten bis alle anwesend wären.  Dieser Moment war etwas unangenehm, da der Raum etwas sehr Kühles hat, fast Kaltes. Als dann alle da waren, wurden wir zu den eigentlichen Raum geleitet in dem die Urne stand. Der Cousin war bereits eingeäschert worden und die Urne stand in der Mitte des Raumes in einem kleinem Schrein. Der Raum ist groß, hell und die breite Seite des Raumes zu der wir alle hin saßen, ist eine riesengroße Glaswand die den Blick auf den Garten freigibt.  Man schaut also während der Gedenkfeier hinaus in die Natur auf große alte Bäume und Sträucher und auf die Wiese auf der die Asche verstreut werden wird.
Und obwohl alles sehr traurig war, fühlte ich mich wohl in diesem hellen offenen Raum und der Blick in diesen Garten stimmte mich sehr tröstlich. Kein Vergleich zu einer dunklen Kirche oder Kapelle in der man von allen möglichen Heiligen und Unheiligen erdrückt wird, wie die Trauer die man verspürt.

Mir war es seit jeher egal was mit mir passieren würde wenn ich nicht mehr bin, da ich das eh nicht mitkriege. Jetzt denke ich, dass es schön wäre ich würde eingeäschert werden und in dem Garten liegen.
Es ist schön dort…

Es ist vollbracht

Das neue Theme ist da!
Nach viel Rumgewurschtel bleibt es jetzt so. Ein paar minimale Änderungen kommen noch. Und der Header ist auch noch nicht 100% so wie ich ihn haben möchte.
Aber im großen und ganzen finde ich das ganz schick.
Oder?

Hä?

Eine Abwrackprämie für Unterwäsche?

Ich weiß nicht mehr wo ich  den Satz heute gehört habe…wahrscheinlich im Radio.

Gibt es Leute die eine Abwrackprämie für Unterwäsche brauchen? Und wenn ja, warum? Damit sie die Wäsche öfters wechseln? Ab welchem Wechselrhythmus tritt Abwrackprmämie in Kraft? Wenn die Wäsche weniger als einmal im Monat gewechselt wird? Ist einmal die Woche noch vertretbar keine Abwrackprämie zu vergeben?

Brr… mich schüttelt es bei dem Gedanken.

Das kommt davon

…wenn man neue Themes ausprobiert, im php rumpfuscht, weil am glaubt man würde etwas davon verstehen und schließlich wieder bei Null anfangen muss, weil man alles so verhunzt hat dass nichts mehr geht und das alles natürlich ohne ein Backup zu machen.
3 Stunden Arbeit für die Katz.
Wenn ich mich selbst in Hintern treten könnte würde ich’s tun…

Umbauarbeiten

Es ist eine neue Rubrik hinzugekommen. Best of. Best of Augenblicke sozusagen. Da ich zur Zeit an der Aufarbeitung des alten Blogs bin, kam mir gestern Abend die Idee dazu. Ob ich das mit dem Buch übrigens tatsächlich in die Tat umsetze ist nicht so sehr ein Frage der Aufarbeitung selbst sondern auch eine Frage Zusammenhänge der einzelnen Beiträge. Es waren deren weit über 2000 Stück. Viele davon sind in einem Buch nicht verwertbar, da sie sich mit gefundenen Links beschäftigen, mit Fotos oder YouTube Videos.

Ich müsste vieles umschreiben, was die Frage aufwirft ob ich es dann nicht verfälsche. Eine Lösung dafür wären Fußnoten, doch dann würden einzelne Seiten mehr Fußnoten haben als Einträge.

Kurzum ich brauche Hilfe!!!!

Postcards from the Edge

Heute Abend lief auf  TCM der Film Postcards from the Edge.

(Seitdem ich digitales Fernsehn habe, habe ich die deutsche Version TCM und nicht wie in anderen Teilen von Luxemburg die französische. Das aber nur am Rande um etwaige Missverständnisse zu vermeiden.  Positiv am deutschen TCM ist, dass ich ausnahmslos alle Filme im OV habe.)

Der Film basiert auf dem Buch von Carrie Fischer (ja genau,…Prinzessin Leyla aus Krieg der Sterne) und ist die Geschichte ihrer eigenen Mutter/Tochter Beziehung. Beide sind Schauspielerinnen. Eines Tages landet die Tochter wegen einer Überdosis Medikamenten und Cokes in der Klinik. Kurz nachdem sie entlassen wird und eine Entziehungskur abgeschlossen hat, hat sie die große Chance gleich wieder an einem Film zu arbeiten. Doch die Produzenten verlangen von ihr regelmäßige Drogentests und dass sie unter Aufsicht bei ihrer Mutter wohnt…

Ich habe den Film mindestens schon 10 mal gesehen, doch schaue ich ihn mir immer wieder an, allein wegen der darstellerischen Leistung von Meryl Streep und Shirley McLaine. Die Dialoge der beiden sind brillant und eine Glanzleistung an Schauspielkunst. Vor allem ist es immer wieder  der Drahtseilakt zwischen dem sich hinter einer Rolle verstecken und wahre Gefühle zu zeigen, der das Zwischenspiel der beiden Charaktere so spannend macht.

Endlose Termine

Gleich ist es 4 Uhr morgens und ich bin immer noch wach, was aber nicht unbedingt etwas Außergewöhnliches ist. In genau 12 Stunden habe ich den ersten Zahnarzt Termin einer gefühlt endlosen Serie diesen Monat.

Sollte euch am frühen Abend jemand mit einem leicht schräg stehenden Gesicht begegnen, der aus dem rechten Mundwinkel sabbert, dank der Betäubungsspritzen, so bin das ich.

Update: 3.März
Erst nach 4!!!! Betäubungsspritzen die alle nur sehr langsam wirkten konnte der Zahnarzt zu Werke gehen. Man hat mir 2 Backenzähne weggeflext die für eine Brücke als Grundgestell herhalten müssen. Beim nächsten Termin wird die Brücke dann angepasst und vielleicht schon eingebaut. Versteht mich nicht falsch, ich liebe meinen Zahnarzt heiss und innig. Es ist der Beste den ich je hatte.  Es ist der erste Zahnarzt der mir diese Urangst vor Zahnärzten nahm. Doch bin ich jedesmal heilfroh wenn ich seine Praxis weider verlassen kann.

Schreibgewohnheiten

Kürzlich las ich bei Else einen interessanten Beitrag über die Art und Weise wie und wann sie schreibt. Oft passiert es dass sie abends oder nachts unglaubliche Ergüsse niederschreibt und wenn sie sie morgens nochmal durchliest nur den Kopf schütteln kann über den Stuss.

Ich habe meine eigene Schreibgewohnheiten mal unter die Lupe genommen. Oft wenn ich schon im Bett liege habe ich die besten Ideen, bin dann aber körperlich zu müde mich nochmal an die Tasten zu setzen. (obwohl ich es ohne großen Aufwand tun könnte, denn das Netbook steht meist nicht weit)
Morgens, wenn ich aufwache, sind die tollen Ideen weg, oder sind im Gehalt gar nicht mehr so toll.

Frage in die Runde: Wie ist euer Schreibverhalten?

Der Blick der Anderen

Ein Thema das mich schon seit jeher beschäftigt.
Seltsamerweise spüre ich seitdem ich 42 bin, dass dieser Blick sich verändert.
Die Blickrichtung der Anderen hat sich verändert.
Es ist nicht mehr von oben nach unten oder auf gleicher Höhe sondern von unten nach oben. Bildlich gesehen ist das natürlich Quatsch, aber gefühlsmäßig ist es eine Veränderung. Fragt sich nur was zuerst da war, der Blick der Anderen oder meine Veränderung.

Passend dazu dieses Video:

Slumdog Millionaire

Slumdog Millionaire ist ja bekanntlich der Film der vor ein paar Tagen die meisten Oscars eingeheimst hat. Vorgestern sah ich ihn im Kino. Dass ich erst jetzt schreibe, kommt daher dass ich etwas Abstand zu dem Streifen gewinnen wollte. Der Abstand bringt nämlich zu Tage dass ich ein kleines Problem mit dem Film habe. Er ist auf den ersten Blick ein schöner Film mit vielen Emotionen, wunderschönen Bildern, recht guten Schauspielern und einer schönen Story, die mich teilweise an Forrest Gump erinnert, von einem Typen auch quasi obsessiv nicht aufgibt.
Auf den zweiten Blick jedoch entpuppt sich der Film als zu glatt. Ich habe mich schon gefragt, ob es kein Trugschluss sei, da der Film in Indien spielt und die Verbindung mit Bollywood Filmen nahe liegt, die alle immer aalglatt runterflutschen und aufgrund äußerst strengen indischen Zensur.
Eine Arbeitskollegin meinte dass es stellenweise sehr aufgefallen wäre wie schlecht der Film geschnitten sei und das es Geschichte an sich an einen dritten Dimension fehle…

Was mich im nachhinein wirklich stört ist, dass der Film so viele Oscars eingeheimst hat, obwohl er sie in der massiven Anzahl nicht verdient.
Es ist im Grunde ein guter Film, aber eben nicht gut genug.

Die Oscars

Wenn ich gewusst hätte dass ich bis zum Schluss durchhalten würde, hätte ich mal wieder ein live blogging machen können.
Toll fand ich dass Kate Winslet den Oscar für die Rolle im Vorleser bekam.
Auch bei der besten männlichen Hauptrolle kamen für mich nur Mickey Rourke und Sean Penn in Frage, und Sean hat ihn ja bekommen.
Ansonsten war die Oscarnacht ziemlich Indie, wobei ich noch nicht beurteilen kann, ob der besagte Film Slumdog Millionaire, der den Preis des besten Films bekam (neben weiteren 7 Preisen), wirklich so gut ist. Den sehe ich mir nämlich erst heute nachmittag an.
Hugh Jackman als Gastgeber fand ich nun nicht so herausragend wie Billy Cristal oder Whoopy Goldberg, (die übrigens auch zugegen war und eine kurze Laudatio auf eine der nominierten Nebendarstellerinnen gab, und mit einem einzigen Satz den ganzen Saal zum Lachen brachte)
Ein ebenfalls sehr bewegender Moment war die Laudatio von Shirley McLane an Anne Hataway.

So und jetzt gehe ich ins Bett, und bin froh dass ich keinen einzigen Laut der RTL FuesFiesta in Echternach mitbekommen habe.

Foto

Die Setstills vom Kurzfilm an dem ich bis gestern arbeitete, sind von Govinda van Maele und ein absoluter Knaller. Gerne würde ich sie alle hier zeigen weil sie einfach atemberaubend schön sind, aber da würde ich mir ein paar Schwierigkeiten einhandeln. Deshalb hier nur zwei Stück davon.

 

Klingelton

Ich frage mich eben warum ich das hier blogge und ob es nicht ein völlig neues Licht auf mich werfen wird.
Es bedarf also einer Erklärung. Ich gehöre NICHT zur Generation Klingelton und habe auch kein profundes Wissen darüber. Aber den Klingelton hier habe ich seit vorgestern und ich finde ihn zum wegschreien komisch.

radjiv

Absolute Stille – das akustische Manifest

Seit ein paar Tagen arbeite ich an einem Kurzfilm der unter anderem auch in den Minen von Rumelange abgedreht wurde.

Nein, halt. Ich ziehe das Thema verkehrt rum auf. Ich sollte mit dem Akustischen Manifest beginnen, von dem ich heute Abend auf dem Nachhause Weg in Radio hörte. Das Manifest ist eine Initiative der europäischen Kulturhauptstadt Linz 2009 und wurde verfasst  vom Komponisten Peter Androsch, seines Zeichens Leiter der Musiksparte von Kulturhauptstadt Linz.

Schall ist die neue Waffe der Macht. Schall ist zu Strahlung geworden. Das Volk wird mit Schall beschallt und blöde gemacht an jedem Ort, zu jeder Zeit, unter allen Umständen. In Supermärkten, Geschäften, Einkaufszentren, Restaurants, Warteräumen, Telefonwarteschleifen, Wohnungen, Stiegenhäusern, sogar Toiletten sind täglich Millionen von Menschen Opfer toxischer Schallstrahlungen, die durch ihre Körper kriecht. Verkehrsschneisen schleudern als Strahlungskanonen ihren krankmachenden Lärm auf Junge und Alte, auf Babys und Greise. Niemand entrinnt dem Bombardement. Automobile, Stahlrosse und Aeroplane machen uns mit Strahlenmilitarismus gefühllos, leblos. Tot. Willkommen im Wilden Westen des Hörens.

Das ist ein Ausschnitt aus der Reportage die in der Sendung Fazit lief, nachzulesen hier.

Die Idee des Manifestes an sich finde sehr schön und auch deren Umsetzung, so z. B. schalldichte Rückzugsgebiete die mit einem dementsprechenden Aufkleber versehen  sind. Auf der Seite Linz 09 gibt es die entsprechenden Infos dazu.

So, und jetzt gehe ich Miene zurück von der ich eingangs sprach. Im Sommer ist dies Mine für Besucher zugänglich und man kann eine Führung dadurch machen. Die Mine ist unsagbar groß und verzweigt und mit anderen Minen in der Gegend Kilometer weit verbunden, dass man sich nur zu gerne darin verläuft, wenn man es denn auf eigene Faust versuchen würde. Es gibt da diverse gruselige Geschichten von Kinden die in den Stollen verschwunden sind und man hat sie nie mehr gefunden…

Als ich nun vor ein paar Tagen dort war, drehten wir nicht allzu weit von Eingang entfernt, etwa drei bis vierhundert Meter weit hinein. Dort sind ein paar Ecken mit mit Puppen ausgestattet die diverse Szenen darstellen, so wie man halt früher das Eisenerz dort abgebaut hat.  In der Mine ist die Temperatur Sommer wie Winter 10 C° mit einer Luftfeuchtigkeit von satten 90%. Nicht sehr gemütlich…

Das Interessante aber daran ist, dass dort die absolute Stille herrscht. Man hört nichts, rein gar nichts. Kein einziger Laut dringt von außen herein, kein Wind pfeift durch die Stollen, gibt nichts außer hartem Stein, Geröll und Staub. Diese unglaubliche Stille hat etwas sehr beruhigendes und gleichzeitig etwas sehr bedrückendes. Man wird selbst ganz still und versucht der Stille zu lauschen, was aber in diesem Fall widersinnig ist, denn dort herrscht die absolute wahre Stille an der es nichts zu lauschen gibt.

Eine schöne Erfahrung.

Pianocktail Mixtape die Siebte

What an Honour!

Dabei hatte ich schon mal ganz höflich bei Pianocktail angefragt, ob ich das Stöckchen auch haben darf obwohl ich grade nicht blogge. (Ihr erinnert euch, die kurze Zeit geistiger Umnachtung, in der ich annahm, ich müsste aufhören zu bloggen…tz tz tz)

Ich war sehr unschlüssig was mein Beitrag zum Mixtape sein sollte. Zuerst dachte ich an Art of Noise, von denen ich fast alles teilweise sogar noch auf Vinyl habe, und die ich vor kurzem wiederentdeckte auf einem Streifzug durchrs Regal. Weiter standen zur Auswahl Tracy Thorn oder auch noch Ben Watt von dem ich kürzlich von einer Freundin ein tolles Album bekam von seinen Anfängen. Das Rennen machte jedoch Róisín Murphy mit dem Titel Parallel Lives aus ihrem Album Overpowered.  In Runde 7 vom Mixtape geht es also eher in die elekrtonische Richtung.

*****

Lidd Nummer 1
kennt vum Thorben
heescht Je t’emmène au vent vu Louise Attaque
bedeit him laang Owenter bis moies em véier am Flying mat sou villen Leit an esou villen gudden Momenter
an passt heibai

Lidd Nummer 2
kennt vum Chris
heescht Skinny Love vum Bon Iver
bedeit him e wonnerbaren Album, deen en am Dezember 2008 entdeckt huet a bis well rop a rof lauschtert
an passt heibai

Lidd Nummer 3
kennt vum Joël
heescht There Are Some Remedies Worse Than The Disease vun This Will Destroy You
bedeit him een Lidd, waat wéi gemaach ass fir dobai ze schreiwen, am Reen mam Auto ze fueren an dobai ze fëmmen, fir d’Gedanken op d’Rees iwert groniweleg Länner ze maachen, iwert denen en Zeppelin schwiewt
an passt heibai

Lidd Nummer 4
kennt vum Charel
heescht Bumbo vum Moondog
bedeit him een Lidd, waat ee fesselt an dobäi an eng parallel Welt eranzit, déi wäit eweg an dach nobäi ass. Eppes lieweges fléisst duerch seng musikalesch Oderen, de systolesche Rythmus erënnert de Charel un draamähnlech Sequenzen, déi e nëmmen aus Lynch Filmer an Luciden Dreem hier kennt.
an passt heibäi

Lidd Nummer 5
kënnt vum Georges
heescht The Ice Is Getting Thinner vun Death Cab for Cutie
bedeit him ee Lidd, dat souwuel de gelongenen Ausklang vun engem exzellenten Album duerstellt, wéi och eenzel gelauschtert zum Nodenken ureege kann, besonnesch wann et grad Vältesdag ass.
a passt heibäi.

Lidd Nummer 6
kënnt vum Thierry
heescht War on Sound vu The Moonbabies
bedeit him Zuchfueren duerch England mam Sara an erënnert hien emmer erem drun wéi glécklech en sech dierf schätzen esouvill wonnerbar Leit an sengem Liewen ze hunn
a passt bei all d’Fotoen un senger Mauer.

Lidd Nummer 7

kënnt vum Joël
heescht  Parallel Lives vum Róisín Murphy
bedeit him vun der Musek hier huet daat Lidd eppes Hypnotesches, an den Text beschreiwt daat waat ech och denken. Dass mer all verschidde Liewen parallel hun, déi sech nie mateneen vermëschen.
a passt heibäi

Mixtape Part 7

*****

Tja, an wen geb ich nun weiter?   Myclaude.org, willst du????

*****

Und noch was in eigener Sache. Ich sehe, Thierry hat es schon getan. Würdet ihr bitte alle den alten Link vom Augenblicke Blog aus euerer Blogroll rausnehmen und durch den Neuen ersetzen? Verschidenlich finde ich bei manchen sogar noch den Link davor der eine automtische Umleitung hat.

Social Networking Wars

Das fand ich eben. Ist schon 10 Monate alt. Vielleicht hat es auch schon mal die Runde gemacht und ich hab’s nur verschlafen, oder war grad selbst mit Film beschäftigt.  Ich finde es ganz lustig und wahr ist es auch.

Social Networking Wars
by current.com

Nachtrag: A propos Social Networking. Es geht zur Zeit ein Kettenbrief bei Facebook um der alle Rekorde schlägt. 25 random things about you. Zu erstellen bitte im Notizblock von FB und dann an 25 deiner Freunde weiterzuleiten. Ich hab ihn schon vor zwei Wochen bekommen, hatte auch damit angefangen, hab ihn dann aber nicht weiter gesendet. Das Ding scheint ein derart durchschlagenden Erfolg bei Facebook zu haben, dass es der New York Times einen größeren Artikel wert war, und dem SpOn auch.

Das kommt davon

…wenn man mal zuhause ist und Lust hat zu kochen. Ich hatte Lust auf Kartoffelpuffer. Da das Braten der Puffer aber zur Folge hat, dass es im ganzen Haus riecht wie in einer ungelüfteten Pommesbude, hatte ich die Idee mir einen einzigen größeren Puffer in einer Form im Ofen zu backen. Sowas ähnliches wie ein Rösti eben. Meinem Gefühl und der Dicke des gebastelten Puffers nach rechnete ich mit 20 Minuten Garzeit.

Zeit genug um Mails abzurufen…und zu sehen wer grad bei Facebook ist…und schnell noch das neuste Video von Happyslip zu sehen…und einen schnellen Blick auf das Happyslip Blog zu werfen….und dabei einen neuen und überraschend guten Typen zu finden der ähnliche Videos herstellt wie die von Happyslip…und sich dort ein paar Videos anzusehen (dauern ja alle nur 2 bis 3 Minuten)…und einen Schluck aus vorhin mitgebrachten Tasse Kaffee zu nehmen…und überrascht feststellen dass der Kaffee eiskalt ist.
Und dann wie von einer Trantel gestochen in die Küche rennen um das folgende Resultat aus dem Ofen zu ziehen.

Zu Mittag gab es ein Butterbrot mit Käse.  🙁

Alter Dreck

Beim Aufräumen verspüre ich bisweilen die Lust in altem Dreck zu kramen. So ging es mir gestern Abend. Stunde um Stunde wühlte ich mich durch alte Augenblicke Blog Beiträge und fand den Fall Blogdelux wieder. Ha! Ich habe mal ein bisschen zurückverfolgt wer sich dort alles ins Zeug geschmissen hat und wer wen in den Kommentaren in der Luft zerriss.  Hach war das schön!

Dabei viel mir auf, dass wir am 7.Januar 2009  verpasst haben den ersten Geburtstag Todestag von Blogdelux gebührlich zu feieren begehen.

† R.I.P. Blogdelux

Im Blogcover von Fireball gibt es ein paar lustige Dinge drüber.

Und warum?

Weil ich glaube ( nein ich weiß es mit absoluter Bestimmtheit) dass ich noch so einiges zu sagen habe.

Und wenn ich es nicht blogge bleibt es ungeschrieben, ungelesen und unkommentiert.

So einfach ist das.

Ich kapituliere

Ich kann nicht mehr!
Mir stehen seit Tagen die Schweißperlen auf der Stirn.
Ich leide unter qualvollen Entzugserscheinungen.
Nachts träume ich davon wie ich am Notebook sitze und wie besessen in die Tastatur reinhaue.
Dann wache ich laut schreiend und schweißgebadet auf.
Es ist wie ein Fluch.

Ich…muss…BLOGGEN!!!

Das Ende

Ein seltsamer Tag heute. Es sind so viele Dinge passiert in den letzten Tagen. Es sind zwei Menschen gestorben die ich näher kannte und ich stehe kurz vor einer Theaterpremiere und bin nicht im mindesten motiviert. Nicht das es an den zwei Verstorbenen läge, ich glaube es ist eher das Stück an sich…
Zudem passieren noch so viele andere Dinge um mich herum und der Zeitpunkt kommt mir heute sehr ungeeignet vor. Doch ich habe es mir schon seit langem vorgenommen und vielleicht muss es so sein…

Heute ist der 29. Januar 2009

Vor genau 5 Jahren, am 29. Januar 2004 habe ich mit dem Augenblicke Blog begonnen. Damals hieß es noch „Carpe Diem“ lief unter Blogger.com und war alles andere ausgereift. In den fünf Jahren habe fast 2100 Beiträge geschrieben über alles Mögliche und Unmögliche.
Heute am 29. Januar 2009 werde ich das Augenblicke Blog beenden. Die Idee es zum Abschluss zu bringen, schwirrte mir schon lange im Kopf herum, doch war mir bis vor zwei Monaten nicht ganz klar, wie ich das anstellen sollte. Mein Freund Claude, der ein ausgesprochener Zahlenfreak ist, gab mir die Idee es am fünften Jahrestag des Blogs zu tun. Eine schöne Idee und eine schöne runde Zahl, so gesehen die kleinste Zahl zum Jubiläum feiern.

Warum ich das mache?
Weil ich finde, dass es an der Zeit ist etwas Neues zu beginnen. Fünf Jahre sind etwas mehr als 10% meines ganzen Lebens und ich finde das reicht.
Zudem habe ich vor die Masse an aufgeschriebenen Ideen, Überlegungen, Gedanken und Erlebnissen in einer Buchform heraus zu bringen. Ich habe bereits damit angefangen die ersten Monate zu verarbeiten und es sieht nach sehr viel Arbeit aus.

Und wie geht es hier weiter?
Ich weiß es nicht.
Ich bin sehr unschlüssig. Einerseits ist das Bloggen mit den Jahren eine große Leidenschaft geworden, andererseits denke ich, dass jetzt, da ich fünf Jahre lang fast täglich aufgeschrieben habe was mich bewegt, eine Pause nicht verkehrt wäre. Nach so langer Zeit wäre das lustigerweise auch eine neue Erfahrung.
Es wird also weitergehen, nur wie, wann und in welcher Form weiß ich noch nicht.

Ich möchte mich bei all meinen Stammlesern bedanken die mir über die Jahre die Treue gehalten haben. Hoch die Tassen und Schampusgläser auf fünf Jahre „Augenblicke“. Und auf ein baldiges Wiedersehen.