Damals

Seit der Diskussion mit Thierry, über U- und E-Kultur in der ich über Erziehung sprach und mich als Bespiel nahm, geht mir der Gedanke nicht mehr aus dem Kopf.

Ich wurde sehr frankophil erzogen, was überraschend ist, denn heute ist französisch die Sprache ich am schlechtesten beherrsche. Mein Vater war Franzose aber vor allem war er Elsässer.
Den ersten Fernseher bekamen wir als ich ungefähr vier war. Es war ein gebrauchter schwarz/weiß Fernseher mit einem großen Programmumschaltknopf der sich noch an der Seite befand. Zusätzlich musste man noch einen extra Knopf drücken wenn die Programme in UHF gesendet wurden. Da wir etwas außerhalb von Echternach auf einem Hügel wohnten, war die Programmvielfalt die wir damals schon besaßen riesig. Wir hatten eine Antenne auf dem Dach, die mit einem kleinen Motor in die richtige Richtung gedreht wurde. Zu diesem Zweck stand neben dem Fernseher ein brauner kleiner Kasten, mit einem Drehknopf und einer Art Wählscheibe auf der die Himmelsrichtungen angezeigt waren. Wir hatten drei deutsche Sender, ARD, ZDF und SW3. Einen (oder schon 2?) belgische Sender RTBF1. Dann gab es noch 3 französische Sender ORTF, Antenne 2 und FR3. Und es gab RTL! RTL hatte nur diesen einen Fernsehsender der in französisch sendete. Sonntags gab es auf dem gleichen Kanal eine Sendung die sich Heielei Kuckelei nannte wo man nur luxemburgisch sprach.
Der Fernseher wurde nur Abends eingeschaltet und brauchte erstmal ein paar Minuten bis die Röhren warm waren und ein Bild erschien. Es wurden fast nur die französischen Sender eingeschaltet. Das machte mich in der Schule immer zum Außenseiter, denn als zB. die Winnetou Serie lief und alles und jeder darüber sprach, konnte ich nicht mitreden. Die deutschen Sender bekam ich kaum zu sehen. Mein Vater war ein Kriegskind und sein Groll gegen alles was deutsch war hielt noch lange an, obwohl er, weil er Elsässer war, gut deutsch lesen, schreiben und sprechen konnte.
In meiner Familie wurde auch viel gelesen. Als Tageszeitung bekamen wir den Republican Lorrain. An Zeitschriften wurden jede Woche der Paris Match (der damals noch nicht so regenbogenhaft war wie heute) und die Fernsehzeitung Télé 7 Jours gekauft. Da mein Vater seit jeher gerne Comic Strips laß und die Kultur der sogenannten Bande Dessiné in Frankreich damals mehr gepflegt wurde als in Luxemburg oder Deutschland, wurde jede Woche die Comiczeitung Spirou gekauft. Dann war da noch die Montaszeitschrift Sience & Fiction und Sience & Avenir. Meine Mutter kaufte ab und an die Brigitte, was die einzige deutsche Zeitschrift war die in unseren Haushalt landete. Die Auswahl an luxemburgischen Zeitschriften war damals noch gering. Von der Großmutter bekamen wir die Revue mitgebracht wenn sie zu Besuch war. Und dann waren da noch all die Bücher…

(…Fortsetzung folgt…)

Trauergruppe

Es scheint vielen Menschen sehr nahe zu gehen, dass das Café Philo’soff noch immer geschlossen hat. Es geht inzwischen so weit, dass sich bei Facebook eine Philo Trauergruppe zusammen gefunden hat.
Ich habe für mich festgestellt, dass meine Wege in der Stadt anders sind, seitdem das Philo geschlossen hat. Es hat nichts damit zu tun, dass ich die rue de la Gare absichtlich meide. Es gibt einfach keinen Grund für mich dorthin zu gehen…

Ich revidiere

Ich glaube ich muss meine Meinung bezüglich Opern etwas revidieren. Die Oper an der ich zur Zeit arbeite ist etwas ganz anderes. L’Étoile von Eugène Leterrier & Albert Vanloo ist eine erfrischend freche und lustige Geschichte die sich in einem Kaufhaus abspielt. Die Musik ist ein bisschen wie Champagner. Das Dekor, die Kostüme das Make-up und die Frisuren sind ein Feuerwerk an Farben und Formen. Das Ganze dauert etwas weniger als 2 Stunden, die Pause inbegriffen.
Wer sich auch nur ein wenig für Oper interessiert, für den ist das Stück sehr empfehlenswert. Kein Vergleich mit hektischem repetitivem Mozart oder bleischwerem Wagner, wo mir die Lust auf alles vergeht.
Für alle Vorstellungen gibt es noch freie Plätze.

Ruhe?

Hier ist es etwas ruhiger als sonst. Ich habe halt viel zu tun. Ab heute im Theater auf dieser Oper… Wenn die wüssten was ich von Opern so insgesamt halte…

Opera is when a guy gets stabbed in the back and instead of bleeding, he sings.
Joseph Leff

Walkman

Genau so ein Ding hatte ich in grau. Sie kamen 1979 auf den Markt. Bis sie allerdings den Weg nach Luxemburg fanden verging nochmal ein Jahr. Es war 1980 und ich war das grade neu betitelte Lycée Technique (davor hieß es noch Lycée Moyen oder Mittelschule) übergewechselt. Ich glaube ich war einer der Ersten in meiner Schule der ein Walkman besaß.
Die Dinger hatten damals noch eine unglaubliche Lautstärke dass einem die Ohren vom Kopf flogen.

Ein schöner Bericht darüber hier. Die Konkurrenz zur Stimme Gottes.

Braune Kruste

Am Freitagabend auf den Nachhauseweg dieses Auto gesichtet.

Das weiße Zeug auf der Motorhaube war kein Schnee sondern geraspelter Schweizer Käse. Im Sommer bei 35 Grad Hitze wäre die Idee um einiges fieser gewesen. Das hätte eine schöne braune Kruste ergeben.

Bäääääär

Die Welt ist trist,
die Welt ist grau,
es wird nicht hell.
Ich wär gern blau.

Grottenschlecht geschlafen.
Gemessen an der Uhrzeit an der ich den letzten Beitrag verfasste und nun diesen hier, ist es einfach die Stunden zu errechnen an denen ich geschlafen habe, bzw, nicht geschlafen habe.

Vor lauter Missmut das Desktopbild gewechselt.
Vorher sah es so aus.

Jetzt sieht es so aus.

Der Bär soll mich an schöne Dinge erinnern, wie ‚Bärlin‘, oder Knut den ich nicht gesehen habe, was mir aber auch nicht leid tut. Er soll mich an Dinge aus den letzten Jahren erinnern, die zu privat sind als dass ich sie hier erwähnen könnte.
Aber er soll mich nicht daran erinnern, dass heute alles bäääääh ist, was es aber ist, und überhaupt…
Ach, leckt mich doch alle …

Men in Trees

Ich hatte es bereits vor einer Woche erwähnt, aber ich werde es nochmal tun. Heute lief die zweite Folge der von Men in Trees auf Vox. Ich glaube ich habe eine neue Serie gefunden deren Fan ich werde. Letzte Woche schreib ich dass die Geschichte etwas zerbrechliches hat. Das hat sie jetzt nach der zweiten Folge immer noch. Etwas erfrischendes, leichtes aber eben auch zerbrechliches, etwas das irgendwie gute Laune macht. Alles steht und fällt mit der Hauptdarstellerin Anne Heche, der die Rolle auf den Leib geschrieben wurde.
Wenn Alaska so schön ist wie in Serie,(was aber nicht der Fall ist, denn die Serie wird in Canada gedreht), dann hätte ich große Lust mal dorthin zu fahren.

*Vor meinem Fenster maunzt ein Kater seine Liebesgesänge. Ich dachte im Winter wären die etwas ruhiger…*

William Shakespeare

Für alle die das Stück noch immer nicht gesehen haben.
Am 18 und 19 Januar läuft The Complete Works of William Shakespeare (gekiertzt) im Theater in Esch.
Alle 37 Theaterstücke die Shakespeare je geschrieben hat, in 90 Minuten.
Ihr solltet es auf keinen Fall verpassen.
Ich habe es mir bereits zweimal angesehen.

Verschidde Leit hunn et nach net ganz verstan, anerer sinn an eenzel TGDS Stagiäre verknallt, anerer hu sech gefrot ob een esou eppes op enger Lëtzebuerger Bühn dierft man, anerer hu kee Babysitter fonnt, nach anerer konnten net gleewen, dass esou en Affront un d’Bonnes Moeurs iwwerhaapt kéint méiglech sinn…
Egal wat Är Ursaach ass, kommt dësen héich intellektuellen Owend nach eng Kéier kucken. A wann Dir et nach net gesinn hutt, da gleeft net wat d’Leit Iech gesot hunn, mee iwwerzeegt Iech selwer vun eiser déifgrënneger Erfuerschung vun dësem Mann a sengem enorme Wierk. D’Troupe Grand-Ducale de Shakespeare spillt Iech seng 37 Stécker an 90 Minutten!
Begéint zwee Lëtzebuerger di an England hiert Wësse verquadrupléiert hunn, a lo rëm hei si fir Iech ze soe wéi den elisabethanëschen Hues leeft. Kommt se lauschteren, kucken an eventuell, wann se Iech loossen, upaken!
De Shakespeare gëtt ausgedon, gestëppst, gekärchert an erëm ugedon, an de Faarwen: ROUT, WAISS, BLO!

Dem ehrwürdigen Werk bleibt nichts erspart. D’Wort

Die Schauspieler sind sich für keinen auch noch so abgedroschenen „telefonierten“ Witz zu schade. Tageblatt

They can even do what men are traditionally not terribly good at: multi-tasking! D’Land

Follow up

A propos Ausnahmegenehmigung. Wie geht das denn jetzt von statten wenn ich mal nach Köln oder Berlin fahren will und ich muss in die Innenstadt? Muss ich als Touri dann auch diese doofe Plakette am Auto haben? Ist das eine Plakette für alle Stätte die da mitmachen oder ist das jedesmal eine andere? Was kostet sie? Bekommt man die beim hiesigen ACL ?

Hier die Antworten. Ja, als Touri muss ich auch eine haben. Kostenpunkt: 5 €. Die Plakette ist allen Stätten gültig. Der ACL vergibt sie noch nicht, aber die arbeiten dran. Man bekommt sie aber schon bei Mercedes-Benz Luxembourg-Centre S.A. / 45, rue de Bouillon /L-1248 Luxembourg. Und wen es stört diesen hochwohlgeborenen Schuppen zu aufzusuchen (mich z.B.), der kann sie sich auch in Trier beim TüV besorgen.

Popel am Knie

Ich habs in den letzten paar Tagen mit Ekelzeug. Das mit dem Popel hab ich geträumt. Den Kontext habe ich vergessen, aber plötzlich war da ein Popel am Knie. Ich habe eben mal im Traumdeutungslexikon nachgeschaut. Da gibt es keine Popel, und am Knie schon gar nicht.
„Popel am Knie = Million im Lotto“
Schön wärs.

Ausnahmegenehmigung

Eigentlich wollte ich jetzt etwas über meine Arbeit schreiben. Aber ich erinnerte mich im letzten Moment daran, dass ich mir ja ein strenges Schweigegelübde auferlegt habe, strenger als je zuvor…
Warum? Das könnt ihr hier nachlesen.
Dabei überlegte ich eben wie ich es mit einer Ausnahmegenehmigung umgehen könnte.

A propos Ausnahmegenehmigung. Wie geht das denn jetzt von statten wenn ich mal nach Köln oder Berlin fahren will und ich muss in die Innenstadt? Muss ich als Touri dann auch diese doofe Plakete am Auto haben? Ist das eine Plakette für alle Stätte die da mitmachen oder ist das jedesmal eine andere? Was kostet sie? Bekommt man die beim hiesigen ACL ?

Geistreiches

Diesen Beitrag schrieb ich zuerst in das dafür vorgesehene Feld im WP Userbereich, bäuchlinks auf dem Bett. Dann verwarf ich den Gedanken an sich überhaupt etwas zu schreiben. Dann schaute ich bei den täglichen „usual suspects“ vorbei, wie Spreeblick, Westropolis…die Blogroll halt. Ich las einen Beitrag über Angela Merkel , mit dem ich zwar nicht ganz einverstanden bin, bei dem ich aber nachvollziehen kann, warum der Schreiberling so denkt. Das brachte mich auf die Idee einen ähnlichen Bericht über unseren Premierminister Jean-Claude Juncker zu verfassen. Den Gedanken aber wieder verworfen, da ich in den letzten Monaten aus Zeitgründen verhältnismäßig wenig über luxemburger Politik gelesen, gesehen und gehört habe. Jetzt sitze ich Schneidersitz auf dem Bett, das Notebook auf den Knien und schreibe den Beitrag im Blogdesk.

Und wisst ihr was? Ich werde heute nichts geistreiches von mir geben. Dies ist demnach die offizielle Ankündigung dass ich heute nichts poste. Betrachtet also dieses Posting als Nichtposting.

Rückblick

Ich hatte in punkto Rückblick schon vor ein paar Tagen einen Versuch gestartet, aber ohne großen Erfolg. (und jetzt sehe ich grade dass ich nichts darüber geschrieben habe, obwohl ich der festen Meinung war, ich hätte… pfff…Gagaismus praecox lässt grüßen)
Die Idee fand ich bei der Kaltmamsell, die jedes Jahr am 1 Januar sich die gleiche Liste von Fragen stellt und dann schaut was sich von Jahr zu Jahr geändert hat. An und für sich eine schöne Idee, aber für mich ungeeignet, da ich mich in meiner Schnelllebigkeit an viele Dinge nicht erinnere. Das Blog ist somit für mich nicht nur ein Medium um Geschehnisse zu verarbeiten und Spaß am Schreiben zu haben, sondern es dient auch als Gedächtnisstütze.
In diesem Sinne habe ich mich durch die letzten Jahre durchgeklickt. Da gibt es, vor allem im ersten Jahr, als ich noch die Grenze ausloten musste zwischen den Dingen die ins Blog kommen und den Dingen die zu privat sind, etliche Einträge, die ich so verschlüsselt habe, dass ich nicht mehr weiß was ich damit gemeint habe. Das ist schade, denn was bringt es, das eigene Leben für die Nachwelt festzuhalten, wenn man es nicht mehr entschlüsseln kann.

Gone Baby gone

Als Françoise mich fragte ob ich mit ihr den Film Gone Baby Gone von Ben Affleck zusammen ansehen wolle, war ich nur mittelmäßig bis gar nicht begeistert. Ben Affleck hat in den letzten Jahren schauspielerisch keine wirklichen Glanzleistungen vollbracht. Umso überraschter war ich, das sein erstes großes Regiedebut ein sehr gelungenes Werk ist.
Gone Baby Gone ist die ziemliche radikale Geschichte einer Kindesentführung. Die vierjährige Amanda die aus einer zerrütteten Familie stammt, wird vermisst. Die Polizei tappt im Dunklen als die Schwägerin von Amandas Mutter beschließt einen Privatdetektiv mit in die Untersuchung einzubeziehen…

Ich war überrascht ob des excellenten Schauspielcastings. Affleck beschönigt nichts und zeigt die grauen, kalten, asozialen Viertel einer amerikanischen Großstadt, mit all ihrer Gewalt und Drogenexzessen. Nichts ist übertrieben, im Gegenteil, es erscheint alles brutal real.
Man kommt nicht umhin an die kleine Madeleine McCann aus England zu denken, zumal das kleine Mädchen im Film ihr verdammt ähnlich sieht. Ich habe mir sagen lassen, dass der Film in England in den Kinos nicht gezeigt wird, aus eben diesem Grund. Es gibt meiner Meinung aber noch einen zweiten Grund und das ist die Aussage des Films. Hierzu möchte ich aber nichts sagen, denn sonst hätte ich zu viel verraten.

Fruchtalarm?

Mann könnte annehmen, dass ich in den letzten Tagen nicht anderes zu tun hätte, als vor dem Fernseher zu hängen oder ins Kino zu gehen. Ein bisschen stimmt es ja schon. Seit Weihnachten ist es berufsmäßig etwas ruhiger als davor und das ist gut so.

Da ich selbst ab und zu in der Werbung arbeite, sehe die Anzeigen in den Zeitungen und Magazinen, sowie die Spots im Fernsehen mit einem anderen Auge. Dass Werbespots auch kontraproduktiv sein können beweist die Molkerei Müller am besten. Als die Werbung mit der Fruchalarmgöre erschien, war das zu Beginn ein guter Spot, da er prägnant war. Es ging soweit dass sie noch einen weiteren Spot drehten und einen sogar eine Art Making-of. Den Making-of fand ich übertrieben, aber wenn der Kultstatus des ersten Spots es anbietet, bitte schön, von mir aus. Jetzt sehe ich seit einer Weile dass Müller den ersten Spot wieder geschaltet hat. Er geht mir inzwischen aber derart auf den Wecker dass ich nicht nur den Froop sondern sämtliche Müllerprodukte boykottiere. (Gab es da nicht mal ein Skandal bei dem Müller, Millionen an staatlichen Zuschüssen eingestrichen hat um am Ende Arbeitsplätze zu streichen???)

Somit wird aus dem Fruchtalarm ein Boykottalarm.

Männer auf Bäumen

Als ich eben den Fernseher ausschaltete, war mir klar über was ich heute schreiben sollte. Ich habe eben auf Vox den Pilotfilm einer neuer Serie gesehen. Men in Trees. Man nehme die Rolle der Carry Bradshaw aus Sex and the City, vergebe sie an eine andere attraktive blonde Schauspielerin nämlich Anne Heche, verändere den Beruf von Kolumnistin in Schriftstellerin und Beziehungscoach und lasse sie in Alaska stranden, in einem Kaff in dem die Frauen /Männer Quote 1:10 ist. (also eine Frau auf zehn Männer) Et voila, die neue Erfolgsserie ist geboren.
Ich muss gestehen, dass der Pilotfilm nicht schlecht ist. Er hat etwas „zerbrechliches“ an sich was ich sehr mochte. Es bleibt zu hoffen, dass es mit der Zeit nicht verloren geht.

Eastern Promises

Zugegeben, ich bein kein Freund von Gangsterfilmen und auch nicht unbedingt von David Cronenberg, obwohl ich ihn als Regisseur sehr schätze, weil er sein Handwerk versteht und genau das zu vermitteln weiß, was er vermitteln will. Und da liegt der Knackpunkt zwischen ihm und mir, denn das er mir zeigt will ich nicht unbedingt sehen, in vielen Fällen zu spüren bekommen. Die Welt von Cronenberg ist explizit, quälend und erdrückend. Ich kann mich noch sehr gut an den Film Crash erinnern, den ich in Cannes auf den Filmfestspielen sah. Es lag eine unbequeme bleierne Stimmung über dem ganzen Saal und man fragte sich wann das endlich aufhört. In der anschließenden Pressekonferenz sagte Cronenberg dass er sich darüber im Klaren war und er den Zuschauer vor die Wahl stellt, entweder den Kinosaal zu verlassen oder mit ihm bis zum bitteren Ende zu gehen. Diese Aussage machte ihn mir sofort wieder sympathisch, weil sie ehrlich ist und nicht beschönigt.

Cronenberg scheint einen Lieblingsschauspieler gefunden zu haben in der Person von Viggo Mortensen, der bereits in seinem Film davor A History of Violence mitspielt. Eastern Promises spielt sich im Milieu der russischen Mafia in London ab in der Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr. Mehr möchte ich eigentlich nicht verraten, den je weniger man vorab über den Film weiß, umso besser ist es.
Die Hauptdarsteller des Films (Naomi Watts, Armin Mueller-Stahl, Vincent Cassel) sind ohne Ausnahme alle genial, allen voran Viggo Mortensen, der so gut ist wie noch nie zuvor.

***

So wie ich vor einem Jahr angefangen habe die Kommentare zuzulassen, so werde ich dieses Jahr eine weitere Neuerung einführen. Aber jetzt werde ich Tags einsetzen.

Kino

Gehe heute nachmittag seit eeeeewigen Zeiten mal wieder ins Kino. Ich kann nicht mal genau erklären was mich immer davon abhält, von der Maloche mal abgesehen. Ich sollte mal darüber nachdenken. Ist es der Umstand dass ich selbst an Herstellung der Filme mitarbeite? Ich kanns nicht sagen.

Später mehr darüber und wenn mir danach ist, eine Besprechung des Films.

Follow up

Könnt ihr euch an den Text von Sebastian Glubrecht erinnern, „Bis dass der euch scheidet“ ? Ich hatte ihn an einem Sonntag Morgen in der SZ Magazin gefunden und war anschließend nicht mehr ansprechbar. Ich glaube sogar dass Thierry mich damals zum erstem Mal verlinkt hat.

Eben habe ich gesehen dass Herr Glubrecht mehr als zurecht einen Preis dafür bekam. Er erhielt eine Sonderauszeichnung vom Vattenfall Journalistenpreis dafür. Wer den Text noch nicht kennt aber mal etwas lesen will, was wirklich unter die Haut geht, hier ist der Text fein säuberlich im pdf Format.

Aha!

Dieser Beitrag bzw. der Link dümpelt schon eine Weile in der Abspeicherung herum. Es ist eine Frage die sich die Männerwelt immer weider stellt und deren Beantwortung man tagtäglich mit tausenden Spam Emails bekommt. Es geht um die Frage der Größe der Genitalien.

Ass mei wirklech grouss genuch? (Ist meiner wirklich groß genug?)

Die Frage kommt immer wieder und viele Männer sind der festen Meinung, dass dem NICHT so ist. Oder dass man zwar irgendwie zufrieden damit ist, aber wenn es etwas mehr sein könnte wäre man nicht abgeneigt.

Nun gibt es hier ein Probant der sich mit dem Thema für ein paar Monate beschäftigt hat. Seine Erfahrungen und Schlussfolgerungen könnt hier lesen und in einem Video anschauen.( in englisch)
Und für alle die, die jetzt glauben es wäre was zu SEHEN…Pech gehabt. Er behandelt das ganze Thema von einem eher wissenschaftlichen Standpunkt, aber nicht ohne das fehlende Quäntchen Humor.

2008

Meine Zweifel waren so was von unbegründet dass ich mich dafür schäme.
Mir geht es gut. Ich bin Tétange, einem Kaff im Süden von Luxemburg, in dem ich noch nie war.
Die Stimmung steigt, die Gläser leeren und füllen sich immer wieder….

Alles Gute euch allen!
Prost!

Jahresendzeitgedanken

Eben aufgewacht. Mein erster Gedanke war: setz die hin und schreib was, dann hast du das hinter dir. Als ob es eine lästige Pflicht wäre heute zu schreiben…

Das seltsame ist dass ich noch nicht weiß wo ich heute Abend sein werde. Offiziell bin ich über Fabrice zu einer privaten Party eingeladen. Doch stand vorgestern noch nicht ganz fest wie, wo und was. Fabrice versprach mich anzurufen, hat er aber nicht. Nun habe ich seit gestern Abend das dumpfe Gefühl im, dass die Chose nicht stattfinden wird, oder ich unbekannterweise ausgeladen wurde, ohne dass ich es weiß.
Ich könnte mich selbst ohrfeigen immer gleich das Schlimmste anzunehmen.
Also dachte ich gestern vor dem Einschlafen über Alternativen nach. Eine davon wäre zu hause zu bleiben und zu versauern. Doch das richt verdächtig nach einem Déjà-vu (siehe hier) Eine andere wäre spontan bei einem Bekannten in Trier anzurufen und den Abend dort zu verbringen. Im Schmit-Z, von denen ich immer die Newsletter bekomme, ist eine Party ab 23:00 Uhr. Das wäre die zweite Alternative.

Ich hoffe ihr seit nicht in einer solch doofen Lage. Wenn jemand noch eine Alternative anzubieten hat immer her damit.

Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr.