Ich hatte schon kurz in den 1000 Fragen als Antwort geschrieben. Zur Zeit höre ich ein Album rauf und runter, entweder wenn ich zu Fuß unterwegs bin oder im Auto. Record von Tracey Thorn gehört bereits jetzt im Rolling Stone Magazin zu den besten 50 Alben des Jahres.
She sounds like a woman who woke up one morning to realize she forgot how to give a fuck anymore. Rolling Stone
Besser könnte ich auch nicht sagen. Ihre glockenklare Stimme jedoch ist mit den Jahren um eine Oktave tiefer gerutscht, was ihr aber nicht schadet. Ich war nur erschrocken als ich sie nach so langer Zeit zum ersten mal wieder hörte.
Dass Thorn über all die Jahre hinweg nicht faul war, seitdem man Everthing but the Girl auf Eis legte, hört man in diesem Doppelalbum das vor drei Jahren auf den Markt kam. Ein Best of von ihren Solo Alben und Zusammenarbeiten mit anderen Bands.
181.Würdest du gern in eine frühere Zeit zurückversetzt werden?
Ich würde gerne meine Urgroßeltern kennen lernen und zwar alle acht. Vor allem die Urgroßeltern von denen ich meinen Familienname habe, denn ich weiß gar nichts über die.
182.Wie egozentrisch bist du?
Da es für Egozentrik keine Maßeinheit gibt, sage ich mal dass ich versuche es auf einem für mich gesunden Level zu halten.
183.Wie entspannst du dich am liebsten?
Mit einem Glas Wein zur Apéro Zeit.
184.Fühlst du dich manchmal ausgeschlossen?
Als Teenager war das ein Grundgefühl das ich ständig hatte. Heute kann ich sagen, dass ich es fast nicht mehr habe.
185.Worüber grübelst du häufig?
Ich stelle mit sehr oft die Frage: „Was wäre wenn…?“ Eine Frage z.B. die ich mich schon seit Jahren immer wieder stelle ist, „Was wäre wenn mein Bruder noch leben würde? Wäre er verheiratet? Hätte ich Neffen und Nichten?“
186.Wie siehst du die Zukunft?
Es kommt was kommen muss. Zur Zeit sehe ich sie aus weltpolitischer Sicht eher düster.
187.Wann bist du deinem Partner zuerst aufgefallen?
Wenn wir von dem letzten Ex Partner sprechen, weiß ich es nicht. Das müsste man ihn fragen.
188.Welchem Familienmitglied ähnelst du am meisten?
Meinem Vater und das mehr als mir lieb ist.
189.Wie verbringst du am liebsten deinen Abend?
Mit Freunden im Sommer draußen auf der Terrasse einer Bar oder eines Restaurants mit Wein und guten Gesprächen.
190.Wie unabhängig bist du in deinem Leben?
Ha! Ich glaube unabhängiger als ich geht wohl kaum. Der nächste Schritt wäre zum Eremiten mutieren.
191.Ergreifst du häufig die Initiative?
Das hängt ganz von der Situation ab. Beruflich muss ich es oft tun, zumal wenn ich der Chef der Projektes bin. Privat lasse ich anderen eher den Vortritt.
192.An welches Haustier hast du gute Erinnerungen?
An meinen ersten Hund den wir bekamen als ich zwei Jahre alt war. Ich wuchs zusammen mit ihm auf. Er starb als ich 14 war.
193.Hast du genug finanzielle Ressourcen?
Ich glaube schon.
194.Willst du für immer dort wohnen bleiben, wo du nun wohnst?
Eigentlich ja. Doch wer weiß schon was die Zukunft noch zu bieten hat. Vielleicht verreise ich je demnächst und komme nie mehr wieder.
195.Reagierst du empfindlich auf Kritik?
Wenn sie berechtigt ist, nein.
196.Hast du Angst vor jemandem, den du kennst?
Nein.
197.Nimmst du dir oft Zeit für dich selbst?
Ja. Täglich wenn möglich, z.b. wenn ich, wie jetzt, blogge. Es würde mir sehr fehlen wenn ich mir die Zeit nicht nähme.
198.Worüber hast du dich zuletzt kaputtgelacht?
Über einen sehr trockenen Kommentar der A. zu einem Ober in einem Restaurant. Da war ich den Tränen nahe.
199.Glaubst du alles, was du denkst?
Hä? Nein, natürlich nicht !!!!
200.Welches legendäre Fest wird dir in Erinnerung bleiben?
Mein 50. Geburtstag.
Wenn ich ein paar Tage nicht poste, dann fehlt mir was. Es hat aber meistens damit zu tun dass ich in einem Projekt feststecke, dass entweder nicht ohne ist, oder es macht mir derart keinen Spaß dass ich nicht darüber schreiben mag. Zu Zeit ist letzteres der Fall. Es ist das letzte Theaterstück für diese Spielzeit das ich betreue, und wahrscheinlich hängt auch damit zusammen dass es das letzte ist und ich keine Lust mehr habe.
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Darum gibt es ein paar Schnappschüsse die ich vor 2 Tagen machte:
Das alte Pole Nord Gebäude steht schon lange nicht mehr. So sah es mal aus. Heute steht dort ein moderner Klotz sehr unansprechend, jedoch hat die die seitliche Säule mit der Marienstatue überlebt und wurde wieder eingebaut.
Es kommen Erinnerungen zurück wie viel mich eigentlich mit diesem Gebäude verbindet. Die ersten Male dass ich dort war, war mit Tante Gritty, als ich 14 oder 15 war. Es war während der sogenannten Muttergottes Oktave, wenn Gritty für die Caritas den Stand mit den Rosenkränzen und sonstigen Götzenbildern hielt, der während zwei Wochen auf dem Märtchen stand. (Das mit dem Märtchen habe ich schon einmal erzählt hier, oder ?) Während der Mittagespause begleitete ich Gritty ab und an ins Restaurant Pole Nord. Es war französische jedoch gutbürgerliche Küche. Eine Reihe von Jahren später lernte ich die Disco des Pole Nord im oberen Stockwerk kennen, daran habe ich aber nur sehr vage Erinnerungen.
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Ein Hausnummer weiter vom Pole Nord entfernt sah ich dieses Leuchtobjekt in der Eingangshalle und ich konnte es sofort einordnen:
Diese Halbkugel ist von Catellani & Smith. Der Stil der Firma ist unverkennbar. Ich selbst habe auch den großen Mond an der Wand im Wohnzimmer von der gleichen Marke. (Die Fotos unten sind vom letzten Jahr, als die Wohnung noch nicht ganz fertig war.)
Eigentlich hatte ich für den Sonntag das volle Gammelprogramm geplant. Doch eine SMS erinnerte mich daran dass ich irgendwas mit der A. ausgemacht hatte zur Finnisage einer Ausstellung zu gehen.
Die A. ist ja Bühnenbildnerin und gestaltet nicht nur Theaterbühnen sondern ab und an auch andere Dinge. Zum Beispiel gestaltet sie die Deko für meinen fünfzigsten Geburtstag, *oink oink*, auch die Räumlichkeiten für Ausstellungen. Die Ausstellung die gestern zu Ende ging (darum Finissage, Vernissage ist ja die Eröffnung) war eine geschichtlicher Rückblick überLuxemburg im ersten Weltkrieg. Ich musste zu meiner Schande gestehen, dass ich sie bis dahin nicht gesehen hatte.
Da sie zu Anfang in Bascharage war und eigentlich nicht geplant war um zu wandern, musste de A. noch einmal ran um sie dann so zu konzipieren dass sie in die Halle in Clervaux hinein passte.
Was mich sehr an der Ausstellung „freute“ war, dass nichts am ersten Weltkrieg glorifiziert wurde, wie es ich leider schon so oft in anderen Kriegsmuseen sah. Es wurde auch die Grausamkeit der Krieges gezeigt. Die Opfer, die Gelähmten und Verstümmelten. Es liefen Filme die die Berichterstatter in den Bunkern gedreht hatten.
Letztendlich bin sehr froh dass ich die Ausstellung dann doch gesehen habe. Ans Herz legen kann ich sie euch leider nicht mehr, dann sie wird ab heute abgerissen.
Vielleicht sollte ich vorab für meine nicht luxemburgischen Leser erklären, wie sich der Nationalfeiertag so anfühlt, was man am Vorabend so macht und am Tag selbst.
Der Vorabend verbringen viele in der Hauptstadt, weil dort einfach am meisten geboten wird in den Straßen und weil man sich traditionsgemäß das große Feuerwerk anschaut.
Ich kann mich an ein Feuerwerk erinnern, an dem ich als kleiner Junge bei Großmutter Thérèse zu Besuch war und wir standen auf der Place d’Armes. Es regnete und man sah nur jede dritte oder vierte Rakete ihren Stern im Himmel produzieren. Alle anderen flogen hoch und explodierten nicht weil sie zu nass waren. Das ist einer meiner ersten Erinnerungen daran.
Ich gehe seit ein paar Jahren nicht mehr zum Feuerwerk, weil einfach zu viel los ist und ich mich nicht von Mesnchenmassen erdrücken lassen mag. In der neuen Wohnung wohne ich etwas weiter weg vom Geschehen, davor in der kleinen Wohnung die an der Place des Martyrs liegt, war ich fast mittendrin.
Da Fabrice das Rooftop geöffnet hatte, das ja weitab vom Geschehen im Vorort Dommeldange liegt, ging ich dorthin um einen gemütlich Abend zu verbringen, der sich aber als sehr seltsam und düster herausstellen sollte. Eine entfernte Bekannte der N. war mit Freunden zugegen, von denen einer eine Art Ex-Produzent für RTL war der jetzt seine eigene Firma hat und ein aufgeblasenes Ekelpaket ist. Für gewöhnlich durchschaue ich solche Individuen sofort. Doch ließ ich mich auf ein Gespräch ein in dem sich dann herausstellte, dass er einen Maskenbildner braucht. Letztendlich merkte ich aber etwas zu spät dass daran nichts ernst zunehmen ist und er nur ein lächerliches provozierendes Männchen ist. Meine Stimmung war dahin.
Sehr viel später gingen wir noch ins Bovary in dem ich schon sehr lange nicht mehr war. Und so bekam der Abend dann doch noch eine schönen Abschluss.
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Am Morgen des Nationalfeiertages ausführlich Internet gelesen und ein sehr schönes Video bei der Kaltmamsell gesehen von Paul McCartney im Carpool Karaoke von James Corden. So schön, so positiv, dass ich Tränen in den Augen hatte:
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Anschließend war ich von der A.S. eingeladen worden die Tag im Ösling zu verbringen zusammen mit der Ch. und dem C. Da die A.S. ein Schwimmbad hat , vergaß ich natürlich mein Schwimmzeug nicht.
Es ist ein herrlicher Pool.
Es war bewölkt und sehr frisch, doch ich ging trotzdem und schwamm meine Runden.
Die A:S. hatte anschließend herrlich gekocht und einen tollen ganzen Saint Pierre gemacht. So guten Fisch hatte ich schon lange nicht mehr gegessen. Wir saßen noch lange draußen und redeten über alles mögliche bis es langsam dunkel wurde.
Damit keine Missverständnisse aufkommen; ich rede von Speiseeis!
Vor ein paar Tagen berichtete ich wie es Fortuna in gewisser Weise gut mir meinte und ich den gesamten Einkauf der neuen Küchenmaschine in Form eines Gutscheines geschenkt bekam. Ich überlegte mir was ich mir schon immer mal kaufen wollte und letztendlich nie getan habe weil…zu teuer, zu wenig Platz, zu aufwendig, und, und, und.
Eine Eismaschine! Ich wollte schon immer eine Eismaschine haben. Ich weiß nicht wie viele Blogs ich schon hinsichtlich der Eiszubereitung gelesen habe und wie viele Testberichte über Eismaschinen. Meine Wahl viel letztendlich auf eine Unold 48872.
Und heute machte ich mein erstes Vanilleeis.
Ich suchte ein bisschen und fand dann dieses Rezept bei Villa Martha, das ich aber ein wenig abänderte. Statt 200gr Zucker ersetzte ich 50 gr durch Invertzucker. Die Vanilleschote ersetzte ich durch Vanilleextrakt, den ich erst kürzlich erworben hatte.
Knifflig ist hier dass die Creme davor zu Rose abgezogen werden muss, doch mit dem Induktionkochfeld ist das kein Problem. Zudem habe ich, nachdem die Creme anfing zu stocken, den Topf sofort in ein Eisbad gegeben und dort dann noch ein wenig kalt geschlagen. Ich habe dann die Creme lauwarm (nicht völlig erkaltet) in die Maschine gegeben.
Das Bild oben schickte ich der D. per SMS und keine Viertelstunde später war sie zur Stelle. Die D. hat nämlich genauso ein Faible für gut gemachtes Eis wie ich. Und was soll ich sagen. Himmel war das lecker!
Die nächsten Gäste die ich bewirten werde werden ab jetzt zum Nachtisch auf immer und ewig Eis bekommen.
Ocean’s 8. Die Frauenversion der berühmten Reihe von Soderberg. Außer, dass hier Soderberg nur Produzent ist, und nicht selbst Regie führte. Es ist einer dieser Feelgood Filme ohne extrem hohen Anspruch. Muss man nicht im Kino gesehen haben, da reicht der kleine Bildschirm zu hause auch.
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Abschlussfoto der Crew von Nain Porte Quoi? Das Stück gibt es erst wieder im Dezember in Esch im Theater zu sehen.
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Und das hier ist sie nun: Die Eismaschine. Ich habe mir extra keine Termine ins Wochenende gelegt damit ich sie gründlich testen kann. Berichte folgen.
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Und es erfreut immer wieder meine Auge wenn ich morgens erwache und ich sehe die Blümchen auf dem Balkon.
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Und jetzt nehme ich noch das letzte Stück dieser Spielzeit in Angriff! Ich wusste nicht dass es ‚Wir Kinder vom Bahnhof Zoo‘ auch als Bühnenfassung gibt. Nun ja. Aber davon gibt es mehr nächste Woche.
161.Bist du ein Hundetyp oder ein Katzentyp?
Ich bin eher Hund als Katze aber ich habe könnte mir auch vorstellen eine Katze zu haben.
162.Wie zeigst du, dass du jemanden nett findest?
Ich ziehe mich nackt aus und tanze um ein Lagerfeuer. Und wenn das nicht hilft, bin ich ganz einfach auch nett zu ihm/ihr.
163.Isst du eher, weil du Hunger oder Appetit hast?
Appetit, ganz klar!
164.Tanzt du manchmal vor dem Spiegel?
Sollte ich mal wieder tun.
165.In welcher Hinsicht bist du anders als andere Menschen?
Da gibt es nichts spezielles was mich einzigartig macht. Es ist die Gesamtheit von allem. Die Mischung macht die Einzigartigkeit. Das ist nicht nur bei mir sondern bei jedem so.
167.Bleibst du bei Partys bis zum Schluss?
Kommt vor, ist aber selten der Fall.
168.Welchen Song hast du in letzter Zeit am liebsten gehört?
ZurZeit höre ich grad das neue Album Record von Tracy Thorn rauf und runter.
169.Bereitest du dich auf bestimmte Telefongespräche vor?
Früher mal, jetzt nicht mehr. Mit den Jahren bekommt man in solchen Dingen man eine unerschütterliche Standfestigkeit und Sicherheit.
170.Wann hast du zuletzt vor jemand anderem geweint?
Das letzte Mal aber das war ganz verschämt in unter der Decke im Flieger in der Business Class am Schluss von Call Me By Your Name.
171.Mit wem verbringst du am liebsten einen freien Tag?
Das hängt von der Aktivität ab die wir vorhaben. Aber da gibt es mehrere Personen.
172.Was war der beste Rat, den du jemals bekommen hast?
„Nichts was die im Leben widerfährt ist so schlecht, dass es nicht für etwas gut wäre.“
173.Was fällt dir ein, wenn du an Sommer denkst?
Sonne, Wärme, Meer, Strand, Brise, barfuß im Sand,… Ich könnte die Liste jetzt sehr lange fortführen.
174.Wie duftet dein Lieblingsparfum?
Herb, holzig, harzig. Im Sommer jedoch eher zitrusfruchtig.
175.Welche Kritik hat dich am stärksten getroffen?
Unberechtigte Kritik oder Kritik an meiner Arbeit.
176.Wie findest du dein Aussehen?
Außer dass ich zur Zeit wieder zu viel auf die Waage bringe finde ich mich ok.
177.Gehst du mit dir selbst freundlich um?
Das hängt von den Umständen ab. Beruflich bin ich sehr streng mit mir.
178.Würdest du dich einer Schönheitsoperation unterziehen?
Ja.
179.Welchen Film hast du mindestens fünf Mal gesehen?
Da gibt es ziemlich viele. Aber wenn ich es nur auf die letzten 20 Jahre beziehe, dann wohl eher die Klassiker zu Weihnachten immer wieder gezeigt werden.
180.Füllst du gern Tests aus?
Wenn der Test im Sinne einer Prüfung ist, nein. Wenn es aber ein doofer Persönlichkeits Test aus einer Zeitung ist um mir die Zeit zu vertreiben, ja.
Es gab im Schlafzimmer von Anfang an diesen lästigen Umstand dass ich keine wirkliche Ablage hatte und außer dem Wäschekorb, keine Sitzgelegenheit. Lange suchte ich nach einem extrem barocken Stuhl der im dem Raum wie ein Hingucker funktionieren sollte. Doch ich fand nichts was mit zusagte.
Irgendwann landete ich dann doch im Möbelhaus meines Vertrauens und man riet mir zu einer Bank die ich vor das Bett stellen könnte. Gestern wurde sie endlich geliefert.
Jetzt sieht das so aus und ich bin sehr zufrieden.
Anschließend statt zu duschen das Badewasser eingelassen und das Badesalz hineingegeben das mir die A. schon vor langer Zeit schenkte. Das Wasser verfärbte sich dabei rosa. Ich machte noch Späßchen darüber mit der A. per What’s App, dass ich so ausgesehen hätte als ich aus der Wanne stieg.
Tatsache ist aber, dass ich keine 10 Minuten später nochmals unter die Dusche musste, weil das Zeug anfing wie verrückt auf der Haut zu jucken. Doch das war mir schon fast klar dass es so kommen würde. Meine Haut mag keine Pflegezusätze.
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Ausgiebig im Internet gelesen.
Vor allem den Link der Kaltmamsell über die „Gefallenen Mädchen“, also Frauen die in sogenannten Entbindungsheimen die ihre Kinder zur Adoption freigaben (gewollt oder ungewollt). Sehr heftig.
Ein Eintrag bei Frau Gröner gelesen die sie jetzt James Joyce mit Ulysses vorgenommen hat. Sie schrieb darüber wie siew auch bei Marcel Proust nie über die ersten fünf Seiten vom Combray nie hinauskam. „Uff“, dachte ich, genau wie bei mir. Doch irgendwann schaffte sie die 3000 Seiten.
Als ich der N. (und die N. ist Schriftstellerin!!!) vor einiger Zeit erzählte, dass ich mir Proust als Hörspiel vorgenommen habe, verdrehte sie die Augen und meinte nur: „Etwas Langweiligeres hast du nicht gefunden?“
Jetzt habe ich gesehen dass es ihn auch als Comic gibt! Sofort den ersten Band bestellt! Mehr dazu wenn ich ihn habe!
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Am Nachmittag einen längeren Sparziergang gemacht durch die Stadt gemacht.
Im Park fand ich ein einsames Schloss.
Ich hatte letztes Jahr an Allerheiligen einen Spaziergang durch alle Parks der Stadt gemacht. Nur der winzig kleine Square Brasseur fehlte, mit seinem Taubenschlag.Von dort aus wanderte ich einen Weg hinunter ins Pfaffental, den ich noch nie gegangen war. Er geht stellenweise ganz schön in die Knie da es doch sehr bergab geht. Unterwegs fand ich noch zwei andere Wege die ich von Namen her nicht kannte.
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Später musste ich dann zur Hauptprobe ins Kapuzinertheater.
Kleines Kuriosum in meinem Viertel. Grüne und rote Blätter an einem Baum.
Kleines Kuriosum vor der Haustür. Es kommt auf dem Foto nicht so richtig raus, aber der Mercedes hat eine etwas insektenhafte Form. Irgendwie.
Kleines Kuriosum im Theater. Diese Uhr heisst ‚Zäitgemeis‘ und ist Teil der Deko vom Theaterstück ‚Nain porte quoi?‘
Kleines ‚Kuriosum‘ auf der Place Clairfontaine. Sascha Ley und Laurent Peyfert gaben am frühen Abend ein leider spärlich besuchtes Konzert im Rahmen der Fete de la Musique, und im Anschnitt rechts im Foto unser Premierminister.
Kleines Kuriosum im alten Zeitungskiosk an der Place du Théâtre. Dort hat ein Mini Kartoffelrestaurant eröffnet.
Apropos Fête de la Musique: Man lernt aus anderen tragischen Events im Ausland. Und da sich der National Feiertag immer näher rückt, scheinen solche Betonblöcke leider unabdingbar zu sein.
Am Ende dieses wunderbaren Freitags, ein Besuch in meinem heiß geliebten Annexe, für diesen Sommer endlich an meinem Lieblingsplatz neben dem Lavendel. Mit einer herrlich kross gebratenen Dorade dazu gewürfelten Tomaten, Rucola und einer sehr raffinierten Soße. Ein Dessert auf Basis eines Zitronensorbet mit Veilchenbaiser, Vanillesahne und kleinen Stückchen vom grünen Apfel in Limettensaft mariniert. Holy fuck, was das lecker!
Und zum Abschluss ein paar Impressionen vom Heimweg währendem es langsam dunkel wurde.
Über das Alltägliche zu posten fällt mir nicht schwer und ist inzwischen eine liebe Gewohnheit, dass ich sie nicht missen möchte. Doch wenn ich über Dinge schreiben soll die ich nicht im Griff habe, und mich auch nicht damit abfinden kann dass es so ist…
Das hier ist eine gute Übung.
Wer hier schon eine Weile mitliest, weiß dass ich Anfang diesen Jahres eine Weltreise antrat. Ich hatte beschlossen während dieser Zeit mit dem Rauchen aufzuhören. Einerseits weil es eine gute Gelegenheit war und man nicht im Alltagstrott steckt und weil ich an Orte käme wo es schlichtweg fast nicht mehr möglich ist zu rauchen. In Singapur zum Beispiel kostet ein Päckchen fast 20€. Zudem ist es verboten auf der Straße zu rauchen außer an seltenen dafür winzigen eingezeichneten Ecken. In Australien hängt es sehr vom Staat ab. In Queensland zum Beispiel ist es sehr schwer. Andere Staaten wie Victoria oder New South Wales, ist es nicht ganz so strikt.
Ich hatte mir für die Reise eine elektronische Zigarette zugelegt, in der ich zu Anfang noch Liquids mit Nikotin dampfte, später dann ohne. Und ich muss sagen dass mir das elektronische Ding sehr geholfen hat. Immer dann wenn der Drang zu schlimm wurde zog ich ein oder zwei mal daran. Inzwischen denke ich kaum noch daran, außer an bestimmten Momenten. Es ist vor allem Abends in Gesellschaft, bei einem Glas Wein oder Cocktail.
Dann kam die ungewollte Bauchfellentzündung mit der Notoperation in Neukaledonien, und ich musste die Reise abbrechen.
Als ich anschließend nach hause kam war ich sehr von der Rolle. Das ging so weit dass ich eines Abends auf dem Balkon saß und mir aus Neugierde und Protest gegen alles und jeden, eine Zigarette ansteckte. Sie schmeckte schrecklich, so schrecklich, dass mir fast schlecht wurde, und das war gut so.
Was mir aber aber wesentlich mehr Kopfzerbrechen bereitet ist Gewichtszunahme. Ich hatte darüber berichtet dass ich seit langem mal wieder auf eine Waage gestiegen bin und fast rückwärts wieder davon herunterfiel. Genauso ging es mir vor ein paar Tagen als ich so sehr verschätzte mit den Shorts die auf dem Marché des Créateurs im MUDAM kaufte. Ich bin so fett wie noch nie davor. Dabei esse ich nicht mehr als sonst. Verfressen war ich immer und musste mich immer in Zaum halten. Es ist auch nicht so, dass ich jetzt noch mehr Appetit hätte oder alles besser schmecken würde. Irgendjemand sagte mir dass sich der ganze Metabolismus umstellt wenn man aufhört zu rauchen und man unweigerlich zunimmt. Ich stehe der Aussage skeptisch gegenüber, aber wenn ich in den Spiegel schaue kann ich sie nur bestätigen.
Es war ein Dienstag der damit begann, dass ich auf die Waage stieg und einen Riesenschreck bekam. Aber dazu mehr in den nächsten Tagen.
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Der Gutschein von dem ich berichtet hatte, setzte ich heute im Madiamarkt in Trier um in eine Eismaschine. Da sie keine im Laden hatten bestellte ich sie. Ich werde berichten wenn sie da ist.
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Die N. hatte Geburtstag. Und ich hatte schon vorab mit der A. in Recklinghausen beratschlagt was wir ihr schenken sollten. Es lief auf einem Gutschein hinaus in dem wir die N. in die Seezeit Loge einladen für ein Wochenende. Wer dieses Wellness Hotel am Bootstalsee nicht kennt, sollte sich die Homepage vom Hotel ansehen. WOW!
Ein weiteres kleines Highlight das wir ihr mitbrachten bedarf einer Erklärung.
Die N. klagte die letzten Monate sehr über die Arbeit und dass es irre viel sei. Der Satz „Ich hatte heute einen Scheißtag“ hörten wir öfter als uns lieb war. Ein ‚Scheißkuchen‘ kam da genau richtig. Die A. fragte ihre Cousine, die Hotelbesitzerin des Grünewald, ob ihr Konditor Zeit hätte uns da was zu ‚basteln‘.
Hatte er.
Außerdem war es ihm eine Freude etwas Neues zu erfinden
Kleine Emojis aus Mousse au Chocolat mit einem kleinen Mürbeteigbehälter. So sweet. Fast zu schade zum essen. Aber nur fast…
141.In welche Länder möchtest du noch reisen?
Die Länder die ich noch für die Weltreise vorgesehen hatte.
142.Welche übernatürliche Kraft hättest du gern?
Ich wünschte ich könnte fliegen, und das ist keine übernatürliche Kraft.
143.Wann wärst du am liebsten im Erdboden versunken?
Das ist bei jeder Vorstellung wenn eine Perücke oder sonstiges nicht hält und auf der Bühne runter fällt.
145.Wie flexibel bist du?
Beruflich muss ich super flexibel sein.
146.Gibt es eine ungewöhnliche Kombination beim Essen, die du richtig gern magst?
Rosinenbrot mit Kochkäse und Senf
147.Was tust du, wenn du in einer Schlange warten musst?
Mich in Geduld üben.
148.Wo siehst du besser aus: im Spiegel oder auf Fotos?
Das ist eine Frage die man einem Maskenbildner nicht stellen darf.
149.Entscheidest du dich eher für weniger Kalorien oder mehr Sport?
Nein, andersrum! Mehr Kalorien und weniger Sport. 🙂 Aber eigentlich für weniger Kalorien.
150.Führst du oft Selbstgespräche?
Wenn ich sehr genervt bin, ja.
151.Wofür wärst du gern berühmt?
Berühmt sein heißt auch die Konsequenzen davon in Kauf nehmen.
Und dann stellt sich die Frage nicht mehr mit was man berühmt ist, sondern ob man das überhaupt will.
152.Wie fühlt es sich an, abgewiesen zu werden?
Bitter.
153.Wen würdest du gern besser kennenlernen?
Meine Urgroßeltern. Und zwar alle acht.
154.Duftest du immer gut?
Ja. Es kommt selten vor dass ich kein Duftwasser an mir habe.
155.Wie viele Bücher liest du pro Jahr?
Durchschnittlich zwischen 10 und 20, wenn ich die Theaterstücke nicht mit zähle.
156.Googelst du dich selbst?
Ja. Sollte jeder tun. Es ist immer gut zu wissen was Google über mich weiß, bzw, nicht (mehr) weiß.
157.Welches historische Ereignis hättest du gern mit eigenen Augen gesehen?
Ich habe mir jetzt fast fünf Minuten lang den Kopf zerbrochen, und mir fällt nichts ein. Wenn ich etwas verpasse dann war es nicht für mich bestimmt.
158.Könntest du mit deinen FreundInnen zusammenwohnen?
Im Urlaub klappt das ja ganz gut aber so im Alltag wäre das nochmal etwas anderes.
159.Sprichst du mit Gegenständen?
Ja aber das ist eher ein Selbstgespräch. Aber ich spreche ganz konkret mit Pflanzen.
Die letzte Nacht in Recklinghausen war schrecklich. Dieses Bett ging irgendwie gar nicht. Vor allem aber ging das synthetische Kissen gar nicht.
Und überhaupt das ganze Hotel geht nicht so richtig. Manche vom Personal sind alles andere als freundlich. Das Frühstück ist so gerade noch ok. Die Zimmer sind von Lieblosigkeit in der Einrichtung wie ich sie selten gesehen habe.
Die Baustelle hinter dem Hotel ist ein absolute Zumutung und machte mich am Anfang der letzten Woche wahnsinnig.
Der einzige Pluspunkt ist die Sauberkeit.
Ich erwachte sehr früh, packte den Koffer und war schon kurz nach 7 Uhr unterwegs. Zudem hatte ich gestern am Rande mitbekommen dass es in Luxemburg wieder stark regnen würde am Nachmittag, also wäre ich beizeiten zu hause. Dem war auch so.
Am Abend traf ich mich mit den drei Revue Damen, der D., der V. und der N. Die V. hatte zu sich nach hause geladen und es war ein sehr lustiger Abend der bis weit nach Mitternacht dauerte. Und das an einem Montag.
Nachdem wir alle die dann doch sehr ernüchternde Kritik gelesen hatten vom Stück (was letztendlich zu erwarten war) wollte ich mich nicht mehr mit dem Stück beschäftigen, zumindest nicht bis abends zur Vorstellung.
Ich hatte mit der A. beschlossen dass wir nach Essen ins Red Dot Design Museum fahren würden, das sich im Areal der Zeche Zollverein befindet. Es würde der A. sicherlich gefallen. Und das tat es auch:
Beim Anblick der großen Eingangshalle war sie schon völlig hin und weg.
Ich zeige euch nur eine kleine Auswahl der Objekte die für 2017 prämiert wurden, denn die Ausstellung zieht sich über 4 Etagen. Ende Juni wird das Museum für eine Weile schließen, und die Objekte von 2017 werden gegen die von 2018 eingetauscht. Eröffnung ist dann wieder im Juli.
Diese Flip Flops fand ich sehr spannend weil sie genau auf das Fußbett abgestimmt werden, von dem davor ein Abdruck genommen wurde.
Die A, war völlig hingerissen von der Ausstellung wie auch ich, obwohl ich sie zum letzten Mal 2011 gesehen hatte. Ich hatte darüber berichtet.
Anschließend speisten wir im angrenzenden Casino. Ein Restaurant das es von Design her zur Perfektion gebracht hat. Ich habe noch nie ein so gut gelungene Mischung aus „Industrial und „Cosy“ gesehen.
Die A. hatte bunten Blattsalat mit heißem Ziegenkäse und Rhabarberkompott…
…ich hatte Matjesfilet Hausfrauenart.
Es war ein herrlich entspannter Tag.
***
Abends musste ich dann noch einmal ein Vorstellung fahren. (Die A. als Bühnenbildnerin hat ja jetzt nichts mehr damit zu tun)
Es war immer noch sehr heiß und kühlte einfach nicht ab meine Schauspieler litten und schwitzten was das Zeig hielt.
In der Nacht ging ein kräftiges Donnerwetter nieder mit sehr viel Regen das mich über Stunden wach hielt.
Eine Küchenmaschine.
Wie lange ich das Thema schon mit mir rumschleppe ist schon fast nicht mehr wahr. Welche kaufen? Bis jetzt hatte ich ein simples Handrührgerät. Das war auch in der kleinen Mini Küchenzeile in der alten Wohnung völlig ok, denn ich hätte nicht gewusst wohin damit. Doch jetzt in der neuen Wohnung wollte ich eine richtige Küchenmaschine haben.
Wenn man dann so wie ich, auswärtig arbeitet und am Tag der Premiere den ganzen Tag nichts zu tun hat, entscheidet man sich dafür dass man jetzt doch etwas hier an Ort und Stelle kauft. Schließlich hab ich das Auto mit und kann es bequem nach hause transportieren.
Also auf in den Elektrofachhandel zusammen mit der A. die ebenfalls in Shoppinglaune war.
Ich hatte in den letzten Wochen hin und her überlegt, ob ich wirklich so ein großes Ungestüm wie eine Kitchen Aid brauche.
Nö.
Brauche ich nicht.
Ich habe mir die letzte Zeit sehr viele Backvideos angesehen und mal so geschaut mit was die anderen so rühren. Ich entschied mich für die Bosch MUM5. Sie ist nicht zu groß und ist mit allem ausgestattet was so ein Multigerät braucht, ohne dass es ein irrsinniges Vermögen kostet. Und für mich der zwar gerne kocht und backt, aber nicht jeden Tag in der Küche steht, auf den ersten Blick ideal. Ich werde berichten.
An der Kasse fragte man mich ob ich ein Rubbellos haben möchte. Ja, möchte ich. Und ich gewann einen Gutschein von der Gesamtsumme meiner Einkäufe! Somit war die Küchenmaschine im Prinzip gratis!
***
Die Premiere vom ‚Weißen Raum‘ lief erstaunlich gut. Es wurde ein lustiger Abend mit so manchem „Krähmant“. Und so sahen die Premieren Geschenke von den der A. aus:
Die Regisseurin war sehr froh dass die zweite Hauptprobe so gut verlief, und meine Arbeit wurde bis auf eine Mini Änderung auch für gut befunden.
Das animierte mich heute einen kleinen Ausflug zu machen, da ich ja nichts mehr ändern musste. Ich fuhr nach Essen ins Folkwang Museum.
Eines vorweg. Auch wenn die beiden großen Ausstellungen mich jetzt nicht sooo vom Hocker rissen, so ist und bleibt das Museum an sich einer meiner liebsten Museen überhaupt. Es ist alles von einer bestechenden Schlichtheit. Hier stehen die Kunstwerke im Vordergrund und nicht das Museum. An vielen anderen Orten ist das leider nicht so.
Und doch wenn ich jetzt so überlege, die Ausstellung von dem Schweizer Bildhauer Josephsohn ist schon ziemlich klasse.
Leider war mein Smartphone so leer dass ich es unterwegs im Auto auflud und natürlich prompt dort liegen und ließ so keine Fotos machen konnte.
In der Walther König Buchhandlung fand ich aber ein kleines Schätzchen:
Zum 65. Geburtstag der Peanuts brachte der Bastei Verlag bereits 2015 einen wunderschönen Band heraus über Charles M Schultz und wie alles begann. Im Preis war es massiv herabgesetzt und kostete nur noch 20€
Ich speiste göttlich bei Vincent & Paul. Ich hatte einer der besten Risotto seit langem mit gebratenem Spargel. Leider kein Foto weil, siehe oben.
Die Rückfahrt nach Recklinghausen war mit Hindernissen verbunden und dauerte wesentlich länger. Durch den Ruhrpott fahren ist auch kein Zuckerschlecken mehr.
Kurz nachdem ich im Theater ankam ging der Regen das Geblitze und Gedonnere los. Da es den ganzen Tag über sehr schwül gewesen war, kühlte es endlich ein wenig ab.
Die Generalprobe verlief nicht ohne Hickhack, was aber vorauszusehen war. Doch im Prinzip ist das eine gutes Omen für eine gute Premiere.
121.Gibst du der Arbeit manchmal Vorrang vor der Liebe?
Ich verstehe die Frage nicht. Meine Arbeit hat nichts mit einer privaten Liebe zu einer Person zu tun. Zudem erübrigt sich die Frage wenn man selbständig ist. Arbeit geht vor.
122.Wofür bist du deinen Eltern dankbar?
Das ist eine sehr gute Frage bei ich lange überlegen musste, ohne auf die Dinge zu schauen die ich ihnen vorwerfe. Wenn, dann ist es wohl mein Drang zur Neugierde. Mich für alles zu interessieren. Auf Französisch sagt man so schön: Rester ouvert d’esprit.
123.Sagst du immer, was du denkst?
Nein, das wäre fatal.
124.Läuft dein Fernsehgerät häufig, obwohl du gar nicht schaust?
Das war im kleinen Studio der Fall, da ich dort von jeder Ecke auf den Fernseher sah, oder hören konnte. Jetzt in der Wohnung nicht mehr.
125.Welchen Schmerz hast du nicht überwunden?
Keinen. Die Zeit heilt auch die schlimmsten Wunden. Klar bleiben Narben bestehen, doch damit lernt man leben.
126.Was kaufst du für deine letzten zehn Euro?
Was zu Essen.
127.Verliebst du dich schnell?
Nein. Liebe auf den ersten Blick hatte ich noch nie.
128.Woran denkst du, bevor du einschläfst?
An nichts. Ich versuche den Kopf leer zu kriegen.
129.Welcher Tag der Woche ist dein Lieblingstag?
Das ist immer noch der Sonntag.
130.Was würdest du als deinen größten Erfolg bezeichnen?
Beruflich war es wahrscheinlich die West Side Story im Jahr 2000. Weil ich noch sehr unerfahren und neu war und ich eine Truppe von 40 Mann auf der Bühne hatte, und damit alleine war.
131.Mit welcher berühmten Person würdest du gerne einmal einen Tag verbringen?
Stephen Fry.
132.Warst du schon einmal in eine (unerreichbare) berühmte Person verliebt?
Ja. (Nein, ich sage nicht wer!!!!)
133.Was ist dein Traumberuf?
Den den ich habe. Immer noch. Ich habe lange dafür gekämpft.
134.Fällt es dir leicht, um Hilfe zu bitten?
Nein, das fällt mir sehr schwer. Als Freiberufler lernt man sehr schnell alles selbst zu tun.
135.Was kannst du nicht wegwerfen?
Bücher. Das geht gar nicht!
136.Welche Seite im Internet besuchst du täglich?
Mein Blog, Twitter, das Tageblatt, Wort.lu und l’Essentiel.
137.Sind die besten Dinge im Leben gratis?
Ja. Aber das kann man erst beurteilen, wenn man die Dinge die etwas kosten, schon ausprobiert hat.
138.Hast du schon mal was gestohlen?
Ja. (Nein, ich werde es nicht erzählen)
139.Was kochst du, wenn du Gäste hast?
Das kommt auf die Gäste und die Gelegenheit an.
140.In welchem Laden möchtest du am liebsten einmal eine Minute lang gratis einkaufen?
Beim Cartier Juwelier. Gerne auch beim Autohändler Tesla. Aber am liebsten in einem Reisebüro.
Dieser Blogpost hatte zu Anfang eine andere Überschrift, aber gestern meinte die Kaltmamsell ich sollte ihn so nennen. Bitteschön.
Der Wolkenhorizont war übrigens das was ich im Kofferraum transportierte.
Die Fahrt nach Recklinghausen war erstaunlich unspektakulär ohne Stau. Ich fuhr direkt zur König Ludwig Halle. Ein seltsamer Name für eine Halle die ein gutes Stück außerhalb von Recklinghausen liegt. Doch hier heißen ein paar Dinge mehr König Ludwig.
Gleich bei meiner Ankunft ging ein Autowrack in die Luft
Da die Spielstätte im oberen Stock liegt und das Auto, das zur Deko gehört, musste darum auch dort hinauf.
Zwischenzeitlich checkte ich schnell im Hotel ein. Ich hatte selten ein Hotel das mit so wenig Geschmack und lieblos eingerichtet ist. Nun ja, aber zumindest ist es sehr sauber.
Der Tag wurde lang. Ein erster Hauptprobentag eben.
Ich sah die letzten Tage immer mehr Details die mich an dem neuen Theme ‚So Simple‘ des Blogs störten. Also habe ich jetzt mal wieder das alte Design ‚Moon‘ eingesetzt das übrigens weitaus flexibler in der Gestaltung ist als ich zu Anfang annahm, und habe es ein wenig umgebaut, das ist ja schon seit vorgestern wieder so.
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Habe ich euch schon mal mein kleines Atelier im Keller gezeigt?
Darin entstand ein Teil der Perücken von Rumpelstilzchen, doch später wurde es mir zu kalt, da der Raum nicht geheizt ist und ich fertigte den Rest im Theater an. Noch bin ich am Überlegen wie ich den Raum ein wenig wärmer bekäme im Winter. Aber so wie mein Arbeitsplan für die nächsten Monate aussieht braucht es das wahrscheinlich nicht bis zum übernächsten Winter.
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Alle sind schon weg nur ich fahre erst am Dienstag los. Also behielt ich mir den Montag vor um die Koffer zu packen.
Wenn es wie hier die Produktion einer Uraufführung ist, mit einem ganz neuen Text, dann ist es für mich umso kniffliger, zumal die eigentliche Premiere nicht in Luxemburg sein wird, sondern in Recklinghausen. Ich habe zwar schon oft dort gearbeitet, aber es waren mit einer Ausnahme immer Stücke die schon produziert waren, und für die Festspiele in die Wiederaufnahme gingen.
Hier muss ich für die Endproben erahnen was sich alles noch ändern könnte, da ich in Recklinghausen keine Netzwerk habe bei wo ich mir eben mal fix etwas besorgen oder borgen könnte, und muss dementsprechend alles einpacken.
Nun ist es in diesem Fall nicht so kompliziert, da ich im viel im voraus gearbeitet habe und das Stück in puncto Maske auch nicht so schwierig ist.
Wer es sich ansehen will, das Stück heißt „Weisser Raum“ und wurde im Rahmen des Kleistvörderpreises ausgesucht. Gespielt wird am Freitag, Samstag und Sonntag in der Halle König Ludwig 1/2
Karten gibt es hier.
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Am späten Montag Morgen rief die A. an, mit leichter Panik in der Stimme. Ein Teil des Bühnenbildes das eigentlich hätte nach Recklinghausen geliefert werden müssen wurde nach Luxemburg geliefert. Da ich der einzige bin der noch von der Produktion noch hier ist, fragte sie, ob ich es mitbringen könnte. Es handele sich um den Bühnenhorizont.
Gerne, aber ich habe ein Cabrio und ich bin schon froh dass ich alle meine Kisten plus Koffer unterkriege.
Ich fuhr zur angegebener Adresse und siehe da, es passte so just in den Kofferraum, es ist halt nur bleischwer und ich muss eigenes Material ein wenig anders verteilen.
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Und ab Dienstag wird von Recklinghausen aus berichtet.
Ich stand später auf als gewöhnlich. Gut geschlafen fühlt sich anders an.
Ich hatte mir fest vorgenommen, obwohl ich ab Dienstag wegen der Arbeit im Ausland sein werde, auf den Wochenmarkt zu gehen. Tat ich auch aber eben viel später.
Da ich eine Einladung zur Art3f bekommen hatte und ich das letzte mal nicht hin war, wollte ich das dieses Mal nachholen. Auf dem Weg dorthin, sah ich dass der sogenannte Straßenverkauf war, und ich schlug in einem Schuhgeschäft zu, in dem ich normalerweise nie etwas kaufe, weil mir alles zu klassichen ist und überhaupt alles zu… viel ist.
Doch fand ich dort ein paar Mokassins, nicht günstig aber dafür zum ersten mal welche, die mir mit meinem hohen Spann passten.
Der Hund mit Namen Pablo kennt ihr von anderen Fotos.
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Nun bin ich inzwischen große Verkaufsausstellungen von Kunst gewohnt. Das hier waren allerdings untere Preiskategorien und es war nichts dabei in das ich mich hätte verlieben können. Ein paar wenige Fotos durfte ich machen.
Fand ich sehr interessant, nur hätte ich nicht gewusst wohin damit.
Der Totenkopf, der eher an einen Clown erinnert hat auch was.
Das berühmte Picknick von Edouart Manet aber hier in einer Comic Version von Xavier Marabout
Das hingegen faszinierte mich sehr, weil es mich an ein Werk von Anslem Kiefer erinnerte das ich im MONA gesehen hatte.
Insgesamt aber wenig was mich von Hocker riss. Im Gegenteil. In einer Galerie wurde das Verkaufsgespräch so aggressiv geführt, dass ich mich nur mit aller Gewalt losreißen konnte.
Nur eben das letzte Werk fand ich sehr spannend, weil es so zerbrechlich aussieht aber eigentlich nicht ist.
Wer hingehen mag, kann das heute noch tun.
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Da dieses Wochenende ebenfalls der „Marché des Créateurs“ im MUDAM stattfand, schaute ich auch dort kurz vorbei, obwohl ich das letzte mal sehr enttäuscht war. Alle Designer hatten ausschließlich Zeugs für Frauen oder Kleinkinder. Sie hatten nicht einen Designer eingeladen der etwas für Herren herstellte.
Dieses Mal war zumindest einer französischer Desinger dabei der auch Herrenbekleidung herstellt.
Voller Begeisterung kaufte ich eine recht schöne Shorts aus einem sehr leicht angenehmen Stoff perfekt für die heißen Tage. Und zum ersten Mal in meinem Leben verschätzte ich mich total was die Größe angeht. Ich war mir so sicher dass sie passen würde, dass ich sie nicht anprobierte, doch sie ist zu klein.
Nun habe ich mir die Challenge gesetzt dass ich die Kilos wegmüssen bis ich rein passe. Da ich zur Zeit so fett bin wie noch nie zuvor (wegen der OP und weil ich nicht mehr rauche) habe ich jetzt ein Ziel. Die Hose muss passen wenn ich mit der A. in die Cevennen fahre.
Ich weiß noch nicht ob ich den neuen Look vom Blog gut finden soll. Ich finde, der Text ließt sich besser. Was mir auf der Eingangsseite aber nicht gefällt, ist dass alle Blogposts abgekürzt angezeigt werden. Ich hatte das noch nie in keinem Design in alle den Jahren davor. Ich lass es jetzt mal so; vielleicht gewöhne ich mich ja daran.
Oder was meint ihr?
Am Abend hatte ich Gäste und ich hatte drei gewaltige Salatteller zubereitet, die ich mal wieder vergessen habe fürs Blog abzulichten. Die N. und die A. waren jedenfalls begeistert.
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Doch dann heute morgen erschütternde Fotos vom Müllerthal das diese Nacht völlig überraschend von einem Regensturm heimgesucht wurde zusammen mit ein den Nachbardörfern. Auch im Pfaffenthal hier in Stadt stand das Wasser in den Straßen. Fotos könnt ihr hier sehen, es ist furchtbar.
Ich war sehr überrascht als ich heute morgen meine Blumenkästen sah, vor allem den einen in den ich nicht nichts gepflanzt hatte: