Wenn Lieder berühren

Eine Geburtstagsfeier. Hatte ich nicht schon erwähnt dass sich die Geburtstage im Januar, Februar quasi die Klinke in die Hand geben? Gestern abend war ich im Inoui eingelageden zu einer Geburtstagesfeier mit Abendessen und anschließendem Konzert. Serge T, Frontmann der Gruppe Zapzoo gab ein solo acoustic Konzert.

Und während ich da saß mit vielen Freunden und Bekannten, und Serge zuhörte, schwirrten mir tausend Bilder durch den Kopf. Bilder hervorgerufen durch die Lieder die er sang, weil sie zum Teil aus Projekten stammten an denen ich mitgearbeitet habe. Andere Bilder kamen mir in den Sinn duch die Texte die er sang. Wenn ich jetzt darüber nachdenke bekomme ich sie nicht mehr alle zusammen, aber sie waren allesamt positiv. Ich hatte das Gefühl dass ich, allen tiefen Tälern zum Trotz, in meinem Leben alles richtig gemacht habe und, dass ich heute dort im Leben stehe weil ich dort stehen will. Ich verspüre Glück nur selten, aber gestern abend war ich der glücklichtste Mensch auf Erden.
Danke Serge.

Neue CD

Sie ist zwar schon in bisschen alt aber als ich vor 2 Tagen durch die Geschäfte streifte um Geschenke einzukaufen, fiel sie mir die Best of von Beautiful South in die Hand. Da ich so ziemlich alles von der Gruppe habe, dachte ich Anfangs sie zu verschenken. Doch als ich sie zuhause in den Player warf, war es mir zu schade. Und so kommt es dass ich sie jetzt grade höre und glückselig bin.

Neue Spielvariante

So spät habe ich schon lange kein Posting mehr geschrieben. Ich beginne langsam zu verstehen was es heisst, angeriffen zu werden. Seit ich in Berlin war und seit ich mit dem Tagebuch umgezogen ist meine Leserschaft sprunghaft angestiegen. Ich seh es ja am Counter. Wieso und weshalb ist mir ein Rätsel. Ich schreibe nicht mehr oder weniger als sonst. Das mit den Angriffen hat sich bis jetzt weitgehend in Grenzen gehalten, aber heute habe ich so die erste volle Breitseite zu spüren bekommen. Wie und in welcher Form ist jetzt mal zweitrangig.

„Im Prinzip ist es ja das was du immer wolltest, oder Joël?“
Ja aber ich wußte nicht wie oder in welchem Maße und ich darauf reagieren würde.
„Aber es war dir doch klar dass es früher oder später kommen würde?“
Nein, eben nicht. Ich schreibe jetzt ein Jahr an diesem Tagebuch und es plätscherte alles so leicht vor sich hin. Es war mir nicht wichtig ob ich viele oder wenige Leser hatte. Ich hatte immer von Bekannten und manchmal Unbekannten positives Feedbackwas auch ganz nett war …bis jetzt.
„Und??? Wie fühlst du dich jetzt?“
Das kann ich nicht so genau sagen. Jedenfalls hatte ich es mir nicht so vorgestellt.

Zum ersten mal, dass ich das Frage ohne Antwortspiel MIT Antwort spiele.
Das ist gar nicht mal so schlecht, sich selbst interviewen. Ha…ein neues Spiel! Das ist doch mal was Positives…!!!

Katzenjammer ?

Nein ich habe nicht auf die Tastatur gekotzt!!! Es war eines von unzähligen Themen von gestern abend. Der Brumschädel blieb überigens aus. Merke: Bernard Massard „Cuvée de l’écusson“ zusammen mit portugisischen Weinbrand „Maciera“ ist nicht gleich Katzenjammer.
Ich will jetzt nichts von Alkoholmissbrauch hören! Es kommt selten genung vor das ich überhaupt was trinke. Der Satz ist in weiser Vorraussicht für all die die vorhaben mich zu ermahnen.
Was sonst heute noch kommt weiss ich nicht. Ausser Haarescheinden und einem Fototermin ist nichts geplant.

Bekotzte Tastaturen

Die Geburtstagsfeier. Von 4 Uhr gestern nachmittag bis jetzt eben vor einer viertel Stunde. Leicht beschwipst. Wobei der Begriff „leicht“ nicht genau definierbar ist. Auf dem Bett sitzend mit Laptop und sich wundern dass man in diesem Zustand doch noch ein Posting schreiben kann. Über den Abend sinniernd; von einem langen Telefonat auf dem Klo bis hin zu Katzen die mit Vorliebe Tastaturen bekotzen. Von Berlin schwärmend bis hin zu gewagten Mischungen von Champus mit portugisischem Weinbrand zwischendurch. Fröhlich nach hause wandernd durch ekliges nasskaltes Winterwetter und sich dabei vorstellen wie eine ungeliebte Katze ihren Mageninhalt genüsslich auf eine Pc Tastatur entleert.
Und irgendwo ist da noch ein Spruch den ich irgendwann am Abend mal losgelasen habe. Da fehlt mir aber der Zusammenhang.

Brot für die Welt; die Wurst bleibt hier.

Meine Leber und mein Kopf werden mir den Exzess mit Brummschädel quittieren.

Unwort 2004

Geschenkideenblockade ist auch so ein Unwort. Ich habe mal eben gegoogelt was denn das neueste Unwort des Jahres ist, das sollte nämlich heute rauskommen.

„Humankapital“ Der Begriff degradiere Menschen zu ökonomisch interessanten Größen, so die Jury.

Der zweite Begriff „gefällt“ mir besser. Es ist schlichtweg eine andere Umschreibung.
„Begrüßungszentrum“ = „Auffanglager für afrikanische Flüchtlinge“
Klasse gell? In dieser Kategorie gibt es noch eines was nicht zu den offiziellen Unworten gehört aber sehr gut dazu passt.
„Ausreisezentrum“ = „Abschiebehaftanstalt“

Anschwellender Areibtsfaktor

Deshalb gab es gestern kein Posting. Heute verläuft alles etwas ruhiger. Eine Geburtstagfeier steht heute nachmittag an. Und da mir gestern nichts Gescheites einfiel was ich als Geschenk mitnehmen könnte muss ich jetzt gleich nochmal los. Damit habe ich mich selbst gestern am meisten enttäuscht. Ich, der normalerweise Weltmeister ist im Ideen haben für Geschenke, ich hatte gestern eine Geschenkideenblockade. Die Blockade ist überigens noch nicht so ganz vom Tisch. Ich sollte mich was schämen !!!

Einmal Frankenthal und zurück,bitte…

sagte meine Mutter, bezahlte anstandslos einen Tank Benzin und setzte sich auf den Beifahrersitz meines Wagens.
Ihr merkt es schon, ohne eine gewisse Ironie kann ich das Posting nicht schreiben. Im Prinzip verbrate ich nur ungern die eigene Familie im Weblog, aber da ich an einem Sonntagmorgen dazu genötigt wurde und 6 Uhr aufzustehen…ich…um 6 Uhr!!! Somit habe ich den Tag weitgehend hinter dem Lenker verbracht. Dabei hatte ich mir vorgenommen die Theaterstücke zu lesen.

Heute abend war ein infotainiger Report in Planetopia über Weblogs zu sehen. Aber so richtig gut fand ich ihn nicht. Die haben auch von diesem gewissen Exhibionismus gesprochen den ich ja auch in meinem FaQ erwähne, aber sonst konnte ich für mich nicht viel aus der Reportage rausziehen. Kommt es daher dass ich diese Form der Internetpräsenz „Blogging“ nur einseitig behandele? Weil es gibt ja Weblogs mit komplett anderen Ansprüchen und Inhalten. Ich gebe ehrlich zu dass ich recht wenige andere Logs lese. Es gibt ein paar seltene die richtig gut finde. Z.B. das von cyclad-z. Das von Else lese ich auch noch hin und wieder, ich geb es zu. Aber da ich sie jetzt mit viel mehr Distanz sehe, sehe ich auch das was sie schreibt ganz anders. Es hat nicht mehr die gleiche Wirkung auf mich wie vor Monaten.

PS: Habe heute erfahren, dass ich am Freitag einen leeren Sarg gesegnet habe. Ich bin entsetzt!!! Wie es scheint müssen die sterblichen Überreste schon derart gestunken haben, dass man es dem Publikum nicht zumuten konnte. Wie furchtbar!

Boobs?

Nein, ich werde nichts über Moshammer schreiben, da sind andere die das viel besser können.
Heute wurde die Grossherzogin beigesetzt. Es wurde live im Fernshen gezeigt und war sehr traurig. Die Famielienmitglieder hatten alle Mühe die Tränen zurückzuhalten.
Ansonsten ein ruhiger Tag.
Doch die Ruhe bekommt mir.
Hier noch etwas was ich grandios gefunden habe www.matildasplace.com/boobs.html Das habe ich in den Newsgroups gefunden. Hört sich an wie eine Pornoseite. Ha!

So wie der morgigie Tag aussieht wird es kein Posting geben. Ich habe mich als Chauffeur zur Verfügung gestellt und man wird das wohlweislich auszunutzen wissen und mich den ganzen Tag in Anspruch nehmen. Ich denke jetzt schon mit Schrecken daran. Aber wer weiss, vielleicht wird es ja ganz netttt…(hä?…ja!!, mit 4 t, volle Absicht!)

Abschied, Freude & Wehmut

Heute war der letzte Tag an dem sich das Volk persönlich von der Grossherzogin verabschieden konnte. Eigentlich wollte ich es schon gestern tun. Doch als ich die Menschenschlange vor dem Palais sah verließ mich der Mut. Heute mittag hatte ich eine Verabredung mit dem Regisseur der „Choucroute Royale“, das Theaterstück mit dem Megaerfolg in dem ich letztes Jahr mitgewirkt habe. Gemeinsam sind wir zum Palais hin und haben uns von Josephine-Charlotte verabschiedet. Den Erfolg des Stückes „Choucroute Royale“ haben wir schließlich zu einem Grossteil ihr zu verdanken und ich konnte damit letztes meinen Lebensunterhalt mehr als gut bestreiten.
Es war eine seltsame Stimmung in dem Raum in dem sie aufgebahrt war. Der Sarg war nicht offen, so wie man es oft in anderen Ländern sieht. Wahrscheinlich hätte sie auch niemand mehr erkannt. Den sie muss am Schluss schrecklich ausgesehen haben, nach der langen Krebskrankheit.

Der wahrlich erste Tag heute an dem ich mich wieder richtig „back in buisness“ gefühlt habe. Ich habe jetzt bis August insgesamt 4 Theaterstücke quasi paralell laufen. Auf 3 davon freue ich mich riesig auf das 4te etws weniger weil es sich nach einem riesen unkoordinierten Chaos anhört.

Vor einer Stunde eine Reportage über die Nacht der Museen in Berlin auf Arte gesehen. Dabei wehmütig auf den Fernseher gestarrt und die Krokodielstränen tapfer runtergeschluckt.

Film

I did it! Ich habs getan. 6 Stunden „Angels in America“ in einem durch, bis heute morgen irgendwann. Die Story ist bitterböse und streckenweise rutscht sie ab, wenn die nicht für die Rollen gottbegnadet gute Schauspieler genommen hätten. Es spielt Mitte der Achtziger in New York als die Aidsforschung noch in den Kinderschuhen steckte. Die Ersten Tests mit Medikamenten wurden gemacht. Mitten in diesem Wirbel stehen 2 Paare deren Schcicksal miteinander verknüpft ist. Sehr viel kann man über die Geschichte nicht erzählen ohne allzuviel zu verraten.
Tageswerk: jetzt erst mal Kaffee und dann muss ich los zu einem Termin nach Luxemburg.

Antipasti & DVD

Ungewollte dumme kleine Gewohnheiten schleichen sich wieder ein. Nachts bis in die Puppen wachbleiben und irgendetwas tun, aber nichts Konkretes. Morgens nicht wach werden danach rumtrödeln und dann zu spät zu einem Termin kommen. Alles ganz locker und flockig.
Kleine fiese SMS von Berlin bekommen, man speise (rein zufällig) im Grünfisch und die Antipasti seien köööstlich…grrr
Neue DVD gekauft. Angels in Amerika. Ein sechs stündiges Epos. Zum ersten mal, dass ich eine DVD kaufe ohne auch nur irgend eine Kritik darüber gelesen zu haben. Der Film hat 5 Golden Globes eingeheimst. So steht drauf. Die Musik davon kannte ich aber schon vorher. Die ist von Thomas Newman. Ich bin gespannt. …Die Neugier läßt mich doch nicht in Ruhe. Ich hab mal grad eben den Titel gegoogelt und siehe da; die ARD wird das Epos im zweiten Quartal 2005 zeigen.
Solange kann ich nicht warten, ihr kennt das ja. Ich werde es mir jetzt ansehen.
Bericht darüber folgt.

Wort für Wort

Ich könnte den Text von gestern Wort für Wort wiederholen. Eine Sache hat sich herauskristallisiert. Ich habe ein weiteres Theaterstück angenommen. Auf meine Tirade hin von gestern dass ich es leid bin auf irgendetwas zu warten, habe ich zugesagt, statt einen Film zu machen der im Prinzip mehr gebracht hätte. Entscheidugen die sich in der Brieftasche bemerkbar machen, aber im Kopf fühle ich mich wohler dabei.
Ein Spatziergang und ein Kaffee, das werde ich jetzt tun.

Vorwürfe

Ein sehr vorwurfsvoller Anruf kam heute morgen von Berlin. „Ist das Buch der EINZIGE Grund warum du zurückkommst?“ Nein, natürlich nicht. Es gibt tausend und ein Grund wieder hinzufahren. Und das werde ich, so wahr ich hier sitze und in die Tasten haue.
Der Alltag mit Besprechungen und Terminen nimmt sein Lauf. Ich muss los.

Blöde weise Sprüche

Lange dunkle Abende. Ich bin immer noch wach. In dem kleinen verschlafenen Städtchen Echternach fließt die Zeit mit einer unbarmherzigen Ruhe dahin. Es ist so anders als in Berlin dass es fast körperlich schmerzhaft ist. Manchmal ist diese Ruhe eine Wohltat, weil man klarer sieht und besser wahrnimmt. Manchmal ist sie eine Qual weil man sich dadurch unweigerlich in eine Warteschleife begibt und darauf wartet dass irgend etwas passiert. Und ich hasse dieses Gefühl. In Berlin könnte ich jetzt noch weggehen irgendwo hin auf ein Glas Wein. Hier gehe ich in den Keller und mache mir selbst eine Flasche auf. Genuss mit oder ohne Socializing. Es gibt diese bescheuerte Sprichwort in Frnazösich das mir oft genung von meiner Großtante und Großmutter vorgeleiert wurde.

„Tout vient à celui qui sait attendre.“

Und das ist genau das was ich nicht will. Wenn ich etwas nicht bekommen kann, warte ich nicht darauf sondern fasse die Sache an, damit es weitergeht, oder ich wende mich einer anderen Sache zu. Es bringt nicht das Leben mit Warten zu vertrödeln, das machen wir so oder so unfreiwillig oft genug.
Keine Angst ich werd nicht ramdösig, wehmütig, philantropisch, behämmert, blöde.
Aber was bringt es mir und euch z.B. darüber zu berichten was ich grad im TV gesehen habe. Im Nachhinein ärgere ich mich darüber dass ich die Flimmerkiste nicht eher ausgeschaltet habe um mich z.B. hinter mein neues Buch zu klemmen.
Von einer Sache könnte ich noch berichten die so manchen überraschen wird. Ich habe mir ein Fasnachtsoutfit gekauft. Ich kann es selbst kaum glauben. Wenn es irgendwann Fotos von dieser Missetat geben sollte, werde ich sie euch natülich nicht vorenthalten.

Neues Buch

Ich habe das Buch von Asta Scheib über Ottilie Faber-Castell in Berlin gelassen ohne es fertig zu lesen. Das gibt mir einen Grund dieses Jahr nochmal hinzufahren. Stattdessen habe ich ein anderes mitgenommen, das mir auch sehr interessant erscheint. Die Korrekturen von Jonthan Franzen. Die Zusammenfassung hört sich gut an.

Schleim

Alte Geschichten aufwärmen wäre das Hauptthema. Der erste reguläre Tag in Luxemburg. Es ist schon wie im vorletzten Posting; es hat sich nichts geändert. Den Posthaufen abgearbeitet. Diverse Telefonate geführt, die aber nicht viel brachten weil alles ein wenig im Ausnahmezustand ist wegen der Grossherzogin. Im deutschen Fernsehen lief die Meldung ihres Todes in Bulevardmagazinen unter Kurznachichten. Ich checke mal eben ab ob es denen in der Tagesschau eine Meldung wert war… Nein, ist nicht. Bilder von der Flutkatastrophe noch und nöcher. Ich kanns nicht mehr sehen. Ich habe gespendet per SMS, mehrfach, und das muss reichen. Aber ich verheddere mich wieder im Weltgeschehen.

Ich wollte von alten Geschichten sprechen. Ich habe heute mit einer guten Freundin über alte Zeiten gesprochen, so nach dem Motto: Weisst du noch…? Und da es immer Sachen gibt die nie so ganz aufgearbeitet wurden, was ja mitunter manchmal besser ist, so war ich heute überrascht, dass sich doch manche Geschichte weiterbewegt. Es kam eine Story zur Sprache, in der mir vorgeworfen wurde, ich würde mich überall einschleimen. Ich bin also ein heimlicher Schleimer. Witzig! Aber wenn ich derart schleimen würde,muss ich betrübt feststellen, dass ich es bis jetzt noch nicht weit gebracht habe. Vielleicht schleime ich nicht genug. Ich sollte mehr schleimen; endlich ist das Geheimnis meines Erfolges was ich selbst nicht wusste gelüftet. „Ich muss schleimen… so viel und so gut ich nur kann. Dann geht’s bergauf.“, sagte ich und schüttelte dabei verständnisvoll den Kopf und ein paar Schleimfetzen flogen durch die Luft.

Öffentlich & privat

Mein letztes Wort von gestern abend war „Seltsam“. Und Das Erste Wort von heute morgen heisst „Ende“.
Nein nicht hier im Tagebuch… keine Angst. Das wird weiter gehen.
Ich stelle nur fest dass das Weltgeschehen mit meinem Leben manchmal parallel verläuft, so seltsam wie das klingen mag. Heute morgen früh verstarb die alte Grossherzogin Josphine-Charlotte und auf allen luxemburgischen Radio- und Fernsehstationen läuft ruhige getragene Musik.
Das ist sie.

Das Ende meiner Berlinreise war gestern und heute morgen, (ich hatte das dumpfe Gefühl bereits gestern) muss ich feststellen, dass man mir Dinge verschweigt. So gesehen ist es keine Üerraschung, denn meine Astrologin hatte es mir vorrausgesagt, leider… Und doch find ich es schade. Ich mag mich täuschen, doch ich bin sicher dass es so ist.
Ich schreibe mal wieder in Rätseln.
So ist das nunmal, wenn man ein öffentliches Tagebuch zu schreibt und das Privatleben nicht mit hineinbringen will. Das nimmt dann manchmal Überhand und ich möchte sooooo gerne darüber schreiben aber ich darf nicht.
And Life goes on.

Das letzte

Posting aus Berlin. Morgen werde ich keine Zeit haben zum Schreiben.
Ich wurde heute nochmal gegen meinen Willen ins Chlorwasser geschmissen. Diesmal ins Kreuzberg. Es ist immer das gleiche Spiel. Erst will ich nicht und dann war ich doch froh, dass ich da war. Der berühmter Heisshunger kündigte sich danach an und wurde prompt im Morena befriedigt.
Danach sah ich so aus…

…und das war der abgefressene Frühstückstisch.

Und wie das so ist wenn mann länger an einem Ort verweilt, folgen die sozialising Pflichten dicht an dicht wenn die Abreise bevorsteht. Grünfisch und dann Kay Ray Show im BKA.
Das war’s von Berlin…

Gegen Ende

Langsam wird mir bewusst, dass meine Tage in Berlin gezählt sind. Übermorgen ist schluss. Jemand hat ausgerechnet dass es 8% vom Jahr waren die ich hier verbracht habe. Ich will noch keine Bilanz davon ziehen denn es ist noch zu früh dafür. Es sind noch fast 2 ganze Tage und die sind so voll gepackt, dass ich nicht weiss ob ich die Zeit finde über alles zu berichten.

Eigentlich wollte ich was ganz anderes erzählen. Als ich in London war und diese elenden Wartezeiten auf den Flughäfen überbrücken musste, hatte ich mir ein Magazin gekauft, dass ich zum letzten mal als jugendlicher gekauft hatte. P.M. Magazin. Diesen Monat ist ein Artikel über die Metamenschen darin. Der Artikel hat mich derart fasziniert dass mich das Thema nicht mehr losläßt. Metamenschen ist, grob zusammengefasst, die Weiterentwicklung der Menscheit so wie die Soziologieforscher sich das für die Zukunft vorstellen. Die ersten Anzeichen dafür gibt es schon und sie sind überall zu erkennen.
Ich möchte nicht den ganzen Artikel im Detail wiedergeben, aber mich hat er sehr inspiriert hinsichtlich einer neuen kleinen Geschichte…
Ich habe einen Link gefunden der im Ansatz erklärt was ein Metamensch sein soll. Hier aber auf der Basis von Sience Fiction.

Der erste Tag nach London

Es ist seltsam, aber jetzt wo ich wieder in Berlin bin, hat die Stadt eine andere Perspektive bekommen. Als ich gestern am Flughafen Tegel ankam, war es so als ob ich nach hause kommen würde.

Papa was a Rolling Stone. Where ever he laid his head was his home.

Vielleicht ein bisschen krass, aber so in etwa war das Gefühl.
Habe heute Nachmittag etwas gemacht was sich sehr Kindheit anfühlte und danach roch. Ich war ins Hallenbad schwimmen. In einem 25 Meter Becken habe ich ungefähr 450m geschafft. Ich war außer Puste wie schon lange nicht mehr. Und wenn ich nicht jemand dabei gehabt hätte der mich fast an den Haaren hingezerrt hätte, wäre ich gar nicht hin. Ich rieche immer noch den Chlor und meine Haut fühlt sich über die Maßen sauber an.
Kindheitsgefühl.

Es ist noch immer niemand drauf gekommen was das zweite Foto in diesem Eintrag sein könnte. Na kommt schon, so schwer ist es nicht!!! Weiterraten. Der Erste der herausfindet bekommt ein kleines Geschenk von Berlin. Also ran… Ich bin nur noch bis Sonntag morgen hier.

Naaaa?

Nein ich werde jetzt nicht nachdem ich in London war das Log in englisch weiterschreiben. Ich hab da Gerüchte vernommen. It would be terrifying, wouldn’t it?
Zweieinhalb Tage britische Luft und ich weiß wieder wo ich hingehöre. Das ist jetzt nicht im schlechten Sinn zu nehmen, bitte. Um in London zu überleben, muss man eine höchst sparsame Strategie entwickeln. London ist nicht teuer sondern schweineteuer. Die Preise ähneln sehr den Preisen auf dem Kontinent; die Zahl ist quasi gleich. Nur die Währung wechselt von € auf £ . Und das macht alles ungefähr 1/3 teuerer. Die U-Bahn Preise sind, verglichen mit denen in Berlin, schon fast nicht mehr bezahlbar.
Wenn man mal davon absieht ist London aber noch immer eine tolle Stadt, die ich immer wieder besuchen werde. Nur werde ich das nächste mal die Reise etwas effektiver durchplanen mit mehr Besichtigungen von Theaterstücken und Ausstellungen. Um einfach nur rumzuhängen ist London zu teuer. Fotos habe ich keine gemacht…sorry Zmud. Es stimmt leider.
Hat jemand herausgefunden was auf dem 2 Foto von letzten Eintrag zu erkennen ist? Ich lass euch weiter raten.
Und hier wie versprochen das More als Link. Ich habe heute Abend dort gespeist und eine Visitenkarte eingeheimst. Es lohnt sich wirklich hinzugehen.
In meinen Mails lese ich grade,dass das Tagebuch nicht abrufbar war. Sorry, das war mein eigener Fehler. Der Link war falsch. Ich habs verbessert, soll nicht wieder vorkommen.
So und jetzt ab ins Bett. Fliegen ist so anstrengend und langweilig. Ich habe wahrscheinlich nicht das getan, was die Flugbegleiterin über Lautsprecher riet: „Enjoy the flight“ Ich fliege nicht um zu „enjoyen“, sondern weil es ein praktisches und schnelles Fortbewegungsmittel ist und man mit 900 km/h durch die Luft gejagt wird.

Verschiedenes

Ein trüber Tag. Es regnete in und regnet noch in Strömen. Das mit dem „More“ war nüscht. Es war wegen „technischer Probleme“ geschlossen was immer das auch heißen mag. So war ich denn nicht weit davon in einer kleinen Bar die „Cave“ heißt. Ein bisschen erschrocken bin ich als ich da rein kam. An den Wänden herrschte eine Tapete wie ich sie vom Haus meiner Großmutter gewöhnt bin; großförmige Blumentapete. Aber sonst ein netter Laden.
Ich bin heute ehrlich gesagt zu faul um alles zu verlinken. Ich werde das die Tage nachholen. Ich könnt mich ja dran erinnern. Was ihr noch nicht wisst, ist, dass ich morgen früh für 2 Tage nach London fliege. Und ich werde mein Laptop nicht mitnehmen!!! Nicht böse sein, danach gibt es um so mehr zu berichten. Und ein paar schöne Fotos.
A propos Fotos; kennt ihr Bleigießen zu Sylvester? Hier ist das was bei mir rauskam.

Sieht aus wie ein geplatzte Kartoffel die Auswüchse hat. Was immer das auch heißen mag. Und zum Schluss noch was fürs Auge. Es entstand heute Nachmittag.

Da dürft ihr raten was es ist.

Der 10 Minuten Eintrag

Das ist genau die Zeit die mir vrbleibt, um diesen Eintrag zu schreiben, inklusive Verbessern von Fehlern. Ich habe zwar am Rand stehen, dass ich Schreibfehler der Unterhaltung dienen, aber das kann auch zur nervigen Unterhaltung ausarten.
Was ich heute gemacht ahbe oder noch machen werde?
Nun heute morgen bin ich ja schon erfolgreich umgezogen mit dem Tagebuch. Ein bisschen stolz bin ich schon darauf, weil ich nun mal kein Websuperexperte bin. Und das ändert seltsamerweise etwas in Bezug auf meine Einträge, oder zumindest das Gefühl dazu. Jetzt wo es nicht mehr so ganz gratis ist, bekommt es einen anderen Gesichtspunkt. Nicht für euch, aber für mich.
Werden sich meine Postings qualitativ änderen? Werden Sie langweiliger? seltsamer? intelligenter? unterhalsamer? witziger?
Ich rutsche gedanklich schon wieder in das Frage ohne Antwortspiel ab…

Meine Zeit ist fast um (noch eine Minute) Ich werde mich jetzt in einem brandneuen Café mit Freunden treffen. „More“. Wenn ich einen Link davon finde, geb ich ihn nachher dazu.
(11 Minuten)

Na also…geht doch

Als ich heute mrgen recht früh schon aus den Federn war, hatte ich eine Mail, in der mein Provider mir versicherte, dass das Encoding jetzt klappen müsste. Und siehe da es geht!!!!!

Somit ist ab heute das Tagebuch auf www.joel.lu zu finden.

Ist fast so als ob die meine schlechten Vibes von gestern abend gespürt hätten.
Danke Jungs. Was lang wärt, wird endlich gut.

Hochexplosiv

Wenn ihr während der letzten Stunde reingeschaut habt, dann war alles ein bisschen durcheinander. Ich habe versucht die Homepage auf den den neuen server zu pflanzen und es ging wieder nicht wegen dem doofen Encoding. Das ganze hatte zur Folge dass ich 2 Seiten verloren habe, die FaQ und Favorits. Ich bin hochexplosiv…
Oh wartet ihr lieben Provider, wenn ich wieder in Luxemburg bin. Dann …!!!!!

Nicht anders

An einem Sonntag morgen an dem ich mal kurz 2 Stunden wach bin, gibt es noch nicht viel zu berichten. Ich fühle mich eingelullt. Es gab vor Jahrzenten mal ein Lied das hieß: „Der Kaffee ist fertig.“ Damals gab es noch die fröhlichen Wellen von RTL und das Lied kam fast jeden Sonntag morgen. Frischer Kaffee und selbstgebackene Croissants von Knack und Back. Das Ganze im Bademantel morgens auf der Terrasse im Garten. Die Sonne scheint, die Vöglein zwitschern…Wohlfühlgefühle.
So und nicht anders…

Die Käseglocke

Eins nach dem anderen. Vielleicht sollte ich dort beginnen wo ich gestern aufgehört habe.

Erst mal Prosit Neujahr euch allen. Ich weiß, ihr seid eine ganze Menge die regelmäßig hier reinschauen und wissen wollen was es Neues bei Joël gibt. Ich möchte euch allen danken. Erstens all denen die sich regelmäßig bei mir melden und mir Feedback geben über das was ich schreibe. Zweitens all den stillen Lesern von denen es mehr gibt als ich je geträumt hätte. Ich sehe euch regelmäßig reinschauen durch den Counter. Ihr seid meine stillen Begleiter und auch wenn ihr euch nie meldet so seid ihr doch immer da und allein zu wissen dass euch gibt ist mir mehr Wert als ihr es vermutet. 2004 war ein prall gefülltes Jahr in dem es oft zuging wie auf einem Jahrmarkt. Es gab viele Berg- und Talfahrten, doch im Nachhinein betrachtet, war das Jahr positiv, auch wenn es im letzten Posting etwas anders klingt.

Sylvester war eine lange und gegen alle Erwartungen lustigere Nacht als erwartet. Um Mitternacht habe ich auf dem Dach des Mietshauses von Zmud in Moabit gestanden und habe den Himmel über Berlin betrachtet. Es war ein seltsames und schönes Erlebnis. Überall sah man Raketen aufsteigen und hörte Böller krachen. Wir standen auf den Dach und haben uns mit Sekt zugeprostet. Ganz Berlin versank in einer Rauchglocke vom Feuerwerk. Ich war etwas beschwipst um schwere Vorsätze für das neue Jahr zu treffen. Aber eines haben wir uns alle vorgenommen. 2005 soll ein besseres Jahr werden als 2004. Es war ein sehr angenehmer Abend, der mir noch lange in guter Erinnerung bleiben wird. So gegen 7 Uhr morgens bin ich dann in meinem Bettchen gelandet.
Den heutigen Tag habe ich wie einer Käseglocke erlebt. Es geschah so vieles um mich herum doch betraf es mich irgendwie nicht richtig. Ganz wohl fühlte ich mich nicht dabei.
Ich versuch mal in Stichworten die Kurzfassung davon zu aufzuzählen.
Fliesen, Parkplatz, Schlüssel, Tür, Spaziergang, Loch, Auto, Elefant, Mandrill, Koller, Schulden, Nilpferd, Lügen, Fenek, Schlussstrich, Mango Lassie, Fledermäuse, Kaffee, Bären, Bilder, Vormieter, Umzug, Kinder, Münzen, More.
Klingt spanisch gell? Doch ausführlich will und kann ich es nicht erzählen, nur so viel, die Tiere habe ich im Berliner Zoo gesehen. All das andere war auch irgendwie wie im Zoo. Nur weniger angenehm.
Ich hoffe dass der erste Jahrestag nicht ein hinweis auf das ist was dieses Jahr auf mich zukommt.
ICH WILL NICHT IN DEN ZOO.

Der letzte Tag

Ich bin wieder in diesem weder Fisch noch Fleisch Zustand. Und ich weiß nicht wie ich die Nacht überstehen soll. Es ist eine von den Nächten, an der man feiern soll und mir, zumindest jetzt, ist überhaupt nicht danach.
Zudem herrscht eine etwas seltsame Stimmung hier. Vielleicht sehe ich das auch nur so, doch mein lässt mich mein Gefühlssensor selten im Stich.
Es wird mein letztes Posting sein für dieses Jahr. Rückblickend gesehen war es ein stressiges Jahr mit vielen Ups und Downs. Ich versuche die Highlights im Kopf Revue passieren zu lassen. Die Choucroute war glaube ich das Wichtigste. Engelmann war ein Schritt in eine neue Richtung. Berlin hat mir neue Perspektiven gegeben und ist, grade jetzt, dabei mich zu enttäuschen. Mein Log ist ein treuer wichtiger Begleiter geworden.
Wenn ich zurückschaue was ich heute vor einem Jahr während den Feiertagen gemacht habe, ich könnte es nicht mehr genau sagen. Ich bin an Heiligabend von Wuppertal zurück nach Luxemburg gefahren, weil dort die letzten Drehtage eines Films waren. Der Film hatte 3 Monate gedauert und ich war nervlich nur noch ein Schatten. Ab da habe ich, um bei Filmausdrücken zu bleiben, ein Filmriss. Ich weiß nicht was ich für Weihnachten geschenkt bekommen habe, ich weiß nicht was ich verschenkt habe, ich weiß nicht mehr was es zu essen gab…nichts mehr.
Ende Januar fing ich mit dem Log an und das hat einiges geändert. Irgendwie ist mein Leben dadurch bewusster geworden. Ich nehme vieles klarer wahr. Ich habe es um und ausgebaut, es sind neue Seiten dazugekommen, und ich musste lernen was ins Log kommt und was draußen bleibt. Mittlerweile habe ich das gut im Griff.
Meine Vorsätze für 2005: Ich habe mir noch keine Gedanken darüber gemacht. Ich habe auch vielleicht keine. Wenn mir heute Abend noch welche spontan einfallen, werde ich sie euch im neuen Jahr wissen lassen.
Ich wünsche euch allen ein guten Rutsch und nehmt es nicht so tragisch wie ich es z.Z. nehme.
Alles Gute.

Übrigens

Ach ja, was ich noch sagen wollte. Die traurigen Engel Seite die ich im Spätsommer erstellt habe, da gibt es eine Broschüre.“Engel in Berlin“ heisst sie und hängt im Eingang vom Filmmuseum am Potsdamer Platz.
Ich war etwas überrascht und dann doch stolz, weil andere viel klugere Köpfe als ich die gleiche Idee hatten.