Rückblick 2016

 

Ich wollte nichts mehr schreiben für dieses Jahr. Doch saß ich vorhin hier, und sah den berühmten ‚Rückblick‘, den ja viele im Blog schreiben. Und vielleicht ist es ja ganz gut dass ich ihn am letzten Tag des Jahres schreibe.  Nun den…

Zugenommen oder abgenommen?
Auf und nieder, immer wieder. Am Ende des Jahres geht es immer wieder bergauf mit den Kilos.

Haare länger oder kürzer?
Seit einem halben Jahr, kürzer

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Beides hat sich verschlechtert.

Mehr bewegt oder weniger?
Weniger. Ich war schon ewig nicht mehr schwimmen.

Mehr Kohle oder weniger.
Gefühlt weniger, aber wenn ich die Auftragszahlen vergleiche, dürfte es ungefähr gleich sein.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Das war dieses Jahr mahr als sonst das neuen Auts wegen. Aber 2017 wir teuer….sehr teuer.

Der hirnrissigste Plan?
Zu denken dass gefühlsmäßig noch was geht, wenn alles gesagt und getan ist. Das musste ich genau heute erst feststellen.

Die gefährlichste Unternehmung?
Mich mit dem Steueramt anzulegen, hätte ganz schön schief gehen können. Aber am Ende hat es sich aber gelohnt und das Amt haben klein beigegeben.

Die teuerste Anschaffung?
Ein neues Auto.

Das leckerste Essen?
Im Oro e Argento und mein Geburtstagsmenü.

Das beeindruckenste Buch?
Cosi van Tutte von Alan Bennett

Das enttäuschendste Buch?
Das muss ich nochmal zu hause in die Hand nehmen, (ich bin außerhalb) denn weder Titel noch Schriftsteller fallen mir jetzt ein. (was beweist wie wenig es mich beeindruckt hat)

Der ergreifendste Film?
Asche auf mein Haupt. Ich erinnere mich an keinen der nachhaltig hängen blieb.

Die beste Musik?
Wie die Kaltmamsell habe ich mich mit vielen verstorbenen Musikern befasst, doch eine wirkliche Neuentdeckung machte nicht. Wenn, dann vielleicht das neue Album von Katie Melua / Winter.

Das beste Theater?
Performance im Theatre du Centaure

Die meiste Zeit verbracht mit…?
Dingen die unerfreulich sind, wie Trauer, Papaierkram, diverse Ämter…

Die schönste Zeit verbracht mit…?
Einer alten Freundin in Berlin und überhaupt die ganze Berlin Zeit im Sommer.

Vorherrschendes Gefühl 2016?
Endlichkeit.

2016 zum ersten Mal getan?
– Mir ein anderes Auto einer anderen Marke in einer anderen Werkstatt gekauft. Ein großer Schritt, wenn man davor 32 Jahre lang (also vom Führerschein an) der  elterlichen Tradition wegen, nichts anderes hatte als Peugeot.
– Ein Haus verkauft.

2016 nach langer Zeit wieder getan?
3 Wochen Urlaub hintereinander.

2 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Begräbnis der letzten Verwandten
Sich bewusst werden, dass man der letzte seiner Art ist.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Dass man für meinen Beruf brennen muss, oder man kann gleich Kassierer/in im Supermarkt werden…

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
All meinen Freunden eine grandiose Feier an meinen Geburtstag geboten .

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Mich für einen Nachmittag aus einem tiefen Trauertal reißen und mir aufzeigen, dass es noch neue Perspektiven gibt.

2016 war mit 1 Wort…?
Endlichkeitsbewußtwerdung.

Vorsätze für 2017?
Durchhalten.
Neue Perspektiven schaffen.

Wir sehen uns. Guten Rutsch!

Barcelona – Tag 4 1/2 – Zurück in die Kälte

„Sch…e ist das kalt hier!“, entfuhr es mir als aus dem Flughafen kam. Ich hatte ein wenig vorgesorgt mit Strickjacke und Schal, aber es half nur bedingt.

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Da der Flieger erst um um 14:30 fliegen sollte, hatte ich noch den ganzen Morgen und wanderte noch einmal ein wenig durch die Innenstadt.

Zurück
Die Krankheit habe ich mir eingfangen 🙂

Zurück ging es über die Schweizer Alpen

Barcelona – Tag 4 – Shopping und andere Zwischenfälle

Ich erwachte früh und war dann, nachdem es am Vortag nicht so toll war , kurz nach 8 schon im Frühstücksraum. Da klappte der Service dann tadellos.

Da ich am Tag zuvor die Ramblas nicht ganz durchschritten hatte, nahm ich mir den unteren Teil vor, der zum Hafen führt.

Manchmal überrascht mich mein iPhone dann doch mit atemberaubenden Fotos.

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Es sollte sich als interessant erweisen, die Ramblas von der anderen Seite durchwandern. Bei U-Bahn Station  der Oper sah ich ein Katz und Maus Spiel zwischen Afrikanern, die Kopien von teuren Taschen verkauften, und der Polizei, die sie verscheuchte. Die Afrikaner sind es wahrscheinlich gewohnt und darauf auch vorbereitet, gejagt zu werden. Sie standen alle in Reih und Glied ihr Bettlacken ausgebreitet mit allen Taschen und Geldbeutel drauf. Ich erkannte das Logo von Chanel und Gucci. Die vier Ecken des Lackens waren jeweils mit einem Stück Seil verbunden, die sie alle in einer Hand hielten. Es dauerte keine 30 Sekunden und eine Polizeiwagen fuhr vor. Die ganze Hehlerbande zog wie auf Kommando die vier Seile mit den Lackenenden zusammen und die Wahre landete Huckepack auf dem Rücken. Alle verschwanden sofort die Treppe hinunter in die Gänge der U-bahn.  Die Polizei blieb gelassen, und blieb oben bei den Eingängen stehen.

Irgendwie muss das Ganze ein Spiel sein, dass schon seit langem geht. Die Kellner der umliegenden Cafés und Restaurants schenkten der ganzen Aktion keine Beachtung. Nur die Touristen schauten zu.

Kletternikoläuse gibts auch hier. War aber das einzige mal dass ich welche sichtete.

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Ich weiß nicht ob das ein anderer Mann versteht der nicht Maskenbildner ist. Ich habe heute und gestern 250 Euro für Make-up ausgegeben das ich nicht an mir gebrauche sondern für den Job. Ich fand hier im Sephora Marken die ich in Luxemburg schmerzlich vermisse. Zum Beispiel Kat von D. oder die komplette Serie von Too Faced. Endlich habe ich eine ganze Serie von guten Liquid Lipsicks, die matt werden und kussfest sind.

Das Bild mit dem blauen Jüngling ist die Tüte von Camper. (Ja, ich habe Schuhe gekauft..ich bin ein hoffnungsloser Fall.) Und dann habe ich mir noch eine große Flasche Blackpepper gegönnt.

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Noch ein Bild vom Patio in dem ich jeden Abend saß. Hier mal am Tag abgelichtet.

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Und heute geht es in aller Ruhe zurück. Es war wunderschön und meinem Gemüt tat es mehr als gut weggewesen zu sein. Aber es war definitiv zu kurz. Es muss noch mal wiederholt werden.

Barcelona – Tag3 – Zwischen Entdeckungen und Pflichtprogramm

Eine sehr unruhige Nacht verbracht. Ich hatte im Hotel abends noch ein paar Tapas bestellt, die aber nicht besonders waren, im Gegenteil, sie lagen mir auf dem Magen.

Also begann ich den Tag etwas später. Den Frühstücksraum sollte man definitiv früher besuchen. Er war proppenvoll als ich ankam und ich genoss nicht mehr die gleiche Aufmerksamkeit der Kellner wie an ersten Tag. Das Frühstück viel dementsprechend leicht aus. Ein bisschen Müsli, mehr ging nicht.

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Gerogre Michael spukte mir noch lange im Kopf herum. Auf Facebook entdeckte ich alle Videos von ihm, die Youtube und Vimeo hergaben. Ich mochte ja bei ihm auch wenn er eine etwas härtere Gangart in seinen Songs einlegte.  Wie zum Beispiel Freeek…

….oder Killer/Papa was a Rolling Stone

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Das Wetter war heute NOCH besser als gestern und ich konnte die Strickjacke ganz weglassen. Nun dachte ich mir dass ich doch ein wenig Pflichtprogramm absolvieren sollte. Ich ließ mich durch die Gassen des Gotischen Viertels treiben. Das erste was ich zu mir nahm und sehr gut schmeckte, war ein Eis.

Man kann sich eigentlich in Barcelona nicht verirren, der Straßenplan ist Ritter Sport (quadratisch, praktisch, gut) mit eine langen Diagonale einmal quer durch.

Da ich des Spanischen und Katalanischen nicht mächtig bin, schlage ich mich so durch mit den paar Brocken die ich kann, der Rest ist Englisch und sicheres auftreten.

Ramblas, Placa de Catalunya, Picasso Museum, obwohl dieses erst nachmittags geöffnet hatte. Man läuft viel hier. Das U-Bahn Ticket für 2 Tage hätte ich mir sparen können.

Entdeckungen

Und dann tat ich etwas was ich bis dato noch nie gemacht habe. Da ich nicht schon wieder Tapas haben wollte und mir sonst auch nichts zusagte, setzte ich mich auf der Placa de Catalunya ins …Hard Rock Café. Das erste mal dass ich überhaupt eines betrete. Ich bekam sofort einen Tisch und eine auf  sehr nett und auf Hard Rock Café durchtrainierte Bedienung. Der Wein war ok, das Essen (ich hatte Pulled Pork) war auch ok.

Warum die Leute aber Souvenir T-shirts und ähnliche Dinge kaufen ist mir schleierhaft. Ich  verbuche den Besuch unter „been there, done it“ und kann es von der Strichliste abhacken.

Barcelona – Tag2 – Erkundungen und die traurige Nachricht von George

Eigentlich freute ich mich darauf am Morgen ein tolles Posting zu schreiben. Als ich dann vor dem zu Bett gehen ein letztes Mal, auf Handy schaute, stand es da… George Michael ist tot.

Es  ist nicht fair! Mein Gott, er war  53!  Drei Jahre älter als ich! Ausgerechnet an Weihnachten! Ich war so erschüttert und traurig, dass ich anfing zu weinen. ..

Es gab mal im Blog eine Serie, die ich „Moment mal…“ nannte. Die meisten Beiträge habe ich herausgekommen, doch werde ich den von George wieder einsetzten.  Er ist der einzige Sänger über den ich je so geschrieben habe. Ich schrieb den Beitrag am  28. August 2008 hier.

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Ich erwachte sehr früh.
Ich ging also bei Zeiten los auf Erkundungstour.

Wenn ich vom Hotel aus Richtung Norden gehe, komme ich zu diesem Triumphbogen.

Erkundung

Und dann sah ich das hier…

Die Sagrada Familia ist DER Magnetpunkt für Touristen und es erstaunte mich, wie viele Menschen auf dem kleinen Vorplatz waren, im Winter, an einem Feiertag. Ich will nicht wissen was hier im Sommer los ist. Eintrittskarten zur Besichtigung waren ausverkauft, stand da zu lesen, und es wäre besser welche im Internet zu erwerben.

Ich saß noch ein wenig auf der Bank in dem kleinen Park und fand neue Spielereien im Handy die ich noch nicht kannte, so wie diese hier…

Auf meine Weg hinunter zum olympischen Dorf fand ich diese kleine Kuriosität….

Während dem Bau dieses Springbrunnens haben sich 2 Möwen im Beton verewigt.

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Das was ich in der Reflektion des Glashauses sah, sah anschließend von Strand so aus…

Und dann entstand das Bild das schon auf Facebook für Furore gesorgt hat.

Weihnachten am Strand. Eine der besten Ideen die ich in der letzten Zeit hatte. Es war windstill und in der Sonne konnte ich dicke Oberjacke und die Strickjacke ausziehen.

Das Weihnachtsmenue nahm ich in einem spanischen-japansichen Fusionrestaurant ein. Das Weihnachtsmenü im Aushang hörte sich spannend an und war sehr lecker.

 

Barcelona – Tag1 – Ankommen in einer fremden Stadt

Ich flog über Zürich nach Barcelona, und da der Flieger von Luxemburg aus prall gefüllt war, und sich deswegen alles verzögerte, kam ich in Zürich kurz vor knapp am nächsten sehr entlegenen Gate an, um wieder einzucheken. Und dort hatte ich Glück. Die eigentliche Maschine, mit der wir fliegen sollten, hatte einen Schaden und wurde durch ein kleinere Maschine ersetzt. Es wurden dann willkürlich 30 Leute vom Flug gestrichen, und ich war Gott sei Dank nicht dabei. Uff.

So sehen die Pyrenäen von oben aus.

Barcelona

Ich gönnte mir ein Taxi in die Innenstadt.

Das Hotel wurde mir als Hotel de Charme angepriesen, was es aber, wenn ich es genau nehme, nicht stimmt. Es ist von außen ein altes Gebäude aber von innen ein hochmoderner Bau, sehr elegant und alles scheint noch sehr neu zu sein. Großartig mit gutem WLAN, sonst würdet ihr das hier nicht lesen. Versteht mich nicht falsch, das Hotel ist der Knaller. Das Wort Charme stimmt irgendwie nicht.

Das schönste aber ist die SONNE! Endlich Sonne und kein trübes kaltes Schmuddelwetter mehr! Das hob schon bei der Taxifahrt meine Stimmung so sehr, dass ich fast zu singen begann…

Ich wanderte am späten Nachmittag  noch ein wenig durch die Straßen des Ribera Viertels, ging dann aber wieder zurück ins Hotel weil ich nur noch müde war. Doch das was ich bis jetzt gesehen habe, gefällt mir sehr gut. Fotos habe ich keine gemacht, die folgen morgen.

 

Was von Weihnachten übrig bleibt

Weihanchten

Das Foto machte vor über 10 Jahren in der Wohnung in Berlin meines damaligen Gatten, der inzwischen zu „Somebody I used to know“ herabgestuft wurde.  Ich weiß nicht einmal ob er noch lebt. Es war das einzige Weihnachten das ich nicht in Luxemburg verbrachte. Vor ein paar Tagen fand ich die restlichen Fotos dieser Berlintage in den Tiefen meiner Festplatte wieder…

***

Das mir ausgerechnet dieses Jahr der Abschiedsgruß“…und schöne Feiertage!“ all meiner Arbeitskollegen so verlogen und heuchlerisch vorkommt, hat damit zu tun, dass es niemanden mehr gibt, mit dem ich feiern könnte. Dabei war der Gruß bestimmt ehrlich gemeint, auch wenn er bei den meisten nur so dahergesagt wird.

Ich bin es sowas von leid, in Selbstmitleid zu versinken, und mich Jahr für Jahr immer wieder damit auseinanderzusetzen, dass Weihnachten für mich nicht mehr das ist, was es einmal war.  Es ist dieses Jahr um so schlimmer, da im Juni meine letzte Verwandte, Tante Gritty, starb…

Gritty war krank, sie litt an Alzheimer, und innerlich hatte ich ihr schon vor Jahren Lebewohl gesagt.  Als ich heute morgen erwachte, kam mir dieser Moment wieder in den Sinn, und ich erinnerte mich an den Tag genau. Es war als ich ihre Koffer packte, und sie im Krankenhaus abholte, um sie ins Altenheim zu bringen. Dass sie noch mal zurück nach hause gehen sollte, stand außer Frage. Ich verließ ihre Wohnung, wuchtete die zwei großen Koffer in den Kofferraum und setzte mich ans Steuer. Und plötzlich war es so, als ob ich eine fremde Frau abholen würde, eine Frau die nicht mehr meine Tante und Patin war, sondern ein Schatten, der nur äußerlich an sie erinnerte. Ich bekam einen fürchterlichen Weinkrampf und es dauerte eine ganze Weile, bis ich endlich fahren konnte.

In zwei Stunden werde ich im Flugzeug sitzen und nach Barcelona fliegen, fliehen, flüchten.  Ob ich von dort aus schreiben werde, hängt weitgehend vom WLAN des Hotels ab.

Ich wünsche euch allen, ehrlich gemeinte, frohe Weihnachten. Doch bitte ich euch, sie mir nicht zu wünschen, denn ich werde nicht feiern.

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Sich selbst was Gutes tun

Das Massaker auf dem Weihnachtsmarkt in Berlin lähmte mich gestern dann doch mehr, als ich erwartet hatte. Ich erinnerte mich an meine Erkundungen im August, als ich zum ersten Mal im Bikini, gleich neben dem Breitscheidplatz, war… Das seltsame war, dass ich mit einer Bekannten zeitgleich auf dem Weihnachtsmarkt hier war, als das in Berlin passierte…

***

Es war somit der ideale Tag etwas für mich zu tun.

Die Maskenbildnerkollegin Claudine hat sich umschulen lassen zur Bioenergetik Masseurin und eröffnete vor kurzem ihr Studio einen Katzensprung von meiner Wohnung entfernt. Gestern war ich zum ersten mal dort.  Wer mehr über Bioenrgetische Massage wissen will schaue bitte hier und hier nach.

Claudine kenne ich schon so lange wie ich auf Filmsets arbeite. Da ich aber vor ein paar Jahren beschloss, im Filmbusiness kürzer zu treten (entweder man hat ein Leben oder man arbeitet für die Filmbranche), sehen wir uns nicht mehr so oft wie davor.

Die Massage selbst ist sehr angenehm und sie hätte noch eine Stunde weiter kneten können. Mir ging es auch anschließend sehr gut. Doch man spürt später dass der Körper irgendwie „in Schwingungen“ geraten ist, und das noch eine ganz Weile anhält. So fühle ich zum Beispiel heute dass mein Energielevel um einiges höher ist als gestern. Zudem hatte Claudine mir gesagt, dass ich viel Flüssigkeit zu mir nehmen soll. Das forderte mein Körper gestern Abend und heute morgen von selbst, ich hatte ausgesprochen hohes Durstgefühl.

Wer noch ein schönes Weihnachtsgeschenk sucht oder sich selbst nachhaltig verwöhnen lassen möchte, hier die Anschrift und die Telefonnummer vom Studio.

Gutes
6 Rue Glesener, 1630 Luxembourg

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A propos Weihnachtsgeschenk: Macarons glacé gibt zur Zeit in jedem Supermarkt. Die meisten sind von Motta und schmecken nur grauenhaft süß. Gestern fand ich im Feinkostladen meines Vertrauens meine Lieblings Macaron glacé. Es sind die Makronen aus Collobrières, das Kastanien Dorf im Süden Frankreichs schlechthin. Sie sind nicht geschenkt, der Kilopreis ist surreal. Doch wenn ihr wirklich mal welche essen wollt ,die noch nach Kastanien schmecken und nicht nur nach Zucker, solltet ihr diese probieren.

Zu finden bei Thym Citron

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Zur Weihnachtsfeier Kuchen backen

Ich hatte gebacken für die Weihnachtsfeier des Künstlerkollektivs.

Es ist der Orangenkuchen mit Icing den ich fast immer hinbekomme.

Kuchen

Der Kuchen ist supersaftig und das Iceing genial. Da ich immer wieder nach dem Rezept gefragt werde, werde ich es hier reinschreiben. Gefunden habe ich es vor etlichen Jahren bei der Kaltmamsell.

Wie der Anschnitt aussah kann ich leider nicht zeigen, dafür ging er auf der Feier zu schnell weg.

***

Orangenkuchen mit Orangenicing
(für eine kleine Kastenform von 26 cm Länge)

Für den Kuchen:
3 Eier (Größe L)
1 Priese Salz
150 g weiche Butter
175 g Zucker *
abgeriebene Schale von 2 unbehandelten Orangen
300 g Mehl
2 Tl etwas gehäufte Weinstein-Backpulver
150 g griechischer Joghurt **
Saft von 1 der beiden unbehandelten Orangen (ca. 60 g)***

Für die Glasur:
250 g Puderzucker
2 El sehr weiche Butter
Saft von 1/2 der beiden unbehandelten Orangen***

Den Backofen auf 160 °C Umluft oder Heißluft vorheizen. Eine Kastenform mit Backpapier auslegen. Ich nehme immer eine Silikonform, dann fällt das Backpapier weg.

Die Eier trennen. Das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen und beiseite stellen.
Die weiche Butter, den Zucker und die abgeriebene Orangenschale in einer Rührschüssel mit dem Handmixer oder in der Küchenmaschine einige Minuten lang zu einer dicken Creme aufschlagen. Dann die drei Eigelb einzeln gründlich unterrühren.
Mehl und Backpulver mischen und auf die Buttermasse sieben.
Joghurt und Orangensaft glatt rühren und ebenfalls zum Teig geben. Alles kurz, aber gründlich vermischen, zum Schluss den Eisschnee unterheben.

Den Teig in die vorbereitete Kastenform füllen und im vorgeheizten Backofen etwa 55-60 Minuten backen.
Den Kuchen danach in der Form auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

In der Zwischenzeit die Glasur vorbereiten:
Den Puderzucker in eine Rührschüssel sieben. Die weiche Butter dazu geben und unterrühren. Nun soviel Orangensaft hinzufügen, bis die gewünschte Konsistenz für das Icing erreicht ist.

Den Kuchen aus der Form lösen und auf eine Kuchenplatte setzen. Mit der Glasur überziehen und diese etwas fest werden lassen. Den Kuchen erst anschneiden, wenn er komplett ausgekühlt ist.

*Ich reduziere die immer auf 150 g,
** weil ich einen griechischen Joghurt mit Honig von Luxlait nehme.
*** man kann auch Blutorangen nehmen, dann bekommt der Kuchen und die Glasur eine rosa Farbe.

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Fotos von Fotos und andere Fotos

Eine etwas seltsame Überschrift. Hier die Erklärung.

Folgendes Foto machte ich in München und ich hatte es bereits auf den Server geladen, als mich dann doch dazu entschloss es nicht zu posten, weil ich es nicht sooo toll fand.

Ich fand das Motiv ganz lustig wegen der vielen Tauben.

Doch dann bekam der Fotografierende (also ich) ein Bild in dem er abgelichtet wurde. Das sah dann so aus.

© Kaltmamsell

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Ich fand dann doch endlich mal Zeit über den heimatlichen Weihnachtsmarkt zu gehen, so mitten in Woche an einem frühen Nachmittag. Geändert hat sich nichts, es sind immer noch die gleichen Stände. Wer Fotos davon sehen will schaue bitte hier und hier. Ich erinnerte mich an den sagenhaft tollen Flammkuchen. Er ist immer noch toll, und für mich der beste den man, leider nur für kurze Zeit in Luxemburg finden kann.

 

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Das trübsinnige Wetter der letzten drei Tage macht mir zu schaffen. So sah der Himmel heute über Luxemburg aus; trist.

 

Als ich gestern die letzte Vorstellung eines Theaterstückes im Escher Theater absolvierte, kam es mir vor, als ob mich alles doppelt und dreifach so viel Kraft kostet. Zudem gab kurz davor einen kräftigen Adrenalinstoß, weil zwei Schauspieler im Zug Richtung Esch saßen, und dieser wegen eines Komplettausfalls des Stellwerkes irgendwo stecken blieb und nicht weiterfuhr. Eine Viertelstunde vor Beginn erschienen beide endlich. Die Maske der Schauspielerin die normalerweise 40 Minuten in Anspruch nimmt, reduzierte ich auf 10 Minuten runter in dem ich die Hälfte der Arbeitsgänge strich und für den Rest den Turbo einlegte. Was dabei herauskam war ok, aber schön ist anders.  Hier ein Foto von ihr das sie auf Facebook postete, als genug Zeit dafür hatte.

Fotos

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Triste Tage und trauriges Gemüt

Das nasskalte Wetter macht mir zu schaffen. Körperlich ist es unangenehm und mein Gemüt leidet auch darunter. Am Gemüt nagt aber nicht nur das Wetter, sondern die ganze Jahreszeit. Wir gehen auf Weihnachten zu und es ist das erste Weihnachten, an dem niemand mehr…
Heute war so ein Tag an dem ich sehr viel an alle dachte und ich das Bild von Gritty vor Augen als ich sie das letzte mal sah.

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Das Cover des neuen New Yorker der sich heute im Briefkasten befand rang mir das erste Schmunzeln des Tages ab, als ich es aus des Plastikhülle zog. So sweet.

Als ich vor ein paar Tagen las, dass in Venezuela neue Geldscheine eingeführt werden wegen  der galoppierenden Inflation, erinnerte es mich, dass ich vor ungefähr einem Monat einen Bericht im New Yorker las, der mich nicht kalt ließ. Venezuela, a Failing State.

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Eine große Kiste voll mit altem Schminkzeug durchgesehen und viele Sachen aussortiert. Es ist ein Stück das vor über einem Jahr zum letzten Mal aufgeführt wurde und jetzt auf Tournee durch Frankreich geht. Anschließend war ich auf den winzigen Weihnachtsmarkt von der Place da Paris. Es kommt mir so vor als ob es noch kleiner geworden ist. Und wieder lief, wie sollte es anders sein, Last Christmas von Wham. Das seltsame an dem Lied ist, dass ich irrsinnig viele Erinnerungen damit verbinde…

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Der Kühlschrank gab heute Abend alles her um Raclette zu machen.

Gemüt

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Um mich abzulenken von dem tristen Alltag fing ich eine neue Serie auf Netflix an. So ganz neu ist sie nicht, die erste Staffel kam bereits 2012 heraus. The Bletchley Circle ist eine Gruppe von vier Frauen die im Krieg geheime Nachrichten abfingen und entzifferten. Neun Jahre später geht ein Sereienmörder um, und anhand der Indizien die sie richtig zu deuten wissen, kommen sie ihm auf die Spur.  Very Britisch und very spannend.

Zurück nach Luxemburg mit Hindernis

Nach einer sehr unruhigen Nacht in der ich wenig geschlafen hatte, riss mich der Wecker heute morgen aus einem Tiefschlaf. Ich war soweit weg dass ich zu Anfang nicht wusste wo ich war. Doch der Koffer stand schon bereit und konnte mir Zeit lassen zu mir zu kommen.

Ich fuhr mit einer zum platzen gefüllten U-Bahn und S-bahn weit hinaus zum Flughafen. Ich kam auch mehr als pünktlich an. Ich flutschte ohne Hindernisse durch alle Kontrollen. (Darüber sollte ich mal ausführlich schreiben, denn damit das so ohne weiteres von statten geht, bedarf es einiger Vorbereitung.) Um dann aber mit den größten Hindernis konfrontiert zu werden, einer satten zweistündigen Verspätung, durch Nebel. Der Luxairflug kam mit gewaltiger Verspätung an, und da man anschließend nur eine Start und Landebahn bediente, zog sich alles so in Länge, dass ich statt um 13:00 erst kurz nach 15:00 Uhr in Luxemburg ankam.

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Während der langen Warterei fand ich das wunderschöne Puzzle Spiel Samorost 3. Mit einer atemberaubenden Graphik, und lauter kleinen seltsamen Tierchen und sehr viel Liebe fürs Detail.

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Unterwegs über den Wolken machte ich dieses Foto.

Wunderschön von der Ästhetik. Doch es sind die Atommeiler von Cattenom, und das hinterlässt dann einen bitteren Nachgeschmack.

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Am Abend hatte ich dann noch ein Wiedersehen mit meinen drei Damen vom Grill aus den Neunzigern. Wir saßen im Bovary und es war ein vergnügter Abend.

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München Tag 3 – Shoppingausbeute & Beobachtungen

Zugegeben, nach den gestrigen Hochnebel durch den Sonne nicht durch kam, mit eiskalten Temperaturen, war es heute Nachmittag schon fast warm.

Ich ging noch einmal zu Ludwig Beck und kaufte mir das Parfüm, das man mir als Probe mitgegeben hatte. Ich besuchte ebenfalls die 5. Etage mit der Musikabteilung, von der ich schon gehört hatte und die man mir sehr ans Herz gelegt hatte. Sie ist unglaublich. Ich habe schon seit ewigen Jahren keine solche gut sortierte Abteilung mehr gesehen, vor allem was die klassische Musik und Jazz angeht. Um ein Haar hätte ich eine Vynil Platte gekauft, obwohl ich seit Jahren keinen Plattenspiler mehr besitze. Ich versuchte anschließend nochmal mein Glück bei Dallmayr, der tatsächlich nicht so voll war wie am Samstag.  Doch bei den Pralinen musste trotzdem Schlange stehen.

Und hier ein Foto der gesamten Ausbeute von gestern und heute. Ansichtskarten sind übrigens aus dem Buchladen vom Tollwood.

Shoppingausbeute

Abends ging noch einmal zu dem gleichen Italiener bei dem wir schon vorgestern waren. Tarullo’s Osteria ist sehr heimelig und der Besitzer Giovanni ist ein absolutes Unikum.

Noch ein paar Worte zum Hotel Mariandl und seiner Lage. Es ist ein Altbau und Stufen knarzen laut wenn hochsteigt.  Die Zimmer der gehobenen Kategorie ist sehr geräumig. Wer allerdings einen Fernseher braucht hier ist hier fehl. Es gibt keine. dafür hat es aber eine exzellent gutes WLAN.

Zudem ist das Hotel regelrecht umzingelt von Kliniken aller Art. Wenn mir mir was zugestoßen wäre, ich wäre bestens versorgt gewesen. In der Nußbaumstraße gleich nebenan, durch die ich mehrmals ging, um zum Sendlinger Tor zu kommen, befindet sich die Psychiatrische Klinik. Sowohl am Samstag als auch heute Abend hörte ich Musik. Am Samstag war es ein komplettes philharmonisches Orchester zu hören, heute Abend war es ein großer mehrstimmiger Chor. Gehört das etwa mit zur Therapie?? Wenn ja, und sollte ich irgendwann mal so weit sein, dass man mich einliefern muss, bitte nach München.

Es war ein wunderschönes Wochenende. Und das schönste ist ja bekanntlich die Vorfreude. Ich werde im April von Berufswegen wieder hier sein. Es war also nicht zum letzten Mal.

München Tag 2 – Der etwas andere Weihnachtsmarkt.

Ausschlafen, Frühstücken, Bloggen und Internetlesen. In der Reihenfolge verbrachte ich fast den ganzen Vormittag.

In dem kleinen Badezimmer, das ich nebst der Badewanne mitten im Zimmer habe, befindet sich eine Regendusche, die allerdings ein paar Tücken besitzt. Da ich mehr oder weniger zeitgleich mit allen anderen Gästen aus dem Hotel duschte, war es nicht so ganz einfach die Wassertemperatur gleichbleibend zu behalten. Und es geschah das was dann immer geschieht. Ich stand voll eingeseift da, als das Wasser eiskalt wurde…brr. War ja klar.

Gegen 11 wanderte ich hinüber zur Theresienwiese, auf der sich zur Zeit der Tollwood befindet. Tollwood, so habe ich mir sagen lassen gibt es zwei mal im Jahr. Die Wintervariante ist eine Art Weihnachtsmarkt der mal als Alternativmarkt begann.

 

Tollwood
Schon der Weihnachtsbaum aus alten Fahrrädern, verrät dass hier alles etwas anders ist.

Es gibt große Zelte die alle thematisiert sind. So sind z.B. im Tollwood Zelt sämtliche Kunsthandwerksstände untergebracht. Im Hilton Zelt gibt es täglich Shows zu sehen. Im Heimat Zelt ist ein Buchladen untergebracht und es gibt Lesestände und eine große Lesebühne.

Ein Lesestand sah so aus.

 

An einem der Handwerksstände fand ich diese Flaschenöffner…

 

Da bekommt der
Da bekommt der „Einführungspreis“ eine völlig neue Bedeutung!

Das Tollwood nimmt nicht mal ein Drittel der ganzen Theresienwiese ein. Da ich ja noch nie hier war zum Oktoberfest (und auch nie werde) wurden mir aber die gewaltigen Ausmaße des Areals richtig bewusst.

Am frühen Vormittag wurde das Tollwood dann richtig voll und es war kein Durchkommen mehr. Vor allem die monströsen Kinderwagen die inzwischen so groß sind wie Geländewagen,(und wahrscheinlich auch so viel kosten) verstopften sämtliche Durchgänge.  Wenn die Eltern auch noch auftreten wie Platzhirsche, muss ich ganz schnell Land gewinnen, sonst könnte es böse enden…

Später machte ich eine kleine Runde durch die Innenstadt, um zu sehen ob ich mich alleine zurecht finde, da ich gestern der Kaltmamsell wie ein Schaf hinterher trabte, und nicht acht gab, wo wir waren und in welche Richtung es ging.  Dabei entstand dieses Foto.

***

Abendessen gab es bei der Kaltmamsell, die mich vorab gefragt hatte, was ich mir denn wünsche. Ich hatte mir ein bayrisches Gericht gewünscht, das ich in Luxemburg nicht an jeder Ecke bekomme. Es gab Schweinebraten mit Krautsalat und Semmelknödel. Als Nachtisch gab es eine Weincreme. Ein Foto davon seht ihr hier. Es war so lecker, dass ich mich überfressen habe….

Und so wackelte ich glückselig und ein wenig beschwipst vom Wein und dem Schlehenlikör, zurück ins Hotel.

Zu Besuch in München

Der Münchner Dom. Sonst glaubt mir keiner dass ich hier war.

Dass es am Freitag nach Mitternacht werden würde, bevor ich ins Bett komme war nicht geplant. Und so saß ich nach nur knapp 4 Stunden Schlaf im Flieger nach München. Zum Glück konnte ich eine kleine Mütze Schlaf in der Luft nachholen.

Ich gestehe, ja, es ist zum ersten Mal dass ich hier bin. Ich hätte vor ungezählten Jahren einmal hier sein können als Teenager, mit der Schultheatertruppe. Aber das ist ein anderes Thema…

Der Flughafen befindet sich soweit außerhalb der Stadt, dass die Münchner sagen, sie hätten überhaupt kein Flughafen. Zumindest war das die Aussage der Kaltmamsell, die ich am späten Vormittag wiedersah. Große Weidersehensfreude.
Das Hotel das ich auf die Empfehlung der Kaltmamsell buchte, ist schon sehr außergewöhnlich, hat aber jede Menge Charme. Das Hotel Mariandl ist ein älterer Bau mit sehr hohen Zimmern.

 

Huch, jetzt sehe ich erst, dass das Foto ein unfreiwilliges Selfie ist. :-)
Huch, jetzt sehe ich erst, dass das Foto ein unfreiwilliges Selfie ist. 🙂 Und ja, die Badewanne steht mitten im Zimmer.

Die Kaltmamsell ließ es sich nicht nehmen mir den Stadtkern von München zu zeigen. Was mir sehr auffiel, und das wusste ich davor nicht, dass München architektonisch eine sehr junge Stadt ist. Richtig steinalte Bauten so wie man sie Luxemburg oder anderweitig sieht, gibt es hier kaum welche. Das lässt die Stadt sehr jung und hip aussehen.
Wir schlenderten gemütlich durch die Straßen und das Gewusel von Menschen an einem Samstagnachmittag. Es war strahlend schönes Wetter, wenn auch eiskalt. Wir fuhren mit der Christkindltram. Eine Straßenbahn weihnachtlich durchdekoriert, mit Glühwein und ….

ja, Last Christmas von Wham. Das erste Mal dass ich es dieses Jahr höre. Es hatte natürlich zur Folge dass ich das Lied den ganzen Nachmittag nicht mehr aus dem Kopf bekam.

Zum Aufwärmen gingen wir ins Tambosi, ein sehr schönes Café, bei der die Leute sogar bei den eisigen Temperaturen draußen saßen. Ich aß seit ewigen Zeiten mal wieder einen Topfenstrudel.

Abends hatte ich dann die Kaltmamsell nebst Gatten zum Essen eingeladen in ein Restaurant ihrer Wahl. Ein italienisches Restaurant proppenvoll und eng aber außergewöhnlich lecker.

Als wir dann nach einem Absacker im Heim der Kaltmamsell Schluss machten, es war so gegen 10, hatte ich das Gefühl es wäre schon 2 Uhr morgens. Ich sackte wie Stein im Hotel ins Bett.

Gedanken an einem 1. Dezember

Als ich heute morgen wie gewohnt mich durch die einzelnen Posts der Blogger klickte, die ich regelmäßig lese, fiel mir dieses einzelne Bild ohne Text bei Anke Gröner auf.

Die rote Schleife.

Gestern noch hörte ich einen Bericht im Radio, der über die aktuelle Situation in Luxemburg berichtete. Demnach soll die Zahl der Neuansteckungen gestiegen sein. Und es zeigte sich, dass das die Ansteckungszahl der Heterosexuellen gleichauf ist mit denen der Homosexuellen.

Ich selbst dachte an all die Leute die ich in Jahren durch das HIV Virus verloren habe. Ich dachte an eine Zeit in der die Infizierten wie Aussätzige behandelt wurden und man allen Ernstes vorschlug, sie weit weg in Camps zu verbannen. Ich erinnerte mich vor allem an eine Oprah Winfrey Show in der ein ganzer County einen Mitbewohner verjagen wollte.

Ich dachte an einen luxemburgischen Schauspieler P., den ich ganz zu Anfang meiner Maskenbildnerkarriere kennenlernte. Er war damals schon sehr krank und konnte nicht mehr auf der Bühne stehen. Ich dachte an meinen Ex R., von dem ich seit über 15 Jahren nichts mehr gehört habe… Ich weiß nicht wo er wohnt und ob er überhaupt noch lebt…

Ich dachte an Fernsehsendungen und Galaabende in denen Spenden gesammelt wurden. Ich dachte daran wie sehr es die Community der Schwulen und Lesben eine Zeit lang eng zusammenschweißte. Heute merkt man kaum noch etwas von dem Zusammenhalt.

Im letzten Abschnitt müssten Sätze folgen wie ‚Schützt euch‘ oder ‚zieht Kondome an‘.  Da ich aber kein Moralapostel bin möchte dass ihr etwas anderes macht. Gedenkt still all denen, die ihr durch AIDS verloren habt. Denn es sind es wert dass man sie nicht vergisst.

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Foto-,Video-, Link- und Zeitungsausbeute

Fangen wir mit den Links an.

Kennt ihr Chilly Gonzales? Ich weiß auch nicht warum ich nie über ihn geschrieben habe, denn er begleitet mich schon seit einer Weile. Eines seiner Lieblingsalben für mich ist Solo Piano 2. Bis vor ein paar Tagen gab es auf der Soundcloud auch das Live Konzert aus München von 2012. Es wurmt mich ein wenig dass es nicht mehr zu finden ist. Wenn jemand von euch es zufällig downgeloadet hat, (es stand nämlich frei zur Verfügung von Künstler selbst), wäre nett wenn ihr mir das mitteilen würdet. Hier findet ihr eines meier Lieblingslieder des Albuns.

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Heute am ersten Advent fand ich ein Video bei der Kaltmamsell. Es ist so schrecklich dass es schon wieder gut ist.

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Seit Anfang der Woche geht der Lichterwahnsinn wieder los.

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Das letzte Mal als ich auf dem Basar International war, befand er sich noch in der Victor Hugo Halle. Inzwischen ist es so groß, dass es in die Messe Hallen auf Kirchberg umgezogen ist. Gestern war zum ersten mal seit etlichen Jahren wieder da.

Ich erwarb einen neuen Brotkorb aus Burundi, eine Pulle Schnaps und ein Beerensaft aus Island, eine Kiste voll mit Baklava aus dem Libanon, aß ein paar Häppchen mit Lachs, Hering und Fischeiern aus Russland und trank ein Glas Crémant am Luxemburger Stand. Der ganze Basar ist sehr inspirierend und eine Fundgrube für außergewöhnliche Geschenke.

 

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Nachtrag zu den Walfer Büchertagen

„Oh wie schön!“, dachte ich noch, als man mir ein Karton samt einem dicken Abrisskalender in die Hand drückte.
„Ein Kalender fürs Gartenjahr der CSV!“
Ich stopfte das Ding in Tragetasche.
Es fiel mir nicht auf, dass das Logo der CSV ein anderes ist, als das was die konservative Partei in Luxemburg hat.

Kalender

Doch ‚Die gute Saat‘ ist etwas anderes. Es sind Bibelsprüche. Dabei hätte es mir schon auffallen müssen, was eine politische Partei auf den Büchertagen zu suchen hat.
Ach ja. Ich verbuche es unter Vergucker/Versprecher/Verschreiber.

Wenn die Logik sich hinter dem Sofa versteckt

Dieses typisch luxemburgische Nieselregen Wetter der letzten Tage macht mich… Lassen wir das.

Aber genau dieses Wetter, hätte mich am gestrigen Sonntag keinen Schritt vor die Tür setzen lassen. Doch hatte ich eine Verabredung mit der A. Ich habe selten mit jemandem so aneinander vorbei geredet wir mit ihr. Es war fatal und lustig zugleich. Wir verabredeten uns für eine Lesung am Morgen, soviel stand fest und war uns beiden klar. Dabei dachte sie an die „Textes sans Frontières“ in der Bananenfabrik und ich an die Walfer Büchertage. Wir simsten uns auch noch eine Stunde vorab damit wir uns nicht verpassen sollten. Bis wir dann merkten, dass wir an zwei völlig verschiedenen Orten waren.

Ich schlenderte  durch die Hallen der Büchermesse, kaufte die drei neusten der Ausgaben der luxemburgische Reihe beim Kremart Verlag und besorgte mir die erste Ausgabe der wiederauferstandenen Cahiers Luxemburgeois über die ich mich sehr gefreut habe. Ich habe auch sofort ein Abo unterschrieben.

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Jules Werner (Foto) ist Schauspieler und ich habe schon oft mit ihm zusammen gearbeitet. In diesem grandiosen Monolog von Guy Helminger, steht er zu Zeit im Théâtre du Centaure auf der Bühne.

Sofa

Als ich das Foto Anfang der Spielzeit sah, war ich hin und weg und es war mir klar, dass ich mir dieses Stück ansehen MUSS. Der Titel des Posts ist übrigens ein Satz aus dem Stück.

Es kommt nicht all zu oft vor, dass ich mich von einem Text im Theater so einnehmen lasse, und wie versteinert bin. Die Wucht mit der Jules die Figur des Benoît Pleimer spielt und die Intensität des Textes, sind einer der großen Momente im luxemburgischen Theater und man sollte sich das auf keinen Fall entgehen lassen. Alle Infos und Aufführungsdaten gibt es auf der Seite vom Theater selbst.

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Die Tante, die ein kleines Rätsel war

© Pixabay

Hier wie versprochen der Text den ich für den Word in Progress Abend geschrieben hatte.

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Ich hatte sie bereits im Text Onkel Nicolas erwähnt. Die Schwester die ihm den Haushalt machte und nie geheiratet hat, ist Großtante Gréidi. Da sie die Taufpatin von Tante Gritty war, bekam diese auch ihren Vornamen Marguerite. Doch um beide zu unterschieden, wurde die Nichte Gritty genannt.

Gréidi ist für mich heute immer noch ein kleines Rätsel, da sie, wenn ich zurückblicke, kein eigens Leben geführt hat, sondern immer das der Anderen. Geboren wurde sie 1902 und war die Erste von fünf Geschwistern. Sie ähnelte ihrer Mutter (also meiner Urgroßmutter) wie aus dem Gesicht geschnitten. Auf vielen der alten Fotos sehen die beiden zum Verwechseln ähnlich aus. Ich nehme an, dass sie sich auch im Charakter und Benehmen glichen, zumindest behauptete dies immer ihre jüngere Schwester (meine Großmutter).

Gréidi hat also nie geheiratet. Ich weiß nicht, ob sie je eine amouröse Beziehung mit irgendeinem Mann hatte. Ich denke mir schon, dass es Anwärter gab, doch muss sie alle immer energisch abgewiesen haben.  Meine Mutter erzählte mir einmal warum das so war, obwohl es auch nur eine Vermutung war. Denn den genauen Grund kannte nur Gréidi selbst.  Aber sie sprach nie darüber.

Es war zwischen den beiden Weltkriegen. Gréidi, die keine besondere Schulausbildung genossen hatte, und nur einen Abschluss der Haushaltsschule besaß, wurde als Verkäuferin im Haushaltswarengeschäft entlassen, da die Inhaber nicht mehr so viel Personal halten konnten. Die Urgroßmutter schickte sie zu ihrem Bruder und seiner Frau, hoch oben in den Norden, auf einen Bauernhof, da die händeringend nach einer Magd suchten. An den Bauernhof angeschlossen war ein kleine Dorfkneipe. Gréidi machte sich gut in der Kneipe. So mochte den Kontakt mit Kunden und so wurde ihr dieses Feld weitgehend überlassen. Es muss ihre schönste Zeit gewesen sein, denn sie mochte das kleine Café sehr. Gréidi wurde aber nur saisonal eingestellt und verbrachte die Winter in der Hauptstadt. Als sie den dritten Sommer im Café antrat, war die Frau ihres Onkels schwanger und Gréidi musste wesentlich mehr arbeiten als die Jahre davor, da die Frau  gegen Ende der Schwangerschaft liegen musste.

Es war spät am Abend als die Wehen einsetzten und das Kind zur Welt kam. Die Hebamme kam und Gréidi musste ihr zur Hand gehen.  Es war eine komplizierte Geburt, und die Frau blutete und schrie wie am Spieß. Sie wäre um Haar gestorben. Gréidi war anschließend wie ausgewechselt und kam am Ende dieses Sommer völlig verstört nach Luxemburg zurück. Sie erklärte,klipp und klar, dass sie nie im Leben heiraten würde.  Sie ging nie wieder zurück auf den Hof.

Ihr Bruder Nicolas, der die  Familien Schreinerei übernommen hatte, stellte sie ein, und sie führte ihm den Haushalt. Dies tat sie lange Jahre. Von außen gesehen funktionierten beide wie ein Ehepaar, obwohl sie keines waren. Als Nicolas in Rente ging stellte meine Großmutter sie als Verkäuferin in ihrem Geschäft ein, damit sich noch eine Weile die eigene Rente aufbessern konnte.Irgendwann, als weder Nicolas noch Gréidi alleine zurecht kamen, zogen beide zu meiner Großmutter die früh Witwe geworden war.Großmutter hat später oft erzählt, dass es nicht die schönste Zeit war. Die drei Geschwister stritten sich oft. Ich kann mich erinnern dass Gréidi vorbehaltlos Nicolas immer zur Seite stand, wenn es darum ging Partei zu ergreifen. So war die Konstellation immer zwei zu eins aber nie zu Gunsten meiner Großmutter.

Wenn ich eine Erinnerung an Greídi habe, dann ,dass sie für ihr Leben gern Kartoffeln schälte, Gemüse putzte und den Abwasch machte. Letzteres konnte sich über Stunden hinziehen.  Es war wie ein Ritual. Erst wurde alles vorgespült,  mit Spülmittel hauptgespült und anschließend noch mal mit klarem Wasser nachgespült. Wenn wir auch sonst nicht so viel besaßen; wir hatten zumindest immer sehr sauberes Geschirr.Wenn Gréidi meine Eltern am Sonntag besuchte, war es keine Frage wer den Abwasch übernahm. Ich kann mich noch sehr an ihren entsetzten Ausdruck erinnern, als wir unsere erste Geschirrspülmaschine bekamen. „Bleibt die jetzt?“, fragte Gréidi meine Mutter. „Natürlich bleibt die!“, antwortet sie.“Die geb ich nicht mehr her.“ Aber Gréidi war nicht so glücklich darüber. Sie war eines Rituales beraubt.

Als Nicolas starb, verlor sie einen großen Teil ihres Lebensinhaltes. Sie begrenzte ihren Lebensraum ausschließlich auf die Küche. Man sah sie nie im Garten, oder sonst eine Tätigkeit außerhalb der Küche verrichten. Großmutter sagte oft, dass sie eine Küchenschabe sei. Aber Gréidi fand immer eine Beschäftigung. Sie konnte Stunden lang am großen Topf stehen und Marmelade einkochen oder sich mit einer Näharbeit am Küchentisch beschäftigen. Ich weiß noch, dass ich einmal ein Kostüm für eine Theaterschulaufführung brauchte, und sie eine ganze Nacht lang einzelne Pailletten an ein schwarzes T-Shirt nähte.

Eines Tages sackte Gréidi, während sie am Küchentisch saß, zusammen. Sie wurde noch per Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen. Ich besuchte sie zwei Tage später nachdem sie eingeliefert worden war. Sie lag sehr still da und sah ganz blass und zerbrechlich aus. Ich erschrak, als sie nach einem langen Atemaussetzter plötzlich mehrfach tief einatmete, um dann wieder ganz still zu werden.

Ich sagte ihr Lebewohl.

Noch in der gleichen Nacht starb sie.

Lesen und Zuhören

Die Lesung war eine schöne Erfahrung. Doch am Tag selbst bekam ich noch ein Riesenschreck.

Ich saß beim Frisör meines Vertrauens und dachte an nichts Schlechtes, als mich eine SMS erreichte:
„Ein tolles Foto von dir!“
Nun da gibt es mehrere die ich so umschreiben würde.
Ich schreib zurück: „??? Welches denn?“
„Im Wort… gibt es denn noch mehr?“
Ich lud mir augenblicklich die Tageszeitung aufs Handy und sah das hier.

lesen

So riesengroß war ich noch nicht in einer Zeitung zu sehen. Na ja, zumindest wusste ganz Luxemburg, wo ich an dem Abend sein würde. Und es war wesentlich voller als das letzte Mal (was ich aber nicht mir zuschreibe). Es hatten sich um die 40 Leute eingefunden um uns beim lesen zuzuhören. Ich hatte drei kurze Texte, einer davon den ich extra für den Abend geschrieben hatte. Den könnt ihr ab morgen hier lesen.

Und bei der Gelegenheit habe ich gleich beim einem anderen Leseabend zugesagt, der aber erst im März nächstes Jahr sein wird.

In miesen Zeiten für gute Laune sorgen

Laune

Mit all den Ereignissen die in den letzten Tagen passiert sind, sowohl in der Weltpolitik als auch das Ableben von Leonard Cohen dazu das kalte Schmuddelwetter, hing ich heute den ganzen Tag in den Seilen.  Aber dagegen sollte ich schleunigst etwas unternehmen. Wenn mir etwas hilft dann ist es gute Laune Musik und tanzen.

Probiert es aus! Bei mir klappt das immer. Ich habe euch hier eine Reihe von Songs zusammengestellt, bei denen ich nicht stillsitzen kann. Es sind steinalte sowie neue Sachen dabei. Und wenn ich euren Musikgeschmack nicht getroffen habe, stellt euch selbst eine Liste zusammen, pfeffert den Stuhl in Ecke und legt los.

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Die Geschichte eines Mini Handy im Briefkasten

Mit all dem was ich so in den letzten 14 Jahren gepostet habe, kam mir nie in den Sinn, dass mich mal eine Firma anschreiben würde um etwas zu testen. Dies geschah allerdings schon vor weit über sechs Monaten, wenn nicht noch länger. Ich muss ihnen dabei wohl auch meine Adresse gegeben haben. Wie sonst wäre das Päckchen beziehungsweise der Umschlag in meinem Briefkasten gelandet?

Was mich dann aber am meisten erstaunte war der Inhalt. Es ist ein Handy, ein winzig kleines Card Phone. Ich habe in all den Jahren vielleicht sechs oder sieben Mal über elektronische Geräte geschrieben, und das auch nur wenn ich mir selbst neue Produkte angeschafft habe. Es ist ja nicht so dass ich mich nicht dafür interessiere, aber ich bin kein ‚Tekkie‘ (schreibt man das so?)

Was mich noch mehr erstaunte war, dass kein Schreiben anbei lag, wer dieses Handy denn nun verkauft und für wenn ich das testen soll. Ich habe nämlich anschließend all meine Mails durchsucht inklusive Spamfilter, fand aber nichts. Sehr merkwürdig…

Frage an meiner Bloggerkollegen die das regelmäßiger tun als ich: Ich das immer so? Muss man sich das alles ergooglen?

Die Verpackung sieht aus wie ein kleines Büchlein aus ungebleichtem festen Papier. Ich müsste unweigerlich lächeln als ich es öffnete. Das Handy ist so groß eine Kreditkarte. Hinzu kommt ein kleines Ladekabel. Die kleine Zettel der dabei war, soll eine Bedienungsanleitung sein, beschreibt aber nur wo man die Simkarte einfügt und die Speicherkarte. Es beschreibt aber nicht wie man den Deckel der Rückseite entfernt. Als ich endlich beherzt mit einem Fingernagel am unteren Rand, dort wo sich der Anschluss zum Aufladen befindet, den Deckel hoch heben konnte, konnte ich eine Simkarte und eine TM Speicherkarte einführen . (Lacht nicht, ich hatte beides tatsächlich zur Hand) Es knickste und knackste beim Öffnen und Schließen, dass ich schon Angst hatte ich hätte es kaputtgemacht. Aber dem war nicht so. Uff.

Handy

 

Handy

Schließlich googelte ich nach dem Q1 und fand dann doch so einiges. Es hat sämtliche Funktionen die mein allererstes Handy auch besaß. Das war ein quietschgelbes Motorola in das man sogar noch richtige Batterien stecken konnte. Ich schweife ab…

Es hat eine Bluetooth Funktion um es aber seltsamerweise mit nichts anderem zu verbinden. Ich versuchte mehrfach eine Verbindung mit dem iPhone herzustellen, er fand es auch, nahm es aber nicht an. Das wäre nämlich nicht schlecht gewesen, da man dann zwei verschiedene Nummern auf einem Handy hätte.  Durch die Speicherkarte und das Ladekabel kann man MP3 aufladen und  abspielen. Doch die Bluetooth Funktion wollte meinen Harman/Kardon Lautsprecher nicht annehmen.  Man kann die MP3’s dann nur über den winzigen krächzenden Lautsprecher hören, der darin eingebaut ist. Es hat auch eine Radio Funktion, wenn man ein Headset daran anschließen könnte, es hat aber keine Buchse dafür.

Das einzige was es wirklich kann ist telefonieren und SMS schicken. Als Notfall oder kurzzeitiges Ersatz Handy ist es somit ideal. Zudem kann man es auch mittels einem Knopf an der unteren Seite ganz ausschalten, dass es gar kein Strom verbraucht und ist somit über Monate hin immer voll aufgeladen.

Ich fand schließlich eine Gadget Seite auf der man es kaufen kann. Und siehe da, es ist auch die Firma die Ding geschickt hat! Es kostet 12,58 €. Ein irre Schnäppchen. Ich will nicht wissen was das Ding im Einkauf kostet. Wahrscheinlich nicht mal die Hälfte.

Da mir aber kein Honorar für diesen Beitrag in Aussicht gestellt wurde, werde ich auch nichts verlinken. Danke trotzdem für den Gimmick. Es war für mich ein neue Erfahrung mal über so etwas zu schreiben.

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Die unglaubliche Berg- und Talfahrt eines Tages

Was für ein Tag. Ich hatte die Augen kaum geöffnet, schon flog mir Donald Trump um die Ohren. Das verursachte schon am Morgen diese leichte Ohnmacht, über die ich im letzten Post schrieb.

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Dann las ich einen interessanten Post über die Verletzbarkeit und Angreifbarkeit im Netz, der mir sehr zu denken gab, auf den ich aber in einem gesonderten Beitrag eingehe. Den Beitrag selbst könnt ihr bei der Kaltmammsell lesen.

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Am Abend hatte ich die bereits angekündigte Chorlesung im Zusammenhang mit einem Info Abend von Handicap International über die aktuellen Kriegsgebiete in Syrien und das systematische Bombardieren von Wohngebieten. Die Lesung im Chor verlief sehr gut und versetzte den ganzen Saal sofort in die adäquate Stimmung auf das was folgen sollte.

Talfahrt

Wir sahen grausame Bilder. Ein Ex-Soldat, der in seiner Militärlaufbahn zahlreiche Blindgänger und Tretminen entschärft hat, schilderte uns welche Bomben und Raketen welchen Schaden anrichten, und zeigte uns ebenfalls mit einem Beispielfoto was dann noch vom Stadtkern Luxemburgs übrig bleiben würde.  Marc Angel, der als Regierungsstellvertreter eingeladen war, sagte gleich zu Anfang einen wichtigen Satz. Er sei nicht nur als Politiker hier sondern auch als Mensch, den solche Bilder auch nicht ungerührt lassen. Er könne die Ohnmacht verstehen und nachvollziehen doch sei es der falsche Schritt ihr nachzugeben…

Ich konnte (und wollte) nicht länger bleiben, denn ich hatte mir für den Abend noch etwas anderes vorgenommen.

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Nachdem eine Freundin mir heute morgen abgesagt hatte und ich niemanden als Ersatz fand, ging ich alleine zur Soirée Parisienne ins Annexe.  Pech für die, die es verpasst haben, denn der Abend war großartig!

Das Menü

Zu jedem Gericht gab es einen ausgewählten Wein des Sommeliers Nils Toase.

In den zwei folgenden Fotos, ist das Gericht schon leicht angefressen. Sorry, ich hatte Hunger.

 

Ganz besonders gut schmeckte mir das Seezugeinfilet, das ich gerne nochmal essen würde, und bat sie das Gericht auf die reguläre Karte zu setzen.

 

 

Und wer mir nicht glaubt dass die Annexe Boys alle im Retrolook heruasputzt waren mit echtem Schnurrbart inklusive, hier der Beweis.

François mit seiner Frau Fleur

 

Es war der beste Abschluss für diesen doch sehr holperigen Tag. Ich ging beseelt nach Hause trotz des eiskalten Schmuddelwetters.

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Und da ist es wieder wieder

 

…dieses Gefühl das ich auch bei den Anschlägen von Paris und Brüssel hatte. Doch dieses Mal ist es nicht aufgrund eines Anschlages sondern einer Wahl. Und jetzt folgt ein Abschnitt den ich schon einmal geschrieben habe.

[…dieses diffuse Gefühle der Angst, das ich nicht richtig zu deuten weiß. Das ich an nichts festmachen kann.]…[Vor ein paar Jahren noch wäre ich bei einer solchen Meldung sofort vor den nächst besten Fernseher gesprungen, um mir anzusehen was da los ist. Doch ich saß nur still da lauschte dem Radio und wollte keine Bilder sehen. Es reichte mir dass ich hörte was dort passierte. Ich fühlte mich ohnmächtig]…[Ich bin kein Held und auch kein Intellektueller, doch so wie viele andere auch, stelle ich mir Fragen.
Was läuft da schief?…]

 

 

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Ein bisschen Politik am Sonntag

Politik

Ich versuche das Thema Politik weitgehend aus meinem Blog zu halten. Sei es jetzt die Landespolitik ganz allgemein oder die Kulturpolitik, bei deren Entscheidungen es mich bisweilen ja auch trifft.

Doch las ich gestern ein Bericht im New Yorker über die Gründe von  Erstlingswählern warum sie Hillary oder Donald wählen. Oder auch Jill Stein der Green Party (von der man in Europa gar nichts hört) die vom Prozentsatz aber nicht ins Gewicht fällt.

Da wäre z.B. ein Bauarbeiter aus Colorado, der folgenden Grund angibt.

… but everyone I work with on the bridge is going toward Donald Trump, and, honestly, the main reason for it is because of the Second Amendment. For me, that’s a big thing. We hunt, and that’s how we survive. That’s our food. And if you take the guns away that’s going to be taking away food. We usually go during October. We usually get lucky and get five elk and four deer, and we split it up. The meat lasts a year and the next year comes and we do the same thing over. We use it for everything—we have steaks, we have ribs, we have hamburger.

Oder ein Student aus Iova:

… The one thing that I really like about Donald Trump is how he’s not afraid to just go for it. He’ll say whatever comes on his mind and he won’t hold back, and I like that, especially when it comes to the anti-political correctness, because I think we need to start as a country addressing our problems head on.

Lest den ganzen Bericht, ich habe mehr als einmal den Kopf geschüttelt.

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Fotoausbeute & die anonyme Meinung.

Dieses Foto machte ich kurz nach 18:00 Uhr im Paname. Es wird früh dunkel inzwischen.

Aber mit einem leckeren Gin Tonic lässt sich alles überstehen…

Neben der eigenen Lesung die am 15. November sein wird,(ihr kommt ja alle, gell ?) werde ich eine weitere Chorlesung im MUDAM haben, am 9.November. Es ist ein ein Auftragsprojekt meiner befeundeten Nachbarin. Es ist die Lesung eines Gedichtes mehrstimmig im Auditorium des Museums, für Handicap International. Heute hatten wir unsere erste Probelesung, und die verlief recht gut. Mehr Infos bekommt ihr hier.

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Mein bloggender Namensvetter Joël twitterte man sollte ihm doch bitte etwas nettes über Tellonym schreiben. Tellonym ist eine Seite in der man Leuten Dinge sagen kann, sei es Geheimnisse oder Geständnisse oder gar eine Liebeserklärung, und man bleibt anonym.  Und ich muss sagen, dass ich das eine super Idee finde!
Ich habe mich jetzt dort auch angemeldet, und ihr könnt mit jetzt unter folgendem Link eine völlig anonyme Nachricht schicken.
Na, dämmert es langsam?  Völlig anonym? Was gibt es denn sonst noch außer Nettigkeiten und Liebeserklärugen? Na klar,  Frechheiten! Man kann hier ebenfalls jemandem richtig die Meinung sagen, wir Gott verdammt Scheiße man jemanden findet, sei es wegen seiner Meinung, seinem Aussehen oder seiner Einstellung.
Ja, ich finde das super!Ich bin der Meinung, jeder Politiker sollte dort ein Konto haben. Endlich gibt es ein Sprachrohr zum Dampfablassen ohne Konsequenzen. Manchen mag es ja anschließend besser gehen.

Also bitte, legt los. Keine Scheu. Ich bin in all den Jahren einiges gewohnt.

Hier könnt ihr loslegen.

 

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Warum Picasso heute wichtig war & Fotoausbeute

In diesem Post braucht jedes Foto eine Erklärung.

Für Halloween, fragte mich eine Journalistin einer Wochenzeitung ob ich sie nicht zurecht machen würde. Ich sagte zu, obwohl ich solche Aufträge nur bedingt annehme. Es wurde ein lustiger Abend, an dem ich die Journalistin und eine Freundin umwandelte. Eine Photographin war ebenfalls zugegen und lichtete die ganze Transformation ab. Es soll in der nächsten Ausgabe erscheinen. Dabei soll es um die Lust und Kunst der Veränderung gehen…

Dieses „mir kann keiner & ich bin wer“ Foto entstand dabei.

Helloween

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Warum Picasso heute wichtig war, hat zwei Gründe.
Zum einen habe ich heute nach längerem Hin und Her, einen Urlaub über die Weihnachtsfeiertage gebucht. Ich werde vom 24.-28. in Barcelona sein. Es fing damit an, dass ich den festen Entschluss gefasst hatte, an den Feiertagen nicht in Luxemburg zu sein. Es ist das erste Weihnachten an dem gar keine Familie mehr da ist. Ich sollte mit einem Freund und dessen Mutter in einem Wellness Hotel verbringen. An meinem Geburtstag sagte noch ein weiterer Freund zu, der ebenfalls seine Mutter mitbringen wollte. Am Ende sprang der erste Freund ab, der er keinen Urlaub bekam, und von dem zweiten Freund wollte die Mutter nicht, wegen der Katze. Also blieb nur noch der zweite Freund übrig. Der zögert die Chose aber seit fast drei Wochen hinaus und meldet sich nicht, dass es mir jetzt zu bunt wurde. Ich wollte und konnte nicht mehr warten, allein schon wegen der steigenden Preise. Fatzit: ich werde, so wie es jetzt ausschaut, alleine fliegen. Das Hotel dass ich gebucht habe, heißt übrigens „Picasso“.

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Picasso

 

Zum anderen besichtigte ich die neue Ausstellung im Cèrcle „Picasso et les Animaux“ in der es um seine Zeit in der französischen Stadt Vallauris ging, als Picasso sich mit vorrangig mit Keramik beschäftigte. Die Vase aus der Ausstellung, die auch auf dem Plakat zu sehen ist, wird zur Zeit auf satte 3 Millionen geschätzt.

Der Führer der Ausstellung machte für mich eine Ausnahme, (er schien mich auf Anhieb sehr zu mögen) und gab mir allein zu Beginn eine kleine Einführung über das was in der Ausstellung zu sehen sei. Als ich anschließend wieder aus der Ausstellung heraus kam, stand er wieder da, (ich vermute dass er ein „little crush“ hatte) und fragte mich wie die Ausstellung denn gewesen sei. Irgendwann, mitten im Gespräch meinte er, er versuche schon die ganze Zeit zu entziffern was auf meinem Hemd stehen würde. Ich konnte es ihm nicht genau sagen, da ich selbst beim Kauf nicht so sehr darauf geachtet hatte. Später machte ich eine Nahaufnahme davon.

Dasigual
Learn Passionatly Curious Extreme Happiness Desigual

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Als ich später am Abend über die Passerelle nach hause ging, war der neue Skater Park so grell wie ein Fußballstadion beleuchtet, was mir zum ersten Mal auffiel. Um ein Foto zu machen, schob ich das Handy behutsam durch das neue errichtete Gitter hindurch, und hatte ein bisschen Bammel, dass es mir aus Hand rutsche würde. Was tut man nicht alles für ein schönes Foto fürs Blog.

Skater Park

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Eine Weinprobe im benachbarten Ausland

„Hättest du Lust mitzukommen zu einer Weinprobe bei der M. zu hause, am Abend?“, fragte die befreundete Nachbarin am Samstag. Da sie früh am morgen anrief und ich noch nicht so ganz fit war, war ich mit dieser Frage leicht überfordert. Doch ich sagte zu und sollte es nicht bereuen.

Die M. wohnt im benachbarten Ausland, in Belgien in einem winzigen kleinen Dorf eine knappe halbe Stunde entfernt. Ich kenne die M. jetzt nicht sooo gut als das ich sie jetzt zu meinem engeren Feundeskreis zählen würde. Doch war sie, meiner Nachbarin zufolge, hellauf begeistert, dass ich mitkomme.

Weinprobe
Das Haus der M. hat im Untergeschoss keine Türen und der Eingangsbereich, das Wohnzimmer, das Esszimmer, der Wintergarten und die Küche gehen alle nahtlos ineinander über.

 

Weinprobe
Man merkt dass man bei Weinkennern zu Gast ist und das sieht auch in der Deko der Terrasse.

 

Wir erschienen dort kurz vor acht. Es waren schon andere Gäste eingetroffen und es herrschte eine ausgelassenen Stimmung. Ich lernte M.’s Mann kennen und noch weitere Freunde von ihr. Durch die Weinprobe führte der Winzer Christian mit seiner Gattin aus dem Languedoc aus der Vallée de l’Orb, der seine 3 Weine anbot. Ein Chardonnay, ein Rotwein und ein Roséwein. Er erzählte uns viel von seinem kleinen Weingut und dass er ein Quereinsteiger ist, der sich nach langen Jahren der Bürotätigkeit dazu entschloss, seinen  erlernten Beruf, als Oenologe auszuüben. Es stellte sich heraus, dass er ein guter Freund von der M. und ihrem Mann ist, und regelmäßig hier in der Gegend zu Besuch sei. Zudem gibt es auf dem Weingut ein paar Gästezimmer und eine Ferienwohnung.

Der Chardonnay schmeckte mir gut, weil er nicht so voll und üppig war, wie man ihn sonst aus dem Süden kennt, sondern eher mineralisch war. Der Roséwein war der Knaller. Ich war sehr versucht davon ein paar Flaschen kaufen, doch leider hatte er keine Flaschen zum Verkauf dabei, da er bereits alle verkauft hätte. Die Flasche die wir zur Verkostung bekamen, stammte aus dem Weinkeller der M.  Der Rotwein war eine Mischung aus Merlot, Gernache und Syrah.

Ich beschloss kurzerhand nächstes Jahr im späten Frühjahr  bei dem Winzer Christian und seiner Frau Séraphine vorbeischauen. Als ich mich eben durch seine Seite klickte, war der Entschluss noch fester, denn es ist ein sehr schönes Anwesen.

Domaine La Grange de Philip

 

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