Ich habe es leider nicht geschafft, zur Premiere des Videos „Bonjour An Awuer“. Die Arbeit hielt mich davon ab. Dieses Video war der Auslöser warum ich diese Reportage mit meiner Tante zuließ. Doch vielleicht sollte ich das Ganze von vorn erzählen.
Ich las im Sommer einen Aufruf, dass ein Chor für ein Lied von Serge Tonnar zusammengestellt werden sollte. Das Familienministerium hatte bei ihm ein Lied über Demenz in Auftrag gegeben. Den Refrain sollte ein Chor singen. Wenn man Lust und Zeit hätte sollte man sich an einem Nachmittag in der Abtei Neumünster einfinden. Ich hatte Zeit und große Lust dazu. Der Chor wurde riesig. Es fanden sich an die 150 Leute ein und es war ein unglaubliche und schöne Erfahrung. Ein Crew von RTL war auch zugegen und ich kannte die Reporterin, die sich fragte warum ich hier, sei… und so entstand die Reportage von mir und Tantchen.
Heute am Weltalzheimertag kam das Lied raus.
Und hier ist das Video. Mir trieb es es die Tränen in die Augen. Der Text ging mir sehr nahe. Zudem ist es ein typischer Serge Tonnar Ohrwurm den man nicht mehr los wird.
Als ich RTL für folgende Reportage eine Zusage machte, hatte ich plötzlich Bammel und mir war gar nicht wohl dabei. Und am Drehtag selbst war ich dann nervöser als sonst vor der Kamera. Doch die Reportage ist sehr schön geworden. Das Video unter diesem Link ab der 7:30 Minute.
Dieses Glas kenne ich seit meiner Kindheit. Sie wurden immer für den Sonntagstisch hervorgeholt und wurden dann mit Rotwein befüllt. Ab und an wurden sie auch für Bier genommen, und später als meine Mutter ihr Faible für Vanilleeis mit heißen Waldfrüchten entdeckte, wurden sie auch dafür genutzt.
Eigentlich ist diese Tulpenform ideal für alles. Wein, Cocktail, Nachtisch und unter Umständen auch für dunkles Bier.
Es müssen irgendwann mal mindestens 12 Stück gewesen sein. Als ich in die neue Wohnung zog nahm ich 2 Stück mit. Eines zerdepperte die Spülmaschine. Jetzt habe ich nur noch eines und bin auf der Suche nach neuen. Ich fand welche per Zufall welche im einem Café auf der Place de Paris als ich ein Apérol Spritz bestellte. Doch von den Bedienungen konnte mir niemand sagen woher sie stammen.
Wenn jemand vom meinen geschätzten Lesern auf Streifzügen durch Einrichtungshäuser diese Gläser in bauchiger Tulpenform mit kurzem Stiel findet, bitte melden.
Doch bevor ich was über die Facebookgruppe Blogger_LU schreibe, hier ein Foto meiner neuen sehr umweltfreundlichen Tastatur aus Bambus. Die Haptik ist sehr schmeichelhaft für die Fingerkuppen und vom Klang her erinnert sie mich an die meine allererste Tastatur von meinem allerersten Computer…. *klack,klack,klack,…klock*
Ja, ich arbeite noch immer mit einer ganz klassischen Agenda im Moleskine Look, (es ist aber nicht von der Marke) und werde das auch nicht zugunsten eines elektronischen Kalenders aufgeben. Ich habs versucht und es machte mich wahnsinnig.
***
Ich fand die Gruppe auf Facebook vor Monaten schon und trat ihr bei. Ich war außerordentlich erfreut, dass es endlich wieder so eine Gruppe gibt, denn von den Bloggern der ersten Generation zu denen ich mich rechne sind nicht mehr viele übrig. Es waren damals auch nicht sehr viele aber immerhin versuchte ein Werbeunternehmen alle Luxiblogger zu gewinnen für eine Gruppe zu gründen, natürlich mit Hintergedanken…. (das waren noch Zeiten *snif*…schöööön)
Am Samstag Nachmittag war also eines der monatlichen Bloggertreffen von Blogger_LU angesagt. Ich war noch leicht groggy von Ze Party am Tag davor und fühlte mich seit langem mal wieder so alt wie ich wirklich bin. Darum schreibe ich auch erst heute darüber. Mit dem Alter braucht die Regenerierung von Exzessen etwas länger als einen Tag… ich schweife ab.
Das Treffen war um 15:00 beim Konditor meines Vertrauens, was mir sehr gefiel. Ich stellte in der Facebookgruppe, meine Zusage und von „unsicher“ auf „nimmt teil“ und schmiss mich in mein neustes Outfit, das ich mir zum Teil in Düsseldorf gekauft hatte. Mir war schon klar dass ich nicht zu den Jüngeren gehören würde. Die „Chefin“ der Gruppe ist eine Fashionbloggerin von Clothes & Camera und mein Outfit würde ,wenn auch nicht offensichtlich, „unter die Lupe genommen“ werden. Ich hechtete durch die Fußgängerzone weil ich ein wenig spät dran war, und mich zu lange mit den beiden vorigen Posts gequält hatte (das ich aber meinem leicht be…… Zustand zuschrieb).
Da nichts wirklich angesagt war, ob ein Tisch reserviert sei, oder ob man sich vor der Konditorei treffen sollte, ging ich hinein in der Hoffnung ich würde das schon irgendwie herausfinden. Ich ging nach oben in die Etagen und fand die Gruppe sofort.
Und… ging an ihnen vorbei!
Es saßen ungefähr 12 Mädchen alle im Alter von ungefähr 20 Jahren am Tisch, alle durchgestylt und fein zurecht gemacht. Mein erster Eindruck war sofort, “ da gehörst du nicht hin“. Ich ging noch eine Etage höher und tat so als würde ich jemand suchen nur um mich selbst zu fragen, ob ich nun soll oder doch nicht. „Stell dich nicht so an, es ist ein Bloggertreffen und nicht die Fashionweek!“
Vielleicht wäre jetzt der Moment um etwas zu erklären. Vom Beruf her würde ich voll da reinpassen. Ich bin Maskenbildner für Theater, Film und Foto, und müsste, könnte, sollte mich auch immer für den neuesten heißen Scheiß interessieren. Doch ich bin diesbezüglich weitab von Gut und Böse und die Welt der Mode tangiert mich seit Jahren nur noch peripher. Zudem ist mein Blog nicht darauf angelegt mich und meinen Beruf zu verkaufen, sondern mich als Privatperson darzustellen, wenn auch mit Abstrichen. (ganz gläsern bin dann doch nicht)
Ich schlich dann noch mal an der Mädelsgruppe vorbei und schaute genauer hin.
„Nee, Joël, da passt du echt nicht rein. Hau ab!“
Ich hätte von all denen der Vater, wenn nicht der Großvater sein können. Und wenn ich mich dazu gesetzt hätte, wäre ich mir vorgekommen wie Hugh Hefner. Vielleicht lag es auch an meiner „the morning after“ Verfassung, denn normalerweise komme ich allem und jedem zurecht.
Vielleicht ist es auch einfach nur eine neue Ära von Bloggern die das Bloggen (denn ich habe inzwischen ein wenig in Blogger_LU herum gestöbert wer da alles bloggt) anders auffasst als ich das tue. Es sind größtenteils Bloggs die keinen persönlichen Anspruch mehr haben, sondern nur thematisch aufgebaut sind. Obwohl zwei alte Hasen aus meinen zarten Blogger Anfängen auch dabei sind.
So und jetzt erwarte ich mir ein paar Kommentare, bitte.
Und dann war die kleine Feier zu der ich gestern in Dipso geladen hatte. Der Wein und Schampus floß im Sturzbächen. Danke an alle die waren, Danke für die vielen kleinen Aufmerksamkeiten. Es war sehr lustig.
Da die letzten Tage nach der Kur mit unzähligen Meetings und Rennereien angefüllt waren, kam ich gar nicht dazu irgendetwas für zu planen, bis mich zwei gute Geister darauf hinwiesen, dass ich doch bitteschön etwas TUN sollte. Die Frage war was?
Ich entschied mich für einen Ausflug. An meinem Geburtstag stieg ich morgens kurz nach 8 ins Auto zusammen mit einem der guten Geister. Es ging nach Neuss zur Museumsinsel Hombroich, von der ich schon mal vor langen Jahren im alten Blog berichtet hatte. Um genau zu sein, ich habe es eben nachgesucht; es vor 11 Jahren.
Ich schrieb damals:
Die perfekte Fusion zwischen moderner Architektur, zeitgenössischer und klassischer Kunst und Natur. Es war wie ein Rausch. Ich habe so viele Fotos gemacht von der Insel, dass ich zum ersten mal bereute, nicht mehr Speicherplatz auf der Memorykarte in der Digitalkamera zu haben.
In den elf Jahren haben sich die Kameras aber sehr verbessert und heute kann ich hier so einiges an Fotos und Videos zeigen.
Das Verrückte daran ist vor allem die Kombination. Von einer Sekunde zur anderen, in der man nur durch eine Tür schreitet geht man in eine andere Welt über und genau so wieder zurück. Das einzige was man am Eingang bekommt ist ein Plan der Areals damit mit sich nicht vollends verläuft. Es ist didaktisch nichts ausgeschildert und Wegweiser gibt aus auch keine.
So ein Pavillon, das im Plan lediglich als begehbare Skulptur bezeichnet wir steht im nirgendwo. Im Inneren befindet sich gar nichts. Doch der Widerhall darin ist so klar und mit so viel Echo, dass man denkt man stünde in Kathedrale.
Inmitten einer Auenlanschaft die der Natur gößtenteils überlassen wird, nur stellenweise wird pflegend eingegriffen, findet man dann größere recht unauffällige Pavillons in denen das passiert was ich vorhin beschrieben habe. Man tritt in eine andere Welt.
Eines der spektakulärsten Bilder ist das hier. Das kleine Männlein rechts neben dem Bild bin ich.
Nicht weit entfernt von der Museuminsel befindet sich die Langen Foundation, die vor 11 Jahren, als ich zum ersten Mal dort war, gerade ergeöffnet hatte, mit einer spektakulären Austellung bei der schlichtweg alle großen Maler des 20. Jahrhundert vertreten waren.
Die Ausstellung die jetzt dort zu sehen ist ist ein Retrospektive von Olafur Eliasson, der sich mit Licht, Farbe und Formen auseinandersetzt. Ich war ein wenig enttäuscht, denn ich hatte mir mehr erwartet.
Hier ein Panorama Foto vom Eingang.
Abends ging es dann nach Düsseldorf wo wir im sehr empfehlenswerten Nikko Hotel übernachteten.
Endlich hab ich das Buch aus. Ich hatte es schon vor der Fastenkur angefangen und merkte irgendwie dass mir die Geschichte nicht gut tat, wahrscheinlich weil sie mir zu nahe ging.
Bov Bjerg ist ein Blogger, der seinen ersten Roman herausgebracht hat. Ich kannte ihn davor nicht und der Name Bov hörte sich auch eher nach einem Pseudonym an. Doch wie es scheint, heißt er tatsächlich so. Vor ein paar Monaten entdeckte ich also dieses Buch in Bloggosphäre und las dass es von Jugendlichen in den 80ern handelt. Ich dachte dabei sofort an einen meiner absoluten Lieblingsfilme aus der Zeit The Breakfast Club.
Auerhaus erzählt die Geschichte von vier Jugendlichen die zusammen in ein altes Haus ziehen. Einer von ihnen, Frieder, hat einen Selbstmordversuch hinter sich und auf Anraten der Ärzte soll er nicht mehr zu hause auf dem elterlichen Bauernhof bleiben sondern umziehen. Also zieht er zusammen mit seinem besten Freund, aus dessen Perspektive die Geschichte geschrieben ist, und zwei Freundinnen. Auerhaus wird abgeleitet von dem Song Our House der Band „Madness“.
Das Buch erinnerte mich sehr an meine 80er und meine konfusen Gedanken, Träume und Wunschvorstellungen, (von denen aber ein paar in Erfüllung gingen, wenn ich heute zurückdenke..) Aber wie ich in vielen anderen Berichten lese geht es den meisten so.
Heute möchte ich jemand vorstellen deren Volg (nicht Blog) ich seit einer Weile verfolge. Sie nennt sich Grav3yardgirl, heißt mit richtigem Namen Rachel „Bunny“ Meyer und kommt aus Texas. Sie ist eine der erfolgreichsten Vlogerinnen auf YoutTube und hat über 2Mio Follower. Inzwischen macht sie ungefähr eine halbe Million Dollar im Jahr, die ich ehrlich gesagt auch gerne verdienen möchte mit meinem Blog, aber das…. Ich schweife ab.
Sie ist ein Profi in nichts. Sie ist einfach nur sie und das reicht völlig aus. Sie ist ein bisschen Gothik ein bisschen Prinzessin, ein sehr viel girly.
Sie hat mehrere Rubriken in ihren Vlogs, bei denen die lustigsten die „Does this thing really work“ Videos sind. Das einzige was ich mich zu Anfang sehr gestört hat: sie hat eine sehr,sehr,sehr gewöhnungsbedürftige Stimme. Zudem ist sie sehr laut, aber das weiß sie selbst. Sie stellt oft die irrsinnigsten Produkte vor, die in Europa nicht die geringste Chance hätten auch nur ansatzweise einen Markt, aber in den Staaten finden sie reißenden Absatz. Es geht soweit das Firmen ihr mittlerweile Produkte zum Testen schicken, selbst auf die Gefahr hin dass sie sie zerreißt. Eine Zeit lang probierte sie alle möglichen Fisiermöglichkeiten aus, um Locken in die Haare zu kriegen. (Eine davon wird übrigens jetzt auf der Schobermesse in der Schäffer Allee angeboten, die auch nicht taugt) Zwei von diesen neuen seltsamen curling Methoden wollte ich mir selbst anschaffen, doch sie hielt mich glücklicherweise davon ab. Sie bezeichnet sich selbst als sehr ungeschickt. Wenn ich aber ihr Endergebnis sehe, hat sie doch ein recht gutes Händchen um mit neuen Dingen klar zu kommen.
Ich bin inzwischen ein Mitglied ihrer „Swamp Family“. Sie hat binnen weniger Stunden mit einem Video mehr Zuschauer als mancher Fernsehsender.
Großartig ist natürlich wenn etwas schief geht. Die Wow Cup zum Beispiel.
Ich saß mit der „Comtesse du Plateau Bourbon“ (sie war vor sehr langer Zeit ein Gastbloggerin hier) im Scott’s auf der Terrasse am Fluss. Neben uns saßen ein paar sehr laute Spanier von denen sich der Reiher aber nicht stören ließ. Er watete sehr langsam im Wasser, dass zu Zeit äußerst niedrig ist, auf der Suche nach Fisch. Ein bisschen später fing er ein winzig kleines Fischlein, das mir fast leid tat…
Eine Stippvisite in der Heimat des Ex brachte manche Aufklärung, auf die ich hier nicht weiter eingehen möchte. Gesehen habe ich ihn nicht aber ich verstehe jetzt so einges besser was mir davor nicht klar war.
Ich wollte ein paar Fotos machen, damit ich hier etwas zum vorzeigen habe, aber es regnete in Strömen. Darum gibt es ein paar Links.
Wer französisches Brot mag und vor allem Patisserie ist in Münster bei Épi gut aufgehoben. Ich frühstückte gestern morgen dort. Herrliche richtige französische Croissants und Weissbrot so wie es sein soll. Zu finden ist die Bäckerei am Alten Fischmarkt. Man versicherte mir dass es keine Kette ist, doch dem ist nicht so.
Ein Gewürzladen wie ich noch nie einen gesehen habe, gibt es im Salzhof. Dort fand ich auch endlich die lange gesuchten Gewürzmischungen die man bei Ottolenghi braucht. Ich wünschte es gäbe Violas‘ in Luxemburg.
Vor ein paar Minuten lief der der Uraltsong von BAP „Verdamp lang her“ im Radio. Er erinnerte mich immer an eine Person mit der ich mal gut befreundet war, aber mein Vertrauen so missbrauchte wie selten jemand zuvor. Heute ist es „Somebody I used to know„. Diese Person mochte das Lied sehr und konnte es auswendig mitsingen. Ich habe mir nie die Mühe gemacht dem Text richtig zuzuhören, weil BAP sowieso nie mein Fall war.
Als das Lied eben im Radio spielte suchte ich nach den Lyrics und fand sie ins Hochdeutsch übersetzt hier: Verdammt lang her.
Und der Text zog mir regelrecht die Schuhe aus….
Es ist in der Tat lange her dass ich an deinem Grab war,
Und wir miteinander gesprochen haben,
So lange, dass ich mich nicht daran erinnern kann.
Doch was im Leben nie so war,
Wird auch heute nicht so sein,
Du bist und bleibst der,
Der mich nie verstanden hat.
Er würde mein Bild von dir verfälschen,
Wenn es so wäre.
Es regnet draußen was der Himmel hergibt. Dieses Foto entstand heute morgen um 8:00. Kaum zu glauben dass gestern noch 30 Grad waren und ich bis 21:30 draußen in Shorts und T-Shirt auf der Terrasse des Bistrot de Paris saß.
Das Wort Braderie heißt übersetzt Durcheinander. Irgendwie stimmt das ja auch. Es ist ein großes Durcheinander an Ständen und Auslagen von allem Erdenklichen was umsetzbar ist und zu Geld gemacht werden kann . Es ist der größte Straßenverkauf im Jahr der Hauptstadt.
Dieses Jahr beschloss ich seit langem mal wieder dass meine Garderobe ein paar neue Teile bekommen muss. Ich fand zwei Jeans Hosen, ein Hemd, eine neue Bettgarnitur und ein paar Schuhe.
Die Schuhe zeig ich euch, denn ich finde sie sehr schön.
Kenzo
Am späten Vormittag war dann auch schon Schluss denn die Menschenmassen schoben sich durch die Straßen und es wurde höchste Zeit für mich zu gehen, da ich das nicht ertrage.
Für die nächsten Tage, das habe ich im Wetterbericht gesehen, ist durchwachsenes Wetter in Luxemburg angesagt. Also gilt es hier am Bodensee nochmal richtig Sonne zu tanken.
Der letzte Tag und der letzte Eintag. Morgen fahre ich nach Hause. Es war eine schöne Zeit hier und weniger heftig als letztes Jahr. Ich habe in den zwei Wochen 8 Kilo abgenommen und bin jetzt auf einer Gewichtszahl die ich vor 16, 17 Jahren hatte. Aber ich muss mich jetzt auch ranhalten, dass ich das Gewicht behalte und es nicht wieder hoch geht. Das Fasten werde ich beibehalten, einmal im Jahr eine richtige Kur und dazwischen immer wieder einen Fastentag einlegen. Für mich, der schon so manches ausprobiert hat, bis dato effektivste Methode und das Gewicht in den Griff zu kriegen und einen klaren Kopf zu bekommen.
Da ich mir ja wieder Kaffee gönne, war ich heute morgen wie gewohnt Café im Rathaus. Es war noch früh und wenige waren unterwegs. Gleich neben dem Café stand einsam schon ein Mann mit einer Drehorgel. Ich wusste nicht die SO up-to-date sind. Aber hört selbst:
Dass es ausgerechnet DAS Lied sein muss, war weniger erfreulich.
Es ist 18:00 Uhr. Ich schreibe heute früher da ich anschließend noch packen will. Den Seeblick am Schreibtisch werde ich vermissen.
Nach dem üblichen Check und dem Frühstück zusammen mit dem M. ins Rathaus auf einen Kaffee. Er schmeckte hervorragend.
Zu Mittag gab es ein Kartoffelbrei mit Gemüse, nachmittags einen Apfel und ein Joghurt und Abends eine Suppe und Reis mit Gemüse. Zusammengerechnet 800 Kalorien. Es war alles in allem so viel dass ich nicht alles schaffte.
Am Nachmittag fuhr ich mit M. ins 20 Minuten entfernte Stetten ein Geschenk für meine Nachbarin kaufen, die während meiner Abwesenheit den Briefkasten leert und nach der Wohnung schaut. Was es genau ist kann ich leider nicht sagen, denn die Nachbarin liest hier mit….
Anschließend lag ich noch eine Weile am Pool rum und genoss eine Bräunugsanwendung 🙂
Ich habe die Biographie der Großfürstin Maria Pawlowna aus. Eine sehr seltsame Frau deren Leben ein Film wert ist. Hochinteressant fand ich aber auch das ganze Umfeld in dem sie im Kreml aufwuchs als Nichte vom letzten Zaren Nikolaus II. Vom Zarenpalast zu Coco Chanel / Gunna Wendt
So sieht es Morgens aus wenn ich erwache bevor die Sonne aufgeht. Dieser Himmel zwischen rosa und blau ohne dass es je lila aussieht…. wunderschön. (Auf den Foto ist es leider nicht so)
Ich hatte es gestern schon angekündigt, Fastenbrechen. So nennt man das Abrechen der Fastentage. Bei Buchinger achten sie sehr auf diesen und die Folgetage, den sogenannten Aufbau, denn sie sind sehr wichtig. Heute morgen hatte ich noch meinen allmorgendlichen Tee mit Honig. Zu Mittag gab es ein warmes Apfelkompott mit etwas Zimt gewürzt. Zu Abend gab es ein deftige Gemüsesuppe mit Kartoffeln. So weit so gut.
Ich hatte für mich aber schon gegen 10 Uhr mit Fastenbrechen begonnen. Ich war im Kaffee im Rathaus und habe mir einen richtigen großen Kaffee bestellt, ohne Zucker, ohne Milch. (Mach ich sonst auch nie in den Kaffee) Herrlich….
Hatte ich diese Gaststätte schon mal gezeigt? Nein? Bitte. Den Namen finde ich klasse.
Ein Foto von vor ein paar Tagen als ich in Meinau war, bin ich noch schuldig. Im Beitrag „Ein Tag in Bildern“ hatte ich am Ende einen Baum gezeigt, der auf dem folgenden Foto auch zu sehen ist. Ganz am Ende der Insel im Hintergrund steht noch ein Bäumchen; das ist das gleiche.
Heute Morgen der letzte Einlauf. Gott sei dank. Anschließend der vorletzte Wechselguss. Übermorgen hab ich noch einen. Nach dem Schwimmen und Mittagssaft machte ich mich fertig zu einer Fahrt ins blaue.
Ich habe noch nichts von ihr erzählt, aber seit ein paar Tagen unterhalte ich mich angeregt mit einer Pariserin der P. Sie ist schon zum dritten mal hier. Und sie hat im Gegensatz zu mir echte Probleme die Kilos los zu werden. Es geht bei ihr sehr langsam. Die letzten beiden Male als sie hier war, hat sie das Gelände der Klinik nicht einmal verlassen, und kennt schlicht und ergreifend gar nichts von der Gegend.
Als ich die P. fragte ob sie mitkommen möchte, sagte sie zu, was mich ehrlich gesagt erstaunte. Pünktlich um halb zwei fuhren wir ab. Ich wusste nicht dass Lindau so weit weg ist, die Fahrt dauerte fast eine Stunde. Das Schlimme daran ist, dass man durch Hagenau durch fahren muss, wo nur 30 km/h erlaubt sind und der Stau praktisch vorprogrammiert ist. Es soll zum Lärmschutz dienen aber zur guten Luft trägt es nicht bei. Wir kamen in Landau an und parkten vor der Brücke die hinüber zur Insel führt. (Ja, Landau ist eine Insel) Mit sehr vielen alten Häusern teilweise aus dem Mittelalter.
Ich habe hier nur eine Häuserwand abgelichtet. Die hier ist von d,er alten Bibliothek.
Was mir in Lindau auffiel, es gibt unglaublich viele Eisdielen oder es kam mir zumindest so vor. Überall leckte und schlabberte jeder ein Eis, sei es im Becher im Glas oder in der Waffel. Vielleicht kommt es auch daher dass ich jetzt beim Fasten, noch mehr darauf achte als vorher. Wir setzen uns ein eines der zahllosen Eiskaffees und tranken einen Tee (was sonst).
Die P. war die ganze Zeit nur am Strahlen und war so ausgelassen wie ich sie nie in der Klinik erlebt habe.
Ich kaufte mir zwei neue Badehosen, eine in giftgrün die andere in dezent schwarz. Als ich dann auf die Uhr sah, erschrak ich ein wenig, denn ich dachte an den Rückweg und dass wir nicht zeitig zurück sein würden für das Abendessen. Unterwegs wurde uns beiden auch ein wenig mulmig, denn die Staus waren echt heftig vor allem in Hagenau. (wenn das einer von Hagenau lesen sollte, bitte ändert da mal was dran) Doch wir schafften es rechtzeitig da zu sein und bekamen unser Süppchen.
Anschließend ging ich noch in die Lehrküche zu einer Kochvorführung. Da ich morgen eh mit dem Fasten aufhöre, und mir das Hungern nicht mehr so schwer fällt, dachte ich, ich könnte mir das antun. Es gab ein paar tolle Tipps für Brotaufstriche die sehr lecker aussahen. Gekostet habe ich sie nicht.
Vor zwei Tagen entdeckte ich einen Laden mit Barfußschuhen. Hä? OK, das muss ich probieren.
Gleich nach den üblichen Ritualen am Morgen ging hin. Sie sehen eigentlich aus wie Strümpfe, aber man kann sie draußen zum laufen tragen. Ich hab mit ein Paar gekauft und bin nun gespannt ob die was taugen. Es gibt sie hier, von Leguano.
Auf der Bushaltestelle wurde ich wieder Zeuge des Alltags der Vianney Bewohner. Ich kam zeitgleich mit einem anderen älteren Mann an der mich höflich grüßte und sich auf die Bank setzte. Ein zweiter Mann kam sehr viel jünger und man merkte gleich dass bei dem etwas nicht stimmt. Er setzte sich ebenfalls auf die Bank weitab von dem älteren Herrn. Der Jüngere zog wortlos eine Packung Tabak aus der Hosentasche und drehte eine Zigarette. Der Ältere betrachtete ihn gar nicht. Als der Jüngere fertig mit drehen war, hielt er dem Alten die Zigarette wortlos hin. Dieser nahm sie ohne zu danken. Das ganze sah sehr bizarr aus da es von Anfang an so schien, als ob beide sich nie davor gesehen hätten. Dabei sind es wahrscheinlich Zimmernachbarn.
Da das Wetter heute ausgesprochen schön war, und ich keine Lust hatte am Pool zu liegen, entschied ich mich für eine offene Cabriotour nach Konstanz. Konstanz war wie üblich gut gefüllt mit Menschen aber ich hatte Glück und fand sofort einen Parkplatz mitten in der Innenstadt.
In Luxemburg kennt man das Traditionshaus Zwick für sehr klassische Herrenbekleidung. Hier gibt es das Gleiche und der Name ist fast identisch:
Ich wollte mir den langen Fahrtweg ein wenig versüßen und so fuhr ich über Meersburg nach Überlingen zurück. Es nimmt nicht sehr viel mehr Zeit in Anspruch. Das schöne daran ist, dass man ein Teil mit einer gewaltigen Fähre über den See fährt.
Das ist das Oberdeck. Dort gibt es eine kleine Imbissstube. Ich wollte mir eine Flasche Wasser kaufen aber es gab keine, weder an der Theke noch im Automaten. Also zog ich mir meiner Schuld völlig bewusst einen Kaffee aus dem Automaten, da es wirklich sonst nichts gab was ohne Kalorien gewesen wäre. Ich nahm zwei, drei Schluck und warf den Becher weg. Der Kaffee schmeckte scheußlich….
Um halb 10: ein Kneip Wechselguß und diesmal nicht nur die untere Hälfte sondern den ganzen Körper. HiiiiHaaa! Da kommt gute Laune auf!
Anschließend nahm ich den Bus und fuhr in den Stadtkern. An der Haltestelle sprach mich eine alte Frau an, die ich noch vage von letzten Jahr kannte. Es fiel mir wieder ein. Sie hatte letztes Jahr einen Streit im Bus angezettelt weil jemand mit dem Handy telefonierte. Doch jetzt war sie sehr nett. Sie fragte mich nach der Uhrzeit und ob ich auch den Bus nehmen würde. Es waren noch genau 2 Minuten bis der Bus kam und er war pünktlich. In diesen 2 Minuten habe ich mehr über sie und das Hospiz erfahren in dem sie wohnt als ich wissen wollte. Am Hintereingang der Buchingerklinik gibt es einen Weg der Spaemann heißt und gleich daneben eine Bank die dem gleichen Mann gewidmet ist. Sie erklärte mir dass sie ihn kannte und er Seelsorger des Viannhy Hospitz (ich hoffe ich schreibe es richtig) war. Immer wenn ich meinen Abendspaziergang mache, komme ich an dem Haupthaus des Hospizes vorbei. Es muss sich um eine erzkatholische Einrichtung handeln, denn an der Hauswand hängt ein gewaltiger Christus und über dem Eingang steht „Haus der Vorsehung“. Neben den Haupthaus gibt es aber auch noch mehrere andere Häuser rundherum die älter aussehen aber nicht auffallen. Dort sah ich auch schon öfter seltsame Gestalten ein und aus gehen. Also nicht nur Senioren sondern auch geistig Behinderte. Sie selbst sei jetzt schon über neun Jahre hier und es gefiele ihr gut. Dann erzählte sie mir noch etwas über das Nachbarhaus und über die Leute die dort wohnen und die sie nicht ausstehen kann. Der Bus kam… Uff.
Es gab einen Tee (was sonst) in Kaffee im Rathaus.
Ein Traubensaft zu Mittag. Anschließend wollte ich schwimmen gehen aber es würde zu kurz werden mit dem Osteopathie Termin um 15:00. Ich weiß nicht wie es anderen geht aber die Osteopatin die ich habe ist richtig gut. In 2 Sitzungen hat sie alles wieder in Ordnung gebracht.
Danach war Lesezeit angesagt, denn draußen konnte man nichts tun. Es regnete.
Der Sonntag ist einer der ruhigsten Tage in der Klinik. Ich wachte später auf als sonst (es war kurz vor 7) und machte mich fertig für den alltäglichen Morgencheck. Blutdruckmessen und Wiegen. Nach der ersten Tasse Tee zog ich mich um und ging schwimmen. Der Morgen versprach sonnig zu werden. Ich lag ein wenig faul herum und und las.
Irgendwann war es Zeit zu Hauptsalon zu gehen und die erste „Mahlzeit“ in Form von einem Glas Saft zu mir zu nehmen. Anschlie0ßend Leberwickel für 30 Minuten und dann wieder an den Pool. Als gegen 3 Uhr die großen dunkle Regenwolken aufzogen, verzog ich mich in mein Zimmer.
Und da bin ich jetzt. Ich habe alle meine Blogs gelesen denen ich regelmäßig folge, und ich werde mich jetzt wieder in die Biographie der gestern erwähnten Großfürstin stürzen. Es wird ein ruhiger Abend werden.
Gestern fragte mich jemand ob ich Hunger verspüren würde. Nein, nicht so richtig. Es ist hier in dieser Klinik in diesem Ambiente mit schöner Landschaft und See, mit all den anderen Kurgästen, die genau das Gleiche tun, eigentlich gar nicht so schwer. Ich weiß dass zu hause viele Leute mir wieder sagen werden, dass sie sich das nicht vorstellen könnten. Allein die Vorstellung dass es nichts Konsistentes zu essen gibt, macht sie kirre. Dabei gibst es ja nicht Nichts. Ich führe mir täglich 250 Kalorien zu. Morgens in Form von Tee mit Honig, Mittags mit einem Saft oder einer Suppe, Nachmittags mit einem Apfelschalentee mit zwei Stück Zitrone und abends mit einer Suppe.
Ich habe mir zudem überlegt ob ich die den Namen der Klinik hier preisgeben soll. Manche von euch werden es erraten haben. Wenn ich schon, wie vor ein paar Tagen, schreibe, dass ich nach der Buchinger Methode faste, und in Überlingen bin, kann ich nur in der Buchinger-Wilhelmi Klinik selber sein. Es gibst hier zwei andere Kliniken die diese Methode auch anbieten, aber über die kann ich nichts sagen.
…und ein bisschen Text. Ich hatte keine Anwendung heute also machte ich blau.
Gegen halb neun ging ich hinunter zum Bootssteg, was eine Stunde zu früh war. Doch wollte ich Überlingen einmal morgens sehen bevor der Rummel los geht.
Das sind die Momente warum ich so gerne hier bin wenn alles noch ganz still ist und der See noch einen leichten Dunstschimmer hat.
Man sieht ein paar Schwäne die das Lied „Alle meine Entchen“ kennen. Gesungen haben sie es nicht aber vorgeführt.
Es blieb noch Zeit für eine Tasse Tee, (was sonst) in meinem Lieblingskaffe im Rathaus.
Als ich zum Steg ging machte ich noch ein mal ein Foto von diesem doch sehr ausgefallenen Brunnen, von dich schon letztes Jahr erzählt habe. Der Bodenseereiter ist eine Sage, und der Künstler Peter Lenk hat sie als Brunnen verewigt.
Der Reiter selbst ist dem hier ansässigen Schriftsteller Martin Walser nachempfunden, was letzterem gar nicht gefiel. Hier der Kopf einmal von nah mit Taube.
Das Boot legte ab. So sieht Überlingen vom Wasser aus.
Wir waren eines der ersten Boote das auf der Insel Meinau ankam. Und somit war es noch sehr ruhig auf der Insel. Ich wanderte fast den gleichen Weg wie vor einem Jahr. Ich besichtigte das Schloss aber dieses mal von innen. Eine kleine Ausstellung von einem Chirurgen, der in seiner Freizeit Bilder malt, wurde ausgestellt. Nun ja…
An das urgemütliche Schlosskaffee grenzt gleich das riesige Palmenhaus.
…und hat aber im Palmenhaus selbst auch ein paar Tische und Stühle stehen. Also gab es einen Tee (was sonst) unter Palmen.
(Den Keks hab ich nicht gegessen) Nebenan in dem kleinen Shop (es gibt mehrere auf der Insel) kaufte ich ein Buch über die Mutter des Grafen Lennart von Bernadotte, der die Insel zu dem gemacht hat was sie heute ist. Sie war die Großfürstin Maria Pawlowna und eine sehr exzentrische Figur. Vom Zarenpalast zu Coco Chanel.
Ich werde nicht viele Bilder der Insel zeigen, auf der Seite der Insel gibt es mehr als genug zu sehen, bei Google findet ihr Millionen Bilder, und vom letzten Jahr sind auch noch ein paar zu sehen. Den versteinerten Baumstamm fand ich genial.
Und die Mammutbäume sind unglaublich.
An einer Stelle dachte ich an meine Eltern, als ich die gewaltigen Akapanthustöpfe sah. Meine Mutter liebte sie und freute sich jedes Jahr aufs neue wenn sie ein paar Blüten hatten. Auf der Terrasse standen 4 gewaltige Kübel, aber mit weniger Blumen als hier.
Als am späten Nachmittag die Insel sich immer mehr füllte mit Menschen verließ ich sie über diese Stege.
Zum Abschluss noch ein Bild von einem Baum. So sieht er nicht besonders aus. Doch er steht so weit außen vor dass man ihn von Überlingen aus sieht. Ich versuche die nächsten Tage ihn von hier abzulichten.
Die gestrige Einweisung der Coaches ließ mich heute morgen mit gewaltigen Muskelkater aufwachen. Also war meine Devise für heute alles etwas langsamer angehen zu lassen. Ich schwamm heute nur einmal und das nur 40 Minuten statt einer Stunde. Ich bekam meinen Wechselguss. Anschließend setzte ich mich in den Stadtpark bis zum Mittag zum lesen.
Da ich, wie gestern erzählt, der A. versprochen hatte ich würde sie schminken, ging ich dann weiter zur Drogerie und sondierte das Terrain was für sie in Frage käme. Nach dem Mittagstisch, gingen die A. und ich zum Friseurtermin und sie war froh dass ich dabei war, da sie kein Wort Englisch oder Deutsch kann, nur französisch und türkisch. Irgendwie war sie sehr gestresst wegen der ganzen Situation und heilfroh dass ich da war. Doch die Situation klärte sich schnell auf, da auch eine türkische Friseuse dort arbeitete. Der Stress löste sich in Luft auf. Nach dem Schminken tranken wir noch eine Tasse Tee (was sonst) und gingen zurück zur Klinik.
Der M. und die A. fuhren anschließend noch nach Konstanz, was ich mir aber nicht mehr antun wollte. Ich legte mich an den Pool. Ich fand neben dem Liegestuhl das hier:
Ein winzig kleiner Wiesenpilz.
Ich las noch ein wenig und ließ den Tag in aller Ruhe ausklingen.
Als ich gestern Nachmittag durch Überlingen ging, schaute ich mir die Leute an. (Ist ja eine Lieblingsbeschäftigung von mir) Durch die Bank weg ist das Publikum sehr bieder. Alle sind unglaublich sportlich angezogen, fahren Fahrrad und haben sehr langweilige Haarschnitte. Stöckelschuhe sind rar, Turnschuhe der absolute Hit. Alle wirken unglaublich gesund, gluten- und laktosefrei. Der Unterschied zwischen Touristen und Einheimischen ist nicht richtig sichtbar. Einheitsbrei. Ich habe mich dem Look gezwungenermaßen ein wenig angepasst, weil es praktischer ist, schon allein wegen der Anwendungen in der Kur. Darum gibt es auch kein Foto von mir.
Heute stand ein persönliches Fitnesscoaching an, das ich mir liebend gern erspart hätte. Doch der Arzt hatte mich dazu gedrängt. Der Coach (der -mit Familienname auch noch wie ein Gericht aus einem Kebap Laden heißt) war sehr nett aber auch sehr bestimmt in seinen Anweisungen. Er zeigte mir ein paar Übungen die sehr harter Tobak waren und die ich so wahrscheinlich nie machen werde. Allein schon der Fitnessraum der eher einer Muckibude ähnelt, schreckte mich ab. Da schwimme ich doch lieber meine zwei Stunden täglich.
Nach dem Leberwickel ein Runde Schwimmen und anschließend in der Sonne liegen und lesen.
Man lernt hier viele wirklich interessante Leute kennen. Die A. zum Beispiel ist hat eine Crêperie bei Beaune in Frankreich. Sie erzählte mir dass sie in 6 Jahren 27 Kilo zugenommen hat. Sie ist hier wegen Erschöpfungszuständen. Ihre Familiengeschichte ist nicht die schönste und doch ist sie eine lebenslustige Frau die schnell Anschluss findet. Inzwischen sitzen wir zu mehreren Abends zusammen und löffeln unser Süppchen. Ich habe der A. etwas versprochen, was ich für gewöhnlich nicht tue. Ich werde sie schminken und ihr ein paar Tipps geben… Meine Gute Tat für diese Woche.
Nach einer sehr unruhigen Nacht mit Rückenschmerzen, (ich hatte gestern dann doch übertrieben mit den 9 km) stand ich auf und mir war gar nicht wohl. Den Einlauf werde ich nicht mehr erwähnen. Ich bekam heute noch einen und morgen noch mal, und dann nur jeden zweiten Tag bis zum Fastenbrechen.
Ich bekam den ersten Wechselguss. Ich wusste ja was auf mich zukommen würde, da ich letztes Jahr schon einmal eine Anwendung dieser Art hatte. Allerdings war man gnädig, es wurden nur die Beine warm und kalt abgebraust. Es brachte meinen Kreislauf derart in Schwung, dass ich anschließend sofort noch eine Runde schwimmen ging. Mein Rücken zahlte es mir anschließend mit kräftigen Schmerzen heim. Selber schuld.
Wettermäßig war der Tag zum vergessen. Es regnete immer wieder mal mehr mal weniger und als ich den Saft zu Mittag getrunken hatte, (mit einer Schmerztablette) und den Leberwickel hinter mir hatte. dachte ich dass ich einen Lesenachmittag einlegen sollte. Doch das Wetter klärte sich langsam auf und beschloss doch noch mal hinunter in der Stadtkern zu gehen. Ich schlenderte lange im Bücherladen herum und fand so einiges was ich noch lesen möchte, u.a. das verschollen geglaubte neue Werk von Harper Lee, Geh hin und stelle einen Werter. Hat das jemand von euch schon gelesen?
Zurück in der Klinik begab ich mich zur meiner ersten Ostheopatie Anwendung. Wer auch immer sagt dass es Humbug sei, der erkläre mir bitteschön warum ich mich jetzt wie ein frischgeschlüfpter Flummiball fühle. Die ganzen heftigen Verspannungen im Nacken sind weg. Die Ostheopatin meinte ich sollte nächste Woche nochmal vorbei kommen, aber dann müsst es für eine Weile gut sein.
Nun habe ich diesen Beitrag mit der Überschrift Hunger betitelt, also sollte ich auch etwas darüber schreiben. Das Hungergefühl ist diesmal nicht so schlimm wie bei der letzten Kur. Meine Gedanken aber kreisen beständig ums Essen und ich hätte schon große Lust dieses oder jenes zu verspeisen was ich so auf meinen Spaziergängen in Überlingen sehe. Doch dann rufe ich mich selber zur Vernunft. Ein anderes Beispiel wäre eine Zeitschrift die heute im Buchladen entdeckte, mit hundert Rezepten was man alles mit Äpfeln anstellen kann. Ich blätterte sie durch und nahm mir vor, da jetzt da die Apfelzeit beginnt mal wieder mehr selbst zu kochen. Zugegeben mir lief das Wasser im Mund zusammen als ich die Fotos sah. Doch ich stellte die Zeitung zurück ging zum nächsten Kaffeehaus und trank einen Kräutertee…
Zudem, und davon bin inzwischen überzeugt, wissen wir verfressene Europäer nicht was richtig Hunger haben bedeutet. Ich glaube unser Körper würde erst nach +/-40 Tagen richtig Alarm schlagen. Und da bin ich mit meinen 10 Fastentagen (oder letztes Jahr 15 Tagen) weit davon entfernt.
So sieht übrigens der Morgentee und der Nachmittagstee aus:
Der Tag begann mit einem Piekser im linken Arm. Blutabnahme. Und es war nicht gerade wenig was sie raus nahm. Für gewöhnlich bekomme ich anschließend Kopfschmerzen. Heute seltsamerweise nicht.
Und jetzt kommt das was die meisten gerne verschweigen. Man beginnt eine Fastenkur nach Buchinger mit einer völligen Darmentleerung. Das macht man normalerweise mit Klaubersalz. Da ich aber wegen dem Kaffeeentzug schon an Kopfschmerzen litt und das Klaubersalz das durch seine entwässernde Wirkung noch verstärkt, bekomme ich drei Tage hintereinander einen Einlauf. Heute war der erste und der unangenehmste. Die nächsten sind einfacher.
Auf dem Speiseplan: Morgens ein Kräutertee mit einem kleinen Schälchen Honig. (Morgen gibt es ein Foto)
Anschließend ging ich schwimmen. Eine Stunde lang zog ich Bahn für Bahn ohne sie zu zählen, denn das Gezähle macht mich blöd, weil ich mich meistens verzähle. Ich schwimme so schnell oder so langsam wie ich gerade Lust habe, ohne Pause, eine Stunde durch.
Anschließend ging ich noch mal kurz ins Zentrum von Überlingen und machte eine Besorgung die ich gestern vergessen hatte.
Auf dem Speiseplan: Mittags ein frischgepresster Saft. Heute war es Ananas.
Anschließend gibt es nach Buchinger einen 20-minütigen Leberwickel. Man liegt auf dem Bett und wird mit einer Wärmflasche auf dem Bauch eingewickelt. Bei der Prozedur stellte ich schon letztes Jahr fest, dass ich höchstens eine Seite im Buch schaffe und schon bin ich weggenickt. Aus den 20 Minuten werden meistens eine Stunde.
Auf dem Speiseplan: Nach den Wickel, einen Apfelschalentee mit einem Stück Zitrone.
Der M. meinte wir sollten uns doch am Nachmittag ins Auto setzen und die Gegend erkunden. Da ich den Bodensee ja vom letzten Jahr ein wenig kenne, schlug ich vor nach Meersburg zu fahren und von dort mit der Fähre nach Konstanz. Gesagt, getan. Wir wanderten ein wenig durch Konstanz und tranken eine Tasse Tee. Der M. kaufte sich noch ein paar Laufschuhue und dann war es auch schon wieder Zeit zurückzufahren. Wir kamen pünktlich zum Abendessen zurück.
Auf dem Speiseplan: eine Tomatensuppe.
Der M. hat so eine Uhr am Handgelenk die alles mögliche misst. Herzschlag, Schrittmesser, Schlaf- und Wachrythmus, Darmblähungen u.s.w. Als wir unsere Suppe löffelten, sagte er mir dass wir für heute über 9 Kilometer gelaufen wären. Meinen Beinen und Füßen nach müssten es die auch sein.
Jetzt sitze ich vor meinem Laptop im Zimmer, schaue über den See und wie es langsam dunkel wird. Und morgen erzähle ich etwas über das Hungergefühl.
Ich wollte das hier gestern Abend noch posten, doch die Kopfschmerzen ließen es nicht zu. Wußtet ihr dass man durch den Kaffeeentzug tierische Kopfschmerzen bekommen kann ? Ich kannte das schon vom letzten Jahr. Und ich hatte deswegen auch extra ein Tablette eingesteckt. Der Schmerz war auch dementsprechend betäubt, aber Schreiben ging dann doch nicht.
Der Entlastungstag beinhaltet nur Obst nur Hafer oder nur Reis. Ich hatte mich für Obst entschieden.
Erster Arzttermin und Therapieplanung. Zugegeben bei mir muss nichts groß therapiert werden. Ein paar Nackenbeschwerden, mehr ist da nicht. Ich habe ein paar Osteopathie Behandlungen verschrieben bekommen. Und ich habe mir Wechselbäder gewünscht.
Der M. ist dann doch so sehr anders als ich. Er ist von Beruf Architekt und kann nur schwer abschalten. Als ich gestern mit ihm durch Überlingen schlenderte sah er alle möglichen seltsamen Dinge an Häusern die ihm nicht gefielen und auf die er mich aufmerksam machte. Vor allem gefiel ihm nicht wie mit manchen alten Häusern umgegangen wird und wie manches daran renoviert oder modernisiert wurde. Ich begann Überlingen mit anderen Augen zu sehen…
Ich kaufte mir eine neue Sporthose im Lederhosen Look.
Die sieht witzig aus wenn da nicht dieser elende Sticker drauf wäre, den ich zu spät bemerkte.
So einfach bekommt man ihn übrigens nicht ab. Er ist in die Hose eingestickt. Ich muss mir da etwas einfallen lassen.
Es ist schön wieder hier zu sein. Ich habe dieses Mal ein Zimmer mit richtigem Seeblick. Werde es morgen ablichten und einstellen. Ich habe dieses mal meine „gute“ Kamera mitgebracht um ein bisschen bessere Fotos zu machen.
Die Fahrt war gruselig. Es stürmte und regnete und ich hatte zwei gewaltige Staus. Ich wollte irgendwann eine Pause machen entschied dann aber doch durch zu fahren. Ich kam dann hier auch etwas durch den Wind an. Ich bin zudem nicht alleine hier ein Freund von mir der M. kam mit. Ich hatte ihm letztes Jahr von meiner Kur erzählt und wie gut ich mich anschließend gefühlt habe. M. meinte das sei genau das richtige für ihn. Er ließ das ganze Jahr über nicht locker und beschwor mich immer wieder ihn ja zu benachrichtigen wann ich fahren würde, er wolle unbedingt mit. Nun ist er hier. Er hat das Zimmer bekommen das ich letztes Jahr hatte.
Beim Abendessen erkannte mich die Ernährungsberaterin wieder. Auch die Empfangsdame erkannte mich. Es war schön vertraute Gesichter wieder zu sehen. Es ist sogar ein schweizer Kurgast hier die ich vom letzten Jahr kenne, mit der ich seitdem ein kleines Geheimnis teile. (was das ist werde ich aber jetzt noch nicht verraten)
Nach dem Essen saß ich noch in dem kleinen Garten hinter der Villa und tat das was ich letztes Jahr dort auch so gerne tat. Lesen in einem Garten der Stille.
Wer genau wissen will wie eine Fastenkur abläuft schaut hier nach. Dort habe ich die ganze Kur vom letzten Jahr beschrieben.
Leider habe ich die Speisen selbst nicht abgelichtet. Es war eine Vorspeisen Vorschlag des Tages vom Küchenchef, ein Trio, das nur wenige bekamen unter anderem ich. Eine warme kleine Tomate gefüllt mit Ricotta ummantelt mit einem Knusperteig auf einem Bett von klein geschnittenen Gurken, nebst drei Scheiben von mariniertem kurz angebratenem Thunfisch und einem Forellentartar. Anschließend gab es eine Bouché à la Reine und ein 421 Dessert.
Stattdessen habe ich die Aussicht vom Tisch meines Lieblingsrestaurant aus fotografiert.
Warum es eine Henkersmahlzeit ist?
Weil ich ab Sonntag wieder fasten werde für zwei Wochen. Ich hatte das bereits vor ein paar Tagen erwähnt. Ab Sonntag wird wieder aus Überlingen berichtet. Ich habe dieses Mal etwas mehr Muffensausen als letztes Jahr. Bei der letzten Kur, wenn es auch durch die Beiträge nicht unbedingt durchschimmerte, ging es mir sehr schlecht und ich hatte im Grunde nichts mehr zu verlieren. Die dreiwöchige Fastenkur hatte mich wie einen alten Handschuh einmal von innen nach außen gedreht und wieder zurück und dabei kräftig ausgeschüttelt. Ich fühlte mich anschließend wie ein anderer Mensch. Das muss dieses Jahr nicht sein und ich gehe die Kur wesentlich bewusster an. Deshalb weiß ich noch nicht so richtig was das Fasten dieses Jahr mit mir machen wird, mal abgesehen dass sie eine Woche kürzer ist, weil ich mir nicht jedes Jahr drei Wochen finanziell leisten kann. Billig ist die Kur nämlich nicht.
Ich dachte über meine Alte Heimat nach. Und dabei kam mir ein Souvenir Laden in den Sinn, der seit jeher Hummel Figuren verkaufte. Die Dinger sind unsagbar kitschig, aber, und das ist das seltsame daran, ziemlich teuer. Ein Porzellanteil mit einer Szenerie kann schnell richtig ins Geld gehen. Wenn man sie genau betrachtet versteht man auch zum Teil warum; sie sind sehr aufwendig und detailverliebt angemalt und geformt.
Ich wusste dass „Hummel“ eine Nonne war aber mehr nicht. Sie machte auch, so las ich dann, keine Porzellanfiguren, sie malte Zeichnungen nach denen später die Figuren entstanden. Als ich nach einem Foto der Frau suchte fiel mir diese Seite auf, die ein Hummel Bild mit Spieluhr verkauft. Darauf zu lesen steht:
„Vintage Original 1936 M.I. Hummel Print Wood Music Trinket Box“
Nachdem ich die Wiki-Biographie Maria Innocentia Hummel gelesen hatte machte mich das Datum stutzig. 1936? Das wäre dann noch zu Hummel’s Lebzeiten gewesen (sie starb 1946) Und das ganze auf einer Spieldose in Italien hergestellt. Sehr seltsam, denn die Nonne hatte nie etwas mit Italien am Hut. Das Bild könnte jedoch tatsächlich ein Original sein das später auf diese Dose geklebt wurde. Die Rückseite der Spieldose ist ebenfalls zu sehen und dort steht die Melodie „Raindrops Keep Falling On My Head“. Das Lied ist nun mit absoluter Sicherheit nicht von 1936 sondern von (zu lesen hier) 1969.
Etwas weiter unten in der Beschreibung steht: Age: Probably at least 50-60 yrs. Old.
2015 minus mindestens 60 Jahre = 1955 !
Da war das Lied noch gar nicht geschrieben!
Beschiss zum Spottpreis von 40$!
Manchmal ist so einfach hinter die Dinge zu sehen und mir macht das einen Riesenspaß dahinter zu kommen.
Für gewöhnlich poste ich solche Dinge nicht, aber hier mache ich mal eine Ausnahme.
Über verschlungene Wege (per Blog und Twitter, sorry ich kann es nicht mehr nachvollziehen) fand ich dieses Posting. Der Text When I’m Gone ist etwas holperig geschrieben und auch von der Sprache her zu simpel. Zudem ist es keine wahre Geschichte, denn es wäre des Guten zu viel. Aber die Idee dahinter finde ich sehr schön.
Ich frage mich wie es mir gegangen wäre, hätte mein Vater am Ende die Kraft gehabt dies zu tun und was wohl in seinen Briefen gestanden hätte?
Wenn die Kaltmamsell mich nicht immer daran erinnern würde… Der monatliche Aufruf „Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“ Im Prinzip war der 5. August dran den ich beschreiben sollte. Der ist im Vergleich zu gestern aber eher langweilig. Also beschreibe ich den 8.August.
Der letzte Tag in Esch-Sauer. Ich kann das Hotel de la Sûre nur wärmstes empfehlen. Es ist ein rundum Wohlfühlhotel. Und für das was man geboten bekommt ist es nicht mal teuer. Für 6 Nächte mit Frühstück 480€. Es geht auch billiger aber dann ist das Zimmer kleiner und es ist keine Dampfsauna und Whirlpool dabei. Zudem haben sie noch eine riesige traumhaft schöne Wellnesslandschaft mit allen möglichen Massagen und Beauty Anwendungen.
Ich erwachte gegen 7:00 und fühlte mich gerädert. ich hatte eine unruhige Nacht verbracht wegen der Gewitterstürme. Nachrichten, duschen, anziehen, Kofferpacken. Das alles im Schneckentempo, denn ich saß erst gegen 9:00 am Frühstückstisch. Die gedownloadete Zeitung auf dem iPad durchgesehen. (Das Hotel WLAN ist erstaunlich gut) Ich hatte am Abend zuvor bemerkt dass ich mein Smartphone in Insenborn im Kostüm- und Maskenraum hatte liegen lassen, war aber zu platt um mich noch einmal ins Auto zu setzen. Ich checkte aus, fuhr noch einmal nach Insenborn, holte das Smartphone und machte mich auf den Weg zurück nach Luxemburg. Die Fahrt dauerte etwas mehr als ein Stunde.
Zuhause angekommen, setzte ich mich gleich hin und bearbeitete noch ein paar geschäftliche Mails. Was weg ist, ist weg.
Um 14:00 Termin in der Abtei Neumünster, wegen einer tollen Sache bei der ich unbedingt mitmachen wollte. Es war ein Aufruf von alzheimer.lu. Jeder der mit Demenz zu tun hat, sei es, dass er selbst davon betroffen ist oder Verwandte hat die darunter leiden, oder sich einfach nur solidarisch beteiligen will. (Ich habe eine Tante die seit Jahren darunter leidet und unter meiner Vormundschaft steht) Im Auftrag vom Familienministerium hat Serge Tonnar ein Lied komponiert zum Thema Demenz. Für den Refrain wurde ein Chor gebraucht. Es fanden sich an die 150 Personen ein die dabei sein wollten. Ein gewaltiger Chor also. Und alles klappte wie am Schnürchen. Wir sangen den Text dreistimmig ein und das quasi ohne davor zu proben. Serge Tonnar spielte uns das Demotape einmal ganz vor (ohne Chor, logisch) das mich und viele andere sehr bewegte. Er erklärte dann genau wo unser Einsatz wäre und los ging’s. Jede Text Zeile wurde einzeln viermal hintereinander aufgenommen in der gleichen Tonart und gingen zur nächsten Zeile u.s.w. Zwischendurch huschte ein Filmteam herum und machte Aufnahmen für das Video und das Making of der ganzen Produktion.
Das Lied heißt Bonjour & Awuer und kommt am 19.09 am Welt Alzheimer Tag heraus.
Bonjour an Awuer,
Ech muss mech vu mir trennen…
Wenn es soweit ist werde ich berichten.
Für die Aufnahme waren zwei Stunden vorgesehen, die wir aber nicht brauchten. Ich trank mit einer der Schauspielerinnen von Kveldulf die auch dabei war, etwas auf der Terrasse der Mini-Bäckerei im Grund, bevor ich mich wieder aufmachte in den Norden zur letzten Vorstellung der Rock Oper.
17:00 Ich war viel zu früh da.
Und so beschäftigte ich mich mit aus- und einräumen und säubern des Materials und überprüfen ob von allem noch genug habe.
Die letzte Vorstellung also. Vor der Premiere hatte ich ausgerechnet dass ich für die 10 Schauspieler ungefähr 1 Stunde und 15 Minuten brauche. Make-up technisch war es nicht weiter schwer. Es war vor allem „Dirtworks“ Spray in dunkelbraun und schwarz, schwarzer matter Lidschatten, dunkelbraune Fettschminke, Alkohol Farben für die Wunden und Tattoos und knallig rotes Rouge. Haare: Mattierende Paste und Dust Powder. Zudem noch ein Bockbart mit Crepwolle „aus der Hand“ geklebt. (wer den Bockbart sehen will guckt sich das Profilbild von Serge Tonnar auf Facebook an)
Die Vorstellung begann mit Verspätung, da eine Zufahrtsstraße kurzfristig gesperrt worden war.
Da das Stück nur eine Stunde dauert, und ich nur einen Umbau einer Tänzerin in ein Blutmonster hatte, ging die Zeit vorbei wie im Flug. Ein Riesenapplaus mit Zugaberufen folgte.
Bei letzten Vorstellungen sind die Darsteller am Ende alle in Feierlaune, außer ich. Am Ende kommt immer der Teil des Jobs den ich schon fast abgrundtief hasse. Einpacken und schleppen. So auch gestern. Klitschnass geschwitzt von der Schlepperei und der schwülen Hitze, schleifte ich mich noch einmal zurück zur Bühne bei der zwei Zelte standen, mit Getränken und Pasta. Ich trank ein Bier (sehr ungewöhnlich für mich da ich sonst Wein bevorzuge) und aß eine Portion Penne Arabiata. Es stand noch eine Feier an in einer Kneipe, die extra für uns eine freie Nacht geordert hatte. Doch ich konnte mich beim besten Willen nicht mehr dazu aufraffen.
Kurz nach Mitternacht fuhr ich nach hause und war froh als eine Stunde später die Wohnungstür aufschloss.