An einem Sonntag

Als ich erwachte,schien das Wetter wieder trist und grau zu sein, doch das sollte sich bis zur Mittagsstunde ändern. Strahlender Sonnenschein und keine einzige Wolke am Himmel, so dass ich beschloss einen Spaziergang durch das Petrustal zu machen. Es war eisig kalt.

Strahlend blauer Himmel über einer schneebedeckten Landschaft.

Von unten sieht die eingepackte Adolph Brücke auch sehr beeindruckend aus.

Die Petrus führt wesentlich mehr Wasser als normal. Doch es täuscht bisweilen auch . Auf dieser Brücke ist das Bett der Wasserlaufs wesentlich tiefer als auf der anderen Seite.

Ich freute mich schon endlich auf der anderen Seite des Tales anzukommen und dort einen heißen Kaffee im Pub zu ordern, als ich bei der letzten Brücke von weitem ein Absperrband sah. Ich kam näher und fragte mich noch wer sich hier einen so blödem Scherz erlaubt hatte. Doch dann sah dass auf dem Band „Police“ stand. Als ich näher kam sah ich dass Polizeibeamte zusammen mit der Feuerwehr das Gelände durchsuchten. Und dann sah ich den Leichnam am Fuß der Brücke liegen. Es war genau die gleiche Stelle an der ich vor Monaten einen Blumenkranz gesehen hatte zur Erinnerung an eine Frau die sich von Passerelle in den Tod gestürzt hatte. Ich ging ein Stück zurück um die letzte kleine Flussbrücke zu überqueren und somit an der anderen Seite vorbeizukommen ohne durch den Tatort zu trampeln. Von der Seite aus konnte ich die Szenerie sehen. Die Leiche war notdürftig mit einer Plane zugedeckt. Es schien ein Mann zu sein mit, soweit ich das erkennen konnte einem Jogginganzug. Die Hände schienen dunkelrot und geschwollen. Ich überlegte ob es einer der Roma sein könnte, die inzwischen durch die ganze Stadt verstreut an jeder Straßenecke sitzen und betteln. Die Haut war rot-bläulich verfärbt.  Oben auf der Passerelle sah ich weitere Polizisten stehen und Fotos machen.

Gleich hinter der Passerelle gibt es noch mal ein kleiner Fußgängerübergang die ich überquerte um wieder auf der richtigen Seite der Petrus zu sein um weiter zu kommen. Unglücklicherweise landete ich mitten im Tatort. Ich zog den Kopf ein und versuchte so unauffällig wie möglich an allem vorbeizukommen. Nach mir wurde auch die Brücke gesperrt.

Weihnachten

Über die Weihnachtsfeiertage hin werde ich nichts schreiben, da ich wahrscheinlich von einer Woge der Trauer in die nächste hinein getragen werde. Zudem werde ich nicht in Luxemburg sein. Ich habe mir die Tage voll gepackt mit Herumfahren, Feiern und Freunde besuchen, so dass ich hoffentlich keine Gelegenheit dazu haben werde dunkle Wolken im Kopf entstehen zu lassen.

Wer hier seit ein paar Monaten mit ließt wird wissen warum dem so ist. Der Verlust von lieben Menschen ist furchtbar. Und da ich selbst nicht für Nachwuchs gesorgt habe und es auch nicht tun werde, schwindet der Familienstamm zu einem Nichts zusammen.

Ich wünsche euch allen ein paar ruhige und frohe Tage.

VHS Kahloucha

Heute ein Filmtipp.

Vor Jahren habe ich den Film auf Arte gesehen und war begeistert. VHS Kahloucha (2006) ist die Geschichte eines unermüdlichen Tunesiers der gerne Actionfilme wie Rambo und Co. drehen möchte. Mit minimalsten Mitteln  und VHS Kassetten dreht er seine Filme mit Freunden und Bekannten. Der Dokumentarfilm spielt in der Ära vor den arabischen Frühling. Die Film ist rührend und voller Humor. Er  ist hier im Original auf französisch untertitelt.

Ein herrlicher Film.

Udo

Als ich vorgestern hörte dass Udo Jürgens verstorben ist war ich dann schon etwas erschrocken. Ich bin zwar kein Fan von ihm und kenne die wie meisten anderen auch seine ganz Großen Hits, die ich nun nicht mochte.

Zwei Lieder von ihm finde ich allerdings immer noch gut, etwas weniger bekannt weil weniger im Radio gespielt.

Ich weiss was ich will

5 Minuten vor 12

 

Penny Dreadful

Gestern sah ich mir bei Netflix die letzte Folge von der Gruselserie Penny Dreadful an und muss sagen dass ich begeistert bin wenn auch mit Abstrichen. Die Serie vermischt verschiedene Gruselgeschichten, die zur viktorianischen Zeit groß in Mode waren. Die großen Klassiker wie Dorian Gray, Frankstein und Vampire sind vertreten. (in der letzten Folge kommt noch ein weiteres Monster dazu)

Das Set, die Kostüme, die historische Frisuren und allen voran das SFX Make-up sind ein absoluter Knaller. Wenn ich im Abspann den Namen Nick Dudman sehe, der für die Monster und die ganzen Blut Effekte verantwortlich ist, wünschte ich mir ich hätte dort mitarbeiten können. Nick Dudman ist Maskenbildner und einer der besten Hersteller in Sachen Blut in der Branche (ich selbst benutze es auch) und es wäre mir eine Ehre einmal für ihn zu arbeiten.

Zur Geschichte selbst: Die verschiedenen Monstergenres werden miteinander vermischt zur einer neuen Geschichte, wobei der Haupthandlungsstrang die Vampire (again…) sind. Das ließ mich zuerst aufstöhnen. Nicht schon wieder Vampire. Nicht schon wieder Van Helsing (der nur eine kleine Nebenrolle hat). Doch fügen sich alle anderen Handlungsebenen sehr harmonisch in der Geschichte ein, dass eine recht schöne neue flüssige Story entsteht, bei die Vampire nur ein Teil ausmachen. Alle Hauptprotagonisten haben ein Geheimnis, das sich über die acht Folgen hin langsam lüftet. Am besten gefällt mir dabei die Franksteinstory.
Die Erdzählweise setzt nicht auf billige Schreckeffekte wo man aus dem Sofa hochfährt und Blutdruck Tabletten nehmen muss, (und wenn sind es Klassiker die man kennt). Im Gegenteil, sie ist erstaunlich ruhig.

Ich bin auf die zweite Staffel gespannt.

Schöne schlechte Mails

In den Letzten Tagen bekam ich verstärkt diese Art von Mails.

Chers citoyens,
Vous recevrez un remboursement d’impôt de Administration des contributions directes du Grand-Duché de Luxembourg.
Cliquez ici pour démarrer le processus

Schön wäre es ja, wenn es denn keine phishing Mail wäre. (seuftz)

Aus reiner Neugier habe ich dann mal nachgeforscht woher die Mail kommt und zu welcher Seite sie führt und wo die gehostet ist. Der Mailserver läuft über eine indonesische Fengshui Seite die bei bluehost gespeichert ist. Die Seite zu der man geleitet wird, wenn man den Link in der Mail klickt, ist dann wiederum bei Godaddy gehostet und heisst punto582(punkt)com. Registriert ist der Name in Venezuela.

So und jetzt erkläre mir mal jemand was Luxemburg mit Indonesien und Venzuela zu tun hat. ❓

Aus für Air

Nein nicht die Band, (die ich übrigens mal persönlich kennengelernt habe) sondern Air TV „l’Autre Télé“. Gestern zappte ich durch die Fernsehprogramme und sah dann plötzlich dass Air sein Programm eingestellt hat.  Auf der Homepage steht:

Après 4 années de diffusion, nous sommes au regret de vous annoncer la fin des programmes de votre chaîne AIR, L’Autre Télé. Nous remercions nos téléspectateurs pour leur fidélité

Der französischsprachige private Sender entstand, wie bei PaperJam zu lesen war „aus der Asche von RTL9“.(RTL9 wurde ein reiner Seriensender und produzierte nichts mehr selbst) Ich finde es schade denn Air TV war sympathisch, wenn auch nicht weltbewegend. Und selbst wenn die Zuschauerquote eventuell stimmen mochte so stimmten die Werbeeinnahmen nicht, was letztendlich zum Ende führte.

Schade, denn somit ist RTL wieder der einziger Fernsehsender in Luxemburg, was ich nicht gut finde. Es haben bereits mehrere versucht in Luxemburg einen zweiten Sender hochzuziehen, ich erinnere an TangoTV, (und ein späterer Ableger davon, dessen Namen mir nicht mehr einfällt) aber vergeblich.  Es gibt winzig kleine Regionalsender (Uelzecht Kanal, Nordliicht, Hesper TV…) die aber nur wenige kleine Beiträge pro Woche haben und auf freiwilliger Basis funktionieren.

Die Diskussion über einen staatlichen Fernsehsender sollte neu entfacht werden.

London

Anfangs der Woche, war ich seit gefühlten 10 Jahren wieder in London. Ich könnte jetzt nachsuchen im alten Blog wann ich das letzte Mal dort war, aber dazu hab ich keine Lust. Ich war gespannt auf das mich erwartete und ob ich London genau so erlebe wie ich Berlin das letzte mal erlebt habe, nämlich mit sehr gemischten Gefühlen. Berlin hat für mich seinen Charme verloren den es noch hatte, als ich öfter dort war und der Liebe wegen viele Monate dort verbracht habe.

Das Gegenteil war der Fall. London hat nichts von seinem Zauber, seiner Hektik, seiner Geschäftigkeit und seiner Lust auf’s Entdecken verloren.  Der Picadilly Circus ist nach wie vor ein ein Trouristenbrennpunkt. Jedoch hat die große Werbewand an Charme verloren. Es sind nicht mehr die schönen Neonwerbeplakate sondern riesige LED Leinwände auf denen alle paar Sekunden eine andere Marke durchflimmert. Die Fassade des Gebäudes dahinter ist dadurch gänzlich verschwunden.
Eine weitere Eigentümlichkeit von London ist die Bewertung von Hotels und die Sternevergabe. Was dort mit 4 Sternen angepriesen wird ist anderswo keine 3 Sterne wert. Die Zimmer sind alle durchweg winzig, es sei den man zahlt gründlich drauf. Ich hatte Glück und fand ein angemessen kleines Zimmer mit Bad in einem älteren Hotel, mit herrlichem englischen Frühstück in Bayswater, direkt neben dem Hyde Park. Mit Bad sollte man immer nachfragen da man sonst sich ein Bad mit mehreren anderen Zimmern auf dem Flur teilen muss. Und das ist für mich in meinem Alter absolut keine Alternative mehr.

Der erste Abend führte mich ins Gielgud Theater.

… heißt das Stück. Es ist übrigens das Stück das letztes Jahr nebenan im Apollo Theater für Aufsehen sorgte als während der Vorstellung das Kuppeldach in den Zuschauersaal krachte. Mit Preisen überhäuft läuft es schon weit über ein Jahr und ist KEIN Musical. Ich hatte von Freunden gehört dass es wirklich sehr gut sein soll. Die Geschichte von Christopher, dem Jungen der am Asperger-Syndrom leidet, ist zu keinem Moment rührselig. Im Gegenteil sie ist lustig, populär und zugleich experimentell. Jedoch fügt sich die Bühne die das Experimentelle ausmacht so gut in die Geschichte ein und gibt (so habe ich es für mich interpretiert) einen Einblick in den Kopf des Jungen.

Der zweite Abend war für ein inzwischen im 63. Jahr laufenden Theaterstück vorgesehen. Jeder sollte irgendwann in seinem Leben dieses Stück gesehen haben da es wahrscheinlich nie verfilmt werden wird, so lange läuft. So hat es die Autorin Agatha Christie es zumindest vorgesehen.

… ist, deswegen aber ein Stück, an die Zeit nicht spurlos vorbei gegangen ist. Es wird, und darauf wird wahrscheinlich sehr geachtet, immer noch so gespielt wie es in den fünfziger Jahren das letzten Jahrhunderts angelegt wurde. Das gibt dem Stück etwas Verstaubtes, Nostalgisches und es kam mir vor, als ob ich einen alten amerikanischen Spielfilm sehen würde. Wenn man sich aber an den Tonfall und die Spielweise gewöhnt hat taucht man ab in die so vertraute Mörderwelt der Agatha Christie.
Wer sich das Stück ansehen möchte sollte auf KEINEN Fall die Wikipedia Seite des Stückes vorab lesen da dort nämlich der Schuldige verraten wird.

London, ich komme sehr bald wieder… versprochen.

Deko bei mir und anderweitig

Auch wen ich vor Kurzem schrieb, dass ich mir wünschen würde Weihnachten wäre schon vorbei, habe ich trotzdem ein wenig dekoriert. Ein kleiner Weihnachtsbaum mit Filzkugeln und Wichtel.

Ein Schaufenster erinnerte mich an meine Kindheit. Dort gab es mitten in der Grande-Rue ein Geschäft mit Namen „Spielzeugparadies“. Es gibt die Kette, immer noch in Deutschland. Die Deko im Schaufenster glich zu Weihnachten sehr der Deko die man zur Zeit bei Tapis Herz sieht. Ich habe ein Filmchen davon gemacht.

 

Das Spielzeugparadies gab jedes Jahr vor Nikolaus ein Katalog heraus der immer wieder zur Bibel von mir und meinem Bruder mutierte. Natürlich schauten unsere Eltern aufmerksam zu wenn wir durchblätterten. Und verschiedenes davon stand dann am Nikolaustag im Wohnzimmer.

Aufgelesen

Ich, wenn auch nicht in aller Öffentlichkeit und auch nicht im Blog, beschwere mich auch bisweilen dass ich wenig Zeit für Dinge habe die mir wirklich Spaß machen. Frau Modeste hat da mal eine grobe Stundenrechnung aufgestellt und wie viel Zeit für was draufgeht. Sehr interessant uns sehr lustig.

Mein Wappentier ist die Wurst.

 

Eine Sünde und Schande

Es war klar dass das kürzlich geschlossene und verkaufte Hotel „Albert I“ umgebaut werden würde. Hier könnt ihr sehen wir das Hotel mal aussah innen und außen. Es sollen Wohnungen dort entstehen. Was ich aber nicht wusste, war das der erst vor wenigen Jahren fertiggestellte Bau völlig niedergerissen werden würde. Eine Sünde und Schande. Gestern und heute befand ich mich nicht weit entfernt davon in einem Hinterhof und musste kopfschüttelnd zusehen wie die Abrisszange in die Wände biss.

Gestern

Heute

Stattdessen entsteht entsteht  dieser scheußlicher Neubau.

Ja sind Sie denn schon in Weihnachsstimmung?

Diesen Satz habe ich heute nacht mehrfach gehört. Irgendwie konnte ich nicht schlafen und ließ mich von den Lokalzeit Sendungen vom WDR berieseln. Jede, aber wirklich jede Stadt hatte einen Reporter auf einem grade eröffneten Weihnachtsmarkt stehen. Und ALLE waren in Stimmung.
Ganz ehrlich wenn ich dieses Jahr dieses Fest der Trauer und Depression ganz umgehen könnte würde ich es sofort tun. Es ist das erste Jahr dass niemand mehr der Familie da ist…

Stattdessen knie ich mich zur Zeit in die Arbeit und schreibe auch an anderer Stelle als im Blog.

Aufgelesen

Gestern bei der Kaltmammsell sehr gelacht:

…[In der U-Bahn dorthin neben einem der Kleinkinder gelandet, deren Lautstärkeregler kaputt ist und die NUR IN BIS ANSCHLAG ERHOBENER STIMME SPRECHEN KÖNNEN, DABEI DAS DEZIBELLEVEL EINES MARTINSHORNS ERREICHEN. Mir so dezent wie möglich die Ohren zugehalten.]…

Woraufhin folgender Kommentar zu lesen war:

Zum Thema Lautstärke bei Kleinkindern. Seit ich über 60 bin-schon seit einiger Zeit – schaue ich die Mütter mitleidsvoll an und sage” oh wie tragisch -ihr(e) Kleine ist Schwerhörig-haben sie einen guten Ohrenarzt? Die sprachlosen Müttergesichter sind immer wieder göttlich.]…

Heute vor einem Jahr

… habe ich sie zum letzten Mal gesehen. Am Tag darauf starb sie. Sie ist so fern und doch so nah. Die Erinnerung an sie fängt an zu verblassen.
Mein Leben verändert sich ohne sie. Sie nimmt nicht mehr daran teil. Die grosse Lücke die sie hinterlassen hat bleibt, doch rückt sie weiter weg. Und ich begreife wieder einmal dass die Zeit unaufhaltsam voranschreitet, unbeugsam, egal wie grausam das Erlebte war.

Ich fand für die Jahresanzeige einen schönen Text von Henry Scott-Holland. Wer ihn lesen mag sollte sich das „Wort“ von heute kaufen.

Einer für Alles

Vor ein paar Monaten schrieb ich schon mal über Katharina Seiser, Journalistin und Herausgeberin über Esskultur.
Nun hat sei ein neues Buch herausgebracht mit dem Titel „Einer für Alles„. Es wird alles in einem einzigen Kochtopf gekocht, gebraten, geschmort…
Als ich bei Amazon einen Blick ins Buch warf, war ich gleich beim ersten Rezept schon begeistert. Das ist genau das Buch für mich und meine Miniküche die zwar über jeglichen Komfort verfügt aber eben sehr klein ist. Wenn ich da mit mehreren Töpfen und Pfannen jonglieren muss wird es sehr eng. Zumal wenn ich mir Gäste einlade ist es jedes mal eine Herausforderung, wenn der Tisch schon fertig eingedeckt ist und diesen nicht mehr als Ablagefläche benutzen kann.

Weitere Berichte folgen wenn ich die einzelnen Rezepte ausprobiere.

Wütendes Wetter


letzte Woche wütete ein Sturm über der Stadt. Ich war sehr in Eile und musste wohl oder über durch den Park laufen, der sehr dunkel und bedrohlich wirkte. Ein Schwall Krähen erhob sich aus dem Bäumen und flatterte durch die Luft ohne sich wirklich formieren zu können.

Franchising goes Folklore

Seit ein paar Tagen höre ich im Radio immer wieder die Werbung (der einzige Ort übrigens wo ich halbwegs Werbeberieselung an mich ranlasse) über eine ‚luxemburgische‘ Pizza. Lautstark singt Fausti einer seiner alten Gassenhauer der hierfür umgedichtet wurde. Das weltweite Franchising Unternehmen Pizza Hut erfindet für Luxemburg eine Pizza mit Mettwurst in der Kruste, und reißt sich damit das Siegel „Made in Luxembourg“ unter den Nagel. (Auf dem Bild neben dem Topf Senf zu sehen)

Zu was die arme Pizza alles herhalten muss…
Ehrlich, mich gruselt das bis in die Haarspitzen. Zu Helloween passt das ja ganz gut, aber der Spuk wird nach dem 1. November wahrscheinlich kein Ende finden.  Und, nein, ich werde sie nicht probieren und anschließend hier im Detail beschreiben ob schlecht mir davon wurde.

Dispo Dipso

Die Tagesdisposition – auch nur Disposition oder nur kurz Dispo (engl. (daily) call sheet) – beschreibt bei Film-, Fernseh– und Werbeproduktionen eine für jeden Drehtag erstellte Übersicht bezüglich des zu absolvierenden Pensums sowie spezifischen Informationen für einzelne Mitglieder des Filmteams. Über den Tag hinweg dient die Dispo jedem Anwesenden am Filmset als ‚Fahrplan‘ oder Anhaltspunkt, was als Nächstes zu tun ist.

Dreht man zwei Buchstaben um ergibt es DIPSO.

Dipso the Wine Republic
4, rue de la Loge

Schönes Ambiente, sehr nettes Personal, (was ja wie ich schon einmal erwähnte, in Luxemburg ein Problem ist), guter Wein. Manchmal braucht es wirklich nicht mehr um glücklich zu sein. Die Besitzerin ist zudem eine Persönlichkeit aus Funk und Fernsehen, das nicht unwesentlich zum Erfolg beiträgt.
Eine Homepage gibt es auch, auf der aber noch nicht viel steht.

25 Jahre später

Für gewöhnlich poste ich keine Links aus diesen Buzz Seiten mit denen Facebook und Twitter verseucht sind. Aber heute machen wir mal eine Ausnahme.

Die Nachricht schlug ein wie ein Bombe. Twin Peaks  die Kultserie geht nach 25 Jahren  weiter. Für mich war es damals eine der besten Serien überhaupt und wir haben von Woche zu Woche mitgefiebert, gerätselt, Blaubeerkuchen gebacken und „verdammt guten Kaffee“ getrunken. Gut waren Anfangsfolgen die bis zur Entlarvung des Mörders von Laura Palmer führten. Danach wurde es sehr mau.
Ich kann mich noch an den Abend erinnern als endlich herauskam wer der Mörder denn nun war. Die Serie lief auf RTL („plus“ damals). Doch SAT1 machte gab den Namen auf seinem Teletext preis, was eine Welle von Empörung  und haufenweise Leitartikel in der Presse auslöste.  Ich wollte es damals nicht wissen um mir den Spaaß nicht verderben zu lassen, und war dann dementsprechend niedergeschmettert. Viele Jahre später kaufte ich mir die Serie auf DVD, doch leider musste ich mir selbst eingestehen dass sie schlecht gealtert war.

Apropos schlecht oder gut altern: Diese Seite zeigt all die Hauptdarsteller der Serie damals und heute und da war ich dann doch sehr überrascht manche nach so vielen Jahren wiederzusehen.

10 Jahre Alaska

Vor 10 Jahren arbeitete ich auf einem Theaterstück mit dem Titel: E Wäibierg an Alaska. Es lief auf einer kleinen Bühne in Redange im Inoui, das schon seit langem seine Tür geschlossen hat. Das Stück war ein riesiger Erfolg mit über 50 Vorstellungen. Es handelte von einem Paar (gespielt von Monique Melsen und Marcel Heintz) und die Geschichte geht los 3 Tage nachdem beide ihre wohlverdiente Rente angetreten haben. Sie wollen reisen und die erste Reise geht nach Alaska…

10 Jahre später erleben wir das gleiche Paar wieder auf der Bühne. Wéi wäit nach bis Alaska, ist die die Fortsetzung vom ersten Stück.

Vorgestern fand die Premiere im Kulurhaus Niederanven statt. Ich saß im Saal und mir wurde ganz wohlig warm ums Herz die beiden Charaktere nach so vielen Jahren wiederzusehen. Mag sein dass ich vorbelastet bin, aber ich habe mich herrlich amüsiert den beiden zuzusehen und ein ganzer Saal der sich schier bog vor Lachen kann ja auch nicht irren. Ein großes Kompliment auch dem Autor Jay Schiltz der ein wahrer Meister im Dialogschreiben ist.

Es gibt nur eine Matinee für die man Karten bekommen kann im Kulturhaus Niederanven. Alle anderen Vorstellungen sind bereits ausverkauft. Doch da das Stück bis März 2015 auf Tournee geht, gibt es für jeden eine Gelegenheit es sich anzusehen.

Ich lese


Fragt mich nicht warum, ich weiß es nicht. Es ist eine Buchempfehlung von Anke Gröner. Sie verstand nicht was sie an dieser Geschichte dieses merkwürdig emotionslosen ja fast langweiligen Figur so interessierte. Das hatte meine Neugier geweckt und kaufte mir somit mein erstes Buch als Kindle. (Versteht mich nicht falsch, ich habe einen eReader von Sony und fahre schon seit Jahren mit dem System epub. Aber durch einen blöden Fehler im System den ich bis dato nicht gefunden und beseitigt habe, lassen sich keine Bücher mehr auf den Reader hochladen.)
Und ich muss gestehen mir geht es genau so. Ich kapier’s nicht.

Eine etwas ausführlichere Buchbesprechung folgt.

Theaterfest


Jedes Jahr, gibt es das Theaterfest in der Abtei Neumünster.
Im Programm, das sehr breit gefächert ist, bin ich diesmal auch vertreten.
Das Projekt heißt Blind Date und ist eine Begegnung mit einem Künstler oder Techniker aus der Theaterbranche.
Wenn sie also ein Tête-à-tête mit mir haben wollen schauen sie morgen zwischen 16:30 – 18:00 in der Abtei vorbei in der „Cave voûtée 1“.

Ausverkauf der Erinnerungen

Sie sind nett, sie sind sehr zuvorkommend, sie nehmen (fast) alles mit und hinterlassen eine große Leere im Raum, im Kopf, im Herzen. Es kommt mir vor wie ein Ausverkauf der Erinnerungen, ihrer Erinnerungen, meiner Erinnerungen.

Heute waren die Entrümpler im Haus der Großmutter. Ich konnte und wollte nicht bleiben solange sie dort waren und einpackten. Es tat zu weh. Also schlenderte ich durch die alte Heimat und fühlte mich einsam, verlassen und wie ein Verräter der sich selbst verraten hat. Wenige Leute auf den Straßen. Kälte, Leere, Trauer.

Das Restaurant

Es wundert mich und ich fragte mich eben selbst warum ich noch nicht darüber geschrieben habe. Es ist zur Zeit mein Lieblingsrestaurant in Luxemburg. L’Annexe war ursprünglich die Annexe des Sternerestaurants Clairfontaine mitten in der Stadt. Es wurde inzwischen verkauft, ist jedoch in der Qualität gleich geblieben. Die Speisekarte ist nicht sehr groß, dafür wechseln die Gerichte recht häufig. Einen Stern im Michelin verdient es nicht, was auch nie das Ziel war, aber die Küche ist ganz im Sinne einer gehobenen französischen Küche. Die Preise sind daher auch recht moderat. Die Kellner sind sehr zuvorkommend und nett, was in Luxemburg leider eine Seltenheit ist. (Aber das ist ein anderes Thema und wird demnächst einmal gesondert behandelt) Ich gehe gerne hin, bisweilen auch sehr gern alleine, weil ich dann solche Beiträge wie diesen hier schreiben kann.

Da ich das Foto zu später Stunde mit „Hipstamatic“ gemacht habe und auf der Terrasse saß, siebt es aus als ob es eine Kaschemme ist. Und doch gibt es genau das wieder was ich empfinde. Ein Ort der der von aussen gesehen etwas befremdlich wirkt, und doch etwas anheimelndes hat und indem man sich wohlfühlt.

Neulich im Chocolate House

Da es sich genau gegenüber des großherzoglichen Palais befindet ist es meistens gerammelt voll von Touristen.

Doch am Samstag Mittag fanden wir einen Tisch auf der Terrasse. Da das House auch über eine kleine Speisekarte verfügt, wählten wir eine Quiche Lorraine und eine Lachs Quiche zum Mittagessen.
Wir warteten auf die Bestellung als plötzlich schräg hinter mir, meine Begleitung etwas sah das ihre Gesichtszüge entgleisen ließ. „Was ist?“, fragte ich. „Nichts, antwortete sie, erzähle ich dir später.“
Ich schaute dann doch hinter mich sah das hier:

Ein Kind verdaute rückwärts, ziemlich geräuschvoll, gleich mehrfach mit dem üblichen Plätschern hinterher als ob man einen Eimer ausschüttet.“Ich wusste nicht dass so viel in einem Kind drin sein kann, sagte meine Begleitung, als man uns die Quiche servierte. Sie schmeckte hervorragend.

Merke: Fremde kotzende Kinder sind kein Grund…

Gleich nebenan auf der Place Clairfontaine wird die Grossherzogin Charlotte umringt von „Müllmännern“. Keine Ahnung was die Aktion soll, ich habe nichts darüber gelesen im Urlaub.

Südfrankreich – Tag 11 – Am Strand

Den letzten Tag verbrachten wir damit ein paar Einkäufe für die Rückreise zu tätigen und den Rest des Tages am Strand.
Die Plage de l’Espiguette war noch mal unser Ziel. Es waren im Verhältnis zum ersten Mal sehr wenig Leute da.
Eine Arbeitskollegin schrieb mir eine SMS von der Heimat aus wegen ein paar arbeitstechnischen Dingen. Ich räckelte mich auf dem Badetuch schreib ihr zurück dass ich gerade schwer beschäftigt sei um braun zu werden.

Es war ein perfekter Urlaub

Morgen gehts zurück nach Luxemburg.